Beiträge von wiechmann8052

    Zum Autor

    Ich habe schon einige Bücher von Arno Strobel gelesen, daher bin ich mit seiner Art zu schreiben etwas vertraut. Spannend, überraschend und das Geschehen ist oft nicht Ohne.

    Zum Cover

    Die früheren Bücher hatten ein zurückhaltenderes Cover Dunkles Foto, Bunte Titel hat mir besser gefallen als die neue Gestaltung seit Offline. Die sind mir zu herausfordernd.

    Ich mag es wenn ich einen Thriller in die Hand nehme, das mir schon beim Anblick ein leichter Schauer über den Rücken läuft oder ich total überrascht werde.

    Bei den beiden letzten erfährt man schon sehr viel durch den Untertitel.

    Klappentext

    Der kleine Weihnachtsbaum wünscht sich so sehr Freunde. Hoch oben auf einem Berg fühlt er sich ganz schrecklich einsam. Doch dann ziehen der kleine Kai und seine große Schwester Klara los, um im Wald ein Picknick zu machen. Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft!

    Meinung

    Es ist eine fantastische Geschichte einfach passend zum Advent und zu Weihnachten. Denn da erzählen wir den Kindern schöne Geschichten ohne auf die Realität zu achten. Sehr warmherzig wird der Wunsch nach Freunden dargestellt und dann wie dieser Wunsch in Erfüllung geht. Uns hat besonders gut gefallen, das alle sehr liebevoll, mit Respekt und hilfsbereit miteinander umgehen.

    Die Bilder sind sehr schön gezeichnet, Tiere, Bäume und Menschen sind eher natürlich dargestellt, das macht es gerade für kleinere Kinder leichter einen Bezug zu ihrer Umwelt herzustellen.

    Der Text ist etwas länger, das könnte für die Konzentration der Kleineren etwas anspruchsvoll sein. Da muss man eben schauen und die Geschichte mit weniger Worten selber erzählen.

    Es ist bis jetzt der beste Band der Serie.

    Vielleicht liegt es daran, dass ich Irene und Kai allmählich gut kenne und auch die Besonderheiten der Bibliothek keine große Überraschung mehr birgt. Das erleichtert es sich auf das neue Abenteuer der beiden einzulassen.

    Das hat es in sich. Es ist ein Agententhriller erster Güte.

    Dieser Eindruck wird durch die Hinweise auf James Bond Filme verstärkt. Es ist sehr unterhaltsam darüber nachzudenken welche Szene aus welchem Film stammt. Kenntnisse über die Filme braucht man für das Leseverständnis aber nicht.

    Der Sarkasmus von Irene ist unwiderstehlich, immer wieder musste ich herzlich lachen. Kais Zurückhaltung als Gegenpart unterstreicht das Ganze.

    Auch alle anderen Figuren sind sehr detailliert dargestellt. Ein Gentleman Spieler, ein raffinierter Dieb oder eine Hackerin gehören zum neuen Team um Irene und Kai. Jede Figur ist besonders und erscheint beim Lesen fast greifbar.

    Man ist mit mittendrin in diesem Abenteuer und freut sich am Ende auf eine Tasse Tee mit allen Beteiligten.

    Zum Schluss gibt es einen Hinweis, das es vielleicht einen weiteren Band geben wird. Es ist kein Cliffhanger sondern nur eine Erwähnung einer möglichen neuen Figur die gut zu Irene und Kai passen könnte.

    Klappentext

    Bamberg 1887: Das Süßholzimperium Imhoff ist in Schwierigkeiten. Nur eine Vernunftehe mit einem Bankier könnte das Familienunternehmen noch retten. Doch die freiheitsliebende jüngere Tochter Elise flieht mit ihrem Geliebten nach Paris. Um jeden Preis will sie ihren Traum von einer eigenen Confiserie verwirklichen – auch wenn sie damit das Verhältnis zu ihrer Schwester Amalie schwer belastet.

    Die pflichtbewusste Amalie muss sich fortan in der heißen Ödnis Kalabriens um den Anbau von Süßholz kümmern, aus dem Lakritz gefertigt wird – das schwarze Gold. Bis auch sie sich in den falschen Mann verliebt und diese Liebe ihr ganzes bisheriges Leben in Frage stellt …

    Meinung

    Zwei Schwestern die eine egozentrischer wie die andere. Es ist ihr gutes Recht den eigenen Lebensweg zu beschreiten, aber der anderen deswegen Vorwürfe zu machen ist kleinlich und ungerecht.

    Gleichzeitig betrachten sie immer wieder ihre eigene Situation, immer abwechselnd beschrieben kommt in der ersten Hälfte des Buchs nichts Spannendes oder Aufregendes auf die Seiten.

