Die Ergebnisse der Leserlieblinge-Wahl im BücherTreff

Beiträge von Conny_S.

    Gunilla und die Tantenretter


    Das Buch „Die besten Tantenretter der Welt“ von Andrea Schomburg ist ein tolles Kinderbuch, bei dem es richtig spannend wird.


    Fabi und Jonas leben nach dem Tod ihrer Eltern bei ihrer Tante Erdmute (ja, die Gute heißt wirklich so) in Berlin. Dort kümmert sie sich um ihre beiden Neffen und deren Schildkröte Gunilla. Sie singt gerne und schneidert auffällige Kleider. In ihrem roten Lieblingskleid, das Abenteuerkleid, begeht sie eines Tages einen Banküberfall mit einem bestickten Taschentuch. Ja, richtig gelesen. Sie bestickt ein Taschentuch mit der Aufschrift, dies ist ein Banküberfall…

    Die beiden Jungs können es nicht fassen. Wie konnte ihre Tante das nur tun? Und dann verfrachtet sie die kleine Patchworkfamilie auch noch in ein Waldhotel, mit etwas seltsamen Gästen. Und der Oberhammer, Erdmute will mit ihnen nach Paris. Ausgerechnet! Den beiden Buben ist das ganz und gar nicht recht, sind doch all ihre Freunde in Berlin. Was sollen sie da in Paris? Es muss also ein Plan her, um weiterhin in Berlin wohnen zu können. Gesagt, getan: das Geld muss einfach nur zurück geklaut werden, dann kann die Polizei Tante Erdmute doch gar nichts anhaben. Oder?

    Hilfe bei ihrem Plan erhalten Fabi und Jonas von Johanna, der Tochter des Hotelbesitzers. Und natürlich von Gunilla, der Wanderschildkröte. Leider macht ihnen der Raub eines wertvollen Briefmarkenalbums einen Strich durch die Rechnung. Denn nun ermittelt die Polizei im Hotel… Können die beiden Jungs ihre Tante vorm Gefängnis bewahren? Und wer hat die Grüne Blauritius, die wertvollste Briefmarke überhaupt, geklaut?


    Die Geschichte ist schön geschrieben. Es sind Witz und auch Spannung vorhanden. Die Illustrationen von Sabine Wilharm passen perfekt dazu. Das empfohlene Lesealter ist ab 10 Jahren angegeben. Ich finde, das Buch kann auch schon eher gelesen werden. Von der Schriftgröße her jedoch nicht unbedingt für Erstleser geeignet.

    Abenteuer in und um einen Zug


    „Der Weltenexpress“ von Anca Sturm ist der Auftakt einer Reihe und erzählt den Lesern die Abenteuer in und um einen Zug.


    Flinn Nachtigall wohnt in einem kleinen Ort in Deutschland und ist auf der Suche nach ihrem verschwundenen Bruder Jonte. Wie fast jede Nacht landet sie auch an diesem schicksalhaften Tag an dem Bahnsteig, an dem Jonte vor zwei Jahren verschwunden ist.

    Da sieht sie plötzlich eine weiße, geisterhafte Gestalt vor ihr und ein Zug fährt vor. Bevor Flinn zu lange überlegen kann, springt sie auf diesen Zug auf und ahnt noch nicht, welche Abenteuer sie hier im Weltenexpress erwarten.

    Man könnte den Weltenexpress auch als fahrendes Internat bezeichnen. Dort werden die Schüler, die auch Pfauen genannt werden, unterrichtet. Nicht nur in Kommunikation, sondern auch in Magietechnologie, wie z. B. Universalübersetzer.

    Schon bald findet Flinn heraus, dass Jonte tatsächlich in diesem Zug war, bevor er verschwunden ist. Wie kann das sein, dass ein Kind in einem Zug verschwindet und es keinem auffällt? Kann Flinn Hilfe von den Lehrern erwarten? Der Schulleiter Daniel scheint vertrauenswürdig zu sein, obwohl er Flinn um jeden Preis beschäftigen möchte. Will er ihre Suche vereiteln? Madame Florett ist definitiv nicht die richtige Person, der Flinn von Jonte erzählen möchte. Sie scheint Flinn zu hassen. Nur weil sie als blinder Passagier an Bord gekommen ist? Oder steckt noch mehr dahinter?

    Flinn gefällt es sehr im Weltenexpress. Sie hat Freunde gefunden. Peg und Kasim gehören zu den Pfauen und unterstützen das Mädchen auf ihrer Suche. Fedor, der Kohlenjunge, versucht sie öfters davon abzuhalten, da er es für gefährlich hält.

    Wird Flinn dem Verschwinden ihres Bruders auf die Spur kommen? Und hat sie eine Chance vom blinden Passagier zu einem Pfau zu werden?

    Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Sie ist abenteuerlich und schön geschildert. Die vorkommenden Charaktere werden gut beschrieben. Das Cover ist toll gestaltet. Das empfohlene Lesealter wird mit „ab 11 Jahren“ angegeben, was ich auch passend finde.

    Liebe mit einer Prise Gefahr


    Im Buch „Winston Brothers – wherever you go“ von Penny Reid geht es um Liebe. Diese ist gewürzt mit einer Prise Gefahr in Form einer Motorradgang und einer Ex-Freundin.


    Die junge Jessica kehrt nach ihrem Lehramtsstudium in ihren Heimatort Green Valley zurück. Hier möchte sie Berufserfahrung sammeln und ihren Studienkredit abzahlen. Sobald das erledigt ist, geht’s hinaus in die große weite Welt - so der Plan von ihr. Wird sie diesen in die Tat umsetzen, nun wo die Liebe ihren Weg gekreuzt hat?

    Duane lebt in Green Valley zusammen mit seiner Schwester und seinen fünf Brüdern, darunter sein Zwillingsbruder Beau. Für Beau hat Jessica schon als kleines Mädchen geschwärmt. Das hat sich im Erwachsenenalter nicht gelegt. Bis sie eines Abends eine heftige Knutscherei mit ihrem Schwarm anfängt und dabei erfährt, dass es sein Zwilling ist. Duane – ihn konnte sie als Kind schon nicht leiden. Zumindest hat sie sich mit ihm immer gestritten und sie haben sich gegenseitig Streiche gespielt.

    Trotzdem kommen die beiden sich näher und es könnte so schön sein, wären da nicht ein paar Hindernisse. Zum einen ist da Jack, der große Bruder von Jessica. Er arbeitet als Hilfssheriff im Ort und ist nicht gut auf die Winston Brüder zu sprechen. Was wiederum auch auf Gegenseitigkeit beruht.

    Dann ist da noch die Motorradgang vom Vater der Brüder. Sie ziehen Duane und Beau in kriminelle Machenschaften mit hinein. Diese lassen das nur zu, um einen ihrer Brüder zu schützen. Wird das gut gehen oder bringt diese Verbindung Duane und Jessica auseinander?

    Es gibt auch noch Tina, die Ex-Freundin von Duane. Sie kommt nicht ganz drüber hinweg, dass er keinerlei Interesse mehr an ihr hat. Doch dann benötigt er ausgerechnet ihre Hilfe, um der Motorradgang zu schaden. Wird sie ihm ohne jegliche Gegenleistung helfen?


    An sich ist die Geschichte echt nett und gut geschrieben. Mir ist sie leider etwas zu vorhersehbar. Als leichte Lektüre für zwischendurch ist sie durchaus gut geeignet.

    Die Wissenschaft der Träume


    In dem Buch „Lucid – tödliche Träume“ von den Autoren Christoph Mathieu und Dennis Todorovic werden wir in die Träume anderer Menschen mitgenommen.


    Die junge Dänin Signe ist eine sogenannte lucide Träumerin. Sie ist sich bewusst, dass sie träumt und kann ihre Träume verändern. Was meistens ihr Kunstprofessor zu spüren bekommt.

    Bei einem Experiment in einer Forschungseinrichtung stellt sie fest, dass sie noch mehr als das kann: Sie kann die Erinnerung von anderen Menschen, mit denen sie durch Nanotechnologie verbunden ist, verändern.

    Ihr Freund Fabian ist Wissenschaftler und nutzt dieses Wissen um Signe gleich mal aus, um auf der Karriereleiter nach oben zu kommen. Er erhält durch seine Freundin einen Posten in der Forschungseinrichtung.

    Sehr zum Missfallen der Projektleiterin Dr. Dryden. Sie hält nicht viel von Fabian und rät Signe auch, ihm nicht alles über ihre Fähigkeiten zu verraten, da diese in die falschen Hände geraten könnten.

    Zum Beispiel in die von Marine Kollmann, der Chefin des Forschungsinstitutes. Sie lässt Signe die Erinnerung eines jungen Mannes, der Opfer eines Unfalls wurde, entfernen sodass dieser sich nicht mehr an den Tod seines Freundes erinnern kann. Natürlich weiß Signe nicht, dass der Unfall vom Ehemann von Marine verursacht wurde…

    Die Story an sich hat mich sehr gereizt, nur leider machte es mir der Schreibstil nicht immer so leicht, das Buch flüssig zu lesen. :(

    Wer ist der Mörder?


    Diese Frage stellt man sich beim Buch „a stranger in the house – Das Böse ist näher, als du denkst“ von Shari Lapena die ganze Zeit über.


    Die Geschichte beginnt nicht gleich mit dem Mord bzw. der Suche nach einem Mörder. Am Anfang begleiten wir Karen, die panisch ein verlassenes Haus verlässt, ins Auto steigt und mit überhöhter Geschwindigkeit durch die nächtlichen Straßen einer miesen Gegend fährt. Diese rasante Autofahrt endet für sie an einem Mast.

    Tom Krupp kommt nach einem langen Tag nach Hause, findet jedoch das Haus verlassen vor. Wo mag nur Karen, seine Ehefrau, sein? Es scheint, als habe sie das Haus überstürzt verlassen. Sie hat weder ihre Tasche, noch ihr Handy dabei und das halb zubereitete Essen steht noch in der Küche.

    Karen überlebt den Autounfall mit einigen Verletzungen und einer Amnesie. Nicht nur Tom, auch sie selbst, fragt sich, warum sie in so einem derartigen Tempo gefahren ist, wo sie doch sonst immer penibel darauf achtet, nicht aufzufallen. Und was wollte sie in dieser Gegend, die so gar nicht zu einer Vorstadthausfrau passt?

    Bald stellt sich auch die Polizei diese Fragen. Denn nicht unweit des Unfalls finden sie eine männliche Leiche und Reifenspuren am Tatort, die zu dem Auto von Karen passen. Was ist dort nur geschehen? Wer ist das unbekannte Opfer? Wem gehören die auffälligen Handschuhe? Und was weiß Brigid, die Nachbarin der Krupps, die deren Leben förmlich in sich aufsaugt?


    Die Autorin schafft es mit kurz gehaltenen Kapiteln und der Erzählung aus wechselnden Sichtweisen die Spannung bis zum Schluss aufrecht zu erhalten. War es wirklich Karen, die diesen Mann getötet hat? Immerhin stellt sich im Laufe der Geschichte heraus, dass sie durchaus ein Motiv gehabt hätte. Eine heiße Mörder-Favoritin könnte aber auch Brigid sein, die eine Besessenheit an den Tag legt, auf die jeder Stalker neidisch werden könnte…


    Ein weiteres Buch der Autorin ist „the couple next door“. Ich werde es mir gleich mal besorgen. :)

    Europas neue Königin?


    Im Buch „Cecilia – wenn die Sterne Schleier tragen“ von Anna Nigra ist Europa und der Rest der Welt in Königreiche aufgeteilt. Es herrscht Monarchie auf der Erde.


