Beiträge von Pokerface

    Zum Buch:


    Was ist Wahrheit? Was ist Wirklichkeit? Wie wurden wir, wer wir sind?


    Ferdinand von Schirach beschreibt in seinem neuen Buch "Strafe" zwölf Schicksale. Wie schon in den beiden Bänden "Verbrechen" und "Schuld" zeigt er, wie schwer es ist, einem Menschen gerecht zu werden und wie voreilig unsere Begriffe von "gut" und "böse" oft sind.


    Ferdinand von Schirach verurteilt nie. In ruhiger, distanzierter Gelassenheit und zugleich voller Empathie erzählt er von Einsamkeit und Fremdheit, von dem Streben nach Glück und dem Scheitern. Seine Geschichten sind Erzählungen über uns selbst.


    Meine Meinung:


    Ich bin kein Fan von Kurzgeschichten. Um die Wahrheit zu sagen: ich mag sie nicht einmal. Wenn es geht (und es geht meistens), dann meide ich Bücher mit Kurzgeschichten. Was mich nun dazu bewogen hat mir ausgerechnet ein Buch mit Kurzgeschichten zu kaufen, kann ich noch nicht einmal sagen. Auf jeden Fall habe ich es getan und mir das Buch von Herrn Schirach zugelegt.


    Morgens beim Friseur habe ich angefangen zu lesen und es dann nicht mehr aus der Hand gelegt. Quasi inhaliert. Eingesaugt. Zwölf Geschichten die wir lesen können und dann für uns entscheiden, ob wir die "Strafe" (die ja nicht vollzogen wurde) für angemessen halten, oder nicht. Und da kann es durchaus unterschiedliche Meinungen geben. Eine Geschichte habe ich meinem Mann vorgelesen und wir haben darüber fast einen ganzen Abend diskutiert, weil wir unterschiedlicher Meinung waren.


    Klare, einfache Sätze, stellenweise emotionslos, einfach erzählt wie die Geschichte war, so ist das Buch geschrieben. Und mich haben die Geschichten darin nicht mehr losgelassen.


    Fazit:


    So gut, dass ich mir die anderen Bücher von Herrn Schirach auch noch zulegen werde.:bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    Zum Buch:


    New York, 1929. Mit neun Jahren verliert Vivian Daly, Tochter irischer Einwanderer, bei einem Wohnungsbrand ihre gesamte Familie. Gemeinsam mit anderen Waisen wird sie kurzerhand in einen Zug verfrachtet und in den Mittleren Westen geschickt, wo die Kinder auf dem Land ein neues Zuhause finden sollen. Doch nur die wenigsten von ihnen erwartet ein liebevolles Heim. Stattdessen müssen sie als billige Landarbeiter, Haushaltshilfen oder Näherinnen unter unmenschlichen Bedingungen für ihre Gastfamilien härteste Knochenarbeit leisten. Viele von ihnen werden für ihr Leben gezeichnet, wenn sie nicht ganz daran zerbrechen. Auch Vivian stehen schwere Bewährungsproben bevor, und mehr als einmal ist sie Willkür und Tyrannei ausgesetzt - bis es ihr nach entbehrungsreichen Jahren endlich gelingt, einen Ort der Geborgenheit zu finden und ihrem Leben eine neue Richtung zu geben. Doch erst Jahrzehnte später, und durch die überraschende Freundschaft zu einem rebellischen, jungen Mädchen, das wie sie bei Pflegeeltern aufgewachsen ist, vermag sie das Schweigen über ihr Schicksal zu brechen und wahren Frieden zu finden.


    Meine Meinung:


    Nachdem ich einmal in die Geschichte gefunden hatte, fand ich diese auch gut.


    Wir springen zwischen der Gegenwart (2011) und den Jahren 1920 bis in die Nachkriegszeit hin und her und begleiten Vivian durch ihre Kindheit und ihre verschiedenen Lebensstationen. Erschütternd und erschreckend, was diese Kinder alles erleiden mussten. Ich habe mir so sehr eine nette Familie für Vivian gewünscht.


    Molly, selbst Pflegekind in der Gegenwart, soll Sozialstunden bei der betagten Dame Vivian leisten. Daraus entwickelt sich eine wunderbare Freundschaft und Vivian erzählt Molly ihre Lebensgeschichte. Dadurch findet auch Molly zu sich selbst.


    Fazit:


    Schöne Geschichte, konnte mich gut abholen. 4 Sterne.:bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    Zum Buch:


    Höllenqualen und panische Angst gehören zum Ehealltag von Rosie Daniels, die mit dem Polizisten Norman verheiratet ist. Als die Schläge des brutalen Ehemannes eines Tages zu einer Fehlgeburt führen, hält Rosie es nicht mehr aus - sie flieht in eine andere Stadt. Mit diesem Entschluss nimmt eine Reihe von außergewöhnlichen Ereignissen ihren Lauf.


    Das mysteriöse Bild einer aus der Antike stammenden Frau in purpurroter Toga fasziniert Rosie. Die Frau im Bild, Rose Madder, übernimmt von nun an eine entscheidende Rolle in ihrem Leben. In ungewöhnlichen Begegnungen entführt die geheimnisvolle Unbekannte Rosie in die Welt des Mythischen, und nach vierzehnjähriger Ehehölle scheint sich für die junge Frau nun endlich ein Weg in ein selbstbestimmtes Leben anzubahnen. Doch der von Rachegelüsten besessene Norman ist Rosie dicht auf den Fersen...


    Ein unerbittliches Katz-und-Maus-Spiel, das sich in rasantem Tempo einem apokalyptischen Ende nähert.




    Meine Meinung:


    Ich fand das Buch super. Aber zuerst muss ich sagen, dass Rosie ihren Mann nicht verlässt nachdem er sie zu einer Fehlgeburt hin geprügelt hat. Danach hält sie noch jahrelang bei ihm aus. Der Grund für das Verlassen bzw. der Ausschlag ist ein anderer.


