Beiträge von findo

    Heute ist Handtuch-Tag und der Tag des Weines. :drunken: Kann ich nur nicht machen, da ich am Wochenende arbeiten muss und einen klaren Kopf brauche.


    Ansonsten versuche ich hier ein paar Seiten zu schaffen, die Geschichte liest sich gerade sehr flüssig.

    Mit Enkel 2 gestern in der Bücherei war eine schnelle Angelegenheit: Nach 20 Minuten waren wir wieder draußen. In der Zeit hat er von 10 Büchern die Cover betrachtet, 4 davon als doofes Frauenzeugs bezeichnet, den Rest eingepackt. Vorlesen will er nicht. Dafür hat er umso länger am Brunnen vor der Bücherei gespielt und wollte mir zeigen, wie er übers Wasser gehen kann. Aber damit konnte er mich nicht beeindrucken, die Geschichte kenne ich schon.[/quote]

    :lol: Mit den Wasser könnte mir passieren. :loool: Wie alt sind denn deine Enkel?

    Heute ist der Europäische Tag der Parke, der Tag des Spargels, der Tag der Weinbergschnecke und der Iss-eine-Kiwi-Tag. Eventuell kann man daraus ein wunderbares Gericht zaubern, aber was weiß ich schon? Ich habe auch noch nie Schnecken gegessen und habe es auch nicht vor, zu probieren.


    Heute werde ich daran weiterlesen. Bis jetzt tröpfelt die Geschichte so dahin, aber sie funktioniert und liest sich gut. Die hauptfigur ist sympathisch. Mal sehen, wie es weitergeht.

    du musst auch ein Daten-Verarbeitungsverzeichnis anlegen

    Ab welcher Menge Leute, die das machen oder auch wenn ich allein das mach? Wenn ich nur die E-Mail-Adresse habe, keine IP Adresse protokolliere, dann auch?


    Mein Webhoster hat mir zwar gesagt, ich könne seinen Text unter "Datenschutz" anpassen und kopieren, aber das Verzeichnis ist noch ein Rätsel für mich ^^

    Ich glaube, dass gilt generell, sobald du eben Daten verarbeitest. Auch, wenn es nur wenige sind.

    Nein, du musst auch ein Daten-Verarbeitungsverzeichnis anlegen, dafür sorgen, dass IP Adressen bei Mails nicht oder nur begrenzt gespeichert werden, wenn ihr papierne Akten habt, müssen die in einen abschließbaren Raum/Schrank gestellt werden, zu den nicht jeder Zugang hat. Jeder, über den daten gespeichert und verarbeitet werden, muss seine Zustimmung geben und kann darüber Auskunft verlangen.

    Ich möchte euch ja aufmuntern, vielleicht findet jemand von euch einen Cent auf der Straße. Heute ist der Tag des Glückspfennigs. Und der Welttag der Schildkröte, obwohl man der hierzulande wohl eher selten über den Weg läuft.


    Lesen tue ich gerade diesen kleinen Roman, dessen Hauptfigur mir schon in den ersten Seiten ans Herz gewachsen ist. So hätte ich ihn mir nicht zugelegt, aber ich wurde förmlich bedrängt, es unbedingt zu lesen. Manchmal haben eben auch Außenstehende Recht.

    Autor: Navid Kermani

    Titel: Entlang der Gräben

    Seiten: 442

    ISBN: 978-3-406-71402-3

    Verlag: C.H. Beck


    Autor:

    Navid Kermani wurde 1967 in Siegen geboren und ist ein deutscher Schriftsteller, Publizist und habilitierter Orientalist. Er arbeitere nach der Schule als freier Mitarbeiter und Redakteuer für verschiedene Zeitungen, studierte Orientalistik, Philosophie und Theaterwissenschaften. Seit 2007 ist er Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Von 2006-2009 war er Mitglied der deutschen Islamkonferenz. Seine Werke wurden mehrfach ausgezeichnet und beschäftigen sich mit Grenzerfahrungen im Alltag, der Auseinandersetzung mit Tod und der islamischen Mystik. Für den Spiegel berichtete er aus mehreren Krisengebieten der Welt. Kermani lebt mit seiner Familie in Köln.


    Inhalt:

    Ein immer noch fremd anmutendes, von Kriegen und Katastrophen zerklüftetes Gebiet beginnt östlich von Deutschland und erstreckt sich über Russland bis zum Orient. Navid Kermani ist entlang den Gräben gereist, die sich gegenwertig in Europa auftun: von seiner Heimatstadt Köln nach Osten bis ins Baltikum und von dort südlich über den Kaukasus bis nach Isfahan, die Heimat seiner Eltern. Mit untrüglichem Gespür für sprechende Details erzählt er in seinem Reisetagebuch von vergessenen Regionen, in denen auch heute Geschichte gemacht wird. (Klappentext)


    Rezension:

    Europa ist ein politisches geschaffenes Gebilde, welches den Frieden auf den gleichnamigen Kontinent sichert. So scheint es. Doch im Inneren und an den Rändern gährt es. Egal ob wir von den Parallelgesellschaften reden, die sich längst innerhalb der deutschen Städte aus Religions- und Volksgruppen gebildetet haben, ob man sich in Polen mit der Aufarbeitung der eigenen und fremden Geschichte schwer tut oder in der Ukraine im Spannungsfeld des Konfliktes im Donbass versucht, zu überleben, die Gräben in Europa scheinen tief. Navid Kermani hat sich im Auftrag des Magazins Der Spiegel aufgemacht, diese Regionen aufzusuchen und zu erfahren.


    Vom heimischen Köln bis hinein nach Isfahan, der ursprünglichen Heimat seiner Eltern. Er trifft die jenigen, die am Rande vergessener Konflikte leben müssen, mit den politischen und wirtschaftlichen Begebenheiten zurechtkommen müssen. Einfache Bewohner in der Region im Sperrgebiet von Tschernobyl, geschasste Schriftsteller in Aserbaidschan, Weissrussen und Iraner, die auf die Zukunft nach den jetzt dort herrschenden Mächten hoffen. In mehreren Etappen durchquert er den Kontinent, stöbert interessante und nachdenklich stimmende Lebensläufe und Geschichten auf. Mit feiner Beobachtungsgabe seziert er den Zustand Europas, erkennt, dass es Konflikte auch hier gibt, die unlösbar scheinen, Menschen jedoch überall mit den gleichen Sehnsüchten nach Frieden zu Hause sind.


    Obwohl Kermani für mehrmalige Reisen in die verschiedensten Winkel Europas aufgebrochen ist, ergibt sich eine zusammenhängende Route, die der Leser anhand von zwei Karten innerhalb der Buchdeckel verfolgen kann. Genau so übersichtlich sind auch die Berichte, geschrieben als Tagebucheinträge des Reiseberichts. Detailliert beschreibt der Autor, was er sieht, welche Gespräche sich ergeben, manchmal mit Nennung der Namens seiner Kontakte, oft genug musste er jedoch Namen ändern, um die Personen in ihren Heimatländern keiner Gefahr auszusetzen. Entstanden ist ein intimes Portrait einer Kette von Ländern, die uns oberflächlich gesehen, nicht ferner liegen könnten und doch so nah sind. Und immer wieder stößt er auf Neues, was den Autor selbst überrascht, wenn etwa das Brot in der selben Tradition hergestellt wird, wie bei uns, nur hunderte Kilometer von Deutschland entfernt und Literaturmuseen dort auftauchen, wo man es am wenigsten erwartet.


    Besonders eindrücklich schildert er den Umgang der machthabenden Behörden mit den Menschen in den jeweiligen Ländern, aber auch die verschiedenen Sichtweisen, die etwa den Konflikt in der Ukraine und auf der Krim wachhalten, sowie das Zerwürfnis zwischen Aserbaidschan und Armenien. Mit wohlwollenden und zuweilen traurigen Blick beobachtet er Vorgänge, die der Sichtweise eines friedlichen kulturellen Europas zumindest an seinen Rändern Lügen strafen. Detailliert schreibt er auf, ohne seine poetische Sprache zu verlieren, was er sieht.


    Das Besondere sind die Bilder, die er wie ein Schwamm aufsaugt, Bilder von örtlichen Begebenheiten und von Menschen, deren Mut und Zuversicht, manchmal auch nur bloßer Wille zu überleben in jeder einzelnen Zeile sichtbar wird. Wer etwas über Europa lernen möchte, der sollte zu diesem Buch greifen. Als Kind iranischer Eltern kommt er im Osten mit AfD-Wählern ins Gespräch, überall sonst berichtet er jeweils von beiden Seiten des zu benennenden Konflikts. Immer ausgewogen zu sein, Markenzeichen seiner Reportagereise, die packender und einprägsamer nicht erzählt werden könnte.


