Beiträge von wiechmann8052

    Auf Madagaskar wird alles recycelt, Schuhe, Fahrräder, Plastik, Radios und vielleicht auch das Glück menschlicher Beziehungen.

    In diesem Buch geht es vordergründig um vier Menschen. Terje der mittlerweile das dritte Mal auf der Insel ist und die Figur eines intellektuellen Weltreisenden verkörpert. Biscuit erst ein armer Straßenjunge dann die sportliche Hoffnung eines ganzen Landes, Maribelle die Träume hat aber nicht weiß wie sie sie verwirklichen soll und Nora die nicht mehr weiß was richtig und was falsch ist.

    Es gibt noch andere wie immer, aber in Erinnerung und im Herzen bleiben diese vier.

    Das Buch ist schwierig zu beschreiben., wenn etwas recycelt wird dann entsteht etwas Neues, etwas Anderes, wieviel bleibt vom Ursprünglichen erhalten.

    Madagaskar ist bitterarm, früher mal eine französische Kolonie. Durch den Raubbau an der Natur ist nichts mehr von der Schönheit geblieben. Trotzdem scheinen die Menschen immer noch fröhlich zu sein. Als ob ihnen ihr Schicksal nichts anhaben kann. So klingt zu mindestens dieser Roman, die Autorin hat einige Zeit dort gelebt, sie muss es wissen. Für mich klingt es wie ein Märchen. Nicht immer zu verstehen oder nach zu vollziehen.

    Aber das muss es auch nicht, man kann sich fallen lassen in diese Poesie und träumen. Von Bougainvillea Blüten, blaues warmes Wasser und Rikscha fahren.

    Der Schreibstil der Autorin ist wie auch in ihren anderen Büchern eine Mischung aus Realität, klare Beschreibungen der Gegebenheiten und Märchen es wird irgendwann, irgendwie alles gut. Vielleicht etwas zu viel des Guten.

    Ein Buch bei dem alles zusammenpasst. Der Titel, Inhalt und das Cover, Schnee überall. Vordergründig geht es um die Schneekatastrophe 1978/79. Norddeutschland und die DDR waren unter dem Schnee begraben, nichts ging mehr. Ganze Ortschaften waren abgeschnitten.

    Hier setzt das Buch an, Louise Gräfin von Schwan, Besitzerin einer großen Baumschule ist verstorben, die Familie reist zur Beisetzung an. Durch den Schneesturm werden alle auf dem Gutshof gefangen. Auch eine junge Französin anscheinend Louises Tochter.

    Das Buch erzählt die Fragen, die Reaktionen und Folgen dieses Besuchs. Denn es kommen Themen auf mit denen sich niemand beschäftigen wollte. Grausame Erinnerungen werden wach, es wird klar warum sich die Personen so verhalten.

    Jedes Kapitel wird von einer anderen Figur erzählt. Die Haushälterin, die Neffen der Verstorbenen, ihre Schwester, ihre Großnichte und die junge Französin. Alles dreht sich um ein Thema aber jeder hat eine andere Sichtweise oder andere Erinnerungen. Es geht um Verantwortung, nicht eingestandene Schuld, die große Liebe zu den Kindern und den übergroßen Schmerz wenn ihnen etwas zustößt.

    Der Erzählstil der Autorin ist einzigartig, ihre Art und Weise ein Thema von vielen Seiten zu beleuchten kann für manche wie eine Wiederholung vorkommen, für mich ist es vielschichtig, als ob sie nach und nach eine Schicht vom Thema abträgt und darunter eine andere Variante zum Vorschein kommt. Sie arbeitet sich immer tiefer vor, bis am Ende alles zum Vorschein gekommen ist. So das alle Beteiligten und wir Leser endlich wissen was geschehen ist und warum die Figuren ihre Entscheidungen so und nicht anders getroffen haben.

    Ich habe schon einige Bücher dieser Autorin gelesen, in allen war dieser sezierende Schreibstil, der mir sehr gut gefällt. Das Warum und Wieso wird von allen Seiten beleuchtet, es gibt immer einen guten Grund so zu handeln, wie es die Protagonisten tun, wir müssen damit nicht einverstanden sein oder ihn verstehen aber er ist da. Es ist nichts einfach so dahin geschrieben,. alles baut auf einander auf.

    Outdoor Küche mal anders. Wenn man sich solche Küchen anschaut ist darin mittlerweile alles möglich. Warum nicht auch Frittieren, wie die Autorin schreibt, stört meistens anschließend der Geruch in der Küche. Deshalb hole ich oft die Pommes aus der Bude und mach sie nicht selber.

    In diesem Kochbuch geht es nicht nur um Pommes frites. Obwohl sehr ausführlich beschrieben wird, wie man sie aus einer rohen Kartoffel selber machen kann. Lecker, es gibt nie wieder welche tiefgefroren.

    In diesem Kochbuch sind viele sehr unterschiedliche Rezepte, Gemüse, Kartoffeln, Fleisch, Fisch, Brötchen und süße Leckereien.

    Jedes Rezept hat ein ganzseitiges Foto so das schon beim Anschauen Appetit entsteht. Die Rezepte sind sehr ausführlich beschrieben, jeder Schritt, jede Zutat. Es sind manchmal auch ungewohnte Zutaten darin, finde ich persönlich spannend, weil ich möchte gerne ab und zu eine neue Geschmacksvariation erleben.

    Bei einigen Rezepten für die Fritteuse ist auch ein Rezept für einen Dip dabei, was mir besonders gut gefallen hat ist, das am Ende der :Sammlung diese Dips noch einmal separat aufgeführt werden. So das ich die auch schnell einmal für andere Gerichte raussuchen kann.

    Das Buch gibt viele Anregungen auch einmal mutig zu sein. Eis frittieren zum Beispiel, ich habe es schon in Restaurants gegessen aber selber noch nicht ausprobiert oder besonders schön fand ich das Rezept für Rosenküchlein. Das benötigte Eisen habe ich mir schon bestellt. Es sind eine Art Waffeln.

    Das muss ich auch noch hervor heben. Küchengeräte die man nicht alltäglich benutzt, werden auch im jeweiligen Rezept angegeben. Das ist hilfreich wenn man noch ein junger Haushalt ist, wo noch nicht jedes Küchengerät vorhanden ist.

    Humorvoller Krimi

    Rabbi Silberbaum hat genug mit seiner Gemeinde zu tun, in seiner wenigen Freizeit liest und sieht er gern Krimis. Als ein vermögendes Gemeindemitglied überraschend stirbt und die Todesumstände etwas zweifelhaft wirken, wird sein kriminalistischer Spürsinn geweckt. Nur steht er mit seinem Verdacht allein da. Keiner sieht das was er sieht. Er ermittelt auf eigene Faust und dabei manipuliert er auf einzigartige Weise alle die mit ihm zu tun haben, Mitarbeiter, Bekannte, Freunde und Außenstehende niemand ist vor ihm sicher. Nur der Kriminalkommissar Berking ist nicht zu überzeugen, er will erst stichhaltige Beweise bevor er eingreift. Da hilft dem Rabbi sein theologisches Studium. Er hat gelernt alles und jedes zu hinterfragen, das macht er auch diesmal nur nicht im religiösen Sinn.
    Es ist kein blutiger Krimi, es dreht sich alles darum die Beweise für einen Mord zu beschaffen, manchmal auch mit grenzwertigen Methoden. Nicht richtig illegal und auch nicht ganz legal. Der Rabbi und seine Mitstreiter sind sehr liebenswerte Figuren, ihre Gegenspieler sind natürlich richtig mies.
    Das kommt so humorvoll bei mir als Leser an, das ich aus dem Lachen zeitweise nicht mehr heraus kam, und das lag nicht nur an den eingestreuten jüdischen Witzen. Die Erklärungen zum jüdischen Leben werden genauso eingestreut wie die passenden Ausdrücke aus der jiddischen Sprache. Am Ende sind der Rabbi und der Kommissar so etwas wie Freunde und es deutet sich im Cliffhanger ein weiterer Roman an.

    Es ist der dritte Band um Don Tillman und seiner großen Liebe Rosie. In diesem Buch geht es um den gemeinsamen Sohn. Er ähnelt seinem Vater mehr, als nach langläufiger Meinung gut für ihn ist. Don möchte ihm alles ersparen was er durchgemacht hat. In seiner ganz besonderen Art versucht er Hudson bei zu bringen wie man soziale Kontakte hält, kein Nerd ist und ganz allgemein sich unauffällig verhält und unter dem Radar agiert. Das dieses Unterfangen mit enormen Schwierigkeiten verbunden ist, ist jedem/r Leser/in klar die die beiden ersten Bände gelesen hat.