    Als denn endlich etwas passiert, schöpft die Autorin bis zum Schluss aus dem Vollem. Nichts ist unmöglich, aber logische Lösungen für die Probleme gibt es nicht. Der Zufall richtet es.

    Die anderen Figuren waren mehr oder weniger schmückendes Beiwerk, sie blieben blass.

    Für mich war das einzig Interessante an dem Buch, die Beschreibung über den Umgang mit Süßholz. Darüber wusste ich bisher sehr wenig. Was es für eine Pflanze ist und wie sie weiter verarbeitet wird, dazu gab es einige Informationen.

    Beschreibung

    Das ganze Dorf ist in Aufruhr: Troubadix hat beschlossen, am legendären Gesangswettbewerb für die Barden Galliens teilzunehmen. Der Gewinner des Wettbewerbs wird traditionell mit dem goldenen Hinkelstein ausgezeichnet. Weil auch die Römer großes Interesse an diesem Wettbewerb haben, werden Asterix und Obelix beauftragt, Troubadix zu seinem Schutz begleiten. Sie dürfen ihm nicht von der Seite weichen - koste es, was es wolle!

    Meinung

    Die Geschichte ist kurz und auf eine ganz andere Art erzählt wie sonst. Es ist kein Comic eher ein Drehbuch mit Bildern.

    Großformatige Bilder in gewohnter Qualität und dem üblichen Witz ersetzen die kleinen Bilder mit Sprechblasen. Die Texte aus den Sprechblasen sind jetzt ganzseitig in Dialog Form dargestellt. Die Wort Spielereien und Witze sind natürlich erhalten geblieben. Beispiel: Asterix: ...

    Obelix: ... usw.

    Vor allem gefällt mir an dieser Geschichte das der arme Troubadix diesmal eine größere Rolle spielt als sonst. Denn meistens ist er eher eine tragische Figur.

    Es ist gewöhnungsbedürftig und für den Hardcore Comic Fan höchst-wahrscheinlich ein Unding.

    Aber als Asterix Fan kann ich damit leben. Es ist einfach ein schöner Gedanke das die Geschichte aus den 60er Jahren stammt und noch nie in Deutschland als Buch veröffentlich wurde.

    Georg Dengler fühlt sich in Stuttgart so wohl wie schon lange nicht mehr, und auch mit Olga läuft es besser denn je. Trotz der aufziehenden Corona-Pandemie lässt er sich von ihr überreden, in Berlin zu ermitteln. Der Immobilienhai Sebastian Kröger scheint seine Mieter mit kriminellen Methoden rauszuekeln. Doch Dengler muss erkennen, dass die Sache größer ist, viel größer. Das gibt es nirgendwo sonst auf der Welt: In einem Radius von wenigen hundert Metern vereinen sich in Kreuzberg Plattenbauten, schicke Townhouses, die türkische Community und der Schwarze Block. Ausgerechnet hier will der Bauunternehmer Kröger zwei Häuser »entmieten«, den danebenstehenden Kindergarten abreißen und ein neues Townhouse bauen. Dazu ist ihm jedes Mittel recht. Die Mieter*innen wehren sich. Eine von ihnen bittet ihre Freundin Olga um Hilfe. Plötzlich stehen sie und Georg Dengler mitten im modernen Berliner Häuserkampf um das Recht auf Wohnen. Dann fällt ein Spekulant vom Dach eines der umkämpften Häuser – und die Lage eskaliert.

    Meinung

    Der Krimi ist hochaktuell. Wohnen wird überall teurer. Viele Menschen können sich ihre alte Wohnung nicht mehr leisten weil sie saniert wurde ob sie das wollten oder nicht. Der Vermieter ist im Recht, kann die Kosten auf die Mieter umlegen, wenn sie nicht können oder wollen, Auszug. Es gibt genug Menschen die die Wohnung haben wollen.

    Das entmieten ist eine andere Geschichte. Sie ist Erpressung, Körperverletzung und Schlimmeres. Aber anscheinend gibt es immer zu wenig Beweise.

    Welche Mieter können sich wie hier einen Privatdetektiv leisten oder haben einen in ihrem Bekanntenkreis, der hilft.

    Die Story ist spannend und bringt uns die Problematik näher als es ein Artikel in der Zeitung oder im Fernsehen kann.

    Die Personen sind authentisch, die Mieter kennt man mit Sicherheit in der einen oder anderen Bekannten wieder. Die Wohnungsbesitzer sind große Konzerne wie Vonovia. Zu mindestens den Namen nach bekannt.

    Gleichzeitig spielt die Geschichte im Frühjahr 2020, also noch gar nicht so lange her. Das Thema Corona hat auch hier Einzug gehalten.

    Da habe ich meine Zweifel ob es nicht zu früh dafür ist. Wir wissen einfach noch zu wenig darüber.

