Beiträge von findo

    Die "echte" Stella Goldschlag war in einem klassischen Dilemma. Ursprünglich hat sie mit dem Aufspüren und Verraten begonnen, um sich und ihre Eltern zu schützen. Als diese dennoch deportiert wurden, wurde sie praktisch gezwungen, weiter zu machen. Sonst wäre sie die nächste gewesen. Entschuldigt nichts, erklärt aber ein wenig. Als sie die Wahl gehabt hatte (auch wenn man bezweifeln darf, ob es eine wirkliche Wahl gewesen ist), hat sie sich für die falsche Seite entschieden. Als sie das erkannt hat, war es zu spät, die Seiten zu wechseln.


    Ich hatte erst mit den Gedanken gespielt, diesen Roman auch zu lesen, bin nun aber davon abgekommen. Eine Geschichte, die so verwässert wird und an der Oberfläche bleibt... Also, nein. Das muss ich nicht haben.


    Ein kleiner Trost. Durch die Hilfe, leider zu weniger aber doch einiger, Menschen, haben immerhin alleine in Berlin um die 2000 "U-Boote", so nannte man die Untergetauchten auch, überlebt. Zu ihnen gehörten Menschen, wie Michael Degen ("Nicht alle waren Mörder" und Hans Rosenthal. Vielleicht sollte man sich eher mit diesen realen Geschichten beschäftigen, oder das Buch von Peter Wyden lesen, was es bis vor kurzenm nur antiquarisch gab, jetzt aber neu aufgelegt wird und demnächst neu erscheint.


    Stella Goldschlag war blond, schön und schlagfertig. Sie war intelligent und vielseitig begabt und zu einer anderen Zeit, in einem anderen Land hätte sie wohl eine glänzende Karriere gemacht. Doch Stella war Jüdin und lebte in Deutschland. Ihre Eltern hatten es nicht geschafft, rechtzeitig auszureisen. Die Katastrophe trat ein, als Stella verhaftet und von der Gestapo gefoltert wurde. Um ihre Eltern vor der Deportation zu bewahren, erklärte sie sich bereit, versteckt lebende Juden an die Gestapo zu verraten. Ihre Eltern konnte sie nicht retten, und doch machte sie bis Kriegsende weiter, immer mörderisch effizient.


    Peter Wyden, geboren 1923 als Peter Weidenreich in Berlin, ist mit Stella Goldschlag zur Schule gegangen, und war, wie fast alle Jungen dort, in sie verliebt. Dass sie das »blonde Gift« wurde, die Greiferin, die hunderte Juden in den Tod geschickt hatte, erfuhr er, als er 1946 als junger US-Soldat nach Berlin zurückkehrte. Ihr Schicksal ließ ihn nicht los. Jahrelang recherchierte er für seine Biografie, sichtete Archivmaterial und sprach mit mehr als 150 Personen: Überlebenden, Augenzeugen, Historikern und Psychologen. Und er sprach mit Stella, die bis 1994 in Westdeutschland im Verborgenen lebte.


    Peter Wyden versteht es, uns die Tragödie der letzten Juden von Berlin nahezubringen. Er urteilt nicht und er entschuldigt nicht. Er erzählt eine wahre Geschichte.


    Um ein wenig voranzukommen, habe ich parallel zu meiner eigentlichen Lektüre ein weiteres Buch begonnen und begebe mich mit Alastair Bonnett zu den allerseltsamsten Orten der Welt. Jessy1963 Es liest sich genau so gut und interessant, wie der erste Band. Den Abschnitt zu den besonderen Inseln habe ich gerade durch.


    Weiter soll es heute auch mit Ben Rhodes' "Im Weissen Haus" gehen, welches ich nächste Woche irgendwann gerne beenden wollen würde. Ich hoffe jetzt einfach mal, viel davon zu schaffen.


    Einen Berlinale-Film sehe ich mir heute mit Sicherheit noch an. Mehr steht dann auch nicht auf den Plan.


    Heute ist der Tag des Weißkohls, des Milchkaffees und der spontanen Nettigkeiten.

    Wenn schon alle nach ihrem Anmeldedatum schielen, habe ich das auch getan. Siehe da, ich habe mein BT-Geburtstag verpasst. Der wäre gestern gewesen. Fünf Jahre Buechertreff. Meine Halbwertszeit in anderen Foren ist nicht einmal halb so lang. Hier bleibe ich wohl kleben.


    Gelesen habe ich, wie könnte man auch sonst einen solchen Tag verbingen? Ich war auch bei der Post.

    Geburtstagspäckchen vom Verlag. Nun ja, nicht ganz. Ein Buch habe ich angefragt. Die Lücke im Karton hat man wohl geglaubt, füllen zu müssen.

    So wurden es zwei Bücher.


    Christian Hardinghaus: Ferdinand Sauerbruch und die Charite - Operationen gegen Hitler (Sachbuch)

    Christian Hardinghaus: Die Spionin der Charite (Roman)


    Gerade türmen sich die Rezensionsexemplare. Ich könnte mit meinen SuB Jenga spielen. :)


    Gerade läuft Netflix. Vielleicht lese ich nachher noch 'ne Runde.

    Kleine Challenge für euch, wer hat Lust, mitzumachen? Bringt in einem mehr oder weniger zusammenhängenden Text möglichst viele Buchtitel unter und lasst eure Gedanken treiben. Und schaut, was dabei ehrauskommt. Fragt mich nicht, wo ich das entdeckt habe, jedenfalls ist das mein Versuch.


    Meine Familie und andere Tiere waren mir oft Extrem laut und unglaublich nah, und auch sonst war bei mir Alles in Butter. Tatsächlich versuche ich in diesen Text zwar nicht Die Seiten der Welt unterzubringen, aber dennoch so viele Buchtitel wie möglich. Hier bin ich, mit meiner Tasse Kaffee am Schreibtisch, nicht draußen in der Kälte, sondern Im Schatten des Windes. Krieg und Frieden liegen nah beieinander und oft herrschte bei uns zu Hause Streit, viel öfter jedoch Die relative Unberechenbarkeit des Glücks. Zumindest musste ich, trotzdem ich oft Was ist was fragte, nicht ins Internat. Auch schob man mich nicht ab, so dass mich Briefe a la Adressat unbekannt nicht erreicht hätten. Ich machte schon, zwar ohne Wildgänse und nicht in Zwergengröße, wundersame Reisen durch Schweden, suchte aber auch Harry Potter und die Kammer des Schreckens. Ergibt dieser Text noch Sinn oder ist er Beifang dessen, was der Kopf so produziert, wenn er die Woche über überlastet war und noch nicht genug Kaffee hatte. Vielleicht sollte ich mit Tabaluga & Lilli das wahre Feuer suchen und sagen, Guten Morgen, Genosse Elefant. Vielleicht aber auch Tag und Nacht und auch im Sommer darauf warten, dass mir etwas besseres einfällt, oder einfach weiter schreiben, was meint ihr? Gedanken sind halt Kleine Biester, aber auch Loyalitäten. Ich muss sie verschriftlichen. Jetzt aber, seid ihr dran.


    Bin gespannt auf eure Texte.


    Heute ist Weltwaltag auf Maui und der Tag der Innovation. Der Tu-einem-Griesgram-einen-Gefallen-Tag geht einher mit dem Tag der Mandel.


    Ich wollte ein wenig Haushalt gestern Abend noch machen und habe stattdessen gelesen. Ist doch irgendwie das Gleiche, oder? Jedenfalls muss ich heute verschiedenes erledigen, zur Post und einkaufen und deshalb nachher immer noch Haushalt machen. Vielleicht lande ich aber wieder beim Buch?

    serjena Du hast mir übrigens gestern Stoff zum Durchdenken gegeben. Habe den von dir verlinkten Artikel über den Fährmann von Utoya gelesen. So etwas bleibt mir dann noch eine ganze Zeit im Hinterkopf. Ich versuche, heute den Netflix-Spielfilm über Utoya zu schauen und mir alsbald das andere Buch darüber zu beschaffen. Ich kenne Oslo und ich kenne auch die Gegend dieses Inselfjords. Ich mag die skandinavischen Länder sehr. Kaum zu ermessen, welche Schäden dieser Anschlag angerichtet hat.


    Freitage haben immer das Potenzial, überraschend schön oder ganz besonders blöd zu werden. Ich hoffe jetzt einfach mal, auf das Erstere und am Abend auf ein paar Lesestunden, nachdem die üblichen Haushaltsdinge gemacht sind. Mein Buch ist gerade sehr interessant. Ich hätte aktuell gerne, wie eine Spinne, acht unabhängig voneinander agierende Augen, um möglichst viel auf einmal lesen zu können. So viele interessante Bücher liegen bereit und warten, gelesen zu werden. Vielleicht fange ich ja am Wochenende etwas parallel an, wobei ich mir eigentlich wenigstens ein Berlinale-tag noch gönnen wollte.


    Aktualisiert: :)

    Donnerstag

    findo

    Castor

    traummlerin

    squirrel

    terry

    maiglöckchen

    Taraliva

    Baba (vermutlich etwas später, da ich erst gegen Abend anreise und vorher noch im Hotel einchecken möchte)

    katzerl

    Sabella

    Wwusel

    talisha und Kollegin

    Gwen + 1

    nordlicht

    Anni2412 + Mama



    Freitag

    findo + eventuell Begleitung

    xxmarie91xx

    Kittelbiene

    Rie94

    Castor

    traummalerin

    Nancy84

    Leseratte71

    squirrel

    terry

    maiglöckchen

    Taraliva

    Baba

    katzerl

    Sabella

    Wwusel

    Bücherhuhn mit Küken

    Gwen + 1

    nordlicht

    Anni2412



    Samstag

    Castor

    traummalerin

    Nancy84

    Leseratte71

    squirrel

    terry

    maiglöckchen

    Taraliva

    Divina

    Baba

    katzerl

    Sabella

    Wwusel

    (evtl. Bücherhuhn mit Küken)

    talisha und Kollegin

    PotatoPeelPie

    Gwen + 1

    nordlicht

    Ich nehme mir immer vor ein bestimmtes Buch zu lesen und dann ist es am Ende doch ein anderes.

    Das ist so wahr. :)


    Bin heute gut vorangekommen, mit meinen derzeitigen Buch, wo es mittlerweile um das Aufspüren und die Tötung Bin Ladens ging. Interessant, diesen Moment der Geschichte mal aus der Innenperspektive geschildert zu bekommen, wobei natürlich nicht allzu sehr ins Detail gegangen wird. Vieles unterliegt ja der Geheimhaltung und Ben Rhodes hat auch nicht alle Entscheidungen darüber mitbekommen, die zu diesem Ergebnis führten. was mich bis jetzt bei Rhodes faszniert, er nimmt sich völlig zurück. schreibt sehr bewegt von seiner Arbeit bei Obama, aber auch von seiner Unsicherheit gegenüber hohen, schon länger im politischen Geschäft stehenden Tieren. Ich glaube mittlerweile, dass das ein Mann ist, der erst mit der Zeit begriffen hat, wie wichtig er für Obama gewesen ist.

    Squirrel Hast du schon im Pinguin reserviert? Am Freitag bringe ich vielleicht eine Autorin noch mit. Sie hat eine Lesung in der Innenstadt und das Interview soll danach stattfinden. Wir können dort aber nur begrenzt bleiben. Falls die Lesung und das anschließende Signieren zu lange dauern sollten, habe ich vorgeschlagen, das anschließende Interview in den Pinguin zu verlegen.

    Ich hatte doch neulich gefragt, wer mir sagen könnte, was das für eine deutsche Ausgabe des ersten Bandes ist, den ich bei ebay gefunden und ersteigert habe. Das Cover war mir unbekannt. Heute ist das Buch angekommen und ich bin schlauer. Es handelt sich um eine Bertelsmann-Buchclub-Lizenzausgabe. Der Schutzumschlag ist abnehmbar, leider schon etwas gerissen. Das habe ich mit Klebeband geflickt. Das Lesebändchen hatte leider lauter unentwirrbare Knoten. So etwas stört mich ja total. Habe ich, da nicht zu entwirren, komplett abgeschnitten. Bin ja kein großer Fan von Bertelsmann-Covern, finde die meist hässlich und ein Verbrechen. Dieser Band ist eine löbliche Ausgabe.

    Hattet ihr schon mal im Voraus Angst um eure Bestellung? Ich schon, als ich gestern gesehen habe, mit welchen Paketdienst meine nächste angeliefert werden soll. Bis jetzt ist bei jeder Lieferung mit diesen Paketdienst irgendetwas schief gegangen. :| Und ich brauche den Inhalt des Päkchens. Hoffen wir das Beste.


    Auch sonst wirft die Leipziger Buchmesse ihre Schatten voraus. Das Programm wird ja bald veröffentlicht. Ich freue mich so darauf, jetzt, wo ich auch alle Gespräche und Interviews unter Dach und Fach habe. Hätte nicht gedacht, dass es Autoren gibt, mit denen eine Terminfindung schwieriger ist als mit Sebastian Fitzek. Aber, das gibt es durchaus. Ein paar Dinge habe ich noch auf meiner To-do-Liste, bis dahin.


