Beiträge von LilReader

    :study: Ganz viel Zucker-Wissen, ohne Überzuckerung! Perfekt gesüßter Stoff zum Lesen!

    Klappentext:

    Nie zuvor kamen unsere Kinder so früh und massiv mit industriell hergestellter, stark gezuckerter Nahrung in Kontakt, nie zuvor wurden Eltern so effektiv mit falschen Empfehlungen in die Irre geführt – obwohl bekannt ist, dass Zucker krank, dick und abhängig macht. Bei Müttern und Vätern ist das Interesse an zuckerfreier Ernährung deshalb besonders groß, um die Kinder gar nicht erst an das süße Gift zu gewöhnen. Die Zucker-Expertin und zweifache Mutter Marianne Falck deckt die Machenschaften der Ernährungsmittelindustrie auf, entlarvt Ernährungsmythen und zeigt anhand vieler praktischer Tipps für den Alltag, wie eine industriezuckerfreie Ernährung ganz leicht gelingen kann. Zuckerfrei glücklich und gesund – von Anfang an und ein Leben lang!


    Autorin:

    Als Journalistin und Filmemacherin beschäftigt sich Marianne Falck seit einigen Jahren intensiv mit dem Thema Zucker: Warum essen wir alle so viel Zucker, vor allem „versteckten“ Zucker? Wer verdient das große Geld damit? Warum scheint die Politik gegenüber der Zuckerlobby so machtlos? Ihre intensiven Recherchen hat sie in vielen Artikeln, Multimedia-Reportagen und TV-Dokumentationen bei ARD, BR, FAZ und SZ veröffentlicht, für die sie mehrfach ausgezeichnet worden ist.


    Illustratorin:

    Nadine Roßa lebt und arbeitet als Designerin und Illustratorin in Berlin. Nachdem sie während der New Economy als Screen-Designerin in Köln gearbeitet hat, hat sie in Berlin und Helsinki Kommunikationsdesign studiert. Seitdem ist sie als Visual Designerin mit einer Vorliebe für Illustration tätig und schreibt den Blog für „Design made in Germany“. Vor einigen Jahren begegnete sie auf einer Konferenz Sketchnotes und ist seitdem begeisterte Sketchnoterin. Sie gründete das Label »Sketchnote Love« und gibt Workshops. Sie liebt Doodlen, Stifte, Buchstaben und Schokolade.



    Bewertung:

    Schon vor der eigentlichen Leserunde, als ich das Buch in der Hand hielt, war völlig klar, wie detailliert die Autorin zu dem Thema recherchiert hat. Wahnsinn! Das hat mich sofort begeistert. Auch der tolle Buchgeruch, ich geb's zu ... :-D Das Cover passt wunderbar, obwohl ich ja nicht so der Fan davon bin, Kinderfotos öffentlich zu machen. Aber insgesamt ist das Cover frisch, modern und ansprechend gestaltet.


    Ich habe mich auf die Runde gefreut, da ich mich schon als Jugendliche viel in dem Thema durchgelesen und auch ein Berufsgrundschuljahr in Hauswirtschaft und Ernährung absolviert habe. Ich kenne mich also schon aus und hatte gehofft, einiges neues zu erfahren. Ich wurde nicht enttäuscht. Neben den Erinnerungen, die viele Berichte in mir hervorgebracht haben, habe ich auch viel neues erfahren - sei es von Studien oder allgemeinem Wissen.


    Die großen Themen sind wie folgt unterteilt:


    Vorwort

    Einleitung

    1. Warum es sich lohnt, Ihr Kind zuckerfrei zu ernähren

    2. Wie Konzerne unsere Kinder krank machen

    3. Fette Irrtümer: Tschüss Ernährungsmythen!

    4. Warenkunde: Zucker ist nicht gleich Zucker

    5. Überleben im Zuckerdschungel

    6. Rezepte - zuckerfrei von Anfang an

    Anhang


    Das Buch liest sich insgesamt wie ein Roman, überhaupt nicht trocken oder stockend. Der Schreibstil ist für ein Sachbuch sehr flüssig und die Kapitel allesamt zügig leicht zu lesen. Das finde ich sehr beeindruckend. Da die Autorin Journalistin ist, wundert es nicht weiter, wie detailliert sie zu diesem Thema recherchiert hat. Die Quellenangaben sind seitenlang.


    Die Aufmachung bringt beim Lesen Freude, da die Autorin tolle und passende Illustrationen zu einzelnen Themen gesetzt hat. Einige dienen als ausführliche Erläuterungen, was auch sehr hilfreich ist, da geschriebene Worte nicht immer verständlich vorstellbar sind. Die fiesen Zuckerwürfel vom Cover tauchen wie ein Maskottchen immer wieder auf. Zwischendrin gibt die Autorin auch Tipps, was man verbessern kann. Nicht alles ist in meinen Augen so einfach umsetzbar, wie sie das schreibt. Die Rezepte sind ebenfalls gut zu lesen und auch nichts, was ich nicht schon selber kenne und in meiner Sammlung habe. Normalerweise mag ich Rezepte ohne Rezeptfotos nicht, aber hier ist das völlig in Ordnung, da es ein Teil des Sachbuches ist.

    Zum Schluß möchte ich noch anmerken, dass das Buch nur 13 € kostet. Das hat mich sehr überrascht, kosten solche Bücher ab 18 € aufwärts, normalerweise. Somit ist es ein erschwingliches Sachbuch, das informiert und Lust auf mehr macht.



    Fazit:

    Der Inhalt ist eine Mischung aus sachlichem und praktischen Teil, die beide verständlich transportiert werden. Auf einzelne Themen möchte ich nichts schreiben, da die Rezension sonst viel zu lang wird. Wer sich aber neben dem Thema auch für die Unternehmensstruktur interessiert (da wir die ja durch Kauf der Produkte unterstützen), kann sich hier etwas umschauen:


    https://www.youtube.com/watch?v=2bsquGBaNkA

    https://www.sueddeutsche.de/kultur/coca-...litaet-1.892465

    www.spiegel.de/lebenundlernen/uni/boykot...e-a-393574.html

    https://www.codecheck.info/news/Die-groe...ik-steht-175207 ;

    https://www.woz.ch/-2515

    https://orange.handelsblatt.com/artikel/40262


    Bis auf minimale Dinge, kann ich nichts schlecht kritisieren, daher vergebe ich 4,5 Sterne!


    Das Buch schenke ich meiner Freundin, die eine einjährige Tochter hat und sich gewundert hat, wieso sich sich nicht für die Leserunde beworben hat. :-D Habe ihr schon zu Beginn vom Buch geschwärmt, jetzt bekommt sie es.



    ♥ Ich bedanke mich ♥lich beim Verlag, insbesondere bei der Autorin, für das bereitgestellte Buch und die begleitende Leserunde, wie auch für alle Antworten auf unsere Fragen! ♥

    :study: Enttäuschend oberflächlich, jedoch gut für Kinder gestaltet!

    Klappentext:
    Es gibt in dieser Krise eine Vielzahl an Menschen, denen wir dankbar sein können: Ärzte, Krankenpfleger, Lehrer, Lieferanten, Mitarbeiter im Supermarkt, ehrenamtliche Helfer und noch viele mehr. Jeden Tag setzen sie sich für uns ein, schützen unsere Gesundheit und sorgen dafür, dass unser Leben so normal wie möglich weitergeht.

    Autorin:
    Die Autorin Patricia Hegarty begann vor mehr Jahren, als sie sich erinnern kann, in einem Kinderverlag zu arbeiten und jetzt ist sie Redaktionsleiterin bei Caterpillar Books. Als Herausgeberin arbeitete sie an den verschiedensten Titeln, von Atlanten bis Tier Pop-Ups, von Handwerksbüchern bis zu verrückten Labyrinthen, Aufkleberbüchern und zu Tagebüchern.

    Illustrator:
    Michael Emmerson


    Bewertung:
    Das Cover und der Titel sind für die Meisten gerade hochaktuell vom Thema. Für mich ist es immer aktuell und viele Berufe werden gar nicht hoch gelobt, die es verdient hätten. Das Cover hat mich sofort angezogen.

    Sehr viel lässt sich über die 32 Seiten nicht schreiben ... die Bilder sind wirklich schön gezeichnet. Zu den Bildern stehen Dankessätze zu den jeweiligen Berufsgruppen. Leider enttäuscht mich das Büchlein, weil es wieder mal nur die gängigen "Helferberufe" gelobt werden. Welche Berufe systemrelevant sind, halte ich für eine dämliche Frage, wird hier aber unterschwellig aufgeführt. Denn alle Berufe sind irgendwie systemrelevant. Ich hatte gehofft, hier wird mal tiefer gegriffen, aber es ist genauso oberflächlich wie das Übliche.


    Fazit:
    An sich eine tolle Botschaft, die sich aber nicht an alle lobenswerten Berufe richtet. Reinigungskräfte, Friseure und andere wichtige Pfeiler der Gesellschaft kommen gar nicht zum Zug. Für Kinder toll und verständlich gestaltet. In Berücksichtigung aller Kriterien kann ich durchschnittliche 3 Sterne vergeben. Ich bleibe jedoch enttäuscht zurück.



    Mein Dank geht an das Netgalley-Team und dem arsEdition Verlag und zusätzlich die Bitte um ein ausführlicheres Buch für die Berufsgruppen, die nicht so hoch geachtet werden.

    :study: Sei mutig und hab' keine Angst ...


    Klappentext:

    Egal, ob du zu schüchtern bist, um auf andere zuzugehen, ob du deine Ziele endlich erreichen willst oder einfach dein Selbstvertrauen stärken möchtest: Das erste Eintragbuch von Melina und Timon Royer, den Autoren des Online-Magazins Vanilla Mind, steht dir bei den kleinen und großen Herausforderungen an jedem Tag zur Seite. Mit inspirierenden Impulstexten, konkreten Tipps und viel Platz für eigene Notizen und Gedanken macht es dir deine Stärken bewusst und lässt dich über dich hinauswachsen.



    Autoren:

    Melina Royer arbeitete als Kommunikationsdesignerin, bevor sie das Online-Magazin Vanilla Mind gründete. Seit 2014 macht sie dort schüchternen und zurückhaltenden Menschen Mut, selbstbewusster über sich und ihre Arbeit zu sprechen. Ihr erstes Buch „Verstecken gilt nicht“ erschien 2017.


    Timon Royer ist Unternehmer, Speaker und Marketing-Stratege und berät internationale Industriekonzerne. Privat wie beruflich ist er die „bessere Hälfte“ von Melina Royer und moderiert mit ihr gemeinsam den erfolgreichen Podcast „Still & Stark“. Wie Melina ist er ein zurückhaltender Mensch, der mutig für seine Werte und Überzeugungen einsteht.


    Illustratorin:

    Anna Wassmer ist eine ehemalige Modedesignerin, die 2015 zwar Textilien gegen Pixel und Vektoren getauscht hat, dabei aber ihre Liebe zu Farben, Texturen und minimalistischen Formen beibehalten hat. Derzeit lebt und arbeitet sie als freiberufliche Grafikdesignerin & Illustratorin in Berlin. Sie fertigt maßgeschneiderte Designlösungen für andere Selbstständige und Kreative, aber auch Verlage und größere Unternehmen an.



