Beiträge von Becci5997

    Rezension: „A Single Night“ von Ivy Andrews


    Autor/in: Ivy Andrews

    Titel: A Single Night

    Reihe/Band: L.O.V.E., Band 1

    Genre: New Adult

    Erscheinungsdatum: Mai 2020

    ISBN: 978-3-7341-0855-6

    Preis: 12,99 € als Taschenbuch


    Klappentext

    Eine einzige Nacht kann dein Leben für immer verändern …

    Als die modebegeisterte Libby während der New Yorker Fashion Week auf den erfolgreichen Jungdesigner Jasper Chase trifft, ahnt sie nicht, dass sie wenige Stunden später eine unvergessliche Nacht mit ihm verbringen wird. Anderthalb Jahre danach kreuzen sich ihre Wege erneut: am Plymouth College of Art, wo sich Libby für ein Modedesign-Studium eingeschrieben hat. Das erste Wiedersehen verläuft jedoch alles andere als magisch, und Libby muss sich fragen, wieso sie in den letzten Monaten immer wieder an Jasper denken musste, denn dem ist der Starruhm offensichtlich völlig zu Kopf gestiegen. Jasper allerdings hat Libby keineswegs vergessen – genauso wenig dessen bester Freund Ian, dem die talentierte Amerikanerin ein gewaltiger Dorn im Auge ist …

    Libby und Jasper – nur ein kurzer Flirt oder doch Liebe für die Ewigkeit?


    Buch-/Reihentitel und Coverdesign

    Die Titelgestaltung war für mich minimal kontrovers, denn einerseits deutet der Buchtitel „A Single Night“ auf eine heiße kurzlebige Romanze hin, nach der es zur Trennung kommt, während „L.O.V.E.“ als bandübergreifender Titel schon eher auf langfristige Beziehungen hindeutet. Abgesehen mal davon ist der Reihenname eine Kombination aus den Anfangsbuchstaben der Namen der Mädchen, mit denen Libby in einer WG wohnt – dementsprechend ist auch direkt klar, dass die nächsten Bände die Geschichten der anderen erzählen werden.

    Das Cover ist in rosa gehalten, während der Titel wirklich die komplette Front ausfüllt. Der Hintergrund wirkt, als würden sich verschiedene Tüll- oder Stoffbahnen in einem Windhauch aufbauschen. Da Mode ein sehr großes Thema in der Geschichte ist, finde ich es passend dargestellt.


    Charaktere

    Liberty Stevensen, kurz genannt Libby, ist süß, unschuldig und eindeutig viel zu lieb für diese Welt, weshalb ihre Mutter sich auch wie eine Glucke zu verhalten scheint. Zu Beginn der Handlung ist sie 18 Jahre alt, absolut modebegeistert und geht ihrer Leidenschaft fürs Bloggen nach. Seit sie mit ihrem Studium im Bereich Modedesign angefangen hat, fehlt ihr mittlerweile aber jegliche Zeit für ihren Blog und die freie Zeit, die sie hat, verbringt sie lieber mit ihrer chaotischen WG-Mädels-Truppe. Sie ist aufgeweckt, äußerst kreativ und muss sehr hart arbeiten, um ihre Träume zu verwirklichen und das zu erreichen, was sie sich wünscht.

    Jasper Chase ist ein angehender Jungdesigner, der mit seinem besten Freund Ian zusammen ein Label gegründet hat. Er ist sehr arbeitswütig, auch wenn seine Kreativität ihm sehr leicht von der Hand geht. Sein Charakter ist ziemlich einvernehmend und intensiv – er kann einem sehr schnell unter die Haut gehen. Sein Vater ist Fischer, seine Mutter hat ihn schon in frühen Jahren verlassen und seit längerer Zeit lebt er mit Ian zusammen, auch wenn es schon seit geraumer Zeit nicht mehr ganz rund läuft bei den beiden.

    Ian Corbin, besagten besten Freund, hat man zunächst als sehr einfühlsam und nett kennengelernt. Allerdings wurde sein Eindruck, je weiter die Geschichte fortschritt, immer negativer. Er hat gewissermaßen das ein oder andere Diktator-Gen abbekommen, mischt sich gerne in die Angelegenheiten anderer Leute ein und legt eine äußerst manipulative Art an den Tag. Er ist ungerecht, zeigt wenig Verständnis für die Dinge, die seinem Umfeld wichtig sind und all das sorgte dafür, dass er für mich einer der unsympathischsten Charaktere seit langem war.


    Schreibstil und Handlung

    Ivy Andrews‘ Schreibstil war sehr flüssig und angenehm, an der ein oder anderen Stelle aber etwas zu detailliert und ausschweifend. Im Vergleich dazu wurden einige Punkte, die mir persönlich wichtig gewesen wären, etwas zu schnell abgehakt. Das Tempo des Schreibstils war, auch in Bezug auf die einzelnen Handlungsverläufe, dementsprechend sehr unausgeglichen.

    In vielen Bereichen schreibt die Autorin sehr dezent und außerdem kommt sie in ihrer Geschichte ohne die Darstellung von expliziter Erotik aus, wobei ich dahingehend leider anmerken muss, dass es mir dadurch an Intensität zwischen den Charakteren gefehlt hat. Man muss Sex nicht bis ins kleinste Detail beschreiben, keine Frage – allerdings vertrete ich schon die Meinung, dass man eine wirkliche Verbindung zwischen den Charakteren spüren sollte, auch wenn viele dieser Aktionen nur angedeutet werden.

    Die Handlung selbst war für mich etwas ziemlich anderes, als der Klappentext versprochen hat. Einerseits fand ich Jaspers Charakterbeschreibung etwas irreführend und andererseits beinhaltet dieses Buch viel mehr Themen als nur die Liebesgeschichte zwischen Libby und Jasper. Auch ist mir aufgefallen, dass mehrfach Themenbereiche angeschnitten worden sind, die aber leider nur zum Teil und nicht vollständig ausgeführt worden sind, worüber ich sehr gerne mehr erfahren hätte. Gerade bezüglich eines bestimmten Aspekts habe ich so lange auf eine Auflösung gewartet, die wirklich erst ganz zum Schluss kam, wodurch das Ende sehr gehetzt und gewollt wirkte, was mir an der Stelle auch leider nicht sehr gut gefallen hat.

    Wie bereits angesprochen behandelt „A Single Night“ viel mehr Themen als nur die Liebe. Es geht um Freundschaft, Alltag mit einem Studium und Arbeit nebenbei, von Zuhause ausziehen, etc. Für den ein oder anderen mag das zu viel sein, denn es besteht die Möglichkeit, dass einiges hinten runterfallen könnte. Mir hat die Geschichte wirklich nicht schlecht gefallen bzw. viele der genannten Punkte haben mich nicht extrem gestört, weshalb auch meine abschließende Beurteilung besser ausgefallen ist, als man vermutet hätte.


    Fazit

    Eine schöne, angenehme Geschichte in der viel mehr steckt als nur das übliche Liebes-Hin-und-Her zwischen zwei Menschen. Thematisiert werden zusätzlich Freundschaft, Mode und der Start ins Berufsleben – eine breite Mischung mit kleineren Schwächen. Ich bin gespannt, wie es in den nächsten Teilen weitergeht.


    Bewertung: 4 YYYY von 5 Sternen

    Rezension: „Troublemaker“ von Avery Flynn


    Autor/in: Avery Flynn

    Titel: Troublemaker

    Reihe/Band: Harbor City, Band 2

    Genre: Liebesroman

    Erscheinungsdatum: Mai 2020

    ISBN: 978-3-3736-1192-3

    Preis: 12,90 € als Paperback


    Klappentext

    Kann er wirklich lieben oder ist alles nur ein Spiel für ihn?

    Unverschämt attraktiv, unanständig reich und in der Regel unwiderstehlich – Hudson Carlyle hat alles und kann jede Frau haben. Doch als er Felicia Hartigan trifft, muss er feststellen, dass sein Charme bei ihr nicht zieht: Sie lässt ihn eiskalt abblitzen! Fasziniert von der widerspenstigen Wissenschaftlerin versucht er, so viel wie möglich über sie herauszufinden, und merkt schnell, dass Felicia schon seit Jahren für einen anderen schwärmt. Er macht ihr ein Angebot, das sie nicht ablehnen kann: Hudson verspricht Felicia Hilfe dabei, den Mann ihrer Träume zu erobern – und tut währenddessen alles, um selbst ihr Herz zu gewinnen. Doch schnell muss er feststellen, dass er das erste Mal in seinem Leben echte Gefühle für eine Frau entwickelt …


    Buch-/Reihentitel und Coverdesign

    Der Titel „Troublemaker“ ist im Bezug auf Klang und Zusammensetzung exakt an „Heartbreaker“ angepasst und verdeutlicht so ein wenig die Reihenzugehörigkeit. Auch der zweite Band der „Harbor City“-Reihe spielt wieder in der gleichnamigen Stadt. Das Cover zeigt einen jungen Mann im Anzug von vorne, allerdings ohne einen direkten Einblick in sein Gesicht zu ermöglichen. Für meine Begriffe sieht er wahnsinnig attraktiv aus, wirkt etwas rastlos und macht mich sehr neugierig.


