Beiträge von Smartie

    Ist das gesund oder kann das weg?
    Wirklich alles über Nahrungsergänzungsmittel
    Autorin: Christine Gitter
    Verlag: Droemer (1. April 2020)
    ISBN-13: 978-3426278086
    Seiten: 304


    Nach ihrem großartigen ersten Buch „Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihre Apothekerin“ beglückt uns die Pharmazeutin Christine Gitter nun mit einem weiterem Sachbuch.
    Dieses Mal geht es um Nahrungsergänzungsmittel. Um Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Superfood und mehr.


    Rezeptfrei kann man überall Vitamin C, Magnesium, Zink und anderes im Discounter oder der Drogerie kaufen. Doch hält es, was es verspricht? Und noch viel wichtiger: Ist es gesund oder birgt es auch Risiken?


    Über all das klärt uns Christine Gitter auf. Leicht und verständlich und immer wieder mit einer Prise Humor. Dabei kommen überraschende Fakten zum Vorschein.

    Wir in Deutschland schlucken die Vitamine wie normale Bonbons. Im Jahr 2018 kamen 8000 neue Präparate auf den Markt. Die Vermarktung wird auch leicht gemacht, den die Wirksamkeit eines Präparates muss nicht nachgewiesen werden! Und so weicht der Inhalt bis zu 50 Prozent von der Mengenabgabe ab!


    Zwei Reporter von der ARD haben 2019 für ein Fake-Präparat eine Zulassung erhalten, in dem angeblich (das Präparat wurde natürlich nie hergestellt) Stechapfelextrakt drinnen war. Der Stechapfel ist eine extrem giftige Pflanze! Erst nach einem halben Jahr, in dem der Verkauf hätte stattfinden können, fiel es den Behörden auf.
    Ganz schön erschreckend, finde ich!


    Nun könnte man meinen, man sagt einfach: Ok, kann alles weg. Aber so einfach ist es natürlich auch nicht, sonst hätte die Autorin nicht ein ganzes Buch dazu schreiben können.

    Sehr interessant fand ich die Analyse zu dem „Alleshelfer“ Vitamin C. Nimmst Du auch immer Vitamin C, wenn Du erkältet bist? Das kannst Du getrost bleiben lassen!


    Sehr verständlich erklärt sie, was es mit den freien Radikalen auf sich hat, mit den Antioxidantien und was wirklich hilft, um länger zu leben. (Es wird Euch nicht schmecken, ich sage Euch gleich.)

    Was hilft dem Herzen? Was brauchen Schwangere (nicht) und wie steht es um die Veganer und Sportler?


    Wie viele Vitamine und Spurenelemente braucht man tatsächlich, immerhin hat jeder eine andere Konstitution? Was passiert, wenn man zu viel oder zu wenig von etwas nimmt?
    Sachlich klärt sie auf und rechnet mit so manchen Mythen ab.


    Nimmt man mit Übergewicht mehr Vitamin D auf? Ja und doch leiden Übergewichtige mit höherer Wahrscheinlichkeit an Vitamin D Mangel. Wer sonst noch zu den Risikomenschen gehört und was Vitamin D oder andere Nährstoffe überhaupt brauchen, um im Körper aufgenommen werden, beschreibt Christine Gitter anschaulich.


    Auch geht sie auf das Thema Krebs ein. Ob bestimmte Nahrungsmittel gegen Krebs helfen, ist nicht endgültig bewiesen. Aber man weiß inzwischen, welche Nahrungsmittel das Krebsrisiko erhöhen.


    Und dann wären da noch die Neben- und Wechselwirkungen. Ja, richtig gelesen. Die Wirkung der Medikamente oder eben auch der Mikronährstoffe können sich gegenseitig beeinflussen. Sich verstärken oder abschwächen. Weshalb es auch gar keine gute Idee ist, Eurer krebskranken Tante ein paar künstliche Vitamine mitzubringen.


    Christine Gitter sensibilisiert für aufmerksames Lesen im Internet und dafür, wie leicht man durch Studien manipuliert werden kann.

    Abschließend gibt es die wichtigsten Mikronährstoffe im Überblick. Was kann welches Vitamin und wo muss man aufpassen?


    Fazit:

    Es ist kein Buch, welches man mal so nebenbei weg lesen kann. Mir war auch nicht bewusst, wie komplex das Thema ist.
    Man spürt deutlich, wie intensiv sich Christine Gitter in die Thematik eingearbeitet hat.
    Ein wirklich interessantes Buch, von dem ich, neben Vitaminen und Spurenelementen, auch viel über meinen Körper gelernt habe.
    Es ist für Laien verständlich geschrieben und ihr Humor macht die Thematik immer wieder leicht.

    Ich hoffe, wir dürfen noch viele Bücher von Christine Gitter lesen.


    5 :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    Elsa Honig ist eigentlich Kindermädchen mit speziellen Fähigkeiten. Mit magischen Fähigkeiten. Es hat gerade ihr Urlaub angefangen, als sie der Wind sanft in die Grundschule schubst. Dort braucht man nämlich eine Vertretungslehrerin und Frau Honig wird sofort eingestellt.


    Eine sehr spannende Schulwoche fängt für die Kinder an, denn Frau Honig hält nichts von einem normalen Stundenplan. Den wirft sie kurzerhand in den Müll.

    Denn er lässt nicht genug Luft zum Lernen.

    „Wieso sollte man eine Stunde bereits nach fünfundvierzig Minuten beenden, wenn wir alle vielleicht gerade richtig viel Spaß am Thema haben? Und wieso sollten wir fünfundvierzig Minuten ein Thema besprechen, wenn wir alles schon nach dreißig Minuten verstanden haben und es uns langweilt? […] Wie soll man denn lernen, wenn man nicht glücklich ist? Und ich bin fest davon überzeugt: Glück kann man lernen.„


    Frau Honig fragt die Kinder, was sie lernen möchten und so kommen sie auf die verschiedensten Themen und lernen, ganz anderes als die skeptische Klassenstreberin befürchtet, die nichts von Frau Honigs alternativen Ideen hält, jede Menge. Und das mit sehr viel Spaß.


    Meine Meinung:


    Dies ist der dritte Band von Frau Honig. Ich kenne die anderen bisher noch nicht, doch weiß ich jetzt schon, dass ich hier eine neue Lieblingsreihe gefunden habe!


    Eine Geschichte mit so viel Warmherzigkeit und Liebe – wow!

    So müsste Schule sein und solche Lehrer*innen bräuchten wir! Lehrer*innnen, die wirklich auf die Bedürfnisse der Kinder eingehen und ihnen zeigen, wie viel Spaß lernen machen kann, anstatt einfach nur einen Lehrplan abzuarbeiten.

    Dieses Buch zeigt so sehr auf, wie unser Schulsystem krankt.


    Die Geschichte ist voller Lust auf das Leben (das Lernen!), bunt wie die Welt und sie macht Mut. Mut, Dinge auch mal anders anzugehen und neue Erfahrungen zu sammeln.


    Auch zeigt Sabine Bohlmann Diversität auf.

    Die Klasse bekommt sich vor Lachen nicht mehr ein, als Frau Honig sagt, Bijan auf Somalia sei richtig schlau. »Bijan? Der soll der Schlauste sein? Der kann doch nicht mal Deutsch!«


    So ergeben sich beim Lesen auch viele Gesprächsmöglichkeiten mit den Kindern.


    Ich fand auch tatsächlich die Geschichte am Schönsten, als Bijan von allen Kindern die allerschönsten Wörter gesagt bekommt.


    Illustriert wurde das Buch von der begnadeten Joëlle Tourlonias. Sie ist von vielen anderen Kinderbüchern bekannt, wie „Die kleine Hummel Bommel“ oder „Der magische Blumenladen“. Ich liebe ihre Zeichnungen und sie geben jedem Buch das Sahnehäubchen.


    Fazit:

    Eine warmherzige Geschichte, die garantiert Leselust verspricht.


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    Allerdings war der Ausgangspunkt hier ja: "Sollte man in heute erscheinenden Romanen noch das N-Wort verwenden oder nicht?"

    Und da halte ich es für eine sinnvolle Option, einfach auf die vulnerabelste Gruppe Rücksicht zu nehmen, also auf diejenigen, die mit dem N-Wort eine / ihre gewaltvolle Geschichte verbinden und für die darum die Reproduktion dieses rassistischen Begriffes gleichsam gewaltvoll, verletzend sein kann. Bitte einfach in Romanen nicht mehr verwenden.


    (Sach- und Fachbücher wären nochmal eine eigene Diskussion.)


    Ja, natürlich gebe ich Euch recht, dass es "den" schwarzen Menschen nicht gibt und auch Noah Sow (Autorin von Deutschland schwarz weiß) schreibt das in ihrem Buch. (Ich merke schon, ich verallgemeinere wohl zu viel.)


    PotatoPeelPie

    Du hast meine Ansicht sehr gut auf den Punkt gebracht. Danke.

    Die beiden Autoren, Eberhard Seidel und Klaus Farin haben zur Zeit der Wende Jugendliche im Osten und in Berlin interviewt. Darunter überwiegend rechtsradikale Jugendliche, aber auch linksextreme und Jugendliche aus den Einwandererviertel.

    Sie wollten deren Ängste und Träume erfahren.


    Aus der Generation stammen jene, die am häufigsten AfD wählen und die Wortführer der Pegida-Bewegung.


    In ihrer Einführung schreiben die Autoren:

    „Wir haben uns in diesem Band dagegen entschieden, die Jugend der Wende in einem aufgearbeiteten Essay zu reflektieren, sondern lassen die Jugendlichen möglichst authentisch selbst zu Wort kommen. Interviews stellen – im Gegensatz zu Essays oder Reportagen – höhere Anforderungen an die Leser*innen. Sie müssen selbst erkennen, wo die Interviewpartner*innen Fragen ausweichen, sich in Widersprüche verwickeln, großspurig ihre Heldentaten übertreiben. Das ist mühevoller, führt selten zu eindeutigen Resultaten (Gott sei Dank), und ist – finden wir jedenfalls – spannender. Und – gerade auch aufgrund ihrer Widersprüchlichkeit, die nicht von einem Autor entsprechend seinem Standpunkt geglättet wurde – erkenntnisreicher.“


    In meinen Augen machen es sich die Autoren damit ziemlich leicht.

    Ich konnte von dem Buch so gut wie nichts mitnehmen. Sicher, es ist nicht schwer zu erkennen, wo die Jugendlichen sich brüsten. Aber das kann es ja wohl noch nicht gewesen sein.


    Es gibt die rechtsextremen Jugendlichen die sagen: „Ausländer sind ja nicht so schlimm, wenn sie keine Verbrechen begehen und gut arbeiten“. Dann gibt es die, die alle Ausländer schlimm finden, weil nur der Deutsche wahrhaftig ist. Es gibt die, die auf die Straße gehen und nur darauf warten, dass sie jemand provoziert, um dann ordentlich drauf hauen zu können.

    Also alles nichts Neues.

    Ich las die Interviews und dachte jedes mal danach: Ja, und weiter?!


    In ihrer Einführung beschreiben sie auch, wie die Politik in den Jahren um 1990 dazu beitrug, die Stimmung gegen Migranten hochzuschaukeln.

    „Die CDU und CSU, Teile der SPD um Oskar Lafontaine und Teile der Medien inszenieren in den Jahren 1990 bis 1993 mit rassistischen Stereotypen garnierte Kampagnen gegen Asylsuchende und „kriminelle Ausländer“, die Geflüchtete und Migrant*innen unter Generalverdacht stellen .„


    Für mich liest sich die Einführung fast so, als hätte es vor 1990 keine rassistische Gewalt gegeben.

    Ich habe mal bei Wikipedia geschaut und es gab auch schon vor der Wende in Westdeutschland viel Gewalt und Tötungsdelikte gegen Ausländer. Nur wurde es zu dem Zeitpunkt noch nicht systematisch von den Behörden erfasst.


    Ich glaube, es ist zu kurz gedacht, dass die öffentliche Diskussion „mit zum Verlust der humanen Orientierung in der Jugend der Wende“ führte und damit dafür sorgte, dass diese Generation die Radikalität ihrer Jugendjahre mit ins Erwachsenenalter genommen hat, wie die Autoren sagen.

    Da spielen weit mehr Faktoren rein.

    Wenn es einen Verlust der humanen Orientierung gab, dann müsste auch betrachtet werden, wie Westdeutschland Ostdeutschland behandelt hat (und noch immer behandelt).



    Mir gaben die Interviews leider gar nichts. Nichts, was man nicht schon weiß, wenn man sich etwas mit der Gesellschaft auseinander setzt. Ich habe mich nach jedem Interview einfach nur mies gefühlt und schlechte Laune bekommen, durch diesen ganzen Hass.


    Die Einführung dagegen hat mir gut gefallen, auch wenn ich nicht alles ähnlich sehe. Von diesen Gedanken und Überlegungen hätte ich mir weit mehr gewünscht. Diese Ausführung hat mich zum Nachdenken gebracht.


    „Wir denken: Im Zweifelsfall ist das Publikum immer noch selbst klug genug, authentische Darstellungen, beispielsweise von rassistischen Gewalttätern, zu interpretieren – ohne moralische Anmerkungen oder arrogante Sittenwächter, die, würden sie politisch denken, wissen müssten, dass Zensur immer eine Bankrotterklärung ist – für den Zensor. „


    Sich einer Analyse und direkten Auseinandersetzung mit den Interviews zu entziehen und zu sagen, der Leser ist schon klug genug, finde ich schon ein bisschen frech. Und eine Auseinandersetzung hat für mich nichts mit Zensur zu tun. Dieses Argument ist doch genau das, was die Rechtsextremen heute immer behaupten. Nur weil man andere Meinung ist, würde man sie zensieren.

    Und gerade in der heutigen Zeit ist es doch extrem wichtig, sich zu positionieren und aufzuklären. Da haben die Autoren eine große Chance verpasst.


    :bewertung1von5::bewertung1von5:

    K.-G. Beck-Ewe

    Bist Du der Autor? :D Der hat fast genau so geantwortet.


