Beiträge von tom leo

    "Hüte Dich, die Idee der Gemeinschuld zum Vorwand zu nehmen, um deine Aufmerksamkeit abzulenken von diesen langweiligen, altmodischen eigenen Verschuldungen, die gar nichts zu tun haben mit dem 'System' und mit denen du dich befassen kannst, ohne auf das tausendjährige Reich warten zu müssen."

    C.S.Lewis

    Hier ein Link zur englischen Ausgabe und der Auszug aus der Beschreibung:


    The Great Divorce is C.S. Lewis's Divine Comedy: the narrator bears strong resemblance to Lewis (by way of Dante); his Virgil is the fantasy writer George MacDonald; and upon boarding a bus in a nondescript neighborhood, the narrator is taken to Heaven and Hell. The book's primary message is presented with almost oblique tidiness--"There are only two kinds of people in the end: those who say to God, 'Thy will be done,' and those to whom God says, in the end, 'Thy will be done.'" However, the narrator's descriptions of sin and temptation will hit quite close to home for many readers. Lewis has a genius for describing the intricacies of vanity and self-deception, and this book is tremendously persistent in forcing its reader to consider the ultimate consequences of everyday pettiness. --Michael Joseph Gross

    Original : The great divorce, (Englisch/GB, 1946)


    in meiner Ausgabe mit einigen Zeichnungen von Gil Schlesinger, einer Einführung von Elisabeth Antkowiak und einem Vorwort von C.S.Lewis


    INHALT :

    «Die große Scheidung» dürfte das Meisterwerk dieses genialen Schriftstellers sein, der die gewichtigsten weltanschaulichen Fragen auf eine klare und für jedermann verständliche Formel zu bringen weiß. Diesmal geht es um jene letzte Entscheidung, die jedem Menschen bevorsteht und die er früher oder später zu treffen hat: zwischen Sein und Schein, Hingabe und Verschließung in sich selbst, Himmel und Hölle. Aber die Geschichte, die hier erzählt wird, und die den höchsten Ernst der Existenz zur Sprache bringt, wird mit so leichter Hand hingelegt, mit so viel humorvollen Zügen und scharfgeprägten Aphorismen durchschossen, mit so farbiger Phantasie geschmückt, dass die Spannung keinen Augenblick nachlässt.

    Zwölf Jahre lang (1932-1944) reifte der Plan im Geiste des Autors, bis er endlich, völlig in sich gerundet, seine Verwirklichung fand: in Kurzgestalt sozusagen seine «Göttliche Komödie». (Quelle : Klappentext)


    BEMERKUNGEN :

    Diese Erzählung beginnt in einer grauen Stadt unendlichen Ausmaßes, in denen sich die Bewohner bei erstem Wunsch und Drängen immer weiter voneinander entfernen (können). Der Ich-Erzähler entdeckt eine Bushaltestelle, an der allein einige Menschen, oder « Schatten », zu finden sind. Manche gehen und verlassen die Warteschlange, Streit bricht öfter aus… Ein Bus wird sie in phantastischer Fahrt in äußerste Höhen und an eine Klippe bringen : es geht hinaus in ein merkwürdiges Land, in der diese Schatten kaum Konsistenz haben, keine « Dichte », aber jedes Ding in diesem Land schwer und wuchtig daherkommt. Die Menschen zerstreuen sich, werden von Geistern begleitet, empfangen, die sie freudig aufnehmen, sie hinführen wollen, ihre Last (die ihr « Ich » ist) abzulegen und sich mit ihnen auf den Weg zu machen ins noch ferne « Paradies ». Weiter wird der Ich-Erzähler immer wieder Zeuge von solchen Begegnungen und den verschiedensten Einstellungen, vorgebrachten Widerständen der Schatten. Fast scheint es, als ob alle so sehr von sich eingenommen sind, dass sie die Rückkehr zum Bus und in die Schattenstadt bevorzugen.


    Mehr als klar ist die ethische und religiöse Komponente des Werkes. Letztlich geht es nicht nur um eine « Scheidung » von dem Hinter uns Liegenden, sondern um eine persönliche Ent-Scheidung für Ihn. Die Schattenstadt erscheint als « Vorhölle », aber wohl kaum als Reifeort. Worauf baue ich mein Heil ? Wohl nicht auf mein « Recht », meine ach so tollen Errungenschaften. Wie können wir uns lassen und überlassen ?


    Rahmt Lewis diese Überlegungen und dieses Erzählen auch durch einen Traum, so könnte man doch das Ganze ohne Weiteres auch unter Lebenssicht/Weltanschauung, oder halt als Klassiker einstufen. Lewis warnt selber davor, dieses Werl 1:1 zu verstehen, dennoch kann ich mich nicht ganz anfreunden, wie die hiesigen Schattengestalten wohl alle sich derlei sträuben, dass ihnen wohl kaum die positive Entscheidung zuzutrauen ist. Und andererseits hoffe ich, dass – an den Schwellen abgeholt – wir mehr als überzeugt und überrumpelt werden vor der Schönheit dessen, was vor uns liegt… Dennoch : ein reiches Werk mit viel Stoff zum Nachdenken.


