Beiträge von Tajan

    58. Ein ziemlich unbekanntes Buch, das Dir gut gefallen hat


    Diesen unterhaltsamen Roman in Briefform über den Zerfall der Sprache, welcher rasch zum Zerfall der Gesellschaft führt, habe ich gern gelesen. Er steckt voller Wortspielerei, Wortwitz und neuer Wortschöpfungen. Ich könnte mir vorstellen, daß der Roman im englischen Original sogar noch lustiger ist.


    "Nollop ist eine kleine Insel, die den Namen ihres berühmtesten Sohnes trägt: Nevin Nollop, Schöpfer eines berühmten Pangramms, das den Inselbewohnern heilig ist. Nach Nollops Tod errichten die Nollopier ihrem Helden ein Denkmal, dessen Sockel der legendäre Satz auf Kachelfries ziert. Bis eines Tages das «Z» herunterfällt. Der Hohe Rat der Gemeinde sieht darin ein Zeichen Nollops aus dem Jenseits und stellt die weitere Verwendung des gefallenen Buchstabens unter Todesstrafe. Noch bevor sich die Inselbewohner vom ersten Schock erholt haben, lösen sich weitere Buchstaben, deren Verwendung ebenfalls strengstens verboten wird..." (Amazon.de)

    57. Ein Buch eines australischen Autors (m/w)


    Colin Thiele (1920 - 2006) war ein australischer Jugendbuchautor und arbeitete als Lehrer. Seine Großeltern wanderten Mitte des 19. Jhd nach Eudunda, Südaustralien aus. Im Laufe seines Lebens schrieb Colin Thiele über einhundert Bücher, von denen sich viele sich um das Leben auf dem Land drehten und häufig auch von seinen eigenen Kindheitserlebnissen inspiriert sind. In Australien sind seine Bücher bekannt und beliebt, hierzulande jedoch großteils in Vergessenheit geraten. Nur die Serie "Im Tal der Sonne", eine sympathische Verfilmung seines vielleicht bekanntesten Jugendbuches "Sun on the Strubble" über den elfjährigen Bruno, der als Sohn einer deutschen Einwandererfamilie im Süden Australiens auf einer Farm lebt und dort allerhand abenteuerliches erlebt, dürfte noch einigermaßen bekannt sein. Mittte der Neunziger lief die Serie als Sechsteiler im ZDF. Ich hab das Buch und die Serie geliebt.

    55. Welches Buch würdest Du wem für den Urlaub empfehlen und warum?


    Wenn man im Urlaub viel unterwegs ist, muß man all das Gesehene am Abend oft erst mal auf sich wirken lassen. Und wenn man in aller Regel am nächsten Tag früh aufbricht, bleibt häufig eher wenig Zeit, um sich wirklich auf einen Roman einlassen zu können. Daher würde ich jedem, der ein starkes Interesse für die dortige Flora und Fauna hat - einen Naturführer empfehlen. Wie oft ist man im Urlaub unterwegs, sieht irgendeinen unbekannten Vogel oder Echse oder ein sonstiges Tier oder eine Pflanze und fragt sich: Was war das denn jetzt gerade? Dann ist es natürlich schön, wenn man ein Nachschlagewerk bei sich hat.


    Man kann sich eine kleine Notiz zur Erinnerung ins Buch machen und sieht am Ende des Urlaubs, was einem so alles begegnet ist. Ich finde das sehr schön. Am Ende der Chilereise hatte ich eine Liste von über 50 gesehenen Tierarten und einer Menge Pflanzen. Dank des Buches und der Notizen erinnere ich mich auch jetzt noch an jede Art, auch an die Tiere, von denen ich keine Fotos machen konnte. Manchmal ist man dafür ja auch einfach zu langsam.

    Das Buch hier steht stellvertretend für alle Naturführer und Reiseziele.

    54. Ein Titel, der aus 7 Wörtern besteht

    Ein unterhaltsam geschriebenes und eindrucksvoll bebildertes Buch über die großen mythischen Orte, die Teil der Menschheitsgeschichte sind. Wenn man gerne in Atlanten blättert und Interesse an Mythen und Legenden hat, kann man mit diesem Buch einige schöne Stunden verbringen.

    Stimmt, kürzlich wurde in der Zeitung davon berichtet. Ob es sich nun zweifelsfrei um den Überträger des Virus handelt, scheint nach wie vor unklar. Virologen der Charité haben eingeräumt, daß der Überträger des Virus möglicherweise gar nicht gefunden wird.

    Hoffentlich ist bald ein Ende der Ausbreitung der Erkrankung in Sicht und die Suche nach einem Impfstoff erfolgreich.

    Am 3. Samstag im Februar ist Welt-Pangolin-Tag, den ich zum Anlass nehme, endlich mal wieder eine Rezension zu schreiben…


    Titel: Pangolins

    Autorin: Lisa Fanton

    Verlag: Phoenix Design

    Broschierte Ausgabe, 122 Seiten, in Farbe

    ISBN: 978-0620824705


    Autor:

    Lisa Fanton ist eine Journalistin aus Südafrika. Sie lebt und arbeitet in Johannesburg.


    Klappentext:

    ‘This beautiful book, with the most stunning images capturing Africa’s pangolins in a moment in time, is an inspirational reflection on the beauty of these rare creatures.’- Prof Ray Jansen -African Pangolin Working Group‘

    A fascinating book celebrating these truly unique mammals. Sharing a rare glimpse into their secret lives and highlighting their desperate plight.’- Audrey Delsink -Wildlife Director, Humane Society International-Africa“


    Meinung:

    Der Name “Pangolin” kommt aus dem Malaiischen und bedeutet so viel wie “etwas, das sich aufrollt”, was auf sein Verhalten hinweist, sich bei einer drohenden Gefahr zu einer fest geschlossenen Kugel zusammenzurollen. Mit dieser Strategie sind Pangoline – die einzigen Säugetiere, deren Körper von Schuppen aus Keratin bedeckt ist - sogar in der Lage, den Krallen eines Tigers zu widerstehen.


    Der von der südafrikanischen Pangolin Working Group herausgegebene Bildband "Pangolins" von Lisa Fanton fängt mit herausragenden Farb- und Schwarzweißfotografien das faszinierende Wesen und die Liebenswürdigkeit dieser außergewöhnlichen Tiere ein. Die charaktervollen Portraits zeigen die Schönheit und Einzigartigkeit der afrikanischen und asiatischen Schuppentiere, über deren Lebensweise auch heute wenig bekannt ist, Wunder der Natur, die wir möglicherweise bald für immer verlieren könnten. Ergänzt werden die ausdrucksstarken Fotos durch Zitate u.a. von Jane Goodall, Dian Fossey, John Muir, Ansel Adams, Albert Einstein und David Attenborough, die bereits vor Jahrzehnten auf das menschengemachte Artensterben aufmerksam machten und vor dessen Folgen warnten.


    „The greatest danger to our future is apathy“. Diesen Satz sagte Jane Goodall vor fast zwanzig Jahren in einem Interview des Time Magazines vom 26. April 2002.

    Trotz zahlreicher Warnungen seitens der Wissenschaft schreitet das Artensterben gegenwärtig schneller voran als jemals zuvor. Zu den Tieren, deren Schicksal möglicherweise zum Ende dieser Zwanziger Jahre besiegelt sein könnte, gehören auch die Pangoline, die heute illegal meistgejagten und meistgehandelten Säugetiere der Welt. Allein im Jahr 2017 wurden 47 Tonnen (!) Pangolinschuppen sichergestellt. Deutschland gilt seit Jahren als eines der Haupttransitländer für den Schmuggel von Schuppentieren. Lebende Schuppentiere werden an Restaurants in Südostasien als „Delikatesse“ verkauft oder enden als „Bushmeat“. Ihre Schuppen sind in der traditionellen chinesischen Medizin eine begehrte Ware.


    Obwohl alle acht Schuppentierarten vom Aussterben bedroht sind, ist die dramatische Situation der Pangoline bisher zu wenig ins öffentliche Bewusstsein gedrungen. Das Pangolin könnte also aussterben, bevor die meisten Menschen hierzulande von ihm gehört haben. Disney hat das übrigens zum Anlass genommen, ein Schuppentier in der Neuverfilmung des Dschungelbuchs auftauchen zu lassen, um möglichst viele Menschen auf Bedrohung des Tieres aufmerksam zu machen.


