Beiträge von Casoubon

    Bei diesem Buch fällt es mir schwer, meine Eindrücke in einer Wertung zu bringen. Es ist ein kleines Büchlein, mit einer großen Schrift, sodass man es relativ schnell durch hat - vielleicht war das auch mein Hauptproblem - ich bin - wie Miriam35 - mit den Charakteren nicht richtig warm geworden, das Kopfkino konnte nicht mit Leben gefüllt werden.
    Ich hatte das Gefühl durch die Geschichte zu rasen - Zeit zum Nachdenken, zum Begreifen des Gelesenen hatte ich erst danach (da stellten sich dann auch die Nackenhaare auf :wink: ).


    Es ist ein Krimi der anderen Art; ich vergebe :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5: .


    Bine

    Hallo ihr Lieben,


    Melde mich auch mal wieder. Nett, dass Ihr mich vermisst habt :friends: . Habe zwar meist mitgelesen, war aber zum Schreiben war mir zu uebel. Nachwuchs Nr. 3 ist unterwegs :cheers: und macht mir (wie die beiden Vorgaenger) zu schaffen :puker: Positiver Nebeneffekt: ich nehme in den ersten 5 Monaten 10 kg ab, bevor ich dann Gewicht zulege :P


    Hey, herzlichen Glückwunsch :cheers: - ich hoffe, die Übelkeit legt sich bald.


    Ich habe mir letztens "Wie ein einziger Tag" von Nicholas Sparks ertauscht - das habt ihr doch bestimmt schon gelesen, oder? Es wurde mir bei einem Vortrag zum Thema "Trauer" empfohlen - ich bin sehr gespannt darauf und werde es sicher am Wochenende lesen.


    LG,
    Bine

    Nach "Die grauen Seelen", "Der Junge, der in den Büchern verschwand" und "Monsieur Linh und die Gabe der Hoffnung" war dies mein 4. Roman von Claudel und wahrscheinlich der Beeindruckenste.


    Bereits nach wenigen Seiten hat Claudel es geschafft, die Szenerie zu beschreiben, man meint die Stimmung des Dorfes zu spüren/ fassen zu können. Die Handlung - erzählt von Brodeck - spielt in verschiedenen Zeitebenen. Anfangs mag das etwas verwirren, da diese innerhalb eines Kapitel wechseln können, aber ich bin gut damit klar gekommen. Es offenbart sich, zu was Menschen fähig sind, wenn sie zuviel Macht oder auch zuviel Angst haben.


    Ich habe die Lektüre sehr genossen, obwohl es eigentlich eine sehr düstere Handlung ist und es meist um Zerstörung geht - sei es die Vernichtung von Menschen und/ oder Tieren oder die inneren Verletzungen, die einen Menschen zerbrechen und zu einer lebenden Hülle ohne Herz/ Mitleid machen.


    Ganz klar: ***** :thumright:

    Ich hab das Buch heute ausgelesen und ich kann mich der positiven Rezi von Conor nur anschließen.
    Auf den ersten Blick mag es sich um eine lockere Erzählung handeln, in der man manchen Witz entdecken kann, aber auf den zweiten Blick offenbart sich lenz-typische Tiefe. Ich habe die Lektüre sehr genossen, denke aber auch, dass eine erneute Lektüre notwendig sein wird, um alles fassen zu können.


    LG,
    Bine

    Hallo ihr Lieben,


    mir ging es ähnlich wie evalotta: zu Beginn habe ich mich mit hineinnehmen lassen in diese Geschichte, fand die Charaktere gut dargestellt. Jede Person in diesem Buch erscheint auf seine Art liebenswert, egal wie skurill ihr/ sein Verhalten ist - besonders Martin ist mir ans Herz gewachsen.
    Aber dann kam ich zum letzten Drittel und dieses hat mich sehr enttäuscht. Unter dem großen Geheimnis hatte ich mir etwas "schlimmeres" vorgestellt, so wie es immer dargestellt wurde ...
    Ja, und der Schluß - was soll ich dazu sagen? Er steht im krassen Gegensatz zum Rest der Geschichte. Mir war es ZUVIEL, was am Ende noch alles passiert, es wurde für mich keine runde Sache, es ergab sich kein stimmiges Gesamtbild.


    Daher :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5: .


    LG,
    Bine

    Inhalt (von Amazon.de):


    Irvin D. Yalom erzählt in »Ein menschliches Herz« die Geschichte seines guten Freundes Bob Berger, der seit seiner Kindheit während des Holocaust in Ungarn zwei Leben führte: eines tagsüber als engagierter und exzellenter Herzchirurg - und ein nächtliches, in dem Bruchstücke entsetzlicher Erinnerungen durch seine Träume geisterten. Jahrzehntelang verdrängte Berger durch unermüdlichen Arbeitseifer seine schrecklichen Erlebnisse, bis sie sich während einer nicht ungefährlichen medizinwissenschaftlichen Reise nach Venezuela wieder Bahn brachen ...


    Meine Einschätzung:


    Eine wunderbar stimmige Erzählung, die trotz ihrer Kürze unter die Haut geht. Yalom beschreibt sehr eindrücklich die Erlebnisse, welcher Bob Berger im Holocaust erlebt hat.


    Es ist eine Kunst, auf wenigen Seiten eine Welt aufzubauen und Beziehungen darzustellen - dies gelingt Yalom mit dieser Erzählung - man geht in die Tiefe einer jahrelangen Freundschaft. Für Yalom typisch finden sich auch in diesem Buch Parallelen zu seinem Leben und seinem Beruf.


    Sicher ist dieses Buch nicht mit seinen Romanen "Und Nietzsche weinte" und "Die Schopenhauer-Kur" zu vergleichen, da in diesen aufgrund der Länge einfach mehr Potential zur Entfaltung der Charaktere vorhanden ist.


    Im Anhang befindet sich noch eine Biographie der Autoren, in der man Einblicke in sein Leben bekommt.


    Leider muss an dieser Stelle auch der Preis erwähnt werden - für die knapp 90 Seiten sind 15€ ganz schön heftig :( .


    Dennoch 4 von 5 Sternen.


    LG,
    Bine

    Inhalt (von Amazon.de):


    Zunächst die Geschichte vor den Kulissen: Die Superklasse tummelt sich in Cannes auf dem Filmfestival. Die Welt all jener, die daran glauben, dass „ein Traum kein Verfallsdatum hat“, wird durch eine Mordserie erschüttert. Ermittlungen zwischen Scheinwerferlicht und roten Teppichen. Ein nicht gerade willkommenes Spektakel.


    Aber es gibt auch eine Geschichte hinter der Geschichte, und es wäre kein Coelho, wenn es nicht so wäre, denn, so sagt er im Vorwort: „Dieses Buch ist kein Thriller, sondern ein ungeschöntes Abbild unserer heutigen Welt.“ Und das ist es in der Tat. Ein Austragungsort für die Handlung wie er brillanter, inhaltsleerer und oberflächlicher nicht sein könnte, Cannes, ein ‚Jahrmarkt der Eitelkeiten’. Statisten, Akteure und nach dem Glück Suchende, Menschen, die falschen Träumen nachrennen, den „Manipulatoren hinter den Kulissen“ erlegen sind, wie als Marionetten geleitet, an die große Rolle, das Drehbuch für den Durchbruch, an Reichtum und Erfolg und Berühmtheit denken. „Von Anbeginn der Zeit hat der Mensch geglaubt, dass die Nähe zu etwas Unerreichbarem und Geheimnisvollen ihn segnet.“ Ob in Cannes oder wo auch immer.


    Meine Einschätzung:


    Mein erster Coelho seit 2 Jahren - die letzten Bücher "Brida" und "Die Hexe von Portobello" habe ich zwar im Regal stehen, konnte mich aber noch nicht zu der Lektüre aufraffen. Als ich nun "Der Sieger bleibt allein" zu Weihnachten bekommen habe, wollte ich Coelho wieder eine Chance geben. Ich hatte mich kaum im Vorfeld mit dem Inhalt auseinander gesetzt und war daher erstaunt, als ich mich in einer Krimihandlung wiedergefunden habe. Coelho und ein Krimiautor? Ich wollte mich darauf einlassen.


    Coelho führt die Leser zum Filmfestival nach Cannes und wirft einen Blick hinter die Kulissen der Reichen & Schönen. Er zeichnet das Bild einer oberflächlichen Geseelschaft, die sich ausschließlich um Geld, Macht, Schönheit & das Durchsetzen von Vorteilen dreht. Leider bleibt auch Coelho in diesem Bericht eher oberflächlich - es gibt zwar philosophische Exkurse über die Scheinwelt hinaus, aber auch diese kratzen eher nur an der Oberfläche.


    Was mir bei diesem Buch auch gefehlt hat, ist eine Moral - eine Erkenntnis, die man sich mit in den Alltag nehmen kann. Dieses Ende hat mich eher unbefriedigt zurückgelassen.


    Werung: :bewertung1von5::bewertung1von5: / :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5: (Sehr schade, ich war mal ein sehr großer Fan von Paulo Coelho).


