Beiträge von K.-G. Beck-Ewe

    Produktvorstellung bei amazon.de/Meine Übersetzung:


    Markus Stebbings verbirgt einen tödlichen Hirntumor, denn er hofft solange lebendig und ein Teil der Delta Force zu bleiben, das er für etwas sterben kann, das von Bedeutung ist. Die Mission eine domestische terroristische Zelle, die einen Nuklearsprengkopf besitzt klingt wie genau die Gelegenheit, auf die er gewartet hat - bis ihm klar wird, dass die Ziele keine Terroristen sind und dass das, was sie haben wesentlich gefährlicher ist als eine Bombe.


    Auf der Flucht mit Dr. Grace Llewellyn und dem Gerät, das sie Prometheus nennt, findet sich Markus gegen die volle Macht der US-Geheimdienste und des Militärs gestellt, als diese die größte Menschenjagd starten, die jemals auf amerikanischen Boden durchgeführt worden ist. Schnell wird ihm klar, dass Prometheus einen technischen Fortschritt darstellt, der so grundlegend ist, dass er den Lauf der Geschcihte verändern könnte. Aber es gibt noch ein weiteres Gerät dieser Art und er, Grace und Prometheus sind alles, was zwischen ihm und dem Ende der Menschheit, wie wir sie kennen, stehen.


    Eigene Beurteilung/Eigenzitat aus amazon.de:


    Nun, so ganz alleine stehen die drei nicht, denn von Anfang an ist ein Kollege von Grace mit im Boot und später auch einige Delta Force-Kameraden von Markus, die ihm bei späteren Aktionen hilfreich zur Seite stehen.


    Aber worum geht es überhaupt? Markus Stebbings hat im Leben wirklich nichts mehr zu verlieren, denkt er. Seine Familie ist bei einem Unfall ums Leben gekommen, und er hat regelmäßig Aussetzer - Episoden, an die er sich nicht mehr erinnern kann, in denen er aber auf jeden Fall handelt. Dies geschieht zum Teil auch in Einsätzen, wenn auch so, dass es seinen Kameraden nicht auffällt. Und nun hat er seit Kurzem das Ergebnis einer Untersuchung und weiß, dass er unter einem inoperablen und bösartigen Gehirntumor leidet. Kaum hat er auch nur begonnen, diese Nachricht zu verdauen, bekommt er auf relativ ungewöhnlichem Wege eine Einladung zu einem Treffen mit Angehörigen anderer Black-Op-Einheiten und solchen, die gerne bei so etwas wären, um so schnell wie möglich auf ein Labor auf dem Boden der US einzugreifen, wo sich inländische Terroristen darauf vorbereiten, einen thermonuklearen Sprengsatz zu zünden. Und Markus soll die Operation leiten. Ein offizielles Team kann nicht eingesetzt werden, da das nächste sechs Stunden bis zum Ziel benötigen würde - und Markus Gruppe kann in zwei Stunden vor Ort sein.


    Im Verlaufe des Einsatzes steigern sich Markus' anfängliche Zweifel, so dass er schließlich den absoluten Tötungsbefehl im Einsatzbereich aufheben will, woraufhin seine Einheit den Befehl erhält, ihn auch zu töten. Mit Müh und Not kann er sich zusammen mit zwei Wissenschaftlern aus diesem Labor aus der Gefahrenzone herauskämpfen. Und mit Prometheus, einem Prototyp eines Quantencomputers, mit dem sich so ziemlich alles in Rekordzeit hacken lässt - die ultimative Waffe im um sich greifenden Cyberkrieg. Aber das Labor, dass er angegriffen hat ist nur eines von zweien, die an diesem Computer gearbeitet haben und die Konkurrenz hat ihr Produkt schon ein wenig länger fertig. Und es befindet sich in den Händen eines Mannes, dessen Motivationen nicht sonderlich rational sind. Und der bereits angefangen hat, die Cyberwelt nachhaltig zu verändern. Und so sieht sich Markus mit seinen beiden Schutzbefohlenen und einer der gefährlichsten Waffen der Welt auf der Flucht vor den eigenen Geheimdiensten und der Polizei, während Bilder ihrer Gesichter über alle Bildschirme laufen und mögliche Verbündete in höheren Rängen entweder überraschend von ihren Positionen zurück treten, oder aber seltsame Unfälle haben. Und dann wird sogar eine Delta-Einheit auf Markus angesetzt - seine eigenen Kameraden.


