Beiträge von Skyline

    Actionreich und dramatisch in einem



    Klappentext


    „Bist du bereit für die Reise deines Lebens?

    Nach dem plötzlichen Tod ihrer Mutter werden die zwölfjährigen Zwillinge Zac und Lu zu ihren Großeltern nach England geschickt. Dort entdecken sie hinter einem Torbogen eine Welt voller Fabelwesen. Was sie nicht wissen: Wer diesen Fabelzoo betritt, wird mit dem Fluch des Phönix belegt: Er muss für immer hinter den Toren der Fabelwelt bleiben. Nur wenn der Verfluchte bereit ist, alles für den Phönix zu riskieren, kann er in sein normales Leben zurückkehren.“



    Gestaltung


    Das Cover finde ich unglaublich beeindruckend und genial. Der Phönix mit seinen Flügeln, der sich über das Cover erstreckt sieht unglaublich schön aus. Vor allem gefällt mir, dass er mit seinen Rot-, Gelb- und Orangetönen sehr harmonisch aussieht und dabei aus kleinen geometrischen Formen besteht, die alle zusammengenommen den Phönix bilden. Vor dem dunklen Hintergrund strahlt er auch richtig toll. Das Beste ist aber, dass er sich auch haptisch fühlen lässt, indem er etwas rauer ist, während der Hintergrund glatt ist und glänzt. Total toll!



    Meine Meinung


    Bücher von Aimee Carter lese ich gerne und so war es kein Wunder, dass auch „Der Fluch des Phönix“ schnell auf meine Liste gewandert ist, als ich von dem Buch erfuhr. In dieser Geschichte geht es um die Zwillinge Zac und Lu. Zac ist eher kränklich und Lu achtet immer auf ihren Bruder. Die beiden erleben dann das Abenteuer ihres Lebens, als sie bei ihren Großeltern die Wildlands entdecken. Eine Art Fabelwelt voller Fabelwesen, in der man mit dem Fluch des Phönix belegt wird, sobald man die Welt betritt. Durch den Fluch kann man die Welt nicht wieder verlassen, es sei denn, man setzt alles aufs Spiel für den Phönix…



    Die Protagonisten, die Zwillinge Lu und Zac, fand ich sympathisch. Gut ist es meiner Meinung nach, dass die Geschichte aus den Perspektiven von beiden geschildert wird, da ich so das Gefühl habe, sie beide besser kennen lernen zu können. Ich fand es total süß wie die Geschwisterbeziehung zwischen beiden ist. Lu kümmert sich so lieb um Zac, das fand ich immer sehr rührend und schön. Beeindruckt hat mich das erwachsene Verhalten der beiden, denn die Geschwister sind gerade mal 12 Jahre alt und wirkten gar nicht so kindlich und jung.



    Ansonsten gefiel mir der Schreibstil der Autorin Aimee Carter wieder richtig gut. Ich mochte schon „Animox“ und den ersten Band der „Blackcoat Rebellion“-Trilogie. Ihr neues Buch hat mich auch sofort wieder mit ihrem frischen Schreibstil abgeholt, der meiner Ansicht nach die Geschehnisse genau passend beschreibt ohne zu ausufernd zu werden. Die Autorin bringt es einfach immer auf den Punkt.



    Die Handlung hat mir auch sehr zugesagt, weil zum einen der im Titel erwähnte Phönix eine wichtige Rolle spielt und er auch recht früh in den Geschehnissen auftaucht. So musste ich nicht ewig auf die Klärung des Titels warten. Außerdem wurde direkt Spannung aufgebaut. Apropos Spannung: im Grunde spielt die Handlung mit einer Mischung aus actionreichen und dramatischen Szenen. Es gibt eine Verfolgungsjagd, Geheimnisse, manche Figuren schweben nah an der Grenze zum Tod…hier ist einiges los und das macht beim Lesen echt Spaß! So verfliegt die Geschichte geradezu! Auch das Ende hat mir gut gefallen, da ich für mich sogar eine versteckte Botschaft daraus ziehen konnte und diese auch für die jüngeren Leser wichtig fand.



    Fazit


    Mit „Der Fluch des Phönix“ hat Aimee Carter wieder ein spannendes Buch für jüngere und ältere Leser geschrieben, in dem es sympathische Figuren und eine atemberaubende Handlung gibt. Ich hätte nicht gedacht, dass das Buch vom Gefühl her so schnell zu Ende sein würde. Die Geschichte hat sich echt in einem Rutsch weglesen lassen! Ich fand es vor allem toll, dass ein spannender Moment den nächsten gejagt hat und dies durchzogen wurde von einigen dramatischen Szenen.


    5 von 5 Sternen!



    Reihen-Infos


    Einzelband (?)

    Coole Protagonistentruppe in einer Handlung, die zum spekulieren einlädt



    Klappentext


    „Fünf außergewöhnliche Jugendliche auf einer besonderen Mission: der Rettung der Welt! Ein neuer Geniestreich von Spiegel-Bestsellerautor Rainer Wekwerth


    Sie sind die letzte Hoffnung der Menschheit: Damon Grey, ein unheimlich gut aussehender, zweihundert Jahre alter Dämon. Amanda Nichols, die von sich behauptet, eine Göttin zu sein. Wilbur Night, der am ganzen Körper tätowiert ist und für fünf Sekunden die Zeit anhalten kann. Malcom Floyd, ein nicht klein zu kriegender Vollnerd, der unverwundbar ist. Und Jenny Doe, halb Mensch, halb Maschine, die keinerlei Erinnerungen an ihre Vergangenheit hat. Sie müssen herausfinden, was es mit dem mysteriösen Energiefeld auf sich hat, das im Pazifischen Ozean entdeckt wurde. Wissenschaftler vermuten, dass es ein gigantisches Portal ist, das in eine andere Dimension führt. Doch bislang ist keiner je zurückgekehrt …“



    Gestaltung


    Ich finde das Cover ja etwas dunkel und bin der Meinung, dass das Gesicht mit der goldenen Maske online auf den Bildern besser zur Geltung kommt. Mir gefällt das goldene Schimmern und Glänzen der Maske und auch die Idee, das Gesicht so zu bemalen, dass die Maske aussieht wie die eines Tieres, finde ich super, da es zum Buchinhalt passt. Der schwarze Hintergrund betont den goldenen Schimmereffekt noch.



    Meine Meinung


    Ich lese die Bücher von Rainer Wekwerth gerne und hab mich gefreut, dass es neues aus der Feder des Autors gibt. Mit „Beast Mode – Es beginnt“ hat er einen neuen Reihenauftakt vorgelegt, in dem es um fünf Jugendliche geht, die ziemlich verschieden sind und die die einzige Hoffnung für die Welt sein könnten. Im Meer wurde ein Energiefeld entdeckt, von dem bislang noch niemand zurückgekehrt ist und darum sollen die fünf Jugendlichen dem Geheimnis auf die Spur kommen…



    Das coolste an dem Buch sind meiner Meinung nach die Protagonisten, denn schon im Klappentext deutet sich an, wie bunt und vielfältig sie sind. Die fünf Jugendlichen sind ein chaotischer, wild zusammengewürfelter Haufen, bei dem es allerlei verschiedene Charaktere und Menschen gibt. So treffen ein Dämon, eine Göttin, ein unverwundbarer Nerd, ein volltätowierter Zeitanhalter und ein halber Cyborg aufeinander. Diese Truppe ist echt verrückt und das hat beim Lesen für die perfekte Würzung gesorgt, da sich nach und nach Verbindungen unter den Charakteren ergeben und sie aufgrund ihrer Charaktereigenschaften für interessante Verstrickungen sorgen.



    Besonders interessant fand ich es, zu beobachten wie das Fünfergespann zu einer Gruppe, einem Team zusammenwächst und all ihre Verschiedenheit sich super ergänzt. Vor allem beim Bestreiten der Rettung der Welt müssen sie zusammenhalten und miteinander agieren können. Die Handlung ist dabei durchaus spannend, wobei für meinen Geschmack manch eine Schwierigkeit zu leicht gelöst werden konnte. Über die Handlung kann man nicht viel verraten, ohne zu spoilern, aber so viel sei gesagt: die Handlung lädt zum Rätseln ein!



    Ich mag es ja gerne, wenn die Geschichte dafür sorgt, dass ich beim Lesen spekuliere und überlege, was die Hintergründe sein könnten. So gibt es auch in „Beast Mode – Es beginnt“ einige Rätsel und Geheimnisse, die ich unbedingt lösen wollte und die mich zum Mitdenken angeregt haben. Dies hat mir persönlich beim Lesen großen Spaß gemacht, weil ich auch unbedingt erfahren wollte, ob meine Theorien stimmen. Das Ende des Buches ist meiner Meinung nach ein fieser Cliffhanger, der richtig Lust auf mehr macht und der einiges offenhält, weswegen die Wartezeit bis zur Fortsetzung eine Tortur werden könnte.



    Fazit


    „Beast Mode – Es beginnt“ ist ein Reihenauftakt, der Lust auf die Fortsetzung macht. Dies liegt nicht nur an dem Ende, das offen ist und Fragen für die Fortsetzung übrig lässt, sondern auch an der coolen Truppe der Hauptfiguren. Sie sind total kreativ zusammengewürfelt und ein bunter Haufen, bei dem ich gerne verfolgt habe, wie sie zu einer Gruppe werden, die zusammenhält. Schwierigkeiten wurden meiner Meinung nach teilweise etwas zu leicht gelöst, aber dennoch ist die Handlung super spannend, weil sie dazu anregt, zu spekulieren und Theorien aufzustellen.


    4 von 5 Sternen!



    Reihen-Infos


    1. Beast Mode – Es beginnt


    2. Beast Mode – Gegen die Zeit (erscheint voraussichtlich am 13. August 2020)

    Ein rundum gelungener Abschluss…wäre da nicht das Liebesdreieck



    Klappentext


    „Eine uralte Prophezeiung.


    Ein gefährlich charmanter Magier.


    Und eine Stadt voller verfeindeter Hexenclans …



    Carolines Magie ist mächtiger als alles, was die Hexenclans von London bisher erlebt haben. Hängt das mit einer uralten Prophezeiung Merlins zusammen? Das glauben zumindest die beiden größten Clans und machen erbarmungslos Jagd auf Caroline. Als selbst der charmante Ash sich gegen Caroline wendet, flieht sie in die Obhut von Henri und seiner Familie von Voodoozauberern. Doch ihren Feinden kann sie nicht entkommen …“



    Gestaltung


    Mir gefällt an dem Cover sehr gut, dass am unteren Bildrand wieder die Skyline von London mit einigen wichtigen Sightseeing Hotspots zu sehen ist. Auch die wunderschönen Lichteffekte und das leichte schimmern des Covers wurden beibehalten, was mein Herz sehr erfreut. Das Mädchengesicht zeigt leicht ihr Profil, wobei eine Gesichtshälfte im Dunkeln bleibt, was sie geheimnisvoll erscheinen lässt. Die Farbe ist etwas dunkler im Vergleich zum ersten Band, passt farblich aber super dazu!



    Meine Meinung


    Mit „Clans of London – Schicksalsmagie“ ist nun also der Abschlussband der Hexen-Dilogie von Sandra Grauer erschienen. Da mir der erste Band schon so gut gefallen hatte, wollte ich natürlich wissen, wie die Reihe endet. In diesem Band machen die beiden größten Hexenclans erbarmungslose Jagd auf Caroline, denn ihre Magie ist mächtiger als alles bisher Dagewesene. Sogar Ash wendet sich gegen Caroline. Zuflucht findet sie glücklicherweise bei Henri und seiner Familie, aber ihre Feinde sind ihr auf der Spur…



    Etwas schade fand ich, dass in diesem Band bezüglich der Liebesgeschichte wieder ein Liebesdreieck herangezogen wurde, denn eigentlich war im ersten Band diesbezüglich alles geklärt. Dies war schon im ersten Band mein einziger Kritikpunkt und jetzt gibt es diesen im zweiten Band wieder. Das hat mich dazu gebracht, die Stirn zu runzeln und zu seufzen, weil ich es für nicht zwingend notwendig halte.



