Beiträge von Svanvithe

    Monka Winter, kurz Mo, Motte oder Mottchen genannt, lebt mit Papa Jo, Mama Linde und Bruder Ben auf einer großen Pferdefarm. Dort züchten sie Springpferde und Connemara-Ponys, für die sogar eine eigene Ponyschule eingerichtet wurde. Mo hilft gerne mit, aber meist bleibt ihr viel Zeit, sich um ihr Lieblingspony Dr. Paul, der wie sie zehn Jahre alt ist und am gleichen Tag Geburtstag hat, zu kümmern. Bis sich Mos Mutter, eine berühmte und erfolgreiche Springreiterin, gleich zu Beginn der Sommerferien den Arm bricht und Motte bittet, die Leitung der Ponyschule zu übernehmen. Dass sie ihr das zutraut, freut Mo sehr, wenngleich sie natürlich ein wenig Bammel vor der unerwarteten Verantwortung hat, schließlich gibt es unter den Ponys auch ein paar übermütige Vierbeiner. Als gerade eines von eben jenen von der Koppel zu entwischen droht, taucht eine fremde Reiterin auf, verhindert das Ausbüchsen und verschwindet dann wieder. Das ist äußerst mysteriös. Allerdings wäre Motte nicht sie selbst, wenn sie Dank ihrer Wissbegierde diesem Geheimnis nicht auf die Spur kommen würde...



    Obwohl die Jungen nicht ausgeschlossen werden sollen, dürften an und mit diesem Buch von Anne Wolff und Nadine Reitz vor allem Mädchen ihre Freude haben. „Ein Heuhaufen voller Geheimnisse“ ist die erste mit munterer Ungezwungenheit, Witz und Sorgsamkeit für Kinder geschriebene und gezeichnete Geschichte der Reihe „Die Schule der kleinen Ponys“, in der Familie und Herzenswärme, Zusammenhalt und Vertrauen, Freundschaft und Hilfsbereitschaft und ganz viel Tierliebe wichtig sind.


    Dabei haben sowohl Autorin und Illustratorin bei diesem Abenteuer mit ein paar aufregenden Geheimnisse und Überraschungen auf eine kindgerechte, aber nicht zu kindliche Gestaltung geachtet. Neugierig machende Überschriften führen die Kapitel an. Außerdem lockern Zettel, Pläne und in Klammern gesetzte Anmerkungen den Text auf. Ein ausgezeichnetes Plus sind die bezaubernden und fröhlichen Bilder von Nadine Reitz. Sie unterstützen in harmonischer Art und Weise die geschilderten Ereignisse.


    Es gibt ein paar ernstere Momente, sie erdrücken und erschweren indes nicht den Spaß, den alle Beteiligten haben, wenn Monka die Leser an ihrer bunten Welt und an ihren Gedanken und Gefühlen teilhaben lässt, indem sie diese direkt anspricht. Motte ist ein aufgewecktes Mädchen. Sie hat zwar vor vielen Dingen Angst, vor Spinnen, langen Autofahrten und vor Gewitter zum Beispiel, jedoch niemals vor Pferden oder Ponys. Für sie schlägt ihr Herz, besonders für ihren übermütigen Dr. Paul, mit dem sie durch dick und dünn geht, und der wiederum sie blind versteht.


    Nicht unerwähnt bleiben soll, dass die im Anhang befindlichen „Mos liebste Schoko-Hafer-Kekse“ und ein Dr. Paul-Lesezeichen die Möglichkeit für die Leser bieten, selbst aktiv zu werden.


    Alles in allem ist "Ein Heuhaufen voller Geheimnisse" ein großartiges Abenteuer für Pferdefreunde und solche, die es werden wollen.


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    Maria hat nach langen Jahren des Umherziehens in der Welt auf Norderney einen Hafen gefunden, und sie ist glücklich damit. Und mit ihrem Freund Simon, ihren Töchter Morlen und Hannah. Seit dreieinhalb Jahren betreibt sie zudem die Strandmuschel, ihr Café am Rand der Dünen mit Blick auf die Nordsee.


    Noch misst sie dem Wunsch von Simon, mit der kein Jahr alten Hannah vier Wochen auf Tour zu gehen, keine große Bedeutung bei. Ihre Begeisterung hält sich einerseits in Grenzen, andererseits will sie den beiden diese gemeinsame Zeit gönnen. Außerdem halten Maria ein kaputtes Dach und die für die Reparatur benötigte Finanzierung, eine Pachterhöhung für das Café, unerwartete Unstimmigkeiten mit der heranwachsenden Morlen und ihre Freundin Toni, die überraschend auf der Insel anlandet, auf Trab.


    Doch nach und nach schleichen sich unsichere Gedanken ein. Liebt Simon sie noch? Er wirkt nämlich sehr zurückgenommen, wenn sie ihn denn überhaupt erreicht, und so, als würde sie ihm gar nicht fehlen. Und dann kommt auch Jan, ihr Ex und Vater von Morlen, früher als geplant und liefert sich mit Georg, einem Gast des Cafés, der Freude daran hat, das Dach der Strandmuschel zu reparieren, ein paar Hahnenkämpfe um ihre Gunst.


    Zu guter Letzt leidet Maria weiterhin unter dem Verlust ihrer Mutter Iris, die vor Hannahs Geburt an Krebs verstarb und ihr das Haus hinterlassen hat. Von diesem kann sich die junge Frau schwer lösen, müsste es allerdings auf Grund ihrer prekären finanziellen Situation dringend. Bei einem Blick in den Keller entdeckt sie eine Kiste mit an sie gerichteten Tagebüchern ihrer Mutter. Der Inhalt entwickelt sich zu einer Offenbarung, lässt die Vergangenheit auftauchen, Maria einiges aufarbeiten und ihren Lebensplan und die Zukunft überdenken...



    Meike Werkmeister ist eine Überraschung für mich. Ihren 2019 veröffentlichten Roman „Sterne sieht man nur im Dunklen“ habe ich bedauerlicherweise verpasst. Nun bin ich froh über die Lektüre ihres neuen Werkes „Über dem Meer tanzt das Licht“. Dieses folgt hinsichtlich der Örtlichkeiten und Personen dem Vorgänger, rückt indes Maria und ihre kleine Familie in den Mittelpunkt und kann auch ohne Kenntnis der vorherigen Ereignisse gelesen werden.


    „Über dem Meer tanzt das Licht“ ist zwar eine erdachte Geschichte, aber eine, die aus dem Leben gegriffen scheint, weil sie echt und wahrhaftig anmutet und überdies ein Wohlgefühl auslöst.


    Meike Werkmeister ist eine talentierte Schreiberin. Ihr gelingt es, mit leichter Hand, jedoch unglaublicher Energie und Leidenschaft sowie einem bemerkenswerten Gespür sensibel die Alltäglichkeit der Liebe, die Bedeutung von Freundschaft und das Funktionieren von Beziehungen zu betrachten und dabei den schmalen Grat zwischen Kitsch und (Erzähl)Kunst zu umschiffen. Dabei kreiert sie ein angenehmes Ambiente, in dem die Natur eingebunden wird. Sie verwendet gelegentlich leisen Sprachwitz, hilfreiche Weisheiten und Überlegungen, die nachdenklich stimmen, lässt eine Melancholie über unwiederbringliche Verluste und Erinnerungen anklingen.


    Sämtliche Figuren sind geprägt von einer feinsinnigen Charakterisierung.


    Maria, einst unabhängig, wild und draufgängerisch und in der Lage, allein klarzukommen, ist ruhiger geworden, hat einen für sich passenden, einen ungewöhnlichen Menschen gefunden, der wie sie einen ausgeprägter Freiheitsdrang besitzt, gleichwohl – vor allem nach dem Tod der Mutter – an ihrer Seite gewesen ist. Simon schafft es, spielerisch, jeden Streit in eine harmlose Richtung zu lenken, verfügt über ein atemberaubendes Selbstbewusstsein, fürchtet sich vor nichts und bringt Maria immer wieder zum Lachen. Aber offensichtlich beschäftigt ihn irgendetwas, dessen Ursache er herausfinden muss...


    In einem Satz gesagt: „Über dem Meer tanzt das Licht“ hat definitiv das Zeug für ein Herzensbuch.


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    „Die Sonne lauerte bereits an der Wasseroberfläche und zauberte Pastelltöne in die feuchte Meeresluft.

    … so kurz vor dem Ziel fühlte sie nun auch eine erwartungsvolle Freude, ein Kribbeln, als wüsste etwas in ihrem Unterbewusstsein mehr als sie selbst und hoffte auf ein grandioses Abenteuer.“ (Seite 9)


    Merit wird von ihrem Freund Ferdinand für eine andere Frau verlassen. An sich passiert so etwas ja täglich, aber Merit ist völlig überrascht. Sie hat nun in Berlin keine Unterkunft mehr, wohnte sie doch bei Ferdinand. Spontan entscheidet sie sich, das Angebot anzunehmen, für einige Sommermonate als Katzensitterin auf Island nicht nur das Tier, sondern auch das Haus der Besitzerin Ísrún in beliebtesten Teil der Hauptstadt Reykjavík zu hüten. Außerdem knüpft sie eine weitere Hoffnung an den Aufenthalt: Vielleicht kann sie ihre in der Beziehung mit Ferdinand auf Eis gelegte Leidenschaft für die Malerei wieder beleben und Perspektiven für ihre Zukunft entdecken?


    Es dauert nicht lange, und Merit findet Anschluss und neue Freunde. Sie beginnt, die Sprache zu lernen, bekommt sogar einen Job, um im teuren Reykjavík zu bestehen. In Ísrúns Haus trifft Merit nicht nur auf Kater Köttur, ein weiterer „Streuner“ wohnt hier: der Norweger Kristján, der als Hubschrauberpilot arbeitet und der jungen Frau zeigt, dass sich das Herz nicht so einfach abstellen lässt, wenn man es befiehlt, sein eigenes nicht ausgenommen. Aus einer anfänglichen „Bettgeschichte“ entwickelt sich langsam eine engere Bindung, bei der zwar die Narben auf Merits Körper keine Rolle spielen, sich allerdings ein paar Dämonen aus Kristjáns Vergangenheit bemerkbar machen...



    Kiri Johanssons „Islandsommer“ ist die Geschichte von Merit und Kristján, die auf den ersten Blick alltäglich anmutet, es jedoch nicht ist. Sie erzählt von Liebe, Freundschaft, Leidenschaft, Selbstfindung und -verwirklichung und der Bewältigung von Traumata.


    „Islandsommer“ versprüht einen ganz eigenen Zauber, was wahrscheinlich damit zusammenhängt, dass wir im Land der magischen Wesen, der Elfen, Feen, Gnome und Trolle sind. Das Weltbild auf Island scheint ein bisschen anders zu sein, genau wie der Umgang der Insulaner mit ihrer Heimat. Die Autorin hat eine wunderbare, unglaublich bildschöne Art, die Einmaligkeit der Insel, die Vielfältigkeit der Natur, die Menschen und die besondere Atmosphäre darzustellen. Sie kennt sich aus, und es gelingt ihr mit wenigen Worten, uns einzuladen, um das Land in all seiner Pracht mit dem nötigen Respekt und rücksichtsvoll zu erkunden.


    Kiri Johansson wählt für ihre Geschichte einen ruhigen Erzählton, der mit seinem ästhetischen, behaglichen Ausdruck überzeugt. Die Handlung folgt einer klaren Linie, wenngleich deren Verlauf nicht unbedingt überrascht. Aber mit einigen tiefgründigen Ereignissen und Geheimnissen versehen beansprucht sie durchaus eine Beschäftigung mit dem realistischen Geschehen.


    Die Geschichte erfahren wir hauptsächlich aus der Sicht von Merit. Indes tragen die Kristján gewidmeten Kapitel dazu bei, seine innere Gefühlswelt offenzulegen und nachzuvollziehen. Überhaupt entfaltet Kiri Johansson sehr viel Einfühlsamkeit bei der Ausarbeitung und Entwicklung der Emotionen ihrer Protagonisten, dem Auf und Ab der Annäherung. Denn sowohl an Merit als auch an Kristján ist die Vergangenheit nicht spurlos vorbeigegangen.