    Ja, das N-Wort gibt Stoff für Diskussionen und ich vermute, die Meinungen werden da nicht zueinander finden.

    Meine Meinung hat sich da geändert, seit ich mit schwarzen Menschen darüber geredet habe und deren Meinung dazu sehr klar ist. Und ich finde einfach, deren Meinung sollte in dem Punkt einfacher wichtiger sein als die von uns weißen Menschen.
    Falls Dich das interessiert und auch, wie sich unsere Sozialisierung in Deutschland darauf auswirkt, kann ich Dir sehr das Buch "Deutschland schwarz weiß" empfehlen.

    Zu dem zweiten Punkt. Da Du nun der dritte bist, der das an meiner Rezension kritisiert, ziehe ich in Erwägung, dass ich falsch liege. :) Ich kann es mir ehrlich gesagt einfach nicht vorstellen. Gut, so Pauschalisierungen wie "niemand" und "keiner" sind natürlich weder professionell noch stimmig.

    Es gibt immer Ausnahmen.

    Aber in der Geschichte erschien es mir nicht authentisch, da der Großvater schon sehr unnahbar erschien.

    Wir befinden uns im Jahr 1856 im Wilden Westen.

    Tahnee lebt mit ihrem Vater in Sierra Nevada, einer einsamen Gebirgsregion.

    Eines Tages erfährt sie, dass ihr Vater von Kopfgeldjägern gesucht wird. Sie sind ihm dicht auf den Fersen. Das letzte, was ihr Vater ihr mit auf den Weg geben kann, ist die Botschaft, dass sie sich nach San Francisco durchschlagen soll, um dort eine bestimmte Person um Hilfe zu bitten.


    Die wohlbehütete Tara lebt in San Francisco und hat mit ganz anderen Problemen zu kämpfen. Nachdem sie gerade in den Genuss kam, dass ihr Großvater sie jeden Tag mit an den Strand nahm, durfte sie plötzlich das Haus nicht mehr verlassen. Irgendetwas stimmt nicht, aber niemand redet mit Tara, um es ihr zu erklären. Da schmiedet sie einen Plan.


    Reflexion


    Die Geschichte an sich ist sehr süß. Die Idee dahinter gefällt mir gut und auch die Botschaft des Buches, dass jede Geschichte zwei Seiten hat, ist sehr wertvoll.

    Tahnee und Tara sind starke Mädchenfiguren und die Geschichte hat viel Tempo.


    Die Erzählung wird abwechselnd aus der Sicht von Tara und Tahnee geschildert. Taras Geschichte erfahren wir überwiegend aus ihren Tagebucheinträgen.


    Und nun kommt leider mein großes ABER:

    Die Sprache hat mich nicht überzeugt. Im Gegenteil, manche Worte haben mich geärgert.



    Rassismus-Problematik:


    Der Autor wollte wohl die Rassismus-Problematik aufzeigen, doch die Art, wie er das gemacht hat, finde ich mehr als unglücklich. Tahnee begegnet einem Schwarzen, der von anderen als „Nigger“ bezeichnet wird. Der Schwarze selbst benutzt auch das N-Wort. Sicher, das war zu der Zeit auf jeden Fall so und ich fragte mich, ob ich es deswegen akzeptieren muss. Doch der Autor hält es nicht authentisch durch, in einer Sprache zu schreiben, die früher benutzt wurde. Dazu weiter unten mehr.

    Ich bin der Meinung, dass man die Rassismus-Problematik auch anders darlegen kann. Das N-Wort verschwindet erst aus den Köpfen, wenn es in keinem (Kinder)buch mehr vorkommt.


    Tahnee begegnet einem Jungen aus dem Stamm Maidu. Pokom spielt eine wichtige Rolle in dem Buch. Auch hier ist es so, dass Patrick Hertweck überwiegend den Begriff „Indianer“ verwendet. Das der Begriff von den indigenen Völkern abgelehnt wird, sollte doch inzwischen jedem bekannt sein. Zudem ist das Wort „Indianer“ ein europäisches Wort, was die Spanier mit der Kolonialisierung eingeführt haben, so dass es auch nicht authentisch wirkt, wenn Tahnee den Begriff benutzt.

    Hin und wieder nennt Tahnee ihn auch „den Maidu“. Warum kann man ihn nicht durchgehend so bezeichnen?


    Sprache:

    Tahnee erzählt von ihrer Geburt:


    „Aber mein Vater meinte immer zu mir, der unbändige Wille, ihr Kind nicht zu verlieren, hätte ihr die Kraft gegeben durchzuhalten.“ (S. 115 – da ich es als Ebook gelesen habe, könnte die Seitenzahl sich im Buch etwas verschieben).

    „Nun war ihnen trotz aller Katastrophen eine gesunde Tochter geschenkt worden.“ (S. 116)

    Kein Kind der Welt redet so. Auch nicht im 19. Jahrhundert. Zumal Tahnee sicher keine Schulausbildung hatte.


    Zu dem was ich oben schrieb, dass Hertweck nicht konsequent im Stil des 19. Jahrhunderts geblieben ist: so benutzt er zum Beispiel das Wort „Glimmstängel“ (S. 106).

    Ein anderes Beispiel ist, dass Tara eine Amme hat. Taras Großvater, der wortkarge Herr des Hauses, fragte die Amme zweimal, wie es ihr den gehe und was denn los sei. Er würde doch sehen, dass es ihr nicht gut geht. Kein Mann zu dieser Zeit, würde je seine Angestellte fragen, wie es ihr denn gehe. Und gleich zweimal hinter einander.


    Normalerweise würde ich das nicht ganz so eng sehen. Aber ich führe es aus dem Grund auf, da ich mir schon denken kann, dass manche mit dem Argument kommen, dass man früher halt Indianer und N* gesagt hat.



    Fazit:


    Eine schöne, wenn auch nicht immer authentische Geschichte, mit einer ausgezeichneten Botschaft.

    Das große Manko sind die rassistischen Worte. Auch wenn ich mir sicher bin, dass der Autor gerade auf den Rassismus hinweisen wollte. Aber das muss man meiner Ansicht nach gerade auch ohne diese Wörter schaffen. Nur so kann man sie aus dem kollektiven Gedächtnis tilgen.


    3 :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    Die 12 jährige Lola lebt in Tarifa, Spanien. Es ist die südlichste Stadt Europas und bei gutem Wetter kann sie über das Meer von Gibraltar nach Afrika schauen.

    Sie ist die Außenseiterin in ihrer Schule. Sie fühlt sich anders, doch sie weiß nicht warum. Bis eines Tages Pablo an ihrem Fenster auftaucht. Durch ihn erfährt sie, dass sie das Kind eines Windes ist und somit in großer Gefahr.

    Jemand will die Windkinder vernichten und ganz vorne weg Lola.


    Jedes Windkind hat eine besondere Gabe und sie alle haben die Fähigkeit, mit dem Wind zu reisen oder ihn zu benutzen, um zu kämpfen.



    Meine Meinung:


    Mich hat das Buch begeistert.

    Am Anfang war ich noch etwas skeptisch. Mich hat die Geschichte zwar sofort eingenommen, aber ich fand, dass so manches nicht schlüssig erklärt wurde.