    Die Handlung setzt direkt am Ende des ersten Bandes an und führt diese fort. So war ich direkt mit Protagonistin Caroline auf der Flucht. Hier geht es actionreich und spannungsgeladen zu, was mir sehr gefallen hat, denn Caroline ist diejenige aus der Prophezeiung von Merlin. Darum jagen sie die Hexenclans, was natürlich zu einigen spannenden Situationen führt. Zudem fragte ich mich beim Lesen stets, ob Caroline heil aus allem rauskommen würde. Die Auflösung um die Prophezeiung und vor allem das dramatische Ende dieses Bandes bzw. dieser Reihe haben mich den Atem anhalten lassen!



    Außerdem erkundet Caroline ihre erwachte Magie. Dies habe ich gemeinsam mit ihr gemacht, da „Schicksalsmagie“ aus Carolines Ich-Perspektive erzählt wird. Ich mochte vor allem das Magiekonzept, denn hier wird Magie, wie wir sie kennen und wie man sie vermutlich auch vor dem Lesen erwartet, mit Voodoozauber verbunden. Gerade diese Voodoomagie fand ich interessant, weil ich noch nicht so viel darüber gelesen habe in Jugend- bzw. Hexenbüchern.



    Fazit


    Wäre das Liebesdreieck nicht wiederbelebt worden, wäre ich mit „Clans of London – Schicksalsmagie“ rundum zufrieden gewesen, denn die Handlung ist spannend und vor allem das dramatische Ende weiß den Leser mitzureißen. Die Einbindung von Voodoozauber in die Hexenmagie fand ich richtig spannend und auch ziemlich erfrischend, da mir dies in anderen Hexenbüchern noch nicht so intensiv begegnet ist.


    4 von 5 Sternen!



    Reihen-Infos


    1. Clans of London – Hexentochter


    2. Clans of London – Schicksalsmagie

    Rätselspaß mit zu knackenden Codes und Leseabenteuer in einem



    Klappentext


    „Ein spannender Roman für Kinder ab 11 Jahren: In Schweden wird die 12-jährige Malin von einem seltsamen Mann aufgehalten, der ihr hastig einen Brief in die Hände drückt. Sie muss versprechen, den Brief an ein Rutenkind zu übergeben, das in genau einhundert Tagen in die Nachbarschaft ziehen wird. Als Orestes einige Monate später mit seiner Mutter und kleinen Schwester ankommt, wird Malin klar, dass er das Rutenkind sein muss. Gemeinsam versuchen sie, den mysteriösen und teilweise verschlüsselten Brief eines jungen Ingenieurs aus dem Jahr 1857 zu entziffern. Und stoßen dabei auf geheimnisvolle Machenschaften, die sie auf eine abenteuerliche Schnitzeljagd führen.“



    Gestaltung


    An der Covergestaltung gefällt mir das Motiv in der Mitte besonders gut, weil ich es total interessant finde. Die alte Schreibmaschine sieht durch die Art ihrer Zeichnung spannend aus, aber auch die kleinen Sterne bzw. Lichtreflexe lassen sie besonders aussehen. Mir gefällt vor allem die Landschaft aus Bergen und Tannen, die auf der Schreibmaschine zu sehen sind und all die Details. Auch die Schlüssel finde ich sehr filigran und detailreich. Zudem gefällt es mir, dass das Cover in Blautönen gehalten ist und mit orangenen Highlights versehen wurde.



    Meine Meinung


    Auf dieses Buch wurde ich zunächst durch das hervorstechende Cover aufmerksam und als ich mir dann den Klappentext durchgelesen habe, war meine Neugierde geweckt. In „Code Orestes“ geht es um Malin, die von einem Mann einen Brief bekommt, den sie an ein Kind weitergeben soll, das bald in ihre Nachbarschaft ziehen wird. Dieses Kind ist Orestes. Zusammen mit Malin versucht er den rätselhaften Brief zu entschlüsseln. Die beiden Kinder hätten nicht damit gerechnet, dass der Brief sie nicht nur auf eine wilde Schnitzeljagd schicken würde, sondern dass sie auch noch geheimen Machenschaften auf die Schliche kommen…



    Ich mag es sehr, wenn ein Buch mich dazu anregt, mitzurätseln und wild zu spekulieren. „Code Orestes“ macht dies aber auf eine besondere Art und Weise, die mir persönlich richtig gut gefallen hat. In dem Buch gibt es einige Codes und Rätsel, die die Figuren entschlüsseln müssen und auch der Leser kann hier mitdenken und mitraten, was mir großen Spaß gemacht hat. Manche Rätsel fand ich allerdings auch echt knifflig, weswegen ich denke, dass jüngere Leser hier vielleicht etwas Hilfe gebrauchen könnten (z.B. indem man das Buch gemeinsam liest). Diesbezüglich fand ich es aber auch richtig cool, dass hier Verschlüsselungstechniken auch visuell dargestellt wurden.



    Mir hat auch gefallen, dass Malin die Geschichte aus ihrer Ich-Perspektive erzählt, da so die kindliche Seite der Geschichte nicht verloren ging, denn Malin ist immerhin erst 12! In ihre Perspektive eingebunden werden die Briefe eines Ingenieurs aus dem Jahr 1857, welche meiner Meinung nach in starkem Kontrast zu Malins frischer Erzählweise standen, da sie etwas sperriger erzählt wurden. Dennoch fand ich die Idee toll, diese Briefe in die Geschichte einzubinden.



    Die Handlung hat mir auch gefallen, wobei für meinen Geschmack noch etwas die Balance zwischen Spannung und langwierigeren Momenten gefehlt hat. Die Geschichte war durchaus spannend, vor allem als es um die Erdströme ging, aber es kamen doch immer wieder Momente auf, die von dieser Spannung wieder wegführten und die für ein Auf und Ab beim Lesen sorgten. Das Ende hat mich persönlich mit dem Wunsch zurückgelassen, den zweiten Band zu lesen, denn es bleiben genügend Fragen und Möglichkeiten für die Fortsetzung übrig.



    Die Figuren fand ich interessant, weil sie doch recht verschroben waren, aber gleichzeitig auch irgendwie realistisch. Die Figuren haben jeweils so ihre ganz eigenen Sorgen und Probleme und jeder für sich ist sehr individuell. Mir persönlich hat Orestes ja am besten gefallen, weil er total nerdig war und er versuchte sich durch seine verklemmte Art von seiner etwas esoterischen Mutter abzuheben.



    Fazit


    „Code Orestes“ versorgt den Leser mit Codes und Rätseln vom Feinsten. Diese sind allerdings auch recht schwer, weswegen jüngere Leser sicherlich Unterstützung beim Codeknacken benötigen. Dennoch machen sie viel Spaß und sind super informativ, was Verschlüsselungstechniken angeht. Die Charaktere haben mir gut gefallen und die Handlung war noch etwas unausbalanciert, aber das Ende macht Lust auf die Fortsetzung!


    4 von 5 Sternen!



    Reihen-Infos


    1. Code Orestes


    2. Code Elektra (erscheint am 18. August 2020 auf Deutsch)


    3. ???

    Ein tolles Jugendbuch, das jungen Lesern einige Berührungspunkte bietet



    Klappentext


    „Eine Geschichte über echte Freundschaft, krasses Mobbing, die erste Liebe und einen tragischen Tod – aufwühlend, berührend, fesselnd und ziemlich cool.



    Der Umzug muss sein, sagt Pauls Mutter. Aber Paul will nicht. Nicht packen. Nicht raus aus Opas alter Villa. Und vor allem nicht in die Box schauen, diese Schatulle voller Erinnerungen. Denn was er dort versteckt hat – die Superhelden-Story, die blöden Kondome, das Messer und mehr –, bringt nur das letzte Jahr zurück. Das harte Jahr, in dem so viel passiert ist. Ken, Mehmet, Mara. Die durchgeknallten Aktionen, das Mobbing und … das völlig Unfassbare. Aber Wegsehen hilft nicht. Paul muss sich der Erinnerung stellen, Stück für Stück.“



    Gestaltung


    Das Cover finde ich echt interessant, weil es Inhalte aus dem Buch aufgreift und sich gleichzeitig auf den Titel fokussiert. Die Sonnenbrille, das Kondom, das Messer und das Smartphone sind Gegenstände, die in der Geschichte von Bedeutung sind. Ich finde es super, dass sie auf dem Cover abgebildet sind und dass sie mit den Großbuchstaben des Titels, der sich über das gesamte Cover erstreckt, eins werden.



    Meine Meinung


    Vom Autor Michael Sieben habe ich bereits „Ponderosa“ gelesen, welches mir durch die Nähe zu jugendlichen Themen gut gefallen hatte. Mit „Das Jahr in der Box“ ist nun ein neues Werk des Autors erschienen, bei dem ich sofort hellhörig wurde, als ich sah, dass es unter anderem auch um Mobbing gehen soll. In dem Buch geht es um Paul, der mit seiner Mutter umziehen soll und dies eigentlich nicht möchte. Er hat nämlich eine Art Erinnerungskiste. In dieser Box sind Gegenstände versteckt, die Paul an das letzte Jahr erinnern. An das Jahr, das alles andere als leicht war und in dem viel passiert ist...



    Besonders gut gefallen hat mir an diesem Buch von Michael Sieben der Aufbau, denn in der Box von Protagonist Paul sind mehrere Gegenstände, die zusammen Pauls Erlebnisse des letzten Jahres erzählen. Zu jedem Gegenstand gibt es ein Kapitel, weswegen ich mich ein klein wenig an die Kassetten in der Serie „13 Reasons Why“ erinnert gefühlt habe. Mir persönlich hat dieser Aufbau des Buches richtig gut gefallen, weil man nach und nach erfährt, wie die unterschiedlichen Gegenstände miteinander zusammenhängen.



    Die Geschichte springt so zu verschiedenen Zeitpunkten im Jahr, um die wichtigen Ereignisse zu erzählen. Auf diese Weise ist es möglich, viele verschiedene und wichtige Themen anzuschneiden. Beispielsweise das Thema Mobbing, denn „Das Jahr in der Box“ erzählt davon, wie Außenseiter gemobbt werden und wie sie zusammenwachsen, um sich zu wehren. Aber das ist nur ein kleiner Bereich von Pauls Leben. Auch die erste große Liebe gehört dazu, das alltägliche Leben eines Jugendlichen und auch das Thema Verlust und Tod.



    Dieser ganze Themenmisch wirkt dabei keineswegs überladen oder überfüllt. Vielmehr ist die Geschichte wie ein Puzzle, das mit jedem Teil ein gesamtes Bild ergibt. Die Puzzleteile fügen sich immer mehr ineinander und zeigen nicht nur Pauls Leben, sondern ihn selbst. Der Leser erfährt Stück für Stück wie Paul zu dem Jugendlichen wurde, der er nach dem ereignisreichen Jahr ist. Genau dies macht „Das Jahr in der Box“ so fesselnd, denn man lernt Paul bis tief in sein Innerstes kennen. Außerdem sind die Themen in meinen Augen Themen, die Jugendliche heutzutage bewegen und mit denen jeder mehrere Berührungspunkte hat. So kann man sich in Paul und seinen Erfahrungen gut wiederfinden.



    Besonders beeindruckend ist an dem Buch auch, dass ich als Leser wusste, dass es zu einem tragischen Tod kommen würde, aber dass ich trotzdem wie gebannt an den Seiten klebte, weil ich nicht im Geringsten erahnen konnte, was genau auf mich zukommen würde. Dieses Ereignis erwartete ich gebannt, aber auch mit Furcht im Herzen, da ich mit dem schlimmsten rechnete. Dies macht beim Lesen einen großen Nervenkitzel aus, denn die eigenen Erwartungen schrauben sich immer höher bis man zum schlussendlichen Ereignis kommt und nur noch vor Spannung die Luft anhalten kann.



    Fazit


    Mit „Das Jahr in der Box“ hat Michael Sieben einen beeindruckenden Jugendroman erschaffen, der jugendlichen Lesern meiner Meinung nach viele Berührungspunkte bietet. Gleichzeitig wird er sie durch die sich hochschraubende Spannung aber auch in Atem halten, denn es ist klar, dass ein tragischer Tod passieren wird, aber das gesamte Drumherum muss man beim Lesen entdecken. Die Geschichte deckt ziemlich viele Themen ab, die sich gegenseitig schön ergänzen und die beim Lesen sehr berühren. Das Besondere an dem Buch ist die Erzählweise, denn es gibt nicht nur eine gegenwärtige Erzählung, sondern auch Rückblicke ins letzte Jahr, die durch die Gegenstände in der Erinnerungsbox gelenkt werden.


    5 von 5 Sternen!



