Beiträge von BuecherwurmNZ

    Spannender Histo-Krimi


    Nachdem mir der erste Band "Die Tinktur des Todes" so hervorragend gefallen hat, habe ich mich riesig auf Nummer zwei gefreut und wurde nicht enttäuscht. Die Bände können zwar unabhängig voneinander gelesen werden, davon würde ich persönlich aber abraten. Denn es fehlt Vorwissen zu den Figuren, das höchstens kurz erwähnt, aber nicht noch einmal erläutert wird.


    In "Das Gift der Lüge" tauchte ich wieder in Wills und Sarahs Leben und Edinburgh um 1850 ein. Das Autorenduo schildert die Handlung sehr lebensecht, anschaulich und poetisch. Der Schreibstil allein ist bereits ein Genuss. Dazu kommt eine spannende Geschichte um das Privatleben der beiden Protagonisten und ihren Nachforschungen nach der Wahrheit bezüglich der auffällig vielen Todesfälle. Der gelungene Spannungsaufbau hat nach einem starken Anstieg seinen Höhepunkt am Ende. Ergänzt wird Wills und Sarahs Suche nach der Wahrheit durch kurze Kapitel aus Sicht der Täterin. Diese sind außerordentlich spannend, aber auch erschütternd und erklärend. Man erfährt hier viel von ihrer Vergangenheit, ihre Beweggründe, wer sie ist und wie sie so geworden ist. Es ist tolle Ergänzung zu Wills und Sarahs Sichtweise. Die beiden haben zwischen den beiden Büchern einiges erlebt und auch jetzt haben sie wieder ein aufregendes und nicht immer sorgenfreies, unbeschwertes Leben. Mir gefällt, wie die beiden sich weiter entwickeln.


    Fazit:


    Voller Überraschungen und Liebe zu den beiden Hauptfiguren erzählt das Autorenduo eine spannende Suche nach der Wahrheit über eine Person, die an eine real existierende angelehnt ist, und zugleich viel über das Leben vor 170 Jahren. Dieses Buch ist wieder ein Jahreshighlight. Ich freue mich sehr darauf, mehr von Will Raven und Sarah Fisher zu lesen.

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    Anfänge der Kriminalistik im historischen Bayern


    Kopfkino hatte ich ab dem ersten Satz. Was nicht nur an dem sehr lebendigen und anschaulichen Schreibstil, der gefüllt ist mit besonders tollen Vergleichen, liegt, sondern auch am Hörbuchsprecher. Auch wenn ich viel lieber lese als höre und nur ab und zu mal zu einem Hörbuch greife, hätte mir dieses Buch selbst gelesen wohl nicht so gut gefallen wie vorgelesen von Devid Striesow. Er nutzt verschiedene Stimmen für die Figuren, wodurch ich sie nicht nur problemlos auseinander halten konnte, sondern das Gefühl hatte, die entsprechende Person stünde wahrhaftig neben mir und spräche mit mir. Mit seiner guten Betonung und seiner Stimme verleiht er der Geschichte und den Figuren Leben und schafft ein hervorragendes Hörvergnügen.


    Mit Humor und vielen Situationen, in denen ich unwillkürlich Schmunzeln musste, erzählt Uta Seeburg die Geschichte vom Preußen Wilhelm Freiherr von Gryszinski, der aufgrund seiner Arbeit bei der Bayerischen Polizei gestrandet ist. Hier soll er mit modernen Methoden ermitteln und den Kollegen die Kriminalistik, die Spurensicherung am Tatort, näherbringen. Leider hat die Ermittlungsarbeit in der Mitte des Buches einige Längen, in denen es kaum voran geht. Hier habe ich mit doppelter Geschwindigkeit gehört, obwohl ich sonst das gemächlichere Tempo zum Eintauchen in die Geschichte bevorzugt habe. Auch finde es schade, dass die Richtung, aus der der Mörder kommt, schon sehr früh feststeht.


    Ein toller Pluspunkt sind die Auszüge aus dem 'Handbuch für Untersuchungsrichter, Polizeibeamte, Gendarmen' von Hans Gross. Er hat das Buch 1893 geschrieben und gilt deshalb als Begründer der Kriminalistik. Die Einbettung von wahren Geschehnissen und Persönlichkeiten, die tatsächlich gelebt haben, finde ich in historischen Romanen immer sehr spannend und ist der Autorin hier hervorragend gelungen.


    Fazit:


    Ein historischer Krimi mit gemütlichem Tempo mit Augenmerk auf die damalige Zeit und die Anfänge der Kriminalistik. Lebendig gelesen war das Hörbuch trotz ein paar Längen ein purer Hörgenuss für mich. Den nächsten Band möchte ich auch auf jeden Fall lesen oder hören.

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    Worum geht's?