    Cecilia ist süße 18 Jahre jung und soll Noran, den Prinzen von Europa heiraten und somit die nächste Königin werden. Zumindest haben dies die Eltern der beiden so beschlossen. Aus diesem Grund reist Cecilia zusammen mit ihren Eltern und ihrer Schwester Marissa aus ihrem beschaulichen Heim in den Alpen nach Vienna, der Hauptstadt von Europa. Dort soll sie am Hofe der Königsfamilie ihren zukünftigen Ehemann Noran kennen lernen.

    Die junge Frau plagen Zweifel, ob sie eine Ehe mit einem ihr fast fremden Mann eingehen kann. Das letzte Mal haben sich die beiden vor Jahren, im Kindesalter, gesehen. Gute Erinnerungen hat Cecilia nicht an dieses Treffen. Sie fragt sich mehrmals, was der Grund für diese Verbindung ist. Warum soll ausgerechnet sie den Prinzen heiraten und die künftige Königin werden? Hat es mit der Verbindung ihrer beiden Väter zu tun? Cecilias Vater hat im Großen Krieg dem König beigestanden und dabei seine Hand verloren. Oder hat es gar politische Gründe, die Cecilia verschwiegen werden? Könnte der kranke Thronfolger vom Königreich Amerika ein Anlass für die baldige Vermählung von Prinz Noran sein? Vielleicht könnte Europa so das nicht gerade freundlich gestimmte Königreich übernehmen.

    Cecilia lernt Prinz Noran besser kennen und entwickelt auch Gefühle für ihn. Sie hat es jedoch nicht leicht. Die Verantwortung, Königin zu sein, ist ihr bewusst. Dann ist da Elias, der jüngere Bruder ihres Bräutigams. Er flirtet sehr gerne, nicht nur mit Marissa, sondern auch mit der Braut seines Bruders. Cecilia mag auch ihn sehr gerne, doch heiraten soll sie Noran. Es gibt da noch Philippa, die Ex-Freundin ihres Zukünftigen. Sie macht Cecilia das Leben am königlichen Hof nicht gerade leicht. Was empfindet Noran noch für die rassige Schönheit aus Indasien (dem dritten Königreich der Erde)? Er muss fast noch Gefühle für sie haben. Warum sonst sollte er von Cecilia verlangen, sich gut mit ihr zu verstehen?

    Eine schöne Geschichte, die die Autorin hier erschaffen hat. Das Buch ist der erste Teil und somit der Auftakt einer romantischen und spannenden Reihe.

    Boxen ist sexy


    Das Buch „the boxer“ ist der zweite Teil der Trilogie von Piper Rayne. Wie der Titel schon verrät, ist der männliche Hauptcharakter Boxer.


    In den drei Büchern (the bartender, the boxer, the banker) geht es um die drei Freundinnen Whitney, Tahlia und Lennon. Whitney hat im ersten Teil ihre große Liebe gefunden und nun ist Tahlia dran.

    Sie wurde von ihrem Ex-Verlobten betrogen und kurz vor der Hochzeit hat sie ihn verlassen. Ihre besten Freundinnen können es nicht mehr mit ansehen, wie sie in Selbstmitleid, ihren Lieblingsschnulzen und Ben & Jerrys-Eis versinkt. Daher nehmen sie sie mit zu einem Boxkampf. Dort trifft sie auf Lucas. Zwischen Tahlia und ihm ist die Anziehung sofort deutlich spürbar und so kommt es, dass die beiden im Bett landen.

    Bevor sie Lucas kennen lernt, haben ihr Whitney und Lennon eine Mitgliedschaft bei einer exklusiven Partnervermittlung geschenkt. Zufällig läuft sie dort dem Boxer Lucas wieder über den Weg, der dort einem Freund aushilft. So wird aus dem ursprünglich One-Night-Stand schnell mehr, sodass Tahlia ihren Ex vergisst und auch kein Interesse an den anderen Singles hat.

    Doch nicht alles ist Friede-Freude-Eierkuchen. Denn Lucas ist nicht ganz der, der er vorgibt zu sein. So erfährt Tahlia, dass er der Sohn des Konkurrenten ihrer Familie und deren Unternehmen ist. Wird sie ihm diese Lüge bzw. das Verschweigen seiner Herkunft verzeihen?


    In der Geschichte gibt’s viel Liebe und Sex sowie ein bisschen Drama. Was mich ein bisschen gestört hat war, dass Lucas am Ende reich ist. Tahlia stammt aus einer reichen Familie und hält sich schon ihr Leben lang in diesen Kreisen auf. In Lucas hat sie sich jedoch unter anderem auch verliebt, weil er eben nicht aus dieser Welt stammt. Und dann ist er doch wieder wie ihre vorherigen Freunde aus ihrer Welt… Das liegt wohl daran, dass sich die drei Bücher in der High Society von San Francisco abspielen.

    Langatmige Kunst


    Bei dem Buch „Das Vermächtnis des Künstlers“ vom Autor Gordon McBane handelt es sich um den Auftakt einer neuen Reihe.


    Die Geschichte spielt 1982 und beginnt mit einem Ehepaar in einem beschaulichen englischen Städtchen. Allerdings endet der Tag für die beiden tödlich. Bei dem Brand, der den beiden das Leben kostet, bleibt am Ende nur eines übrig: Ein Bild mit einem weinenden Kind.

    Um dieses Bild (und 64 weitere) und dessen Geschichte geht es im weiteren Verlauf der Geschichte.

    Ein Museum in Venedig möchte eine Ausstellung dieser 65 Bilder, den sogenannten „Bragolin-Kindern“ machen, 63 dieser Kunstwerke befinden sich schon im Besitz des Museums. Nun wollen Sie auch noch die anderen beiden ihrer Sammlung hinzufügen, denn erst wenn alle Kinder wieder vereint sind, soll der Fluch gebrochen werden. Dieser angebliche Fluch besteht darin, dass jeder Besitzer eines dieser Bilder stirbt. Die meisten sind sogar eines nicht-natürlichen Todes gestorben. Doch hängen die Tode wirklich mit den Bildern zusammen?

