Bücherwichteln im BücherTreff

Beiträge von claudi-1963

    "Paradoxerweise manifestiert sich der Generationskonflikt in völliger Übereinstimmung: die Kinder wollen nicht reden, die Eltern nicht zuhören." (Andrzej Majewski)
    Sollte man Weihnachten ohne die Familie feiern? Genau diese Frage stellt sich Alessandra, gebürtige Italienerin, die mit Thomas und 2 kleinen Kindern Noah und Emma in Berlin lebt. Wie jedes Jahr soll es an Weihnachten zur Familie nach Italien gehen, doch in diesem Jahr hat Alessandra keine Lust. Nicht nur das sie körperlich am Ende ist, da ihr Beruf sie nicht mehr ausfüllt und auch in ihrer Ehe kriselt es schon länger. Jedoch hat sie die Rechnung ohne Nonna Lucia gemacht, den diese fliegt heimlich still und leise zu ihrer Enkelin nach Berlin. Als sich dann wenig später unabhängig voneinander die ganze Familie ankündigt, Weihnachten in Berlin zu feiern ist das Chaos vorprogrammiert. Wie soll sie das nur hinbekommen ihre seit Jahren zerstrittene Familie zu einem gemeinsamen Weihnachtsessen zusammenzubringen?


    Meine Meinung:
    Eine schönes weihnachtliches Cover und eine verpackte Weihnachtsgeschichte einer italienischen Familie hat mich neugierig auf diese Geschichte gemacht. Der Schreibstil ist locker, flüssig und unterhaltsam. In erster Linie geht es um familiäre Konflikte, Streit, Eheprobleme, Weihnachten und Versöhnung. Dass die italienische Mentalität oft etwas übertrieben dargestellt wird, kommt auch in dieser Geschichte wieder zum Tragen. Dabei kann ich nicht nachvollziehen, ob sie aus der Fantasie der Autorin kommt oder es sich so oder so ähnlich wirklich zugetragen hat. Das die Feiertage um Weihnachten immer Zündstoff für familiäre Streitigkeiten sind, ist allzeit bekannt. Doch hier in diesem Buch ist es meiner Ansicht nach schon ein wenig extrem und übertrieben dargestellt. So kommt auch für mich wenig weihnachtliche Stimmung auf, was ich doch ein wenig schade fand. Lediglich die Vorbereitung des Weihnachtsessens von Nonna Lucia fand ich dann doch sehr interessant. Den hier merkt man sehr gut die italienischen Sitten und Traditionen, die bei so einem weihnachtlichen Essen unbedingt sein müssen. Die Charaktere sind mehr oder minder auf die Familie beschränkt, diese wurden aber sehr gut ausgewählt. Alles in allem blieben aber die einzelnen Personen alle ein wenig flach, was sicher an der Kürze des Buches lag. Ebenfalls wurden die einzelnen Konflikte, die schon Jahre zurücklagen relativ kurz abgehandelt. So konnte ich, als Leser manchmal nicht ganz verstehen, warum man deshalb Jahre lang unversöhnt bleiben muss. Das auch auf den Ehekonflikt von Alessandra viel zu wenig eingegangen wurde, fand ich sehr schade. Ich hätte mir auch da am Ende eine bessere Lösung gewünscht. Für mich war es eine nette Weihnachtsgeschichte, die mich allerdings nicht in weihnachtliche Stimmung brachte. Von mir gibt es dafür 3 1/2 von 5 Sterne. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:



    "Von allen Geschenken, die uns das Schicksal gewährt, gibt es kein größeres Gut als die Freundschaft, keinen größeren Reichtum, keine größere Freude." (Epikur von Samos)
    Nachdem Laura vor 6 Jahren Anton ihr große Liebe verloren hat, versucht sie nun wieder das Leben neu anzupacken. Trotzdem sie inzwischen dank ihrer Freunde wieder auf der Alm wohnt, denkt und träumt sie noch immer von Anton. Allein ihre kleine Tochter Antonia (Toni), ist alles was ihr von Anton geblieben ist. In ihr sieht sie jeden Tag, wie schön das Leben ist, auch wenn es nicht einfach ist, für die alleinerziehende Mutter. Vor allem, nachdem sie in letzter Zeit häufig Schwindelanfälle plagen. Als sie Toni beim Kindergarten abliefert, möchte Laura noch ein paar Runden im See schwimmen, dabei überkommt sie ein Schwindelanfall und sie wird ohnmächtig. Gerade noch rechtzeitig kann sie der aufmerksame Kinderbuchautor Florian retten, für den es selbst Überwindung ist ins Wasser zu gehen. Den auch er hat mit einem Schicksalsschlag zu kämpfen. Das sich danach Lauras ganzes Leben verändern wird, ahnt sie bis dahin nicht. Wie gut ist, es da das man Freunde hat die immer für einen, da sind. Selbst Florian wird noch Lauras Leben gehörig durcheinander wirbeln, aber bis dahin wird noch viel passieren.


    Meine Meinung:
    Nachdem ich den ersten Band schon unterhaltsam, bewegend und humorvoll empfand, freute ich mich auf diese Fortsetzung. Den das Buch "Nur einen Sommer lang" endete doch recht traurig und abrupt. Auch wenn man den Vorband nicht unbedingt kennen muss, ist es meiner Ansicht nach trotzdem besser. Nun erleben ich Laura 6 Jahre später nach dem tragischen Tod ihrer großen Liebe. Sie hat sich inzwischen mit Antons Tod mehr oder weniger abgefunden, dank ihrer süßen Tochter Toni, die sie auf Trapp hält. Doch für einen neuen Mann ist noch immer kein Raum in Lauras Herzen. Der Schreibstil ist wieder einmal sehr unterhaltsam, locker, einmal angefangen, flieg ich nur so durch die Seiten. Der Plot ist teils sehr emotional und hat mich mitunter tief berührt, den in Lauras Leben geht mal wieder alles drunter und drüber. Und trotzdem erlebte ich auch diesmal wieder herzerfrischenden Humor wie schon im Vorband. Gerade durch Toni die eine wirklich süße, herzergreifende Art an den Tag legt. Auch in diesem Band meint es das Leben nicht gerade gut mit Laura, den ein erneuter Schicksalsschlag trifft sie wieder hart und persönlich. Nur gut das Laura inzwischen in ihrer neuen Heimat am Schliersee viele Freunde gefunden hat, selbst ihre Berliner Freunde sind in der Not immer für sie da. Vor allem mit Franzi, Maria und Mike hat sie drei tolle Menschen gefunden, mit denen man Pferde stehlen könnte. Dass Maria Antons Schwester, inzwischen Lauras nächste Verwandte ist, auch wenn sie nicht wirklich ihre Schwägerin ist, spürt man sehr gut. Gerade das macht auch die Charaktere wieder so herzlich und einfühlsam in dieser Geschichte. Zudem konnte mich die Autorin mit ihrer bildhaften Umschreibung des Lokalkolorit total überzeugen und bekommt 5 von 5 Sterne von mir. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::applause::thumleft:

    "Freundschaft kostbarer als Gold reißfester als Garn spannender als ein Film verlässlicher als das Wetter doch tief innen verletzlich wie eine Kinderseele." (Gudrun Kropp)
    Sadie feiert ihren dreißigsten Geburtstag im Kreise der Familie und Freunden in Waterford. Es trifft sie besonders, das ihre beste Freundin Tessa kurzfristig absagt, den lange hat sie von ihr schon nichts mehr gehört. Seit sie ihren neuen Job in San Francisco, sich von Freundin Sylvie getrennt hat, scheint sie alles Vergangene abzuhacken. Deshalb trifft Sadie die Absage besonders hart, auch wenn sie ihr Nachricht akzeptieren muss. Doch dann erhält sie einige Zeit später einen Anruf von Tessa, die völlig aufgelöst zu sein scheint. Anscheinend würde sie verfolgt, liegt nun verletzt im Krankenhaus und bittet Sadie sofort zu kommen. Sadie die Tessas Tränen im Hintergrund hört ist äußert beunruhigt und reist schnellstens nach San Francisco, wo sie eine völlig aufgelöste und veränderte Tessa vorfindet. Als bei den ersten Blutergebnissen von Tessa Drogen festgestellt werden, kommen selbst Sadie Zweifel ob Tessa ihr die ganze Wahrheit sagt. Kann es sein das ihre neue Freundin Lindsey Tessa zu Drogen animiert hatte? Tessa hingegen bleibt dabei das sie keinerlei Drogen genommen hat. Als es wenig später zu einem erneuten Vorfall kommt bei dem man Tessa verhaftet, versuchen Sadie und Matt alles um Tessas Unschuld zu beweisen.