    Doch Lola ist eine wunderbare Figur. Sie ist nicht nur sympathisch, sondern auch sehr glaubhaft. In vielen Kinderbüchern machen sich die Kinder auf, die Welt zu retten, als wäre das der Job von Kindern. Sie zweifeln nicht, sie haben keine Angst und um ihre Eltern machen sie sich gleich gar keine Gedanken. Das ist hier ganz anders. Lola zweifelt viel, sie hat Angst und fragt sich, wie sie all das ihren Eltern erklären soll.

    Dadurch wurde sie mir fast wie eine Freundin.


    Dazu ist die Sprache so, wie sie in die heutige Zeit passt. Es sind keine „Anhänger“, sondern „Follower“. Diese Akzente wurden aber nur dezent eingesetzt und nicht übertrieben.

    Es gab auch immer wieder humorvolle Abschnitte.


    „Haben wir einen Plan?“, rief ich über das Sausen und Brausen hinweg.

    „Am Leben bleiben“, gab Pablo zurück.


    Zu der Handlung will ich gar nicht viel schreiben. Das würde nur spoilern.


    Das Buch scheint eine Reihe zu sein. Ich konnte dazu nichts finden. Die Geschichte ist zwar in sich abgeschlossen, aber im Epilog werden Vorbereitungen für das nächste Abenteuer getroffen.


    Fazit:


    Trotz dem, dass mir nicht immer alles schlüssig vorkam, möchte ich dem Buch 5 Sterne geben. Den Lola hat mich verzaubert und ist mir sehr ans Herz gewachsen. Dazu gefallen mir die Ideen und Fähigkeiten der Windkinder sehr.


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    Wenn Autoren Fantasy schreiben, weil sie denken, dort gibt es keine Regeln....

    Man kann sich in einer Fantasywelt vieles ausdenken, dennoch muss es in sich logisch sein. Auch in einer Fantasywelt muss die Magie Regeln unterliegen.


    So ist es hier der Fall, dass die Zwerge ihre Magie und ihre Kraft aus der Erde beziehen. Logisch. Allerdings können sie auch die Luft bezwingen. Inwiefern hat die Luft etwas mit der Erdmagie zu tun? Eben, gar nichts.


    Mir hat das Buch überhaupt nicht gefallen. Es ist an so vielen Stellen überhaupt nicht stimmig.

    So lebt der 13-jährige Greg alleine mit seinem Vater zusammen. Der Vater ist nur immer wochenlang nicht da. Lebt Greg halt alleine. Total logisch. /*ironie off

    Die Mutter wird mit keinem Wort erwähnt.


    Was ich auch pädagogisch ganz schlimm fand: Jungs (Zwerge) weinen nicht. Das größte Tabu in Gregs Familie ist zu weinen. Egal was passiert, Greg darf nicht weinen.

    Als im Laufe der Geschichte der Vater eines Jungen stirbt, darf er selbst in der Situation nicht weinen.

    Sicher, es gibt auch Zwergenmädchen und die dürfen auch nicht weinen, weil Zwerge halt nicht weinen. Aber immer wenn es um das Thema weinen geht, betrifft es eben Jungs.

    Was ist denn das für eine pädagogische Botschaft? Das hat mich echt wütend gemacht.


    Es gab noch mehr solcher denkwürdigen Stellen, die ich pädagogisch für nicht gut heiße. .


    Fazit:

    Das Buch wird mit „Percy Jackson“ beworben. Den Anspruch, dass das Buch so gut wie Percy Jackson ist, hatte ich gar nicht. Aber es ist so weit von Percy Jackson entfernt, dass mir gerade gar kein Vergleich einfällt. Die einzige Gemeinsamkeit ist, dass beide Jungs nicht wussten, dass sie einem nicht-menschlichem Volk angehören.


    2:bewertung1von5::bewertung1von5:

    Herz aus Stein

    Schwert und Krone Teil 4

    Autorin: Sabine Ebert

    Verlag: Knaur (November.'19)

    ISBN-10: 3426226626

    Seiten: 528


    Herz aus Stein“ erzählt die deutsche Geschichte von 1157-1167.

    Kaiser Friedrich I., bekannt unter dem Namen Barbarossa (italienisch für Rotbart) regierte am Höhepunkt seiner Macht. Doch nicht alle Königreiche und Städte wollen sich ihm unterwerfen. Gerade in Italien widersetzen sich ihm viele standhaft. Ganz voran das reiche Mailand.

    So ist er immer wieder genötigt über die Alpen zu reisen und zwingt seine Soldaten zu grausamen Schlachten.


    Sein Freund und Vetter Heinrich der Löwe nutzt es weiterhin aus, dass Friedrich ihm alles durchgehen lässt. Er zerstört eine bedeutende Zollstation in Freising und baut sie in seiner Stadt, dem damals noch ganz unbedeutendem München wieder auf. Auch zieht er mit neuen Waffen aus Italien gegen die Slawen.


    Was beide Herrschern dringen brauchen, ist einen Erben.


    Doch Sabine Ebert erzählt nicht nur von den Männern. Sie lässt auf wunderbare Weise die Frauen lebendig werden.



    Meine Meinung:

    Das Buch, die ganze Reihe, ist überdurchschnittlich gut.


    Sabine Ebert hat wirklich eine Begabung dafür, die Personen und generell die Vergangenheit lebendig werden zu lassen. So müsste der Geschichtsunterricht in der Schule sein!


    Fast alle Personen in der Saga sind historisch verbürgt. Es gab sie wirklich. Und das macht alleine für sich schon einen Zauber aus. Man fühlt sich den Protagonisten einfach näher. Man leidet nochmal anders mit denen, die man lieb gewonnen hat.


    Eine Stärke von Sabine Eberts Büchern ist- auch, dass die Frauen eine bedeutende Rolle spielen. Geschichte wird fast immer von Männern geschrieben und so erfahren wir eben in der Regel auch nur von den historischen Männern. Doch was war mit Beatrix, der 12 jährigen Braut von Kaiser Friedrich? Oder mit Königin Adele von Dänemark, deren Mann bei einem Friedensmahl seine beiden Mitregenten hinterrücks ermorden wollte? Ebert erzählt uns, wie es gewesen sein könnte. Und das so nahe an der Realität, dass es einfach viel Spaß macht.


    Ich habe mich sehr gefreut, all die lieb gewonnen Figuren wieder zu treffen. Ganz vorne weg habe ich mich über Hedwig gefreut, die nun eine erwachsene Frau geworden ist.

    Natürlich blieb es nicht aus, dass auch manche ans Herz gewachsene Persönlichkeit gestorben ist.


    Was an diesem Buch anderes war als an den Vorgängen, dass man mehr vom Alltag der Ritter und der einfachen Leute mitbekommen hat. Wie schwer muss die Ritterrüstung gewesen sein, wenn der Knappe sie kaum zum Turnierplatz getragen bekommt? Was müssen die einfachen Bauern erdulden, wenn der Markgraf gerade nicht da ist und andere Ritter das ausnutzen? Oder wenn der Herr über das Dorf ein mieser Tyrann ist?