    Diese Frage stellt sich Dr. George Mallory, anerkannter Parapsychologe, als er eine Einladung nach Venedig zusammen mit einen Artikel vom Brand im Zusammenhang mit dem Bild erhält. Im Auftrag der Kuratorin soll er herausfinden, ob an dem Fluch etwas dran ist oder nicht. Schließlich soll die Ausstellung ja unter einem guten Stern stehen.

    Obwohl Dr. Mallory in seinen bisherigen Untersuchungen immer einen ganz sachlichen Grund für das scheinbar Mystische finden konnte, sorgen die Bilder für ein mulmiges Gefühl. Sind in den Bildern wirklich die Seelen von Kindern gefangen? Und wurden diese nach Fertigstellung der selbigen vom Maler ermordet? Oder ist das alles nur Zufall und die Tode der Kinder haben gar nichts mit der Kunst zu tun?


    Stellenweise fand ich das Buch etwas gruslig geschrieben, sodass ich es nicht vorm Einschlafen lesen konnte. Leider hat die Geschichte viele sehr langatmige Stellen, welche dazu geführt haben, dass ich das Buch oft zur Seite gelegt habe.

    Wilde Gwen


    In dem Buch "Das wilde Herz der Lady Gwen" vonKerstin Garde geht es um den Wildfang Lady Gwendolyn, genannt Gwen.
    Gwen und ihre beiden Schwestern leben sehr behütetzusammen mit ihrem Vater auf Burg Hemsworthshire. Bis Margarete, Gwens ältesteSchwester, den Earl of Fellon heiraten soll. Dieser ist alt und bekannt fürseine Gräueltaten. Gwen versucht mit aller Macht diese arrangierte Heirat zuverhindern. Mit dem Ergebnis, dass nun sie die Braut sein wird...
    Sir Richard, der Leibwächter und Ritter des Earl ofFellon, begleitet Gwen auf die Reise in ihre neue Heimat und zu ihremzukünftigen Ehemann. Zumindest versucht er dies, denn Gwen versucht öfters zufliehen und macht es Richard nicht leicht, seiner Pflicht nachzukommen.
    Die beiden raufen sich mit der Zeit zusammen undverlieben sich. Doch dies darf nicht sein, denn Gwen ist die zukünftige Lady ofFellon und Sir Richard verdankt dem Earl sein Leben und hat ihm Loyalitätgeschworen.
    Werden die beiden dennoch ihr Glück zusammen finden? Oderfügen sie sich in ihre vorgesehenen Rollen?
    Der historische Roman ist in zeitgemäßer Sprachegeschrieben, jedoch sehr verständlich, sodass sich die Geschichte flüssig undschnell lesen lässt.
    Beim eBook wurden mir 250 Seiten angezeigt, es warallerdings nach 205 Seiten schon Schluss.

    Viele Geheimnisse


    Der Roman „Das Glück an Regentagen“ von Marissa Stapley erzählt uns die Geschichten von Mae und ihrer Familie und ihren vielen Geheimnissen, die sie teils jahrelang mit sich herumtragen.


    Mae ist wie vom Blitz getroffen, als ihr Verlobter Peter sie ohne Vorwarnung verlässt. Dann erfährt sie auch noch, dass er nicht der Mensch ist, der er vorgab zu sein.
    Um ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen, fährt Mae zu ihren Großeltern an den St.-Lorenz-Strom zu den Tausend Inseln. Hier hat die junge Frau ihre Kindheit und Jugend verbracht. Nach dem Tod ihrer Eltern wurde sie von ihren Großeltern Lilly und George aufgezogen. Auch ihr Jugendfreund Gabe hat ihr eine schöne Zeit dort bereitet.
    Als Mae jedoch im Summer´s Inn, dem ehem. Hotel ihrer Familie, ankommt, ist nichts so, wie es sein sollte. Ihre Großeltern haben sich getrennt, wollen ihr aber nicht verraten, wieso dies nach 67 scheinbar glücklichen Ehejahren der Fall ist. Auch wirkt Lilly öfters so, als ob sie nicht sie selbst ist. Dann taucht auch noch Gabe auf. Mae möchte wissen, wieso er vor Jahren ohne ein Wort zu sagen, aus ihrem Leben verschwunden ist. Und ist der einzige Grund, warum er wieder zurückgekommen ist wirklich nur der, dass sein Vater im Sterben liegt?
    Während dem Lesen tauchen immer mehr Geheimnisse der einzelnen Personen auf. Man fragt sich oft, warum haben sie es nicht einfach ihren Liebsten gesagt bzw. warum haben sie diese belogen? Es wurden Beziehungen zerstört, ebenso wie Vertrauen zwischen einander.


    Es war schön die Geschichte zu lesen und leider war das Buch viel zu schnell zu Ende. Dieses hat auch trotz der vielen nicht gesagten Dinge ein Happy End. :)

    Gelungene Fortsetzung


    „Baseball Love – Der große Fang“ ist eine gelungene Fortsetzung der Baseball Love-Reihe von Saskia Louis. Es hat wieder großen Spaß gemacht, in die Welt der Philadelphia Delphies einzutauchen.