    Kermani auf der Suche nach der Idee von Europa, und wie sie an den Rändern des Kontinents in Frage gestellt wird, zuletzt auch eine Suche nach sich selbst, die es sich zu begleiten lohnt. Eine sehr eindrückliche Leseempfehlung im Sachbuch-Bereich.

    Es geht ja nicht nur bei Vereinen los, sondern bei jeden, der eine Website betreibt, die man sich ansehen kann. Im Großen und Ganzen finde ich es ja gut, und es ist ja so, dass die DSGVO schon seit zwei Jahren gilt, nur ist eben der 25. Mai der stichtag zur entgültigen Umsetzung. Das heißt, Zeit genug hatte an sich jeder, aber jetzt wo der abschließende Zeitpunkt zur Umsetzung kommt, geraten eben alle nochmal in Aktionismus, besonders die, an denen es vorüber gegangen ist. Bei mir zum Beispiel. Ich musste in den letzten Tagen ziemlich viele Umstellungen im Hintergrund meines Blogs vornehmen, Datenverarbeitungsverträge schließen, Impressum und Datenschutzerklärung überarbeiten, bestimmte DSGVO-konforme Tools installieren, die andere nicht ganz so konforme ersetzen. Dabei habe ich drei Mal meinen Blog gecrasht und einige Blogger erlebt, die aufhören wollen, weil es einfach zu viel wird und sie nicht mehr durchsehen. Und ich verdiene ja nichts daran. Und da kann ich mir gut vorstellen, dass Unternehmen und Vereine, die größer sind als ein Mann, echt am Rotieren sind.

    142. Eine positive Geschichte

    Dann nehm ich heute mal diese hier. :) Ich denke der Film dazu ist bekannt: Ein Wal wird aus der Gefangenschaft befreit und kommt zurück ins Meer, wo er hingehört. Das Schöne an der Geschichte: Sie ist wahr und der Filmwal Keiko konnte tatsächlich in die Freiheit entlassen werden. :love:

    Wobei man leider dazu erwähnen muss, dass sie ihn nicht gut bekommen ist. Der Wal starb nach nur 1 1/2 Jahren in Freiheit, in der Nähe von Menschen.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Keiko_(Orca) Man hätte ihn viel viel jünger in die freie Natur setzen müssen.

    10. Dach der Welt: Bergregionen


    Navid Kermani hat Europas kulturelle, ideologische und auch sonstige Gräben besucht, im wörtlichen und eben nicht im wörtlichen Sinne. Da auch Berglandschaften vorkommen, ordne ich das Buch der Aufgabe 10 zu.


    01. Dahom: Heimatstadt/-region, aus der ihr kommt oder in der ihr lebt

    Andreas Stammkötter: Goldkehlchen

    02. Schön hier: Land, in dem ihr lebt oder aus dem ihr kommt

    Franziska Seyboldt: Rattatatam, mein Herz

    03. Nachbars Garten: Nachbarland (u.a. Frankreich, Polen, Österreich, Tschechien...)

    Ian Kershaw: Höllensturz - Europa 1914 bis 1949

    04. Dolce Vita: Länder am Mittelmeer

    Dogan Akhanli: Verhaftung in Granada

    05. Neue Welt: USA und Kanada

    T.C. Boyle: Die Terranauten

    06. Nordmänner: Skandinavien, Finnland, Island und Grönland

    Mats Strandberg: Die Überfahrt

    07. Vielfalt: Asien (außer Russland)

    Dietmar Rothermund: Geschichte Indiens

    08. Undurchdringlich: Süd- und Mittelamerika

    Katja Brandis: Woodwalkers (4) - Fremde Wildnis


    09. Endlos: Wüsten (Schnee-, Wasser-, Sand- Steinwüsten)


    10. Dach der Welt: Bergregionen

    Navid Kermani: Entlang den Gräben


    11. Ursprung: Afrika


    12. Tea Time: Großbritannien, Irland, Nordirland

    Joanne K. Rowling: Was wichtig ist

    13. Matroschka: Russland

    Andreas Guski: Dostojewskij - Eine Biographie

    Autor: Rafel Nadal

    Titel: Die letzten Tage meiner Kindheit

    Seiten: 239

    ISBN: 978-3-404-17678-6

    Verlag: Bastei Lübbe

    Übersetzerin: Ursula Bachhausen


    Autor:

    Rafel Nadal wurde 1954 in Girona geboren und ist ein spanischer Journalist und Schriftsteller. Er schrieb für mehrere große spanische Zeitungen, heute für die Tageszeitung La Vanguardia. Daneben arbeitet er für verschiedene Radio- und Fernsehsender. Der mehrfach ausgezeichnete Autor veröffentlichte bisher drei Romane. Sein Buch "Das Vermächtnis der Familie Palmisano" gehört zu den am zahlreichsten übersetzten katalanischen Werken.


    Inhalt:

    "Die welt ist in zwei Lager geteilt: ihres und unseres. Wir sind in der Überzahl, verlieren aber trotzdem immer." Diese lektion lernt Lluc schon früh. Am letzten Tag des Spanischen Bürgerkriegs muss der Achtjährige mit ansehen, wie seine Mutter erschossen wird. Bei der fürsorglichen Senyora Stendhal und ihrem Sohn Dani findet er ein neues Zuhause - nur, um es kurz darauf wieder zu verlieren. Lluc sinnt auf Rache. er träumt davon, in die Berge zu ziehen und sich dem Widerstand gegen Franco anzuschließen. Denn er will nicht sein leben lang auf der Seite der Verlierer stehen. (Klappentext)


    Rezension:

    Es ist eines dieser Romane, die zumindest gefühlt nicht großartig beworben und daher in der Wahrnehmung nicht ganz so weit oben auf den Büchertischen zu finden sind, wie es vielleicht andere Werke dieses Formats täten. Erzählt wird, was der Klappentext hergibt, eben die geschichte eines kleinen Jungen, der im Spanischen Bürgerkrieg seine Mutter, ein paar Jahre später praktisch seine liebgewonnene Adoptivfamilie verliert und überhaupt den ganzen Schmerz, die ganzen offenen Wunden ertragen muss, die der Spanische Bürgerkrieg in die Herzen der Bevölkerung getrieben hat.


    Wir erleben die Bewohner eines Dorfes nahe Girona, so detailliert beschrieben, dass man dem Autoren jede Zeile für bare Münze abnimmt, stammt Nadal doch selbst aus dieser Stadt, und können den die Verzweiflung, die Sehnsüchte, die Wut des Jungen nachvollziehen. Trotz der nicht gerade schwierigen Sprache, dies so kunstvoll umzusetzen, ist hier großartig gelungen. Die Protagonisten sind detailliert ausgearbeitet, bleiben jedoch, je mehr Nebencharakter, manchmal zu blaß, was aber im Fortgang der Handlung nicht stört. Der Spannungsbogen gleicht viele Schwächen des Romans aus.


    Aber eben nicht alle. In manchen Teilen plätschert die Handlung dann eben doch dahin, wie ein ums Überleben kämpfendes Rinnsal unter der spanischen Sonne, auch sind Schreib- und Erzählstil in manchen Abschnitten nicht passend zum Alter des Protagonisten. Die Hauptfigur ist sich selbst ein Rätsel. Zwei- bis dreihundert Seiten mehr, und Nadal hätte ein großartiges spanisches Epos schreiben können, so aber ist ein fast zu vernachlässigender Roman entstanden. Kann man lesen, muss man jetzt nicht unbedingt.


    Das Ende des Romans besteht aus Zeilen verpasster Chancen. Der Abschluss lässt den Leser unbefriedigt zurück. Da fehlt das gewisse Etwas. Die Abrundung, wie sie anderen familiären Romanen mit geschichtlichen Beiwerk zugrunde liegt, ist hier nicht vorhanden. Vielleicht ist das kennzeichnend für die spanische Gesellschaft direkt nach den Bürgerkrieg oder nach dem Ende der Franco-Diktatur, mit dessen Aufarbeitung man sich immer noch schwer tut. In sofern vielleicht ein nicht ganz unwichtiges Buch. In der gleichen Liga wie andere Romane dieses Genres spielt "Die letzten Tage meiner Kindheit" dennoch nicht.

    Heute ist der Tag ohne Schuhe, der Tag für Erdbeeren mit Sahne und der Tag der Notzzettel. Wir erinnern außerdem an den Weltuntergangstag, der eigentlich 2011 hätte sein müssen. Na ja, das klappt auch so, ich gehe gleich joggen. :wink:


    Ansonsten lese ich heute nur Kermanis "Entlang den Gräben" weiter, eine Rezension möchte ich auch noch schreiben. Mehr muss ich heute nicht tun.

    Habt viel Spaß bei allem, was ihr macht.

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