Beiträge von Irrlicht

    Ja, mit Fitzek und ähnlich schreibenden Autoren kann man Zoran Drvenkar nicht vergleichen, seine Bücher sind nicht "Mainstream", sondern mit einem ungewöhnlichen Schreibstil.

    Was ich bisher von ihm gelesen habe, ist ungewöhnlich und sehr gut.

    Davon haben mir am besten "Still" und "Du" gefallen.


    "Nimm einen Mann, der durch ganz Deutschland reist und keine Gnade kennt. Wo er hinkommt, bleibt niemand am Leben.

    Nenn ihn Der Reisende, mach ihn zum Mythos und fürchte ihn. Nimm fünf Freundinnen, die erst dem Chaos die Tür öffnen und dann die Flucht ergreifen.

    Nenn sie Die süßen Schlampen und meide sie. Nimm einen Vater, der verfolgt wird von seiner Vergangenheit und über Leichen geht, um sein Ziel zu erreichen. Und jetzt stell dir vor, er will die fünf Freundinnen aufhalten. Um jeden Preis. Nenn ihn Der Logist und meide ihn. Sie alle bewegen sich aufeinander zu, sie sind voller Rache und haben keine Ahnung, dass du sie beobachtest.

    Ich habe gerade "Das neunte Haus" von Leigh Bardugo beendet.


    Es ist wirklich wie ein Puzzle, wo man ja auch viel Zeit braucht, um es zusammenzusetzen. Das hat die Autorin wirklich toll gemacht, und ich kann mir gut vorstellen, dass es polarisiert. Dazu kommt der - zumindest für mich - anfangs gewöhnungsbedürftige, aber sehr gute Schreibstil.


    Jetzt, am Ende kann ich nur sagen: Wow, was für ein geniales Buch. Das nenne ich mal einen show down mit DEN Auflösung(en) und Entwicklungen, die alles genommen hat, was für ein starker, mutiger, intelligenter, unangepasster Charakter Alex ist. Sie gibt nicht auf, und was sie letztendlich alles (auch mit Hilfe der Geister) herausfindet und aufdeckt, auch über sich selbst, ist unfassbar komplex. Sie gibt sich nie zufrieden mit dem Offensichtlichen, sondern gräbt immer weiter und immer weiter, bis die Wahrheit ans Licht kommt.

    Ich habe mir die Zeit genommen, das Buch sorgfältig, langsam, konzentriert und aufmerksam zu lesen, um ja nichts zu verpassen, und es hat sich gelohnt.

    Komplex ist es auch durch die 4 Zeitebenen, in der die Geschichte erzählt wird, die, wenn ich so manche Rezension lese, einige verwirrend fanden. Ich fand es herausfordernd und mit ein Grund, dass ich sorgfältig lesen musste.


    Das gibt volle 5 Sterne von mir.

    53. Ein Buch, in dessen Geschichte das Wetter wichtig ist

    Es gibt eine Bruchlandung auf einem Planeten, auf dem Dauerregen herrscht.

    Nach und nach passen sich die Menschen gezwungenermaßen an.

    Tolle, super spannende Reihe.


    "Eigentlich hatten sich die Siedler an Bord der VILM VAN DER OOSTERBRIJK das ganz anders vorgestellt. Doch anstatt sie wohlbehalten zu einer entfernten Kolonialwelt zu bringen, war der Weltenkreuzer auf einen namenlosen Planeten gekracht, auf dem es nur eines im Überfluss zu geben schien: Regen. Die wenigen Überlebenden improvisieren zwischen Schrott und Schlamm eine Zivilisation, der nicht nur Kaffee fehlt.

    Der Regenplanet scheint nur auf sie gewartet zu haben - allerdings nicht, um sich erobern zu lassen."

    Was mir noch eingefallen ist: "Still" von Zoran Drvenkar ist richtig gut (Andreas Laudan kann ich auch empfehlen).


    Hass ist, was bleibt, wenn dir alles andere genommen wurde

    Wenn es Winter wird und Schnee und Eis alle Spuren verwischen, erwacht in den einsamen Wäldern Brandenburgs das Böse.

    Über Nacht verschwinden auf mysteriöse Weise Kinder. Nur ein einziges Mädchen taucht unerwartet und verstört wieder auf, ihre Lippen sind seitdem verschlossen. Ein verzweifelter Vater beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln. Doch damit dreht sich die Spirale des Bösen nur noch schneller.