    Dieses Mal geht es um Ryan, er ist (ganz logisch, oder?) Baseballer und Held wider Willen. Er ist in dieser Folge derjenige, der sein Glück in der Liebe finden soll. Ryan hatte bisher nur Pech mit seinen Freundinnen. Er selbst würde sagen, dass allesamt verrückt waren. Ganz besonders hat ihn der Betrug seiner Ex, einer Hollywood-Schönheit, getroffen. Daher hat er erst mal allen Frauen abgeschworen.
    Bis Grace in sein Leben tritt. Sie hat von Männern die Nase voll, nachdem sie erfahren hat, dass ihr eigentlicher Freund verheiratet ist und sie nur seine Affäre ist. Sie kennt Ryan durch ihren Job als Fotografin. Sie freundet sich mit ihm und den beiden Baseball-Jungs Ty und Jake an. Zwischen ihr und Ryan entwickelt sich eine tiefe Freundschaft, die von mancher Baseballer-Frau angezweifelt wird.
    Diese Freundschaft der beiden wird auf der Hochzeit von Luke und Emma (dem Delphies-Paar aus Teil eins der Reihe) auf eine harte Probe gestellt. Angetrunken landen die beiden zusammen im Bett und das wird auch nicht das einzige Mal bleiben. :)
    Während sich Grace und Ryan mit ihren Gefühle füreinander beschäftigen, haben sie noch mit anderen Dingen in ihrem Leben zu kämpfen. Grace macht sich Sorgen um ihren Vater, der Künstler und ihrer Meinung nach einsam ist. Er ist so in seine Kunst vertieft, dass er seine drei Töchter dabei vernachlässigt. Grace fühlt sich für ihn verantwortlich, da sie das Künstler-Gen von ihm geerbt hat und wie er früher auch ihre Freunde von sich gestoßen hat.
    Ryan muss sich um seinen kleinen Bruder kümmern, findet zumindest seine Mutter. Dieser möchte das College abbrechen und DJ werden. Doch ob Ryan ihn davon überzeugen kann lieber die Schulbank zu drücken, als in angesagten Clubs aufzulegen?


    Die Geschichte ist schön geschrieben und liest sich, wie schon die Vorgänger-Bände, sehr flüssig. Toll finde ich auch, dass die vorherigen Paare alle darin vorkommen und dass es für Paar Nummer eins eine Hochzeit gibt. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung und bin gespannt, welcher der Jungs der nächste ist. :)

    1.000 Stockwerke voller Leben


    Das Buch „Beautiful Liars – Verbotene Gefühle“ von Katharine McGee spielt im größten Hochhaus der Welt. Hier gibt es 1.000 Stockwerke voller Leben, Spaß aber auch Problemen.


    Wir schreiben das Jahr 2118. In New York steht der höchste Wolkenkratzer der Welt – der Tower. Oben leben die Reichen und in den unteren Etagen die Armen.
    Die Geschichte beginnt mit dem Sturz eines Mädchens vom Dach dieses riesigen Gebäudes. Doch wer ist diese junge Frau und warum stürzt sie in die Tiefe?
    Handelt es sich etwa um Avery? Sie lebt im obersten Stockwerk und ist wunderschön. Dies verdankt sie ihren Genen, die speziell ausgewählt wurden, um das Beste aus ihr zu machen – im wahrsten Sinne des Wortes. Um das perfekte Kind zu bekommen, haben Averys Eltern nur das Beste ihrer Gene aussuchen lassen, um Avery zu „erschaffen“. Avery ist meistens unglücklich, da sie jeder nur auf ihr wunderschönes Äußeres reduziert. Zudem hegt sie verbotene Gefühle für ihren Adoptivbruder Atlas.
    Oder ist Leda gesprungen/gefallen? Sie ist die beste Freundin von Avery, hat jedoch Geheimnisse vor dieser. Leda hat den Sommer nicht wie üblich bei ihren Großeltern auf dem Land verbracht, sondern in einer Entzugsklinik. Dort ist sie gelandet, nachdem sie Sex mit Atlas hatte und er danach verschwunden ist, um ein Jahr in der Welt herumzureisen. Für Leda brach damals eine Welt zusammen und sie konnte nur mit Drogen überleben. Doch Avery gegenüber kann sie sich nicht öffnen und auch sonst niemand scheint Leda zu verstehen.
    Es könnte aber auch Eris gewesen sein, die in die Tiefe fällt. Sie ist die Tochter reicher Eltern, bis sie eines Tages erfährt, dass der Mann, den sie fast 18 Jahre lang für ihren Vater hielt, gar nicht ihr Vater ist. Von einem Tag auf den anderen stürzt ihre heile Welt ein und sie landet zusammen mit ihrer Mutter im unteren Teil des Towers. Dort lernt sie das Leben der nicht so privilegierten Menschen kennen und auch Mariel, ein Mädchen aus der Nachbarschaft, für das Eris schon bald Gefühle entwickelt.
    Was ist mit Rylin, war sie es am Ende, die vom Dach stürzt? Sie lebt in einer der ärmeren Etagen des Towers und arbeitet bei Cord, einem reichen jungen Mann aus der oberen Welt. Die beiden verstehen sich sehr gut, haben sie doch eine Gemeinsamkeit: beide haben ihre Eltern verloren. Sie verbringen immer öfters Zeit zusammen und fühlen sich bald zueinander hingezogen. Doch Rylin hat eigentlich einen Freund, der wegen Drogenhandel gerade verhaftet wurde.
    Die Geschichte wird aus der Perspektive dieser Mädchen erzählt. Hinzu kommt noch Watt, der uns auch am Leben im Tower, aus seiner Sicht, teilhaben lässt. Der Sturz könnte auch mit ihm zu tun haben. Ist es evtl. Nadia, die vom Dach in die Tiefe fällt? Nadia ist eine künstliche Intelligenz, die Watt entwickelt hat, ein sogenannter Quant. Da dies in dieser Welt verboten ist, hat Watt sich Nadia kurzerhand in seinen Kopf operieren lassen. Sie erleichtert ihm das Leben, vor allem mit Frauen, ungemein. Bis er Avery kennenlernt, sie möchte er als Watt alleine kennen lernen. Wird er sich letzten Endes von Nadia trennen?


