Bücherwichteln im BücherTreff

Beiträge von claudi-1963

    "Lass dich vom Hasse nicht betören, denn seine Folgen können oft für dich selbst gefährlich werden." (Aesop)

    Seit einem halben Jahr ist nun Kommissarin Ines Sandner mit ihrer Tochter Danny und dem Lebensgefährten von Stuttgart in den Schwarzwald gezogen. Hier in der Nähe ihrer Mutter und der alten Heimat fühlt sie sich bedeutend wohler als in der lauten Stadt. Als Ines eines Tages einen Strauß weißer Lilien erhält, ist sie überrascht. Das diese Blumen für Liebe, doch auch für Tod stehen, scheint für sie unbedeutend. Merkwürdig wird es erst, als bei Ines Klassentreffen ihre erste Liebe einen tödlichen Verkehrsunfall hat. Schnell wird festgestellt, dass man das Auto manipuliert hat. Bei Ines kommen erste Zweifel eines Zufalls auf, als man Lilien im Kofferraum findet. Besonders als weitere gefährliche Situationen sich in ihrer Familie ereignen. Als sie eines Nachts dann zu einem einsamen Bauernhof gelockt wird, dieser in Brand gesteckt und sie fast verbrennt, wird ihr klar das es jemand auf sie, ihre Familie abgesehen hat. Doch wem hat Ines was getan, das er selbst nicht mal vor ihrer Familie halt macht?


    Meine Meinung:
    Das Cover mit dem brennenden Haus und der zugehörige Klappentext haben mich schon sehr neugierig auf diesen Krimi gemacht. Der Schreibstil ist flüssig, unterhaltsam und überaus spannend von Anfang bis zum Ende formuliert, sodass ich es kaum mehr weglegen konnte. Die kursiv dargestellten Beiträge lassen mich in einen hasserfüllten Täter blicken, der einen wahrlich beängstigt, was da auf Ines und ihre Familie zukommt. Am Ende hatte sogar den Eindruck einer gespaltenen Persönlichkeit gegenüber zustehen. Schon gleich zu Beginn werde ich von seinem Hass eingenommen. Ich frage mich, was ist passiert, dass ein Mensch solche Verletzungen mit sich herumträgt und dann so einen Hass entwickelt? Natürlich könnte es jemand sein, den Ines mal ins Gefängnis gebracht hat. Doch Ines und ihr Lebensgefährte Jan erscheinen mir sofort sehr sympathisch zu sein. In dem halben Jahr, welches sie nun im Schwarzwald sind, haben sie sich gut eingelebt. Sogar auf den Nachbarsjungen Max, dessen Vater zurzeit in der Klinik ist, passen sie auf. Dass Max ebenfalls in den Fall involviert und es für ihn sehr gefährlich wird, hat mich echt schockiert. Im Lauf des Buches habe ich mich dann oft gefragt, wie weit der Täter noch geht, wenn er selbst vor Kindern nicht Halt macht. Mit der Zeit hatte ich dann mehrere Verdächtige im Fokus, bis sich einer dann immer mehr herauskristallisiert, von dem ich es nicht gedacht hatte. Trotz allem hat es dem weiteren Verlauf des Buches nicht geschadet, den es blieb durch die vielen Wendungen durchweg spannend. Und ein Showdown als Abschluss, bei dem ich gefiebert habe, wie er ausgeht, war noch zudem ein schöner Höhepunkt. Die Protagonisten selbst sind sehr gut durchdacht, insbesondere Ines die sympathische, toughe und engagierte Kommissarin konnte mich durchweg überzeugen. Lediglich das sie manchmal zu unüberlegt sich alleine auf gefährliche Abenteuer einlässt, hat sie in meinen Augen etwas arglos erscheinen lassen. Auch Danny ihre Tochter, erschien mir ab und an etwas zu Erwachsen in ihren Aussagen. Ebenso Monika, Ines Mutter ich besonders in einer Situation als sehr leichtgläubig und leichtsinnig empfand. Sonst jedoch waren alle außerordentlich gut ausgearbeitet und realistisch dargestellt. Besonders die gefährlichen Situationen und die Ermittlungen haben mich die ganze Zeit Miträtseln lassen. Zudem konnte mich als Schwabe der Schwarzwald als Lokalkolorit sowieso begeistern. Chapeau dies war ein überzeugender Auftakt für die Kripo aus dem Schwarzwald, ich hoffe auf weitere Folgen. Deshalb von mir eine Leseempfehlung und 4 1/2 von 5 Sterne.
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    "Liebe ist nicht berechnend, Liebe ist spontan. Und manchmal kommt sie auch ganz unerwartet." (Oswald Chambers)

    London 1908 Die junge Gertrude „Biddy“ Hobbs verliert recht früh und unerwartet ihren Vater. Die als Kind etwas kränkliche Biddy scheint dagegen ein wahrer Kämpfer zu sein. Nun muss sich nach dem Tod des Mannes ihre Mutter alleine mit den drei Kindern versorgen. Doch da sie fest im Glauben waren, wussten sie, Gott würde sie versorgen. Mit 20 Jahren lernt Biddy dann den englischen Baptistenprediger Oswalds Chambers bei einer Missionswoche in ihrer Gemeinde kennen. Trotzdem Oswald nie auf der Suche nach einer Frau war, lernt er Biddy Mal zu Mal bei seinen Besuchen der Familie Hobbs kennen. Schon von Beginn an war Biddy klar das für Oswald immer der Glaube und Gott an erster Stelle sein wird. Nichtsdestotrotz heiraten sie am 25. Mai 1910 in London. Biddy als gelernte Stenotypistin schreibt währenddessen Oswalds Predigten und Vorträge mit. 1913 wird ihre Tochter Kathleen geboren und 1915 reist die Familie nach Kairo damit Oswald dort, als Militärpfarrer vom CVJM dienen konnte. Trotz all den Risiken des Krieges, Kultur und Klima vertraut Biddy Gott, das er sie wohlbehütet in dieser Zeit. 1917 verstirbt dann Oswald völlig unerwartet an einer Lungenembolie nach einem Blinddarmdurchbruch. Wieder zurück in London widmet sich Biddy den Notizen von Oswalds Predigten und sorgt dafür, das diese Andachten veröffentlicht werden. Biddy war Hausfrau, Mutter, Seelsorgerin und Bibellehrerin, doch in allem ging es ihr nur darum eine Jüngerin für Jesus zu sein und andere Menschen zum Glauben zu bringen.


    Meine Meinung:
    Das Cover mit dem Bildnis von Biddy zeigt mir eine starke Frau und Persönlichkeit. Der Schreibstil war sehr interessant, unterhaltsam und chronologisch verfasst. Mit den Bildern im Mittelteil konnte ich mir eine Vorstellung von der Familie Chambers, ihrer Familie, Freunden und Bekannten machen. Die Autorin hat hier eine beeindruckende Biografie über eine starke Frau geschrieben. Oswald Chambers kannte ich bisher nur von einigen Andachten, habe mich aber bisher nicht mit seinem Leben befasst. Dafür fand ich das Leben das seine Ehefrau Biddy, so bescheiden und demütig an Oswalds Seite führte umso bemerkenswerter. Die beiden waren wahre Diener Gottes im Dienste den Glauben weiterzugeben. Trotzdem Biddy wusste, das für Oswald Gott immer an erster Stelle stehen würde, hat sie ihn geschätzt und lieben gelernt. Schade nur das ihre Ehe so kurz währte, doch dafür sorgte Biddy dafür das Oswald Chambers niemals vergessen werden wird. Mich beeindruckt es jedes Mal, wenn ich solche Frauen sehe, die sich hinten anstellen, damit ihr Mann groß wird, um Gott zu verherrlichen. Ihr hat man es schlussendlich zu verdanken, dass neben mehr als 30 Werken, im Jahre 1923 sein Andachtsbuch "Mein Äußerstes für sein Höchstes" zum ersten Mal erschienen ist. Eine Frau, die man bewundern muss und dank Michelle Ule niemals vergessen wird. Ich kann das Buch nur weiterempfehlen und gebe 5 von 5 Sterne.
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    "Was ist dümmer als Ungewissheit mit Gewissheit, Falschheit mit Wahrheit zu verwechseln?" (Marcus Tullius Cicero)

    In einem Waldstück bei Rottweil wird das Skelett einer jungen Frau und wie sich später herausstellt noch Überreste eines weiteren Toten gefunden. Da man gleichzeitig eine Knieprothese entdeckt, kann man die Identität der Knochenreste schnell zuordnen. Münzhändler Heinrich Gerber wurde vor 10 Jahren bei einem Raubüberfall getötet, anschließend zerstückelt und im Feuersee entsorgt. Warum nun weitere Überreste in Rottweil auftauchen muss KOK Sebastian Franck vom LKA Stuttgart, Dezernat T.O.M. zusammen mit den Kollegen aus Rottweil herausbekommen. Währenddessen verfolgt KHK Marga Kronthaler weiter den Banküberfall und das Verbrechen an Sebastians Bruder Daniel.