    Bewertung:

    Das Cover ist schlicht und modern zugleich. Mir gefällt es sehr, es muss nicht immer eine Farbexplosion sein. Vor allem sieht es sehr kreativ aus, was zum Inhalt mehr als passt.


    Neben dem Vorwort der Autoren kommen viele Wege, Mutig zu sein, inhaltlich vor. Die Definition von Mut steht am Anfang der Mut-Reise. Das Buch bietet Platz für die Beantwortung der gestellten Fragen und für eigene Gedanken zum Thema. Ob zum Einkreisen oder einfach Drauflosschreiben - beide Arten sind dabei. Die gestellten Fragen treiben die eigene Reflektion an und bringen einen zum Nachdenken über die eigenen Handlungen und Gedanken. Mit SOS-Übungen, die ich zum Teil noch gar nicht kannte, kann man das Überlegte und Gelesene praktisch für sich umsetzen.


    Neben den Texten und Fragen tauchen schöne Zitate und Illustrationen über und zu Mut und Angst auf. Auch ein Zwei-Fragen-Interview mit verschiedenen Menschen über Ängste und Mut sind immer wieder zwischendurch aufgeführt. Das Nein-Sagen bekommt hier auch einen Stellenwert, denn oft haben wir Angst, Nein zu sagen und brauchen Mut dazu. Die Erwartungen von anderen, aber auch von sich selbst werden hier ebenfalls thematisiert.


    Man kann sich auch für den Mut-Letter eintragen, dafür folgt man einfach dem Q-Scan am Ende des Buches.



    Fazit:

    Ich finde es mit 14,00 € etwas zu teuer für den Inhalt. Es macht sich allerdings gut als Geschenk für jemanden, der ängstlich und mutlos durchs Leben geht.

    Mut brüllt nicht immer. Manchmal ist Mut die kleine Stimme am Ende des Tages, die sagt, dass ich es morgen wieder versuche.

    (Mary Anne Radmacher)



    Das beschreibt das Buch am besten. Ein tolles Geschenk für sich und andere, das Mut schenkt und hilft, kleine Schritte zu gehen. Mir fehlt aber das gewisse Extra, das ich nicht mal benennen kann ...



    ♥lichen Dank an das netgalley-Team und dem arsEdition Verlag für das Exemplar.

    :study: Es gibt keine Blätter, die wichtiger sind als diese!

    Klappentext:
    Wir Deutschen horten schon immer gerne, seit Covid-19 aber nichts lieber als Klopapier. Doch was geschieht mit all den unzähligen Rollen, wenn der Virus eingedämmt ist? Höchste Zeit, einmal darüber nachzudenken, denn nur zum Lagern sind sie viel zu schade. Ob Raumteiler, Lockenwickler, Blumenstrauß oder zum Vögel füttern - dieses Buch liefert Tipps, Tricks und herrlich unnützes Wissen für Ihr Klopapier. Am Ende steht die Erkenntnis: Klopapier ist nicht nur in Krisenzeiten die vielseitigste Haushaltsware der Welt.

    Autor:
    Daniel Olz, Jahrgang 1977, wurde in Stralsund geboren. Er studiert Germanistik und Politikwissenschaften in Leipzig und arbeitet heute als Filialleiter einer großen Einzelhandelskette in Berlin. Er ist verheiratet und hat eine Tochter.


    Bewertung:
    Das Cover und der Titel haben mich sofort hingezogen und neugierig gemacht. Beides ist sehr schön und humorvoll erstellt. Der Schreibstil ist wie bei einem Roman flüssig und die Texte somit schön locker zu lesen. Das Buch enthält ein Inhaltsverzeichnis mit vielen verschiedenen Themen zum Toilettenpapier:

    DIY- Anleitungen und Spiele mit Toilettenpapier
    Geschichte zum Toilettenpapier
    Verschiedene Faltmöglichkeiten im Einsatz
    Geschichten über Toilettenpapier-Geschehnisse
    Humorvolle Fake News zum Schmunzeln
    Dichtungen zum Toilettenpapier
    Erfundene Werbe-Slogan wie "Kack dir deine Meinung" oder "Nur echt mit 52 Blättern"
    Zum Abschluß ein Interview mit einer Toilettenpapierrolle

    Zwischen drin immer wieder ein paar Illustrationen von der Toilettenpapierrolle. Der Autor benutzt stetig das Wort Klopapier. Es passt aber zum humorvollen Inhalt, da es nicht so gehoben klingt wie Toilettenpapier.


    Fazit:
    Insgesamt hat es mich kurzweilig unterhalten. Es ist aber nichts besonderes, sondern eher etwas für Zwischendurch. Als Gag-Geschenk ist es auch sicher ein kleiner Renner.

    Ich habe vor kurzem selbst etwas zum Toilettenpapier und das Hamstern davon geschrieben, es hatte mich wie den Autor auch gejuckt:

    https://mojoreads.de/articles/🚽Klo-papier-kreativ✂%EF%B8%8F--1322eab4-94a4-4447-a0f8-97963ff3bbb1



    Vielen Dank an das netgalley-Team und dem Ullstein Verlag, dass ich es lesen durfte!


    :study: Ein Tabu-Thema auch nach der Geschichte noch tabu!


    Klappentext:
    Val Jensen wird von ihrem Freund verlassen - weil sie mit dem Sex bis zur Ehe warten will. Als ihre Geschichte über YouTube viral geht, wird sie unter dem Namen Virgin Val landesweit bekannt. Das Chaos scheint perfekt, als schließlich Rockstar Kyle Hamilton vor ihr steht: Der Sänger der Boyband Tralse hat es sich nämlich zum persönlichen Ziel gemacht, sie zu verführen. Womit Kyle allerdings nicht gerechnet hätte: Val bereitet ihm ganz schönes Herzklopfen ...

    Autorin:
    Kelly Oram schrieb mit 15 Jahren ihre erste Kurzgeschichte – Fan Fiction über ihre Lieblingsband, die Backstreet Boys, womit ihre Familie sie heute noch aufzieht. Sie ist süchtig nach Büchern, redet gern und viel und liebt Zuckerguss. Sie lebt mit ihrem Mann, vier Kindern und einer Katze am Rande von Phoenix, Arizona.

    Übersetzerin:
    Stephanie Pannen, geboren 1979, ist eine deutsche Übersetzerin, Lektorin und Redakteurin, u.a. für das GEEK!-Magazin. Sie hat inzwischen über 80 Romane aus dem Englischen ins Deutsche übertragen. Dazu zählen u.a. die Neuübersetzung der James Bond-Romane von Ian Fleming und viele Star Trek-Romane für den Cross-Cult-Verlag. Für die Übersetzungen von "Götter der Nacht" und "Gebranntes Kind" kam sie jeweils auf die Shortlist des Kurd-Laßwitz-Preises für die beste Übersetzung.


    Bewertung:
    Das Cover ist nach typisch hippigen Hype erstellt. Es ist ganz okay, aber jetzt auch kein Highlight. Die Farbenmischung finde ich sehr schön.

    Ich wusste schon nach einem Drittel, welche Note die Geschichte erhält (sollte sich bis zum Ende nichts verändert haben, natürlich). Das ist äußerst selten schon so früh erkennbar. Es kommt vor, dass ich eine Ahnung habe, aber unsicher bin. Aber hier war ich mir sehr sicher - die Geschichte folgt für mich einfach den Durchschnittsweg, sodass ich keine Fantasy brauchte, um zu erfahren, wie es wohl weitergeht ... in diesem Fall habe ich nach der Hälfte des Buches abgebrochen. Ich war es leid, meine Zeit zu vergeuden. Ich bin auch ohne Erwartungen rangegangen, da es von Außen (Cover, Klappentext) wie eine typische 08/15-Geschichte wirkt. Dementsprechend hatte ich niedrige Erwartungen an die Geschichte.

    Der Schreibstil ist hier wirklich nichts herausragendes. Die Geschichte liest sich gut und ohne Stolpersteine, aber mehr als gewöhnlich ist der Erzählstil nicht. Ist auch okay, es muss nicht immer außergewöhnlich sein. Solange die Geschichte heraussticht ... tut sie, aber leider mehr im negativen Sinn.

    Der Anfang ist noch sehr gelungen, also der anfängliche Anfang. Der ist ziemlich kurz, aber gelungen. Sehr schön finde ich, dass die Autorin ein Tabu-Thema ausgesucht hat. Die weibliche Sexualität ist ja ein generelles Tabu-Thema. Alleine, wie wir Frauen in der Männerwelt behandelt werden ... spricht für sich.

    Kyle und Val benehmen sich kindisch. Beide haben Vorurteile. Ja, sie beleidigen sich sogar mit ihren jeweiligen Ansichten zum Sex bzw. kein Sex vor der Ehe. Als Paar passen sie hervorragend zusammen. Das war das Erste, was ich zu den Beiden dachte. Der Schlagaustausch zwischen ihnen wirkt künstlich inszeniert.

    Val ändert stetig ihre Meinung, was an sich keine schlechte Sache sein muss - viele beharren ewig auf ihren ersten festgelegten Meinungen -, aber dieser stetige Wechsel wirkt sprunghaft und unglaubwürdig. Einerseits bezieht sie klar Stellung zu ihrer Jungfräulichkeit bis zur Ehe, andererseits beschimpft sie andere für ihre gegenteiligen Ansichten. Und dann wiederum sind alle Ansichten willkommen. Ja, sie ist zuweilen sogar passioniert, anderen wie eine Jeanne d`Arc Keuschheit bis zur Ehe vorzuleben und zu propagandieren. Ganz schön heuchlerisch und hollywoodisch, oder wie seht ihr das? Von einer hilfreichen Kampagne "Du musst dich nicht für deine Jungfräulichkeit schämen" wurde sehr schnell - noch am Anfang - "Sex vor der Ehe ist schlecht und eine Sünde". Keine gute Botschaft an die Leser! Vals Gedanken und Meinungen (sie hat scheinbar mehrere) zu diesem Thema ist wie ein Schleudertrauma.

    Mit den meisten anderen Lesern bin ich wohl einig, dass das tabuisierte Thema "Jungfrau mit 17" und "Kein Sex vor der Ehe" nicht ausreichend und gut genug aus allen Perspektiven beleuchtet wurde. Hier werden mehr Klischees als Individualismus gefeiert. Das ist sehr schade, denn Klischees finden wir in jedem zweiten Buch, ein wichtiges und tabuisiertes Thema ist dagegen rar zu lesen.

    Auch dieser Hype und die Glorifizierung zur "Heiligen Virgin" (meine Worte) schießt über das Ziel hinaus. Ich war vom Gefühl und von meinen Gedanken hin und her gerissen, ob das ein echtes Anliegen der Autorin ist oder ein Scherz, um sich darüber zu beömmeln. Ich gehe von Ersterem aus, da auch die Vorwerke der Autorin nicht auf Scherz und Lustigmachen gründen. Aber hier bin ich mir ab und an veralbert vorgekommen. Gerade ein reales tabuisiertes Thema unserer Gesellschaft, MUSS ernsthaft und realistisch bearbeitet werden - auch in einer fiktiven Geschichte! Da gibt es für mich nichts zu rütteln und zu schütteln am Keuschheitsbäumchen. Vor allem aber, was leben wir in einer Gesellschaft, wo man als Jungfrau verhöhnt und gleichzeitig vergöttert wird??! Das ist sowas von bescheuert ... mir fehlen dafür die richtigen Worte. Das ist so ein Moment, in dem ich mir wie "Pleasantville" vorkomme; in eine andere Welt gezogen. Welche Botschaft soll vermittelt werden? Das bleibt hier unklar gespalten.

