Beiträge von Lucivarsadi

    Lucivarsadi

    Das Buch steht noch auf meiner Wunschliste. Ich liebe derart umfangreiche Bücher und die angehängten Bilder, dieses besondere Layout reizt mich sehr. :thumleft: Ich bin auf deine Eindrücke gespannt.

    Das werde ich machen. Jetzt aber schon zwei Anmerkungen zum Vorgang des Lesens an sich:

    1. Die vielen Anmerkungen stellen mich vor die Wahl, entweder weiterlesen und ignorieren oder doch die Anmerkung lesen, um dann den Abschnitt mit dem neuen "Verständnis" dann nochmals zu lesen.

    2. Das Buch (bei mir die Hardcover-Ausgabe) ist zu schwer, um es lange zu halten. Es sollte also am besten auf einem Tisch liegen beim Lesen. Hinzu kommt, dass immer mal wieder das Drehen des Buches verlangt wird, weil die Schrift kopfsteht oder zur Seite geneigt ist.

    313. Welches Buch hat Dir im Oktober am besten gefallen?

    Bei mir die deutsche Übersetzung. (Auch wenn ich noch immer darin lese, da manches doch ziemlich heftig ist und nicht einfach mit einem Kopfschütteln abgetan werden will.) Welche ich meiner Holden geschenkt habe und die es "weggesuchtet" hat, mit reichlich Kopfschütteln.

    Hollywood. Schreibe meine Erlebnisse nieder:

    "Ich hab immer noch Albträume. Oft sogar - so oft, dass ich mich langsam daran gewöhnt haben müsste. Hab ich aber nicht. An Albträume gewöhnt man sich nicht."


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    Wie hat sich Bret Easton Ellis zu diesem Buch geäußert?

    "Ein großartiger Roman. Ein phänomenales Debüt. Hinreißend lebendig, auf erhabene Weise unheimlich, in erschütterndem Maße furchteinflößend, atemberaubend intelligent - es lässt fast alle anderen Werke bedeutungslos erscheinen. Man kann sich vorstellen, wie Pynchon und Ballard, Stephen King und David Foster sich vor Danielewski verneigen, fassungslos vor Erstaunen und Überraschung, Lachen und Ehrfurcht."

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    Was für ein Machwerk, das 2007 bei Klett-Cotta auf Deutsch erschienen ist. Und ich dachte, es wäre ein gute Idee, dies meiner Holden zu schenken. Ein Horror-Buch. Aber dieses Machwerk? Warum Machwerk?

    Erstens: Es ist unhandlich, großformatig, sehr gewichtig (Eintausendfünfhundertundacht Gramm laut Küchenwaage) mit seinen über achthundert Seiten.

    Zweitens: Gewichtig zeigt sich auch die Aufmachung, mit all seinen Anmerkungen, seiner völlig wirren Satzzeilen, ineinander greifenden Textrahmen, Durchstreichungen, uneinheitlicher Spaltensetzung, mal ein, mal zwei Spalten, wirren Zitatenführungen, Sätze, die als Einzeiler oder Einwortfolgen über mehrere leere Seiten hinteinander den Satz bilden.

    Drittens: Auch der Inhalt scheint gewichtig, mit seiner Andeutung von Albträumen, seiner Warnung, sich mit dem Inhalt zu befassen, mit den vielen Anmerkungen und Zitaten, die einen Anspruch von Wahrheit erheischen.

    Viertens: Es ist definitiv kein "Pageturner", kein Buch, das einfach "weggesuchtet" werden kann. Nein, es verlangt Konzentration, sowohl inhaltlich, als auch im Kampf gegen das Layout.

    Und sowas wollte ich tatsächlich meiner Holden antun? Das wäre jetzt der wirkliche Horror. Also versuche ich mich mit diesem Wälzer. Einfach nur der Chance wegen, ihr sagen zu können: Lies es. Oder eben mich zu entschuldigen. Dann hat es vielleicht noch eine Chance als "Verteidigungsbackstein" gegen Einbrecher zu dienen. Die Einleitung, dessen erste Sätze oben zitiert wurden, habe ich hinter mir. Jetzt geht es ans Eingemachte. Gefühlsmäßig denke ich an Lovecrafts Protagonisten, die noch von ihrer Begegnung mit Cthulhu berichten konnten (bevor sie verschwanden).

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    Klappentext 1:

    "DAS HAUS (House of Leaves)

    Und falls Sie irgendwann einmal zufällig an diesem Haus vorbeikommen sollten, bleiben Sie nicht stehen, gehen Sie auch langsamer, sondern gehen Sie einfach weiter. Da ist nichts. Seien Sie vorsichtig ..."


    Klappentext2:

    "Als der Pulitzer-Preisträger Will Navidson mit seiner Frau und den beiden Kindern in das Haus zieht, ahnt er nicht, wie hier sein Leben aus den Fugen geraten wird. Ganz beiläufig filmt er die alltäglichen Vorgänge in den Zimmern und Fluren; ganz beiläufig muss er feststellen, dass dieses Haus über Räume verfügt, die kein Grundriss verzeichnet."

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    Kennt jemand den Film 'Blair Witch Project' (1999). Obwohl ich selbst den Film nicht gesehen habe, muss ich auf Grund der Sekundär-Informationen zu diesem Film hier den Vergleich zu diesem Buch ziehen, dessen Originalausgabe 2000 erschienen ist. Auch bei den Navidson-Records handelt es sich um eine Art Dokumentation des Grauens. Und obwohl ich kein Horror-Fan bin, werde ich mich mal heranwagen und über die Einleitung hinweg weiterlesen. Mal sehen wie weit ich komme. Oder wird es doch ein Abbruch-Machwerk?

