Beiträge von wiechmann8052

    Klappentext

    Neuausgabe des Titels »Grünkohl trifft Kokos«. Vegetarisch ist in aller Munde! Und zwar so sehr, dass mancher bei Rezepten wie Linsen-Bolognese, Tofu-Burger und Co. inzwischen nur noch abwinkt: Das ist doch ein alter Hut - wo bleiben die neuen Impulse, wo die spannenden Rezepte, kurz: Wann schmeckt es mal wieder so richtig aufregend anders? Na klar: Immer genau dann, wenn sich Zutaten, Gewürze und Zubereitungsarten unterschiedlichster Herkunft über den Weg laufen und es in Topf und Pfanne crossover zugeht. So wie in in diesem Buch: mit über 75 vegetarischen Rezepten zum Sattessen, die ebenso aufregend neu im Geschmack wie einfach unkompliziert in der Zubereitung sind! Das sorgt für Geschmacksexplosionen auf dem Teller!

    Meinung

    Dieses Kochbuch überzeugt auf dem ersten Blick mit den schönen Fotos und den passenden Zitaten. Die Rezepte haben es dagegen in sich. Wer keinen sehr gut sortierten Feinkostladen kennt, hat ein Problem. Dann muss man sich manche Zutaten online bestellen und hat, wenn es nicht glücklich läuft, keine Ahnung von Qualität und Frische der Produkte. Das gilt nicht für alle Rezepte in diesem Buch aber bei einigen ist es schwierig.

    Es ist vor allem eine neue Mischung der Zutaten und der Zubereitung, da wird Bekanntes mit etwas völlig Neuen gemischt oder Zutaten die bekannt sind kommen zueinander, etwas was man sich vorher nicht vorstellen konnte, das diese Mischung schmecken könnte.

    Klappentext

    Seit Joss in den Bergen ein silbernes Drachenei gefunden hat, hat sich sein Leben dramatisch verändert. Aus dem Ei ist ein Silberdrache geschlüpft. Und diese Drachen, sagt die Legende, verleihen unermessliche Macht. Denn nur sie können die Grenzen zwischen den Welten durchdringen. Das weiß auch der Clan der Lennix. Nun sind sie und ihre bösartigen Drachen erbarmungslos hinter Joss und seinem Silberdrachen Lysander her. Allie, Joss und Sirin müssen Lysander um jeden Preis beschützen. Sie machen sich auf die gefahrvolle Suche nach einer verlorengegangenen Quelle uralter Drachenmagie. Die einzige Magie, die den bösen Drachen Einhalt gebieten kann. Doch auch die Lennix sind hinter der Geheimwaffe her. Und sie schrecken vor nichts zurück ...

    Meinung

    Es ist der zweite Band und man sollte den ersten gelesen haben. Sonst fehlt zuviel an Hintergrundwissen. Josh, seine Schwester und Sirrin haben schon im ersten Band spannende Abenteuer mit den Drachen erlebt.

    Ungeheuer spannend, ein Ereignis jagt das Nächste. Die meisten Drachen sind liebenswerte Geschöpfe aber es gibt auch andere und deren Niedertracht ist durch nichts zu überbieten. Das gleiche gilt auch für die Menschen in diesem Buch.

    Leider ist das Ende kein Richtiges, es gab für mich keinen perfekten Schluss. Anscheinend wird irgendwann ein dritter Band kommen. Mit dem Ende des ersten Bandes konnte ich gut leben. Ein Kapitel im Leben der Geschwister und ihrer Drachen war abgeschlossen. Hier ist das Gefühl stärker das etwas fehlt. Obwohl es eine Art Waffenstillstand gibt.

    Klappentext

    Die Herausforderung vieler junger Frauen heute: Job, Familie, privates Glück und eine ausgewogene Ernährung unter einen Hut bringen. Dabei die kulturellen Wurzeln nicht vergessen – und das Ganze am besten mit einer Prise Humor! Die deutsch-türkische Schauspielerin Sila Sahin zeigt wie‘s geht: Sila's Orientküche ist die gekonnte Kombi von Mittelmeer und Orient, wenig Fleisch und viel Gemüse und Obst. Daraus zaubert Sila mit den schönsten Rezepten ihrer Familie eine verführerisch sonnige Genusswelt: Gözleme, Linsenköfte, Baklava-Style Pancakes oder Lammkoteletts – von Brunch, Salaten, Süßem wie aus 1001 Nacht und original türkischem Familienessen bis zum Love Dinner für ihren Mann Samuel.

    Meinung

    Eine Mischung aus Urlaubsküche mit den schönen Erinnerungen daran und endlich mal neue Rezepte für was koche ich morgen..

    Spannende Rezepte mit viel Obst und Gemüse, wenig Fleisch aber nicht nur vegetarisch. Da kann keiner meckern. Viele Zutaten gibt es überall zu kaufen, das wenige was nicht alltäglich ist gibt es in einem türkischen Geschäft oder man bestellt es online.

    Es sind nicht nur die gelungenen Familienrezepte sondern auch die kleinen Geschichten die das Kochbuch besonders machen.