    Meine Meinung:
    Das Cover mit dem alten knorrigen Ast, passt irgendwie zu diesem alten Cold-Case Fall den die Ermittler aus Stuttgart und Rottweil bearbeiten müssen. Der Schreibstil ist flüssig, unterhaltsam, in mehrere Kapitel unterteilt und mit viel Ermittlungstechnischen Know-how versehen. Ein 10 Jahre alter Fall liegt bei der T.O.M. (Tote ohne Mörder), dem Dezernat für ungeklärte Mordfälle beim LKA Stuttgart. Komisch ist nur, dass eigentlich dieser Fall abgeschlossen ist und man einen Täter/in längst in Verdacht hat Heinrich Gerber getötet zu haben. Erst durch einen POLAS Abfrage wird das Dezernat auf diesen Fall aufmerksam. Was für ein Glück, das es Knieprothesen gibt, die mit einer Nummer versehen sind, bei der man den Patienten feststellen kann. Nur so kommt dieser Fall wieder ins Rollen. Viele Personen von damals werden neu überprüft und befragt unter anderem ein Reichsbürger, der als gefährlich eingestuft wird. Doch alles verläuft nicht gerade so, wie es sich Sebastian Franck wünscht. Erst der Hinweis von Praktikantin Franzi bringt ihn weiter.
    Wieder einmal hat mir dieser Krimi sehr gut gefallen, weil er einfach näher an die realistische Polizeiarbeit kommt wie mancher andere. Hier geht es nicht in der Hauptsache um Blutvergießen, schießwütige Aktionen, sondern um wirkliche Schreibtischarbeit, Recherche und Rekonstruktion des Falls. Zudem ermittelt Marga Kronthaler weiterhin hinter Sebastians Rücken, im Banküberfall, bei dem sein Bruder Daniel ums Leben kam. Zwei interessante Fälle, die für mich viel Witz, Harmonie und jeder Menge Fragezeichen am Anfang hatten. Das Ermittlerduo besteht diesmal aus der jungen, humorvollen, cleveren Praktikantin Franzi, die ab und zu auch ihre naive Seite zeigt. Man spürt einfach, dass sie noch recht unerfahren ist, trotzdem hat sie mitunter sehr gute Ermittlungsansätze. Sebastian dagegen ist weiter der ehrgeizige, zugeknöpfte, zuverlässige Ermittler, den man nur mit Anzug und Krawatte antrifft. Bestens kennt er sich außerdem in sämtlichen Paragrafen des StGB aus, das einem fast schwindelig wird. Marga Kronthaler ist die Frau in Aktion in diesem Team, sie packt einfach an, ohne große Worte zu machen. Manchmal muss allerdings dabei Sebastian beide Augen zudrücken, damit sie nicht mit dem Gesetz in Konflikt geraten. Zudem gefielen mir noch die beiden Ermittler aus Rottweil, die unterschiedlicher nicht sein könnten und noch ein wenig Humor in den Fall brachten. Wer es eher unblutig, dafür mit viel guter Ermittlungsarbeit haben möchte, der ist bei diesem Krimi genau richtig, von mir gibt es dafür 4 1/2 von 5 Sterne.
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    "Es ist besser, dass zehn Schuldige entkommen, als dass ein Unschuldiger verfolgt wird." (William Blackstone)

    Lianne Callice von Kindheit an Schauspielerin, möchte endlich mal ein normales Leben führen. Darum hat sie sich im Harkness College eingeschrieben. Hier möchte sie endlich weg vom Presserummel und hofft, dass sie in Ruhe ihren Abschluss machen kann. Doch selbst in Harkness wird sie von vielen erkannt, gemobbt und gedisst. Kein Tag vergeht, an denen sich Lianne nicht ein paar Freunde wünscht oder endlich mal auf eine Party gehen zu können. Schließlich würde sie gerne mal einen Jungen richtig küssen, außer ihrem Filmkollegen Kevin. Besonders als sie Daniel DJ Trevi kennenlernt und sie merkt, dass sie für ihn was empfindet. Und trotzdem DJ ihre Gefühle erwidert, scheint irgendeine Mauer zwischen ihnen zu stehen, die sie nicht zu nahe kommen lässt. Den DJ verbirgt ein Geheimnis vor Lianne, für das er sich schämt. Wird es für die beiden ein Happy End geben?


    Meine Meinung:
    Nachdem ich bisher fast alle Bücher dieser Reihe gelesen habe, habe ich mich schon sehr auf diese Folge gefreut. Der Schreibstil war wie schon in den anderen Folgen flüssig, unterhaltsam und mit ein paar prickelnden Sexszenen. Wie schon bei den anderen Folgen gibt es auch hier ein Geheimnis rund um einen der Protagonisten, wie hier Daniel auch DJ genannt. DJ ist der Discjockey, der bei den Eishockeyspielen der Männer und Frauen die Musik auflegt. Zudem ist DJ der Bruder von Leo Trevi einem der Eishockeyspieler, der ebenfalls in Harkness studiert. DJ ist zwar nicht gerade groß gewachsen, jedoch ein sympathischer, gut aussehender Kerl, den die Mädchen zwar nicht anhimmeln, der jedoch bei vielen sehr beliebt ist. Kein Wunder, das Lianne sich deshalb auf den ersten Blick in ihn verliebt hat, wahrscheinlich weil er ihr genauso einsam erschien wie sie. Jedoch das hat einen ganz anderen Grund, den DJ hat eine Dummheit begangen, die ihn eventuell sogar sein Studium in Harkness kosten könnte. Er darf sich nicht mehr in den College-Wohnhäusern aufhalten, bzw. auch nicht mehr dort wohnen. Weshalb er bei seinem Bruder Leo in der WG untergekommen ist. Ebenso darf er nicht mehr die Speisesäle aufsuchen. Dies alles macht es natürlich schwer eine Freundschaft zu Lianne aufzubauen, besonders wenn man dann vor Scham ihr nicht erzählen möchte was geschehen ist. Lianne dagegen ist ein herzensguter Mensch, die zum einen durch ihre herzlose Mutter und den unmöglichen Manager manipuliert wird. Früh hat sie ihren Vater verloren und den Kontakt zur Familie, dadurch spürt man förmlich, wie einsam sie im Grunde ist. Lediglich die eigenwillige Filmcrew sind ihre Freunde, ansonsten wird sie von der Presse gestalkt, von Fans angehimmelt und umschwärmt. Was dadurch das Leben nicht gerade leicht macht. Besonders der Manager der Dinge von Lianne verlangt und ihr arroganter Filmpartner Kevin fand ich total unsympathisch. Selbst in Harkness wo man denkt das sie älter und vernünftiger sind, wird sie von einigen gemobbt. Sarina Bowens letzter Teil der Ivy Years Reihe konnte mich nicht ganz überzeugen. Zwar war es wieder eine schöne Liebesgeschichte mit Hindernissen, doch diesmal waren es mir eindeutig zu wenig Emotionen. Vielleicht lag es an der fehlenden Tiefe der Geschichte rund um Lianne und DJ oder dem zu schnellen Ende, das mich nicht ganz befriedigen konnte. Selbst DJ Geheimnis wurde einfach mal so eben abgehandelt, obwohl es fast die ganze Zeit im Raum stand. Da hätte ich dann doch etwas mehr erwartet, wenn man es so mit anderen Bände vergleicht. Trotzdem habe ich mich gut unterhalten gefühlt und vergebe darum 4 von 5 Sterne für diesen Reihenabschluss.
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    "Nichts prägt uns so stark wie unsere Familie, von unserer Kindheit bis ins hohe Alter. Die Erfahrungen, die wir im Kindesalter sammeln, stellen die Weichen für unseren zukünftigen Lebensweg." (ctrl-life)

    Sein Leben passt gerade mal in eine Kiste, die er für seinen Enkelsohn Karl hinterlässt. Wolfs Leben beginnt schon tragisch in seiner Kindheit. Schon früh erklärte ihm seine Mutter, dass er unter der Mondscheinkrankheit litt, deshalb nicht in die Sonne konnte. Die Wohnung selbst durfte er nachts nur mit einem Helm verlassen, dadurch hatte Wolf auch keine Freunde. Immer war er allein mit seiner Mutter und seine Mutter war immer allein mit ihm. Doch dann tritt Bob in ihr Leben, mit Bob veränderte sich alles. Ein Besuch beim Arzt bestätigt, dass er nicht krank ist, woraufhin sich eines Tages seine Mutter das Leben nimmt. Nicht ohne das sie zuvor seinen Halbbruder Freddy geboren hat. Kurz darf, verlässt ihn Bob mit Freddy zusammen, während er bei seinem Großvater aufwächst. Jahre später lebt er dann vom Erbe seiner Familie einsam in einer kleinen Wohnung. Doch dann tritt Freddy in sein Leben, ein Mann wie ein Fragezeichen rätselhaft, verschlossen und ohne jede Moral. Erneut wird Wolf in den Kampf um die Wahrheit seines eigenen Lebens hineingezogen, das verstörender kaum sein kann.


    Meine Meinung:
    Das unscheinbare, düster Cover lässt nicht erahnen, welche schicksalhafte Geschichte hinter diesem Buch steckt. Der Klappentext lässt mich jedoch erahnen, dass es eine extreme Lebensgeschichte sein könnte. Da der Autor unter einem Pseudonym schreibt, ist mir nicht klar, ob ich ihn bisher kenne. Der Schreibstil selbst ist eher im Stil einer Abhandlung von Ereignissen geschrieben, unterhaltsam, jedoch auch an ein paar Stellen ein wenig verwirrend. Einige englische Textpassagen störten mich, da es keinerlei Übersetzungen dazu gab und ich dadurch im Lesefluss gestört wurde. Die Geschichte selbst ein schicksalhafter Psychotrip eines Familientraumas, das in erster Linie durch Wolfs Lebensweg disponiert wird. Sein Start ins Leben wird geprägt durch die Krankheit, die er als Kind von der am Münchhausen Syndrom erkrankten Mutter angedichtet bekommt. Dadurch verläuft sein weiteres Leben auch recht eintönig und einsam. Sein Lebensraum ist eine kleine Wohnung, in der er mit Puzzle verkleideten Wänden von den Hinterlassenschaften der Familie lebt. Doch eines Tages tritt sein Halbbruder Freddy in sein Leben, den er jahrelang nicht gesehen hat. Freddy ist ein komischer Mensch, verschlossen, eigenwillig und emotionslos, manipuliert er Wolf und sein weiteres Leben, sodass dieses vom Schicksal geprägt wird. Wenig später trifft er auf Lina eine Freundin aus der Kindheit, die er damals schon mochte. Mit ihr gründet eine Familie und bekommt zwei Söhne. Mich hat dieses Buch etwas verwirrt zurückgelassen. Lang habe ich mir überlegt, was möchte der Autor mir mit dieser Geschichte sagen? Ich denke, er möchte dem Leser die Augen öffnen, dass wir alle von unserer Kindheit, der Familie und den Gegebenheiten beeinflusst werden. Und das eine verpfuschte Kindheit sehr wohl einen Menschen nachhaltig verändern kann. Oft sagt man doch, dass ein Mensch je älter er ist, seinen Eltern immer ähnlicher wird. Wie mag es dann erst vielleicht sein, wenn ein Kind Missbrauch oder Misshandlungen erlebt hat? Doch nicht nur Eltern prägen einen, sondern auch die Gesellschaft, Ereignisse und Schicksale und dies möchte der Autor uns sehr wahrscheinlich mit dieser Geschichte nahelegen. Trotzdem sich dieses Buch hauptsächlich um das Leben von Wolf dreht, hätte ich mir bei einigen Charakteren etwas mehr Tiefe gewünscht und mehr Aufklärung am Ende. So blieben Freddy, seine Frau Lina, die Söhne Karl und Augustin für mich recht oberflächlich. Zudem war vieles für mich nichts Neues gewesen, da mir bekannt war wie sehr Einflüsse in der Kindheit einen Menschen formen. Am Ende blieb ich dann doch mit ein paar Fragen alleingelassen und dem Wissen, das niemand dem Schicksal seines Lebens entgehen kann. Trotzdem für mich ein Buch, das einen zum Nachdenken einlädt, dessen Nachspiel erst viel später danach kommt und dem ich 4 von 5 Sterne gebe.
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    "Jetzt gehörte sie ihm, war ihm ganz nah. Jetzt würde er eins mit ihr werden und die Einsamkeit vertreiben. Das alles ging nur, so lange sie noch warm war." (Buchauszug)

    Sadie begleitet Matt voller Stolz zu seiner ersten Fotoausstellung in Los Angeles. Für die Fotoreihe "Street Laws: Images of Crime and Justice" hat Matt maßgeblich viele seiner Fotos über Verbrechen, Tätern, Gefängnisse und ihre Insassen geliefert. Natürlich hat ihm dabei sein ehemaliger Job als FBI Agent und Polizeifotograf geholfen. Sadie ist allerdings überrascht als sie an dem Abend Nick Dormer von der BAU entdeckt. Dieser ist nicht nur wegen der Fotoausstellung von Matt hier, sondern er unterstützt Cassie bei einem Fall eines kannibalistischen Serientäters. Da sich die Ermittler momentan im Kreise drehen, bittet er Sadie als Beraterin ihnen zu helfen. Für Sadie ist es selbstverständlich, dass sie gerne dabei ist, den dieses Thema interessiert sie sehr. Weitere Opfer verschwinden, trotzdem sie mit dem Täterprofil vorankommen. Bei der Überprüfung eines Verdächtigen scheinen Nathan und Sadie den richtigen Riecher gehabt zu haben. Kein Wunder also das von den beiden danach jede Spur fehlt und es wieder einmal ein Wettlauf um Leben und Tod geht.


    Meine Meinung:
    Mit einem weinenden Auge habe ich mich auf die letzte Folge der Reihe "Die Seele des Bösen" gefreut. Nach 20 Folgen sollte jetzt das wohlverdiente Ende für Profilerin Sadie Whitman kommen. Schon zwei Folgen zuvor haben sich ja Matt und Sadie vom FBI verabschiedet und leben nun etwas ruhiger in Pleasanton in der Nähe von San Francisco. Jedoch geraten sie nach wie vor immer wieder in irgendwelche kritischen Situationen, die teils auch gefährlich für die ganze Familie war. Deshalb ist für Sadie klar das sie diesmal lediglich als Beraterin Nick und Cassie unterstützen würde und nicht vor Ort. Jedoch wissen wir ja, dass meist alles ganz anders kommt, wie man möchte, und so begleitet sie Nathan zusammen zu einem Verdächtigen. Dass sie dabei in eine Falle tappen und es für beide sehr gefährlich wird, konnte da keiner ahnen. Mit ihrer bekannten, interessanten Schreibweise hat mich die Autorin wieder nach wenigen Seiten gepackt. Einmal begonnen kann ich bei so einer seltenen Thematik, bei der es um Nekrophilie und Kannibalismus geht, kaum noch das Buch weglegen. Gute Recherchen, eindrucksvolle Protagonisten und jede Menge Spannung haben mich schnell überzeugt. Wie in gewohnter Manier lässt mich Dania Dicken teilhaben wie viel grausame Täter mit dieser Neigung es schon im realen Leben gegeben hat. Zahlreiche Fallbeispiele werden wieder einmal aufgeführt, bei dem mir regelrecht die Haare zu Berge stehen und ich Gänsehaut bekomme. Ich kann nicht nachvollziehen, wie jemand einen Menschen töten kann, um diesen danach zu verspeisen. Vielen ist sicher der Film bekannt von der argentinischen Rugby Mannschaft, deren Flugzeug in den Anden abstürzt und die aus einer Not heraus ihre toten Mannschaftskameraden gegessen haben, nur um nicht zu verhungern. Doch dies ist etwas ganz anderes, als aus Lust oder sexueller Erregung so etwas zu tun, das ist einfach nur krank. Selbst Deutschland bildet da mit dem "Kannibalen von Rothenburg" keine Ausnahme. Darum ist dieser letzte Fall für Sadie nicht nur eine Herausforderung, sondern es wird für sie auch wieder äußerst brenzlig. Dass ihre älteste Tochter Libby inzwischen Verhaltensforschung studiert, um Profilerin zu werden, kommt da sehr gelegen. In einem Highlight bekam ich dann schon die ersten Eindrücke von Dania Dickens neuste Reihe, bei der Libby Whitman in die Fußstapfen ihrer Mutter tritt, in dem sie vor Ort gute Verhandlungsarbeit leistet. Hier spürt man wie die Mutter so die Tochter, weil sie in einer Situation wie eine Löwin kämpft. Für mich war dies ein krönender, gelungener Abschluss und ich freue mich schon auf die neue Reihe die mit "Brave Mädchen schreien nicht", bald beginnen wird. Ich jedenfalls kann dieses Buch und die ganze Reihe nur empfehlen und gebe 5 von 5 Sterne.
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    "Wie süß ist Rache, die vom Schicksal kommt, und die man selber nicht zu schüren braucht!" (Karl Gutzkow)

    Jonas van Dorn, der nach einem tragischen Fall seinen Polizeidienst quittiert hat, eröffnet zwei Jahre später eine Detektei. Trotzdem er noch immer mit seinem Trauma und Panikattacken zu kämpfen hat, möchte er wieder ermitteln, allerdings nicht mehr als Polizist. Ein aufgewühlter Vater ist sein erster Klient, dieser möchte, dass Jonas seine vermisste Tochter auf Helgoland findet. Denn die Polizei geht davon aus, dass sie Selbstmord begangen hat, da Franziska Leschinski schon früher unter Depressionen litt. Zusammen mit seinem Vermieter Elmar Kramer alias Elliott reist er auf die Insel Helgoland. Dort erfahren sie kurze Zeit später das es neben der Vermissten Franziska, vor kurzer Zeit zwei weitere Todesfälle gegeben hat. Zwischen Hummerbuden, unliebsamen Bootsfahrten und Inken einer sympathischen Touristenführerin geht Jonas mit Elliot zusammen auf die Suche nach der Wahrheit. Diese jedoch führt sie in die dunkle Vergangenheit der Nazizeit, ehe Jonas dem Täter und dem Tatmotiv immer näher kommt.