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    Und damit ein kleiner Eindruck des Layouts entsteht, habe ich mal fünf Bilder der englischsprachigen Ausgabe angehängt. Dieses Layout wurde für deutsche Ausgabe komplett übernommen. Es zeigt also, vor welche Anforderungen der Leser alleine auf Grund des Layouts gestellt wird.

    Was einem humorig erscheint, ändert, wandelt sich. Sachen, die man früher gelesen oder angeschaut hat, sind heute nicht mehr "zeitgemäß". Ich weiß nicht, ob mir Kishon heute noch gefallen wird. Oder wenn ich an Filme mit Bud Spencer & Terence Hill oder Serien mit Roger Moore & Tony Curtis denke, da bekomme ich bei den Sprüchen "Übelkeit in den Ohren". Und was Comedy-Shows im TV angeht, bin ich froh keinen TV zu besitzen. Und nein, auch wenn ich keinen TV habe, außer Haus Erfahrung dieser Art habe ich das ein oder andere Mal schon gemacht. Mir ist das zuviel "Brachial-Lustigkeit".


    Zurück zur 'Stadt der träumenden Bücher': Ich denke, bei mir war es weniger der Humor, der mich angesprochen hat, sondern eher das Staunen über die Welt, die darin enthaltenen Figuren und die freie Ausformung von Wörtern, so dass durch Kombinationen neuer Sinn entsteht. Eben das Abenteuer, die Lust zu Entdecken, was auf der nächsten Seite passiert. Und das stelle ich mir auch bei Pratchett so vor. Oder eben auch in Douglas Adams Anhalter-Reihe.

    312. Ein Generationenroman

    Also Budenbrooks und Mazurka wurden schon genannt. Gut, dass diese Woche ein Ruge auf den Sub gewandert ist. Mein erster.


    Hier fünfzig Jahre deutsch-deutsche Geschichte als Familiengeschichte, von 1952 bis 2001. Drei Generationen: vom Exil-Kommunisten aus Mexiko in die DDR zurückgekehrt, über den Sohn, der nach Moskau emigriert, hin zum Enkel, der in den Westen geht.


    "Die Strahlkraft der politischen Utopie schein sich von Generation zu Generation zu verdunkeln: Es ist die Zeit des abnehmenden Lichts."

    Arakeen: Ich muss sie verraten, um mich an dem schwarzen Baron zu rächen. Wenn ich diese Leute nur hassen könnte, anstatt sie zu lieben.


    (Ich habe gerade eine Notiz gefunden, dass ich das Buch vor zwanzig Jahren das letzte Mal gelesen hatte und es jetzt das sechste Mal ist. Und obwohl ich auf bestimmte Szenen, auf Dialoge, Kulturbeschreibungen warte, bin ich doch wieder begierig, weiter zu lesen.)

    Nach 60 Seiten habe ich dieses Buch erst einmal wieder zur Seite gelegt bzw. ins Regal zurückgestellt.

    Irgendwie habe ich gerade keinen Nerv für diese sehr verrückten Typen da drin und ihre Geschichten. Sicherlich ganz lustig wenn man diese Art von Humor mag.

    Hat mir gar nicht gefallen, mit so einer Lektüre konnte ich gar nichts anfangen, habe nicht den passenden Humor dazu, :uups: und auch kein Verständnis für den Plot.

    Könnte dies eine Art männerspezifischer Humor sein? So in Richtung Männer werden nie richtig erwachsen? :-k:-,

    Als ich 'Die Stadt der träumenden Bücher' gelesen hatte, brauchte ich auch erst eine Weile bis es mich gepackt hatte. Danach wollte ich wissen, was es hinter der nächsten Kurve zu entdecken gibt, welche Skurilitäten, welche Wortverdrehungen oder Wortverdrehungen dem Autor noch einfallen. Als Leser war ich auf Abenteuerreise durch das Buch. (Jungen eben?)

    Und 'Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär' ist ähnlich gestrickt, wobei hier für mich sicherlich das Vorlesen eine tragende Rolle für die Akzeptanz des Buches spielte. In die begeisterten Augen meines Sohnes zu schauen, wenn ich die Szenen beim Auf- und Abgehen lautmalerisch vorgetragen habe, das hat meinen Vortrag sicherlich noch beflügelt und mir das Buch näher gebracht.

    311. Ein Roman, in dem der männliche Protagonist Hausmann oder alleinerziehend ist

    Da fällt mir nur ein "Klassiker" zu diesem Thema ein, der wohl eher durch die Verfilmung mit Dustin Hoffman und Meryl Streep in den Hauptrollen bekannt sein dürfte. Der Film hat mich zwei Jahrzehnte später auch zum Buch gebracht.


    Ted geht in seinem Job auf, bis ihn seine Frau verlässt. Sie lässt ihn mit dem vierjährigen Sohn allein. Er muss Job/Karriere und Kind unter einen Hut bringen, den er dann auch verliert, weil er sich nicht mehr hundertprozentig für seinen Job einsetzt. Es folgen Scheidung und Sorgerechtsstreit. Und ein merkwürdiger Schluss.

    Ebenfalls gerade in der Reihen-Aktualisierung gesehen, kommt es auf die WuLi. Wobei dieses der Start einer Sequel-Reihe ist, die mit 'Next Generation' tituliert ist. Nachdem ich mit den Bänden 3 und 4 nicht ganz so glücklich war, weiß ich allerdings nicht, ob und wann Band 7 auf den SuB wandert. Aber ist ja noch Zeit bis dahin, da Amazon den 13. September 2021 als Datum angibt. Und könnte dick ausfallen: 1200 Seiten.