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Beiträge von K.-G. Beck-Ewe

    Eigenzitat aus amazon.de:


    Ein Tauchexpeditionsboot mit dem etwas besorgniserregenden Namen CELESTE ist unterwegs in ein Tauchgebiet auf hoher See, in dem zuvor ein Schiff einer Erdölerkundungsgesellschaft verschwunden ist. Mit an Bord sind unter anderem Cal und Sue, der Vater bzw. die Schwester von Debi, die als Angestellte und erfahrene Taucherin mit an Bord dieses Schiffs gewesen ist. Des Weiteren wären da noch Geoff, ein überaus verwöhnter und ein wenig weinerlicher Millionär, den es in erster Linie zum Hochseefischen auf die CELESTE gezogen hat, Mercedes, eine frisch geschiedene, junge Mutter, die diese Reise noch in besseren Zeiten ihres Lebens gebucht hatte, ein bösartig wirkender und aggressiver Riese namens Haeberle, der speziell die Frauen an Bord beunruhigt, der Kapitän und Eigner der CELESTE, der sich einfach nur Raven nennen lässt und Tim und Jimmy, zwei Tauchführer, die auch als Stewards und Seelentröster an Bord der CELESTE arbeiten.


    Diese überaus gemischte Truppe bleibt zunächst ziemlich getrennt voneinander, bis Geoff plötzlich einen ganz unerwarteten Fang am Haken hat: einen Mann in einem Tauchanzug, der sehr seltsame Verletzungen aufweist und außerdem eine Goldmünze in seiner toten verkrampften Hand hält. Zur gleichen Zeit stellt Raven im Ruderhaus fest, dass sich der Meeresgrund unter der CELESTE um mehrere hundert Meter angehoben hat und nun etwa 150 Fuß unterhalb des Schiffs ist, hart im Bereich des technischen Tauchens. Und auf dem angehobenen Meeresgrund zeichnet sich im Echolot der Umriss eines Schiffs ab.


    Ab jetzt beginnen die wirklichen Unwahrscheinlichkeiten. Denn die beim technischen Tauchen in großer Tiefe beschriebenen Schwierigkeiten sind überaus real und dass man dazu zwingend einen Trockenanzug benötigt stimmt in der Tat. Denn neben der Stickstoffvergiftung ist das Auskühlen eines der größten Probleme beim Tieftauchen unterhalb der empfohlenen Scuba-Tauchtiefen. Und auch der enorme Bedarf an ziemlich spezialisierter Ausrüstung mit einer großen Anzahl an Redundanzen. Wenn man zu diesen Schwierigkeiten auch noch die zusätzlichen Komplikationen des Wracktauchens mit einbezieht, dann verbietet sich ein Tauchgang für reine Scuba-Taucher ohne eine zusätzliche technische Ausbildung mit vielen umständlichen und körperlich anspruchsvollen Ausbildungsteilen von vornherein. Dass ein Tauchexpeditionsbboot mit dann zufällig auch noch genug technische Tieftauchausrüstungen für die meisten an Bord Anwesenden ausgestattet sein soll ist mehr als unwahrscheinlich. Und das ein verantwortungsbewusster und intelligenter Tauchführer eine solche Truppe nahezu geschlossen auf Schatzsuche in der Nähe eines Wracks gehen lässt, noch dazu, nachdem er die seltsam zugerichtete Leiche am Haken gesehen hat und sich außerdem über den realen Ausbildungsstand seiner Schützlinge nicht Bescheid weiß, ein angehobener Meeresboden überaus besorgniserregend ist und sich die Fische um die CELESTE überaus seltsam verhalten und sogar das Wasser selbst einen der Tauchführer angegriffen zu haben scheint ist einfach blödsinnig. Idealerweise sollte er alle überschüssigen Flaschen und Tauchlampen über Bord werfen und die Wetsuit in einem unbeobachteten Moment zu Shorties runterschneiden um alles, was unterhalb von 20m Tauchtiefe liegt unerreichbar zu machen, wenn seine Schützlinge sich so unvernünftig zeigen, wie die, die hier mit an Bord sind.


    Nun, die Truppe geht also ins Wasser und wie beim technischen Tauchen üblich verzichten sie weitgehend auf das Buddy-System, das Scuba-Tauchern mit Recht ausgiebig angedient wird, beim technischen Tieftauchen aber wegen der mehr oder minder garantierten Stickstoffvergiftung mit den begleitenden Irrationalitäten der Vergifteten nicht wirklich sinnvoll ist.


    Über und unter Wasser begegnen den CELESTE-Fahrern allerlei ungewöhnliche Dinge und umfassende Bedrohungen – und es entsteht ein unwiderstehlicher innerer Drang bei den Meisten immer wieder neue Tauchgänge in die Tiefe zu versuchen, während das Meer mehr und mehr von der CELESTE selbst Besitz zu nehmen beginnt.


    Es beginnt zunächst interessant und hat stellenweise eine gewisse Lovecraftsche Atmosphäre, aber die wird nicht wirklich durchgehalten das Ende ist so extrem lückenhaft konstruiert, dass ich mich für die letzten zehn Seiten echt überwinden musste.



