Beiträge von mofre

    amazon:

    Der Tod ist ein Possenspieler. Er trifft seine Wahl, wie es ihm beliebt, und verschont weder die Guten noch die Gerechten. So jedenfalls scheint es Chief Inspector Peter Pascoe. Vor Jahren hat er Franny Roote wegen Mordes hinter Gitter gebracht. Doch jetzt ist der notorische Kriminelle frei und verwaltet den Nachlass eines geheimnisvollen viktorianischen Dichters. Ein durch die Literatur geläuterter Mörder? Oder sind es nicht doch neue Morde, die Roote in seinen Briefen an Pascoe verschlüsselt gesteht?

    drawe , ich würde Dir dringend raten, unbedingt vorher das Buch "Die rätselhaften Worte" zu lesen. Wenn Du es erst nach den "Launen des Todes" liest, wirst Du nur den halben Spaß daran haben, und das wäre schade, denn es ist Hills bester Kriminalroman, zumindest von denen, die ich bisher gelesen habe.

    188. Ein Buch, dessen Autor eine Ortsbezeichnung als Nachnamen hat


    Na, da kann ich mal wieder eines meiner Lieblingsbücher nennen, das im Jahre 1860 auf Sizilien spielt. Protagonist Don Fabrizio, der angesehene und beliebte Fürst von Salina, sieht mit Wehmut, aber auch mit kluger Gelassenheit, die sich in das Unvermeidliche schickt, mit an, wie seine Welt, die Welt des Adels, unaufhaltsam vom aufsteigenden Bürgertum verdrängt wird. Er sagt den berühmten Satz: "Wenn wir wollen, daß alles bleibt wie es ist, dann ist nötig, daß alles sich verändert."

    Auch die Verfilmung von Visconti mit Burt Lancaster ist sehenswert.


    Leider hat die Insel Lampedusa in den letzten Jahren traurige Berühmtheit als Massengrab erlangt. Hier starben zehntausende Immigranten bei ihrem verzweifelten Versuch, ein besseres Leben in Europa zu finden. Aber Europa hat sich lange Zeit kaum darum gekümmert, was sich an Italiens Küsten abspielte und mit welchen Schwierigkeiten die Italiener zu kämpfen hatten.

    186. Ein Buch, dessen Autor einen Vornamen als Nachnamen hat


    Ihr beiden seid ja langjährige Mitglieder und wißt sicher, dass 'früher' hier sehr viel gefrotzelt und 'getadelt' wurde. Das vermisse ich heute sehr,

    Ja, ich finde es auch schade, dass sich hier mittlerweile bei jeder Kleinigkeit irgendeiner auf den Schlips getreten fühlt, anstatt mit Humor zu reagieren. Gernot ist nun mal unser Thread-Polizist, der für Recht und Ordnung sorgt und einschreitet, wenn wir mal wieder Mist gebaut haben. Das war immer ein Running-Gag, über den wir uns jahrelang amüsiert haben. In letzter Zeit ist Gernot eher lasch geworden, früher war er strenger. Immer wie ein Schießhund aufpassen zu müssen, dass nicht wieder zig Leute ein grünes Cover posten, wenn nach einem blauen gefragt ist, hat ihn offenbar müde gemacht. :lol:


    Um zu beweisen, dass ich schon ein großes Mädchen bin und keine Angst vor dem bösen Onkel Gernot habe :rambo::wink:, nenne ich heute mein bisheriges Lieblingsbuch eines Autors, dessen Nachname nur zum Teil aus einem Vornamen besteht.


    Amazon-Beschreibung

    Papa ist tot, Mama stirbt und wird, damit keiner was merkt, einzementiert; die vier Kinder – zwei Mädchen und zwei Jungen zwischen 6 und 16 – haben das große Haus in den großen Ferien für sich. Im Laufe des drückend heißen, unwirklichen Sommers kapselt sich die Gemeinschaft der Kinder mehr und mehr gegen die Außenwelt ab, und keiner merkt, dass etwas faul ist.

    185. Ein Buch, dessen Autorin einen Vornamen als Nachnamen hat


    Kunststück! Hat 5 Posts vor dir Tash98 schon genannt. Die selbe Autorin lass ich mir ja noch gefallen, aber auch noch das gleiche Buch? [-( Ist jetzt nicht gerade sehr einfallsreich! :|

    Das ist mein Gernot!:lol::lol::lol:


    Diese Biographie über die Ehefrau von Thomas Mann liegt auch schon lange auf meinem SuB. Ich habe ein bisschen darin herumgeblättert, sie dann aber wieder zur Seite gelegt. Das Buch schien mir ein bisschen unkritisch zu sein. Katja Mann hatte es mit ihrem Mann und ihren Kindern sicher nicht leicht, aber wie sie ihre ungeliebte Tochter Monika behandelt hat oder die Jüdin Ida Herz, eine glühende Verehrerin Thomas Manns und Archivarin vieler seiner Schriften, war auch ein wenig befremdlich.