    Nun, zum Teil ist die Story schon ein wenig weit an den Haaren herbeigezogen und die Charakterisierung von Dr. Grace als geniale Autistin mit Gesichtswahrnehmungsproblemen erscheint überaus stereotypisch - und im letzten Drittel des Buchs verschwindet sie fast vollständig aus der Geschichte. Was aber die Geschwindigkeit und die Action-Sequenzen angeht erinnert dieser Roman stellenweise an die Scarecrow-Romane von Matthew Reilly und wenn man bereit ist, einige Logiklücken zu ignorieren, dann ist dies schon ein ziemlich unterhaltsames Buch, das eventuell auch der Einstige in eine Serie ist. :study:

    Eigenzitat aus amazon.de:


    Nun ist die neue Yvonne Hartman Leiterin von Torchwood Drei und muss sich in ihre neue Welt und in ihre neue Rolle hineinfinden.


    Future Pain (James Goss)


    Yvonne Hartman beginnt die Trümmer der letzten Ereignisse um Torchwood einzusammeln, als eine neue Bedrohung ihren Kopf hebt – und die Besetzung Cardiffs durch die Außerirdischen und einer außerirdischen Bürgermeisterin weitergeht. Einige religiöse Probleme hatte sich ja bereits in den vorhergehenden Folgen angekündigt, aber nun scheint der angekündigte Gott tatsächlich zur Erde zu kommen. Und auch wenn seine Anhänger immer wieder betonen; „Gott ist Liebe,,.“ Heißt das nicht, dass diese Ankunft nicht auch sehr destruktiv sein könnte.


    Währenddessen ist Jack Harkness mit seiner eigenen kleinen Schar auf der Jagd nach diesem Gott, von dem er annimmt, dass er schon auf der Erde sein könnte. Aber er kann seine Undercovermission nicht durchgängig aufrechterhalten, besonders, als auf einer Beerdigung Orr auf Teammitglieder von Torchwood Eins und auf Yvonne Hartman trifft. Eine Begegnung, die die Empathin überaus beunruhigt.


    Würdiger Einstieg um eine neue epische Erzählung aus dem Torchwood-Universum.


    The Man who Destroyed Torchwood (Guy Adams)


    Brent Hayden lebt noch daheim bei seiner Mutti. Aber er gilt als eine Art Kreuzritter im Internet, denn er „jagt“ Verschwörungen hinterher und veröffentlicht seine „Funde“ regelmäßig in mehr oder minder reißerischen Beiträgen, die ihm eine langsam aber stetig wachsende Zuschauerschaft bringen. Und nun hat er sein Auge auf Cardiff gerichtet, wo er die Untaten von Torchwood – und insbesondere von Torchwoods üblen Anführer Cpt. Jack Harkness, aufzudecken gedenkt. Er ist sich ganz sicher, dass die Leute bei Torchwood bereits in ihren Schuhen vor ihm zittern. Und dann findet er auch noch einen Informanten, der davon berichtet, für Torchwood gearbeitet zu haben und der ihn mit allerlei wichtigen Informationen versorgt – wie etwa über die wirklichen Herrscher Cardiffs. Und Brents Aufrufzahlen schießen schlagartig in die Höhe. Nun ist er sich sicher, Torchwood besiegen zu können.