    Ich blättere nicht nur wegen der Rezepte in einem Kochbuch, da kommen auch Erinnerungen an ein schönes Essen mit Freunden oder der Familie zurück. Hier bekomme ich zu den Rezepten auch schöne Gedanken wie andere Essen zelebrieren.

    Denn Essen ist nicht nur Nahrungsaufnahme sondern kann auch viel Freude bereiten.

    Klappentext

    Mit ihrer Karamellwerkstatt auf Rügen lebt Pia erfolgreich ihren Traum. Und doch ist sie nicht glücklich. Denn Paul, der Mann, den sie liebt, lebt gut fünfhundert Kilometer entfernt auf der Insel Juist. Als ihre Großmutter sie bittet, sie auf eine Reise zu den Orten ihrer Kindheit zu begleiten sagt Pia zu. Eine Auszeit mit ihrer Oma ist genau das, was sie jetzt braucht. Gemeinsam begeben sie sich auf Spurensuche in die Vergangenheit. Dabei entdecken sie eine Liebesgeschichte, die Zeit und Grenzen überdauert hat - und bis heute nachwirkt.

    Meinung

    Ich kann die Gefühle von Pia und Paul nachvollziehen. Ich liebe die Nordsee und ich liebe auch die Ostsee, sie sind beide sehr unterschiedlich aber zu jeder Jahreszeit ist es wunderschön dort. Wenn man an einer von beiden lebt, kann man sich die andere als Wohnort kaum vorstellen.

    Das ist das Grundthema aus diesem Buch, ein Wohlfühlbuch ganz klar, die Probleme lösen sich mit etwas Geduld und guten Willen. Außerdem gibt es noch eine spannende alte Familiengeschichte, auch hier gilt: nichts wird so heiß gegessen wie es gekocht wird.

    Mir gefallen die Bücher von Anne Barns, auch in ihren Romanen gibt es Probleme und böse Geschichten. Aber wie es sich für diese Art Buch gehört, wirkt alles ein bisschen wie in Watte gepackt, keine harten Kanten, keine brutalen Einzelheiten. Das ist Aufgabe des Lesers sich die dazugehörigen Einzelheiten zu denken, wenn man denn will. Wenn ich ein Buch von Anne Barns in die Hand nehme will ich das nicht. Ich freue mich dagegen sehr darauf am Ende des Buches schöne Rezepte zum nachkochen oder nach backen zu finden. Das ist wirklich ein Sahnehäubchen.

    Klappentext

    es um die Geschichte und das alte Wissen der Hexen, unsere starken weiblichen Vorfahren. Vorgestellt werden Themen wie ihre Magie, ihre Kraft und ihre Geheimnisse sowie große und berühmte Hexen aus der Vergangenheit bis in die Gegenwart mit Figuren wie Hermine Granger oder Willow Rosenberg. Die dunkle Geschichte der Hexenverfolgung wird genauso geschildert wie die zauberhaften Kräfte und die Wunder, die diese Frauen bewirkten.

    Ein besonderer Beitrag zur Geschichte der Magie und Kraft der Frauen - von der Weisheit und Stärke der Hexen der Vergangenheit bis zu den starken jungen Frauen von heute.

    Meinung

    Das Thema ist so alt wie die Menschheit und es gibt es immer noch. Mittlerweile überwiegend im Film.

    Ich find den sehr sachlichen Umgang mit dem Thema sehr spannend, es wurde auch keine Wertung über die Verfolger, der überwiegend Frauen als Hexen verschrien, geschrieben, sondern erklärt wo die Ursachen des Hexenglaubens liegen und das auch viel Neid und Gier eine Rolle gespielt haben.

    In Zeitalter aufgeteilt, die Erklärungen der Begrifflichkeiten, die immer wieder in Büchern oder in Filmen auftauchen sowie Porträts der vermeintlichen Hexen machen das Buch auch für erwachsene Frauen lesenswert.

    Gut gefallen hat mir die Darstellung der magischen Symbole und was sonst noch zur Hexerei gehört.

    Im Sinn von Aufklärung warum Hexen auch heute noch so eine große Faszination auf uns Menschen ausüben ist es ein tolles Buch. Denn nicht alle Hexen sind so beliebt wie Bibi Blocksberg oder Hermine Granger.

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    Klappentext

    Rom, 1896. Die junge Maria Montessori ist erschüttert, als sie den vermeintlich schwachsinnigen Kindern in der Psychiatrie begegnet: Gespenstische Stille herrscht in dem nackten Raum, und sie blickt in todtraurige Gesichter. Als Maria darauf besteht, den Kindern Spielzeug zu geben, erwachen sie zum Leben. Die Klinikärzte können nicht fassen, welche Verwandlung sich vor ihren Augen abspielt. Für Maria ist es einer ihrer größten Glücksmomente und der Beginn einer beispiellosen pädagogischen Karriere. Bald jedoch stellt die Liebe zu einem Kollegen sie vor die schwerste Entscheidung ihres Lebens.