    "Traue niemandem, nicht einmal dir selbst


    Schwer verletzt erwacht Klara Kallenbach im Krankenhaus. Sie und ihre Schwester wurden angeschossen, die Eltern ermordet. Jemand wollte die Kallenbachs auslöschen - aber warum? Klara ist an ihr Bett im Krankenzimmer gefesselt, während immer tiefere Abgründe ihrer vermeintlich intakten Familie zum Vorschein kommen. Wie gut kennt Klara ihre Verwandten und Angestellten wirklich? Wem kann sie überhaupt noch vertrauen? Der Mörder hat sein Werk noch nicht beendet, und Klara ahnt nicht, wie nah die Gefahr wirklich ist ...


    Beklemmend, nervenaufreibend und tiefgründig - dieser psychologische Thriller ist spannend bis zum Schluss."


    Quelle: Lesejury

    Zunächst spannende Tätersuche, dann aber enttäuschendes Ende


    Die Situation, als Klara im Krankenhaus aufwacht, niemanden von ihrer Familie oder ihren Freunde sehen darf, und alleine ist mit ihren Gedanken, bemüht, das Geschehene zu verarbeiten, ist sehr spannend. Ihre Überlegungen sind immer nachvollziehbar geschildert. Zunächst ist es sehr spannend, ich wusste überhaupt nicht, was Sache ist, und ich war gespannt, was als nächstes geschehen und aufgedeckt wird.


    Durch die Ich-Perspektive erfährt man als Leser, wie Klara die Personen in ihrem Umfeld einschätzt, kann sich aber nicht sicher sein, dass sie authentisch sind und nicht doch etwas zu verbergen haben. So wusste man nicht, wem man trauen kann, wer gut und wer böse ist. Zudem kommt nach dem Tod ihrer Eltern so einiges überraschendes ans Licht. Es gibt eine Menge Verdachtsmomente, sodass ich zuerst nicht wusste, aus welcher Richtung die Bedrohung kommt und ich ein paar Mal meinen Verdächtigen revidieren musste.


    Weiter hinten im Buch wurden mir einige Gedanken von Klara aber zu absurd und verrückt. Mir war klar, was die Lösung dieses gewissen Problems ist. Ab da ist dann leider auch die Spannung gesunken, weil meine Verdächtigen ausgemustert wurden und mir, bereits vor der Auflösung des Täters, klar war, wer hinter den Mord an Klaras Eltern steckt. Ich hätte mir gewünscht, dass es bis zum Schluss offener ist und dann eine Überraschung kommt. Denn es mag zwar vielleicht für manche Leser überraschend sein, wer die Morde beging, war es für mich aber nicht, denn als Thrillerleser hatte ich mit diesem Täter gerechnet.


    Die offenen Fragen sowie Motiv des Mörders werden am Ende schlüssig erklärt.


    Fazit:

    Insgesamt ein gut durchdachter und spannender Plot mit viel Verdächtigungspotzenzial, allerdings war der Täter für mich als Thrillerleser keine Überraschung. Daher empfehle ich den Psychothriller nur Einsteiger in das Genre.

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    Worum geht's?


    "Ein toter Junge weckt die Geister der Vergangenheit – Der erste Fall für Hanna Duncker

    Hanna Duncker ist zurück auf Öland. Hier in ihrer Heimat kennt man sie nur als die Tochter von Lars Duncker, dem Mann, der vor sechzehn Jahren einen grausamen Mord beging. Inzwischen ist Hanna diejenige, die Verbrecher jagt. Ihr erster Fall auf Öland: Ein toter Teenager, mitten in der Nacht erstochen an einem beliebten Ausflugsziel. Und niemand kennt seine Mutter besser als Hanna. Die Ermittlungen werden für Hanna zu einer Abrechnung mit ihrer eigenen Jugend, und Nachforschungen im Fall ihres Vaters reißen alte Wunden auf. Nicht alle sind froh darüber, dass die Tochter von Lars Duncker zurückgekehrt ist."


    Quelle: Amazon

    Spannender Schwedenkrimi mit Kleinstadtatmosphäre


    Auch wenn es sich bei dem Toten um einen Jugendlichen handelt und ich es in Büchern eigentlich nicht mag, wenn Kinder sterben, ist das Buch doch „angenehm“ und gut zu lesen. Es wird klar, was der Mord für seine Familie, allen voran seiner Mutter, bedeutet. Durch die Perspektive von Rebecca, der Mutter des toten Joel, kann man hautnah ihre Gefühle spüren, als Joel verschwunden ist, dann tot aufgefunden wird und sie auf Informationen der Polizei warten muss, um zu erfahren, wieso und durch wen ihr Sohn getötet wurde.