    Meine Meinung:
    Das Cover mit dem wunderschönen Blick auf den Strand und das Meer soll einen auf die Nordsee einstimmen. Da ich die Autorin unter einem anderen Namen von dramatischen Liebesromanen her kannte, war ich schon recht gespannt auf ihren ersten Kriminalfall. Der Schreibstil war wie gewohnt von ihr locker, humorvoll, interessant, unterhaltsam und dadurch hat mich diese Geschichte dann nicht mehr losgelassen. Selbst wenn es keine blutige Spannung gab, waren die Ermittlungen rund um die Todesfälle und der Hintergrund aus der Vergangenheit sehr interessant und informativ. Da die Autorin sich immer sehr dahinterklemmt viele Informationen zum Lokalkolorit einzuholen, war ich schon sehr gespannt, was ich über die Insel Helgoland erfahren werde. Dass die Insel am 18. April 1947 durch die Engländer beim sogenannten Big Bang fast vollständig zerstört wurde, hatte ich bis dahin nicht gewusst. Zum Glück wurden alle Bewohner schon zwei Jahre zuvor evakuiert, als da schon erste Bomben fielen. Danach wurde sie dann von den Engländern besetzt. Nur gut, dass die Insel selbst die Sprengung überstand und die Bewohner irgendwann zurückkehren durften. Dass ich in diesem Krimi vieles Interessantes aus der Nazizeit erfahren würde, hatte ich nicht erwartet. Mit Jonas von Dorn und seinem Vermieter, Maler und heimlicher Assistent Elliot hat die Autorin ein wirklich eigenwilliges Ermittlerduo geschaffen. Wie Elliot würde ich sie ebenfalls ein bisschen wie Kommissar Thiel und Professor Boerne bezeichnen. Der smarte, ehrgeizige, motivierte Jonas, der noch immer unter seinem Trauma leidet dazu der unkomplizierte, zuvorkommende, witzige Elliot der ein wenig Elton John ähnelt, waren mir sofort sympathisch. Besonders Elliot hat es mir angetan, der mit seiner humorvollen Art immer einen Spruch auf Lage hat, wie ich es bisher schon von andere Büchern der Autorin kannte. Kombiniert mit interessanten Ermittlungen und einer beeindruckenden Recherchearbeit, macht es diesen Krimi zu einem gelungenen Debüt. Schade nur das es aus der Freundschaft zwischen Inken und Jonas am Ende kompliziert wurde, ich hätte es Jonas gegönnt. Bravo ein Kriminalfall, der ganz unblutig daherkommt und mich trotzdem überzeugen konnte. Ich jedenfalls möchte unbedingt weiter Fälle der beiden lesen und freue mich schon auf den nächsten Krimi. Deshalb von mir eine Empfehlung an alle Fans von Regionalkrimis und 5 von 5 Sterne.
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    "Schlimm ist es, einen geliebten Menschen zu vermissen, von dem man nicht weiß, was ihm zugestoßen ist."

    24 Jahre ist es her, das Katharina Haugen spurlos verschwunden ist. Wie jedes Jahr lässt Kommissar William Wisting dieser ungelöste Fall nicht los. Nach wie vor ist er der Überzeugung, dass Katharina nicht mehr am Leben ist, nur wie und warum musste sie sterben? Wie jedes Jahr nimmt er sich erneut die Akten des Falls vor, um neue Erkenntnisse zu bekommen. In all den Jahren hat er sich mit Katharinas Mann Martin Haugen angefreundet und trifft sich immer um dieselbe Zeit mit ihm. Doch diesmal ist Martin nicht zu Hause und Wisting macht sich Sorgen, nachdem er ihn mehrmals nicht antrifft und er nicht ans Handy geht. Wenige Tage darauf taucht der Ermittler der europäischen Cold-Case-Unit Adrian Stiller bei ihnen auf. Stiller berichtet, dass man bei einem älteren Entführungsfall Martin Haugens Fingerabdrücke gefunden hat und man deshalb Wistings Hilfe benötigt, um näheres über Haugen herauszubekommen. Doch wie will er ihnen helfen, wenn er nicht weiß, wo und was mit Haugen ist?


    Meine Meinung:
    Der Klappentext und insbesondere das Wissen, das dieses Buch durch eine wahre Begebenheit inspiriert wurde, hat mich neugierig gemacht. Ebenso wie das Jørn Lier Horst selbst leitender Kriminalbeamte in Norwegen gewesen ist, bevor er Autor wurde. Der Schreibstil ist interessant, aufschlussreich und spannend, wobei die Schreibweise eher einem Aufzählen an Ereignissen erinnert. Trotzdem hat mich dieses Buch gepackt und in den Bann gezogen, weil es viele Einblicke in die wirkliche Polizeiarbeit gab. Ich hatte das Gefühl, ständig mitten bei den Ermittlungen dabei zu sein. Und trotzdem man den Täter recht früh kannte, hat es riesigen Spaß gemacht mitzuraten und zu erleben. Ob es ums Pläne schmieden ging, wie man den Täter nervös machen kann oder man die Presse benutzt um einen Täter zum Überführen. Jedes diese Details war für mich recht stimmig und ich konnte mir gut vorstellen, das es durchaus Wirklichkeit so abläuft. Mit William Wisting hat der Autor hier einen sehr angenehmen, warmherzigen, jedoch durchaus engagierten Ermittler erschaffen. In seinem Privatleben ist er ein zuvorkommender, liebevoller Großvater und Vater, der sich gerne um seine Enkelin Amalie kümmert. Tochter Line, die freie Journalistin ist und wie ihr Vater sich sehr für ihren Beruf einsetzt, bekommt hier die große Chance aktuell durch Artikel und einen Podcast zu berichten. Allerdings kommt dadurch Wisting in die Bredouille, sodass er sie teilweise belügen muss. Mit Sohn Thomas ist die Familie Wisting komplett. Selbst wenn sich Vater und Sohn wenig sehen hatte ich den Eindruck, dass sie sich gut verstehen, zudem ist er ein liebevoller Onkel. Bei Adrian Stiller war ich zunächst skeptisch, seine etwas eigenartige und ungestüme Herangehensweise an den Fall hat mich manchmal etwas misstrauisch gemacht. Dazu noch seine eigenartigen Schlafprobleme und das Aufputschen mit Koffeinpulver, das für mich etwas eigenartig war. Doch zum Glück wurde er von Mal zu Mal etwas offener und sympathischer. Ich merkte einfach, dass es seine Art war, Fälle zu bearbeiten und lösen. Selbst wenn hier nicht alles so abläuft, wie bei uns in Deutschland hatte ich das Gefühl, das viel Wahres an der Arbeit der Kripo dahintersteckt. Und trotzdem die Spannung recht unblutig ablief, konnte mich das Buch begeistern. Für mich war es bisher mein bester Kriminalfall aus Norwegen, den ich hier unbedingt empfehlen möchte und der 5 von 5 Sterne bekommt.
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    "Es ist keine Heimsuchung so schwer wie die Heimsuchung durch Menschen, die hassen." (Sir. 25,19)

    Eigentlich sollten es Tennyson Kent (Teni) schönste Tage werden auf der seid Generationen kleinen Insel, die sie nach dem Tod der Eltern geerbt hat. Hier wollte sie die Hochzeit mit ihrem Verlobten Alex planen, stattdessen verkündet er ganz überraschend das Beziehungsende. Damit Teni auf andere Gedanken kommt, veranstaltet sie mit ihrer Cousine Julia ihr vertrautes Wettschwimmen zur Boje. Doch als sie dort angelangt ist von Julia nicht zu sehen außer Blutspuren. Bei der Suche mit ihrem Ex-Freund Callum finden sie Julia tot auf. Trotzdem sie vermuten, dass es ein Unfall war, dokumentiert Teni die Polizistin und Spezialistin für Unterwassereinsätze ist sofort alle Spuren. Als es erneuten zu einem Anschlag auf sie in ihrem Haus kommt, ist sich Callum sicher, dass es jemand auf Teni abgesehen hat. Die aufkommende Sturmflut macht es jedoch unmöglich, Hilfe zu holen, und so müssen die beiden mit der Bedrohung alleine zurechtkommen.


    Meine Meinung:
    Das Buch aus der Reihe "Kleine Auszeit Romane" besticht durch einfache Cover und kurze, prägnante Geschichten. Das knappe 200 Seiten Buch hat mich sofort durch den Klappentext angesprochen, besonders da ich die Krimis dieser Autorin gerne lese. Der Schreibstil ist locker, unterhaltsam und von Anfang an spannend. Doch der Tod von ihrer Cousine Julia setzt Teni sehr zu, besonders da sie erst vor Kurzem ihre Eltern verloren hat. Julia war sozusagen Freundin und Familie zu gleich, was besonders jetzt nach dem Ende ihrer Verlobung wichtig für Teni war. Doch Callum ihr Jugendfreund steht Teni in dieser schweren Zeit bei, er hilft ihr besonders nach dem erneuten Anschlag in ihrem Haus. Eine wirklich brisante Geschichte, die zudem noch auf einer Insel spielt und es von daher weitaus gefährlicher wirken lässt. Den gerade auf so einer Insel hat man wenig Möglichkeiten Hilfe zu holen. Allerdings findet man hier recht schnell Verdächtige und kommt so einem Täter auf die Spur. Durch die bildhafte Sprache der Autorin konnte ich mir die Insel und Situation recht gut vorstellen. Dazu noch das schlechte Wetter, das mit Stromausfall zu erschwerten Bedingungen führt. So schön das Leben auf einer Insel sein mag, doch man spürt, wie abhängig man von Wetterverhältnissen auf dieser ist. Schön dagegen war erneut zu sehen, wie die Autorin hier die christliche Seite wieder mit einfließen lässt, in Form von Gebeten, die hier kursiv dargestellt wurden. Die Charaktere selbst fand ich sehr gut dargestellt. Besonders die natürliche, sympathische Teni die mit Enthusiasmus auf die Suche nach Julias Mörder geht. Den sie weiß genau das dieser wegen des Sturms nicht von der Insel fliehen kann. Ebenfalls der gut aussehende, souveräne Callum, der mit seiner hilfsbereiten Art sofort Teni hilft, was sicher auch daran liegt, dass er sie noch immer liebt. Dadurch bekommt diese ganze Geschichte noch einen romantischen Einfluss, was ich gerade bei Dani Pettreys Büchern immer sehr schätze. Im Anbetracht der Kürze hat diese Story eine angemessene Tiefe, so das ich nichts vermisst habe, ich darum eine Leseempfehlung ausspreche und 5 von 5 Sterne gebe.
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    "In blinder Wut ruft der Mob schnell nach Vergeltung, wenn er Gerechtigkeit fordert." (Marcell Jähner)

