Die Ergebnisse der Leserlieblinge-Wahl im BücherTreff

Beiträge von Becci5997

    Rezension: „Glühendes Feuer“ von J. Kenner


    Autor/in: J. Kenner

    Titel: Sexy Security: Glühendes Feuer

    Reihe/Band: Stark Security, Band 2

    Genre: Liebesroman

    Erscheinungsdatum: März 2020

    ISBN: 978-3-453-36028-0

    Preis: 9,99 € als Taschenbuch


    Klappentext

    Erkenne mich …

    Denise ist überglücklich mit ihrem Seelenverwandten verheiratet zu sein. Nichts kann sie und Mason auseinanderbringen, auch nicht der Langzeiteinsatz, für den er beruflich unterwegs ist. Als er nach einer missglückten Mission endlich zu ihr zurückkehrt, kann er sich jedoch an nichts mehr erinnern. Alles was er weiß: Er ist ein verdeckter Agent mit wichtigen Informationen für die nationale Sicherheit. Mehr erfährt er nicht; nicht einmal, dass er die schöne Frau, die sein Herz höherschlagen lässt, bereits kennt uns sie sogar seine Ehefrau ist. Denise darf ihm nicht sagen, wer sie ist – oder dass sie sein Kind unter dem Herzen trägt. Eine zarte neue Liebe und verführerische Leidenschaft entwickelt sich zwischen ihnen. Doch als dunkle Mächte versuchen, an die Erinnerung in Masons Kopf zu gelangen, geraten beide in größte Gefahr.


    Titel und Coverdesign

    „Sexy Security“ lässt als Reihentitel eine heiße Geschichte vermuten und auch „Glühendes Feuer“ als einzelner Buchtitel unterstreicht diese Vorstellung ziemlich gut. Das Cover ist in einem schimmernden Rot bzw. einem bordeauxfarbenen Ton gehalten, was einerseits sehr gut zu dem Wort „Feuer“ im Titel passt, aber gewissermaßen auch etwas Verruchtes ausstrahlt. Je nachdem wie man das Buch ins Licht hält und das Licht einstrahlt, glüht und schimmert es wirklich ein bisschen. Im Design wurde viel mit Formen gearbeitet. So steht der Titel mit dem Autorenname in einer Raute und drum herum sind lauter Strahlen in dreieckigen Formen angeordnet.


    Charaktere

    Denise Marshall arbeitet für die SSA (Stark Security Agency), seitdem sie das D.O.C. (eine Geheimorganisation der Regierung) verlassen hat. Ihr Charakter ist von Stärke, Mut und Intelligenz geprägt. Auch scheint sie technisch sehr begabt zu sein. Zu Beginn der Geschichte ist sie ziemlich einsam und frustriert, denn ihr Mann Mason ist schon seit fast zwei Jahren verdeckt im Einsatz.

    Mason Walker ist Spion beim D.O.C. und hat auf seinem letzten Einsatz sein Gedächtnis verloren. Er ist eine sehr aufmerksame und intelligente Person und kann einzigartig kombinieren und Schlüsse ziehen. Aber trotzdem weiß er zu Beginn der Geschichte weder wer er ist noch was er getan hat oder wo er sich befindet. Er ist emotional gebrochen, aber seit er Denise das erste Mal gesehen hat, geht sie ihm nicht mehr aus dem Kopf.


    Schreibstil und Handlung

    „Glühendes Feuer“ wird größtenteils in der ersten Person, aus der Perspektive von Denise, erzählt. Allerdings nicht nur, denn auch aus Masons Sicht werden einige Kapitel formuliert. Allerdings in der dritten Person und nicht in erster. Ich finde diesen Schachzug richtig genial, denn das symbolisiert nochmal die Distanz, die Mason durch seinen Gedächtnisverlust zu sich selbst hat.

    Insgesamt wird die Geschichte um die Agentin und den Spion sehr leicht und flüssig, überaus angenehm, vermittelt. Der Schreibstil ist gleichermaßen spannend und fesselnd.

    Am Anfang hatte ich das Gefühl, dass ein bisschen zu oft die herrschenden Gegebenheiten wiederholt wurden bzgl. des keine Erinnerungen austauschen, damit Mason sich eventuell schneller erinnern kann. Sehr interessant fand ich an diesem Punkt auch den psychischen Aspekt dahinter.

    Bei den Charakteren ist mir einmal aufgefallen, dass viele aus der ursprünglichen „Stark“-Reihe in diesem Spin-Off auftauchen. Grundsätzlich ist das gut – ich mag sowas eigentlich; da ich aber bisher nur dieses Buch kenne waren diese Personen zeitweise sehr schwierig einzuordnen. Bei den beiden Hauptcharakteren Denise und Mason kam es mir auch so vor, das würden ihnen zusätzliche Eigenschaften fehlen. Ich finde, es wurde sich mehr auf die Handlung konzentriert als auf die Ausgestaltung der Charaktere, weshalb die beiden gewissermaßen auch jede andere Person hätten sein können. Da gab es nichts, was die beiden hat individuell sein lassen, in meinen Augen. Wiederum besonders herausragend empfand ich die Anziehung, die zwischen den beiden herrschte. Es war wirklich heiß und das vom ersten Moment an trotz dieser ganzen verzwickten Erinnerungskiste.


    Fazit

    Dieses Buch war für mich, soweit ich mich erinnern kann, das erste Werk von J. Kenner. Und was soll ich sagen – ich fands großartig. Die Geschichte um Mason und Denise hat mich emotional sehr mitgerissen und ich konnte sehr intensiv mitfiebern. Die Story war spannend, emotional und echt heiß. Ich bin auf mehr gespannt und werde sicher auch noch die anderen Bände der Reihe lesen.


    Bewertung: 4 YYYY von 5 Sternen

    Rezension: „Cherish Hope“ von Nalini Singh


    Autor/in: Nalini Singh

    Titel: Cherish Hope

    Reihe/Band: Hard Play, Band 2

    Genre: Liebesroman

    Erscheinungsdatum: Februar 2020

    ISBN: 978-3-7363-1072-8

    Preis: 12,90 € als Paperback


    Klappentext

    Er steht für alles, was sie nicht will – und doch verfällt sie ihm hoffnungslos

    Nayna Sharma liebt ihre Familie über alles. Daher hat sie deren Drängen nachgegeben und zugestimmt zu heiraten – einen Mann, den ihre Eltern für sie auswählen. Doch schnell bereut sie ihre Entscheidung, denn jeder Kandidat ist schrecklicher als der zuvor. Und so beschließt sie, ein letztes Mal auszubrechen – und findet sich in den Armen eines Fremden wieder, der mit seinen Küssen und Berührungen Gefühle in ihr auslöst, die sie nie zuvor gespürt hat. Doch als sie ihm gesteht, dass sie nur eine Nacht will, beendet der geheimnisvolle Unbekannte ihr Abenteuer abrupt. Nayna ist verwirrt – und staunt nicht schlecht, als ihr ihre Eltern den nächsten Heiratskandidaten präsentieren. Es ist ausgerechnet der begnadete Küsser, der sie eiskalt abserviert hat …


    Titel und Coverdesign

    „Cherish Hope“ ist der zweite Band der „Hard Play“-Reihe von Nalini Singh und reiht sich sowohl mit dem Titel als auch mit der Covergestaltung nahtlos hinter dem ersten Band „Cherish Love“ ein. Das zweite Wort des Titels ist ausgetauscht worden und die Farbgestaltung wurde von einem hellen blau zu einem hellen rot bzw. rosé gewechselt. Die Kombination aus rosé mit weiß und gold gefällt mir persönlich wahnsinnig gut und somit war dieses Cover für mich ein absoluter Hingucker!


    Charaktere

    Nayna Sharma ist 28 Jahre alt, Single und noch Jungfrau. Vom Charakter her scheint sie ziemlich unsicher und zurückhaltend zu sein, was zunächst allerdings auf ihre Kultur; sie entstammt einer indischen Familie – zurückzuführen ist. Sie hat studiert und arbeitet als Finanzexpertin in einer kleinen Firma. Von ihrer Familie ist sie immer sehr behütet worden, seit ihre große Schwester Madhouri durchgebrannt ist, aber je älter sie wird, umso mehr verspürt sie einen großen Drang nach Freiheit und Abenteuer. Durch ihre traditionell indische Erziehung bedeutet eine Ehe mit Haushalt und Kindern für Nayna mittlerweile eine Art Gefängnis.

    Raj Sen ist der mysteriöse fremde Kerl, mit dem Nayna, auf der Suche nach einem Abenteuer, heiß rumgeknutscht hat. Er wurde als Kind adoptiert und hat keine Ahnung, woher er eigentlich kommt. Für ihn sind Traditionen das Wichtigste im Leben und so wünscht er sich nichts mehr als eine Ehefrau und Kinder. Er ist eher ein stiller ernster Typ, der gleichzeitig aber auch überaus stur ist. Auch wenn Nayna absolut nicht seinem ‚Beuteschema‘ entspricht, ist er doch fasziniert von ihr und gibt sich größte Mühe sie zu umwerben.


    Schreibstil und Handlung

    „Cherish Hope“ konnte mich, wie bereits andere Bücher der Autorin, mit seinem wundervoll lockeren und flüssigen Schreibstil für sich gewinnen. Als einziges Manko muss ich angeben, dass mir die Erzählperspektive in der dritten Person nicht so gut gefallen hat. Manchmal war für mich leider nicht deutlich genug, aus welcher Sicht gerade erzählt wird und das wiederum hat mich zunächst leicht verwirrt.

    Sehr gut gefallen haben mir die verschiedenen Kapitelüberschriften, die einen größtenteils schon zum Lachen gebracht haben, bevor man überhaupt konkret wusste, worum es im entsprechenden Part ging.

    Der Beginn der Story war auf jeden Fall mal etwas ganz anderes, als man vielleicht sonst gewohnt ist – auf seine eigene Art war es äußerst spannend und innovativ. Besonders interessant fand ich den Einblick in die indische Kultur, den die Geschichte liefert. Dadurch konnte man selbst auch ein sehr gutes Gespür für Bräuche und Traditionen entwickeln und deren Wichtigkeit in der Gesellschaft nachvollziehen. Ein wenig gewundert hat mich allerdings, warum anscheinend sehr viele Inder in Neuseeland leben; allerdings liegt das wahrscheinlich an der sehr jungen Bevölkerung und das Neuseeland generell ein sehr attraktives Land für viele ist.

    Je länger die Geschichte andauerte, umso häufiger wiederholten sich gewisse Handlungsstränge. Vor allem wenn man betrachtet, wie viel Mühe sich Raj mit Nayna gibt und sie trotzdem nicht in der Lage ist, sich auf ihn einzulassen, sondern ihn immer wieder auf Abstand hält. Das ergab leider ein ziemliches Hin und Her. Außerdem gab es einige Szenen zwischen den beiden, die für mich nicht realistisch genug dargestellt waren.

    Auch das Ende konnte mich nicht vollends überzeugen, denn für meine Begriffe gab es viel zu viele wichtige Ereignisse auf einmal – insgesamt sehr viel Drama. Da muss ich allerdings direkt noch einwerfen: Für mich ist das Bollywood-Genre generell geprägt von Übertreibung. Dementsprechend werte ich diese Geschehnisse für mich so, dass sie ein sehr authentisches Abbild der indischen Kultur lieferten.


    Fazit

    In dieser Geschichte gab es eine sehr bunte Mischung an interessanten, lustigen, aber auch schwierigen Momenten. Insgesamt konnte mich das Buch definitiv überzeugen und ich hatte sehr viel Spaß mit Nayna und Raj. Da ich den ersten Teil der Reihe vorher noch nicht gelesen hatte, habe ich mir fest vorgenommen, das bald nachzuholen.


    Bewertung: 4 YYYY von 5 Sternen

    Rezension: „Feeling close to you“ von Bianca Iosivoni


    Autor/in: Bianca Iosivoni

    Titel: Feeling close to you

    Reihe/Band: Was auch immer geschieht, Band 2

    Genre: New Adult

    Erscheinungsdatum: Februar 2020

    ISBN: 978-3-7363-1120-6

    Preis: 12,90 € als Paperback


    Klappentext

    Was, wenn das Game Over gerade erst der Anfang ist?

    Teagan hat nur einen Wunsch: endlich raus aus ihrer Heimatstadt und ans College zu gehen. Um das Geld dafür zu sparen, streamt sie nachts online Videospiele. Sie ist so gut, dass sie sogar Parker, den beliebten YouTube-Gamer, besiegt. Der will unbedingt herausfinden, wer die unbekannte Spielerin ist. Obwohl die beiden Tausende von Meilen trennen und sie zunächst nur über Chats und Nachrichten kommunizieren, knistert es schon bald heftig zwischen ihnen. Doch Teagan ist in der Vergangenheit oft verletzt worden – und auch für Parker sind Gefühle das Letzte, was er gerade gebrauchen kann. Dennoch können die beiden einander nicht so einfach vergessen …


    Buch-/Reihentitel

    „Feeling close to you“ (dt. sich nahe fühlen) ist so ziemlich genau das, was wir im Moment alle brauchen und gerade in dieser Zeit finde ich den Titel sehr passend. Abgesehen mal davon strahlt er etwas ziemlich Romantisches aus und birgt für mich sehr viel Gefühl in sich. Die Dilogie ist mit „Was auch immer geschieht“ betitelt, was auf den ursprünglich erschienenen Einzelband, der vor ein paar Jahren veröffentlicht wurde, zurückzuführen ist.


    Cover und Design

    Das Cover zu „Feeling close to you“ vermittelt einen sehr gemütlichen und freundlichen Eindruck. Es ist in verschiedene Blautöne gehalten, durchzogen von golden strahlenden Rissen. Es wirkt ein bisschen wie vereinzelte Sonnenstrahlen, die sich durch eine dichte Wolkendecke bahnen – mit ganz viel Fantasie. Ein klein wenig hat es auch einen zerbrechlich wirkenden Touch. Jedenfalls passt die Farbkombination aus Blau und Gold sehr gut zusammen und ich persönlich finde es sehr hübsch.


    Charaktere

    Teagan Ramona, manchmal auch nur TR genannt oder auch TRGame, ist ein überaus außergewöhnliches Mädchen mit einem sehr außergewöhnlichen Namen. Sie ist eine ziemlich gute Gamerin und verdient sich mit eigenen Livestreams etwas Geld fürs College zusammen. Sie hat nicht viele Freunde und auch ihre letzte Beziehung ging nicht sonderlich gut aus, denn der Kerl hat sie betrogen. Ihr scheint das virtuelle Leben und auch ihre Online-Kontakte besser zu bekommen als das Real-Life, denn auch mit ihrer Familie, bzw. eher mit ihrem Vater hat sie es nicht besonders leicht.

    Parker ist ebenfalls Gamer und ziemlich weit bekannt. Mit seinem eigenen YouTube-Account und regelmäßigen Livestreams hat er eine riesige Fangemeinde um sich angesammelt. Er lebt mit ein paar seiner Freunde zusammen in einer WG und geht aufs College.

    Beide Charaktere waren mir direkt von Anfang an sympathisch und ich konnte sie sofort in mein Herz schließen. Sie waren so authentisch in ihrer Art, wie sie sich gegeben und verhalten haben. Besonders gut gefallen hat mir die Tatsache, dass sie in vielen Dingen ähnlich ticken und gemeinsame Interessen/Hobbys haben. Auch was die familiären Situationen jeweils angeht konnte man ein paar Parallelen ziehen, denn auch in Parkers Familie läuft leider nicht alles rund.

    Bei diesem Buch muss ich allerdings noch mehr Charaktere erwähnen, die eine Rolle spielen. Ich spreche von Parkers WG. Das sind drei weitere wundervolle und mega sympathische Menschen, mit denen man richtig viel Spaß haben kann! Ich denke jeder würde sich wünschen dort einziehen zu dürfen, um mit diesem chaotisch lustigen Haufen zusammenzuleben. Schade, dass für diese Reihe bisher keine weiteren Bände geplant sind, denn genug Potential wäre in meinen Augen auf jeden Fall noch vorhanden!