    Damit rundet Sabine Ebert in meinen Augen ihre Erzählungen weiter ab, ging es in den vorherigen Bänden doch fast ausschließlich um den Alltag der Adligen.


    Im Nachwort erklärt Sabine Ebert übrigens, dass das hiesige Ende mit Christian nahtlos an ihre Romanreihe „Das Geheimnis der Hebamme“ anknüpft.


    Zusätzliches:

    Es gibt ausführliche Landkarten, Zeittafeln, Stammbäume. Ebenso ein Glossar und eine weiter führende Literaturliste. Im Nachwort beschreibt Sabine Ebert noch, welche Gegebenheiten wirklich passiert sind und welche sie sich ausgedacht hat. Das hat mir nochmal einen Schauer über den Rücken gejagt, das ein sehr berührendes Ereignis wirklich passiert ist.


    Fazit:

    Ein außergewöhnliches und ausgezeichnetes Buch!

    Ich lese normal keine Romane, die im Mittelalter spielen. Doch hier konnte ich nicht aufhören und bin jetzt schon traurig, dass dies der vorletzte Band ist.


    Die Figuren, besonders die Frauen, sind wunderbar gezeichnet und es macht großen Spaß sich mit einem Teil der Geschichte auseinander zu setzen, der einen sonst nicht interessieren würde.


    Danke, liebe Sabine Ebert, für diese abenteuerliche und verständlich erklärte Reise in die deutsche Vergangenheit. Ich hoffe und wünsche mir, dass auch nach dem letzten Teil der Barbarossa-Saga noch viele Bücher in diesem Stil folgen werden.


    5 :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    Absolute Leseempfehlung!

    Der Fall Jane Eyre:

    Thursday Next 1

    Autor: Jasper Fforde

    Sprecherin: Elisabeth Günther

    Verlag: Audible Studios

    Zeit: 12 Std. 25 Min

    ASIN: B00IGDV72I



    In der Welt, in der Thursday Next lebt, wird Literatur so wichtig genommen, dass es eine eigene Spezialeinheit gibt, die gefälschte Werke aufspürt. Als eine solche LitAg arbeitet die Protagonistin Thursday.

    Eines Tages wird sie von einer Sondereinheit um Hilfe gebeten. Der Superschurke dieser Welt hat ein Originalmanuskript gestohlen. Und er wäre nicht der Superschurke, wenn es ihm einfach nur ums Geld gehen würde.


    Achtung! Der Klappentext spoilert wesentliche Inhalte des Buches!

    Fantasy, Magie, Zeitreisen, Steampunk und Krimi

    Was für ein skurriler Roman. Eine Mischung aus Fantasy/Magie, Zeitreisen, Steampunk und Krimi.


    Der Weltenaufbau

    Der Roman spielt in den 1980ziger Jahren in England. Doch es ist wenig so, wie wir es kennen. Die Realität ist völlig verdreht, was mir im Großen und Ganzen viel Spaß gemacht hat.

    Tiere können aus altem Erbgut geklont werden. So ist es normal, dass die Menschen sich Dodos, oder andere ausgestorbene Tiere, als Haustiere halten. Auch Neandertaler können geklont werden.

    Es gibt Luftschiffe, die als Beförderungsmittel dienen. Auch Vampire und Werwölfe sind mit dabei, auch wenn sie nur am Rande eine Rolle spielen.

    Thursdays Onkel ist ein genialer Erfinder und hat unter anderem eine Maschine gebaut, mit der man in Bücher rein hüpfen kann bez. Protagonisten heraus holen kann.


    Wales ist von England unabhängig und beide sind eine Republik.

    Des weiteren liegt England mit Russland im Krieg. Beide streiten um die Krim.


    SpecOps


    Kontrolliert wird England von der Organisation Special Operations Network, kurz SpecOps, bei der auch die Protagonistin Thursday arbeitet.

    Thursday arbeitet bei den LitAgs, deren Aufgabe es ist, gefälschte Bücher oder illegal gedruckte Ausgaben aufzuspüren.


    Eine andere SpecOps Einheit, die ChronoGarde, ist dafür zuständig, Zeitreisen zu überwachen, ebenso wie die Stabilität der Zeitabläufe.

    Thursdays Vater hat bei der ChronoGarde gearbeitet und wird wegen einem Vergehen, das nicht erwähnt wird, nun von den selben gesucht. So reist er durch die Zeit, um nicht gefunden zu werden und kommt nur ab und zu bei Thursday für ein paar Minuten vorbei. Dabei kann er die zeit stoppen.


    Goliath Corporation


    Die Goliath Corporation half England nach dem zweiten Weltkrieg beim Wiederaufbau. Noch immer mischt sie heimlich in allen politischen Bereichen mit und hat das Recht, jede polizeiliche Untersuchung zu übernehmen.

    Meine Meinung:

    Ich fand es schwer, einigen Abläufen zu folgen. Vielleicht lag es am Hörbuch. Es ist beim Hören natürlich schwieriger, so Wörter wie „Special Operations Network“ oder „Goliath Corporation“

    richtig einzuordnen.


    Dann gab es ein paar Handlungen, die ich einfach nicht verstanden habe. Warum ist England mit Russland im Krieg? Was soll der Unsinn?

    Jetzt im Nachhinein habe ich den Text auf Wikipedia zu der Reihe gelesen. Dort steht, dass es von 1853-1856 einen realen Krimkrieg gab. Der Krimkrieg im Buch fing zeitgleich mit dem realem Krieg an und dauert bis heute fort.

    Mir ist trotzdem nicht klar, für was diese Handlung im Buch wichtig ist. Ja, der Krieg wird zwar mit in den zu lösenden Fall eingezogen, aber das fand ich nicht überzeugend. Mich hat das ziemlich genervt.

    Ebenso wie das Wales nun eine Republik ist. Da erfährt man, wenn man nicht walisisch spricht, kann man nicht durch das Land reisen. Aber warum das so ist, erfährt man nicht.


    Doch der Rest, der auch nicht immer logisch war, hat mir ausgesprochen gut gefallen.

    So viele verrückte Ideen!


    Acheron Hades, hinter dem Thursday her ist, hat auch ausgesprochen einzigartige Eigenschaften, die es auch so enorm schwer machen, ihn zu fassen. Ich fand es direkt schade, dass wir ihn nicht näher kennen lernen konnten. Das wäre sicher sehr spannend gewesen.


    Thursday Next mochte ich, auch wenn es Situationen gab, gerade die Liebe betreffend, wo ich mir die Haare gerauft habe. Doch so Unzulänglichkeiten machen eine Figur ja oft erst rund.

    Generell sind die Figuren alle nicht besonders tief gezeichnet waren. Doch es machte mir nichts, da es in dieser Parallelwelt einfach so viel zu erleben gab.

    Literatur:

    Wie der Titel schon sagt, geht es um das Buch „Jane Eyre“ von Charlotte Brontes.

    Wer „Jane Eyre“ noch lesen will, dem empfehle ich, das auf jeden Fall vor diesem Buch hier zu machen. Denn hier wird das Ende gespoilert.

    Ich selbst kenne „Jane Eyre“ nicht, bin aber trotzdem gut mitgekommen.


    Auch Martin Chuzzlewit von Charles Dickens spielt hier eine Rolle.