    Vergleiche mit Vorwerken derselben Autoren finde ich schwierig und nicht gänzlich fair, da jedes Werk seine eigene Geschichte ist und ein eigenen Stil präsentiert. Aber sehr wohl lässt sich gut vergleichen, wie der Geschichtsaufbau und die Gefühlsregungen zu diesem sind. Das Buch kommt nicht an "Cinder & Ella" (Band 1) ran, in keinster Weise. Das Ende ist mir hier auch total egal, das habe ich auch selten, auch wenn ich ein Buch abbreche.


    Fazit:
    Schöne Verpackung (Grundidee) ohne leckere Füllung (Inhalt)! Mich hat weniger die fehlende Liebesgeschichte gestört, wie den meisten anderen Leser, sondern vielmehr die heroische Vermarktung der Keuschheit. Das hat mich sehr an diese überspitzen Hollywoodfilme erinnert, die so gar nichts mit der Realität gemein haben. Und wir lesen hier ja kein Science Fiction oder Fantasy ... Gut gemeint ist eben nicht gleich gut gemacht. Es entsteht viel Leid auf der Welt nach diesem Schema. Und auch diese Geschichte ist etwas elend. Leider. Es übermittelt keine eindeutige Botschaft - besonders für jüngere Leser könnte das irritierend sein. Und auch eine Autorin, die zuvor gute Werke geschrieben hat, muss nicht zwangsläufig alles gut schreiben. Ich hatte schon das Gefühl, dass sie die Geschichte positiv tolerant rüberbringen möchte. Ist hier nicht sehr gelungen.

    Man sollte offen sein für neues, und das bin ich auch hier wieder gewesen. Da die Geschichte samt Handlungen weder völlig realistisch ist, noch selten über den Kleinkindstatus hinausgeht, bekommt das Buch 2 Sterne von mir. Ein Buch, das man nicht gelesen haben muss, bevor man stirbt.

    S steht für Schade!



    Lieben Dank an das netgally-Team und dem LYX Verlag für das bereitgestellte Lese-Exemplar!


    :study: Ein schönes Erklärungsbuch für Kinder, wie es ist, Mama zu sein ...


    Klappentext:
    Mama werden verändert alles. Dieses humorvolle und einfühlsame Buch von der international bekannten Cartoonistin Liz Climo begleitet durch alle Phasen des Mama-seins: von der Geburt (Glückshormone und chronischer Schlafmangel) über die Kleinkindphase (viele Bilderbücher und viele Fragen), die Pubertät (wenn man seinen Kindern peinlich wird, aber trotzdem irgendwie zusammenwächst) bis hin zum Auszug des Kindes und dem Leben danach …

    Autorin und Illustratorin:
    Liz Climo, geboren am 24. Juli 1981, ist eine US-amerikanische Karikaturistin, Animatorin, Kinderbuchautorin und Illustratorin. Sie ist vor allem für ihre Webcomics bekannt, die sie regelmäßig auf ihrer Website "The Little World of Liz" und ihrer Kinderbuchreihe "Rory the Dinosaurier" postet. Seit 2003 animiert sie auch in der Fernsehserie The Simpsons.


    Bewertung:
    Das Cover hat mich nicht besonders angesprochen. Mich hat der Titel neugierig auf den Inhalt werden lassen. Dennoch passt das Cover hervorragend zum Inhalt. Die Gesamtaufmachung ist gleich illustriert, wobei mir nicht jede Illustration zusagt.

    Sehr schön finde ich, dass die Autorin nicht bloß ein gängiges Vorwort an Mütter richtet, sondern die Art des Schreibens auch als kleines zusätzliches Vorwort mitsamt Illustrationen - passend zum Rest - aufgeführt hat. Der Anfang der Zeitspanne - von Geburt bis Auszug der Kinder - gefällt mir nicht besonders. Irgendwie konnten mich die ersten Seiten nach dem Vorwort nicht richtig ansprechen. Aber es wird immer schöner und süßer, je weiter die Kinder-Phase voranschreitet. Ich habe das Gefühl, dass das Einfühlungsvermögen Schritt für Schritt besser wird. So sehr mich der Anfang nicht berühren konnte, wandelte sich das von Seite zu Seite. Als ich am Ende ankam, war ich traurig, dass es schon das Ende war ... eine richtig emotionale Entwicklung mit wechselhaften Gefühlen - wie bei der Erziehung - hat mich ereilt. Wie passend!


    Fazit:
    Das Büchlein beweist, dass es nicht immer ein super tolles Cover und durchweg fesselnder Inhalt braucht, um zu berühren und Freude zu schenken. Die Illustrationen wechseln, wie der restliche Inhalt, zwischen uninteressant und süß.

    Das Buch ist definitiv nicht nur ein Muttergeschenk, sondern ein tolles Erklärungsbuch für Kinder über das Mamasein. Dabei wird es nie verurteilend oder anderweitig wertend, sondern bleibt stets neutral, auch ohne ausschweifend zu werden. Mich konnte das Büchlein trotz schwachem Anfang überzeugen.



    Lieben Dank an das netgalley-Team und dem Pattloch Verlag für das ebook.


    :study: Tolle Aufmachung, die Botschaft kommt nicht gänzlich überzeugend rüber!


    Klappentext:

    „Rafu“ spielt im Buschland Afrikas, dem sonnigen Kontinent der wilden Tiere und der Wiege der Menschheit. Schon vor Tausenden von Jahren hielten dort die ersten Buschmänner ihre Geschichten in Höhlenzeichnungen fest, die zum Teil noch heute in Museen und der Natur zu bewundern sind. Auf diesen sagenumwobenen Malereien beruht die Geschichte über Rafu, der außergewöhnlichen Giraffe, die ein bedeutendes Geheimnis um eine solche Höhlenzeichnung lüftet und damit zum Friedensbotschafter wird.



    Autorin:

    Verena Prym wurde 1972 in Arnsberg geboren und ist nun, nach vielen Lebensstationen in Süd-Afrika, Amerika, Österreich und München, in der mittelalterlichen Stadt Soest in Westfalen beheimatet. In ihrer Jugend wurde Verena schon früh von ihrer Abenteuerlust in die Ferne geführt. Ihre Liebe zu Afrika entdeckte sie, als sie mit 17 Jahren nach Johannesburg ging und sich seither dem Kontinent verbunden fühlt.


    Illustratorin:

    Paulina Böger, 1998 in Koblenz geboren, ist nach den Stationen Wien und München nun als Studentin in Regensburg angekommen. In ihrer Freizeit taucht sie mit Vorliebe in kreative Welten ein. Als Verena sie fragte, ob sie das erste Buch über eine besondere Giraffe namens Rafu illustrieren möchte, zögerte Paulina keine Sekunde. Mit großer Freude und Liebe zum Detail aquarellierte sie in den Farben Afrikas das soeben erschienene Buch „Rafu“, eine afrikanische Geschichte.



    Bewertung:

    Das Cover und der Titel haben mich sofort angesprochen. Sie sind ganz typisch afrikanischer Art gemacht. Ein richtiger Augenschmaus und was zum Schmunzeln.


    Der Schreibstil ist sehr leicht und die Geschichte für Kinder ab 6 Jahren sehr verständlich geschrieben. Die Illustrationen sind nach Kinderart gemacht, also kindgerecht. Sie sehen wie Kinderzeichnungen aus, aber sehr schön anzusehen. Die Kulisse ist traumhaft und verschmilzt mit der Aufmachung und den Tiercharakteren im Buch.


    Leider hat mir die Geschichte an sich nicht zugesagt; sie ist nicht nur zu kurz erzählt bzw. zu wenige Handlungen eingebaut, die Botschaft zur Wasser angst, die laut Buchwebseite hervorstechen soll, ist eher nebensächlich geschildert. Kommt auf mich jedenfalls nicht hauptsächlich rüber. Dann gibt es noch die Botschaft der eigentlichen Sage um die Giraffe Tokoto. Die ist mir auch viel zu kurz gekommen. Was ebenso stört, ist das ebook an sich. Diese Geschichte eignet sich meiner Meinung nach nicht als ebook. Die Illustrationen und die Aufmachung um die Geschichte kommen nicht richtig zur Geltung.



    Fazit:

    Die Geschichte ließ mich unbefriedigt zurück. Es fehlen Handlungen und mehr Hintergründe zur Sage. Hier ist viel Potenzial vorhanden, vielleicht wird es in Band 2 ausgelebt? Dieser erscheint im Sommer, also bald. Das werde ich mir näher anschauen. Hierfür kann ich aber nur 3 Sterne vergeben. Sehr schade! Die Autorin hätte hier viel mehr draus machen können. Als Buch ist es auf jeden Fall ein Hingucker ins seiner Aufmachung, als ebook nicht zu empfehlen.


    Hier geht es zur Buch-Webseite, sie ist wunderbar gelungen: https://www.rafu.info/#!



    Vielen Dank an das netgalley-Team und dem Verlag für das Bereitstellen des ebooks.

    :study: Historisch einwandfrei erzählt, hat aber ein paar Schwächen

    Klappentext:
    Rheinland im 13. Jahrhundert: Seit dem Mord an ihren Eltern ist Fenja bei ihrer Ziehmutter Runhild aufgewachsen und hat von ihr die Kunst erlernt, Toten ihre Sünden zu nehmen. Doch als auch Runhild ermordet wird, bleibt Fenja nichts - bis auf ein Tuch mit eingesticktem Wappen, das der Mörder verloren hat, und der brennende Wunsch nach Rache. Völlig auf sich gestellt, tritt Fenja die gefährliche Reise an und trifft unverhofft auf den Handwerker Gerald. Er behauptet, den Träger des Wappens zu kennen, und bietet ihr seine Hilfe an. Aber kann Fenja dem jungen Mann trauen?

    Autorin:
    Als Manuela zum ersten Mal in das Licht dieser Welt blinzelte, gab es gerade mal drei Fernsehprogramme. Aufgewachsen ist sie in dem kleinen Dorf im Bergischen Land, in dem auch der Ritter ihres ersten Romans zu Hause ist. Aufgrund nahezu fehlender Unterhaltungselektronik spielte sie meisten draußen, umgeben von grünen Wiesen, dem Duft nach Heu und Traktorenlärm. Nach dem Abitur hat sie in Köln studiert, in Spuckweite zum Dom. Zugegeben, es ist schon hilfreich, sehr weit spucken zu können.

    Das Mittelalter hat sie schon immer interessiert, besonders die Historie des Rheinlandes während des 13. Jahrhunderts. Sie liebte schon als Kind alte Bauwerke und Ruinen und wollte immer wissen, welche Geschichten hinter diesen Mauern schlummern. Wenn man die oft fesselnden Ränkespiele getrieben von Gier und Macht rund um die heute noch vielerorts vorhandenen Klöster, Burgen und Ruinen kennt, sieht man seine Heimat plötzlich mit anderen Augen. Mit historischen Orten aus ihrer Heimat fühlt sie mich stärker verbunden als mit fernen. Darüber möchte sie gerne Geschichten erzählen und ihre Leserinnen und Leser in die eigene Vergangenheit entführen - am liebsten ins Hochmittelalter und stets mit einem Augenzwinkern.