    Charaktere

    Felicia Hartigan ist Wissenschaftlerin und beschäftigt sich intensiv mit allen möglichen Arten von Ameisen. Sie wirkt auf den ersten Blick etwas unsicher und zurückhaltend und ist seit Jahren in ihren besten Freund Tyler verknallt. Auf den zweiten Blick merkt man allerdings schnell, dass sie gar nicht so schüchtern ist, wie man vermuten würde. Ihre Denkweise scheint nur in eine andere Richtung zu gehen als die der meisten Menschen. Während viele sich von Emotionen leiten lassen, glaubt sie fest an die Wissenschaft, analysiert Situationen genauestens und versucht alles auf eine sehr logische und neutrale Art und Weise zu sehen. Der einzige Haken ist, dass diese Methode ihr bei Tyler keine Lösung zu liefern scheint. Aus diesem Grund geht sie mit Hudson eine Art Zweckgemeinschaft ein, um zu lernen, wie sie ihren besten Freund verführen kann, damit er endlich auf sie aufmerksam wird.

    Hudson Carlyle ist Künstler – allerdings nur im Geheimen. Für die Öffentlichkeit ist er ein reicher Playboy, der absolut Nichts anbrennen lässt in der Frauenwelt. Er ist gleichermaßen intelligent wie eingebildet bzw. sehr von sich selbst überzeugt. Er ist wahnsinnig gut darin, andere Leute für seine Zwecke zu manipulieren, denn er bekommt immer genau das, was er will. Aber eigentlich stellt Hudson alle anderen Menschen in seinem Umfeld immer über seine eigenen Belange – man sieht sehr gut wie unterschiedlich Schein und Sein sein können.


    Schreibstil und Handlung

    Aus der Sicht eines allwissenden Erzählers bzw. in der dritten Person wird die Geschichte aus den Sichtweisen von Felicia und Hudson erzählt. Sehr humorvoll nimmt die Geschichte schnell ein wenig Fahrt auf und sorgt dafür, dass man sie sehr flüssig und angenehm verschlingen kann.

    Zunächst stand ich dem Buch sehr skeptisch gegenüber, denn der erste Teil der Reihe hatte mich nicht sonderlich umgehauen, weshalb ich auch keine allzu großen Erwartungen an diesen zweiten Band hatte. Vor allem nicht, als es zu Beginn mit einer fast identischen Szene aus „Heartbreaker“ losging. Zum Glück durfte ich aber recht schnell feststellen, dass „Troublemaker“ eine ganze eigene Richtung einschlug, die außer den verwandtschaftlichen Verhältnissen kaum etwas mit Band 1 gemein hatte.

    Die Handlung war zwar dezent klischeebehaftet, wenn man bedenkt, dass Felicia mit einem anderen Kerl versuchen möchte, ihre große Liebe für sich zu gewinnen (siehe Klappentext). Allerdings wurde die Story so süß und wundervoll umgesetzt, dass sie mich einfach nur zum Träumen verführt hat.

    Ich empfand die Geschichte als sehr emotional und intensiv. Die verschiedenen Gefühle der Charaktere sind mir ziemlich unter die Haut gegangen und haben mich regelrecht gefangen genommen. Die Anziehungskraft zwischen Felicia und Hudson war in jeder einzelnen Szene so sehr greifbar, dass ich schon sehr schnell mitgefiebert habe und jegliche Höhen und Tiefen der Geschichte am eigenen Leib miterlebt habe. An dieser Stelle muss ich auch erwähnen, dass Felicia und Hudson zwei sehr sympathische und wirklich realistisch gestaltete Charaktere für mich waren, denn so konnte ich mich auch richtig gut in sie hineinversetzen, was mir bei den Charakteren aus Band 1 leider damals sehr schwergefallen war.

    Ich bin immer noch geflasht, wenn ich an diese Story zurückdenke, denn ich wurde wirklich sehr positiv überrascht und nun gebe ich auch überaus gerne dem dritten noch erscheinenden Band eine Chance.


    Fazit

    Wow – nach dem ersten Band hatte ich DAS definitiv nicht erwartet. Dieses Buch war um so viele Welten besser als der erste Band – sowohl die Story als auch die Charaktere und die verschiedenen Emotionen haben mich gecatcht und in einen Bücherhimmel entführen können! Für mich ein absolutes Monatshighlight!


    Bewertung: 5 YYYYY von 5 Sternen

    Rezension: „Fallen Dreams – Endlose Sehnsucht“ von Samantha Young


    Autor/in: Samantha Young

    Titel: Fallen Dreams – Endlose Sehnsucht

    Reihe/Band: Play on, Band 2

    Genre: Liebesroman

    Erscheinungsdatum: Mai 2020

    ISBN: 978-3-7457-0070-1

    Preis: 14,00 € als Paperback


    Klappentext

    Was würdest du für deine wahre Liebe opfern?

    Skylar hat es geschafft. Mit ihrer Band stürmt sie weltweit die Charts. Doch nach einer Tragödie kehrt sie ihrem bisherigen Leben den Rücken. Jetzt schlägt sie sich als Straßenmusikerin durch, schläft in einem Zelt und verbirgt ihre wahre Identität vor der Öffentlichkeit. Dennoch fällt sie dem Musikproduzenten Killian O’Dea auf, und er bietet ihr einen Plattenvertrag an. Um keinen Preis will Skylar zurück ins Rampenlicht. Erst als sie in eine bedrohliche Situation gerät, stimmt sie notgedrungen Killians Angebot zu. Schon bei der ersten Session spürt Skylar, dass der charismatische Schotte ihr unter die Haut geht. Aber darf sie ihm ihr Herz öffnen? Empfindet er wirklich etwas für sie – oder geht es ihm einzig und allein um seine Karriere?


    Buch-/Reihentitel und Coverdesign

    Das Cover gibt auf den ersten Blick nicht besonders viel her. Viele kleine goldene Kreise sind zu einer Art Schallplatten-Design angeordnet und lassen direkt auf eine Popstar-Geschichte schließen, was der Klappentext nun auch recht schnell bestätigt. Auf den ersten Blick ist es keine Darstellung, die mich besonders anspricht – hält man es aber in die Sonne, reflektieren die eingehenden Lichtstrahlen und das Buch erstrahlt in einem Glitzern und Funkeln und es sieht traumhaft schön aus.

    „Fallen Dreams“ mit dem Untertitel „Endlose Sehnsucht“ impliziert für mich, dass ein Traum zwar wahr geworden ist, aber doch nicht ganz das hält, was man sich davon versprochen hat und das so sehr, dass man nun enttäuscht ist. Für mich schwingt allein schon im Titel auch sehr viel Verlust und Schmerz mit, sodass ich auf diese Geschichte und das Ausmaß der hoffentlich existenten Emotionen sehr gespannt war.

    „Fallen Dreams“ ist eigentlich der zweite Band der „Play on“-Reihe, was leider durch die unterschiedlichen Cover und durch den zwischenzeitlichen Verlagswechsel nicht deutlich wird. Als Reihen- und Einheitlichkeitsfan ist das für mich ziemlich traurig …


    Charaktere

    Skylar Finch ist Anfang 20 und schon seit Jahren eine Berühmtheit. So sehr sie zu Beginn ihrer Karriere das Leben aus Pop-/Rockstar auch geliebt und genossen hat, umso unglücklicher ist sie nun. Nachdem ihre Mutter und deren Lebensgefährte grauenvoll ermordet worden sind, ergreift sie, als auch nach Monaten noch keine Fallaufklärung in Sicht ist, die Flucht. Sie versteckt sich vor ihren Freunden, ihrem Management und der ganzen Welt und lebt auf der Straße unter anderen Obdachlosen und schlägt sich so durch. Sie ist eine Kämpferin, stur und fest davon überzeugt, dass sie einen Neuanfang schaffen kann, ohne wieder ins Rampenlicht gezerrt zu werden. Denn sie will nie wieder dem Druck der Öffentlichkeit ausgeliefert sein.