    Meine Meinung:
    Wieder einmal habe ich mich auf den neusten Fall von Seele des Bösen gefreut, bei dem es diesmal um ein Problem in Sadies Freundeskreis geht. Dabei merkt man sehr gut, wie Sadie bei den Ermittlungen in manchem Belangen einfach befangen ist. Das ist ja auch durchaus verständlich, da es um ihre beste Freundin Tessa geht. Deshalb ist für mich das wichtigste in diesem Buch diesmal die Freundschaft von Sadie und Tessa. Der Plot ist darum wirklich sehr verwirrend nicht nur für Sadie, sondern vor allem für mich als Leser. Lange ist mir nicht klar ob Tessa wirklich Schuld hat oder ob ihr jemand schaden will. Da hat die Autorin in dieser Folge ein wahres Verwirrspiel gezaubert, bei dem selbst ich lange rätseln musste. Viele psychische Ungereimtheiten und relevante Bedeutungen für die Ermittlungen wie z. B. eine Blutspuranalyse wurden in diesem Buch wieder sehr gut erörtert. Dabei kommt mal wieder Dania Dickens Psychologiestudium und ihre gute Recherchearbeit zum Tragen. Das dadurch Sadie mal wieder an ihre eigenen Grenzen der Belastbarkeit kommt, hatte ich fast befürchtet, den alte Verletzungen und Traumas werden wohl nie ganz ausheilen. Die Charaktere sind erneut sehr gut dargestellt, vor allem Lindsey bereichert gerade durch ihr Verhalten besonders diesen Band. Doch auch Tessa konnte ich endlich mal von einer ganz anderen Seite kennenlernen, so kannte ich sie bisher nicht. Selbst Sadie hat mich in manchen Dingen überrascht, was sicher auch mit ihrer teils fehlenden Objektivität, aufgrund der Befangenheit zu tun hat. Der Cliffhanger am Ende hingegen macht mir jetzt schon Angst und neugierig zugleich auf den nächsten Band. Wieder einmal kann ich diesem Buch nur meinen Respekt zollen, so lange habe ich selten gebraucht um durchzublicken wie diesmal. Von mir eine Leseempfehlung und 5 von 5 Sterne für dieses Buch. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::thumleft::applause:

    "Intrigante Leute sind schwache Köpfe, öfters haben sie Einfälle, aber im Großen kann ein böser Mensch nichts einsehen." (Immanuel Kant)
    Tessa Simonet lebt zusammen mit ihrem Mann Jules an einem etwas abgelegenen Stadtrand von Paris. Eines Tages wird sie am helllichten Tag überfallen und niedergeschlagen. Tessas großes Glück war, das zur selben Zeit auch ihre Nichte im Haus war und die Polizei verständigen konnte. Voller Aufregung wartet sie auf Jules, der nicht jedoch auftaucht. Nachts klingelt dann die Polizei an ihrer Tür, um Tessa mitzuteilen, das Jules Selbstmord begangen hat. Tessa ist einerseits erschüttert, anderseits war ihre Ehe schon länger am Ende gewesen, außerdem hatte Jules eine Affäre mit einer anderen Frau. Wenige Tage später wird dann auch noch Bruce ihr behinderter Gärtner mit dem Auto überfahren. Außerdem hat Tessa das Gefühl, das jemand im Haus war und sie hört eigenartige Geräusche in ihrem Haus. Als dann kurz danach in ihrer Nähe noch eine tote Hundesitterin in ihrem Auto gefunden wird, wird Tessa immer ängstlicher. Plötzlich traut sie niemandem mehr über den Weg, Freundin Amelie, Schwägerin Karola und Schwager Sebastien benehmen sich auf einmal sonderbar. Den das Tessas Attacken gehört zu einem grausamen Plan, der noch nicht zu Ende ist.


    Meine Meinung:
    Ein bizarres, geheimnisvolles Cover und gute Kritiken haben mich auf das neuste Buch von der Autorin aufmerksam gemacht. Doch diesmal ging es um keine reale Geschichte die Astrid Korten in ein neues Gewand verpackt hatte. Aber wie schon in ihren anderen Büchern spielt auch hier die Autorin mit ihrem Schreibstil Katz und Maus mit den Lesern. Den durch die verschiedenen Handlungsstränge bleibt diese Geschichte spannend, fesselnd aber auch etwas verwirrend bis zum Ende. Vor allem der Einschub mit dem Zimmer 13 und der psychisch kranken Puppenmutter hat mich doch sehr erschüttert und betroffen gemacht und ich wusste lange nicht, was dies mit Tessas Geschichte zu tun hat. Nur gut, dass uns da die Autorin am Ende des Buches die Auflösung präsentiert. Auch Tessas Liebesbriefe konnte ich niemandem zuordnen. Ich muss sagen das hat die Autorin wirklich gut eingefädelt, den dadurch blieb, ich permanent gebannt am Buch hängen. Dass der Plot ein perfides intrigantes Spiel einer bzw. mehreren kranken Seelen ist, stellt sich im Grunde es am Ende heraus. Doch im Endeffekt konnte ich mir, bis zum Schluss keinen Reim machen, wer hinter dieser ganzen Sache steckt. Die Charaktere waren alles sehr gut gewählt, stimmig dargestellt, blieben jedoch für mich alle etwas sonderbar und eigenartig. Ob das die ängstliche Tessa, die forsche, resolute etwas abweisende Karola; die authentisch, besonnene Amelie; der achtsame, freundliche Sebastien oder die neurotische Puppenmutter ist. Im Grunde hatte ich die ganze Zeit beim Lesen, das Gefühl in einem Labyrinth an Lügen und Intrigen festzusitzen. Ich jedenfalls finde, es ist genau das richtige Buch für alle Thriller Fans die sehr gerne Miträtseln. Von mir bekommt das Buch wieder einmal 5 von 5 Sterne für hervorragende Leistungen. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::thumleft::applause:

    "Man sollte nie im Streit auseinander gehen. Man weiß nie was morgen passiert."(spruch-des-tages.org)
    Als Lauras Wagners Freundin Helene bei ihrem Besuch einen ungeöffneten Brief vom Anwalt entdeckt, trifft sie auf Unverständnis. Laura hat Angst das ihr irgendwelche Probleme ins Haus flattern und ignoriert schon den dritten Brief. Doch Helene kann sie umstimmen und die beiden staunen nicht schlecht als sie lesen, das Laura wegen einer Erbschaft nach München kommen soll. Dabei kennt sie diese Frau nicht einmal, die anscheinend ihre Tante sein soll, doch die Neugier packt sie und sie reist nach München. Dort erfährt sie, das Klara Herzog einst eine gute Freundin ihrer Großmutter war. Bis dahin wusste, Laura nicht Mal, das ihre Großmutter überhaupt einmal in Bayern gelebt hatte. Umso erstaunter ist sie, als sie die Geschichte von dem Anwalt hört. Nun soll sie für ein halbes Jahr auf einer Alm in der Nähe des Schliersees leben, bevor das Erbe rechtskräftig wird. Doch Laura ist sich gar nicht sicher, ob sie das Erbe überhaupt antreten und ihren Freunden und Berlin den Rücken kehren soll. Jedoch ihre Freunde überreden sie das Wagnis einzugehen und sich zumindest einmal diese Alm anzuschauen. Ohne zu ahnen, das zwischen ihrer Tante Klara und dem gutaussehenden Nachbarn, dem Tierarzt Anton Oberhofer schon ein jahrelanger Streit herrscht und sie in diesen hinein gerät.