    Die Kripo Berlin mit Fallanalytiker Hannes Stahl stehen ratlos vor ihrem nächsten Opfer, das erhängt von seiner Frau in der Wohnung gefunden wurde. Dass dies kein Selbstmord war, wissen sie spätestens, als es schon mal ein ähnliches Opfer gab. Stahl fragt sich nur, wie die beiden Opfer miteinander zusammenhängen und warum sie sterben mussten. Den die Zeit drängt, bevor der Täter womöglich erneut zuschlägt. Hilfe findet er beim ehemaligen Staatsanwalt Gregor Brandt, der nach dem Unfalltod seiner Frau beurlaubt ist. Seither betreibt er einen Podcast mit Fällen ungelösten Verbrechen. Zusammen mit Stahl stellt er fest das die beiden Opfer, als Schöffen bei Gericht tätig waren. Dazu waren sie außerdem noch bei einem Prozess, bei dem ebenfalls Brandt beteiligt war. Hat der Täter auch was mit dem Tod von Brandts Frau zu tun? Werden sie weiter Opfer verhindern können?


    Meine Meinung:
    Das Cover mit dem Strick und dem Hocker passt sehr gut zum Inhalt dieser Geschichte. Der Schreibstil ist flüssig, locker, unterhaltsam und in mehrere Kapitel unterteilt. Verschiedene Handlungsstränge lassen mich das Opfer und den Täter erleben, sowie die Ermittlungsarbeiten zum einer der Kripo aber auch von Stahl und Brandt als Team. Ich bin immer wieder erstaunt wie zwei unabhängige Autoren sich zu einem Buch vereinigen und so eine Harmonie darstellen. Der Tod von Brandts Ehefrau, den ich gleich am Anfang miterlebe, hat mich sichtlich bewegt. Ich hatte schon ein wenig die Befürchtung, dass es so aufwühlend weitergehen würde. Doch zum Glück haben mich zwar die anderen Opfer berührt, jedoch nicht so emotional wie das erste. Vergeltung oder auch Rache, ist ja kein neues Thema bei Krimi/Thriller, doch die beiden haben hier sich sehr guten Plot ausgedacht. Außergewöhnlich ist es zwar nicht, dass man mit einem Staatsanwalt zusammenarbeitet. Dass dieser jedoch beurlaubt ist, lässt das Ganze nochmals interessanter erscheinen. Allerdings hat es mich schon verwundert, dass Brandt teils sogar von seinen eigenen Kollegen, dabei wie ein Zivilist behandelt wurde, doch ich denke, dass dies durchaus regulär ist. Die Motivation des Täters, erscheinen mir zwar recht schnell klar zu sein, anderseits beim Täter persönlich blieb selbst ich bis zum Schluss ratlos. Dass es dann am Ende noch eine zusätzliche Überraschung gab, fand ich eine gelungene Intuition der beiden Autoren, mit der ich nicht mehr gerechnet hatte. Die Protagonisten waren mir bis auf wenige sehr sympathisch. Ganz besonders der Charismatische, traumatisierte Gregor Brandt, bei dem ich mit seiner ganzen Situation mitgelitten habe. Hannes Stahl dagegen ist eher der ausgeglichene, dynamische Mensch, der gerne mal das Ruder an sich reißt. Dadurch kommt es häufiger zu Streitigkeiten mit seiner Kollegin Natalie Schrader. Sie fand ich von Anfang an total unsympathisch, gerade ihre egoistische, besserwisserische Art nervte mich ungemein. Dadurch leidet auch sehr das Klima innerhalb des Ermittlerteams. Nur gut das dies wenigstens Gregor Brandt mit seiner charmanten Art wieder ausgleichen konnte. Selbst wenn für mich der Spannungsbogen noch Luft nach oben hatte, fand ich dies ein gelungenes Debüt der beiden Top Autoren. So hoffe ich das es weitere Fälle mit Stahl/Brandt als Ermittler geben wird. Von mir gibt es auf alle Fälle 4 1/2 von 5 Sterne. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb::applause::thumleft:

    "Stalking ist, wenn zwei Menschen einen romantischen Spaziergang machen, aber nur einer davon weiß." (WRDPRN)

    Sari wird von anonymen Briefen attackiert, bei denen Fotos von ihr und Freundin Ina zu sehen sind. Der mysteriöse Unbekannte scheint sie und Ina zu beobachten. Beide sind sich nicht sicher, mit wem sie es zu tun haben und ob er gefährlich sein könnte. Jedoch bevor Sari ihren Ehemann Sven einweihen möchte, fährt sie mit ihren ehemaligen Freundinnen vom Camp aufs Schloss nach Frankreich. Hier erleben sie wieder eine schöne Zeit mit einem erotischen Galaabend, der Sari neue Frische gibt. Zu Hause angekommen hat die Loge ebenfalls eine neue Überraschung für Sari. Eine DarkSession soll den neuen Nebenraum der Loge einweihen, bei der selbst Sari an ihre Grenzen kommt. Und der Stalker lässt ebenso nicht locker, bis Sari in seine Falle läuft.


    Meine Meinung:
    Dieses Buch ist inzwischen der dritte Band der Abrichtung-Reihe, die ich alle gelesen habe. Der Schreibstil ist wieder locker, flüssig und unterhaltsam, wobei es mir in diesem Band eindeutig zu viele Wiederholungen bzw. Rückblenden gab. Dieser Band scheint für mich bisher der schwächste zu sein, zum einen nehmen viel zu viele Wiederholungen sehr viel Platz ein. Es ist zwar schön, wenn man ein bisschen was von der Vorgeschichte weiß, doch das war mir hier eindeutig zu viel. Zum anderen kam mir der Part mit dem Stalker definitiv zu kurz. Vom Buch selbst waren über 2/3 Belangloses und Wiederholungen, sodass die Erotik diesmal eindeutig zu kurz kam. Der erotische Part dagegen war für mich dann schon fast wieder grenzwertig. Da er genauso wie Band 2 sehr hart, vulgär, obszön und grenzwertig war. Szenen wo Frauen schon kurz vor dem Ersticken sind, sie Urin trinken müssen und vieles mehr ist einfach so gar nicht meine Welt. Wer allerdings auf so etwas steht, der kommt sicher auf seine Kosten, jedoch bei Weitem weniger als in den Vorbänden. Ich denke einfach, dass diese Reihe inzwischen ausgereizt ist. Das Buch hat sehr gut begonnen mit diesem Stalker, doch leider schweifte die Autorin dann wieder von diesem Thema ab. Erst gegen Ende kam dann etwas Spannung auf, da der Stalker wieder präsent wurde. Ich denke, wäre die Autorin bei dem Thema rund um den Stalker geblieben, wäre es sicher interessanter gewesen. Ansonsten finde ich es nach wie vor schön, dass Sari und Sven so treu an ihrer Ehe festhalten. Das ist auch etwas, was mir bei allen 3 Bänden gut gefallen hat und was sehr für die Autorin spricht. Falls es einen weiteren Teil geben sollte, würde ich der Autorin raten, definitiv viel weniger Rückblenden einzubauen. Ich kann diesem Band deshalb nur 2 1/2 von 5 Sterne geben.
    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:[-(

    "Verrätereien begeht man öfter aus Schwäche als in der ausgesprochenen Absicht, zu verraten." (François de La Rochefoucauld)

    Nach fast 30 Jahren kehrt Marshall McEwan wegen der Erkrankung seines Vaters, wieder in die Heimatstadt Bienvielle zurück. Da wird der Archäologe Buck Ferris unter mysteriösen Umständen tot im Mississippi gefunden. Journalist Marshall McEwan für den Buck wie ein Ziehvater war, ist sich sicher, dass man ihn getötet hat. Nachdem er Bucks eingeschlagenen Kopf gesehen hat, weiß er das dieser sicher nicht einfach ertrunken ist. Er ist sich fast sicher, dass dieser Ausgrabungen auf dem Gelände, bei dem demnächst die Chinesen eine Papierfabrik errichten wollen, getätigt hat. Sicher wollte er dort Hinweise auf eine ehemalige indianische Kultur feststellen, um den Bau der Fabrik abzuwenden. Wer könnte das wohl verhindern wollen außer der Pokerclub der das größte Interesse an einem Deal mit den Chinesen hat? Das zudem Max Mathesen der Schwiegervater von Marshalls Jugendliebe Jet und Mitglied beim Pokerclub ist, macht das ganze noch gefährlicher.