    Hier werden Menschen mit autistischen Symptomen und ihre Verhaltensauffälligkeiten beschrieben. Auf eine humorvolle, unnachahmliche Art geht der Autor mit diesem Thema um. Was im realen Leben eine ungeheure Belastung für die Betroffenen ist, wird hier als ein eigenartiger Lebensstil beschrieben. Es ist nicht schlecht beschrieben, vor allem das Unverständnis bei den anderen macht die Geschichte witzig. Wenn ich denke, nun das ist eine Marotte und gehe zur Tagesordnung über, fühlen sich die Personen in dem Roman angegriffen. Die Korrektheit in der Ausdrucks- oder Verhaltensweise verstehen manche Menschen als Kritik, als Besserwisserei oder Schlimmeres.

    Der Schreibstil ist sehr fordernd, während die vorherigen Bände nur lustig waren, wird es in diesem Buch anspruchsvoll. Die Sätze sind teilweise verschachtelt und mit Fachbegriffen überfrachtet. Das war dem Lesefluss nicht förderlich. Auch das häufige Vergleichen der Erlebnisse von Vater und Sohn war eher langweilig.

    Eva ist Jüdin im besetzten Paris. Nach und nach werden alle Juden eingesammelt und deportiert. Durch einen glücklichen Zufall entkommt sie mit ihrer Mutter den Verfolgern. Sie ist eigentlich Studentin und liebt Bücher über alles. Gleichzeitig hat sie ein großes Talent zum Zeichnen. Sie fängt an für die Resistance Ausweispapiere und andere zu fälschen, so das Kinder in Sicherheit gebracht werden können. Um den Kindern nach dem Krieg ihre Identität wieder geben zu können. Werden sie mit Hilfe von Codes in einem Buch gesammelt. Ein gefährliches Unterfangen aber sonst wären die Kinder vergessen. Dabei hat sie viel Hilfe vor allem von Remy einem jungen Widerstandskämpfer.

    Eva ist bei allem Mut eine normale Frau, mit Ängsten, mit Hoffnungen auf ein normales Leben.

    Die Geschichte fängt 2005 an als das Buch mit dem Code international bekannt wird, eine Bibliothek sucht den richtigen Besitzer da es zur Beutekunst geworden ist. Eva lebt mittlerweile in den USA und begibt sich auf dem Weg.

    Dabei erzählt sie ihr Leben. Der relevante Teil beginntE im Jahr 1942.

    Es ist wie in vielen Büchern die in dieser Zeit spielen, die Atmosphäre ist von Angst geprägt, von Misstrauen und Verzweiflung. Gleichzeitig spielt eine zarte Liebesgeschichte eine Rolle.

    Die Beschreibung der Fälschungen sprechen von viel Phantasie und handwerklicher Kunst. Das Wissen um gefälschte Dokumente war vorhanden aber wie sie hergestellt wurden, wusste ich bisher nicht. Ein interessantes Detail in diesem Buch.

    Die verlorenen Identitäten bilden das Hauptmotiv in dieser Geschichte, mal etwas anderes, weil man sich das im ersten Moment nicht vorstellen kann, das zu erleben.

    Der Schluss hätte nicht sein müssen, dieses Kapitel gehört meiner Meinung nach gestrichen. Es ist nur kitschig und überflüssig.

    Ansonsten war das Buch gut.

    Die Autorin hat schon öfter zu diesem Thema geschrieben, die Mischung aus grausamer Geschichte und liebenswerten Protagonisten ist gelungen.

    Cassandra Raven arbeitet in der Gerichtsmedizin als Assistentin. Auffällig ist ihr ungeheurer Respekt gegenüber den Toten. Manchmal glaubt sie ihre Stimmen zu hören. Als eines Tages ihre ehemalige Lehrerin vor ihr liegt, wird sie das Gefühl nicht los das mit diesem Todesfall etwas nicht stimmt. Allein ist sie machtlos aber zusammen PD Flythe hat sie vielleicht eine kleine Chance. PD Flythe ist eine spröde Frau die unter ihren Kollegen als über korrekt und humorlos verschrien ist. In ihrem sehr strengen ordentlichen Auftreten und Aussehen ist sie das genaue Gegenteil von Cassy.