    Sprecherin:

    Elisabeth Günther gehört definitiv zu meinen Lieblingssprecherinnen. Neben den Büchern von Charlotte Roth spricht sie weitere Bücher mit Parallelwelten („Die unsichtbare Bibliothek) und Zeitreisethemen, wie z.B. „Der Aufstieg und Fall des D.O.D.O“.


    Ganz sicher ist meine Zuneigung zu Thursday Next auch Elisabeth Günther geschuldet.

    Fazit:

    Sehr skurril und crazy, mit einer bunten Mischung durch alle Genre durch. Bis auf wenige Ausnahmen hat mir das Buch großen Spaß gemacht und es gab immer wieder Situationen, wo ich laut auflachen musste.

    4 :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    Wir befinden uns in Ravka und erleben einige der Folgen des großen Bürgerkrieges (→ Die Grisha-Verse).


    Seit der Krieg beendet ist und „der Dunkle“ besiegt wurde, spürt Zar Nikolai eine dunkle Macht in sich, die immer wieder die Kontrolle über ihn übernimmt. Nur seine engsten Vertrauten wissen Bescheid und versuchen ihn zu schützen.


    Leider sind die Grenzen zu den anderen Ländern um Ravka herum nicht sicher und Nikolai kann sich keine Schwäche erlauben.

    So beschließt er, ein hohes Risiko einzugehen, um diese Dunkelheit in ihm loszuwerden. Doch wie hoch dieses Risiko wirklich ist, ahnt er und seine Vertrauten nicht im Ansatz.


    Des weiteren ist Nina, die wir aus „Das Lied der Krähen“ kennen, mit zwei anderen Gishas in Fjerda, dem Land neben Ravka, das die Gishas hasst und versucht, sie zu eliminieren. Nina und ihre beiden Begleiter versuchen Grishas aufzuspüren und sie nach Ravka zu bringen.

    Dabei entdecken sie, dass Grisha-Mädchen und -Frauen spurlos verschwinden.


    Meine Meinung:

    Mein erstes Gefühl war ein „nach Hause kommen“. So, so schön, wieder in der Welt der Grishas zu sein, Nina zu begegnen und der Magie der Grishas.


    Doch meine Freude hielt leider nicht lange an.


    Man muss ganz klar die „Grisha-Verse“ vorher gelesen haben. In ganz vielen Rezensionen habe ich gelesen: Wäre vielleicht ganz gut sie vorher zu lesen, aber es ist kein Muss. Doch, es ist ein Muss. Jedenfalls, wenn man nicht die komplette Trilogie gespoilert haben möchte. Sicher, verstehen kann man den vorliegenden Band schon „irgendwie“ ohne die Trilogie gelesen zu haben. Auch wenn nicht alles glasklar war, konnte ich mir das meiste schon zusammen reimen. Aber im Prinzip muss ich nun die Grisha-Verse nicht mehr lesen, weil besonders auch das Ende des Krieges explizit erzählt (gespoilert) wurde. Das hat mich wirklich sehr gefrustet. Auch weil es für mich im Vorfeld nicht ersichtlich war, dass die Grisha-Verse Voraussetzungen sind.


    Dann gab es auch Handlungen, da musste ich in der Buchcommunity nachfragen, weil ich es nicht verstanden habe. So gibt es ein Ödland, über das Schiffe fahren. Sandschiffe sozusagen. Nur da mir noch nie Sandschiffe begegnet sind, war mir nicht klar, ob ich mit dem Ödland etwas falsch verstanden habe.


    Die Dilogie „Das Lied der Krähen“ ist Voraussetzung, um das Buch zu verstehen. Sonst weiß man nicht, was Nina macht und was es mit ihren Fähigkeiten auf sich hat.


    Leider hat es mir auch sehr an Spannung gefehlt.

    Immer wenn die Erzählperspektive zu Nina wechselte, gewann die Geschichte für mich an Fahrt. Ebenso wie auf den letzten 60 Seiten. Da konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen.


    Kennt man die „Grisha-Verse“, liest sich das Buch sicher flüssiger. So bin ich halt immer wieder über Feinheiten gestolpert, die mir nichts sagten und mich so aus dem Lesefluss heraus brachten.


    Die Protagonisten mochte ich allesamt, auch wenn Nina mir durch „Das Lied der Krähen“ wesentlich näher war.


    Was ich an Bardugo unglaublich schätze und was sich auch hier wieder finden lässt, dass sie einen auch die dunklen Seiten einer Figur nahe bringt. Das, was eine Figur unsympathisch macht. Diese Anteile haben wir schließlich alle und es gibt Gründe, warum wir so Eigenschaften entwickelt haben. Bardugo lässt uns das verstehen.


    Fazit:

    Es war wunderschön, wieder in der Welt der Grishas zu sein. Aber das Buch reicht leider nicht an die Dilogie oder den Erzählband von Bardugo.

    Und das mit den vielen Spoilern hat mich natürlich sehr gefrustet. Es war einfach total schade.


    Es tut mir im Herzen weh, aber ich kann nicht mehr als 3,5 :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:vergeben.

    Im Bann der Eiswölfe

    Beast Changers 1 (von 3)

    Autorin: Amie Kaufman

    Übersetzerin: Britta Keil

    Verlag: Ravensburger ( August. 2019)

    ISBN-10: 3473408379

    Seiten: 352

    Alter: ab 10 Jahren



    In der Welt der 12-jährigen Zwillinge Rayna und Anders gibt es Gestaltenwandler. Menschen, die sich in Tiere verwandeln können.

    In Holbard, die Stadt in der beide leben, regieren und wachen die Eiswölfe. Die Eiswölfe bewachen die Stadt in erster Linie vor den Drachen, ihren Erzfeinden.

    10 Jahre zuvor gab es einen großen Krieg mit den Drachen, bei dem die Zwillinge ihre Eltern verloren haben. Wie viele andere Kinder schlagen sie sich als Straßenkinder durch.


    Bis zu dem verhängnisvollem Tag, als sich Rayna in Mitten von Eiswölfen in einen Feuerdrachen verwandelt und fliehen muss. Anders verwandelt sich an diesem Tag ebenfalls, allerdings in einen Eiswolf. Er ist fassungslos, denn es ist unmöglich, dass in einer Familie so wohl Drachen als auch Wölfe vorkommen.

    Während er in großer Sorge ist, wo sich seine Schwester befindet, muss er selbst in die „Ulfa“, eine Art Akademie, in der alle Wölfe im Rudel leben und zu Kriegern ausgebildet werden.


    Meine Meinung:


    Was für ein tolles Jugendbuch! Ich konnte es gar nicht aus der Hand legen. Es hatte richtig Tempo und Spannung!


    Schon die Beschreibung, wie die Straßenkinder sich durchschlagen und wie es über den Dächern von Holbard aussieht, da wo die Kinder leben, hat mir enorm gut gefallen.

    Rayna ist die Taffe, die, die sagt wo es lang geht. Anders ist eher schüchtern und verlässt sich auf seine Schwester. Das ist auch mein einziger Kritikpunkt, dass Amie Kaufman nach meinem Geschmack zu oft betont hat, dass Anders nun nicht weiter weiß, weil er es doch gewohnt ist, dass Rayna für ihn antwortet. Aber diesen Punkt kann man wirklich vernachlässigen.