    Meinung

    Die Geschichte einer Aufsehen erregenden Frau. Immer wenn in Büchern vor dem zweiten Weltkrieg über Frauen geschrieben wird, dann geht es erstmal um den Kampf Frau gegen Mann. Sie müssen ihr Recht auf Bildung, Freiheit mit harten Bandagen erkämpfen. Es ist als ob die Welt untergeht wenn eine Frau studiert oder etwas anderes macht als Heim und Herd. Es hat sich zwar viel geändert aber manchmal taucht diese Haltung wieder auf.

    Hier muss Maria Montessori Entscheidungen treffen die darüber noch hinaus gehen.

    Die Autorin hat es in diesem Buch so realistisch erzählt, dass ich als Leserin das Gefühl hatte, ich bin in einem Gespräch mit Maria Montessori und sie erzählt mir von ihrer Arbeit, warum sie so wichtig ist und aus ihrem Leben.

    Es ist keine komplette Biographie sondern wieder nur ungefähr die Mitte eines Lebens. Zwar mit Sicherheit der interessanteste Lebensabschnitt aber um mit der Protagonistin zu sprechen, die Kindheit prägt ein ganzes Leben.«

    Klappentext

    Die Henne Rosa wohnt zusammen mit den anderen Hühnern bei Hermine in der alten Villa am Dorfrand. Eines Morgens bringt der Postbote ein großes Paket vorbei. Ob da wohl eine Hühnerschaukel drin ist? Die wünscht sich Rosa nämlich so sehr! Aber auch alle anderen Hühner haben einen Wunsch. Aufgeregt beginnen sie, an dem Paket herumzupicken. Nur Hermine weiß, was der Postbote wirklich gebracht hat. Und Hermine ist immer für eine Überraschung gut.

    Meinung

    Es ist ein lustiges Bilderbuch, man kann das Huhn Rosa sehr gut mit einem kleinen Kind gleichsetzen vor allem wenn es ältere Geschwister hat.

    Die Ungeduld bis das Paket da ist wird natürlich auch mit etwas Blödsinn überbrückt.

    Das alles wird auf eine natürliche Weise erzählt, so das jeder die Geschichte nachvollziehen kann. Dadurch das die Tiere sich mit Hermine die Hauptrolle in diesem Buch teilen, ist es leicht als Vorleser alle mit einzubeziehen.

    Die Bilder sind überschaubar sie lenken nicht vom Text ab, sondern unterstützen ihn. Gleichzeitig sind sie mit schönen Details ausgestattet.

    Vor allem hat mir das Ende gut gefallen. Es ist für alle eine gute, kreative Lösung.

    Klappentext

    Eigentlich hat sich die alte Huber von Herzen auf den Sommer gefreut. Herrlich ist das, wenn endlich wieder haufenweise Glaubenthaler in den Urlaub verschwinden! Eine paradiesische Stille legt sich über die Postkartenidylle, überall himmlische Ruhe. Bis auf den Friedhof, denn da ist plötzlich Akkordarbeit angesagt. Pünktlich zum Schulschluss braut sich etwas zusammen, werden Jauchegruben mit Planschbecken verwechselt ( ) und steckt eine Leiche im Stroh. Ja, ganz richtig gelesen: Stroh. Genau genommen: im Strohballen. Die gewaltige Hitze steigt nämlich nicht nur den Rindviechern zu Kopf, sondern auch den Einheimischen. Was für die alte Huber ja durchaus dasselbe ist. Insbesondere wenn es um die Praxmosers und Grubmüllers geht. Seit zwei Generationen innig verfeindete Familien, die nun die Gunst der stillen Stunden nutzen, ihrer Zwietracht freien Lauf zu lassen. Und Hanni Huber stößt nicht nur höchstpersönlich auf weitere Leichen, sondern auch auf ein zauberhaftes Schattenwesen im Blumenkleid: Helga

    Meinung

    Eigentlich ein österreichischer Lokalkrimi aber mit soviel schwarzem Humor ausgestattet, das er gut nach England gepasst hätte.

    Die Morde sind heftig, die Beschreibung der Folgen und der handelnden Personen ist dagegen zum Lachen. Immer hin und her gerissen mit dem Mitleid für die Opfer/Täter und gleichzeitig am Lachen über die Beschreibungen der Huber Hanni.

    Wohltuend hat der Autor zwar eine andere Sprechweise verwendet aber er hat uns keine bayrische Mundart serviert. Es war mit Leichtigkeit zu lesen da man bei keinem Wort raten musste was es heißen soll.

    Die Lösung war überraschend, passte trotzdem gut. Denn allen Morden lag ein gutes Motiv zugrunde.


    Klappentext

    Ben und Frederick sind charmant, gutaussehend und völlig unwiderstehlich. Leider sind sie auch unordentlich, jeglicher Arbeit abgeneigt und komplett nutzlos. Cassie dagegen ist sehr organisiert - bei Job, Freund, Karriere. Sie kennt die Jungs schon seit ihrer Kindheit. Die Mutter der beiden, Phoebe, erfährt, dass sie nicht mehr lange zu leben hat. Sie bittet Cassie, für ihre Söhne passende Ehefrauen zu suchen. Cassie kann Phoebe diesen letzten Wunsch nicht abschlagen. Aber wie soll sie ihre anspruchsvollen Freundinnen davon überzeugen, es mit Ben und Frederick zu probieren? Und warum hat sie das dumme Gefühl, bei ihren Kuppelversuchen etwas Wichtiges zu übersehen?

