Beiträge von tom leo

    tom leo - Alex Capus zählt schon lange zu meinen Schriftsteller welche ich immer sehr gerne lese. Deshalb freut es mich wenn andere ihn ebenfalls entdecken.

    Darf ich dir empfehlen vor "Königskinder" - "Leon und Louise" zu lesen, mir persönlich gefiel diese Geschichte besser.

    Ist notiert und auf die (Endlos-)Wuli gerückt!

    Ja, der Capus gehörte bislang für mich zu jenen Schriftstellern, dessen Name mir immer wieder begegnet ist, aber den ich noch nicht richtig für mich entdeckt hatte. Das scheint sich nun zu ändern. Sein Stil gefiel mir sehr gut!

    Sehr angenehme Überraschung und Autorenentdeckung (für mich), dieser Alex Capus. Das liest sich sehr flüssig, ist sprachlich sehr geschmeidig und gleichzeitig mit feinsinnigem Humor ausgestattet. Da die 26 Kapitel mehr oder weniger abwechselnd aus zwei Perspektiven wie gesagt eine authentische historische Begebenheit beleuchten, hätte man dieses Buch durchaus auch unter « Historische Romane » einordnen können ?!

    Hinter allem Humor dann auch kritisch zu deutende Bemerkungen nicht nur über den Krieg an sich in seiner Absurdität an diesen Orten (und überall!), sondern auch an kolonialistischen Erscheinungen oder auch auf ein, zwei Seiten über den beginnenden Feminismus (in Großbritannien). Sehr interessant insofern auch !


    Vielleicht lese ich bei Gelegenheit ein anderes Buch von ihm, von den « Königskindern » war dieser Tage hier öfter die Rede...


    AUTOR :

    Alex Capus (* 23. Juli 1961 in Mortagne-au-Perche, Frankreich) ist ein Schweizer Schriftsteller. Er wurde in der Normandie als Sohn eines Franzosen und einer Schweizerin geboren. Er verbrachte die ersten fünf Lebensjahre in Paris bei seinem Grossvater, der Polizeichemiker am Quai des Orfèvres war. 1966 zog er mit seiner Mutter nach Olten in der Schweiz. Er studierte an der Universität Basel Geschichte, Philosophie und Ethnologie und arbeitete daneben (von ca. 1986 bis 1995) bei diversen Schweizer Tageszeitungen als Journalist. Vier Jahre hindurch war er als Inlandredaktor bei der Schweizerischen Depeschenagentur in Bern tätig.


    Alex Capus lebt heute als freier Schriftsteller in Olten. Er ist verheiratet mit Nadja Capus und Vater von fünf Söhnen. Zwischen November 2009 und April 2012 war er Präsident der Sozialdemokratischen Partei Oltens.

    Ich habe Deinen Block auch in meine "Favoriten" aufgenommen und bin mal gespannt. Sah die Tage Deine Beiträge über Neutsch und Bahr, und fand sie sehr interessant. Das Thema interessiert mich. Danke für Deine Mühe! (Und...: in zwei Wochen fahre ich nach Rostock/Stralsund!).

    Wird nun bald in deutscher Übersetzung vorliegen unter dem Titel "Archipel Solowki"!


    Über fünfhundert Jahre ein Kloster, wie eine Verheißung des Himmels – und dann eine der schrecklichsten Formen des sowjetischen Lagersystems: Das war Solowki, rund 160 Kilometer vom Polarkreis entfernt, das Vorbild für Alexander Solschenizyns Archipel Gulag, ein Lager, in das die junge Sowjetunion Pfarrer, Offiziere der weißen Armee, aber auch Abtrünnige der Roten Armee und jegliche Opposition einpferchte.

    Die Liaison des Häftlings Artjom mit einer Wächterin vermittelt die Hoffnung, man könne die Haftzeit glimpflich überleben. (...)


    Zakhar Prilepin gelingt mit dichter, sinnlicher Sprache ein außergewöhnliches Panorama von Lebensschicksalen. Der Roman verweist eindrücklich darauf, wohin sich die gesellschaftliche Zukunft Russlands entwickeln könnte.

    In den Worten von Prof. Dr. Ulrich Schmid, Professor für Kultur und Gesellschaft Russlands, Universität St. Gallen: «Prilepin katapultiert mit ‹Archipel Solowki› den russischen Roman ins 21. Jahrhundert.»(bewußt zwei Sätze ausgelassen!)


