Beiträge von Sushan

    Am königlichen Hof des Maer von Vintas, dessen Einladung ich gefolgt bin.

    Die adligen Speichellecker umschwärmen mich, um herauszufinden wer ich bin und warum ich Zugang zum Maer habe.

    Irgendwie haben wir beide Spaß daran, den Gerüchten um meine Identität zu folgen. Aber eigentlich mache ich mir nur Sorgen um meine Laute, die ich in ein paar Tagen beim Pfandleiher auslösen muss. Ich brauchte Geld für gute Kleidung.


    sunny-girl

    Hologrammatica habe ich auch schon gelesen.

    Beim Podcast "Kapitel Eins" - den ich empfehlen kann - gab es eine Buchbesprechung, zusammen mit dem Autor.

    Band Zwei liegt hier auch noch auf meinem Sub.

    Das ist ja interessant! Dabei ist Heidi eine waschechte Schweizerin! :lol:


    Ich war übrigens als Studentin mit einer Chinesin befreundet, die Heidi hieß. :applause: Sie meinte, der Name sei in Asien wegen des Buches und der Serie sehr bekannt und sie würde noch andere Heidis kennen. Da habe ich schon gestaunt.


    Österreich und Teile der Schweiz sind sowieso das "deutschere Deutschland". Zumindest habe ich das immer so empfunden. Auch landschaftlich.

    Heidi, Trachten, Eisenbahn, die Alpen und nicht zuletzt Mercedes, wecken wahrscheinlich überall auf der Welt die Assoziation mit Deutschland.

    In Asien ist glaube ich alles irgendwie Deutsch, was halbwegs danach aussieht.

    Ich wusste von diesen Dingen nicht viel, meine Mom ist keine Frau der Literatur oder schöner Worte. Die hat immer nur gearbeitet und versucht mir Manieren beizubringen.

    Mit teils durchwachsenen Erfolgen. :)


    Ich wünsche Dir einen schönen Abend.

    Endlich, endlich bin ich oben beim Heidi.

    Mir fällt dazu etwas ein:

    Als ich noch klein gewesen bin, habe ich ja nur mit meiner Mommy und den Tanten zusammen gelebt und meine ganze Welt war chinesisch.

    Wir haben zu Hause auch nur Mandarin oder Kantonesisch gesprochen und ein bisschen Englisch. Je nach Tante und Situation. Deswegen gab es im Kindergarten ein paar Probleme mit der Verständigung. Erst dort habe ich Deutsch gelernt.

    Später hatte meine Mom dann einen Freund und ich habe ihn nach typisch deutschen Geschichten gefragt. Und er hat mir dann Heidi gegeben, die unendliche Geschichte und ein Buch mit deutschen Heldensagen.

    Heidi hat mich davon am meisten fasziniert.

    Bis heute mag ich das so gerne und wenn es mal im Fernsehen läuft, schaue ich es mir immer an.

    Dabei hat es mir auch der Titelsong besonders angetan.

    Bis heute kommt mir Heidi immer sehr Deutsch vor. Ich liebe das einfach!

    Inhalt:


    Kvothe war als magie- und wissenschaftsinteressierter Junge Teil einer umher ziehenden Musikanten- und Schauspieler-Truppe, bis seine Eltern aufgrund eines Liedes von den geheimnisvollen Chandrian getötet wurden. Darauf hin zieht Kvothe für Jahre umher, bis er schließlich in der Universität ein neues Zuhause findet. Dort studiert der intelligente und wissensbegabte Junge und sucht weiter nach den Mördern seiner Eltern. Als die Mörder erneut zuschlagen, greift er mit seinen neu erworbenen Fähigkeiten ein. Der erste Tag der Königsmörder-Chroniken endet wo er begann, in der Schenke des Wirtes Kote.


    Quelle : Amazon


    Zitat


    Ich wandele im Mondschein auf Pfaden, von denen andere auch bei Tage nicht zu reden wagen. Ich habe mit Göttern gesprochen, habe Frauen geliebt, habe Lieder geschrieben, bei denen selbst die Sänger in Tränen ausbrechen. Ihr habt womöglich schon von mir gehört. - Der Name des Windes; Seite 72


    Meine Meinung:


    Die ersten 50 bis 70 Seiten hatte ich ein bisschen Mühe, mich hineinzufinden.

    Ein Wirtshaus, mit einem sympathischen Betreiber und seinem Lehrling, denen man anmerkt das sie viel mehr sind als es den Anschein hat.

    Das habe ich sehr schnell gemerkt und mochte den Patrick Rothfuss` Stil sofort. Er weiß sich auszudrücken und eine schöne Dorfkulisse mit urigen Bewohnern zu zeichnen, die aber im Prinzip nur alltäglichen Verrichtungen nachgehen.

    Hier deuten sich bereits erste Phantasie Elemente an, die ich nicht besonders außergewöhnlich fand. Das hatte ich noch ein wenig die Befürchtung, es könnte sich um die Art von High Fantasy handeln, mit der ich nichts anzufangen weiß.

    Erst als Kvothe mit seiner Geschichte beginnt, die nicht weniger als drei Tage dauern wird, hat mich das Buch richtig in seinen Bann gezogen.

    Ab diesem Punkt konnte ich es kaum noch aus der Hand legen.

    Rothfuss schreibt und beschreibt einfach nur großartig und am stärksten ist er in den kleinen alltäglichen Situationen, wenn seine zahlreichen Figuren miteinander agieren.

    Wenn man es genau nimmt und wirklich hinschaut, passiert manchmal 150 Seiten nichts außergewöhnliches.

    Die Menschen bevölkern das Land, sie leben, lieben, leiden und schlagen sich mit Problemen herum, die irgendwie jeder von uns kennt.

    Aber das tun sie auf so wunderbare Weise, dass es mir eine Freunde war, sie zu begleiten.

    Ich wäre Kvothe und seine Familie auch 800 Seiten und von Auftritt zu Auftritt gefolgt, ohne das mir langweilig geworden wäre.

    Ganz im Gegenteil, es ging mir ans Herz, mit welch liebendem Blick, der Autor die einzelnen Begebenheiten schildert und wie real und menschlich das alles wirkt.


    Überhaupt hat mir die Nähe zur Realität so gut gefallen, die das Phantastische dann nur umso glaubhafter erscheinen lassen.

    Das Magiesystem mit seinem wissenschaftlichen Unterbau, hat mich sehr begeistert. Genau wie der Umstand das hier die Kosten von Ausbildung thematisiert werden und unserem Helden eben nicht alles zufällt.

    Kvothe muss buchstäblich um jeden Halbpenny kämpfen und sich alles viel schwerer erarbeiten als seine Kommilitonen.

    Rothfuss übertreibt das aber nie, auch nicht mit Zufällen, die viele Autoren so gern aus dem Hut zaubern, wenn sie in der Sackgasse stecken.

    Zeitweise dachte ich sogar bei mir: "Jetzt gönn` dem Jungen doch mal ein bisschen Glück".

    Doch auch dieses muss sich Kvothe stets erarbeiten und oftmals zu einem hohen Preis.

    Nur die Herzen fliegen ihm mühelos zu, ob die Figuren den jungen Kvothe nun lieben oder hassen. Das ist ganz wunderbar und bisweilen richtig rührend.

    Zum Beispiel wenn er nachts auf die Dächer steigt, um zu musizieren und dort eine wunderschöne Freundschaft schließt. Einfach schön!

    Beziehungen sind sowieso die große Stärke dieses Romanes und der Autor schafft es immer wieder zu überraschen.

    Sei es beim finsteren Geldverleiher, der sich plötzlich als etwas ganz anderes entpuppt und trotzdem undurchsichtig bleibt.

    Oder die Meister, die gleichzeitig übergroße Gestalten sind und doch alle ihre Marotten bis hin zu Anleihen von Witzfiguren haben.

    Dabei überschreitet Rothfuss aber niemals die Grenzen zur Karikatur, sodass ich als Leserin niemals den Respekt verliere.

    Manchmal wirkte es auf mich als ob hier einem Regisseur zuschaue, der ein tolles Stück mit genialen Schauspielern, perfekt ausleuchtet. Das ist ganz stark!


    Eines der Highlight des Buches war für mich auch die Liebesgeschichte.

    Leicht wie der Wind, schwer wie der Wein im EOLIAN und so flüchtig wie Kvothes Musik. Die tiefe Zuneigung zu Denna, die ihm stets nach kurzer Zeit entgleitet, auftaucht und wieder verschwindet, hat mich sehr berührt.

    Ich habe die ganze Zeit Stephen Kings "Glas" im Hinterkopf gehabt und mich an Roland erinnert gefühlt, der seiner Liebsten noch nach Jahrhunderten nachtrauert. So zu schreiben ist eine große Kunst, denn es wirkt nie wie Groschenroman oder zu schön um wahr zu sein.