    Meinung

    Wenn man nur den sieht ,dann ist es ein nettes Buch. Sieht man den Umgang mit dem nahenden Tod einer ungeheuer liebevollen Mutter, ist es sehr emotional und schön geschrieben. Es ist nicht kitschig oder albern. Sondern teilweise witzig und dann wieder zum Heulen.

    Gestört hat mich die Ich-Erzählerin. Sie ist sowas von sich selbst überzeugt, nur sie und ihre Freundinnen sind strebsam, ehrgeizig und einfach toll. Das männliche Geschlecht wird mit wenigen Ausnahmen als Muttersöhnchen, faul und bequem.

    So einfach darf es auch in Büchern nicht sein.

    Klappentext

    Auf zwei Zeitebenen und in zwei atmosphärischen Städten - das Paris der Gegenwart und Prag in den 80er-Jahren - entfaltet sich die Geschichte einer zarten und zugleich gefährlichen Liebe und einer bewegenden inneren Reise.

    Mitten in Paris befindet sich ein außergewöhnliches Museum, das Museum der unerfüllten Versprechen. Jedes seiner Ausstellungsstücke - eine leere Keksdose, ein Zugticket, ein Babyschuh - steht für einen Moment voller Trauer und Verrat. Doch wer hier einen Gegenstand abgibt, macht sich damit frei von den Dämonen der Vergangenheit. Auch Laure, die Besitzerin des Museums, hofft auf diesen befreienden Effekt. Unter den Exponaten sind Zeugnisse ihrer eigenen Jugend. Sie führen ins Prag des Jahres 1985, wo Laure als Au-pair gearbeitet hat. Als sie sich in einen rebellischen jungen Musiker verliebt, hat das schreckliche Konsequenzen. Denn das Leben hinter dem Eisernen Vorhang ist kompliziert - und Gefahr lauert überall.

    Meinung

    Einen größeren Unterschied wie zwischen Prag in den 90er Jahren und dem Paris der Gegenwart gibt es nicht.

    Akribisch beschreibt die Autorin das Leben in diesen Städten. Als Leser erfährt man alles, über Einkaufs- und Unterhaltungsmöglichkeiten, genauso über den Umgang der Bürokratie oder Staatsmacht mit den Menschen in der jeweiligen Stadt.

    Laure ist die Kuratorin eines einzigartigen Museums das vielleicht eine Hilfe gegen die Verzweiflung und dem Vertrauensverlust durch ein gebrochenes Versprechen ist.

    Ein gebrochenes Versprechen führt zum Verlust des Vertrauens gegenüber demjenigen der das Versprechen nicht gehalten hat. Für Kinder ist es ein großes Unglück wenn die Zahnfee nicht kommt, für Erwachsene ist es in einem Fall das eine Verabredung mit einem besonderen Menschen nicht eingehalten wurde.

    Mit einem sehr feinen Sinn für Zwischentöne wird eine nicht erfüllte Liebe zwischen den jungen Mädchen Laure und dem Regimekritiker Toma in der Tschechloslowakei beschrieben.

    Jahre später kämpft Laure immer noch mit ihrer Verzweiflung auch hier wird nichts vordergründig erzählt, man muss als Leser sehr genau hinhören Es ist elegant geschrieben, dadurch geht etwas Emotionalität verloren.


    Klappentext

    1942: Cecilia Klein ist sechzehn Jahre alt, als sie in das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau deportiert wird. Fasziniert von ihrer Schönheit, trennt der Kommandant des Lagers sie von den anderen Gefangenen und missbraucht sie regelmäßig. Cilka lernt schnell, dass ihre unfreiwillige Machtposition Überleben bedeutet. Doch nach der Befreiung von Auschwitz wird Cilka von den Russen als Kollaborateurin angeklagt und in das brutale Gefangenenlager Workuta in Sibirien geschickt. Dort steht sie vor neuen und gleichzeitig schrecklich vertrauten Herausforderungen. Unter unvorstellbaren Bedingungen muss sie die Kranken im Lager versorgen. Doch sie stellt auch fest, dass in ihrem Herzen trotz allem Elend noch Raum für Liebe ist.

    Meinung

    Eine Mischung aus Fiktion und Realität. Nur ist die Fiktion, egal wie grausam sie ist, leichter zu ertragen wie die Realität. Es gibt unterschiedliche Meinungen zu dieser Art Büchern. Die einen sagen, es ist Zeit zu vergessen, das wäre meiner Meinung nach das Schlimmste was passieren könnte. Die anderen sagen wenn man die Taten von Ausschwitz mit Fiktion mischt nimmt man ihnen das Grauen, stellt die Verbrechen in Relation zur Phantasie der Autoren. Auch da bin ich anderer Meinung. Wenn die Geschichte einen Aufhänger hat an dem man sich klammern kann, dann kann ich als Leser mit dem Wissen umgehen das die Autorin in Teilen die Wahrheit geschrieben hat. Anschließend forsche ich was ist Realität was hat sie sich ausgedacht und so gerät nichts in Vergessenheit. Auch wenn es nicht alle Leser so machen, es bleibt was hängen. Es stört im Gedächtnis wie ein sehr kleiner Splitter in der Hand. Wenn dann wieder gebrüllt wird, dann spürt jeder den Splitter und es tut sich was.

