Beiträge von SiriNYC

    264. Das letzte Buch, das Du mit 5 Sternen bewertet hast



    Inhalt laut Verlag:

    Eine ebenso tragische wie komische Familiengeschichte. Vater, Mutter und drei Kinder in der pfälzischen Provinz der Achtzigerjahre. Der Autoverkäufer Jürgen und seine Frau Jutta sind verschuldet, aber glücklich. Als auf einmal das »große Geld« da ist, wandert die Familie fluchtartig nach Südfrankreich aus. Dort leben vor allem die drei Geschwister wie im Paradies, doch die Eltern benehmen sich immer seltsamer – bis ein Zufall enthüllt, dass der Vater ein Hochstapler ist. Er hat das Geld unterschlagen und bereits aufgebraucht, als sich die Schlinge enger zieht. Im letzten Moment flieht die Familie vor dem Zugriff der Behörden und die Jagd durch Europa geht weiter. Es ist ein freier Fall auf Kosten der Kinder, bis es unweigerlich zum Aufprall kommt.“

    Das macht wieder Lust auf mehr von Zweig. Wie gut, dass taliesin heute „Brasilien“ erwähnt hat

    Stefan Zweig mochte ich immer schon. Vor allem seine Erzählungen. Ganz besonders faszinierend fand ich >Phantastische Nacht<

    Jetzt, wo Du es sagst, das hatte ich tatsächlich noch gar nicht in mein virtuelles Bücherregal aufgenommen, aber direkt nachgeholt :).

    Diese kleine, aber feine Erzählung von Stefan Zweig habe ich zufällig beim Stöbern auf dem Kindle entdeckt.

    Der Mann hatte wirklich eine Begabung für das Beschreiben psychologischer Zustände (siehe auch „Ungeduld des Herzens“) und konnte sich sehr gut in diese hineinversetzen, eigentlich hineinfühlen. Das nennt man wohl Empathie.

    Ich bin bei ca. der Hälfte angelangt, es werden sicher mind. 4,5 Sterne.


    Das macht wieder Lust auf mehr von Zweig. Wie gut, dass taliesin heute „Brasilien“ erwähnt hat :wink:.

    Aus der Bücherei.


    Inhalt laut Amazon:

    „Jonas ist allein. Und zwar ganz allein. Von einem Tag auf den anderen. Zunächst ist es für Jonas ein Morgen wie jeder andere. Dass die Zeitung nicht vor der Tür liegt, ist noch nicht beunruhigend. Doch als Radio, Fernsehen und Internet nur undeutlich rauschen, beginnt er sich zu wundern. Er verlässt die Wohnung: und ist allein. Es beginnt eine Expedition, die Jonas mit den elementaren Fragen menschlicher Existenz konfrontiert. “


    Edit: Von einem bis fünf Sterne sind alle Bewertungen vertreten. Ich bin gespannt.

    263. Ein Buchtitel, der nur aus dem Namen eines Staates / Bundeslandes o.ä. besteht


    Madrapour ist der Name eines fiktiven Staates, der neben Indien liegt.

    Bei dem Buch handelt es sich um eine Art Science Fiction/Dystopie.


    Inhalt laut Verlag:

    „Eine in Paris gestartete Chartermaschine mit fünfzehn Passagieren an Bord ist unterwegs zu einem verheißungsvollen Ziel namens Madrapour, wo man erotische Abenteuer, Geschäfte, Vergnügen sucht. Luftpiraten bemächtigen sich der Maschine und berauben die Passagiere ihrer Pässe, ihres Geldes, lassen sie aber weiterfliegen. Panik setzt ein, als merkwürdige Ereignisse an Bord darauf hindeuten, daß das Flugzeug ferngesteuert wird ... „

    Was ich von Tenenbom halten soll, weiß ich auch nicht. Mir war er von verschiedenen Artikeln in der „Zeit“ gut in Erinnerung geblieben, aber mir fällt gerade die Diskussion zu seinem Buch „Allein unter Amerikanern“ hier im BT ein.

    Es kommt mir vor, als wäre seine Ironie zu Sarkasmus zu Zynismus geworden (um letzten Endes in der Akif Pirinçci - bzw. Henryk M. Broder - Provokations - Manie/r zu landen?).