    Der Autorin ist es aber nicht nur wichtig, über die Angehörigen der Opfer, sondern auch der Täter zu erzählen. Hannas Vater brachte vor vielen Jahren einen Menschen um, wodurch ihr von den Bewohnern der Insel Öland heute noch teilweise Abneigung und Misstrauen entgegenschlägt. Auch in ihrer Sichtweise werden Gefühle, Gedanken und Probleme, mit denen sie kämpft, beleuchtet. Ihr Verhalten habe ich nicht immer verstehen können, was mich aber nicht gestört hat. Denn es wird deutlich, dass sie nach all den Jahren immer noch unter der Tat ihres Vaters leidet und die von der Autorin verliehen Ecken und Katen machen ihre Figur interessant und lebensecht. Durch Hannas Nachforschungen zum verübten Mord ihres Vaters ist eine gute Grundlage für die nächsten Bände der Reihe geschaffen und lassen mich auf das Erscheinen hin fiebern.


    Neben diesen beiden Perspektiven kann man als Leser Joels letzten Tag miterleben. Durch diese vergangenen Einschübe in der Gegenwart, die an genau der richtigen Stelle in der Handlung gesetzt sind, entsteht eine sehr hohe Spannung, die sich durchgehend halten kann. Zudem gibt es Wendungen im Buch, mit denen man als Leser nicht wirklich rechnen kann. Durch die Spannung und die kurzen Kapitel kam ich schnell im Buch voran und habe immer sehr gerne dazu gegriffen. Immer, wenn ich es weglegen musste, freute ich mich schon auf später, wenn ich endlich wieder Zeit hatte, in die Geschichte einzutauchen.


    Fazit:


    Mit „Nachttod“ liefert uns die Autorin eine unvorhersehbare Geschichte mit tragischen Ereignissen und vielen Geheimnissen. Für eine hohe Spannung sorgen die Perspektivwechsel. Ich werde die Reihe auf jeden Fall weiterlesen und die Autorin im Blick behalten.

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    Worum geht's?


    "Zwei Frauen. Ein Killer. Zu viele Geheimnisse.


    Eine nächtliche Fahrt durch die Wüste von New Mexico. Zwei Frauen in einem Auto, die sich nie zuvor begegnet sind. Beide haben Geheimnisse, die sie um jeden Preis bewahren wollen. Doch jetzt haben sie ein gemeinsames Ziel. Und einen gemeinsamen Verfolger. Denn jemand beobachtet sie. Jemand will sie töten. Aber welche der beiden hat der mysteriöse Unbekannte im Visier? Für die Frauen ist nur eines sicher: Wenn sie überleben wollen, müssen sie einander vertrauen."


    Quelle: Amazon

    Kurzweiliger Thriller mit Tiefe


    In diesem Thriller geht es um Cait und Rebecca, die beide Probleme in ihrem Leben haben und die Bedrohung des unbekannten Verfolgers auf der Fahrt in der Nacht beiden gelten könnten. Zunächst weiß man noch gar nichts über die beiden, auch dauert es ein wenig, bis das andere Auto auf der nächtlichen Fahrt im Rückspiegel auftaucht. Aber dann ist die Fahrt durch die Wüste immer spannend, immer aufregend, immer eine unterschwellige oder offensichtliche Bedrohung da. Unterbrochen wird diese Spannung durch die Rückblicke in Caits und Rebeccas Leben. Dadurch lernt man sie und ihre Geheimnisse kennen und bekommt eine Vorstellung von der Bedrohung. Denn wenn diese Vergangenheitsperspektive die nächtliche unterbricht und in diesem Moment etwas die Spannung nimmt, wird die nächtliche einsame Fahrt durch die abgelegene Wüste dadurch nur umso spannender. Gegen Ende kristallisiert sich heraus, was und wer hinter allem steckt und einige Überraschungen treten auf. Auf äußerst spannende und nachvollziehbare Weise thematisiert der Thriller Themen wie Anonymität im Internet, Freundschaft, Persönlichkeitsrechte und Selbstbestimmung.


    Fazit:


    Ein äußerst spannender Thriller, in dem mehr steckt als nur eine bedrohliche Fahrt durch die einsame nächtliche Wüste. Auf unterhaltsame Art wird das Recht auf Selbstbestimmung thematisiert. Je tiefer ich in das Leben der beiden Protagonistinnen einstieg, desto weniger konnte ich das Buch aus der Hand legen.

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    Worum geht's?


    "Die Geschichte der Frau, die die Brooklyn Bridge erbaut hat

    Während Emilys Weggefährtinnen für das Frauenwahlrecht auf die Straßen gehen, muss sie einen guten Eindruck bei der gehobenen New Yorker Gesellschaft machen. Denn ihr Ehemann Walsh verfolgt eine spektakuläre Vision: Er will die längste Hängebrücke der Welt über den East River bauen. Aber bereits im zweiten Jahr der Arbeiten an der Brücke erkrankt Walsh schwer. Fast erblindet und auf einen Rollstuhl angewiesen, macht er Emily zu seinem Statthalter auf der Baustelle. Und was als kaum zu bewältigende Bürde begann, erfüllt die tatkräftige junge Frau schon bald ganz und gar. Doch die Widerstände gegen eine Frau an der Spitze des Großprojekts häufen sich, und Walsh zieht sich immer stärker zurück. Emily muss entscheiden, was sie will – und was sie bereit ist, dafür zu opfern …"


    Quelle: Amazon

    Enttäuschend


    Mich hat das Buch angesprochen, weil ich mir erhofft habe, zu erfahren, wie Ende des neunzehnten Jahrhunderts eine so gewaltige Brücke gebaut wurde, außerdem war ich neugierig auf Emily, die für das Frauenwahlrecht kämpfen soll und dann in eine Männerdomäne eindringt und sich behaupten muss. Meine Erwartungen wurden aber leider nicht erfüllt.