    AUTOR :

    C. S. Lewis (Clive Staples Lewis, privat auch Jack genannt; * 29. November 1898 in Belfast; † 22. November 1963 in Oxford) war ein irischer Schriftsteller und Literaturwissenschaftler. Er lehrte am Magdalen College der University of Oxford und hatte den Lehrstuhl für Englische Literatur des Mittelalters und der Renaissance an der University of Cambridge inne. Vor allem im angloamerikanischen Raum ist er bekannt für seine Kinderbuchserie « Die Chroniken von Narnia ».


    (Quelle und mehr, siehe : https://de.wikipedia.org/wiki/C._S._Lewis )


    Broschiert

    Verlag: Johannes Verlag Einsiedeln; Auflage: 4.

    Sprache: Deutsch

    ISBN-10: 3265101967

    ISBN-13: 978-3265101965

    HINWEIS - Bitte immer mit kopieren - UND AUCH LESEN!!!

    Beim Weiterführen der Liste darauf achten, dass die Listenfunktion beibehalten wird! Dafür bitte die Editoren-Ansicht benutzen (NICHT die Quelltextansicht)! Listenziffern werden automatisch eingefügt, wenn sie beim kopieren nicht markiert werden! Dass die Liste richtig übernommen wurde, erkennt man daran, dass die korrekte Liste ein wenig nach rechts eingerückt ist, während die falsche Liste, die nicht automatisch nummeriert ist, einfach bündig am linken Rand erscheint.

    Bei den Leuten, welche noch Probleme haben, hier weiterlesen:

    Nur die Namen/Liste markieren - mit der linken Maustaste (dabei stellt sich nämlich heraus, wenn man oben in die Menüleiste schaut, dass statt "nummerierter Liste" nur die normale "Liste", welche eigentlich Punkte statt Zahlen ausgibt, für die Aufzählung markiert ist. Was beim Absenden dazu führt, dass man keine Zahlen mehr davor hat). Nach dem Markieren oben in der Menüleiste auf "Nummerierte Liste" drücken (so dass dieses ausgewählt ist statt der normalen). Absenden. Fertig!

    Und nehmt BITTE immer den letzten Post und nicht euren eigenen!


    1. Gonozal - 43
    2. Buchcafe24 - 42
    3. Dreamworx - 41
    4. Divina - 35
    5. Ruhrpottmädchen - 33
    6. cbee, buechereule - 26
    7. Skippycat - 25
    8. Svanvithe - 22
    9. freddoho - 21
    10. Emili - 19
    11. Bücherjägerin - 18
    12. Affenkaelte - 17
    13. Scalymausi - 15
    14. *Bücherwürmchen*, tom leo - 14
    15. Leen - 13
    16. Kermit, Thomson, Tiniii - 12
    17. Tanni, Nimrod Kelev-rah, Fridoline, Heuschneider, the-black-one, JessLittrell - 10
    18. Hiyanha, rhapsody2, DarkMaron - 9
    19. *sophie, nirak, lio, Bast - 8
    20. liesma, Studentine, E-Krimi - 7
    21. Frawina, Kittelbiene, Motte, Susannah, Lilias, Annett - 6
    22. Melanie512, flohmaus, countrymel, Gaymax, Valrike, Narenda _ - 5
    23. xxmarie91xx, pescador, Mellojello - 4
    24. Struppi, Break Free - 3
    25. Carojenny - 2
    26. Yvonne80, aleXi.s - 1

    Hier geht es direkt um eine ganze Linie von Ordensbrüdern und -vätern in der orthodoxen Tradition, die insbesondere das Zuhören übten und so geistliche Begleitung lebten... (Optina Pustin):

    Stellvertretend für mehrere seiner interessanten und stets sehr zugänglichen Bücher noch eins vom ehemaligen Dominikanermeister Radcliffe (übrigens der Onkel von Harry Potter...):

    Als Berufstheologe verzichte ich mal, auf die einschlägigen Leute hinzuweisen (oder?) und nenne diese Ordensschwester; ist auch nicht ohne...

    Dom Augustin war Kartäusermönch und hat sehr dicht und eindringlich von seinen Einsichten geschrieben... Auf Deutsch finde ich dieses Buch; auf Französisch gibt es mehr.