    In diesem Thriller / Krimi / Roman gehören die Toten zu den Hauptfiguren. Äußerst respektvoll wird von ihnen gesprochen, wird der Umgang mit ihnen beschrieben. Cassy und Flythe sind eigenartige Protagonistinnen, die eine erinnert an Abby aus Navi CIS, die andere könnte ihr Boss darstellen. Beide haben ihre Gründe sich unsozial zu verhalten. Die Nebenfiguren geben nur zwischendurch ein Gastspiel, die Großmutter, die Vorgesetzten, die Kollegen, Tatverdächtige oder Obdachlose. Diese werfen aber wie Scheinwerfer ein Licht auf die beiden Hauptfiguren oder eben auf die Toten. Der Erzählstil ist verhältnismäßig einfach gehalten, mit detaillierten Beschreibungen zur Polizeiarbeit und auch zur Arbeit in der Pathologie. Das Buch habe ich in einem Rutsch durch gelesen, es war spannend und es gab überraschende Wendungen.

    Die Mischung ist für mich neu. Etwas Thriller: wer hat ein Interesse daran eine Lehrerin zu ermorden, etwas Krimi: die Suche nach den Verdächtigen und möglichen Tätern, ein Roman: die nicht einfachen Lebensumstände von Cassy und ihrer Großmutter oder die von Detektive Phyllidia Flythe.

    Die Autorin schreibt bereits an eine zweiten Teil der Serie, für mich eine erfreuliche Meldung.

    Silke und Rosemarie sind auf der Flucht aus Danzig in Hamburg gelandet. Sie wollen dort ein neues Leben anfangen. Mühsam kommen sie mit Hilfe von Freunden durch den Hungerwinter. Sie machen eine Bar auf, als Gäste haben sie überwiegend englische Soldaten. Das gefällt einigen ehemaligen Nazis und anderen Größen des Schwarzmarkts nicht und verursachen eine Menge Ärger.

    Es gibt aber noch größere Gefahren bis alles in ruhigeres Fahrwasser kommt.

    Krieg, Terror, Vertreibung und Flucht zeichnen die Menschen und manchmal kommt in der Verzweiflung auch nichts Gutes heraus. Die Umstände fordern den Menschen und all seine Fähigkeiten, sie zeigen auch ob jemand grundsätzlich Böse, Gut oder nur oberflächlich ist und darunter in Wahrheit das Grauenerregende ist.

    Silke hat mit aller Macht an die Politik geglaubt und muss sich jetzt mit ihrem missbrauchten Vertrauen auseinander setzen. Ihre Schwester war nie so blind, kann daher mit den Folgen leichter leben. Der Konflikt der dadurch zwischen den beiden entsteht zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte. Das andere Thema ist Überleben mit Hungerrationen und Kälte.

    Darin eingebettet ist eine Kriminalgeschichte. Fast alle Figuren fallen durch ihre innere Stärke auf ob sie die nun positiv oder negativ nutzen. Einige sind sich selbst die Nächsten aber das ist nicht nur in schlechten Zeiten so.

    Das Buch war gut zu lesen. Der Schreibstil war leicht und kam gut mit dem dramatischen Themen zurecht. Es war ein Roman obwohl wir als Leser wissen das alles Geschriebene einmal Tatsachen waren.

    Nur genau in diesem Wasser, in das Wilhelm nur kurz hineingefasst hat und durch diesen kurzen Kontakt schon verätzt wurde, schwimmt Aiden ja minutenlang herum. - ohne Verätzung

    stimmt, habe ich vergessen Aidan schwimmt ja und muss raus geholt werden.

    Neue Idee: da sie unterschiedlichen Stämmen angehören, reagieren sie unterschiedlich auf das Gift. Der eine braucht den Blutkontakt, beim dem anderen reicht der Hautkontakt aus.

    Mich stören die offenen Fragen nicht. Bei Gregorius' Familie bin ich zum Beispiel längst davon ausgegangen, dass sie tot ist. Bei Wilhelm und Aiden habe ich den Eindruck, dass der eine kein Wasser verträgt, der andere kein Holz. Vielleicht liege ich damit auch falsch, aber ich mag es durchaus, wenn nicht alles erklärt wird.

    Mich hat es auch gestört, dadurch war die Geschichte unvollständig. Bei der Familie bin ich auch vom Tod ausgegangen, aber Gregorius äußert sich in keiner Weise darüber. Aidan hat erklärt, das die Spitzen mit irgendetwas getränkt sind, das zur Vergiftung führt, wenn sich das Gift im Wasser löst und dann Hautkontakt bekommt ist es auch für William gefährlich.