    Und wer kennt noch: "Was erlauben Struuuunz?" :loool::totlach: Das war ein Italiener mofre

    Ja, dann ist es doch kein Wunder, dass ich das Wort falsch geschrieben habe. Man kann sich schließlich nicht auf die Grammatik von Herrn Trapattoni verlassen.:wink: Aber in der Tat könnte das "strunz" in "strunzdumm" durchaus von dem italienischen Wort "stronzo" = "Scheißkerl/Arschloch" abstammen. Auf gut Neapolitanisch wird es tatsächlich "strunz" ausgesprochen. An der Art, wie Trapattoni den Namen mehrmals wütend rausgebrüllt hat, war Eingeweihten natürlich sofort klar, dass er hier das italienische Wort gemeint hat. Deshalb lachen Italiener an dieser Stelle immer am meisten.:lol:

    Ich erinnere mich, dass es in der Corona - Diskussion zu Beginn des Lockdowns stark aufeinander prallende Meinungen gab und seitdem habe ich sie hier leider nicht mehr gelesen.

    Ich hoffe, sie überwindet ihren Ärger. Ich war nicht immer einer Meinung mit ihr und wir hatten auch nicht unbedingt denselben Lesegeschmack, aber ich mochte ihre Eigenwilligkeit und fand ihre Beiträge oft interessant.

    184. Welches Buch möchtest du als nächstes lesen?


    Als nächstes möchte ich im Rahmen der Klassiker-Challenge einen russischen Klassiker lesen. Allerdings habe ich neulich zufällig in Rainer Schmitz' unterhaltsamen Literaturlexikon "Was geschah mit Schillers Schädel?" gelesen, dass man sich mittlerweile gar nicht mehr sicher ist, ob Lermontov tatsächlich der wahre Autor dieses

    berühmten Romans ist. Aber Namen sind ohnehin Schall und Rauch. Was zählt, ist das Werk.:wink:


    Klappentext

    Langeweile und Lebensüberdruss prägen das Leben des adligen Offiziers und Lebemanns Petschorin. Längst hat er die edlen Ideale Anstand, Ehre und Aufrichtigkeit aufgegeben und treibt ein leichtfertiges und intrigantes Spiel mit der Liebe der Tscherkessin Bela und mit der Zuneigung der Petersburger Prinzessin Mary. Zu wahrem Gefühl scheint er unfähig ...

    1841 erschien Michail Lermontows einziges vollendetes Prosawerk »Ein Held unserer Zeit«. Petschorin ist der Inbegriff des „überflüssigen Menschen“, dem wir später in den Werken von Tolstoj, Dostojewski, Turgenjew und Gontscharow wiederbegegnen. Lermontow zählt mit diesem Roman zu den Begründern des großen russischen realistischen Romans.


    Seit gefühlt 2 Jahren möchte ich dieses Buch als "nächstes" lesen. Bisher hat sich immer wieder ein anderes vorgedrängt. Ist aber nicht weiter schlimm, denn jedes Buch hat seine Zeit.

    Mir geht es genau so. Das Gleiche gilt für Tellkamps "Turm" und Heyms "Nachruf". Alle drei will ich dieses Jahr noch lesen, aber ich glaube, ich schaffe es nicht. Doch das Buch von Ruge ist nicht so lang, das werde ich mir demnächst auch vornehmen.

    Buch Nr. 2:


    Das ist mein viertes Buch von Daniel Kehlmann. So richtig zufrieden bin ich bisher mit keinem gewesen. Er schreibt mir einen Tick zu geschmeidig, immer gerade so, dass es noch anspruchsvoll genug für die Literaturkritiker, aber nicht zu anspruchsvoll für eine größere Lesermenge ist. Er wagt in meinen Augen zu wenig, dabei hätte er, glaube ich, das Zeug dazu. Ich probiere es einfach nochmal.:)

    Ich habe mir vier neue Bücher gegönnt.


    Von John Burnside habe ich bisher nur die "Spur des Teufels" gelesen und das hat mir nicht sonderlich gefallen. Aber er hat hier ja eine enthusiastische Fangemeinde, deswegen wollte ich es noch einmal mit ihm probieren. Neben all den positiven Rezensionen zum dem Buch fand ich aber auch die negative Kritik von FreakLikeMe interessant (nebenbei: Wo ist sie eigentlich? Ich habe sie schon länger nicht mehr gelesen. Wenn es überhaupt eine "sie" ist, aber ich glaube, schon:uups::wink:).

    Schätzing kommt meistens nicht zum Punkt.