    Ein Freund des Detektivs gehört zu den Corona Skeptikern. Er muss vor sich selbst geschützt werden, das und ähnliches sagen seine Bekannten und Freunde.

    Es wird einseitig kommentiert was die Skeptiker im allgemeinen und zu Corona im Besonderen zu sagen haben.

    Ich gehöre zu den "Ängstlichen" und trage die Maßnahmen mit, aber Skepsis gerade jetzt darf und muss sein.

    Das hätte für meiner Meinung nach unbedingt dazu gehört und nicht nur eine Seite der Medaille. Wir leben in einer Demokratie, das Buch spielt in einer Demokratie also auch der Text.

    Klappentext

    London im Jahr 1899.

    Gerade ist die zehnjährige Elsie dem grässlichen Waisenhaus Wurmig entkommen, da erfährt sie, dass Polarforscher ein vollständiges, in einem Eisblock eingefrorenes Mammut ins Naturhistorische Museum von London bringen. Das weckt Elsies Neugier, und sie will unbedingt mehr erfahren. Damit beginnt das Abenteuer ihres Lebens, das Elsie von London bis an den Nordpol führen wird - gemeinsam mit einem ziemlich lebendigen Mammut!

    Meinung

    Ich bin als Erwachsene hin und weg von diesem Buch, wie wird es erst der Zielgruppe gehen, Kinder ab 9 Jahre.

    Es hat sehr viele witzige Zeichnungen die die Personen und Gebäude beschreiben über die man liest, so das man immer das passende Bild vor Augen hat.

    Dann ist es eher im Comic Stil geschrieben, hier ein Plitsch, wenn jemand in eine Pfütze tritt, oder dort ein Peng wenn eine Scheibe zerbricht. Zwischendurch immer groß, schräg und in einer anderen Schriftart dargestellte Worte die etwas besonderes bedeuten. In einem dunklen Zimmer ist der Text weiß auf schwarzem Papier. Sehr abwechslungsreich, so das auch Lesemuffel vor lauter Neugierde weiter lesen.

    Der Schreibstil ist lustig, frech und unverwechselbar.

    Ganz viel Historisches wird erzählt, zum Teil mit dichterischer Freiheit verfremdet aber am Ende im Nachwort wird es auf kindgerechte Art richtig gestellt.

    Ein Buch das auf jeden Weihnachtswunschzettel gehört oder aber als Überraschung auf den Gabentisch.

    Ich werde auf alle Fälle nach den anderen Büchern des Autors Ausschau halten. Für mich und wenn die Enkelkinder lieb sind, dürfen sie sie auch lesen. Oder umgekehrt.

    Klappentext

    Nick Marzek, 43, gebürtiger Berliner, ist seit Kurzem Kriminalkommissar bei der Münchner Polizei. Da ereignet sich ein verheerender Brandanschlag auf die Diskothek Liverpool im Bahnhofsviertel. Es gibt zahlreiche Verletzte, und der Druck auf die ermittelnden Beamten ist groß. Alles deutet auf Revierkämpfe im Rotlichtmilieu hin. Doch der Fall nimmt eine unerwartete Wendung: Von der italienischen Polizei wird den Ermittlern ein o zugeschickt, und Nick bleibt nichts anderes übrig, als dem Hinweis nachzugehen. Er muss nach Italien. Hilfe bekommt er dabei von Graziella Altieri, die bei der Mordkommission eigentlich als Reinigungskraft arbeitet, nun aber als Übersetzerin einspringt.

    Meinung

    Ein Zuhälterkrieg, oder ein rechtsextremer Anschlag, beides ist möglich. Die Indizien sind dürftig. Vor allem aber spielt der Krimi in den 90er Jahren da gab es noch nicht die Möglichkeiten alles am Computer zu erledigen. In dieser Zeit wird alles persönlich erledigt. Zeugen befragen, Akten lesen und mit den Kollegen vor Ort sprechen.

    Das ist das eine, welches dieses Buch spannend macht. Dazu die eigenartige Beziehung zwischen Nick und Graziella. Denn erstmal ist sie keine große Hilfe, erst als Nick sich auf sie einlässt und sie auch mal machen lässt, wird das Arbeitsverhältnis besser.

    Ein Krimi, dessen Fall am Ende nicht ganz gelöst ist. Man hat als Leser das Gefühl jetzt die echten Beamten zu verstehen wenn sie sagen das Ergebnis ist befriedigend aber nicht gut.

    Im Nachwort erklärt der Autor das es sich um einen echten Fall handelt.

    Nun bekommt das Buch im nachhinein eine neue Dimension. Die Mischung aus Fiktion und Tatsachen ist sehr gut gelungen. Durch Querverweise kann man sich anschließend in den authentischen Fall reinlesen.