    Alt-right, extrem linke Netzkreuzritter. Das neue politische „Heldentum“ an der Tastatur hat schon seltsame Blüten getrieben in unserer Zeit und diese Geschichte bindet diese gekonnt ein – und demonstriert einen ein wenig klischeehaften Tastaturritter, der sich einbildet, er könne aus seinem Keller heraus die Welt retten.


    See no Evil (John Dorney)


    Während Cpt. Jack sich unerwartet im Hub aufhält kann auf einmal niemand mehr gucken. Und das liegt nicht daran, dass der Strom ausgefallen ist, denn man hört die Lampen weiter summen und auch die Computer laufen noch – obwohl man nirgendwo einen Bildschirm im Dunkeln leuchten sieht. Eine blind eingegebene Abfrage an die Mikrophone der CCTV-Systeme Cardiffs zeigen, dass anscheinend die ganze Stadt erblindet ist. Und auf einmal scheint Jack verschwunden zu sein. Und dann beginnt die Geschichte wieder von vorne.


    Und diesmal finden Jack und Yvonne Hartman im Keller von Torchwood Cardiff zwei Nachsichtgeräte die zumindest ihnen eine gewisse Sicht ermöglichen. Nun müssen sie nur noch in die Stadt hinaus um die panischen Menschen vor sich selbst und einem Apex-Predator zu schützen, der seine eigene Dunkelheit ins Jagdgebiet mitbringt. Und dabei müssen sie sich aufteilen und mit jeweils anderen Begleitern ihren Weg durch die Stadt machen.


    Eine spannende und unerwartete Geschichte – wobei die Dopplung am Anfang noch nicht aufgeklärt wird. Aber es gibt schon eine interessante Überleitung in den nächsten Teil.


    Night Watch (Tim Foley)


    Als Jack gerade mit Colchesters altem Lebensgefährten ein wenig intim werden möchte, taucht der Verstorbene auf einmal in der Wohnung auf – und er ist nicht amüsiert. Da diese Situation total unrealistisch ist, geht Jack von einer Einflußnahme von Außeririschen aus und lässt das Pärchen alleine um zu ermitteln. Währenddessen hat Oor die Aufgabe bekommen, eine Stadt zu bewachen, in der jeder außer ihr zu schlafen scheint, während sich ein unheimliches Wesen über Cardiff befindet, das sich von den Träumen der Menschen ernährt. Und dafür werden die Träume der meisten Leute sehr aufregend – und bewegend. Aber zum Teil auch überaus deprimierend. Und was ist denn nun eigentlich Traum und was ist Realität – insbesondere, wenn auf einmal eine Technologie auftaucht, die solche Unterscheidungen aufzuheben scheint. Endet mit einem bösen Cliffhänger.


    Interessante neue Reihe innerhalb der fortlaufenden Torchwood-Erzählung, auf deren Fortsetzung ich mich schon richtig freue. Sowohl die vertrauten, wie auch die neuen Charaktere sind sehr überzeugend dargestellt und bisher entwickelt sich die Geschichte hervorragend. :musik::musik:

    Und während man sich bestens unterhält, kann man auch noch so einigeslernen. Nicht nur über das eigentlichen Thema des Buches - Götter, Halbgötter,Titanen, Nymphen, Zentauren, Giganten, Zyklopen, Dryaden und wie sie alleheißen -, sondern auch über die vielen Kunstwerke, denen die Sagenzugrundeliegen, und die äußerst zahlreichen (Fremd)Wörter, die sich von denMythengestalten ableiten

    Nur so ein Gedanke: Wäre dieses Buch dann nicht besser bei den Sachbüchern einzuordnen?

    Klappentext:


    Sie wissen alles, sie beherrschen alles - und sie sterben nicht. Sie sind die awtomat, uralte meschenartige Roboter. Seit Jahrtausenden leben sie unerkannt unter uns.