    Nochmal: ich fand das Buch super. Der erste Stephen King für mich. Der nächste steht schon direkt auf meiner Wunschliste. Für mich gab es in dem ganzen Buch nicht eine Länge. Ich hätte es am liebsten gar nicht mehr aus der Hand gelegt. Sehr spannend - wenn auch abgedreht.


    Witzig fand ich die Sache mit dem Bild. Also die Idee. Grandios. Ich will nicht spoilern, aber das Buch heißt ja nunmal "Das Bild" und jeder kann sich vorstellen, dass das Bild eine größere Rolle in der Geschichte spielt. Und vor ein paar Wochen (da dachte ich noch gar nicht an das Buch) saß ich bei meiner Schwiegermutter und an der Wand hängt ein Bild, auf dem ein Wäldchen, eine Stadt und ein Weg aus dem Wäldchen zur Stadt hin abgebildet sind. Auf dem Weg läuft ein Pärchen und als ich es so betrachte frage ich: "Sind die nicht viel näher an der Stadt als in der letzten Woche? Ich glaube, die haben sich bewegt." War natürlich ein Gag, aber beim Lesen musste ich sofort dran denken und habe mich köstlich amüsiert.


    Norman ist ein absolut schrecklicher Mensch. Ich konnte ihn von Anfang an nicht leiden und habe ihm alles mögliche an den Hals gewünscht. Was ich aber noch nie erlebt habe: Im Laufe der Geschichte schlug das "ich kann ihn nicht leiden" in Ekel um. Wirklich. Ich habe mich noch nie vor einem Protagonisten geekelt, aber vor Norman schon. Je weiter ich im Buch kam, umso mehr habe ich mich vor diesem Mann geekelt und ganz am Schluss musste ich echt aufpassen, dass ich mir nicht zu viele Gedanken um ihn mache, damit ich keine Bratsche bekomme. Brrrrr.....


    Rosie ist eine geschlagene, geschändete und schrecklich verunsicherte Frau. Nicht mehr sie selbst. Nur noch ein Schatten. Kurz davor den Verstand zu verlieren. Und als sie endlich flieht, fliehen kann, weil sie endlich den Entschluss dazu gefasst hat, braucht sie unendlich Zeit um wieder zu sich selbst zu finden. Immer die Angst im Nacken, dass Norman sie finden wird.


    Und das wird er. Er wird sie finden.....


    Fazit:


    Super-Buch. Abgedreht - aber super. Leseempfehlung. 5 Sterne. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::lechz:

    Hallo Hirivorgul,


    das hat mich an dem Buch auch gestört: Es wurden so viele Themen angeschnitten und grob umrissen, dass es einen schon beim Lesen überfordert hat, weil man eigentlich gar nicht mehr richtig folgen konnte. Mir war es insgesamt "too much".

    Zum Buch:


    Eigentlich hat Laine Moreno längst aufgegeben. Seit zehn Jahren versucht sie zu verdrängen, was man ihr angetan hat: wie sie als Kind entführt und vier Jahre lang missbraucht wurde, bis sie hochschwanger entkommen konnte. Dass man ihren Peiniger nie gefasst hat, weil sie sich an nichts erinnerte. Dass ihre Tochter zur Adoption freigegeben wurde.


    Mit einem Drogen- und Medikamentennebel und mehreren Jobs betäubt sie ihr Leben, ihr Träume, ihre Gefühle.


    Doch als Laine eines Tages an einem Vermisstenplakat vorbeikommt, starrt ihr die Vergangenheit mitten ins Gesicht: Die Gesuchte - Oliva Shaw, 10 Jahre alt - ist praktisch ihr Ebenbild. Um Olivia zu retten, wird Laine sich ihren Dämonen stellen. Mit dem Polizeiteam von damals kooperieren. Obwohl sie weiß, dass die Wahrheit sie zerstören kann.


    Meine Meinung:


    Ich bin mit dem Buch nicht gut klargekommen. Wir begleiten Laine durch ihr kaputtes Leben, ihren Drogenrausch und ihr Trauma. Verständlicherweise ein Trauma, nach den Sachen die sie als Kind erlebt hat.


    Aber ich bin damit nicht klargekommen. Die Gefühls- und Gedankenwelt von Laine konnte sich für mich nicht öffnen. Und mein anfängliches Mitleid änderte sich schnell in genervtes Seitenumblättern, weil sie ihren Drogenkonsum nicht in den Griff bekommen hat. Außerdem ist die Geschichte für mich nicht als Thriller angelegt. Ich würde mal behaupten, dass die Story eher ein Drama ist.


    Aber gut - darüber kann man sich streiten. Am Ende kommt dann doch ein ganz klein wenig der Thrill. Aber halt sehr spät und sehr knapp.


    Ich habe das Buch eher als langatmig empfunden und war ziemlich schnell ziemlich genervt.


    Und das Ende hat mich auch eher geärgert. Dieses "hoch-epische". Aber ich denke, hier sollte sich jeder selbst ein Bild machen.


    Fazit:


    Schade. Hatte mir sehr viel von der Story versprochen. Gut gemeinte 2 Sterne. :bewertung1von5::bewertung1von5:

    Zum Buch:


    Zu den Strafritualen der Wikinger gehörte der sogenannte Blutadler, ein grausamer Ritus, der die Schmerzen des Opfers in Unermessliche steigerte. Jan Fabel von der Hamburger Mordkommission wird mit einer Reihe von Verbrechen konfrontiert, bei denen der Täter das Ritual des Blutadlers kopiert und damit die Bewohner der Hansestadt um den Schlaf bringt. Im Zuge seiner Nachforschungen stößt Fabel auf eine parallel laufende Untersuchung des Bundesnachrichtendienstes. Außerdem geraten zwei geheimnisvolle Organisationen in den Fokus des Kommissars: Zum einen eine Gruppe ukrainischer Krimineller, zum anderen ein mysteriöser Kreis von Anhängern des Odinskultes, der vor keinem Opfer zurückschreckt.