    Durch das ganze Buch hinweg tauchen immer wieder Zeitsprünge auf, vor allem zu Beginn. Dadurch wirken die einzelnen Zeitabschnitte abgehackt, wie vereinzelte Eisschollen, bei denen man von einer zur anderen springen muss, dazwischen sich aber sehr viel Wasser befindet, sodass man es kaum schafft. Denn war ich in einer Situation angekommen, war ich sofort wieder draußen, fand mich zu einer anderen Zeit an einem anderen Ort wieder und musste mich erst neu orientieren. Dann gibt es aber wiederum Stellen, an denen der Zeitsprung nicht gekennzeichnet ist oder ich als Leser das Gefühl hatte, etwas Wichtiges verpasst zu haben.


    Der Schreibstil hat auch nicht gerade dazu beigetragen, zum Buch zu greifen. Neben den Zeitsprüngen ist dieser das, was an dem Buch am wenigsten gelungen ist, denn er ist sehr gewöhnungsbedürftig. Einerseits gibt es tolle Vergleiche, die Situationen werden anschaulich geschildert, sodass man sich die Natur und Umgebung gut vorstellen kann. Anderseits gibt es aber viel zu viele Situationen, die so beschrieben sind, dass einiges unklar bleibt und die Erklärungen nicht zu verstehen sind. Ich war oft verwirrt. Manchmal habe ich mich gefragt, ob der teils merkwürdige Schreibstil an der Übersetzung liegen kann. Die Beschreibungen sind vor allem bei dem Bau der Brücke schwer vorstellbar. Es gibt zwar Erklärungen, aber teils wenig und voller Kleinigkeiten, dass ich mir den Bau nicht bildlich vorstellen konnte und mir jetzt noch Fragezeichen im Kopf umherschwirren, wie manche Dinge vonstatten gingen. Nach Zeitsprüngen war mir auch nicht immer klar, wie weit denn der Bau der Brücke bereits vorangegangen ist. Zudem kommen Wörter auf, die ich nicht kenne, nicht erklärt werden und ich mir auch nichts darunter vorstellen konnte, wie Bootmannstuhl oder Förderhaspel.


    Die beiden Protagonisten Emily und Wash haben zwar neben dem Brückenbau einen Nebenschauplatz bekommen, bleiben allerdings dem Leser gegenüber unnahbar und distanziert.


    Fazit:


    Irgendwann habe ich nur noch weitergelesen, weil ich wissen wollte, wie der Bau der Brücke vorangeht (auch wenn diesbezüglich nicht alles verständlich ist) und wie es Emily und Wash ergehen wird, da ich sie trotz der Unnahbarkeit und des schwierigen Schreibstils liebgewonnen hatte. Empfehlen kann ich das Buch aber leider nicht.


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    Gelungener Auftakt einer neuen Reihe


    Das Buch hat mich komplett in seinen Bann gezogen. Spannend von Anfang an, bin ich aufgrund des tollen und sehr anschaulichen Schreibstils in die Wiener Welt im Jahre 1893 eingetaucht. Der Wiener Dialekt der Figuren hat dazu beigetragen und die Geschichte noch authentischer wirken lassen.


    Der Kriminalfall ist gut konstruiert und spannend aufgebaut. Es gibt einige Aspekte, die ein Fragezeichen bei mir hinterließen, ich spekuliert habe und begierig war zu wissen, wie das zusammenhängt und wer hinter den grausamen Morden steckt. Ich hatte mal kurz einen kleinen Verdacht, den ich aber sofort wieder verworfen habe, mit dem ich aber richtig lag. Trotzdem sind die Ermittlungen in den Mordfällen nicht vorhersehbar. Spannend zu lesen sind auch die Anfänge der Kriminalistik, des Erstellen eines Täterprofils und die Wissenschaft des Spurenlesens am Tatort.


    Die Charaktere sind hervorragend ausgearbeitet, authentisch und größtenteils sympathisch. Der junge Inspektor Leopold von Herzfeld hat es bei der Wiener Polizei nicht gerade leicht, auch, weil er die Spuren am Tatort analysiert, was damals noch keine gängige Praxis war und er von seinen Kollegen kritisch beäugt oder belächelt wird. Hilfe bekommt er bei dem Totengräber Augustin Rothmayer, der ein wenig schrullig ist, aber sein Herz am rechten Fleck hat und vor allem einen tollen Humor. Ein nettes bzw. unappetitliches Extra sind die Auszüge aus seinem Almanach für Totengräber, an dem er schreibt und sein Wissen seiner Beobachtungen in seinem Beruf festhält.


