Wahl der besten Bücher im BücherTreff

Beiträge von Casoubon

    Hallo alle zusammen.


    Sie ist mittlerweile sehr gläubig geworden - kann sie ja auch von mir aus - und geht wirklich jeden Tag zu so ganz speziellen "Treffen" mit anderen. Mir ist das persönlich eigentlich egal, sie kann ja ruhig an Gott glauben. Aber dann hat sie immer wieder versucht, mich auch zu "bekehren". Irgendwie klingt das für mich aber alles nach Sekte. Naja, und als sie dann eine "Eingebung" hatte, die sie vor einer Reise mit mir zusammen gewarnt hat, ist mir dann der Kragen endgültig geplatzt. :-?


    So wie du es beschreibst, kommt es mir auch eher wie eine Sekte, als eine Gemeinde vor. Hast du den Namen der "Vereinigung"?


    Guti, ich gehe dann mal endlich an meinen Schreibtisch, hab gestern gefaulenzt und heute ist mir eigentlich auch danach, aber das wird leider nicht gehen :(. Naja, wenigstens habe ich gestern mal wieder 2 Bücher gelesen - zwar "nur" Jugendbücher, aber die waren dennoch sehr schön (erwachsene Themen kann ich grad nicht greifen - Kopf ist mit dem Prüfungszeug voll ;) ).

    Inhalt (von Amazon.de):


    Marathon laufen heißt, am Ende sich selbst zu begegnen: Ehrlich und bewegend erzählt Els Beerten die Geschichte der knapp achtzehnjährigen Noor, die läuft und läuft, um zu vergessen. Doch den Erinnerungen kann man nicht davonlaufen: Erinnerungen an Spiele aus Kindertagen, bei denen ein Mädchen tödlich verunglückte ... Eine Geschichte von Einsamkeit, Freundschaft, Schuld - und Liebe. (Achtung: Bei Amazon geht es hier weiter und man erfährt zuviel vom Inhalt (finde ich)!).


    Meine Einschätzung:


    Noor läuft. Und läuft. Und läuft. Jeden Tag. Bei jedem Wetter.
    Sie läuft nicht, um anderen etwas zu beweisen, sondern genießt das Laufen an und für sich. Und sie läuft der Erinnerung davon. Da ist Rosie, ihre Nachbarin und ehemalige beste Freundin, deren Leben mehr und mehr in die Schieflage gerät.


    Noor ist bewusst allein - unnahbar für ihr Umfeld, das sich ehrlich um sie bemüht. Unter der Oberfläche sitzt ein tiefer Schmerz, sie erlaubt es sich nicht, Gefühle zu zeigen bzw. zuzulassen.


    Der Leser begleitet Noor auf ihrem ersten Marathon - ein Novum zu dieser Zeit, da die männliche Sportwelt der Meinung war, dass Frauen körperlich nicht in der Lage sind, einen Marathon zu laufen (erst 1972 wurden Frauen offiziell zugelassen). Noor startet ihre 42195 Meter, gleichzeitig läßt startet das "Kopfkino" bei ihr und der Leser springt zwischen den verschiedenen Zeitebenen hin & her.


    Ein überraschend "erwachsendes" Buch mit einem emotionalen Inhalt, Tiefgang und sympathischen Charaktern.


    LG,
    Casoubon

    Hallo ihr Lieben,


    in den letzten Wochen/ Monaten war ich nur stiller Mitleser, aber heute melde ich mich mal wieder zu Wort 8) .


    Ich hatte zum Geburtstag "Du stehst in meinen Sternen" von Claudia Caroll bekommen (Ein :kiss: an die Schenkerin :wink: ) und es auch sofort angefangen zu lesen. War eine willkommene Abwechslung zur Prüfungslektüre. Eine sehr romantische Geschichte, bei der man wieder anfängt an Wunder zu glauben. Cassandra war mir sehr sympathisch, auch ihre teilweise sehr skurillen Freunde sind mir sofort ans Herz gewachsen.


    Kann es euch nur empfehlen (auch wenn kein :vampire: drin vorkommt :wink: ).


    LG,
    Bine

    Ich hatte das Buch ziemlich lange auf meinem SUB liegen, bevor ich mich am Wochenende daran machte, es zu lesen. Ich fand die Kolumnen von Sarah Kuttner ziemlich gelungen, aber bei dem Buch ist es für mich nicht so einfach eine abschließende Meinung zu finden. An und für sich fand ich die Lektüre sehr schön, Karo ist eine sehr liebenswerte Hauptfigur. An manchen Stellen war es für mich sehr aufwühlend zu lesen, da ich selber eine zeitlang Panikattacken hatte und dadurch wieder daran erinnert wurde.


    Wörter wie "geabendbrotet" finde ich gewollt lustig, so redet doch kein Mensch.


    Oh, das sagen wir wirklich manchmal :uups: (seit geraumer Zeit, also nicht erst seit dem Buch ;) ).


    Zeitweise ist mir auch der allzu umgangssprachliche Stil negativ aufgefallen, aber wo "Kuttner" draufsteht, muss auch "Kuttner" drin sein ;) - es würde sonst in meinen Augen nicht zu ihr passen.


