Bücherwichteln im BücherTreff

Beiträge von Smoke

    288. Eine Geschichte, die sich ausschließlich auf dem Land ereignet


    Marie des Brebis hat das Leben einer einfachen Frau gelebt, geprägt von der Sorge um ihre Familie, um Haus, Hof und Tiere, unter den harten Bedingungen auf dem Lande im Frankreich des frühen 20. Jahrhunderts.

    Ihre Geschichte, aufgezeichnet von dem französischen Bestsellerautor Christian Signol, lässt uns staunen, wie reich dieses Leben war, getragen von Weisheit und Vertrauen und einem Gespür für das, was hinter und in den alltäglichen Dingen des Daseins webt.

    Inmitten einer traumhaften Landschaft, an der Grenze zur Dordogne, wurde Marie des Brebis als Säugling von einem Schäfer unter einem Wacholderbusch gefunden. Die Natur war von Anfang an ihr Lehrmeister, der sie in die Weisheiten des Lebens einweihte. Voller Hingabe hat Marie für ihr kleines Glück gearbeitet. Und obwohl sie manch schwere Zeit überstehen musste, hat sie das Vertrauen in das Schicksal und in einen Sinn auch der schweren Erfahrungen des Lebens nie verloren. Der Verlust ihres ersten Kindes, die harte Arbeit ihres Mannes im Steinbruch, die ihn schließlich seine Gesundheit kostete, die Angst um den Sohn, der sich im Zweiten Weltkrieg den Widerstandskämpfern anschloss, das schwere Los der geliebten Tochter im fernen Paris – Marie des Brebis hat es verstanden, aus all diesen Prüfungen ungebrochen hervorzugehen und Kraft zu schöpfen aus der Liebe zu allen Dingen und zur Natur.


    287. Ein Buch, das in jedem Alter gelesen werden kann

    Vielleicht nicht ganz in jedem Alter :wink:, ein Kinderbuch ist es natürlich nicht.

    Trotzdem kam es mir sofort in den Sinn, weil ich es als Mädchen mindestens 2 mal gelesen habe, dann wieder als junge Frau, und vor kurzem in fortgeschrittenerem Alter. Und jedes Mal hat es mich begeistern können. Als Mädchen mehr aus der "Abenteuerperspektive" der Kinder, später dann mit den Augen des erwachsenen Lesers mit anderem Schwerpunkt.

    Mein Ding ist das eigentlich auch nicht und ich war, wie gesagt, ziemlich skeptisch. Aber es hat mir tatsächlich sehr gut gefallen. Und was noch bemerkenswerter ist, sogar meinem Vater, was mich erstaunt hat. Denn der mag so was noch viel weniger.


    Hier schreibt die Autorin ja nicht allein :wink:, Jean Bagnol.

    Den zweiten Teil (da geht es nicht um Sado-Maso, wenn ich mich recht erinnere) mochte ich auch und den dritten will ich unbedingt demnächst lesen.

    Ups, gibt ja nur eine Rezension zu diesem Buch.


    Nun gut, jetzt sind es zwei :geek::


    Die taffe Zadira Matéo, Drogenfahnderin mit Migrationshintergrund, wurde strafversetzt - von Marseille in ein kleines Städtchen in der Provence. Sie ist frustriert, lässt das jeden in ihrer Umgebung spüren und hat nicht die leiseste Absicht, in irgendeiner Form Wurzeln in Mazan zu schlagen.

    Der Mord an einer jungen Frau, die augenscheinlich für Sado-Maso-Spiele missbraucht wurde, lässt ihr keine Ruhe. Hartnäckig ermittelt sie in alle Richtungen, ungeachtet der Anweisungen vorgesetzter Institutionen, wie schon seinerzeit Marseille. Strafversetzt ist sie bereits, viel schlimmer kann es nicht mehr kommen :wink:.


    Annähernd zeitgleich mit Zadira trifft ein streunender Kater in dem Städtchen ein und wird dort in der Katzenwelt ähnlich feindselig aufgenommen. Mit seinen feinen Antennen spürt er sofort, dass etwas nicht stimmt in Mazan, eine ungute Atmosphäre von Angst und Tod wabert dort durch die malerischen Straßen.

    Während ihrer Bemühungen die Geheimnisse von Mazan zu entschlüsseln, laufen sich Zadira und der Kater immer wieder über den Weg. Widerwillig fühlen sich diese beiden verwandten Seelen und notorischen Einzelgänger zu einander hingezogen und im Laufe der Ermittlungen ergänzen sie sich perfekt.


    Zu Beginn war ich nicht sicher, ob ich diesen Genre-Mix von Sado-Maso, Grusel und Katzen als Ermittler auch wirklich mögen würde. Die herausragende Sprache und die so wunderbar eingefangene Atmosphäre der Provence und ihrer Bewohner haben mich jedoch von der ersten Zeile an hingerissen.

    Und schnell lösten sich all meine Vorbehalte in Luft auf. Die Ermittlungen von Zadira wurden zusehends vielschichtiger und spannender, die mir anfangs noch so eigenwillig erschienenen Komponenten perfekt und stimmig verknüpft. „Sado-Maso“ ist seit Shades of Grey en vogue. Mir hat es gut gefallen, wie das Thema hier von mehreren Seiten reflektiert wird.

    Irgendwie weiß man sehr früh, wer der Mörder ist – und erfährt es doch erst ganz am Schluss. Klingt kryptisch, aber so ist es :geek:.


    Beim Lesen habe ich mich öfter gefragt, ob Katzen uns Menschen wirklich in dieser Art und Weise wahrnehmen und durchschauen? Es hat mich amüsiert, wie Parallelen zwischen Katzen- und Menschenwelt gezogen werden, besonders hinsichtlich ihrer Befindlichkeiten und Beziehungen.

    Zadira mit ihrem Sinn für Ironie und Sarkasmus ist mir im Laufe der Geschichte immer sympathischer geworden. Sie ist frech, cool, respektlos – und gleichzeitig mitfühlend, warmherzig und loyal – genau wie ihr „Commissaire Mazan“. Die subtilen verbalen Zweikämpfe zwischen den „Enarchen“ aus Frankreichs Kaderschmiede und der „Pied-noir“ - Polizistin waren große Klasse!


    Selten habe ich einen so vielschichtigen und außergewöhnlichen Krimi gelesen. Sprachlich herausragend und wunderbar ausgestaltete Figuren (sowohl Menschen als auch Tiere) machen diesen spannenden und schlüssig aufgebauten Krimi für mich zu einem besonderen Lesevergnügen. Wer es schafft, trotz der spannenden Handlung langsam und aufmerksam zu lesen, findet dazu noch eine Fülle von liebevollen Details und eine Menge kluger Gedanken.

    Trotzdem möchte ich euch diesen Krimi ans Herz legen.

    Danke für den Tipp, ich setze das Buch auf die Wunschliste - aber nur, wenn

    Du mir versprichst, dass sich hier keine Ehefrau selbstverwirklicht und ich von

    dem Pseudo-Emanzen-Gedudele verschont bleibe...?

    Versprochen O:-).

    Ich suche nachher mal meine Rezi dazu aus den Tiefen meines Laptops und poste sie im Thread.

    Ist ein ungewöhnlicher Krimi, sowohl vom Inhalt als auch von den Protagonisten her.

    Ich glaube nicht, dass ich jetzt versuchen muss, ob mir das nächste Buch der Autorin gefallen könnte

    Also ich gebe ihr keine weitere Chance. Ich mag keine Bücher, bei denen die Protagonisten ständig ihren eigenen Nabel

    betrachten. Und mir das auch noch mitteilen.

    Und dann noch sentenzenhafte Lebensweisheiten dranhängen, die ich nur albern finden kann.

    :)

    Trotzdem möchte ich euch diesen Krimi ans Herz legen.

    Ich fand ihn klasse und könnte mir vorstellen, dass er euch möglicherweise auch gefällt drawe und Marie .

    Vielleicht fällt er euch mal irgendwo in die Hände, ich wäre gespannt auf eure Meinung.

    Ich frage mich, warum das Buch hier im BT bewertungstechnisch so schlecht wegkommt :-?.

    Diese über-poetische Sprache muss man mögen; nach meinem Dafürhaltenüberschreitet die Autorin zu oft die Grenze zum Schwulst

    Ja, dieses Eindruck habe ich bei Nina George auch schon gehabt. Die Mondspielerin mochte ich ganz gern, aber das Lavendelzimmer liegt immer noch angelesen auf dem SuB, obwohl meine Mum es mir so sehr ans Herz gelegt hat.

    Dabei schreibt die Autorin mit ihrem Mann zusammen unter dem Pseudonym Jean Bagnol richtig gute Krimis.

