Wahl der besten Bücher im BücherTreff

Beiträge von Yurmala

    Morgen früh fliege ich nach Hause, endlich home leave.


    Allen Büchertrefflern wünsche ich Zufriedenheit und viele Freuden für die restlichen Tage des Jahres.

    Eine guten Rutsch in ein fantastisches Neues Jahr 2019!

    Für alle soll es Gesundheit bringen, Liebe, Frieden, Schönheit und Glück!


    Man liest sich :winken:

    Zitat von Yurmala [In 365 Büchern durch das Jahr 2018 / 4. Quartal, 16.12.2018, #5.396]
    350. Ein Autor, von dem Du mindestens zwei Bücher gelesen hast und der Dich dennoch nicht überzeugen konnte
    Delphine de Vigan, ganz sicher, und kürzlich die Lesung mit ihr hat mich noch weniger überzeugt.


    Zitat von findo [In 365 Büchern durch das Jahr 2018 / 4. Quartal, 16.12.2018, #5.397]
    "Loyalitäten" hatte für mich zwar ein paar Schwächen, war aber im großen und Ganzen eine runde Sache. Hier würden mich die genauen Gründe interessieren.
    *******************
    Eigenzitat [In 365 Büchern durch das Jahr 2018 / 4. Quartal, 16.12.2018, #5.428]
    Irgendwie hat mich bei Delphine de Vigan immer etwas abgestoßen. Zu journalistisch, nicht genügend literarisch für ein Buch, immer wieder surft sie auf einer Welle von Themen, die gesellschaftlich gerade en vogue sind. Lange habe ich mich geweigert mehr als ein paar Seiten von ihr zu lesen, dann haben mich aber die Umstände von D’après une histoire vraie in den Bann gezogen. Da bin ich am Buch kleben geblieben; ein lebendiger Stil, Besonnenheit, Versuch den Dingen auf den Grund zu gehen, Emotionen aber keine Rührung, Kämpfe gegen die innere Unruhe.


    Davon war in Les loyautés wiederum nichts zu finden. Viel Personal, viel Drama, wenige Seiten, wo alles undifferenziert an der Oberfläche schwimmt. Helden und Fieslinge, makellos vs. beschränkt, die Bösen oder die Guten, zu viele Dramen, bei mir ist einfach nichts haften geblieben (doch, der Taxifahrer, der eine Überlebensdecke der Lehrerin in die Hand drückt, während das Samu schon im Anrücken ist).


    Dieser Roman ist weder locker geschrieben noch komplex, Delphine de Vigan wackelt mit dem erhobenen Zeigefinger. Seht her, auch dieses und jenes Thema habe ich noch untergebracht. Keine Tageszeitungsseite mit den vermischten Meldungen aus einer Großstadt hat mehr zu bieten, kein Artikel einer Frauenzeitschrift zu den Themen Psychologie oder Pädagogik analysiert weniger in die Tiefe oder ist breiter angelegt als Les loyautés.


    Je mehr ich nachdenke, desto häufiger möchte ich das Wort Gefühlskitsch in Zusammenhang mit Delphine de Vigan verwenden und bei der Sternenzahl von Les loyautés noch einen Punkt abziehen. Mache ich aber nicht, da ich hier immer recht kurzfristig nach dem Lesen ein Buch bewerte.

    Wer sich gerne unter den Arabischen Schriftstellern umsehen möchte, kann das (in Englisch) mit diesem Artikel tun. Das ist eine Bestenliste 2018, der kürzlich veröffentlichten Werke. Viele sind nicht einmal ins Englische übersetzt. Einige Cover tauchen vermehrt auf. Nach deutschsprachigen Veröffentlichungen habe ich noch nicht geschaut.