    Die Story spielt in der realen Welt auf einem Campus in Yale. Es gibt Magie und 8 mächtige Häuser / Verbindungen, deren Mitglieder magische Rituale für weltliche Zwecke durchführen, bei denen auch mal was schief laufen kann. Sie können auch magische Tränke brauen oder sich hinter Illusionen und Manipulationen verstecken.

    Die Mitglieder des neunten Hauses, "Lethe", sollen bei den Ritualen aufpassen, damit nichts schief läuft oder nach außen dringt.

    Dann gibt es Geister, "Graue" genannt, die zwar sehr zahlreich sind, die aber niemand außer Alex ohne Hilfe sehen kann (weshalb sie für das Haus Lethe rekrutiert wurde) und die eigentlich harmlos sein sollen. Alex kommt aber mehr und mehr in Kontakt/Berührung mit ihnen.


    Die Geschichte wird in 4 Zeiten erzählt: Sommer: die Vergangenheit von Alex, Herbst: die Zeit, in der sie die Schülerin von Darlington war, Winter: als sie alleine ist und einen Mord aufklären will, wobei es jemanden oder mehrere gibt, die das verhindern wollen, und Vorfrühling: als es ihr gelingt, alles aufzudecken.


    Bis man allerdings hinter alles so steigt, dauert es, dadurch war der Einstieg für mich wirklich schwierig, da alles nur häppchenweise aufgeklärt wird, in einem anfangs gewöhnungsbedürftigen Schreibstil.


    Am Ende kann ich für mich sagen:

    Wow, was für ein geniales Buch, was für eine (oder mehrere) Auflösung(en), was für ein starker, mutiger, intelligenter Charakter Alex ist, deren Entwicklung ich fast atemlos verfolgt habe. Sie gibt nie auf, und was sie letztendlich alles (auch mit Hilfe der Geister) herausfindet und aufdeckt, auch über sich selbst, ist unfassbar komplex. Sie gibt sich nie zufrieden mit dem Offensichtlichen, sondern gräbt immer weiter und immer weiter, bis die Wahrheit ans Licht kommt. Ich habe mir die Zeit genommen, das Buch sorgfältig, langsam, konzentriert und aufmerksam zu lesen, um ja nichts zu verpassen, und es hat sich gelohnt.

    Die Fortsetzung werde ich auf jeden Fall kaufen.


    Bewertung: :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    Spitzenmäßig ist auch die Echtzeit-Trilogie von Sam Feuerbach/Thariot.


    "Kurz vor Pfingsten. In einer Luxussuite liegt ein totes Mädchen. Ein einfacher Fall. Am selben Tag steht der Mörder fest.

    Noch 53 Stunden.


    Die Berichterstattung in den Medien lässt dem Hacker keine Wahl. Die Indizien, zu offensichtlich, die Presse, zu laut. Und die Polizei, zu dämlich. Er hat etwas geschaffen, das bisher für unmöglich gehalten wurde. Nun wird ihm seine Gabe zum Verhängnis. Er trifft eine Entscheidung.

    Noch 39 Stunden.


    Die 'Putzfrau' kennt die Wahrheit. Ihr Leben ist geprägt von Sachlichkeit und Diskretion. Ihr Mindestlohn lässt jeden Topmanager vor Neid erblassen. Sie hält sich im Hintergrund, bis die Männer mitten in der Nacht in ihr Haus eindringen und ihre Kinder bedrohen.

    Noch 13 Stunden.


    Sein Chef fordert schnelle Ergebnisse. Er ist der ermittelnde Kommissar. Alles scheint so klar. Aber nichts im Leben ist einfach. Seine Familie, ein Schlachtfeld und sein Ehrgeiz verblasst. Geblieben ist nur sein Hang zur Gerechtigkeit. Doch dies macht ihn nicht beliebter – eher unbequem.

    Noch 2 Stunden."

    Ilona Bulazel lese ich auch sehr gerne. Empfehlen kann ich die Jenny-Aaron Reihe von Andreas Pflüger, die m.M.n. alles hat, was Du suchst.