    Hinweis - Bitte immer mit kopieren - UND AUCH LESEN!!!


    Beim Weiterführen der Liste darauf achten, dass die Listenfunktion beibehalten wird! Dafür bitte die Editoren-Ansicht benutzen (NICHT die Quelltextansicht)! Listenziffern werden automatisch eingefügt, wenn sie beim kopieren nicht markiert werden! Dass die Liste richtig übernommen wurde, erkennt man daran, dass die korrekte Liste ein wenig nach rechts eingerückt ist, während die falsche Liste, die nicht automatisch nummeriert ist, einfach bündig am linken Rand erscheint.

    Bei den Leuten, welche noch Probleme haben, hier weiterlesen:


    Nur die Namen/Liste markieren - mit der linken Maustaste (dabei stellt sich nämlich heraus, wenn man oben in die Menüleiste schaut, dass statt "nummerierter Liste" nur die normale "Liste", welche eigentlich Punkte statt Zahlen ausgibt, für die Aufzählung markiert ist. Was beim Absenden dazu führt, dass man keine Zahlen mehr davor hat). Nach dem Markieren oben in der Menüleiste auf "Nummerierte Liste" drücken (sodass dieses ausgewählt ist statt der normalen). Absenden. Fertig!

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    41. Day, Clary-Jocelyn - 20
    42. BreakFree - 17
    43. Yvonne, pinucchia, Heidi08, Sympathie-Dixer, xxmarie91xx - 15
    44. xsandria - 14
    45. Flioefe - 11
    46. Strauberl, Soulprayer - 10
    47. Janine2610, Kittelbiene - 9
    48. Susannah1986 - 7
    49. Struppi, Outback, Pöppel, Taraliva - 6
    50. bianka411, DarkMaron, dramelia - 5
    51. Bookowl, Motte - 4
    52. pescador - 3
    53. aleXi.s - 2

    Danke, Nungesser, für Deine Gedanken!


    Ich habe das von Dir hier verlinkte Buch schon seit Jahren auf dem SUB, und habe es immer noch nicht gelesen. Wieviele Schätze sich da noch verbergen...


    Ja, ich selber fand das Buch sicherlich unglaublich gut konstruiert und sprachlich geschliffen, aber kalt fand ich es auch nicht. Manchmal eventuell die einzige Form, hinter der man über gewisse Gräuel reden kann?

    Original: Französisch, 2018 (Behelfsübersetzung : « Die jüdische Nase »)


    INHALT :

    Von klein auf wiederholt die Mutter Alephs ihm : « Du bist häßlich und ich hoffe, dass du dir die Nase neu machen läßt, wenn du wachsen wirst. Zudem ähnelst du einem Juden. » Aleph aber geht in die Diskos, verführt die Mädels, macht sich Freunde. Er macht dies und das, er reist. Und kommt in den Libanon. Er verliebt sich, landet im Kinomilieu, doch nichts geschieht wie vorgesehen. Zwischen Paris und Beyrouth, Pal¨stina und Israel, Hezbollah und dem Mossad steht er dauernd vor diversen Wahlmöglichkeiten. Araber in der Haut eines Juden sucht er nach seiner Identität. (übersetzt vom französischen Klappentext)


    BEMERKUNGEN :

    Aleph/Alef ist auch der erste Buchstabe des hebräischen UND arabischen Alphabets ! Er ist maronitischer (=christliche Konfession) Libanese und wächst in Paris und einer katholischen Privatschule auf. Doch seit je her wird er bis hinein in seine eigene Familie als « Jude » betrachtet, das alles aufgrund seiner… jüdischen Nase ! Mal « dreckiger Jude » für die einen, mal « dreckiger Araber » für die anderen. Bleibt man da ein Fremder und Außenstehender ? Verhärtet sich oder sucht seine Stapfen ? Jung wird er in den Libanon fahren, weg von der engen Familie, in Hoffnungg auf Anerkennung und « Heimat ». Aber hören da die Probleme auf ?


    Und wir verstehen, dass der Roman einer der Suche nach Identität ist, bzw so gelesen werden kann. Die äußere Unrast ist ein Zeichen : vielerlei Reisen, Übergangsorte und sich abwechselnde Wohnungen. Dieses Leben ist schon leicht chaotisch zwischen den verschiedenen Kontinenten, Ländern einerseits, aber auch den verschiedenen Frauengeschichten. Dieses teils unkontrolliert Wirkende, Ausgelassene könnte zunächst abstossen oder etwas an der Leserfreude nehmen, doch dahinter versteckt sich die Frage nach den wahren Unterschieden zwischen Arabern und Juden, bzw der Relativität dieser Unterschiede. Arabischer Jude ? Jüdischer Araber ?


    Der Autor hat sicherlich – es genügt auch ein Blick auf seine Biographie und einigen im WEB gefundenen Chroniken (siehe auch : https://orientxxi.info/lu-vu-e…a-langue-de-l-ennemi,1409 ) - im eigenen Leben und Erfahren geschöpft. Er stellt hinter den Beschreibungen eines jugendlichen Libanesen zwischen Musik und Kino die Fragen nach der Identität. Und wenn dieses « handicap » einer jüdischen Nase ihm gar einen Weg zeigte ?


    Ich bin – wie angedeutet – nicht ganz so einverstanden oder glücklich mit dem manchmal legeren Ton (so typisch er sein mag?) und Stil, doch einige Aussagen und Erfahrungen sind bedenkenswert und interessant !


    AUTOR :

    Sabyl Ghoussoub wurde 1988 in einer libanesisch-maronitischen Familie in Paris geboren. In Frankreich machte er die Schullaufbahn, studierte dann Mode, Recht und schliesslich Theater. Er ist Schriftsteller, Chronist, Photograph, Videast und Ausstellungsleiter. Von 2012-2015 war er Leiter des Beyrouther Filmfestivals. Seit 2015 widmet er sich dem Schreiben und der Photographie. « Le nez juif » ist sein erster Roman. Er lebt zwischen Paris und Beyrouth.


    Broché: 128 pages

    Editeur : L ANTILOPE (15 mars 2018)

    Langue : Français

    ISBN-13: 979-1095360605

    Ich bin grundsätzlich hoffen für alles, aber mit 31 Jahren weiß ich, wo ich stehe und welche Meinung ich vertrete und ich habe kein Problem diese zu äußern. Wenn mich deswegen jemand arrogant nennt oder meint, er müsse sich angegriffen fühlen: Nicht mein Problem.


    Ohnehin sehe ich diese ganze Betroffenheitskultur, die mehr und mehr in der Gesellschaft Einzug erhält, mehr als kritisch. Damit meine ich, dass sich jeder von allem und jedem persönlich angegriffen und persönlich beleidigt fühlt. Man kann mir den Schuh vor die Nase halten, aber ich muss mir den nicht anziehen. Ich ziehe mir den auch nicht an. Sollte das jemanden vor den Kopf stoßen: So sei es.

    DAS finde ich sehr interessant und gut beobachtet. Ich schliesse mich dem an. Es ist verwirrend und ein wenig ärgerlich, mit welcher Leichtigkeit man mit "Schultrer-Zuck" smileys oder "bist du bescheuert" smileys antwortet, weil man gegenhält. Betroffenheits- oder, so nenne ich es, scheinbare "Empörungskultur" um der Form willen. Jede Infragestellung wird persönlich genommen, auch gerade von denen, die sich so selbstsicher outen. Oder dann Diskussion, bzw - wie mofre sehr gut verbesserte - "Austausch" ablehnen.

    Dieses Buch des Algeruiers Daoud hat mich sehr angesprochen. Empfehlenswert als komplimentär au "Der Fremde" von Albert Camus:


    Dieser Roman gibt dem namenlosen Toten aus »Der Fremde« von Albert Camus ein Gesicht: Der alte Mann, der Nacht für Nacht in einer Bar in Oran seine Geschichte erzählt, ist der Bruder jenes Arabers, der 1942 von einem gewissen Meursault am Strand von Algier erschossen wurde – in einem der berühmtesten Romane des 20. Jahrhunderts. 70 Jahre später, mit all dem Ärger, der Angst und Frustration eines Lebens im Schatten dieses Todes, gibt der alte Mann seinem Bruder seinen Namen zurück und erzählt eine Geschichte, die untrennbar mit der Geschichte Algeriens verknüpft ist und doch gleichzeitig so berührend und persönlich, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann.Der vielfach preisgekrönte Roman war eine der literarischen Sensationen der letzten Jahre und gilt schon jetzt als Klassiker.

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