    Sehr wohl aber wie eine schöne Jugendliebe, die zu etwas sehr Ernsthaftem reift. Hach...


    Ein bisschen Kritik habe ich allerdings auch noch:

    Denn im Gegensatz zu den kleineren Situationen, die mich so gefesselt haben, hapert es bei den übergeordneten, epischen Sachen.

    Im Roman wird ja die ein oder andere Sage erzählt und wir werden Zeuge von Schlachten.

    Bei diesem Teil hatte ich leider das Gefühl, dass sich Patrick Rothfuss auf sehr unsicherem Terrain bewegt, welches ihm weit weniger liegt.

    Mir kam es auch ein wenig so vor als würde er das sehr schnell abhandeln, um wieder zur eigentlichen Geschichte überzugehen.

    An sich sind die Sagen als Überbau der Handlung sehr gelungen. Nur geht ihnen so ein wenig das wirklich Epische ab, Das bekommen anderen Autoren wesentlich besser hin.

    Aber das ist "Meckern" auf sehr hohem Niveau und tut dem Gesamtbild überhaupt keinen Abbruch.


    Fazit:


    Ein Buch zum Schwärmen und einer des besten Fantasy Romane die ich bisher gelesen habe! :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5: (:bewertung1von5:)

    Im EOLIAN wo ich mit meinen Freunden getrunken und den Künstlern zugehört habe.

    Ich bin glücklich, denn meine immerwährende Suche nach Denna war heute von Erfolg gekrönt. Sie sitzt mit uns am Tisch und hat uns Glauben gemacht, sie hätte keine Ahnung vom Kartenspiel. Meine Mittel sind stets knapp und ich sah sie schon verloren.

    Doch Denna, Dineah, Deanah oder wie sie sich gerade nennt hat absichtlich geblufft, um die Gegenspieler in Sicherheit zu wiegen.

    Am Ende haben wir doch gewonnen und verlassen nun das Wirtshaus, um einen der seltenen Momente zu teilen, wo wir allein sind.

    Wie immer werden sie zu kurz sein, wie immer wird sie plötzlich verschwinden. Denna ist wie der Wind. Ja, Nein. Niemals, Vielleicht....

    Auch die "Sagen des klassischen Altertums" von Gustav Schwab? Die habe ich in meiner Jugend verschlungen.


    Das Buch habe ich gleich mal auf meine Merkliste getan, genau wie "Ich bin Circe".

    Der Freund meiner Mom hatte früher eine modernere Version von Homers Ilias zu Hause.

    Ich habe die Geschichten von Achilles, Odysseus, Troja und allem was dazugehörte immer sehr geliebt.

    Und dann gab es noch ein Buch namens "Dietrich von Bern - Deutsche Heldensagen". Da gab es Geschichten aus der Nibelungen Sage und andere.

    Solche Dinge haben mich in der Schule eine Zeit lang sehr interessiert. Ich werde mein Gedächtnis wohl mal wieder auffrischen, denn ich kann mich nur noch dunkel an alles erinnern.

    Warum habt ihr mehrere Reader?


    Für mich ist der Grund über einen zweiten Reader nachzudenken auch das einer mal kaputt gehen kann.

    Ich selbst habe das schon zweimal erlebt. Der Tolino 4HD gab urplötzlich den Geist auf, Eines Morgens habe ich ihn gestartet und er blieb beim Tolino Schriftzug hängen. Den zeigt er heute noch an, mehr passiert nicht,

    Der zweite 4HD hat irgendwann keine Bücher mehr gefunden und angezeigt. Bei dem hat es sich aber schon längere Zeit angedeutet und ich musste ihn oftmals drei oder vier Mal starten, bis ich lesen konnte.

    Außerdem geht es mir wirklich um die Bibliothek, die ich dort schon angesammelt habe. Es ist schon nett, bei verschiedenen Buchhändlern einkaufen zu können.

    Wir haben hier außerdem noch ein paar Geschenk Karten und die würde ich gern noch einlösen.

    Wenn du magst, kannst du gerne auch mal meinen Blog-Beitrag da zu lesen.


    Habe ich jetzt gemacht.

    Also erstmal teile ich Deine Bedenken gegenüber Amazon und halte mich normalerweise fern von ihnen.

    Leider konnte ich irgendwann die Unzulänglichkeiten der Tolinos nicht mehr ignorieren. Ich hatte ja mehrere Reader von denen und in jeder Generation wurden die (Software) Fehler und allgemeinen Schwächen mitgenommen.