    Bewertung:
    Das Cover ist nach demselben Stil wie das von "Die Klosterbraut" erstellt worden. Das gefällt mir unheimlich gut und es passt auch sehr gut zur Geschichte. Der Titel ist auch wieder perfekt gewählt. Der Schreibstil ist ebenfalls wiedererkennbar flüssig und die Geschichte leicht und verständlich zu lesen.

    Ich hatte das Buch seit ich davon wusste auf meiner Wunschliste, weil mir das Vorwerk der Autorin unheimlich gut gefallen hat. Ich habe mich sehr gefreut, es von netgalley erhalten zu haben. Der Einstieg ist mir wieder leicht gefallen. Auch hier hat die Autorin erneut an ein Glossar mit den wichtigsten alten Wörtern aufgeführt. Zusätzlich gibt es eine Personenliste und eine Karte. Das mag ich gerade bei Fantasie- und Histogeschichten am liebsten, da man hier schnell durcheinander kommen kann. Jedoch habe ich diese Listen selten gebraucht. Normalerweise bin ich jemand, der viel zurückblättern muss, weil ich mir nicht alles merken kann. Aber bei dieser Geschichte hat ein paar Mal zurückblättern gereicht. Die Autorin vermag es wirklich, einen historischen Roman sehr leicht und verständlich niederzuschreiben. Das ist mir bereits beim Vorgängerwerk aufgefallen.

    Fenja ist eine stolze und mutige junge Frau, die etwas Entwicklung im Verlauf der Handlungen aufweist. Sie wird nach Runhildes (ihrer Amme) Tod mutiger und selbstbewusster. Gerald ist ein stolzer Ritter, der im Auftrag des Königs Donnerkraut für Explosionen herbeischaffen soll. Er tarnt sich als einfacher Handwerker und lernt so Fenja kennen. Beide spüren die Anziehungskraft zueinander, schaffen es aber nicht, dem nachzugeben. Hier spielen mehr Missverständnisse als wirkliche Hindernisse die Hauptrolle. Recht typisch, aber irgendwie auch nervig zu lesen. Die Nebencharaktere sind ebenfalls sehr gut ausgearbeitet.

    Die Handlungen im Verlauf der Geschichte wiederholen sich und es kommen neue dazu. Es ist eine Mischung von beidem. Während Gerald versucht, seinen Auftrag zu erfüllen, gerät Fenja immer stärker in den Mittelpunkt eines Meuchelmörders. Die Vergangenheit ihrer Herkunft ist Fenja unklar und nach Runhildes Tod bemüht sie sich, diese in ihr Gedächtnis zurückzuholen. Beide Versuche sind Ereignisse, die sich irgendwann kreuzen. Die Erzählung wechselt zwischen Fenja, Gerald und dem Meuchelmörder. Am Ende kommen noch weitere Perspektiven, die ich aber nicht preisgebe aus Spoilergründen. Im gesamten Verlauf mischt sich ein krimihafter Anteil in der historisch deutschen Kulisse. Je weiter die Geschehnisse vortschreiten, desto mehr vermischen sich die Schicksale aller Beteiligten und umso stärker wird der Krimianteil.

    Der Glaube spielt in dem Buch eine zentrale Rolle und wird hier durchweg glaubhaft und realistisch geschildert. Ob bei Örtlichkeiten wie Klöster, bei der Öffentlichkeit oder jedem Einzelnen, der ehrfürchtig an Gott und die Bibelschriften glaubt. In der heutigen Zeit ist vieles nicht mehr nachvollziehbar und zum Kopfschütteln. Das erging mir hier auch wieder beim Lesen. Schon recht albern kommt es einem vor, wenn über das Seelenheil so naiv gesprochen wird. Für die damaligen Menschen war das nicht naiv, sondern der feste Glaube daran, dass die Sünden auf der Seele einen in die Hölle bzw. ins Fegefeuer brachte. Die Kirche hatte zu dieser Zeit übergeordnete Macht, dem selbst die Könige unterstellt waren. Wie auch heute die Politik, regierte die Kirche mit Angst über die Menschen. Das kommt während der Erzählung sehr überzeugend rüber. Gerade über Gerald musste ich deswegen oft den Kopf schütteln, würde man ihn heute für seine Ansichten und Bemerkungen auslachen.

    Der Showdown der zusammengetragenden Ereignisse hat mir leider nicht so gut gefallen. Das letzte Drittel wurde etwas sprunghaft in den Handlungen und vom Showdown an ging alles etwas unrealistisch und salopp zuende. Das hat mich etwas enttäuscht. Einige Reaktionen sind für mich nicht ganz so verständlich oder etwas unangemessen gewesen. Das Ende war mir viel zu sehr "Friede, Freude, Eierkuchen", nach all den Geschehnissen. Insgesamt war dieser teil zu einfach und unbefriedigend erzählt. Die insgesamt historische Recherche ist wieder mal sehr gelungen, wie ich es von der Autorin gewohnt bin.


    "Du bist immer noch ein Ritter, und ich bin ein Nichts."
    "Du bist alles für mich, Fenja."

    (22. Kapitel)


    Fazit:
    Die Geschichte konnte mich leider nicht so fesseln und mitnehmen wie "Die Klosterbraut", dennoch liest sie sich sehr schnell und verständlich. Hier ist der Autorin abermals gelungen, einen durchweg historischen Roman einfach niederzuschreiben und mit etwas Krimi zu mischen. Wer sich schwer mit historischen Romanen tut, ist mit diesem, wie auch mit dem Vorwerk, gut beraten. Es ist schlicht, einfach und verständlich zu lesen und zu verstehen, und dennoch voller historischer Fakten und glaubhafter Kulisse. Für mich hat es einige Schwächen, daher vergebe ich 3,5 Sterne. Ich kann das Buch dennoch guten Gewissens empfehlen.

    Noch ein Vermerk: Mir ist schleierhaft, warum das Buch 11 Euro kostet, wohingegen "Die Klosterbraut" 10 Euro kostet. Und das bei gleicher Seitenzahl. Normalerweise erhöht sich das bei einem Taschenbuch mit der Seitenzahl, dem ist hier aber nicht so.



    Mein ♥lichster Dank geht an das netgalley-Team und dem HarperCollins Verlag für das bereitgestellte ebook.



    :study: Fantasievoller als Band 1 - weckt die Neugier und irritiert!


    Inhalt:

    Tymur ist besessen. Oder?

    Lorcan kämpft für Tymur. Oder?

    Kevron wird mutig. Oder?

    Enid muss umdenken. Oder?

    Jeder hat seine eigenen Probleme und Pläne.

    Und jeder will überleben. Oder?


    Autorin:

    Maja Ilisch, geboren 1975 in Dortmund, studierte Öffentliches Bibliothekswesen an der FH Köln und absolvierte eine Ausbildung zur Fachbuchhändlerin. Sie schrieb unter anderem für TV-Serien auf SAT1 und RTL sowie für ein Hörspiellabel, für das sie auch eine Phantastikreihe konzipierte. Außerdem betreibt sie die Website des von ihr gegründete Fantasy-Autorenforums TINTENZIRKEL. Heute lebt sie als Bibliothekarin und freie Autorin mit ihrem Mann in der Nähe von Aachen, wo sie sich mit Büchern umgibt und ausgewählte Gäste mit ihrer Puppensammlung erschreckt, die fast nur aus Köpfen besteht.


    Bewertung:

    Schon vor der eigentlichen Leserunde ging es mit der Autorin rege her. Uns wurde genaueres zu Band 1 erläutert und jegliche Frage, die wir hatten, beantwortet. Auch die Leserunde war sehr anregend.


    "Sag mir, warum du trinkst."
    "Aus dem Grund, warum alle trinken", sagte er. "Um nicht mehr nüchtern zu sein. Und wenn du wissen willst, warum - frag meinen verdammten Bruder!"
    "Was hat er getan, dein Bruder?"
    "Hat sich abstechen lassen, das Arschloch", antwortete Kevron.

    (Seite 262)


    Das Cover hat absoluten Erkennungswert zu Band 1. Hier weiß jeder sofort, dass es sich um Band 2 handelt. Die Farben sind diesmal rot/braun statt blau. Das zeigt aber dennoch die Gleichheit (liest sich unlogisch oder? Ich kann es nicht besser erörtern.) Das magische Zeichen dazu und das Bild an sich verbinden Band 1. Dieses Cover gefällt mir sogar noch besser als das von Band 1. Der Klappentext ist sehr einseitig gehalten; Tymur ist die Hauptrolle. Hier hätte ich mir einen kleinen Überblick über alle gewünscht, ein Update zu jedem sozusagen.


    Der Prolog erinnert mich an den Beginn von Band 1; sehr poetisch und leicht kryptisch geschrieben. Hier wird auch sehr deutlich, wie die Menschen sich ihre eigene Falle bauen, indem sie ihrer Furcht Nahrung geben. Zwei Lebewesen, die aneinander vorbei handeln ... sehr gut dargelegt. Ansonsten ist der Schreibstil sehr flüssig, aber weniger kryptisch. Diese Kombination finde ich sehr schön und auch passend.


    In diesem Moment war es fast wieder wie früher - Tymur spielte sich ein bisschen auf, Kevron stellte sich ein bisschen an, und Lorcan saß dabei und dachte sich seinen Teil.

    (Seite 191)


    Tymurs Einsamkeit kommt nochmal richtig spürbar rüber. Und das auch mit Damars Leben geknüpft, weshalb es nicht langweilig wird. Er ist nach wie vor arrogant, selbstverliebt und sogar noch fieser als zuvor. Von Beginn an wird der Leser irritiert; erzählt der Dämon oder Tymur? Ist Tymur wirklich besessen oder einfach ein bösartiger Mensch? Was genau will er? Kontrolle? Macht? Den Tod seiner Gefährten? Nach Hause? Irgendwie alles und wieder nichts. Diese Fragen begleiteten mich bis zum Ende der Geschichte und lies mich hin- und herraten. Die Autorin hat das gut konstruiert, man will einfach weiterlesen und mehr erfahren. Auf der Suche nach seinem Selbst, wütend er, wie er nur kann ...


    Lorcan entwickelt sich wie die anderen weiter und die Beziehung zu Tymur wird auf eine harte Probe gestellt. Seine Disziplin und sein eiserner Wille, das Richtige zu tun, sind seine Wegweiser durch das gemeinsame Abenteuer.


    Kevron zeigt hier mal, was er kann. Nicht nur saufen und im Elend suhlen, sondern strategisch denken und danach handeln. Gefällt mir sehr gut. Und bleibt trotz allem menschlich.


    Enid regte mich wieder mit ihrer Oberflächlichkeit auf! Wie im Band 1 gehen ihre Kleider über alles! In Lebensgefahr? Ach, was soll's. Hauptsache gut aussehen. Furchtbar, das Weibsbild. Aber es ist trotzdem spannend, ihren eigenen Weg zu lesen.