    Killian O’Dea ist Musikproduzent und ein absolutes Arbeitstier. Der einzige, der ihn zu ein bisschen Freizeitaktivitäten zwingen kann ist seine Schwester Autumn. Er ist sehr ehrgeizig, stur und verschlossen und hat einen ziemlich eigenen Sinn für Gerechtigkeit. Das beschreibt zumindest seinen Charakter auf der einen Seite – auf der anderen kann er aber auch sehr nett und hilfsbereit sein, denn seit ihre Eltern gestorben sind, musste er sich mit um seine kleine Schwester kümmern. Abgesehen mal davon ist bei ihm aber definitiv ein Umdenken erforderlich, denn seine Arbeit steht über allem und was das angeht handelt er absolut nie uneigennützig.

    Beide Charaktere waren für ihre jeweiligen aktuellen Situationen und auch im Hinblick auf ihre vergangenen Erlebnisse meiner Meinung nach sehr authentisch und realistisch dargestellt. Nichts wirkte auf mich unecht an ihnen. In verschiedensten Augenblicken konnte ich sehr gut mit ihnen mitfühlen und mich in positiven Situationen auch mit ihnen freuen. Auch wenn jeder so seine kleinen oder größeren Macken hatte, waren sie mir beide sehr sympathisch.


    Schreibstil und Handlung

    „Fallen Dreams“ wird in der ersten Person aus der Sichtweise von Skylar erzählt. Der Schreibstil ist sehr flüssig und überaus emotional, wirkt in vielen Szenen stark unterstützend und schafft es, die verschiedensten Emotionen zu intensivieren. Flüssig und locker flog ich nur so durch die Seiten und wollte am liebsten gar keine Pause beim Lesen machen. Ich wollte es nicht aus der Hand legen, so sehr hat es mich gefesselt und in seinen Bann gezogen. Auch konnte ich mich durch den Schreibstil sehr gut in Skylar und ihre Situation bzw. ihre Gefühle hineinversetzen. Es war ein intensives Erlebnis für mich.

    Die Handlung war genauso tiefgehend, emotional und intensiv, wie ich auch schon den Schreibstil beschrieben habe. Diese beiden Bereiche haben in diesem neuen Buch von Samantha Young nahezu fantastisch miteinander harmoniert. Zwischendrin hatte ich öfter das Gefühl, als wären verschiedene Beschreibungen etwas zu detailliert, allerdings hat dies den Lesefluss nicht gestört, geschweige denn die Geschichte für mich negativ beeinflusst. Ich empfand es auf jeden Fall noch akzeptabel.

    Sehr informativ und gut dargestellt fand ich auch den Druck, der im Musik- und wahrscheinlich auch im Film-Business oder jedem anderen Bereich, indem man zwangsweise berühmt werden kann, herrscht. Diese Erfahrungen in ihren Extremen waren schon etwas schockierend und es ist verständlich, dass man damit nicht auf ewig zurechtkommen kann, wie ich finde, wenn niemand in der Lage ist, einen sicher abschirmen zu können.

    Im Großen und Ganzen habe ich an diesem Buch, der Geschichte und den Charakteren Nichts zu meckern oder auszusetzen.


    Fazit

    Ich liebe es! ♥ Es war emotional, intensiv und hat mich mehrfach zu Tränen gerührt. Ein absolut fesselndes Highlight für mich. Einfach wundervoll. So bin ich es von der Autorin gewohnt.


    Bewertung: 5 YYYYY von 5 Sternen

    Rezension: „Honey Lips: Charlotte“ von Christine Troy & Lizzy Jacobs


    Autor/in: Christine Troy & Lizzy Jacobs

    Titel: Charlotte

    Reihe/Band: Honey Lips, Band 3

    Genre: Liebesroman

    Erscheinungsdatum: März 2020

    ISBN: 9798629524601

    Preis: 10,99 € als Taschenbuch


    Klappentext

    Chip Peterson ist ein waschechter Cop mit klaren Prinzipien. Vor Kurzem hat er sich nach Las Vegas versetzen lassen, um seine Schwester zurückzuholen. Sie arbeitet als Tänzerin bei den berühmt berüchtigten Honey Lips.

    Als großer Bruder hat Chip ein Problem mit der Auswahl ihres Jobs. Doch diese Tatsache tritt in den Hintergrund, als er auf Charlotte trifft. Die hübsche Kanadierin ist ebenfalls Teil der Honey Lips Crew und bringt ihn bereits nach dem ersten Aufeinandertreffen in ein wahres Gefühlschaos.

    Dabei macht Charlotte privat einen großen Bogen um die Männerwelt. Doch ein Kerl wie Chip lässt sich nicht so einfach verjagen! Er kämpft um ihre Liebe, doch kaum ist er am Ziel, ändert eine unüberlegte Handlung einfach alles.

    Nun stellt sich die entscheidende Frage: Können die beiden ihre Vorurteile überwinden und nach vorne schauen, oder lassen sie sich ihretwegen die Liebe ihres Lebens entgehen?


    Buch-/Reihentitel und Coverdesign

    Wie der Klappentext bereits erzählt, sind die „Honey Lips“ eine berühmte Tanzgruppe in Vegas und da es sich in den Büchern der Reihe, die unter diesem übergreifenden Titel erschienen ist, jeweils um die einzelnen Mitglieder dieser Gruppe dreht, wurde als Untertitel der jeweilige Name der Tänzerin gewählt, deren Geschichte gerade erzählt wird. Hier im dritten Band der Reihe geht es um Charlotte, während sich im ersten und zweiten Band alles um Emily und Cassie drehte.

    Das Cover wirkte auf mich wie ein Werbeplakat für eine Vorstellung der Honey Lips. Abgebildet ist eine Frau, bei der man erahnen kann, dass sie nur leicht bekleidet ist, die sich an den Rücken eines ebenfalls nur wenig bekleideten Mannes schmiegt und einen aufreizenden bzw. sexy Blick in Richtung der vermeintlich existierenden Kamera wirft. Die Darstellung übermittelt eindeutig einen glamourösen Vegas-Flair und ich finde dahingehend, dass es sehr gut zum Klappentext und Inhalt der Geschichte passt. Die vermittelte Stimmung wirkt etwas aufgeheizt und macht Lust auf mehr.


    Charaktere

    Charlotte ist Stripperin bei den Honey Lips und poliert damit ihr verletztes Selbstwertgefühl etwas auf. Ihre Kindheit war nicht die einfachste, denn für ihre Mutter war sie in allem was sie gemacht hat nie ‚gut genug‘, geschweige denn etwas wert. Nach dieser frustrierenden Vergangenheit will sie keine Enttäuschungen mehr im Leben und versucht stur, sich an ihren dafür zurechtgelegten Plan zu halten. Und da Männer meist Enttäuschungen bedeuten sind diese in ihrem Leben absolut tabu. Im Club stellt sie einen ganz anderen Charakter dar, als sie selbst eigentlich ist, aber es scheint ihr zu helfen, sich auszuleben und mit sich selbst zurechtzukommen.

    Christopher Peterson, kurz genannt Chip, ist einer von drei Brüdern von Charlottes Kollegin Kate. Er legte schon immer einen sehr starken Beschützerinstinkt gegenüber seiner kleinen Schwester an den Tag, sodass er ihr dadurch bedingt jegliche Beziehungen zu Männern oder auch Freundschaften zu Frauen ruiniert hat. Um wieder einmal in ihr Leben einzugreifen, hat er sich in seinem Job als Cop nach Vegas versetzen lassen, um seine Schwester nach Hause zu holen, denn ihr Job verstößt gegen jegliche seiner Prinzipien. Er ist sehr eigenwillig, intensiv und wenn er sich einmal etwas in den Kopf gesetzt hat, dann lässt er auch nicht locker.

    Charlottes Charakter empfand ich als sehr stark und authentisch dargestellt. Ich konnte für ihre Situation und ihre damit einhergehenden Gedanken Verständnis aufbringen und somit ihre Entscheidungen eigentlich sehr gut nachvollziehen.

    Chip hingegen war mir nicht ganz so sympathisch, denn sein Beschützerinstinkt hat in meinen Augen Ausmaße angenommen, die schon viel früher hätten unterbunden werden müssen. Sein Charakter war extrem intensiv und durch diese übermäßig intensive Darstellung war er teilweise etwas nervig.


    Schreibstil und Handlung

    Der Schreibstil der beiden Autorinnen war sehr flüssig, angenehm und locker. Ich konnte das Buch in einem Rutsch komplett durchlesen. Die Sprache war stellenweise sehr direkt, was ich als sehr gut empfunden habe und auch wenn sie teilweise sexuelle Anspielungen o. ä. enthielt, wirkte es nicht zu vulgär. Es war genau richtig. Auch sehr gut gefallen haben mir die relativ kurzen Kapitel, was das Lesen auf jeden Fall noch viel einfacher gestaltete und sich Nichts unnötig in die Länge zog.