    Meine Meinung:
    Ich kannte die Autorin bisher nicht, aber da ich ihren Folgeband lesen darf, wollte ich zuvor die Vorgeschichte von Laura lesen. Das bunte Cover erinnert mich nicht unbedingt an Berge, aber es wirkt recht einladend. Der Schreibstil ist locker, flüssig und unterhaltsam. Dabei kommt auch der Humor und eine prickelnde Erotik Szene nichts zu kurz. Wobei ich die detaillierte Erotik Szene in einem Liebesroman nicht unbedingt gebraucht hätte, ich fand sie fast sogar ein wenig fehl am Platz. Dass es im Plot um Liebe geht, ist natürlich naheliegend, allerdings geht es auch um ein Geheimnis und einen daraus resultierenden, jahrelangen Streit, der große Kreise zieht. Dieser geht soweit, das sogar Laura mit hineingezogen wird, ohne das sie von alledem gewusst hatte. Das sich die beiden Zankhähne dann doch näherkommen, geschah mir persönlich ein wenig zu schnell im Anbetracht der harten Worte von Anton. Dagegen die schönen Beschreibungen der Idylle des Schliersees und seiner Umgebung hat mir sehr gut gefallen. Man konnte sich richtig gut vorstellen in welcher wunderschönen Gegend Klaras Alm stand, wo Laura wanderte oder mit dem Mountainbike fuhr. Die Charaktere waren sehr gut durchdacht, auch wenn ich Laura am Anfang ein wenig unreif empfand, entfaltet sie sich im Laufe der Geschichte positiv. Anton hingegen wirkt auf dem ersten Augenblick sehr unfreundlich, lieblos fast schon cholerisch. Doch auch er wird mit der Zeit sanfter, humorvoll, liebenswert und man merkt, dass er das Herz am rechten Fleck hat. Gut gefallen haben mir auch Lauras Freunde und Franzi, die immer für sie da sind, wenn es ihr schlecht geht und die quirlige Maria. Enttäuscht hat mich ein wenig das überraschende, traurige Ende, da ich Happyends liebe. Doch nun bin ich erst recht auf den Folgeband "Schlittenfahrt ins Glück" gespannt und gebe dem Buch 4 von 5 Sterne.

    "Wer fliegen will, muss den Mut haben, den Boden zu verlassen." (Walter Ludin)
    Leona Wilson Mitbesitzerin eine Stripbar in San Francisco hat eigentlich alles wofür es sich zu träumen lohnt. Sie ist verlobt mit dem reichen, begehrten, Geschäftsmann Tyler King, lebt in Luxus und steht in 25 Tagen vor dem Traualtar. Aber Leona ist in letzter Zeit unsicher geworden, Tyler hat sich verändert, immer mehr bestimmt die Arbeit sein Leben. Dazu kommen noch jeden Freitag die Orgien mit seinen Freunden, die Leona zusehends nerven. Auf einmal tauchen dunkle Wolken in ihrer Beziehung auf, die bis dahin so gut verlief. Dann trifft sie eines Tages Lucas an der Theke der Bar und er scheint so ganz anders zu sein wie Tyler. Auf einmal merkt sie, dass sie wieder von einem Mann begehrt wird. Ein Mann, der ihr zeigt, das Luxus nicht wichtig ist, das man Fliegen muss, um das Leben von oben zu betrachten. Aber das man auch den Mut braucht im richtigen Augenblick zu springen. Mit Lucas ist sie unbeschwert, kann wieder lachen und träumen. Doch darf sie das zulassen, so kurz vor ihrer Hochzeit? Aber was macht man, wenn man das Gefühl hat den Boden zu verlieren? Ist sie bereit zu fliegen und wer wird ihr Pilot?


    Meine Meinung:
    Ein wunderschönes Cover mit dem Bild von San Francisco ziert den Debütroman der Autorin. Es passt deshalb so gut, da auch die Handlung in dieser Stadt stattfindet. Der Schreibstil ist flüssig und sehr gut und ich bin beeindruckt über diese Geschichte, die mich nicht mehr losgelassen hat. Es geht um ein Liebespaar, das kurz vor ihrer Hochzeit steht, die beiden sind schon 6 Jahre zusammen und die ersten Probleme schleichen sich ein. Doch Leona entdeckt weitaus schlimmere Seiten an ihrem Verlobten Tyler, die ich hier nicht erörtern werde. Aber wenn eine Partnerschaft die ersten Risse bekommt, die nicht schnell genug repariert werden, dann könnten diese immer größer werden. Warum lässt sich jemand auf einen anderen Mann ein, auch wenn man am Anfang nur an Freundschaft denkt? Bei Leona kommt noch dazu das sie keine Familie hat und für sie dadurch Freunde noch wichtiger sind. Doch was, wenn aus Freundschaft auf einmal mehr wird und man sich zwischen zwei Männern entscheiden muss? Mit diesem wunderbaren Plot hat Nina Miller hier ein bezauberndes Liebesmärchen geschaffen, das bis am Ende offen lässt wie sie sich entscheidet. Die Charaktere sind zum einen die vielleicht etwas zu naive Leona, die ich ab und zu gerne wachgerüttelt hätte. Bei der ich nicht verstand, warum sie bei vielem so lange zugesehen hat. Der einfache smarte Lucas, den ich am Anfang nicht sympathisch fand gerade durch sein forsches Auftreten, der sich aber immer mehr zum positiven entwickelte. Und Tyler der selbstsichere, eifersüchtige, teils verletzliche Verlobte. Vielleicht hätte ich mir noch ein bisschen mehr Tiefgang bei den Protagonisten gewünscht, man erfährt meiner Ansicht nach zu wenig von ihrer Vergangenheit. Trotzdem hat mich diese Geschichte gut unterhalten und für ihr Debüt hat sie es hervorragend gemacht. Ich gebe dem ganzen 4 1/2 von 5 Sterne. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb::applause::thumleft:

    "Die Zeit heilt nicht alle Wunden, man lernt mit der Zeit nur, besser zu verdrängen, was einem weh getan hat." (Cosima Shiva Hagen)
    In der Gegend von Meran in den Bergen der Südtiroler Alpen lebt einsam und fast auf sich alleine gestellt Filomena Jahn (Filly). Filly trägt ein großes Geheimnis und eine schwere Last mit sich, deshalb hat sie sich seit 10 Jahren von der Außenwelt abgekapselt. Dabei schreibt und illustriert sie Bücher für Kinder mit Problemen. Ihr eigenes graues Lebensbild versucht sie immer wieder mit bunten Klecksen zu füllen, wenn sie schönes erlebt. Doch eines Tages braucht sie Hilfe beim Beschneiden ihrer Bäume, da taucht der junge Forstwirt Mika Conte bei ihr auf. Das ihre Zusammenführung ein arrangiertes Treffen von Fillys guter Freundin Margarita (Meggie) ist, die alles eingefädelt hatte, wissen beiden nicht. Den Meggie liegt es schon lange am Herzen, das Filly wieder auf Menschen zugeht und von ihrem einsamen Berg herunterkommt. Mika merkt schnell das etwas schreckliches Fillys Leben eingenommen hat, weiß aber nicht richtig was er tun kann. Doch spürt er, wie er sich zu ihr hingezogen fühlt, er nach und nach Fillys Vertrauen bekommt und sie zu lieben beginnt. Er ist sich jedoch bewusst, dass es bei Filly sicher immer wieder Rückschläge geben wird. Kann er sich auf diese Liebe einlassen, er der Stadtmensch, der einen große Familie wollte? Wird seine Liebe so stark sein das er Filly niemals enttäuscht? Und welches Geheimnis umgibt diese traumatisierte, verängstigte Frau?


    Meine Meinung:
    Ich kenne die Autorin schon von vielen Bücher und war neugierig, was sich hinter diesem Cover mit den farbenprächtigen Schmetterlingen für eine Geschichte verbirgt. Wie bei ihren anderen Büchern war auch diesmal der Schreibstil wieder sehr gut, fesselnd und trotz der anspruchsvollen Thematik, durfte der Humor nicht fehlen. Den die Autorin hat in dieser Geschichte wieder einmal ein seltenes, aber um so wichtiges Thema gewählt. Es geht um Ängste wie Klaustrophobie, Panikattacken und Traumas, bis hin zur Abkapslung von der Außenwelt. Die Seiten fliegen mir nur so um die Ohren, da ich bis Mitte des Buches immer noch nicht wusste, was Filomena erlebt hatte und ich immer neugieriger wurde. Das hat die Autorin wirklich geschickt eingefädelt, um an der Geschichte dranzubleiben. Doch noch mehr beeindruckt mich wie sie Filomenas Zustände, ihre Ängste, Unruhe und Panik schildert. Selten habe ich so ein Buch gelesen, das mich dermaßen aufgewühlt hat und bei der ich am liebsten die Protagonistin in den Armen gehalten hätte. Unvorstellbar das man so ein Erlebnis, wie Filly es erleben musste, ohne Probleme überstehen kann. Ich denke, da kann wirklich nur der Glaube an Gott einem die Kraft dafür geben, wieder neu an das Leben und die Menschen zu glauben. Ich bin fasziniert, woher die Autorin solche Worte findet um eine solche unglaublich, tiefsinnige und emotionale Geschichte zu schreiben. Man hat, das Gefühl als hätte sie selbst schon so was durchlebt. So hatte ich auch mehrere emotionale Szenen in der Geschichte, bei denen mir förmlich die Tränen liefen. Beeindruckt haben mich genauso die Schilderungen der Südtiroler Alpen die ich mir bildlich gut vorstellen konnte. Die Charaktere sind allen voran mit der verletzten, traumatisierten Filly, dem einfühlsamen, verliebten Mika sehr gut gewählt. Auch Meggie die für Filly eine große Stütze ist gefällt mir sehr. Alles in allem ein Buch, das ich nur jedem empfehlen kann, den wir sollten wieder anfangen zu lernen Menschen mehr ins Herz zu blicken. Von mir eine Leseempfehlung und 5 von 5 Sterne. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::thumleft::applause:

    "Man beherrscht die Menschen nur, indem man ihnen dient. Diese Regel hat keine Ausnahme." (Victor Cousin)

    New York & Illinois, 1857: Die 19-jährige Bäckertochter Elise Neumann hat ein schweres Los gezogen. Als die Familie Probleme mit der Monarchie von Graf Eberhard bekam, wanderten sie nach Amerika aus. Doch nur wenige Zeit später versterben beiden Eltern und Elise muss sich um ihre Schwestern Marianne, Sophie und die beiden Waisenkinder Olivia und Nicholas kümmern. In der Missionsstation von Miss Pendleton finden sie eine einfache Obhut und eine Arbeit als Näherin. Bei einem Bandenkrieg in der Stadt, lernt sie den sympathischen Gentleman Thornston Quincy kennen, der ihnen verspricht zu helfen, heimlich verliebt sie sich in ihn. Doch Thornston vergisst sie, den er muss einen Wettstreit mit seinem Zwillingsbruder, um das Erbe des Vaters bestreiten. Dabei ist er fest entschlossen zu gewinnen und einer anderen Frau den Hof zu machen. Dann jedoch kommt die Finanzkrise und Elise und Marianne stehen ohne Arbeit da. Nun gibt es nur noch einen Ausweg, Elise muss mit der Eisenbahn in den Westen wo sie dringend Arbeitskräfte suchen. Nichtsahnend das sie dort Thornston wiedersieht und sie in seiner Stadt angestellt wird. Währenddessen kämpft Marianne in New York ums Überleben der Familie, bis Elise ihnen Geld schicken kann.


    Meine Meinung:
    Die Autorin kannte ich bisher noch nicht, doch das schöne historische Cover und der Klappentext hatten mich neugierig gemacht. Der Schreibstil ist locker, flüssig, in verschiedenen Handlungssträngen die ineinanderlaufen und in Kapiteln eingeteilt. Dabei hat die Autorin nicht nur einen Liebesroman geschrieben, sondern sie berichtet auch sehr viel über diese damaligen harten Zeiten. Es geht dabei um die Finanzkrise im Osten Amerikas, Waisenzüge und die harte Frauenarbeit. Frauen wurden ausgebeutet, in dem man sie für geringen Lohn oft mehr als 10 Std. hart arbeiten ließ. Dabei kam es auch nicht selten vor, das sie missbraucht und misshandelt wurden. Oft blieb ihnen sogar nichts anderes übrig, als in der Prostitution ihr Geld zu verdienen. Diese Details wollte die Autorin bewusst, sehr deutlich in ihrem Buch darstellen und ich war emotional berührt, wie hart junge Frauen ums Überleben kämpfen mussten. Bei vielen Familien war die Not sogar so groß, das sie ihre Kinder in Waisenhäuser oder mit Waisenzügen in den Westen geben mussten, damit sie nicht verhungern. Die Charaktere waren sehr gut ausgearbeitet, gut gefallen hat mir allen voran Miss Pendleton und Pfarrer Bedell. Aber natürlich auch die junge Elise, die viel Schmach erdulden musste, obwohl sie noch nicht einmal richtig um ihre Mutter trauen konnte. Vor allem der Wortwechsel mit Thornston Quincy war immer sehr erfrischend und humorvoll, die beiden waren, öfters im Austauschen und am necken miteinander. Was sicher für Elise gut war, da sie dadurch ihre Sorgen etwas vergessen konnte. Ein Buch das mich tief bewegt, emotional mitgerissen und teils zu Tränen gerührt hatte. Das Ende hingegen war so gestaltet, das man das Gefühl hatte, das diese Geschichte weitergeht. Ich freue mich jetzt schon auf eine Fortsetzung. Von mir bekommt dieses Buch 5 von 5 Sterne.

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    "Erbarme dich meiner, o Gott, erbarme dich meiner! Denn bei dir sucht meine Seele Zuflucht und im Schatten deiner Flügel will ich mich bergen, bis das Verderben vorübergezogen." (Psalm 57,2)
    Wir schreiben das Jahr 1933 in Breslau, als Anita Dittman 6 Jahre alt war und ihre Kindheit durch die Kriegsgeschehnisse abrupt zu Ende schienen. Juden sind im Hitlerregime nicht länger geduldet und werden immer mehr diskriminiert, verfolgt, geschlagen und verhaftet. Ihre Mutter, Schwester Hella und Anita gehören zu den Opfern und versuchen Visas für eine Ausreise nach England zu bekommen. Doch leider bekommt sie nur ihre Schwester Hella die Ausreise genehmigt, ehe der Vorhang über Deutschland verschlossen ist. Ihr nichtjüdischer Vater verlässt die Familie und Anita erlebt die ersten Anfeindungen in der Schule. Doch ihre Mutter und sie finden Halt in der christl. Gemeinde von Pfarrer Hornig, der für Anita eine Art Vaterrolle einnimmt. Hier lernen sie ihr ganzes Vertrauen und die Hoffnung in den Glauben an Jesus Christus zu setzen. So erleben Mutter und Tochter in der Kriegszeit Wunder über Wunder, ehe sie auseinandergerissen werden. Ihre Mutter kommt ins KZ nach Theresienstadt, während sich Anita alleine in einem Arbeitslager durchschlagen muss. Lediglich ihr Glaube ist ihr geblieben, der ihr nun Hoffnung schenkt. Wird sie ihre Mutter je wiedersehen?


    Meine Meinung:
    Das Cover mit einem Blick auf die Pforten von Auschwitz hat mich sofort neugierig auf dieses Buch gemacht. Da ich schon viele Lebensberichte von Holocaustüberlebenden gelesen habe, wollte ich dieses Buch unbedingt lesen. Am Anfang erfahren wie über die Erlebnisse der Familie zu Kriegsbeginn, ihre Drangsalierung durch die Nazis, die Ausreise von Schwester Hella, das Verlassen des Vaters und den Beginn von Anitas tiefem Glauben an Jesus Christus. Der Krieg überschattet von Mal zu Mal das Leben von Anita und ihrer Mutter. Eine große Hilfe bekommen sie vor allem von Pfarrer Ernst Hornig aus der St. Barbara Gemeinde. Er wurde auch später bekannt, dass er im Krieg unter eigener Gefahr, vielen jüdischen Christen und Juden geholfen hatte. Vor allem dieser tiefe Glaube den Anita und ihre Mutter damals fanden, hat die beiden weiter durch Hunger, Not und vielen Entbehrungen am Leben gehalten. Doch irgendwann kam auch für die beiden der Moment, dass sie getrennt wurden. Die Mutter kam ins KZ nach Theresienstadt, als Anita nicht einmal 17 Jahre alt war. Sie hingegen wurde nur wenige Monate später in ein Arbeitslager gesteckt, wo sie nur dank ihres tiefen Glaubens am Leben blieb. Ich habe schon viel Lebensberichte gehört und auch gelesen, aber Anitas tiefer und fester christlicher Glaube hat mich tief bewegt. Man hatte manchmal den Eindruck, eine reife Frau hätte dies alles erlebt, aber kein junges Mädchen. Doch es hat mich auch wieder einmal erschüttert zu sehen, was selbst jüdische Christen zu der damaligen Zeit mitmachen mussten. Nicht nur das sie von ihren eigenen Verwandten drangsaliert wurden, auch die Deutschen haben sie am Ende nicht anders als die andere jüdische Bevölkerung behandelt. Trotzdem hat es mich emotional tief bewegt zu lesen, wie der Glaube von Anita und ihrer Mutter, sie durch diese Zeit immer wieder getragen hat. Ich konnte dies auch gut nachvollziehen, den gerade Zeiten der Not lassen einen am Glauben festhalten und wachsen. Dieses Buch ist ein gigantisches Zeugnis für eine Kämpferin und ihren festen Glauben. Heute ist Anita 92 Jahre alt, lebt in den USA und erzählt noch immer von ihren damaligen Erlebnissen. Von mir bekommt es eine Leseempfehlung und 5 von 5 Sterne. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::thumleft::applause:

    "Gibt es denn wirklich mehr Korruption als früher? Oder einfach bloß ein bißchen weniger Moral!" (Wolfgang Mocker)
    In München finden der erste Kongress der Münchner Herz-Tage für Mediziner, mit Unterstützung der Pharmaindustrie statt. Im Hotel Pistorius soll dieser stattfinden, unter einem großen Aufgebot an vielen medizinischen Koryphäen von Rang und Namen. Kurz bevor die Pause zu Ende geht, stürzt ein Mann über die Dachterrasse des Hotels in den Tod. Eine Zeugin bestätigt, das sie zuvor ein Streitgespräch mitbekam, ehe sie sah, wie der Mann auf dem Boden des Hotelgartens aufkam. Kriminalhauptkommissar Henrik Wieland (Henri), gerade erst aus dem Urlaub zurückgekehrt wird mit dem Mordfall betraut. Zusammen mit seinem Team versuchen sie die Hintergründe, aber vor allem die Identität des Mannes festzustellen. Erst nach und nach kommt heraus, das der Tote Gernot Weiss ein freier Journalist war, der sich unter falschem Namen auf dem Kongress angemeldet hatte. Das wiederum ist für Elisa der Grund weiter nach den Hintergründen des Journalisten zu recherchieren. War er hinter einem Korruptionsskandal eines Pharmakonzerns her? Henri hingegen kommt nicht weiter, den sowohl die Medikamentenfirma als auch die Firma bei der die Studie stattfand mauern. Währenddessen hatte Henri Zeit im Urlaub sich über seine Gefühle zu Elisa klarzuwerden. Er hat gemerkt das er doch mehr als nur Freundschaft für sie empfindet. Wird Elisa ihm noch eine Chance geben, nachdem er beim letzten Fall auf Distanz gegangen ist?


    Meine Meinung:
    Dieser Kriminalfall ist für mich der dritte von der Autorin und ich bin bisher jedes Mal begeistert.
    Das Cover zeigt schon um, was es diesmal geht und passt hervorragend zu den beiden Vorgängerbänden. Erneut merkt man, mit wie viel Herzblut dieser Krimi geschrieben wurde. Auch in diesem Buch über einen Korruptionsfall der Pharmaindustrie hat sie wieder jede Menge an Recherchen eingeholt. Da sind nicht nur die vielen medizinischen Fachausdrücke, auch die Zusammenhänge hat die Autorin versucht möglichst verständlich den Lesern nahezubringen. Dabei werden Begriffe wie Statine, PCSK9-Inhibitoren, Hypercholesterinämie...sehr gut erklärt. Da ich selbst aus der Medizinbranche komme, muss ich sagen, dass ihr dies wieder einmal sehr gut gelungen ist. Der Schreibstil ist flüssig in mehrere kurze Kapitel eingeteilt, bei denen die einzelnen Handlungen am Ende zusammenlaufen. Der Plot mit dem erst unbekannten Toten wird von Mal zu Mal interessanter, bis man nähere Zusammenhänge seiner Recherchearbeit im privaten Umfeld des Toten entdeckt. Von nun an stehen die Ermittler einem großen Korruptionsskandal der Pharmaindustrie gegenüber, der von ihnen einen langen Atem erfordert. Da Bestechung und Korruption eigentlich nicht Henris Fachbereich ist müssen sie sich Hilfe von Kollegen holen, den nur so hoffen sie den Mörder zu finden. Dass er dabei nicht auf Elisas Hilfe verzichten kann, muss er diesmal unschwer erkennen und wirklich Elisa gibt Henri entscheidende Tipps. Auch in Sachen Liebe stellt Henri fest, das er sich geirrt hat, das er für Elisa weit mehr empfindet als nur Freundschaft. Erneut konnten mich die Charaktere überzeugen, ich hatte das Gefühl das dieses außergewöhnliche Ermittlerpaar von Mal zu Mal besser zusammenarbeitet und -wächst. Der unheimlich gut recherchierte Fall hat mich nun noch mehr überzeugt, das wir es hier mit einer beeindruckenden Autorin zu tun haben, bei der ich eine große Zukunft voraussehe. Ich jedenfalls freue mich auf einen weiteren Fall aus München. Von mir gibt es 5 von 5 Sterne für diesen brisanten Krimi, der auch im realen Leben nicht aktueller sein könnte. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::applause::thumleft:




    Liebe ist es dann, wenn man auch schwere Zeiten zusammen übersteht und nicht aufgibt, auch wenn es manchmal hoffnungslos erscheint. (Spruch-des-Tages.org)
    Nachdem Tod ihrer Mutter kehrt die kanadische Kriminalautorin Brittany Baxter (Britt) nach Irland zurück. Viele Jahre ist es her, das sie nicht mehr in der ehemaligen Heimat ihrer Mutter gewesen ist. Den ein tragisches Unglück hat diese Rückkehr unmöglich gemacht. Doch nun möchte sie auf die Halbinsel Fanad, an jenen Ort den sie früher so oft besucht haben. Hier will sie mehr über den Unfalltod ihres Vaters herauszufinden, den Britt vermutet, das es damals kein Unfall war. Ihre Mutter hingegen hat den Verlust ihres Vaters nie überwunden und Britt ist fast sicher, das sie deshalb krank wurde. Sein Leben lang hat sich ihr Vater mit dem Nationalheiligtum Irland, dem "Book of Kells" beschäftigt. Das einzige was ihr von ihm geblieben ist, ist sein Tagebuch mit seinem letzten Eintrag, der Britt sehr verunsichert hat. Nun muss sie endlich abklären, was sich damals wirklich am Leuchtturm von Fanad zugetragen hat. Unverhofft stößt sie bei einem Tauchgang auf den gutaussehenden Iren Declan Connelly, der sie wutentbrannt zurechtweist. Als sie wenig später erfährt, dass er genau derjenige ist, den sie gesucht hat, weil er anscheinend die Arbeit ihres Vaters nach seinem Tod weitergeführt hat. Doch Declan zeigt sich nicht gerade von seiner besten Seite, außerdem glaubt er nicht so recht an Britts Geschichte. Zudem hat er inzwischen seine Arbeit als Kunsthistoriker aufgegeben und arbeitet nun als Fischer bei seinem Vater. Warum, wird Britt erst bei ihrer gemeinsamen Suche klar und als sich beide näherkommen.


    Meine Meinung:
    Das wunderschöne Cover mit dem Leuchtturm von Fanad passt ausgezeichnet zum Buch. Ich hatte mich schon sehr auf das neue Buch der Autorin gefreut, den ich wusste, das es um eine Liebesgeschichte in Irland ging. Den Irland war schon immer ein Traum von mir gewesen, das naturverbundene Land hat es mir angetan, auch wenn ich noch nie dort war. Doch ich war mir sicher, dass ich in diesem Buch mehr über Irland erfahren würde. Der Schreibstil ist flüssig, emotional, in mehrere Kapitel unterteilt und wieder einmal mit Herzblut geschrieben. Es geht dabei nicht nur um das Geheimnis über den Unfalltod von Britts Vater, sondern auch um Liebe, Trauer, Verlust und Tod. Während sich beide Liebespaare etwas schwertun, stellt sich die eine Liebe als wirklich kompliziert und äußert tragisch dar. Den Declan hat ebenfalls ein Unglück zu überwinden, das ihn vollkommen aus der Bahn geworfen hat. Kate Dakota schreibt aber wie schon in ihren Büchern davor nicht nur über eine Liebe, sondern man hat als Leser auch hier wieder das Gefühl mitten in Irland dabei zu sein. Die gute Recherchearbeit bringt dem Leser nicht nur Sehenswürdigkeiten, über Land und die Leute nahe. Es geht auch um viel irische Bräuche, Sitten, wie das Book of Kells, den St. Patricks Day, ich erfahre etwas über Lachsläuse, über Blarney Castle und Stone of Eloquence und vieles mehr. Selbst musikalisch konnte die Autorin so manchen irischen Song und Musiker beisteuern. So lehnte ich mich beim Lesen, bei Garry Moore oder Molly Mallone zurück. Die Charaktere waren ebenso stimmig und sehr gut dargestellt, dabei spürt man gut die humorvolle irische Mentalität. Auch der anfänglich etwas pöbelhafte Declan und die tollpatschige Britt werden im Laufe der Geschichte immer sympathischer. Becca und Shane seine Eltern, haben mir durch ihre Art sofort gefallen. Als kleines Highlight gab es dann noch ein Wiedersehen mit Personen aus ihren letzten Neuseeland Büchern, hat mich sehr gefreut. Danke Kate für das Buch und die vielen Eindrücke aus Irland, dafür gibt es ganz klar 5 von 5 Sterne von mir. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::thumleft::applause:

    "Das Fundament aller Staatskünste besteht darin, die Menschen zu täuschen über das, was ihr eigener Vorteil ist." (Johann Jakob Mohr)
    Die schwedische Polizeiausbilderin, Verhandlungsführerin und Kriminalkommissarin Amanda Lund wurde für ein Jahr als nach Afghanistan beordert. Dort soll sie die dortige Polizei ausbilden und schulen. Nach einem Angriff von der Taliban hat die 35-Jährige diesen gerade so überlebt. Da bekommt sie telefonisch durch ihren Kollegen Bill Ekman einen neuen nicht gerade einfachen Auftrag. Den in Kabul ist nach dem Besuch eines Restaurants ein schwedisches Diplomatenpaar verschwunden. Sofort geht der Botschafter von einer Entführung aus, deshalb bittet man Amanda die Verhandlungen mit den Entführern zu leiten. Sonderbar ist nur das sich keine Entführer wegen Verhandlungen melden. Währenddessen untersucht Bill in Stockholm den Mord an einem jungen Mann, den man tot im Park gefunden hat und bei dem sich schnell herausstellt, dass er ein Mitarbeiter der Regierung ist. Bis Amanda durch weitere Recherchen herausfindet, das die beiden Fälle miteinander zusammenhängen. Den der schwedische Botschafter hütet ein Geheimnis, durch das er erpressbar geworden ist. Doch auch die afghanische Regierung hat ein Interesse an den Entführern. So beginnt für Amanda ein Kampf und das Leben der Diplomaten.


    Meine Meinung:
    Die Kurzinfo und eine Hörprobe haben mich neugierig auf den Debütroman von Anna Tell gemacht. Eigentlich habe ich es sonst nicht so sehr mit skandinavischen Autoren, aber in diesem Fall wurde ich positiv überrascht. Der Schreibstil, den ich in Form des Hörbuches von ca. 10 Stunden erleben durfte, ist sehr gut gestaltet. Dabei konnte mich vor allem der Einblick in die Arbeit von Amanda total überzeugen. Sicher lag es daran, das die Politologin Anna Tell über zwanzig Jahre Polizei- und Militärerfahrung hat und das nicht nur in Schweden, sondern auch im Ausland. Das merkt man dieser Geschichte in jedem Fall an, nicht nur die gute Darstellung von ihrem Einsatz in Afghanistan, auch der Umgang mit den Beamten und Politikern, alles ist hier stimmig und konnte mich absolut überzeugen. Das fängt schon gleich auf den ersten Seiten durch den gefährlichen Einsatz gegen des Talibans an und konnte mich sofort fesseln. Natürlich hätte man, dem ganzen noch ein bisschen mehr Spannung mitgeben können, den leider ebnete diese schnell ab und kam es in der Mitte und am Ende wieder so richtig auf. Trotzdem konnte mich der Plot mit dem interessanten politischen Thema mitreißen. Auch hatte ich am Anfang ein wenig Schwierigkeiten mit der monotonen Stimme von Svenja Pages, die sich dann aber von Mal zu Mal steigerte. Die Charaktere haben mich definitiv überzeugt, da ist die toughe Amanda Lund, die man sich als weiblichen James Bond vorstellen kann. Das Amanda eine gewisse Ähnlichkeit mit der Autorin selbst hat, ist unverkennbar. Gerade ihre Geradlinigkeit und die Liebe für die Wahrheit machen die Ermittlerin total sympathisch. Bei Bill Ekman war ich am Anfang zwiegespalten, da er sich lieber in seine Arbeit stürzt, statt für seine Familie und vor allem für seine alkoholabhängige Frau dazu sein. Doch Bill wächst mir nach und nach dann doch ans Herz, da er ebenfalls wie Amanda für die Wahrheit und Gerechtigkeit einsteht. Für mich sind die beiden das ideale Ermittlerteam. Deshalb bekommt das Hörbuch 4 1/2 von 5 Sterne und ich bin gespannt auf den nächsten Fall. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb::thumleft::applause:

    "Vergessen Sie nie, das der Skandal sehr oft erst dann beginnt, wenn ihm die Polizei ein Ende bereitet." (aus Moral von Ludwig Thoma)
    Julia Frey, Besitzerin einer Druckerei hat in der Hinterlassenschaft ihres Großvaters ein Manuskript von Ludwig Thoma gefunden. In diesem geht es um den zweiten Teil des Münchners im Himmel. Julia sieht darin die große Chance ihren Verlag zu retten, wenn sie diese Geschichte vermarktet. Doch dann entdeckt sie beim Lesen, Hinweise auf eine Mordserie kurz vor den Olympischen Spielen 1972, bei denen Frauen ermordet wurden und bei denen eine kleine Holzharfe drapiert wurde. Da über den Cold Case Fall erst vor kurzem wieder in den Medien berichtet wurde, sind Julia die Zusammenhänge sofort klar. Als man sie zudem noch bedroht sieht sie keinen anderen Ausweg als sich ihrem ehemaligen Schulfreund und Kriminalbeamten Tom Perlinger anzuvertrauen. Denn sehr wahrscheinlich wurde damals ein Unschuldiger verurteilt, der sich wenig später das Leben nahm. Doch dann wird Julia vor Tom und Christls Augen, vor der Tür des Hackerhauses ermordet. Tom kann die Täter leider nicht mehr rechtzeitig fassen, ehe sie mit dem Manuskript auf dem Motorrad davonbrausen. Wurde Julia umgebracht, weil sie den damaligen Mörder kannte, oder steckt was anderes dahinter? Tom und sein Team wandeln auf den Spuren Ludwig Thomas, um Julias Mörder zu finden.


    Meine Meinung:
    Mit Freude habe ich dem zweiten Fall von Kriminalkommissar Tom Perlinger entgegengefiebert. Das Cover zeigt passend eine Häuseransicht in der Münchner Innenstadt. Der Schreibstil war wie schon beim letzten Buch wieder ausführlich, informativ, unterhaltsam, teilweise recht humorvoll gestaltet und sehr gut recherchiert. Dabei kam die Spannung ebenfalls nicht zu kurz, so das ich wieder einmal total begeistert war, was die Autorin da für eine Geschichte gezaubert hatte. Interessant wurde das ganze vor allem, da es um den großen bayrischen Schriftsteller Ludwig Thoma ging und der Krimi dadurch erneut einen wunderbaren historischen Hintergrund hatte. Wie schon in ihrem Debüt "Den Montez Juwelen" zeigte die Autorin auch hier ihr ganzes Können, in dem sie den Leser ausführlich mit den Details über Ludwig Thoma und zum "Müncher im Himmel" vertraut macht. Aber ich erfuhr auch mehr zu Tom Perlingers Privatleben, da durch den Mord an Julia, Tom seine damalige Jugendclique wieder sieht. Der sympathische Kommissar ist durch den Tod der Freundin und dem Wiedersehen der Clique natürlich noch mehr interessiert den Mörder zu finden. Die Charaktere sind auch in diesem Krimi wieder sehr gut ausgearbeitet, vor allem die Ermittler. Der smarte, charmante, gutaussehende Tom Perlinger der inzwischen bei Christl in festen Händen ist. Jessica ein Berliner Urgestein, die ständig Probleme mit ihrem Gewicht hat, die aber ansonsten sehr authentisch und natürlich ist. Und der etwas renitente, dreiste Mayrhofer, ein arroganter Schnösel, der am liebsten Tom Posten einnehmen würde. Auch diesmal habe ich mich wieder rundum wohlgefühlt, den die Geschichte war stimmig und ausführlich, so das ich sie nur jedem empfehlen kann. Chapeau Sabine Vöhringer, das war eine gelungene Fortsetzung, für die ich gerne 5 von 5 Sterne gebe und mich schon jetzt auf den nächsten Band freue. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::applause::thumleft:

    "Liebe ist der Entschluss, das Ganze eines Menschen zu bejahen, die Einzelheiten mögen sein, wie sie wollen." (Otto Flake)
    Endlich frei denkt sich Jette Florin, nach der Scheidung von Stefan, der sie viele Jahre mit einer Arbeitskollegin betrogen hat. Nun will sie erst Mal ihr Leben in vollen Zügen genießen. Nachdem Tochter Jule eröffnet zum Studieren nach Köln zu gehen, denkt Jette sogar über Veränderungen oder gar einen Neuanfang nach. Doch erst einmal möchte sie mit ihrer Freundin Eva ein paar Tage Wellness auf Sylt machen. Da bekommt sie unerwartet eine Nachricht aus ihrer alten Heimat von Thies Tod. Thies war für Jette früher eine Art Vaterfigur gewesen. Auch wenn sie ihn seit dem Umzug nach Oberhausen nicht mehr gesehen hat, geht Jette der Tod von ihm sehr nahe. Ursprünglich wollte sie früher in Thies Gasthaus eine Lehre als Köchin machen, ehe sie dann doch anders entschieden hatte. Kurzentschlossen möchte Jette wenigstens zu Thies Beerdigung und sich von ihm verabschieden, das ist sie ihm schuldig. Das Thies sie allerdings in seinem Testament bedacht hat, konnte Jette da noch nicht ahnen. Als sie ihrer Jugendfreundin Uta begegnet und kurz darauf ihrer ersten Liebe Jan kehren alte Erinnerungen und Gefühle wieder hoch Gefühle, die sie eigentlich schon längst vergessen hatte.


    Meine Meinung:
    Für mich ist es das zweite Buch der Autorin, die ich unter ihrem Pseudonym Anne Barns schätzen gelernt habe. Vor allem ihre Liebe für ihre Lokalkolorits die sie in ihren Büchern immer gut recherchiert und beschreibt. Aber auch die Liebe zum Kochen und Backen, die Anna Russo immer mit wunderschönen Rezepten im Buch gestaltet. Der Schreibstil ist sehr gut und in kurzen Kapiteln eingeteilt. Als Besonderheit der Autorin wartet am Ende Jettes Tipps und wieder ein Rezeptteil mit einigen Gerichten aus dem Buch auf den Leser. Die Geschichte hat mich sofort fasziniert, Jettes Art, aber auch die Einblicke in die Gegend der Lüneburger Heide brachten mich in schwärmen. Da ich die Lüneburger Heide schon kannte, kamen einige Bilder bei mir hoch. Durch den Roman habe ich direkt wieder Lust bekommen, diese Region zu besuchen. Doch der Roman ist nicht nur unterhaltsam und lustig, auch an Emotionen fehlt es dieser Geschichte nicht. Vor allem bei der Trauerfeier von Thies, habe ich so manche Träne vergossen. Gefallen hat mir der Spruch: "Wenn Gras über eine Sache gewachsen ist, kommt immer ein Kamel und frisst es wieder runter. " Die Charaktere haben mir allesamt gut gefallen, die burschikose, mitfühlende Art von Jettes Tochter Jule hat mich fasziniert, aber auch ihre Freundin Eva hat mir sehr gut gefallen und imponiert. Solch eine Freundin wünscht sich, glaube ich jede Frau, die mit einem durch dick und dünn geht. Jettes liebevolle, herzliche Art konnte mich auch von Anfang an überzeugen, lediglich ihre etwas ruppige, distanzierte Art gegen Jugendliebe Jan konnte ich nicht immer verstehen. Über Jan hätte ich gerne etwas mehr erfahren, das war mir an manchen Stellen ein bisschen zu wenig. Deshalb hat mich zwar das Ende nicht überrascht, aber es kam mir dann doch ein bisschen zu forsch. Da hätte ich noch ein wenig mehr erwartet. Trotz allem war es wieder eine wunderschöne Reise in die Heide, mit Herz, vielen Geheimnissen und jede Menge Liebe zum Detail. Darum von mir eine Empfehlung und 4 1/2 von 5 Sterne. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb::applause::thumleft:

    "Der Friede wird auch verletzt durch den Menschenhandel, die neue Sklaverei unserer Zeit, welche die Menschen in Handelsware verwandelt und sie jeder Würde beraubt." (Papst Franziskus)
    Eine Fachtagung für Profiling bei der Andrea eingeladen hat, führt Sadie und Nick nach London. Außerdem ist endlich ein Anlass das sich die Familie Whitman und Thornston persönlich treffen. Damit sie nicht mit der kleinen Hayley im Hotel unterkommen müssen, hat Andrea sie kurzerhand zu sich nach Hause eingeladen. Matt will sich dabei um die Kinder kümmern, während Sadie, Andrea und Nick ihre Vorträge und Workshops abhalten. Außerdem ist es für Libby ein guter Anlass sich mit Katie Archer einem Entführungsopfer, die lange Jahre gefangen gehalten wurde, auszutauschen. Auch mit Julie der 16-jährigen Tochter von Andrea versteht sie sich auf Anhieb sehr gut. Als Matt zusammen mit Libby, Julie und Hayley auf Einkaufstour ins Camden Town geht, muss er sich kurz von den beiden trennen. Doch als er wieder zurückkommt, sind beiden Mädchen verschwunden und am Handy nicht zu erreichen. Als Matt die Taschen der Mädchen in einem Müllcontainer findet, geht er sofort von was schlimmeren aus. Schnell verständigt er Sadie und Andrea und es wird alles für eine große Fahndungsaktion eingeleitet, nachdem man erkennt, das sie es sehr wahrscheinlich entführt wurden. Aber warum hat man die beiden gekidnappt und wer sind diese Täter? Als eines der Mädchen fliehen kann, müssen Sadie, Andrea und Nick schnell handeln.


    Meine Meinung:
    Wieder einmal habe ich mich auf einen neuen Fall mit Sadie und Matt Whitman gefreut. Doch diesmal habe ich mich auch auf ein Wiedersehen mit Andrea Thornston und ihrer Familie gefreut, die ich schon von der ersten Profiler Staffel her kannte. Der Schreibstil war wieder einmal sehr gut und informativ interessant. Relativ schnell kam diesmal Spannung auf, da recht früh die beiden Mädchen Julie und Libby entführt wurden. Dabei war es gut das die Autorin dem Leser einen Einblick sowohl in die Ermittlungen, aber auch in die Gefühlswelt der beiden Mädchen gab. So war man im Grunde bei allem dabei, wie die Situationen jeden einzelnen psychisch und physisch belastet haben. Wieder einmal habe ich voll Mitgefühl zugesehen, wie Andrea und Sadie um das Leben ihrer Kinder bangen mussten. Gefallen hat mir ebenfalls, die teils gute Kooperation von MET und FBI, auch wenn die Londoner Ermittler nicht mit allem einig waren, was die amerikanische Polizeiarbeit betrifft. Der Plot war sehr rasant und unheimlich spannend, vor allem das Thema Menschenhandel hat mich zutiefst betroffen gemacht. Ich kann mir, als Mutter gar nicht vorstellen wie schlimm es sein muss, sein Kind durch solche Täter zu verlieren. Das dabei Andreas und Sadies Urängste in diesem Band wieder hochkommen konnte ich gut verstehen. Die touphe Julie, die ja schon einmal von Tätern festgehalten wurde, hat mich wieder einmal positiv überrascht, sie schlägt halt doch ganz nach ihrer Mutter. Sehr gut hat mir wieder die Recherche über das Thema Menschenhandel gefallen, es scheint ja doch weiter verbreitet zu sein, als ich dachte. Ich kann diesen Band nur empfehlen und gebe 5 von 5 Sterne. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::applause::thumleft:

    "Der pfeffrige Geruch von Eukalyptus umgab ihn, als er in eine Sphäre driftete, die nicht weit vom Schlaf entfernt war. Aber er schlief nicht, denn er spürte den heißen Boden am Rücken und erahnte den blauen Himmel durch die wispernden Blätter des Eukalyptusbaums." (Auszug aus dem Buch)
    Dank seiner Exfrau ist Detective Daniel Clement wieder in Broome der verlassenen Gegend Australiens gelandet. Eigentlich wollte er an diesen einsamen Ort nie wieder zurückkehren, doch die Scheidung seiner Frau hat ihn zurückgebracht. Schnell muss Clement sich eingewöhnen, den in einem nahegelegenen Wasserloch findet man die Leiche eines Deutschen. Fassungslos mustert Clement den brutal zugerichteten Leichnam, den bisher kam es in Broome selten zu solchen Verbrechen. Erste Recherchen ergeben, dass der Tote der ehemalige Kriminalbeamte Dieter Schäfer war, der hier in Australien seinen Lebensabend verbringen wollte. Als jedoch kurz danach ein zweiter Mord geschieht, weiß Clement das dies nichts mit einem Zufall zu tun hat. Für Clement werden es die schwierigsten Ermittlungen seiner Laufbahn werden.


    Meine Meinung:
    Das Cover mit dem einsamen Sandweg passt sehr gut zu der Einöde, die hier im Buch beschrieben wird. Die Leseprobe hatte mich auf dieses Buch aufmerksam gemacht, doch leider konnte dieser Krimi meine Erwartungen nicht erfüllen. Auch wenn das ganze mit einem brutalen Mord beginnt, empfand ich dieses Buch als sehr langatmig. Die vielen Details zu Clements Privatleben war mir definitiv zu viel. Natürlich verstehe ich das der Autor dem Leser seinen neuen Ermittler vorstellen möchte, aber muss man dies so detailliert tun? Interessant war hingegen Australien als Lokalkolorit und die Beschreibungen, dies hat mich ein wenig entschädigt. Trotzdem habe ich mitunter einige Seiten überflogen, da sie mir zu sehr die Spannung nahmen. Ich konnte an diesem Krimi leider viel zu wenig Spannungsmomente entdecken und hätte mir da durchaus mehr gewünscht. Der Plot mit dem ehemaligen deutschen Kriminalbeamten, der Bezug zu seiner Vergangenheit, zu Hamburg und dem Drogenmilieu fand ich wiederum sehr gelungen, allerdings zog sich das ganze ebenfalls viel zu sehr in die Länge und wurde von vielen Kleinigkeiten Clement unterbrochen. Die Charaktere fand ich, wenn man von den vielen Details absieht, eigentlich gelungen. Ich hoffe ja das der Autor im nächsten Fall, das Privatleben Clements etwas abflacht und nicht so ausschweifend berichtet. Den selten habe ich so viele kleine Details von einem Ermittler erfahren wie hier, ob das die Probleme mit Exfrau und Tochter, seine Zahnschmerzen die ihn ständig plagen und so weiter. Trotzdem es dann gegen Ende noch etwas an Spannung aufkam, hätten dem Buch ein paar Seiten weniger gutgetan. Wer also Durchhaltevermögen hat, mehr von Australien wissen möchte, für den ist dieser Krimi das richtige. Von mir gibt es leider nur 3 von 5 Sterne, werde aber einem weiteren Teil gerne noch eine Chance geben. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    "Die Sonne schenkt allen Wesen ihr Licht. Wenn jeder ein bisschen Licht davon der Welt zurückgibt, dann entstehen Farben - dann wird die Welt hell und bunt" (Auszug Buch)
    Kunst trifft Roman - eine tiefgreifende Geschichte vereint in Bild und Text.

    Ein sehr eigenwilliges Tagebuch, das mit leeren Seiten beginnt und dann einen Einblick in die Gedankenwelt oder Träume eines Patienten blickt. Dieses Tagebuch hat kein Datum, keine Zeit, aber das alles braucht es auch nicht. Trotzdem hat man das Gefühl das man jemanden auf seinem Weg zwischen Leben und Tod begleitet. Wie gesagt das Buch wird aus Sicht des Patienten geschrieben, ob der Autor selbst der Patient war, wird dabei nicht erwähnt, spielt auch keine größere Rolle. Auch wenn die Bilder nur schwarzweiß sind, hat es mich fasziniert mit welcher Intensität sich darin Dinge widerspiegeln. Manchmal hatte ich das Gefühl mitten im Bild zu stehen und das zu sehen was der Zeichner sah. Ob es dreidimensionale Zeichnungen sind oder Bilder, bei denen man im Bild weitere Zeichnungen entdecken kann, Vögel die plötzlich zu Worten werden oder Lippen zu einer Insel usw.


    Fazit:
    Das Buch von JoMu Art hat mich sehr beeindruckt, fasziniert, bezaubert und zum Nachdenken gebracht. Es ist ein Buch das man in Ruhe genießen und betrachten sollten, sonst entgehen einem vielleicht wichtige Details, vor allem bei den Bildern. Ich habe mich sehr gefreut das ich diese Reise zwischen Leben und Tod auf so eine Weise miterleben durfte. Dieses Buch ist sicher ein gutes Geschenk für Menschen in Not, die in ähnlichen Situationen sind. Aber auch für jeden einzelnen, der sich gerne einmal mit dem Leben und dem Tod auf eine ganz spezielle Art auseinandersetzen möchte. Für Leser die Kunst und Geschichte miteinander vereint erleben wollen, ist dieses Buch sicherlich ein Geheimtipp. Ich jedenfalls kann es nur empfehlen, dieses Buch werde ich sicher noch öfters in die Hand nehmen und anschauen. JoMu Art schreibt, zeichnet, musiziert, programmiert und mag auch sonst alles Kreative. Sein Motto: Bedenke, dass du geboren bist und gib dem Tag einen guten Sinn!
    Man merkt in diesem Buch, das sich der Autor viele Gedanken zu Leben und Tod gemacht hat. Von mir bekommt das Buch eine Leseempfehlung und 5 von 5 Sterne. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::applause::thumleft:

    Ein Übermaß geistiger Getränke ruiniert auch die geistvollsten Menschen. (Walter Ludin) Ohio 1875: Die junge Susanna Hanby ist auf dem Weg zu ihrem Onkel und ihrer Tante, bei denen sie während ihres Botanikstudiums leben wird. Doch zuvor möchte sie noch ihre Schwester Rachel und die Familie besuchen, den Rachels letzter Brief klang für sie sehr besorgt. Als sie bei Rachels Haus ankommt, ist Susanna entsetzt, die Blumen sind verwelkt, das Haus heruntergekommen, das alles passt nicht zu ihrer Schwester. Von ihrem betrunkenen Schwager George erfährt sie, das Rachel mit einem anderen Mann davon ist und die sechs Kinder ins Waisenhaus gebracht hat. Doch Susanna ist sich sicher, das würde Rachel niemals freiwillig machen, sicher ist ihr ständig betrunkener Schwager schuld daran. Voll Sorgen kehrt sie zu Onkel Will und Tante Ann, die ihr soweit es ihnen möglich ist bei der Suche nach Rachel und den Kindern helfen wird. Die Kinder finden sie recht schnell in unterschiedlichen Waisenhäusern, doch die Zeit drängt, den bevor die Kinder in andere Familien kommen, muss Susanna Rachel finden. Das ihr dabei der junge Brauereierbe Johann Giere helfen möchte, passt Susanna nicht so ganz, den schließlich ist auch sein Vater Schuld am Alkoholkonsum.


    Meine Meinung:
    Eine interessante Kurzinfo machte mich auf das Buch aufmerksam. Der Schreibstil der Autorin war sehr kurzweilig und beeindruckend, vor allem das Thema, Alkohol, religiöse Abstinenzler und die Waisenhäuser in der damaligen Zeit haben mich in den Bann gezogen. Die Autorin nimmt den Leser mit auf eine Reise in die Historie. Man spürt förmlich die Armut der damaligen Zeit, die viele Familien an ihre Grenzen bringt, auch dadurch da die Saloons und der Alkohol immer mehr auf dem Vormarsch ist. Selbst Susanna und die Hanbys kommen dadurch in Konflikte und in Gefahr. Der Plot ist durch die Suche nach Rachel und die Herausforderung ihre Kinder aus den Waisenhäusern zu bekommen sehr interessant. Ich habe das Buch förmlich an einem Tag verschlungen, zumal ich in der Zeit im Bierland Franken verweilte und der Bezug zum Bier faszinierend war. Gewundert hat es mich schon etwas, das eine amerikanische Autorin über eine Brauereifamilie aus Bayern schreibt, die damals nach Amerika ausgewandert ist. Die Charaktere waren sehr interessant, Johann hat mich fasziniert, wie sehr er aus Liebe, auf die jeweiligen Situationen eingegangen ist. Hingegen Susannas Argumente konnte ich nicht immer verstehen. Doch ich denke, es war damals eine ganz andere Zeit, viele Christen waren noch mehr pietistischer und gesetzlicher geprägt als heute .Das wiederum macht aber den ganzen Roman noch spannender und interessanter. Am meisten taten mir Rachels Kinder leid, vor allem die drei Ältesten, die in einem heruntergekommenen Waisenhaus waren, bei dem mich die Zustände erschüttert hatten. Das dieses Buch ein Folgeband der Familie Hanby ist, habe ich nicht bemerkt so das man dieses Buch auch gut ohne Vorkenntnisse lesen kann. Allerdings würden mich die anderen Büchern nun sehr reizen zu lesen. Ich gebe diesem Buch 5 von 5 Sterne und kann es nur empfehlen. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5: :applause::thumleft:

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