    Eine Amerikanische Literaturzeitschrift, die ich sehr schätze, ist The Paris Review. Die Interviews haben Literatur- und Journalistengeschichte geschrieben. Es lohnt sich hier im Archiv zu schmökern. Auch hier wurden zum Jahreswechsel The Paris Review Staff's Favorite Books of 2018 veröffentlicht. Diese Liste werde ich in den nächsten Tagen genauer ansehen. In jedem Fall finde ich das (Titel-)Foto von Lucia Berlin (aus dem Jahr 1975) sehr einladend :cat: 

    Jetzt habe ich über Mittag drei Kapitel in Philippe Lançons Buch zum Attentat bei Charlie Hebdo, Le lambeau, gelesen. Danke an findo nach der deutschen Übersetzung geschaut zu haben, auch wenn sie erst Ende März 2019 erscheint.


    Lançon war einer der Journalisten von Charlie Hebdo, der schwer verwundet, das Attentat überlebte. Auf den ersten Seiten des Buches schreibt er von seinem Leben davor, besonders die letzten Stunden, dem Vorabend und die morgendlichen Radiosendungen. Shakespeare (seine Komödie Was ihr wollt) und Houellebecq (sein Roman Unterwerfung* wurde allerorts diskutiert).

    Ein weiteres Buch findet Erwähnung, Paris ist ein Fest von Hemingway, das nach dem Attentat durch seinen Titel erneut auf Bestseller-Niveau gekauft wurde.

    * Notiz an mich: erneut Soumission lesen

    Zitat von Philippe Lançon

    La veille de l’attentat, je suis allé au théâtre avec Nina. Nous allions voir au quartier d’Ivry, en banlieue parisienne, « La Nuit des rois », une pièce de Shakespeare que je ne connaissais pas ou dont je ne me souvenais pas.

    [Wortwörtliche Übersetzung (Marke Eigenbau): Am Vorabend des Attentats bin ich mit Nina ins Theater gegangen. Wir wollten im Stadtteil Ivry, einem Vorort von Paris, Was ihr wollt, ansehen, einem Stück von Shakespeare, das ich nicht kannte oder an das ich mich nicht erinnerte. ]

    Luga Ich habe meinen Kindle immer im Flugmodus, da verbraucht er weniger Strom. So hält der Akku bei mir länger, wie lange genau habe ich nie überprüft. Da ich eine Kindle-Leserin fast der ersten Stunde bin, habe ich den Eindruck, dass je jünger der Kindle desto kürzer hält der Akku. Ich lese auch nur mit meinem Kindle, ich höre damit keine Hörbücher oder Podcasts noch stöbere ich im Internet damit.

    Verfilmt von Joseph von Sternberg mit Marlene Dietrich und Emil Jannings, am Drehbuch arbeitete Carl Zuckmayer mit, die Musik schrieb Friedrich Hollaender, und der Film hieß ... "Der Blaue Engel"

    Und zwei Posts ober dir schon da. :lol::lol::lol:

    Das muss geschehen sein, während ich meinen Beitrag schrieb, aber ich kann auch noch einen weiteren Professor liefern. Das Stück läuft gerade in einer kongenialen Inszenierung von Thomas Ostermeier an der Berliner Schaubühne.

    Ich frage mich schon ein paar Tage, ob ich mir Michelle Obamas Autobiografie für die Reise nächste Woche zulege, aber da ich doch eher fliege als mit dem Zug fahren werde... Die Hörprobe habe ich mir vorgenommen und nicht wirklich 'angebissen' :scratch:


    Eigentlich will ich über die Feiertage Marlow von Volker Kutscher lesen, doch der Krimi läuft mir nicht weg.


    Dann wäre da noch das Buch eines Journalisten, der beim Attentat auf Charlie Hebdo schwer verwundet wurde, Le lambeau de Philippe Lançon.


    Fragen schon, sind dank Kindle keine schweren Bücher und wiegen somit nichts beim Einpacken.

    Raoul Schrott ist ein bekannter österreichischer Schriftsteller, der mehr als ein grandioses Buch geschrieben hat, viel Poesie aber auch Romane wie Tristan da Cunha. Sicher ist seine Spache nicht leicht zu lesen, doch welch geistreiches Vergnügen, wenn man einmal rein gekommen ist.