    Meine Meinung:
    Das düstere, geheimnisvolle Cover lässt einen sofort in die Region am Mississippi eintauchen. Bisher kannte ich den Autor noch nicht, doch seine guten Rezensionen haben mich neugierig auf ihn gemacht. Das fast 900 Seiten lange Buch ist wahrlich eine Herausforderung für jeden Leser. Jedoch der detaillierte, bildhafte, spannende und unterhaltsame Schreibstil hat es mit leicht gemacht am Buch dranzubleiben. Wahrlich ist dies nicht unbedingt ein Thriller, wie man ihn sonst kennt, den dazu geht Greg Iles zu sehr ins Detail. Jedoch gerade, weil der Autor immer wieder in die Vergangenheit der Protagonisten eintaucht, besonders bei Marshall und Jet, kommt man diesen Figuren sehr nahe und fühlt viel mehr mit ihnen mit. Gerade der Tod von Marshalls Bruder und seinem Sohn hat mich doch sehr bewegt. Der Pokerclub von Bienville hat nichts mit Karten zu tun, so wie man sich das vorstellen könnte. Nein viel mehr regieren diese 12 Männer, die dem Club zugehören die Stadt Bienville. Durch Geld, Macht, Intrigen und Einflüsse haben sie so die Bank, Justiz und sogar den Senat unter ihrer Kontrolle. Diese Einflüsse machen es auch fast unmöglich bei Buck einen Mord nachzuweisen. Doch Marshall setzt alles daran um für seinen ehemaligen Pfadfinderführer und dessen Witwe Gerechtigkeit das Beste herauszuholen. Leider hat Marshall nicht mit der großen Macht des Pokerclubs gerechnet und besonders nicht mit Max Matheson, seinem ehemaligen Baseballtrainer und Vater seines Freunds Paul. Dass Marshall seitdem er wieder in Bienville ist, eine Affäre mit Jet seiner Jugendfreundin und Pauls Ehefrau hat, macht das Ganze noch gefährlicher. Dieser außergewöhnliche Thriller bei dem es um Macht, Einfluss, Verrat und viele Geheimnisse geht, hat mich innerhalb kurzer Zeit regelrecht in den Bann gezogen. Man hat das Gefühl nach jedem Kapitel ein weiteres lesen zu wollen, weil man wissen möchte, wie es weitergeht. Mein Kopfkino war bei diesem Buch ständig am Arbeiten. Das Lokalkolorit mit der Nähe zum Mississippi, in dem der Autor heute selbst lebt, wird hier sehr gut beschrieben, so das ich mir sofort alles gut vorstellen konnte. Die Protagonisten waren sehr gut durchdacht, besonders Marshall hat es mir angetan. Seine sympathische, natürliche, motivierte Art hat mich sofort begeistert und so habe ich regelrecht mitgefiebert, dass ihm nicht ebenfalls etwas zustößt. Bei Jet war ich mir nie ganz sicher, ob ich ihr trauen kann, selbst wenn sie mir schnell sympathisch war. Nadine dagegen wirkte auf mich von Anfang an ehrlich, zuverlässig und vertrauenswürdig. Beim aggressive Paul und Max dagegen hatte ich immer kein gutes Gefühl. Alles in allem war dies ein Thriller, mit sehr viel literarischem Inhalt, dessen Länge man aushalten sollte, weil man am Ende mit viel Spannung belohnt wird. Ich jedenfalls werde mir diesen Autor sehr gut merken, den ich kann, dieses Buch nur empfehlen und gebe 5 von 5 Sterne. Chapeau dieser Autor ist wahrlich ein literarisches Genie.

    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::applause::thumleft:

    "Eine Vision ohne Handeln ist ein Tagtraum. Handeln ohne Vision ist ein Albtraum" (japanisches Sprichwort)
    10 fantastische Kurzgeschichten, deren Kurzfassung ich hier vorstellen möchte:
    Todesnarr:

    Der Tod einen alten Mann abholen möchte, doch dieser noch eine letzte Chance einfordert. Ob er sie mit der Gründung einer neuen Partei retten kann?
    Harmonia:
    Wie es der Tierwelt ergeht mit all der Umweltverschmutzung und dem Traum nach einer Idylle mit Namen Harmonia.
    Club der Egoganten:

    Mit Salih, Kwon, Gordan, Young, Lissandro, Martin treffen sich die mächtigsten der Welt bei Maxim. Erschreckend welche Parallelen man hier zur Realität unserer heutigen Diktatoren erkennen kann.
    Requiem für Dornröschen:

    Was wäre, wenn Dornröschen nicht vor 100 Jahren wachgeküsst worden wäre? Und sie dann im Jahre 2020 im Hambacher Forst wieder aufwachen würde. Ob sie wohl entsetzt darüber wäre, wie der Wald heute aussieht?
    Waldemar passt auf:

    Eine herrliche humorvolle Geschichte über die neusten Techniken im Alice Zeitalter. Lesen sie, selbst was einen erwartet, wenn die Technik versagt.
    Wolfsland:

    Ein wenig erinnert mich dieses Wolfsland an die Machenschaften der Nazis. Mit viel Fantasie wurde diese Geschichte gut umgesetzt.
    Die Zuckerprinzessin:

    Eine recht naschsüchtige Prinzessin, die ständig nur von Süßigkeiten träumt.
    Madenschmaus:

    Ein bemerkenswerter Einblick in einen verheerend heißen Sommer aus Sicht der Tiere und Menschen.
    Interview mit einem Drachen:

    Was für ein fantasiereiches Interview mit einem Drachen über die Zukunft.
    Deeplook:

    Eine tierische Geschichte über die wissbegierige Krake Deeplook, die nie genug bekommt.
    Zuletzt noch als Abschluss ein Gedicht über das Thema Flucht.


    Meine Meinung:
    Das abenteuerliche Cover passt sehr gut zu den Geschichten, die hier von einer Autorin mit viel Fantasie geschrieben wurden. Auf nicht mal 100 Seiten präsentiert sie 10 quirlige, teils ernst, frech, verworren und humorvoll ihre Kurzgeschichten. Zehn fantastische Kurzgeschichten, die unsere Weltsicht klar vor Augen stellt. Bei Zeiten wo Klimawandel wichtiger, den je ist, Datenskandale immer mehr werden und überall Kriege ausbrechen. Hier hat die Autorin teils mit viel Fantasie und in Form von Fabeln, ein paar recht kecke, traurige, humorvolle, erschreckende und verwirrende Geschichten kreiert. Der Schreibstil war bis auf wenige Geschichten sehr unterhaltsam und gut gestaltet. Dabei hat der Ideenreichtum der Autorin hier ganz besondere Charaktere gestaltet. Sei es menschlicher oder tierischer Form haben mich die Geschichten zum Nachdenken bewogen. In vielen habe ich sehr wohl die Realität der Gegenwart vor Augen gehabt. Und bei manchen könnten sie einem schon Albträume bescheren, den so eine Zukunft, möchte ich mir lieber nicht vorstellen. Jedenfalls lassen diese Geschichten genug Raum, um im Nachhinein über die eigene Zukunft zu sinnieren. Ich muss sagen, die Autorin hat sich hier schon sehr viele Gedanken gemacht, was unsere Sünden der Vergangenheit anrichten könnten. Manche davon kann man sicher nicht ganz ernst nehmen, doch Einige davon sind durchaus realistisch dargestellt und haben mich doch erschreckt. Abenteuer, Fabel, Science-Fiction und Anthologie in einem Buch was will man mehr. Für mich ein empfehlendes Werk, dem ich gerne 5 von 5 Sterne gebe. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5: :applause::thumleft:

    "Liebe zur Natur ist die einzige Liebe, die menschliche Hoffnungen nicht enttäuscht." (Honoré de Balzac)

    Vor 2 Jahren musste Chloe ihre Schwester zu Grabe tragen, nachdem sie so tragisch in Paris verstorben ist. Nun hat sie ganz unverhofft Briefe von Lilly bekommen in denen sie von ihren Sehnsüchten, Wünschen, einem Familiengeheimnis und ihrer Liebe berichtet.

    Lilly, die eigentlich zum Studieren nach Paris aufbricht, lernt bei ihrer Arbeit im Café de Flore den gut aussehenden Monsieur Armand Inconnu kennen. Sein Charme lässt sie sofort dahinschmelzen und auch Armand scheint nicht abgeneigt zu sein. Den Armand ist ein Charmeur und schleppt ständig andere Frauen ab. Doch diesmal ist es anderes, bei Lilly spürt er das erste Mal Liebe.