    Meine Meinung:


    Kommissar Fabel hat mir sehr gut gefallen. Leider gab es für mich zu viele Handlungsstränge, die parallel gelaufen sind. Zu viele laufende Untersuchungen, die alle irgendwie miteinander verstrickt waren.


    Manchmal ist weniger mehr und ich fand es ziemlich anstrengend, den ganzen Verstrickungen in diesem Fall zu folgen. Kein Buch, das man mal eben zwischendurch lesen kann. Man sollte schon am Ball bleiben und konzentriert lesen. Leider hatte ich dazu zu wenig Zeit und habe immer nur mal hier ein bisschen und dort ein bisschen gelesen und wurde aufgrund dessen immer ziemlich aus der Geschichte katapultiert. Vielleicht verhält es sich anders, wenn man dranbleiben kann.


    Die Morde selbst sind ziemlich bestialisch und an einigen Stellen war es durchaus sehr spannend.


    Das Ende war dann wiederum überhaupt nichts meins. Das war gar nichts für mich und hat mich extrem geärgert.


    Eigentlich wollte ich auch nur drei Sterne geben, aber die spannenden Stellen im Buch und das Konstrukt ist vier Sterne wert.


    Fazit:


    Sollte man konzentriert lesen - ist nichts für zwischendurch. Schon spannend, aber etwas zu viel der Verwicklungen.

    Zum Buch:


    London, 1934. Das berühmte Nightingale Hospital sucht neue Krankenschwestern. Unter den Kandidatinnen sind drei junge Frauen, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Während Dora aus ärmlichen Verhältnissen stammt, ist Millie eine waschechte Aristokratin, die lieber etwas sinnvolles tut, als sich einen standesgemäßen Ehemann zu suchen. Helen dagegen leidet unter ihrer dominanten Mutter, vor der sie ein Geheimnis verbirgt. Doch welche von ihnen hat das Zeug dazu, eine echte Nightingale-Schwester zu werden?


    Meine Meinung:


    Eine richtig nette Geschichte für zwischendurch. Richtig schön.


    Wir begleiten die drei Frauen auf den ersten Schritten zur Schwester-Ausbildung im Krankenhaus. Dora ist mir sehr sympathisch. Sie ist nicht mit genügend finanziellen Mitteln ausgestattet und muss sich alles vom Mund absparen, doch sie will unbedingt aus ihrem armen zu Hause fliehen. Aber nicht aus dem Grund weil es ärmlich ist. Sie hat einen viel weitreichenderen Grund, den wir im Laufe des Buches erfahren werden.


    Millie will nicht heiraten und etwas sinnvolles mit ihrem Leben anfangen. Sie flieht aus der Aristokratie, vor den vielen Bällen und vor den vorbestimmten Ehen, die im Adel geschlossen werden. Sie will nicht den genormten Weg gehen - sehr zum Ärgernis ihrer Großmutter.


    Und Helen flieht eigentlich vor ihrer Mutter, die aber leider auch noch Vorsitzende des Krankenhauses ist und Helen eigentlich alles vorschreibt. Sogar wie sie zu Atmen hat. Kein Schritt ohne Kontrolle, keine Entscheidung, die von Helen allein getroffen werden kann.


    Eigentlich fliehen alle drei vor irgendetwas.


    Mich konnte das Buch gut abholen. Ich habe mal lieber Zeit mit der Einen, dann wieder mit der Anderen verbracht. Sympathisch waren mir im Nachhinein alle drei. Und ich freue mich, dass es noch mehr Teile von diesen Büchern gibt, die natürlich schon in meinem SuB warten... ;-)


    Fazit:


    Schönes Buch, gut zu Lesen, gut zum Abschalten. 4 Sterne :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    Zum Buch:


    Drei sehr unterschiedliche junge Frauen aus der Großstadt kommen im Kriegsjahr 1941 auf eine abgelegene Farm in England, um Volk und Vaterland zu dienen. Die unternehmungslustige Prue, die in puncto Männer nichts anbrennen lässt, die ernste Studentin Agatha und die verträumte Stella. Doch der Umgang mit Hühnern, Melkeimer und Mistgabel will gelernt sein. Dabei sorgen amouröse Verwirrungen um den attraktiven Joe für Liebe und Leidenschaft zwischen Kornfeldern und Kuhställen.


    Meine Meinung:


    Sehr schönes Buch, in dem wir die drei jungen Frauen begleiten, die die Landarbeit für die eingezogenen Männer übernehmen. Drei ganz unterschiedliche Charaktere, die einem aber im Laufe des Buches immer mehr ans Herz wachsen.


    Sie lernen die Landarbeit kennen, die kein Zuckerschlecken ist, müssen morgens früh aufstehen und bis das die Sonne untergeht hart arbeiten.


    Mit der Zeit lernen die Frauen den Hof kennen und die Arbeiten, die damit verbunden sind. Sie gehen auf die Felder, fahren den Traktor und bedienen die Landmaschinen. Sie melken Kühe, füttern Hühner und Schweine, misten Ställe aus und helfen den Schafen beim Lammen.
    Am Anfang ist es auch für die Familie auf dem Hof nicht einfach, die drei fremden Frauen zu akzeptieren. Eine sehr große Distanz zwischen Familie und den Arbeiterinnen ist spürbar. Doch im Laufe der Geschichte wachsen sie sich gegenseitig immer mehr ans Herz, was mir sehr gut gefallen hat.


    Joe, der Sohn der Familie leidet unter Asthma und konnte deswegen nicht in den Krieg ziehen. Er ist verlobt, seine Verlobte und er können sich aber nicht oft sehen, da sie so weit entfernt wohnt. Es entsteht der Eindruck, dass Joe nicht wirklich glücklich ist. Weder über sein Dasein auf dem Hof, noch mit seiner Verlobung.