    Mir ist es zum Beispiel unverständlich, dass man die Probleme mit dem Zeilenumbruch nicht in den Griff bekommt. Manche Bücher sind fast unlesbar, wenn man die Schrift vergrößert.

    Und dann immer dieser Unterbrechungen. Nach fünf, zehn, dreißig oder zweihundert Seiten - es ist nicht reproduzierbar gewesen - wird man unvermittelt auf den Homescreen geworfen, mit dem Verweis "Reader überlastet". Manchmal machte er dann nichts mehr und war eingefroren.

    Was mich auch wahnsinnig gemacht hat, ist das Markieren. Ein spezielles Wort zu treffen ist teilweise nicht möglich, da der Reader willkürlich Worte darüber oder darunter annimmt. Die eingeblendete Tastatur zeigte dasselbe Verhalten.

    Wegen dem Einfrieren habe ich das Gerät mal eingeschickt, ohne das etwas festgestellt wurde. Eine Verkäuferin bei Hugendubel hat mir dann allen Ernstes und mit strahlendem Lächeln eine "gute Lösung" präsentiert. Sie fragte, ob ich viel Markieren würde und als ich bejahte, riet sie mir dazu, meine Notizen zu löschen.

    Denn damit wären die Tolinos häufig überfordert. Warum man das Gerät nicht so baut das es funktioniert wie es sollte, konnte sie mir auch nicht beantworten.


    Wegen all dieser Dinge bin ich dann zu Amazon gegangen. Es ist wirklich ein Unterschied wie Tag und Nacht. Auch was das Material und Design betrifft.

    Beinahe hätte ich mir jetzt den neuen Tolino Epos gekauft, der ja von Außen quasi eine Kopie des Oasis ist. Nachdem mir eine Freundin aber demonstriert hat, dass dieselben Probleme immer noch existieren, habe ich es dann gelassen.

    Mir ist auch ein bisschen unverständlich, weshalb sie dafür 300 Euro verlangen.

    Wenn ich sehe wie lange das Drehen des Buches benötigt und wie schnell das bei mir geht... Keine Ahnung woran das bei denen scheitert.

    Leute die im Jahr mal zehn oder zwanzig Bücher drauf lesen, denen mag so etwas egal sein, weil es nicht so auffällt.

    Aber ich lese viel und dann ärgert mich das eben.

    Vor allem weil ich für das Gerät viel bezahle und auch im Shop jede Menge lasse. Allein bei Thalia habe ich letztes Jahr über 1000 Euro ausgegeben.

    Und dann noch 300 Euro für einen Reader, mit dem ich unzufrieden bin. Das sehe ich nicht ein.


    Amazon hat natürlich auch Nachteile, keine Frage.

    Aber die Onleihe benutze ich sowieso nicht und von diesen ganzen wilden Formaten, die ich mit Tolino theoretisch benutzen könnte, verstehe ich auch nichts.

    Genau wie vom Kopieren der Bücher oder jeglichem anderen Zeug. Technisch vollkommen blond.

    Amazon hat aber durchaus auch Vorteile, denn die haben eine wesentlich größere Auswahl Büchern, an Selfpublisher Titeln oder in englischer Originalfassung.

    Ich lese ja die deutschen Versionen meist nur deshalb, weil meine geliebte Frau zu bequem ist, ihr Englisch ein bisschen aufzupolieren.

    Aber wo wir jetzt temporär getrennt sind, habe ich mir mal einige Titel gekauft. Und die bekommt man häufig auch noch eher und günstiger.

    Jedes System hat eben so seine Vor, - und Nachteile.

    Aber ich werde mich jetzt mal mit Kobo befassen und dem Ganzen vielleicht mal eine Chance geben. Obwohl mir Pocket Book auch ganz gut gefällt.

    Denn ich habe diese Blättertasten doch ziemlich lieb gewonnen. Mal schauen.

    Danke für den Bericht!

    Ich wünsche auch ganz viel Spaß. Bitte berichte mal, wie er sich schlägt.

    Tolino ist ja inzwischen auch Kobo, aber ich habe gelesen, bei den eigenen Readern soll die Software viel besser sein.

    Mir juckt es schon eine Weile in den Fingern, mal einen Kobo Reader auszuprobieren.

    Leider bin ich mit meinem Kindle Oasis super zufrieden, der ist einfach ein Traum.