    Der Schreibstil löst Mitgefühl aus, für die Menschen in dem Buch allgemein und im Besonderen für die Frau die als "Vergehen" Jüdin und schön ist.

    Klappentext

    Lange weiße Haare zu einem Zopf gebunden, buntgemustertes Schultertuch, aufmerksamer Blick: Als Susanne Ida zum ersten Mal sieht, spürt sie gleich eine Verbindung. Doch was die ältere Dame mit dem merkwürdigen Akzent zu sagen hat, wird Susannes Leben gehörig durcheinanderwirbeln. Sie behauptet, die Schwester von Susannes Mutter zu sein. Doch diese hat die Existenz einer Schwester nie auch nur mit einem Wort erwähnt. Lügt Ida etwa? Oder hat Susannes Mutter ihr jahrzehntelang die Wahrheit vorenthalten?

    Zusammen mit Ida beginnt Susanne, in ihre Familiengeschichte einzutauchen. Sie begibt sich auf einen Weg, an dessen Ende sie etwas findet, was sie gesucht hat - auch wenn es nicht das ist, was sie erwartet hätte.

    Meinung

    Dieses Buch ist eine Fundgrube an allen möglichen Beziehungen innerhalb einer Familie. Es geht um Hass und Verzeihung. In kurzen Rückblenden wird die Kindheit von Ida geschildert, wichtiger ist die Gegenwart. Diffuse Andeutungen, Unsicherheiten, mangelndes Vertrauen spielen eine große Rolle.

    Diese Mischung ist spannend, als Leser folgt man der erwachsenen Ida auf der Suche nach der Wahrheit. So viele Einzelheiten werden nach und nach aufgedeckt, Eine überraschender als die andere. Dabei schaffen es alle sich mit ihren persönlichen Problemen auseinander zusetzen. Vor allem schaffen sie es miteinander zu reden.

    Das macht das Besondere dieses Buchs aus. Die Wut die eine Hauptrolle spielt löst sich nach und nach auf, Berührend ist der Schreibstil, leise und sanft trotz aller Probleme.

    Klappentext

    Berlin, 1907: Die junge Wissenschaftlerin Lise kommt nach ihrer Promotion an die Friedrich-Wilhelms-Universität Unter den Linden, um bei Max Planck zu forschen. Dass Frauen in Preußen offiziell noch nicht an Universitäten zugelassen sind, kann sie nicht aufhalten. Schon bald arbeitet sie neben Otto Hahn. Das Schicksal führt sie mit zwei Frauen zusammen: Hedwig musste die Unterschrift ihres Mannes fälschen, um die Uni besuchen zu können – denn ohne die Zustimmung des Ehemannes geht nichts. Anni arbeitet als Dienstmädchen beim berühmten Friedrich Althoff und liest sich heimlich durch dessen Bücherregal. Die drei unterschiedlichen Frauen werden zu engen Verbündeten, die gemeinsam um ihr Glück, die Liebe und das Recht auf Wissen und Bildung kämpfen. Denn die Widerstände in der männlichen dominierten Universitätswelt sind hoch.

    Die Figur Lise erinnert an Lise Meitner (1878–1968), eine der bekanntesten Physikerinnen des 20. Jahrhunderts. Sie war die erste deutsche Physik-Professorin und entdeckte die Kernspaltung.

    Meinung

    Ich hatte mir von diesem Buch mehr erhofft.

    Das enge Korsett was die Gesellschaft Anfang des 20. Jahrhunderts Frauen verpasste sollte hier etwas gelockert werden. Aber die dargestellten Frauen verhielten sich hier genauso wie von ihnen erwartet. Wenn ich nicht vorher eine Biographie über Lise Meitner gelesen hätte, wäre ich nie auf die Idee gekommen das sie in diesem Buch ein Vorbild für eine Figur war. Die kämpferische Frau von der ich gelesen habe ist hier nicht vorhanden.

    Auch die beiden anderen Frauen werden eher als Ausnahmen als die Regel dargestellt. Ausnahmen aus der Gesamtheit der Frauen, die doch alle nichts anderes im Sinn haben als ihre Männer glücklich zu machen.

    Der Schreibstil ähnelt den Autorinnen dieser Zeit, in der Beschreibung der Gegebenheiten und Verhaltensweisen findet man öfter Sätze die auch bei Marlitt oder Courths Mahler hätten stehen können.

    "Lise errötete leicht" weil ihr Partner sie lobt. Das ist von oben herab sie hätte vor Wut kochen müssen. Solche Satzbausteine haben mich in einem Buch über den Kampf der Frauen auf ein Recht an Bildung gestört, das ist für mich albern und hat darin nichts zu suchen. Es degradiert dieses wichtige Thema zu einen Witz.

