Beiträge von tom leo

    Dieses Buch hat mich nun durch seine tiefe Menschlichkeit sehr beeindruckt. Natürlich gibt es das Hauptthema um die vermeintlichen Nachrichten herum, die aufbauen sollen. Berührend finde ich dann auch besonders das Verhältnis von Jakob und Lina... Ich war beschämt, bis vor Kurzem etwas ganz anderes mir unter diesem Roman vorgestellt zu haben (mir irgendwas ins falsche Ohr gekommen). Nein, es ist kein Galgenhumor, aber tiefes Mitfühlen schlechthin, ein "lachendes", tröstendes Auge - trotz alledem.


    Erinnerte Euch dieses Buch nicht von Ferne an Roberto Benigni...?


    Lesen!

    HINWEIS - Bitte immer mit kopieren - UND AUCH LESEN!!!

    Beim Weiterführen der Liste darauf achten, dass die Listenfunktion beibehalten wird! Dafür bitte die Editoren-Ansicht benutzen (NICHT die Quelltextansicht)! Listenziffern werden automatisch eingefügt, wenn sie beim kopieren nicht markiert werden! Dass die Liste richtig übernommen wurde, erkennt man daran, dass die korrekte Liste ein wenig nach rechts eingerückt ist, während die falsche Liste, die nicht automatisch nummeriert ist, einfach bündig am linken Rand erscheint.


    Bei den Leuten, welche noch Probleme haben, hier weiterlesen:


    Nur die Namen/Liste markieren - mit der linken Maustaste (dabei stellt sich nämlich heraus, wenn man oben in die Menüleiste schaut, dass statt "nummerierter Liste" nur die normale "Liste", welche eigentlich Punkte statt Zahlen ausgibt, für die Aufzählung markiert ist. Was beim Absenden dazu führt, dass man keine Zahlen mehr davor hat). Nach dem Markieren oben in der Menüleiste auf "Nummerierte Liste" drücken (so dass dieses ausgewählt ist statt der normalen). Absenden. Fertig!


    Und nehmt BITTE immer den letzten Post und nicht euren eigenen!

    1. Buchcafe24 - 134
    2. Dreamworx - 124
    3. Gonozal - 108
    4. Ruhrpottmädchen - 91
    5. Divina - 80
    6. Buechereule - 78
    7. cbee - 74
    8. Svanvithe - 66
    9. Skippycat - 63
    10. Emili - 56
    11. Nimrod Kelev-rah, freddoho - 55
    12. Rincewind66, Bücherjägerin - 48
    13. Leen, *Bücherwürmchen*, tom leo - 42
    14. Hiyanha - 38
    15. El Novelero - 37
    16. Scalymausi - 36
    17. Affenkaelte - 33
    18. Frawina, JessLittrell - 32
    19. Madl10 - 30
    20. flohmaus, Thomson, Bast - 28
    21. Fridoline - 24
    22. Susannah, Tiniii, DarkMaron - 22
    23. Biografiefan - 21
    24. lio, Studentine - 20
    25. Tanni - 19
    26. the-black-one, Heuschneider - 18
    27. liesma, nirak, pescador - 17
    28. Gaymax - 16
    29. Melanie512, countrymel - 15
    30. xxmarie91xx, Annett, E-Krimi - 14
    31. Kermit, Kittelbiene - 12
    32. Jessiw84 - 11
    33. Bartman1860, Schattenlady - 10
    34. rhapsody2, narenda_, Valrike - 9
    35. *Sophie, Clary-Jocelyn - 8
    36. Mellojello - 7
    37. Motte, Lilias, Struppi - 6
    38. Break Free - 3
    39. Carojenny, Mariexy - 2
    40. Yvonne80, aleXi.s - 1


    Au bord de la Sanda


    Im letzten Herbst entdeckte ich in meiner Lieblingsbuchhandlung eine vielversprechende Neuerscheinung auf Französisch : Isländischer Herkunft, naturnah, nicht allzu lang, anziehend. Was kann man verkehrt machen ? Erst als ich diese Woche das Buch näher anschaute stellte ich dann schnell fest, dass ich dieses Buch vor Jahren doch auf Deutsch gelesen hatte ! Nun, lesen wir es nochmal, und erleben es vielleicht anders in einer anderen Sprache ? … und holen diesen Fred nochmals hoch, denn m.E. verdient es das Buch. Und man möchte zB manche Islandliebhaber ( Nungesser , Hypocritia …) oder Neu-BT’ler aufmerksam machen.