    Anders hat niemandem erzählt, dass Rayna seine Schwester ist. In der Akademie freundet sich Anders mit Lisabet an, die ihre eigenen Geheimnisse hat.


    Die Figuren sind toll beschrieben und ich mochte alle Kinder.


    Dazu geht es um wichtige Werte wie Freundschaft und Zusammenhalt. Aber auch um die Anregung, seinen eigenen Kopf zum Denken zu benutzen und nicht alles zu glauben, was andere einem sagen.


    Fazit:

    Ein großartiger Auftakt zu der Trilogie, die viel Spannung und Aufregung verspricht und dazu wichtige Werte vermittelt. Von mir eine absolute Leseempfehlung!

    5:bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    Das Buch „Als wir unsterblich waren“ spielt in zwei Zeitebenen.


    Die eine fängt 1912 an und handelt von der jungen Paula und ihren Freunden. Von Liebe und der Lust auf Leben. Von tiefster Freundschaft und verletzten Seelen.

    Aber auch von den Anfängen der SPD, dem ersten Weltkrieg und den Schützengräben. Von der Revolution und dem Abdanken des Kaisers. Es erzählt von der linken Abspaltung der SPD, dem Spartakusbund, dem auch Rosa Luxemburg angehörte. Von Hunger und Wirtschaftskrise bis hin zur Wahl Hitlers als Reichskanzler.


    Die zweite Zeitebene spielt 1989. Paula ist nun über 90 und lebt mit ihrer Enkelin Alexandra in Ost-Berlin. Am Tag des Mauerfalls lernt Alexandra den gleichaltrigen Oliver kennen und verliebt sich sehr in ihn. Doch als Alex Oliver ihrer Großmutter vorstellen will, bekommt diese einen Nervenzusammenbruch und landet mit einem Herzinfarkt in der Klinik. Olivers Aussehen und sein Name haben in Paula gut zugemauerte Türen aufgebrochen und sie wird von altem Schmerz überrollt. Nun ist es an Alex, ihrer Großmutter zu helfen und damit auch sich selber.


    Reflexion :


    Mich hat das Buch unglaublich berührt.


    Da war einmal diese Hoffnung und Lebenslust von Paula und ihren Freunden. Die auf die Straße gingen und dagegen demonstrierten, das Deutschland in den Krieg ziehen sollte.

    „Wir sind so viele! Uns kann keiner mehr niederwalzen und gegen unseren Willen kann auch kein Kaiser einen Krieg beginnen.“


    Und beim Lesen zu wissen, was den jungen Menschen noch bevor stand, war sehr schmerzlich. Sicher auch, weil ich dabei immer wieder an meine eigene Oma denken musste.


    Sehr spannend fand ich die Anfänge der SPD mitzuerleben. Der Spagat zwischen den Idealen, die man sich wünscht und der machtpolitischen Realität, wenn man denn dann wirklich in der Regierung sitzt.

    Von der linken Abspaltung, dem Spartakusbund und auch von der Revolution, die den Krieg beendet hat, wusste ich nichts.


    Charlotte Roth schreibt das alles in einer Intensität, so dass ich mich vor dem kaiserlichem Schloss in Berlin wähnte und mit Paula litt und mich freute.

    Paula setzte sich auch für die Rechte der Frauen ein und schuf quasi die ersten Frauenhäuser.


    „Als wir unsterblich waren“ ist das Zeugnis eines Jahrhunderts. Von diesem weltoffenen Berlin in den 20zigern, wo es keinem etwas ausmachte, wenn Frauen unverheiratet waren oder sich gleichgeschlechtliche Paare liebten. Bis die Nazis kamen.

    Ich finde es bitter, wenn ich daran denke, wie dann die Rolle der Frau in den 50zigern aussah.



    „Und ich glaube, in dieser kurzen Zeit sah die Welt auf Berlin und beneidete uns. Wir waren die Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten. Wir hatten Brecht und die Dietrich, Einstein und das 6-Tage Rennen. Fritz Langs Filme, den Wintergarten und die Weltbühne, Nacktbadestrände, Kleider ohne Taillen und verrauchte Nächte im romanischen Café.“


    Es ist aber auch die Geschichte der unterschiedlichsten Charaktere. In der Vergangenheit finde ich alle Personen durchgehend gut gezeichnet. Ich mochte sie fast alle sehr gern und es fiel mir schwer, sie am Ende los zulassen.


    Alex in der Gegenwart blieb für mich blass, aber das störte nicht weiter, denn sie war nur ein kleiner Spielball in der Geschichte, um das Große und Ganze zu begreifen. Das, was man erst erfassen kann, wenn jemand fast ein Jahrhundert alt ist. Wenn man betrachtet, was all die Erlebnisse nicht nur mit der ersten Generation (Paula und ihre Freunde) machten, sondern wie sich ihr Leid aus zwei Kriegen und vielen Krisen auf ihre Kinder und deren Kindeskinder auswirkte.


    Wenn man erfasst, dass es ein Teil der eigenen Geschichte ist.



    Fazit:


    Eine äußerst berührende Geschichte über junge Menschen, denen es nicht vergönnt war, einfach nur ihr Leben zu leben. Eine Geschichte, die auch ein Teil unserer Geschichte ist.


    5 :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    Friedrich ist nun König und will nicht lange warten, um auch endlich Kaiser zu werden. Doch dazu muss er erst dem Papst Rom zurück geben.

    Auch sein großes Land muss er einen. Um an seine Ziele zu gelangen, wählt er junge Gefolgsleute als Verbündete aus. Alleine schon, weil er alles anders, besser machen will. Die Alten dagegen fürchten, nicht ganz zu Unrecht, um ihre Macht.


    Der dritte Teil ist in seiner Komplexität und Intensität ebenso brillant wie seine Vorgänger. Doch ich fand ihn auf eine bestimmte Art grausamer.

    Der Titel „Zeit des Verrats“ ist Programm und es fiel mir schwer, das auszuhalten.


    Fast alle Figuren sind historisch verbürgt und das hat mich absolut fasziniert. Ich erlebe die Geschichte dadurch intensiver.


    Die Frauen, die Sabine Ebert zeichnet, mag ich fast allesamt sehr. Auf ihre Weise und in ihren Möglichkeiten sind es starke Figuren, die die Welt der Grausamkeiten weicher erscheinen lassen.


    Viele der Männer dagegen habe ich in diesem Buch echt gehasst. Der Friedrich war ein ganz arroganter Schnösel. Doch in seiner Arroganz war er mir einfach nur unsympathisch. Andere Männer dagegen hatten eine nicht so nach außen hin getragene Arroganz (vielleicht, weil sie nicht die Stellung dazu hatten). Doch gerade deren Handeln hat mich fassungslos gemacht. Vielleicht, weil ich nicht damit gerechnet habe.



    Es gibt eine Situation, die mich sehr beeindruckt hat. Sie findet eigentlich schon in Band 2 statt, aber dort wollte ich nicht spoilern.