    Schreibstil und Handlung

    „Feeling close to you“ ist aus zwei verschiedenen Sichten geschrieben. Einmal stehen Teagans Gedanken und Gefühle im Vordergrund und dann bekommt natürlich auch Parker seinen Part. Der Schreibstil ist, wie auch in allen anderen Büchern von Bianca Iosivoni, sehr locker, leicht und flüssig zu lesen. Es ist so angenehm, die Geschichte zu verfolgen, dass man regelrecht in ihren Bann gezogen wird. Unterstützend hat hier auch die erstellte Playlist gewirkt. Sie hat mir sehr gut gefallen, denn ein paar meiner absoluten Lieblingssongs waren vertreten.

    Toll fand ich auch, dass die Geschichte um TaeTae und Parker nicht nur im reinen Textformat erzählt wird, sondern auch Chatverläufe mit realitätsgetreuen Smileys in die Fassung eingebaut sind. Ich liebe diese Art von Unterhaltungen einfach so sehr! – Es ist ein absoluter Genuss, solche Chatverläufe zu verfolgen! Allerdings hätte ich es auch toll gefunden, wenn man da ein paar mehr Daten gehabt hätte, wie z.B. Zeitangaben.

    Ebenfalls positiv hervorheben möchte ich das Grundthema der Geschichte, durch das sich Teagan und Parker ja erst kennenlernen: Gaming! Es gibt viel zu wenig Bücher, in denen dieses Hobby genannt wird. Mir haben die verschiedenen Einblicke in Spiele und Streams sehr gut gefallen und auch die Informationen über Games-Coms etc. waren wirklich klasse. Sehr herausragend waren auch die Beschreibungen der Gefühle bei einzelnen Spielausschnitten. Dadurch, dass ich früher selbst eine Weile gezockt habe, konnte ich die verschiedenen Stimmungen perfekt nachempfinden.

    Ein wenig meckern muss ich aber auch, denn zum Teil kommen Inhalte in diesem Buch vor, die mittlerweile einfach langweilig geworden sind, weil es sie zu oft gibt und sie für die eigentliche Handlung nicht notwendig gewesen wären, bezogen auf den letzten Abschnitt und Parkers Geschichte.


    Fazit

    Im Gesamten konnte mich „Feeling close to you“ aber auf jeden Fall überzeugen und auch trotz ein paar kleiner Mäkel sehr begeistern! Schon seit „Was auch immer geschieht“ habe ich auf Parkers Geschichte hin gefiebert und hier war sie endlich. Eine wundervolle New-Adult-Geschichte, mir hat sie gefallen.


    Bewertung: 5 YYYYY von 5 Sternen

    Rezension: „Brisante Wahrheit“ von Michelle Raven


    Autor/in: Michelle Raven

    Titel: Brisante Wahrheit

    Reihe/Band: R.I.O.S., Band 2

    Genre: Romantic Suspense

    Erscheinungsdatum: März 2020

    ISBN: 978-3-903278-17-2

    Preis: 12,99 € als Paperback


    Klappentext

    Vor Jahren hat Emily Gray eine furchtbare Entdeckung gemacht und ist in Washington, DC untergetaucht, um sich zu schützen. Als sie einen Brief ihres Freundes Aaron erhält, weiß Emily, dass ihre Zeit abgelaufen ist, denn das Schriftstück wurde nach seinem Ableben an sie verschickt. Aaron war der Einzige, der ihren Aufenthaltsort kannte, und er wurde gefoltert, um diese Information preiszugeben.

    Detective Tom Carter beschattet Emily, seit er bei einer routinemäßigen Untersuchung herausgefunden hat, dass sie eine falsche Identität benutzt. Als ein Mordanschlag auf sie verübt wird, den er in letzter Sekunde verhindern kann, wird ihm klar, in welch großer Gefahr sie schwebt. Obwohl Tom nicht mal ihren wahren Namen kennt, fühlt er sich unerklärlich stark zu Emily hingezogen und bietet ihr an, zu helfen. Er bringt sie zu der Sicherheitsfirma R.I.O.S., für die er hin und wieder arbeitet. Dort stellt sich jedoch heraus, dass ihn Emily die ganze Zeit belogen hat …


    Buch-/Reihentitel und Cover

    Über die volle Breite des Covers ist „R.I.O.S.“ geschrieben – der Name der Sicherheitsfirma, um welche sich diese Reihe dreht. Mit „Brisante Wahrheit“ ist ein weiterer passender Titel zu „Riskanter Verdacht“ (Band 1) gewählt worden und vermittelt direkt eine spannende Atmosphäre mit vielen Lügen und Geheimnissen. Farblich ist das Cover in verschiedenen Blautönen gehalten. Im Vordergrund ist ein muskulöser Kerl abgebildet, bei dem ich mir gut vorstellen könnte, dass er beim Militär gewesen ist, wenn man seine Kleidung und seinen Haarschnitt betrachtet. Im Hintergrund ist eine erleuchtete Stadt in der Dämmerung zu sehen über die Gewitterwolken herziehen.

    Grundsätzlich ist das Cover nicht ganz mein Fall, da es mir aktuell nicht sonderlich gefällt, wenn Menschen auf Covern abgebildet sind – zur Reihe ist es allerdings auf jeden Fall passend und auch der abgebildete Mann ist auf jeden Fall sehr ansprechend.


    Charaktere und Organisationen

    Bevor ich allerdings die Protagonisten der Geschichte vorstelle, sollte ich kurz erklären, worum es sich bei R.I.O.S. eigentlich genau handelt. R.I.O.S. ist eine Sicherheitsfirma, bestehende aus Ex-SEALs, ehemaligen/rehabilitierten Verbrechern und verschiedenen weiteren Akteuren, die mit der Polizei und dem FBI zusammenarbeiten um die unterschiedlichsten Fälle zu lösen. R.I.O.S. steht für: Rescue Investigations Operations Security.

    Nun zur weiblichen Hauptfigur: Emily Gray nennt sich aktuell Lisa Moore und ist auf der Flucht vor ihren unbekannten Verfolgern. Unter extremen Vorsichtsmaßnahmen bestreitet sie ihr Leben. Sie ist Hackerin und arbeitet unter einem weiteren Decknamen öfter mit R.I.O.S. zusammen, um bei einzelnen Fällen zu helfen. Um ihre Arbeit zu rechtfertigen neigt sie dazu, viele Gesetze und Regelungen zu ihren Gunsten auszulegen – was absolut nachvollziehbar ist. Freunden und Bekannten gegenüber hegt sie einen sehr ausgeprägten Beschützerinstinkt, allerdings ist sie im Widerspruch dazu auch öfters sehr naiv und risikofreudig veranlagt.

    Tom Carter ist Polizist und nimmt seinen Job ziemlich ernst. In seiner Freizeit unterstützt er R.I.O.S. bei ihren Aufträgen. Er ist ein sehr fürsorglicher Charakter mit sehr hohen moralischen Ansichten und Werten. Für Emily ist er in einigen Situationen der Retter in der Not und auch wenn er sie überhaupt nicht kennt und weiß, dass sie etwas zu verbergen hat, fühlt er sich augenblicklich von ihr angezogen.


    Schreibstil und Handlung

    Die Geschichte im zweiten Band der R.I.O.S.-Reihe beinhaltet eine wundervolle Mischung aus Action- und Krimi-Elementen sowie viel Romantik und einer Prise Erotik. Durch eine sehr realistische Szenendarstellung wird die Story sehr spannend und aufregend erzählt. Der Schreibstil ist fesselnd und sehr angenehm bzw. flüssig zu lesen, weshalb ich das Buch auch innerhalb weniger Stunden verschlungen hatte. Ich war so von der Geschichte eingenommen, dass ich es nicht mal geschafft habe während dem Lesen Notizen für meine Rezension zu schreiben – und das mag schon etwas heißen. Für mich war dieses Buch ein absoluter Genuss, den die sehr realistisch gestalteten Charaktere noch super abgerundet haben. Abgesehen mal davon, war es fantastisch, viele altbekannte Charaktere wiederzutreffen, wie z.B. Karen und Clint aus „Riskante Nähe“. Ich denke, ich muss auch die Vorgängerreihen unbedingt mal rereaden und definitiv noch Band 1 der R.I.O.S.-Reihe nachholen, denn das ist mir bisher leider entgangen. Ich war schon immer und werde definitiv noch weiter ein großer Fan von Michelle Raven bleiben.


    Fazit

    Michelle Raven hat mit diesem Buch bei mir wieder direkt ins Schwarze getroffen! Ich habe es innerhalb kürzester Zeit verschlungen und geliebt! Es hatte für mich die perfekte Mischung verschiedenster Elemente und war genauso spannend, wie ich es von der Autorin kenne und erwarte. Ich will unbedingt noch mehr Bände von dieser Reihe haben/lesen!


    Bewertung: 5 YYYYY von 5 Sternen

    Rezension: „Burning Bridges“ von Tami Fischer


    Autor/in: Tami Fischer

    Titel: Burning Bridges

    Reihe/Band: Fletcher University, Band 1

    Genre: New Adult

    Erscheinungsdatum: Oktober 2019

    ISBN: 978-3-426-52457-2

    Preis: 12,99 € als Paperback


    Klappentext

    Wenn wir aufeinandertreffen, sprühen keine Funken.

    Wenn wir aufeinandertreffen, gehen wir in Flammen auf.

    Ella Johns ist ein Sonnenschein – bis zu dem Tag, an dem ihr Freund ihr das Herz bricht. Sie läuft allein durch die nächtlichen Straßen der Stadt und wird prompt von einigen Kerlen in die Enge getrieben. Da taucht wie aus dem Nichts ein geheimnisvoller Fremder auf: Er rettet sie – und verschwindet spurlos. Ella ist fasziniert und will unbedingt mehr über ihren Retter mit den stahlgrauen Augen erfahren, aber er macht sich rar, hält sie auf Abstand. Denn Ches lebt im Untergrund, nur dort ist er vor seiner Vergangenheit sicher. Und je näher Ella ihm kommt, desto größer wird die Gefahr, in die sie sich begibt …


    Buch-/Reihentitel

    Da die Bücher um „Burning Bridges“ und Co. an der Fletcher University spielt, war der Name der gleichnamigen Reihe schnell gewählt, würde ich denken. Der Buchtitel des ersten Bandes „Burning Bridges“ ist da allerdings etwas speziell, wie ich finde. Für mich bedeutet er abreißende Verbindungen und wenn ich vermuten würde geht es um die von Ella und Ches und den Aspekt, ob sie es beide schaffen, ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen oder nicht.


    Cover und Design

    Das Cover ist sehr schlicht gehalten. Die Grundfarbe ist braun mit einigen glitzernden Elementen. Die Gestaltung erinnert mich an Holz bzw. eher an alte Bäume mit ihren verschiedenen Ummantelungen. Teilweise geht das braun in ein rötliches Orange über, was zum „Burning“ im Titel ganz gut passt, denn es könnte der Versuch gewesen sein kleine züngelnde Flammen darzustellen.


    Charaktere

    Ella Johns wurde gerade von ihrem Freund betrogen und verlassen und macht direkt zu Beginn der Geschichte einen sehr frustrierten und verwirrten Eindruck. Durch ihre Trauer neigt sie zu irrationalen und risikofreudigen Handlungen und bringt sich dadurch direkt erstmal in Gefahr. Sie ist 21 Jahre alt und studiert Literatur. Abgesehen mal vom Verlust ihrer Beziehung hat sie auch immer noch ihren Vater zu betrauern, der vor einiger Zeit gestorben ist. Grundsätzlich scheint Ella eine recht nette Person zu sein und ihr Freundeskreis um Savannah, Summer, Mitchell und Co. ist recht groß. Je weiter ich sie aber kennenlernte, umso naiver empfand ich sie und ihr Verhalten, was mir irgendwann ziemlich auf den Keks ging.

    Ches, heißt eigentlich Chester Williams, ist 26 Jahre alt und ein ziemlich stiller und geheimnisvoller Typ. Als Ella zu Beginn des Buches in Gefahr gerät ist er der starke Retter in der Not, was ihn für sie direkt ziemlich anziehend macht. Er ist Kämpfer im „Käfig“, dadurch, dass er noch ziemlich mit ein paar Problemen aus seiner Vergangenheit zu schaffen hat. Zu seinen besten Freunden zählen Creed und Vince, die allerdings auch Verbindungen zum „Käfig“ haben.

    In „Burning Bridges“ haben sehr viele Charaktere größere und kleinere Auftritte und gleichzeitig erfährt man über jeden ziemlich viel, wo ich mir teilweise nicht sicher bin, ob das wirklich zwingend notwendig ist.


    Schreibstil und Handlung

    Der Handlungseinstieg ist bedingt durch Ellas Trennung sehr actionreich und es wird versucht, den Leser direkt in die Geschichte hineinzuziehen. Leider war das bei mir nicht so ganz der Fall. Ich empfand den Schreibstil und die dargestellten Gedanken der Charaktere als sehr sprunghaft und teilweise auch sehr irrational, dass ich öfter mit dem Kopf schütteln musste, als dass ich die Story wirklich genießen konnte.

    Viele Handlungen und Wendungen wirkten auf mich ziemlich unzusammenhängend und spontan, als hätte die Autorin beim Schreiben noch gar nicht gewusst, wie es nach den jeweiligen Abschnitten überhaupt weitergehen soll. Auch hatte ich das Gefühl, dass der Erzählstrang um Ches und den Käfig und die neu aufgebaute Beziehung/Freundschaft zu Ella ziemlich ausgeschlachtet worden ist, wenn ich mir das ganze Hin und Her betrachte. Das wäre eigentlich nicht notwendig gewesen.

    Je weiter ich in „Burning Bridges“ mit dem Lesen vorangeschritten bin umso mehr hatte ich das Gefühl, dass bei dieser Story versucht wurde, Alles was Leser an New Adult gut finden in dieses Buch mit reinzubringen, um es möglichst perfekt zu machen. Dieser Versuch ist in meinen Augen nach hinten losgegangen. Abgesehen mal davon finde ich nicht, dass der Part um den „Käfig“ und Co. so zwingend in den New Adult Bereich passt, denn für mich wäre das eher eine Geschichte für den Dark Romance Bereich gewesen, die man dann noch um einiges mehr hätte ausschmücken können/müssen.

    Leider bin ich mit meiner Kritik noch nicht am Ende, denn an den Namen der einzelnen Charaktere hat mich auch ein bisschen was gestört. Ella und Clara, Ches und Creed, Summer und Savannah – bilde ich mir das nur ein oder hört sich das nicht alles irgendwie gleich an? An dieser Stelle fehlte mir eindeutig Kreativität, denn so haben sich z.B. Summer und Savannah für mich nicht wirklich voneinander abgehoben, auch wenn sie anhand ihrer Person schon starke Unterschiede aufwiesen. Auch die Vor- und Nachnamen passen irgendwie nicht so recht zusammen – der Klang, wenn ich die Namen laut ausspreche harmoniert einfach nicht.


    Fazit

    „Burning Bridges“ ist ein ziemlich gehyptes Buch und das ist auch der Grund, warum ich von der Geschichte, den Charakteren und Co. wesentlich mehr erwartet hatte, als mir hier letztendlich nur geboten wurde. Es gab mir einfach viel zu viele merkwürdige Entscheidungen und Verwirrungen, sodass ich mich nicht wirklich entspannen konnte oder mich über dieses Buch freuen konnte. Leider kann ich mich diesem Hype absolut nicht anschließen. Nichtsdestotrotz habe ich vor, den zweiten Band noch zu lesen und hoffe somit, dass dieser besser wird als hier vorgestellter erster Teil.


    Bewertung: 3 YYY von 5 Sternen

    Rezension: „Befreit und bereit“ von Philippa L. Andersson


    Autor/in: Philippa L. Andersson

    Titel: Befreit und bereit

    Reihe/Band: Tease and Please, Band 6

    Genre: Erotikroman

    Erscheinungsdatum: Februar 2020

    ISBN: 978-3-96698-226-9

    Preis: 9,99 € als Taschenbuch


    Klappentext

    „Sei deinen FREUNDEN nah.

    Aber deinen EX-FREUNDEN näher.