    "Ich habe die Kontrolle über mich, die allermeiste Zeit über, selbst jetzt. Aber wie kann ich mir dessen sicher sein? Indem ich kontrolliere."

    (Tymur, Seite 198)


    Ein paar tolle Wörter sind mir in die Augen gesprungen: Unzeit, ehrfurchtsschwanger, Stilett und das katerfreundliche Land. Sehr amüsant und cool!

    Es wird zwischen den Zeilen mitgeteilt, dass Magie ausschließlich den Frauen vorbehalten ist. Das hat mich verwundert, wo doch so eine Macht gewöhnlich den Männern vorbehalten ist. Gibt ja nicht umsonst keinen richtigen Begriff für Frauen. Zauberin sagt man ja nicht, stattdessen Hexe. Aber ich denke , das ist hier so geregelt wegen der Schwesternschaft. In dieser Welt sind mal die Männer ausgeschlossen - auch mal schön.


    Die Autorin zeigt sehr schön, wie unsere Art zu reden nicht immer mit der Wirklichkeit Hand in Hand geht:


    "Was für ein Nebel", sagte er mit ehrfurchtsschwangerer Stimme und wartete ab, wie der Krieger darauf reagierte. "Ich hoffe, ihr findet den Weg trotzdem? Mich schaudert bei der Vorstellung, dass wir uns hier verirren könnten ..."
    Der Alfeyn sah ihn an mit irritiertem Blick. "Warum sollten wir den Weg nicht finden?", fragte er. "Wir kennen ihn. Er war niemals verloren."
    "Aber der Nebel ...", versuchte Tymur es noch einmal.
    "Es ist immer noch der gleiche Weg."

    (Seite 50/51)


    Ein Beispiel fällt mir ein: Immer diese Fragen wie "Würden Sie mich bitte durchlassen?" Da könnte der andere sagen "Ich würde gerne, aber ich will/kann nicht!" Eigentlich fragen wir da "Willst du mich bitte durchlassen?" Ist zwar im Buch Nebensache, aber mir gefallen solche Kleinigkeiten.


    "Ich dachte nur, ich könnte ..."
    "Was?", fragte Lorcan.
    "Mir Mut antrinken." Tymur lachte verlegen.
    "Wenn du es mit einem Dämon aufnehmen willst", sagte Lorcan, "ist flüssiger Mut das Letzte, was dir hilft."

    (Seite 200)


    Die physischen Gesetze wie auch manches Verhalten sind sehr unrealistisch und ergeben keinen Sinn für mich. Vieles stellte ich Infrage, was ich aber aus spoilergründen nicht näher ausführen kann. Allerdings stolperte ich immer wieder über solche Handlungen und Gegebenheiten. Leider ist die Entdeckung der großen Endauflösung für mich ebenfalls aus den Haaren herbeigegriffen, was mich genervt hat. Die Kulisse konnte ich mir zum größten Teil gut vorstellen, nur gegen Ende hatte ich ein paar Fantasieschwierigkeiten. Es gibt zeitweise zwei verschiedene Handlungsstränge, die beide neugierig machen. Das Ende ist natürlich wieder offen, wenn auch nicht so schrecklich frustrierend offen wie der Vorgänger. Zum Glück.



    Fazit:

    Hier gibt es wahrlich viel mehr Fantasyelemente als im Band 1, was sehr wünschenswert für ein Fantasybuch ist. Die Charaktere entwickeln sich weiter und geben hin und wieder humorvolles von sich. Insgesamt hat es die Autorin geschafft, mich von Anfang bis Ende neugierig zu machen, aber auch wahnsinnig. Die teilweise unrealistischen Handlungen und unlogischen Gegebenheiten waren sehr unerfreulich und haben mich genervt. Alles zusammen hat es mir aber etwas besser gefallen als Band 1 und wird mit schwachen 4 Sterne bewertet.


    Ich bin sehr neugierig auf Band 3 und hoffe, es kann mich genauso fesseln und neugierig machen. Oder noch mehr.

    "Wir sind nicht im Nirgendwo. Dies ist ein Irgendwo."

    (Lorcan, Seite 170)



    Ich bedanke mich herzlich beim Verlag, aber der größte Dank geht an die Autorin selbst, die unermüdlich im Einsatz für uns Leser in der Leserunde war und jede Frage und Unsicherheit ausgeräumt hat. :-D



    :study: Schlechte Aufmachung, schöne Texte!

    Klappentext:
    Gerade angesichts der vielfältigen Ängste und Bedrohungen sind helfende und aufbauende Weisheit und ermutigende Worte ein wertvolles Geschenk. In diesem kleinen Buch sind zentrale Botschaften des Dalai Lama versammelt - ein Geschenk, das Verstand, Herz und Seele berührt und einmal mehr die wichtige Stimme des Dalai Lama zum Klingen bringt.



    Autorin:
    Herausgeber German Neundorfer, Dr. phil., studierte Literaturwissenschaften und Orientalistik. Er arbeitet als Lektor, Herausgeber und Autor in Freiburg im Breisgau.


    Bewertung:
    Das Cover passt sehr zum Titel und dem Inhalt. Mich hat der Titel angezogen, ich liebe Zitate, Sprüche und poetisch-philosophische Texte, die einem unterhalten und zum Nachdenken anregen. Das ist auch der Grund, wieso ich es unbedingt lesen wollte. Der Inhalt ist wie folgt aufgeteilt:

    Der Atem des Universums
    Der wilde Elefant
    Den Esel bergauf treiben
    Die ganze Welt verändern
    Eine Schale voller Sesamöl
    Quellen

    Zuerst muss ich schreiben, dass mich die Aufmachungsart der Texte verwirrt hat. Unter jede Text steht, aus welchem Buch vom Dalai Lama es stammt und eine Zahl, manchmal mit einem begleiteten Buchstaben. Das ist die Seiten-/Zeilenzahl. Allerdings konnte ich das anfangs nicht so wahrnehmen, erst, als ich das Quellenverzeichnis las, war mir klar, dass das Geschriebene die Buchtitel sind. Ich finde es verwirrend deklariert, ganz untypisch. Normalerweise steht "Aus ..." oder es steht in Anführungszeichen - als Bedeutung einer Überschrift. Das hat mein Lesevergnügen erheblich geschwächt.

    Die Texte selber sind sehr schön, manchmal etwas unverständlich. Ich bin es gewöhnt, philosophische Texte zu lesen, aber dennoch habe ich nicht alles verstanden bzw. was mir der Text mitteilen möchte. Die Kapitel sind ja auch schon sehr kryptisch erstellt. Die Texte sind für viele Bereiche des Lebenswert anregend. Mal tröstlich, mal aufrührerisch ... Manche Texte sind lang, andere sehr kurz - es ist für jeden etwas dabei.


    Fazit:
    Die Gestaltung der Texte mit seinen Quellenangaben ist nicht gut und deutlich gemacht. Die Texte überwiegen das aber, sodass ich das Büchlein dennoch empfehlen kann. Wer Poesie, Zitate und Philosophie mögen, haben hier ihre Freude. Aber ich empfehle es auch denjenigen, die sich nicht mit solchen Themen beschäftigen. Sich Gedanken um Dinge zu machen, sollte jeder von uns hin und wieder mal tun.


    Vielen Dank an dem netgalley-Team und dem Pattloch-Verlag für das bereitgestellte ebook.

    :study: ♥Wunderschön illustriert und toll erklärt!♥

    Klappentext:
    Komm mit der kleinen Hummel auf eine spannende Reise in unsere Umwelt! Bommel erklärt dir, dass alles mit allem zusammen hängt und wie wichtig es ist, schon die kleinsten Dinge zu schützen und erhalten. Dafür musst du die Natur und Umwelt aber erstmal kennen und lieben lernen. Denn: Nur was man kennt und liebt, das schützt man auch!


    Autorinnen:
    BRITTA SABBAG, geboren 1978 in Osnabrück, studierte Sprachwissenschaften, Psychologie und Pädagogik. Nach dem erfolgreichen Abschluss arbeitete sie einige Jahre als Personalerin, bis sie mit ihrem Roman-Debüt einen Spiegel-Bestseller landete. Viele weitere Romane, Jugend-, Kinder- und Bilderbücher folgten. Neben Büchern schreibt sie auch leidenschaftlich gerne Songs und Drehbücher und selbst vor Reimen macht sie keinen Halt. Sie lebt mit ihrer Familie und vielen verrückten und tierischen Bilderbuchfiguren in der Nähe von Bonn.

    MAITE KELLY, geboren 1979 als zweitjüngstes Kind der Kelly Family, ist eine erfolgreiche Sängerin und Entertainerin. Als Komponistin und Texterin veröffentlicht sie nicht nur ihre eigenen Songs, sondern erreichte auch große Erfolge mit Arbeiten für andere Künstler. Außerdem konnte sie als Schauspielerin überzeugen und hat seit mehreren Jahren eine erfolgreiche Modelinie. Das Schreiben von Texten aller Art ist nach wie vor die Hauptleidenschaft der außergewöhnlichen Allround-Künstlerin.


    Illustrationin:
    JOËLLE TOURLONIAS, geboren 1985 in Hanau, hat Visuelle Kommunikation mit Schwerpunkt Illustration und Malerei an der Bauhaus Universität Weimar studiert. 2009 machte sie sich selbstständig und zeichnet, malt, lebt und liebt heute in der Pampa in der Nähe von Frankfurt am Main.


    Bewertung:
    Das Cover ist ganz typisch für die Reihe erstellt. Mich hat es wie auch der Titel direkt angezogen. Ich liebe solche Kinderbücher, bei denen Kinder auch etwas lernen können. Auch für Erwachsene sind solche Bücher immer lesenswert.

    Das Buch fängt mit einem kleinen Vorwort an Hummel-Eltern und Hummel-Freunde an. Dann folgt ein Vorwort von Hummel Bommel persönlich. Das ist schon echt süß. Ich finde es einfach toll, dass nicht von oben herab, sondern auf Augenhöhe mit Kindern, gesprochen/erzählt wird.

    Das Buch enthält alles, was Kinder ab 4 Jahren zum Thema Klima und Umwelt wissen müssen; von "Hummeltipp für dich", "Hummelbeschützertipp" wie auch "Hummelwissen", "Hummeltipp" und "Gut zu wissen". Auch für die Hummeleltern gibt es viele Tipps, wie man umweltbewusst leben kann, ohne mit erhobenen Zeigefinger oder bevormundet zu wirken. Den Kindern werden viele Bereiche in unserem Leben aufgeführt; verschiedene Lebensräume, woher das Essen kommt, menschengemachter Müll, über Strom, Wasser und Luft, Wald und Wiese, Aufzucht im eigenen Garten, Tiere aller Art und auch der Klimawandel wird angeschnitten. Das Buch zeigt in ganz kurzen und verständlich geschriebenen Texten, wie Kinder mit kleinen Schritten etwas bewirken können. Spiel und Spaß kommt hier nicht zu kurz und so können Kinder ein paar Experimente durchführen, die ihr Bewusstsein für die Natur und Umwelt verständlicher werden lassen.