    260. Ein Titel, der eine Blume enthält

    „Jauche und Levkojen“ ist der erste Band einer Trilogie, die bei meiner Mutter im Regal steht, die ich aber noch nicht gelesen habe. An die Verfilmung, die Anfang der 80er im Fernsehen lief, kann ich mich dunkel erinnern.


    Levkojen sind Blumen, die in rosa, lila, weiß oder grün blühen.


    Inhalt laut Verlag:

    „Das ungeschönte, lebendige Bild einer nicht wiederkehrenden Welt: die Geschichte der Maximiliane von Quindt, 1918 auf Gut Poenichen in Hinterpommern geboren. Der Vater stirbt vor ihrer Taufe, die Mutter verlässt Poenichen. Maximiliane, das Einzelkind, wird von Fräuleins und ihrem Großvater erzogen. Achtzehnjährig heiratet sie Viktor, einen Nazi, der sein Parteibuch schützend über Poenichen hält. Als Maximiliane im Februar 1945 das Gut verlassen muss, nimmt sie ihre vier Kinder mit auf die Flucht. Eine Mutter Courage der Nachkriegszeit macht sich auf den Weg in den Westen.“


    tardigrada schrieb:

    Die Gespräche des Protagonisten mit seinem Vater fand ich immer sehr rührend

    Ich habe sie bedrückend bis bedrohlich empfunden, da sie ja alleine dem Selbstzweck des Vaters dienten.


    Das wurde auch besonders deutlich, wenn er seine Ziele gefährdet sah, denn dann konnte er gegenüber seinem Sohn ohne mit der Wimper zu zucken sowohl zu psychischer als auch zu physischer Gewalt greifen.

    Ich bin bisher die erste, die diesem Buch fünf Sterne gegeben hat, was wohl daran liegt, dass ich voreingenommen bin. Lokal - und Zeitkolorit treffen genau meinen Nerv. Ich kenne mich in der Gegend, in der es spielt, gut aus und bin in derselben Zeit wie Arno Frank groß geworden.

    Trotzdem habe ich lange einen Bogen um das Buch gemacht, da mich „Heimat“ - Krimis und - Romane auch schon enttäuscht haben, sprich, außer dem heimeligen Gefühl kam nicht viel bei rum.


    Hier allerdings steckt mehr drin. Psychologie: Man erlebt hautnah wie einfach es ist, Kinder zu manipulieren und das gilt vor allem für die eigenen. Aber auch Freunde und sogar Fremde lassen sich immer wieder von Arnos Vater blenden. Faszinierend und erschreckend zugleich.

    Spannung: Unglaublich, diese Odyssee durch ganz Europa. Skurrille Höhepunkte sind zugleich die Tiefpunkte für die Familie, die mit zwei Kindern, einem Baby und zwei Hunden auf dieser absurden Reise ist. Man möchte dem Vater zurufen „ Gib doch einfach auf!“.


    Fazit: Ich habe das Buch im Sommer auf dem E -Reader gelesen (passend, da es in mehreren südlichen Ländern zu dieser Jahreszeit spielt), es mir danach als Hardcover gekauft und schon mehrmals ausgeliehen. Auch den anderen Lesern gefiel es.

    Auch ohne persönlichen Orts - und Zeitbezug mindestens 4,5 Sterne.


    PS: Es ist tatsächlich eine wahre Geschichte und alle darin vorkommenden Orte, Läden, Schulen, Kneipen, etc. in Rheinland-Pfalz gibt bzw. gab es wirklich.

    Gestern kam meine Ausgabe von 1987 hier an. Röderberg Verlag - nie gehört. Sieht jedenfalls so aus, als hätten andere Menschen vor mir das Buch auch gerne gelesen. Bis vor einigen Jahren mochte ich nie (von Fremden) gebrauchte Bücher lesen, inzwischen ist mir das schnuppe.


    Mir ist gerade noch ein Roman über das Berlin der Weimarer Republik eingefallen, das auch (vor ca. einem Jahr) neu aufgelegt wurde und auf meiner Wunschliste steht.

    Juchu, ich habe das von mir vor mehr als einem Jahr gesuchte Buch tatsächlich gefunden.


    Heute dachte ich, Herbstzeit ist Gruselzeit, ich probier es mal wieder und juhu, bei amazon und bei booklooker wurde ich fündig.

    Ich habe es mir direkt bestellt. Mir ging diese eine Geschichte die letzten Jahrzehnte so nach, ich muss sie unbedingt nochmals lesen.

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