Beiträge von Smoke

    52. Ein Buch mit einem Protagonisten, dessen Vorname mit "B" anfängt

    Bennie Griessel

    Der beste Polizist von Kapstadt

    Eines kann Bennie Griessel gar nicht gebrauchen: Ärger. Er ist trockener Alkoholiker, er belügt seine Kollegen, und er ist bei seiner Freundin Alexa eingezogen. Ein Riesenfehler! Als auf einem Weingut drei Bodyguards erschossen werden und ein berühmter britischer Mathematiker verschwindet, will der südafrikanische Geheimdienst den Fall übernehmen, doch Bennie widersetzt sich. Die Täter sind völlig skrupellos und hinterlassen nur eine Spur: Geschosse mit dem Kopf einer Schlange. Einer könnte Bennie helfen: Tyrone, ein smarter, gerissener Taschendieb aus Kapstadt. Denn er hat etwas, das die Mörder suchen: ein Handy mit geheimen Daten.

    Packend, voller wunderbarer Schauplätze und mit einem unvergleichlichen Helden – Deon Meyers Meisterwerk.


    Heute würde man diese Geschichte vielleicht ein "Roadmovie" für junge Leser nenne :). Ich fand es recht spannend und unterhaltsam - wobei man natürlich berücksichtigen muss, dass es ein Kinderbuch ist, ab 10 J.


    Zur Zeit der Regierung des römischen Kaisers Domitian müssen drei Kinder und ein Baby bei Nacht und Nebel aus Rom fliehen, weil ihre Eltern denunziert wurden. Fronto ist mit 14 Jahren der Älteste, intelligent und belesen, aber mit seinen Zwangsstörungen (heute würde man vermutlich sagen eine leichte Form von Asperger) nicht unbedingt der geborene Führer. Die Verantwortung für seine Geschwister überträgt die Mutter deshalb Juba, ihrem Zweitältesten. Er soll mit seinem Bruder, der mutigen, äußerst tierlieben Ursula und Baby Dora nach Britannien aufbrechen um dort bei ihrem Onkel Schutz und Aufnahme zu finden.

    Schon auf ihrer Flucht nach Ostia taumeln die Kinder von Abenteuer zu Abenteuer, welche sie mit Mut, Tapferkeit und natürlich auch einer ordentlichen Portion Glück bestehen. Für ihre Überfahrt nach Britannien zahlen sie einen hohen Preis und auch dort sind sie ihre Verfolger noch nicht los. Aber sie wachsen an ihren Aufgaben und mit jedem gelösten Problem und jeder überstandenen Gefahr werden sie stärker.


    Ich lese für mein Leben gern Bücher, die zur Zeit des römischen Reiches spielen, egal, ob Jugend- oder Erwachsenenromane, am liebsten unterhaltsam, spannend und mit Hintergrundinformationen. Hier hat man natürlich gespürt, dass es für Leser ab 10 Jahren geschrieben wurde, trotzdem hat mir die abenteuerliche Reise mit den Kindern großes Vergnügen bereitet. Ich bin mir relativ sicher, dass ich im entsprechenden Alter diese Geschichte und ihre Figuren heiß und innig geliebt hätte. Den eigenwilligen, aber klugen und liebenswürdigen Fronto ebenso wie den loyalen und verantwortungsbewussten Juba. Ganz besonders natürlich Ursula (heute würde man sagen ein echt taffes Mädchen *g*), die bis dato das Leben eines überbehüteten reichen römischen Mädchens geführt hatte und die sich nun fühlt „wie ein Schmetterling, der aus seinem Kokon schlüpfte“. Der kleine Zoo, den sie irgendwie durch alle Widrigkeiten mitschleppt, sorgt für besondere Glanzpunkte, die die jungen Leser ganz sicher begeistern werden.


    Jedes Kapitel ist mit einem lateinischen Begriff überschrieben, der im Anhang erklärt wird, auch eine schöne Idee.


    Am Ende gibt es auch ein „richtiges Ende“, keinen dieser unsäglichen Cliffhanger, und doch ist es gleichzeitig der Beginn von etwas Neuem – ein Ausblick auf die Fortsetzungen dieser Reihe.

    47. Ein Buch aus Deinem Regal, das sehr zerlesen aussieht

    Dieses Buch habe ich vor ewigen Zeiten gelesen, damals hatte es mir jemand geliehen, wenn ich mich recht erinnere :scratch:.

    Und ich weiß noch, dass es mich seinerzeit begeistert hat.

    Viele Jahre später ist es mir auf einem Flohmarkt in die Hände gefallen, völlig zerzaust (ein anderes Buch hätte ich in einem solchen Zustand garnicht mitgenommen). Ich habe es dann rundum abgewischt (mache ich immer mit Flohmarktbüchern) und in Schutzfolie eingebunden. So ist es einigermaßen stabil, denn irgendwann will ich es noch einmal lesen - wobei ich nicht sicher bin, ob es mir immer so gefällt wie damals. :geek:

    Für mich war "Die Mauer" ein außergewöhnlicher Roman, der mich eine ganze Weile beschäftigt hat. Dystopische Szenarien sind mir geläufig, die Thematik schreckt und fasziniert mich gleichermaßen, so dass ich gern darüber lese. Doch diese Geschichte ist mir besonders unter die Haut gegangen. Zum einen weil vieles so plausibel wirkt und bereits jetzt in unserer Gesellschaft zu spüren ist, wie z.B. die Abschottung gegen „ Andere“ , sowie die Skrupellosigkeit und Gier, mit der knapper werdende Resourcen beansprucht werden ohne Rücksicht auf Verluste. Es ist zu befürchten, dass der Kampf ums Überleben in unserer sich zunehmend verändernden Welt ähnlich brutal geführt werden könnte wie hier. Zum größten Teil aber wegen der ungewöhnlichen Erzählweise, die mich, obwohl insgesamt eher nüchtern, begeistern konnte mit ihren philosophischen Momenten und den atmosphärisch ungeheuer eindringlichen Beschreibungen. Verblüffende Wendungen, dramatische Ereignisse und tatsächlich auch eine vorsichtig zarte Liebesgeschichte halten den Spannungsbogen oben, unterbrechen die gelegentlich aufblitzende, sicher so beabsichtigte Monotonie, kurz bevor es monoton wird *g*.


    Zum Inhalt möchte ich nichts weiter sagen, weil ich es gerade spannend fand, eben nicht zu wissen, wo es hingehen wird. Die Kurzbeschreibung hält sich hier schon sehr bedeckt, mit Recht, wie ich finde.


    „Kälte“ dominiert die ersten Seiten auf eine sprachlich geniale Weise, fühlt sich aber auch ein wenig befremdlich an und ist ein zwar interessanter, aber nicht unbedingt mitreißender Einstieg „Kälte ist Kälte ist Kälte“…


    Joseph Kavanaugh, der junge Mann, aus dessen Perspektive erzählt wird, beginnt seinen Dienst auf der Mauer, eine Art zweijähriger Wehrpflicht, denn: „In Großbritannien gilt das Gesetz des Stärkeren. Das Land ist von einer hohen Mauer umgeben, die von den Bewohnern um jeden Preis gegen Eindringlinge verteidigt wird.“

    Kavanaughs Weg mitzugehen, seinen Blick auf diese Welt, seine Frustration und seine Hoffnungen zu teilen und die Entwicklung seiner Persönlichkeit mitzuerleben, hat mich nach anfänglicher Distanz zunehmend fasziniert an dieses Buch gefesselt.


    John Lanchester kenne ich aus seinem Roman Kapital als großartigen Erzähler, und die Art und Weise, wie er dieses beklemmende Thema anpackt und darstellt, bestätigt diesen Eindruck. Eine erschreckend realistische Dystopie, ich bin gespannt auf sein nächstes Werk.

    46. Ein Kochbuch, das in deinem Haushalt recht häufig benutzt wird

    Ich besitze einige Kochbücher, die ich öfter und gern benutze.

    Das hier wahrscheinlich am meisten, weil da wirklich mit frischen Zutaten relativ fix und echt lecker gekocht wird.

    Keine kulinarischen Höhenflüge, aber absolut alltagstauglich.

    45. Ein dünnes Buch aus Deinem Regal

    Der Rheingau ist die Heimat der Großmutter und das Ferienland ihrer Kindheit: Eva Demski kennt die Wiege der Weinromantik von Kindesbeinen an und zeigt uns ihren ganz persönlichen Rheingau: Sie erzählt von Weinbau und Lebenskunst sowie Reiz und Schrecken dieser sagenumwobenen Landschaft.

    Kulturtragendes Handwerk, Romantik, Dramatik und Naturschauspiel bilden die Bühne für Eva Demskis empfindsames Buch über eine der spannendsten Landschaften Deutschlands.

    Persönlich, poetisch – ein literarischer Genuss.