    Klappentext

    In einer regnerischen Herbstnacht werden die Privatdetektive Rica und Jan Kantzius Zeugen eines grauenhaften Zwischenfalls an einer Autobahn-Raststätte: Ein panisches Mädchen rennt direkt auf die Fahrbahn und wird von einem Auto erfasst, jede Hilfe kommt zu spät. An der Raststätte findet sich die Leiche eines Mannes, der das Mädchen offenbar entführt und sich dann erschossen hat.

    Die Privatdetektive stellen Nachforschungen an und finden heraus, dass es weitere Teenager gibt, die auf ähnliche Weise kurz nach einem Umzug verschwunden sind. Eine Spur führt zu "Amissa", einer Hilfsorganisation, die weltweit nach vermissten Personen sucht und für die Rica arbeitet. Plötzlich ist nichts mehr wie es war, und Rica und Jan kommen Dingen auf die Spur, von denen sie lieber nie gewusst hätten.

    Meinung

    Mich hat dieses Buch geschockt. Klar es ist die Phantasie des Autors die .sich das ausgedacht hat. Aber wir wissen alle, dass es nicht nur Phantasie ist sondern brutale Wirklichkeit.

    Menschenhandel und Missbrauch gehören zu den alltäglichen Nachrichten. Wir erfahren in den Nachrichten von den Taten. Hier erzählt der Autor wie die Opfer vielleicht in die Fänge der Täter gelangt sind. Wie perfide mit den Zweifeln und Ängsten der jungen Mädchen umgegangen wird. Auch erzählt er das es für viele Täter nur ums Geld geht, sie organisieren den Missbrauch. Ungeheuer spannend erzählt Frank Kodiak wie die Mädchen gesucht werden, warum die Polizei es nicht mit Nachdruck macht, wie verzweifelt die Eltern sind, Gleichzeitig berichtet er was die Mädchen erleiden müssen, wie die Täter und ihre Handlanger arbeiten.

    Die Privatermittler sind gebrochene Personen die selbst viel Leid erlebt haben. Um so größer ist ihr Mitgefühl und ihr Wille zu helfen und die Mädchen zu finden. Das kommt authentisch beim Leser an. Auch die verzweifelten oder wütenden Eltern wirken real, ich denke ähnliche Reaktionen wären bei allen Müttern und Vätern möglich.

    Es ist der Gedanke das alles wahr sein könnte, dass das Lesen spannend und unheimlich zugleich macht. Das Wissen, es passiert in der realen Welt, macht das Buch zu einem grausamen Bericht.

    Es ist der erste Band einer Trilogie und trotzdem in sich abgeschlossen,

    Die nächsten Bände werde ich auf alle Fälle lesen denn ich will wissen ob man die Hintermänner zur Rechenschaft zieht.

    Klappentext

    In der schwedischen Stadt Haparanda, dicht an der Grenze zu Finnland, wird eine tote Wölfin gefunden. Als die Behörden das Tier untersuchen, finden sie in dessen Magen menschliche Überreste. Nachforschungen führen die Ermittler auf eine heiße Spur: Zwischen Russland, Finnland und Schweden scheint ein Drogendeal aus dem Ruder gelaufen zu sein, es gab mehrere Tote, und gleich mehrere Kriminelle sind auf dem Weg nach Haparanda. Allen voran: Profi-Killerin Katja, die für ihren russischen Auftraggeber Drogen und Geld zurückholen soll. Auch die erfahrene Polizistin Hannah Wester setzt alles daran, sie Lage aufzuklären. Doch sie ringt mit ihren privaten Problemen. Sie hat Angst, ihr Mann könne sie verlassen. Zugleich hat sie eine Affäre mit ihrem Chef. Dazu plagt sie ein altes Trauma. Doch Hanna steht ihre Frau und muss das auch, um den brisanten Fall zu lösen.

    Meinung

    Vorweg: eine tolle Sprecherin, sie hält konstant die Spannung aufrecht. Wo mehr Gefühl erforderlich ist, kann sie es mit ihrem Timbre sehr gut vermitteln.

    Zum Buch: Der Autor war mir schon vorher bekannt. Als Duo Hjorth und Rosenfeldt.

    Hier hatte ich das Gefühl es fehlt eine Hälfte, diejenige die bremst.

    Es war von allem etwas mehr. Zuviele Personen. zuviele Morde, zuviel Privatleben, dazu die Stadt, die eine wichtige Rolle spielt, was zumindestens im Hörbuch irritiert.

    Die teilweise Brutalität der Ereignisse passt gut zu einen nordischen Thriller, es ist mein persönliches Empfinden das nordische Krimis meistens etwas brutaler und nervenaufreibender sind. Zum einen handeln die Personen kurzsichtig und rennen auf einen Abgrund zu. Andere geben Befehle oder verschweigen wichtige Tatsachen und lassen die Menschen in die Irre gehen. Als Leser weiß ich das vorher und trotzdem ist es spannend diese Ereignisse zu verfolgen.