    Zumindest dem RICHTIGEN …“

    Das Letzte, was das Tease & Please gebrauchen kann, ist im Fokus der Medien zu stehen. Als eine Kundin Nathan Hard, einem Angestellten des Klubs, Körperverletzung vorwirft, schrillen deshalb in der Rechtsabteilung alle Alarmglocken. Um Schaden vom Klub abzuwenden soll die externe Anwältin Lexy Carter den Fall übernehmen. Aber niemand hat damit gerechnet, dass Nathan und Lexy eine gemeinsame Vergangenheit verbindet.

    Wird Lexy dennoch den Fall übernehmen?


    Buch-/Reihentitel

    Auch beim sechsten Band der „Tease and Please“ Reihe von Philippa L. Andersson besteht der Titel wieder aus zwei zueinanderpassenden Worten. Nach „Berührt und verführt“ oder auch „Entdeckt und erweckt“ gibt es nun „Befreit und bereit“ – zwei Adjektive, die in einem Handlungsgeschehen aufeinanderfolgen würden. Der Reihentitel selbst ist der Club-Name des Haupthandlungsortes bzw. des Hauptthemas des Buches und symbolisiert so die Zugehörigkeit. Die Worte „befreit“ und „bereit“ würde ich, nachdem ich die Geschichte gelesen habe, auf die beiden Hauptcharaktere Nathan und Lexy beziehen, was ich aber im unteren Abschnitt noch etwas näher erklären werde. Auf jeden Fall passend gewählt, wie ich finde.


    Cover und Design

    Auf schlichtem schwarzem Hintergrund erheben sich zwei majestätisch wirkende Schmetterlinge aus einer Wasserpfütze. Das Cover ist somit exakt so gestaltet, wie die vorhergehenden fünf Bände, mit dem einzigen Unterschied, dass die farbliche Gestaltung nun gelb ist. Mit seinem kompletten Anblick wirkt das Cover auf mich sehr edel und hochwertig – ich finde für ein Buch über einen BDSM-Club ist das Cover abstrakt und gut gewählt.


    Charaktere und Orte

    Vielleicht sollte ich an dieser Stelle erst einmal erklären, was das „Tease and Please“ überhaupt ist – vor allem für diejenigen unter uns, die noch keinen Band der Reihe gelesen haben. Das „Tease and Please“ ist ein privater, in höheren Kreisen aber sehr bekannter, BDSM-Club, der sehr auf Diskretion bedacht ist. Die Kunden kommen dorthin, um sich ihre geheimsten und verbotensten Wünsche zu erfüllen. In den vorhergehenden Bänden der Reihe haben wir schon einige wichtige Personen, wie z.B. den Geschäftsführer Reece Randall und den Firmenanwalt Ian Randall kennengelernt.

    In diesem Teil dreht sich aber alles um Nathan Hard. Er ist ein Angestellter des Clubs und arbeitet nachts als Dom. Neben diesem Job ist er allerdings noch Möbelbauer – er konstruiert eigene Möbel oder auch auf Wunsch oder Auftrag z.B. Möbel für den Club oder andere Personen. Beide seine Jobs unterstreichen seinen feinfühligen und intelligenten Charakter. Wie ich schon zum Titel gesagt hatte, würde ich auf Nathan, im Hinblick auf den Klappentext, das Titelwort „befreit“ beziehen.

    Lexy Carter ist Anwältin und ich persönlich bin nicht komplett mit ihr warm geworden. Durch ihren Ex-Freund geriet sie an richtig böse Typen und muss wöchentlich Raten für seine Vergehen zahlen. Sie ist ein ziemlich sturer und nachtragender Charakter und wirkt auf den ersten Blick ziemlich prüde. Auf eine gewisse Art und Weise könnte man sie aber auch als recht naiv bezeichnen. An ihrem Charakter hat mich ihre vorverurteilende Art ziemlich genervt und auch, dass sie sich selbst und ihre Vorlieben öfter mal verleugnet hat. Im Kontext dazu würde auf sie der zweite Titelbegriff „bereit“ sehr gut passen, wie ich finde.

    In der Vergangenheit hatten Nathan und Lexy bereits eine Beziehung miteinander, die in die Brüche gegangen ist, da sie anscheinend nicht vernünftig miteinander kommuniziert haben. Zwischen ihnen stehen zu Beginn der Geschichte viele Lügen und unausgesprochene Dinge.


    Schreibstil und Handlung

    Wieder mal konnte ich direkt in die Geschichte um das „Tease and Please“ eintauchen. Der Schreibstil ist sehr fesselnd und direkt, manchmal auch sehr spielerisch. Gerade die spielerischen Dialoge haben mir sehr gut gefallen, denn ich finde, dass die sehr zur intimen Atmosphäre beigetragen haben. Durch die flüssige Wortwahl konnte mich die Story um Nathan und Lexy direkt in ihren Bann ziehen.

    Faszinierend war auch die Mischung zwischen Erotik und Krimi in dieser Geschichte, wobei mir der actionreiche Krimianteil teilweise sogar etwas zu viel war. Grundsätzlich wurde das Buch dadurch aber noch spannender, sodass ich es wirklich kaum aus der Hand legen konnte.

    Ein wenig war ich manchmal durch die Erzählperspektive verwirrt. Erzählt wurde „Befreit und bereit“ in der ICH-Perspektive, nur in den einzelnen Kapiteln habe ich manchmal nicht ganz mitbekommen, trotz Charakterüberschrift, wenn die Seiten geswitcht haben.

    Auch muss ich leider noch hinzufügen, dass mir die Reaktion des „Tease and Please“-Inhabers samt Anwalt auf den Klagegrund der Kundin sehr suspekt und unrealistisch gewesen ist. Verständnis für die Situation hin oder her, ich kanns mir nur in der echten Welt nicht vorstellen, dass sowas so einfach wieder vom Tisch wäre.


    Fazit

    Alles in allem auf jeden Fall wieder eine sehr heiße Story, die ich wirklich genossen habe. Auf Nathans Geschichte habe ich schon so lange hin gefiebert, denn von seinem kurz vorhergehenden Auftritt war ich sehr neugierig auf ihn. Meine angebrachten Kritikpunkte waren für mich selbst beim Lesen nicht sonderlich schwerwiegend und deshalb kann ich auch abschließend sagen, dass ich immernoch süchtig nach dieser Reihe bin und noch auf einige weitere Bände hoffe.


    Bewertung: 4 YYYY von 5 Sternen

    Rezension: „Dirty Neighbor“ von Sarah Saxx


    Autor/in: Sarah Saxx

    Titel: Dirty Neighbor

    Genre: Liebesroman

    Erscheinungsdatum: Januar 2020

    ISBN: 978-3750452640

    Preis: 12,99 € als Taschenbuch


    Klappentext

    Jaimes neue Wohnung ist perfekt, ihr heißer Nachbar die Kirsche auf der Sahne. So fühlt sich der Neustart in New York doch großartig an! Vor allem, als sie mit dem sexy Kerl von gegenüber durch die Scheiben hindurch flirtet und bei beiden erste Kleidungsstücke fallen. Nach kurzem Zögern lässt sich Ralph auf das prickelnde Abenteuer ein, schließlich könnte er dadurch endlich mit seiner Ex abschließen. Was beide jedoch nicht ahnen: Es ist nicht nur die Nachbarschaft, die sie verbindet. Und das verkompliziert alles zwischen ihnen.


    Buchtitel und Cover

    „Dirty Neighbor“ klingt äußerst schmutzig und impliziert auf jeden Fall etwas „Verbotenes“, etwas Heißes. Passend zum Titel ist auf dem Cover ein sehr gut aussehender Kerl abgebildet, der einen sehr intensiv anblickt. Ich fühlte mich direkt ein wenig beobachtet. Aber der Buchtitel begegnet uns nicht nur auf dem Cover, sondern auch innerhalb der Geschichte ist er immer wieder vertreten und verleiht der Geschichte eine gewisse anzügliche Atmosphäre.


    Charaktere

    Jaime Parks ist eine junge zurückhaltende und sehr ehrgeizige Frau, die zu Beginn der Geschichte ihren neuen Job als Journalistin bei einem großen bekannten Frauenmagazin antreten möchte. Nach einer großen Enttäuschung in ihrem Leben, die sowohl ihren Job als auch ihr Gefühlsleben betraf, möchte die Singlefrau nun ein neues Zuhause aufbauen, fernab der ganzen negativen Gefühle und Erfahrungen. Ihre beste Freundin Kelly unterstützt sie dabei so gut sie kann und versucht auch in schlechten Zeiten immer für sie da zu sein und sie aufzumuntern. Aber Jaime hat nicht nur diese ruhige und verletzte Art an sich, sie kann auch auf der einen Seite ziemlich draufgängerisch sein und auf der anderen aber auch sehr grüblerisch und selbstzerstörerisch.

    Ralph Riley wurde von seiner Ex-Freundin betrogen und verlassen und wünscht sich nun nichts sehnlicher, als endlich über dieses Drama in seinem Leben hinweg zu kommen und wieder Spaß zu haben. Er ist Chefredakteur bei einem großen Verlag und bekommt von seinem besten Freund Callum regelmäßig unerwünschte Tipps für sein Liebesleben. Ralph ist ein sehr selbstbewusster Charakter und vor allem weiß er ganz genau, was er sich für sein Leben wünscht.

    Sehr deutlich erkennbar war bei den beiden, dass sie in der Liebe bisher ähnliche Schicksale erlebt haben. Das machte es einmal etwas trauriger, wenn man es sich mal genau überlegt, aber so konnte man gleichzeitig auch die Reaktionen aufeinander viel besser nachvollziehen.


    Schreibstil und Handlung

    Der Einstieg in die Geschichte war direkt äußerst spannend und intensiv. Verdammt heiß. Und so konnte mich die Geschichte um Jaime und Ralph direkt von den ersten Seiten an fesseln und in Besitz nehmen. Der angenehme und sehr flüssige Schreibstil der Autorin unterstützte dieses Empfinden zusätzlich positiv und so konnte ich perfekt abtauchen und genießen.

    Es gab einige überraschende Wendungen, die vielleicht ein wenig vorhersehbar waren, sich aber ansonsten sehr gut in die Geschichte einfügten. Auch bot die Story wieder eine große Auswahl in intensiven romantischen und auch erotischen Gefühlen, die die Entwicklungen zwischen Jaime und Ralph auf atemberaubende Weise spannend machten. Die Anziehung zwischen den beiden Protagonisten war sehr überwältigend und gut nachzuempfinden. Die Idee der Handlung, betreffend der gemeinsamen Nachbarschaft, fand ich richtig heiß. Es hat etwas Verbotenes an sich und vermittelte auch ein wenig einen „gefährlichen“ Eindruck. Auch hier wirkte der Schreibstil wieder unterstützend, denn die Szenen waren so gestaltet, dass sich unverzüglich ein Bild der beschriebenen Darstellung in meinem Kopf formen konnte, als wäre ich eine außenstehende Person, die live miterleben konnte, was Jaime und Ralph da tun.

    Ein klein wenig muss ich aber auch meckern, was allerdings an meiner abschließenden Bewertung nicht kratzen konnte. Ralph war mir teilweise in seinem Verhalten etwas zu blöd – ich konnte seine Angst verstehen, aber für mich waren seine Reaktionen teilweise überspitzt und kindisch. Auch hatte ich bei der Story etwas mehr Sex erwartet, musste aber letztendlich feststellen, dass mich weniger nicht gestört hat, sondern jegliche Handlungen in dieser Richtung dafür wesentlich intensiver dargestellt waren.


    Fazit

    Ich bin bereits seit längerem ein großer Fan der Autorin und wieder konnte sie mich mit dieser Geschichte für sich gewinnen, denn ich wurde absolut nicht enttäuscht. Es war einfach – wow. Grandios. Gefühlvoll, spannend und definitiv nicht langweilig! Ich liebe Sarahs Bücher einfach und ich hoffe sehr, dass vielleicht auch Kelly ihre eigene Geschichte bekommt.


    Bewertung: 5 YYYYY von 5 Sternen

    Rezension: „Heartbreaker“ von Avery Flynn


    Autor/in: Avery Flynn

    Titel: Heartbreaker

    Reihe/Band: Harbor City, Band 1

    Genre: Liebesroman

    Erscheinungsdatum: Januar 2020

    ISBN: 978-3-7363-1098-8

    Preis: 12,90 € als Paperback


    Klappentext

    Sein Unternehmen ist seine Welt – bis ein Kuss alles verändert …

    Sawyer Carlyle regiert sein Unternehmen mit eiserner Hand. Ein Privatleben kennt er nicht, und für die Liebe hat er keine Zeit – für ihn zählt nur der nächste Deal. Umso mehr nervt es ihn, dass seine Familie alles daransetzt, ihn zu verkuppeln und ihm eine potenzielle Freundin nach der anderen präsentiert. Um dem einen Riegel vorzuschieben, engagiert der CEO Clover Lee. Die junge Frau soll seine Verlobte spielen und ihm die heiratswilligen Damen – und seine Familie – vom Hals halten. Doch dann stellt ein heißer Kuss zwischen Clover und Sawyer seine Welt auf den Kopf, und aus dem Spiel wird schnell etwas ganz anderes …


    Buch-/Reihentitel

    „Heartbreaker“ ist der der Band der „Harbor City“-Reihe von Avery Flynn. Aber warum „Harbor City“-Reihe? – Ganz einfach, denn das ist der Ort, in dem die Geschichte von Sawyer und Clover spielt. Mit „Heartbreaker“ verbinde ich ein ziemlich großes Gefühlschaos, viel Drama und die Hoffnung auf ein großartiges Ende. Auf jeden Fall habe ich eine Story mit sehr viel Gefühl erwartet.


    Cover und Design

    Ganz dem Klappentext entsprechend zeigt das Cover die Rückansicht eines Mannes im Anzug. Vor einer sehr großen Fensterfront stehend, blickt er auf die vor ihm liegende Stadt hinunter. Es wirkt ein wenig, wie wenn man sich mit etwas Abstand anschauen möchte, was man erreicht hat und in Anbetracht der Inhaltsangabe könnte das eine sehr passende Darstellung von Sawyer sein.


    Charaktere

    Clover Lee, heißt eigentlich Jane, ist eine sehr abenteuerlustige junge Frau. Sie ist äußerst loyal und stets entschlossen. Sie unternimmt viele abenteuerliche Reisen, um viel zu erleben und von der Welt zu sehen. Ihre beste Freundin Daphne unterstützt sie dabei sehr und fiebert stets mit, wenn Clover von ihren Erlebnissen erzählt. Manchmal ist Daphne aber auch die, die durchgreifen muss, um Clover wieder ein bisschen den Kopf gerade zu rücken.

    Sawyer Carlyle, 32 Jahre alt, leitet das Familienunternehmen ‚Carlyle Enterprises‘ und tut sonst in seinem Leben nichts anderes, seit sein Vater an einem Herzinfarkt gestorben ist. Er ist ziemlich mürrisch und arbeitssüchtig und legt sehr hohe Ansprüche an den Tag. Sein jüngerer Bruder Hudson und seine Mutter versuchen alles, um die perfekte Ehefrau für ihn zu finden, aber er weigert sich strikt bei diesem Spektakel mitzumachen.

    Auch wenn das nach viel aussieht, hatte ich nicht das Gefühl, dass ich sonderlich viel über die Persönlichkeiten der beiden Protagonisten erfahren habe. Die einzelnen genannten Charakterzüge musste ich mir nicht denken, denn sie waren exakt so in der Geschichte beschrieben und wurden durch einzelne Handlungen unterstrichen.

    Beide scheinen nicht ganz konform mit dem zu sein, was ihre jeweiligen Familien tun oder womit diese vermeintlich glücklich zu sein scheinen. Je länger die Geschichte aber voranschritt, bekam ich immer mehr das Gefühl, dass diese Gründe eher fadenscheiniger Natur waren, statt das man sie wirklich ernst nehmen konnte.


    Schreibstil und Handlung

    Der Schreibstil war in diesem Fall für mich mal nicht ganz so einfach, denn statt wie die meisten Bücher ist „Heartbreaker“ nicht in der ICH-Perspektive geschrieben, sondern in der 3. Person. Es hat lange gedauert, bis ich mich mit dieser Tatsache abgefunden habe, denn damit fühle ich mich nicht wirklich wohl. Ansonsten ist der Schreibstil ganz in Ordnung – flüssig und locker zu lesen, allerdings schafft die Autorin es bei mir leider nicht einen Spannungsbogen aufzubauen.

