Beiträge von Smoke

    Ich lese zu diesen Themen unheimlich gern.

    Ich wollte den Juli-Fred nicht mit Beiträgen ergänzen, die dort nicht hingehören, aber ich möchte Dir dieses Buch empfehlen, und eine Wunschliste ist ein guter Ort, um es zwischenzulagern. :)

    Gerade geschehen, herzlichen Dank dafür :flower:.


    Hätte ich die Frage besser nicht dort im Juli-Fred stellen sollen, ist er ausschließlich dem eigentlichen Thema vorbehalten :-k?

    Falls ja, dann danke ich dir auch für diesen Hinweis Marie und werde in Zukunft daran denken (hoffentlich :geek:).


    Edit: Das Buch scheint es nur noch gebraucht zu geben, leicht überteuert, aber vielleicht finde ich es irgendwann irgendwo zu einem vernünftigen Preis.

    Nathalie Haynes - A Thousand Ships :arrow: Die Erzählung des trojanischen Krieges aus Sicht der Frauen. Absolut fantastisch und mit genialen Ideen. Mein Monats Highlight.

    Aufgrund deines Beitrags hab ich mal geforscht, ob es die Bücher dieser Autorin auch auf deutsch gibt, bin aber nicht fündig geworden.

    Ich lese zu diesen Themen unheimlich gern.

    Kannst du mir da mit Informationen weiterhelfen? Oder müsste ich mich ggf. mit meinen eingerosteten Englischkenntnissen durchkämpfen, was mein Lesevergnügen allerdings erheblich mindern würde :-?.

    222. Welches Buch hat dir im Juli am wenigsten gefallen?

    Von meinen Drei-Sterne-Büchern entscheide ich mich für dieses, weil ich es teilweise nur quer gelesen habe.


    Von Thema, Sprache und Figuren her hat mir auch dieser Justiz-Thriller des Autors gut gefallen, aber er ließ sich nciht so spannend und flüssig lesen wie frühere Bücher von ihm (vielleicht lag es aber auch an mir, bin gerade ein bisschen anspruchsvoll bezüglich dessen, was mich fesseln kann :geek:).

    Löscht ihr die raus oder habt ihr ebenso eine eigene Kategorie dafür?

    Interessant, dass es so unterschiedlich gehandhabt wird. Bei mir bleiben alle gelesene Bücher im virtuellen Regal stehen, damit ich nicht durcheinander komme. Auch wenn die im realen Regal nicht mehr vorhanden sind, da ich die gelesene Bücher bis auf wenige Ausnahmen, weggebe. Ich brauche diese Übersicht über gelesene Bücher, denn mit den Jahren vergesse ich schon mal was, nicht viel, aber es kommt vor. Deswegen bleiben die Bücher hier stehen, und natürlich meine ungelesenen, die sind auch alle dabei.

    Ich mach es wie Emili, aus den gleichen Gründen :flower:.

    221. Welches Buch hat dir im Juli am besten gefallen?

    Heute fällt mir mal wieder besonders auf wie vielfältig hier gelesen wird. Bislang kenne ich kaum eines der heute geposteten Bücher :). Allerdings steht das ein oder andere auf meiner Wunschliste, weil es mir schon früher ins Auge gefallen ist.


    Mit 4,5 Sternen bewertet, hat mir Verschollen in Palma im Juli am besten gefallen (warum, hab ich im Rezi-Thread geschrieben :)).

    Eine verschwundene Tochter. Ein verzweifelter Vater. Und ein Wettlauf gegen die Zeit in der Hitze von Palma. Mons Kallentoft hat einen hochkarätigen Krimi vor atemberaubender Kulisse geschrieben. Mit einem gefallenen Helden, in dessen wüstem Innenleben sich die ganze Abgründigkeit des verlorenen Urlaubsparadieses wiederfindet.

    Drei Jahre ist es her, dass Tim Blancks sechzehnjährige Tochter Emme während einer Partyreise nach Mallorca verschwand. Die Polizei hat den Fall längst abgeschlossen. Doch Tim hat sich geschworen, niemals aufzugeben – ein Versprechen, das seine Ehe zerstörte und ihn alle Zelte in Schweden abbrechen ließ. Mittlerweile arbeitet er in Palma als Privatdetektiv. Für einen Auftrag soll er die untreue Ehefrau eines deutschen Millionärs beschatten. Doch schon bald wird ihr Geliebter ermordet aufgefunden, die junge Frau verschwindet spurlos. Tim beginnt auf eigene Faust zu ermitteln und gerät in die üblen Machenschaften von Mallorcas High Society. Hier, im dunklen Herzen des Urlaubsparadieses, zwischen Gier, Korruption und Gewalt, stößt er plötzlich auf eine Spur seiner Tochter. Was ist mit Emme passiert? Ist sie noch am Leben?

    Gibt es zu diesem Buch echt noch keine Rezensionsthread :-k? Jedenfalls hab ich keinen gefunden.


    Kurzbeschreibung/Amazon

    Deutschland in der Zukunft. Die Küsten sind überschwemmt, weite Teile des Landes sind entvölkert, und die Natur erobert sich verlassene Ortschaften zurück. Berlin ist nur noch eine Kulisse für Touristen. Regierungssitz ist Frankfurt, das mit dem gesamten Rhein-Main-Gebiet zu einer einzigen Megacity verschmolzen ist. Dort, wo es eine Infrastruktur gibt, funktioniert sie einwandfrei. Nahezu das gesamte Leben wird von Algorithmen gesteuert. Allen geht es gut – solange sie keine Fragen stellen.
    Liina, Rechercheurin bei einem der letzten nichtstaatlichen Nachrichtenportale, wird in die Uckermark geschickt, um eine, wie sie glaubt, völlig banale Meldung zu überprüfen. Dabei sollte sie eigentlich eine brisante Story übernehmen. Während sie widerwillig ihren Job macht, hat ihr Chef einen höchst merkwürdigen Unfall, der ihn fast das Leben kostet, und eine Kollegin wird ermordet. Beide haben an der Story gearbeitet, die Liina versprochen war. Anfangs glaubt sie, es ginge darum, ein Projekt des Gesundheitsministeriums zu vertuschen, aber dann stößt sie auf die schaurige Wahrheit: Jemand, der ihr sehr nahesteht, hat die Macht, über Leben und Tod fast aller Menschen im Land zu entscheiden. Und diese Macht gerät nun außer Kontrolle ...


    Über die Autorin

    Zoë Beck, geboren 1975. Schule und Studium in Deutschland und England. Schriftstellerin, Übersetzerin (u. a. Sally Rooney, Denise Mina, Amanda Lee Koe), Verlegerin (CulturBooks), Synchronregisseurin für Film und Fernsehen. Sie lebt und arbeitet in Berlin. Zoë Beck zählt zu den wichtigsten deutschen Krimiautor*innen und wurde mit zahlreichen Preisen, unter anderem mit dem Friedrich-Glauser-Preis, dem Radio-Bremen-Krimipreis und dem Deutschen Krimipreis, ausgezeichnet.


    Meine Meinung

    In ihrem neuen, dystopisch angehauchten Thriller, wirft Zoe Beck Schlaglichter in eine mögliche Zukunft. Dabei greift sie viele sich bereits in unserer Gegenwart abzeichnende Entwicklungen und Problematiken auf. Mehr als Schlaglichter können es auf den für diese komplexen Themen doch eher wenigen Seiten kaum sein. Insgesamt war das so für mich ok, auch wenn ich mir an manchen Stellen mehr Hintergrundausarbeitung gewünscht hätte.


    Schon auf den ersten Seiten geht es um „Fake News“, die gestreut werden um Menschen zu manipulieren, die in ihrer Mehrheit nichts dagegen haben, sich keine großen Sorgen um das Abgreifen und Nutzen ihrer Daten machen, sondern den Fokus auf den daraus resultierenden Vorteilen haben. Dinge, die sich bereits heute abzeichnen…


    Man wird ziemlich in die Geschichte „hineingeworfen“, ohne große Einführung in die Hintergründe oder genauere Zeitangabe, aber wie erwartet, werden diese Lücken nach und nach geschlossen und man bekommt eine etwas bessere Vorstellung der Gesellschaft, in welcher die Handlung stattfindet. Die Hauptfigur Liina arbeitet für eines der wenigen verbliebenen Nachrichtenportale, die sich um unabhängigen Journalismus und „echte“ Fakten und Informationen bemühen. Sie steht unter besonders aufmerksamer Beobachtung, die Gründe erfährt man im Laufe der Zeit genauer, und rund um ihre Person erwarten den Leser immer neue Überraschungen.


    Die Geschichte als solche hat mich jetzt nicht restlos überzeugt, doch die angerissenen Themen und die Fortführung schon heute bestehender Problematiken in eine nicht allzu ferne Zukunft fand ich interessant und wichtig. Nachdem ich hineingefunden hatte, war es für mich spannend und temporeich erzählt, die Auflösungen am Ende habe ich als etwas überstürzt empfunden, fand sie aber insgesamt in Ordnung. So auch die Figuren, denen ich nicht sonderlich nahegekommen bin - ohne jedoch dabei etwas zu vermissen :geek:.

    220. Ein Autor (m/w/d), der sein erstes Buch nach dem 40. Geburtstag veröffentlicht hat

    Eines Tages erhält die Schriftstellerin Juliet, die in den späten vierziger Jahren in London lebt, einen erstaunlichen Brief. Absender ist Dawsey Adams, ein Bauer von der Kanalinsel Guernsey, der antiquarisch ein Buch erworben hat, das zuvor ihr gehörte. Da ihre Adresse vorn im Buch steht, wendet er sich an sie, um mehr über den Autor zu erfahren, der ihn fasziniert. Zwischen der Literatin und dem Bauern entspinnt sich ein anrührender Briefwechsel, durch den Juliet von der Existenz der „Guernsey Literary and Potato Peel Pie Society“ erfährt, einer literarischen Gesellschaft, die die Inselbewohner – ungeübte Leser – gründeten, um sich über die schwere Kriegszeit hinwegzuhelfen. Je mehr Juliet über Dawsey und die anderen erfährt, desto mehr wünscht sie sich sie zu treffen. Sie beschließt, auf die Insel zu reisen. Dort stößt sie auf die Geschichte von Elizabeth, einem verschollenen Mitglied der Literarischen Gesellschaft, und ihre große Liebe zu einem deutschen Offizier. Und sie lernt Dawsey kennen…


    Mary Ann Shaffer, geboren 1934 in Martinsburg, West Virginia, arbeitete als Buchhändlerin und Bibliothekarin. Leider erlebte sie den ungeheuren Erfolg ihres ersten Romans nicht mehr. »Deine Juliet« erschien wenige Monate nach ihrem Tod. Ihre Nichte Annie Barrows, die sich bereits als Kinderbuchautorin einen Namen gemacht hat, half ihr kurz vor ihrem Tod bei der Fertigstellung des Buches.

    219. Welches Buch haben dein 20. Buchnachbar und Du sehr unterschiedlich bewertet?

    Mein 20. Buchnachbar ist Herbstelfe und wieder einmal ist es Fitzek, der bei mir schlecht wegkommt. Obwohl ich ihn als Autor sympathisch finde, kann ich mit seinen Büchern nicht warm werden, vom Thema her schon mal eher, aber sein Erzählweise passt für mich leider garnicht und inzwischen habe ich es aufgegeben.

    Herbstelfe hat das Buch mit 5 Sternen bewertet, ich nur mit 1 :-?.

    218. Ein Titel mit dem Wort "Glück"

    Umwege erhöhen die Ortskenntnis. Hinreißend witzig: zwei unwiderstehliche Helden auf dem Jakobsweg.

    Zoe, Künstlerin und Yoga-Expertin, flüchtet aus Kalifornien nach Frankreich. Martin, Technikfreak aus England, will den von ihm entwickelten Wanderkarren für Rückengeschädigte einem Praxistest unterziehen. Als sie sich auf dem Jakobsweg begegnen, sind sie erstmal ganz schön genervt voneinander. Aber schräge Reisegefährten, Wetter- und Seelenkatastrophen, die Kapriolen des Wanderkarrens schweißen zusammen. Werden Martin und Zoe, grundverschieden wie sie sind, auf dem Camino einen gemeinsamen Weg finden?

    Ein Roman über Neuanfang und Sinnsuche, übers Wandern und Zu sich selbst finden und darüber, wie wir mit einem Lächeln Erfüllung finden.


    Ich glaube, dieses wurde noch nicht genannt.

    Falls doch, hab ich es übersehen, bin ein bisschen müde :).

    Schon in der Leseprobe habe ich vermutet, dass mir dieses Buch unter die Haut gehen könnte, sofern ich mit dem ungewöhnlich intensiven und nicht immer leicht zu lesenden Stil auf Dauer klarkomme. Es brauchte dann auch ein wenig Eingewöhnung, aber je länger ich las, desto tiefer bin ich in diese aufwühlende Geschichte hineingesogen worden.


    Schweren Herzens und eigentlich wider besseres Wissen haben Emmes Eltern ihre 16-jährige Tochter mit zwei Freundinnen nach Mallorca fliegen lassen, ein bisschen Sommer, Sonne, Party, flügge werden eben – und dann verschwindet sie, von einem Moment auf den anderen. Der absolute Horror für Eltern. Die Geschichte setzt drei Jahre später ein und zeigt u. a. was ein solches Verschwinden und die damit verbundene Ungewissheit mit Eltern machen kann. Hoffnungslose Hoffnung, manchmal schlimmer als das Wissen um den Tod, weil Abschiednehmen und Loslassen nicht geht. Dieser Aspekt der Geschichte hat mich sehr berührt, ohne viel Worte zu machen einfühlsam und eindringlich geschildert. Emmes Mutter Rebecka versucht angestrengt in eine irgendwie geartete Normalität zurückzufinden und weiß doch tief in ihrem Inneren um die Sinnlosigkeit dieser Bemühungen. Der Vater, Tim Blanck, befindet sich noch immer in Palma, inzwischen als Ermittler für eine Detektei, und sucht nach Hinweisen, was mit Emme geschehen sein könnte. Er braucht die Aktion, ist dort inzwischen überall bekannt und hat sich ein gewisses Netzwerk aufgebaut, auf das er zurückgreifen kann, als sich die Ereignisse dramatisch zuspitzen…


    Eine düstere, desillusionierte Atmosphäre durchzieht die Geschichte auf nahezu allen Ebenen. Die Zerrissenheit der Hauptfigur wird gespiegelt in den gesellschaftlichen Missständen, dem ausufernden Party-Tourismus, Wasserknappheit, Korruption und noch einigem mehr. Die Schönheiten der Insel schimmern zwar immer wieder durch, aber tatsächlich hat der Autor den Fokus auf den Abgründen hinter den touristischen Fassaden und dem „easy fucking lifestyle“ (Zitat aus dem Buch). Und zwar so sehr, dass ich mich manchmal gefragt habe, wieso er dort mit seiner Familie lebt. Ich war noch nie auf Mallorca und mir ist nicht klar gewesen, wie groß dort die Diskrepanz zwischen Luxus und Not ist, wie weit die Schere von arm und reich auseinanderklafft.


    Vermutlich ist bei näherer Betrachtung nicht jede Szene glaubhaft und nachvollziehbar, aber ich fand den Plot, die Figuren und die Dialoge stimmig und authentisch. Stellenweise geht es nicht zimperlich zur Sache, verliert sich aber nie in blutigen Details und die Spannung steigt dermaßen, dass ich mich ein paar Mal echt beherrschen musste, nicht vorzeitig das Ende nachzulesen.


    Nicht immer trifft eine solche Erzählweise meinen Geschmack, aber hier liegen ein Drive und eine Intensität darin, die mich von Seite zu Seite mehr an die Geschichte gefesselt haben. Dieser Stil, so fiebrig und sprunghaft, ist sicher nicht jedermanns Geschmack, phasenweise durchaus anstrengend. Gerade das Ineinanderfließen von Gegenwart und Erinnerungsfetzen, Wirklichkeit und Gedankenwelt war mir in manchen Sequenzen ein bisschen viel.


    Zum Ende kann ich natürlich nix weiter schreiben, außer dass ich es stimmig und gut fand.


    Für mich war das definitiv kein Buch zur Entspannung, doch es hat mich gefesselt, aufgewühlt und noch eine ganze Weile beschäftigt.

    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:

    kann ich gut nachvollziehen, mir hat das Buch auch nur mittelmäßig gefallen. "Caraval" war nicht so meins. Zu ausschweifend irgendwie, wenig konzentriert..

    Danke, so ging es mir auch. Und im Moment kann ich mich nicht gut auf so was einlassen da bin ich einen Hauch von ungeduldig O:-).


    Ich hab das Buch jetzt einfach aus dem Regal gelöscht, wollte aber, weil ich es vor kurzem als "will-ich-bald-lesen" gepostet habe, kurz Meldung machen, dass und warum es verschwunden ist :).

    217. Hat Euch ein Buch schon mal dazu gebracht, mehr über ein Thema zu recherchieren und/oder weitere Bücher zum Thema zu lesen? Falls ja, welches Buch war das?

    Ich weiß nicht mehr, welcher Roman es gewesen ist, in dem ich zum ersten Mal mit dem Thema Asperger in Kontakt gekommen bin. Seitdem habe ich schon eine ganze Reihe gelesen und bin immer wieder aufs Neue interessiert und fasziniert. Stellvertretend nehme ich jetzt einfach diesen, etwas weniger bekannten Roman, der mir sehr gefallen hat.


    Colin ist nicht wie andere Jungen in seinem Alter. Er hat das Asperger-Syndrom und trägt stets sein Notizbuch bei sich, das ihm hilft, sich in der Welt zurechtzufinden. Als einer seiner Mitschüler eines Verbrechens beschuldigt wird, macht Colin sich mit seinem unbestechlichen Blick auf andere Menschen daran, den Fall aufzuklären.

    216. Welches Buch habt Ihr als letztes spontan beim Stöbern in einer Buchhandlung / einem Onlinehändler entdeckt und gekauft?

    Spontane Stöberkäufe gibt es bei mir kaum noch. Wenn ich mir ein Buch kaufe, dann hat das in der Regel zuvor auf meiner Wunschliste gestanden.


    Dieses hier ist das einzige, von dem ich mir gerade sicher bin, dass ich es spontan gekauft habe, als ich auf der Verlagsseite die Buchvorstellung gesehen habe. Das war im letzten Jahr. Gelesen hab ich es immer noch nicht, aber so ein Sachbuch ist bei mir eh meist ein Langzeitprojekt.


    Was passiert mit uns, wenn wir altern, sterben, tot sind? Ohne Sentimentalität, aber sehr empathisch beschreibt Oliver Müller dies in seinem Buch, ein nüchterner, erhellender und kluger Blick auf die Biologie alles Lebendigen. Und irgendwie auch tröstlich: Denn was man kennt, muss man nicht so sehr fürchten.