    Ich fand das Ende sehr gelungen, es wird keine heile Welt dargestellt, an der sich am Ende alle honigkuchenpferd-grinsend alle in den Armen liegen. Wer einmal mit Depressionen, Panikattacken, o.ä. in Verbindung gekommen ist (sei es persönlich oder im Freudes-/ Verwandtenkreis), der weiß, dass es lange dauert, bis alles soweit gut ist, dass der Betroffene damit leben kann (ich habe eine Freundin, die seit knapp 2 Jahren mit Hilfe einer Therapie versucht, über die Panikattacken Herr zu werden).


    LG,
    BIne

    Hallo alle zusammen,


    morgen startet unter diesem Linkein Blog, bei dem der Briefwechsel zwischen Goethe und Schiller in Echtzeit veröffentlicht wird. Finde das eine sehr interessante/ witzige Idee das Medium Internet mit den Klassikern zu verbinden.


    LG,
    Casoubon

    Ich gehöre auch zu den Lesern, denen "Tannöd" gefiel, "Kalteis" jedoch weniger.


    Bei mir ist es umgekehrt - ich konnte "Kalteis" etwas mehr abgewinnen, als "Tannöd". Ich fand die einzelnen Erzählstränge sehr interessant, das Zubewegen auf das Unvermeidliche war trotz aller Vorhersehbarkeit spannend und authentisch erzählt. Dennoch ist diese Art von Krimi nichts für mich - ich kann dem nicht so viel abgewinnen - ich brauche einen rauhen Kommisar, dem ich bei seinen Ermittlungen begleiten kann :mrgreen: .


    LG,
    Casoubon

    Da es mich gestern flachgelegt hatte und an ein konzentriertes Arbeiten nicht zu denken war, habe ich mich meinem „Schicksal gefügt“ :wink: – und „Tannöd“ zur Hand genommen. Nachdem ich die Autorin vor zwei Wochen bei einer Leserin gehört habe, war ich neugierig auf ihre ersten zwei Krimis geworden und hab sie mir in der Bibo bestellt.


    Das Buch war schnell ausgelesen, aber so richtig „befriedigt“ hat mich die Lektüre nicht – ich hatte mehr erwartet. Ich bin dann doch eher Fan der klassischen Krimis (die es in letzter Zeit nach meinem Empfinden immer weniger gibt) – in dem der Leser den Kommisar bei der Suche nach dem Täter begleitet.
    Die wechselnden Erzählperspektiven sind schon interessant, auch die Sprache wirkt authentisch, aber mir fehlte das Spannende, das Fesselnde.


    LG,
    Casoubon.

    Inhalt (von Piper.de):


    Die so bewegende wie einsichtsvolle Geschichte einer rätselhaften Frau: Nuanciert und mitreißend erzählt Julia Schoch vom Untergang der DDR und dem Ende aller Träume mit der Erfüllung des Wunschs nach Freiheit.


    Vor allem die Frauen waren übermütig, ihre Gesichter leuchteten, und ihr Lachen hörte man die ganze Nacht hindurch. Als hätte ihnen nun der Lauf der Geschichte, die Auflösung unseres Staates, ein Argument für ein eigenes Leben gegeben. Meine Schwester aber, die in der Abgeschiedenheit der Kiefernwälder und des Stettiner Haffs von der Freiheit geträumt hatte, hatte noch nichts, das sich zu verlassen lohnte. Nur die Familie, den Ehemann. Aber sie blieb, traf sich wieder mit ihrem alten Liebhaber und gab sich fast schwärmerisch der verlockenden Vorstellung hin, dass in diesem anderen Staat ein anderer Lebenslauf für sie bereitgestanden hätte. Wäre ich aufmerksamer gewesen, hätte ich ihre verhängnisvolle Entscheidung vielleicht rückgängig machen können.



    Meine Meinung:


    In dieser Erzählung das Leben einer jungen Frau im Mittelpunkt, die sich in New York das Leben genommen hat. Erzählt wird dieses Leben aus der Sicht der jüngeren Schwester, die den Weg aus der Kleinstadt geschafft hat und nur bei gelegentlichen Treffen oder Telefonaten am Leben der Schwester teilnimmt.



    Für mich war bei der Lektüre faszinierend, dass es Julia Schoch gelingt, die Zeit sprachlich darzustellen – das Schnelle der Wende, die darauf folgenden Veränderungen, teilweise hat man das Gefühl durch die Geschichte zu rasen. Sie springt zwischen den verschiedenen Zeiten – erinnert sich an das melancholische Leben in der DDR, das schnelle Leben danach, welches nach Freiheit roch und dann doch irgendwann im „Laufrad“ endete, den Ausbruch aus dem Alltagsrad durch eine geheime Beziehung zu einem ehemaligen Soldaten, den die Schwester bereits zu DDR-Zeiten kennenlernte. Das Leben im „neuen“ Land bringt nicht die Erlösung, es wird von der Schwester als „schwer“ empfunden.
    Obwohl es um die eigene Schwester geht, wirkt die Geschichte distanziert – es fallen keine Namen – es gibt die Schwester und den Soldaten.