    Dass das Buch mit Cliffhangern endet ist in Ordnung, denn es ist ja als Serie angelegt. Das Wichtigste ist geklärt und das reicht.

    Klappentext

    Paris 1850. In der Romanfabrik von Alexandre Dumas schreiben siebzig Angestellte die beliebten Folgen von Die drei Musketiere und Der Graf von Monte Christo, die als Fortsetzungsgeschichten die Zeitungsleser begeistern. Doch im jüngsten Werk ist etwas faul zwischen den Zeilen, denn es ist gespickt mit Staatsgeheimnissen. Um seinen Ruf zu retten, muss sich Dumas ausgerechnet mit seiner größten Kritikerin verbünden: der deutschen Lehrerin Anna Moll, die ihn wegen freizügiger Texte angezeigt hat.

    Meinung

    Der Autor hat es geschafft ganz im Stil von Alexandre Dumas zu schreiben, meiner Meinung nach eine schwierige Kunst.

    Die Figur des Dumas, ein Libertin wie er bei den drei Musketieren von Aramis dargestellt wird. Anna Moll könnte der etwas schwermütige Artos sein ( meine Lieblingspersonen in beiden Büchern ). Der Bösewicht, ganz klar, Kardinal Richelieu. Alle anderen kann man sich auch erklären. Setzt natürlich voraus das man die Bücher von Dumas gut kennt.

    Auch die fast sprunghafte Abfolge der Ereignisse, ohne Gedanken über die Machbarkeit der Bewegungen passt.

    Es gab immer wieder Szenen in denen man den Atem angehalten oder sich vor Lachen gekrümmt hat.

    Für Leser die Dumas nicht kennen, ist das alles unwichtig. Sie lesen einen spannenden Roman im Stil der Mantel und Degen Filme. Bildgewaltiges Kopfkino entsteht weil der Autor mit seinen Worten echte Bilder zeichnet. Sei es die politische Situation unter Charles Louis Napoléon Bonaparte später Napoleon der Dritte, die Monarchie Verehrung in England oder der Winter in Russland. Auch die Figuren sind sehr detailliert. Erst hat Dumas einen ziemlich dicken Bauch, dann durch die Umstände wird er schlanker. Wie sich sein Äußeres zum Vorteil verändert kann man sich denken aber Dirk Husemann beschreibt es auch sehr schön. Genauso geht es mit der charakterlichen Entwicklung der Figuren. Man kann erkennen wie radikale Veränderung der äußeren Lebensumstände auch den Geist beeinflusst.

    Klappentext

    Wie alles begann - der Roman für alle, die Peter Pranges Bestseller »Unsere wunderbaren Jahre« lieben.

    Deutschland im Hungerwinter 46. Gelähmt von den Schrecken des verlorenen Krieges und der Angst vor einer ungewissen Zukunft, fehlt es den Menschen an allem, was sie zum Leben brauchen. Selbst Ulla, Tochter eines Fabrikanten, leidet mit ihrer Familie Not. Das baldige Weihnachtsfest erscheint da wie ein Licht in der Finsternis. In dieser Zeit veranstaltet Tommy Weidner, ein „Bastard“, der nicht mal den Namen seines Vaters kennt, Tanzabende gegen Lebensmittelspenden. Dabei lernt er Ulla kennen. Für ihn ist es Liebe auf den ersten Blick, auch sie ist von seinem Charme verzaubert. Doch hat ihre Liebe eine Zukunft? Alles spricht dagegen. Bis der Firma Wolf die Demontage droht, und Ullas Vater ausgerechnet Tommys Hilfe braucht ... […]

    Meinung

    Die Vorgeschichte zu " Unsere wunderbaren Jahre" ist stimmig, vor allem der Titel passt.

    Es ist Winter, Weihnachten 1946 und der Roman erzählt wie die Menschen damit zurecht kommen. Eigentlich gar nicht. Zu viele Menschen daher zu wenig Arbeit, Wohnung, Heizmaterial und vor allem es fehlt an Nahrung. Der Autor lässt uns mit frieren bei - 20° C am Tag und -30° C in der Nacht. Wir lernen, uns über eine Scheibe Brot und etwas Steckrübe zu freuen. Wir träumen, genau wie die Protagonisten ,von Lebkuchen wie es sie vor dem Krieg gab.

    Wenn man das erwähnte Buch noch nicht gelesen hat, ist es eine spannende Lektüre, kennt man das Buch, geht das Interesse an den Figuren verloren weil man zu viel Wissen besitzt.