    Das geht uns alle an Die menschliche Vergänglichkeit verstehen

    Was Sie schon immer über Altern und Sterben wissen wollten – und sich nicht trauen zu fragen Wissen über den Tod, damit das Leben reicher wird

    215. Welches Buch möchtest du als nächstes lesen?

    Scarlett Dragna fürchtet sich vor ihrem Vater, dem grausamen Governor der Insel Trisda. Sie träumt davon, ihrem Dasein zu entfliehen und Caraval zu besuchen, wo ein verzaubertes Spiel stattfindet. Doch ihr Wunsch erscheint unerreichbar – bis Scarlett von ihrer Schwester Donatella und dem geheimnisvollen Julian entführt wird, die ihr den Eintritt zu Caraval ermöglichen. Aber ist Caraval wirklich das, was Scarlett sich erhofft hat? Sobald das Spiel beginnt, kommen Scarlett Zweifel. Räume verändern auf magische Weise ihre Größe, Brücken führen plötzlich an andere Orte und verborgene Falltüren zeigen Scarlett den Weg in finstere Tunnel, in denen Realität und Zauber nicht mehr voneinander zu unterscheiden sind. Und als ihre Schwester verschwindet, muss Scarlett feststellen, dass sich ein furchtbares Geheimnis hinter Caraval verbirgt ...


    Das habe ich gestern über die Onleihe auf meinen Tolino geladen und werde vermutlich heute damit beginnen.

    Ich hab mir vorgenommen immer mal wieder ein Buch von meinen Merk- und Wunschlisten (hier im BT und/oder meiner Stadtbibliothek) zu nehmen.

    Beim letzten Mal war es "Die Bienen" von Laline Paull, das ich dann recht bald abgebrochen habe (ohne es in meine Statistik aufzunehmen), war mir einfach zu langweilig erzählt.

    Nun bin ich gespannt ob mich Caraval mehr fesselt. Gerade bei Fantasy kommt es immer sehr auf den Erzählstil an.

    Juli 2020


    Diesen Monat mal ganz pünktlich :), ein durchschnittlicher "Lesemonat" ohne großen Ausschlag nach oben oder unten:


    Bücher:


    Der Schatten - Melanie Raabe :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    diese Art konstruierter Psycho-Plot ist nicht mein Geschmack und um mich trotzdem zu fesseln hier einfach nicht gut genug gemacht, unglaubwürdige Dialoge, viele Wiederholungen und abgegriffene Stilmittel, "musste" es für meinen Lesekreis lesen, knappe 3 Sterne


    Erklärt Pereira - Antonio Tabucchi :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    ungewöhnliche Erzählform, von daher plätschert es eher so vor sich hin und verströmt eine gewisse Monotonie, entfaltet aber nichtsdestotrotz einen ganz eigenen Zauber, der mich an die Geschichte gefesselt hat und gerne lesen ließ.


    Ein unmoralisches Sonderangebot - Kerstin Gier :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    flott und unterhaltsam geschrieben, mit netten Figuren und spritzig-witzigen Dialogen, angenehmes leichtes Lesefutter


    Der Schwur - John T. Lescroart :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    "eigentlich" wieder gut, Thema, Sprache und vertraute Figuren, aber nicht so flüssig zu lesen. Ausgesprochen dialoglastig, auch wenn eloquent, so doch zu sehr in Einzelheiten verloren, was es für mich anstrengend und ermüdend gemacht hat. Nach gut 200 S. bin ich zu den letzten 50 gewechselt, ich hatte nicht das Gefühl etwas versäumt zu haben und es ging aus wie anfangs in etwa vermutet :geek:. Sehr wohlwollende 3 Sterne in Anlehnung an frühere Begeisterung


    Verschollen in Palma - Mons Kallentoft :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:

    Blick in die Abgründe hinter Mallorcas Urlaubs- und Partyszene, aufwühlende, intensiv erzählte Geschichte um die Suche nach verschwundener Tochter und was die Ungewissheit mit Eltern machen kann


    Die Mühle am Fluss - Marcia Willett :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    ruhige Wohlfühl-Geschichte aus dem ländlichen England warmherzig erzählt, von Liebe, Freundschaft und Lebensträumen, liebenswerte Figuren, so was unaufgeregtes muss ich ab und an auch mal haben, besonders nach einer Geschichte wie "Verschollen in Palma".