    Bei Merit sitzt der Schock über die unerwartete Trennung von Ferdinand anfangs tief, in Reykjavík kommt sie zur Ruhe, löst sich davon und lernt mit dem überwältigende Gefühl von Menschenscheu, das sie wie so oft aus dem Nichts überfällt, noch besser umzugehen. Nach dem Tod der Eltern hatte es eine Zeit bedrückender Dunkelheit gegeben, von dem ein kleiner Schatten geblieben war.


    Kristján ist ein kontrollierter Mann, gradlinig und schnörkellos in seiner Kommunikation. Er schätzt Ordnung und Verlässlichkeit. Zwar ist er nicht immun gegen die Ausstrahlung interessanter Frauen, jedoch er hat sich vorgenommen, diesen Sommer einen deutlichen Abstand zwischen sich und allem Weiblichen zu wahren. Und die attraktive, aber unstrukturierte Merit passt so gar nicht in sein Beuteschema.


    Letztlich erweist sich gerade sein „Elfenmädchen“ als absoluter Glücksgriff, als den jungen Mann ein Teil seiner Vergangenheit übermächtig einholt...


    „Islandsommer“ ist einer jener warmherzigen Romane, der den Alltag versüßt und wunderbare Lesestunden bereitet.


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    O je! Was eigentlich ein freudiges Ereignis sein soll, ist Frida enorm peinlich: Sie verliert ihren ersten Schneidezahn und kann nun nicht mehr das „F“ aussprechen. Alles hört sich ganz schrecklich an, sogar ihr eigener Name. Die Aufmunterungsversuche ihrer Mutter findet Frida gar nicht spaßig, also verzieht sie sich in ihr Zimmer. Dort kommen plötzlich seltsame Geräusche aus ihrem Kleiderschrank. Als sich die Türen mit einem Knall öffnen, springt ein gestreifter Ritter auf einem schwarzen Reittier heraus und galoppiert ins Zimmer. Das merkwürdige Gespann entpuppt sich als NeinJa-Ritter auf seinem Zebra Tornado, das leider keine weißen Streifen mehr hat und deshalb ziemlich durcheinander ist. Genauso wie der NeinJa-Riter, ein komischer Kauz, der ständig Nein und Ja verwechselt.

    Gemeinsam reiten die drei in ein fantastisches Abenteuer in eine andere, merkwürdige Welt und begegnen nicht nur der Königin der Weißheit und einem Geburtstagskind, das jeden Tag Geschenke erhält. Erstere überreicht ihnen einen Wegweißer, der ihnen den Weg ins Land der verlorenen Dinge zeigen soll. Denn es müsste doch ein Unding sein, wenn sich da nicht das F und die Streifen wiederfänden. Ein Schwierigkeit gibt es allerdings, eine große noch dazu: Um hinein zu gelangen, müssen sie den riesigen Groll, der am Eingang sitzt, irgendwie überlisten...

    Bereits der Blick aufs Cover verspricht eine unterhaltsame, fröhliche und wunderliche Geschichte, und tatsächlich ist „Frida und der NeinJa-Ritter“ von Philipp Löhle genau das. Aber nicht nur. Mit Frida und ihren Begleitern können Klein und Groß gleichermaßen eintauchen in ein märchenhaft-fantastisches und zugleich zeitgemäßes Abenteuer, das durchaus ein paar tiefgründige Denkansätze beinhaltet und vor allem mit herrlich überdrehtem Humor erzählt wird. „Frida und der NeinJa-Ritter“ zeichnet sich durch seine Liebenswertigkeit aus, auch alltägliche Ereignisse, die einem sonst gar nicht so auffallen, werden mit einem Augenzwinkern und auf unkonventionelle Art und Weise betrachtet.

    Frida ist eine entzückende Heldin, die trotz des fehlenden F mutig vorangeht und dem schrulligen NeinJa-Ritter, der lügt wie gedruckt, beweist, dass dies gar nicht nötig ist und sich mit ein wenig Anstrengung immer eine Lösung finden lässt.

