Beiträge von Skyline

    Für Rätsel- und Gruselfans genau das Richtige


    Klappentext

    „Dein Lehrer ist eine Mumie? Eure Bibliothekarin eine Schlange? Und keinen außer dir scheint das irgendwie nervös zu machen? Willkommen in Ost-Emerson!

    Als Ben nach Ost-Emerson zieht, wird ihm schnell klar, dass diese Kleinstadt anders ist. Sie wird von einem Haufen Monstern bewohnt. Mumien, Meerhexen, Zombies, Werwölfe, Maulswurfsmenschen … Ben muss hier weg! Doch dann verschwindet sein Hund Fred. Auf der Suche nach einem Lebenszeichen von ihm tauchen Ben und seine Freunde Lucy und Linus immer tiefer in die Geheimnisse von Ost-Emerson ein - und machen dabei Bekanntschaft mit ziemlich ungemütlichen Monstern …“


    Gestaltung

    Tatsächlich bin ich kein großer Fan der Covergestaltung. Die Zeichnungen finde ich schon irgendwie cool, aber mir gefallen die Illustrationen der Kinder nicht ganz so gut wie die der Monster, denn die Kinder sehen in meinen Augen etwas seltsam aus. Die Idee, das Cover wie das eines alten Buches zu gestalten, in dem ein Loch ist, in welchem die Kinder und Monster gezeichnet wurden, finde ich interessant. Am coolsten ist das gelbe Absperrband, auf dem der Titel steht.


    Meine Meinung

    Schon als ich beim Durchblättern des Buches die Autorenbeschreibung zu Adam Monster las, war ich total interessiert an der Geschichte, denn es wird beschrieben, dass der Autor ein Monster sei. Genauso ulkig geht auch das Buch los, da der Leser direkt zu Beginn vor dem Lesen des Buches gewarnt wird. Das fand ich nicht nur aufsehenerregend, sondern auch ziemlich witzig, weil solch ein Beginn sehr außergewöhnlich ist.


    Die Handlung fand ich an sich gut, allerdings habe ich zwischenzeitlich doch ein paar Längen verspürt und mich gefühlt, als würde ich etwas auf dem Trockenen schwimmen. Der Spannungsbogen flachte im Verlauf der Handlung ab und an wieder ab und sorgte für Momente, in denen ich darauf wartete, dass wieder etwas spannendes passierte.


    Spannendes gibt es in dem Buch nämlich einiges. Zum Beispiel sind tolle Rätsel eingebunden, die dazu anregen, mitzudenken und zu überlegen, was der Autor einem damit sagen möchte. Adam Monster baut Rätsel ein, die durchaus auch knifflig sind und bei denen man sich anstrengen muss, sie zu lösen. Am Ende des Buches weist er nochmals auf die Rätsel hin.


    Toll fand ich die Idee, in der Stadt Ost-Emerson echte Monster einzubauen. Gemeinsam mit dem Protagonisten Ben überlegte ich zu Beginn, ob diese echt sind oder ob die Bewohner der Stadt nur in echt aussehenden Kostümen stecken. Die Echtheit der Monster und ihr Selbstverständnis, mit dem sie sich durch die Stadt bewegen, war einfach nur cool! Auch gab es einige gruselige Stellen und Szenen, wo ich als Angsthase doch gebibbert habe. In meinen Augen ist der Gruselfaktor aber durchaus kindgerecht und nicht zu schlimm.


    Nicht unerwähnt möchte ich die Illustrationen von Thomas Hussung lassen, der den Monstern Leben einhaucht. Mir hat es gut gefallen, dass immer wenn ein Monster beschrieben wird, auch eine Illustration von diesem in der Nähe zu finden war. Ich finde, dass dies den jüngeren Lesern toll beim Leseverständnis hilft und sie in ihrer Vorstellungskraft unterstützt.


    Fazit

    Abgesehen von ein paar Längen in der Handlung konnte mich der Auftaktband „Willkommen in Monsterville“ durch die tolle Idee von echten Monstern in einer Stadt überzeugen. Auch fand ich die Illustrationen der Monster niedlich und die Handlung teilweise echt schaurig. Dennoch ist sie in meinen Augen auch kindgerecht. Richtig cool sind die Rätsel, die im Text eingebunden sind und die den Detektiv im Leser wecken.

    4 von 5 Sternen!


    Reihen-Infos

    1. Willkommen in Monsterville

    2. Zurück in Monsterville

    Achtung: diese Geschichte kann süchtig machen!


    Klappentext

    „Mitten im Wald, zwischen tiefgrünen Blättern und knorrigen Bäumen, liegt Windheim, das neue Zuhause von Nia. Gleich am ersten Tag verläuft sie sich auf den verschlungenen Pfaden, als plötzlich ein wunderschönes, schimmerndes schwarzes Pferd vor ihr steht. Nia fühlt sofort eine starke Verbindung zu ihm und steigt auf seinen Rücken. Doch wie aus dem Nichts taucht ein junger Reiter auf, der Nia zwingt abzusteigen und das schwarze Pferd mit sich davontreibt. Die geisterhafte Begegnung lässt ihr keine Ruhe. Woher kam das einsame Pferd? Und was hat das alles mit der Legende der Windpferde zu tun, von der man sich in Windheim erzählt?“


    Gestaltung

    Ich bin so schockverliebt in diese Gestaltung! Die verschiedenen Grün-, Braun- und Schwarztöne harmonieren wunderbar miteinander und fügen sich perfekt mit dem Waldhintergrund zu einem stimmigen Gesamtbild zusammen. Die verschiedenen Ebenen des Hintergrunds aus Baumreihen und Waldboden finde ich unglaublich beeindruckend und fesselnd. Außerdem umrahmt dieses Spiel aus Bäumen den Pferdekopf richtig toll. Auch die Goldveredelung und der süße Rahmen fügen sich toll in die Covergestaltung ein. Ich bin richtig begeistert, weil es so viel zu entdecken gibt auf dem Cover!


    Meine Meinung

    Von Sabine Giebken habe ich bereits „Über uns das Meer“ gelesen und richtig toll gefunden. Ihre „Wolkenherz“-Reihe möchte ich noch unbedingt lesen, aber als ich von ihrem neuen Buch „PaNia – Die Legende der Windpferde“ gehört habe, musste ich dieses Buch unbedingt zuerst lesen. Es ist eine Mischung aus Pferdebuch kombiniert mit Fantasy und Mystery. Voll cool! Ich finde allein schon diese Verbindung richtig toll und bin auch sehr begeistert von der Umsetzung.


    In dem Buch zieht Protagonistin Nia nach Windheim und dort im Wald geht es äußert rätselhaft zu. Ich bin ein Leser, der es liebt, Geheimnisse zu erkunden und Rätseln auf die Spur zu kommen und genau dies und so vieles mehr gab es in dem neuen Buch von Sabine Giebken! Nia begegnet im Wald vielen Merkwürdigkeiten – nicht nur dem im Klappentext erwähnten Pferd und der Legende um die Windpferde. Es hat mir so viel Spaß gemacht, dieser Geschichte zu folgen, denn es gab immer wieder neue Rätsel und Mysterien, die mich überrascht und vor lauter Fragen gestellt haben!


    So macht das Lesen von der ersten Seite an großen Spaß, denn die Geschichte ist mehr als mysteriös. Ich wusste gar nicht wie mir geschieht und war wirklich mitten drin in der Handlung. Ich möchte nichts genaueres verraten, damit jeder selbst diesen unglaublichen Mystery-Effet erleben kann, aber ich kann sagen, dass ich absolut geflasht von dem Buch bin. Toll fand ich auch, dass selbst am Ende des Buches noch so vieles ungeklärt bleibt und rätselhaft ist, denn so brenne ich geradezu auf die Fortsetzung! Die Handlung hat einen solchen Sog auf mich ausgeübt, dass ich mich dem Buch nicht entziehen konnte und es innerhalb eines Nachmittages verschlungen habe.


    Besonders beeindruckend fand ich die Schauplätze des Buches, denn passend zu all den Mysterien sind auch diese sehr geheimnisvoll und vor allem atmosphärisch. Sabine Giebken um- und beschreibt das Dorf Windheim und den Wald richtig anschaulich und greifbar, sodass ich mich manchmal so fühlte, als stünde ich selber mitten in diesem stimmungsvollen Setting. Die Autorin malt aber nicht nur Bilder des Schauplatzes in den Kopf des Lesers, sie überträgt auch auf eindrucksvolle Weise die Gefühle der Figuren und die Stimmung des Ortes auf diesen. So wird die Mystik des Buches geradezu lebendig!


    Auch die Figuren überzeugten mich auf ganzer Linie. Protagonistin Nia kann ich nur als mutig bezeichnen, wenn sie sich beispielsweise alleine in den dunklen Wald wagt und den Geheimnissen auf die Schliche kommen möchte. Ihr Mut macht sie sehr sympathisch. Außerdem ist sie aber auch sehr interessant, weil auch sie eine Art geheimnisvolle Aura umgibt. Die Nebencharaktere ergänzen die Geschichte außerdem richtig toll, denn sie sind ebenfalls teilweise ziemlich rätselhaft und teilweise war ich mir unsicher, woran ich bei ihnen bin.


    Fazit

    „PaNia - Die Legende der Windpferde“ ist ein wahres Rätsel vom Anfang bis zum Ende. Hier begegnet dem Leser nicht einfach „nur“ ein Pferdebuch, nein. Hier kommen Fantasy und Mystik hinzu, durch die die Geschichte Fragen über Fragen aufwirft, welche wiederum die Neugier ins Unermessliche steigern. So klebte ich wahrlich an den Seiten und verschlang die Geschichte innerhalb eines Nachmittags. Außerdem ist das Setting atemberaubend beschrieben und die Stimmung des Buches sehr greifbar. Wer wie ich gerne rätselt und neugierig ist, der sollte unbedingt zu „PaNia“ greifen, denn hier jagt ein Geheimnis das andere. Aber Achtung: es besteht Suchtgefahr!

    5 von 5 Sternen!


    Reihen-Infos

    1. PaNia - Die Legende der Windpferde

    2. ???978-3-7348-4725-7

    Eine tolle Mischung aus verschiedenen Elementen, die vor Raffinesse glänzt


    Klappentext

    „V. E. Schwabs neue Bestseller-Serie ist ein übernatürlicher Fantasy-Thriller – düster, cool und blutig. Victor Vale und Eli Ever wollen sterben. Allerdings nicht, um tot zu bleiben, sondern um mit außergewöhnlichen Fähigkeiten wieder aufzuerstehen. Als junge, brillante Medizinstudenten wissen sie genau, was sie tun. Sie planen das Experiment minutiös ­und haben Erfolg: Beide kommen verwandelt wieder ins Leben zurück. Eli entwickelt eine erstaunliche Regenerationskraft und wird praktisch unsterblich, Victor kann anderen Schmerz zufügen oder nehmen. Was sie nicht unter Kontrolle haben, ist die Tragödie, die durch ihr Experiment ausgelöst wird. Denn Superkräfte allein machen keine Helden …“


    Gestaltung

    Ich finde die Gestaltung des Covers sehr gelungen. Die Farben passen total gut zueinander und das Farbspiel aus schwarzen Schatten und Umrissen vor dem roten Hintergrund mit der weißen Schrift davor sieht einfach stimmig aus. Mir gefällt besonders die düstere Gestalt, die vermutlich einen der Protagonisten darstellt. So sieht das Cover unheimlich und etwas bedrohlich aus, was die Stimmung wiederspiegelt. Gleichzeitig zieht es aber auch die Blicke auf sich, weil das Gesicht, die Rauchschwaden und die Jacke sehr echt aussehen.


    Meine Meinung

    Sobald ich irgendwo V.E. Schwab oder Superkräfte lese, schrillen bei mir die „Muss ich unbedingt lesen“-Glocken. Beides in Kombination ist natürlich noch besser und so klingelte meine Glocke bei „Vicious – Das Böse in uns“ unglaublich laut. Und oh mein Gott, was hat mich dieses Buch begeistert! Ich kann nur ganz schwer Worte dafür finden, wie gut mir „Vicious“ gefallen hat und wie sehr ich mir die Fortsetzung „Vengeful“ herbei sehne!


    Besonders toll fand ich einfach die Fähigkeiten der Protagonisten und dass die Geschichte aufzeigt, dass der Besitz von besonderen Kräften eben nicht automatisch einen Helden aus den Menschen macht. Es kommt darauf an, was der Mensch damit tut. Gott, was war ich auch begeistert von der Idee, wie die Menschen diese besonderen Gaben erhalten haben! Auch die verschiedenen Arten und Ausprägungen dieser Fähigkeiten fand ich total spannend und interessant.