    „Pangolins“ – der erste Bildband der sich ausschließlich auf Schuppentiere fokussiert – ist ein eindringlicher Aufruf zum Artenschutz und bringt dem Leser die Schönheit eines einzigartigen Lebewesens nahe. Ein steckbriefartiger Überblick über jede der acht Schuppentierarten findet sich im Anhang. Die kompletten Einnahmen aus dem Buch kommen der African Pangolin Working Group, einer Non-Profit-Organisation aus Südafrika zum Schutz der Schuppentiere zugute.


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    „In the end we will conserve only what we love; We will love only what we understand; and we will understand only what we are taught.”

    (Baba Dioum)


    Wer einen Blick ins Buch werfen möchte, kann das hier tun.

    53. Ein Buch, in dessen Geschichte das Wetter wichtig ist


    Ein Roman mit einer sehr dichten Atmosphäre und voller surrealer Momente (winzige Pferde, gläserne Pyramiden...), der mich gut unterhalten hat, auch wenn ich mit Sicherheit nicht jede der zahlreichen politischen Anspielungen verstanden habe.

    52. Ein Buch, in dem die Justiz eine wichtige Rolle spielt (kein Krimi oder Thriller)


    "Der Wandsbeker Schlächtermeister Albert Teetjen steht vor dem Ruin. Um seine Existenz zu retten, ist er bereit, den erkrankten Henker des Zuchthauses Fuhlsbüttel zu vertreten. Vier Häftlinge hat er mit seinem Beil hinzurichten. Der bescheidene Wohlstand, der mit dem Blutgeld bei den Teetjes einzieht, währt nur so lange, bis die Nachbarn erfahren, woher das Geld stammt." (Amazon.de)

    Und Hans Carossa, den inzwischen auch niemand mehr liest.

    Doch! Ich!:) Aber ich geb dir recht, seine Bücher sind heute leider in Vergessenheit geraten, was ich sehr schade finde. Eine Kindheit und Verwandlungen einer Jugend haben mir gut gefallen. Mit einer Neuauflage bekäme er sicherlich wieder etwas mehr Aufmerksamkeit.


    Hier im BT bin ich bisher der Einzige, der diese Erzählung von Hans-Erich Nossak besitzt. Drauf gekommen bin ich eines Tages zufällig durch Wikipedia, als das Buch auf der Hauptseite auftauchte. Hauptcharakter ist ein Fisch - der besagte Neugierige - der zu Beginn ein ganz normales Leben im Meer als Teil eines Fischschwarmes lebt. Doch es kommen immer häufiger Gerüchte auf, dass das Meer immer kleiner werde, . Auf der Suche nach Antworten lernt er einen Freund kennen, der sich mit den Antworten des Schwarms ebenfalls nicht zufrieden geben will. Wie sein neuer Freund entfremdet sich auch der Neugierige zusehens von seinem Schwarm. Schließlich aus der Gemeinschaft der Fische ausgestoßen machen sich die zwei Fischlein auf eine weite Reise durch die Meere auf der Suche nach dem Ursprung des Lebens...


    Ich mochte die Geschichte sehr gerne. Das Buch gehört auch zu den eher vergessenen Büchern und wird schon seit langem nicht mehr aufgelegt.

    51. Ein Buch mit einer schönen Verfilmung


    Die Verfilmung von Akira Kurosawa aus dem Jahr 1975 gehört für mich seit Ewigkeiten zu meinen absoluten Lieblingsfilmen. Maxim Munzuk verkörpert den alten Waldläufer Dersu absolut perfekt und an den Bildern der herrlichen sibirischen Natur kann man sich kaum sattsehen. Besser könnte man dieses Buch glaube ich auch heute nicht verfilmen.

    50. Der Weltall - unendliche Weiten. Welches Buch fällt dir ein?


    Einer der großen Sachbuchklassiker über das Universum und auch das erste Buch zu dem Thema, das ich in den Händen hatte. Es gehörte meiner Oma und ich habe sehr oft gemeinsam mit ihr darin geblättert und über die Wunder des Weltraums gestaunt.

    49. Welches Cover hat dir im Januar am wenigsten gefallen?


    Das Bild mit den Karpfen an sich find ich ja gar nicht schlecht, das hat so eine interessante Ouroboros-Symbolik. Aber die Farben! Die find ich ehrlich gesagt richtig schlimm. Der goldene Hintergrund mit dem aufdringlichen Orange, dann noch die rote Sonnenscheibe da oben, unten ein paar blaue Wellen... das passt alles überhaupt nicht zusammen, das beißt sich einfach. Das Buch ist lesenswert und hat mir gut gefallen, aber bei der farblichen Gestaltung hat man hier echt daneben gegriffen. Vielleicht hätte man das Ganze einfach zweifarbig halten können, in schwarz-rot z.B.

    48. Welches Cover hat dir im Januar am besten gefallen

    Dieses. Ich finde das Cover richtig cool, so lässig irgendwie. Das Buch war insgesamt ganz gut, allerdings hat bisher kein Murakami-Buch mich jemals wieder so umgehauen, wie das geniale Hard-boiled wonderland.


    Das Buch habe ich mal angefangen und musste es dann weglegen. 8-[ Aber eigentlich möchte ich das irgendwann auch mal noch zu Ende lesen.

    Ich habs auch nicht in einem Rutsch gelesen, sondern es immer wieder für ne Weile unterbrochen und andere Bücher zur Hand genommen. Deswegen hab ich auch mehrere Monate dafür gebraucht.

    47. Ein Buch über die indigenen Völker Amerikas

    Ausführliches, lesenswertes, wegen der geschilderten Grausamkeiten aber nicht leicht zu lesendes Buch über die Vertreibung, Unterdrückung und kulturelle Zerstörung der Völker Nordamerikas durch die europäischen Einwanderer, die fast zur Auslöschung der American Natives führte.

    45. Welches Buch hat dich überrascht?

    Hätte ich nicht gedacht, daß mich ein Buch über dieses Thema so fesseln könnte. Wie die Strukturen in einer solchen Szene aussehen können, das wirkt ziemlich authentisch. Die Sprache ist recht deftig, man taucht in eine ziemlich befremdliche Welt aus Gewalt, Drogen, Lokalpatriotismus ein. Richtige Sympathieträger sind in diesem Buch kaum zu finden, aber ich konnte mich trotzdem kaum losreißen von dieser Parallelwelt, die gleichermaßen fasziniert und abstößt. Ein extremes Buch.

    Ich hab sie schon länger nicht gezählt, aber ca. 600 Stück dürften es derzeit sein. Vor ein paar Jahren waren es etwa doppelt so viele. Sie standen teilweise schon in doppelter Reihe und sie haben sich auch auf dem Boden gestapelt, was mir irgendwann zu viel wurde. Ich hab dann kistenweise Bücher an Rebuy/Momox verkauft und an den Oxfam-Shop gespendet. Ein Großteil der Bücher, die ich jetzt noch habe, sind Bildbände, die natürlich eine Menge Raum einnehmen. Dann kommen noch antiquarische Bücher dazu, Bücher aus meiner Kindheit, Bücher, die ich von lieben Menschen geschenkt bekommen habe und die mich auch an bestimmte Zeiten erinnern, dann noch Bücher, die ich besonders liebe und immer wieder lese. Und dann natürlich noch ein Schwung an ungelesenen Büchern.


    Inzwischen passen wieder alle Bücher in meine Regale. Früher konnte ich mir gar nicht vorstellen, Bücher wegzugeben. Da spielte glaube ich auch ein bisschen der Gedanke "Soll ja ruhig jeder, der mich besucht, sehen, was ich so alles lese" mit rein. Ich hab mich da echt auch so ein bisschen über meine Bücher definiert. :uups: Heute dünne ich regelmäßig aus. Was mich nicht überzeugt, wandert weiter und jemand anders hat vielleicht seine Freude dran.