    Mit über 500 Seiten ist das Buch ein richtiger Schinken, es lohnt sich aber ihn zu lesen. Ich finde die Charaktere gut „gestaltet“, auch wenn mir nicht alle sympathisch sind. :)

    Daily-Soap der Vorschule


    Der Roman „Tausend kleine Lügen“ der Autorin Liane Moriarty liest sich wie eine Daily-Soap á la „Reich und Schön“, nur dass die Geschichte an einer Vorschule spielt.


    Im Vordergrund der Geschichte stehen drei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Madeline, Celeste und Jane.
    Madeline ist in zweiter Ehe verheiratet und geht keiner Auseinandersetzung aus dem Weg. Im Gegenteil, sie stürzt sich mit Vollgas hinein.
    Celeste ist wunderschön und reich verheiratet, jedoch oft etwas zerstreut und abwesend.
    Jane ist ein zurückhaltendes Mauerblümchen, das ihren Sohn wie eine gluckende Löwin beschützen möchte.
    Auf den ersten, oberflächlichen Blick betrachtet, führen diese Frauen und auch die restl. Eltern der Vorschüler ein fast sorgenfreies Leben. Doch wenn man weiter in die Geschichte eintaucht, erfährt man, dass nicht alles Gold ist, was glänzt. So hat z. B. Madeline einige Probleme mit ihrer Tochter Abigail aus erster Ehe. Dann lebt auch noch ihr Ex-Mann, der sie mit dem Baby damals sitzen hat lassen, im gleichen Ort und – was fast noch schlimmer ist – seine Tochter aus zweiter Ehe geht in die gleiche Vorschulklasse wie Madelines zweite Tochter Chloe. Bei Celeste erfahren wir, dass sie in einer gewalttätigen Beziehung lebt. Sie selbst sieht es lange Zeit nicht bzw. gibt sich selbst die Schuld daran. So richtig wach gerüttelt wird sie erst, als sie erfährt, dass einer ihrer beiden Jungs (Zwillinge), Mädchen in der Vorschule tyrannisiert. Dann ist da noch Jane. Sie ist alleinerziehende Mutter und befürchtet, dass ihr Sohn die Gene seines Erzeugers geerbt hat. Dieser war ein One-Night-Stand und hatte es geschafft, Jane so zu verunsichern, dass sie die letzten Jahre nur ein Schatten ihrer selbst war.
    Nebenbei gibt es noch die „Blonden Bobs“, die Mütter, die das Sagen an der Vorschule haben. Eine französische Nanny, die mehr an den Vätern, als an den Kindern interessiert ist. Eine Versteigerung der Jungfräulichkeit, um auf die Zwangsehen von Kindern hinzuweisen und einen Mord… Dieser findet ausgerechnet am alljährlichen Quizabend der Vorschule statt. Doch wer ist das Opfer? Und wer der Mörder?


    Die Geschichte ist anfangs sehr amüsant. Ich musste sehr oft schmunzeln. Später, als es dann etwas tiefer in die Charaktere geht, macht es immer noch Spaß die Geschichte zu lesen, aber es sind nun auch ernstere Themen dabei. Ich muss zugeben, dass ich sehr lange Zeit nicht drauf gekommen bin, wer denn nun eigentlich tot ist. Viel Spaß beim Raten und mitfiebern. :)

    Abgrundtief


    Der Thriller „Targa – Der Moment bevor du stirbst“ von B. C. Schiller (einem Autorenduo) beschäftigt sich mit dem Tod und dem Bösen im Menschen.


    Targa ist eine junge Frau, die etwas sonderbar ist. Durch ihre eigene Geschichte kann sie ihre Gefühle sehr gut unterdrücken. Sie wurde als Kind zusammen mit ihrer Zwillingsschwester von der eigenen Mutter ausgesetzt, dabei ist ihre Schwester gestorben.
    Nur wenige Menschen lässt Targa in ihr Leben. Zwischenmenschliche Beziehungen fallen ihr nicht leicht. Durch ihre Art ist sie perfekt für die Sondereinheit, die sich mit psychisch kranken Verbrechern befasst.
    So führt ihr aktueller Fall sie zu Falk Sandmann. Dozent und Lebemann, dem vorgeworfen wird, mehrere junge Frauen getötet zu haben. Sandmann ist fasziniert vom Thema „letzte Worte vorm Tod“. Er hat auch einen Blog zu diesem Thema. Leider kann ihm die Polizei nichts nachweisen. So wird die Sondereinheit um Targa auf den Fall angesetzt. Sie muss sich ihm nähern. Doch wie wird sie das schaffen? Als eines seiner nächsten Opfer? Oder als Gehilfin?


    Parallel spielt die Geschichte auf einer Gefängnisinsel. Hier dreht es sich hauptsächlich um den Wärter Erik und den Gefangenen Carlos. Dieser wird streng bewacht, bekommt jedoch eine Sonderbehandlung. Warum dies so ist, will niemand dem neuen Wärter Erik erzählen. Er selbst lernt Carlos und seine Machenschaften bald kennen und muss nun Befehle des Gefangenen ausführen. Wo wird das enden? Und was hat Carlos vor? Was hat das alles mit Targa zu tun?


    Die Geschichte ist sehr spannend geschrieben. Sie fesselt den Leser. Das Thema selbst finde ich manchmal etwas erdrückend, trotzdem fiebert man mit Targa mit und möchte wissen, wie es weitergeht.

    Richtig schön romantisch


    „nothing like us“ von Kim Nina Ocker ist eine richtig schön romantische Geschichte, bei der man kaum aufhören kann zu lesen.