    Vor allem entsteht in der Geschichte aber auch so ein gewisser Sog, der durch das Spiel um Leben und Tod einen riesigen Nervenkitzel ausübt. Die ehemaligen Freunde Victor und Eli sind erbitterte Kontrahenten und wollen sich gegenseitig aus dem Weg räumen. Dabei geht es das ein oder andere Mal durchaus auch recht brutal zu. Kann man dies beim Lesen nicht verkraften, sollte man also vorsichtig sein, wenn man zu „Vicious“ greift. Ich persönlich fand auch die Raffinesse der Charaktere, allen voran Elis und Victors, unglaublich beeindruckend. Im Endeffekt war ich beim Lesen behutsam, wie ich sie einzuschätzen habe und habe mich zaghaft auf sie eingelassen, denn die beiden wirkten einfach unberechenbar.


    Auch die Handlung konnte mich aufs feinste unterhalten, denn ich war gespannt, wie das Rachespiel zwischen Eli und Victor enden würde. Auch die beiden Schwestern, die sich den beiden anschließen, sorgten für Spannung und interessante Fragen, denn teilweise erschien es doch so, als würden sie sehr stark von Eli und Victor beeinflusst. Dabei sprüht der Ideenreichtum der Autorin geradezu. Es gibt so viele Elemente in diesem Buch, die dafür sorgen, dass es zu einer ganz besonderen Mischung wird. Es gibt Thriller-Aspekte, Fantasy-Elemente, aber auch das Übernatürliche und tiefsinnige Gedanken über die Menschlichkeit an sich sind auch enthalten. Eine wirklich geniale Mischung!


    Fazit

    Mit „Vicious – Das Böse in uns“ hat V.E. Schwab wieder einmal ihren grandiosen Einfallsreichtum unter Beweis gestellt. Vor allem die Mischung der vielfältigen Elemente aus Fantasy, Thriller und tiefgründigeren Hintergründen macht die Geschichte super faszinierend. Aber auch die Charaktere fand ich richtig toll mit ihrer Raffinesse und den Fähigkeiten. Gott, ich freue mich unglaublich auf „Vengeful“, das im April 2020 erscheint!

    5 von 5 Sternen!


    Reihen-Infos

    1. Vicious – Das Böse in uns

    2. Vengeful – Die Rache ist mein (erscheint am 29. April 2020 auf Deutsch)

    Ich habe mich in Vincent verliebt!


    Klappentext

    „Vincent, die Fledermaus haust allein auf dem Dachboden. Na gut, Polly, der Polstergeist wohnt auch dort. Und die fiese Katze. Aber die zählt natürlich nicht. Damit Vincent es nicht ganz allein mit den Fieslingen der Geisterwelt aufnehmen muss, braucht er dringend einen Freund! Beule, die Eule hat auch schon eine Idee: Die beiden hängen eine Anzeige am Baum auf. Ob sich jemand meldet? Vielleicht sogar ein echtes Tier? Doch dann erlebt Vincent eine riesige Überraschung!“


    Gestaltung

    Vincent, die kleine Fledermaus, die das Cover in der Mitte ziert, sieht mit dem breiten Lachen richtig freundlich aus. Mir gefällt dabei besonders die Farbgestaltung, denn das dunkle Blau des Hintergrunds mit den kleinen, hellen Punkten darauf erinnert an einen Nachthimmel. Dies passt natürlich gut zu Fledermäusen. Der gelbe Titel hebt sich hiervor richtig gut ab, wobei ich es hübsch finde, dass sich das Gelb dezent in der Fledermaus wiederfindet, da sie so aussieht, als würde sie angestrahlt werden.


    Meine Meinung

    Vincent ist die Fledermaus aus Sonja Kaiblingers „Scary Harry“-Reihe, die ich leider noch nicht gelesen habe, aber von der ich zumindest schon mal den ersten Band besitze. Nachdem ich nun „Vincent flattert ins Abenteuer“ gelesen habe, kann ich voller Überzeugung sagen, dass es bei dem ersten Band nicht bleiben wird, denn ich habe mich verliebt! Verliebt in diese super süße, liebenswürdige Fledermaus!


    Besonders einnehmend fand ich die Illustrationen von Fréderic Bertrand, denn er zeichnet Vincent und seine Freunde richtig niedlich. Die Gesichter sehen richtig goldig aus und auf jeder Seite sind die Tiere immer die wahren Highlights. Ich finde es auch klasse, dass die Illustrationen farbig gehalten sind, denn so sehen sie noch atemberaubender aus. Außerdem verleiht die Farbe den Illustrationen eine besondere Wirkung und eine gewisse Tiefe. Auch die Arbeit mit Schatten trägt hierzu bei.


    Gut fand ich, dass der Text in die Illustrationen integriert worden ist und teilweise auf bzw. in diesen stand. So liest man einige Zeilen, um sich dann die Gesamtheit der Illustration anzusehen und auf sich wirken zu lassen. Dabei gibt es echt viel zu entdecken, denn eine Illustration erstreckt sich über beide Buchseiten. So ergibt sich auch ein Gefühl des schnellen Vorankommens beim Lesen, welches ich gerade bei jüngeren Lesern als vorteilhaft empfinde, da sie sich durch diese Schnelllebigkeit nicht langweilen und das Buch durchlesen.


    Die Geschichte von Vincent fand ich unglaublich niedlich, denn er ist zur einen Hälfte Fledermaus und zur anderen Hälfte Geist. Deswegen kann er auch den Poltergeist Polly, seine Mitbewohnerin auf dem Dachboden, sehen. Vincents Mutter ist ein Geist, welche in der Geisterwelt wohnt. Er würde sie auch gerne besuchen, nur leider wird das Portal in Form des Schornsteins von einer fiesen Katze bewacht. Also braucht Vincent einen Freund, der kein Geist ist, um sie abzulenken…


    Mir gefiel die Idee mit den Halbgeistern und der Geisterwelt total gut. So wird es etwas spooky, was in meinen Augen ein schönes Thema für ein Kinderbuch ist, da viele junge Leser diese Thematik gerne mögen. Auch die Geisterwelt und das Portal zu ihr, fand ich einen klasse Einfall! Das Beste an dem Buch ist in meinen Augen aber Vincents Suche nach einem neuen Freund, denn durch ein Suchplakat trifft er auf allerlei verschiedene Charaktere. Beim Lesen fragte ich mich dann doch schon, ob er überhaupt einen passenden Freund finden würde. So wird es auch spannend, denn viele Figuren passen nicht in Vincents Vorstellung eines Freundes…


    Fazit

    Ich bin total verliebt in Vincent! So einen süßen Fledermaus-Halbgeist habe ich noch nie gesehen! Vor allem fand ich aber das Thema Freundschaft in „Vincent flattert ins Abenteuer“ toll umgesetzt, da die Fledermaus auf der Suche nach einem Freund ist, mit dem er Abenteuer bestreiten kann. Hier muss er viele Frösche küssen, bis er den richtigen Freund für sich findet. Am Ende erlebt Vincent dann zudem eine Überraschung, die eine schöne Botschaft bereithält. Die Illustrationen fand ich besonders beeindruckend, da sie mir echt gut gefallen haben aufgrund der Niedlichkeit der Tiere. Außerdem fand ich es klasse, dass sie farbig waren!

    5 von 5 Sternen!


    Reihen-Infos

    1. Vincent flattert ins Abenteuer

    2. ???

    Durch dieses Buch schwebte ich im höllisch guten Lesehimmel!


    Klappentext

    „Hach! Was muss man als Chef der Hölle nicht alles aushalten! Kurz vor Feierabend bekommt man noch einen Haufen Neuankömmlinge auf den Schreibtisch! Wie lästig. Zum Glück läuft heute Abend bei RTHell eine interessante Sendung: Ein Höllenforscher erzählt, wie die Dämonen entstanden sind. Und Hausdämon Cornibus hilft ihm dabei. Aber am besten, ihr schaut es euch selbst an. Exklusive Erkenntnisse, atemberaubende Aufnahmen und geniale Gags garantiert!

    Wer das verpasst, hat in der Hölle nichts verloren!“


    Gestaltung

    Ist Cornibus nicht einfach süß? Der kleine Hausdämon, der dem Betrachter auf dem Cover entgegenlächelt, zieht meiner Meinung nach jeden Blick auf sich. Vor allem finde ich es toll, dass er den Großteil des Covers für sich einnimmt. Sein bezahntes Grinsen finde ich dabei total niedlich! Mir gefällt aber auch der hellblau-türkise Hintergrund, auf dem in zartem Weiß kleine Illustrationen aus der Welt von Cornibus zu sehen sind, sehr.


    Meine Meinung

    Eine Geschichte, in der Cornibus einen Großteil der Aufmerksamkeit bekommt? Ich bin wohl im Himmel…äh in der Hölle gelandet! Der süße, kleine Hausdämon ist mein absoluter Liebling aus der „Luzifer junior“-Reihe und darum habe ich mich riesig gefreut, dass mit „Cornibus & Co - Ein Hausdämon packt aus!“ nun eine Geschichte erschienen ist, die dem Hausdämon mehr Scheinwerferlicht gibt.


    Aber nicht nur, das Cornibus hier mehr Screentime erhält, nein, das Buch erklärt auch die Herkunft der Hausdämonen! So erfährt man Hintergründe zu der Geschichte von „Luzifer junior“, was mir richtig gut gefallen hat, da ich mir selber auch schon die Frage gestellt habe, woher die Hausdämonen eigentlich kommen. Wie gut, dass ich in diesem Buch nun Antworten präsentiert bekommen habe!


    Die Geschichte von „Cornibus & Co – Ein Hausdämon packt aus!“ wurde meiner Meinung nach richtig witzig präsentiert. So verfolgte ich als Leserin den coolen Illustrationen von Raimund Frey, die toll mit dem Text kombiniert wurden. Ich fand es besonders klasse, dass die Bilder die Geschichte richtig gut transportiert haben und so nicht viele Textblöcke notwendig waren, um die Geschehnisse zu erklären. Die Illustrationen haben für sich gesprochen.


    In meinen Augen ist dies besonders gut für Lesemuffel geeignet, da sie ein Buch lesen ohne großen sprachlichen Hürden ausgeliefert zu sein, denn sie können die Bilder als Hilfestellung nutzen. Auch liest sich das Buch rasend schnell, wodurch gerade Lesemuffel merken werden, dass es Spaß macht ein Buch zu beenden, da sie einen Erfolg spüren können: sie haben ein Buch gelesen und beendet. Dadurch, dass es wenige Textblöcke gibt und diese durch die Illustrationen aufgelockert und unterstützt werden, ist es leicht für junge Leser der Geschichte zu folgen.


    Auch war es wieder einmal höllisch lustig, denn Cornibus mit seiner süßen Sprache aber auch all die Ereignisse in der Geschichte regen die Lachmuskeln ungemein an. Ich finde, dass dies ein weiteres Argument dafür ist, dass „Cornibus & Co - Ein Hausdämon packt aus!“ ein tolles Buch ist, um zum Lesen zu animieren und motivieren. Außerdem möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass man diese Geschichte auch ohne Vorwissen zur „Luzifer junior“-Reihe lesen und verstehen kann. Und falls die kleinen Leser dann Spaß an dieser Geschichte haben und etwas gewachsen sind, können sie super mit der Luzifer-Reihe weitermachen!


    Ich denke aber auch, dass dieses Buch auch für etwas ältere Leser gut geeignet ist. Beispielsweise für solche, die sich wirklich überwinden müssen, ein Buch zu lesen und solche, die noch Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache haben. Die Illustrationen wirken meiner Meinung nach nämlich jugendlich frisch und frech und überhaupt nicht kindlich, wodurch sich niemand geniert, ein „Kinderbuch“ zu lesen, da man als Leser in meinen Augen vielmehr das Gefühl hat einen Comic oder eine Graphic Novel zu lesen.


    Fazit

    Ich finde, dass „Cornibus & Co - Ein Hausdämon packt aus!“ nicht nur perfekt für die Fans von „Luzifer junior“ ist, sondern auch und gerade für Leseanfänger, Lesemuffel und Neulinge in der deutschen Sprache. Durch die coolen Illustrationen von Raimund Frey wird das Buch witzig erzählt und außerdem vermitteln sie die Handlung perfekt. Der Text nimmt nicht überhand und man kommt wirklich schnell voran, sodass man das Buch in null Komma nichts durchgelesen hat. Dies ist in meinen Augen perfekt für jüngere Leser, da es ihnen den Spaß am Lesen vermittelt, wenn sie ein Buch beenden können.

    5 von 5 Sternen!


    Reihen-Infos

    1. Cornibus & Co - Ein Hausdämon packt aus!

    2. ???

    Detektiv-Krimi meets Humor meets tolle Illustrationen meets ein perfektes Leseerlebnis!