    Richtig tolle Beleuchtung und alles reagiert ohne Verzögerung. Und die Software, mit XRay und allem gefällt mir auch wesentlich besser.

    Aber einen Ersatz kann man ja auch mal liegen haben und nichts spricht gegen einen Zweitreader. Außerdem habe ich via Tolino etliche Bücher gekauft und noch nicht alle davon gelesen.

    Ich hatte mich schon mal umgeschaut und habe Pocket Book und Kobo als Alternativen herausgefiltert.

    Schade das man die Reader so schwer irgendwo anschauen kann.

    Also, diesen Monat habe ich ja wirklich ein glückliches Händchen.

    Vielleicht sollte ich mich öfter nach Titeln mit dem Wind im Namen umsehen. :)


    Die ersten Seiten von "Der Name des Windes" haben mir vor allem sprachlich gut gefallen, aber ich konnte nicht recht erkennen wo die Geschichte hinwollte.

    Eigentlich begleitet man nur einen Wirt und seinen Gehilfen bei den täglichen Verrichtungen, auch wenn man natürlich schnell merkt das sie mehr sind als es den Anschein hat.

    Ich musste mich nie durchkämpfen - Patrick Rothfuss ist ein guter Erzähler - aber meine Erwartungen waren groß, weil ich überall tolle Bewertungen gelesen habe.

    Erst als dann der Chronist auftaucht und Kvothe mit seiner Geschichte angefangen hat, wurde ich richtig hineingezogen.

    Die Geschichte holt sehr weit aus, aber ich wollte jede Zeile davon lesen. Das Magie System ist wohl überlegt und wirkt fast ein bisschen wissenschaftlich.

    Die Figuren habe ich vor allem durch ihre liebevollen Beziehungen zueinander, sofort ins Herz geschlossen.

    Ewig hätte ich den jungen Kvothe und seine Theatertruppe begleiten können, einfach nur beim Umherreisen, mit ihnen lachen, lieben, weinen... Einfach nur schön.

    Gut gefallen mir auch die realistischen Bezüge in dieser Welt, wo zum Beispiel das Thema Geld für eine Ausbildung angesprochen wird. intellektuelle Hindernisse, dass Thema Hochbegabung etc.

    Und wie geschickt der Autor die Adelstitel, dass Währungssystem und die Wertigkeiten der Berufe in seine Welt einbindet, ist einfach toll.

    Das wirkt alles organisch und niemals aufgesetzt. Selbst die Zwischenkapitel sind sehr gelungen, denn normalerweise mag ich es nicht so gern, zwischendurch wieder aus der Geschichte gerissen zu werden. Das passiert hier sogar recht häufig, aber die Geschichte wird dabei ja trotzdem fortgesetzt und funktioniert auf mehreren Ebenen.


    Ich habe gestern Nachmittag ernsthaft angefangen es zu lesen und konnte es erst nach drei Uhr aus der Hand legen, als mir schon die Augen zugefallen sind.

    Schön!

    Ich kann den Hype um ihn leider überhaupt nicht nachvollziehen.

    Früher habe ich öfter Bücher von ihm gelesen. Irgendwann ist mir dann aber aufgegangen, dass er im Prinzip immer wieder dasselbe Buch schreibt, nur mit anderen Figuren und Kulissen.

    Anfangs wirkt es immer sehr spannend und mysteriös, aber nach spätestens 50% des Romanes ist die Luft komplett raus. Dann weiß ich wer es war, nur noch nicht warum. Und das interessiert mich dann meistens nicht mehr wirklich, weil es sowieso ein One Trick Pony ist.

    Er kann leider auch nicht mit den Figuren umgehen, weil die eben nur Vehikel sind, um seinen Plot zu voranzutreiben. Ich kann mich an keine einzige Figur aus den Romanen erinnern.

    Für mich ist Fitzek eine Art literarischer Michael Bay oder J.J, Abrahms - das war der, der die neuen Star Trek Filme verbrochen hat.

    Viel Lametta und Blendwerk, wenig bis gar keine Substanz.

    Seinen Erfolg gönne ich ihm natürlich trotzdem und wünsche ihn das er noch sehr lange anhält. Denn viele Menschen mögen seine Werke ja, auch wenn ich immer spekuliere, dass häufig vor allem nach großen Namen gekauft wird.

    Ich habe von ihm aber noch "Passagier 23" auf dem Reader, dass habe ich letztens erst entdeckt. Vielleicht überkommt es mich ja irgendwann doch nochmal und er überrascht mich.

    Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, und das Ende erst :shock: ... Nun ja damit habe ich ganz und gar nicht gerechnet. Selten gelingt es einem Autor so eine überraschende Wendung einzubauen. Hat mir gut gefallen.


    Das freut mich wirklich für Dich!

    Bei mir hat es leider überhaupt nicht funktioniert. Ich bin nämlich im Laufe des Buches schon mal auf diese Auflösung gekommen, habe sie aber wieder verworfen, weil es mir irgendwie hahnbüchen erschien.

    Bis zum Schluss konnte ich mir allerdings wirklich keinen Reim drauf machen, wie die Auflösung nun ausschaut. Ich war dann so enttäuscht.

    Eben weil es bei mir auch nur noch selten gelingt, dass ich einen Twist nicht kommen sehe. Vor allem mag ich es auch nicht, wenn man bei der Hälfte schon alles weiß und es dann nur noch um das Fangen des Täter geht. Da bekommen es nur sehr wenige Autoren hin, mich noch bei der Stange zu halten.

    Zuletzt hat dies Stephen King in seinem "Outsider" geschafft. Aber der Meister selbst zählt auch irgendwie nicht so richtig... :lol:



    Andreas Eschbach hat mich mal wieder überzeugen können. "Eine Billion Dollar",


    Eschbach mag ich auch sehr gerne. Das Buch steht hier sogar noch in Holzform und ich habe mir schon länger vorgenommen, es nochmal zu lesen.

    Spannende Idee auf jeden Fall und Eschbach vermag es immer wieder, einem total unwahrscheinliche Dinge plausibel zu verkaufen.

    Schon beim Gedanken eine bestimmte Szene zu schreiben, erfasst mich eine gewisse Aufregung. Dann läuft das Kopfkino und ich muss schreiben, schreiben und werde der Zeit verlustig.

    Ja, dass kenne ich auch.

    Für mich sind es die Figuren, die mich am meisten faszinieren. In diesem Kurs wurde mein Blick dafür geschärft und ich habe viel darüber gelernt, wie man sie entwirft.

    In Cixin Liu`s "The three body problem" Reihe gibt es so eine Szene, wo der Protagonist einen Charakter erschaffen soll, mit Lebensgeschichte und allem.

    Das wird dann eine Zeit lang zu seiner Obsession und diese Frau begleitet ihn überall hin. So ähnlich geht es mir auch sehr oft und selbst wenn ich nicht schreibe, denke ich über die Lebensgeschichte von Menschen an Orten nach, die es niemals gegeben hat. Er hat das so gut beschrieben, dass mir erst da richtig klar wurde, dass dies auch Teil meines Wesens ist. Jeder Autor wird dies kennen, egal auf welchem Level.

    Ich habe kürzlich eine schwierige Zeit durchgemacht, auch weil ich von meiner Partnerin getrennt bin und da haben mich diese Figuren sehr intensiv begleitet.

    Die Lektorin hat mir nämlich beigebracht, an ihnen zu arbeiten. Vor allem wenn mir gerade nichts einfällt oder wenn es sich nur um Nebenfiguren handelt.

    Sie meinte, dadurch kann sich auch viel entwickeln und ich würde Zusammenhänge meiner eigenen Story erkennen, Das klappt tatsächlich und ich liebe das einfach.

    Mitunter beschäftigen mich ihre Geschichten so sehr, dass sich diese Realitäten immer am Rande meines Bewusstseins abspielen. Manchmal kommt dann etwas davon nach vorn, oder mir fällt die Lösung eines Dilemmas ein und ich springe hoch und renne zum Computer.


    Oftmals ist der Drang zum Schreiben so groß ist, dass es fast körperlich weh tut. Aber auf gute Art. Und weil ich nicht alles mit Zetteln vollkleben möchte, die ich sowieso verschussele, habe ich mir ein Samsung Telefon mit einem Stift gekauft.

    Das funktioniert richtig gut, weil man auch Notizen auf dem ausgeschalteten Bildschirm machen kann. Denn zu gewissen Gefühlen oder Situationen habe ich nur kurz Zugang. Wenn ich das nicht aufschreibe, verblasst es oder verschwindet sogar für immer.

    Zur Zeit bin ich sehr viel mit einer Frau namens Rahel unterwegs, die in einem totalitären Gottesstaat und den Ruinen unserer eigenen Welt lebt.