    Unterstützt werden die Erläuterungen mit passenden Fotos und sehr schönen Illustrationen. Hummel Bommel begleitet die Kinder dabei bis zum Ende des Buches. Es gibt am Ende auch ein kleines Nachwort, die Autorenbiografien und weitere Bücher der Autoren werden angezeigt.


    Fazit:
    Ein wunderschönes Kinderbuch, dass nicht nur Kinder mit seinen kurzen und verständlichen Wissenstexten, sowie den Fotos und Illustrationen begeistert. Wunderbar ist die schöne Botschaft an Kinder, dass man nie zu klein ist, um etwas zu bewirken. Hier gibt es einfach nichts auszusetzen, lest es!


    Vielen ♥lichen Dank an das netgalley-Team und dem arsEdition-Verlag für dieses tolle Kinderbuch!

    :study: Süßes für mehr Nähe zwischen den Zeilen und für's ♥!


    Klappentext:
    Bestimmt gibt es auch in deinem Leben diesen einen besonderen Menschen, den du immer im Herzen, aber nicht in deiner Nähe hast. Mit diesem warmherzigen Gruß in Buchform schickst du deinen Herzensmenschen all das, was sie gerade ganz besonders vermissen. Zaubere ihnen mit diesen liebevollen wörtlichen Umarmungen ein Lächeln ins Gesicht, bis ihr euch endlich wieder in die Arme schließen könnt. Kleiner Trost: 48 Seiten mit liebevollen Botschaften und herzerwärmenden Illustrationen schenken Zuversicht, Freude und Motivation.



    Autorin:
    Romy Pohl, diplomierte Designerin, hat sich nach 15 Jahren bei arsEdition selbständig gemacht und ein eigenes Unternehmen gegründet: "das Verlagsatelier".


    Bewertung:
    Das Cover ist echt süß illustriert und hat mich mit dem Titel augenblicklich angezogen. Der Klappentext hat mich sehr neugierig auf den Innenteil gemacht. Typisch nach arsEdition-Art ist dieses Geschenkbuch mit kurzen Sätzen und tollen Illustrationen gestaltet.

    Das Buch lässt sich an eine bestimmte Person schenken, der Name kann zu Beginn eingetragen werden. Alle paar Seiten gibt es Platz für eigene Gedanken und Gefühle zu der besonderen Person, an die das Büchlein geht. Die Sätze sind auf zwei Seiten aufgeteilt, auf der linken Seite befinden sich immer die Illustrationen, die zu den jeweiligen Sätzen passend gesetzt sind.

    Um welche Sätze genau handelt es sich denn? Das ganze Thema ist dem aktuellen Gesellschaftsstaus gewidmet; das Corona-Virus zwingt uns zum Abstand zu unseren Liebsten, was nicht so einfach ist. Da hilft dieses Büchlein als kleines Geschenk, um dem anderen vor Augen zu halten, dass sich unsere Gefühle trotz der Ferne nicht ändern. So erwärmen Sätze wie "In Gedanken Wärme ich dein Herz … und knuddle dich von allen Seiten!" oder "Mein schönster Gedanke bist du." das ♥ aller Parteien.


    Fazit:
    Ein tolles Geschenkbuch mit schönen Illustrationen und ein paar Seiten für eigene Eintragungen an einen besonderen Menschen! Ich hätte mir aber mehr Seiten davon gewünscht. Ich finde es zu kurz geraten.


    Vielen ♥lichen Dank an das netgalley-Team und dem arsEdition-Verlag für das niedliche Exemplar zum Probelesen. Ich genehmige es! ;-P

    :study: Wichtige Lebensthemen vereinfacht für Kleinkinder erzählt!


    Klappentext:
    Was, wenn man traurig ist? Nicht mal traurig, sondern sehr lange traurig. Und am liebsten immer ganz allein für sich? So geht es dem kleinen blauen Vogel, der auf dem untersten Ast des großen Baumes im Wald sitzt. Er hatte schon lange verlernt zu fliegen, singen und mit seinen Freunden durch die Lüfte zu jagen. Bis eines Abends der gelbe Vogel in den Wald flatterte. Und mit jedem Tag begann sich die Welt um den blauen Vogel herum ein wenig zu verändern ...


    Autorin und Illustratorin:
    Britta Teckentrup wurde 1969 in Hamburg geboren. Ihre Kindheit und Jugend verbrachte sie in Wuppertal, bis sie mit 19 Jahren schließlich nach London umzog. Dort studierte sie Kunst und Illustration sowohl am St. Martin's College, als auch am Royal College of Arts. Insgesamt verbrachte sie in England fast zwei Jahrzehnte, zog dann jedoch wieder zurück nach Deutschland und arbeitet seitdem in Berlin als freischaffende Künstlerin. Sie illustriert und schreibt nicht nur Bilder- und Kinderbücher, sondern gestaltet in ihrer Freizeit auch Porzellan und Heimtextilien.


    Bewertung:
    Das Cover ist zuckersüß und wunderbar farbenfroh gestaltet. Mich hat es sofort angezogen. Der Schreibstil ist sehr locker gehackt, aber in positiver Hinsicht. Das macht die Texte sehr verständlich für Kleinkinder. Da das Buch ab 4 Jahren empfohlen wird, ist diese Art der Textgestaltung genau die Richtige.

    Die Geschichte ist leicht poetisch und bringt eine deutliche Botschaft hervor: Es gibt immer jemand, dem du wichtig bist! Es gibt immer etwas, wofür es sich zu leben lohnt! Nebenbei werden Themen wie Traurigkeit, depressive Verstimmung, Mobbing/Ausgrenzung, Einsamkeit, Hoffnung, Mitgefühl und Freundschaft beschrieben, spielerisch und leicht, ohne sehr aufs Gemüt zu drücken. So kann den Kindern diese Gefühle einfach vermittelt werden.

    Die Illustrationen sind keine typischen, sondern sehen aus wie von Kindern gemalt, nur eben viel schöner anzusehen. Es sieht professionell und gleichzeitig kindlich aus.


    Fazit:
    Die Texte in Verbindung mit den Illustrationen ergibt ein sehr gut erzähltes und sinnvolles Kinderbuch. Für 5 Sterne fehlt mir hier aber noch das Gewisse Etwas.



    Lieben Dank an das netgalley-Team und dem arsEdition-Verlag für das süße Büchlein! ♥

    :study: Charaktere und Geschichte nur Durchschnitt!


    Klappentext:
    Die 19-jährige Fallon besitzt das Talent die Magie zu spüren. Daher betreut sie in der schottischen Hauptstadt ein Archiv für magische Gegenstände, die für Unwissende zum Risiko werden können. Eines Nachts trifft Fallon auf den geheimnisvollen Reed, mit dem sie sofort etwas zu verbinden scheint. Doch Reed hintergeht sie und entwendet einen magischen Gegenstand aus ihrem Archiv. Damit bringt er nicht nur Fallon in Bedrängnis, sondern auch die Einwohner Edinburghs in große Gefahr ...


    Autorin:
    Laura Kneidl wird 1990 in Erlangen geboren, studiert in Stuttgart Bibliotheks- und Informationsmanagement und lebt heute in Leipzig. Die leidenschaftliche Leserin verfasst zunächst Fanfictions und beginnt 2009 mit der Arbeit an ihrem ersten Roman, »Light and Darkness«, der erstmal 2013 bei Impress erscheint. Der große Durchbruch als Schriftstellerin gelingt Kneidl mit ihrer Duologie »Berühre mich. Nicht.« und »Verliere mich. Nicht.«, die mehrere Wochen auf der Spiegel-Bestsellerliste steht.


    Bewertung:
    Das Cover ist sehr passend zur Geschichte und dem Titel gemacht. Es wirkt magisch, wie auch die Geschichte sein soll. Der Schreibstil ist typisch Laura sehr flüssig und die Geschichte dadurch leicht und schnell zu lesen. Damit endet aber auch meine Begeisterung.

    Die Charaktere sind recht durchschnittlich erschaffen, sehr sympathisch fand ich Fallon nicht besonders, sie hat mich mit ihrem Eigensinn, Arroganz und Aufmerksamkeitsdrang zu ihren Eltern genervt. Sie hat es sich selbst unnötig schwerer gemacht und damit war es auch unnötig überdramatisiert. Reed fand ich da sympathischer, er war einfach er selbst und insgeheim offen und ehrlich. Fallons Eltern fand ich ganz typisch Egomanie-Eltern, die es zu Haufen in unserer Welt gibt. Trotz der realistischen Darstellung dieser fand ich sie ermüdend in der Geschichte zu lesen. Die anderen Nebencharaktere waren zu flach ausgearbeitet.

    Die Handlungen waren leider überdurchschnittlich lahm und teilweise langweilig. Es war nichts besonderes dabei, kein Highlight oder atemberaubende Wendung. Die Magie kam erst ab der Mitte richtig zum Vorschein, wenn auch nicht so extrem, wie ich das erwartet habe. Auch hier würde ich es als Durchschnitt bezeichnen - weder gar keine Magie/Fantasy, noch sehr viel Magie/Fantasy ... Die romantische Beziehung zwischen Fallon und Reed ist leider auch - ihr ahnt es schon ... - durchschnittlich und was oberflächlich. Hier hätte die Autorin mehr Tiefe reingeben können.

    Das Setting passt wunderbar zur Geschichte und gibt der Geschichte etwas magisches und ruchloses. Das Ende ist - im Gegensatz zu allem anderen - ein Knaller! Sehr unvorhersehbar und nachvollziehbar! Ein richtiges Wow!

    Das ideale Wort für das gesamte Buch ist wohl "lahm". Das ist das erste und letzte, das mir hierzu einfällt, leider. Irgendwie schafft die Autorin es seit "Herz aus Schatten" nicht mehr, mich mit ihren Fantasiegeschichten zu begeistern. Enttäuschend!


    Fazit:
    Leider eine zu lahme Geschichte, die sich aber sehr schnell lesen lässt. Nicht schlecht, aber auch nicht unbedingt lesenswert. So ganz konnte ich mich nicht mit den Charakteren und der Story anfreunden. Mehr als 3 Sterne kann ich daher hier nicht vergeben.

    Auch das Hörbuch konnte mich nicht überzeugen. Schade!



    An dieser Stelle bedanke ich mich ♥lich beim netgalley-Team und dem Piper-Verlag für das ebook.

    :study: Ernsthafte, alberne und widersprüchliche Tricks für vielerlei Notfälle!


    Klappentext:

    Gefahr! Sie lauert um jede Ecke. Treibsand. Haie. Cyber-Mobber. Super-Viren. Vom Ringen mit Alligatoren über das Ausweichen von Drohnen bis hin zu wie man ein außer Kontrolle geratenes selbstfahrendes Auto überlistet, das »Worst-Case-Szenario-Handbuch« hilft mit fachmännischen, illustrierten, Schritt-für-Schritt Anweisungen in Situationen, in denen das Leben eine unvorhergesehene Wendung zum Schlimmsten nimmt.


    Autoren:

    Joshua Piven ist Computerspezialist und freier Autor. In seinem Leben ist er bereits von messerschwingenden Banditen verfolgt worden, in der U-Bahn steckengeblieben, überfallen und ausgeraubt worden. Er lebt mit seiner Familie in Philadelphia.