    Meine Meinung:
    Das schöne Cover mit dem Blick auf das Café de Flore und der Klappentext hatten mich verzaubert und neugierig gemacht. Bisher kannte ich die Autorin immer von Kriminalromanen und war sehr überrascht sie in diesem Genre zu erblicken. Der Schreibstil ist genauso, wie ich ihn bisher von der Autorin kenne, vielleicht sogar ein wenig unterkühlter und konnte mich so gar nicht packen. Lange habe ich mit mir gerungen, ob ich das Buch zu Ende lese, habe es dann aber getan und war am Schluss doch sehr überrascht, wo diese Geschichte hingeführt hat. Dass man Lillys Geschichte eigentlich aus ihren Briefen erfährt, wird mir erst mit der Zeit so richtig klar. Leider konnte mich sowohl Paris als Lokalkolorit nicht richtig entfachen, als auch die Protagonisten. Vielleicht lag es an der Kürze des Buchs, das bei mir keine Emotionen geschweige den ein Leseerlebnis aufkam. Erst im Nachhinein ist mir klar das diese Geschichte einem entsprungenen, psychisch krankhaften Geist entsprang. Leider erfährt man auch hier alles nur recht oberflächlich, so das ich in Grunde zu keinem der Charaktere eine Sympathie entwickeln konnte. Vielleicht dann noch am ehesten zu Lilly, die mir doch in einigen Passagen recht naiv und blauäugig vorkam. Dass sie sozusagen krank war, erfährt man ja erst gegen Ende des Buchs. Armand ist ein total egoistischer, arroganter Frauenheld, der mich nur wütend macht, je länger ich das Buch lese. Seine Frauengeschichten und wie lieblos er mit Lilly umgeht, hat mich sprachlos gemacht. Selbst das Auftreten des Polizisten Clement hat mich sehr verwirrt. Erst das Ende konnte mich etwas positiver stimmen und ich konnte erst da diese ganze verworrene Geschichte verstehen. Selbst das Familiengeheimnis hat mich fassungslos wütend gemacht, besonders die Reaktion von Lillys Mutter. Auch wenn er hauptsächlich um Liebe geht, ist dies eine recht verworrene Geschichte, die mich nicht hundert Prozent überzeugen konnte. Ich hätte mir doch Einiges mehr an Tiefe gewünscht und gebe deshalb nur 2 1/2 von 5 Sterne.
    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:

    "Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele." (Ps. 139, 14)

    Punchinello ist ein Wemmick, diese Holzpuppen sind vom Holzschnitzer Eli erschaffen worden. Doch Punchinello und seine Freunde geraten immer wieder in schwierige Situationen, bei denen ihnen meist nur Eli weiterhelfen kann.

    Folgende Geschichten sind enthalten:

    "Du bist einmalig" Etwas Sonderbares geht bei den Wemmicks vor, den auf einmal die Wemmicks graue Punkte oder Sternchen. Punchinello muss unbedingt dem Phänomen auf den Grund gehen, warum man Punkte und wie man Sternchen erhält.

    "Du bist mein" Was hat es mit den Schachteln und Bällen auf sich, die immer mehr von den Wemmicks gekauft werden? Und vor allem warum hat einer mehr und der andere weniger?

    Punchinello macht dabei eine schwere, aber wichtige Erfahrung, bei der ihm nur Eli helfen kann.

    "Ich will aber eine grüne Nase" Auf einmal laufen die Wemmicks mit grünen Nasen herum. Punchinello ist neugierig und erfahrt, das dies der letzte Schrei momentan ist. Als er von den anderen ausgelacht wird, trifft er eine Folgeschwerende Entscheidung. Doch ganz schnell ist grün nicht mehr modern und auf einmal sind andere Farben angesagt. Nur gut das selbst hier ihnen Eli wieder helfen kann.

    "Du bist große Klasse" Eine berühmte Person besucht die Wemmicks und alle sind schon sehr gespannt. Nur warum ist sie von Lucie so begeistert, während sie Punchinello nicht mal die Hand reicht?

    "Punchinello und das allerschönste Geschenk" Der Schöpfer-Tag rückt näher, hier wollen alle für Eli eine besondere Überraschung bereiten. Doch was soll Punchinello Eli Besonderes schenken?

    "Du bist wunderbar beschenkt" Eines Morgens findet Punchinello ein Geschenk im Briefkasten, das genau zu ihm passt. Doch auch die anderen haben jeder ein Geschenk bekommen. Doch was es mit den Geschenken auf sich hat und wie sie dabei jemandem helfen können sollen sie bald feststellen.


    Meine Meinung:
    In diesem Sammelbuch wurden 6 Geschichten der Wemmick Familie zusammengefasst, die wunderbar zum Vorlesen für Kinder ab 4 Jahren geeignet sind. Ich persönlich allerdings denke, dass sie eher für 6-Jährige geeignet sind, da sie ein besseres Verständnis haben. Das qualitativ, hochwertige Hardcover Exemplar ist zudem ein tolles Geschenk, da es all von der Aufmachung her etwas Besonderes ist. Diese Geschichten selbst sollen das Selbstwertgefühl der Kinder stärken und zusätzlich ermutigen auf Gott zu vertrauen. Das ist gerade heute wichtig in einer Zeit, wo Mobbing und Anfeindungen immer mehr zunehmen. Kinder sollen wissen, dass sie nicht alleine sind und das sie immer und überall zu ihrem Schöpfer im Gebet kommen können. Durch diese Geschichten wird ihnen nahegebracht das sie einmalig, wunderbar und was Besonderes sind. Selbst wenn diese Geschichten nicht explizit auf Gott als Schöpfer hinweisen, so sind sie trotzdem alle biblisch fundiert. Max Lucado der Pastor aus San Antonio/Texas hat hier wahrlich wieder bezaubernde Kindergeschichten geschrieben, die mich ein wenig an Pinocchio und den Holzschnitzer Geppetto erinnern. Die wunderschönen Bilder auf jeder Seite wurden von Sergio Martinez illustriert und machen das ganze noch lebendiger. Beim Lesen stellte ich fest, dass so ein kleiner Punchinello in jedem von uns steckt. Von daher ist dieses Buch auch sehr gut für Erwachsene geeignet. Den auch wir machen uns abhängig von Aussehen, Leistungen und unseren Erfolgen. Deshalb von mir eine klare Leseempfehlung und 5 von 5 Sterne für dieses Buch.
    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::applause::thumleft:

    "Familie ist wie ein Baum. Die Zweige mögen in unterschiedliche Richtungen wachsen, doch die Wurzeln halten alles zusammen." (pinterest)

    New York 1859:

    Zwei Jahre ist es nun her, das Sophie Neumann von ihrer Familie weggelaufen ist auf der Suche nach Nicholas und Olivia. Die beiden sollten mit dem Waisenzug der Children´s Aid Society in den Westen. Glücklicherweise war der Zug noch weg und Sophie konnte die beiden Kinder wieder heimlich an sich nehmen. Hingebungsvoll hat sie gekämpft und alles versucht, um sich und die beiden am Leben zu erhalten. Den schließlich war sie wie eine Mutter für die beiden. Doch dann lässt sie sich mit Danny einem Bandenmitglied ein und sieht, wie dieser brutal einen 16-jährigen Jungen tötet, der lediglich den Brand eines Saloon löschen möchte. Aus Angst von den Bandenmitgliedern der Gegner erwischt zu werden, flieht sie mit ihrer Freundin Anne den Kindern in den Westen. Als sie in Mayfield/Illinois ankommen, sollen sich die Wege der Kinder, Anne und Sophie trennen. Jeder von ihnen muss in verschiedene Familie, Sophie steht davor, alles zu verlieren, was sie liebt. Doch wird sie Nicholas und Olivia wirklich loslassen können und werden sie in eine gute Familie kommen?


    Meine Meinung:
    Das bezaubernde Cover, das sicher Sophie in ihrem blauen Kleid darstellen soll, passt gut zum Inhalt des Buchs. Der Schreibstil ist wie schon bei den beiden anderen Teilen der Trilogie flüssig, angenehm, unterhaltsam und emotional. In mehreren Kapiteln bekomme ich die Nöte und Ängste von Sophie mit, die sich von ihrer Familie verlassen vorgekommen ist. Deshalb ist sie damals abgehauen, um ihr Leben alleine mit ihren beiden Pflegekindern zu bestreiten. Doch das Leben ist damals schon hart genug für eine junge Frau wie Sophie, den in New York herrscht noch immer Hunger und Armut. Deshalb müsse sich auch nach wie vor viele Frauen prostituieren. Doch Sophie konnte sich glücklicherweise bisher mehr schlecht als recht durchschlagen. Doch nun müssen sie doch mit den Waisenzügen der Children´s Aid Society in den Westen. Children´s Aid Society hat sich damals zur Aufgabe gemacht Waisenkinder oder Kinder bis 16 Jahre aus verarmten Familien, meist zu Farmern und Familien aus dem Westen unterzubringen. Da bei den neuen Farmern der Bedarf an kräftigen Jungs für die Farm und hilfsbereiten Mädchen für den Haushalt immer noch vorhanden ist. Viele christliche Familien nahmen sich zu der Zeit gerne noch ein bedürftiges Kind, dem sie etwas Gutes tun konnten. Doch es gab auch Familien, in denen die Kinder nur zum Arbeiten da waren oder Brutalität herrschte. Doch was blieb den Kindern übrig, sie waren dem Ganzen größtenteils ausgeliefert. Diesem speziellen Thema widmet Jody Hedlund nun dies Trilogie um die Neumann Schwestern und Sophie die jüngste der Familie bildet dabei den Abschluss. Ich treffe in diesem Band auch wieder auf Reinhold Weiß, einen Jungen den Sophie schon von früher kannte. Doch aus diesem jungen Mann ist inzwischen ein kräftiger, ehrgeiziger und hart arbeitender Farmer geworden. Er kann es kaum glauben, als er Sophie wiedersieht, die bei der Familie Duffs eine Gutes zu Hause gefunden hat. Mit Euphemia Duff lernt Sophie eine gottesfürchtige, herzliche, lebenswerte Frau kennen, die Sophie wie ihre eigene Tochter annimmt. Trotzdem Euphemia mit ihren sechs Jungs wahrlich genug zu tun hat, lernt sie Sophie viel im Haushalt. Und Sophie lernt bei ihr wieder ihren Glauben kennen, den sie in den zwei Jahren verloren hat. Doch Sophie ist immer noch gezeichnet von Schuldgefühlen, Minderwertigkeit und muss schwer an sich arbeiten, damit sie ihr Selbstvertrauen wiederfindet. Ebenso Reinhold, der weiter an seinen Wutanfällen arbeitet, um wieder ganz Gott zu vertrauen. Seine Leben als Farmer ist wirklich kein Zuckerschlecken, die Autorin trifft das ganz gut, ich muss da sofort an "Unsere kleine Farm" denken. Gerade die Abhängigkeit vom Wetter spielt bei den Farmern oft eine ganz entscheidende Rolle. Natürlich kommt auch wieder in diesem Teil der christliche Glaube nicht zu kurz in Form von Hoffnung, Liebe, Nächstenliebe und Vergebung. Ein Buch, das den anderen beiden Bänden ebenbürtig ist und das mir wieder sehr gut gefallen hat. Lediglich das schöne Ende hätte ich mir ein wenig länger gewünscht. Schade das die Trilogie nun zu Ende ist, deshalb von mir nochmals eine Leseempfehlung und 5 von 5 Sterne.
    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::applause::thumleft:

    "Das Wunderbare an Wundern ist, dass sie sich weder herbeiwünschen noch wiederholen lassen. Sie geschehen an den seltsamsten Orten, in den unwahrscheinlichsten Augenblicken und lassen jene, die am wenigsten damit gerechnet haben, wundersam verändert zurück." (Buchauszug)

    Es ist Heiligabend, die Straßen sind fast leer, nur Martin Harnack eilt noch durch die Gegend. Den seine bestellten Weihnachtsgeschenke sind nicht angekommen. Kein Wunder das es nun Ärger zu Hause gegeben hat, den wieder einmal hat seine Frau bemerkt, wie wenig Interesse er noch an seiner Familie hat. Das Einzige was Martin nun noch bleibt, ist zu retten, was noch irgendwie geht. Als er sieht, dass ein alten Laden noch geöffnet hat, tritt er ein in der Hoffnung, dort etwas Passendes zu finden. Dem Besitzer ist auch sofort klar, dass er das Richtige für Martin und seine Familie hat und gibt ihm einen seltsamen Adventskalender mit. Als Martin am nächsten Morgen erwacht und sieht, dass der Kalender den 1. Dezember anzeigt, denkt er, das Ganze war nur ein Traum, bis er den Adventskalender auf dem Dachboden entdeckt.


    Meine Meinung:
    Das warme, weihnachtliche Cover lässt bei mir sofort die ersten Weihnachtsgefühle hochkommen. Der Schreibstil war flüssig, unterhaltsam, humorvoll und streckenweise zwischen Fantasie und Mystik. Den dieser sonderbare Adventskalender hat es wirklich in sich, er beschert Martin Geschenke, mit denen er zu anfangs gar nichts anfangen kann. Erst nach und nach erkennt er, dass hinter allem eine Bestimmung ist und das, sogar Gott seinen Finger da im Spiel hat. Martin ist ein bisschen ein Workaholiker, die Arbeit als Dozent füllt ihn sehr aus. Zudem will er nun die Karriereleiter noch weiterklettern und muss dafür unbedingt sein Manuskript fertig bekommen. Kein Wunder also das man dabei seine drei Kinder Anton, Leonie, Ben und seine Ehefrau Swenja vernachlässigt. Die vier allerdings scheinen diese Leben schon länger zu kennen. Den man spürt förmlich schon auf den ersten Seiten, wie sehr jeder sein eigenes Leben lebt. Swenja arbeitet als Erzieherin in einer Kindertagesstätte, Anton der meist über seinem Tablet hängt, die ruhige Leonie die sehr auf ihren Körper und das Essen achtet und Ben der Jüngste, der einfach so nebenher läuft und alles erduldet. Thomas Franke hat hier ein Bild von einer Familie dargestellt, wie man sie sicher mehrfach heutzutage vorfindet. Nur das hier Martin langsam die Augen geöffnet werden, den Martin ist Christ und eigentlich sollte sein Glaube das Zentrum in ihm und seiner Familie sein. Doch irgendwo und -wann muss dieser Glaube ein wenig in Vergessenheit gerückt worden sein. Da kommt die Weihnachtszeit mit der Geburt Jesus genau zur richtigen Zeit. Den durch die Geschenke aus dem Adventskalender lernt auch Martin wieder, wichtig seine Familie für ihn ist und wie sehr er sie bisher vernachlässigt hat. Zwar war mir dieser suspekte Adventskalender am Anfang nicht ganz so geheuert, da dieses Mystische nicht so ganz mein Fall ist. Doch ich muss sagen, der Autor hat sich mit den Geschenken und den daraus entstehenden Situationen und Geschichten wirklich was einfallen lassen. Selbst die Weihnachtsgeschichte wird hier in moderner Form dargestellt, als er sie seinen Sohn Ben erzählt. Und so ist es dann auch kein Wunder, das er nach und nach nicht nur seine Kollegen besser kennenlernt, sondern auch der Familie wieder näherkommt. Für mich war dies eine wunderschöne Geschichte, die mir zeigt das Familie, Glaube, Nächstenliebe und Liebe wieder mehr in den Vordergrund rücken sollten und das es Wunder immer wieder gibt. Von daher lassen sie sich mit diesem Buch auf Weihnachten einstimmen, ich kann es nur empfehlen und gebe 5 von 5 Sterne.
    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::applause::thumleft:

    "Der Tod ist nicht der größte Verlust im Leben. Der größte Verlust ist das, was in uns stirbt, während wir leben." (Norman Cousins)

    Als der 15-jährige Morton Schumacher, von seinen Freunden nur Motte genannt den Anruf bekam, konnte er erst gar nichts damit anfangen. Der Vater von seinem besten Freund Bogi sagte ihm, das dieser schwer krank im Krankenhaus lege. Bogi hieß eigentlich Manfred Schnellstieg, aber alle nannten ihn nur Bogi. Motte erfährt das Bogi am Non Hodgkin Lymphom erkrankt ist, keine Ahnung was das wieder war, denkt er sich. Doch für Motte und seine Freunde sollte sich nach dieser Nachricht das ganze Leben verändern.


    Meine Meinung:
    Das unscheinbare Cover mit der roten Bank will für mich nicht so recht zur Geschichte passen, ich hätte da sicher etwas anderes gewählt. Ich wurde auf diese Geschichte aufmerksam und war gespannt, was der Schauspieler Matthias Brandt hier geschrieben hat. Mich machte vor allem neugierig das es um Jugendliche, Krankheit und Tod ging. Doch ich sollte noch mehr erfahren, den diese Krankheit würde Mottes ganze Jugend verändern. Den er lernt nicht nur Tod, Trauer, Hoffnungslosigkeit, Trennung kennen, sondern auch Freundschaft, Vertrauen, Mut und Liebe. Der Schreibstil ist locker, unterhaltsam, humorvoll und emotional, besonders am Ende war es dann für mich sehr tränenreich. Ab und an war die Sprache etwas ungehobelt, wie eben ab und zu die Jugend von damals war. Vulgär wurde es erst, als es um Bogis Hobby das Furzen ging. Das war mir dann doch zu viel, aber es war das einzige das mir aufgestoßen ist. Der Autor erzählt in Ich-Form Motte Leben in ca. ein Jahr lang. Ich merkte recht schnell, das dieses Buch in der Vergangenheit spielt und sicher stückweise die eigene Jugend des Autors mit einfließt. Ob er natürlich dieses Todeserlebnis wirklich hatte, wird aus dem Buch nicht ersichtlich. Ich spüre sofort die 70er Jahre und ich fühle mich in meine Jugendzeit zurückversetzt. Ob das die Lehrer sind, in Mottes Schule bei denen ich in manchen meine Lehrer sehe. Da ist im besonderen Vertrauenslehrer Meinhardt den alle toll finden, Kragler der heimlich Nazikragler genannt wird, weil er sich so benimmt und der Bademeister der für alle nur Elvis heißt, weil er ihm so ähnlich ist. Motte, Bogi, Jan und Walki sind eine Clique, doch mit Bogi ist er wirklich ganz dicke befreundet. Ihm kann er alles erzählen, die Liebe zu besonderen Wörtern und zur Musik sind ihnen wichtig. Auch hier spürt man wieder die 70er mit Bands wie die Beatles, Led Zeppelin, Queen und viele mehr. Hieraus entsteht auch der Titel, den "Blackbird" ist ein alter Song der Beatles. Das Motte mit Bogis Krankheit gar nicht klarkommt, spürt man das gesamte Buch über. Doch statt er hinter seinem Freund steht, flüchtet er lieber, was sicher auch mit Mottes beginnender Pubertät zu tun hat. Den er lernt eines Tages Jacqueline Schmiedebach kennen, verliebt sich in sie und wird enttäuscht. Es folgen Ängsten, Freude, Tränen und Bangen um seinen Freund Bogi, bei dem ihm Schornsteinfegerin Steffi zur Seite steht. Ein Buch das sicher viele Leser in ihre Jugend zurückversetzt und mir deshalb gut gefallen hat. Und das der Jugend von heute aufzeigt, das wir auch einmal jung waren und wir ohne Handy und Internet etwas erlebten. Mich jedenfalls konnte das Buch größtenteils überzeugen und gebe darum 4 1/2 von 5 Sterne.
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