    LG,
    Bine

    Ich hatte mir das Buch im Oktober in der Bibo vorbestellt und hätte bei Platz 18 in der Vormerkliste nicht gedacht, dass ich es dieses Jahr noch zu lesen bekomme. Aber inzwischen wurden mehrere Exemplare angeschafft und so konnte ich das Buch letzte Woche abholen. Nach dem ersten zwei Seiten war ich etwas frustriert, ob ich es wirklich schaffe zu lesen, da ich abends mit meinem dauermüden Kopf nicht wirklich aufnahmefähig für diesen intensiven Schreibstil bin. Aber dieser Thread macht mir Mut (und steigert die Vorfreude auf das Eintauchen in das Buch immer mehr), dass es zu schaffen ist :wink: . Danke dafür :flower: ! (Wobei ich noch meine Zweifel habe, dass ich es pünktlich bis zum Abgabetermin am 12.1.2010 ausgelesen habe.)


    Bine

    Langsam sehe ich schwarz für "Die Wohlgesinnten" - wird wahrscheinlich doch erst im kommenden Jahr ...


    :bewertung1von5: Marian Keyes: Sushi für Anfänger
    :!: Jaclyn Moriarty: Buttermilchküsse (abgebrochen)
    :bewertung1von5: Carlos Ruiz Zafon: Der dunkle Wächter
    :bewertung1von5: Katja Doubek: Katharina Kepler. Die Hexenjagd auf die Mutter des großen Astronomen


    :study: Paolo Giordano: Die Einsamkeit der Primzahlen

    :arrow: Susanne Schädlich: Immer wieder Dezember
    :arrow: Dora Heldt: Ausgeliebt
    :arrow: Dora Heldt: Unzertrennlich
    :arrow: Wally Lamb: Die Stunde, in der ich zu glauben gegann
    :arrow: Jonathan Littell: Die Wohlgesinnten

    [font='Verdana, Helvetica, sans-serif']Vielleicht sollte ich meine Bücher einfach mal als eine Sammlung ansehen und nicht als SUB, vielleicht hilfts ja :-, .


    Ungelesene Bücher zu verkaufen, finde ich auch schwierig - da tut es mir sehr um das ausgegebene Geld leid und deswegen dürfen sie auch bleiben :wink: . Mir ist es "früher" schon mehr als einmal passiert, dass ich in einem Anflug von "Ich-brauch-jetzt-unbedingt-Platz-im-Regal" Bücher ungelesene Bücher verkauft habe und dann ein, zwei Jahre später sie gerne gelesen hätte :roll:


    [font='Verdana, Helvetica, sans-serif']Aber das Jahr ist ja bald vorbei und ich habe noch Hoffnung das es im nächsten besser wird :pray: .


    Ich wüsste mindestens einen Grund, warum das kommende nur besser werden kann :wink::-#:friends: .


    Wünsche euch ein schönes WE,
    Bine

    Lovely: Meine Liebe, ich drück dich ganz fest :friends: und wünsche dir für die kommende Zeit ganz viel Kraft.


    Linda: Ich glaube, in einer Buchhandlung könnte ich mich nicht konzentrieren - da hätte ich ständig das Bedürfnis mich umzuschauen :wink: .


    Ich werde noch fix meinen Ostfriesentee schlürfen und dann gehts auf Arbeit. Ich fühle mich etwas erschlagen, hab bis nach Mitternacht mit einer Freundin ein SMS-Gespräch geführt, anstatt der Müdigkeit nachzugeben und endlich mal mehr als 6 Stunden zu schlafen :sleep: . Naja, vielleicht klappt es heute abend.


    Euch einen schönen Tag,
    Bine

    Steffi: Ich bin nicht aus der Branche, habe aber im Zuge der Recherche für meine Abschlussarbeit gelesen, dass es wohl an den Zeitungen selbst liegt, welche Art Anzeigen sie veröffentlichen. Manche Zeitungen sind von Grund auf konservativ, da werden auch keine außergewöhnlichen Anzeigen veröffentlicht. In dem Text klang es so, als würde jede Zeitung ihre eigene Richtlinien haben, an denen sich die Anzeigenabteilung zu orientieren hat (allerdings ging es da um Todesanzeigen in der Schweiz). Das gehört aber auf jeden Fall zu den Punkten, die ich für meine Arbeit noch intensiver rausbekommen muss, hoffe mal, dass die Zeitungen mir da Auskunft erteilen. Berichte dir dann, wenn ich schlauer bin.
    Fakt ist, dass zenziert wird. Z.B. ist bei uns zuhause Mitte September ein Junge bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen (er war auf dem Moped unterwegs und im Gegenverkehr sind zwei Autofahrer Rennen gefahren - er hatte keine Chance :twisted: ). Die Eltern durften keine Anzeige mit dem Text "Unverschuldet aus dem Leben gerissen" veröffentlichen, da das bereits eine Vorverurteilung der Täter wäre. Kurios: der Chef des Jungen durfte diesen Text veröffentlichen, mit der Begründung, dass er dem Jungen nicht so nahe stand, wie die Eltern :scratch: .