    Doch ihre Zeit läuft ab: Sollte es ihnen nicht gelingen, eine neue Energiequelle zu finden, droht ihnen der Untergang. Noch dazu sind die eiden mächtigsten awtomat in einen Machtkampf verstrickt. Mitten in diesen mörderischen Konflikt gerät die Archäologin June: Beim Versuch, etwas über die Herkunft eines mysteriösen Artefakts herauszufinden, macht June eine ebenso sensationele wie tödliche Entdeckung....


    Eigene Beurteilung(Eigenzitat aus amazon.de:


    Seit ihrem sechszehnten Lebensjahr weiß June von einer geheimen Welt der Automaten, in der menschenähnliche Maschinen wirken und zum Teil in das Leben der Menschen eingreifen, denn sie hat in einer Werkzeugkiste ihres Großvaters ein Artefakt gefunden, das dieser von der Schlacht um Stalingrad mitgebracht hat, bei der ein einzelner Mann mit bloßen Händen einen deutschen Tigerpanzer mit Begleitgruppe vernichtet hat - vor seinen ungläubigen Augen. Und dieses Fundstück und die Geschichte ihres deduschka haben die junge Frau zur Erforschung der alten Geschichte getrieben und sie so zu einer Spezialistin für mechanisch angetriebene, äußerlich Lebewesen nachempfundenen Lebewesen gemacht.


    Jahre später, bei der Sichtung eines Schreibautomaten, findet sich June auf einmal in einer Auseinandersetzung zwischen zwei unheimlichen Männern, die sich beide als mächtige Maschinenwesen herausstellen. Mit einem von ihnen, der sich Peter nennt, gelingt ihr die Flucht von der Szene der Auseinandersetzung und ihr Einstieg in eine neue Welt beginnt.

    Peters Erinnerung reicht bis in das Jahr 1709 zurück, als er in einer Werkstatt des Mechanikers Favorini in Moskau erwacht und dort zuerst das Gesicht einer anderen awtomat sieht. Peter wurde im Schlamm eines Flußes zusammen mit seiner Begleiterin gefunden und wird nun äußerlich an Zar Peter angeglichen, denn er soll nach dessen Tod seine Nachfolge als "Ewiger Zar" antreten. Doch die Zarin hat ganz andere Pläne, die es für Peter und seine Begleiterin notwendig machen, den Palast so schnell wie möglich zu verlassen - und eine Odyssee zu beginnen. Nicht nur auf der Suche nach Sicherheit, sondern auch nach einer Erklärung ihrer eigenen Existenz und ihrer Bestimmung. Und diese scheinen sehr weit in der Vergangenheit der menschlichen Geschichte zu liegen. Und Peter - und seine Begleiterin Elena - sind beileibe nicht die einzigen awtomat, die sich in der Welt herumtreiben. Und einige von ihnen sind dem Pärchen überaus feindselig gesonnen.


    Als Peter auf June trifft hat er immer noch kaum Antworten auf seine vielen Fragen gefunden - aber die werden zunehmend überlebenswichtig. Denn eine sehr alte Bedrohung nähert sich den beiden immer schneller und im Reich der awtomat bahnt sich ein vernichtender Endkampf an.


    Seit dem Film über den Schachautomaten sind mir solche Gerätschaften ein wenig unheimlich. Wenn man kein großer Freund von starren Puppen ist, dann sind sich bewegende Puppen richtig beunruhigend. Und dieser Roman gibt einem weitere Gründe zur Unruhe.


    Die Geschichte hat viele interessante und spannende Wendungen und es macht sowohl Spaß mit Peter und Elena - oder auch nur mit Peter - durch drei Jahrhunderte bis in unsere Zeit zu reisen und auch die Abenteuer, die Peter und June zusammen erleben haben es in sich - auch wenn sie im Vergleich dann ein wenig angeheftet an die Restgeschichte wirken. Es gibt einige ziemlich amüsante Erklärung für bisher noch ungeklärte archäologische Funde und auch ein gewisses Fotsetzungspotential. Lohnt sich zu lesen. :thumleft::study: