Beiträge von Schneehase

    Inhalt: Der Roman erzählt die Geschichte dreier junger Frauen im Jahr 1953. Der Krieg ist nun seit ein paar Jahren vorbei und die Zeichen der Zeit lassen auf einen Neubeginn hoffen.
    Anni und Ihre Freundinnen, die Lehrerin Edith und die Ärztin Helena, sprudeln über vor neuen Ideen und werden doch immer wieder von der Realität ausgebremst.

    Meine Meinung: Der Klappentext des Buches hatte mich sofort angesprochen und somit war ich sehr gespannt auf diesen Roman, der den Auftakt zu einer Trilogie bildet.
    Leider wurden meine hohen Erwartungen nicht erfüllt und ich habe das Buch schließlich etwas enttäuscht beendet.
    Zwar ließ es sich flüssig und flott lesen, die Geschichte und auch die Personen konnten mich aber nicht wirklich packen. Zu viel an Problemen und Themen wurde in die Geschichte integriert und so sprang man von der allgemeinen, eher untergeordneten, Stellung der Frau in der damaligen Gesellschaft über Vergewaltigung und Misshandlungen in der Ehe bzw. Familie, ungewollte Schwangerschaft und illegale Abtreibung, Alkoholismus, Spielsucht und Demenzerkrankung bis hin zu den grausamen Verbrechen während der Nazizeit hin und her.
    Das alles wurde eingebettet in die Geschichte von Anni, die voller Elan die Renovierung des elterlichen Hotels plant und zuerst vom Vater und dann vom Ehemann ausgebremst wird.
    Mit Sicherheit sind die angegangenen Themen wichtig und auch typisch für die damalige Zeit, doch meiner Meinung nach wäre hier etwas weniger mehr gewesen.
    So sprang man als Leser „vom Hölzchen zum Stöckchen“ und kam nirgendwo richtig an. Das fand ich schade, denn die Autorin hat einen ansprechenden Schreibstil und zudem bietet eine Trilogie ja viele Möglichkeiten die verschiedenen Themen aufzubereiten.
    Aber bitte nacheinander und nicht gleichzeitig!


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    Inhalt: Bei Bauarbeiten werden im Keller eines Hauses durch Zufall eine junge Frau und ihr kleiner Sohn gefunden.

    Eingeschlossen in einem dunklen Raum, die Vorräte an Lebensmitteln und Wasser schon lange aufgebraucht, sind beide in einem schrecklichen Zustand. Zudem scheint niemand die beiden zu vermissen.

    Das Haus gehört einem alten, verwirrten Mann. Hat er sie entführt und gefangen gehalten? Und hat er auch etwas mit der Entführung einer jungen Frau zu tun, die vor zwei Jahren in der selben Gegend verschwand?

    DI Adam Fawley und sein Team haben es mit einem komplizierten Fall zu tun.


    Meine Meinung: Wer spannende, intelligent geschriebene Kriminalfälle mit vielen überraschenden Wendungen liebt, sollte sich die Autorin Cara Hunter merken.

    Dies ist bereits der zweite Fall für das Team und auch in diesem Band steht die klassische Ermittlungsarbeit im Zentrum.

    Immer neue Anhaltspunkte, Verdächtige und Szenarien tun sich auf. Alle erscheinen möglich und logisch, doch immer wieder gibt es neue Spuren und Erkenntnisse bis hin zum überraschenden Ende.

    Die Autorin versteht es den Leser ans Buch zu fesseln. Anspruchsvoll sind zudem die Perspektivwechsel, denn zum Teil wird in der dritten Person erzählt, die Kapitel um DI Fawley allerdings in der ersten Person. Das mag anfangs verwirrend sein, aber man gewöhnt sich schnell daran.

    Man kann diesen zweiten Teil zwar grundsätzlich unabhängig vom ersten Teil lesen, wer aber mehr über die persönlichen Hintergründe der Protagonisten erfahren möchte sollte mit dem ersten, ebenso spannenden Teil, beginnen. Manche familiären Probleme/Sorgen/Besonderheiten erschließen sich dem Leser dadurch besser.


    Fazit: Ein toller, gut geschriebener und typisch englischer Krimi. Ich freue mich schon auf den dritten Teil!


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    Inhalt: Ein Kind verschwindet spurlos – der Albtraum jeder Mutter wird für die alleinerziehende Kat wahr, als ihr 8-jähriger Sohn Ethan während einer Klassenfahrt entführt wird.

    Der Verdacht fällt sofort auf Kats gewalttätigen Ex-Mann. Doch ist der Fall wirklich so einfach zu lösen wie es den Anschein hat?


    Meine Meinung: Mich hat dieser spannende Krimi vom Anfang bis zum Ende gut unterhalten und ich habe bis zum Schluss mitgefiebert, ob Ethan wohlbehalten gefunden wird.

    Durch die beiden Erzählperspektiven, die zwischen Kat und Stef, der Mutter von Sammy, einem Mitschüler von Ethan, hin- und herwechseln gewinnt der Fall an Spannung.

    Der Leser erlebt einerseits hautnah die Ängste und Sorgen von Kat, die um das Leben ihres Sohnes fürchtet, andererseits ahnt man die Gedanken von Stef, in der schon bald ein schrecklicher Verdacht keimt.

    Die Geschichte ist so bildhaft geschrieben, dass ich mir sowohl die Protagonisten, als auch die Umgebung lebhaft vorstellen konnte.


    Fazit: Wer gerne gute amerikanische Krimis liest, findet hier solide und spannende Unterhaltung.:bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    Inhalt: Wien, 1892. Nach einem schweren Unfall mit wochenlanger Bewusstlosigkeit erwacht die junge Komtess Luise von Waldenberg ohne sich an ihr früheres Leben zu erinnern. Selbst ihren Namen und die Gesichter ihre Angehörigen hat sie vergessen und findet deshalb nur schwer in ihr altes Leben zurück.


    Meine Meinung: Insgesamt habe ich das Buch gerne gelesen, auch wenn ich zu Anfang ein paar Probleme hatte in die Geschichte zu finden.

    Ich empfand das erste Viertel als etwas langatmig, daher ziehe ich bei meiner Bewertung einen Stern ab.

    Doch zum Glück nimmt die Geschichte nach circa 100 Seiten mehr und mehr Fahrt auf und das Rätsel um Luises Unfall wird zunehmend spannend. Nun kann der Leser zusammen mit Luise wie bei einem Krimi die Puzzlesteine zusammen setzen und den wahren Bösewicht entlarven.

    Bis auf den Anfang ist der Erzählstil der Autoren angenehm zu lesen, außerdem werden viele Details der österreichischen und WienerGeschichte eingestreut. Die Personen der Geschichte sind recht klar nach „Gut und Böse“ eingeteilt, bleiben dadurch jedoch oft etwas klischeehaft.

    Zu bemängeln habe ich auch den Klappentext, denn dieser lässt den Leser in erster Linie einen romantischen Liebesroman erwarten. Dies ist der Roman aber nicht wirklich, sondern m. M. nach lag das Familiengeheimnis der von Waldenbergs im Fokus.


    Fazit: Ein angenehm zu lesender historischer Roman mit Stärken und Schwächen.


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    Auch der dritte Teil um Frida Pausen, Tochter eines Obstbauern und seit kurzem Mitglied der Mordkommission Itzehoe, konnte mich wieder vollkommen überzeugen.

    Frida ist wieder mitten im Geschehen, als ein eigenbrötlerischer Nachbar in seinem Haus, einer halbverfallenen alten Mühle, tot aufgefunden wird.

    Durch Zufall entdeckt Frida ein geheimes Verließ, in dem anscheinend eine Person über längere Zeit gefangen gehalten wurde…


    Romy Fölck ist ein richtig spannender Krimi gelungen und das Team aus der jungen Ermittlerin Frida und ihrem erfahrenen Kollegen Haverkorn ist unschlagbar. Frida ist das Küken der Mordkommission und muss ihrem neuen Vorgesetzten Wahler erst einmal zeigen, was in ihr steckt.

    Das ist gar nicht so einfach, denn neben den Ermittlungen macht sie sich große Sorgen um den Hof ihre Eltern, der in eine wirtschaftliche Schieflage geraten ist. Außerdem gibt es da noch Torben, den attraktiven Rechtsmediziner, dem Frida durch den aktuellen Fall wieder begegnet.

    Auch Haverkorn macht im Privatleben eine turbulente Zeit durch und muss die eine oder andere schwierige Entscheidung treffen.

    Mir gefiel sehr gut, dass neben den spannenden Ermittlungen auch das Privatleben der beiden Protagonisten eine große Rolle spielt.

    Diese Einblicke runden den Krimi ab und der Leser baut eine Art persönliche Beziehung zu den beiden Ermittlern auf.

    Man kann den dritten Teil auch durchaus ohne Vorkenntnis der ersten beiden Bände lesen, aber die privaten Entwicklungen und Beziehungen versteht man natürlich besser wenn man die Vorgänger kennt.


    Fazit: Eine klare Empfehlung für die Fans spannender deutsche Krimis!

    Mit „Teufelskrone“, dem mittlerweile sechsten Band der Waringham-Saga, liefert Rebecca Gablé wieder einmal einen spannenden historischen Roman ab. Eingebettet in ein Stück englische Geschichte begleitet der Leser ein Mitglied der Familie Waringham durch die Höhen und Tiefen seines Lebens.

    Dieses Mal handelt es sich um Yvain of Waringham, der zu Anfang seinen Dienst als Knappe am Hof von Prinz John antritt und diesem über Jahrzehnte, trotz vieler Zweifel, treu ergeben ist.

    Rebecca Gablé schreibt wie gewohnt mitreißend und spannend, und vermittelt ihre Leserschaft dabei auch einen tiefen Einblick in ein wichtiges Stück englischer Geschichte. Hierbei stellt sie den als besonders grausam bekannten König John aus verschiedenen Blickwinkeln dar, die den meisten neu sein dürften.

    Mir hat dieser Roman gut gefallen, auch wenn das Grundgerüst, nachdem die Autoren ihre Geschichten um die Waringhams aufbaut, immer das gleiche ist.

    Die soll aber auch mein einziger Kritikpunkt bleiben, denn die Helden der Familie Waringham sind doch alle sehr sympathisch mit ihren Stärken und liebenswerten Schwächen.


    Fazit: Wo Waringham drauf steht ist auch Waringham drin…


    Inhalt: April 1945. In den letzten Tagen des 2. Weltkriegs wird auf einem norddeutschen Acker die Leiche eines ranghohen Parteimitgliedes gefunden. Der ehemalige Kriminalpolizist Jens Druwe, der nun der Ordnungspolizei angehört, beginnt mit seinen Ermittlungen und stößt schon bald auf undurchsichtige Machenschaften ranghoher Offiziere… .


    Meine Meinung: Dem Autor gelingt es ausgezeichnet die düstere Stimmung der letzten Kriegstage einzufangen. Während die meisten Deutschen die baldige Niederlage mit den allen Konsequenzen kommen sehen, gibt es dennoch Einige, die immer noch an den Endsieg glauben.

    In dieser chaotischen Atmosphäre ermittelt Jens Druwe und stößt auf viele menschliche und politische Widerstände.

    Nicht allein die Aufklärung des Mordfalls steht im Mittelpunkt des Buches, genauso wichtig ist die Darstellung des sich in Auflösung befindenden Reiches inklusive der politischen Strukturen.

    Bis auf ein paar kleinere Längen fand ich das Buch durchweg spannend und gut zu lesen. Die handelnden Personen sowie die polizeilichen Ermittlungen sind alle glaubwürdig gelungen und nachvollziehbar.


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    Inhalt: Die Autorin Monika Springer war den schnurrenden Vierbeinern schon in ihrer Kindheit verfallen, lebte aber bereits einige Jahre ohne Katzen, bis irgendwann Kater Percy in Ihr Leben trat…
    Im ersten Teil des Buches erzählt sie von ihrem Leben und ihren Erfahrungen mit Percy und den beiden weiteren Samtpfoten, die fortan die Familie vervollständigten.
    Die kurzen Abschnitte sind zum Schmunzeln, machen nachdenklich und manchmal auch traurig. In vielen alltäglichen Situationen erkennt der typische Katzenbesitzer sich selbst oder auch den ein oder anderen Wesenszug seines eigenen Vierbeiners wieder.
    Im zweiten Teil geht es sachlich zu. Hier erhält der Leser Informationen und Tipps für ein gesundes und glückliches Katzenleben. Ein zentrales Thema ist die Gesundheit der Tiere, zum Beispiel artgerechte Ernährung, Impfungen, häufige Erkrankungen und deren Symptome sowie Behandlungsmethoden etc.

    Meine Meinung: Monika Springers Ratgeber ist lehrreich ohne belehrend zu sein.
    Sie teilt mit ihren Lesern ihre positiven und negativen Erfahrungen und auch die „Fehler“, die sie im Umgang mit ihren eigenen Vierbeinern gemacht hat. Beeindruckt hat mich im ersten Teil die Ehrlichkeit mit der sie zum Beispiel ihre Unsicherheiten beim Tierarztbesuch beschrieb.
    Den eigentlichen Ratgeber findet man erst im zweiten Teil und hier merkt man, dass die Autorin und ausgebildete Tierheilpraktikerin sich um sachliche Neutralität bemüht.
    Sie erklärt anschaulich sowohl die Methoden, Möglichkeiten aber auch die Grenzen der Naturheilkunde, als auch der „klassischen“ Tiermedizin ohne ein dogmatisches „dafür“ oder „dagegen“ auszusprechen.
    Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen und habe einige Anregungen für mich selbst mitnehmen können.
    Die Mischung aus Erfahrungsbericht und Ratgeber hat mir besonders gefallen.


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    Inhalt: Ein junges Mädchen wird entführt, misshandelt und brutal ermordet. Einzelne Szenen ihrer Qualen werden vom Täter gefilmt um sie über die sozialen Medien zu verbreiten.

    Kurz darauf verschwindet ein weiterer Jugendlicher und eine fieberhafte Suche beginnt.

    Kommissar Huldar und seine Kollegen werden auch in diesem Fall durch die Psychologin Freya unterstützt.


    Meine Meinung: In Yrsa Sigurdardottirs neuestem Krimi geht es um Mobbing unter Jugendlichen. Ein brisantes Thema, denn dieses traurige Phänomen gibt es (leider) schon lange, doch durch die Möglichkeiten des www und insbesondere der sozialen Medien gibt es für die Betroffenen kaum noch eine Chance ihren Peinigern zu entkommen.

    Der Krimi ist spannend, gut zu lesen und lebt insbesondere durch die schwierige Ermittlungsarbeit. Im Team der Ermittler läuft es nicht rund, Huldars Chefin Erla steht unter großem Druck und tut sich sehr schwer ihre Vorbehalte gegenüber Huldar und Freya zu überwinden.


    Fazit: Wer gerne nordische Krimis mit komplizierten Protagonisten liest, wird auch diese Buch mögen.


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    Inhalt: Sabine Bode erzählt in ihrem Roman die Lebensgeschichte von Gudrun Samuel, Tochter einer wohlhabenden jüdischen Kaufmannsfamilie aus Mainz.
    Ihre Kindheit in den zwanziger- und frühen dreißiger Jahren verläuft unspektakulär, doch als Teenager bekommt sie die Härte des damaligen Regimes zu spüren. Sie muss die Schule verlassen, ihre erste große Liebe in der Öffentlichkeit verheimlichen, wird inhaftiert und kann im letzten Moment Deutschland verlassen.
    Doch in ihrer neuen Heimat steht sie vor dem Nichts, muss sich immer wieder alles neu arbeiten und viele Verluste und Enttäuschungen verkraften.

    Meine Meinung: Durch die spröde und eher sachliche Erzählweise der Autorin baute sich eine ungewöhnliche Distanz zu den Personen, vor allem aber zu Gudrun, auf.
    Doch interessanterweise habe ich das nicht als störend empfunden, sondern es hat es mir leichter gemacht Gudruns schwere Lebensgeschichte zu verfolgen.
    Gudrun war mir nicht immer sympathisch, aber sie ist eine Kämpfernatur, die alle ihre Chancen genutzt hat und auch selber um ihre dunklen Seiten weiß. Sie ist eine junge Frau mit guten und schlechten Eigenschaften und keine Heilige. Das wird vor allem im Mittelteil des Romans deutlich.
    Sehr berührt hat mich allerdings der Briefkontakt zwischen Gudrun und ihrer Jugendfreundin Margot, der nie ganz abriss und der vor allem das letzte Drittel des Buches aufwertet. Er stellt anschaulich dar, dass das Trauma der Überlebenden auch Jahrzehnte nach Kriegsende noch andauert.

    Fazit: Man muss sich auf die distanzierte Erzählweise des Romans einlassen, dann erwartet den Leser ein interessanter Roman über ein ungewöhnliches Schicksal. Mir hat dieses Buch gut gefallen und ich kann es jedem geschichtlich interessierten Leser empfehlen.


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    Inhalt: November 1938. Spätestens jetzt, nach der Reichskristallnacht, wird den jüdisch-deutschen Bürgern klar, was auf sie zukommen wird.

    Auch die 17-jährige Ruth Meyer und ihre Familie leben in Angst und Furcht und möchten sobald wie möglich das Land verlassen. Doch die Ausreise in die USA wird ihnen erst 1941 gestattet sein....


    Meine Meinung: Dies ist bereits der zweite Band einer auf Tatsachen beruhenden Trilogie über das jüdische Mädchen Ruth Meyer. Ihre Tagebücher blieben über die vergangenen Jahrzehnte erhalten und standen der Autorin Ulrike Renk zur Verfügung.

    Dieser Teil schließt nahtlos an den ersten an und begleitet Ruth, ihre Familie und Freunde bis zum Sommer 1939. In diesen wenigen Monaten überschlagen sich die Ereignisse und das junge Mädchen muss viel zu schnell erwachsen werden und wichtige Entscheidungen treffen.

    Ulrike Renk schafft es wieder einmal dem Leser sowohl die Dramatik der damaligen politischen Situation als auch die Gefühle von Ruth, eine Mischung aus Angst und Unsicherheit, gepaart mit einem unbedingten pragmatischen Überlebenswillen, zu vermitteln.

    Der Schreibstil ist so mitreißend, dass man das Buch nicht mehr zur Seite legen mag.

    Auch wenn es sicherlich sinnvoll ist den ersten Band gelesen zu haben (denn in ihm lernen wir Ruth und ihre Lebensumstände von frühester Kindheit an kennen), kann man dieses Buch meiner Meinung nach auch ohne Vorkenntnisse lesen.


    Fazit: Auch dieses Buch hat mich wieder von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt und ich warte jetzt schon gespannt auf den dritten Teil!


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    Inhalt: Nach zwei Jahren Elternzeit kehrt Gina Angelucci wieder zur Kriminalpolizei zurück. In der Abteilung für „Cold Cases“ befasst sie sich mit einem Knochenfund in einem kleinen Dorf.

    Die beiden bei Bauarbeiten gefundenen Skelette lagen wahrscheinlich seit 70-80 Jahren in der Erde und weisen Anzeichen von Schussverletzungen auf.


    Meine Meinung: In ihrem neuesten Krimi geht es Inge Löhning eher ruhig an.

    Es geht nicht nur um die reine Klärung der Identität und Todesumstände der beiden gefundenen Skelette, die Gina gegen die Anweisungen der Staatsanwaltschaft vorantreibt.

    Ihr ist es zuallerallererst ein Anliegen den Toten einen Namen zu geben und dadurch den eventuell noch lebenden Angehörigen endlich Gewissheit über das Schicksal ihrer Lieben zu geben.

    Auf ihrer Suche nach der Wahrheit stoßen die Ermittler rasch auf ein dunkles Kapitel in der Dorfgeschichte während des Zweiten Weltkrieges. Ein Jahrzehnte währender Familienstreit wirft zusätzlich Fragen auf.

    Eingebettet in das aktuelle Geschehen im Dorf geben in Kursivschrift eingeschobene alte Tagebucheinträge das damalige Drama wieder.

    Mir hat die Mischung aus Kriminalfall, Familiengeschichte und historischem Roman gut gefallen, auch wenn die Spannung meiner Meinung nach ein wenig zu kurz kam.

    Dafür taucht aber in Ginas privaten Umfeld eine plötzliche Bedrohung für ihre Familie auf…


    Fazit: Wieder einmal ein gut gelungener und lesenswerter Krimi aus der Feder von Inge Löhning, der diesmal verschiedene Elemente geschickt miteinander verbindet.

    Inhalt: In einem Münchener Park wird die nackte Leiche eines Mannes gefunden, eingeritzt auf seiner Brust das Wort „Drecksau“.

    Toni Stieglitz beginnt mit ihren Ermittlungen und schon bald scheint zumindest das Motiv geklärt zu sein. Der Tote ist Lehrer und auf seinem Rechner finden sich zahllose Aufnahmen junger Mädchen…

    Doch ist alles wirklich so wie es scheint?

    Auch in Tonis Privatleben läuft nicht alles so rund wie es sollte.


    Meine Meinung: Auch der dritte Teil um die Münchener Kommissarin Toni Stieglitz zeigt sich wieder als solide, spannende Krimikost.

    In diesem Fall gibt es einige unerwartete Wendungen, die wahrscheinlich Spannung in die Handlung bringen sollen, aber teilweise doch etwas konstruiert wirken.

    Einige der Personen blieben mir zudem eher fremd und erscheinen unglaubwürdig, allen voran Regina.

    Gut gefallen hat mir jedoch, dass der Leser wieder etwas von Tonys Privatleben erfährt, auch wenn es für sie ein paar Schwierigkeiten mit Tom gibt.


    Fazit: Alles im allem ein solider, gut zu lesen der Krimi, den ich den Fans der Serie trotz kleiner Schwächen empfehlen kann.


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    Inhalt: Detective Inspector Ben Kitto braucht eine Auszeit vom Job in der Metropole London und so reist er in seine Heimat Cornwall auf die Scilly-Insel Bryher. Hier ist er aufgewachsen und hofft in der Abgeschiedenheit auf andere Gedanken zu kommen.

    Doch bereits bei seiner Ankunft wird die 16-jährige Laura vermisst und kurz darauf ermordet aufgefunden…

    Meine Meinung: Mir hat dieser ruhige, atmosphärische Krimi sehr gut gefallen. Hier wird die Spannung nicht durch dramatische Action aufgebaut, sondern durch die detailliert beschriebene Ermittlungsarbeit, die durchdachten Charaktere und Motive.

    In der kleinen Inselgemeinschaft gibt es viele Verdächtige mit unterschiedlichsten Motiven, zu denen auch Angehörige und Freunde von Ben zählen.

    Parallel zu Bens Ermittlungen werden die Gedanken der Einsiedlerin Rose, die ihren Lebensunterhalt durch Kräuter sammeln etc. verdient, erzählt.

    Diese kursiv geschriebenen, eingestreuten Kapitel zeigen auf, dass es noch weitere dunkle Geheimnisse auf der Insel gibt.

    Die Autorin hat die besondere Stimmung auf der kleinen Insel gekonnt eingefangen. Das raue, stürmische Wetter bildet den perfekten Hintergrund der Geschichte.

    Die Personen, allen voran Ben und Rose, sind sehr glaubwürdig gelungen. Von allen konnte ich mir ein klares Bild machen und auch Bens Gedankengänge waren stets logisch und nachvollziehbar.

    Dieser erste Teil um den sympathischen Ermittler Ben Kitto und das Setting auf den Scilly-Inseln hat mir so gut gefallen, dass ich weitere Bender der dieser Reihe gerne lesen würde.


    Fazit: Eine klare Empfehlung für Leser eher ruhiger Krimis.

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    Inhalt: 20. Juli 1974. Zum 30. Jahrestag des mit missglückten Attentats auf Hitler beschließt Lilly Kolbe, Witwe eines Widerstandskämpfers und ehemalige Privatsekretärin von Professor Ferdinand Sauerbruch, einem amerikanischen Journalisten der New York Times über Professor Sauerbruchs „Donnerstagsclub“ und seine stille Rolle im Widerstand zu berichten.


    Meine Meinung: Ich kann nicht beurteilen wie viel der Handlung auf Fiktion und wie viel auf Fakten beruht, auch wenn der Autor Dr. Christian Hardinghaus sich auf neueste Forschungsergebnisse über Professor Sauerbruchs Rolle im Widerstand beruft.

    Ich bewerte das Buch als historischen Roman, der auf wahren Begebenheiten und historisch belegten Persönlichkeiten aufbaut.

    Ich fand den Roman spannend und gut zu lesen und sollte es sich, evtl. auch nur in Teilen, tatsächlich so zugetragen haben, dann gehört mein Respekt diesen zum Teil unbekannten Kämpfern.


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    Inhalt: Bei einer Wanderung durch ein Waldgebiet am Rennsteig im Thüringer Wald entdeckt Milla, versteckt unter Geröll und Laub, einen sogenannten "Lost Place". Es ist ein alter Keller, der den Anschein erweckt, als sei er nur kurz verlassen worden. Vom ehemals dazugehörigen Gebäude steht nichts mehr.

    Milla findet alte Schulhefte in dem Gewölbe und macht sich auf die Suche nach den Menschen, deren früheres Zuhause hier im früheren Grenzgebiet zwischen DDR und BRD, gewesen sein musste.

    Und wirklich gibt es die Familie Dressel noch, die von der ehemaligen DDR-Regierung enteignet und zwangsumgesiedelt wurde und die ihre alte Heimat noch immer schmerzlich vermisst.


    Meine Meinung: Das Schicksal der Dressels und des Hotels "Waldeshöh" ist zwar fiktiv, steht jedoch stellvertretend für viele Menschen, die in der DDR zwangsumgesiedelt wurden.

    Obwohl seitdem erst wenige Jahrzehnte vergangen sind, ist es aus unserer heutigen Sicht kaum vorstellbar, wie das damalige Regime mit seinen Bürgern umgegangen ist. Die Bevormundung durch die "Obrigkeit" und die Bespitzelung untereinander, sowie der gesellschaftliche Druck haben mich fassungslos und gleichzeitig dankbar gemacht, dass ich das nicht selber miterleben musste.

    All dies ist eingebettet in eine Familiengeschichte mit vielerlei Charakteren, mit normalen alltäglichen Sorgen und Problemen, die in Rückblicken erzählt wird.

    Kati Naumann entwickelt ihr Geschichte einfühlsam und arbeitet jede Person liebevoll und detailliert aus. Einzelne Szenen sind vor meinem inneren Auge lebendig geworden und ich hatte beim Lesen das Akkordeonspiel der Oma in den Ohren und das Aroma der sonnenwarmen Blaubeeren auf der Zunge.

    Ein paar kleine Längen gab es zwar zwischenzeitlich, aber mir hat die Lektüre trotzdem großen Spaß gemacht und ich empfehle das Buch gerne weiter.

    Fazit: Ein gelungener Roman um eine Familie, verlorene Heimat, Vertrauen, Wahrheit und Lüge.

    Inhalt: Nur wenige Monate nach ihrer ersten Mordermittlung wird Friederieke Matthée von der Kölner weiblichen Polizei in ihren zweiten großen Fall verwickelt. Eine Gutsbesitzerin und ehemalige Polizisten wurde erschossen aufgefunden. Neben der Leiche die junge, vorbestrafte Obdachlose Franziska Wagner, die eine Waffe in der Hand hält. Doch ist die junge Frau wirklich die Täterin?

    Friederieke hat ihre Zweifel und beginnt auf ihre einfühlsame Art Nachforschungen anzustellen. Auch Richard Davies wird wieder von England nach Köln beordert um in einem Mord an britischen Soldaten zu ermitteln.


    Meine Meinung: Auch der zweite Band um Friederieke Matthée hat mir wieder sehr gut gefallen. Beate Sauer fängt die Sorgen und Nöte der Bevölkerung und auch die Ansichten und Stimmung der Nachkriegszeit gekonnt ein.

    Der tägliche Kampf ums Überleben, etwas zu essen und ein Dach über dem Kopf zu haben, ist das dringendste Problem großer Teile der Bevölkerung. Heimatlose Kinder und Jugendliche sind sich selbst überlassen und haben ihre eigenen Strukturen entwickelt.

    Aber auch die alten Hierarchien und das Obrigkeitsdenken sind in den Köpfen der Menschen noch deutlich vorhanden und erschweren Friederiekes Ermittlungen.

    Sehr gelungen erzählt fand ich auch die schwierige Beziehung zwischen Richard und Friederieke. Besonders bei Richard spürt man die innere Zerrissenheit, kann er wirklich eine Deutsche lieben?

    Doch auch Frederike ist verunsichert und hin- und hergerissen. Richard ist im Frühjahr auf eigenen Wunsch nach England zurückgekehrt und ein neuer sympathischer Verehrer sucht nun ihre Nähe. Doch ihre Gedanken kreisen immer wieder um den britischen Offizier...

    Dazwischen eingebettet der Kriminalfall um die erschossene Ex-Polizistin, der in mühsamer Kleinarbeit aufgearbeitet wird und den Friederieke mit der ihr eigenen Hartnäckigkeit und Empathie löst.


    Fazit: Ein gelungener Krimi aus der Nachkriegszeit, glaubwürdig und gut recherchiert, mit einer sympathischen Ermittlerin!

    Ich plane gerade das nächste Update für Februar und möchte euch wie bereits angekündigt mitentscheiden lassen, welche Funktion als nächstes kommen soll. :)


    Fest eingeplant für das nächste Update ist bereits die Sortierung nach Autorenname in der Bücher- und Wunschliste. Momentan ist nämlich nur das Filtern möglich.


    Was noch mit rein soll, dürft ihr entscheiden. Das bedeutet nicht, dass die anderen Funktionen dann nie umgesetzt werden, ich brauche einfach ein bisschen Hilfe bei der Priorisierung, weil mich mittlerweile täglich Anfragen mit Ideen und Verbesserungsvorschlägen erreichen. Wer der App auf Instagram folgt, weiß, dass sie mittlerweile über 1.000 User hat, dementsprechend kommen auch immer mehr Leute mit Wünschen auf mich zu. Daher würde ich mich sehr über eure Mithilfe freuen. :kiss:

    Abgestimmt!

    Und jetzt hast Du auch noch einen weiteren Follower auf Instagram... :thumleft:

    Heute beendet:

    Die Bastardtochter von Petra Schier, 544 Seiten = 10,44 Punkte


    Nach Tinii

    Ein weiteres Buch ist geschafft => 5 Punkte

    435 Seiten => 4,3 Punkte


    :wink:


    Nach cocodrilla