    Hierzu wird es im Buch die eine oder andere Überraschung geben.


    Fazit:
    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:
    Sehr schön geschrieben. Konnte mich völlig abholen und ich habe die Zeit mit dem Buch sehr genießen können. Klare Leseempfehlung.

    Klappentext:


    Commissaire Llob, ein integrer Polizeibeamter in Algier, kämpft gegen Verbrecher und ihre Hintermänner. Im Mittelpunkt der Handlung steht eine Serie von Morden an Intellektuellen. Sie ist für die Autorin der Anlass, die Situation ihrer Heimat zwischen Bürgerkrieg, Korruption, Unterdrückung, Angst und Terror zu schildern und - ausgehend von der Gegenwart - die Wurzeln des Übels zur Sprache zu bringen, die in der jüngsten Vergangenheit liegen.


    Würde sich nicht unter einem Pseudonym schreiben, gehörte sie wohl selbst zu den Morituri, den Todgeweihten: Yasmina Khadra - bzw. ihr männliches alter ego Commissaire Llob, der ebenfalls Kriminalromane schreibt - zögert nämlich nicht, die Drahtzieher von Verbrechen selbst in höchsten Kreisen zu suchen. Seine Hauptgegner sind jene "Kriegsgewinnler", die in schwer bewachten Luxusvillen rauschende Feste feiern und Macht und Kapital unter sich aufteilen, während in anderen Vierteln Algiers soziale Missstände die Einwohner zu Verbrechern werden lassen. Damit nimmt die Autorin Abstand von jener Schwarz-Weiß-Malerei, die allein islamische Fundamentalisten als Schuldige des Bürgerkriegs ortet. Die Einbeziehung von politisch-historischen Fakten sowie die Schilderung des Volkscharakters und der algerischen Hauptstadt verstärken den Eindruck, dass hier zugleich mit der fiktiven Krimihandlung ein Zeitzeugnis und Augenzeugenbericht vorgelegt wird, eine "möglichst getreue Analyse der Tragödie, die mein Land erschüttert", wie die Autorin in einem Brief an den Haymon-Verlag schreibt.


    Meine Meinung:


    Der erste Satz aus dem Buch hat mich schon umgehauen: "Blutüberströmt liegt der Horizont da und bringt durch einen Kaiserschnitt einen Tag zur Welt, für den sich die Mühe letztlich nicht gelohnt haben wird."


    Und in diesem Stil wird das Buch weitergeschrieben. Tolle Satzstellungen und tolle Wortwahl begleiten den Leser durch die Lektüre.


    Mittlerweile weiß ich, dass Yasmina Khadra das Pseudonym von Mohammed Moulessehoul ist. Der 1955 geborene Autor war hoher Offizier in der algerischen Armee. Wegen der strengen Zensurbestimmungen veröffentlichte er seine Kriminalromane mit Kommissar Llob unter den Namen seiner Frau. Erst nachdem er im Dezember 2000 mit seiner Familie nach Frankreich ins Exil gegangen war, konnte der das Geheimnis um seine Identität lüften.


    Ich habe den Roman ziemlich schnell durchgelesen, muss dazu aber auch sagen, dass er gerade einmal 155 Seiten stark ist.


    In viele Gemütsbewegungen konnte ich mich nicht hineinversetzen. Zum Glück. Mir ist wieder einmal bewusst geworden, wie gut ich es hier in Deutschland habe.


    Man erkennt die Angst und die Korruption der hohen Politiker beim Lesen und ist erschüttert über die Grausamkeiten, die dort passieren.


    Auf der Suche nach einem verschwundenen Mädchen gilt es für Kommissar Llob nach und nach einen ganzen Sumpf aufzudecken.


    Fazit:


    Nicht unbedingt mein Buch. Es war gut zu Lesen, aber ich habe mich dabei "fremd" gefühlt und stellenweise sogar voyeuristisch. Trotzdem oder gerade deswegen: :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    Zum Buch:


    Ich bin nicht Schneewittchen.


    Ich bin die böse Königin.


    Für tausend Jahre schlief die Dreizehnte Fee den Dornröschenschlaf, jetzt ist sie wach und sinnt auf Rache. Eine tödliche Jagd beginnt, die nur einer überleben kann. Gemeinsam mit dem geheimnisvollen Hexenjäger erkundet sie eine Welt, die ihr fremd geworden ist. Und sie lernt, dass es mehr gibt als den Wunsch nach Vergeltung.


    "Kennst du das Märchen von Hänsel und Gretel?", frage ich flüsternd. Er braucht mir nicht zu antworten, er weiß, dass nicht alle Märchen wahr sind. Nicht ganz zumindest.


    Es gibt keine Happy Ends, es gab sie nie.


    Für keine von uns.


    Meine Meinung:


    Was für ein herrliches, zauberhaftes, grausames, liebevolles, spannendes Buch. Mir fehlen die Worte. Ich kann mich nicht entsinnen schon einmal etwas in dieser Art gelesen zu haben. Von Beginn an hat es mich in seinen Bann gezogen und nicht mehr losgelassen.


    Eine Hexe, eine Fee auf der Suche nach Rache und auf der Suche nach Liebe. Voller Erkenntnis über das eigene ich und voller Selbstzweifel. So selbstbewusst und so ängstlich. So magisch.


    Ein Buch voller Magie und Märchen, die man so nicht kennt. Gruselig. Schön. Herrlich.


    Fazit:


    Klare Leseempfehlung. Ohne Wenn und Aber. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    Zum Buch:


    Nach außen scheint es, als habe Madeleine das große Los gezogen. Sei ist mit einem erfolgreichen Geschäftsmann verheiratet, hat ein schönes Zuhause in Chicago und keine finanziellen Sorgen. Doch Glück fühlt sich anders an. Wie schon ihre Mutter und ihre Großmutter ist sie gefangen in einem Leben, in dem für die eigenen Träume und Wünsche kein Platz mehr ist.


    Als Madeleine eines Tages auf dem Dachboden ihres Elternhauses die Tagebücher ihrer Großmutter entdeckt, erfährt sie Unglaubliches: Die ebenso strenge wie elegante Großmutter Margie war einst eine lebenslustige Frau, die der Enge des Elternhauses nach Europa ins wilde Paris der 20er Jahre entfloh, um frei und unabhängig als Schriftstellerin zu leben. Dort verliebte sie sich in einen charismatischen jungen Künstler und verbrachte einen glücklichen Sommer in der Pariser Bohème.


    Von Margies Geschichte ermutigt, beschließt Madeleine ihrem Leben endlich eine neue Richtung zu geben...


    Ein Roman über drei Frauen, die alles daransetzen ihr Leben selbst zu gestalten und ihre Träume zu leben.


    Meine Meinung:


    Ein durchaus gelungenes und lesenswertes Buch. Der Leser springt immer wieder von dem Jahr 1999, in dem Madeleine lebt, in die Vergangenheit, nach 1924, um Margie in Paris zu begleiten.


    Da das immer von Kapitel zu Kapitel geschieht, liest sich das Buch sehr geordnet.


    Das Buch handelt davon, den Engen des Lebens und den sogenannten Bestimmungen der Familie zu entkommen. Seine eigenen Wünsche durchzusetzen und sein Leben so zu leben, dass man glücklich sein kann. Und das ist gar nicht immer so leicht.


    Und Madeleine zeigt sehr anschaulich wie schwer es ist, mit dem alten, eingefahrenen Leben zu brechen und etwas Neues anzufangen. Das ist gar nicht so leicht. Man braucht sehr viel Mut. Ich konnte mich sehr gut in Madeleine hineinversetzen und habe verstanden, warum sie nicht einfach auf den Tisch hauen konnte. Es ist nicht immer alles schwarz oder weiß.


    Auch wenn man weiß, dass man unglücklich ist, heißt das noch lange nicht, dass man so einfach Dinge ändern kann. Das braucht Zeit. Und ich finde, das wurde in diesem Roman sehr anschaulich beschrieben. Dasselbe gilt auch für Margie.


    Fazit:


    Schöner Roman für zwischendurch. Vier Sterne. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    Klappentext Amazon:



    Bereits Augenblicke nachdem Lisbeth geboren ist, wird sie ihrer Mutter weggenommen und Mattie übergeben, einer jungen Sklavin, die man von ihrem eigenen Kind getrennt hat, damit sie dem Baby als Amme dienen kann. So beginnt eine intensive Beziehung, die das Leben der beiden Frauen auf Jahrzehnte hinaus prägen wird. Obwohl Lisbeth ein privilegiertes Leben führt, findet sie bei ihrer überforderten Mutter und ihrem distanzierten Vater, der Sklaven hält, nichts als Einsamkeit. Im Laufe der Zeit wird immer mehr Mattie zu ihrer Familie. Die Besuche des Mädchens in den Sklavenunterkünften – und der lebendigen und liebevollen Gemeinschaft – schweißen die beiden noch mehr zusammen. Aber können zwei Frauen unter derartig unterschiedlichen Bedingungen ein solch enges Band schmieden, ohne dass es Folgen hat? Diese tief bewegende Geschichte einer ungewöhnlichen Beziehung folgt den beiden sehr unterschiedlichen Frauen auf ihrer Suche nach Freiheit und Würde.


    Meine Meinung:


    Mein erstes Hörbuch seit meiner Kindheit. Mit gemischten Gefühlen bin ich an dieses Wagnis herangetreten, nur um dann festzustellen, wie genial so ein Hörbuch sein kann. Beim Bügeln, Spülen und Kochen hat es mir die Zeit versüßt. Herrlich. :applause:


    Und nicht nur aus diesem Grund. Denn das ganze Hörbuch war einfach nur herrlich. Einmal angefangen, hat mich das Buch nicht mehr aus seinen Fängen gelassen. Umso mehr als ich wusste, dass es sich hier um eine wahre Geschichte handelt.


    Wir begleiten Lisbeth direkt von Anfang an - direkt nach ihrer Geburt. Ihre Mutter ist von Stand und es wird erwartet, dass sie sich nicht selbst um ihr Kind kümmert, sondern es von einer Amme stillen lässt. Die Amme ist Mattie, eine schwarze Sklavin, die auf der Farm lebt und selber erst vor drei Monaten Mutter geworden ist. Um ganz für das Kind der weißen Herrschaft da zu sein, muss sie sich von ihrem Jungen trennen, ihn in den Baracken zurücklassen und bei der Herrschaft im Haus leben, um sich um Lisbeth zu kümmern.
    Es wächst ein starkes Band zwischen Lisbeth und Mattie. Das kann natürlich von der weißen Herrschaft nicht akzeptiert werden und man will Lisbeth wieder von Mattie trennen.


    Mattie wiederum leidet stark unter der Trennung von ihrem Baby. Die Angst, dass sie oder ihr Junge vielleicht sogar verkauft und damit auf ewig voneinander getrennt werden, überschattet jeden ihrer Tage und ihrer Gedanken. Matties Mann, der auf einer anderen Farm lebt und sie jeden Sonntag besuchen darf, fängt bald damit an, über Flucht zu reden.


    Aber Mattie fürchtet sich vor der Flucht. Sind sie dafür stark genug? Ihr Junge ist doch viel zu klein. Und was, wenn die Flucht nicht gelingt. Sie werden am Galgen enden. Und da ist doch auch noch Lisbeth, das kleine Mädchen, dass sie braucht...