    Spritzige Bilder aus der Feder der Illustratorin Gloria Jasionowski geben dem Buch den passenden Pfiff und unterstützen mit Leichtigkeit das kuriose und bizarre Geschehen.

    Der im Verhältnis dazu eher umfangreiche Text bedarf bei den Jüngeren vielleicht etwas Geduld, dürfte aber auf Grund seines faszinierenden, mitreißenden und heiteren Inhalts letztlich unproblematisch sein. Das Buch sei vor allem Vorschulkindern und Schulanfängern ab fünf Jahren empfohlen und wird sicher diejenigen besonders amüsieren, die sich mit Frida und ihrem nervigen "Sprachphehler" aus eigener Erfahrung identifizieren können.


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    2. Dreamworx - 124
    3. Gonozal - 108
    4. Ruhrpottmädchen - 91
    5. Buechereule - 73
    6. Divina - 72
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    21. Affenkaelte, Frawina - 32
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    35. Kermit, Kittelbiene - 12
    36. Jessiw84 - 11
    37. Bartman1860, Schattenlady - 10
    38. rhapsody2, narenda_, Valrike - 9
    39. *Sophie, Clary-Jocelyn - 8
    40. Mellojello - 7
    41. Motte, Lilias, Struppi - 6
    42. Break Free - 3
    43. Carojenny, Mariexy - 2
    44. Yvonne80, aleXi.s - 1

    Im Königlich Bayerisches Staatsbad Bad Reichenhall des Jahres 1905 versammeln sich Geld und Einfluss. Einst hatte der Salzhandel einigen Leuten Reichtum beschert, jetzt gilt es als schick, hier zu kuren und seine Zeit in Bädern und Sanatorien zu verbringen. Während sich die vermögenden reichen Gäste dem Luxus unter Gleichgesinnten hingeben, sorgen sich viele einfache Menschen am Rand der Gesellschaft um das tägliche Brot und kämpfen um ihr Überleben. Die Standesunterschiede klaffen weit auseinander.


    Katharina von Feil gehört zu denjenigen, die sich um ihre Zukunft keine Gedanken machen müssen. Die Tochter des Salinenmeisters Konrad von Feil kann sich im guten Ansehen ihrer Familie sonnen, obwohl sie als vierundzwanzig Frau bereits weit über das übliche Alter zum Heiraten hinaus ist und sich deshalb dem Drängen ihrer Mutter nach einer „guten Partie“ ausgesetzt sieht. Letztlich fügt sich Katharina und geht eine Verbindung mit dem vermögenden Münchener Geschäftsmann Friedrich Bahlow ein, dessen bestimmendes Verhalten sie zunächst beeindruckt. Es dauert indes nicht lange, und sie bereut die Eheschließung zutiefst.


    Anna Gmeiner hingegen wächst in armen Verhältnissen in einem kleinen Haus an der Saalach, einem Zufluss der Salzach, auf. Das Leben ihrer Familie, zu der Vater Johann und Bruder Christoph zählen, ist geprägt von harter Mühsal und einem dürftigen Einkommen, das hauptsächlich Christoph mit seiner Tätigkeit als Trifter einbringt. Als dieser bei einem Unfall während der Arbeit zu Tode kommt, rücken Vater und Tochter noch enger zusammen. Schwer tragen sie an ihrem Los, aber gibt es auch kleine Glücksmomente. Anna verliebt sich in den jungen Salzsieder Michael Schwarzenberg, der die Chance in der Schreibstube der Saline erhält. Michael, der eigentlich seine Zukunft fern der Heimat sieht, erwidert Annas Gefühle und bittet sie, seine Frau zu werden. Beide planen eine gemeinsame Zukunft, bis er seine Arbeit verliert und sich endgültig entschließt, nach Amerika zu gehen, nicht ohne sich der Liebe von Anna zu versichern. Die junge Frau wird jedoch Opfer eines Verbrechens, fühlt sich auch von Michael allein gelassen und sieht sich daher gezwungen, in ihrer Not einen fremden Mann – Leonhard Achleitner – zu heiraten...