    Die Handlung war sehr schnelllebig und intensiv, trotzdem aber recht authentisch. Da die Geschichte nur über einen sehr kurzen Zeitraum spielt muss ich allerdings anmerken, dass die Beziehungsentwicklung zwischen Charlotte und Chip etwas weniger realistisch wirkte, denn es ging einfach alles etwas schnell. Ein wenig mehr Gemächlichkeit hätte mir da besser gefallen. Aber es passte halt zum Rest der Geschichte.

    Auch gut gefunden hätte ich, wenn grob die Club-Geschichte nochmal aufgegriffen worden wäre, damit man auch noch ein paar Hintergrundinformationen bekommen hätte, wie diese Gruppierung überhaupt zustande gekommen ist etc. Da ich die Vorgängerbände bisher noch nicht gelesen habe, fühle ich mich da minimal aufgeschmissen, auch wenn man den eigentlichen Inhalt des Buches natürlich auch ohne Vorkenntnisse verstehen konnte.


    Fazit

    Dieses Buch war für mich das erste des Autorenduos Christine Troy und Lizzy Jacobs. Es war spritzig, intensiv und ein wenig kurzlebig, konnte mich aber definitiv überzeugen. Die Geschichte hat richtig Spaß gemacht.


    Bewertung: 4 YYYY von 5 Sternen

    Rezension: „Love on Lexington Avenue“ von Lauren Layne


    Autor/in: Lauren Layne

    Titel: Love on Lexington Avenue

    Reihe/Band: Central Park, Band 2

    Genre: Liebesroman

    Erscheinungsdatum: Mai 2020

    ISBN: 978-3-442-49042-4

    Preis: 10,00 € als Taschenbuch


    Klappentext

    Drei Freundinnen, die New Yorker High Society und die Suche nach Mr Right

    Dass ihr verstorbener Mann zahlreiche Affären hatte, löst nicht nur Wut in Claire Hayes aus – es hat ihr auch das Herz gebrochen. Nie wieder will die junge Witwe einen Mann so nahe an sich heranlassen. Auch soll nichts in ihrem Leben sie mehr an Brayden Hayes erinnern. Claire stürzt sich in die Renovierungsarbeiten an ihrem Haus in der Upper East Side. Dass ihr ungehobelter Bauleiter Scott Turner sie für eine verwöhnte Prinzessin hält, bestätigt sie in ihrer Überzeugung: New Yorker Männer können ihr gestohlen bleiben! Selbst wenn sie so attraktiv sind wie Scott, in dessen Gegenwart Claire sich endlich wieder lebendig fühlt …


    Buch-/Reihentitel und Coverdesign

    Band 2 der „Central Park“-Reihe von Lauren Layne ist diesmal in wunderschönen Blautönen gehalten und bildet erneut die New Yorker Stadt in der Morgen- oder Abenddämmerung ab. Mit seinen funkelnden Lichtern lädt das Cover zum Träumen ein und ist auf jeden Fall eine große Konkurrenz für den ersten Teil. „Love on Lexington Avenue“ beschreibt als Titel wieder exakt WAS genau WO passieren wird. Nämlich Liebe. Auf der Lexington Avenue. In New York. Ich hoffe wieder auf eine traumhafte Geschichte, die mit dem ersten Band „Passion on Park Avenue“ mithalten kann.


    Charaktere

    Claire Hayes ist gleichermaßen wütend wie traurig und gleichermaßen auch erleichtert. Nach dem Betrug ihres toten Ehemanns Brayden, was eindeutig die ersten beiden Gefühlsregungen erklärt, hat sie zwei wundervolle neue Freundinnen gefunden. Und das sind ausgerechnet die Affären ihres verstorbenen Mannes. Aber sie ist in der Lage, aus diesen neu entstandenen Freundschaften Kraft zu ziehen, denn sie braucht ganz dringend Veränderungen, da sie sich selbst nicht mehr wiedererkennt. Sie hat keine Hobbys, will auch keine neue Beziehung und als würde das nicht schon reichen fühlt sie sich auch noch ‚unsichtbar‘. Unsicher und zutiefst verletzt versucht sie das Leben als frisch gebackene Witwe zu meistern und ihr Herz zu reparieren.

    Scott Turner ist ein ziemlich stoffeliger und äußerst unfreundlicher Innenarchitekt. Er will alles, aber am allerwenigsten mit irgendeiner Frau sesshaft werden und aus diesem Grund ist er mehr oder weniger auch mit seiner Arbeit verheiratet und höchstens für unverbindlichen Sex zu haben. Er hat Beziehungen schon lange abgeschworen – die einzige, die er regelmäßig und leidenschaftlich unterhält, ist die zu seiner Hündin Bob. Er legt eine sehr direkte Art an den Tag und Gefühle sind ihm fremd, weshalb er manchmal auch überhaupt nicht bemerkt, wenn er auf denen anderer Leute herumtrampelt.


    Schreibstil und Handlung

    „Love on Lexington Avenue“ ist in der dritten Person bzw. aus Sicht eines allwissenden Erzählers geschrieben. Der Schreibstil ist wieder einmal wundervoll leicht und flüssig, locker und lädt direkt zum Abtauchen ein, was auch der Grund dafür war, dass ich das Buch in kürzester Zeit verschlungen habe. Innerhalb der Handlung werden viele Informationen und Gefühlseindrücke wahnsinnig gut platziert, was auch dafür sorgte, dass ich mich 1 A in die verschiedenen Charaktere hineinversetzen konnte Es war einfach wieder ein absolut tolles Leseerlebnis.

    Die Handlung selbst ist wieder sehr gefühlvoll – romantisch und traumhaft schön – und kommt sogar ohne die Schilderung expliziter Erotik klar. Die Charaktere sind alle richtig gut und authentisch gelungen, sodass sie einen Freundeskreis bilden, den sich absolut jeder für sich selbst wünschen würde. Auch die Geschichte um Claire und Scott entwickelt sich stetig und in angemessenem Tempo immer weiter, sehr realistisch in Anbetracht der vorhergehenden Ereignisse (betr. Band 1).


    Fazit

    Dieses Buch habe ich in weniger als 24 Stunden verschlungen und absolut geliebt! Ich war öfter mal zu Tränen gerührt und bin überzeugt, dass es viel zu schnell vorbei war. Ich sehne Band 3 herbei! ♥


    Bewertung: 5 YYYYY von 5 Sternen

    Rezension: „Love Coach“ von Sophie Andresky


    Autor/in: Sophie Andresky

    Titel: Love Coach

    Genre: Erotikroman

    Erscheinungsdatum: Mai 2020

    ISBN: 978-3-453-27216-3

    Preis: 15,00 € als Paperback


    Klappentext

    Lesen Sie keine Sex-Ratgeber. Vor allem glauben Sie nicht, was darin steht. Sie wissen am besten, was Ihnen gut tut.

    Karla und ihre Freundinnen suchen im Dschungel der paarungswilligen Großstädter nach dem Glück oder wenigstens nach einer heißen Nacht. Ob Sex-Sekte, Swingerclub, lesbische Beziehung oder Nackt-Kuppelshow – sie probieren alles und geben nicht auf.

    Sex und Liebe in Zeiten von Tinder und Social Media. Ein Roman, der die Lust, Frauenfreundschaften und das real life feiert.


    Buchtitel und Coverdesign

    Das Cover bildet eine Frau mit langen dunklen Haaren von der Seite ab, bei der eindeutig zu erkennen ist, dass ihr Rücken unbekleidet ist. Ich vermute mal, dass die Frau eine etwas intimere Stimmung hervorrufen sollte, was bei mir aber leider nicht angekommen ist. In einem großen rosafarbenen Kreis prangt in der Mitte des Covers der Titel und die Genrebezeichnung. Hinter dem Titel und in Verbindung mit dem Klappentext erhoffte ich mir eine humorvolle Geschichte mit geistreichen Ratschlägen in Liebesdingen und hatte wirklich eine sehr interessante Vorstellung davon in meinem Kopf.


    Charaktere

    In „Love Coach“ werden die Beziehungen von vier äußerst verschiedenen Charakteren beleuchtet, die alle miteinander bzw. untereinander befreundet sind und größtenteils regelmäßigen Kontakt pflegen.

    Karla ist die Sexpertin der Freundinnen und irgendwie auch die Protagonistin der Geschichte. Sie ist frisch von ihrem (Ex-) Freund Matthis getrennt und durchlebt gerade sozusagen eine kleine Krise. Neben ihrem eigentlichen Therapieangebot für ihre Klienten hat sie nun auch noch die Betreuung für eine Nackt-Kuppelshow beim Fernsehen übernommen.