    Vielleicht nicht soo viele neue Einsichten, aber das Buch kommt auf ersten Blick hin gesehen so inhaltslos daher, oder dahinfließend : das täuscht enorm. Ich las langsam und meinte dann in jeder zweiten Zeile interessante Andeutungen und Querverweise zu finden. Desletzt war zB hier im BT auch von den Märchen die Rede. Eine mythologische, auch teils sehr naturnahe Sicht, ist hier sehr präsent : da ist das « kleine Volk », die apokalyptischen Reiter, jene geheimnisvolle Frau (die durchaus von Fleisch und Blut sein kann)… Meist stellt das gar kein großes Problem dar : der Mensch (=Maler) lebt quasi davon umgeben, in diese Geheimnisse eingetaucht. Das mag den besonderen Lebensumständen in Island gedankt sein ?


    Das Buch wickelt sich nicht eindeutig, aber doch diskret hintergründig vor gewissen Gefahren ab. Oder Erfahrungen der Macht von Naturgewalten. Die Dunkelheit, das Leben unter einem auszubrechen drohendem Vulkan, ein leichtes Erdbeben, ein Schneesturm einerseits, aber auch Einsamkeit, Isolierung, Ängste andererseits, oder miteinander verbunden.


    Ich war sehr angetan von der Schreibe des Autors !


    Broché : 160 pages

    Editeur : La peuplade (7 mars 2019)

    Collection : Fictions du nord

    Langue : Français

    ISBN-10 : 2924898188

    ISBN-13 : 978-2924898185

    144. Ein Buch über Schäfer/Schafe

    1978 in der Schweiz geboren, ist Blaise Hofmann ein französischschreibender Schriftsteller und Reisender, der unter anderem auch den Preis Nicolas Bouvier erhalten hat. In diesem verlinkten Buch bleibt er "ortstreuer" und verwandelt sich in einen Schafthirten für die Zeit einer Saison. Liegt auf meinem SUB und hört sich sehr gut an!

    Wie erwähnt, las ich selbst ein Büchlein das dank des Filmes von Terrence Malick neu herausgekommen ist. Es sind Auszüge aus oben verlinktem deutschen Buch.


    Etre catholique ou nazi - Franz Jägerstätter


    Ce livre regroupe trois documents émouvants que Franz Jägerstätter adresse à son épouse Francisa, au moment où il est emprisonné à Berlin : une réflexion sur son objection de conscience : "Etre catholique ou nazi" des notes sur son opposition nazisme sa dernière lettre à Francisa, quelques heures avant qu'il soit décapité. Le livre est précédé par une courte biographie d'Erna Putz, qui a recueilli l'ensemble des documents de cet instituteur autrichien.


    Taschenbuch: 150 Seiten

    Verlag: BAYARD CULTURE (11. Dezember 2019)

    Sprache: Französisch

    ISBN-10: 2227498145

    ISBN-13: 978-2227498143

    herausgegeben von Erna Putz


    Original : Deutsch, 2007


    INHALT :

    Franz Jägerstätter, geboren 1907 als Franz Huber in St.Radegund/Österreich, war ein unehelicher Sohn, der zunächst bei seiner Großmutter aufwuchs. Dann als Zehnjähriger wurde er von seiner Mutter in ihre erste Ehe hineingenommen mit Jägerstätter. Franz wurde ein oberösterreichischer Bauer und Mesner. Er heiratete 1937 und hatte drei Töchter als auch einen angenommenen Sohn. Er verweigert 1943 den Dienst als Soldat in der Deutschen Wehrmacht. Am 2. März 1943 spricht er die Verweigerung aus, ist bis Anfang Mai in Linz inhaftiert und wird anschließend nach Berlin-Tegel überstellt. Vom Reichkriegsgericht wird er am 6. Juli 1943 wegen „Wehrkraftzersetzung“ zum Tod verurteilt und am 9. August in Brandenburg/Havel enthauptet.