    Etwa 2/3 der Handlung plätscherten in meinen Augen nur so vor sich hin und irgendwie konnte ich auch nicht wirklich einen Bezug zum Klappentext herstellen, denn ich hatte mir unter der Geschichte irgendwie etwas anderes vorgestellt. Stattdessen war es flach und auch fehlten mir die großen Gefühle. Alles war so geschäftsmäßig und passierte, als wäre es eine große Selbstverständlichkeit.

    Die im Klappentext bereits angesprochene Verlobungslüge war für mich als Leser auch nicht überzeugend. Würde mir im realen Leben jemand auf diese Art eine Verlobung vorspielen nach außen hin – ich vermute ich hätte sie direkt durchschaut.

    Im letzten 1/3 habe ich ENDLICH mehr Gefühle zu spüren bekommen, ca. ab da wo dann alles den Bach runter gegangen ist. Dieses letzte Drittel kam dann schon eher an meine Erwartungen heran und endlich hat auch der Buchtitel „Heartbreaker“ ein bisschen Sinn ergeben.


    Fazit

    Der erste Band der „Harbor City“-Reihe war für Zwischendurch ganz nett, wenn auch kein Highlight. Die Story war flach, lies sich schnell lesen und irgendwie habe ich das Gefühl, dass vom Inhalt nicht wirklich viel hängen geblieben ist. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich einfach was anderes erwartet hatte. Das letzte Drittel hat die ganze Geschichte für mich noch sehr stark aufgewertet, denn da habe ich exakt das bekommen, was ich an solchen Liebesgeschichten mag. Auch wenn mich der erste Teil nicht sehr gecatcht hat, bin ich gespannt, wie es im zweiten Band weitergehen wird.


    Bewertung: 3 YYY von 5 Sternen

    Rezension: „Mister Romance“ von Leisa Rayven


    Autor/in: Leisa Rayven

    Titel: Mister Romance

    Reihe/Band: Masters of Love, Band 1

    Genre: Liebesroman

    Erscheinungsdatum: Dezember 2019

    ISBN: 978-3-7363-0810-7

    Preis: 12,90 € als Paperback


    Klappentext

    Denn wir alle brauchen Träume

    Max Riley ist Mister Romance – der Mann, dem die Frauen New Yorks zu Füßen liegen. Ob erfolgreicher CEO oder Bad Boy mit einem Herz aus Gold: Wenn der Preis stimmt, lässt er für seine Klientinnen jeden Wunsch in Erfüllung gehen – fast jeden. Denn Sex ist strikt ausgeschlossen. Genauso wie Fragen zu seiner Person, denn seine wahre Identität hält er streng geheim. Journalistin Eden Tate will hinter sein Geheimnis kommen und lässt sich auf ein gefährliches Spiel ein: drei Dates. Hat sie sich danach nicht in Max verliebt, gibt er ihr das ersehnte Interview, das ihren Job retten könnte. Wenn doch, ist ihre Karriere für immer vorbei …


    Buch-/Reihentitel

    „Masters of Love“ – Meister der Liebe: Es klingt mysteriös und spannend zugleich. Aber was man sich davon erwartet ist definitiv eine große Packung Liebe und Gefühle zum Mitnehmen! Auch als erster Band passt der Titel „Mister Romance“ definitiv sehr gut zur Reihenname, obwohl es sich damit vielleicht ein wenig einfach gemacht wurde, in Anbetracht der Tatsache, dass ‚Mister Romance‘ im Buch explizit so genannt wird, auch wenn er einen normalen bürgerlichen Namen besitzt. Letztendlich muss man allerdings dazusagen, dass der männliche Protagonist sich diesen Namen nicht selbst ausgesucht hat, sondern von seinen Klientinnen so ‚getauft‘ worden ist.


    Cover und Design

    Auf dem Cover sieht man einen attraktiven jungen Mann in einem gut geschnittenen schicken Anzug mit einer Fliege um den Hals. Allerdings ist er nicht vollständig abgebildet, denn die Kopfpartie oberhalb der Nase und unterhalb der Hüfte fehlt komplett, was in meinen Augen zur Grundstimmung der „Masters of Love“-Reihe passt. Auch gut unterstrichen wird die mysteriöse und geheimnisvolle erzeugte Stimmung durch ein Funkeln und Glitzern in verschiedenen Farben um den männlichen Körper herum. Insgesamt wirkt das Cover sehr edel und sexy – auf jeden Fall für Frauen ansprechend gestaltet. Attraktivität ist zwar grundsätzlich Geschmackssache, aber ich bezweifle, dass hier irgendjemand sagen würde, dass dieser Kerl nicht gut aussieht.


    Charaktere

    Eden Tate ist eine starke und ziemlich sture Frau, die an sowas wie die wahre Liebe oder Ehe absolut nicht glaubt. Sie ist der festen Überzeugung, dass sie sich allein durchs Leben schlagen kann und niemanden an ihrer Seite braucht, sondern allein viel glücklicher sein kann. Ihr Geld verdient sie, indem sie Click-Bait-Artikel bei einer großen Zeitung schreibt. Allerdings strebt sie richtige Artikel und große Reportagen an, hatte allerdings noch nicht die Chance, sich journalistisch in der Redaktion zu beweisen. Als es dann aber soweit ist, musste sie erstmal lernen, nicht zu vorverurteilend an eine Story heranzugehen, sondern rein anhand der Fakten zu beurteilen …

    Max Riley hat ein sehr großes Selbstbewusstsein und ist der geheimnisvolle Mister Romance. Er besitzt ein unglaubliches schauspielerisches Talent und hat sich zum Ziel gemacht, Frauen glücklich zu machen und dafür zu sorgen, dass sie sich wieder wertgeschätzter fühlen. Mit einem großen Helfer-Netzwerk hat er sein Leben dieser Aufgabe verschrieben und auch um zu einem gewissen Teil Buße für seine Vergangenheit zu tun.


    Schreibstil und Handlung

    Die Geschichte um Mister Romance legt ein angenehmes Erzähltempo vor. Flüssig und aufgeweckt, mit teils auch sehr vielen lustigen Momenten, fliegt man beim Lesen regelrecht durch die Seiten.

    Leisa Rayven schafft es, mich mit ihrer Szenengestaltung mitzureißen. Durch ihre großartigen bildhaften Darstellungen konnte ich mir einzelne Szenen sehr lebhaft vorstellen.

    Auch konnte sie sehr gut die Ablehnung bzw. Anziehung zwischen den beiden Protagonisten deutlich machen. Das Knistern war bei mir am eigenen Leib zu spüren und auch andere Gefühle konnten sehr gut herübergebracht werden. Auch charakterliche Entwicklungen waren sehr authentisch zu beobachten und haben mich mitfiebern lassen.

    Zusätzlich wurde ich auch immer wieder positiv von der Handlung überrascht. Ich war fasziniert von der Individualität der verschiedenen Charaktere die Mister Romance in seinem Repertoire hat. So viele verschiedene Persönlichkeiten in einer Person zu erschaffen ist der Autorin unglaublich gut gelungen.

    Ich hatte schon einiges über dieses Buch gehört und viele Leser waren der Meinung, dass ihnen das Ende zu flach war. Von dieser Meinung möchte ich mich distanzieren, denn ich empfand das Ende als absolut zur Geschichte passend. Es war kreativ, hat mich überrascht und glücklich gemacht. Max‘ Tat war realistisch und passte gut zu seinem eigenen Charakter. Ich denke nicht, dass es immer ein großes Drama braucht und Wiedergutmachung, damit am Ende ein gutes Buch entsteht. An dieser Stelle hat für mich die abschließende Handlung die Message des Buches unterstrichen.


    Fazit

    I love it! „Mister Romance“ war einfach wundervoll und damit meine ich nicht nur ihn als Charakter, sondern die gesamte Geschichte. Es war eine spannende und sehr kreative Geschichte, sodass ich wage zu sagen, dass es für mich eine der besten Liebesgeschichten seit langem war. Und nun fiebere ich dem Erscheinen von Band 2 entgegen, denn den muss ich unbedingt ebenfalls lesen!


    Bewertung: 5 YYYYY von 5 Sternen

    Rezension: „Rockford Legends: Seth“ von Kate Lynn Mason


    Autor/in: Kate Lynn Mason

    Titel: Seth

    Reihe/Band: Rockford Legends, Band 2

    Genre: Liebesroman

    Erscheinungsdatum: Februar 2020

    ISBN: 978-3-903278-15-8

    Preis: 12,99 € als Taschenbuch


    Klappentext

    Die Frauen liegen dem berühmten NHL-Mittelstürmer Seth Cameron reihenweise zu Füßen, doch ihn interessiert nur eine: die Journalistin Ally Malpasse, die ihm gleich bei ihrer ersten Begegnung einen Korb gibt. Ally ist nicht nur süß, witzig und klug, sie scheint eine verdammte Herausforderung zu sein, der sich Seth nur allzu gerne stellt. Erst nach und nach gestattet sie ihm einen Blick hinter ihre Fassade, und langsam wird ihm klar, warum sich Ally so lange vor ihm verschlossen hat: Sie verbirgt ein Geheimnis, das die schlimmsten Albträume seiner Jugendzeit ans Tageslicht holt. Nun muss Seth entscheiden, ob er bereit ist, seine Vergangenheit aufzuarbeiten, um Ally in ihrer dunkelsten Stunde auffangen zu können …


    Buchtitel und Cover

    Der Buchtitel „Seth“ bezieht sich, wie auch schon im ersten Band, auf den Namen des männlichen Protagonisten, um dessen Geschichte es geht und auch sein Team, die „Rockford Legends“ werden im Titel direkt angesprochen. Passend zu ihm ist ein männlicher und sehr durchtrainierter Körper auf dem Cover abgebildet. Er trägt ein eng anliegendes T-Shirt, welches seine Muskeln betont und hat dieses mit einer Hand hochgezogen in Richtung Schulter. Der Hintergrund ist in grün gehalten – generell ist die farbliche Gestaltung so gewählt, dass man die Farben einem männlichen Charakter zuordnen würde.


    Charaktere

    Allison Malpasse ist ein kleiner Schussel und ziemlich zurückhaltend. Nur bei ihrer besten Freundin Gemma kann sie sich ein bisschen gehen lassen und ganz sie selbst sein. Sonst ist sie meist regelrecht von ihren Zweifeln zerfressen und versucht alles, um ihre Gedanken an die Vergangenheit zu ertränken. Da sie keinen Schulabschluss hat, arbeitet sie sozusagen als Aushilfe bei einer kleinen Zeitung, mit der Hoffnung, irgendwann vielleicht eigene Artikel veröffentlichen zu dürfen. Ihr Chef ist jedoch eine ziemlich unmögliche Person und versucht sie zu unkonventionellen Methoden zu überreden.

    Seth ist Eishockey-Star und Single. Fast schon unglaublich, denn er ist überaus attraktiv und total nett. Es gibt keine Frau, die ihn nicht würde haben wollen. Während er seine sportlichen Träume auslebt, arbeitet er hart, um seinen Abschluss nachzuholen. Zusätzlich arbeitet er in seiner restlichen Freizeit mit Kindern und bringt ihnen das Spielen bei. Mit seiner beschützenden und liebevollen fürsorglichen Art war er mir direkt sympathisch.


    Schreibstil und Handlung

    Für mich war es das erste Buch der Autorin und mich konnte sie mit ihrem Schreibstil definitiv für sich gewinnen. Angenehm flüssig und fesselnd erzählt sie die Geschichte von Ally und Seth mit ihren Höhen und Tiefen. Die beiden führen viele großartige Gespräche miteinander und das mitzuverfolgen hat mir ziemlich viel Spaß bereitet. Insgesamt verleiht die Story größtenteils einen sehr lockeren und leichten Eindruck mit ein wenig Gefühl, wo es mir leider ein bisschen an Intensität gefehlt hat.

    Ich habe des Öfteren ein bisschen gestutzt, denn immer wieder wird Allys Vergangenheit angesprochen und eine Menge Andeutungen gemacht, die am Ende nur in zwei Sätzen abgehandelt werden. Das war sehr schade, denn auch das Thema war sehr nervenaufreibend, dass ich es als nicht so ganz angebracht empfand.

    Auch war Ally mir als Person nicht wirklich sympathisch, denn sie zeigte bei einigen ernsten Situationen keinerlei Einsicht und wollte sich explizit nicht helfen lassen, obwohl sie es bitter nötig gehabt hätte. Auf mich wirkte sie dadurch sehr schnell naiv und irgendwie auch ‚dumm‘. Ich hatte das Gefühl, als müsste man sie zu allem Guten zwingen, während sie selbst nur in der Lage war ein Netz aus Lügen zu spannen, um dann am Ende auf einmal alles richtig zu machen, was wiederum in meinen Augen sehr unrealistisch wirkte.

    Seth als Charakter hingegen empfand ich als sehr authentisch dargestellt und auch sein generelles Verhalten und seine Reaktionen waren sehr realistisch geschildert. Das hat für mich in der Handlung für einen gewissen Ausgleich gesorgt.


    Fazit

    „Rockford Legends: Seth“ ist grundsätzlich ein sehr schönes Wohlfühlbuch, denn so jemanden wie Seth wünscht sich wirklich jede Frau. Auch wenn ich mit Ally als weiblicher Protagonistin nicht sonderlich warm geworden bin, möchte ich auf jeden Fall auch den ersten Band noch lesen. Also wer ein paar schöne ruhige Stunden auf der Couch verbringen möchte, ist mit diesem Buch sicher gut bedient.


    Bewertung: 4 YYYY von 5 Sternen

    Rezension: „The Plus One“ von Sarah Archer


    Autor/in: Sarah Archer

    Titel: The Plus One – Sie baut sich Mr. Right einfach selbst

    Genre: Science-Fiction

    Erscheinungsdatum: Januar 2020

    ISBN: 978-3-453-32033-8

    Preis: 12,99 € als Taschenbuch


    Klappentext

    „Verliebt in einen Roboter!“

    Die junge Ingenieurin Kelly ist klug, ehrgeizig – und solo. Als die Hochzeit ihrer Schwester bevorsteht, droht sie wieder einmal am Single-Tisch zu enden. Doch dann tritt Ethan in ihr Leben. Er sieht gut aus, ist charmant und witzig. Und er versteht Kelly wie kein Zweiter auf dieser Welt. Kein Wunder, schließlich hat sie ihn höchstpersönlich programmiert. Aber dann passiert etwas, das Kelly nie für möglich gehalten hätte: Sie verliebt sich in ihren selbstgebauten Traummann …


    Buchtitel und Cover

    Vom Design her passt alles ziemlich stimmig zusammen. Auf dem Cover sind ein Mann und eine Frau abgebildet. Sie steht auf einer Art Hocker und umarmt den Mann, von dem wir nur den Rücken sehen können. Er scheint einen schicken Anzug zu tragen und sie ein hübsches Kleid – sozusagen ausgehfertig. Um die beiden herum liegen lauter Schrauben und Muttern, während die Frau in ihrer rechten Hand noch einen Schraubenschlüssel hält.

    „The Plus One“ ist auf Hochzeiten und Familienferien das „Plus 1“ – der Anhang, den man mitbringt, um nicht am Single-Tisch zu landen. Der Untertitel „Sie baut sich Mr. Right einfach selbst“ beschreibt in diesem Fall die Lösung des Problems der Protagonistin.

    Klappentext, Cover und Titel passen einfach unglaublich gut zusammen und ich liebe es ja, wenn das der Fall ist.


    Charaktere und Inhalt

    Kelly ist die Hauptfigur in dieser Geschichte. Sie ist von Beruf Roboteringenieurin und verdammt gut in ihrem Job. Sie legt eine sehr zurückhaltende und introvertierte Art an den Tag was zusätzlich zu ihrer Arbeitsversessenheit dafür sorgt, dass sie nicht allzu viele Freund- oder Bekanntschaften pflegt. Ihre beste und einzige Freundin ist Priya und die arbeitet zufällig noch im selben Konzern. Zwar haben sie den gleichen Job, sind vom Typ her aber grundsätzlich verschieden. Kellys Ziel ist es, einen optimalen Pflegeroboter zu entwickeln, der in der Lage ist mit Menschen zu interagieren.