    Tilda, die erste der Freundinnen, lebt in einer Kommune und sollte eigentlich enthaltsam leben, bis auf an vom Orden festgelegten Tagen. Dass das nicht ganz der Realität entspricht, brauche ich gar nicht zu sagen. Mieze ist die Lesbe unter den Freundinnen und steckt in einer nicht so liebevollen Beziehung fest, denn ihre Partnerin hält nichts von Monogamie. Und dann gibt es noch Fine: Sie ist ein bisschen crazy und versucht sich als Influencerin, was mehr oder weniger erfolgreich läuft.

    Ich muss gestehen, dass ich mit keiner der Charaktere auch nur annähernd warm geworden bin. Sie schienen alle recht verdrehte Vorstellungen von Liebe und Sex zu haben, von der fast offensichtlichen Sexsucht bei jeder will ich gar nicht erst anfangen. Klar, jeder ist anders was seine Einstellung und Vorlieben angeht, aber auf mich wirkten alle vier sehr übertrieben in allem was sie getan, gesagt oder gedacht haben. Unnatürlich wäre wohl ein besseres Wort, um sie zu beschreiben. Abgesehen mal davon schien keine auch nur annähernd über ein gesundes Selbstbewusstsein zu verfügen, geschweige denn ein ‚ordentliches‘ Leben zu führen. Generell hatten sie sehr niedrige Ansprüche an ihre Partner und auch an sich selbst, sodass ich mit ihnen so gar nicht zurechtgekommen bin.


    Schreibstil und Handlung

    Mir war klar, dass dieses Buch für mich mal etwas Anderes werden würde, als die Geschichten, die ich sonst zu lesen pflege. Dass meine Meinung allerdings so ausfallen würde, hatte ich absolut nicht erwartet.

    Der Schreibstil der Autorin war für mich sehr merkwürdig. „Love Coach“ ist in der dritten Person bzw. der Sicht eines allwissenden Erzählers geschrieben. Das war nicht der Punkt, der mich irritiert hat, sondern eher die Tatsache, dass alles im Präsens geschrieben ist, als würde jemand gerade wirklich geschehende Handlungen parallel kommentieren. Ich kannte diese Art bisher nur in verschiedenen Vergangenheitsformen und mit denen bin ich eigentlich sehr gut zurechtkommen, was hier halt leider nicht der Fall gewesen ist.

    Generell wird Sophie Andresky’s Schreibstil als sehr freizügig und direkt beschrieben. Dem kann ich einerseits zustimmen, andererseits muss ich aber auch widersprechen. Ich finde, dass es einen schmalen Grat zwischen freizügig und plump bzw. direkt und herablassend gibt. Leider finde ich nicht, dass die Autorin den ‚richtigen‘ Weg gefunden hat. Ich habe kein Problem mit Freizügigkeit – ich finde nur, dass sie mit angemessenem Ausdruck wesentlich erotischer wirkt, als dass man beispielsweise für verschiedene Geschlechtsteile oder -regionen Wörter benutzen sollte, die heutzutage von vielen Jugendlichen und Erwachsenen als Schimpfwörter bzw. Beleidigungen genutzt werden. Zu viele Passagen waren für mich nicht ansprechend formuliert, wirkten plump, niveaulos und äußerst herablassend sowie vom Kontext her nicht passend. Ich fand den Schreibstil schlichtweg grauenhaft und vermute auch, dass dieses Buch für mich das erste und letzte der Autorin gewesen sein wird.

    Im Hinblick auf den Klappentext hatte ich auch von der Handlung etwas ganz Anderes erwartet. Weder geht es um ein Coaching-Programm, eine Sextherapie oder um eine App, die einem mit seinen Problemen im sexuellen Bereich helfen kann.

    Es wird sehr viel über die einzelnen Lebensgeschichten der vier Freundinnen erzählt, aber im Gesamten gibt es nur sehr wenig Kontakt unter den Vieren. Wenn Kontakt bestand, dann eher über Chatverläufe, statt persönliche Treffen, und auch, wenn ich solche Nachrichtenverläufe eigentlich in Büchern liebe – waren auch diese für mich nicht ansprechend, größtenteils einfach nur wirr und abgedreht.

    Der komplette Inhalt von „Love Coach“ wirkte auf mich ziemlich an den Haaren herbeigezogen. Ich habe das Buch am Ende zugeklappt und konnte nicht mal annähernd sagen, was ich da eigentlich gerade gelesen habe. Vor allem verwirrend war, dass gegen Ende nochmal eine Art Handlungsumschwung kam und auf einmal etwas ganz anderes Thema wurde, was überhaupt Nichts mit den vorangegangenen Ereignissen zu tun hatte. Ja, es brachte minimale Spannung ins Geschehen, aber da es nicht zum Rest passte auch einfach nur merkwürdig.

    Der Klappentext sagt so schön, wie dieses Buch das „real life feiert“ – mein einziger Gedanke ist dazu, dass dieser Klappentext unbedingt berichtigt werden sollte, mal abgesehen von der Tatsache, dass das ‚real life‘ nicht mal annähernd so ist, wie dieses Buch es einem weismachen will.


    Fazit

    Wieder ein Buch, bei dem der Inhalt absolut nicht das hält, was der Klappentext verspricht. Ich bin enttäuscht. Sophie Andresky soll eine Meisterin der Freizügigkeit sein – meiner Meinung nach war die Geschichte nicht an Niveaulosigkeit zu übertreffen.


    Bewertung: 1 Y von 5 Sternen

    Rezension: „Zwei in einem Herzen“ von Josie Silver


    Autor/in: Josie Silver

    Titel: Zwei in einem Herzen

    Genre: Liebesroman

    Erscheinungsdatum: Mai 2020

    ISBN: 978-3-453-42355-8

    Preis: 9,99 € als Taschenbuch


    Klappentext

    Die Liebe deines Lebens wird dir genommen. Doch was, wenn dir das Leben eine zweite Chance gibt?

    Als Lydias große Liebe Freddie mit Ende Zwanzig bei einem tragischen Verkehrsunfall ums Leben kommt, bricht für sie eine Welt zusammen. Nur in ihren Träumen, in denen sie Freddie wieder begegnet, kann sie glücklich sein. Doch Lydia findet Trost bei Jonah, Freddies bestem Freund, der neben ihm saß, als der Unfall passierte. Jonah ist der einzige Mensch, der Lydias Schmerz wirklich verstehen kann, der Einzige, für den Freddie genauso wichtig war wie für sie. Und als Jonah an einem Silvesterabend vor ihrer Tür steht, scheint aus ihrer Freundschaft etwas anderes geworden zu sein. Doch beide wissen, dass diese Liebe niemals sein darf …


    Buchtitel und Coverdesign

    Auf dieses Buch aufmerksam geworden bin ich durch dieses traumhaft schöne Cover. Es lädt zum Träumen ein und ist so romantisch, dass ich dieses Buch am liebsten die ganze Zeit ansehen würde. Farblich ist das Cover in rose- und brombeerfarbenen Tönen gehalten und soll wohl eine Szene in abendlicher Dämmerung darstellen. Ein Mann und eine Frau befinden sich auf einer Art Parkbank hoch über der Stadt und scheinen sich zu unterhalten. Dieses Cover allein vermittelt so viel Gefühl und wirkt auch ein wenig mysteriös und geheimnisvoll. Ich finde es wunderschön und zum Klappentext wirklich passend gestaltet.

    Bei „Zwei in einem Herzen“ als Titel vermute ich, dass es darum gehen soll, dass Lydia Freddie nie vergessen wird, wenn sie bereit dafür ist, wieder eine neue Liebe zu finden und sich darauf einzulassen. Auf jeden Fall war ich sehr gespannt, was mir die Geschichte wohl so zu bieten haben wird.


    Charaktere

    Lydia Bird ist in tiefer Trauer um ihren Verlobten Freddie und lebt zu Beginn der Geschichte sehr zurückgezogen. Sie ist sehr frustriert über das Geschehene und neigt zu starken Stimmungsschwankungen – von überaus emotional zu biestig und wieder zurück, was in Anbetracht ihres Verlustes gut nachzuvollziehen ist. Sie durchlebt eine schwere Zeit, was auch die unterschiedlichsten Gefühle aus ihr hervorbringt. Normalerweise, wenn sie nicht gerade, wie aktuell, beurlaubt ist, arbeitet sie im Rathaus der Gemeinde als Eventplanerin.

    Freddie war bis zum Zeitpunkt seines Todes ihr Verlobter. Die Hochzeitsplanungen waren schon in vollem Gange und jetzt – jetzt war einfach alles umsonst. Freddie scheint vom Charakter her sehr aufgeweckt, verrückt und ein bisschen risikofreudig gewesen zu sein. Nichtsdestotrotz hat er hart gearbeitet und für ihn war Lydia die Liebe seines Lebens, wie umgekehrt auch.