    Fazit:


    Ganz herzergreifend. Super Buch bzw. Hörbuch. Klare Hör- bzw. Leseempfehlung. Hat mich komplett abholen können. Fünf Sterne. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:
    :love:

    Zum Buch:


    Zutiefst verletzt hat Tessa ihre stürmische Beziehung zu Hardin beendet. Seit sie die Wahrheit über ihn erfahren hat, fühlt sie sich verraten und gedemütigt. Sie will ihr Leben zurück - ihr Leben vor Hardin. doch da ist die Erinnerung an seine leidenschaftliche Liebe, seine Berührungen, die hungrigen Küsse. Ihr Verlangen nach dem unberechenbaren Mann mit den grünen Augen ist immer noch zu stark. Und sie weiß, dass er sie nicht einfach aufgeben wird. Aber kann er sich ändern? Können sie einander retten, oder wird der Sturm sie in die Tiefe reißen?


    Meine Meinung:


    Tatsächlich fand ich den zweiten Teil besser als den ersten. Nicht gut - aber besser.


    Mich nervt extrem, in welche Abhängigkeiten Tessa sich begibt. Sie macht sich komplett von diesem Kerl abhängig und ist gar nicht mehr in der Lage ein eigenes Leben zu führen und eigene Entscheidungen zu treffen. Das kann ich nicht akzeptieren. Und dieses bestimmende Geklammere von Hardin und Verbote - sorry, das geht für mich gar nicht. Stellenweise habe ich schon beim Lesen keine Luft mehr bekommen, weil ich mich eingeengt gefühlt habe.


    Partnerschaft bedeutet Kompromisse und Vertrauen - aber in dieser Beziehung kann ich Kompromisse immer nur von einer Seite erkennen.


    Trotzdem habe ich diesen Teil leichter gelesen als den ersten Teil. Gefallen hat mir, dass hier auch die Sicht von Hardin dargestellt worden ist. Nicht gefallen hat mir das vorher beschriebene.


    Und ich darf halt nicht vergessen, dass es sich hier um einen Liebes- bzw. Erotik-Roman handelt. Ist halt normalerweise so gar nicht meins und von daher habe ich mich versucht in der Bewertung zu zügeln.


    Fazit:


    Werde die restlichen Teile auch noch lesen - aber jetzt brauche ich erst einmal eine Pause.
    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    Zum Buch:


    Tessa Young ist attraktiv und klug. Und sie ist ein Good Girl. An ihrem ersten Tag an der Washington State University trifft sie Hardin Scott. Er ist unverschämt und unberechenbar. Er ist ein Bad Guy. Er ist genau das Gegenteil von dem, was Tessa sich für ihr Leben wünscht. Doch er ist sexy, gutaussehend und zieht Tessa magisch an. Sie kann nicht anders. Sie muss ihn einfach lieben. Und sie wird nie wieder die sein, die sie einmal war.


    Meine Meinung:


    Warum habe ich mir diese Bücherreihe gekauft? Und dann direkt alle und nicht erst einmal nur eins? Ich werde einfach nicht schlau. Absolut nicht mein Genre. Habe mich von dem Hype um diese Buchreihe hinreißen lassen. Großer Fehler.
    Wer Tiefgang sucht, wird ihn in diesem Buch nicht finden. Absolut vorhersehbar. Sie verliebt sich in ihn. Er benutzt sie. Größtenteils dreht sich das meiste im Buch um die Sexszenen und damit ist es dann auch schon erschöpft.


    Sie wird total von ihm in den Bann gezogen und gibt sich deswegen völlig auf. Einzelne Versuche ihr eigenes "Ich" zu behalten schlagen fehl, sie orientiert sich nur noch an Hardin und richtet ihr komplettes Leben nach ihm aus.


    Hardin hatte eine schlechte Kindheit bzw. schlechte Erlebnisse in der Kindheit und ist deswegen so wie er ist: Ein kompletter Idiot.


    Überraschenderweise habe ich das Buch trotzdem bis zum Ende gelesen, obwohl ich zwei-, dreimal überlegt habe, es einfach wegzulegen. Doch dafür bin ich dann wieder zu geizig, zumal ich, wie schon oben erwähnt, schon die komplette Serie besitze.


    Das einzige was ich dem Buch zu Gute halten kann ist, dass es sich flüssig und leicht lesen lässt. Also ist man ruckzuck mit den Seiten durch.


    Ich bin zwar nicht so selbstzerstörerisch veranlagt wie Tessa, fange aber trotzdem direkt mit dem zweiten Teil an. Immer noch in der vagen Hoffnung gefangen, dass sich hier vom Inhalt her etwas zum Besseren wendet.


    Fazit:


    Leichte (aber wirklich leichte) Kost. Ähnelt ein bisschen den Schreibstil der Arztromane, die ich als Jugendliche gelesen habe. Obwohl die hatten noch etwas mehr Niveau. :bewertung1von5::bewertung1von5:

    Klappentext:



    Das Böse schwelt in Engelsfors, diesem tristen schwedischen Provinznest, und es wird immer stärker. Es zieht die Stadt in seinen Bann. Greift so bedrohlich schnell um sich wie ein Flächenbrand. Und seit Minoo, Vanessa, Anna-Karin, Linnéa und Ida wissen, dass sie auserwählt sind, dagegen zu kämpfen, ist ihr Leben nicht gerade einfacher geworden. Im Gegenteil. Eigentlich ist alles noch viel schlimmer als vorher. Langsam beginnen die Mädchen zu begreifen, wie mächtig und wie gnadenlos ihr Gegner wirklich ist. Was er anrichten kann. Dass nicht nur ihr eigenes Leben auf dem Spiel steht, sondern viel mehr. Aber haben die Auserwählten überhaupt die geringste Chance, das Böse zu stoppen? Wie sollen sie das anstellen? Schließlich sind sie doch nur zu fünft und keiner steht ihnen bei. Auf ihren Gefährten können sie nicht zählen, das Buch der Muster schweigt und obendrein hat auch der Rat es auf die Mädchen abgesehen. Der Rat, der sie eigentlich beschützen sollte, dem aber Kontrolle und Macht alles bedeuten. Und ihm ist jedes Mittel recht, um beides zu behalten. Nur wenn die Auserwählten ihre Geheimnisse endlich teilen und einander bedingungslos vertrauen, können sie all das vielleicht überstehen. Nur dann lässt sich die dunkle Bedrohung vielleicht noch abwenden. Die Zeit drängt.