    Fazit:


    Ich kann es nicht ganz genau beschreiben, aber das Buch hat das gewisse Etwas, das es für mich zu einem Highlight macht. Vielleicht ist es die Verbindung von spannendem Kriminalfall und den Anfängen der Kriminalistik, mit dem Charme von Wien, seinem Dialekt, den sympathischem Inspektor Leopold und dem schrulligen, aber sehr humorvollem Totengräber Augustin. Eine Empfehlung für alle Leser von Krimis oder historischen Romanen.

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    Psychothriller vom Feinsten


    Das Buch ist aus zwei Perspektiven geschrieben. Zum einen aus der von Erin, die andere aus Sicht von Lester Sharp. Letztere überwiegt und ist für mich sie spannendere, aber auch schockierendere Perspektive. Man erfährt ungefiltert seine Gedanken und was er bezüglich Erin anstellt. Zudem tauchen die Worte seiner früheren Psychotherapeutin in seinen Gedanken auf, was bei mir immer die Alarmglocken schrillen ließ. Einige Kapitel erzählen die Geschichte von Lester und seiner früheren Freundin, welche für sie nicht gut ausging, und den Leser noch tiefer in Lesters Psyche eindringen lässt.


    Die Geschichte ist überaus spannend, oft musste ich den Kopfschütteln, mir ist es eiskalt den Rücken runter gelaufen, bei dem, was Lester tat und wie tief er in die Privatsphäre von Erin eingedrungen ist. Ich wollte sie ständig warnen. Die hohe Spannung und die kurzen Kapitel ließen mich schnell durch das Buch kommen. Ich wusste nie, was als nächstes passieren wird, da die Autorin einige Überraschungen parat hält. Bis zum Schluss habe ich mit Erin mitgefiebert.


    Fazit:


    Ein Psychothriller vom Feinsten mit einer tiefgehenden und schockierenden Story sowie viel Spannung, einigen Überraschungen und vielen Gänsehautmomenten.

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    Gelungener Blick in menschliche Abgründe


    Das Buch beginnt geheimnisvoll und unterschwellig bedrohlich. Es gibt einige Überraschungen mit Wow-Effekt, wo ich sofort weiterlesen musste. Die Spannung ist im ersten Teil konstant da, aber dann flacht sie immer wieder ab, steigt zwischendurch nur mal kurz an. Einige Fragen, die neu auftauchen, werden sofort beantwortet. Hohe Spannung hält sich so nie lange. Man weiß als Leser, dass da mehr dahinter steckt, dass das nicht die (ganze) Wahrheit sein kann. Ich hatte tausend Fragezeichen im Kopf.


    Teilweise ist die Geschichte abstoßend und sehr bedrückend und blickt in die Tiefe der menschlichen Psyche. Die Erläuterungen der Psychaterin finde ich sehr interessant. Aber irgendwie habe ich es mir nach dem Hype spannungsgeladener vorgestellt. Das "Mehr" kommt erst gegen Ende, im Mittelteil geht die Handlung langsamer und spannungsärmer voran, steigert sich aber enorm und kontinuierlich im letzten Drittel.


    Auch wenn ich das Ende vorhergesehen habe, ist die in einem lebendigen Schreibstil erzählte Geschichte ein beeindruckendes Konstrukt, das von vielen Details getragen wird und in der die Einzelteile alle miteinander verbunden sind.


    Fazit:


    Nachdem Hype bin ich mit hohen Erwartungen an dieses Buch gegangen. Nicht immer konnte ich die überschwänglichen Meinungen verstehen, denn im Mittelteil ist die Spannung dürftig. Trotzdem wusste ich immer, dass da noch was kommt, dass das noch nicht die ganze Wahrheit ist. Nachdem ich das Buch beendet habe, muss ich sagen, dass der Hype berechtigt ist, da der Plot wunderbar aufgebaut und vollstens durchdacht ist und sich erst am Ende das gesamte Bild erschließt.


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    Inhalt:


    "Wenige Tage nachdem Sandrine zu der Insel aufgebrochen ist, auf der ihre verstorbene Großmutter gelebt hat, findet man sie verstört und mit fremdem Blut an ihren Kleidern am Strand. Sie wird ins Krankenhaus eingeliefert. Was sie erzählt, ist wirr. Kommissar Damien kann sich keinen Reim darauf machen. Von welchem Kinderheim spricht Sandrine? Was hat es mit dem Bootsunglück auf sich, bei dem alle Kinder ums Leben gekommen seien sollen? Und weshalb stammelt sie immer wieder voller Schrecken diesen einen Namen: der Erlkönig? Damien folgt den Puzzleteilen von Sandrines Geschichte – und blickt schon bald in einen Abgrund, der dunkler ist als jede Nacht…"