    Ich weiß alles über sie und die Welt in der sie lebt. Nun muss ich nur noch schauen, was ich damit mache. Um sie einfach aufzugeben, ist sie mir viel zu schade.

    Vor allem weil ich so viel Arbeit reingesteckt habe und inzwischen sogar die verschiedenen Versionen der Bibel ganz passabel rezitieren kann.

    Und etliche Strömungen kennengelernt habe, insbesondere auch die radikalen. Ich habe sogar mit einer Gemeinde telefoniert, Dokus angeschaut, Margaret Atwood nochmal gelesen usw.

    Du hast recht, dahinter steckt eine große Leidenschaft. Mich macht allein das auch sehr glücklich. Obwohl ich den Wunsch gelesen zu werden ebenfalls gut verstehen kann. Ehrliches Feedback ist wichtig, aber das ist schwer zu bekommen. Testleser aus dem eigenen Umfeld sind ja auch immer so eine Sache. :)

    Wie dem auch sei, ich versuche mir jedenfalls auch die Romantik des Schreibens zu bewahren. Und es gibt so viele Autoren, die ich bewundern kann.

    Das hilft mir sehr dabei.

    Neben der Vielzahl der veröffentlichten Bücher kommen auch noch andere Faktoren

    Das sowieso, ich habe mir hier nur mal den monetären Aspekt gegriffen, sowie das Überangebot.


    Vorbehalte gegenüber Selfpublishern. Ist hier schon an anderen Stellen ausführlich diskutiert worden. Zumindest sollte das eigene Werk durch die Hände eines Lektorats gegangen sein, um nicht noch die Vorurteile zu bestätigen.


    Ich schreibe ja selbst, auch wenn ich inzwischen felsenfest überzeugt bin, niemals irgendwas davon zu veröffentlichen.

    Mir ist erstens nie irgendwas gut genug und dann kommen eben noch die ganzen Ausschlussfaktoren hinzu, die Du sehr schön herausgearbeitet hast.

    Autoren sind natürlich auch ein bisschen eitel, wie ich von mir selbst weiß. Ich habe mal einen Online Schreibkurs mitgemacht, der auch ein Lektorat beinhaltet hat.

    Vorher hatte ich nur ein bisschen Lyrik geschrieben und war eigentlich guter Dinge.

    Meinem Gefühl nach waren Geschichten viel einfacher, weil mehr Platz ist und ich mich so viel freier entfalten konnte. Als das kleine Skript dann zurückkam, voller roter Linien, Streichungen und Korrekturen, war das schon ein kleiner Stich ins Herz. Vor allem haben mich die Fragezeichen und Hinweise auf Plotholes irgendwie getroffen. :wink:

    Im Nachhinein habe ich mich zwar gefreut, weil es mich ja auch weiterbringt. Aber so im ersten Moment, wenn offenbar wird, wo man steht...

    Eigentlich war damals das Ziel, am Ende einen kleinen Band mit Kurzgeschichten herauszubringen. Leider kamen dann diverse Sachen dazwischen und daraus wurde nichts.

    Ich werde das aber sicherlich noch mal wiederholen und gebracht hat es doch ganz schön viel. Weil es ein Bewusstsein geschaffen hat. Sowohl für meinen Stand, als für die Feinheiten des Schreibens. Vor allem hat es mir aber auch so ein bisschen die Illusionen genommen, was sicher ganz gut gewesen ist.

    Ein wenig entmutigend vielleicht, aber ich bin lieber realistisch. Eventuell hilft das ja sogar, bei einem neuen Anlauf. Schön wäre das auf jeden Fall.

    Und wenn ich ein Leben lang nur für mich schreibe, ist das auch in Ordnung,.


    Ich wünsche euch allen einen schönen Abend und viel Erfolg mit euren Werken.

    Vor allem aber Kreativität und Spaß am geschrieben Wort.

    Das klingt wirklich interessant.

    Ich mag Romane sehr gerne, wo Fakten und Fiktion vermischt werden. Robert Harris macht das ja sehr gut oder auch Don Winslow in "Tage der Toten" wo er die Iran Contra Affäre und den amerikanischen Anti Drogenkrieg in seine Geschichte einwebt.


    Die hier vorgestellte Reihe werde ich mal im Hinterkopf behalten.

    Wir haben kürzlich im Fernsehen erst verschiedene Dokumentationen über die Mafia gesehen. Ein unfassbares Kapitel amerikanischer Geschichte, bei dem oftmals Mörder und Schläger zu schlitzohrigen Anti Helden verklärt wurden. Man denke nur an John Gotti, den Teflon Don. Die andere Seite wurde nur wenig beleuchtet und von jenen die diese Typen zur Strecke gebracht haben, hört man kaum.