    Klappentext

    „Falls du es noch nicht wusstest: Die Knallharten Tauben sind die besten Ermittler der Stadt. Felsi und seine Tauben-Gang jagen das Böse und lösen auch die schwierigsten Fälle. Warum sind alle Brotkrumen verschwunden? Wer entführt die Fledermäuse? Und was, bitteschön, gibt es heute zum Abendessen? Dabei helfen ihnen ihre supergurrrten Super- äh, Taubenkräfte! Falls du dich also jemals gefragt hast, warum Tauben so krass drauf sind: Hier kommt die Antwort!“


    Gestaltung

    Bereits als ich das Cover zum ersten Mal gesehen habe, musste ich lachen, denn die Tauben-Gang, die darauf zu sehen ist, sieht einfach urkomisch aus. Eine Taube schaut gelangweilt aus der Wäsche, eine andere verdreht auf verrückte Weise ihren Kopf…einfach herrlich! Auch fand ich die Farbgestaltung cool, denn das graue Gefieder bekommt mit dem roten Hintergrund und der knallgelben Schrift einen schönen Farbkleckser entgegengesetzt.


    Meine Meinung

    Ich bin total begeistert vom neuen Imprint vom Loewe Verlag, denn mit Loewe WoW! begegnet der Verlag den veränderten Lesegewohnheiten heutiger Kinder und Jugendlicher. Wenn ich an die Schülerinnen und Schüler meiner sechsten Klasse denke, bin ich der festen Überzeugung, dass diese Bücher genau ihren Geschmack treffen werden. Warum? Ganz einfach: in „Knallharte Tauben gegen das Böse“ trifft eine pfiffige Geschichte auf coole Illustrationen. Klar, es gibt auch andere Kinderbücher mit Illustrationen, aber bei diesem Buch gefiel mir die Bild-Text-Kombination ausgesprochen gut.


    So sind die Illustrationen auf unterschiedliche Weise in den Text integriert. Sie ergänzen die Geschichte somit nicht einfach nur, sie erzählen sie stellenweise auch weiter oder ergänzen Sätze. Das macht das Lesen nicht nur spaßiger und unterhaltsamer, es lockert das Ganze auch ungemein auf. So ist es gerade für Leseanfänger oder Lesemuffel viel leichter, der Geschichte zu folgen. Dabei haben sie auch Erfolgserlebnisse, denn durch die Illustrationen und die große Schriftart hat man beim Lesen das Gefühl richtig schnell voranzukommen, da sich Seite um Seite umblättert. Außerdem fand ich den Zeichenstil der Illustrationen sehr ansprechend, da sie ein wenig comicartig waren und oftmals ziemlich witzig.


    An „Knallharte Tauben gegen das Böse“ hat mir die Handlung auch echt gut gefallen, denn Tauben sind Tiere, die nicht jeder mit Superhelden verbindet und die eher negativ besetzt sind. Nicht so in diesem Buch, denn hier werden die Tauben zu wahren Spürnasen und Superschnüfflern. Die Tauben-Gang rund um Felsi lösen verschiedene Fragen und Fälle, wobei man als Leser auf lockere Art mitgenommen wird, denn ich wurde geradezu dazu eingeladen mit den Tauben zu rätseln und den Fragen auf die Spur zu kommen.


    Mir gefiel dabei besonders gut, dass die Geschichte nicht einfach nur ein Kinder-Krimi ist, sondern dass dies beispielsweise durch die Illustrationen oder durch lustige Einschübe etwas aufgelockert wurde. Die Tauben-Gang ist einfach eine absolut coole Detektivbande, da sie für einige Lacher gesorgt haben und das selbst bei mir! Außerdem fand ich die Tauben wirklich sehr sympathisch, da sie alle das Herz am rechten Fleck haben und sich durch ihre liebenswerte Art einfach ins Herz eines jeden Lesers stehlen.


    Fazit

    Zu Hause sitzt ein Lesemuffel? „Knallharte Tauben gegen das Böse“ könnte die Lösung sein, denn dieses Buch ist ein spannender Detektiv-Krimi gepaart mit einer großen Portion Humor. Außerdem sorgt die innovative Einbindung der Illustrationen für großen Lesespaß, da sie den Text teilweise weitererzählen und man beim Lesen das Gefühl hat, durch das Buch zu rasen. Hierdurch und durch die kindgerechte Sprache können auch Leseanfänger das Buch schnell lesen und dabei für sich Erfolgserlebnisse verbuchen.

    5 von 5 Sternen!


    Reihen-Infos

    Serie

    Hat mich mit dem rätselhaften Abenteuer total überrascht!


    Klappentext

    „Ruby kann es nicht fassen: Ausgerechnet in Redmoor Garden wird sie die Sommerferien verbringen! Die Schönheit des geheimnisvollen Gartens zieht sie sofort in ihren Bann, besonders, da sie immer wieder fasziniert Eulen beobachtet, die in dem uralten Baumbestand leben. Doch Redmoor ist weit mehr als nur das romantische Paradies aus ihrer Vorstellung. Die jahrelang verwilderten Gartenteile werden ihr zunehmend unheimlich und wenig später kommt es zu unerklärlichen Angriffen der Eulen. Schnell werden Stimmen laut, die Maßnahmen gegen die Wildvögel verlangen. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Kann Ruby das Rätsel um die Eulen lösen?“


    Gestaltung

    Das Cover ist ein wahrer Traum! Die schwarzen Blätter und Äste, die den Mond in der Covermitte umrahmen, kommen dadurch richtig toll zur Geltung, dass der Hintergrund grau-bräunlich gehalten ist und so aussieht, als sei er vom Mond angestrahlt. Dadurch passt der Hintergrund farblich auch super zur Eule, die vor dem Mond fliegt und sich gerade im Landeflug zu befinden scheint. Schön finde ich an dieser Eule auch ihre Detailliertheit und das bunte Gefieder. Die Schrift des Titels sieht zudem auch sehr edel aus, wobei ich finde, dass das Cover in seiner Gesamtheit richtig elegant wirkt.


    Meine Meinung

    Ich habe mich sofort sowohl in das Cover als auch in den Klappentext dieses Buches verliebt. In „Eulennacht - In den Bäumen von Redmoor“ von Ruth Rahlff geht es um Ruby, die ihren Sommer in Redmoor Garden verbringt. Dort beobachtet sie Eulen in den alten Bäumen. Dabei bemerkt Ruby die zunehmend düstere Stimmung, bis die Eulen schließlich angreifen. Was steckt hinter diesen Angriffen der Tiere? Kann Ruby das Rätsel lösen, bevor Maßnahmen gegen die Eulen ergriffen werden?


    Sobald ich das Buch aufklappte begegnete mir eine schöne Karte des Gartens von Redmoor, aber vor allem auch im Text wird dieser Garten total schön beschrieben. Ruth Rahlff ließ Redmoor Garden total lebendig wirken und vor meinem inneren Auge Gestalt annehmen. Dabei ist auch die Stimmung des Buches total greifbar, denn die Autorin beschreibt die Geschichte sehr atmosphärisch. Ich fand die Stimmung tatsächlich teilweise sogar recht dunkel, was mir aber gut gefiel, weil es zum Buch passte. Auch das Cover vermittelt diesbezüglich einen schönen ersten Eindruck.


    Die Handlung ist ein wahres Abenteuer. Sowas finde ich immer richtig klasse. Durch das Rätsel, warum die Eulen angreifen, kommt einiges an Spannung auf, denn nicht nur Ruby rätselt, was dahinter steckt, sondern auch ich als Leser wollte unbedingt herausfinden, was der Grund für die Angriffe ist. Ich fand es richtig gut, dass diese geweckte Neugierde bis kurz vor Schluss aufrechterhalten wurde, weil ich so an den Seiten klebte.


    Auch gefiel mir sehr, dass in „Eulennacht“ unterschwellig die Thematik Nachhaltigkeit und Umgang mit der Natur aufgegriffen wurde. Die Geschichte verdeutlicht die Symbiose bzw. Verbindung, die zwischen Umwelt und Menschen herrscht und so zeigt sie auch auf, welche Folgen verschiedene Handlungen nach sich ziehen können. Auch die Liebe zu den Tieren wird in dem Buch deutlich, vor allem durch die Protagonistin.


    Ruby hat mir richtig gut gefallen, denn sie ist außergewöhnlich und sticht hervor. So ist Ruby schon recht erwachsen und sehr der Tierwelt verbunden. Beispielsweise bemüht sie sich um ein Eulenbaby und kümmert sich um es, als es aus dem Nest gefallen ist. Aber auch ihr Engagement für die Eulen zeigt ihre Liebe für die Tiere. So fühlte ich mich mit Ruby direkt verbunden und konnte ihre Gefühle gut nachvollziehen. Dies hat beim Lesen ihres Abenteuers und des Rätsels um die Eulenangriffe richtig Spaß gemacht, weil ich mich dank Ruby als Teil der Geschichte fühlte.


    Fazit

    „Eulennacht - In den Bäumen von Redmoor“ ist ein richtiges Überraschungspaket, denn in dem Buch steckt ein spannendes Abenteuer, das durch das Rätsel um die Angriffe der Eulen bis zum Schluss fesselt. Außerdem ist die Protagonistin einfach super, weil ich durch ihre Liebe zur Natur und den Tieren sofort eine Verbindung zu ihr hatte. Gut fand ich auch, dass in dem Buch unterschwellig die Themen Umgang mit der Umwelt und den Tieren aufgegriffen wurde. Ich bin total begeistert von der rätselhaften Geschichte und kann sie ausnahmslos allen Lesern – egal ob groß oder klein – empfehlen!

    5 von 5 Sternen!


    Reihen-Infos

    Einzelband

    Eine abenteuerliche Geschichte mit viel Tempo bei der mir das Ende etwas zu abrupt kam


    Klappentext

    „„Etwas Schweres brach durch die harsche Schneekruste und sog schnüffelnd die kalte Luft ein.

    Langsam folgte es den kaum noch sichtbaren Schlittenspuren.

    Die Jagd hatte begonnen.“


    Freda weiß nicht, wie ihr geschieht, als sie sich nach einem mysteriösen Anruf mit ihrem Kater Mr Livingstone am Nordpol wiederfindet. Dort liegt die Christmas Company, das moderne Großunternehmen des Weihnachtsmanns. Die Wunscherfüllung ist wie jedes Jahr in vollem Gange, doch der schöne Schein trügt: Anonyme Computerhacker und unheimliche Wintergeister bedrohen die Company. Gemeinsam mit Engel Serafin, Kobold Jonker und Mr Livingstone begibt sich Freda auf eine gefährliche Expedition ins ewige Eis, um Weihnachten zu retten.“


    Gestaltung

    Wow, einfach nur wow. Das Farbenspiel aus unterschiedlichen Blautönen mit den beige-goldenen Highlights der Umrandungen sieht einfach unglaublich beeindruckend aus. Daran mag ich vor allem, dass die Bordüren und Muster richtig schön vor dem Blau aussehen. Die verschiedenen Illustrationen kommen dabei durch die Einteilung in kreisrunde Fenster richtig gut zur Geltung, weil sie hervorgehoben werden. Mir gefällt besonders, dass das Cover glänzt, wenn man es im Licht bewegt.


    Meine Meinung

    Das Buchcover ist mir sofort aufgefallen und hat meine Neugierde geweckt, sodass ich schnell den Klappentext gelesen habe und dann in der Leseprobe versunken bin. Diese überzeugte mich nach nur wenigen Seiten und so musste ich „Die fantastischen Abenteuer der Christmas Company“ einfach durchlesen. Ach was sage ich? Durchsuchten musste ich das Buch, denn so gut war es! Den Anfang des Buches fand ich schon richtig fesselnd und gelungen, denn er führte mich in die außergewöhnlichen Familienverhältnisse der Protagonistin Freda ein. Aber noch kurioser wurde es dann, als ein sprechender Kater einen Telefonanruf beantwortete.


    So packte mich die Geschichte direkt zu Beginn durch ihre skurrile und überraschende Ader, die das Buch die ganze Zeit über beibehielt und die mir großen Spaß bereitete. Als Freda dann mit ihrem Kater zur Christmas Company gelangte, war ich schnell von dieser Idee begeistert. Es ist vielleicht nicht unbedingt neu, aber mir gefiel die Idee trotzdem richtig gut, dass es eine Firma des Weihnachtsmanns gibt, die sich um die Weihnachtswünsche der Kinder kümmert. Die verschiedenen Delegierten für Weihnachten sind meiner Meinung nach auch eine plausible Erklärung für die Geschenkeverteilung.