    Absolut keine Empfehlung. [-(

    Produktvorstellung bei amazon.de:


    Wie aus dem Nichts erscheinen sie - furchterregende Geschöpfe, halb Ork, halb Alb, und machen Jagd auf den magischen Diamanten. Wer ihn besitzt, beherrscht die Welt. Als die unerbittlichen Halbkreaturen das Volk der Zwerge tödlich bedrohen, ist Tungdil gefordert. Er greift zur magischen Axt, um das Unheil abzuwenden. Sein Weg führt ihn ins düstere jenseitige Land...


    Über die Serie:

    Mit seiner Saga über "Die Zwerge" war Markus Heitz der erfolgreichste Fantasyautor der letzten Jahre. In den fünf bisher erschienen Bänden beweist der schlagkräftige Zwerg Tungdil Goldhand im Kampf gegen Orks, dunkle Elben und andere hinterhältige Feinde immer wieder, dass auch ein Zwerg Großes leisten kann.


    Eigene Beurteilung (Eigenzitat aus amazon.de):


    Ich muss gestehen, dass ich diese Vollfassung als Hörbuch im Moment ein wenig bereue. Denn die Beschreibungen sind doch stellenweise sehr ausladend und das sorgt bei mir gelegentlich zu einem inneren Wegschalten. Aber da ich ja das Gesamtangebot von fünf Romanen in einer Sammlung genutzt habe, versuche ich noch ein wenig durchzuhalten.


    Einige Jahre nach seinen Abenteuern in Band 2 hat sich Tungdil mehr oder weniger dem Alkohol ergeben, doch ein neuer Auftrag in Begleitung seiner alten Freunde bringt ihn aus diesem Tiefpunkt seines Lebens wieder heraus, denn die neuen Feinde der Zwerge und ihrer Verbündeter - und teils ein wenig unsicherer Alliierten - sind gut gewappnet und deutich koordinierter als alles, was die Zwerge und Alben etc. bisher erlebt haben. Und sie haben eine Art mechanisierte Infantrie, die die Kämpfer vor schier unüberwindliche Aufgaben stellt.


    Und so muss nicht nur Tungdil über seinen alkoholisierten Schatten springen um seinem Ruf als Retter der Welt gerecht zu werden, sondern auch einige alte und neue Freunde und Verbündete müssen übe sich selbst hinauswachsen - oder sogar ihre Leben geben.


    Außerhalb der langatmigen Beschreibungen - und da schließe ich auch einige der Kämpfe mit ein - unterhaltsam und schnell erzählt. Und auch mit einigen originellen Ideen versehen.

    Klappentext:


    Wer gegen Rechte bestehen will, muss sie zuerst verstehen. Das ist nicht immer leicht, denn die rechte Szene hat ihre ganz eigene Sprache und Sprechweise entwickelt. Neue Wörter werden gebildet, geläufigen Wörten wird ein anderer Sinn zugewiesen.


    Andreas von Bernstorff filtert aktuelle Schlüsselwörter der deutschen Rechten aus dem Strom der Medien und betrachtet sie bei Tageslicht. Was bedeuten sie, woher kommen sie, und wie wirken sie?


    Von 'Abendland' über 'Klimawahn' bis zu Zigeunerschnitzel nimmt der Autor rechte Konzepte und alltägliche Diskriminierungen unter die Lupe. Dabei werden überraschende ZUsammenhänge sichtbar, die manch harmlos wirkende Vokabel in neuem Lich terscheinen lassen.


    Wörter können zu Waffen werden. Wörter können Menschen in Feinde verwandeln. Und genau diese Wirkung auf dem Weg zu einer düsteren Wirklichkeit beschreibt Andreas von Bernstorff. Sein Buch ist Musterbeispiel aufklärerischer Sprachkritik, gleichermaßen erschreckend und erhellend.


    (Bernhard Pörksen, Professor für Medienwissneschaft, Universität Tübingen)


    Eigene Beurteilung/Eigenzitat aus amazon.de:


    Kenne Deinen Feind! Diese Aufforderung in kriegerischen Zusammenhängen hat eine gewisse Tradition (sollte aber auch immer im Verein gehen mit: Kenne Dich selbst! Kenne Deine Situation und das Kampffeld! Kenne Deine Verbündeten!).


    In den letzten Jahren haben durch verschiedene politische und gesellschaftliche Akteure wieder Begriffe Eingang in den öffentlichen Diskurs gefunden, die man dort jahrzehntelang nicht mehr gewohnt gewesen ist. Und deren Neuauftauchen einige Menschen zunächst einmal sprachlos gemacht haben.


    Wie Bernstorff in seiner Einleitung klarmacht ist dieses Buch nicht das erste, das sich mit dem neuen rechten Sprachgebrauch auseinandersetzt. Aber es soll auch in erster Linie als Schnellreferenz zum Verfolgen des Diskurses und zur Vorbereitung von möglichen Debatten dienen. Herausgekommen ist dabei ein Wörterbuch, das gleichzeitig auch die Geschichte der betreffenden Wörter und damit auch die Geschichte der identitären Bewegung, der 'Neuen Rechten' und der Reichsbürger-Bewegung in Deutschland und darüber hinaus nachzeichnet. Dabei werden zu querverwiesenen Wörtern in einem Artikel oft noch einmal die Bedeutungen der eingesetzten Begriffe kurz angerissen, was beim linearen Durchlesen des Buchs ein wenig redundant erscheinen mag - aber im Endeffekt bei einem Nachschlagewerk durchaus Sinn ergibt.


    Ziemlich informativ und für das Verfolgen oder Teilnehmen am aktuellen politischen Diskurs überaus hilfreich.