    Da kennen wir maximal noch einen Donnie Brasco.

    Sehr gute Rezension, vielen Dank dafür!

    Ich, Daniel, hatte gerade in unserer Buchhandlung, eine unschöne Begegnung mit dem berüchtigten Inspektor Fumero. Der hat mir erklärt, dass in Francos Spanien kein Platz für Schwuchteln, Tunten, Gauner und anderes asoziales Gesocks ist. Und auch nicht für deren Freunde, zu denen er mich zählt.

    Hatte die Gewinner zwar alle angeschrieben, aber eigentlich alle sagen, dass sie leider keine Zeit zum lesen haben - das Buch aber ganz bestimmt irgendwann noch lesen werden.


    Ich kann das eigentlich recht gut nachvollziehen.

    Wenn ich meinen eigenen Sub anschaue, meine Merkliste bei Thalia/Amazon und dann noch den Umstand dazu nehme, dass ich mittlerweile mehr als tausend Bücher auf dem Reader habe...

    Vor einigen Monaten habe ich in einem anderen Forum auch einen Autor nach seinen Büchern gefragt und zu welchem er den meisten Bezug hätte.

    Er hatte mir dann eines genannt und das habe ich mir dann sogar gekauft. Nur gelesen habe ich es bis heute noch nicht.

    Das Problem ist eben die wahre Flut an Büchern, die ja eigentlich täglich erscheint. Jeden Monat nehme ich mir vor, dieses Mal keine neuen zu kaufen und erstmal alle zu lesen die ich vorher so gehortet habe.

    Und dann gibt es doch wieder ein Angebot oder eine Neuerscheinung, wo ich unbedingt zuschlagen muss.

    Obwohl ich inzwischen bereits dazu übergegangen bin, selbst bei großen Autoren geduldig zu warten. Die Bücher kommen auf die Merkliste und dann wird im Angebot gekauft. Ums Geld geht es mir persönlich nicht einmal. Es ist aber dieses Überangebot, welches den einzelnen Autor unwichtiger macht.

    Bestes Beispiel ist bei mir Frederik Backman, dessen "Kleine Stadt der großen Träume" ich sehr geliebt habe. Nun gibt es eine Fortsetzung und eigentlich möchte ich sie so gerne lesen. Aber ich bin zu geizig, die 20 Euro auszugeben. Auch weil ich genau weiß das irgendwann ein Sale kommt und ich bis dahin noch tausende andere Bücher zur Auswahl habe. Vielleicht lese ich "Wir gegen euch" also erst in einem oder in zwei Jahren. Damit habe ich inzwischen kein Problem mehr.

    Früher gab es eben den Buchladen, wo wir schon mal fünfzig, hundert oder mehr Euros gelassen haben. Heute habe ich einen Reader, es gibt tausend Angebote und Newsletter, wo auch noch Bücher verschenkt werden. Natürlich ist viel Schrott dabei, den ich gleich links liegen lasse. Aber es gibt eben auch gute Bücher darunter und nebenher noch 10 Angebote, zwischen 99 Cent und 3 Euro.

    Das ist meine Realität und die ist für den Autor natürlich extrem schwierig. Gerade wenn er noch unbekannt ist.

    Ich habe mal wieder Lust auf Fantasy.

    Von der Königsmörder Reihe habe ich bisher viel Gutes gelesen.

    Band 1 schlummerte schon länger auf der Merkliste. Ich war bisher nur zu geizig achtzehn Euro auszugeben. Aber heute habe ich mich verwegen gefühlt und gleich alle Bände gekauft, weil sie gerade im Angebot sind. Zwölf Euro pro Buch, dass ist in Ordnung. Der Autor möchte ja auch leben.

    Nun bin ich gespannt und hoffe auf etwas ähnliches wie Abercrombies Klingensaga. Die hat mir vor allem von den Figuren sehr gefallen.

    Wer hätte geglaubt, dass ein zahnloser sabbernder Folterknecht, der es kaum aus dem Bett schafft, zu einem Lieblingscharakter mutieren kann?

    Außerdem hat mir die Magie zugesagt, die nur das Salz ist, nicht die Suppe.


    Jasmin85 : Das klingt sehr spannend und kommt gleich auf meine Merkliste. So viel zu lesen und so ein kurzes Leben...