    Bine

    :arrow: Kurzbeschreibung (von Amazon.de):


    Todesanzeigen üben auf viele Menschen eine ungeheure Faszination aus. Ihre Lektüre erlaubt nicht nur den Abgleich mit den eigenen Lebensdaten, sie vermittelt mitunter auch ungewöhnliche und unterhaltsame Einblicke in das Leben der anderen. Als Student hat Christian Sprang, heute Justiziar des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, begonnen, Todesanzeigen zu sammeln. Was als Spaß in einer Wohngemeinschaft begann, entwickelte sich zu einem ungewöhnlichen Hobby. Schnell begannen Freunde und Bekannte, ihm eigene Fundstücke zu schicken. So entstand mit den Jahren eine inzwischen mehr als tausend Anzeigen umfassende Sammlung. Die Auswahl in diesem Buch reicht von Selbstanzeigen (Ich bin dann mal weg oder Ich wünsche euch allen eine schöne Zeit), nachträglichen Klarstellungen (Er hatte Vorfahrt oder Scheiß Motorrad), Rätselhaftem (Ein Gänseblümchen macht für immer Bubu) über Hassanzeigen (Jetzt wird gefeiert! oder Zum Tod von Dr. Volker P. fällt mir nur ein Wort ein: Danke! Ein Patient) und letzte Grüße (He Uli, es war schön mit dir) bis zu überraschenden Motti (Ein letztes Zapp-Zerapp oder s'is Feierobnd). Die Geschichten, die sich dahinter verbergen, sind herzzerreißend, skurril und komisch; sie zeichnen ein ungewöhnliches Bild vom Leben und Sterben in unserem Land, das beim Leser zu tröstender Erkenntnis und befreiendem Lachen führt. Schließlich gilt, wie in einer Anzeige lakonisch resümiert wird: Wer nicht stirbt, hat nie gelebt.


    :arrow: Meine Einschätzung:


    Bereits vor geraumer Zeit bin ich zufällig auf der Internetseite von Christian Sprang gelandet und fand die Sammlung damals schon sehr faszinierend. Irgendwie war klar, dass das Buch nun ein Muss für mich war, zumal es mich wunderbar auf meine Magisterarbeit einstimmt.
    Das Buch gliedert sich in 17 verschiedene Kapitel, z.B. Anzeigen von Adligen, Sprachliche Missgeschicke oder auch Hassanzeigen. Jede Anzeige wird von den Autoren kommentiert.


    Da in unserer Tageszeitung alle Jubeljahre eine Todesanzeige erscheint, die sich außerhalb der Norm bewegt, war es für mich sehr spannend, diese Sammlung durchzusehen. Es ist eine bunte Mischung, die Christian Sprang zusammen getragen hat - es gibt Anzeigen, die mir Lachtränen in die Augen getrieben haben, andere haben mich berührt, wieder andere haben mich leicht schockiert. Bei manchen Anzeigen scheint es unmöglich, dass sie es wirklich geschafft haben, an der Anzeigenabteilung unzenziert vorbei zu kommen.


    Mir hat das Buch sehr gut gefallen - ich kann es auf jeden Fall jeden empfehlen, der beim Lesen der Tageszeitung als erstes heimlich den Anzeigenteil studiert 8) (das sind wahrscheinlich mehr, als man denkt ;) ). Aber auch allen anderen, die dieses Thema spannend finden.


    Achja, die Internetseite gibt es übrigens hier (durch die Buchveröffentlichung wurde der Stand auf August 2007 zurückgesetzt).


    LG,
    Bine

    Wie zu erwarten hat sich wieder ein ungeplantes Buch in die Liste geschlichen :wink: .


    :bewertung1von5: Marian Keyes: Sushi für Anfänger
    :!: Jaclyn Moriarty: Buttermilchküsse (abgebrochen)
    :bewertung1von5: Carlos Ruiz Zafon: Der dunkle Wächter
    :study: Katja Doubek: Katharina Kepler. Die Hexenjagd auf die Mutter des großen Astronomen


    :arrow: Paolo Giordano: Die Einsamkeit der Primzahlen
    :arrow: Dora Heldt: Ausgeliebt
    :arrow: Dora Heldt: Unzertrennlich
    :arrow: Wally Lamb: Die Stunde, in der ich zu glauben gegann
    :arrow: Jonathan Littell: Die Wohlgesinnten