    Meine Meinung:



    Toller zweiter Teil der Trilogie. Man lernt die Mädchen noch ein bisschen besser kennen und versteht immer besser die verschiedenen Reaktionen der einzelnen Charaktere, die meiner Meinung nach überraschend gut ausgearbeitet sind. Ich habe alle Mädchen in mein Herz geschlossen - sogar Ida. Und das ist bestimmt nicht leicht.


    NIcht nur, dass die Mädchen gegen das Böse kämpfen müssen, außerdem wird Engelsfors auch noch von PE überschwemmt. PE, positives Engelsfors, ist eine neue Bewegung, die von den Eltern des toten Elias ins Leben gerufen worden ist und die ganze Stadt mitzureißen scheint. Oder hängt vielleicht alles zusammen? Oder doch nicht?


    Und welche Rolle der Rat eigentlich spielt, darüber bin ich mir noch nicht im Klaren. Ich weiß nur, dass ich Alexander nicht leiden kann. Und Victor, das Mündel von Alexander, kann ich nun auch nicht einschätzen.
    Es scheint immer verzwickter und vertrackter zu werden und man weiß nicht mehr, wem man eigentlich noch trauen kann.


    Fazit:


    Hier ist eine richtig gute Fortsetzung gelungen, die ich gerne mit 5 Sternen bewerte. Ich darf gar nicht daran denken, dass die Geschichte nur noch ein Buch lang dauert. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    Klappentext:


    Engelsfors. Hübscher Name für eine miese Stadt mitten im Nirgendwo. Hier leben Minoo, Vanessa, Anna-Karin, Rebecka, Linnéa und Ida. Sechs Mädchen, die nicht verschiedener sein könnten, mit ganz eigenen Träumen, Wünschen und Sorgen. Abgesehen davon, dass sie auf dieselbe Schule gehen und sich nicht besonders mögen, haben die sechs absolut keine Gemeinsamkeiten. Glauben sie. Aber da ist doch etwas, das sie teilen: Die düsteren Albträume, aus denen sie mit Brandgeruch in den Haaren erwachen, und die eigenartigen Dinge, die auf einmal um sie herum geschehen. Nach dem mysteriösen Tod eines Mitschülers werden sie nachts in einem verlassenen Vergnügungspark mitten im Wald zusammengeführt. Wie ist das möglich? Und was sollen sie hier? Sie erfahren von einer alten Prophezeiung, die behauptet, dass sie besondere Kräfte besitzen und auserwählt sind. Auserwählt, das Böse zu bekämpfen, das sich ausgerechnet an der Schule von Engelsfors seine Heimstatt gesucht hat. Für die sechs ist plötzlich nichts mehr, wie es war. Etwas sucht nach ihnen, jagt sie. Die Mädchen müssen lernen, mit ihren Kräften umzugehen, und vor allem müssen sie einander vertrauen. Wird es ihnen gelingen? Denn nur im Zirkel können sie die dunklen Mächte besiegen und der Kampf hat schon begonnen...


    Meine Meinung:


    Ich liebe dieses Buch.


    Am Anfang hatte ich etwas Schwierigkeiten mich einzufinden, da ich überhaupt keine Ahnung hatte, worum es in dem Buch überhaupt geht. Direkt zu Beginn stirbt ein Mitschüler. Wir wissen nur, dass er von etwas unheimlichen in den Tod gedrängt wurde und dann wechseln wir immer zwischen den einzelnen Charakteren der sechs Mädchen hin und her. Lernen sie kennen, wissen um ihre Sorgen, Ängste und Nöte und langsam aber sicher beginnt man die Mädchen einfach nur gerne zu haben. Die eine mehr, die andere weniger.


    Die Probleme der Teenager sind unheimlich gut dargestellt und wer hatte das ein oder andere Problem, der im Buch beschriebenen, als Teenager eigentlich nicht? Ich konnte mich jedenfalls sehr gut in manche der Thematiken hineinversetzen und habe die Mädchen in ihren unterschiedlichen Handlungsweisen sehr gut verstanden.


    Das Buch zieht einen irgendwann ganz unbemerkt in seinen Bann. Ich könnte gar nicht genau beschreiben, wann das genau passiert ist, aber irgendwann war es soweit, dass ich das Buch überall mit hingeschleppt habe. Und wenn ich nur den Raum in der Wohnung gewechselt habe. Ich hatte immer das Gefühl, dass ich es nie lange liegen lassen kann, ohne weiter zu lesen. Wie eine Sucht. Ich wollte unbedingt wissen, was weiter passiert. Wie, wenn man eine Fernseh-Serie guckt, an der man hängt und die nächste Folge gar nicht abwarten kann.


    Und selbst als die Mädchen so langsam aber sicher ihre Kräfte begreifen, finde ich, dass das Buch nicht an Spannung abnimmt. Im Gegenteil. Der Mystery-Faktor gehört hier unbedingt dazu.


    So unterschiedlich die Mädchen auch sind - sie sind gezwungen sich zusammenzuraufen. Denn nur gemeinsam haben sie eine Chance gegen das Böse. Und auf einmal merkt man, dass man doch so unterschiedlich gar nicht ist. Und aus anfänglichen Abneigungen zueinander wachsen Freundschaften. Nicht überall. Aber teilweise.