    Von manchen als verantwortungsloser Spinner abgetan, wurde Franz Jägerstätter für seine mutige Gewissensentscheidung und sein konsequentes Handeln als Christ von Papst Benedikt XVI. seliggesprochen; mehr denn je steht deshalb seine Person im Mittelpunkt der Diskussion um die Möglichkeiten des Widerstands gegen staatlich-totalitäre Gewalt. Das vorliegende oben verlinkte Buch versammelt neben seinen Aufzeichnungen aus dem Gefängnis erstmals den kompletten Briefwechsel mit Gattin Franziska und gibt so einen bewegenden Einblick in die innere Entwicklung Franz Jägerstätters, der aus der Kraft seines Glaubens unerschütterlich zu seiner Entscheidung stand und dafür sein Leben gab. (Quelle : Produktbeschreibung bei Amazon, leicht erweitert)


    BEMERKUNGEN :

    Ich verlinke direkt jene oben vorgestellte deutsche vollständige Herausgabe des Briefwechsels von Franz und Franziska Jägerstätter und von Notizen des Autors zur Haltung gegenüber dem Faschismus, der Wehrdienstverweigerung etc. Und gebe zu, dass ich eine daraus übersetzte französische, aber eben auch verkürzte, Fassung las. Dieses französische Buch besteht aus einer biographischen Hinführung durch Erna Putz und verschiedene Überlegungen Jägerstätters, die er seiner Frau im Moment seines Gefängnisaufenthaltes zukommen läßt : eine über die Gewissensverweigerung, « Katholik oder Nazi-Sein ? » (unvereinbar für ihn), Bemerkungen zu seiner Opposition zum Nationalsozialismus und der letzte Brief an seine Frau, einige Stunden vor seiner Hinrichtung.


    Neue Aufmerksamkeit fand und findet das Zeugnis dieses einfachen österreichischen Bauerns durch den beeindruckenden Film, im letzten Jahr, von Terrence Malick, « Ein verborgenes Leben/A hidden life » (siehe auch : https://de.wikipedia.org/wiki/Ein_verborgenes_Leben_(Film) ). Doch was heißt das schon, « einfach » ? Dieser Mann spricht zB von der Wichtigkeit des Lesens, Sich Informierens. Für ihn gibt es keine Ausflüchte, und in ihm wird auch klar, dass es keine billige Entschuldigungen gab und gibt. Als Einziger im Dorf wird er die « Volksabstimmung zum Anschluß Österreichs » verweigern, und sucht aufrecht die Treue für seine Überzeugungen. Niemand nimmt ihm die Gewissensentscheidung ab. Und es ist beeindruckend, dass er dann letztlich durch- und mitgetragen wurde von seiner Frau. Trotz alledem !


    Er spricht « Klartext » in diesen Zeilen, und manche Aussagen verwundern fast in ihrer Radikalität, zumal man seine Nähe und Liebe zur Familie erspürt. Doch letztlich steht er « als Christ da, und kann nicht anders » um einen bekannten Satz zu zitieren. Auf welchem Hintergrund eine solche Radikalität denkbar und aushaltbar ist, mag jede(r) selber entdecken.


    Gebundene Ausgabe: 319 Seiten

    Verlag: Styria Premium in Verlagsgruppe Styria GmbH & Co. KG; Auflage: 1., (8. November 2007)

    Sprache: Deutsch

    ISBN-10: 3222132321

    ISBN-13: 978-3222132322

    Tja, der Mara macht man halt nichts vor! Ich schaue und schaue! Und diese Reihe stand vor vier, fünf Stunden schon da? Ich frage mich wohl, ob man diese Bücher von Bouvier, teils nur mit seiner Anteilnahme, als Reihe bezeichnen kann. In meinem Buch, dem ich den Vorrang gebe, stand das Reisetagebuch von Japan an dritter Stelle, wurde als solches vorgestellt. Sicherlich hat ein Verlag natürlich Interesse daran, möglichst viele Bücher hinzuzuziehen um den Umsatz anzutreiben?

    Und hier der "zweite Band" der Reisetagebücher. Hat fast etwas Verstörendes an sich - in meiner Erinnerung...:


    Im Anschluss an die Reise von Genf nach Afghanistan durchquert Nicolas Bouvier in seinem Fiat Topolino den indischen Subkontinent und lässt sich im März 1955 vorübergehend auf Ceylon nieder. Unverhofft wird die Etappe zum Moment des Innehaltens. Er ist einsam und geschwächt, zudem träge vom feuchtheißen Klima der Insel, doch seine Sinne für die Wahrnehmung der Umgebung sind geschärft: Die Reise wird zur geistigen Gratwanderung eines Mannes, der - hin- und hergeworfen zwischen Faszination und Schrecken - die magischen Phänomene der Schatten- und Insektenwelt Ceylons zu erfassen sucht. In der lichtdurchfluteten Sprache Bouviers verwandelt sich die tropisch-dumpfe Schwere in ein schillerndes Wunder.