    Hörbuch:


    Eisiger Dienstag - Nicci French :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    Teil 2 der Reihe um Frieda Klein, gut erzählt und sehr gut gelesen von Andrea Sawatzki, aber mit einigen Längen und infolgedessen durchhängendem Spannungsbogen, eine der Spannungskomponenten aus Teil 1 scheint von Fall zu Fall mittransportiert zu werden

    214. Ein Buch, das du zur Zeit liest

    Deutschland in der Zukunft. Die Küsten sind überschwemmt, weite Teile des Landes sind entvölkert, und die Natur erobert sich verlassene Ortschaften zurück. Berlin ist nur noch eine Kulisse für Touristen. Regierungssitz ist Frankfurt, das mit dem gesamten Rhein-Main-Gebiet zu einer einzigen Megacity verschmolzen ist. Dort, wo es eine Infrastruktur gibt, funktioniert sie einwandfrei. Nahezu das gesamte Leben wird von Algorithmen gesteuert. Allen geht es gut – solange sie keine Fragen stellen.
    Liina, Rechercheurin bei einem der letzten nichtstaatlichen Nachrichtenportale, wird in die Uckermark geschickt, um eine, wie sie glaubt, völlig banale Meldung zu überprüfen. Dabei sollte sie eigentlich eine brisante Story übernehmen. Während sie widerwillig ihren Job macht, hat ihr Chef einen höchst merkwürdigen Unfall, der ihn fast das Leben kostet, und eine Kollegin wird ermordet. Beide haben an der Story gearbeitet, die Liina versprochen war. Anfangs glaubt sie, es ginge darum, ein Projekt des Gesundheitsministeriums zu vertuschen, aber dann stößt sie auf die schaurige Wahrheit: Jemand, der ihr sehr nahesteht, hat die Macht, über Leben und Tod fast aller Menschen im Land zu entscheiden. Und diese Macht gerät nun außer Kontrolle ...

    213. Welcher Charakter (m/w/d) war dir diesen Monat am unsympathischsten?

    Juan Pedro Salgado, Polizeichef in Mallorca.


    Eine verschwundene Tochter. Ein verzweifelter Vater. Und ein Wettlauf gegen die Zeit in der Hitze von Palma. Mons Kallentoft hat einen hochkarätigen Krimi vor atemberaubender Kulisse geschrieben. Mit einem gefallenen Helden, in dessen wüstem Innenleben sich die ganze Abgründigkeit des verlorenen Urlaubsparadieses wiederfindet.

    Drei Jahre ist es her, dass Tim Blancks sechzehnjährige Tochter Emme während einer Partyreise nach Mallorca verschwand. Die Polizei hat den Fall längst abgeschlossen. Doch Tim hat sich geschworen, niemals aufzugeben – ein Versprechen, das seine Ehe zerstörte und ihn alle Zelte in Schweden abbrechen ließ. Mittlerweile arbeitet er in Palma als Privatdetektiv. Für einen Auftrag soll er die untreue Ehefrau eines deutschen Millionärs beschatten. Doch schon bald wird ihr Geliebter ermordet aufgefunden, die junge Frau verschwindet spurlos. Tim beginnt auf eigene Faust zu ermitteln und gerät in die üblen Machenschaften von Mallorcas High Society. Hier, im dunklen Herzen des Urlaubsparadieses, zwischen Gier, Korruption und Gewalt, stößt er plötzlich auf eine Spur seiner Tochter. Was ist mit Emme passiert? Ist sie noch am Leben?