    Überrascht wurde ich durch die unterschiedlichsten (Weihnachts-)Wesen, die in der Geschichte auftauchten. Viele davon kannte ich nicht, weswegen ich froh war, dass sie am Ende des Buches kurz erklärt wurden. Im Zusammenhang mit diesen befasst sich das Buch mit den alten Weihnachtsbräuchen, die in Vergessenheit geraten sind. Die Botschaft der Geschichte ist klar, denn sie stellt das Geschäft, das mit Weihnachten gemacht wird in Frage und verdeutlicht dass die vergangenen Traditionen auch gepflegt werden sollte. Diese Idee fand ich echt schön und ergreifend.


    Etwas schade fand ich diesbezüglich, dass das Ende recht plötzlich und abrupt kam. Hier hätte ich mir mehr Details und einen tieferen Blick auf die Entwicklungen und Folgen gewünscht, um die Botschaft des Buches nochmals zu unterstreichen. Ich denke aber, dass Kinder diesen kleinen Kritikpunkt vermutlich nicht teilen werden, da sie nach dem rasanten Abenteuer in der Geschichte und durch die hohe Rasanz auch im temporeichen Ende mitfiebern werden. Ich persönlich mochte die Handlung jedenfalls auch richtig gerne, weil Freda richtig schnell ins Abenteuer gestürzt wird und sie einige interessante Begleiter hat.


    Fazit

    Mir hat „Die fantastischen Abenteuer der Christmas Company“ abgesehen vom für meinen Geschmack etwas abrupten Ende richtig gut gefallen. Die Handlung war ein einziges Abenteuer, das außergewöhnlich beginnt und unglaublich temporeich weitergeht. Die Idee alte Weihnachtsbräuche und –wesen aufzugreifen fand ich richtig cool, weil auch ich hier noch einiges lernen konnte. Außerdem gefiel mir die Botschaft des Buches, welche zeigt, dass das heutige Geschäft mit Weihnachten auch Traditionen verdrängt.

    Gute 4 von 5 Sternen!


    Reihen-Infos

    Einzelband

    Steht dem ersten Band in nichts nach!


    Klappentext

    „Die Dämonentage sind vorüber, das jedenfalls glaubt die ganze Welt. Nur Adriana und ihre Freunde befürchten, dass Luzifer einen Weg gefunden hat, die Höllenpforten jede Nacht zu öffnen. Natürlich wollen weder Behörden noch das Militär davon etwas hören. Stattdessen werden abendliche Festlichkeiten für die Bevölkerung Portlands vorbereitet. Können Adriana und Cruz Luzifer stoppen und das Unausweichliche verhindern? Bleibt zunächst die Frage, ob und zu welchem Preis Adriana Cruz aus der Hölle befreien kann. Wird sie Luzifer als letzten Ausweg um einen Pakt bitten, wie er es vorhergesagt hat? Und schafft sie es rechtzeitig alle Halbdämonen und Engel aufzutreiben, um die Weissagung des Höllenfeuerlieds zu erfüllen?“


    Gestaltung

    Mit demselben Blumenmuster, das sich links und rechts das Cover emporrankt, passt die Gestaltung sehr gut zu der des ersten Bandes. Dabei wurde dieses Mal die Farbe der Ranken in Blau geändert, wodurch sie sich schön in die farbliche Gestaltung einfügt. Passend zum Titel ist das Cover dieses Mal dunkler und der Schattenumriss eines Mädchens geht auf einer Wiese entlang, überstrahlt von dem Mond. Mir gefällt das Cover besser als das des ersten Bandes, weil durch den Mond und die Wiese die verschiedenen Coverelemente miteinander verbunden werden.


    Meine Meinung

    Ich fand die Idee hinter „Dämonentage“ sehr faszinierend und spannend und wollte gerne wissen wie es weitergeht. Nun liegt mit „Dämonennächte“ die Fortsetzung vor, in der nur Adriana und ihre Freunde daran glauben, dass Luzifer die Höllenpforten nachts über offen halten kann. Adriana und Cruz wollen Luzifer stoppen, doch es ist noch immer unklar, ob und wie Adriana Cruz aus der Hölle befreien kann. Wird sie einen Pakt mit Luzifer eingehen? Kann sie die Weissagung erfüllen?


    Bei Mittelbänden einer Trilogie ist es oft so, dass diese etwas abflauen und im Vergleich zu Band eins und drei abschwächen. Bei „Dämonennächte“ hatte ich allerdings nicht den Eindruck als wäre dies der Fall, denn die Handlung hat mich gut unterhalten und war in meinen Augen auch spannend. Dabei gab es zwischenzeitlich immer wieder Passagen, die ruhiger waren und in denen ich mich teilweise doch etwas gedulden musste, bis es spannend weiter ging. Das Ende allerdings war echt gemein und ein totaler Cliffhanger, der mich das Buch entsetzt zu schlagen ließ, da es nun heißt die lange Wartezeit bis zum Erscheinen von Band drei zu überstehen.


    Erzählt wird aus den Perspektiven verschiedener Charaktere, sodass es mir ermöglicht wurde an verschiedenen Stellen im Geschehen zu sein und dieses aus unterschiedlichen Sichtweisen wahrzunehmen. Auch hatte ich das Gefühl, dass ich so die unterschiedlichen Figuren besser kennen lernen konnte und dass auch die Geschichte an sich spannender wurde.


    Der Schreibstil von Autorin Nina MacKay ist wie gewohnt sehr stringent und durch einen einfachen, nicht zu verschachtelten Satzbau auch angenehm flüssig zu lesen. Durch ihre Wortwahl und das Erzähltempo schafft sie es auch die Geschehnisse sehr lebendig wirken zu lassen. Hinzukommen Beschreibungen, die Bilder in den Kopf des Lesers malen und so für Kopfkino beim Lesen sorgen.


    Fazit

    Mit „Dämonennächte“ hat Nina MacKay eine Fortsetzung geschaffen, die dem ersten Band in nichts nachsteht. Auch wenn ich beim Lesen zwischendurch manchmal in den ruhigen Passagen etwas auf die Spannung gewartet habe, so gibt es dennoch jede Menge Action. Das Ende ist aber eindeutig der Gipfel der gesamten Geschichte, denn hier erwartet den Leser ein Ende, das die Wartezeit bis zur Fortsetzung unendlich lang erscheinen lässt.

    4 von 5 Sternen!


    Reihen-Infos

    1. Dämonentage

    2. Dämonennächte

    3. Dämonenfinsternis (erscheint am 05.Oktober 2020)

    Die Figuren blieben für meinen Geschmack zu blass, die Grundidee des Buches war aber gut


    Klappentext

    „Aurelia ist nach 200 Jahren die erste Prinzessin, die in die Königsfamilie in Renalt geboren wird. Daher muss sie einen uralten Pakt erfüllen und Prinz Valentin aus dem verhassten Nachbarland Achleva heiraten. Zumindest Achlevas liberale Einstellung zur Magie kommt Aurelia zugute: In ihrer Heimat ist diese strengstens verboten und Aurelia als Hexe verschrien. Sie lebt in ständiger Gefahr – und das nicht zu Unrecht: Als sie sich bei einem Mordanschlag mit Magie zur Wehr setzt, muss sie, um dem wütenden Mob zu entkommen, nach Achleva fliehen. Allerdings haben ihre Fluchthelfer eigennützige Ziele und hintergehen Aurelia. Mittellos in einem fremden Land muss sie nun die Pläne ihrer Widersacher vereiteln, um die beiden Königreiche zu retten.“


    Gestaltung

    Besonders interessant finde ich an dem Cover die silbernen Dornenranken, die sich in Spiralen am Bildrand entlangziehen und verschiedene Symbole umrahmen. Durch diese silbernen Symbole gibt es auch viel zu entdecken, wobei ich es schön finde, dass die Symbole so passend zur Geschichte ausgewählt wurden. Vor dem blauen Hintergrund heben sich die Verzierungen und der Titelschriftzug auch gut ab. Die Blume, an der Blut entlangläuft, zieht außerdem den Blick auf sich.


    Meine Meinung

    In „Bloodleaf“ geht es um die Prinzessin Aurelia, die über Magie verfügt. Nur leider ist Magie in ihrem Heimatland Renalt strengstens verboten. Nach einem Anschlag auf sie, bei dem sie sich mit Magie verteidigte, flieht sie in das Nachbarland Achleva. Hier sind sie nicht so streng der Magie gegenüber. Zudem soll Aurelia den Prinzen von Achleva heiraten. Wie wird es ihr auf der Flucht in dem fremden Land ergehen? Wem kann sie trauen? Genau dieser Magieaspekt war es, der mich sofort angesprochen hat und wegen dem ich „Bloodleaf“ lesen wollte.


    Die Handlung besteht aus den Elementen, die ich gerne lese: verbotene Magie und verfeindete Königreiche. Die Idee des Buches hat mir auch gut gefallen, denn Aurelia kann Magie ausüben, weswegen sie es alles andere als leicht hat. Das Volk verachtet sie für ihre Gabe, denn in Renalt werden Magier/innen getötet. Das Nachbarsland Achleva ist offener gegenüber Magie und mit Renalt verfeindet. Um die Wogen zu Glätten soll Aurelia den Prinzen heiraten, doch bereits auf ihrer Reise in das Nachbarsland geht einiges schief und viele Gefahren lauern auf Aurelia. So wechseln sich in „Bloodleaf“ Momente der Spannung mit Momenten der Ruhe ab, wodurch eine gelungene Balance entsteht.


    Etwas schade fand ich, dass die Figuren für meinen Geschmack etwas zu blass blieben. Aurelia ist sehr einsam in ihrer Position als magiebegabte Prinzessin und wird von vielen gefürchtet. Allerdings kamen ihre Empfindungen nie so ganz bei mir an. Auch konnte ich manche Entscheidung und Handlung von Aurelia nicht nachvollziehen. Zudem blieben für mich die Nebencharaktere zu randständig und blass. Ich hätte gerne genauere Beschreibungen der Charaktere gelesen, um sie besser kennen zu lernen.


    Gut fand ich, dass die Handlung auch leichte Aspekte von Romantik und Liebesgefühlen aufweist. Diese blieben jedoch leicht, sodass sich die Liebesgeschichte nicht zu stark in den Fokus drängt und vielmehr eine schöne Ergänzung zur eigentlichen Handlung darstellt. Zudem entwickelt sich die dezente Liebesgeschichte nicht zu überstürzt und schnell, sondern in einem angemessenen Tempo, das mir realistisch erschien.


    Fazit

    Mit „Bloodleaf“ eröffnet sich dem Leser eine Geschichte voller verbotener Magie und Konflikte, denn die verfeindeten Königreiche sorgen für einen interessanten Weltentwurf. Leider blieben für mein Empfinden die Charaktere etwas zu blass. Dafür fand ich es gut, dass die Handlung eine schöne Balance aus ruhigen und spannenden Momenten geschaffen hat. Zudem gibt es eine dezente Liebesgeschichte, die sich nicht in den Vordergrund drängt.

    Knappe 4 von 5 Sternen!


    Reihen-Infos

    1. Bloodleaf

    2. Greythorne (erscheint voraussichtlich 2020 auf Englisch)

    3. ???

    Ziemliche Längen gerade zu Beginn des Buches


    Klappentext

    „Freya kennt die Wahrheit. Sie hat herausgefunden, was mit ihrem Bruder im Land der Fae geschehen ist, und nun bleibt für sie nur noch eines zu tun: Sie muss nach Thobria zurückkehren und sich ihrem Schicksal als zukünftige Königin stellen. Doch der Hof ist ein goldener Käfig voller Regeln und Verbote, dabei will Freya nichts sehnlicher als Magie wirken und Larkin finden, der als gesuchter Verbrecher noch immer auf der Flucht vor dem König ist. Zeitgleich ziehen die geplatzte Krönung und das gescheiterte Attentat auf den jungen Fae-Prinzen Kheeran immer gravierendere Folgen nach sich. Unruhen brechen unter den Unseelie aus und womöglich findet diese Bedrohung schon bald einen Weg in das Reich der Menschen.“


    Gestaltung

    Das hübsche Motiv der gläsernen Sanduhr wurde beibehalten, wobei der Sand dieses Mal von goldgelber Farbe ist. Im unteren Teil der Sanduhr befindet sich ein goldener Schlüssel, welcher im Sand versinkt. Mir gefällt das Motiv richtig gut, weil der Schlüssel sehr elegant aussieht und der Titel wunderschön an den fließenden Sand angepasst wurde. Auch finde ich es toll, dass man den Sand geradezu fühlen kann, da über dem gelben Sand eine raue Folie gelegt wurde.


    Meine Meinung

    Die komplexe und gut ausgearbeitete Geschichte von „Die Krone der Dunkelheit“ konnte mich schon mit dem ersten Band für sich gefangen nehmen, sodass ich gerne erfahren wollte, wie es mit Freya und Co weitergeht. In „Magieflimmern“ stellt sich Freya ihrem Schicksal als zukünftige Königin von Thobria. Am Hof ist ihr Leben jedoch von Regeln bestimmt, obwohl sie lieber Larkin finden würde, der noch immer als gesuchter Verbrecher auf der Flucht ist. Zudem zieht die gescheiterte Krönung von Fae-Prinz Kheeran einige Konsequenzen mit sich, die sich auch auf die Menschen auswirken können…


    Auch „Magieflimmern“ wird wieder aus den Erzählperspektiven verschiedener Figuren berichtet und ich ziehe meinen Hut vor der Autorin, dass sie so gut den Überblick über alle Charaktere und deren Handlungen behalten hat. Mir persönlich fiel dies in diesem Band nämlich schwer. So wurden Orte gewechselt, Handlungen und vor allem Gedanken und Gefühle ausführlich beschrieben. Da das Buch mit 600 Seiten auch ziemlich dick ist, hatte ich tatsächlich schon die Befürchtung, dass sich die Geschichte in die Länge ziehen würde.


    Dies tat sie für mein Empfinden dann auch. Bereits beim ersten Band kritisierte ich manch eine Länge in der Geschichte, aber ich fand, dass sich dies bei „Magieflimmern“ nochmal intensiver anfühlte. So kam ich beim Lesen nicht umhin manchmal zu denken, dass sich die Handlung zieht wie ein Kaugummi. Ich denke, ein paar weniger Seiten hätten der Handlung gut getan. Gerade am Buchanfang habe ich mir dies ein wenig gewünscht.


    Ich hatte den Eindruck, dass die Geschichte eher vor sich hinplätscherte bis sie dann endlich doch noch Fahrt aufnahm. Ich war froh, als ich nach dem zähen Einstieg einen Anstieg der Spannung bemerkte und dass ich wieder begeisterter der Handlung folgte. Vor allem das letzte Drittel hat mir persönlich das gegeben, was ich mir von Anfang an gewünscht hatte: interessante Entwicklungen, spannende Wendungen und ein hohes Tempo, das mich an die Handlung fesselt.


    Gelungen fand ich jedoch, dass es Laura Kneidl gelungen ist, die Charaktere glaubwürdig weiterzuentwickeln. Vor allem Kheerans Entwicklung und seine Erlebnisse fand ich interessant, weil er als Prinz das Beste für sein Volk möchte, aber ihm noch die Erfahrung fehlt. Ich bin gespannt, wie er sich im nächsten Band machen wird. Freyas Handlungsstrang zeichnet sich durch ihre Eigensinnigkeit und ihr eingeengteres Leben am Hofe aus, mit dem sie sich zurechtfinden muss. Der Pirat Elroy hat für mich mit seiner Gewitztheit für super Unterhaltung gesorgt! Auch die anderen Charaktere erleben einiges, wobei manche auch ein wenig in den Hintergrund geraten wie beispielsweise Larkin.


    Fazit

    In „Die Krone der Dunkelheit – Magieflimmern“ hatte ich ein wenig das Gefühl als würden die Längen gerade zu Beginn des Buches überhand nehmen. Es dauerte für mich ziemlich lange bis die Handlung temporeicher wurde, was vermutlich auch an den vielen Wechseln in der Erzählperspektive und den Schauplätzen lag. Die einzelnen Charaktere fand ich dafür wieder sehr glaubwürdig und durch den intensiven Fokus auf sie, lernte man sie auch noch besser kennen.

    Sehr gute 3 von 5 Sternen!


    Reihen-Infos

    1. Die Krone der Dunkelheit

    2. Die Krone der Dunkelheit – Magieflimmern

    3.Die Krone der Dunkelheit – Schicksalsklinge (noch nicht erschienen, Erscheinungstermin unbekannt)

    4. Die Krone der Dunkelheit – Götterdämmerung (noch nicht erschienen, Erscheinungstermin unbekannt)

    Hier ist nichts wie es zunächst scheint!


    Klappentext

    „Fast drei Jahre hat Ophelia Thorn nicht mehr gesehen. Nach seinem plötzlichen Verschwinden musste sie den Pol verlassen und nach Anima zurückkehren. Doch eines Tages macht sie sich heimlich auf den Weg zur Arche Babel, um mehr über Gott herauszufinden und sich auf die Suche nach Thorn zu begeben. In Babel angekommen, einer Arche mit strikten Vorschriften und argwöhnischen Bewohnern, die Robotern mehr gleichen als Menschen, muss Ophelia sich als »Lehrling« am Konservatorium der Guten Familie beweisen. Als in dem Secretarium der Arche eine Zensorin tot aufgefunden wird, die kurz vor ihrem Tod die Werke eines Kinderbuchautors verbrannt hat, erkennt Ophelia fassungslos, wie sehr sie selbst in diese tödliche Geschichte verstrickt ist.“


    Gestaltung

    Ich liebe die Cover dieser Reihe. Mir gefällt an diesem Band besonders gut, dass der mit feinen Linien gezeichnete Turm so wuchtig aussieht. Das passt total gut zum Titel. Außerdem gibt es viel zu entdecken und auch der Hintergrund verleiht dem Covermotiv einiges an Tiefe. Dabei sorgt das weiße Band, auf dem der Titel geschrieben steht, für Leichtigkeit. Dass die Buchstaben des Schriftzugs dabei türkis-blau schimmern, gefällt mir auch wieder besonders gut.


    Meine Meinung

    Mit den beeindruckenden Covern und der noch viel beeindruckenderen Geschichte freute ich mich auf „Das Gedächtnis von Babel“, denn ich finde die „Die Spiegelreisende“-Reihe unglaublich faszinierend und spannend. Beim Lesen fand ich es sehr hilfreich, dass am Anfang des Buches nochmals ein Rückblick auf die Geschehnisse aus den beiden Vorgängerbänden geworfen wurde. Es war schon einige Zeit her, dass ich sie gelesen hatte und war froh um die kleine Auffrischung dank derer mir der Start ins Buch erleichtert wurde, weil ich so viel flüssiger in diese komplexe Geschichte hinein kam.


    Den Zeitsprung von drei Jahren fand ich auch sehr gut. Dies lag zum einen daran, dass es ein ungewöhnlicher Schritt ist, den nicht viele Autoren mit ihren Figuren gehen. Zum anderen trieb er die Geschichte voran, denn Protagonistin Ophelia erwartet ein neues Abenteuer, bei dem sie strikten Regeln folgen und sich als guter Lehrling beweisen muss, um mehr über Gott herauszufinden und Thorn zu finden.


    Die Fragen wann, wo und wie sie Thorn wiederfinden wird, sorgen dabei für einen tollen Leseantrieb, denn sie brannten mir beim Lesen stets unter den Fingern und ließen mich der Geschichte gebannt folgen. Außerdem zeigt Autorin Christelle Dabos wieder, dass sie es wie keine andere vermag, sich Hintertürchen offen zu halten. So gibt es neue Charaktere, bei denen ich mir als Leser nicht sicher war, ob ich sie wirklich in mein Herz schließen kann oder ob sie Ophelia (und mich) am Ende nicht vielleicht doch hintergehen würden. Nichts ist hier wie es auf den ersten Blick scheint und stets kommt eine Überraschung um die Ecke!


    So wird das Lesen wirklich nicht langweilig, was angesichts der Komplexität der Geschichte von großem Vorteil ist. Es gibt den ein oder anderen Twist und so manch eine interessante Offenbarung oder Wendung. Außerdem sorgt auch manch eine Figur mit ihrem Verhalten dafür, dass ich mich beim Lesen total involviert zeigte und mich beispielsweise über sie aufregte oder mit ihr mitfühlte. So macht das Lesen von „Das Gedächtnis von Babel“ richtig Spaß, weil sich diese Gefühle von mir oftmals auch ins komplette Gegenteil wendeten.


    Fazit

    Bei der „Die Spiegelreisende“-Reihe weiß man wirklich nie genau, woran man ist, denn in jedem Band gibt es neue Erkenntnisse oder überraschende Wendungen. Hier ist nichts, wie es scheint und auch beim Leser erzeugte Gefühle können sich schnell ins Gegenteil kehren. Dadurch ist der Unterhaltungswert groß. Außerdem ist die gesamte Welt von Ophelia nach wie vor unglaublich beeindruckend und faszinierend! Ich bin echt gespannt, was im vierten Band passieren wird, denn ich kann mir nicht im Geringsten vorstellen, was uns erwarten könnte!

    5 von 5 Sternen!


    Reihen-Infos

    1. Die Spiegelreisende – Die Verlobten des Winters

    2. Die Spiegelreisende – Die Verschwundenen vom Mondscheinpalast

    3. Die Spiegelreisende – Das Gedächtnis von Babel

    4. Die Spiegelreisende 04 (erscheint im Mai 2020)

    Rasante Handlung und sich ruhig entwickelnde Liebe stehen in schöner Balance zueinander


    Klappentext

    „Zwei wie Feuer und Eis – spannende Liebesgeschichte in der gefährlichen Wildnis Alaskas.


    Als Logan nach sechs Jahren Funkstille plötzlich vor der Tür ihrer Hütte steht, will Maddie ihn am liebsten umbringen. Egal, ob Logan der Sohn des US-Präsidenten ist oder dass sein Lächeln ihr Schmetterlinge verursacht! Doch bevor sie sich über ihre Gefühle für ihn klar werden kann, wird Logan entführt – und plötzlich liegt es an Maddie, ihren ehemals besten Freund zu retten. Dumm nur, dass ein gewaltiger Schneesturm aufzieht und die Zeit unerbittlich gegen sie arbeitet ...“


    Gestaltung

    Der blau weiße Hintergrund erinnert an einen düsteren Wald mitten im Winter, in dem alles voller Schnee ist. Mitten durch die kahlen Bäume rennt ein Schatten, den man nicht näher erkennen kann. Mit dieser Szene passt das Cover wie die Faust aufs Auge zur Geschichte, in der es auch um eisige Kälte und die gehetzte Suche nach jemandem geht. Das Herz des Titelschriftzugs deutet auf die Liebe in der Geschichte hin und steht auch ein wenig in Kontrast zu der einsamen Person mitten im Schnee.


    Meine Meinung

    „Wie cool klingt bitte der Klappentext?“, dachte ich mir beim Lesen von eben diesem und schon war es um mich geschehen! In „Dear Logan“ geht es um Maddie, deren bester Freund Logan der Sohn des US-Präsidenten ist und der jahrelang keinen Kontakt zu ihr hatte. Bis er plötzlich wieder vor ihrer Tür steht. Gefährlich wird es, als Logan entführt wird und Maddie versucht, ihn zu retten. So beginnt ein Rennen gegen die Zeit, denn ein gefährlicher Schneesturm zieht auf…


    Maddie und Logan sind Kindheitsfreunde, denn sie ist die Tochter des Sicherheitschefs. So wurde ich Zeuge, wie Maddie und Logan zu Beginn des Buches noch Kinder waren, die gemeinsam spielten. Bis ein Ereignis Maddie dazu veranlasst, wegzuziehen. Dies wiederum ist der Grund für Logan sich in eisiges Schweigen zu hüllen, sodass beide erst einige Jahre später wieder in Kontakt miteinander treten. Mir gefiel es gut, dass wir Logan und Maddie schon in ihrer Kindheit kennen lernen und dass die Geschichte so früh einsetzt, denn so erhielt die Bindung zwischen beiden Charakteren für mich mehr Tiefe.


    Als Logan dann bei Maddie vor der Tür steht, wird er entführt. Ich fand es dabei etwas unrealistisch, dass ausgerechnet Maddie sich aufmacht, ihn zu suchen. Auch wenn sie sich in der Zeit in der Wildnis verändert hat und Tochter des Sicherheitschefs ist, kam ich einfach nicht umhin immer wieder zu denken, dass jeder normale Teenager es vermutlich auf die Polizei gewartet hätte. Ich wusste ja schon durch den Klappentext, dass dies so kommen würde und hatte mich auch mit dem Gedanken angefreundet, aber die Art und Weise wie Maddie an alles herangeht, hat meinen inneren Unglauben einfach verstärkt. Maddie hat nämlich immer einen Plan und alles, was sie sich vornimmt, schafft sie auch. Dabei ist sie wie gesagt noch ein Teenager. Ich hätte nichts gegen ihre Suche nach Logan einzuwenden gehabt, wenn sie menschlich geblieben wäre und auch mal Fehler gemacht hätte, aber dem war leider nicht so.


    Die Handlung ist in meinen Augen ziemlich rasant, denn nach der kurzen Einführung und der darauf schnell folgenden Entführung geht es ziemlich brenzlig zur Sache. Andauernd passiert irgendetwas. Entweder wird jemand gesucht, gejagt oder es flieht jemand vor jemandem. Ohne zu Spoilern kann ich hierzu nichts Genaueres sagen, aber so viel steht fest: die Handlung ist unglaublich rasant und trotzdem entwickelt sich die Beziehung zwischen Logan und Maddie authentisch und nicht zu schnell. Dadurch, dass die Geschichte aus den Sichtweisen von beiden Charakteren geschildert wird, kann man die Gefühlswelten beider Figuren gut nachvollziehen und ihre Gefühle füreinander hautnah miterleben.


    Fazit

    „Dear Logan“ ist eine rasant erzählte Entführungsgeschichte in der rauen Wildnis Alaskas, wobei das Tempo der Erlebnisse enorm ist. Dazu stellt die Entwicklung der Beziehung zwischen beiden Hauptfiguren eine schöne Balance her, denn die Gefühle entwickeln sich langsam und stetig. Etwas schade fand ich, dass Maddie mit ihren jungen Jahren so dargestellt wurde, als würde ihr alles gelingen, denn so wurde ihre Suche nach Logan recht unrealistisch.

    4 von 5 Sternen!


    Reihen-Infos

    Einzelband

    Diese Geschichte sorgt für frischen Wind


    Klappentext

    „In dieser Märchenprinzessin schlummert dunkle Magie


    Flora Anthea Allenstein, genannt Flo, fällt aus allen Wolken, als sie erfährt, dass sie die Nachfahrin von Dornröschen ist – und dass sie einen wichtigen Auftrag erfüllen muss: Zusammen mit anderen Märchenfiguren, wie der zickigen Neva aus dem Schneewittchen-Clan, soll sie die Menschheit vor gefährlicher Magie beschützen. Keine leichte Aufgabe, denn zum einen spielen Flos Gefühle verrückt, wenn sie in der Nähe eines gewissen Märchenprinzen ist. Und zum anderen spürt sie, dass in ihr selbst eine dunkle Magie erwacht …“


    Gestaltung

    Ich bin total verliebt in dieses Cover. Auch wenn ein Mädchengesicht das Cover ziert und ich hieran schon übersättigt bin, finde ich das Gesicht dieses Mal richtig passend und wunderschön, denn das Mädchen ist sehr hübsch gestaltet. Die Lippen sind voll, die Blume im Haar, große Augen…Zusammen mit den Grüntönen und den roten Rosen, die die Blicke auf sich ziehen, wirkt das Cover unglaublich stimmig. Außerdem ergänzen die Lichteffekte das Cover sehr schön, sodass es ein schönes Zusammenspiel aus dunklen und hellen Effekten ist.


    Meine Meinung

    Nachdem das Cover meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat und mich dann der Klappentext auch überzeugen konnte, war ich sehr neugierig auf „Märchenfluch – Das letzte Dornröschen“. In dem Buch geht es um Flo, die erfährt, dass sie von Dornröschen abstammt. Richtig gelesen. Flo ist eine Nachfahrin von Dornröschen, der bekannten Märchenprinzessin und sie ist nicht die einzige Nachkomme einer Prinzessin! Gemeinsam mit anderen muss Flo die Menschen vor einer gefährlichen Magie beschützen. Das allein ist schon nicht leicht, aber es wird noch schwieriger, wenn es auch hübsche Märchenprinzen gibt und in Flo eine dunkle Magie zum Vorschein kommt…


    Gott, was fand ich die Idee des Buches toll! Ich mag Geschichten, in denen es Märchenanspielungen, Adaptionen oder einfach ein märchenhaftes Flair gibt, ohnehin schon gerne, aber in „Das letzte Dornröschen“ fand ich die Grundidee total neuartig. So gibt es hier Charaktere, die von den Märchenfiguren abstammen. Sie leben in der Moderne und mischen so die Märchenzeit mit unserer. Mir gefiel dies richtig gut und ich fand die Aufarbeitung total frisch und spannend, da es neuen Wind in die verschiedenen Märchengeschichten bringt.


    Auch mochte ich die Handlung der Geschichte richtig gerne, weil ich als Leser hineingeworfen wurde und gemeinsam mit den Figuren hinter so manch ein Geheimnis gekommen bin. Vieles ist nicht so wie es auf den ersten Blick scheint und dabei wird das Lesen der Handlung zu einem Erleben der Handlung. Ich fühlte mich, als würde ich mit den Figuren das Abenteuer bestreiten und ihnen dabei helfen müssen. Mir persönlich hat dies große Freude bereitet!


    Außerdem gefiel mir die bunt zusammengewürfelte Mischung aus Romantik und Abenteuer, die sich mir beim Lesen bot. Manchmal hätte ich am liebsten an meinen Nägeln geknabbert, weil es so spannend war. Im nächsten Moment seufzte ich zufrieden, weil die romantischen Gefühle an die Oberfläche brodelten. Ich fand es toll, dass die Balance hier so ausgewogen gehalten wurde und dass für jedes Leserherz etwas dabei war.


    Die Figuren und den Schreibstil kann ich auch nur loben, denn die Charaktere der Geschichte sind in meinen Augen sehr eindeutig und tiefgründig gezeichnet worden. So habe ich mir nicht nur ein Bild von Flo machen können, sondern auch von den anderen Figuren. Zudem konnte der Schreibstil der Autorin nicht nur die Charaktere gut darstellen, sondern auch das Setting wunderbar untermalen und bei mir für ein inneres Bild der Handlungsorte und -geschehnisse sorgen. Ich hatte keinerlei Probleme beim Lesen und bin gefühlt durch die Seiten gerast.


    Fazit

    Ich freue mich schon mächtig auf „Märchenfluch – Die Rache der Fee“, denn „Das letzte Dornröschen“ konnte mich von vorne bis hinten komplett überzeugen. Die Idee der Nachfahren der Märchenfiguren hat mir gefallen und auch die Handlung fand ich grandios, denn sie ist wahrlich ein Leseabenteuer! Dabei geht es sowohl spannend und gefährlich als auch romantisch und gefühlvoll zu. Der Schreibstil war gut verständlich und sehr plastisch und die Charaktere mochte ich auch gerne, da ich sie mir gut vorstellen konnte. Nun bin ich sehr gespannt, was ich im nächsten Band erleben werde!

    5 von 5 Sternen!


    Reihen-Infos

    1. Märchenfluch – Das letzte Dornröschen

    2. Märchenfluch – Die Rache der Fee (erscheint am 28. Februar 2020)

    3. Märchenfluch – Der Kuss der Wahrheit (erscheint am 1. November 2020)

    Packt mich bei meiner Neugierde


    Klappentext

    „Terras Naturkatastrophen stürzen die Welt immer mehr ins Chaos. Krieg und Zerstörung sind die Folgen. Mitten im australischen Outback bekommt Liam nur wenig davon mit …


    Ihn beschäftigt viel mehr das seltsame Verhalten der Menschen um ihn herum. Als er erfährt, dass es Terras nächstes Ziel ist, ganz Sydney zu zerstören, muss er handeln. Doch es gibt jemanden, der ihn mit seinem neuen Wissen nicht davonkommen lassen will - ein Naturgeist hat sich Terras Racheplan verschrieben und stellt sich ihm in den Weg. Kann Liam die drohende Katastrophe noch verhindern? Die Zeit läuft! Nicht nur für Liam, sondern auch für Addy, Younes, Ayumi und die ganze Welt.“


    Gestaltung

    Die Gestaltung finde ich richtig toll, weil ich die Idee gerne mag, dass alle vier Bände nebeneinander gelegt ein Gesamtbild ergeben. Dabei mag ich die Farben des Himmels dieses Mal total gerne, da er friedlich aussieht, obwohl sich im Hintergrund zerstörte Hochhäuser entlangziehen. Die Natur, die im Vordergrund zu sehen ist, sieht auch sehr entspannend und ruhig aus. So entsteht auf dem Cover ein interessanter Kontrast, in den sich das Bild eines der Protagonisten gut einfügt.


    Meine Meinung

    Nach „Awakening“ dem ersten Band der Terra-Tetralogie, wollte ich unbedingt erfahren, wie die Geschichte der vier Protagonisten Addy, Younes, Ayumi und Liam weitergeht. Kaum hatte ich Band zwei „Rising“ angefangen, war das Buch auch schon wieder durch – so spannend ist die Geschichte! Besonders gut gefällt mir die Mischung aus Gesellschaftskritik und Fantasyelementen. Die Natur schlägt in dieser Reihe zurück und lehnt sich gegen die Menschen auf. Auf diese Weise zeigt sie den Menschen und den Lesern der Reihe, welchen negativen Einfluss ihr Verhalten auf ihre Umwelt hat.


    Die Idee von Terra Mater, den Naturgeistern und der Vielfältigkeit der Natur fand ich auch in diesem Band toll umgesetzt und immer noch erfrischend sowie spannend. Vor allem gefiel mir, wie kreativ und gleichzeitig realistisch Jennifer Alice Jager die „Angriffen“ der Natur auf die Menschen gestaltet. Hier gibt es eine große Vielfalt, die dafür sorgt, dass die Geschichte spannend bleibt, weil ich beim Lesen jedes Mal überrascht wurde.


    Die Handlung an sich fand ich gut, wobei ich beim Lesen das Gefühl hatte, dass die Einführung in diesen Band ziemlich lange gedauert hat. Angesichts dessen, dass die Bände so kurz hintereinander erscheinen und auch recht dünn sind, hätte ich es toll gefunden, wenn die Handlung schneller zum Punkt gekommen wäre und nicht bei mir das Gefühl ausgelöst hätte, dass ich auf den großen Knall warte. Trotzdem gibt es natürlich viele Überraschungen und Spannungsmomente, die für große Unterhaltung sorgen, aber das Gefühl des Wartens bleibt irgendwie.


    Erzählt wird „Rising“ größtenteils aus der personalen Sicht von Addy, aber auch Liam kommt zu Wort, während Younes und Ayumi zwar auch kurze Einschübe haben, aber eher im Hintergrund bleiben. Daran, dass zwischen diesen Sichten gewechselt wird, gefällt mir besonders, dass ich so von den Geschehnissen auf den verschiedensten Orten der Welt erfahren kann. Außerdem sorgen die räumliche Trennung der Figuren, aber die Einblicke in deren Erlebnisse dafür, dass ich mich frage, ob die Vier sich in einem der nächsten beiden Bände noch begegnen werden. Dies macht die Geschichte für mich noch spannender, weil es mich bei meiner Neugierde packt.


    Fazit

    Auch die Fortsetzung des „Terra“-Vierteilers hat mich gut unterhalten. Ich hatte beim Lesen zwar irgendwie immer das Gefühl, als würde ich auf einen großen Knall warten, aber dennoch war die Handlung gut durchdacht und mit spannenden, abwechslungsreichen Momenten versehen. Besonders mag ich die vier Erzählperspektiven von Charakteren, die an unterschiedlichen Orten auf der Erde stationiert sind. Dies macht mich nämlich unheimlich neugierig, ob die Figuren sich treffen werden. Daher bin ich auch unglaublich gespannt auf die Fortsetzung!

    4 von 5 Sternen!


    Reihen-Infos

    1. Terra #1 - Awakening

    2. Terra #2 - Rising

    3. Terra #3 – Collapse (erscheint am 21. Januar 2020)

    4. Terra #4 – Afterglow (erscheint im März 2020)

    Ich hatte hohe Erwartungen, die mehr als erfüllt wurden!


    Klappentext

    „Als Amy die Einladung für den sagenumwobenen Alabasterball in den Händen hält, glaubt sie, ihrem Ziel einen Schritt näher zu sein. Sie möchte Ballkönigin werden. Vor allem aber muss sie dort, auf der abgelegenen Insel Kallystoga, ihre Schwester finden, die vor einem Jahr an der märchenhaften Ballnacht teilnahm - und nie wieder zurückkam …


    Um die Nacht des Alabastermondes ranken sich zahllose Legenden: Nur sechs Auserwählte werden zur Insel Kallystoga in Thousand Island Pond geladen - drei Mädchen und drei junge Männer. Zusammen mit der Einladung erhalten sie traumhafte Ballkleider, schicke Anzüge und ein Flugticket auf die einsame Insel. Glänzende Ballsäle, rauschende Kleider, mitreißende Musik - es gibt nichts Vergleichbares auf der Welt!“


    Gestaltung

    Ich bin ein großer Fan des Covers, denn vor dem schwarzen Hintergrund leuchten nicht nur der Mond und der gleichfarbige Titelschriftzug sehr schön, sondern auch das blaue Kleid des Mädchens. Dabei finde ich es total schön, dass man kein Gesicht erkennt, sondern dass das Mädchen aus Schattierungen von Gelb und Weiß als Umriss entsteht. Dass sie mit einem Mann tanzt passt auch perfekt zur Geschichte und ihr zersplitterndes Kleid sieht wahnsinnig klasse aus. Vor allem funkeln die Splitter auch total toll!


    Meine Meinung

    Endlich etwas Neues aus der Feder von Beatrix Gurian! Ich hab mich so gefreut, als ich gesehen habe, dass die Autorin ein neues Jugendbuch verfasst hat. Darum war „Alabasterball“ ein Muss für mich. In dem Buch geht es um Amy, deren Schwester nie wieder vom legendären Alabasterball zurückgekehrt ist. Der Alabasterball ist ein Ball, bei dem drei Mädchen und drei Jungen auf eine Insel eingeladen werden, um dort besagten Ball zu feiern. Nun hält Amy eine Einladung zu diesem Ball in den Händen, dabei hofft sie, mehr über ihre Schwester zu erfahren…


    Wie von Beatrix Gurian gewohnt sind es auch in „Alabasterball“ die Geheimnisse, die das Lesen für mich einmalig machen. So ist zum einen der sagenumwobene Alabasterball sehr geheimnisvoll, denn bereits mit Betreten der Insel ahnten Protagonistin Amy und ich, dass sich mehr hinter der perfekten Fassade des Balls verbirgt als es zunächst den Anschein hat. Auch das Verschwinden von Amys Schwester ist mehr als rätselhaft und so gibt es in der Geschichte Geheimnisse über Geheimnisse, die mir große Freuden bereiteten, da ich es einfach liebe, beim Lesen zu rätseln und zu überlegen, was sich hinter allem verbergen könnte.


    Protagonistin Amy gefiel mir persönlich sehr gut, denn sie hat für den Alabasterball und die Suche nach ihrer Schwester trainiert. Das merkt man ihr an. Dabei fand ich es klasse, dass sie den Geschehnissen und Begebenheiten auf der Insel Kallystoga mit einem klaren Kopf begegnet. Sie nimmt vieles nicht einfach nur tatenlos hin, sondern hinterfragt sie und ist skeptisch. Das fand ich klasse, denn viele Gedanken, die sich Amy machte, hatte ich auch selber und so konnte ich mich super mit ihr identifizieren. Teilweise hatte ich schon das Gefühl, dass ich selbst Amy war und in ihrem Kopf steckte.


    Von der Handlung habe ich mir Großes versprochen und zum Glück auch bekommen. So war ich nicht nur ganz verzaubert von den spannenden Geheimnissen, sondern auch von der Idee rund um den Alabasterball und den überraschenden Entwicklungen rund um diesen. Der Ball wird nämlich zu einem Spiel um Leben und Tod, was einigen Nervenkitzel parat hält. Das Ende setzte dann nochmal das Sahnehäubchen auf diese faszinierende, großartige Geschichte!


    Fazit

    Als Fan von Beatrix Gurian freue ich mich, dass „Alabasterball“ meinen Erwartungen gerecht geworden ist und mir ein Feuerwerk an Spannung geliefert hat. Die Geschichte ist gespickt mit Geheimnissen, die ich entschlüsseln wollte. Das Ende des Buches setzt dem ganzen dann das I-Tüpfelchen auf. Amy ist eine taffe Protagonistin, die die Dinge hinterfragt und dabei einen klaren Kopf bewahrt! Ich freue mich riesig, dass die Geschichte so toll ist und bin gespannt auf weitere Bücher von einer meiner Lieblingsautorinnen!

    5 von 5 Sternen!


    Reihen-Infos

    Einzelband

    Dieses Buch ist mir unter die Haut gegangen!


    Klappentext

    „Pe und Ona auf dem Weg zu sich selbst. Die Geschichte einer großen Liebe - intensiv erzählt von Sandra Hoffmann


    Als Ona ihn zum ersten Mal sieht, weiß sie es schon. Da ist etwas in seinen Augen, das trifft sie mitten ins Herz. Unbedingt kennenlernen möchte Ona diesen schmalen, schweigsamen Jungen mit der Narbe am Kopf, der ganz anders ist als die übrigen Surfer-Typen am Strand. Als sie sich später wieder begegnen, werden Ona und Pe ein Paar. Es ist das erste Mal, dass sie sich einem anderen Menschen so anvertrauen, ihm von ihrem Schmerz und ihrem Verlust erzählen. Ona, die ihre Mutter verloren hat, und Pe, der im Gegensatz zu seinem Bruder den Autounfall überlebt hat. Sich öffnen macht verwundbar, bedeutet aber auch Heilung. Sandra Hoffmann schreibt mit beeindruckender erzählerischer Kraft von der ersten großen Liebe.“


    Gestaltung

    Das Cover finde ich interessant, denn auf den ersten Blick verbinde ich mit ihm kein Jugendbuch, weil die Farben nicht so farbintensiv und bunt sind. Dennoch mag ich genau diese Eigenschaft des Covers echt gerne, da sich die Farben dem Motiv anpassen und es ein wenig Retro aussieht. Der Käfer mit dem Surfbrett fährt auf den Strand zu und wird umrahmt von Pflanzen, deren Farben stärker leuchten. Die Szene passt super zur Handlung des Buches!


    Meine Meinung

    Als ich auf der Instagram Seite des Hanser Verlags in den Stories einige aus „Das Leben spielt hier“ stammende Zitate entdeckte, war ich sofort von diesen wie gebannt, denn sie sprachen mich direkt an und gingen mir unter die Haut. Deswegen wurde ich neugierig auf das Buch, in dem es um Pe und Ona geht. Zwei Jugendliche, die beide den großen Schmerz eines Verlustes erfahren haben. Ona hat ihre Mutter verloren und Pe seinen Bruder bei einem Autounfall. Beide finden zueinander und zarte Gefühle entstehen…


    Was für eine schöne, berührende Geschichte! Das waren meine Gedanken, al sich „Das Leben spielt hier“ zuschlug. Vor allem hat mir die wunderschöne Wortpoesie von Autorin Sandra Hoffmann gefallen, denn in dem Buch verstecken sich so viele schöne Weisheiten, Erkenntnisse und Ratschläge, dass es mir eine große Lesefreude war. Ich konnte mich oft in den Zeilen wiederfinden, auch wenn ich ganz andere Dinge als Ona und Pe erlebt habe. Dennoch fand ich Zitate, die mich innerlich erschüttert haben und die sich mir ins Herz brannten, weil ich sie hilfreich für das Leben fand.

    Schon am Titel erkennt man in meinen Augen übrigens auch eine solche wichtige Botschaft…


    Tatsächlich habe ich beim Lesen auch die Wahl des Covers verstanden. Wie ich bereits zuvor erwähnte, erinnert die Gestaltung nicht an ein Jugendbuch und ich finde dies auch richtig so, denn die Handlung empfand ich als durchaus anspruchsvoll. So denke ich, dass jugendliche Leser die zuvor genannten Botschaften nur bedingt auf den ersten Blick erkennen werden. Hierfür müssen sie etwas Lebenserfahrung mitbringen und reifer sein. Zudem ist die Handlung durchaus bedrückend angesichts der Erlebnisse der Protagonisten, weswegen ich denke, dass sie nicht für jeden Jugendlichen geeignet ist.


    Den Schreibstil fand ich tatsächlich zunächst etwas gewöhnungsbedürftig. So werden bei den Dialogen die Anführungszeichen weggelassen und auch manche Sätze sind teilweise im ersten Moment etwas irritierend, weil manche Dinge nicht ausgesprochen werden oder andersherum Dinge ausgesprochen werden, die man normalerweise nicht aussprechen würde. So musste ich beim Lesen über die Worte nachdenken und mit der Zeit fand ich den Stil auf gewisse Weise genial, weil es mir selber ein wenig abverlangte, aber ich dennoch Spaß hatte und die Geschichte rasend schnell gelesen habe. Dies lag an den kurzen Sätzen, die die Seiten wie im Flug vergehen lassen und die den gewöhnungsbedürftigen Stil einfacher machten.


    Die Geschichte ist etwas melancholisch und deswegen fand ich sie auch sehr ergreifend. Sandra Hoffmann hat auf poetische und gleichzeitig verständliche Weise dargestellt, wie sich Verlust anfühlt. Verlust egal welcher Art. Dies prägt auch die zarten Liebesbande zwischen Ona und Pe, die auf ergreifende Weise schon eine unglaubliche Tiefe haben, denn beiden ist schon in ihren jungen Jahren bewusst, dass nichts ewig hält und man unerwartet jemanden verlieren kann. So ist die Geschichte wirklich tiefgründig, emotional und furchtbar ergreifend.


    Fazit

    „Das Leben spielt hier“ hat mir viel gegeben, vor allem ergreifende Botschaften, die mir unter die Haut gingen, weil ich mich in ihnen wiedergefunden habe und sie für mein Leben mitnehme. Die Geschichte von Ona und Pe ist anspruchsvoll, aber unendlich schön, bedrückend, tiefsinnig, bedeutungsvoll und so vieles mehr. Der Schreibstil ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber mit der Zeit interessant. Es geht um Verlust, um erste Liebe und darum, dass manches auch ein unerwartetes Ende finden kann. Ich denke, dass sich dieses Buch für all jene eignet, die gerne zum Nachdenken angeregt werden und melancholische, tiefgründige Geschichten lieben.

    5 von 5 Sternen!


    Reihen-Infos

    Einzelband

    Ein literarischer Blockbuster der Extraklasse


    Klappentext

    „Cameron, ein nur mäßig erfolgreicher YouTuber (16 Abonnenten), wird während eines Livestreams auf dem Eriesee plötzlich vom Blitz getroffen. Das Video geht viral und Cameron ist endlich so berühmt, wie er immer sein wollte. Allerdings liegt er mit einem brummenden Schädel im Krankenhaus. Erst zu Hause stellt Cameron fest, dass der Krawall in seinem Kopf von den elektronischen Gegenständen in seiner Umgebung stammt. Er kann sich mental mit ihnen verbinden und sie manipulieren: sein Smartphone, seinen Laptop, das Fitnessarmband seiner Mutter und sogar den Kühlschrank. Diese Superskills wird Cameron auch brauchen, denn eine dunkle Macht bedroht den Planeten, deren Zerstörungskraft all unsere Vorstellungen sprengen wird.“


    Gestaltung

    Durch den dunklen Hintergrund, der durch seine Farbnuancen so aussieht, als wäre er ein wolkenbehangener Himmel, strahlt der helle Blitz sehr hervor. Er zieht sich einmal über den Großteil des Covers und beleuchtet die drei schemenhaften Umrisse der Jugendlichen. Diese sehen sehr kraftvoll und dynamisch aus, was mir gut gefällt. Auch finde ich die Idee gut, dem Cover mehr Tiefe zu geben, indem die Drei auf einem Hügel stehen und auf die Skyline einer Stadt hinabblicken.


    Meine Meinung

    Oh mein Gott!!! So oder so ähnlich (vermutlich viel lauter und begeisterter) klang ich, als ich erfahren habe, dass es ein Buch von Stan Lee geben wird. DEM Stan Lee. Der Macher hinter all den Marvel Geschichten. Ich war unglaublich neugierig auf die Geschichte von „Alliances“, denn ich bin ein riesiger Fan all der Superhelden von Stan Lee. Dementsprechend hoch waren meine Erwartungen. Ich habe mir viel versprochen, denn Stan Lee ist einfach ein Meister des Fachs Geschichtenerzählen.


    „Stan Lee's Alliances - A Trick of Light“ geht Knall auf Fall los und reißt den Leser mit sich in ein Abenteuer, das einem Blockbuster gleicht. Es ist ein wenig anders als seine Superhelden-Werke, in denen die Action an oberster Stelle steht, aber bei einem Roman erfreue ich mich auch sehr an Einblicken in die Figuren und ihre Gedankenwelt. So ist der erste Roman von Stan Lee zwar durchaus mit paranormalen Dingen verstrickt, aber es geht – anders als in seinen Comics – viel mehr in die Tiefe, was mir richtig gut gefallen hat.


    Erzählt wird die Geschichte aus drei Perspektiven: der von Protagonist Cameron, der von der gefangenen Nia und der von der außerirdischen Intelligenz Xal. Diese drei Erzählstränge vermischen sich miteinander, verbinden und verdichten sich zu einem Gesamtwerk, das die feinen Zusammenhänge zeigt. Dabei gibt es auch humorvolle Momente, Verweise auf die bekannten Marvel-Helden und Querverbindungen zur aktuellen politischen Lage in Amerika. So ist das Buch auch wunderbar aktuell und es bietet viel zum Entdecken!


    Besonders viel Spaß hatte ich dabei, Camerons Geschichte zu verfolgen. Er möchte seine besondere Gabe eigentlich lieber nicht besitzen, um „normal“ zu sein. Dann begegnet er auch noch Nia, die von ihrem Vater gefangen gehalten wird und die anscheinend auch besonders zu sein scheint… Hier fand ich es spannend, zu rätseln und zu erkunden, was es mit ihr und ihrer Geschichte auf sich hat. Auch fand ich, dass die kleine Liebesgeschichte eine schöne Ergänzung war, denn so gab es auch etwas für die Gefühlsebene und die Romantiker unter uns.