    Mit „Der Weg des Schicksals“ startet Sophie Oliver ihre Trilogie um das „Grandhotel Schwarzenberg“, lädt den Leser in das elegante Bad Reichenhall ein und zeichnet ein anschauliches Bild der örtlichen und zeitgeschichtlichen Gegebenheiten. Dies macht es möglich, an der Seite ihrer Figuren die Ereignisse im historischen Ambiente zu verfolgen. Dabei bedient sich die Autorin eines dynamischen Erzähltempos und vermittelt ein dramatisches und wendungsreiches Geschehen, in dem emotionale Ereignisse in einem Geflecht aus Lügen und Unwahrheiten eingebunden werden.


    Hervorzuheben ist die von der Autorin vorgenommene überzeugende und ehrliche Darstellung der Charaktere.


    Sophie Oliver verdeutlicht primär an Hand der Schicksale von Katharina und Anna, die unterschiedlicher nicht sein könnten, aber trotzdem eines gemeinsam haben, die wirtschaftliche und gesellschaftliche Abhängigkeit der Frauen, deren fehlende Handlungs- und Meinungsfreiheit.


    Anfangs wirkt Katharina dünkelhaft und überheblich. Dann offenbart sich schnell, dass auch sie Zwängen unterworfen ist, die zwar mit Wohlstand versüßt werden, allerdings gleichzeitig ihr direktes Wesen und aufrichtiges Handeln unterdrücken und ebenso die Freiheit vermissen lassen. Eingebunden in das Korsett einer lieblosen Ehe, fechtet Katharina ihre Kämpfe nach Unabhängigkeit im eigenen Ermessen aus.


    Im Gegensatz dazu trifft es Anna wesentlich härter. Sophie Oliver mutet ihrer zu Beginn der Ereignisse siebzehnjährigen Heldin einiges zu. Nicht allein das Leben in Armut und der frühe Tod der Mutter haben Annas Wesen mit Ernsthaftigkeit geprägt, sondern ebenso der Verlust von Vater und Bruder, der Fortgang ihrer großen Liebe Michael, nicht zu vergessen jenes Verbrechen, das sie schließlich zwang, Leonhard zu heiraten.


    Anna haftet der Ruf einer Eigenbrötlerin an, nachdem sie nicht mehr in die Kirche geht und keinen Trost im Glauben findet. Sie ist überzeugt, dass es eine Rettung „von oben“ nicht geben wird und sehnt sich nach Wohlstand, doch nicht wegen des Ansehens, sondern wegen der Sicherheit.


    Es gelingt der Autorin, nachvollziehbar zu schildern, wie Anna daran wächst, Durchhaltevermögen beweist, welche Entwicklung sie von einem zwar mutigen, aber überdies verunsicherten und traurigen Mädchen, das um seine Würde bemüht ist, zu einer selbstbewussten Frau nimmt, die an der Seite ihres Ehemannes bestehen will. Leonhard Achleitner ist ein pragmatischer Mensch, vielleicht ein wenig humorlos und unsicher, auf jeden Fall jedoch loyal, fair und bereit, für seine persönlichen Ziele Opfer zu bringen, so dass es nicht verwundert, dass er die Chance ergreift, als diese sich ihm bietet.


    Der Traum von einer besseren Zukunft treibt auch Michael an, der nicht daran glaubt, dass man arm sterben muss, nur weil man arm geboren wurde. Er ist intelligent und ehrgeizig und nach dem frühen Tod seiner Eltern gewohnt, sich allein durchzuschlagen. Wenngleich sich seine Einstellung nach dem Kennenlernen von Anna ändert, scheint es, dass er trotzdem beim ersten Problem das Handtuch wirft und sich davonmacht, die Frau, die zu lieben vorgibt, verlässt und sein Ziel aus den Augen verliert. Zumindest der Titel der Reihe lässt erahnen, dass dem nicht so ist.


    Es bleibt auf jeden Fall abzuwarten, was das Schicksal für Katharina und Anna, Michael und Leonhard noch bereithält.


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