    Friedrich heiratete Adela von Vohburg. Er trat kaum mit ihr öffentlich auf und auch bei seiner Krönung zum König und seiner Feier zum Kaiser war sie nicht anwesend. Nach 7 Jahren ließ er sich scheiden.


    Liest man nun auf Wikipedia nach, steht dort, der vermutet Grund der Scheidung war a) Unfruchtbarkeit (obwohl der Verfasser gleich weiter unten schreibt, Adela hatte in zweiter Ehe zwei Kinder) und b) Untreue, da sie kurz nach der Scheidung erneut heiratete.


    In Sabine Eberts Roman ereignet es sich so, dass Friedrich gegen seinen Willen mit Adela verheiratet wurde. In der meisten Zeit war er nicht da. (Reise in den Orient und andere Eroberungsfeldzüge). Er teilte nur einmal ihr Bett (direkt nach der Hochzeit), danach nie wieder. Eben um sich so bald wie möglich von ihr scheiden lassen zu können. Er behandelt sie wie Luft und erzählt ihr gar nicht erst von seiner Krönung zum Kaiser.


    Es hat mich so sehr beeindruckt, weil man hier den Unterschied sieht, wenn Männer oder Frauen die Geschichte erzählen.

    Ich habe auch kurz mit Sabine Ebert auf FB darüber geschrieben und ihr davon erzählt, was auf Wikipedia steht. Sie meinte, das sei Unsinn, denn hätte sie Ehebruch begangen, wäre sie hart bestraft worden. Ich finde das sehr einleuchtend. Jemand der dem Kaiser quasi Hörner aufgesetzt hätte, wäre nicht einfach mit einer Scheidung und einer raschen Heirat des Geliebten belohnt worden.


    Die Bewertung finde ich schwer. Objektiv gesehen sind es ganz klar 5 ♥ ♥ ♥ ♥ ♥.

    Schreibstil, Handlung, Recherche – alles top!


    Aber mit persönlich hängen einige der gewaltvollen Szenen immer noch total nach! Gerade gegen Ende gibt es eine Szene, da packt mich immer noch das kalte Entsetzen, wenn ich daran denke und es ist nun schon über einen Monat her, dass ich das Buch gelesen habe.

    Die Situation passt in die Zeit, keine Frage! Aber es hat ein negatives Gefühl hinterlassen. Eine hilflose Ohnmacht. Und von diesem Gefühl her kann ich keine „Herzensbuch“- Bewertung (5 ♥) abgeben.


    4,5 ♥ ♥ ♥ ♥

    Das Problem mit den Frauen

    Autorin: Jacky Flaming

    Verlag: KiWi-Taschenbuch (Feb.’17)

    ISBN-10: 9783462050240

    Seiten: 128


    Warum haben wir im Geschichtsunterricht eigentlich nichts von Frauen gelernt? Jacky Flaming klärt uns auf und es fiel mir wie Schuppen von den Augen. Früher gab es keine Frauen. Es gab nur Männer und die waren alle samt Genies. Und die wenigen Frauen, die es gab, hatten viel zu kleine Köpfe, als das sie auch nur irgendeine Bedeutung hätten haben können.


    Was für ein Buch! Bissig, witzig und doch auch bitter erzählt uns Jacky Flaming wie Frauen in den letzten Jahrhunderten dargestellt wurden und wie wenig Chancen sie hatten, von der Gesellschaft gesehen zu werden.


    Es ist jeweils nur eine halbe Seite Text und dazu ein Bild. Diese Bilder treffen es wirklich sehr und bei dem Text wusste ich nie, ob ich lachen oder heulen sollte.


    Ich hatte sehr viel Spaß mit dem Buch, dazu ist es durchaus lehrreich.

    Ein absoluter Buchtipp von mir. Ich werde dieses Buch sicher oft verschenken. Auch Leute, die nicht so gerne lesen sind hier schnell durch und werden ihren Spaß dabei haben. Und manchen wird es hoffentlich auch die Augen öffnen.


    5 :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    Die Abenteuer des Alexander von Humboldt:

    Eine Entdeckungsreise

    Autorin: Andrea Wulf

    Illustratorin: Lillian Melcher

    Verlag: C. Bertelsmann (März.’19)

    ISBN-10: 3570103501

    Seiten: 272


    Alexander von Humboldts Geburtstag jährt sich zum 14. September. das 250 mal.

    Humboldt ist als großer Naturforscher bekannt, doch er war eigentlich ein Universalgenie. Er hatte die Gabe, die Welt als Ganzes zu begreifen und die Zusammenhänge zu verstehen. Er war der Erste, der Klima- und Vegetationszonen aufzeigte. Vor allem erkannte er schon damals, was für Auswirkungen das Handeln der Menschen auf das Klima hat, so wie durch Rodung oder künstliche Bewässerung.


    Diese wunderbare Graphic Novel zeigt den Werdegang und Humboldts Reisen mit seinem Gefährten Aimé Bonpland.


    Humboldts Tagebuchaufzeichnungen wurden erst kürzlich öffentlich zugänglich gemacht. Die Autorin Andrea Wulf nutzt diese Aufzeichnungen, ebenso wie Skizzen von Humboldt, seine Kupferstiche, Landkarten und präparierten Pflanzen, um uns auf leichte und auch humorvolle Art seine Geschichte zu erzählen.


    Was mich am meisten an Humboldts Geschichte beeindruckt hat, war seine Weitsicht, sein Gerechtigkeitssinn und seine Toleranz anderen Kulturen gegenüber. Für seine Zeit sehr außergewöhnlich.

    Während Kolumbus Ende des 15. Jahrhunderts die indigenen Völker überrannte und ausbeutete, begegnete Humboldt ihnen mit Respekt und nahm sie ernst. Er war auch gegen den Sklavenhandel.

    Diese Einstellungen machten ihn mir sehr sympathisch.


    Jahrtausendelang hielten sich Menschen für den Mittelpunkt der Natur. Mit meinen Warnungen vor den Folgen der Abholzung wurde diese Auffassung radikal in Frage gestellt.


    Da war ich echt sprachlos, dass Humboldt im 18. Jahrhundert schon diese Aussage traf.


    Die Zeichnungen der New Yorker Illustratorin Lillian Melcher sind vielfältig in ihrer Darstellung. Es ist eine lebendige Mischung aus Collagen, Zeichnungen, Sprechblasen. Manche Seiten sind schwarz-weiß, die meisten jedoch bunt.


    Der Text bringt uns auf leichte und auch humorvolle Art Alexander von Humboldt näher. Man bekommt den Eindruck, dass er kein abgehobener Wissenschaftler war, sondern dem Menschen nah und zugewandt war.

    Dabei erzählt die Autorin auch von all den Schwierigkeiten, auf die Humboldt und Bonpland gestoßen sind.


    Fazit:

    Es ist eine großartige Graphic Novel, die einem den tollen Menschen Humboldt näher bringt. Sie ist auf eine lockere Art geschrieben, so dass auch Jugendliche ihren Spaß daran haben werden.

    Die Illustrationen mit der Mischung von Humboldts Briefen, Skizzen und Zeichnungen machen das Buch außergewöhnlich schön.


    5 ♥ ♥ ♥ ♥ ♥