    (Behelfsübersetzung: Erbarmen mit dem Bösen)

    Original: Französisch, 2006


    INHALT :

    Ende August 1944 macht eine Truppe sich auf dem Rückzug befindlicher Deutschen auf einem Bauernhof im belgischen Wallonien Halt und requisitionniert die Pferde. Zutiefst empört, und gefolgt von seinem jüngeren Bruder Abel, heftet sich der dreizehnjährige Mutien auf die Versen des Konvois um insbesondere Gaillard, einen Kaltblütler irgendwie zurückzugewinnen. Zwischen Blauäugigkeit und Mut dringen die beiden Jungen dabei immer weiter ins Feindesland ein, das inzwischen ruiniert, zerbombt, moralisch angeschlagen ist. Es folgen sechs Wochen größter Gefahren, aber auch von Verbrüderungsmomenten mit den « Feinden »…


    BEMERKUNGEN :

    Abel ist hier aus viel späterem Abstand der Erzähler : nach wohl 35-40 Jahren befindet sich er in der Wohnung seines Bruders und Weltenbummlers Mutien. Dieser ist auf See verschollen, schon seit sechs Jahren, und die Geschwister drängen auf Auflösung dessen Wohnung. Abel kümmert sich um das schriftliche Erbe : Aufzeichnungen, Briefe… und stößt dabei auf die Erinnerungen an ihrer Beider Abenteuerfahrt 1944. Da war Abel 8 Jahre alt ; er folgte seinem Bruder Mutien auf der Verfolgungsjagd auf den Spuren des deutschen Konvois mit dem beschlagnahmten Gaillard. Sie bleiben nicht lange unbemerkt, werden zurückgewiseen, -geschickt, doch bleiben am Ball. Der schon ältere Wehrmachtsoffizier Günther erweist sich als besonders nahestehend und nimmt sie letztlich unter seine Fittiche, zunächst bei Widerstand durch Mutien. Langsam geht die Kolonne zurück ins heimische, aber zerbombte und verelendete Heimatland. Und die Jungen sind dabei… Werden sie Gaillard letztlich dann mit zurücknehmen können, nachdem die Soldaten quasi alle heimgekehrt sind ? Geht die Freundschaft mit Günther weiter ? Nun, durchsetzt werden die Erinnerungen von Abel von nachkrieglichen Briefauszügen Günthers an Mutien, was eben anzeigt, dass die Geschichte weiterging. Aber wie … ?


    Man mag versucht sein – angesichts so vieler Greueltaten in Osteuropa und insbesondere an den Juden – das Elend der Belgier als besetztes Land zu vergessen oder zu minimisieren. Hier wiederum wird schon eingangs erwähnt, dass der Vater von Mutien und Abel 1943 hingerichtet wurde… Nun kommt die Beschlagnahmung der Pferde hinzu. Kein Wunder, dass zunächst Abscheu, und Ablehnung die Jungen bestimmen. Dennoch wird diese Erzählung eine einer Form von Versöhnung. Es ist eine Geschichte zwischen Völkern, die feindlich einander gegenüberstanden, aber auch von zwei Brüdern, die gemeinsam unterwegs sind. Was wird Abel noch von seinem Bruder « erben » ?


    Ein schönes Buch, das auch einige Preise gewonnen hat !


    AUTOR :

    Bernard Tirtiaux wurde 1951 in Fleurus/Belgien geboren, wo er auch weiterhin wohnt, verheiratet, Vater dreier Kinder. Er ist Glasfensterkünstler, Schauspieler, Sänger und eben Schriftsteller.


    Siehe auch seine Webseite: http://www.bernard-tirtiaux.be/



    Poche : 192 pages

    Editeur : Le Livre de Poche (25 juin 2008)

    Collection : Littérature & Documents

    Langue : Français

    ISBN-10 : 2253118435

    ISBN-13 : 978-2253118435

    Es ist echt nicht erkennbar, was Du nun eigentlich suchst: Romane, Zeugnisse, Dokumente... So gut das Buch "Der Kastrat" zB ist als Roman, ist es doch sehr fragwürdig, ob es nun etwas zum Klosterleben aussagen kann. Ich selber würde zB dieses Buch empfehlen über einen ziemlich interessanten Kerl. Seine Biographie durch Archimandrit Sophronius gehört zu den Perlen geistlicher Literatur.

    In meinen beiden letzten Büchern - zählt das als seltsamer Zufall? - , also einerseits Wagameses Starlight und nun Bernard Tirtiaux' Pitié pour le mal, stoßi ich auf Protagonisten, die Forellen fangen (gehen)!

    In der Fremde


    Ist es so auf Erden?


    Bin in die Welt gegangen.

    Habe mancherlei angefangen.

    Aber die Leute lachten.

    Auf dem Felde gegraben.

    Einen Wagen gezogen.

    Einen Zaun gerade gestellt.

    Tür und Fenster gestrichen.

    Warme Kleider genäht.

    Hölzerne Truhe gezimmert.

    Feine Stoffe gewoben.

    Goldenes Ringlein geschmiedet.


    Was soll nun werden?


    Werde nach Hause wandern,

    und barfuß ankommen.


    Jesse Thoor