    "Skorpionfisch" ist die fesselnde Auseinandersetzung eines weitgereisten, scharfsinnigen Schriftstellers mit den Grundsätzen menschlichen Daseins, eine "Meditation über unsere Wahrnehmung der Welt" (The New York Times).

    Neue, von Stefan Zweifel zusammengestellte Dokumente, Briefe und Fotos geben unerwartete Einblicke in die Entstehung dieser hochverdichteten Prosa.

    Hier noch für alle Interessierten der "erste Band" der Reisetagebücher. Gehört wirklich zu den Klassikern des Genre!


    1963 erschien "L'Usage du monde" ("Die Erfahrung der Welt"), das Erstlingswerk des Genfer Schriftstellers und Fotografen Nicolas Bouvier. Das Buch gehört heute zu den Klassikern der modernen Reise­literatur.

    Der Text ist das Ergebnis einer fast zweijährigen Reise, die Nicolas Bouvier mit dem Maler Thierry Vernet 1953/54 unternahm. Die beiden Freunde fahren mit einem Fiat Topolino "in sehr gemächlichem Tempo" via Balkan, Türkei und Iran nach Afghanistan. Sie nehmen sich viel Zeit für die Entdeckung eines sowohl archaisch wie surreal anmutenden Kulturraums, wobei ihre Erfahrungen und Begegnungen mitunter an ein tragikomisches Welttheater erinnern.

    So wie sich dieses "langsame Reisen" an die Fremde herantastet, erkundet der Autor geduldig die Welt der Sprache, indem er den Reichtum der Dinge mit demjenigen der Worte zu verbinden versucht. Dabei entstehen atmosphärisch eindringliche Beschreibungen und farbige Porträts, durchdrungen von einem melancholischen Humor.

    Angereichert wird diese Ausgabe mit Fotografien, die während der Fahrt entstanden sind. Ihre ungewöhnliche Qualität macht das Buch von Nicolas Bouvier - eine Art schweizerischer Bruce Chatwin - zusätzlich zu einem Ereignis.

    Wegen tom leo s :winken:frischer Rezension eines späteren Bouvier-Reiseberichtes ist der Autor nicht nur mehrfach auf meine Wunschliste gewandert, sondern sein erster Bericht über eine fast zweijährige Reise, die er mit einem Freund 1953/54 "mit einem Fiat Topolino 'in sehr gemächlichem Tempo' via Balkan, Türkei und Iran nach Afghanistan" (Q: Amazon) unternahm, auch in meinen Warenkorb gewandert.:thumleft: Gewissermaßen von Bouviers Asiens-Zyklus, der ihn später über Ceylon (der Band interessiert mich auch sehr) auch nach Japan führte (das von tom leo besprochene Buch).

    Ich habe alle drei Bände gelesen. Es lohnt sich! Die ersten beiden Bände waren aber schon früh herausgekommen, und ich las sie wohl vor zwanzig Jahren?! Einige Bilder davon bleiben noch..., aber natürlich reichte es nicht aus, um jetzt noch eine Rezi nachzureichen.


    Schau aber eventuell nach der gewählten Ausgabe. Falls es Dich besonders interessiert müßte es auch die ersten Bände mit einigen Photographien geben?!

    HINWEIS - Bitte immer mit kopieren - UND AUCH LESEN!!!

    Beim Weiterführen der Liste darauf achten, dass die Listenfunktion beibehalten wird! Dafür bitte die Editoren-Ansicht benutzen (NICHT die Quelltextansicht)! Listenziffern werden automatisch eingefügt, wenn sie beim kopieren nicht markiert werden! Dass die Liste richtig übernommen wurde, erkennt man daran, dass die korrekte Liste ein wenig nach rechts eingerückt ist, während die falsche Liste, die nicht automatisch nummeriert ist, einfach bündig am linken Rand erscheint.


    Bei den Leuten, welche noch Probleme haben, hier weiterlesen:


    Nur die Namen/Liste markieren - mit der linken Maustaste (dabei stellt sich nämlich heraus, wenn man oben in die Menüleiste schaut, dass statt "nummerierter Liste" nur die normale "Liste", welche eigentlich Punkte statt Zahlen ausgibt, für die Aufzählung markiert ist. Was beim Absenden dazu führt, dass man keine Zahlen mehr davor hat). Nach dem Markieren oben in der Menüleiste auf "Nummerierte Liste" drücken (so dass dieses ausgewählt ist statt der normalen). Absenden. Fertig!


    Und nehmt BITTE immer den letzten Post und nicht euren eigenen!


    1. Buchcafe24 - 134
    2. Dreamworx - 124
    3. Gonozal - 108
    4. Ruhrpottmädchen - 91
    5. Buechereule - 73
    6. Divina - 72
    7. Svanvithe, Skippycat - 60
    8. Nimrod Kelev-rah - 55
    9. Emili - 53
    10. freddoho - 52
    11. cbee - 50
    12. Rincewind66 - 48
    13. Bücherjägerin - 47
    14. Leen - 42
    15. tom leo - 40
    16. *Bücherwürmchen* - 39
    17. Hiyanha - 38
    18. El Novelero - 37
    19. Scalymausi - 36
    20. Affenkaelte - 32
    21. Madl10, JessLittrell - 30
    22. flohmaus - 28
    23. Thomson, Bast - 27
    24. Frawina - 25
    25. Fridoline - 23
    26. Susannah, Tiniii - 22
    27. DarkMaron - 21
    28. Biografiefan, lio - 20
    29. Tanni - 19
    30. the-black-one, Heuschneider - 18
    31. liesma, nirak, pescador, Studentine - 17
    32. Gaymax - 16
    33. Melanie512, countrymel - 15
    34. xxmarie91xx, Annett, E-Krimi - 14
    35. Kermit, Kittelbiene - 12
    36. Jessiw84 - 11
    37. Bartman1860 - 10
    38. rhapsody2, narenda_, Valrike - 9
    39. *Sophie, Clary-Jocelyn - 8
    40. Mellojello - 7
    41. Motte, Lilias, Struppi - 6
    42. Break Free - 3
    43. Carojenny, Mariexy - 2
    44. Yvonne80, aleXi.s - 1

    Hier eine Verlinkung zu einer Ausgabe auf Französisch :


    Le Vide Et Le Plein: Carnets du Japon 1964-1970


    Les fameux carnets que Nicolas Bouvier tint pendant son séjour au Japon en 1964 restèrent longtemps inédits. Partie intégrante du " Livre des Merveilles " qu'il souhaitait écrire, " Le vide et le plein " impose cet art unique qu'il a de saisir, comme on dérobe des pommes à l'étalage, des fragments d'éternité. Bouvier découvre, s'émerveille, s'étonne, se laisse faire mais aussi défaire par ce pays " non pas tant mystérieux que mystifiant ". Et se livre dans ces courts chapitres plus peut-être que nulle part ailleurs.


    Taschenbuch: 256 Seiten

    Verlag: GALLIMARD (19. Mai 2009)

    Sprache: Französisch

    ISBN-10: 2070361306

    ISBN-13: 978-2070361304

    INHALT :

    1964 reist Nicolas Bouvier zusammen mit seiner schwangeren Frau Eliane und seinem kleinen Sohn Thomas nach Japan. Seine Impressionen schreibt er in den "Grünen Heften" nieder - Tagebuchaufzeichnungen, die zum Teil auch in die "Japanische Chronik" einflossen, ein Werk, in dem Bouvier Reiseschilderung, historische Studie über die europäische Entdeckung Japans und persönliche Reflexion verband. Fragmentarische Szenen dokumentieren Bouviers Erfahrungen und Gefühle gegenüber einem Land, das ihm bis zum Ende seines Aufenthalts fremd bleiben wird. Vielleicht gehört "Das Leere und das Volle" gerade deshalb zu Bouviers persönlichsten Werken, weil es seinen täglichen Kampf mit dem japanischen Way of Life reflektiert, sein Ringen um Akzeptanz beschreibt, die Momente des Glücks, aber auch seine Frustration angesichts der freundlich-höflichen Distanz. Mit leisem Humor und unermüdlicher Geduld kreist er um die fremde Kultur, immer in dem Bemühen, durch Verständnis einen Zugang zur verschlossensten Gesellschaft Asiens zu finden. (Quelle : Klappentext)


    BEMERKUNG :

    Diese Notizbücher aus Japan sind die chronologische Fortsetzung der beiden Vorgängerbücher, « Die Erfahrung der Welt » (Reise über den Balkan, die Türkei, via Iran nach Afghanistan) und des « Skorpionfisch » (Durchquerung des indischen Subkontinents und Aufenthalt in Ceylon/Sri Lanka). Ich war nun doch ziemlich überrascht, dass zu keinem dieser zu den Klassikern der Reiseliteratur zählenden Bücher hier ein Kommentar existiert. Diese Aufzeichnungen hier umspannen insgesamt gesehen einen Zeitraum von 1964 bis 1970, sind aber erst 2004 auf Französisch erschienen und galten dann als Fundstück! Bouvier ist inzwischen verheiratet, hat ein, dann zwei Kind(er). Vielleicht ein « seßhafteres » Buch, mit also einem längeren Aufenthalt. Auch, aber weniger, Reisen innerhalb des Archipels.