    Lilli und Mikko müssen die Ferien bei ihrem Onkel verbringen weil die Eltern auf eine Geschäftsreise müssen, alle anderen Möglichkeiten sind leider verhindert. Bei diesem Onkel werden sie verwahrt sonst nichts. Sie lernen seine Nachbarin Flora kennen, die die Kinder sofort mit offenen Armen aufnimmt. Damit beginnt ein wunderbarer Sommer voller Abenteuer und neuer Freundschaften. Die Minipiraten aus dem Buchtitel sind eine ganz besondere Spezies.

    Ich habe ein Kinderbuch gelesen das mich erstaunt, berührt, mitgenommen in eine fantastische Welt, zum Lachen gebracht hat. Mit einem Wort Großartig.

    Die Kinder sind liebenswert, der Onkel fies, Oma Flora ist so wie eine Oma sein sollte, liebevoll und trotzdem mit klarer Ansage. Ihre Freunde, der Hahn Pedro, Kapitän Holzbein-Vorsteen und die Minipiraten sind einfach lustig und skurrile Figuren.

    Die Geschichte darum herum ist lustig und spannend, altersgerecht erzählt, mit witzigen, genau den Beschreibungen entsprechenden Zeichnungen der einzelnen Figuren.

    Es hat mir einen Riesenspaß gemacht das Buch zu lesen und vorzulesen.

    Es wird das Buch sein, dass sehr zerlesen auch noch nach Jahren bei uns im Bücherregal zu finden sein wird.

    Wir freuen uns jetzt schon auf die Fortsetzung.

    Sophie ein zwölfjähriges Mädchen ist besonders intelligent, besonders anders. Sie hört Stimmen wo für andere Stille ist, sie fühlt sich fremd in ihrer Familie. Die sie aber trotzdem von Herzen liebt. Dann taucht Fitz auf. Er behauptet Sophie sei eine Elfe und müsste mit ihm kommen, heim ins Elfenreich. Sophie begleitet ihn aus reiner Neugierde und hat schon ihr erstes Abenteuer erlebt. Sie ist definitiv eine Elfe eine Besondere sogar. Etwas das sie gar nicht will, endlich mal normal zu sein ist ihr größter Traum.

    Das Buch ist eine Explosion an spannenden Ereignissen. Als Leser kommt man, genau so wie Sophie nie zur Ruhe. Die Frage was eine Elfe in der Menschen Welt zu suchen hat und wie sie dahin gekommen ist. Steht überall im Raum. Dieses große Geheimnis begleitet sie an die neue Schule und auch in ihr restliches Leben.

    Dieses mit rätseln lässt mich als Leserin nicht los. Alle Freunde die Sophie findet außerdem die Erwachsenen sind sehr detailliert beschriebene Personen, das einzige was fehlt sind die spitzen Ohren. Die kommen erst im sehr hohen Elfenalter. Der einzige der sie hat, ist ein Elf der Sophie nicht mag, warum nicht?

    Dieses winzige Detail erklärt die Faszination an dieser neuen Buchreihe. Sie ist spannend, aufregend, im ersten Moment denkt man ein neuer Harry Potter vor sich zu haben. Aber dieser Auftakt einer neuen Reihe stellt andere Themen in den Vordergrund. Es ist nicht reine Phantasie, sondern es werden schon Hinweise auf aktuelle menschliche Probleme und den Kampf dagegen gegeben.

    Ein tolles Buch für jung und alt. Ich kann mir vorstellen das es einen genauso großen Hype geben wird wie bei HP.

    Und wovon soll Gregorius jetzt eigentlich leben? Soll er selbst Landwirtschaft betreiben? Davon hat er doch bestimmt keine Ahnung.

    Dafür hat er Aiden, gemeinsam können sie das lernen :lol:. Denn wenn Gregorius stirbt, stirbt er auch also wird der dafür sorgen das er nicht verhungert.

    Diese Fragen sind für mich auch offen geblieben.

    Vor allem die Frage nach der Familie, scheint Gregorius total egal zu sein. Er will eigentlich nur sein Land zurück, nun bekommt er ein anderes, für ihn anscheinend auch gut. Er scheint immer noch nicht viel zu denken.

    Für mich ist das ganze Buch und Gregorius im Besonderen unvollständig.