    Jenny Aaron war Mitglied einer international operierenden Eliteeinheit der Polizei – hochintelligent, tödlich effektiv. Doch vor fünf Jahren endete ein Einsatz in Barcelona mit einer Katastrophe. Seitdem ist Aaron blind. Damals dachte sie, es sei der schlimmste Tag ihres Lebens. Sie hat sich geirrt. Der schlimmste Tag ihres Lebens ist heute.

    Seit Jenny Aaron bei einem missglückten Einsatz vor fünf Jahren das Augenlicht verlor, arbeitet sie als Verhörspezialistin beim BKA. Sie versteht es perfekt, zwischen den Worten zu tasten und das dahinter Verborgene zu erspüren. Als ihre früheren Berliner Kollegen sie bei einem Mordfall um Mithilfe bitten, wird Aaron jäh in ihre Vergangenheit gerissen: Reinhold Boenisch, für dessen Verurteilung sie als junge Polizistin sorgte, soll im Gefängnis eine Psychologin getötet haben. Aaron nimmt den Fall an und muss schon bald erkennen, dass Boenisch nur der Anfang ist – eine Schachfigur in einem Komplott. Nach und nach wird ihr offenbar, dass ihr bisheriges Leben eine einzige Vorbereitung auf die folgenden beiden Tage war. Um dieses Leben wird Aaron kämpfen müssen wie nie zuvor.

    51. Ein Buch mit einer schönen Verfilmung

    Dabei kenne ich das Buch gar nicht, aber ich finde, es ist ein wunderbarer Film.

    Einer der wenigen Fälle, in denen ich den Film um einiges besser fand als das Buch (ein anderer war "Grüne Tomaten").

    Ja, das habe ich auch schon gehört/gelesen, was ein Grund ist, dass ich das Buch dann nicht gelesen habe. Aber den Film kann ich mir immer wieder ansehen (in Abständen).

    Als mein jüngster Sohn noch von Werder nach Berlin zur Arbeit fuhr, "unterhielt" er uns immer mit gruseligen S-Bahn-Erlebnissen.


    Ja, ich finde, das Durchhalten lohnt auf jeden Fall. Leider gefiel mir die Wächter-Reihe gar nicht, und ich habe den 1. Band mit Ach und Krach fertiggelesen.

    Ja, sehr heftig ist die Ödlandreihe auf jeden Fall (und es wird auch schön detailliert beschrieben), aber was will man anderes erwarten unter diesen Lebensumständen.


    Es ist über alle Bände hinweg durchweg hoch spannend bzw. steigert sich sogar von Band zu Band. Man sollte also nicht vom 1. Band auf die ganze Reihe schließen, falls man den noch nicht soo gut findet - das ist erst der Anfang.

    Sogar wenn die Hauptprotas Mega und Hagen "nur" unterwegs sind, ist es nie auch mal nur eine Spur langweilig.

    Jessy1963 , sorry, ich war auf dem falschen Dampfer und habe etwas über die Ödland-Reihe geschrieben, es ging aber, nachdem ich nachgeschaut hatte, um die Echtzeit-Trilogie.


    Verlinkt hatte ich die Darkside-Park-Trilogie, an der unter anderem Christoph Zachariae mitwirkte und die mich begeisterte.


    So etwas in der Art habe ich noch nicht gelesen. Das Ganze besteht aus Einzelgeschichten verschiedener Autoren, und man muss dadurch alles sehr konzentriert lesen, um am Ende den Überblick zu behalten. Große Klasse und nix für schwache Nerven.

    50. Das Weltall - unendliche Weiten. Welches Buch fällt dir ein?

    Ich lese zwar wenig Science Fiction (und einige befinden sich noch auf meinem SuB), trotzdem habe ich die Qual der Wahl.

    Aber was wäre zu diesem Thema für mich besser geeignet, als ein Buch über ein Raumschiff.

    Ich nehme daher "Ein Raumschiff namens Helva", das zwar schon etwas älter ist, das ich aber noch habe und jederzeit wieder lesen würde.

    Zumindest zum 1. Band habe ich auf Amazon eine Rezension geschrieben. Ich wollte dann eigentlich nach dem Lesen des letzten Bands eine zur ganzen Reihe schreiben, aber das Ganze ist so komplex, dass ich mir das zum Schluss nicht zugetraut habe.

    Ich fand es durchgängig sehr spannend, die Entwicklung/den Werdegang von Timmm und Claire zu verfolgen.