    Quelle: Amazon

    Gelungener Abschluss einer wunderbaren Reihe


    Ich bin richtig traurig, dass ich das Buch beendet habe und ich Luise, Margot und Edith nun nicht mehr belgeiten kann. So lange konnte man ihr Leben verfolgen, beginnend als junge Frauen, die ihre Ausbildung als Hebammen begonnen haben, bis jetzt als erfahrene Erwachsene, die ihr Wissen an junge Hebammenschülerinnen weitergeben. So viel haben die drei zusammen erlebt, zwei Weltkriege und harte Zeiten überstanden. Es ist zwar „nur eine Buchreihe“, aber ich kann es noch nicht glauben, dass es vorbei ist. Das Ende der Reihe stimmt mich traurig. Ich habe so gerne über die drei gelesen und erfahren, wie es ihnen weiterhin ergangen ist. Die Hebammen-Saga ist großartig und steigert sich von Buch zu Buch. Auch dieser letzte Band ist Linda Winterberg wieder hervorragend gelungen.


    Trotz des Neuanfangs nach dem Zweiten Weltkrieg schwelgte ich oft in Erinnerung. Auch die drei Protagonistinnen der Reihe denken oft an die Vergangenheit, an das was sie erlebt haben, ihnen widerfahren ist und liebgewonnene Menschen, die sie verloren haben. So wird wunderbar auf die vorangegangen Bände Bezug genommen. Die Erinnerungen ziehen Parallelen zum ersten Band, was ganz passend ist, da neben den drei bekannten Hebammen die Schülerinnen Jule, Helga und Marion, die ihre Ausbildung beginnen, im Fokus stehen. Sie sind tolle, verschiedenartige Charaktere, mit Selbstzweifeln und einer starken Entschlossenheit, haben auch Tiefe und eine Vergangenheit. Von den drei jungen Hebammen würde ich gerne mehr lesen.


    Das Buch ist so spannend und atmosphärisch geschrieben, dass ich die ganze Welt um mich herum vergaß und völlig in die Geschichte abtauchen konnte. Ich habe um mich herum nichts mehr mitbekommen. Die Schicksale der Frauen und der Babies, die die Hebammen während der Geburt betreuen, sind emotional berührend. Die Autorin schafft es gekonnt, dass auch Nebenfiguren dem Leser nahe sind und sie nicht blass bleiben. Durch die Patientinnen in der Klinik trifft man auf unterschiedlichste Frauen und unterschiedlichste Leben. Auf diese Weise bekommt man ein gutes und ziemlich umfassendes Bild der damaligen Zeit, der Gesellschaft, der verbreiteten Normen, Werte und Moralvorstellungen der 1950er Jahre. Die geschilderten Geburten sind facettenreich und auch im vierten Teil wird es nicht langweilig.


    Fazit:


    Ich bin traurig, dass diese großartige Reihe nun zu Ende ist. Ich habe die drei Hebammen Luise, Margot und Edith sehr ins Herz geschlossen. Auch der vierte Teil ist Linda Winterberg gut gelungen. Mit den liebgewonnen Charakteren, abwechslungsreichen Geburten und ein wenig Wehmut rundet „Ein neuer Anfang“ die Hebammen-Saga zufriedenstellend ab.

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    Ich liebe es!

    Ich mag es sehr, wenn ich in das Leben der damaligen Zeit abtauchen kann, sie lebendig wird. Und das Autorenpaar schafft das hier in perfekter Weise. Dazu tragen auch die verschiedenen Perspektiven der Protagonisten bei. Zum einen hat man hier natürlich die Polizeiärztin Magda, die Medizin studiert hat und einem Beruf nachgeht. Auf der anderen Seite Celia, die die hübsche "kleine Frau" für ihren Mann ist, aber gerne Medizin studieren möchte. Sie will mehr sein als ein Zierwerk für ihren Mann, will mehr als nur den Haushalt zu führen und sich in Zukunft vielleicht mal um ihre Kinder zu kümmern.


    Die Charaktere sind in diesem tollen historischen Roman großartig. Sie sind nicht perfekt, sondern verletzlich, nicht unfehlbar, sondern nahbar, authentisch und lebensecht. Mich hätte nicht überrascht, hätte ich Magda auf der Straße gesehen. Okay, vielleicht doch ein wenig. Aber nur, weil sie sich dann in der falschen Zeit befinden würde.


    Neben den Schicksalen der beiden Protagonisten wird zudem ein Bild der Gesellschaft, der Reichen und Armen geschaffen. Durch Magdas Arbeit lernt man vor allem das Leben letzterer kennen, in dem Kinder die Leidtragenden sind. Trotz der Besserung der Lebensumstände und der Lebensmittelversorgung nach dem Krieg, gibt es noch Leid, Armut, Hunger und Gewalt. Die traurigen Schicksale der Kinder werden eindrücklich und einfühlsam beleuchtet.