    Ihre Familie ist nicht zwingend die einfachste. Ihr Vater ist trotz desselben Berufs irgendwie distanziert, bei ihrer Schwester Clara dreht sich nur alles um ihre bevorstehende Hochzeit und das ja alles perfekt sein muss und der Bruder Gary ist vollauf beschäftigt mit seinen drei kleinen Töchtern. Es bleibt noch die Mutter, aber die toppt nochmal alles. Ihr größtes Problem ist, dass Kelly mit ihren 29 Jahren noch Single ist und nicht plant, ein Date mit auf die Hochzeit ihrer Schwester zu bringen.

    Und diese ganze Situation bringt Kelly dazu, Ethan zu entwickeln, ihr perfektes Date für die Hochzeit. Ethan ist ein Roboter. Überaus intelligent, sehr wissbegierig und schnell lernfähig, sodass er in der Lage ist, perfekt an die Gesellschaft angepasst zu existieren. Außerdem ist er Kellys Lösung für die ständige Überfürsorglichkeit ihrer Mutter.


    Schreibstil und Handlung

    „The Plus One“ lässt sich schön flüssig und angenehm runterlesen. Die Beschreibungen sind interessant gemacht und dadurch wurde ich auch des Öfteren von der Handlung gefesselt. Ein wenig hat mich jedoch die Erzählperspektive irritiert, denn ich bin mehr der ICH-Perspektiven-Leser, aber die Geschichte um Kelly und Roboter Ethan ist in allwissender Erzählform verfasst.

    Das Tempo der Geschichte ging mir teilweise etwas zu flott. Über die Entwicklung von Roboter Ethan erfährt man kaum etwas und auch wirkte es etwas unrealistisch, dass Kelly mit ihrem Arbeitsprojekt Probleme hat, aber Ethan in nur einer Nacht allein bauen kann und er augenscheinlich perfekt ist. Vor allem da auch das Thema der Robotik sehr interessant ist, hätte ich ein paar mehr Informationen echt toll gefunden. So wirkte es in gewisser Art und Weise, als wäre es ein Klacks, ein technisches Wesen zu programmieren. Auch das Ende wirkte auf mich sehr überstürzt und konnte dadurch bedingt leider keine großen Gefühle in mir wecken.

    Die Handlung selbst war teilweise etwas vorhersehbar, was mich persönlich aber nicht gestört hat. Was mich gestört hat war allerdings, dass der Inhalt der Geschichte an einigen Stellen etwas „extrem“ wurde bzw. Kelly ein Verhalten an den Tag legte, was ich als ‚beängstigend‘ bezeichnen würde. Diese Parts waren mir beim Lesen auch irgendwie etwas unangenehm, auch wenn einiges nur angedeutet und nicht direkt ausgeführt wurde.

    Aber wie das mit Robotern oder menschenähnlichen Wesen so ist – lustige Momente sind vorprogrammiert und davon gab es definitiv mehr als genug. Sie haben mich immer wieder zum Lachen oder auch nur mal dezent zum Schmunzeln gebracht.


    Fazit

    Allgemein gesehen steckt in diesem Buch in meinen Augen eine sehr interessante Idee, über die man leider zu wenig Informationen bekommen hat. Trotzdem hat mir die Geschichte an vielen Stellen sehr gut gefallen und auch die verschiedenen Entwicklungen waren immer spannend und teilweise auch aufregend. Die Protagonistin schien ein gewisses Extrem auszuleben und die steigerte sich über die ganze Geschichte hinweg, bis es irgendwann nur noch unmöglich zu verstehen war. Trotzdem gab es ein Ende, mit dem ich auf jeden Fall gut leben konnte, nochmal lesen würde ich es wahrscheinlich aber eher nicht.


    Bewertung: 3 YYY von 5 Sternen

    Rezension: „Verdammt hell hier mit dir“ von Kathrin Waiz


    Autor/in: Kathrin Waiz

    Titel: Verdammt hell hier mit dir – Nachtlicht

    Reihe/Band: Band 1

    Genre: New Adult

    Erscheinungsdatum: Dezember 2019

    ISBN: 978-3964432872

    Preis: 12,99 € als Taschenbuch


    Klappentext

    „Er löste die Hände vom Lenker, legte sie an meine Wangen. Geräuschvoll zog er Rotz in der Nase hoch und lehnte seine Stirn an meine. „Du bist mein beschissener Magnet.“ „Das ist ein seltsames Kompliment“, stellte ich nüchtern fest. Seine kühlen Lippen trafen meine Nasenspitze. „Es sollte kein Kompliment sein.““

    Ihr ganzes Leben schon ist Tilda auf der Suche – nach ihrer verschollenen Mutter, der Anerkennung ihres Vaters und zumindest ein bisschen Liebe. Zu Beginn des neuen Semesters trifft die Einzelgängerin auf den attraktiven Elias, der nicht nur endlich das Studium, sondern auch mit seinem alten Leben abschließen möchte.

    Elias will alles hinter sich lassen: den Schutthaufen seiner Vergangenheit und die unzähligen flachgelegten Frauen. Dafür braucht er ausgerechnet die Hilfe von Tildas Vater, dem verschrobenen Literaturprofessor. Was er nicht braucht, sind Gefühle für dessen Tochter, deren melancholischer Anziehungskraft er sich nicht entziehen kann.

    Zwischen Kafka und Kaffee kämpfen beide mit alten Dämonen, neuen Gefühlen und schließlich gegen die tickende Uhr ihrer gemeinsamen Zeit …


    Buchtitel und Cover

    Das Cover von „Verdammt hell hier mit dir – Nachtlicht“ ist in schwarz gehalten. Auf diesem Hintergrund sieht man allerdings viele kleinere und größere Lichtflecken, die wie Glühwürmchen wirken und diese Dunkelheit stark erhellen. Es könnten allerdings auch kleine Kerzenflammen sein oder Lichter einer Stadt, wenn man sie von oben betrachtet. Es ist dezent und hat eine romantische Wirkung auf mich. Auch finde ich, dass der Titel die Romantik sogar unterstreicht, denn „Verdammt hell hier mit dir“ und sie erhellenden Lichter auf dem schwarzen Untergrund passend sehr gut zueinander. Ein bisschen neuartig fand ich das Wort „Verdammt“ im Titel, denn sowas ist mir lustigerweise noch nie untergekommen – Kraftausdrücke in Titeln. Auch ist die Kontroverse des Titels zu beachten, denn „Nachtlicht“, der Untertitel sozusagen und der übergreifende Titel mit dem Wort „hell“ passen ja normalerweise nicht so sehr zusammen. Aber auf jeden Fall kreativ – hat mir gefallen.


    Charaktere

    Die Protagonistin der Geschichte, Tilda, startet gerade frisch mit ihrem Studium an der Uni, an der auch ihr Vater Professor ist. Sie lebt mit ihm alleine, denn ihre Mutter ist vor langer Zeit abgehauen, was keinen der beiden kalt lässt. Während ihr Vater den Verlust mit Kälte, Wut und Ignoranz zu verarbeiten versucht, macht Tilda das Gegenteil, denn sie will wissen, was passiert ist, wo ihre Mutter ist und ganz dringend will sie ihre schönen Erinnerungen an diese Frau, die sie geboren hat, nicht verlieren. Sie scheint ein bisschen in ihrer eigenen kleinen perfekten Traumwelt zu leben, mit den perfekten Eltern, die sie im echten Leben leider nicht an ihrer Seite hat. Dadurch bedingt ist sie auch ein eher introvertierter Mensch, hat nur wenige Freunde und lebt eigentlich so zurückgezogen, dass sie von anderen Menschen schnell genervt ist.

    Elias ist ebenfalls Student und macht aktuell seinen Master bei Tildas Vater. Früher hat er Basketball gespielt – seine große Leidenschaft, bis er dies leider verletzungsbedingt aufgeben musste. Um sich sein Leben ein bisschen zu finanzieren und zu sparen, arbeitet er abends/nachts als Türsteher im ‚Circle‘, einem exklusiven Club. Er scheint sehr unzufrieden mit dem Verlauf seines Lebens zu sein. Ständig plant er seine Heimat zu verlassen und ein neues Leben zu beginnen. Er wirkt sehr frustriert und enttäuscht und sein Fluchtreflex hat ihn vollkommen in der Hand.

    Man merkt schnell, dass beide Figuren sich sehr an ihre Vergangenheit klammern und sie eher ‚zelebrieren‘ statt zu verarbeiten. Außerdem scheinen sie einiges gemeinsam zu haben. Abgesehen von ihrer Liebe zur Literatur haben sie auch von Grund auf beide eine sehr pessimistische Einstellung und meistens schlechte Laune.


    Schreibstil und Handlung

    Die einzelnen Abschnitte sind jeweils aus Tildas und Elias‘ Sicht geschrieben, allerdings gibt es keine richtige Kapiteleinteilung. Der Schreibstil selbst ist sehr poetisch – das hat mir sehr gut gefallen und war im Vergleich zu vielen anderen Büchern im New Adult Bereich wirklich mal etwas Besonderes.

    Was mir ein bisschen gefehlt hat waren Unterhaltungen unter den einzelnen agierenden Personen, denn ein Großteil der Geschichte wird als Handlung erzählt, spielt in der Vergangenheit und sind Fantasien, die sich nur in den Köpfen der Hauptcharaktere abspielen. Dadurch gab es leider für mich etwas zu wenig wirkliche Interaktion in Form von Gesprächen untereinander.

    Trotzdem ließ sich das Buch auf jeden Fall sehr flüssig lesen und auch die Inhalte waren einfach zu verstehen.

    Die Grundstimmung und Handlung von „Verdamm hell hier mit dir“ war in meinen Augen sehr düster und traurig und ich hatte nicht das Gefühl, dass sich das im Verlauf in eine positivere Richtung entwickeln würde. Ich hatte ein bisschen das Gefühl, als würden die Protagonisten selbst sich ständig mutwillig wehtun wollen, auf psychischer Ebene, anstatt einfach mal etwas Positives in ihrem Leben zu akzeptieren. Dadurch bedingt hatte ich auch nicht das Gefühl, dass die beiden irgendwas aus ihrem bisherigen Leben gelernt haben. Und ich frage mich ehrlich gesagt auch, wie es in Band 2 weitergehen soll, denn für mich war die Geschichte mit dem Abschluss des ersten Bandes zu Ende, vor allem auch weil ich das Ende schon sehr früh vorausahnen konnte. Spannung hatte sich in dem Fall bei mir nicht aufgebaut – nur eine große Hoffnung, dass es vielleicht doch noch einen großen Überraschungsmoment geben könnte – der jedoch leider ausblieb.


    Fazit

    Nachdem ich mit meinen Notizen zu diesem Buch fertig war, habe ich mir einige Rezensionen anderer Leser angesehen und festgestellt, dass ich die Geschichte ziemlich anders aufgefasst habe als alle anderen. Für mich stand in „Verdammt hell hier mir dir“ nicht die Liebesgeschichte der Protagonisten und deren Entwicklung im Vordergrund, sondern für mich ging es vielmehr um eine Art „Trauerbewältigung“, denn beide haben in ihrem Leben etwas für sie sehr Wichtiges verloren und wissen nicht recht, wie sie damit umgehen sollen. Trauern kann man bezüglich der verschiedensten Dinge und mir z.B. hat dieses Werk gezeigt, dass ich im Bezug auf meine eigenen Probleme schon viel weiter bin als Tilda und Elias. Vielleicht lag es auch daran, dass ich leider nicht so die Bindung zu den Charakteren aufbauen konnte und mir auch nicht riesig die Gefühle vermittelt wurden.

    Ich habe zunächst überlegt, ob ich überhaupt eine Sternebewertung für den ersten Band der Reihe von Kathrin Waiz abgebe, habe mich aber letztendlich dazu entschieden es zu tun. Ich möchte betonen, dass ich das Buch weder gut noch schlecht fand, sondern der Geschichte irgendwie sehr neutral gegenüberstehe und aus diesem Grund zu meinem Bewertungsentschluss gekommen bin.

    Müsste ich es anhand meiner einzelnen Rezensionsabschnitte begründen, dann gab es für Cover, Titel, Idee und von mir verstandener Message und dem Schreibstil Pluspunkte, für die inhaltliche Story und die Charaktere ein paar Abzüge, sodass ich auch in diesem Fall auf die selbe Bewertung gekommen wäre.


    Bewertung: 3 YYY von 5 Sternen

    Rezension: „Sieg für die Liebe“ von Melissa Foster


    Autor/in: Melissa Foster

    Titel: Sieg für die Liebe

    Reihe/Band: Die Bradens at Peaceful Harbour, Band 6

    Genre: Liebesroman

    Erscheinungsdatum: Januar 2020

    ISBN: 978-1-948868-46-4

    Preis: 13,90 € als Taschenbuch


    Klappentext

    „Verlieben Sie sich mit Ty Braden und Aiyla Bell in dieser besonderen Liebesgeschichte. Das Schicksal führt sie zusammen – wird eine Tragödie sie trennen?“

    Der weltbekannte Bergsteiger und Naturfotograf Ty Braden hat nie an feste Beziehungen geglaubt, und schon gar nicht an eine Liebe, die ihm das Herz bis zum Hals schlagen lässt und ihm den Atem raubt. Doch das war vor seiner Reise nach Saint-Luc, wo er die lebhafte, starke und hinreißend schöne Aiyla Bell kennenlernte, Skilehrerin und ebenfalls Fotografin. Ihre Hoffnungen und Träume passen einfach perfekt zu seinen, sie liebt die Natur ebenso wie er – und allein ihre Küsse reichen aus, um alles auf den Kopf zu stellen.

    Nach fünf magischen Tagen und vier süßen, gefühlvollen Nächten kann Aiyla sich schon nicht mehr vorstellen, ohne Ty zu sein. Dennoch: Als er sie bittet, ihn bei seinem nächsten Auftrag zu begleiten, lehnt sie ab. Immerhin steht er in dem Ruf, ein unverbesserlicher Frauenheld zu sein, und dafür will sie nicht alles riskieren, was sie sich mühevoll aufgebaut hat.

    Ein paar Monate später tritt das Schicksal auf den Plan. Bei einem fünftägigen Sportevent in den Bergen von Colorado begegnen sie sich wieder. Ihre tiefe, leidenschaftliche Verbindung ist intensiver denn je, und Ty ist wild entschlossen, Aiyla nicht noch einmal gehen zu lassen. Als sich jedoch eine Tragödie anbahnt, muss ihre Liebe die schwerste Prüfung überhaupt bestehen.


    Buchtitel und Cover

    Das Cover ist passend zum Klappentext gestaltet und wirkt auf mich sehr authentisch. Abgebildet ist ein sich küssendes Paar in den Bergen mit Rucksäcken und Karte ausgerüstet, wahrscheinlich um zu wandern.

    Der Titel „Sieg für die Liebe“ ist in Kombination mit dem sich liebenden Pärchen natürlich gut gewählt, vermittelt eine eindeutige Botschaft: Die Liebe schafft alles! Was in Anbetracht des Klappentextes wohl auch schon ein Hinweis auf den Ausgang der Geschichte ist.


    Charaktere und Handlung

    Aiyla Bell und Ty Braden sind sich für Typ her ziemlich ähnlich. Beide sind Naturliebhaber, fotografieren gerne und machen regelmäßig Sport. So gesehen haben sie recht vielseitige Persönlichkeiten, allerdings wirkte es auf mich ein bisschen so, als hätte man sich einen Packen Charakterzüge genommen und daraus einen männlichen und einen weiblichen Charakter geschaffen. Beide sind verdammt stur, wenn es um die Dinge geht, die sie wollen und legen zusätzlich eine teils waghalsige und abenteuerlustige Art an den Tag.

    Der Einstieg in die Geschichte erfolgt direkt nach dem Ende des Klappentextes. Leider hat dies ein bisschen dazu geführt, dass ich das Gefühl hatte, als würde mir ein Teil der Vorgeschichte fehlen, denn nicht auf alles ist nochmal eingegangen worden. Ich habe mich ein wenig hilflos gefühlt.