    Reihen-Infos


    Einzelband

    Ein schöner Debütroman, der nach mehr schreit



    Klappentext


    „Nur zusammen können sie ihr Schicksal erfüllen, doch können sie einander vertrauen?



    Seit dem Tod ihres Vaters hält Laelia sich und ihren kleinen Bruder mehr schlecht als recht über Wasser, indem sie ihre geschickten Finger immer häufiger in fremde Taschen gleiten lässt. Bis Nero, der Herr der kriminellen Unterwelt, auf sie aufmerksam wird und der frechen Taschendiebin Einhalt gebieten lässt. Hadrian ist als Neros designierte Hand scheinbar am Ziel seiner Träume, doch will er dem Herrn der Unterwelt auch den letzten Teil seiner Seele überschreiben? Als Hadrian sich gegen seinen Ziehvater wendet, müssen er und Laelia aus ihrer Heimat fliehen. Sie schließen sich einem Seher an, dessen Vision sechs widerwillige Gefährten auf eine gefährliche Reise schickt. Doch jeder von ihnen hat etwas zu verbergen und mächtige Feinde wollen um jeden Preis verhindern, dass sich die Prophezeiung erfüllt.“



    Gestaltung


    Ich finde das Cover so schön! Die Farben sind sehr harmonisch miteinander, denn die Braun- und Goldtöne gehen fließend ineinander über. Besonders schön finde ich den Schattenumriss der Burg auf dem Berg und den Wald, der in verschiedenen Farbschichten eine tolle Tiefe erzeugt. Dazu passen auch die goldenen Blätter im Bildvordergrund richtig gut, die auf dem Cover leicht hervorgehoben sind und die man somit fühlen kann. Es sieht alles sehr stimmig und atmosphärisch aus.



    Meine Meinung


    Bei dem tollen Cover fiel mir „Die Überlieferung der Welt“ sofort auf. Auch der Inhalt klang vielversprechend, da ich gerne Fantasygeschichten lese. In dem Buch geht es um die Taschendiebin Laelia, die dem Herrn der kriminellen Unterwelt auffällt. Hadrian ist als seine Hand vorgesehen und freut sich auf diesen Job. Doch er lehnt sich gegen den Herrn der Unterwelt auf und flieht gemeinsam mit Laelia. Beide schließen sich einem Seher an, der einer Vision folgend sechs Gefährten auf eine Reise schickt, um eine Prophezeiung zu erfüllen. Auch Laelia und Hadrian gehören dazu…



    Meiner Meinung nach hat Selin Visne mit „Die Überlieferung der Welt“ zu Recht den Schreibwettbewerb des dtv Verlags gewonnen, denn ihr Fantasydebüt ist gut durchdacht und flüssig verfasst. Der Schreibstil der Autorin beschreibt die erdachte Welt und die Figuren treffend und anschaulich, sodass sie sehr lebendig wirken und der Leser sich ein eigenes Bild von allem machen kann. Aber auch die Karte im Buch vorne und die Erklärungen zur Magie fand ich super, da diese beim Lesen hilfreich waren, denn man konnte immer wieder darauf zurückgreifen und sich so orientieren.



    Ich habe allerdings meine Zeit gebraucht, bis ich so ganz in die Geschichte abtauchen konnte und mich eingefunden hatte. Ich kann nicht genau benennen, woran dies lag, aber ich fand mich einfach nicht sofort zurecht und konnte mich auch erst nicht ganz in die Fantasywelt fallen lassen. Ich vermute, dass mir am Anfang einfach etwas die Spannung fehlte. Allerdings muss ich sagen, dass sich dies mit der Zeit besserte und ich gerade als actionreichere Szenen kamen ganz gebannt an den Seiten hing. Vor allem das Ende fand ich spannend, da hier einige Fragen beantwortet wurden und sich dem Leser das Ziel der Reise eröffnete.



    Die Handlung wurde für mich immer besser und auch die Charaktere, die mit der Zeit immer vielfältiger wurden, konnten mich überzeugen. Etwas musste ich mich auch an die Namen gewöhnen, die ich doch recht außergewöhnlich fand, aber bei Fantasytiteln ist das ja nichts Ungewöhnliches. Ich fand die Figuren gut durchdacht und man merkte ihnen an, wie viel Liebe die Autorin in jeden einzelnen gesteckt hat. Vor allem konnte man meiner Meinung nach Laelia und Hadrian kennen lernen, da sie den Großteil der Geschichte einnehmen. Aber auch ihre Gefährten wurden beleuchtet, ebenso wie die Gruppendynamik.



    Fazit


    „Die Überlieferung der Welt“ ist ein schöner Debütroman, der sich toll in jugendliche Fantasyromane einreiht. Den Figuren merkt man die Liebe der Autorin zu ihnen an, denn sie sind gut ausgestaltet und haben eine schöne Chemie zueinander. Den Anfang fand ich etwas zäh, aber mit der Zeit nimmt die Geschichte spannende Wendungen an, die den Leser bis zu einem Ende führen, an dem so einiges deutlich wird.


    4 von 5 Sternen!



    Reihen-Infos


    Einzelband

    Ein ganz besonderes Flair trifft auf viele unerwartete Wendungen



    Klappentext


    „Lanea liebt ihr Leben. Sie genießt es, jeden Morgen mit den Stammesmitgliedern am feinen Sandstrand die Sonne zu begrüßen und mit ihrer besten Freundin, der Häuptlingstochter, unbeschwert zu lachen. Doch von einem Tag auf den anderen ändert sich alles. Der zukünftige Großkönig des Reiches ruft zur Brautschau und Lanea soll als falsche Prinzessin an den Hof reisen. Ein Ort, an dem man ihr nicht nur mit Vorurteilen begegnet, sondern hinter jeder Ecke Intrigen und tödliche Verschwörungen lauern – und mittendrin Prinz Aaren, dessen sanftmütige braune Augen Laneas Herz bei jedem Blick zum Flattern bringen. Doch seine Liebe darf sie nicht für sich gewinnen…“



    Gestaltung


    Mit der goldenen Blume, den Palmblättern und den bläulichen Pflanzenblättern in der Covermitte zieht „Das Lied der Sonne“ meiner Meinung nach sofort die Aufmerksamkeit auf sich. Mir gefällt dabei auch besonders gut die Umrandung bzw. der Rahmen, der die Blume umgibt, denn dieser sieht trotz der geraden Linien und des Kästchens durch die feinen Punkte ein wenig aus wie Sonnenstrahlen, was echt gut zur Geschichte passt.



    Meine Meinung


    Durch ihre Jahreszeiten-Bücher ist mir der Name Jennifer Wolf ein Begriff, da ich nur gutes von dieser Buchreihe gehört habe. Ihr neues Buch „Das Lied der Sonne“ geht auch wieder in die Romantasy-Richtung. In dem Buch geht es um Lanea, die ein unbeschwertes Leben in ihrem Stamm genießt. Eines Tages ruft der König zur Brautschau und Lanea reist als falsche Prinzessin an seinen Hof. Wie es für einen königlichen Hof üblich ist, gibt es hier Intrigen und Vorurteile. Aber auch Prinz Aaren, der Lanea sofort verzaubert. Nur leider darf sie sich nicht in ihn verlieben und sein Herz für sich gewinnen…



    Was mir richtig gut gefallen hat war das Setting des Buches, denn Protagonistin Lanea lebt in einem Stamm, der beispielsweise jeden Morgen am Strand die Sonne begrüßt. Das Setting ist leicht hawaiianisch angehaucht, was ich bisher in noch keinem anderen Buch gelesen habe und weswegen ich das Setting ganz besonders finde. Man bekommt beim Lesen direkt gute Laune und fühlt sich zwischen den Buchdeckeln wohl, weil es sonnig warm wird.



    Den Beginn der Handlung fand ich etwas ruhig, da abgesehen von der Einführung der Charaktere und des Ortes noch nicht viel passiert ist. So wartete ich ein wenig auf den großen Knall. Als Lanea dann zum königlichen Hof aufbrach, ging es aber glücklicherweise richtig los. Ab diesem Zeitpunkt gibt es interessante Wendungen und Schwierigkeiten, die es zu überwinden gilt. Schon die Reise ist für Lanea nicht leicht und auch am Hofe muss sie sich einigen Problemen wie beispielsweise Intrigen gegenübersehen.



    So fand ich es besonders gelungen, dass Jennifer Wolf immer mit Wendungen überraschte, die ich nicht kommen sah. Immer wenn ich beim Lesen dachte „Ah, in die Richtung läuft es und so geht es weiter“ kam ein ganz anderer Handlungszweig daher, mit dem ich im Leben nicht gerechnet hätte. So hat das Lesen auch richtig großen Spaß gemacht, weil ich immer wieder kalt erwischt wurde und mich stets auf neue Situationen einstellen musste.



    Fazit


    Nach einem für meinen Geschmack etwas ruhigen Anfang geht es in „Das Lied der Sonne“ nach dem Aufbruch der Protagonistin so richtig los. Ihre Reise ist zunächst recht beschwerlich und auch am Hofe gibt es einige Schwierigkeiten zu überwinden. Das Besondere war für mich dabei die Unvorhersehbarkeit der Handlung, denn Jennifer Wolf wartete immer mit neuen Wendungen auf, die ich nicht kommen sah. Das Tollste an der Geschichte ist in meinen Augen aber das Setting und das hawaiianische Flair, da dies etwas ganz außergewöhnliches ist, weil es kaum Geschichten mit einer solchen Atmosphäre gibt.


    4 von 5 Sternen!



    Reihen-Infos


    Einzelband

    Ich liebe die frischen Ideen von Lukas Hainer einfach!



    Klappentext


    „Evelyn und Leonow leben in einer Welt voller Kämpfe: Arm gegen Reich, der richtige gegen den falschen Glauben. Evelyn selbst ringt wegen einer angeborenen Schwäche im Krankenhaus mit dem Tod und kann es erst wieder verlassen, als ihre Heimat in Schutt und Asche liegt. Es ist die Stunde Null und Evelyn und Leonow werden zu Nightrunnern – Schatzjägern auf der Suche nach geheimen Wunderwaffen und verschütteten Artefakten. Während die Menschen versuchen, die neue Welt anzunehmen und die alte zu vergessen, birgt Evelyn selbst ein Geheimnis. Ein Geheimnis, das sie mit Leonow verbindet, und das der Schlüssel zur Herrschaft über die gesamte Nachkriegswelt ist. Nicht nur irdische Mächte haben es deshalb auf sie abgesehen.“



    Gestaltung


    Ein wenig erinnert mich das Cover an den Film „Mortal Engines“, bei dem ein ähnliches Motiv als Titelbild gewählt wurde. Das Mädchen, das den Betrachter direkt ansieht und dessen Mund durch ein rotes Tuch verdeckt wird, wirkt ernst. Mir persönlich gefällt besonders gut, dass die Haare des Mädchens von helleren Highlights versehen sind, die farblich gut zum Tuch passen. Auch finde ich die Schriftart des Titels hübsch.



    Meine Meinung


    Nachdem ich von Lukas Hainer schon „Das dunkle Herz“ und „Das weiße Herz“ gelesen habe und richtig angetan davon war, war ich unheimlich gespannt auf das neuste Werk des Autors. In „Nightrunner“ geht es um Evelyn und Leonow, die in einer zerrütteten Welt leben, die durch den Krieg gekennzeichnet ist. In den Trümmern der ihnen bekannten Welt ringen sie mit dem Glauben und suchen als Nightrunner nach Schätzen und Artefakten. Dabei verbindet die beiden mehr als ihre Berufung, denn sie haben ein Geheimnis, das zur Herrschaft über die jetzige Welt beitragen kann…



    An den Geschichten von Lukas Hainer beeindruckten mich immer die bewundernswerten Einfälle. Auch in „Nightrunner“ bin ich wieder total davon angetan, denn wie schon in seiner „Herz“-Dilogie konnte der Autor auch hier Themen und Ideen aufgreifen, die in meinen Augen total neuartig waren und von denen ich bisher in dieser Verbindung noch nichts gelesen habe. Es werden Themen wie Religion und Glaube aufgegriffen, durch die es in dieser Welt zu Kriegen kam. Dabei werden hier Glaubensrichtungen dargestellt, die im Unterschied zu unserer Welt stehen. Mit seinen neuartigen Ideen überzeugt mich Lukas Hainer einfach jedes Mal aufs Neue, denn in seinen Büchern präsentiert er noch nie dagewesene Einfälle.



    Hierzu zählte für mich auch die Welt von „Nightrunner“. Diese war einerseits anders als und andererseits ähnlich zu unserer Welt. Ich fand es sehr faszinierend, in diese Welt einzutauchen und Parallelen und Unterschiede zu entdecken. Ein wenig erinnerte mich die Welt an eine futuristisch-dystopische Version unserer Welt, die versehen wurde mit Streampunk-Elementen, welche ein wenig an Dinge vergangener Zeiten erinnerten. Diese Mischung aus Alt und Neu hat mir richtig gut gefallen und mich beim Lesen total in ihren Bann gezogen.



    Ich fand das Buch und die Handlung auch durchaus komplex und anspruchsvoll, was mir persönlich aber gut gefallen hat, weil die Geschichte so zum Nachdenken anregte und dafür sorgte, dass man aufmerksam liest. Ich für meinen Teil habe gerne versucht, hinter all die Zusammenhänge zu blicken und auch die Fantasyelemente haben mir persönlich gut gefallen, weil ich damit erst gar nicht gerechnet hatte und weil sie der Geschichte das besondere Itüpfelchen aufsetzen. Auch die Atmosphäre des Buches hat mich durchweg in ihren Bann gezogen, da diese gefahrvoll und düster ist.



    Fazit


    Es fiel mir nicht leicht, meine Begeisterung für diese Geschichte in Worte zu fassen, da sich die Besonderheit von „Nightrunner“ nur schwer beschreiben lässt ohne zu viel zu verraten. Das Setting überzeugte mich beispielsweise durch seinen Misch aus Alt und Neu. Die Handlung ist komplex und spannend, da man in eine vielschichtige Geschichte hineingezogen wird, die vor Gefahren, Wendungen und Geheimnissen glänzt. Lukas Hainer konnte mich auch mit diesem Buch wieder mit Ideen überraschen und überzeugen, die in ihrer Kombination und Art für mich total neuartig und mitreißend waren. Ich bin und bleibe einfach ein riesiger Fan des Autors, der in seinen Geschichten Dinge verarbeitet, die mir in der Weise noch nicht begegnet sind.


    5 von 5 Sternen!



    Reihen-Infos


    Einzelband

    Nach einem schleppenden Start nimmt die Geschichte richtig Fahrt auf







    Klappentext




    Trügerisches Paradies – Wem kannst du trauen?
    Seit der 11-jährige Jorin von seiner Pflegefamilie abgehauen ist, schlägt er sich mehr schlecht als recht durch. Doch dann ändert sich sein Leben schlagartig: Ein geheimnisvoller Agent taucht auf, der ihn für einen Undercover-Einsatz gewinnen will und der Milliardär Borax Dosch nimmt ihn in das Mimesis-Projekt auf, eine Schule für benachteiligte Kinder – die auch noch mitten auf einer paradiesischen Insel liegt. Aber ist hier wirklich alles so harmlos, wie es auf den ersten Blick scheint? Jorin bleibt nicht viel Zeit, um hinter das Geheimnis zu kommen, denn er schwebt selbst in höchster Gefahr …“







    Gestaltung




    Voll cool finde ich ja, dass das Cover ein wenig an eine Tür oder ein altes, verschlossenes Buch erinnert. Dies liegt vor allem an der gelben Umrandung und dem Schloss an der Seite des Buchschnitts. Diese gelbe Farbe findet sich auch im Emblem auf der Covermitte wieder. Hier sieht man einen Käfer, der sich farblich vor dem dunkelgrünen Hintergrund sehr schön abhebt. Ich finde das Cover auffällig, ansprechend und cool.







    Meine Meinung




    Das coole Cover und der interessant klingende Klappentext haben mich sofort angesprochen und meine Neugierde geweckt, denn in „Projekt Mimesis – Die Insel der künstlichen Kinder“ geht es um Jorin, der von Zuhause abgehauen ist. Er schlägt sich so durch, bis er von einem Milliardär in das Mimesis-Projekt aufgenommen wird. Dies ist eine Schule für benachteiligte Kinder auf einer wunderschönen Paradiesinsel. So schön es dort auch scheint, irgendein Geheimnis verbirgt sich dort…







    Den Anfang der Geschichte fand ich persönlich etwas schleppend. Hier habe ich mich ein wenig durchgekämpft, weil sich die Handlung für mich gefühlt etwas zog. Aber dann ging auf einmal eine Agentengeschichte vom feinsten los, die mich sofort packte. Protagonist Jorin wird von einem geheimnisvollen Agenten für einen Undercover-Einsatz rekrutiert und kurz darauf ins Mimesis-Projekt aufgenommen. Ab diesem Zeitpunkt gab es für mich kein Halten mehr.







    Mühte ich mich zuvor noch durch die Seiten, flogen sie ab dem Moment nur noch so dahin! Gemeinsam mit Jorin rätselte ich, was es mit diesem seltsamen Projekt auf sich hat, denn schnell wird klar, dass mehr dahintersteckt. Außerdem war das Internat für die benachteiligten Kinder wirklich merkwürdig, weswegen hier wilde Spekulationen durch meinen Kopf schwirrten. Das macht beim Lesen großen Spaß, denn eigentlich weiß man gar nicht so genau, worauf Jorin sich da eingelassen hat…







    Aber nicht nur der Rätselspaß ist enorm, auch die Spannung kommt nicht zu kurz, denn Jorin gerät in Gefahr und erlebt ein richtiges Agentenabenteuer zum Mitfiebern. Ich fühlte mich dabei, als würde ich wie bei einem James Bond Film nah an Jorins Seite sein und mit ihm das Abenteuer erleben. Der Autor hat einen lebendigen und farbenfrohen Schreibstil, durch den die Geschehnisse anschaulich beschrieben wurden und sich gleichzeitig anfühlten als würden sie zum Leben erwachen.







    Ich möchte nicht zu viel verraten, aber hier wird das Thema der künstlichen Intelligenz aufgegriffen und in Zusammenhang mit der Frage nach der Menschlichkeit gebracht. Dies hat mir persönlich sehr gut gefallen, denn auch wenn man behaupten kann, dass wir noch weit weg von perfekten KIs sind, ist es eine Thematik, die in greifbarer Zukunft liegt. Durch die Frage nach der Menschlichkeit dieser wird man zum Nachdenken angeregt angesichts eines Themas, das in meinen Augen ziemlich aktuell ist, denn die ersten KIs gibt es schon.







    Fazit




    „Projekt Mimesis – Die Insel der künstlichen Kinder“ brauchte meiner Meinung nach etwas, bis die Handlung so richtig Fahrt aufgenommen hat. Aber dann überzeugte das Buch mit einem spannenden, rätselhaften Agentenabenteuer. Das Internat, auf das Jorin gelangt, ist ziemlich merkwürdig und auch so gibt es viele geheimnisvolle Geschehnisse, die den Grips von Jorin und des Lesers herausfordern. Rätselspaß ist hier also garantiert! Aber auch die Spannung kommt nicht zu kurz, denn das Buch greift ein Thema auf, das in meinen Augen ziemlich aktuell ist.




    4 von 5 Sternen!







    Reihen-Infos




    Einzelband

    Ein toller Auftaktband, der Lust auf mehr macht



    Klappentext


    „Kitty Doe hat die Wahl: entweder ein Leben als III, in dem alle auf sie herabsehen und sie nur niedere Arbeiten verrichten darf, oder ein Leben als VII, in dem sie Mitglied der einflussreichen Hart-Familie wäre und von allen bewundert würde. Dafür muss sie aber in die Rolle von Lila Hart schlüpfen, der Nichte des Premierministers. Kitty zögert nicht lange, weil sie auf eine bessere Zukunft für sich und ihren Freund Benji hofft. Doch sie gerät mitten in ein gefährliches Intrigenspiel. Wer hat die echte Lila Hart auf dem Gewissen? Kitty kann eigentlich niemandem trauen und hat in der Hart-Familie nur noch ein Ziel: überleben.“



    Gestaltung


    Auch wenn ich nicht der größte Fan von Mädchengesichtern auf Covern bin, weil man sie einfach zu oft sieht, so finde ich das Cover von diesem Band interessant. Dies liegt vor allem an den geometrischen Formen, die das Gesicht und Dekolleté überlagern. Hierdurch wird eine spannende Optik erzeugt. Auch die Kapuze des Mädchens gefällt mir, weil der Rand ebenfalls mit geometrischen Figuren besetzt ist und er geheimnisvoll wirkt. Die pinke Farbe ist auffällig und meiner Meinung nach besonders schön in Kombination mit den herausstechenden Augen.



    Meine Meinung


    Endlich wurde diese Trilogie von Aimée Carter übersetzt! Sie war mir schon im Englischen ein paar Mal begegnet und ich hatte immer gehofft, dass sie ins Deutsche übersetzt würde. Nun konnte ich in meiner Muttersprache in „Blackcoat Rebellion – Das Los der Drei“ eintauchen. In diesem Auftaktband geht es um Kitty, die als eine III (eine Drei) ihr Leben lang niedere Arbeiten verrichten darf. Als Lila Hart, ein Mitglied der herrschenden Familie stirbt, bekommt Kitty jedoch die Möglichkeit die Identität von Lila einzunehmen und sich so ein besseres Leben zu sichern. Sie zögert nicht und wird so zu einer VII (einer Sieben). Jedoch gerät sie in ein Spiel aus Intrigen und versucht zu überleben…



    In dieser Trilogie leben die Figuren in einer Welt, in der Menschen nach einer Prüfung in verschiedene durchnummerierte Kategorien eingeteilt werden. Diese bestimmen über das weitere Leben des jeweiligen Menschen. Wird er hart arbeiten müssen oder kann er sich im Wohlstand ausruhen? Einerseits ist dieses Weltkonzept nicht neu, andererseits hat es mir aber dennoch gut gefallen, weil Aimée Carter das Setting gut ausgearbeitet hat und man sich leicht darin zurecht findet. Die Einteilung in Kategorien mit Nummern fand ich spannend, weil es einfach strukturiert ist und sich doch viel dahinter verbirgt.



    Auch hat mir gut gefallen, dass die Geschichte nicht nur leicht dystopisch angehaucht ist, sondern dass durch den Aufstieg von Protagonistin Kitty von einer Drei zu einer Sieben auch einige Intrigen in die Geschichte hineinkamen. Sie steigt nämlich auf zur Nichte des Premierministers, womit einige Vorteile verbunden sind. Doch in der Geschichte zeigt sich schnell, dass Kitty niemandem vertrauen kann.



    Hierdurch ist man auch als Leser verunsichert. Welche Figuren spielen ein falsches Spiel? Wer ist ehrlich? Diese Fragen sind ständig präsent und sorgen für eine gewisse Unruhe beim Lesen, die aber Spaß macht, denn man ist total neugierig, was sich hinter allem verbirgt. Zusammen mit der Protagonistin versuchte ich mich durch die Geschichte zu manövrieren und dabei größeren Schaden abzuwenden, denn Kitty muss immer auf der Hut sein. Mir hat die Handlung sehr gefallen, weil es auch immer wieder Wendungen gab, mit denen ich nicht gerechnet habe und weil ich unbedingt erfahren wollte, welche Motive welche Figur hat (oder verbirgt).



    Kitty ist dabei eine sehr sympathische Hauptfigur, die alles tut für die Menschen, die sie liebt. Dabei fand ich es äußerst erfrischend, dass sie von Beginn an mit Benji zusammen ist. Es ist also eine Liebe vorhanden, aber das Besondere daran ist, dass sie nicht erst im Verlauf der Handlung entsteht. Das fand ich richtig toll.



    Fazit


    Mit „Blackcoat Rebellion – Das Los der Drei“ hat Aimée Carter einen Trilogieauftakt erschaffen, in dem Menschen nach durchnummerierten Kategorien eingeordnet werden. Dieses Konzept fand ich spannend und schön ausgearbeitet. Die Handlung ist vor allem dadurch spannend, dass ich als Leser nicht einschätzen konnte, welcher Figur ich trauen kann. Hier rätselte ich und war neugierig, was die Motive der verschiedenen Charaktere anbelangt. Kitty ist außerdem eine Protagonistin, die sehr sympathisch ist und an derer Seite man sich wohlfühlt.


    5 von 5 Sternen!



    Reihen-Infos


    1. Blackcoat Rebellion – Das Los der Drei


    2. Blackcoat Rebellion – Die Bürde der Sieben (erscheint am 23. Juni 2020 auf Deutsch)


    3. Blackcoat Rebellion – Das Schicksal der Zehn (erscheint am 28. Juli 2020 auf Deutsch)

    Ein Buch zum Lächeln und Wohlfühlen!



    Klappentext


    „Als ihr Lieblingsnachbar und Ersatzopa einen Schlaganfall erleidet, müssen die Vanderbeekers zusammenhalten und tun, was sie am allerbesten können: Pläne schmieden! Sie wollen einen Garten für Mr Jeet anlegen, der ihm beim Gesundwerden hilft. Nur noch 19 Tage haben die Geschwister Zeit, um das verlassene, mit Unkräutern überwucherte Grundstück in ihrer Straße zum schönsten Garten der ganzen Nachbarschaft zu machen. Aber Gärtnern ist gar nicht so einfach wie gedacht, vor allem ohne Geld und Erfahrung. Als dann auch noch ein Makler auftaucht und sich für den Garten interessiert, stehen die Geschwister vor ihrer bisher größten Herausforderung …“



    Gestaltung


    Ich fand ja schon das Cover des ersten Vanderbeeker-Abenteuers total schön, aber das Cover dieses zweiten Bandes finde ich mindestens genauso hübsch, wenn nicht sogar noch hübscher! Ich finde es klasse, dass der Stil beibehalten wurde und so auch wieder Häuser zu sehen sind. Die Aufmerksamkeit zieht allerdings der wunderschöne, lebendige Garten auf sich. Hier kann man viel entdecken! Und die Girlande unter dem Titel mit all den Gärtnereiartikeln und den Blumen finde ich auch richtig süß.



    Meine Meinung


    Während ich beim ersten Abenteuer der Vanderbeekers noch dachte, dass es sich um einen Einzelband handelt, habe ich mittlerweile verstanden, dass es eine Reihe ist, bei der die Bände aber in sich abgeschlossen sind. Ich habe mich jedenfalls riesig gefreut, dass ich wieder in die wunderbare Welt dieser sympathischen Familie eintauchen konnte! In „Die Vanderbeekers und der versteckte Garten“ wollen die Vanderbeekers ein ungepflegtes Grundstück in ihrer Straße in einen wunderschönen Garten verwandeln, um ihrem Ersatzopa eine Freude zu machen. Das Problem an der Sache ist nur, dass ein Makler sich für das Grundstück interessiert…



    Diesen zweiten Band fand ich genauso bezaubernd, einnehmend und herzerwärmend wie schon den ersten. Die Vanderbeekers wollen ihrem Nachbarn und Ersatzopa einen Garten anlegen, damit er sich nach seinem Schlaganfall besser erholt. Allein schon die Idee, einen Garten anzulegen, damit ein geliebter Mensch sich besser fühlt, fand ich so süß von den Kindern. Da hab ich sie direkt noch mehr in mein Herz geschlossen als ohnehin schon!



    Auch die Atmosphäre mochte ich richtig gerne, denn ich fand „Die Vanderbeekers und der versteckte Garten“ richtig stimmungsvoll! Zum einen liegt eine liebevolle Stimmung über der ganzen Geschichte, die einem beim Lesen unweigerlich zum Lächeln bringt. Man merkt einfach, wie lieb, hingebungsvoll und fürsorglich die Charaktere sind. Aber auch die Liebe der Autorin zu ihren Figuren ist eindeutig zu spüren. Zum anderen ist die Geschichte dieses Mal auch frühlingshafter und fast schon sommerlich. Da bekommt man einfach super gute Laune, wenn man an all die leuchtenden, bunten Blumen denkt und den Sonnenschein!



    Die Handlung an sich ist eigentlich eher ruhig und nicht sehr rasant. Vielmehr fokussiert sie sich auf die Atmosphäre und die Gefühle. Aber es gibt auch einiges an Spannung für den Leser. Diese entsteht durch den Makler, der sich für den Garten interessiert, denn er stellt die Kinder vor einige Herausforderungen. So fiebert man mit ihnen, ob sie den Garten behalten können oder ob das Grundstück genutzt wird, um darauf einen großen Wohnkomplex zu bauen. Dadurch wird die Geschichte fesselnd, denn die Zeit scheint gegen die Vanderbeekers zu laufen…



    Fazit


    Mit „Die Vanderbeekers und der versteckte Garten“ gibt es ein neues Abenteuer mit neuen Herausforderungen für die Vanderbeeker-Geschwister. Durch den Makler, der das Grundstück mit dem Garten nutzen möchte, wird es spannend, da ich beim Lesen mitfieberte, ob die Geschwister dieser Herausforderung gewachsen sind. Werden sie ihren Garten behalten können? Die Atmosphäre hat mir in diesem Band auch richtig gut gefallen, denn sie ist liebevoll, herzerwärmend und sommerlich-warm. Es ist eine Geschichte zum sich wohlfühlen, lächeln und gute Laune bekommen!


    5 von 5 Sternen!



    Reihen-Infos


    1. Die Vanderbeekers retten Weihnachten


    2. Die Vanderbeekers und der versteckte Garten


    3. The Vanderbeekers to the Rescue (bereits auf Englisch erschienen)


    4. The Vanderbeekers Lost and Found (erscheint am 15. September 2020 auf Englisch)

    Mir fehlte das gewisse Etwas



    Klappentext


    „Ein Schwarm Drachen greift das berüchtigte Gefängnis Tiviscan an, um den Rattenfänger von Hameln zu vernichten. Skrupellos hatte er Menschenkinder und Drachenkinder mithilfe einer magischen Melodie entführt. Der gerade erst verurteilte Flötenschüler Flick nutzt den Tumult bei dem Angriff und flieht. Mit sich trägt er ein dunkles Geheimnis: Nur er weiß, dass die erzürnten Drachen den Falschen getötet haben und der Rattenfänger weiter sein Unwesen treibt. Unterstützt von einer sprechenden Ratte und einem abgestürzten Drachengreif macht sich Flick auf eine gefährliche Reise, um dem Rattenfänger für immer das Handwerk zu legen.“



    Gestaltung


    Ich bin ein großer Fan des Covers, denn mir gefallen all die Drachen, die darauf zu sehen sind und die wie ein großer Schwarm Vögel am Himmel kreist. Dabei scheinen sie auf die Sonne zuzufliegen, zumindest sieht es so aus, weil in der Covermitte ein hellerer weiß-grüner Fleck zu sehen ist, der von dunkelblau umgeben ist. Im Vordergrund ist ein Drache zu sehen, der Feuer spuckt und in diesen Flammen steht der Titel geschrieben, was ich eine schöne Idee finde.



    Meine Meinung


    Da ich Drachengeschichten gerne lese und total beeindruckt von dem Cover war, musste ich unbedingt zu „Die Dunkelheit der Drachen“ greifen. In diesem Buch geht es um den Rattenfänger von Hameln, der im Gefängnis sitzt und ein Schwarm Drachen seinen Tod möchte, da der Rattenfänger auch Drachenkinder entführt hat. Die Drachen denken, dass sie den Rattenfänger erwischt haben, doch Flick weiß es besser, denn der Rattenfänger ist entwischt. So macht sich Flick auf, um den Rattenfänger aufzuhalten…



    Die Handlung fand ich durchaus spannend, da die Frage, ob es den Freunden gelingen wird, den Rattenfänger zu stoppen, über allem schwebt. So ist man beim Lesen stets gebannt, weil man wissen möchte, ob ihnen diese Aufgabe gelingen wird. Allerdings fehlte mir bei der Handlung stellenweise auch das gewisse Etwas, das mich beim Lesen mit Aufregung erfüllt hätte. Zwar gibt es in großer Menge Spannung, aber irgendwie fehlte mir doch auch das gewisse Etwas…Vielleicht lag es daran, dass ich gerne noch mehr von den Drachen gelesen hätte.



    Sehr ausgefallen und deswegen ziemlich cool war meiner Meinung nach die Wahl der Hauptfiguren. Zum einen ist da Flick, der als sogenannter Pfeifer mit Melodien und Liedern Magie wirken kann. Er hat jedoch einen verbotenen gespielt und saß deswegen im Gefängnis aus dem er erst durch den Tumult der Drachen fliehen konnte. Flick nimmt sich vor, dem Rattenfänger das Handwerk zu legen und dabei bekommt er Unterstützung von Rena. Sie ist eigentlich ein Mensch, wurde aber verflucht und fristet nun als Ratte ihr Dasein. Dann ist da noch Barver, ein Drachengreif.



    Dieses ungleiche und grundverschiedene Trio ist eine spannende Kombination, da sie alle drei nicht nur sehr gegenteilig sind, sondern auch gar nicht zueinander passen. Mit der Zeit zeigt sich aber, dass sie sich perfekt ergänzen und ein schönes Heldengespann sind. Vor allem gefiel mir an ihnen, dass sie gezeigt haben, dass auch Außenseiter zu wahren Helden werden können und dass Heldenmut nicht von bestimmten Dingen wie Aussehen oder Herkunft abhängig ist.



    Fazit


    In „Die Dunkelheit der Drachen“ gibt es ein richtig cooles Gespann an Hauptfiguren. Das Trio ist ziemlich verschieden und freundet sich trotzdem an. Außerdem zeigen sie sehr schön, dass im Grunde jeder ein Held sein kann, solange er mutig genug ist. Bei der Handlung fehlte mir irgendwie das gewisse Etwas, obwohl sie spannend war. Die Frage, ob die Freunde den Rattenfänger besiegen können, schwebte wie ein Spannungsmagnet über allem, was ich echt gelungen fand.


    4 von 5 Sternen!



    Reihen-Infos


    Einzelband

    Ein wahres Meisterwerk! Ich bin total verliebt in diese Geschichte!



    Klappentext


    „Was hat Anouk nur getan? Ein unbedachter Wunsch an ihrem 13. Geburtstag – und ihre kleine Schwester ist wie vom Erdboden verschluckt. Es gibt nur einen Weg, den Wunsch rückgängig zu machen: das magische Spiel. Schafft sie es, den dunklen Prinzen in vier Runden zu schlagen, erhält Anouk ihre Schwester zurück. Gewinnt der dunkle Prinz, verliert Anouk sie für immer. Mit jedem Zug muss sie Mitgefühl, Mut und Weisheit beweisen. Doch der dunkle Prinz ist ihr stets einen Schritt voraus – und stellt Anouk schließlich vor eine unmögliche Wahl …“



    Gestaltung


    Ich bin total verliebt in das Cover. Mir gefallen die Illustrationen der vier verschiedenen Landschaften und des Mädchens total gut. Auch finde ich die Farben richtig schön, da die blau, rot, gelb und grün Töne durch Umrahmungen getrennt sind, aber dennoch farblich durch die Intensität harmonieren. Auch finde ich die Schattenumrisse in den kleinen Kreisen spannend und interessant, weil es so viel zu entdecken gibt. Auch auf der Rückseite ist das Buch schön gestaltet. Dort gefällt mir besonders gut die Zeichnung des Affens.



    Meine Meinung


    Ein neues Buch von Akram El-Bahay, juhu! Was hab ich mich gefreut, als ich diese Nachricht erhielt! In „Anouks Spiel“ geht es um Anouk, die sich unbedachterweise gewünscht hat, dass ihre Schwester verschwindet. Als genau dies eintritt, möchte sie ihren Wunsch rückgängig machen. Dafür gibt es nur einen Weg: sie muss am magischen Spiel teilnehmen und gegen den dunklen Prinzen in vier Runden gewinnen. Doch dieses Spiel ist alles andere als leicht und der Prinz ist gerissen…



    Hach, was bin ich wieder versunken in der schönen, malerischen Wortwahl von Akram El-Bahay. Er malt geradezu Bilder in den Kopf des Lesers und eigentlich liest sich das Buch wie ein Kinofilm. Wer also gerne Kopfkino hat, sollte unbedingt Bücher von Akram El-Bahay lesen! Auch „Anouks Spiel“ ist ein solches Kunstwerk der Worte! Es lädt ein zum Verweilen und Abtauchen in eine Welt, in der die Spannung um den Gewinner des magischen Spiels enorm ist.



    Genau die Frage, ob Anouk es schaffen würde, das magische Spiel zu gewinnen, war ein für Spannung sorgender Antrieb beim Lesen. Ich war stets so gebannt und klebte geradezu an den Seiten. Ich wollte unbedingt erfahren, ob es Anouk gelingen würde, ihre kleine Schwester zu retten. Dabei sprüht die Handlung vor Spannung, packenden Momenten, Überraschungen und tollen Einfällen. Ich bin richtig begeistert von der Geschichte, da sie unglaublich fesselnd ist. In meinen Augen ist „Anouks Spiel“ das perfekte Buch, um Langeweile zu vertreiben, denn Langeweile gibt es in dieser Geschichte einfach nicht. Zu keiner Zeit, denn immer ist etwas los.



    Sehr gut gefallen haben mir auch die Figuren des Buchs, denn neben Protagonistin Anouk gibt es eine bunte Truppe an Charakteren. Da ist zum Beispiel der Schimpanse Pan, der mein persönlicher Held der Geschichte war. Er ist so lustig und hat mich mehr als einmal zum Lachen gebracht. Auch gibt es Piraten, Kamele und allerlei andere neuartige Figuren und Wesen, die ziemlich schräg sind und die ich genau deswegen sofort in mein Herz geschlossen habe. Zudem passten sie perfekt in das phantastische Setting, das mich sehr beeindruckt hat. Von Wüsten über ein wildes Meer bis hin zu anderen spannenden Orten ist die Bandbreite so groß, dass ich aus dem Staunen nicht mehr herauskam. Diese Welt hat mir echt gut gefallen.



    Fazit


    Mit „Anouks Spiel“ hat Akram El-Bahay wieder ein Meisterwerk des Geschichtenerzählens geschaffen, denn die Handlung ist unglaublich spannend und die Figuren einmalig. Ich wollte unbedingt wissen, ob es Anouk gelingen wird, das magische Spiel zu gewinnen und ihre kleine Schwester zu retten. Der Schimpanse Pan war dabei mein Held der Geschichte, da er für Lacher gesorgt und mir gute Laune beschert hat. Ich bin wieder total begeistert vom neusten Geniestreich von Herrn El-Bahay und freue mich schon auf weitere Geschichten dieses Meistererzählers!


    5 von 5 Sternen!



    Reihen-Infos


    Einzelband

    Gänsehautfaktor durch Nervenkitzel



    Klappentext


    „Die Apokalypse beginnt in deinem Garten



    Nach einem starken Regenfall taucht überall schwarzes Gras auf, dessen Herkunft sich niemand erklären kann. Schnell überwuchert es Felder und ganze Städte überall auf der Welt. Die Menschen leiden unter heftigen Allergien, die Nahrungsmittelversorgung ist bedroht und schließlich greift das Gras Menschen direkt an. Zur gleichen Zeit entdecken drei Jugendliche, dass gerade sie seit Beginn des Horrors ihre Allergien losgeworden sind – und ungeahnte Kräfte entwickeln. Gibt es einen Zusammenhang zwischen ihnen und dem schwarzen Gras?“



    Gestaltung


    Besonders gut gefällt mir an dem Cover die Illustration der Ranken, denn diesen sieht man einerseits an, dass sie gezeichnet wurden, andererseits wirken sie bedrohlich und echt. Mir gefällt vor allem wie sie den Titel umrahmen, umranden und sich gleichzeitig um die Buchstaben schlingen. Die Dornen und kleinen Knospenköpfe der Zweige geben den Zweigen dabei etwas Besonderes.



    Meine Meinung


    Da mich die Idee von „Bloom“ sofort fasziniert hat, war ich gespannt auf das neue Buch aus der Feder von Kenneth Oppel, der für seine phantastischen und spannenden Jugendbücher bekannt ist. In seinem neusten Streich geht es um schwarzes Gras, das überall auftaucht und alles zuwächst. Apokalyptisch wird es als ganze Städte unter dem Gras verschwinden und es Menschen angreift. Zu dieser Zeit sind es drei Jugendliche, die plötzlich besondere Fähigkeiten an sich entdecken und die einen Zusammenhang zum schwarzen Gras vermuten…



    Der Ursprung des schwarzen Grases und der Grund für dessen Auftauchen sind wirklich rätselhaft und geheimnisvoll, weswegen „Bloom“ für einige Spannung sorgt. Ich wollte gerne herausfinden, wieso dieses mysteriöse Graus auf einmal aufgetaucht ist und habe beim Lesen ziemlich spekuliert. Ich persönlich mag es gerne, wenn mich Geschichten dazu anregen, eigene Vermutungen anzustellen und mir selber Gedanken zu machen. Für mich kam die Auflösung bezüglich des Entstehens des schwarzen Rasens aber irgendwie auch recht schnell, denn ich hätte gerne noch weiter spekuliert.



    Auch übte das schwarze Gras einigen Nervenkitzel aus, denn es geht doch durchaus auch brutal zu in „Bloom“. So greift das Gras Menschen an und geht nicht gerade schonungslos mit ihnen um. Die Beschreibung Apokalypse trifft hier wirklich zu. Darum denke ich, dass zartbesaitete Leser mit Vorsicht an „Bloom“ rangehen sollten. Mir persönlich hat dieses gewisse Maß an Horror und düsterer Vision gut gefallen, weil es für Gänsehaut beim Lesen sorgte.



    Das Thema der Pflanzen, die sich die Umwelt zurückerobern, ist ziemlich aktuell und doch merkte man hier beim Lesen schnell, dass man nicht einfach nur einen Umweltroman liest. In „Bloom“ gibt es Science Fiction Elemente, was mir persönlich gut gefiel, weil sich die Geschichte so abhebt vom momentanen Umweltschutz-Boom in der Buchbranche. So ganz neu war die Idee hinter allem zwar nicht, aber ich konnte damit leben, weil es trotzdem für Spannung gesorgt und mich gut unterhalten hat.



    Fazit


    Zwar ist die Idee hinter „Bloom“ nicht komplett neu, aber trotzdem sorgt das Buch für spannende Lesestunden und gute Unterhaltung. Mir gefiel die Verbindung von apokalyptischem Setting und Science Fiction Elementen gut, weil sie für Nervenkitzel, Spannung und Gänsehaut gesorgt hat. Auch habe ich anfangs angesichts der Entstehung des schwarzen Rasens gerätselt und Vermutungen aufgestellt, was mir großen Spaß gemacht hat. Hier hätte ich gerne noch mehr Rätselspaß genossen, da die Auflösung doch recht bald erfolgte.


    4 von 5 Sternen!



    Reihen-Infos


    1. Bloom


    2. Hatch (erscheint voraussichtlich 2020 auf Englisch)


    3. Thrive (erscheint voraussichtlich 2021 auf Englisch)

    Eine genauso schöne Fortsetzung mit spannender Handlung



    Klappentext


    „Eines Tages findet Pippa ein geflügeltes Fohlen, das sie Tazo nennt. Sie muss ihm helfen, ins Land der Götter zurückzukehren, bevor die Menschen es entdecken. Und obwohl die Götter Pippa verboten hatten, den Olymp je wieder zu betreten, macht sie sich gemeinsam mit ihrem Pferd Zephyr und Tazo auf den Weg dorthin. Doch im Olymp herrscht Krieg und die geflügelten Pferde und ihre Götter sind verschwunden. Nur Pippa kann sie retten, aber dazu muss sie die dunklen Geheimnisse ihrer Vergangenheit enthüllen … Um bei ihren geliebten Pferden sein zu können und für Frieden zu sorgen, muss Pippa großen Mut beweisen.“



    Gestaltung


    Ähnlich wie schon beim ersten Band sieht man ein Mädchen von hinten, die an der unteren Ecke des Covers steht und zu einer Szenerie aufschaut. Dieses Mal sieht man einen erwachsenen Pegasus mit einem Fohlen, was gut zum Buchinhalt passt. Umgeben sind sie von einer Landschaft aus Bergen, Wiese und Säulen, die passenderweise an alte Landschaften in Griechenland erinnern. Über den Tieren sind graue Wolken, die ich etwas nebelig-düster finde im Vergleich zum Cover des ersten Bandes, wo ein Sonnenstrahl den Pegasus erhellte.



    Meine Meinung


    Nachdem ich sehr gespannt auf den ersten Teil war und von „Die Pferde des Himmels“ richtig überzeugt wurde, hatte ich mich riesig auf die Fortsetzung gefreut. Diese ist nun mit „Das Fohlen aus den Wolken“ endlich erschienen, worüber ich sehr glücklich bin. In diesem zweiten Band findet Protagonistin Pippa ein Pegasus-Fohlen. Zusammen mit Zephyr möchte sie Tazo, wie sie das Fohlen nennt, zurück ins Land der Götter bringen, damit es nicht von Menschen entdeckt wird. Doch eigentlich ist es ihr untersagt den Olymp jemals wieder zu betreten…



    Nach dem ersten Band freute ich mich sehr auf die Geschichte dieser Fortsetzung und war gespannt, was mich erwarten würde. Die Handlung fand ich nach einem ruhigen Beginn richtig spannend, denn Pippa und Zephyr bringen das Fohlen auf den Olymp. Erst bangte ich ja ein wenig um Pippa, da die Götter es ihr verboten hatten, den Olymp zu betreten. Ich war also sofort wieder in der Geschichte drin und fand es so klasse, dass ich wieder an Pippas Seite war.



    Hierbei fühlte ich mich durch den angenehmen Schreibstil von Kallie George auch tatsächlich so als stände ich an der Seite der jungen Protagonistin. Ich finde den Balanceakt, den die Autorin mit ihren Worten erschafft richtig toll und angenehm zu lesen, denn einerseits ist „Das Fohlen aus den Wolken“ jugendlich-modern. Andererseits erweckt es aber auch ein wenig den Eindruck als würde man eine Legende oder ein altertümliches Werk lesen, weil die Wortwahl manchmal so wie früher wirkte. Das passt so gut zur Geschichte und beeindruckte mich total!



    Angekommen im Olymp erwarteten mich einige Überraschungen und Wendungen mit denen ich nicht gerechnet hatte. Im Olymp herrscht Krieg und nicht nur die Götter sind verschwunden, auch die geflügelten Pferde. Pippa macht sich auf, sie zu retten und entdeckt dabei Geheimnisse ihrer Vergangenheit. Hierdurch wird eine Mischung aus Spannung und Rätseln erzeugt, denn ich war unglaublich neugierig, ob es Pippa gelingen würde, die Götter und Pferde zu finden und den Krieg zu beenden. Aber gleichzeitig rätselte ich auch um Pippas Vergangenheit…



    Generell finde ich an dieser Reihe die Verbindung aus griechischer Myhtologie und Pferdegeschichte so toll, denn hier werden zwei Elemente miteinander verbunden, die ich in dieser Weise noch nie zusammen gesehen habe. Pippa ist an sich ein Mädchen, wie sie eine gute Pferdegeschichte braucht: mutig und schlagfertig. Die Verbindung zu den Pegasi und den Göttern des Olymp bringt dann die von mir sehr geliebte Mythologie Griechenlands mit in die Geschichte, wodurch das Buch ein wenig an die „Percy Jackson“-Reihe erinnert. Dies finde ich einfach großartig. Außerdem sind die Kapitelüberschriften sehr schön von Melanie Korte illustriert. Vor jedem Kapitel findet sich ein Bild, bei dem man die Geschichte erkunden kann.



    Fazit


    Mit „Wings of Olympus – Das Fohlen aus den Wolken“ konnte mich Autorin Kallie George wieder gut unterhalten und überzeugen, denn dieses Mal muss Pippa nicht nur ein Fohlen zurück zum Olymp bringen, sondern einen ganzen Krieg verhindern. Dabei wird es spannend und geheimnisvoll zugleich, da in ihrer Vergangenheit einige Geheimnisse schlummern…Begeistert bin ich auch wieder vom angenehmen Schreibstil der Autorin, welcher Moderne und Antike miteinander verbindet.


    5 von 5 Sternen!



    Reihen-Infos


    1. Wings of Olympus – Die Pferde des Himmels


    2. Wings of Olympus – Das Fohlen aus den Wolken

    Interessante übernatürliche Idee mit spannender Handlung



    Klappentext


    „Die 17-jährige Anna führt ein behütetes Leben hinter Klostermauern, einziges Highlight ist das tägliche Kampfkunst-Training mit Meister Li. Plötzlich taucht wie aus dem Nichts Leo auf – dunkel, geheimnisvoll, attraktiv – der nicht nur ihre Gefühle durcheinanderbringt. Genau wie sie scheint er in andere Menschen hineinsehen zu können. Aber hat er etwas mit den dunklen Mächten zu tun, die sich über dem Kloster zusammenballen? Auch Elias kämpft um Annas Herz. Bei einem nächtlichen Badeausflug greifen dunkle Kräfte nach Anna und ziehen sie in die Tiefe, nur knapp entkommt sie mit Elias Hilfe dem Tod. Danach häufen sich die Angriffe. Doch wer trachtet ihr nach dem Leben? Erst als Leo die unglaubliche Wahrheit über ihre Abstammung enthüllt, wird Anna klar, dass Meister Li sie schon ihr ganzes Leben lang auf diesen Kampf vorbereitet hat …“



    Gestaltung


    An dem Cover gefällt mir die Aufteilung in hell- und dunkelblau sehr gut. Auch wie mit den Kontrasten gespielt wird, finde ich super schön, da auf der dunklen Seite des Covers die hübsch verschnörkelte Schrift in warmem Orange zu lesen ist, während sich die Farbe dann auf der hellblauen Seite in einen Blauton ändert. Das Motiv des Flügels vor der dunklen Seite finde ich auch passend und hübsch, vor allem mit den Lichteffekten. Das Gesicht ist leider nicht mein Fall, da ich mich an Gesichtern auf Covern sattgesehen habe, aber ich finde das Wasser hübsch. Dafür finde ich es gut, dass eine Art Rauch die beiden Farbhälften und Bilder trennt.



    Meine Meinung


    Zunächst fiel mir das Cover von „Anna Konda – Engel des Zorns“ auf, weswegen ich mir dann den Klappentext genauer durchlas und beschloss, das Buch zu lesen. Es geht um Anna, die in einem Kloster lebt und eines Tages dem geheimnisvollen Leo begegnet. Er bringt ihre Gefühle ganz schön durcheinander. Aber da ist auch noch Elias, der Anna das Leben rettet und der um sie kämpft. Als immer mehr seltsame Ereignisse und Angriffe passieren, die alle auf Annas Tod abzielen, erkennt Anna ein lange verborgenes Geheimnis…



    Das Cover ließ mich schon ein wenig erahnen, dass es in diesem Buch um Engel gehen könnte. Auch der Untertitel deutete schon etwas in die Richtung an. Dabei fand ich die Aufarbeitung der Thematik sehr spannend, denn „Anna Konda – Engel des Zorns“ spielt ein wenig mit den typischen Bildern, die wir Menschen von Engeln und dem Teufel haben. Für uns sind Engel meist helle, gute Wesen und der Teufel ist der Böse. Aber hier in diesem Buch wird diese Denkweise hinterfragt und auf spannende Weise ausgelegt.



    Die Idee fand ich echt super, was mich allerdings ein wenig dazu gebracht hat, die Stirn zu runzeln, war die Protagonistin. Anna entdeckt in diesem Auftaktband, dass sie besondere Fähigkeiten hat und dass sie auf einen Kampf vorbereitet wurde. Als sie hinter die übernatürlichen Verbindungen blickt, akzeptierte sie diese meiner Meinung nach ziemlich schnell. Sie hinterfragt kaum deren Realität und wirkt auch nicht sehr verstört, wie man es eigentlich wäre, wenn man von der Existenz des Übernatürlichen erfährt. Anna war mir da zu schnell zu mutig und stark als sie dem Paranormalen entgegentritt, da ich fand, dass sie ruhig erst etwas verunsichert hätte sein dürfen.



    Die Handlung fand ich gerade durch die Angriffe auf Anna und das anfängliche rätseln um die Ursachen und all die Zusammenhänge echt spannend. Ich habe gerne gemeinsam mit der Protagonistin überlegt, wer es da auf sie abgesehen haben könnte. Auch fand ich dann die Geschehnisse in Bezug auf das Übernatürliche spannend, da es einige kämpferische und temporeiche Szenen gibt, die ich gerne gelesen habe. Gespannt bin ich auch bezüglich der Beziehung zwischen Anna und Leo. Da ist immerhin noch Elias und ich bin echt gespannt, ob es hier eine Dreiecksbeziehung geben wird oder wie diese Verbindung weiter verläuft…



    Fazit


    Das Cover und der Untertitel von „Anna Konda – Engel des Zorns“ lassen es schon vermuten: es geht um Engel und Teufel. Dabei fand ich es spannend, wie mit gängigen Bildern dieser beiden Seiten umgegangen wird. Auch die Idee des Buches hat mir großen Spaß gemacht, wobei ich auch fand, dass die Protagonistin das Paranormale ein wenig zu schnell akzeptiert hat und für meinen Geschmack zu wenig verunsichert war. Abgesehen davon konnte mich die Handlung aber überzeugen und gut unterhalten mit all den Gefahren, in die Anna gerät…


    4 von 5 Sternen!



    Reihen-Infos


    1. Anna Konda – Engel des Zorns


    2. ???


    3. ???

    Nach einem holprigen Beginn sehr bewegend und ergreifend



    Klappentext


    „Ein Freund ist der größte Schatz, den’s gibt



    Charlotte und Ben haben viel gemeinsam: Sie sind hochbegabt, haben Sorgen um ihre Eltern, sind nicht gerade beliebt und versuchen die Schule ohne allzu viele Kratzer zu überstehen. Kennengelernt haben sie sich beim Online Scrabble. Und ohne sich jemals gesehen zu haben – schließlich liegen zwischen ihren Wohnorten mehr als 2.000 km – erzählen sich Charlotte und Ben am Telefon ganz viel über sich selbst. Allerdings hat das, was sie sich erzählen, nicht immer etwas mit der Wahrheit zu tun. Sie nutzen die Chance, die Person zu sein, die sie gern wären. Dabei merken sie, dass der zu sein, der man ist, viel besser ist, als der zu sein, den andere aus einem machen wollen.“



    Gestaltung


    Schön finde ich den bunten Farbklecks auf der Mitte des Covers, der sich vor dem braunen Hintergrund richtig knallig abhebt. Der Hintergrund erinnert mich ein wenig an braunes Packpapier, das zerknittert wurde. Der Titel auf dem Farbklecks fügt sich meiner Meinung nach auch schön in diesen ein, fällt aber trotzdem noch auf. Allerdings finde ich den großen blauen Fleck, in dem der Name der Autorin steht, etwas zu groß und in meinen Augen fügt er sich auch nicht ganz so gelungen in den restlichen Kreis ein.



    Meine Meinung


    Von Erin Entrada Kelly habe ich bisher noch nichts gelesen, auch wenn ihr Buch „Vier Wünsche ans Universum“ auf meiner Wunschliste steht. Doch ihr neustes Werk „Ben und Charlotte“ hat mich sofort angesprochen mit dem Klappentext. In dem Buch geht es um Ben und Charlotte, die beide hochintelligent und in der Schule eher unbeliebt sind. Sie lernen sich online kennen und telefonieren seitdem viel miteinander. Dabei nutzen sie diese Chance, um dem anderen von sich zu erzählen, doch ihre Erzählungen sind mehr ihre Wünsche von der Person, die sie gerne wären.



    Mir hat die Thematik des Buches gut gefallen, denn es greift auf, wie Kinder bzw. Jugendliche miteinander umgehen, wenn jemand anders oder unbeliebt ist. Diesbezüglich hat mich die Geschichte richtig ergriffen, denn sowohl Charlotte als auch Ben müssen einige Gemeinheiten und einiges Gelächter aushalten. Dies hat mich total bewegt, da ich die Gefühle der Protagonisten gut nachvollziehen konnte.



    Auch fand ich es klasse, wie das Buch bei mir noch weitere Emotionen geweckt hat, denn ich hatte nicht nur Mitgefühl für die beiden Hauptfiguren. Ich habe auch Wut auf die Mitschülerinnen und -schüler empfunden, da ich deren Umgang mit Charlotte und Ben nicht in Ordnung fand. Mein einziger Kritikpunkt ist eigentlich, dass es etwas dauert bis die Geschichte Fahrt aufnimmt und so der Anfang etwas langatmig wirkt. Aber die Umsetzung des Verhaltens der Jugendlichen untereinander hat mich wirklich sehr bewegt. Vor allem Charlottes Geschichte mit ihrer besten Freundin hat mich sehr ergriffen.



    Ich konnte mich richtig gut mit den Hauptfiguren Charlotte und Ben identifizieren. Ich bin zwar nicht hochbegabt, aber in meiner Jugend habe auch ich einfach nur versucht, die Schulzeit zu überstehen. Ich denke, dass dies etwas ist, in dem sich viele Jugendliche gut wiederfinden können. Auch das Thema der Ausgrenzung und des Gefühls von Einsamkeit wurde gut umgesetzt und ist sehr wichtig, denn meiner Meinung nach gibt es viel zu viele junge Menschen, die diese Gefühle empfinden müssen. Vor allem angesichts dessen, dass heutzutage der soziale Status enorm wichtig ist und nicht jeder den „Idealen“ entspricht, ist „Ben und Charlotte“ ein wichtiges Buch. Es macht Mut und zeigt, dass man zu sich stehen sollte.



    Fazit


    Abgesehen davon, dass die Geschichte etwas Zeit brauchte, bis sie gefühlt so richtig losging, hat mir „Charlotte und Ben“ vor allem mit seiner Thematik gut gefallen. Es geht um Hänseleien, Ausgrenzung, das Gefühl dazuzugehören (oder eben nicht), Freundschaft und Mut. Mut, zu sich selbst zu stehen. Besonders toll fand ich, dass das Buch so viele Gefühle in mir ausgelöst hat. Vor allem habe ich mit den Hauptfiguren mitgefühlt, aber ich habe auch Wut empfunden wie die Mitschüler die zwei behandeln. Es gefiel mir, dass es diese Geschichte geschafft hat, mich emotional so abzuholen!


    4 von 5 Sternen!



    Reihen-Infos


    Einzelband

    Eine spannende Fortsetzung, die mich neugierig auf den Abschluss macht



    Klappentext


    „Hüte dich vor der dreizehnten Fee … Das Leben der 16-jährigen Flora steht Kopf: Sie ist nicht nur die Nachfahrin Dornröschens und hat sich eine böse Fee zur Feindin gemacht, ihr Herz spielt auch jedes Mal verrückt, wenn der geheimnisvolle Hektor sie anlächelt. Als auch noch ein Mädchen auftaucht, das behauptet, Floras verschollene Schwester zu sein, ist das Chaos perfekt. Flora ahnt nicht, dass sie und ihre Freunde viel größere Probleme haben. Denn eine böse Macht setzt alles daran, die Märchengemeinschaft ein für alle Mal zu zerstören …“



    Gestaltung


    Obwohl ich kein Fan von Mädchengesichtern auf Covern bin, finde ich das Cover dieser Reihenfortsetzung sehr hübsch. Dies liegt allerdings vielmehr an all den Ranken, Blättern und Blumen, die den Rand des Covers verzieren und die das Mädchengesicht umgeben. Das Mädchen sieht zwar hübsch aus, aber meiner Meinung nach sind es die Ranken, die der wahre Blickfang sind. Es gibt hier auch viel zu entdecken wie zum Beispiel eine Katze oder Schmetterlinge. Die Farbgebung finde ich interessant, da die Grüntönte mit milchigem Lila-Pink und interessanten Lichteffekten kombiniert wurden.



    Meine Meinung


    Nachdem mich der erste Band der „Märchenfluch“-Trilogie total überzeugen konnte, wollte ich unbedingt die Fortsetzung lesen. In „Die Rache der Fee“ geht es darum, dass Floras Herz schneller schlägt, wenn sie Hektor sieht. Doch seit neustem weicht Lavina Tiefenbach nicht mehr von seiner Seite. Als wäre dieses Chaos nicht schon genug, taucht auch noch Vicky auf, Flos gleichaltrige, verschollene Schwester. Aber all das scheinen kleine Probleme zu sein neben der Tatsache, dass eine alte Macht ihre Kräfte sammelt und die Gemeinschaft der Märchennachfahren zerstören möchte…



    Die Handlung fand ich dieses Mal wieder richtig spannend, denn die dreizehnte Fee Invidia möchte die Märchengemeinschaft zerstören. Dabei wird es ziemlich brenzlig und als Leser bangte ich mehr als einmal um das Märchentypische Happy End. Gerade dieses Bangen und Zittern um das ersehnte Happy End hat mir persönlich großen Spaß gemacht, weil die Geschichte so unvorhersehbar wird. Dies macht wiederum großen Spaß, weil man einfach nicht weiß, woran man ist und so unbedingt Gewissheit haben möchte, die man nur erhält, wenn man die Geschichte inhaliert…



    Nach wie vor finde ich die Idee klasse, die Märchengestalten in unsere Welt zu versetzen. Dass die Charaktere Nachfahren von bestimmten Märchencharakteren sind, finde ich immer noch richtig toll und spannend. Auch gibt es in diesem Band neue Charaktere und magische Figuren, die für frischen Wind sorgen und durch die die Geschichte nochmals spannender machen. Durch neue Charaktere wie Vicky kommt neuer Schwung in die Dynamiken der Beziehungen zwischen den Figuren.