    Hier noch ein paar Zitate, die mir richtig gut gefallen haben:


    Zitat

    Wann hatte das angefangen, dieses Rasen der inneren Uhr? Wann war aus dem irren Lauf in die offene Zukunft, die Unbegrenztheit, wie es hieß, dieses Galopp auf der Stelle geworden, bei dem man sich eingrub?


    Zitat

    Sie sah sich als flache Magnetfigur, die aber nicht wie üblicherweise an einem Kühlschrank, sondern auf einer Landkarte klebte. Und dort, als ließe die Wirkung des Magnets ganz plötzlich nach, glitt sie langsam nach unten.


    Die Lektüre war nicht immer einfach, aber ich habe dennoch jede Seite genossen und denke, dass die Nominierung zum Buchpreis der Leipziger Messe ganz und gar nicht unberechtigt war. Für mich war die Lektüre auf jeden Fall ein Highlight.


    LG,
    Casoubon

    Inhalt (von Amazon.de):


    Was machen Wir sind Helden, wenn ihnen Plattenfirmen drohen: »Wir breaken euch topdown!« oder wenn sie auf Festivals als »angemessener Ersatz für Limp Bizkit« angekündigt werden? Wenn sie erfahren, dass man, egal wie groß man ist, im Tourbus nur sein klein darf? Sie lassen sich nicht ins Bockshorn jagen. Und dann, wenn sie das Bockshorn verjagt haben, schreiben sie ein Buch. Über Träume, die wahr werden, Videodrehs, die Weichteile gefährden, rasante Hubschrauberfahrten und wellige Käsebrötchen in miefenden Fünfquadratmeterräumen, kurzum: über Hysterie und Alltag einer Band, die größer wurde, als sie dachte. Albern wie ein entgleister Abend im Backstage, melancholisch wie eine Nacht im Tourbus, erhellend wie ein Praktikum in der Musikbranche und wundersam wie ein Roman.


    Meine Einschätzung:


    Dieses Buch ist keine typische "Biographie" einer Band - darin findet man die Tourtagebücher der Helden-Homepage mit Erklärungen und "Zwischenrufen" der Beteiligten. Man lernt auf diese Weise viel über die Menschen hinter der Band, die Helden selber und ihren Werdegang von dem Kennenlernen während eines Seminars über viel zu große Hallen bis zum 3. Studioalbum.
    Durch die wechselnden Erzählperspektiven bleibt das Buch wunderbar lebendig, es macht Freude darin zu lesen und die Authenzität der Helden vermittelt eine enorme Lust am Leben (und den ständigen Drang zu hüpfen :wink: ). Für jeden Liebhaber der Gruppe und der Texte von Judith Holofernes unbedingt zu empfehlen.


    LG,
    Casoubon.

    Hallo ihr Lieben,


    ich bin aus dem Urlaub wieder da und gleich in den Alltag gestartet, d.h. die Uni-Bibo hat mich wieder :roll: - ob sie mich ein wenig in der Woche vermisst hat :wink: ? Im Urlaub hatte ich nur ein Buch mit (nein, zugegeben, es waren zwei, aber das eine ist ein Uni-Buch, zählt also nicht als Genusslektüre), welches ich euch Romantischen herzlichst empfehlen kann und zwar "Alle sieben Wellen" von Daniel Glattauer, die gelungene Fortsetzung von "Gut gegen Nordwind" :love: .


    LG,
    Casoubon.

    Ich hatte das Buch im Urlaub mit und habe es in der Woche 3x gelesen - ich hatte zu Beginn Angst, dass ich zu hohe Erwartungen an die Fortsetzung haben würde, aber Daniel Glattauer hat mich erneut total begeistert :thumleft: . Ich konnte wieder voll in der Geschichte aufgehen, mitfiebern, träumen und mich an den Wortwitzen, Wortneuschöpfungen, Wortspielen und philosophischen Betrachtungen erfreuen.


    LG,
    Casoubon.

    Ich werde am letzten Tag mit meiner Mutti zur Messe fahren, sie muss ein paar Vertreter abklappern und danach können wir uns ins Getümmel stürzen :cheers: .


    @"Gratis-Bücher": Es kann schon vorkommen, dass am letzten Tag von einer begehrten Buch keine Exemplare mehr vorhanden sind bzw. das letzte Exemplar festgekettet ist. Polizei ist zwar vor Ort, aber das scheint nicht als Abschreckung zu dienen. Ich weiß nicht, ob das der Sinn von einem Messebesuch ist :scratch: . Eigentlich geht es doch eher ums Gucken, neue Bücher zu entdecken und reinlesen (was man zwar auch Buchladen machen kann, aber da macht es irgendwie nciht soviel Spaß) und man hat die Möglichkeit innerhalb kürzester Zeit viele Autoren live zu erleben - das macht für mich die Faszination Messe aus.


    LG,
    Casoubon.