    Jonah saß mit im Auto, als sein bester Freund zu Tode gekommen ist. Auch er ist tief getroffen von dem Verlust und kann sich kaum verzeihen. Er hat schwer zu kämpfen, sein Leben in der aktuellen Realität wieder aufzunehmen und weiterzumachen. Seine kreative Ader scheint tot zu sein und auch von seinem Job als Lehrer braucht er dringend eine Auszeit.


    Schreibstil und Handlung

    Josie Silver’s Schreibstil ist sehr angenehm, ruhig und locker. „Zwei in einem Herzen“ ist in der ersten Person aus der Sichtweise von Lydia erzählt und sorgt sehr gut dafür, dass man die Situation der Protagonistin verstehen und sich auch intensiv in sie hineinversetzen kann.

    Der Beginn der Handlung ist sehr ausschweifend und überaus detailliert dargestellt, was leider ein bisschen dafür sorgte, dass die Geschichte nur so vor sich hinplätscherte, ohne das wirklich groß etwas passiert ist. Detailreiche Erzählungen sind grundsätzlich nicht verkehrt, hier hat es der Story nur leider nicht positiv entgegengewirkt. Sehr lange hatte ich nicht das Bedürfnis, dieses Buch am Stück zu lesen, denn für mich hätte es keinen Unterschied gemacht, wenn ich erst in drei Wochen z.B. weitergelesen hätte, denn davon wäre immer noch nicht mehr passiert gewesen.

    An anderen Stellen wiederum waren die Details äußerst wichtig, um eine Intensität in Sachen Trauerverarbeitung hervorzurufen und auch um zu verdeutlichen, wie Lydia die verschiedenen Trauerphasen durchlebt. Gerade den Aspekt der Verarbeitung möchte ich positiv hervorheben, denn der Umgang mit Freddies Tod und wie Lydia sich wieder zurück in ihr Leben kämpft und damit umgeht war sehr intensiv, realistisch und meiner Meinung nach sehr authentisch dargestellt.

    Interessant fand ich auch die Erzählung der verschiedenen Welten, die bereits im Klappentext angesprochen werden. In der einen ist Lydia wach und muss mit der Trauer um die Liebe ihres Lebens zurechtkommen, während die andere nachts in ihren Träumen stattfindet und Freddie noch am Leben ist und die Tage ganz normal weiterlaufen, als wäre der tragische Unfall nie geschehen. Ich empfand diese Darstellung als ein sehr gutes Mittel, um die Verbundenheit zwischen den beiden Charakteren darzustellen.

    Auch angedeutet wird im Klappentext eine vermeintliche Liebe zwischen Lydia und Jonah, die sich nach dem Tod des gemeinsamen Freundes entwickelt haben soll. Ich muss sagen, dass ich von dieser Handlung recht wenig in der Geschichte erkennen konnte. Wie bereits erwähnt, gab es in der Geschichte intensive Gefühle, die aber nicht in die Richtung einer sich neu entwickelnden Liebelei geht. Abgesehen mal davon hatte Jonah für meinen Geschmack viel zu wenige Storyanteile, als dass sich da wirklich etwas zwischen den beiden entwickelt haben kann.

    Das Ende war dementsprechend auch nicht ganz mein Fall. Abgesehen mal davon häuften sich gerade da noch viel zu viele verschiedene Ereignisse, die die ganze Story haben sprunghaft wirken lassen. So langsam wie am Anfang noch alles vor sich hinplätscherte, umso mehr auf Speed war das Ende.


    Fazit

    Das Cover verspricht eine traumhafte Liebesgeschichte mit einer gewissen Tragik – letztendlich hatte ich aber doch etwas ganz anderes erwartet, als mir hier geboten wurde. Die Story war in Bezug auf den geschehenen Verlust sehr authentisch, aber von einer neuen Liebe fehlte jede Spur.


    Bewertung: 3 YYY von 5 Sternen

    Rezension: „Als ob du mich siehst“ von Michelle Schrenk


    Autor/in: Michelle Schrenk

    Titel: Als ob du mich siehst

    Reihe/Band: Als ob, Band 2

    Genre: New Adult

    Erscheinungsdatum: April 2020

    ISBN: 978-3-94-773810-6

    Preis: 9,85 € als Taschenbuch


    Klappentext

    „Tu nicht so, als ob du mich siehst, Joan. Niemand sieht mich, am wenigstens ich mich selbst.“ Sein Blick ist tief und haftet auf mir. „Weißt du, Elisa, genau das ist der Fehler.“

    Sich nie wieder verlieren und neu anfangen. Genau das will Elisa Lohmann.

    Das Leben hat es nicht immer gut mit ihr gemeint. Doch diesmal hat sie eine Regel: Niemand soll jemals mehr ihr Herz brechen. Und sie hat einen Plan: Jeder schlechte Moment, den sie erlebt hat, soll in einen guten umgewandelt werden.

    Einfacher gesagt als getan. Denn schon bei ihrem Umzug trifft sie auf Joan, der mit seinen grünblauen Augen, seiner lockeren Art und seinem Lächeln alles auf den Kopf stellt. In seiner Gegenwart spürt Elisa sofort dieses Kribbeln in der Brust. Aber sie weiß, Gefühle wie diese können Herzen nicht nur brechen, sondern sie komplett zerstören.

    Doch Joan lässt sich nicht abschrecken und blickt immer weiter hinter ihre Fassade. Als sie herausfindet, dass auch Joan ein bewegendes Geheimnis verbirgt, wird ihr eins klar: Nichts im Leben ist so, wie es auf den ersten Blick scheint …


    Buch-/Reihentitel und Coverdesign

    Das Cover stellt ein verliebtes Pärchen da, welche kurz dafür sind sich zu küssen. Es ist sehr romantisch angehaucht, vor allem mit den schimmernden kleinen Sternen, die im Hintergrund zu sehen sind. Wenn es mich nicht täuscht sind die Covermodels dieselben, wie auch beim ersten Teil der „Als ob“-Reihe, was ich als gutes Zeichen für eine Zusammengehörigkeit empfinde, auch wenn es jeweils um unterschiedliche Charaktere geht. Bei „Als ob du mich siehst“ dachte ich als Titel zunächst an eine neue Krankheitsgeschichte, wurde aber schnell eines Besseren belehrt – zum Glück. Trotz allem ist auch das hier angesprochene Themengebiet sehr intensiv und überaus wichtig.


    Charaktere

    Elisa Lohmann ist geplagt von Selbstzweifeln, wird von ihrer Vergangenheit verfolgt und versucht alles, um sich ein neues Leben aufzubauen. Ganz wichtig sind für sie Regeln, um dem psychischen Terror ihrer Ex-Freundes und dem negativen Einfluss ihrer mehr als unangenehmen Mutter zu entkommen. Sie ist stur, hat den Glauben an die große Liebe aufgegeben und möchte in ihrem neuen Leben die alten, schrecklichen, Erlebnisse gegen neue, angenehme und schöne Momente austauschen. Dieser Gedankengang passte für mich sehr gut zu ihrem sonst auch sehr kreativen Charakter, denn sie zeichnete früher für ihr Leben gerne. Nun traut sie sich aber nicht mehr, denn ständig hat sie das Gefühl, für Nichts und Niemanden ‚gut genug‘ zu sein.

    Joan, heißt wohl eigentlich Johannes, wirkt auf den ersten Blick eingebildet, manipulativ und wie ein riesiger Macho. Aber er hat auch eine andere Seite, denn er kann auch ziemlich nett, liebevoll und zuvorkommend sein – genauso, wie er für seine Familie und Freunde immer zur Stelle ist. Während er seit geraumer Zeit versucht, mit seinen eigenen Schuldgefühlen zurecht zu kommen, hat er sich vorgenommen, Elisa wieder aufzupäppeln und ihr zu beweisen, dass sie es wert ist.

    Trotz ihres erwachsenen Alters muss ich sagen, dass mir die beiden Protagonisten an verschiedenen stellen für ihr Alter ein viel zu kindisches Verhalten an den Tag gelegt haben. Mir persönlich war das teilweise etwas zu viel, denn vom Verhalten hätte ich eher auf Young Adult, statt auf eine Geschichte im New Adult Bereich, getippt.


    Schreibstil und Handlung

    „Als ob du mich siehst“ ist in der ersten Person aus Elisas Sichtweise geschrieben. Das ermöglichte es mir, einen sehr genauen Einblick in ihre Gedanken und Gefühle zu nehmen. Dadurch bedingt konnte ich mich auch sehr gut in sie hineinversetzen und nachvollziehen, was in ihr vorgeht und wie sie mit verschiedenen Situationen umgeht. Was das angeht war die Erzählung an den richtigen Stellen sehr detailliert. Der Schreibstil war generell sehr locker, flüssig und größtenteils sehr angenehm.