    Auch mochte ich wieder den Schreibstil der Autorin Claudia Siegmann, da dieser sich wieder locker leicht präsentiert und trotzdem dafür sorgt, dass sich ein wahres Kunstwerk an Bildern der Orte und Geschehnisse in meinen Kopf malten. Auch finde ich die humorvollen Einschübe und den Sarkasmus der Protagonistin Flora erfrischend und schön eingearbeitet, da hierdurch die Geschichte aufgelockert wird.



    Fazit


    Mir persönlich hat auch „Märchenfluch – Die Rache der Fee“ richtig gut gefallen, denn durch neue Figuren kommt frischer Wind in die Geschichte, da die Beziehungen zwischen den Charakteren neuen Schwung erhalten. Auch empfand ich die Handlung als spannend, da sich die Frage stellt, ob die Figuren es schaffen werden, die Zerstörung der Märchengemeinschaft zu stoppen. Hierbei wird es durchaus auch brenzlig, was ich wieder als sehr spannend erlebt habe. Ich freue mich nach dem Ende nun sehr auf den dritten und finalen Band, da ich neugierig bin, wie alles enden wird!


    5 von 5 Sternen!



    Reihen-Infos


    1. Märchenfluch – Das letzte Dornröschen


    2. Märchenfluch – Die Rache der Fee


    3. Märchenfluch – Der Kuss der Wahrheit (erscheint am 30. Oktober 2020)

    Fesselnde Rätsel treffen auf rasante Action und ein tolles Konzept



    Klappentext


    „Es ist ein Rennen gegen die Zeit, bei dem der größte Gegner die eigene Furcht ist. Überall lauern Gefahren. Eine einzige falsche Entscheidung und das Spiel ist verloren. Vielleicht sogar das eigene Leben.


    Doch das Risiko schreckt sie nicht, denn auf sie wartet ein Preis, der größer ist als alles, wovon sie zu träumen gewagt haben.



    Tim ist einer von ihnen. Ein Runner aus Leidenschaft, bereit über Grenzen zu gehen. Als er eines Tages einen Brief von GlobalGames erhält, zögert er keine Sekunde, die Challenge anzunehmen. Sieben Caches wurden an sieben Orten versteckt. 100 Jugendliche jagen ihnen nach. Einer gegen den anderen. Doch Tim merkt bald, dass er es nicht alleine schaffen kann. In der faszinierenden Annika, genannt Sakura, findet er eine Verbündete. Doch kann er ihr wirklich trauen? Oder rennt am Ende doch jeder für sich allein?“



    Gestaltung


    Zuerst fällt die erleuchtete Skyline von Köln auf, die mit ihren orangenen Lichtern und dem Wahrzeichen sofort zu erkennen ist. Im Bildvordergrund erkennt man einen Jungen, der nur an einer Hand und gesichert an einem Seil unter einer Brücke hängt. Das passt natürlich perfekt, da es in dem Buch um Jugendliche geht, die risikobereit sind. Der Titel sieht aus als sei er an einen Globus und dessen Linien angepasst worden. Diese sind silbrig glänzend auf dem Cover hervorgehoben.



    Meine Meinung


    „World Runner – Die Jäger“ ist das neue Jugendbuch aus der Feder von Thomas Thiemeyer, das nach einer spannenden Geschichte klang, die mich neugierig gemacht hat. In dem Buch geht es um Tim, der ein Runner ist. Dies bedeutet, dass er an einer Challenge teilnimmt, bei der es darum geht, sieben Caches an sieben Orten zu finden. In einem Wettkampf mit 100 anderen Jugendlichen. Wer zuerst kommt, malt zuerst. Doch dieses Spiel ist gefährlich, unter anderem auch lebensgefährlich und so sucht sich Tim in Annika, auch Sakura genannt, eine Verbündete. Auch wenn er nicht weiß, ob er ihr trauen kann.



    Das Konzept von „World Runner“ erinnert an das bekannte Geocaching, allerdings steigert die Challenge des Konzerns GlobalGames dieses nochmal in ein ziemliches Extrem. So filmen sich die Jugendlichen bei halsbrecherischen Aktionen und je mehr Likes sie führ ihre Videos bekommen, desto höher steigen sie im Ranking. Das allein sorgt schon für einige Aktionen, die super spannend sind, aber als Leser ahnt man auch, dass GlobalGames mehr mit dem Wettkampf erreichen wollen. So beginnt ein fesselndes Rätselraten, bei dem man als Leser mittendrin steckt.



    Auch gehört zu dieser Challenge, dass sich nicht nur Freundschaften entwickeln. Man kann es sich vielleicht schon denken, aber wenn unglaubliche Preise winken, sind Menschen zu vielem fähig. So zeigt „World Runner“ auch die Schattenseiten der Menschen. Dies brachte meiner Meinung nach einen tiefgründigen Aspekt in die nervenaufreibende Geschichte, wodurch eine schöne Mischung aus Momenten, die zum Nachdenken anregen und Momenten, in denen mein Herz stehen blieb, zustande kommt.



    Toll fand ich auch, dass der Protagonist der Geschichte männlich ist, denn dies entspricht in Jugendbüchern nicht der Regel. Tim ist ein typischer Jugendlicher, der den Nervenkitzel und die Gefahr sucht. Gleichzeitig ist er aber auch loyal Freunden gegenüber und hat einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, was ihn meiner Meinung nach sympathisch macht. Er trifft auf Annika alias Sakura, wodurch beide Geschlechter abgedeckt werden, was ich perfekt finde.



    Habe ich schon erwähnt, welch teuflischen Spaß mir die Handlung beschert hat? In „World Runner“ gibt es Rätsel zu lösen, Gefahren zu überstehen und die Motive hinter der Challenge zu entdecken. Ich fand es klasse wie hier Medien, Technik und körperliche Herausforderungen miteinander verwoben wurden. Die Geschichte ließ mich einfach nicht los bis ich am Ende angelangt war, denn man bekommt richtig Lust, gemeinsam mit den Figuren ihre Abenteuer zu erleben und klebt an den in die Handlung eingebauten Geheimnissen und Rätseln. Da freu ich mich richtig auf den zweiten Band!



    Fazit


    Eine Mischung aus Rätseln und gefährlichen Abenteuern bietet sich dem Leser in „World Runner – Die Jäger“. Die Challenge zeigt auch zu was Menschen in einem Wettkampf fähig sind und regt zum Nachdenken an. Aber gleichzeitig versteckt sich in diesem Buch so viel mehr. Die Verbindung von Nachdenklichkeit und rasanter Action ist super gelungen. Die Handlung überzeugt mit Rasanz und spannenden Rätseln, die man unbedingt entschlüsseln möchte. Toll ist auch, dass mit Tim und Annika Hauptfiguren vorhanden sind, die stark sowie klug sind und mit denen sich Mädchen und Jungen identifizieren können.


    5 von 5 Sternen!



    Reihen-Infos


    1. World Runner – Die Jäger


    2. World Runner – Die Gejagten (erscheint im Herbst 2020)

    Guter Einstieg, dann verdecken die Längen etwas die Spannung



    Klappentext


    „Drachen kennt Ella nur aus Legenden längst vergangener Zeiten, in denen die Wiesen Illestias noch blühten und das Land fruchtbar war. Bis sie im Wald auf einen Fremden trifft, mit glühenden Augen und von Dunkelheit umhüllt. Razul gehört zum Clan der Weißdrachen und ist gekommen, um ein Opfer zu fordern – Ella. Nur wenn sie ihn auf sein Schloss begleitet, verspricht er, ihr Dorf von Hunger und Kälte zu erlösen. Ella ist fest entschlossen, ihre Familie und Freunde zu retten, und lässt sich auf den Handel ein. Doch sie ahnt nicht, wie unberechenbar die Bestie in Razuls Herzen wütet …“



    Gestaltung


    Ich finde es so toll, dass das Cover leicht schimmert, wenn man es in der Hand hält und im Licht bewegt. Auch mag ich die Drachenoptik, die durch den Hintergrund entsteht, denn dieser sieht aus wie die Schuppen und die Haut eines Drachen. Die blau-graue Farbgebung passt meiner Meinung nach auch sehr gut zum Buch, da es eisig kalt in der Geschichte wird und da die Drachen mit einer Dunkelheit zu kämpfen haben.



    Meine Meinung


    Ich bin ein riesiger Fan von Drachen und Geschichten, die in irgendeiner Weise mit Drachen zusammenhängen. Darum war ich auch richtig neugierig auf „Drachendunkel – Die Legende von Illestia“ von Eyrisha Summers. Von der Autorin hatte ich bisher noch nichts gelesen, aber der Klappentext las sich unglaublich vielversprechend, denn in dem Buch geht es um Ella, die in einem Land lebt, das gezeichnet ist von Hunger und Kälte. Um dieses Schicksal von ihrer Heimat abzuwenden, geht Ella einen Handel mit einem Drachenmenschen ein: Razul. In ihm wütet jedoch etwas Dunkles, Unheilvolles…



    Mir hat der Anfang des Buches echt gefallen, weil es direkt actiongeladen und rasant losgeht. So wohnte ich einem Kampf verschiedener Drachen bei und wurde mitten in die Geschichte geworfen. Ich musste mich zuerst zurechtfinden und war doch ganz gebannt von den Kämpfen und dem Geschehen, weil es ziemlich dramatisch war und es auch einige Opfer gab. Dieser Start war wirklich vielversprechend und genau so wie ich es liebe.



    Etwas schade fand ich, dass die Geschichte danach abflaute und nicht mehr so tempogeladen weiterging. Gut fand ich zwar, dass die Welt eingeführt wurde und dass ich Ella kennen lernen konnte, aber insgesamt gesehen zog sich die Geschichte dann doch etwas in die Länge. Es plätscherte vor sich hin und nicht viel passierte. So stellte sich bei mir das Gefühl ein, als würde sich die Handlung nicht wirklich voran bewegen und auf der Stelle treten, was mich beim Lesen etwas ungeduldig werden ließ.



    Ich denke, dass dieses Gefühl der Langatmigkeit vielleicht auch ein kleines bisschen mit dem Schreibstil zu tun hat, da Eyrisha Summers sehr detailliert und ausführlich schreibt. Dies finde ich eigentlich eine gute Eigenschaft und positiv, weil man sich so die Orte und Geschehnisse gut vorstellen kann, aber in diesem Fall fühlten sich manche Beschreibungen an, als würden sie zu detailliert sein. Als wären sie zu langgezogen und als würde die Handlung dadurch etwas zurückgestellt.



    Gefallen hat mir die Idee der Geschichte, denn die Drachen sind nicht einfach nur normale Drachen. Sie sind teils Menschen und können sich verwandeln. Diese Magie wurde in dem Buch toll beschrieben und hat der Geschichte Leben eingehaucht. Auch mochte ich die Idee der Handlung, da diese mit der erdachten Welt wirklich für Spannung gesorgt hat, die in etwas komprimierterer Form richtig rasant hätten sein können. Wären nämlich die zuvor beschriebenen Längen nicht gewesen, hätte mich „Drachendunkel“ komplett überzeugt. So muss ich sagen, dass die Handlung durchaus Potenzial hat und gute Gedanken beinhaltet, sich aber doch für meinen Geschmack etwas zu sehr in die Länge zieht.



    Fazit


    „Drachendunkel – Die Legende von Illestia“ hat tolle Ideen und einen schönen Hauch von Magie und Fantasy, aber leider gibt es auch einige Längen, die ich persönlich beim Lesen etwas anstrengend fand. Wären diese nicht gewesen, wäre der rote Faden der Handlung besser zur Geltung gekommen und die Spannung mehr hervorgetreten. Auch so war die Geschichte zwar spannend, aber nicht ganz so wie sie es hätte sein können. Das Setting und die Ideen mit den Drachen fand ich dafür sehr toll und auch der Einstieg in die Story war wirklich bombastisch.


    3 von 5 Sternen!



    Reihen-Infos


    Einzelband