Beiträge von sunny-girl

    James Lee Burke entwickelt sich immer mehr zum Lichtblick im Genre Thriller. Der Mann hat einigen Thriller Autoren eines

    voraus, er ist sprachlich richtig gut und kann Stimmungen hervorragend einfangen. Ein Glücksgriff und ich bin mir sicher, dass

    ich auf den Autor durch einen Beitrag im BT aufmerksam wurde. Könnte es Jean van der Vlugt gewesen sein?

    Das könnte schon sein! :) Allerdings gibt es auch noch andere der üblichen Verdächtigen: Ich meine doch, beispielsweise sunny-girl mag ihn auch. Ich finde ihn jedenfalls richtig großartig und habe in dem heißen Sommer, als ich ihn für mich entdeckt habe, bestimmt sechs Romane (aus der Reihe mit Dave Robicheaux) hintereinander gelesen (was ich sonst nicht mache). Ich finde übrigens auch Bertrand Taverniers Verfilmung "In the Electric Mist" (mit dem lächerlich mauen deutschen Titel "Mord in Louisiana") sehr gelungen. Tommy Lee Jones ist die perfekte Besetzung!

    Stimmt, ich finde ihn auch sehr gut. Da es nun wieder alle Teile auf deutsch gibt, habe ich mit der Robicheaux Reihe angefangen und bin schon bis Band 3 gekommen.

    Das Buch gibt einen interessanten Einblick in das Berlin von 1968. Die Studentenproteste sind auf dem Höhepunkt. Da wird eine Frauenleiche im Wannsee gefunden. Kommissar Heller beginnt zu ermitteln, wird aber von seinen Vorgesetzten ausgebremst. Natürlich lässt er nicht locker.
    Das Buch ist verschiedenen Perspektiven geschrieben. Dadurch erfährt man auch viel über die Studentenbewegung. Auch werden Zeitprobleme wie die Vertuschte Nazivergangenheit und Spionage thematisiert. Nur manchmal war es etwas zu viel und mir war nicht so richtig klar, wie alles zusammenhängt.
    Die Figur von Heller fand ich gut beschrieben. Auch fand ich die Beschreibung der Kommune gut. Trotz ihrer "revolutionären" Ideen haben sie doch mit ganz banalen Problemen zu kämpfen z.B. wer putzt das Bad.
    Die Auflösung des Kriminalfall fand ich gut und plausibel, nur manches war to much.

    Fazit
    Ich spannender Krimi, der das Zeitgeschehen gut einfängt.

    Ich bin aber der Meinung, dass der Osten in Sachen Gleichberechtigung etwas weiter ist aufgrund unseres Erbes. Bei uns auf Arbeit ist es selbstverständlich, dass die Männer in Erziehungsurlaub gehen und auch mit kranken Kindern zu hause bleiben. Auch ist es selbstverständlich, das Kinder ab dem 1. Geburtstag eine Ganztagskita besuchen. Unsere Chefs sind ja auch schon mit berufstätigen Müttern aufgewachsen und kennen es nicht anders.

    terry ich muss Jessy1963 zustimmen. Bei uns (Sachsen) wirkt die Erziehung aus der DDR nach, was bedeutet dass jede Frau studiert, wenn die schulischen Leistungen gereicht haben, und gearbeitet hat und deshalb keinen männlichen Versorger brauchte. Bei uns auf Arbeit wird selbstverständlich davon ausgegangen, dass der Nachwuchs aufs Gymnasium geht und wenn nicht, ist es eine halbe Katastrophe. Wir wohnen auch in einen Gebiet, in dem es fast keine Katholiken gibt. Wir sind entweder evangelisch oder Atheisten, wobei diese in der Mehrzahl sind. Auch eine Nachwirkung der DDR.

    Mein aktuelles Buch passt hier auch.


    Liste nach akhet

    Kennt Ihr das, dass Ihr Euch bei der Ausleihe übernommen habt? ich habe jetzt innerhalb von zwei Wochen fünf Hörbücher zu 'verarbeiten', die teilweise sehr umfangreich sind:

    Das passiert mir in der Onleihe regelmäßig. Zum Glück kann man am Reader das Datum zurückstellen. Schlimmer ist, wenn alle Vormerker gleichzeitig kommen. Auch bei Rezi-exemplaren habe ich mich manchmal übernommen. Zumal ich jetzt fast alle angefragten bekomme. Früher waren es nur die Hälfte, so dass ich auf gut Glück angefragt habe.

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