    An einigen Stellen hatte ich allerdings das Gefühl, dass einige Wörter nicht zum Rest des betreffenden Satzes passten oder auch, dass Wörter einfach in der Satzstruktur fehlten. Ein kleines Problem hatte ich auch mit verschiedenen Dialogen zwischen den Charakteren. Je nachdem, wie belanglos oder auch wichtig das besprochene Thema war, wirkten diese Unterhaltungen leider hin und wieder sehr steif und erzwungen.

    Die Handlung betreffend muss ich sagen, dass mir das Thema und generell die Darstellung von Elisas Gedanken im Bereich Selbstzweifel und Selbstbewusstsein sehr gut gefallen hat. Ich denke, dieses Thema ist auch ein sehr wichtiges und vor allem eins, was jedem Menschen früher oder später selbst einmal begegnen wird. Die Situationsbeschreibungen wirkten sehr realistisch und authentisch und ich konnte mir gut vorstellen, wie sehr die Protagonistin von den Erlebnissen in ihrer Vergangenheit geprägt worden ist. Auch muss ich gestehen, dass ich mich an einigen Stellen wirklich selbst wiedererkannt habe, was mich sehr zum Grübeln gebracht hat. Es war auf jeden Fall sehr intensiv und hat mich in keiner Weise kalt gelassen.

    Im Klappentext wird außerdem angedeutet, dass es auch in Joans Vergangenheit verschiedene Geheimnisse gibt. In der Geschichte wird dies ebenfalls deutlich, was mich allerdings etwas gestört hat, ist, dass die Auflösung dazu ziemlich klein gehalten wurde. Es kam in meinen Augen zu kurz und fühlte sich etwas so an, als musste man es unbedingt noch schnell am Ende mit einbringen, weil die Handlung sonst nicht vollständig wäre. Im Vergleich zu Elisas Leben und ihrer Geschichte wirkte diese Tatsache leider, als wäre sie weniger wichtig oder bedeutungsvoll.


    Fazit

    Dieses Buch hat nach dem mittelmäßigen ersten Band eindeutig meine Erwartungen übertroffen und mich sehr stark zum Nachdenken angeregt! Die Geschichte ist intensiv, geht unter die Haut und konnte mich diesmal fast komplett überzeugen!


    Bewertung: 4 YYYY von 5 Sternen

    Rezension: „Never let me down“ von Sarina Bowen


    Autor/in: Sarina Bowen

    Titel: Never let me down

    Genre: Young Adult

    Erscheinungsdatum: Mai 2020

    ISBN: 978-3-7363-1300-2

    Preis: 12,90 € als Paperback


    Klappentext

    When everything wrong turns right

    Nach dem plötzlichen Tod ihrer Mutter begegnet die junge Rachel das erste Mal ihrem leiblichen Vater Freddy Ricks – dem größten Rockstar der Welt. Nicht nur betritt sie damit eine völlig neue Welt aus Reichtum und Freiheit, sondern Freddy erfüllt ihr auch ihren größten Traum: ein Studium am Claiborne College in Vermont. Dort verliebt sie sich in ihren Tutor Jake. Doch je näher sie sich kommen, desto deutlicher spürt Rachel, dass sie erst wirklich nach vorne blicken kann, wenn sie sich den Fragen ihrer Vergangenheit stellt, die nur ihr Vater beantworten kann …


    Buchtitel und Coverdesign

    Die Abbildung des Covers vermittelte mir ein sehr herbstliches Gefühl, denn es sieht ein wenig so aus, als würde man durch ein dünnes heruntersegelndes Blatt eines Baumes in den hellen, leicht gräulichen, Himmel blicken. „Never let me down“ (zu dt: „Lass mich nie im Stich“) könnte, in Kombination mit dem Klappentext, auf eine sprunghafte bzw. sehr brüchige Vater-Tochter-Beziehung hindeuten, bei der einiges an Vertrauen fehlt.


    Charaktere

    Rachel ist Einzelkind und seit ihre Mutter vor wenigen Wochen gestorben ist ziemlich einsam. Außer ihrem besten Freund Haze hat sie niemanden, dem sie sich anvertrauen oder mit dem sie Zeit verbringen kann. In ihr stauen sich ziemlich viele unterdrückte Gefühle auf, denn statt aktiv darüber zu sprechen oder ihre Probleme zu lösen, neigt sie dazu alles in sich hineinzufressen. Auf mich wirkt sie wie ein äußerst passiver Charakter. Abgesehen mal davon scheint sie sehr zielstrebig zu sein, denn sie tut alles, um ihre verpassten Prüfungen nachzuholen und es mit ihren Noten auf eine renommierte Privatschule für ihr Abschlussjahr zu schaffen.

    Jake ist der erste, den Rachel an ihrer neuen Schule kennenlernt und das noch bevor es überhaupt los geht, denn er ist ihr als ‚Pate‘ zu geteilt worden zur Informationszwecken. Jake ist kommunikativ, nett und äußerst humorvoll. Er ist wirklich total umgänglich und ein echt lieber Kerl, der bald ein guter Freund wird. Glücklicherweise hatten die beiden direkt einen besonderen Draht zueinander.

    Eine weitere wichtige Person der Geschichte ist Freddy Ricks. Er ist Rachels Vater und konnte sie erst kennenlernen, nachdem ihre Mutter schon verstorben war. Er gibt sich größte Mühe, sie kennenzulernen, liefert aber für viele Geschehnisse in der Vergangenheit keine Erklärungen. Abgesehen mal davon finde ich, dass er sehr stark dazu neigt, ihr komplettes Leben bestimmen zu wollen, jetzt, wo er sie endlich kennengelernt hat.


    Schreibstil und Handlung

    Da ich bereits einige andere Bücher von Sarina Bowen gelesen habe, konnte ich mich direkt wieder diesem wundervollen Schreibstil hingeben. Flüssig und sehr angenehm, locker und leicht, wird „Never let me down“ durchgehend aus Rachels Sichtweise in der ersten Person erzählt. Vom Lesegefühl her war die Geschichte genau so wie die „Ivy Years“-Reihe. Generell versprühten die Worte eine gewisse Harmonie, die sich jeweils an die einzelnen Handlungen vom Tempo her angepasst hat.

    So positiv das jetzt aber erstmal klingt, gibt es einige Aspekte der Handlung, die mir nicht gefallen haben, weshalb dieses Buch der Autorin für mich leider auch kein Highlight werden kann.

    Mit den Charakteren bin ich nicht vollständig warm geworden, denn gefühlt zeigt keiner von ihnen eine große Entwicklung im Fortlauf der Geschichte, was auch dafür sorgte, dass sie auf mich sehr flach wirkten und jeglicher Tiefgang fehlte. Viel mehr als die oben angeführten Charakterbeschreibungen gibt es schlichtweg einfach nicht über sie zu sagen. Rachel bleibt so still, wie sie eben ist und fordert keine Antworten auf all ihre Fragen ein. Freddy bleibt stur und erzählt von sich aus nichts groß. Rachels bester Freund Haze war in meinen Augen einfach ein Charakter für die Tonne – absolut verständnislos, übergriffig und unsympathisch. Jake – Jake war wundervoll. Aber bei ihm und Rachel hatte ich das Problem, dass irgendwie in meinen Augen keine intensiveren Gefühle als Freundschaft aufgekommen sind, auch wenn die Handlung uns etwas anderes weismachen wollte. Das Verhalten der Mutter vor ihrem Tod in Bezug auf Freddy war einfach nur merkwürdig und für die entstandene Situation konnte ich gar kein Verständnis aufbringen, denn in meinen Augen war sie einfach selbst daran schuld.

    Und das war bisher nur der Teil, der mich an den Charakteren gestört hat. Die Handlung selbst war teilweise einfach zu glatt, sodass einige der gegebenen Tatsachen und Entwicklungen viel zu unrealistisch wirkten. Abgesehen mal davon gab es einige größere Zeitsprünge in der Handlungsfolge, die vollkommen grundlos waren, genauso wie einige Handlungsstränge zwar angefangen, aber nicht weiter oder zu Ende ausgeführt wurden.

    Das einzige, was mir wirklich sehr positiv ins Auge gestochen ist, ist die Thematik der sich entwickelnden Vater-Tochter-Beziehung. Es gibt nicht viele Bücher dieser Art und so war das mal etwas anderes als die Dramen, die man sonst in New oder Young Adult Büchern findet.


    Fazit

    „Never let me down“ ist eine schöne neue New Adult Geschichte von Sarina Bowen, die ein paar Schwächen vorzuweisen hat, aber auch mit ein paar kleineren Überraschungen aufwarten kann. Das Buch konnte mich nicht vollends überzeugen, war für ein paar nette Stunden aber sehr angenehm zu lesen. Letztendlich bin ich von der Autorin wesentlich besseres gewohnt und bleibe so ein bisschen enttäuscht zurück.