    Klappentext

    Paderborn 1792: Frömmigkeit und Armut regieren. Wer arm ist, hungert – oder hilft sich selbst. Wie der siebzehnjährige Johannes, der alles tut, um seine Familie zu ernähren. Er tötet in Notwehr, aber der, den er erschießt, ist nicht irgendwer. Eine atemlose Flucht führt ihn durch das ganze Land und noch viel weiter. Amsterdam ist schmutzig und gefährlich. Auch dort ist er nicht sicher. Er entkommt nach Amerika, und die junge Nation schenkt ihm ein neues Leben. Doch am Himmel über Philadelphia ziehen dunkle Wolken auf – eine Katastrophe bahnt sich an.

    Meinung

    Ein spannender Roman, mit einen für mich neuen Schreibstil.

    Der Autor lässt mich als Leser nicht nur in der wörtlichen Rede oder in der Beschreibung der Umgebung am Geschehen teilnehmen, sondern er erzeugt auch die Stimmung zum jeweiligen Geschehen. Die Armut ist ungeheuer trist, die Frommen sind bigott und wer wohlhabend ist. hat die Kraft trotz strömenden Regen zu lächeln.

    Alle Figuren werden zu Ende erzählt, selbst die Nebendarsteller, etwas was manche Autoren vergessen. Da sitzt man am Ende des Buchs und überlegt was ist wohl aus dem oder der geworden.Hier weiß ich es und vermisse niemanden.

    Die Emotionen wie Wut, Trauer, Freude usw. sind sehr subtil dargestellt. Hier ein kleines Wort, dort eine Handbewegung, das sagt sehr viel mehr aus.als Sätze wie "sie brach in Tränen aus". Weil ich viel mehr hinein lesen konnte. Es entstanden keine Bilder sondern Gefühle beim Lesen.

    So liest sich das ganze Buch, als Leser ist man Ko-Autor. Im Kopf fülle ich die Brüche zwischen den einzelnen Kapiteln. Es sind alle auf hoher See, es passiert einiges, die Protagonisten kommen zur Ruhe und sind im nächsten Kapitel vor der Küste Amerikas. Diese Zwischenräume kann jeder Leser für sich füllen.

    Der Autor sagt von sich, er sei Karl May Fan, das merkt man denn in seinem Buch ist der Respekt vor dem Menschen, egal wie er lebt oder denkt, genauso groß.

    Ich bin auch Karl May Fan und ab jetzt auch Fan von Dirk Möller.

    Klappentext

    Der Kirche war es vor vielen Jahrhunderten gelungen, das Portal nach Avalon zu schließen. Elfen, Zwerge und andere Wesen strandeten in unserer Welt. Elliot Craig, Anfang 20 und wohnhaft in Edinburgh, taucht in die Welt des Merlin-Centers ein, einem Kaufhaus für alles Phantastische. Als er auf Informationen über einen Kompass nach Avalon stößt, beschließt er, das Geheimnis um die sagenumwobene Insel zu entschlüsseln ...

    Meinung

    Da ich selten Fantasy lese, kann ich mit den unterschiedlichen Bezeichnungen für die Themen nicht viel anfangen. Für mich ist eher ein Kriterium: klingt der Klappentext spannend, sieht das Cover für mich schön aus. und kommen die Figuren beim rein lesen sympathisch bei mir an.

    Bei diesem Buch traf alles zu, Eliot sorgt für den Unterhalt für seinem Vater und sich, aber es kommt keine Kritik darüber das sein Vater nach einem Arbeitsunfall nur noch vor dem Fernseher sitzt. Er ist zwar unglücklich mit der Situation aber klagt nicht. Das Cover ein Kompass in Phönix Gestalt über aufgewühlten Wasser macht neugierig.

    Dazu der passende Klappentext.

    Es ist eindeutig vom Schreibstil ein Buch für junge Leser, spannend, klare Sätze und deutliche ausführliche Beschreibungen. Es entstehen klare Bilder im Kopf wo man sich nicht all zuviel hinzu denken muss.

    Der Autor hat seine schöne Phantasie voll ausgeschöpft. Für einen Erwachsenen ist die Geschichte vielleicht nicht anspruchsvoll genug, aber das muss ja auch nicht immer sein.

    Es ist eindeutig eine Fortsetzung angelegt, trotzdem endet das Buch nicht mit einen Cliffhanger, was ich als sehr angenehm empfunden habe. Ich möchte gern wissen wie es weitergeht, aber die erste Aufgabe ist gelöst daher hat das Buch ein befriedigendes Ende.

    Klappentext

    Jetzt hat die kleine Maus doch tatsächlich das große Käsefest in Bern verpasst! Genau einen Tag ist sie zu spät gekommen. Wie konnte das passieren? Die Maus beginnt, sich mit dem Thema Zeit zu beschäftigen. Egal, wie viel sie lernt, eine Frage bleibt: Lässt sich die Zeit anhalten oder sogar zurückdrehen? Mit viel Erfindungsgeist und der Hilfe von Albert Einsteins Theorien baut sich die Maus eine Zeitmaschine und begibt sich auf eine spannende Reise in unbekanntes Terrain.

    Meinung

    Die kleine intelligente Maus ist ganz bezaubernd.

    Äußerst naturgetreu und gleichzeitig märchenhaft sind die vielen Bilder in diesem Buch. Sei es als ob eine echte Maus oder Katze durch das Bild läuft oder das Innenleben einer Uhr, auch Albert Einstein sieht gezeichnet wie auf allen bekannten Fotos aus.