    Sicher gibt es hier im BT auch Spanisch Sprechende. El País hat gerade seine Jahresbestenliste "Los 50 mejores libros de 2018" veröffentlicht: Teil 1 (die besten 30) und Teil 2 (die folgenden 20).


    Als bestes Buch des Jahres bezeichnet El País Ordesa von Manuel Vilas. Eine deutsche Übersetzung kann ich weder von diesem Titel noch von früheren Werken Manuel Vilas's ausmachen.


    Der Rest ist ein sympathischer Mix aus spanischen Originalen, Übersetzungen zeitgenössischer ausländischer Autoren, von Klassikern (Dantes Göttliche Komödie, Ingeborg Bachmanns Poesie, Kafka), Briefwechsel (Hannah Arendt mit Gershom Scholem).

    Es macht Spaß sich die Titel anzusehen, außerdem gefallen mir persönlich viele Cover O:-) 

    350. Ein Autor, von dem Du mindestens zwei Bücher gelesen hast und der Dich dennoch nicht überzeugen konnte

    Delphine de Vigan, ganz sicher, und kürzlich die Lesung mit ihr hat mich noch weniger überzeugt.

    "Loyalitäten" hatte für mich zwar ein paar Schwächen, war aber im großen und Ganzen eine runde Sache. Hier würden mich die genauen Gründe interessieren.


    Irgendwie hat mich bei Delphine de Vigan immer etwas abgestoßen. Zu journalistisch, nicht genügend literarisch für ein Buch, immer wieder surft sie auf einer Welle von Themen, die gesellschaftlich gerade en vogue sind. Lange habe ich mich geweigert mehr als ein paar Seiten von ihr zu lesen, dann haben mich aber die Umstände von D’après une histoire vraie in den Bann gezogen. Da bin ich am Buch kleben geblieben; ein lebendiger Stil, Besonnenheit, Versuch den Dingen auf den Grund zu gehen, Emotionen aber keine Rührung, Kämpfe gegen die innere Unruhe.


    Davon war in Les loyautés wiederum nichts zu finden. Viel Personal, viel Drama, wenige Seiten, wo alles undifferenziert an der Oberfläche schwimmt. Helden und Fieslinge, makellos vs. beschränkt, die Bösen oder die Guten, zu viele Dramen, bei mir ist einfach nichts haften geblieben (doch, der Taxifahrer, der eine Überlebensdecke der Lehrerin in die Hand drückt, während das Samu schon im Anrücken ist).


    Dieser Roman ist weder locker geschrieben noch komplex, Delphine de Vigan wackelt mit dem erhobenen Zeigefinger. Seht her, auch dieses und jenes Thema habe ich noch untergebracht. Keine Tageszeitungsseite mit den vermischten Meldungen aus einer Großstadt hat mehr zu bieten, kein Artikel einer Frauenzeitschrift zu den Themen Psychologie oder Pädagogik analysiert weniger in die Tiefe oder ist breiter angelegt als Les loyautés.


    Je mehr ich nachdenke, desto häufiger möchte ich das Wort Gefühlskitsch in Zusammenhang mit Delphine de Vigan verwenden und bei der Sternenzahl von Les loyautés noch einen Punkt abziehen. Mache ich aber nicht, da ich hier immer recht kurzfristig nach dem Lesen ein Buch bewerte.

    Welchen Link? Wo gibts Schoki? :lechz::lechz::lechz:

    :sleep: Entschuldige bitte Schokopraline ich hatte vorhin noch nicht meine 1,5 l Aufwachtee intus. Hier kommt der Link zur Schokiseite der Schweiz.


    Marie Läserach hat sich in letzter Zeit immer weiter internationalisiert. Sogar in Berlin gibt es seit ca. anderthalb Jahren zwei große Geschäfte, je eins in City West (Tauentzien) und City Ost (Friedrichstrasse). Natürlich ist Süddeutschland privilegiert, da findet man neben Läden auch Schoki-Outlets.