    Das ist genau der Punkt. :lol: Den "Schwarm" fand ich in der ersten Hälfte sehr spannend und interessant, aber dann zog es sich immer mehr und ich habe irgendwann nicht mehr weitergelesen. Das lag aber wahrscheinlich auch daran, dass ich das Buch auf Italienisch gelesen habe und immer wieder Fachausdrücke nachschlagen musste. Den Krimi "Tod und Teufel" fand ich einfach nur strungslangweilig, wohingegen mir "Nachrichten aus einem anderen Universum" zunächst sehr gut gefallen hat. Aber auch da fiel für mich die zweite Hälfte ab. Erstmal ist mir Schätzings humorige, ständig witzelnde Schreibweise mit der Zeit ein bisschen auf die Nerven gegangen, und dann schien er mir zum Schluss irgendwie jedes Meeresgetier ausführlich beschreiben zu wollen, was mich immer mehr gelangweilt hat. "Breaking News" habe ich auf dem eReader, das werde ich nochmal versuchen.

    Ich habe jetzt gerade meinen dritten Klassiker in der Kategorie 3 gelesen, ein Re-read, ich glaube, der dritte oder vierte. Dieser wehmütige, aber auch immer wieder durch Ironie gebrochene Abgesang auf eine untergehende Welt, nämlich die zerfallende k. u. k.- Monarchie, ist einfach unglaublich gut geschrieben. Das ist so ein Buch, bei dem ich immer denke, es müsste eigentlich jeden Leser berühren, und mich jedes Mal aufs Neue wundere, wenn es das nicht tut.


    Bei den heutigen Krimis werden die Bücher unnötig in die Länge gezogen durch Probleme der Ermittler oder deren Familiengeschichten.

    Das kannst Du wohl laut sagen.:lol: Gerade habe ich wieder so ein Paradebeispiel fürs "in die Länge Ziehen" gelesen, einen Krimi von Elizabeth George. Wie straff und auf das Wesentliche beschränkt schreibt dagegen doch Joseph Roth. Und er erzählt auf der Hälfte der Seiten nicht nur über ein ganzes Leben, sondern über eine ganze Welt.

    Wenn ich hier auch Äpfel mit Birnen vergleiche, konnte ich an dem parallelen Lesen von Roth und George doch wieder deutlich den Unterschied zwischen Literatur als Kunst und Literatur als bloßes Kunsthandwerk sehen. George ist zum Beispiel nicht in der Lage, Trauer zu beschreiben (auch Hakan Nesser konnte das in der Barbarotti-Serie nicht). Sie benennt sie nur und verlässt sich im Übrigen darauf, dass der Leser die Leerstellen selber füllt, weil er ja meistens Trauer schon kennt. Aber Joseph Roth beschreibt Trauer so, dass man fühlt, was Trauer überhaupt ist. So wie Orman Pamuk es die Farbe Rot in seinem gleichnamigen Roman fordern lässt: Ein Dichter muss diese Farbe so beschreiben, dass ein Blinder versteht, was Rot ist. Genau das ist literarische Kunst: Etwas so zu beschreiben, dass man fühlt, was es ist, auch wenn man dieses Gefühl bis dahin vielleicht noch nie kennengelernt hat.

    183. Ein Buch, das du zur Zeit liest


    Nach längerer Zeit mal wieder einen Roman von John Updike. Ich habe das Buch gerade erst aufgeschlagen, daher kann ich noch nichts dazu sagen, aber ein gut abgehangener Updike kann nie schaden (der Roman ist schon 1963 erschienen). :)


    Text auf der Buchrückseite

    Die ergreifende Geschichte des Lehrers Caldwell und seines heißgeliebten Sohns führt uns in den Alltag einer amerikanischen Kleinstadt. Unmerklich entwickelt sich das scheinbar Zufällige und Unwesentliche zum Schicksal. Und wie John Updike, der subtile Beobachter heutigen Lebens, die uralten Fragen des menschlichen Daseins: Protest und Einordnung, Verlangen und Verlorensein, mit dem antiken Mythos vom Zentauren Chiron verwebt, zeigt die Meisterschaft dieses großen Erzählers.

    177. Ein Buch mit einem Diminutiv im Titel


    Ja, das gute Schulmeisterlein Wutz, das sein Leben in stiller Beschaulichkeit verbringt, mit dem Wenigen, was es hat, zufrieden ist und sich an kleinen Dingen freuen kann, bis es schließlich an einem sonnigen Tag hinweggenommen wird, so wie es sich sein Sterben immer erträumt hat, Eine Idylle, heiter, aber auch ein bisschen wehmütig, und von sanfter Ironie. Ich habe die Geschichte - lang ist's her - gern gelesen.


    Amazon-Beschreibung

    Erzählt wird nicht, wie in der Zeit üblich, ein kleiner Lebensausschnitt, sondern die Lebensgeschichte des friedfertig-zufrieden dahinlebenden Landschulmeisters und Pfarrers. Ein liebenswerter Narr, der nach glücklicher Kindheit und guter Ehe im Alter vom »blassen Leichenschleier« umhüllt wird.