    An dieser Stelle habe ich mich auch erneut über ihn aufgeregt, weil er nichts zu Leana sagte. Genau die Farbe des Anhängers hätte er doch sicherlich noch mitteilen können. Grrrrrrr

    Er erkennt die Wichtigkeit des Anhängers und die Bedeutung der Farben nicht. Weil ihn niemand aufgeklärt hat. Er ist etwas phlegmatisch und vielleicht nicht ganz Helle, aber alle Schuld will ich nicht beim ihm suchen.

    Nach langen Jahren in einer großen Kanzlei, wird Pirlo gefeuert, obwohl er einen guten Job gemacht. Er fängt in seinem Wohnzimmer als Strafverteidiger neu an. Zusammen mit Sophie Mahler einer angehenden Anwältin verteidigt er eine Frau die des Mordes an ihrem Ehemann angeklagt ist. Ein schier aussichtsloser Fall, die Anklage scheint wasserdicht.

    Es ist ein Justizkrimi, wir kennen den Mordfall, anscheinend auch die Täterin, die Polizei ist mit der Arbeit fertig und die Anwälte und Richter müssen jetzt ihren Job machen.

    Der Autor ist selber Anwalt, das ist wichtig weil immer wieder Details des Gerichtsverfahrens erklärt werden. Diese Erklärungen passen gut ins Geschehen, sie tauchen als Gedanken oder auch als Ermahnungen hin und wieder auf.

    Der Schreibstil ist schnell, mit kurzen Sätzen und prägnanten Aussagen. Es geht wenig Zeit für Beschreibungen drauf, kurz mal das Wetter oder die Kleidung aber immer im Zusammenhang zur Handlung. Das Privatleben der beiden ist sehr unterschiedlich und spielt mit eine wichtige Rolle.

    Die Protagonisten sind nicht unbedingt Sympathieträger, sie haben fast alle Seiten die man sogar als unsympathisch bezeichnen kann. Für mich ist das sogar ein Highlight, endlich mal ein Roman wo ich über die Figuren lästern, mich aufregen kann, ohne das ich ein "schlechtes Gewissen" habe. Das Buch ist wie eine Gerichtsverhandlung, es geht um Gerechtigkeit nicht um Sympathie oder Antipathie.

    Gregorius ist gefesselt, dass er sich nicht an die Brust fassen kann. Wie kann er Aiden dann die Spitze aus der Schulter ziehen?

    Er kann seine Hände bewegen, anscheinend ist er nur an den Gelenken gebunden und kann die Hände bis zur Brust runternehmen. Wenn Aiden sich stramm vor ihn stellt, ist es mit ein paar Verrenkungen von beiden anscheinend möglich.

    Gregorius ist als Gesandter unterwegs um für seinen Herzog ein Schmuckstück zu holen. Er ist auf dem Rückweg allen möglichen Gefahren ausgesetzt. Die grausame Natur und geheimnisvolle Wesen. Er bekommt Hilfe von ungewöhnlicher Seite. Am Ziel ist aber trotzdem alles anders wie erwartet und die Geschichte ist noch lange nicht zu Ende.

    Die Beschreibungen von den natürlichen Gegebenheiten wie Schneestürme oder Straßenverhältnisse sind überproportional detailliert geschildert. Diesen Stil hält die Autorin konsequent durch. Aber das meiner Meinung nach Wichtige wird mir als Leserin vorenthalten. Wer sind die Wesen und alle dazu gehörigen Einzelheiten habe ich erst gegen Ende des Buchs erfahren. Das ist etwas unglücklich weil dadurch weite Strecken des Romans langatmig sind. Auch kommen immer wieder Zweifel an der Figur des Grigorius auf.

    Erst in der zweiten Hälfte nimmt die Geschichte Fahrt auf und gewinnt an Spannung.

    Ich bewerte das Buch mit drei Sternen weil noch Luft nach oben ist. Aber da die Autorin erst am Anfang ihrer Karriere als Schriftstellerin ist, kann ich mir vorstellen das sie das meistern wird.

    Bis zum Schluss


    ist es spannend. Es gibt die Erklärungen die teilweise schon eher nötig gewesen waren. Gregorius findet ein neues Zuhause auch ohne seinen alten verräterischen Dienstherrn. Auch das er nicht ganz so dämlich ist wie er sich zu Beginn angestellt hat macht die Geschichte runder. Ein holperiger Anfang und ein glatter Schluss.