    Die tolle Geschichte erzählt mit einem wortgewaltigen Schreibstil den Aufbruch der Frauen, für sich selbst zu sorgen, eigenständig und unabhängig zu sein, einen Beruf auszuüben, ihre Träume zu leben; aber auch von den Schattenseiten, dem Hunger, der Armut, der Gewalt. Hier trifft Licht auf Schatten, reich auf arm. Abhängigkeit wird zu Freiheit.


    Fazit:


    Ich liebe dieses Buch! Ich konnte völlig in die Geschichte abtauchen, in die andere Zeit und das Leben von Magda und Celia eintauchen und habe gebannt die Handlung verfolgt. Ich bin gerade richtig traurig, dass ich das Buch ausgelesen habe. Und jetzt heißt es ein halbes Jahr auf den neuen Band warten. Schwierig nach dem Cliffhanger.

    Teils hat mich die Geschichte an die Hebammen-Saga von Linda Winterberg oder Fräulein Gold von Anne Stern erinnert. Also wer diese mochte, wird mit diesem Buch auch schöne Lesestunden haben.

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    Hin- und hergerissen


    Ich weiß nicht so ganz, wie ich das Buch finden soll. Es gibt viele tolle Szenen und Aspekte, die mir gefallen haben und gleichzeitig war es doch ganz anders als ich erwartet habe. Dies war mein erstes Buch der Reihe (Band 15) und des Autors, was aber nicht schlimm war, da viel über die Protagonisten Ann Kathrin Klaasen und Weller erklärt wird. Mit einem ausführlichen und eindringlichen Schreibstil beschreibt Klaus-Peter Wolf die Gedanken und Empfindungen der Figuren. Allerdings nehmen diese Beschreibungen auch viel Raum ein, wodurch es nur sehr langsam in der Geschichte voran geht. Klassische Polizeiarbeit, wie ich es von anderen Krimis oder Fernsehserien kenne, habe ich hier nicht gefunden. Rückblickend frage ich mich, was sie für die Ergreifung des Serienkillers getan haben (außer einer Handlung, der ich aber zwiespältig gegenüberstehe). Ich hatte ein wenig das Gefühl, sie lassen andere für sich arbeiten.


    Nicht nur die Ermittler spielen hier eine zentrale Rolle, sondern auch der Serienkiller selbst, den der Leser bei seinen Taten begleiten und "in seinen Kopf schauen" kann. Einerseits war das mal was anderes, zugleich abstoßendes, andererseits hat dies aber auch die Spannung rausgenommen, weil ich schon so viel über den Täter wusste, wenn auch nicht, wie er heißt oder andere Aspekte, die zur Ergreifung dienlich gewesen wären. Dass nur am Rande vorkommende Nebenfiguren noch Tiefe bekommen und ich lesen konnte, was sich ein Opfer vom Leben wünscht, wie ihr letzter Freund war, ist für mich zu viel und unnötig, wenn das keine Rolle spielt und sie nur zwei Seiten später umgebracht wird. Deshalb habe ich begonnen, lange Beschreibungen absatzweise zu überspringen.


    Spannend finde ich immer Bücher mit verschiedenen Perspektiven. Hier waren es mir allerdings zu viele. Nicht alle werden bis zum Ende fortgeführt, aber teilweise sind es sieben zur gleichen Zeit gewesen, was nicht für mehr, sondern weniger Überblick gesorgt hat. Vor allem zu Beginn konnte ich nicht alle Sichtweisen einordnen.


    Trotzdem sind die Morde, die Motive des Täters und die Figuren gut ausgearbeitet. Ein Serienkiller, der um die Gunst und Anerkennung eines anderen Serienkillers kämpft, ein zweiter Serienmörder, der von vielen aus der Bevölkerung gemocht und unterstützt wird, die kleinen Details wie Cafés und andere Orte auf Langeoog, die die Geschichte lebendig werden lassen, haben mir gut gefallen.


    Fazit:

    Grundlegend eine gute Story, die Umsetzung hätte ich mir aber anders gewünscht, mit mehr Tempo, weniger langen Beschreibungen und weniger Perspektiven. Der Krimi hat nicht ganz meinen Geschmack getroffen. Wer einen ruhigen und sich langsam entwickelnden Krimi mit Lokalkolorit mag, dem kann ich dieses Buch empfehlen.

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    Inhalt


    "Melanie Raabe über Lady Gaga und die Kraft des Sich-selbst-Erfindens.