    Dazu kam dann auch einiges an Spannung und Action, wie man es von Stan Lee erwartet. Hierbei gab es allerdings auch ruhigere Momente, in denen nicht viel passierte, die aber nicht solchen Überhang hatten, dass ich mich gelangweilt hätte. Das Ende war zudem eine perfekte Krönung der ganzen Geschichte, da es diese abrundete und zu einem Ende führte, das mich einerseits zufrieden stimmte andererseits aber auch Raum lässt für eigene Interpretationen und Gedanken.


    Fazit

    „Stan Lee's Alliances - A Trick of Light“ ist für mich ein literarischer Blockbuster, in dem Action auf Gefühl und Verstand trifft. Durch die drei Erzähler, die spannend und faszinierend waren und die immer mehr miteinander verwoben werden, wird das Buch sehr fesselnd. Zudem gefiel mir, dass mich der Roman zum Nachdenken angeregt hat und dass die Spannung sehr ausgewogen auf die Geschichte verteilt war. „Stan Lee's Alliances“ wurde in meinen Augen meinen wirklich hohen Erwartungen gerecht.

    5 von 5 Sternen!


    Reihen-Infos

    Einzelband

    Ich freu mich schon auf den zweiten Band!


    Klappentext

    „Die neue Reihe von SPIEGEL-Bestsellerautorin Amy Ewing!

    »Unser Blut ist magisch. Wir sind die Cerulean.« Diese Sätze hat Sera schon so oft gehört, aber ihre Fragen über die Vergangenheit beantwortet niemand. Sera spürt, dass die Hohepriesterin wie auch ihre Mütter ein Geheimnis hüten. Als sie ausgewählt wird, ihre Welt zu retten, und sich dafür opfern soll, fügt sich Sera dennoch in ihr Schicksal. Doch weder stirbt sie, noch kann sie zunächst ihre Aufgabe erfüllen. Stattdessen muss Sera in einer völlig anderen Welt einen Kampf um Leben und Tod führen.“


    Gestaltung

    Durch die dunklen Blautöne wirkt das Cover sehr düster, deswegen ist es umso schöner, dass es von helleren weißen und grauen Elementen durchzogen ist. Das Kleid sieht richtig cool aus, weil es so wirkt, als würde es schweben und als sei es sehr bauschig. Das Mädchen wirkt dadurch auch zierlich und elegant, wobei es mir besonders gut gefällt, dass sie auf einen Lichtschein, der das Dunkelblau durchbricht, zuzugehen scheint und von diesem angestrahlt wird. Die Lichteffekte, die diesen Lichtschein umgeben, gefallen mir auch gut, weil sie den Effekt, dass der weiße Strahl aussieht wie ein Lichtschein unterstützen.


    Meine Meinung

    Ich habe schon viel Lob für die Bücher von Amy Ewing gehört, aber bisher noch kein Buch der Autorin gelesen. Dies wollte ich ändern, weswegen ich voller Neugier zu ihrem neuen Werk „Kristallblau – Magisches Blut“ gegriffen habe. In „Magisches Blut“ geht es um Sera, die viel darüber gehört hat, dass ihr Blut magisch sei, aber die trotzdem nicht hinter das Geheimnis gekommen ist. Bis sie in das Schicksal, die Welt zu retten, verwickelt wird…


    Besonders gut gefallen hat mir an der Geschichte das Setting und die erdachte Welt, denn es gibt in „Kristallblau“ die sogenannten Cerulean, ein Wolkenvolk. Dieses lebt in einer schwebenden Welt, welche durch Magie mit einem Planeten ähnlich der Erde verbunden ist. Das Wolkenvolk ist ausschließlich weiblicher Natur, wobei mir vor allem die Geheimnisse, Sitten und Bräuche der Cerulean gut gefallen haben. Durch diese wirkt das Volk mysteriös, was wiederum beim Lesen für Spannung und Neugierde sorgt, da ich gerne mehr über sie erfahren wollte. Bezüglich der Geheimnisse gab es in diesem Band bisher nur wenige Antworten, weswegen ich gespannt bin, was die Fortsetzung bereithält.


    Die Handlung hat mir insgesamt gut gefallen, auch wenn die Geschichte in meinen Augen etwas Zeit gebraucht hat, bis sie wirklich Fahrt aufgenommen hat. Mir gefiel dabei aber das Zusammenspiel aus dem Wolkenvolk und den Völkern des verbundenen Planeten gut, denn Protagonistin Sera landet auf diesem und steckt in einigen Schwierigkeiten. Die Zwillinge Agnes und Leo versuchen ihr zu helfen und so kommt es zu einigen interessanten Entwicklungen zwischen der jungen Cerulean und den Planetenbewohnern. Gerade die Kombination von Sera und den Zwillingen hat mir sehr gut gefallen, weil ich die Chemie zwischen diesen Charakteren sehr faszinierend fand.


    Interessant fand ich dabei auch den erzählerischen Aufbau der Geschichte, da zwischen verschiedenen Perspektiven gewechselt wird und der Leser so Einblicke in verschiedene Geschehnisse und Ansichten beispielsweise bezüglich der Welt der Cerulean oder auch des Planetens bekommt. So erzählt beispielsweise nicht nur Sera die Geschichte, sondern auch ihre Freundin Leela oder die Zwillinge. Hierdurch kam auch Abwechslung in die Handlung.


    Fazit

    Auch wenn die Handlung von „Kristallblau – Magisches Blut“ in meinen Augen etwas gebraucht hat, bis sie in Gang gekommen ist, konnte mich die Geschichte überzeugen. Vor allem gefiel mir der Weltentwurf, welcher mit seinem Wolkenvolk und deren durch Magie mit einem anderen Planeten verbundene Welt mehr als interessant war. Die Erzählweise der Geschichte sorgt aufgrund der verschiedenen Erzähler für Abwechslung, da ich Einblicke in unterschiedliche Erlebnisse und Sichtweisen auf die Welt der Cerulean und des Planeten erhielt. Auch gefiel mir die Idee, dass Sera von ihrer Welt auf die des Planeten kommt und dort auf die Zwillinge trifft richtig gut, weil die Chemie zwischen diesen Figuren sehr atmosphärisch und faszinierend war. Ich freue mich schon, wenn ich im 2. Band mehr über die Cerulean erfahren kann!

    4 von 5 Sternen!


    Reihen-Infos

    1. Kristallblau – Magisches Blut

    2. The Alcazar (erscheint voraussichtlich am 3. März 2020 auf Englisch)

    Ein absolutes Feel-Good-Buch!


    Klappentext

    „Weihnachtstrubel für die ganze Familie

    In fünf Tagen ist Weihnachten, und die Vanderbeekers träumen schon von Plätzchen, Weihnachtsliedern und Geschenken. Ausgerechnet da kündigt der griesgrämige Vermieter ihren Mietvertrag. Aus ist es mit der Weihnachtsvorfreude. Die fünf Geschwister Isa, Jessie, Oliver, Hyacinth und Laney müssen einen Plan aushecken, wie sie den Vermieter umstimmen können. Sie basteln und malen für ihn, schenken ihm ein Weihnachtsbäumchen, lassen alle in der Nachbarschaft eine Petition unterschreiben … Aber nichts scheint sein Herz zu erweichen. Jetzt hilft nur noch ein echtes Weihnachtswunder!“


    Gestaltung

    Ich muss gestehen, dass ich total in das Cover verliebt bin, weil ich die Zeichnung sehr schön finde. Sie stimmt schon richtig auf die Weihnachtszeit ein und versprüht eine winterliche Atmosphäre. Die Häuser in den warmen Farbtönen erzeugen einen schönen Kontrast zum bläulich-grünen Himmel und dem weißen Schnee auf den Straßen. Auch finde ich die vielen kleinen Details auf dem Cover richtig hübsch, weil es dadurch nicht nur viel zu entdecken gibt, sondern dies auch gut zu Weihnachten passt.


    Meine Meinung

    Die Weihnachtszeit ist meine liebste Zeit im Jahr und ich fand, dass „Die Vanderbeekers retten Weihnachten“ nach der perfekten Geschichte klang, um sich auf die schönste Jahreszeit vorzubereiten. In dem Buch geht es um die Familie Vanderbeeker, die sich schon sehr auf Weihnachten freuen. Ihnen wird jedoch ein Strich durch die Rechnung gemacht als ihr Vermieter den Vanderbeekers den Mietvertrag kündigt. Die fünf Kinder der Familie malen und basteln für ihn, um ihn umzustimmen, aber nichts hilft. Außer vielleicht ein Weihnachtswunder…


    Mit der Familie Vanderbeeker habe ich eine richtig schöne Geschichte erlebt, die in meinen Augen gut in die Vorweihnachtszeit passt und auf Weihnachten einstimmt. Man sollte nicht unbedingt eine reine Weihnachtsgeschichte erwarten, da das Buch verschiedene Themen anschneidet, aber dadurch, dass bei den Vanderbeekers in fünf Tagen Heiligabend ansteht, kann man sich gedanklich schon gut auf die schönste Zeit im Jahr einstellen.


    Hilfreich fand ich die Gestaltung des Buches, denn im Inneren gibt es nicht nur eine Karte der Stadt, sondern auch eine Art Lageplan des Vanderbeeker Hauses. Hierdurch kann man sich gut vorstellen, wer wo sein Zimmer hat. Dies fand ich beim Lesen immer wieder gut, weil ich zwischendurch gerne drauf geschaut habe, um einzuschätzen und zu schauen, wer wo wohnt. Die Atmosphäre in der Geschichte und im Haus der Vanderbeekers fand ich richtig heimelig und einfach nur zum Wohlfühlen!


    Cool fand ich auch die Erzählart des Buches, denn tatsächlich wird im Perspektivwechsel aus den Sichtweisen aller Geschwister erzählt. Nun könnte man Bedenken äußern, dass dies bei fünf Perspektiven etwas viele sein mögen, aber ich kann versichern, dass es beim Lesen fast gar nicht auffällt, da man sich prima zurechtfindet. Dies lag in meinen Augen daran, dass nicht auf den Ich-Erzähler zurückgegriffen wurde, sondern auf den personalen Erzähler. Durch die Verwendung der dritten Person kann man eindeutig erkennen, wer gerade erzählt. Außerdem fand ich es gut, dass wir die Sichtweisen aller Geschwister miterlebt haben, weil wir so jeden einzelnen von ihnen besser kennen lernen konnten.


    Wenn ich gerade schon so viel von den Geschwistern spreche: Isa, Jessie, Oliver, Hyacinth und Laney sind total coole Kinder. Es hat mir sehr gefallen, dass sie sich voneinander unterschieden haben und dass sie so individuell waren. Bei ihrem Vermieter Mr. Beidermann kochten bei mir richtig die Emotionen hoch, weil ich nicht verstehen konnte, wie man eine so nette Familie kurz vor Weihnachten vor die Tür setzen möchte… In Bezug auf den Vermieter fand ich es auch sehr gelungen, dass die Autorin ihn etwas geheimnisvoll gestaltet hat. Bei ihm musste ich oft an den herzlosen Geschäftemacher Ebenezer Scrooge aus der Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens denken.


    Die Handlung war dabei vor allem dadurch spannend, dass man sich die Frage stellt, wie es mit der Familie Vanderbeeker weiter geht und ob sie doch noch in ihrem Haus wohnen bleiben dürfen. So hoffte ich stets auf ein gutes Ende der Geschichte und bangte und betete darum, weil ich mir angesichts der Kühle des Vermieters nicht sicher war. Außerdem fand ich es gut, dass die Geschichte mich dazu angeregt hat, um Mr. Beidermann zu rätseln, weil ich mich bei ihm fragte, warum er so gemein ist und warum er so zurückgezogen lebt. Auf diese Weise rätselt man beim Lesen mit und verfolgt gespannt die Handlung.


    Fazit

    Für mich ist „Die Vanderbeekers retten Weihnachten“ eine schöne Geschichte, die auf die zur Winterzeit passt. Der Vermieter erinnerte mich an Ebenezer Scrooge aus der Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens und ich habe richtig mit der Familie Vanderbeeker mitgefiebert und war richtig involviert in ihre Geschichte. Bis zum Schluss hoffte ich auf ein gutes Ende für sie. Auch gefiel mir, dass ich durch die Perspektivwechsel die Familie so gut kennen lernen konnte. Ich freue mich schon richtig auf ihre nächste Geschichte, die im Frühjahr 2020 auf Deutsch erscheinen wird. Die Erlebnisse dieser Familie zu lesen, macht einfach glücklich!

    Glückliche 5 von 5 Sternen!


    Reihen-Infos

    Einzelband