    Jedes Bild zeigt den dazu gehörigen Text man kann das Gelesene oder Gehörte mit den Bildern vergleichen.

    Der Text ist eine fantastische Geschichte über eine Zeitreise. Nicht wie in den meisten Fällen in die Zukunft, diesmal geht es in die Vergangenheit. Natürlich läuft es schief. Aber mit Hilfe von Albert Einstein wird die Situation gerettet. Auffallend ist der Schreibstil, er ist eher sachlich erklärend, trotzdem gut verständlich. Genau so wie man mit einem Kind spricht, wenn man ihm etwas erklären will. Es ist keine Bilderbuchsprache.

    Am Ende wird versucht die Relativitätstheorie zu erklären. Wie immer habe ich es im Prinzip verstanden, aber ob ich es verinnerlicht habe kann ich nicht behaupten. Ich muss es immer wieder aufs Neue lernen.

    Dieser Anhang ist für Kinder zu schwierig zu verstehen, dazu müssen sie älter sein.

    Daher ist dieses Bilderbuch nicht nur für Kinder sondern ein genauso schönes Buch für Erwachsene.

    Klappentext

    München zur Jahrhundertwende. Es ist die Zeit der pferdegezogenen Trambahnen, der riesigen Bierpaläste und der gebratenen Kapaune. Und es ist der Beginn einer jungen Wissenschaft namens Kriminalistik. Wilhelm Freiherr von Gryszinski zieht von Preußen nach Bayern, um als Sonderermittler für die Königlich Bayerische Polizeidirektion tätig zu werden und den Beamten Errungenschaften wie den Fingerabdruck und die Spurensicherung am Tatort näher zubringen. Sein erster Fall: Ein stadtbekannter Bierbeschauer wird tot an der Isar gefunden – eingehüllt in einen kostbaren Federumhang, daneben der Abdruck eines Elefantenfusses. Gryszinski kommt bald einer Verschwörung nationalen Ausmaßes auf die Spur, die ihn vor eine unsägliche Wahl stellt: Ist er eher bereit, seine Ehre als bayerischer Beamter zu verletzen oder als preußischer Offizier?

    Meinung

    Hier finden Mordermittlungen statt als die Kriminalistik noch in den Kinderschuhen steckte. Die Arbeit mit Fingerabdrücken und anderen Indizien ist noch im Experimentierstadium. Wenn man einen modernen Krimi liest ist das alles schon Standard und keiner macht sich Gedanken. Hier wird noch mit Lupe und Zeichnungen gearbeitet und trotzdem ein Mörder überführt.

    In diesem Buch treffen bayrische Gemütlichkeit und preußische Strenge aufeinander. Dabei ist der junge Ermittler Wilhelm Freiherr von Gryszinski eigentlich so richtig keins von beiden. Geborener Preuße und in München lebend, ist er ein bisschen wie ein Freigeist der vor allem gutes Essen liebt und seine Frau.

    Mit leisem Humor erzählt die Autorin diesen Krimi, ohne viel Blut oder andere Details die es sonst zuhauf gibt, ist er spannend und am Ende auch überraschend.

    Die Beschreibung des Lebens in München um 1894 ist sehr detailgetreu, Die Menschen sind teilweise echte Originale, die man so noch nicht kennengelernt hat. Es macht Spaß sich das vorzustellen.

    Schweigen

    Klappentext

    Evvie sitzt schon im heimlich gepackten Auto, um ihren Mann zu verlassen, da erfährt sie, dass er tödlich verunglückt ist. Doch wie sagt man der trauernden Familie, den mitfühlenden Freunden, dass dieser Mann nicht der perfekte Ehemann, Arzt, Freund war?

    Dann zieht Dean, ein New Yorker Baseballstar auf der Flucht vor der Presse, bei Evvie ein. Erste Regel der WG: Ihre Ehe und seine Karriere sind tabu. Bis sie merken, dass der jeweils andere genau der ist, den sie jetzt für einen Neuanfang brauchen ...

    Meinung

    Evvie kann nicht sagen warum sie ihren Mann am Ende nicht mehr geliebt hat. Er war das schimmernde Einhorn in einer kleinen Gemeinde und sie seine dankbare Ehefrau.

    Dean weiß nicht warum er nicht spielen kann dabei war er der beste Werfer seit langer Zeit.

    Diese Sprachlosigkeit macht das ganze Buch aus. Als Leser vermutet man wild in der Gegend rum, aber immer wenn man glaubt am Thema zu sein, kommt ein Satz so war es nicht. Als ob noch im Nachgang die Autorin die Gedanken lesen kann. Sehr langsam kommen die Tatsachen raus. Nach außen ist alles perfekt aber im Inneren da fehlt es an allem. Trotzdem machen beide den Fehler weiterhin. Sie reden nicht miteinander über diese wichtigsten Themen noch mit anderen, obwohl sie einander helfen wollen.

    Hilfe zu zulassen, wenn man glaubt versagt zu haben, eine schwierige Entscheidung.