    Die 19-jährige Lena ist von Deutschland aus ganz alleine in den Big Apple gereist, um dort ein Praktikum im angesagten Hotel WEST in New York zu machen. Dort lernt sie den attraktiven Sander kennen, ohne zu ahnen, dass er der Sohn und Erbe des Hotelbesitzers ist. Sie hält ihn ebenfalls für einen Praktikanten und spannt ihn auch gleich zum Arbeiten ein. Sander ist zuerst total perplex, dass es tatsächlich noch jemanden gibt, der nicht weiß, wer er ist und sich ihm ggü. normal verhält. Wobei „normal“ bei Lenas Verhalten nicht ganz passt. Sie kommandiert ihn rum, sagt ihm auf den Kopf zu, dass er faul ist und streitet sich auch nur zu gerne mit ihm. Das gefällt Sander so gut, dass er das Missverständnis nicht aufklärt und Lena in dem Glauben lässt, er sei auch nur ein Praktikant, wie sie.
    Die beiden freunden sich an und zwischen ihnen beginnt es zu knistern. Obwohl sich Sander stark zu Lena hingezogen fühlt, hält er sie auf Abstand. Würde sie doch nicht in die Welt seines Vaters passen. Er selbst fühlt sich dort auch alles andere als wohl. Er ist bei seiner Mutter aufgewachsen und konnte sich frei entfalten. Erst nach ihrem Tod kam er zu seinem Vater und befindet sich nun in der Welt der oberen Zehntausend.
    Durch einen Zufall, der nicht ganz so zufällig zustande kam, erfährt Lena die Wahrheit über Sander. Wie wird sie damit umgehen? Kann sie ihm verzeihen, dass er sie in dem Glauben gelassen hat? Und was wird sein Vater dazu sagen? Dann gibt es da noch einige neugierige Presseleute…


    Die Geschichte ist zwar vorhersehbar, trotzdem ist sie sehr schön zu lesen. Lena hat eine sympathische und natürliche Art. Sander ggü. hab ich ein bisschen Mitleid, da er sich in seinem Leben nicht so richtig wohl fühlt und eigentlich einfach gerne jemand anderer wäre.

    Sci-Fi-Kurzgeschichten


    „Nehmen Sie am Saturnring die dritte Ausfahrt“ ist eine Sci-Fi-Kurzgeschichten-Sammlung von Thomas Kowa.


    Diese Sammlung ist perfekt für zwischendurch und entführt den Leser in (manchmal gar nicht so) weit entfernte Welten.
    Dort gibt es Schweizer im Weltall. Ein putziges Land, das mit aller Macht einen Flugzeugträger braucht. Nahezu unendliches Leben (samt mehrjährigem Orgasmus) und ebenso langes Sterben. Die oberen Zehntausend, die sich kaum von Zombies unterscheiden und DIE Erfindung schlechthin: Pippi lässt sich einfach beamen :)
    Toll finde ich auch die Erklärungen zu den einzelnen Geschichten und die Info, wo und wann diese geschrieben bzw. veröffentlicht wurden.

    Hamburg oder Paris? - Paris oder Hamburg?


    Der Roman „Der Brief“ von Carolin Hagebölling spielt in den beiden Städten Hamburg und Paris und erzählt uns das Leben von Marie.


    Marie lebt zusammen mit ihrer Lebensgefährtin Johanna als Journalistin in Hamburg. Sie liebt ihr Leben so wie es ist und ist glücklich. Bis eines Tages ein Brief bei ihr landet. Adressiert an sie, jedoch an eine Adresse in Paris. Der Inhalt des Briefes ist etwas verstörend, ist darin doch die Rede von einer Krankheit und einem Lebenspartner namens Viktor. Das einzige, was Marie an diesem Brief bekannt vorkommt, ist die Absenderin Christine, eine Freundin aus ihrer Jugend.
    Als ein weiterer Brief ins Haus flattert, besucht Marie kurzerhand Christine. Diese weiß jedoch nichts von den Briefen und dem Inhalt. Als Marie es nicht mehr aushält, reist sie kurzerhand nach Paris, um der Sache und dem angeblichen Leben dort auf den Grund zu gehen.
    Tatsächlich trifft sie dort auch auf Viktor. Der Fremde ist ihr jedoch sehr vertraut. Wie ist das möglich? Hat sie ihn doch gerade erst kennen gelernt. Und warum scheint seine an Alzheimer erkrankte Mutter Marie zu kennen? Hat sie eine Zwillingsschwester, von der sie nichts weiß? Oder gar eine Doppelgängerin? Und was ist mit ihren Gefühle für Viktor und auch für Johanna, die Marie in Hamburg zurück gelassen hat?


    Mit diesen und anderen Fragen beschäftigt man sich während dem Lesen dieses Romans. Der Schreibstil ist sehr flüssig und die Geschichte zieht einen in seinen Bann. Man macht sich so einige Gedanken, ob es wirklich ein Parallelleben gibt und wie dieses wohl aussehen mag...

    Die stürmischen Zeiten können nun beginnen


    „Stormheart – Die Rebellin“ ist der Auftakt einer Trilogie von Cora Carmack, in der es um Stürme, Herzen und Seelen geht.


    Aurora ist die Thronerbin von Pavan, einem der Reiche in Caeliras. Leider fehlen ihr die magischen Kräfte, um das Reich vor den Stürmen zu schützen. Offiziell zählt sie zu den Strumlingen, Menschen, die die Magie bestimmter Stürme in sich tragen. Bisher konnten Rora, wie Aurora auch genannt wird, und ihre Mutter dies gekonnt verheimlichen. Daher arrangiert ihre Mutter die Hochzeit mit Prinz Cassius von Look. So versuchen die beiden Frauen das Geheimnis um Rora zu bewahren und das Reich zu beschützen, wie es seit jeher die Aufgabe der Sturmlinge ist.
    Prinz Cassius erhofft sich von der Heirat auch etwas – einen Thron samt Reich, wurde seines doch laut Gerüchten, die durch Caeliras ziehen, vom sogenannten Sturmlord vernichtet. Er versucht Rora mit seinem aufgesetzten Charme zu manipulieren und auch vor ihrer Mutter verstellt er sich. So sind seine Absichten nicht von Anfang an klar. Wird es ihm gelingen seinen Plan durchzuziehen?
    Durch einen Zufall lernt Rora den Sturmjäger Look (nicht zu verwechseln mit dem Reich Look!) kennen. Sie erfährt, dass er die Sturmmagie besitzt und Stürme bekämpfen kann, obwohl er, wie sie selbst, ohne diese Magie geboren wurde. Kann ihr das helfen die Hochzeit zu verhindern und trotzdem ihr Königreich zu behalten und zu beschützen? Kurz vor ihrer Verbindung mit Cassius flieht Rora und schließt sich den Sturmjägern an, um von ihnen zu lernen. Die Flucht gelingt ihr, weil sie alle glauben lässt, sie sei entführt worden. Nur ihre Mutter soll in einem Brief erfahren, was wirklich passiert ist. Doch dieser Brief erreicht die Königin nicht…