    David Borgenicht ist Autor und Lektor. Er ist schon einmal in einem Gepäckwaggon gefahren. Außerdem musste er schon mehrmals in Häuser einbrechen (jedes Mal mit gutem Grund). Er lebt gemeinsam mit seiner Frau in Philadelphia.



    Bewertung:

    Das Cover sagt mir nicht zu, obwohl es in dem passenden Farbcode gedruckt ist. Allein der Titel hat meine Aufmerksamkeit erregt, sodass ich das Buch dringend lesen wollte. das Buch hat zu Beginn eine Warnung bezüglich der Tricks, da einige sehr lebensgefährlich sein können. Dann folgt ein Vorwort und eine Einleitung der Autoren. Unterteilt sind die Kapitel in folgende Bereiche:


    Gefahren und Auswege

    Zähne und Krallen

    Die beste Verteidigung

    Im freien Fall

    Technische Probleme

    Notfälle

    Abenteurer des Überlebens



    Die jeweiligen Tipps gehen Bereichsübergreifend rüber, da sich bei den meisten Gefahren sich nicht einteilen lässt, ob es z.B. zu "Die beste Verteidigung" oder "Gefahren und Auswege" einordnen lässt. daher war die Einteilung für mich nicht ganz stimmig getrennt.


    Es gibt sehr hilfreiche Überlebenstricks wie Wasserreinigung, wie Erfrierungen behandelt werden sollten oder wie man aus einem sinkenden Auto entkommt. Aber hier gibt es auch unsinnige Tipps wie "Wie man ein Auto rammt" oder "Wie man vom Dach eines fahrenden Zuges ins Innere gelangt", um nur zwei Beispiele zu nennen. Was soll der Blödsinn? Das sind doch keine Überlebenstricks, keine ernsthaften, sondern Showgemachte Dämlichkeiten. Und dann gibt es noch sehr hilfreiche Tricks, die aber so intensiv und lang erklärt werden, dass es wiederum unsinnig ist, da in der bestehenden Notfallsituation gar keine Zeit zum Lesen ist, wie z.B. "Wie man ein Flugzeug landet". Dieser an sich hilfreicher Tipp muss vorher schon auswendig gelernt werden, ansonsten ist man tot, ehe man überhaupt anfängt zu lesen.


    Neben diesen drei Varianten gibt es noch eine Vierte, die sich in ihrer Erläuterung widerspricht, z.B. "Wie man einen Tornado überlebt. Bei einem Tornado soll man sich auf den Boden in eine Grube legen, wenn es kein Schutzgebäude weit und breit gibt. Das habe ich schon in der Grundschule gelernt. Hier wird aber weiter berichtet, wenn man ein Auto hat, soll man sich auf keinen Fall in eine Grube legen, sondern im Auto bleiben. Versteht sonst noch jemand den Sinn der beiden Aussagen? Entweder es ist ratsam, sich in eine Grube zu legen oder nicht. Beides geht nicht!


    Zum Ende des Buches hin gibt es noch die Quellenangaben und Experten sowie die Autoreninfos. Jeder Bereich enthält zwei Deckblätter, die in dem roten Farbcode gefärbt sind, sowie eine passende Illustration zum Bereich. Hin und wieder tauchen zu einigen Tipps und Tricks erläuternde Illustrationen auf, die bei dem ein oder anderen auch sehr wichtig sind. Die Texte sind nämlich nicht immer so zu verstehen, wie sie gemeint sind.




    Fazit:

    Insgesamt schon ein lesenswertes Büchlein, bei dem der eine oder andere Trick nicht nur hilfreich, sondern auch lebensrettend sein kann. Leider ist auch einiges an Unsinn dabei, sowie widersprüchliche Hinweise, die einen verunsichern. Ein Gefühlszustand, der tödlich sein kann, im Angesicht eines Notfalls. Daher vergebe ich 3,5 Sterne für diesen Ratgeber.





    :love: Ich bedanke mich beim netgalley-Team, wie auch beim arsEdition-Verlag für dieses bereitgestellte Leseexemplar!



    :study: Kurz und informativ rund um unsere Lebensmittel und deren Reise zu uns


    Klappentext:

    In diesem Buch wird anschaulich erklärt, dass wie und was wir essen beeinflusst, wie es dem Planeten Erde geht. Es kommen verschiedene Themen zur Sprache: was das Pausenbrot mit dem ökologischen Fußabdruck zu tun hat, warum in einem Erdbeerjoghurt 9000 km Transport stecken, ob wir Fische bald nur noch im Aquarium sehen, was die Sojabohne mit dem Regenwald zu tun hat, aber auch, wie sich unsere Ernährung auf unseren Körper auswirkt.


    Autorin:

    Annette Maas liebt die Berge, insbesondere wenn Schnee liegt, kocht viel und gerne für Freunde, freut sich jeden Tag auf ihr Büro und die Bücher, die sie dort bearbeitet. Nach Stationen bei Middelhauve, arsEdition und Heyne gründete die studierte Betriebswirtin und Germanistin ihr Redaktionsbüro. Zu den Genres, die sie besonders reizen, gehören Kinder- und Kochbücher, so wie gut gestaltete Ratgeber. Zum Schreiben kam sie, weil für sie für Themen, die ihr am Herzen lagen, keinen Autor fand. Annette Maas lebt und arbeitet in München.


    Illustrator:

    Miro Poferl, geboren 1980 in München, studierte Illustration und Kommunikationsdesign an der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Hamburg. Seit 2009 arbeitet sie als selbstständige Illustratorin und Grafikdesignerin für Unternehmen, Verlage, Stiftungen und Genossenschaften. Sie hat bereits zwei Kinderbücher veröffentlicht und lebt mit Mann und Patchworkkindern in einer Bio-Gärtnerei bei München.



    Bewertung:

    Das Cover finde ich sehr ansprechend und kindgerecht gestaltet. es ist ein Eyecatcher und hat mich neugierig gemacht. Der Titel lässt vermuten, dass es sich um Joghurts geht und wie sie hergestellt und transportiert werden. Doch der Joghurt ist nur ein Synonym für alle Lebensmittel, die umweltbelastend hergestellt werden und rund um die Welt reisen, damit wir sie verzehren können.


    Der Inhalt ist chronologisch und nicht durcheinander erstellt. Was meine ich damit? Es wird Stück für Stück Wissen vermittelt und mit dem einfachsten angefangen. Erst lesen wir ein Vorwort, dann folgt zu Beginn erst mal unsere generellen Grundnahrungsmittel zum Einstieg. Wir können verschiedene Bereiche lesen; Werbestrategien, einzelne Lebensmittel, Verpackungswahnsinn und auch was gesund ist und was nicht.


    Die Texte sind kurz und einfach gehalten, damit auch Kinder dem folgen können. Unterstützt werden diese mit zahlreichen, ja schon überflutetet Illustrationen, die das angegebene Wissen verdeutlichen sollen. Einige Texte sind auf den Illustrationen nicht lesbar, da entweder sie oder die Bilder zu dunkel gedruckt sind.



    Fazit:

    Es ist ein guter Einstieg in unsere Lebensmittelgesellschaft und den Lebensmittelunternehmen, die alles daran setzen, uns an ihre Produkte zu binden. Ich selbst habe fast nichts neues erfahren können, aber mir gefällt die Gestaltung des Buches sehr gut.


    Hier fehlt eine Altersangabe, aber ich würde das Wissensbuch für Kinder ab 9 Jahren empfehlen. Sehr gut und unterstützend ist es, zusammen mit einem Erwachsenen zu lesen und die Inhalte zu besprechen. Es gibt vieles, dass für Kinder nicht so verständlich sind, mögen die Texte und Bilder auch noch so einfach gehalten sein.




    :love: Mein Dank geht an das netgalley-Team und dem arsEdition-Verlag für das Rezensionsexemplar!

    :study: Tu etwas. Irgendwas. Egal wie jung Du bist. Du hast Macht.


    Klappentext:

    Sie kämpfen für die Umwelt, Minderheiten und Gleichberechtigung und engagieren sich gegen die Waffenlobby, Diskriminierung und Korruption. 25 Jugendliche im Kampf für eine bessere Welt. Greta Thunberg ist 16, als sie mit ihrem Schulstreik für die Umwelt weltweite Klimaproteste auslöst. Der 14-jährige Netiwit Chotiphatphaisal gründet eine Zeitung, um sich in Thailand für Demokratie, Redefreiheit und eine Bildungsreform einzusetzen. Malala Yousafzai bloggt von der Unterdrückung der Frauen in Pakistan als sie 11 ist. Und Felix Finkbeiner entwickelt in der 4. Klasse seine Idee, dass Kinder in jedem Land eine Million Bäume pflanzen sollten. Jugendliche auf der ganzen Welt zeigen soziales Engagement und bewirken wegweisende Veränderungen. Ihre Entschlossenheit inspiriert uns alle.


    Autoren:

    Benjamin Knödler, 1991 geboren, studierte Philosophie und Sozialwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er ist Journalist und arbeitet als Online-Redakteur bei der Wochenzeitung „der Freitag“. Im Frühjahr 2020 erscheint das von Felicitas Horstschäfer illustrierte Jugendsachbuch Young Rebels - 25 Jugendliche, die die Welt verändern, das Benjamin Knödler gemeinsam mit seiner Mutter Christine Knödler geschrieben hat.


    Christine Knödler, 1967 geboren, arbeitet als freie Journalistin, Kritikerin und Moderatorin. Sie schreibt und ediert für Verlage, Zeitungen, Zeitschriften und den Deutschlandfunk. Im Hanser Kinderbuch hat sie mit Reinhard Michl Schnurren und Kratzen – Geschichten von Katzen (2013) herausgegeben. Im Frühjahr 2020 erscheint das von Felicitas Horstschäfer illustrierte Jugendsachbuch Young Rebels - 25 Jugendliche, die die Welt verändern, das Christine Knödler zusammen mit ihrem Sohn Benjamin Knödler geschrieben hat.



    Illustrationin:

    Felicitas Horstschäfer, 1983 geboren, arbeitet seit ihrem Diplom an der Fachhochschule Münster (2009) als freischaffende Designerin im Bereich Cover, Illustration und Buchkonzept in Berlin. Neben Buchverlagen, Printmedien und Wirtschaftskunden zählen Papeterie-Hersteller*innen im In- und Ausland zu ihren Kunden.



    Bewertung:

    Cover und Inhalt sind genauso toll gestaltet wie die anderen Reihenbücher. Das hier ist mein erstes aus der Reihe. Die Illustratorin hat tolle Arbeit geleistet, sowie beim Cover als auch im Innenteil. Auch einen Farbcode mit Helltürkis und Gelborange zieht sich durch das gesamte Buch. Es ist jugendlich modern und cool gestaltet und spricht diese Altersgruppe toll an. Auch ich als Erwachsene bin davon begeistert, weshalb ich mir mit Punkten ein Exemplar bei vorablesen gegönnt habe.