    Leider gab es auch einige Dinge, die mich inhaltlich etwas genervt haben. Ständig haben die beiden Protagonisten Sex miteinander und bekunden sich gegenseitig ihre Liebe. Klar, eine intensive und echte Liebe ist toll, aber das war etwas too much. Im Vergleich dazu ist die im Klappentext angesprochene Tragödie meiner Meinung nach sehr flach ausgearbeitet worden. Das betreffende Thema ist ziemlich Ernst und was das angeht sind öfter viel zu sprunghafte Entscheidungen getroffen worden, wo ich das ein ums andere Mal die Gründe anzweifeln musste. Ich hatte das Gefühl, dass wesentlich wichtigere Bereiche des Buches viel zu kurzgehalten worden sind, um lieber auf der kitschigen Schiene zu bleiben, statt die Geschichte etwas anspruchsvoller zu gestalten.


    Schreibstil

    Der Schreibstil, den Melissa Foster uns in dieser Geschichte bietet, war sehr angenehm flüssig und an einigen Stellen sehr flott. Durch den rasanten Fortgang der Handlung war es mir leider nicht möglich, irgendwelche Gefühle mit zu entwickeln, sei es z.B. Freude über die Beziehung oder Mitleid bzgl. der nahenden Tragödie. Einige Stellen waren mir, wie oben im Handlungsbereich schon geschildert, viel zu detailliert ausgeschmückt, wo hingegen einige andere Szenen viel zu kurz gekommen sind.

    Wenn ich den Schreibstil, die genutzten Worte etc. Revue passieren lasse, dann wird aber auf jeden Fall deutlich, dass das Thema des Buches, welches für mich der Titel beinhaltet, nämlich, dass die Liebe alles schaffen kann, sehr deutlich geworden ist. Die Gefühle von Aiyla und Ty sind intensiv geschildet worden und das nicht nur durch den oft auftretenden Sexualverkehr.


    Fazit

    Auch wenn mir die Geschichte inhaltlich nicht gar so zugesagt hat, sorgte der flotte Schreibstil doch dafür, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte und die Seiten nur so durch meine Finger glitten. Insgesamt ist es eine sehr schöne, aber auch sehr flache, Liebesgeschichte, in der die ernsthafteren Themen nicht sonderlich intensiv ausgearbeitet worden sind, wodurch verschiedenes auf mich leider sehr unrealistisch wirkte.


    Bewertung: 3 YYY von 5 Sternen

    Rezension: „Erobert – Wir sind Magie“ von Emely Delphy


    Autor/in: Emely Delphy

    Titel: Erobert – Wir sind Magie

    Reihe/Band: Playroom 10, Band 3

    Genre: Erotikroman

    Erscheinungsdatum: Dezember 2019

    ISBN: 2000041321230

    Preis: 9,90 € als Taschenbuch


    Klappentext

    Nachdem Yelda die Dalton Brüder in NYC zurückgelassen hat, beschließt sie, sich erst einmal einen Urlaub zu gönnen und sich ihrer Gefühle klar zu werden. Aber es soll alles ganz anders kommen, als sie es sich vorgestellt hat. Sie muss sich die wohl wichtigste Frage überhaupt stellen: Wem gehört ihr Herz?

    Spannung. Leidenschaft. Große Gefühle. Ein Wettbewerb um Yeldas Gunst.


    Buch-/Reihentitel

    „Erobert – Wir sind Magie“ lässt beim dritten Band der „Playroom 10“-Reihe schon auf ein bestimmtes Ende hoffen und da bekannt ist, dass die Reihe nur aus drei Teilen bestehen sollte, ist der Titel als Abschlussband absolut passend. Wer die ersten beiden Bände bereits gelesen hatte – und das sollte jeder getan haben, bevor er sich an diesen Teil wagt – weiß, dass eine Entscheidung notwendig ist, um das große Gefühlschaos in Yeldas Leben aufzulösen.


    Cover und Design

    Passend zur den Vorgängerteilen von „Playroom 10“ ist auch dieses Cover gestaltet. Abgebildet ist ein Mann mit unbekleidetem Oberkörper und eine hinter ihm stehende Frau, die die Arme um seinen Hals geschlungen hat. Ansonsten sieht man von der Frau nicht sehr viel, allerdings würde ich vermuten, dass auch sie nicht vollständig bekleidet ist, wenn ich meine Fantasie weiterspielen lassen würde. Das erste Mal sind zwei Personen auf einem Cover der Reihe abgebildet – auch diese Tatsache lässt auf eine abschließende Entscheidung hoffen.


    Handlung und Charaktere

    Die Geschichte um Yelda, die Daltons und Co. geht weiter und knüpft genau dort an, wo der zweite Band geendet hat. Es ist endlich soweit, denn das Gefühlschaos in Yeldas Leben soll ein Ende finden. Aber dafür muss sie eine Entscheidung treffen – sie muss wählen. Zwischen ihrem überaus heißen, aufmerksamen und liebevollen Chef und dem Dark Lord Fonds, mit seinem harten und gefährlich wirkenden Image. Denn die große Frage in diesem dritten Band ist: wer schafft es, Yeldas Herz für sich zu gewinnen?

    Yelda hat es über die ganze Geschichte hin geschafft, sich von einer unsicheren und stark zurückhaltenden Frau zu einer ganz anderen Person hin zu entwickeln. Mittlerweile ist sie diejenige, die den Ton angeben und sagen kann, wo es langgehen soll. Man könnte auch sagen, dass sie auf eine gewisse Art und Weise erwachsen geworden ist und endlich gelernt hat, für sich selbst einzustehen und sich nicht wie ein Spielball behandeln zu lassen.

    Aber auch die Männer haben sich auf ihre Art und Weise weiterentwickelt. Sie haben gelernt, mit ihrer Konkurrenz untereinander umzugehen und wie sie miteinander zurechtkommen. Ihr ursprünglich vorhandener Egoismus ist nicht mehr so übermäßig stark ausgeprägt wie z.B. noch im ersten Band „Berührt“.

    Die jedoch größte und überraschendste Entwicklung hat Yeldas Ex-Freund Pascal gemacht, der es irgendwie geschafft hat, vom absoluten erste Klasse Arschloch zu … ja zu was, ich glaube zu einem liebenden Vater zu mutieren. Großes Lob an ihn, sofern er das auch wirklich ernst meint.


    Schreibstil

    Yeldas Geschichte wird erneut in abwechselnden Sichtweisen erzählt. Deutlich gemacht wird dies durch abwechslungsreiche Kapitelbilder, die zu den einzelnen Protagonisten passen. Der Schreibstil war erneut fesselnd – ich musste einfach wissen, wie die Geschichte ausgeht und konnte das Buch nicht aus der Hand legen.

    Wie in den vorhergehenden Teilen der Reihe verwendet die Autorin viele Anglizismen, die mich selbst persönlich leider sehr nerven, aber zu den verschiedenen Charakteren teilweise perfekt passen. Zusätzlich sie dieser Wortwahl ist die generelle Ausdrucksweise teilweise sehr vulgär. Das verleiht der Story einiges an Tempo und macht ein Pausieren unmöglich.

    Teilweise kam mir die Story jedoch etwas zu gehetzt vor, weil die Stimmung auch sehr aggressiv und wütend, aber auch sehr verletzt gewirkt hat, während an anderen Stellen sich sehr viel Zeit für Beschreibungen und Gedanken gelassen wurde. Ein bisschen hatte ich dadurch auch das Gefühl, dass man vielleicht ein bisschen zu viel Inhalt versucht hat in diesem letzten Band unterzubringen.


    Fazit

    Abschließend kann ich sagen, dass „Erobert – Wir sind Magie“ auf jeden Fall ein würdiger Abschluss dieser tollen Reihe ist! Ich habe mir so gewünscht, dass alle Charaktere irgendwie das bekommen, was sie sich wünschen und verdient haben … ein klein wenig war es mir allerdings doch zu sehr auf Happy End getrimmt, was teilweise etwas unrealistisch wirkte. Mein Lieblingsband ist und bleibt aber auch der erste Band – an den kamen die anderen nicht vollständig heran. Alles in allem eine gut gelungene Reihe, die sich allgemein inhaltlich treu geblieben ist.


    Bewertung: 4 YYYY von 5 Sternen

    Rezension: „Hate is all I feel“ von Siobhan Davis


    Autor/in: Siobhan Davis

    Titel: Hate is all I feel

    Reihe/Band: Rydeville High, Band 1

    Genre: Dark Romance

    Erscheinungsdatum: Februar 2020

    ISBN: 978-3-903278-28-8

    Preis: 12,99 € als Paperback


    Klappentext

    Das Leben ist hart und es gewinnen nur die Skrupellosesten …

    Meine Mom hat gegen das System der alten Elite gekämpft und mit ihrem Leben bezahlt – nun bin ich es, die ihr Spiel mitspielen muss, während ich hinter verschlossenen Türen meine Flucht plane.

    Trent, Charlie und mein Zwillingsbruder Drew regieren als Söhne der alten Elite die Halen der Rydeville Highschool mit eiserner Faust. Jeder hält sich an die Regeln, wie es seit Generationen getan wird, und auch ich habe mich perfekt der Rolle angepasst, die ich in diesem Gefüge einzunehmen habe. Alles läuft im zugedachten Rhythmus, bis Cam, Sawyer und Jackson auftauchen. Drei verboten heiße Jungs, die sich die neue Elite nennen und uns den Krieg erklären.

    Ich hatte nicht vor, zwischen die Fronten zu geraten. Doch ich habe einen Fehler gemacht und mich in einer verhängnisvollen Nach auf einen Fremden eingelassen. Ich dachte, mein Geheimnis wäre bei ihm sicher. Heute weiß ich, dass er mein schlimmster Feind ist, und das lässt er mich Tag für Tag spüren. Nun habe ich keine andere Wahl mehr, als zu kämpfen oder zuzusehen, wie meine Welt mit mir untergeht …


    Buchtitel und Cover

    … machen verdammt neugierig! Die ganze äußere Aufmachung dieses Buches wirkt ziemlich aggressiv und brutal. „Hate is all I feel“ ist schon eine ziemlich negative Gefühlslage bzw. Sichtweise. Aber Wut (im engl. „Hate“) spiegelt auch die grafische Darstellung des Covers wider. Farblich ist es in verschiedenen lilafarbenen Abstufungen gehalten. Es wirkt, als würde ein zersplitterter Spiegel (oder auch zersplittertes Glas) dargestellt werden, nachdem man mit der Faust auf ihn eingeschlagen hat, wie man es öfter in Filmen oder Serien zu sehen bekommt. Auf jeden Fall eine sehr gute Wahl, um die Grundstimmung dieser Geschichte deutlich zu machen!


    Hintergrundinformationen

    Wie man dem Klappentext schon entnehmen konnte, geht es gewissermaßen um einen Streit zwischen der alten und der neuen Elite. Zwischen ihnen herrschen gewisse Unterschiede, die es ihnen unmöglich machen, miteinander zurecht zu kommen.

    Die alte Elite ist steinreich und hat aktuell die Macht über Rydeville. Sie regeln alles, haben überall ihre Finger im Spiel und jeder zieht im Hintergrund seine Fäden. Diese ganze „Organisation“ ist ziemlich altmodisch veranlagt.

    Die neue Elite hingegen, das sind die neureichen, die sich alles selbst erarbeitet und nicht geerbt haben o.ä., wollen dieses alte System aufbrechen. Sie wollen Freiheit und Gerechtigkeit für die Menschen in Rydeville und die alten Traditionen aufbrechen. Aber natürlich spielen da auch noch einige andere Motive eine große Rolle.


    Charaktere

    Abigail Manning, Mitglied der alten Elite, ist eine starke und selbstbewusste junge Frau. Seit ihre Mutter tot ist, fühlt sie sich in den alten Strukturen und Traditionen nicht mehr wohl – innerlich rebelliert sie und ist wütend. Sie fühlt sich gefangen und hasst es, nichts dagegen tun zu können. In ihrer Welt bedeuten Frauen nichts, sondern sind nur dazu da, den Haushalt zu schmeißen oder eine Geschäftsbeziehung zu verbessern durch eine ‚notwendige‘ Heirat zum Beispiel.

    Camden Marshall ist neu an der Schule, eingebildet und wirkt ziemlich unnahbar. Zusammen mit seinen Freunden gehört er der neuen Elite an und legt ein ziemlich rücksichtsloses Verhalten an den Tag, um die vorhandenen Strukturen der Schule aufzubrechen. Aber er hat auch eine zweite Seite, eine geheimnisvolle, die man nicht so schnell zuordnen kann. Man könnte auch sagen, dass er es faustdick hinter den Ohren hat.


    Schreibstil

    Wow, dieses Buch hätte ich am liebsten in einem Stück verschlungen, wenn mir nicht Arbeit und Leben irgendwie dazwischengekommen wären.

    „Hate is all I feel“ ist durchgehend aus Abigails Sicht geschrieben und wird damit auf sehr authentische Art und Weise erzählt. Der Schreibstil ist angenehm, flüssig und gut zu verstehen, sodass die Seiten nur so dahinfliegen und man gar nicht aufhören möchte.

    Überaus detailreich werden die verschiedenen Szenen und Situationen geschildert, sodass ich durchweg von der ganzen Geschichte gefesselt war. Es blieb in einem durch spannend und ich war wirklich von jeder der verschiedenen Wendungen gleichermaßen überrascht wie fasziniert.


    Handlung

    Auf die Handlung bezogen möchte ich nur so viel sagen: es ist auf jeden Fall ein sehr komplexer Inhalt. Es gibt viele Irrungen und Wirrungen, viele unvorhersehbare Überraschungen und Entwicklungen – meine Nerven lagen nach kurzer Zeit einfach blank.

    Die Story ist faszinierend, wie auch schockierend und ziemlich brutal. Das Buch hat mich auf jeden Fall abgeholt, mitgerissen und auch meine Gefühle sind ziemlich mitgenommen.

    Und Leute – am besten lest ihr Band 1 und 2 direkt hintereinander weg, denn der Cliffhanger am Ende, der ist einfach nur richtig mies. Ich wollte weinen und schreien und – naja, das war jetzt etwas übertrieben – aber es hat mich eiskalt erwischt, jetzt erstmal warten zu müssen, bis es weitergeht.


    Anmerkung

    Bevor die Geschichte losgeht gibt es im Buch eine Art Warnung bzw. eher eine Altersempfehlung. Meistens halte ich sowas bei Büchern eigentlich für Schwachsinn, aber in diesem Fall finde ich es absolut angebracht.

    In diesem Buch werden viele Themenbereiche angesprochen, die sehr ernst zu nehmen sind und ich denke, dass einige Handlungen und Geschehnisse Teil der Geschichte sind, die man als Jugendlicher in meinen Augen noch gar nicht richtig begreifen bzw. erfassen kann.

    Dementsprechend – bitte, wenn ihr nicht der Altersempfehlung entsprecht, wartet noch mit dem Lesen dieser Geschichte und vor allem, wenn ihr etwas zart besaitet sein solltet.

    Überlegt es euch einfach sehr genau, denn ich möchte noch einmal ausdrücklich darauf hinweisen, bei „Hate is all I feel“ handelt es sich um ein Buch aus dem „Dark Romance“ Genre und dieser Bereich ist wirklich nicht für jeden etwas.


    Fazit

    Siobhan Davis kann einen absolut süchtig machen! „Hate is all I feel“ ist bisher so ziemlich das extremste Buch, was ich gelesen habe, aber ich brauche unbedingt Band 2! So ein fesselndes und spannendes Buch hatte ich lange schon nicht mehr. Und selbst, wenn ich nicht so überzeugt gewesen wäre, hätte spätestens der Cliffhanger am Ende dafür gesorgt, dass ich unbedingt weiterlesen will. Ich bin begeistert! Der erste Band war gleichzeitig auch das erste Buch der Autorin für mich und bekommt von mir eine absolute Leseempfehlung!


    Bewertung: 5/5

    Rezension: „Du bist mein Zuhause“ von Jen Gilroy


    Autor/in: Jen Gilroy

    Titel: Du bist mein Zuhause

    Reihe/Band: Firefly Lake, Band 3

    Genre: Liebesroman

    Erscheinungsdatum: August 2019

    ISBN: 978-3-328-10415-5

    Preis: 10,00 € als Taschenbuch


    Klappentext

    Er war der Schwarm ihrer Jugend – und noch immer lässt er ihr Herz höherschlagen …

    Nie wieder wollte Cat nach Firefly Lake zurückkehren, doch nun bricht sie ihrer Tochter Amy zuliebe ihren Schwur. Die Kleinstadt an dem idyllischen, kristallklaren See war früher einmal Cats Zuhause und soll es wieder werden … hoffentlich. Doch so sehr sie versucht, die Vergangenheit zu verdrängen – ihre Gefühle von damals kann Cat nicht vergessen. Schon gar nicht, als sie Amys Eishockeytrainer Luc begegnet und ihre Welt plötzlich wieder kopfsteht. Luc war ihr Jugendschwarm, der sie immer beschützt hat, aber Cat ist inzwischen vorsichtig geworden, wem sie ihr Herz anvertraut. Kann Luc sie überzeugen, dass sie für immer zu ihm gehört?


    Buchtitel und Cover

    Passend zum Titel „Du bist mein Zuhause“ ist das Cover gestaltet. Abgebildet ist eine wunderschöne idyllische Szenerie. Auf einer alten Veranda steht ein Lehnstuhl mit bunten Kissen, daneben ein kleiner Tisch mit einem Buch und einer Tasse Kaffee darauf, und alles ist so ausgerichtet, dass man einen fantastischen Blick auf einen See hat, rundherum dichten Wald im Hintergrund. Also nicht nur zum Buchtitel passend gestaltet, sondern auch zur Reihe „Firefly Lake“ passt dieses Cover ziemlich gut. Es vermittelt eine heimelige Stimmung in gemütlich entspannter Atmosphäre.


    Charaktere

    Cat ist alleinerziehende Mutter und verhält sich ihrer Tochter Amy gegenüber größtenteils wie eine überängstliche Glucke. Sie ist zwar ziemlich intelligent, aber vermischt mit ihrer schüchternen und zurückhaltenden Art steht sie sich doch meist selbst im Weg. Grundsätzlich möchte sie nur das Beste für das Leben ihrer Tochter, würde dafür selbst auch Abstriche in Kauf nehmen, was allerdings dafür sorgt, dass sie eine sehr unrealistische Traumvorstellung vom Leben hat.

    Luc, schon früher einer von Cats engsten Freunden gewesen, ist nun der Eishockeytrainer ihrer Tochter und seit ‚kurzer‘ Zeit Witwer. Kinder hat er selbst keine, auch wenn er sehr gut mit ihnen umgehen kann. Er ist auf jeden Fall ein sehr netter und sympathischer Kerl. Einziges Manko ist, dass er auch nach mehreren Jahren noch nicht über den Tod seiner Frau hinweg ist, somit viele Gefühle unterdrückt und Angst vor einer neuen Liebe in seinem Leben zu haben scheint.


    Schreibstil und Handlung

    Man steigt bei „Du bist mein Zuhause“ direkt ins Geschehen ein und auch wenn der Schreibstil wirklich sehr angenehm und flüssig ist, hat mich der Einstieg in die Geschichte nicht richtig gepackt.

    Je weiter ich in der Geschichte um Cat, Luc und Amy vorangeschritten bin, umso mehr habe ich mich gequält. Die Handlung war für mich von Anfang an ziemlich offensichtlich. Klar, bei den meisten Liebesgeschichten weiß man schon, wie es ausgehen wird, aber auch die ganze Handlung um Gefühle oder z.B. auch Amy’s Reaktion auf einen Mann im Leben ihrer Mutter, konnte ich vorhersehen. Dadurch habe ich mich mit diesem Buch leider ziemlich gelangweilt.

    Auch ging mir nach einer gewissen Zeit noch zusätzlich das Gedankenchaos der beiden Protagonisten ziemlich auf die Nerven. Vom Erzählen her, war es ziemlich deutlich, dass es zwischen ihnen eine bestehende Anziehungskraft gibt, aber beide haben sich in meinen Augen ziemlich dumm angestellt und sich mit purer Absicht blockiert ohne nachvollziehbare Gründe.

    Das Ende, als es dann endlich soweit war, dass beide ihre Gefühle akzeptierten und sozusagen auf ein gemeinsames Ziel hinarbeiten wollten hat mir dann schon etwas besser gefallen, hat aber leider für mich den Rest nicht aufgewertet.


    Fazit

    „Du bist mein Zuhause“ zeigt ist eine Geschichte über ein recht harmonisches Familienleben in einer Kleinstadt mit seinen typischen Problemen. Für mich war der dritte Band der „Firefly Lake“-Serie das erste Buch der Autorin Jen Gilroy und wird vorerst wohl auch erstmal das letzte gewesen sein.

    Leider hat mich dieses Buch überhaupt nicht gefangen genommen und war für mich nicht viel mehr als eine seichte Lovestory für zwischendurch. Die Handlung war für mich einfach viel zu flach und es gab einen Haufen Herumgerede, aber eigentlich wenig nennenswerte Geschehnisse. Okay für jemanden der nicht viel Denken möchte oder Spannung erwartet.


    Bewertung: 3/5

    Rezension: „Best Friend Zone – Vicky + Alex“ von Jennifer Wolf


    Autor/in: Jennifer Wolf

    Titel: Best Friend Zone – Vicky + Alex

    Genre: New Adult

    Erscheinungsdatum: Dezember 2019

    ISBN: 978-3750426863

    Preis: 9,99 € als Taschenbuch


    Klappentext

    Für Vicky ist ihr bester Freund Alex alles, was sie zum Glücklichsein braucht. Doch während sie sich an der Uni zurechtfinden muss, wird Vicky etwas klar:

    Sie war so dumm, sich ausgerechnet in Alex zu verlieben. Aber sieht der in ihr nicht nur seine beste Freundin, die er wie eine Schwester liebt? Vicky überlegt, ihm ihre Gefühle zu beichten, doch dann erzählt ihr Alex von Lea. Er scheint von ihr total angetan zu sein und Lea lässt Vicky spüren, dass er ab jetzt zu ihr gehört.

    „Der Wunsch, ihm nahe zu sein, ist übermächtig und raubt mir den Verstand. Doch er gehört mir nicht. Er hat mich gegen Lea eingetauscht, sich für sie entschieden.“


    Buchtitel und Cover

    Na, wer kennt sie nicht – die „Friend Zone“? Sicher hat sich fast jeder schon einmal in dieser Situation befunden und sich in seinen besten Freund oder seine beste Freundin verliebt. Der Titel dieser Geschichte verheimlicht absolut Nichts und verspricht eine lustige und süße Geschichte.

    Das Cover ist in weiß und einer Abstufung verschiedener Rosa-Töne gehalten und wirkt auf mich sehr süß und unschuldig gestaltet. Der dargestellte Titel sieht aus, als wäre er mit Gravity auf eine Hauswand gemalt worden und die Namen der Protagonisten direkt darunter gesprayt.

    Die gesamte Aufmachung wirkt ziemlich verliebt und auf kindliche Art irgendwie romantisch. Mir gefällt es auf jeden Fall sehr gut bzw. ich finde es sehr hübsch und gelungen.


    Charaktere

    Vicky ist frisch gebackene Studentin und hat es nicht leicht, neue Bekanntschaften zu schließen oder Freunde zu finden, denn sie ist ziemlich introvertiert und neigt zu vielen Unsicherheiten. Früher ist sie viel gemobbt worden und durch ihre zurückhaltende Art hat sie nur einen einzigen Freund gefunden – ihren besten Freund Alex.

    Alex ist gutaussehend, selbstbewusst und ziemlich lustig, was ihm bei seiner Arbeit im Kindergarten zugutekommt. Dort ist er aktuell noch Auszubildender und passt nicht nur auf die Kinder dort auf, sondern auch für seine Familie, bestehend aus Mutter und Schwester, ist er ein Beschützer, seit sein Vater sie verlassen hat.

    Beide Charaktere und auch ihre Familien wirken auf mich sehr realistisch und normal. Sie könnten aus diesem Buch herauskommen und leben, wie jeder andere auch. Die Entwicklung der verschiedenen Personen ist auf jeden Fall sehr authentisch gelungen.


    Schreibstil

    Positiv aufgefallen ist mir, dass die Dialoge und Gedanken der Charaktere sehr gefühlvoll und mitreißend ausformuliert worden sind und auch die bildlich detaillierte Erzählweise war ein Traum für mein Vorstellungsvermögen. Der Schreibstil war leicht zu verstehen, flüssig zu lesen und es war mir durchgehend möglich, mich in die verschiedenen Situationen hineinfühlen zu können. Bei einigen Szenen hat mir regelrecht das Herz geblutet, da wirklich so viele Gefühle auf mich übergesprungen sind, wie ich es nur selten erlebt habe. Es war wirklich herzzerreißend und überaus emotional geschrieben, vor allem in Bezug auf die Tatsache, dass sowohl Vicky, als auch Alex, sich ihrer Gefühle füreinander zunächst überhaupt nicht bewusst sind. Glücklicherweise hatte die Geschichte auch seine humorvollen Phasen, in denen auch ich öfter mal herzlich mitlachen konnte.


    Handlung

    Der Inhalt von „Best Friend Zone – Vicky + Alex“ hat mir sehr gut gefallen. Da die Geschichte wirklich sehr nah an der Realität erzählt ist bzw. wie es im echten Leben passieren könnte, fühlte ich mich ein bisschen in eine andere Zeit meines Lebens zurückversetzt - *seufz*

    Sehr gut gefallen hat mir, dass die Autorin auch verschiedene Randgruppen mit einbezogen hat, sei es z.B. Joschi, ein Freund von Alex und Vicky, oder Alex‘ kleine Schwester. Beide haben einen angemessenen Teil am Inhalt gehabt, sodass viel über ihr Leben und ihre Persönlichkeiten deutlich geworden ist und sich nicht alles nur um die Hauptcharaktere gedreht hat.

    Abgesehen mal davon handelt es sich bei diesem Buch nicht um typische Protagonisten. Ich finde einerseits nicht, dass es schon so viele Bücher gibt über die Liebe zwischen besten Freunden und auf der anderen Seite weicht auch Vicky mit ihrer Typbeschreibung etwas von der typischen weiblichen Protagonistin ab. Auch dieser Umstand war auf jeden Fall sehr interessant und hat mir zugesagt, wenn auch ihre Entwicklung teilweise etwas schnell vonstattenging.

    Beim Tempo der Handlung muss ich allerdings ein klein wenig Kritik üben. 2/3 der Geschichte gehen schön gleichmäßig voran, nicht zu viel Herumgerede, aber auch nicht zu wenig Informationen, und dann der wichtigste Part, der wirkte auf mich leider sehr gehetzt und ich hatte das Gefühl, als waren hier auf einmal mehr Ideen vorhanden als Platz zum Schreiben. Dementsprechend wirkte am Ende die Beziehungsentwicklung bzw. -veränderung bei Vicky und Alex stark übertrieben und unrealistisch.


    Fazit

    Die "Friend Zone" – da wäre ich nun wieder bei meinen Eingangsgedanken. Jeder hat schonmal in ihr dringesteckt und der ein oder andere kam da vielleicht auch wieder raus, einige andere aber leider nicht. Gerade das Thema ist in einem gewissen Alter sehr aktuell, denn gerade bei jungen Erwachsenen kommt dieses Phänomen öfter mal vor.

    Dieses Buch erzählt eine wundervolle Geschichte! Ich habe sie, mehr oder weniger, in einem Rutsch verschlungen und war begeistert. Viele Emotionen wurden hervorragend rübergebracht und haben die Liebesgeschichte von Vicky und Alex für mich zu einem mitreißenden Erlebnis gemacht.

    Kurzlebig, aber auf jeden Fall sehr erfrischend – mir hat es super gefallen!


    Bewertung: 5/5

    Rezension: „One Hundred Lovers“ von Nicole Obermeier


    Autor/in: Nicole Obermeier

    Titel: One Hundred Lovers

    Genre: Zeitgenössischer Liebesroman

    Erscheinungsdatum: Januar 2020

    ISBN: 978-3-903278-13-4

    Preis: 12,99 € als Paperback


    Klappentext

    Tagsüber wahrt Robyn Ward ihr Image als pflichtbewusste Schulsekretärin, nachts schläft sie als Samantha Bane mit den heißesten Männern Kaliforniens …

    Nach den traumatischen Erlebnissen in ihrer Jugend hat Robyn der Liebe abgeschworen. Schneller Sex hingegen verschafft ihr für kurze Zeit Selbstbestätigung und die Anerkennung, die sie so dringend braucht. Was jedoch niemand dieser Männer weiß: Robyn betreibt den berüchtigten Blog One Hundred Lovers, auf dem sie über jedes ihrer heißen Abenteuer berichtet. Als eine große Tageszeitung ihre Kolumnen veröffentlicht, will plötzlich ganz Amerika wissen, wer hinter den verruchten Sexstorys steckt.

    Während Robyn allmählich die Kontrolle über den Blog verliert und anfangen muss, ihr Leben zu hinterfragen, taucht plötzlich Ethan auf – der Junge, der ihr einst das Herz brach und für ihre dunkelsten Stunden verantwortlich war. Gibt es für die Liebe eine zweite Chance?


    Buchtitel und Cover

    „One Hundred Lovers“ lässt allein schon vom Titel auf eine heiße Story schließen. Meine Vermutung wäre eine Geschichte um das geheime Leben einer Escort-Dame gewesen.

    In golden-glitzernder Schrift ist der Titel auf das Cover gedruckt. Im Hintergrund sieht man handschriftliche Notizen in goldener Farbe auf der unteren und ein in Grautönen gehaltenes Paar auf der oberen Coverhälfte. Vom Mann sind die Augen nicht zu sehen – so bleibt er unerkannt, während die Frau einen verruchten direkten Blick hat.

    Mit seinen farblich gut harmonierenden Komponenten wirkt das hübsch gestaltete Cover sehr edel.


    Charaktere

    Robyn Ward war zu Highschool-Zeiten ein hässliches Entlein. Sie war dick und dadurch bedingt mit ihren 17 Jahren ziemlich unsicher und unzufrieden mit sich selbst. Damals war sie schon riesig verliebt in Ethan, doch als es zu einem Date kommt und ihr ein ziemlich schockierender Streich gespielt wird, gerät ihre Welt drastisch aus den Fugen.

    Heute, neun Jahre später, lebt sie ein ganz anderes Leben. Sie hat sich stark verändert und ist zu einem absolut heißen Feger geworden und kann nun endlich mit ihrer Schwester mithalten. Wegen ihrer Vergangenheit steht sie mit der Liebe auf Kriegsfuß, führt stattdessen einen Blog über ihre kurzweiligen Sexbekanntschaften und holt sich so ihre Bestätigung.

    Ethan Cole ist damals wie heute ein total netter Junge, den man sich gerne als Partner wünschen würde. Schließlich war es nicht seine Schuld, was damals passiert ist. Trotzdem setzt er alles daran, es wieder gut zu machen und für Robyn da zu sein und Zeit mit ihr zu verbringen.


    Schreibstil

    Der Schreibstil ist sehr locker und leicht verständlich. Die Seiten flogen nur so dahin, es hat richtig Spaß gemacht. Gut fand ich auch, dass die Blogbeiträge sowie die Erzählungen aus der Vergangenheit nochmal extra kursiv hervorgehoben werden. Auch die vorhandenen Sexszenen waren recht dezent und nicht zu direkt beschrieben, was in Anbetracht eines Liebesromans wahrscheinlich sonst auch nicht mehr gepasst hätte. Letztendlich ist „One Hundred Lovers“ eine Geschichte, für die man etwas weiter ausschweifen musste, aber ich finde auch da sind gute Wege gefunden worden, sodass es nie uninteressant wurde.


    Handlung

    Im Moment hadere ich noch ein bisschen mit mir, was meine Erwartungen an diese Story und meine abschließenden Gedanken angeht. Erwartet hatte ich eine Geschichte mit viel Sex und heißen ungezügelten Beschreibungen. Außerdem war meine Vorstellung, dass Robyn Ethan vielleicht aus Versehen auswählt, ihre #100 zu werden oder er ihren Plan von „One Hundred Lovers“ unmöglich macht, sie entlarvt wird, es Beziehungsstress gibt und sie ihren Blog dann aufgeben muss. Aber an diesem Buch hat nichts meinen Erwartungen entsprochen. – Es war viel besser!