    Die Beschreibung der Menschen und ihre Zeit ist sehr gelungen, die Liebesgeschichten der drei Töchter vom Fabrikanten Wolf sind dagegen übertrieben gezeichnet. Auch in der Zeit vor 75 Jahren, werden Liebende nicht mehr wie in den Büchern von Eugenie Marlitt gesprochen haben.

    Klappentext

    Heimat, das ist für Leonore Klimkeit vor allem der Wald nahe des kleinen Dorfes, in dem die aus Ostpreußen Vertriebene Zuflucht gefunden hat. Zwischen den hohen Bäumen findet sie Trost und neuen Lebensmut.

    Doch als Leonores Sohn Paul zwölf Jahre alt ist, muss der Wald dem Braunkohle-Tagebau weichen, das Dorf wird umgesiedelt. In einer Neubausiedlung am Rand der Kreisstadt versucht Leonore, für Paul und später die Enkel Jan und Sarah eine neue Heimat zu schaffen. Die immer weiter fortschreitende Rodung des Waldes treibt jedoch einen tiefen Keil in die Familie – bis sich die Geschwister schließlich als Gegner gegenüberstehen: Denn während Jan einen der gigantischen Schaufelradbagger des Braunkohle-Konzerns steuert, schließt sich seine Schwester Sarah den Wald-Besetzern im Hambacher Forst an.

    Meinung

    Der Wald spielt für drei Generationen eine große Rolle.

    Für die Großmutter ist er Heimat.

    Für den Sohn der Ort in dem Abenteuer und Freundschaft erlebt.

    Für die Enkel ist er Arbeitsplatz und Rebellion.

    Fast leise ohne große Dramaturgie wird das Drama unserer Umwelt erzählt.

    Krieg, Vertreibung und Abholzung, sehr unterschiedliche Themen, aber immer hat es unmittelbar Folgen für die Menschen.

    Die Verstromung der Kohle im Tagebau war eine Zeitlang ungeheuer wichtig, nur wenige haben die Folgen für die Umwelt und das Klima erkannt und sind dagegen angegangen. Heute wissen wir es besser, vielleicht zu spät.

    In einem Mikrokosmos mit wenigen Menschen erzählt der Autor, wie es im Großen aussieht. Die Charaktere sind sehr fein gezeichnet, ihre Handlungen stehen mehr zwischen den Zeilen, außer die harte Arbeit, die ist all gegenwärtig. Ein Schulterzucken, eine Grimasse, eine Handbewegung erzählen mehr wie tausend Worte. Ein Kuss, ein Streicheln zeigen die ganze Liebe. Eine Erinnerung erzählt die gesamte Vergangenheit.

    Ein nachhaltiges Buch.

    Wahnsinn

    Klappentext

    Es ist Oktober und Helle Jespers ist im Urlaub. Doch selbst Pastis, Zigaretten und südfranzösische 18 Grad Lufttemperatur können die dänische Polizeikommissarin nicht davon ablenken, dass es zu still in ihrem Leben zugeht. Hätte sie nach Fredrikshavn zur Polizeibehörde gehen sollen? Zur Mordkommission nach Kopenhagen? Stattdessen hat sie es sich in Skagen zwischen den Dünen in ihrer kleinen Polizeistation gemütlich gemacht. Plötzlich klingelt aber mitten im Urlaub Helles Handy. Ihr Kollege Ole hat eine erschütternde Nachricht: Eine enge Freundin ihres Sohnes wurde tot am Strand aufgefunden. Steht die Leiche in Zusammenhang mit einem jungen Paar auf der Flucht in Zusammenhang, das eine Schneise der Verwüstung bis nach Kopenhagen zieht? Helle ist klar: Diesen Fall übernimmt sie selbst. Sie steigt in den nächsten Flieger zurück nach Dänemark und beginnt mit den Ermittlungen. Was sie nicht ahnt: dieser Mord war erst der Anfang, und er wird das Leben ihrer Familie betreffen…

    Meinung

    Das Gefühl dass einem die Decke auf den Kopf fällt, oder man in Langeweile erstickt.

    Das die Arbeit nicht mehr genug Anforderungen stellt.

    Das die Vergangenheit einem einholt.

    Das etwas zu Ende geht, was auf keinem Fall passieren soll.

    Das es keine schnellen oder richtigen Antworten auf alle Fragen gibt.

    All diese Empfindungen hat jeder schon einmal gehabt.

    In diesem Thriller/Krimi erlebt jeder der Protagonisten mindestens eine davon und wir als Leser erleben die Folgen hautnah mit.

    Die Autorin überträgt es eins zu eins, mir ist beim Lesen zeitweise eine Gänsehaut über gelaufen.

    Der Gedanke an eine Sekte ist schon sehr beunruhigend, wie dort mit den Gutgläubigen umgegangen wird, zu welchen Taten sie indoktriniert werden.

    Gleichzeitig bekommt die Gesellschaft nichts davon mit.