    Ich lese weiter Herrn Rhodes' Bericht "Im Weißen Haus - Die Jahre mit Barack Obama". Er war dafür zuständig, u.a. die Presseberichte durchzusehen, Obamas Reden zu entwerfen und hatte im Laufe der Jahre auch die Organisation seiner Auslandsreisen inne. Gerade geht es um die Zeit des Arabischen Frühlings. Eine politisch sehr angespannte und spannende Zeit. Die arabische Welt im Umbruch und vor einer ungewissen Zukunft, während Obama in seinem eigenen Land in die Defensive gerät, als viele demokratische Abgeordnete bei Zwischenwahlen ihre Sitze verlieren, da sie zuvor für "Obamacare" gestimmt hatten.


    Heute ist Frederick Douglass Tag und der Tag des Kondoms. Der Internationale Verschenk-ein-Buch-Tag ist auch. Nun denn, ich warte. :wink:

    Es ist der Tag des Riesenrades und Valentinstag. Blumenhändler und der Süßwarenindustrie gefällt das.

    Heute ist der Welttag des Readios, Kuss-Tag, der Tag der Tortellini und der Ändere-deinen-Namen-Tag.


    Ich lese weiter Ben Rhodes' "Im Weissen Haus", der geradwe erzählt, wie die Vorbereitungen auf den Wahlkampf, die Wahl selbst (leider etwas zu kurz), die ersten Tage im Weissen Haus waren und, wie er selbst in die Rolle des Redenschreibers fand. Wie schon beschrieben, finde ich die Beschreibung des Wahltages schon etwas zu kurz. ich weiß noch, wie ich, und ich war noch Schüler, gebannt vor dem Fernseher saß und mir die Übertragung der Wahl angeschaut habe, Obamas erste Rede, die auch aus Ben Rhodes' Feder stammte. Schade, das kommt nicht so wirklich rüber.


    44. Das Buch, das in Deinem echten Bücherregal ganz oben links steht

    Welches Bücherregal denn? Da mehrreihig, stellt sich die Frage, erste oder zweite Reihe? Außerdem liegen bei mir die Bücher oft genug, da sonst kein Platz zu finden ist. Ich habe es aufgegeben, die irgendwie geordnet zu sortieren. Mein ordnungssystem ist, "wo Platz ist".

    Autorin: Asne Seierstad

    Titel: Einer von uns

    Seiten: 544

    ISBN: 978-3-0369-5740-1

    Verlag: Kein & Aber

    Übersetzer: Frank Zuber, Nora Pröfrock


    Autorin:

    Asne Seierstad wurde 1970 in Oslo geboren und ist eine norwegische Schriftstellerin und Jornalistin. Sie studierte zunächst Russisch, Spanisch und Ideengeschichte, bevor sie für die Zeitung Arbeiderbladet tätig wurde. Von 1993-96 berichtete sie als Auslandskorrespondentin aus Russland, 1997 aus China. Von 1998 an arbeitere sie als Kriegsreporterin in verschiedenen Konfliktregionen, darunter Serbien, Afghanistan und Tschetschenien. Ihre Berichte wurden im norwegischen und schwedischen Fernsehen gesendet. Ihre Werke wurden in mehrere Sprachen übersetzt. Für "Einer von uns - Die Geschichte einesMassenmörders" erhielt sie 2018 den Preis der Leipziger Buchmesse zur Europäischen Verständigung.


    Inhalt:

    Wie konnte sich anders Breivik, der im wohlhabenden Westen aufwuchs, zu einem perfiden Terroristen entwickeln? Asne Seierstads ausgezeichnetes Buch ist gleichzeitig psychologische Studie und literarisches True Crime, gleichzeitig Würdigung der opfer und eine messerscharfe Analyse einer Tat, die sich jederzeit und überall wiederholen könnte. (Klappentext)


    Rezension:

    Wenn es einen europäischen 11. September gibt, so ist es wohl der 22. Juli für Norwegen, der die Gesellschaft des skandinavischen Landes in ihren Grundfesten erschütterte. Die Bevölkerung, sonst für Offenheit und Toleranz bekannt, befand sich in einer Art Schockstarre, als die Bilder eines zerstörten Osloer Regierungsgebäudes über die Fernsehschirme flimmerten, noch mehr, als die Nachrichten Schüsse auf der nicht weit entfernten Insel Utoya vermeldeten. Die Opfer waren großteils Jugendliche. Insgesamt 77 Menschen starben. Unzählige wurden schwer verletzt und tragen an den Spätfolgen noch heute.


    Die Journalistin und Autorin war in ihrer Funktion als Reporterin für eine Zeitung bei den Gerichtsprozess um den Attentäter Breivik anwesend und recherchierte weiter, als dieser längst verurteilt war. Seierstad wälzte Gerichtsakten und psycholigsiche Gutachten, sprach mit Weggefährten und ehemaligen Bekannt- und Freundschaften Breiviks, mit dessen Mutter und studierte die Schriften des Mannes, der die größte Tragödie der jüngeren norwegischen Geschichte ausgelöst hatte. Sie wollte das Unverständliche zumindest nachvollziehen können und herausfinden, wie in einem wohlsituierten Land jemand zur Bestie werden konnte.


    Eingängig geschrieben und in klare Abschnitte geteilt, liest sich das Werk, dessen Untertitel im Deutschen fälschlicherweise an eine Biografie denken lässt, als wäre man bei den Ereignissen dabei. Das ist dann vielleicht auch der drängenste Kritikpunkt. Ob man sich beim Lesen eines solchen Berichtes wie im Film fühlen soll, wage ich zu bezweifeln. Das ist grenzwertig und diskussionswürdig. Genau so, wie der Untertitel, der im Original sich eben nicht nur auf den Täter selbst bezieht, sondern ausdrücklich die eigentliche Tat zum Thema nimmt. Damit funktioniert das Werk auch.


    Die Autorin stellt dem Bösen gegenüber, die Biografien seiner Opfer und zeigt damit zugleich das Grundverständnis skandinavischer Gesellschaften auf, welches die Norweger auch nach den Attentat versucht haben, hochzuhalten. Ein Pluspunkt, vergisst Seierstad doch hier gerade nicht, dass die Leidtragenden zu oft außerhalb des Fokus' geraten. Mit einem Vor- und Nachwort rahmt sie ihre Recherchen ein, erklärt ihre Arbeits- und Herangehensweise, was die Verarbeitung widerum erklärt. Asne Seierstad wollte mit ihrem Werk "Rechtsextremismus entblößen, um ihn zu bekämpfen." Für ihren Ansatz bekam sie dafür den Preis der Leipziger Buchmesse 2018 zur Europäischen Verständigung.

    Heute ist der Taag der außerirdischen Kultur in New Mexico, der Tag des verlorenen Penny sowie der Tag der Umarmungen. Es ist der internationale Darwin-Tag zu Ehren des Naturwissenschaftlers Charles darwin.


    Gelesen wird ab heute Ben Rhodes' "Im Weißen Haus - Meine jahre mit Barack Obama".


    serjena Ich habe gerade das Buch von Asne Seierstad beenden können und finde die Herangehensweise der Autorin durchaus schlüssig und folgerichtig. Ich kann die Kritikpunkte von Klaus V nachvollziehen, die er in seiner Rezension beschrieben hat, das Nachwort erklärt aber den Aufbau des Buches. Es ist zum Einem als ergänzendes Werk zu bereits bestehenden erschienen, zum anderen nimmt der Titel auch auf das skandinavische Gemeinschaftsverständnis, welches mit den Terroranschlag angegriffen wurde und womit sich Breivik selbst ins Aus katapultierte. Es sollte aber eben nicht nur einheitspersonenbezogen sein, die Autorin wollte viele Sichtweisen aufzeigen, um die Auswirkungen auf Norwegen selbst zu verdeutlichen. Kann schon sein, dass man das etwas anders bei dieser Art von Buch erwartet. So viel erst einmal dazu. Ich schreibe dazu noch eine ausführliche Rezension. Interessant wird's dann, wenn ich irgendwann dazu komme, auch Fatlands Buch zu lesen.


    Als nächstes, ab morgen, werde ich den nächsten Schinken in Angriff nehmen, nämlich Ben Rhodes Buch "Im Weißen Haus - Meine Jahre mit Barack Obama". Er stieß 2007 zu Obamas Team, war Redenschreiber und später stellvertretender Nationaler Sicherheitsberater und begleitete Obama vom Beginn seiner ersten bis zum ende seiner letzten Präsidentschaft.

    Heute ist der Säubere-deinen-Computer-Tag und der Fütterung der Waldtiere-Tag, außerdem der Tag des Notrufes 112. Es ist der Hin-ist-hin-Tag, der Spiel-deine-Gitarre-Tag und der White-Shirt-day. Außerdem ist der Sei-elektrisierend-Tag. Na dann.


    Ich hoffe jetzt einfach mal, dass die Woche ein wenig entspannter wird, als die letzte und der gröbste Mist vom Tisch ist. Letzte Woche habe ich in nur drei Tagen fünf Überstunden gesammelt.


    Gelesen wird weiter Asne Seierstad "Einer von uns". Vielleicht kann ich es diese Woche beenden.