    Fazit:


    Habe mir direkt die nachfolge Bücher gekauft und lese nun schon den zweiten Teil.


    Fünf Sterne. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    Klappentext:


    Zodiac Island vor der Ostküste der USA ist ein beliebter Freizeitpark - bis dort ein Serienmörder drei junge Frauen auf bestialische Weise tötet. 20 Jahre später: Die Insel soll zur Heimat werden für den Murder Park - eine Vergnügungsstätte, die mit unseren Ängsten spielt. Paul Greenblatt wird zusammen mit elf weiteren Personen auf die Insel geladen. Dann beginnen die Morde. Ein Killer ist auf der Insel... keiner kann dem anderen trauen... die nächste Fähre kommt erst in drei Tagen....


    "Die Ermittlerin zeigte auf das makabre Bild, das von einem Beamer an die Tafel geworfen wurde, und begann ihren Vortrag: "Jeffrey Bohner hat seine Opfer krankgespritzt. Es scheint ihn interessiert zu haben, wie das Gewebe auf Säure reagiert. Wir haben relativ gute Kenntnis davon, wie er die Injektionen durchgeführt hat, all das konnte post mortem rekonstruiert werden. Was genau Bohner jedoch dazu gebracht hat, welches Bedürfnis ... er damit befriedigen wollte, ist weniger einfach zu beantworten. Offenbar wollte er ... seine Opfer so lange wie möglich am Rand des Todes halten. Ja, wir meinen, dass er so etwas wie Erregung aus dieser Nähe zum Tod gewonnen hat ... dass er praktisch versuchen wollte, den Tod so nah wie möglich heranzuholen ...""


    Meine Meinung:

    Leider bin ich mit dem Buch überhaupt nicht warm geworden. Spannung war schon da - aber es konnte mich trotzdem nicht abholen. Außerdem hatte ich schon nach den ersten drei Kapiteln eine Ahnung davon, wo das alles hinführt und wie es endet. Als sich meine Gedanken dann auch noch bestätigt haben, fand ich das Buch noch unattraktiver.


    Die Kapitel sind nicht zu lang. Das ist schön.


    Die Sprache lässt meiner Meinung nach auch zu wünschen übrig. Eigentlich möchte ich kein Buch lesen in denen "WAAMMM" und "BUMMS", "RUMMMS" oder ähnliches vorkommt. Dann kann ich meine alten Comics hervorkramen. Es gibt doch genug Möglichkeiten, Geräuschsituationen schön zu umschreiben und dann kann jeder Leser sich etwas darunter vorstellen. Da muss es keine Bildsprache sein. Das hat mich enttäuscht.



    Fazit:



    Sorry - aber das war eher Mittelmaß. :bewertung1von5::bewertung1von5:

    Klappentext:


    Harry stand vor dem orange-weißen Absperrband, als vor ihm ein Fenster im Hochparterre des Hauses aufging. Katrine Bratt streckte den Kopf heraus.


    "Lassen Sie ihn rein", rief sie dem jungen Beamten zu, der ihm den Weg versperrte.


    "Er kann sich nicht ausweisen", protestierte der Polizist.


    "Das ist Harry Hole", rief Katrine.


    "Wirklich?" Der Mann musterte Harry von Kopf bis Fuß, bevor er das Absperrband anhob. "Ich dachte, Sie wären bloß eine Legende", sagte er.


    Kommissar Harry Hole unterrichtet an der Polizeihochschule Oslo, seine Vorlesungen und Seminare sind überfüllt, denn seine Ermittlungserfolge waren spektakulär. Der Spezialist für Serienmorde hat die größten Kriminalfälle Norwegens gelöst und eine Verschwörung innerhalb der norwegischen Polizei aufgedeckt. Obwohl er inzwischen ein ganz anderes Leben führt, kann er sich dem Sog des Vampiristen-Falls nicht entziehen, der in Oslo die Schlagzeilen bestimmt. Harry Hole ist wieder im Spiel.


    Meine Meinung:


    Und ich glaube, niemand kann sich mehr darüber freuen als ich (dass Harry wieder im Spiel ist). Ich war so froh, dass es einen neuen Teil über Harry gibt und konnte nicht anders als sofort zuzuschlagen und mir das Buch zu kaufen. Überglücklich - sind es doch etwas mehr als 600 Seiten - habe ich letzte Woche zu lesen begonnen. Und meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Das einzige was mich enttäuscht hat war, dass auch 600 Seiten sehr schnell zu Ende sein können. Ich hätte gerne noch weiter gelesen.


    Ein unglaublicher Fall, der hier auf Harry zurollt. Ein Vampirist ist am Werk. Das bedeutet, dass ein Mörder in Oslo unterwegs ist, der Frauen mit einem Eisengebiss die Kehle durchbeißt. Katrine Bratt kommt als Ermittlerin für den Polizeipräsidenten Bellmann nicht schnell genug voran - die Presse und die Politik machen Druck - also holt er Harry Hole ins Boot.


    Und Harry hat ein Gefühl bei dem Fall, ein schreckliches Gefühl, dass ihn auch nicht trügen wird und seine schlimmsten Befürchtungen werden bestätigt.


    Wie oft ich hier beim Lesen Verdächtige gehabt habe, die ich dann doch wieder verworfen habe und im nächsten Schritt doch wieder verdächtigt habe, das geht auf keine Kuhhaut.


    Ein genial ausgefeilter Psychothriller, der den Namen Psychothriller zu recht trägt. Jo Nesbo kann es einfach. Allerdings bin ich gerade bei der Serie um Harry Hole der Meinung, dass man alle Bücher gelesen haben sollte. Einige Zusammenhänge versteht man sonst einfach nicht. Und ich hoffe, dass wir noch viele Fälle mit Harry zu lesen bekommen.


    Fazit:


    5 Sterne und eine klare Leseempfehlung. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5: