Beiträge von Yurmala

    Die Schweiz ist auch ein Möchte-irgendwann-mal-hin-und-in-Schoki-baden-Reiseziel

    Für Schokopraline gibt es diesen Link. Das Problem ist nur, man wird erst durch alle Räume geführt, Schoki-Dampf gesättigt, dann erst darf man Schokolade verköstigen. Wobei ich Angst habe, dass die deutschen Hygienevorschriften übergeschwappt sind, und man nur noch ein eingewickeltes Päckchen überreicht bekommt.

    Vielleicht sollte ich mir dann das ein oder andere doch noch für meinen Handy-Kindle-Account runterladen, dann hab ich kein Gewichtsproblem. Aber welche soll ich nur mitnehmen?

    Du schreibst es, Kindle befreit Dich von Gepäck-Gewichtsproblemen. Ausserdem gibt es in Australien viele neue Literatur zu entdecken. Behalte ein paar Kg frei für den Nachhauseflug, da müssen noch Bücher in den Koffer passen :wink:

    Ich hoffe sehr dass dies nicht eine dieser rührselig verarbeiteten Geschichte ist.

    Denn das Thema der Verdingkinder ist ein sehr trauriges und ernst zu nehmendes Kapitel der Schweizer Geschichte und wird diese noch sehr lange beschäftigen.

    Die Eindringlichkeit authentischer Fälle zu den Verdingkindern kann sich auch in Büchern wiederfinden. Ich denke an Arthur Honeggers Selbstzeugnisse in mehreren seiner Romane wie Die Fertigmacher.


    Vor gar nicht langer Zeit las ich Le chemin sauvage von Jean-François Haas, einen Roman zur Problematik der Verdingkinder und der Saisonniers Anfang der 1960er Jahre. Das Buch hat mich besonders berührt, da ich damals in Neuenburg zur Schule ging und täglich Kontakt zu Saisonniers hatte. Über die Verdingkinder hörte ich dann im Dorf zur Zeit der Weinlese. Haas's Roman ist auch in deutscher Übersetzung von Hilde Fieguth erschienen.

    Squirrel Mietvergleiche in der Westschweiz habe ich länere Zeit nicht gesehen, ich weiss nur, dass der Ostschweizer Immobilienmarkt in Bewegung gekommen ist. Davon ist Genf und Umgebung noch weit entfernt, dort ist es immer noch schwer für junge Einheimische überhaupt eine Wohnung zu finden so hoch ist die Konkurrenz durch die Int'len Institutionen. Die Situation im Rhonetal kenne ich ungenügend.

    Squirrel & freddoho Als ich in Genf und Zürich gearbeitet habe, ärgerte es mich immer wie viel günstiger die Lebensmittel in den Läden selbst der großen Ketten in den Städten waren im Vergleich zu den kleinen Geschäften in den Waadtländer oder Neuenburger Dörfern. Und das obgleich das Einkommen in den Städten höher war als auf dem Land. Das ist zwar auch dank Internet etwas transparenter geworden, aber so ganz sicher bin ich nicht, ob sich das Gefälle Dorf - Stadt nicht doch erhalten hat. Auf dem Land gibt es eben keine Auswahl und die Wege sind länger.

    melsun Wirklich Rezepte nachkochen werde ich aus dem Kochbuch von Ofir Raul Graizer erst im neuen Jahr. Meine Auswahlkriterien waren einmal, dass der Autor hier in Berlin tätig ist, daher werde ich sicher die Gewürze auch hier im Handel finden und mit vielen verschiedenen Gewürzen koche ich schon immer. Zum anderen gefällt mir der große Anteil an vegetarischen Rezepten, und dass erauf Feinheiten beim Kochen einzugehen scheint.

    In der Buchhandlung hatte ich noch ein anderes Kochbuch in die nähere Wahl genommen, es dann aber weggelegt. 'Hasana' ist toll bebildert, aber ich habe schon ein (2-bändiges) Kochbuch mit ähnlichen Rezepten, doch ohne Bilder, und das den Vorteil hat neben den Rezepten auch auf die jüdische Kultur einzugehen.

    Dann beginne ich mal mit meinen beiden deutschsprachigen Favoriten, die beiden Ulrichs, Ulrich Matthes und Ulrich Noethen.

    Gib einfach bei amazon.de die Namen ein und alle Hörbücher, die der eine oder andere vorliest oder mitwirkt, werden aufgelistet. Da sind viele Klassiker drunter, aber auch moderne Krimis wie die Stieg Larsson Reihe.


    Pnin sei hier nur als Beispiel erwähnt, weil Matthes das Hörbuch einfach kongenial liest.

    Leider hat die Menschheit im 20. Jahrhundert viele Bücher mit dem vorgegebenen Inhalt geliefert (Konzentrationslager, Gulag, Behandlung von Oppositionellen in Südamerika, usw..


    Hier nur 2 Beispiele: David Foenkinos inspiriert sich am Leben und Sterben der Malerin Charlotte Salomon.

    Nungesser Vielleicht wäre dieses Buch schon mal etwas für Dich. Es ist nicht der bebilderte Roman sondern eine Ergänzung dazu mit Aufnahmen von den Gegenständen aus dem Museum der Unschuld in Istanbul.


    Mich führt momentan ein anderes Buch von Pamuk in Versuchung, oder besser es sind die S-W Aufnahmen vom großen Türkischen Fotografen Ara Güler mit dem Text zu Istanbul von Orhan Pamuk.

    drawe :"...Ich habe letzte Nacht die Hauptkapitel des Buchs alle nochmals durchgedäumelt. Wo kommen die Toten her? Welches Massaker hat stattgefunden, das ich offensichtlich überlesen habe?"

    Squirrel: "Ich glaube nicht, dass wir etwas überlesen haben - das wurde nur noch nicht erklärt. Da die Toten den Fluss hinunter treiben, müssen sie aus einer Schlacht / einem Massaker irgendwo um Suzhou oder noch näher bei Nanking stammen. Ob sie aus der verlorenen Schlacht der kaiserlichen Armee bei der Belagerung Nankings stammen? sicher bin ich nicht, aber ich bin mir sicher, dass uns Thome noch die Erklärung dazu geben wird. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er das unaufgeklärt lässt."


    Zu mehr als eine Erinnerung aus einer Lesung mit Stephan Thome bin ich jetzt zu später Stunde (nach Geburtstagssouper in einem sehr guten Restaurant und mehr Alkohol als sonst) auch nicht fähig: Der Taiping-Aufstand (1850-1864) war der menschenmörderischste Bürgerkrieg der Menschengeschichte mit 20 bis 30 Millionen Toten (i.e. 1,3 bis 2 Millionen Tote p.a.). Die Entsorgung der Leihen über den Strom ist bei solchen Zahlen verständlich, um Epidemien zu verhindern oder sie dem Feind, den Barbaren, eben dem Anderen, zu schicken.

    :uups:  :pale: Darf ich hier zum Ende des Jahres überhaupt nochmal vorbeischauen? Ich bin so sang- und klanglos dieses Jahr verschwunden aus dem Challenge, und was noch schlimmer ist, ich weiss nicht mehr :scratch: warum... Jetzt habe ich einfach die Aufgaben von findo genommen und dahinter einige der Bücher genannt, die ich in diesen Jahr (wieder)gelesen habe.


    01. Dahom: Heimatstadt/-re Forum 5 gion, aus der ihr kommt oder in der ihr lebt

    Christophe Boltanski : Le guetteur [Paris]

    Patrick Modiano : Dans le café de la jeunesse perdue / La Petite Bijou / Dora Bruder / Pour que tu ne te perdes pas dans le quartier [Paris]


    02. Schön hier: Land, in dem ihr lebt oder aus dem ihr kommt

    Gregor Gysi : Ein Leben ist zu wenig [Deutschland]

    Clemens Meyer: Die stillen Trabanten [Deutschland]

    Lukas Rietzschel : Mit der Faust in die Welt schlagen [Deutschland]


    03. Nachbars Garten: Nachbarland

    Arno Geiger : Unter der Drachenwand [Österreich]

    Thomas Bernhard : Die Ursache [Österreich]


    04. Dolce Vita: Länder am Mittelmeer

    Fernando Aramburo : Patria [Spanien]

    Arthur Koestler : Spanish Testament [Spanien]


    05. Neue Welt: USA und Kanada

    Lisa Holliday : Asymmetry [USA]

    Velma Wallis : Two Old Women [USA]

    Michael Chabon : Moonglow [Kanada]


    06. Nordmänner: Skandinavien, Finnland, Island und Grönland

    Tomas Espedal : Bergeners [Norwegen]

    Astrid Lindgren : Die Menschheit hat den Verstand verloren [Schweden]


    07. Vielfalt: Asien (außer Russland)

    Ian Manook : Les temps sauvages [Mongolei]

    Haruki Murakami : Die Ermordung des Commandatore [Japan]

    Stephan Thome : Gott der Barbaren [China]


    08. Undurchdringlich: Süd- und Mittelamerika

    Caryl Férey : Condor [Chile]

    Andrea Wulf : The Invention of Nature. The Adventures of Alexander von Humboldt, the Lost Heroe of Science


    nio Manzini : Piste noire / Froid comme la mort [Aoste]


    11. Ursprung: Afrika

    Ayobami Adebayo : Stay with Me [Nigeria]


    12. Tea Time: Großbritannien, Irland, Nordirland

    Lindsey Fitzharris : The Butchering Art. Joseph Lister's Quest to Transform the Grisly World of Victorian Medicine
    Michael Ondaatje : Warlight


    13. Matroschka: Russland

    Boris Sawinkow : Das schwarze Pferd

    346. Ein Autor, dessen Nachname mit W beginnt

    Anne Wiazemsky war französische Filmschauspielerin, Ehefrau von Jean-Luc Godard, Schriftstellerin, Enkelin von François Mauriac, Frauenrechtlerin und starb viel zu früh. Ihre Bücher, viele auf persönliche Erinnerungen basierend, sind alle lesenswert.