    Das alles ist eine hochexplosive Mischung, die in diesem Buch ihren Höhepunkt gefunden hat.

    Wie gut kennen wir unsere Kinder? Die Antwort auf diese sehr persönliche Frage muss jeder für sich selbst beantworten.

    Der Krimi erzählt nur die Teile die wir nicht kennen.

    Im wirklichen Leben würde es Angst machen.

    Gut das es nur ein sehr spannender, überzeugender Thriller/Krimi war.

    Obwohl die meisten Charaktere haben wir in unserem Bekannten-, Familien- und Freundeskreis.

    Klappentext

    Öffne die Tür, hinter der das Abenteuer liegt!Sommerferien in Wales: Mitten im Wald, in einer Brombeerhecke, finden Ben und seine Freundin Portia eine geheimnisvolle Tür. Sie ist ein Portal zur Anderswelt und muss unter allen Umständen verschlossen bleiben. Doch woher sollen sie das wissen? Die alten Geschichten über die Wunder und Gefahren der Anderswelt sind lang vergessen ... Für Robin Goodfellow, den Mann mit dem Fuchsschatten, sind die Kinder die letzte Chance, das Portal zu öffnen und endlich nach Hause zurückzukehren. Für alle anderen jedoch könnte dies das Ende bedeuten.

    Meinung

    Eine tolle Fantasy Geschichte die auf englische und walisische Märchen und Sagen aufbaut..

    Die Feenkönigin Titiana und der König Oberon sind auch hier bekannt, alle anderen Figuren vor allem die Gestaltwandler sind wunderschön gezeichnet und liebenswert.

    Die Abenteuer von Portia und Ben sind außergewöhnlich spannend, ihr Leben an sich ist dafür umso alltäglicher so das sich Kinder sehr gut in diese beiden Figuren hinein versetzen können.

    Sehr subtil wird die Wichtigkeit von eingehaltenen Versprechen, Freundschaft oder Ehrlichkeit betont.

    Der Umgang mit Angst und Trauer ist auch in diesem Buch wichtig, mir gefällt wie die Autorin das dargestellt hat, nebenbei aber auch emotional und einfühlsam

    Das ganze Buch ist eine gelungene Mischung aus Abenteuer und .Freundschaft.

    Klappentext

    Wenn Kommissar Michalis Charisteas morgens vor der Arbeit seinen ersten Ellinikos trinkt und dabei den Blick auf den malerischen venezianischen Hafen seiner Heimatstadt Chania genießt, kann er sich nicht vorstellen, an einem anderen Fleck der Erde zu leben.Alles wäre perfekt, könnte in diesem Moment seine Freundin Hannah bei ihm sein

    Doch noch bevor Michalis Hannah am Nachmittag am Flughafen in die Arme schließen kann, steckt er mitten in einem neuen Fall. Der Bürgermeister des Nachbarorts wird vermisst und kurz darauf tot in einem Autowrack an der Felsenküste gefunden. Ein Unfall, wie die örtliche Polizei schnell feststellt. Doch im Gegensatz zu seinen Kollegen gibt sich Michalis nicht mit einfachen Erklärungen zufrieden. Bei seinen nicht immer ganz offiziellen Ermittlungen stößt er auf alte Feindschaften, die weitere Opfer fordern werden

    Meinung

    Ein Krimi der uns Leser einen möglichen Urlaubsort schmackhaft machen soll. Dieser Eindruck entstewiht, wenn man die sehr ausführlichen Beschreibungen der Landschaft, des Essens und der äußerst gastfreundlichen Menschen liest.

    Das ganze Buch besteht aus sehr ausführlichen Beschreibungen, egal um was es geht. Wie er seinen Bart trägt, wie sehr er seine Freundin liebt, wie er Roller fährt oder wie oft er einen Frappé trinkt oder wer ihn bezahlen muss.

    Der Krimi geht unter, schade, denn es ist ein sehr interessanter Ansatz. Ein Ermittler der feine Strömungen, Veränderungen der Umgebung und der Menschen spürt, als das er sich auf handfeste Tatsachen festlegen kann.

    Klappentext

    Die magische Buchwelt, in der Romanfiguren ihr eigenes Leben führen, ist für die Londonerin Hope Turner zur zweiten Heimat geworden. Doch das Geheimnis um die Buchwelt ist bedroht, und Hope hat sich dem Bund aus Menschen und Romanfiguren angeschlossen, um es zu schützen. Ihr Gegenspieler Quan Surt hat es vollbracht, die Barriere zwischen den beiden Welten zu durchbrechen. Seitdem ist es auch Buchgestalten möglich, in die reale Welt zu reisen, selbst den übelsten Bösewichten ..