    Ein spannendes Thema: Gewalt oder Missbrauch ist nicht immer körperlich oder der Körper zwingt einen manchmal zum aufhören bevor es die Schmerzen tun.

    Aber Verständnis dafür bei anderen zu finden ist schwer.

    An einigen Stellen etwas kürzer, prägnanter wäre gut gewesen.

    Klappentext

    Der junge Triestiner Vittorio überlebt knapp den Ersten Weltkrieg und kann sich in den bewegten Zeiten danach eine Existenz als Rechtsanwalt aufbauen. Als seine Frau ihm einen Sohn, Pino, schenkt, scheint das Glück perfekt. Im Italien des Faschismus hilft Vittorio Juden und Slowenen dabei, Geldmittel für die Emigration aufzubringen, womit er allerdings die Behörden auf sich aufmerksam macht.

    Pino, der unterdessen behütet und geliebt aufgewachsen ist, beginnt ein Architekturstudium, das ihn 1940 vor der Einberufung bewahrt. Mit der jungen Lehrerin Laura verbindet ihn eine große sehnsuchtsvolle Liebe. Mehr oder weniger unabsichtlich gerät er in Kontakt mit Partisanen – was ihn ins Visier der Gestapo bringt …

    Eine Familiensaga aus Triest, ein Epochenroman, der von den letzten Tagen des Habsburgerreichs bis ans Ende des Zweiten Weltkriegs führt, und eine tragische Liebesgeschichte in einer Stadt am Schnittpunkt der Kulturen.

    Meinung

    Die Geschichte wiederholt sich vom Vater zum Sohn. Krieg, Liebe und Verfolgung sind bei ihnen mehr oder weniger gleich.

    Das Unverständnis, warum es bessere oder schlechtere Menschen gibt nur auf Grund ihrer Volkszugehörigkeit oder Religion, zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch.

    Die Beschreibung des Kriegsgeschehen aus der Sicht des Vaters hat viel Ähnlichkeit mit den Büchern von E.M. Remarque. Die Erfahrungen legen den Grundstock für das spätere Verhalten und auch für die Erziehung seines Sohns.

    Zurückhaltung, Unauffälligkeit sind das Credo. Andererseits helfen wo man kann ohne die Blicke auf sich zu ziehen. Ein Spagat der unter den äußerst wachsamen Augen der Faschisten und später dann auch der SS nicht gelingt.

    Als Leser erfährt man viel über Italien nach dem ersten Weltkrieg. Das Auftauchen der Faschisten und ihre Erstarkung wird sehr gut vermittelt.

    Dieser politische Aspekt des Buchs erklärt einfach, das Warum, Wieso, Weshalb, sich Italien zu einem Vasallenstaat von Nazi-Deutschland entwickelt hat.

    Etwas gestört haben die Kapitel Überschriften.

    Sie zählen rückwärts zum Tag X, mal im Jahr 1920 dann wieder 1943. Die Zeitsprünge gleichzeitig mit der Zähl weise ist irritierend denn es gibt auch wieder Kapitel die nur einem Datum zugeordnet sind.

    Mir fehlt am Ende auch ein Kapitel zu dem Vater im Jahr 1945 es wäre interessant gewesen zu erfahren wie sich das politische Klima in Italien entwickelt hat.

    Klappentext

    Als Emilia auf dem New Yorker Flughafen ihre verrückte 79-jährige Großtante Poppy trifft, bekommt sie plötzlich Angst vor der eigenen Courage. Warum hat sie bloß deren Einladung zu dieser weiten Reise nach Italien angenommen? Poppy tut so, als wüsste sie allein, was im Leben wichtig ist: etwas riskieren, Erfahrungen sammeln und sich selbst dabei treu bleiben. Das Leben als bunten Strauß an Möglichkeiten genießen - lache laut, singe falsch, liebe innig! Ist vielleicht etwas dran an dem, was Poppy sagt?

    Emilia wagt es: Sie tanzt auf Brücken, umarmt die Sonne und genießt die Magie des Augenblickes. Dabei kann wohl kaum etwas schiefgehen, oder?

    Meinung

    Darf man auch als zweite Schwester seinen Gefühlen trauen, laut dem Familienfluch Nein aber zwei Cousinen machen sich mit ihrer Großtante auf das zu ändern.

    Wieder mit sehr viel Gefühl beschreibt die Autorin das Leben der drei Frauen und ihrer Familien. Dieser Fluch muss für alles herhalten, mangelndes Selbstwertgefühl , der Wunsch unbedingt von allen geliebt zu werden und auf der anderen Seite, ich bin die Ältere ich habe das Recht darauf ... . Einige Figuren sind derart verzweifelt das es in Verbitterung umschlägt und dadurch alle anderen bestraft werden, dass wiederum dazu führt das diese nicht mal mehr in der Lage sind eine eigene Meinung zu äußern.

    Für mich war wieder zuviel Gefühl in dem Buch, immer kam der Gedanke, jetzt denk doch mal an dich, lass dir nicht alles gefallen, du bist nicht die Angestellte deiner Schwester usw.

    Diese Gedanken habe ich bei jedem Buch dieser Autorin aber trotzdem lese ich sie immer wieder. Ein Widerspruch der fasziniert.