    Falls der heutige Leser Tipps zur Reisegestaltung erwartet, oder Beschreibungen von Ausflugszielen, wird er hier eher falsch am Platze sein. Was Bouvier beschreibt sind verschiedenste Aspekte des japanischen Lebens und Denkens, sei es in Geschichte, Etikette, Pädagogik, Bereich des Lebens als Paar, der Religion, der japanischen Isolierung über Jahrhunderte, der Homogeneität der Gesellschaft, der Literatur usw. Aufmerksam beobachtet und beschreibt der Schweizer diese Gesellschaft. Der Leser kann überaus viel lernen und wird in Frage gestellt. Trotz aller Erfahrungen des Autors bleibt wohl ein Gefühl der Entfernung, der Entfremdung vielleicht auch zu dieser Gesellschaft. Und mich berührte dieses Eingeständnis vonseiten eines so versierten Reisenden. Die Abschnitte sind oft relativ kurz. Manche Themen tauchen mehrmals auf. Bouvier ist manchmal witzig dabei, staunt, befragt sich selber, ist auch mal frech anfragend.


    Für alle Japanliebenden wohl eine sehr gute Möglichkeit, sich mit diesem Land auseinanderzusetzen. Für pure Reiseveranstalter und Touristen wohl eher nicht gedacht. Ich finde das Buch äußerst interessant, selbst wenn Bouvier in der Beschreibung des inneren Abstandes zur japanischen Kultur manchmal eine Trockenheit oder einen Stachel zutage legt, der mich hier und da leicht durcheinanderbrachte.


    AUTOR :

    Nicolas Bouvier (geboren 6. März 1929 in Lancy; gestorben 17. Februar 1998 in Genf) war ein Schweizer Schriftsteller, Reiseautor, Fotograf und Journalist. Mit seinen Reisebeschreibungen wurde er ein Kultautor dieses Genres. Nicolas Bouvier wuchs in Genf auf, wo er Geistes- und Rechtswissenschaften studierte. 1953 brach er das Studium ab und startete gemeinsam mit seinem Freund, dem Maler Thierry Vernet, eine Reise in einem Fiat Topolino von Genf über Jugoslawien, die Türkei, den Iran und Pakistan nach Kabul.[1] Er reiste 1955 allein nach Sri Lanka weiter und musste wegen seiner Malariaerkrankung neun Monate in der Hafenstadt Galle verbringen. Daraufhin fuhr er nach Japan und kehrte 1956 wieder in die Schweiz zurück. Nach seiner Rückkehr schrieb er L'usage du monde (Die Erfahrung der Welt). Weitere längere Auslandsaufenthalte u. a. in Japan, China und Korea folgten in den sechziger Jahren.

    Erst 1981 publizierte er seine Erlebnisse und Halluzinationen auf Sri Lanka in einem Buch mit dem Titel Le poisson-scorpion (Skorpionfisch). Der im Jahr 2005 erschienene Dokumentarfilm Nicolas Bouvier, 22 Hospital Street von Christoph Kühn schildert in einer Collage diese Aufzeichnungen und verschmilzt sie mit Interviews von Zeitzeugen und alten Filmdokumenten.



    Taschenbuch: 223 Seiten

    Verlag: Lenos; Auflage: 1 (1. Februar 2010)

    Sprache: Deutsch

    ISBN-10: 3857877332

    ISBN-13: 978-3857877339

    Es ist immer wieder erstaunlich, wie ein « gerade » kennengelerntes Wort, ein Begriff etc. plötzlich überall auftaucht. Und schon kurze Zeit später.

    So heute geschehen mit einem Wort, das mir so aufgefallen war, das ich es speziell in einer Rezi vor einem Monat erwähnte. Siehe : Robert Seethaler - Jetzt wirds ernst :

    Zitat

    Ich bin jedoch - dumme Randbemerkung - ganz erstaunt, wie oft der Autor das Wort "wabern(d)" unterbringt. Ich musste mir den Sinn da erschliessen.

    Und heute also begegne ich demselben Wort bei W.G.Sebald und seinem "Campo Santo", Seite 20 !


    Gehe ich richtig davon aus, dass es ein recht österreichischer Begriff ist???