    124 S.


    44. Das Buch, das in Deinem echten Bücherregal ganz oben links steht

    In welchem denn? :totlach: Ich nehme mal das hier im Wohnzimmer, in dem meine Lieblingsbücher stehen. Da hat sich Mama Luther ganz links einsortiert.

    Hihi, die Frage hat sich bei mir auch gestellt :lol:.

    Und ich hab mich für meine Bücherwand im Wohnzimmer entschieden. Von dieser Wand habe ich Jahrzehnte geträumt und kann mein Glück immer noch nicht so recht fassen, wenn ich draufschaue, dabei hab ich sie jetzt bestimmt schon vier Jahre :uups:.


    Das ist übrigens eine putzige Frage, mal was ganz anderes.

    43. Ein Buch, das Dir gefällt, bei dem Du aber mehrere Anläufe gebraucht hast

    Sicher ist es noch nicht, aber dieses könnte so ein Kandidat sein bzw. werden.

    Nach den ersten 200 Seiten habe ich es erstmal beiseite gelegt, ich komme nicht so recht klar mit den modernen Kommunikations- und Recherchemethoden in der Nazizeit :-?.

    Obwohl ich das eigentlich interessant und irgendwie genial finde. Deshalb und weil ich bislang noch jedes Buch von Eschbach zu Ende gelesen habe, will ich es auf jeden Fall weiterlesen - und vielleicht überzeugt es mich dann doch noch.

    Ich habe auch eine ganze Reihe von Buchnachbarn mit je 5 gemeinsamen Büchern.

    An letzter Stelle erscheint Andorian und ich entscheide mich selbstverständlich für dieses gemeinsame Buch :love:.


    Ich glaube, heute werden einige der neuen BTler aufgeschreckt mit der Nennung ihrer Nicks, so quasi aus heiterem Himmel :geek:.

    Auch Andorian ist erst seit Anfang Januar im BT angemeldet :winken:.

    41. Welches Buch hat dir im Januar am wenigsten gefallen?

    Bei mir war es dieses Hörbuch, Teil 1 der Reihe mit Kate Burkholder als Ermittlerin.


    Gut, dass ich die Reihe mit Teil fünf begonnen habe, ansonsten wäre hier schon Schluss gewesen. Schlicht, aber unglaublich weitschweifig erzählt, dazu schien mir der Plot aus einer Vielzahl von Versatzstücken zusammengebastelt, die mir so oder so ähnlich bereits begegnet sind.


    Nachdem ich Teil fünf aber garnicht so übel fand, werde ich es mit einem weiteren Hörbuch dieser Reihe probieren.

    Früher ist mir das öfter passiert in meiner Euphorie, dass ein Buch welches mir gut gefallen hat auch von anderen gelesen wird.

    Heute bin ich, wie viele von euch, vorsichtiger und verleihe meine Bücher nur im engeren Freundes- und Familienkreis, zumindest die, die mir wichtig sind. Bei Büchern, die ich eh nur einmal lese, sehe ich das lockerer.


    Ein Buch spukt mir im Kopf herum, aber ich komme nicht drauf, welches das war. Wenn es mir doch noch einfallen sollte, reiche ich es nach. Es war ein SciFi, glaub ich :scratch:.

    Das habe ich vor vielen (sehr vielen) Jahren dem Mann einer Arbeitskollegin geliehen, weil er sich dafür interessierte, und nie wiederbekommen.

    Vergessen hatte ich es nicht, aber irgendwann habe ich mich nicht mehr getraut nachzufragen, um sie bzw. ihn nicht in so eine unangenehme Situation zu bringen. Denn "eigentlich" waren die beiden ordentlich und zuverlässig :).

    Danke für eure Rezensionen.

    Das scheint mir ja ein Hammer-Thriller zu sein.

    Dieser Thriller hat mich durch ein Wechselbad der Gefühle geschleust. Mitleid, Spannung, Ekel, Faszination, Trauer.

    Aber nach dieser Emotions-Achterbahn ist mir gerade überhaupt nicht. Insofern bin ich froh, dass ihr das so deutlich gemacht habt.

    Das geht mir ebenso. Ich habe es nach ca. 200 S. erst Mal beiseite gelegt, weil ich immer damit fremdele. Für mich ein Novum bei einem Buch von Eschbach. Aber ich hab es noch nicht abgehakt, irgendwann nehme ich es mir nochmal vor :).

    Den Cliffhanger am Ende es ersten Teiles werde ich mein Leben lang nicht vergessen. Das war brutal :cry:.