    Meinung

    Showdown

    Das Buch der gelöschten Wörter geht seinem Ende zu. Schade. Ich könnte noch ewig weiterlesen und die Buchfiguren die ich kenne ihren Büchern zu zuordnen und die Unbekannten suchen und die Bücher auf meine Lese-liste setzen.

    Die Märchenfiguren oder die Figuren aus der Artus Sage sind einfach. Aber wo gehört der Käfer namens Gregor hin? Da musste ich weit hinten in meinem Gedächtnis kramen, Richtung Schullektüre und wurde fündig. Es sind alles bekannte Bücher die erwähnt werden, vielleicht macht es deshalb so großen Spaß die Abenteuer der Helden mit zu erleben. So wie sie erschrieben wurden aber dann doch mit eigenen Willen und Handeln.

    Der dritte und letzte Band ist etwas romantischer als die vorherigen aber genauso spannend.

    Die Autorin wiederholt sich nicht und das scheint keine einfache Aufgabe gewesen zu sein.

    Ich werde jetzt dieses Buch beiseite legen und nach einiger Zeit alle drei Bände am Stück noch einmal lesen. Denn das war der einzige Wermutstropfen bei diesen Büchern, das Warten auf das Erscheinen des nächsten Buchs.

    Klappentext

    Ivy Wilde, die faulste Hexe von Oxford, befindet sich noch immer in den bürokratischen Fängen des Heiligen Ordens der Magischen Erleuchtung. Was tatsächlich nur noch so semi-schlimm ist, denn so kann Ivy ungehindert Zeit mit Raphael Winter, ihrem saphirblauäugigen Untergang, verbringen. Als er dann noch ihre Fähigkeiten benötigt, um für ihn am Set der Serie Verwünscht (Ivys absolute Lieblingsshow!) zu spionieren, ist Ivy sofort Feuer und Flamme. Denn wenn man etwas so sehr liebt, dann kann der Auftrag auch nicht schwer werden. Oder gefährlich. Oder etwa doch ...?

    Meinung

    Es geht weiter

    Eine neue Aufgabe mit viel Arbeit wartet auf Ivy Wilde. Dabei mag Ivy eigentlich am liebsten Ruhe und ein bisschen mehr Rafi Winter. Aber mit dieser Beziehung die noch keine ist tun sich beide sehr schwer. Er ist ehrgeizig bis zum Abwinken und sie ist faul wie zweizehiges Faultier. Aber Gegensätze ziehen sich bekanntlich an.

    Bei dieser neuen Aufgabe arbeitet Ivy mehr als je zuvor in ihrem ganzen Leben, die Situationen sind dermaßen von Magie geschwängert das man aus dem Lachen nicht mehr heraus kommt.

    Rafi läuft dagegen irgendwie immer hinterher. Eigentlich sollte er doch immer der Erste sein.

    Eine gelungene Fortsetzung des ersten Bands " Hexen gibt es doch"

    Vor allem wünsche ich mir demnächst wieder etwas von Ivy und Rafi zu lesen.

    Toms Eltern sterben auf schreckliche Weise, er verliert dadurch seine Sprache. Seine Tante wird sein Vormund.

    Wie würde ich reagieren wenn diese schreckliche Tat in meiner Familie passieren würde. Mit Sicherheit hätte ich genau so viele Schuldgefühle wie die Geschwister. Ich würde auch auf Biegen und Brechen mich um das Kind kümmern wollen. Aber genauso würde ich wahrscheinlich verzweifeln.

    Das ist es, was das Buch so faszinierend macht, als Leser ist man jede Sekunde mittendrin im Geschehen, man kann fast schon vorhersehen was als Nächstes geschieht. Denn alles ist so folgerichtig. Die Schuld, das Versagen, die Verzweiflung und letztendlich die Hoffnung.

    Rational weiß jeder, es hat keiner Schuld außer der Täter. Man weiß wenn die Frau sich nicht aus dieser Spirale lösen kann, ist es schwer zu helfen. Das traumatisierte Kind braucht viel Zeit um zu heilen und sehr starke Menschen um sich herum.

    Aber erstmal sind alle verletzt, alle müssen heilen, erst dann können sie zusammen als Familie dem Kind helfen.

    Genau das erzählt das Buch, wie die Geschwister die bisher mehr oder weniger nebeneinander gelebt haben, durch den schrecklichen Tod der Schwester und die Aufgabe dem verstummten Jungen die Sprache und eine Familie wieder zugeben, zueinander finden und sich selber eine neue Position im Leben erarbeiten .

    Jedes Familienmitglied kommt zu Wort, Alle erleben das Gleiche, haben die gleichen Gefühle nur sie gehen unterschiedlich damit um. Dieser Roman kann irgendwo so passiert sein, das macht ihn wertvoll, denn eine Phantasie die man sich vorstellen kann aber nicht als gegeben nehmen muss ist einfach großartig.