    „One Hundred Lovers“ ist viel mehr als eine erotische Liebesgeschichte. Die Story hat wesentlich mehr Tiefgang und Emotionen. Es geht um die Entwicklung einer unsicheren Frau zu mehr Selbstbewusstsein und Akzeptanz, denn nur wer sich selbst liebt, kann auch von anderen geliebt werden. Das ist auch sehr an den leicht romantisierten Blogeinträgen deutlich geworden.


    Fazit

    Meine Erwartungen wurden in jeglicher Hinsicht übertroffen. Ein Buch über das Thema Selbstliebe mit sehr herzzerreißenden und emotionalen Gefühlszuständen hatte ich nicht erwartet, aber hat mich letztendlich wesentlich glücklicher gemacht, als es ein Erotikroman es hätte tun können. Ich habe sehr mit Robyn mitgelitten und -gefiebert und bin riesig froh, dass sie am Ende das gefunden hat, was sie verdient hat – eine wundervolle süße und intime Beziehung zu dem Kerl, den sie schon immer geliebt hat.


    Bewertung: 5/5

    Autor/in: Bobbie Kitt

    Titel: Jude

    Reihe/Band: Palace of Pleasure, Band 4

    Genre: Erotischer Roman

    Erscheinungsdatum: Januar 2020

    ISBN: 978-3-903130-48-7

    Preis: 12,99 € als Taschenbuch


    Klappentext

    Seit ein Skandal seine Karriere als Baseballprofi beendet hat, hält sich Jude Myers aus dem Rampenlicht fern – und nach Möglichkeit auch von hübschen Frauen. Seine Devise lautet: Keine Dates und keine Affären außerhalb des Pleasure Clubs, da dieser für seine Diskretion bekannt ist. Als die Tochter seines verstorbenen Bruders eine Freundin einlädt, den Sommer auf dem gemeinsamen Familienanwesen zu verbringen, gerät sein Grundsatz allerdings ins Wanken. Die achtzehn Jahre jüngere Jamie ist mörderisch sexy, gefährlich vorlaut und sie weiß mit ihren Reizen zu spielen.

    Jude setzt alles daran, nicht noch mal für negatives Aufstehen zu sorgen und Jamie zu widerstehen. Doch das ist leichter gesagt als getan. Besonders, wenn man eine lange Zeit als der größte Playboy Texas‘ galt und die süße Draufgängerin keinen Hehl daraus macht, dass ihr Ziel das Bett in seinem Schlafzimmer ist …


    Anmerkung

    Dieses Buch ist für mich das erste der Reihe und auch das erste der Autorin, das ich gelesen habe und somit kann ich auch nur über diesen Teil schreiben und keine weiteren Zusammenhänge o. Ä. herstellen. Auch wird diese Rezension etwas anders aufgebaut sein als normalerweise, denn ich musste sehr stark zwischen meinen Erwartungen und dem eigentlichen Inhalt differenzieren.


    Buch-/Reihentitel

    „Palace of Pleasure: Jude“ ist der Titel des vierten Bandes der „Palace of Pleasure – Club der Milliardäre“-Reihe und somit wieder passend zu seinen Vorgängern „Club der Milliardäre“, „Kingston“ und „Lucas“ gewählt worden. Beim Reihentitel „Palace of Pleasure“ war mein erster Gedanke, dass es sich um einen Sex-Club handelt und ich war sehr neugierig, denn ich bin schon sehr lange auf der Suche nach einem wirklich guten Buch in diesem Genre und auch die zusätzlichen Stichpunkte „feurig. impulsiv. verboten.“ ließen mich auf eine richtig heiße Story hoffen mit vielen explizit sexuellen Szenen und eventuell auch einigen außergewöhnlichen „Experimenten“.


    Cover und Design

    Auch das Cover hat diese Hoffnung bzw. Erwartungen unterstützt. Es ist in orange- und braunfarbenen Tönen gehalten, eine sehr gut zusammenpassende Farbkombination. Abgebildet ist ein Männerkörper (ohne Kopf) in einem gut geschnittenen schicken Anzug. An ihn geschmiegt sieht man eine Frau mit langen dunklen Haaren, die sehr stark tätowiert ist und außerdem könnte es sein, dass sie nur mit Reizwäsche bekleidet ist – aber das ist nicht allzu deutlich zu erkennen.

    Im Innendesign ist mir leider sehr negativ die Schriftgröße aufgefallen, denn diese ist sehr klein und so befanden sich extrem viele Zeilen auf einer Seite. Man musste ziemlich aufpassen, nicht in der Zeile zu verrutschen und das hat das Lesen für mich irgendwie sehr anstrengend gemacht.


    Charaktere

    Jamie Wallace ist eine 20 Jahre alte Studentin und hat einen sehr attraktiven Körper, der über und über mit Disney-Tattoos verziert ist. Sie ist mehr oder weniger eine Waise, denn ihr Vater ist vor nicht allzu langer Zeit gestorben und ihre Mutter hat sich aus dem Staub gemacht, als sie klein war. Meistens scheint Jamie schneller zu reden als sie denken kann und wirkt dadurch leider oft ziemlich plump. Viele ihrer Aussagen haben einen extrem anzüglichen Klang und auch ihre beste Freundin Rebecca scheint das nicht aus ihr rauszukriegen.

    Jude Myers ist Ende 30 und arbeitet als CEO im Werbe- und Medienkonzern seines verstorbenen Bruders, seit er nach einer sehr kompromittierenden Situation mit einer 15-jährigen seine Baseballkarriere an den Nagel gehängt hat. Von Frauen hat er diese erstmal gestrichen voll und hält die meisten auf Abstand. Er ist Rebeccas Onkel und als er Jamie das erste Mal sieht, weiß er direkt, dass sie Ärger bedeutet.


    Schreibstil

    Bobbie Kitt’s Schreibstil war größtenteils sehr ausschweifend und durch die kleine Schrift schwer zu verfolgen. Die Geschichte um Jamie und Jude wird auf 410 Seiten erzählt, jedoch hatte ich leider viel zu oft das Gefühl, als würde die Handlung einfach nur vor sich hinplätschern, denn es gab keine groß nennenswerten Ereignisse. Viele Nebenhandlungen wurden in meinen Augen viel zu weit ausgeführt, obwohl es mit der eigentlichen Storyline nicht wirklich etwas zu tun hatte und so ging es mir vom Gefühl her auch mit einigen eingeführten Charakteren. Im ersten Dreiviertel des Buches leider so überhaupt nicht viel passiert und auch die zwei oder drei vorhandenen Sexszenen z.B. ähnelten sich ziemlich stark. Ständig wurde wiederholt, wie „heiß“ und „attraktiv“ Jude und auch Jamie sein sollen – irgendwann kam es mir einfach nur zu den Ohren wieder raus. Auch Jamie’s plumpe Anmachen waren teilweise so idiotisch, dass ich denke, jeder normale Mensch hätte verstanden, dass es keine beabsichtigts Flirten gewesen ist – zumindest zu Anfang der Geschichte.


    Handlung

    Tja, was soll ich sagen? Ich bin, was dieses Buch angeht, ehrlich gesagt etwas hilflos.

    Die Anziehung zwischen den beiden Protagonisten wurde während der Geschichte deutlich spürbar, allerdings schlug dies nach einer gewissen Zeit um und wirkte nur noch, als wären Jamie und Jude zwei notgeile Teenager. Auch finde ich, dass die beiden sehr auf ihr Äußeres reduziert worden sind, anstatt ihnen ein paar nennenswerte Eigenschaften zu verpassen. Als Jude dann auf einmal grundlos seine Meinung ändert und doch was mit Jamie anfängt, bin ich nahezu verzweifelt. Es gab in seinem Kopf, seinen Gedanken, keinen ersichtlichen Wendepunkt, auf den diese Entscheidung zurückzuführen wäre. Auf mich wirkte sein Charakter daraufhin einfach scheinheilig und unglaubwürdig.

    An dieser Stelle möchte ich nochmal auf den Reihentitel „Palace of Pleasure“ hinweisen – leider habe ich den Club in dieser Geschichte gesucht und nicht gefunden. Im letzten Viertel gab es eine einzige Szene in diesem Etablissement und zuvor wurde in drei Sätzen nur kurz erklärt, dass es sich um einen sehr teuren und überaus diskreten Sex-Club handelt. Wo ist da die Spannung? Generell gab es in diesem Buch nicht unbedingt viel Sex und auch war dieser, bis auf die Club-Szene, nicht sonderlich außergewöhnlich.

    So wie die Handlung zu Beginn noch vor sich hingeplätschert ist, gab es am Ende auf einmal noch einiges an Action. Mit der Menge an auf mich einprasselnden Informationen, war ich in diesem Abschlussteil jedoch etwas überfordert. Für absolut alles musste noch eine Lösung gefunden werden oder angefangene Nebenhandlungen mussten aufgelöst werden – es war einfach zu viel und wirkte durch auf mich ziemlich gehetzt.


    Fazit

    Ich denke, dass dieses Buch mit seinem Sex-Club und der Geschichte über ein Paar mit großem Altersunterschied auf jeden Fall Potenzial hatte, allerdings ist dieses in meinen Augen nicht ausgenutzt worden. Meine Erwartungen wurden, bis auf eine einzige kleine, etwa zehn- bis fünfzehnseitige Szene, nicht erfüllt. Generell verstehe ich unter einem Erotikroman auch eher etwas anderes als das, was mir in dieser Geschichte geboten wurde. Außerdem: Hätte man das Buch etwas gekürzt und sich ein bisschen mehr auf ein zentrales Thema fokussiert, wäre ich damit auf jeden Fall viel glücklicher gewesen. Leider werde ich, bedingt durch diese Erfahrung, die anderen Bände der Reihe nicht mehr lesen.


    Bewertung: 2/5

    Autor/in: Tina Köpke

    Titel: 175 Tage mit dir

    Reihe/Band: Little Springs, Band 2

    Genre: New Adult

    Erscheinungsdatum: Oktober 2018

    ISBN: 978-3-903130-64-7

    Preis: 12,99 € als Taschenbuch


    Klappentext

    Welch bessere Motivation für einen Neuanfang gibt es, als vom College zu fliegen?

    Amelia ist nach dem Rauswurf auf der Suche nach einem Zimmer, in dem sie bis zum Sommer wohnen kann. Sie will ihr Leben auf eigene Faust auf die Reihe bekommen und die Situation vor ihren Vätern verheimlichen. Da kommt ihr das Aufeinandertreffen mit Riley gerade recht, der ihr nicht nur ein Zimmer in der WG anbietet, sondern auch eine ziemlich stabile Schulter zum Anlehnen. Dass Amelia mit ihrem verrückten, abenteuerlustigen Gemüt sein Leben gehörig auf den Kopf stellt, wirft jedoch eine ganz neue Art von Problemen auf, denen man erst mal gewachsen sein muss …


    Anmerkung

    Da ich bei der Verlagsseite gesehen hatte, dass „125 Tage Leben“ und „175 Tage mit dir“ Einzelbände sein sollen, habe ich sie ‚leider‘ in der falschen Reihenfolge gelesen. Für das Verstehen der Geschichte von „175 Tage mit dir“ war das glücklicherweise kein Problem, allerdings kann ich so nichts über die Entwicklung der Geschichte von vorher erwähnten Charakteren schreiben, sondern wirklich nur über die Informationen, die ich diesem zweiten Band entnehmen kann.


    Buchtitel und Cover

    Das Cover von „175 Tage mit dir“ ist wunderschön gestaltet. Es vermittelt nicht nur eine harmonische Stimmung, sondern sieht auch noch verdammt gut aus. Gestaltet ist es mit vielen kleinen Polaroid-Foto-Ausschnitten, die Personen abbilden und Gegenstände abbilden. Bei den abgebildeten Menschen könnte es sich, durch spätere inhaltliche Beschreibung, eindeutig um die beiden Protagonisten Amelia und Riley handeln. Die dargestellte Frühstücksszene mit Kaffee und Waffeln hat auch eine wesentlich tiefere Bedeutung – aber die solltet ihr euch auf jeden Fall lieber selbst anlesen.

    Der Titel selbst beschreibt die Zeit, die Amelia und Riley miteinander verbringen können, bevor der Sommer vergangen ist bzw. Amelias Neuanfang vor der Tür steht.

    Mir hat auf jeden Fall sehr gut gefallen, dass sowohl die kreative Darstellung als auch der Name des Buches einen inhaltlichen Zusammenhang darstellen. Das ist sehr selten, wie ich finde, und sticht dadurch gerade nochmal positiv hervor.


    Charaktere

    Amelia ist eine wilde und impulsive Persönlichkeit, die süchtig nach Abenteuern ist und dadurch auch öfter mal auf dumme Ideen kommt. Sie wirkt nach außen hin sehr selbstbewusst, stark und schmerzfrei, auf eine gewisser Art und Weise aber auch ziemlich unnahbar. Sie liebt Horrorfilme über alles, gleichzeitig hat sie aber auch einen sehr stark ausgeprägten Fluchtinstinkt, wenn es in der ein oder anderen Situation ernst wird. Im Gesamtbild ist sie ein cooles, humorvolles Mädchen, dass innerlich ein wenig zerrissen ist.

    Wer ist denn der nette Typ von nebenan? Ja, genau der! – Das ist Riley. Er ist super sympathisch, versucht immer für seine Freunde da zu sein und hat augenscheinlich keine Leichen im Keller versteckt. Auf den ersten Blick ist er ein sehr herzlicher und ehrlicher Nerd, der auch noch mit sehr attraktiven Genen gesegnet ist. Er scheint der perfekte Freund zu sein und ich würde ihn mir gerne mal ausliehen! *grins*


    Schreibstil

    Der schriftliche Ausdruck hat mir sehr gut gefallen. Locker und leicht wird man regelrecht in die Geschichte hineingesogen und fühlt sich direkt richtig wohl. Little Springs ist aber auch ein harmonisches kleines Örtchen.

    Tina Köpke hat es geschafft, sehr „echt“ wirkende Charaktere zu beschreiben an denen wirklich nichts in irgendeiner Form gestellt wirkt. Sehr gut ist auch Amelias Schlagfertigkeit zur Geltung gekommen – das war einfach köstlich! Überaus authentisch kam auch die Lebensgestaltung der Studenten in Little Springs rüber.

    Die fünfzehn Kapitel sind komplett aus Amelias Sicht in der ICH-Form geschrieben, was noch zusätzlich gut zum Verständnis ihrer Situation beigetragen hat. Die Geschichte hat seine romantischen und dramatischen Phasen, aber nichts ist vorhersehbar und an der ein oder anderen Stelle war ich wirklich ziemlich überrascht.


    Handlung

    Dieses Buch erzählt nicht nur die Geschichte von zwei Menschen in einer Kleinstadt die sich finden und einige Hürden überwinden, um zusammen sein zu können. Nein, „175 Tage mit dir“ beschäftigt sich noch mit einem viel ernsteren Thema. Es geht zwar um die Liebe, ja, aber auch zu einem sehr großen Teil um Selbstakzeptanz. Amelia hadert ziemlich mit sich, denn sie denkt schlecht für ihr Umfeld zu sein und das viele Dinge, die in der Vergangenheit passiert sind, ihre Schuld gewesen sind. Sie ist nicht in der Lage zu akzeptieren, dass sie ein wundervoller Mensch ist und dass sie nichts für die Fehler anderer kann. Ihr Weg zur Selbstakzeptanz ist, meine Meinung nach, sehr gut übermittelt worden.


    Fazit

    „175 Tage mit dir“ ist für mich das erste Buch von Tina Köpke gewesen, dass ich gelesen habe und beinhaltet eine sehr schöne Liebesgeschichte im gemütlichen kleinen Little Springs. Amelia und Riley passen sehr gut zueinander und können sich jeweils das geben, was dem anderen fehlt. Die Story ist eine etwas ruhigere Geschichte, ohne große Aufregung und fast ohne Drama. Man kann sehr gut entspannen beim Lesen. Allerdings für eine volle Bewertung hat es mir nicht gereicht, denn für mich fehlte ein bisschen Pepp. Trotzdem wird es definitiv nicht mein letztes Buch von der Autorin gewesen sein, denn „125 Tage Leben“ wartet definitiv noch auf mich!


    Bewertung: 4/5