    Das Buch ist schön geschrieben und auch gestaltet. Man taucht in diese Welt der Stürme und Sturmherzen und –seelen ein und fiebert mit, ob es Rora gelingt ihren Plan umzusetzen und das Königreich zu schützen. Auf Teil zwei und drei freu ich mich schon.

    Zwischen damals und heute


    Im Roman „June“ von Miranda Beverly-Whittemore wechseln wir zwischen dem Jahr 1955, zu June, und dem Jahr 2015, zu ihrer Enkelin Cassie.



    Die Geschichte beginnt im Jahr 2015. Cassie ist vor Kurzem in das Haus „Two Oaks“ in St. Jude, Ohio, gezogen. Das Anwesen hat sie von ihrer kürzlich verstorbenen Großmutter June geerbt. Cassie lebt in den Tag hinein. Sie ignoriert das hohe Gras ums Haus rundum sowie die sich stapelnde Post ebenso wie die Fledermäuse auf ihrem Dachboden.
    „Two Oaks“ hat eine eigene Energie und lässt Cassie von June als Mädchen und den goldenen Zeiten im Jahre 1955 träumen...


    Wir landen nun in diesem Jahr – 1955. June ist eine junge Frau, die bald heiraten wird. Ganz in Gedanken an ihre Hochzeit mit Artie, kann sie dem Trubel um einen Filmdreh hier in St. Jude nichts abgewinnen. Bis sie selbst dem großen und berühmten Jack Montgomery begegnet...
    Junes beste Freundin Lindie ist hin und weg vom Geschehen rund um die Hollywoodcrew. Sie ist es auch, die June und Jack näher bringt. Das findet seine Filmpartnerin Diane ganz und gar nicht gut.


    Wieder zurück im Jahr 2015 erfährt Cassie völlig überraschend, dass der frühere Hollywoodstar Jack Montgomery sie als seine Alleinerbin in seinem Testament bedacht hat. Cassie fällt aus allen Wolken. Kann das sein? Ist ihr verstorbener Vater das Kind von June und Jack? Wie finden das wohl Jacks beide Töchter Elda und Tate? Diese platzen in Cassies Leben und richten einiges Chaos an - nicht nur in Cassies Kopf.



    Der Wechsel zwischen der Vergangenheit und dem Heute gefällt mir sehr gut. Man erfährt so als Leser nicht nur etwas über das Leben von June, sondern auch von ihrer Enkelin Cassie. Das Buch bietet alles: Eine Art Zeitreise, Leidenschaft, Liebe, Verrat, Erpressung und sogar Mord.

    Mystische Verbrecherjagd


    „Der Freund der Toten“ ist der Debütroman des Autors Jess Kidd. In ihm spielen das Verschwinden eines Mädchens und jede Menge tote Gestalten eine große Rolle.


    1976 – Mahony möchte das Verschwinden seiner Mutter Orla vor mehr als 25 Jahren aufklären. Dies beginnt mit einem Brief, den er nach dem Tod einer Nonne bekommen, die in dem Waisenhaus gearbeitet hat, in dem Mahony als Baby abgelegt wurde & dort aufwuchs. Dieser enthält ein Foto, den Namen seiner Mutter sowie den Ort, in dem er geboren wurde. So begibt sich Mahony also nach Mulderring.
    Die Bewohner des kleines Ortes in Irland finden es gar nicht gut, dass Mahony dort rumschnüffelt. Alle wollen ihm weismachen, dass seine Mutter aus freien Stücken zusammen mit ihm das Örtchen verlassen hat. Was wissen sie wirklich über das Verschwinden seiner Mutter? Und was noch wichtiger ist, was verbergen sie?
    Hilfe bekommt Mahony von der alten Mrs Cauley. Sie versucht ihm zu helfen, herauszufinden, was damals wirklich geschah. Auch die Toten helfen mal mehr, mal weniger mit. Mahony hat die Gabe, die Toten zu sehen. Diese hat er von seiner Mutter Orla geerbt. Auch sie konnte die Toten sehen. Sie hat Geheimnisse von ihnen erfahren, die sie den betreffenden Leuten mitgeteilt hat. Das hat sie nicht gerade beliebter gemacht, als sie ohnehin schon war. Wurde ihr dies zum Verhängnis? Oder weil sie ein Kind von einem ihrer zahlreichen Freier hatte, obwohl sie selbst fast noch ein Kind war?
    Viel Zeit bleibt Mahony nicht mehr, denn er verstößt gegen seine Bewährungsauflagen, in dem er sich in Mulderring aufhält. Und auch bald schon hat es eine ganz bestimmt Person auf ihn abgesehen.
    Dazwischen gibt es noch jede Menge Frösche, eine heilige Quelle in der Bibliothek des Pfarrhauses, jeder Menge Morde und einen unheilvollen mystischen Sturm und Ruß in fast allen Häusern. Da bekommen nicht nur die Toten Angst...


    Die Geschichte wird in der Gegenwart, also 1976, erzählt sowie in der Vergangenheit. So lernt man Mahonys Mutter Orla auch ein bisschen besser kennen.