    Die Bestsellerautorin Melanie Raabe nimmt sich einen der größten lebenden Popstars zum Vorbild, um endlich das Leben zu leben, von dem sie so lange geträumt hat. Ein inspirierendes Buch über das Phänomen Lady Gaga, aber eben auch über das Phänomen Melanie Raabe. Lady Gaga kommt für Melanie Raabe genau zur richtigen Zeit. Eigentlich ein Indiemädchen, lässt sie sich auf den »überdrehten Plastikpop« ein und merkt: Die traut sich was. Melanie Raabe beschließt, das ewige Suchen und Finden im Leben hinter sich zu lassen und sich stattdessen – wie Lady Gaga – zu erfinden. Sie arbeitet als Journalistin in Köln, doch eigentlich will sie schon immer Schriftstellerin werden. Also los. Lady Gagas Musik hilft ihr dabei, die zu werden, die sie heute ist: eine erfolgreiche Künstlerin. Melanie Raabes Text über Lady Gaga ist ein Aufruf an jede*n, allen Mut zusammenzukratzen, um das zu werden, was man schon immer sein wollte. No more P-P-P-Poker Face!"


    Quelle: Amazon

    Über das Schreiben, die Musik und ein Vorbild


    Ein dünnes Büchlein von Melanie Raabe über Lady Gaga und sich selbst. Wer eine Biografie oder ausführliches Wissen über Lady Gaga lesen will, ist hier falsch. Stattdessen geht es um Lady Gagas Bild und Wirkung nach außen; im speziellen, welchen Wert sie für einen Fan wie Melanie Raabe hatte bzw. immer noch hat. Im gewohnt leicht zu lesenden und besonderen Schreibstil erzählt Raabe, wie die Musikerin ihr half, mit dem Schreiben nicht aufzugeben und aus sich heraus zu kommen, und lässt mich als Leser in die Glitzerwelt und die Welt des Alltagslebens einer Autorin eintauchen.


    Obwohl ich kein Fan von Lady Gaga bin, ihre Musik nur höre, wenn sie im Kaufhaus läuft und ich mich für sie nicht näher interessiere, hat mir dieses Buch gefallen, denn wie ich hier erfahren habe, ist Gaga nicht nur die schillernde Frau mit extravaganten Outfits, es steckt mehr dahinter. Interessanter waren für mich aber Melanie Raabes Beschreibungen über sich selbst, ihre Anfänge des Romanschreibens und dem Dranbleiben, auch wenn sie nicht gleich beim ersten Manuskript einen Verlag gefunden hat, mit Hilfe ihres Idols. Eine Geschichte darüber, mutig zu sein, an sich zu glauben und nicht aufzugeben.


    Fazit:


    Ein schönes Buch über Melanie Raabe im Glitzerkleid, der Schriftstellerin am Schreibtisch und was Lady Gaga ihr bedeutet.


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    Aktuelles Thema verpackt in einen Pageturner


    Seit zwei Jahren versucht das FBI, Green Man zu fassen. Er verübt Anschläge auf für die Umwelt schädliche Machenschaften. Man kann die Ermittlungen des FBI verfolgen, wie es ein Profil vom Täter erstellt, Informationen gewinnt und diese anschließend analysiert. Hochspannend und nah dran an der Story, wird deutlich, dass es nicht so einfach ist, jemanden zu erwischen, der sehr vorsichtig, präzise und gründliche vorgeht. Tom Smith scheint zu ahnen, wie Green Man denkt, wie er lebt, wie er vorgeht. Der junge, erst mit dem Studium fertig gewordene Datenanalyst, der aufgrund der guten Beziehungen seines Vaters zur Spezialeinheit kommt, scheint schlauer zu sein, als eine mehrere hundert starke Spezialeinheit des FBI. Das hat mich beim Lesen ab und zu gestört, ist aber der einzige Kritikpunkt an dem Thriller. Trotz dessen war mir Tom nicht unsympathisch, da er als tiefgehender Charakter dargestellt wird, der eine schwierige Beziehung zu seinem Vater hat.


    Parallel dazu verfolgt man Green Man, wie er seine Anschläge plant und durchführt. Und wie er vom schlechten Gewissen und Schlafstörungen geplagt wird, weil er unschuldige Menschen tötet. Sein Ziel ist, die Erde zu retten, indem er den Menschen den Ernst der Lage verdeutlicht und sie zum Handeln bewegen will.


    Durch die häufigen Perspektivwechsel ergibt sich ein äußerst spannender Pageturner, den ich nicht mehr weglegen konnte. Innerhalb kürzester Zeit hatte ich ihn durch und habe mich immer wieder gefragt, wie weit ich für meine Ziele gehen würde. Immer wieder tauchte in der Geschichte die Frage auf, ob es moralisch vertretbar ist, dass Green Man unschuldige und unbeteiligte Menschen, sogar Kinder, tötet, um die Menschheit aufzuwecken und für ein nachhaltiges Leben zu mobilisieren, um den Klimawandel aufzuhalten.


    Fazit:


    Ein Pageturner mit aktuellem Thema, der einerseits unterhält und andererseits für den Umweltschutz aufruft. Durch die Perspektivwechsel ist der Thriller hochspannend, dass ich ihn nicht mehr aus der Hand legen konnte. Ich kann eine uneingeschränkte Leseempfehlung aussprechen.


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