    Schon das Inhaltsverzeichnis ist toll gestaltet und macht Lust auf mehr. Neben den Jugendhelden gibt es zuvor ein Vorwort der Autoren, am Ende des Buches folgt ein Glossar mit wichtigen Schlüsselwörtern und ein Quellenverzeichnis zu den Zitaten der Jugendlichen. Die Berichte sind generell in der Vergangenheitsform gehalten - bis auf den Bericht über Malala Yousafzai. Zu jedem Bericht hat die Illustratorin ein Portrait als Deckblatt und am Ende des Berichts eine passende Seite für jeden Jugendlichen illustriert. Jemand, der sich für ein verschärftes Waffengesetz einsetzt, hat die Seite mit gebrochenen Waffen illustriert bekommen. Ein anderer, der sich für die Umwelt einsetzt, hat die Seite mit Plastiksachen illustriert bekommen. Und so geht es für jeden Jugendlichen individuell weiter. Auch zwischen den Berichten sind jeweils passende kleine Bildchen illustriert worden. Bei einigen fehlt mir das aktuelle Ende bzw. wie es heute nach den vergangenen Handlungen aktuelle aussieht.


    Und diese Individualität spiegelt sich im ganzen Buch wieder. Es sind 25 ganz unterschiedliche Geschichten zusammengetragen worden, sei es Umwelt-Aktivisten, Geschlechtskämpfer, Erfindergeister oder Kulturkämpfer ... alle von ihnen leisten einen Beitrag, um die Welt ein bisschen lebenswerter zu machen. Die Berichte sind von vier bis sechs Seiten lang. Die Texte sind in kurzen Absatzblöcken verständlich wiedergegeben. Zu jedem Bericht gibt es auch eine kleine Übersicht über die Person und ihre Taten in wenigen Sätzen formuliert. Die Zitate sind farblich geschrieben, um sie bei der Quellenangabe schnell wiederzufinden. Ebenso sind die in dem Glossar aufgeführten Schlüsselwörter in den Berichten farblich geschrieben.



    Fazit:

    Bisher habe ich mich meistens nur geschämt für meine Generation, die so rüpelhaft und respektlos erzogen wird. Aber hier gibt es diese engagierte Seite, auf die ich sehr stolz bin. Unsere Generation hebt sich von der älteren Generation ab: Wir handeln, statt nur zu reden oder Probleme zu ignorieren. Eine wirklich toll gestaltete und übersichtliche Inspiration für Jugendliche UND Erwachsene!


    Ich habe auch die anderen Bücher genauer angeschaut und die Leseproben gelesen. Ich finde es schade, dass hier diesmal nur 25 Jugendliche genommen wurden, wo die Autoren doch in der Ausgangssituation 30 Jugendliche vorliegen hatten. Diese fünf mehr hätten sie schon mit reinbringen können. Auch vom Preis her ist es sehr teuer, im Vergleich mit den anderen Büchern. Aber ich kann dieses Werk wirklich nur empfehlen, es sollte eine Schullektüre werden. Das Buch macht deutlich, dass es für Veränderungen nie zu spät ist, man nie klein genug sein kann, um etwas zu bewegen und weckt Hoffnungen, dass wir doch nicht so unwichtig sind, wie wir uns selbst und andere uns einreden.



    Wer etwas will, findet Wege. Wer etwas nicht will, findet Gründe.

    (Willy Meurer)




    :love: Ich bedanke mich innigst beim vorablese-Team und dem Verlag für die Chance, das Buch mit Punkten erworben zu haben.

    :study: Eine lehrreiche Lektüre für die ganze Familie!


    Klappentext:
    Zu viel Plastik, zu viel Verpackung, zu viel Abfall ...! Du möchtest einen Beitrag leisten und unseren Planeten schützen, weißt aber nicht wie? Das Ändern von Konsumgewohnheiten ist gar nicht so schwer, wie man meint. Hier erfährst du, wie du am besten Müll vermeidest.

    In diesem Buch werden 32 Aktionen zu Müllvermeidung oder -recycling vorgestellt. Lerne z. B. Kleidung zu recyceln, Kompost herzustellen oder Plastikgegenstände zu ersetzen. Nimm die Herausforderung an und werde ein Umwelt-Superheld! Geeignet für Kinder ab 8 Jahren.


    Autorin:
    Karine Balzeau ist Wissenschaftlerin am Französischen Nationalmuseum für Naturkunde und war Mitarbeiterin in einer Gesellschaft zum Schutz der Artenvielfalt. 2010 gründete sie ein Beratungsunternehmen, das sich zum Ziel gesetzt hat, Menschen beim Schutz ihres Planeten zu helfen. Die Biodiversität der Erde und der Naturschutz liegen Karine Balzeau besonders am Herzen.



    Übersetzer:
    Andreas Jäger hat in Saarbrücken, Sheffield und Brighton Anglistik, Germanistik und Linguistik studiert und arbeitet seit 1999 als Übersetzer für verschiedene Verlage. Für arsEdition überträgt er seit vielen Jahren Kindersachbücher aus dem Englischen und Französischen und hat dabei schon viel über Dinosaurier, Piraten und Mumien gelernt. Außerdem ist er Stammübersetzer einiger sehr erfolgreicher britischer und amerikanischer Autorinnen und Autoren von Spannungsromanen.


    Layouterin und Illustrationistin:
    Amélie Garcin



    Bewertung:
    Das Cover ist kindergerecht gestaltet und macht auch mich als Erwachsene neugierig auf die Tipps zur Umweltschonung. Der Inhalt ist wie folgt unterteilt:

    Vorwort
    Einleitung
    Im Haus und Garten
    Im Bad
    Mit Freunden
    In der Küche
    Draussen
    Glossar
    Register

    Zu jedem Tipp gibt es erst mal eine Erläuterung dazu, mit Illustrationen und kindgerechten Texten als Dialog gestaltet. Dann folgt das "Los geht's!", bei dem der Tipp genau zum Nachmachen aufgezeigt. Hier werden auch Illustrationen und kurze Texte genutzt. Das Buch führt nicht bloß die typischen Tipps auf, sondern wirklich ungewöhnliche, die man sonst nicht so liest.

    Nach den Tipps gibt es ein kleines Glossar, dass wichtige Schlüsselwörter verständlich erklärt. Zusätzlich gibt es ein Register, dass alle Tipps zum Nachmachen chronologisch aufgelistet wird. Durch das ganze Buch sind verschiedene Illustrationen gedruckt worden, ebenso wie die verständlich gestalteten Texte.


    Fazit:
    Das Buch beeindruckt mit coolen Illustrationen, verständlichen Erklärungen und einzigartigen Tipps, um umweltbewusster zu leben. Auch als Erwachsene macht das Lesen dieses Buch viel Freude und gibt tolle Impulse durch seine ungewöhnlichen Ideen zum Nachmachen. Ein toller Spaß und kindgerechte Lehre für die ganze Familie.



    Ich bedanke mich herzlich beim netgalley-Team und dem Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar!

    :study: Schnee war Gestern, Dürre ist Heute, Tod ist Morgen

    Klappentext:
    Schmelzende Gletscher, extreme Wettererscheinungen, gefährliche Waldbrände, Regenwälder, die immer mehr schrumpfen ... An vielen Stellen ist zu erkennen, dass unser Klima sich immer drastischer verändert und wir so nicht weitermachen können mit der Ausbeutung unserer Erde und dem ökologischen Fußabdruck, den wir hinterlassen.

    Neben Fakten und anschaulichen Fotos bietet dieses Kindersachbuch ab 8 Jahren viele Tipps und Anregungen, wie Kinder, ihre Freunde und Familien selber dazu beitragen können, den Klimawandel zu bekämpfen und sich umweltbewusst und ressourcenschonend zu verhalten - ein Anliegen, das heute viele Kinder und Jugendliche haben!


    Autorin:
    Hannah Wilson

    Übersetzer:
    Julian Funk



    Bewertung:
    Das Cover und der Titel sind altersgerecht erstellt und gestaltet. Mich als Erwachsene hat es ebenfalls angezogen. Gerade Wissensbücher für Kinder und Jugendliche sollten Erwachsene auch etwas Aufmerksamkeit schenken, da sie vieles verständlicher erklären als es so manche Erwachsenen-Sachbücher tun.


    Dieses Kindersachbuch ist in folgende Themen unterteilt:

    Die Klimakrise
    Das Meer
    Wildes Wetter
    Hitze
    Luft
    Die Zukunft ist grün
    Glossar
    Quiz-Antworten

    Der Einstieg ist schnell und baut sich mit Wissen langsam auf. Die Wissenstexte sind kurz und knapp in Kästchen und Kreisen zusammengefasst. Für ausschweifende Informationen muss man selbst auf Recherche gehen. Die Illustrationen und Fotos wechseln sich bei den Erläuterungen ab. Nicht alle Fotos sind hochwertig gedruckt, leider. Es wirkt dadurch etwas "billig", wie wir so als Redewendung sagen.

    Zu jedem Thementeil gibt es ein paar Quizfragen, deren Antworten am Ende des Buches aufgeführt sind. Die jeweiligen Fragen beziehen sich auf den jeweiligen Themenabschnitt. Für Kinder und Jugendliche ein kleiner Extraspaß. Ebenso werden einige Tipps zur Reduzierung der Klimaschäden sowie kleine Experimente zum Nachmachen erläutert. Das bringt nochmal zusätzliche Freude. Es gibt beim Thema Luft auch eine Webseite, wo sich die Luftmessung vieler Städte der Welt anzeigen lässt. Meine Stadt ist leider nicht dabei, aber eine tolle Sache ist es dennoch.

    Am Ende des Buches ist auch ein kleines Glossar mit einigen Schlüsselwörtern. Dort kann man nochmal nachlesen, was diese bedeuten. Insgesamt ein übersichtliches Sachbuch, dass mit seinen Fotos, Illustrationen und kurzen Texten gut informiert und neugierig auf mehr macht.


    Fazit:
    Als neunziger Jahrekind hatte ich noch das Glück, die natürlichen Jahreszeiten miterleben zu dürfen. Die ersten extremen Veränderungen kamen als ich fünfzehn war. Da habe ich das erste Mal den Wandel richtig wahrgenommen und ab da an, spielten die Jahreszeiten völlig verrückt. Sommer wurde tropisch, Herbst winterlich, Winter herbstlich ... die jüngste Generation kennt die Jahreszeiten nur noch aus Erzählungen, umso wichtiger ist so ein Buch, dass ihnen verständlich erklärt, was hier los ist. Auch für meine junge Generation stellt sich die Frage nicht, ob es den Klimawandel gibt oder nicht. Statt darüber zu debattieren, agieren wir entsprechend. Und ich hoffe, Bücher wie dieses regen auch die jüngste Generation an, aktiv zu werden.

    Das Buch ist für jung und alt eine gute Lektüre und sollte auch im Schulunterricht seinen Platz finden, anstatt immer wieder nur alle deutschen Flüsse und Städte auswendig zu lernen, wie wir es mussten. Erdkunde ist mehr als das. Durch die hin und wieder schlechten Fotoqualitäten halte ich den Verlagspreis von 15 € etwas zu teuer. Weiter ist auch anzumerken, dass einige Themen etwas oberflächlich behandelt werden und manches nicht ganz so verständlich für Kinder erklärt wird. Dennoch ist es ein Sachbuch, dass ich allen Altersgruppen empfehlen kann. Allerdings sollte bevorzugt das Printexemplar gekauft werden, damit es sich jederzeit leicht nachblättern lässt.



    Ich bedanke mich herzlich beim netgalley-Team und dem Verlag für das bereitgestellte ebook.