    284. Welches Sachbuch hast du zuletzt gelesen?


    Gelten Biographien eigentlich als Sachbücher?:-k Dann wäre es "Queen Victoria" von Julia Baird.

    Ansonsten war das zuletzt beendete Sachbuch dieses Buch:

    Ich habe das jetzt einfach mal vorausgesetzt, lasse mich aber gern eines Besseren belehren :).

    Allerdings mache ich einen Unterschied zu "Romanbiografien", die fallen für mich nicht unter Sachbücher.

    284. Welches Sachbuch hast du zuletzt gelesen?

    Kann ich auch eins nehmen, das noch nicht beendet ist? Dann muss ich nicht so lange suchen :uups:.


    Queen Victoria gilt als prüde, ewig trauernde und zurückgezogene Matrone war sie das wirklich? Mit nur 18 Jahren bestieg sie den Thron. Mit 20 heiratete sie Prinz Albert von Sachsen-Coburg und Gotha, mit dem sie neun Kinder hatte. Sie liebte Sex. Und sie setzte ihre Macht bewusst ein. Sie überschritt konventionelle Grenzen, äußerte klar ihre Meinung und begann nach dem Tod ihres geliebten Albert eine intime Beziehung mit ihrem Diener John Brown. Die Frau, die schon zu Lebzeiten einem ganzen Zeitalter ihren Namen gab, verkörperte selbst gerade nicht die bürgerlichen Traditionen und Konventionen, für die das viktorianische Zeitalter steht.

    Julia Baird schreibt mit großer erzählerischer Kraft die bewegende Geschichte einer Frau, die neben den wichtigen politischen Fragen ihrer Zeit mit vielen durchaus heutigen Probleme konfrontiert war: der Balance zwischen Arbeit und Familie, den Schwierigkeiten der Kindererziehung, Ehekrisen, Verlustängsten und Selbstzweifeln.


    281. Ein Buch eines Autors, dessen Nachname mit N beginnt

    Ha, endlich kann ich dieses Buch mal wieder nennen, mit einem Humor, der durchaus polarisiert :geek:. Ich fand es mega unterhaltsam.

    Wenn ich nicht zu schnuddelig gelesen habe, wurde dieser Autor auch noch nicht genannt :scratch:.

    280. Ein Buchtitel, der aus genau 7 Wörtern besteht


    Mensch, war das schön:

    Im Morgengrauen ging’s los, eingepfercht auf der Rückbank der vollbeladenen Familienkutsche.

    Zehn Stunden Fahrt an die Adria, ohne Klimaanlage und Navi, dafür mit Modern Talking aus dem Kassettenradio.

    Am Strand ein Duftgemisch aus Tiroler Nussöl und Kläranlage, und statt Cappuccino gab’s warme Limo.

    Willkommen zurück im Urlaubsparadies der 80er Jahre.

    Darin findet sich Familienvater Alexander Klein wieder, als er über einem Fotoalbum einnickt und als pickliger Fünfzehnjähriger erwacht – dazu verdammt, die Italien-Premiere seiner Jugend noch einmal zu erleben. Und zwischen Kohlrouladen und Coccobellomann die beste Zeit seines Lebens hat.


    Das fand ich sehr unterhaltsam, ganz besonders, es von Bastian Pastewka vorgelesen zu bekommen :).


    278. Ein Cover, das symbolisch für die Geschichte des Buches ist

    Puh, hier hab ich lange gesucht bis ich einigermaßen zufrieden war.


    Das Cover dieses berührenden Buches symbolisiert für mich sehr eindringlich die Hoffnungslosigkeit, die in der Geschichte trauriges Thema ist.

    277. Welches Buch hast Du Dir aufgrund einer gelesenen Rezension gekauft?


    Die ausschlaggebende Rension habe ich auch nicht hier im BT gelesen (gibt hier noch gar keine, oder :scratch:?), aber es wurde hier so oft als heißer Tipp gehandelt, dass ich es mir vor kurzem gekauft habe.

    Leider noch nicht gelesen, obwohl es an sehr gut sichtbarer Stelle in meinem Regal steht :wink:.

    276. Ein Buchtitel, der ein Tier enthält

    Das hat mir supergut gefallen.

    Irgendwann werde ich es mir vielleicht noch einmal kaufen.

    Damals habe ich es meiner Gemeindebücherei gespendet, damit es viele Leute lesen können - und dann hat es jemand nicht mehr zurückgegeben :evil:.

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