    Bewertung: 3 YYY von 5 Sternen

    Rezension: „Sophie & Cassian: Zaghaft“ von B. S. L. Peschka


    Autor/in: B. S. L. Peschka

    Titel: Zaghaft

    Reihe/Band: Sophie & Cassian, Band 1

    Genre: Young Adult

    Erscheinungsdatum: Mai 2020

    ISBN: 979-8633693720

    Preis: 12,83 € als Taschenbuch


    Klappentext

    „Cassian fand alles an Sophie schön, wie sie ging, mit ihren Händen sprach, wie sie ihren Kopf zur Seite neigte, wenn sie lacht …“

    Sophie ist zwei Jahre jünger als Cassian, sie wohnen in derselben Straße, gehen auf dieselbe Schule, haben als Kinder zusammen gespielt. Doch in den letzten Jahren verlieren sie sich aus den Augen. Ein paar zufällige Begegnungen verschieben die Perspektiven …

    „Etwas hatte sich heute Abend zwischen ihnen verändert. Anstelle der alten Unbekümmertheit war eine neue, aufregende Spannung getreten …“

    Sie fangen an, etwas füreinander zu empfinden – vorsichtig, ungläubig und unsicher.

    „Sophie erwiderte zaghaft seinen Kuss, kam ihm entgegen, als würde sie ein unsichtbares Band zu ihm ziehen …“

    Doch es kommt zu Missverständnissen und einem traumatischen Erlebnis. Ob aus diesem Chaos noch Liebe werden kann?

    „Cassian küsste Sophie so, wie er noch nie ein Mädchen geküsst hatte, mit all seiner Liebe, sanft und zärtlich, heiß und sinnlich und völliges Neuland begehend.“

    Ende gut! Alles gut? Angst, Eifersucht und Zweifel könnten alles zerstören …


    Buchtitel und Coverdesign

    Das Cover ist in sehr hellen Farben – weiß, rosé und pink – gehalten und bildet im oberen Teil eine erblühende Pfingstrose ab. Für den Titel „Zaghaft“ finde ich die Darstellung sehr passend gewählt. Es ist nicht zu aufdringlich, nicht zu grell. Es wirkt auf mich sehr entspannt und ruhig. „Sophie & Cassian“ als weiterer Bestandteil des Titels stellen die Namen der beiden Protagonisten dar.


    Charaktere

    Sophie ist 16, fast 17, Jahre alt und vom Charakter her ziemlich unsicher und zurückhaltend. Sie ist äußerst talentiert – spielt Querflöte, ist eine begnadete Schwimmerin und verfolgt vielerlei verschiedene Interessen. Sie ist einerseits ziemlich intelligent, aber irgendwo auch ein bisschen naiv, denn sie glaubt viel zu sehr an das Gute im Menschen. In ihrem ganzen Leben hatte sie noch nie eine Beziehung und nach einem mehr als traumatischen Erlebnis ist es für sie auch gar nicht mehr so leicht, ihre Angst und den mittlerweile vorhandenen Schrecken zu überwinden.

    Cassian ist gerade 19 geworden und bereits seit längerer Zeit heimlich in Sophie verknallt. Seine Ex Emilia ist wahnsinnig durchgeknallt und belästigt ihn seit ihrer Trennung immer noch, obwohl er sich viel dringender mit seinen anstehenden Abiturprüfungen auseinandersetzen sollte. Cassian ist ein Mensch, der sehr schnell zu Eifersuchtsattacken und vorschneller Verurteilung von Situationen und Menschen neigt. Seinen Charakter finde ich in diesen jungen Jahren auf eine gewisse Art und Weise ziemlich ‚gefährlich‘.

    Sophie war mir von ihrer Art her sehr sympathisch und hat mich ein bisschen an meine eigene Jugend erinnert. Ich war ihr früher sehr ähnlich, was Unsicherheiten und Zurückhaltung angeht, weshalb es mir sehr leicht viel, sie zu verstehen und mit ihr mit zu fühlen. Cassian hingegen war mir die meiste Zeit absolut unsympathisch. Ich mochte ihn nicht. Vor allem die Eifersucht hat es mir bei ihm ziemlich versaut und seine vielen spitzen Bemerkungen hin und wieder waren einfach nicht angebracht. Während Sophie sich für ihr Alter eigentlich schon sehr erwachsen verhalten hat, hat Cassian, der ja nunmal sogesehen schon erwachsen ist, sich verhalten wie ein nervtötendes Kleinkind. Er war für mich mit seinem kindischen Verhalten keine angenehme Person.


    Schreibstil und Handlung

    Der Schreibstil von Bärbel Peschka war für mich leider nicht sehr angenehm. Vieles wirkte auf mich steif und emotionslos, was auch dafür sorgte, dass die Geschichte sich für mich eher wie ein sachlicher Bericht oder Artikel las, als eine Liebesgeschichte. Mir konnten nur in einer einzigen intensiveren Situation wirklich Gefühle vermittelt werden, ansonsten schwappte da Nichts zu mir herüber und ich bin eigentlich ein sehr gefühlvoller Mensch, der Emotionen sehr intensiv wahrnimmt. Generell hatte ich auch ein Problem damit, dass im Buch meiner Meinung nach viel zu wenig echte Unterhaltungen geführt worden sind. Die Story hatte kaum wörtliche Rede. Auch das Erzähltempo hat mich des Öfteren irritiert. Mal gab es ewig lange Situationsbeschreibungen und Gedanken und dann an anderen Stellen ist alles Schlag auf Schlag passiert. Letzteres wirkte auch eher oberflächlich, denn ständig passierte etwas Neues, ohne dass vorhergehende Aktionen zu Ende aus- oder aufgearbeitet waren.

    Dieser Punkt bringt mich aber auch schon zur Handlung. Durch die von mir wahrgenommene Oberflächlichkeit wirkten einige Handlungspunkte an den Haaren herbeigezogen. Der Punkt, an dem Sophie und Cassian sich in der Geschichte endlich näherkommen, beinhaltet ein sehr ernstes und emotionales Thema, was auch die einzige Stelle betrifft, wie ich oben bereits beschrieben habe, die mich wirklich berührt hat. Leider war die Verarbeitung bzw. der Umgang mit diesem Thema in meinen Augen nicht ausgereift. Die Darstellung des ‚dramatischen Ereignisses‘ wirkte auf mich nicht realistisch. Das erste ‚Verliebt sein‘ wurde in der Geschichte recht authentisch dargestellt, wenn ich mir die Gefühle und Gedanken von Sophie so betrachte. Letztendlich fand ich es aber unnötig, diese frische Beziehung in vielerlei Hinsichten mehrfach zu zerstören, durch eine wiederholte Eifersuchtsszene und den Cliffhanger am Ende. So zaghaft wie die Liebe der beiden eigentlich dargestellt werden sollte, passt die Eifersuchtstour von Cassian bezüglich der Intensität im Kontrast einfach nicht mit hinein.

    Hervorheben muss ich aber auf jeden Fall, dass sowohl Schreibstil als auch Handlung, gegen Ende des Buches im letzten Drittel oder Viertel so langsam besser werden. Eine Entwicklung ist deutlich zu erkennen.


    Fazit

    Leider hat mir „Sophie & Cassian: Zaghaft“ nicht gefallen. Leider hatte ich nicht nur inhaltliche, sondern auch stilistische und charakterliche Probleme mit der Geschichte. Auch wenn sich Handlung und Schreibstil im letzten Teil verbessert haben, konnte dies das Buch für mich leider nicht mehr aufwerten. Auch an einem zweiten Teil habe ich kein Interesse.


    Bewertung: 2 YY von 5 Sternen

    Rezension: „Two glorious Mornings“ von Emily Key


    Autor/in: Emily Key

    Titel: Two glorious Mornings

    – Dir verfallen

    Genre: Erotischer Roman

    Erscheinungsdatum: April 2020

    ISBN: 9798635905852

    Preis: 15,00 € als Taschenbuch


    Klappentext

    2 Millionen Dollar.

    Gegen eine Nacht.

    Helen Bradley wusste, sie sollte sich ganz schnell von diesem höllisch heißen und eiskalten Mann verabschieden. Etwas schwierig, wenn man bedachte, dass John Baker ihr neuer Chef war und sie sich eine Kündigung nicht leisten konnte. Erst Recht nachdem sie wusste, dass er für eine Nacht mit ihr alles geben würde.

    Gesteinigt von den bösen Geistern der Vergangenheit.

    Gefangen in der Dunkelheit der Verzweiflung.

    Am Abgrund der Sehnsucht …

    … steht dort trotzdem ein verlockendes, aber höchst sündhaftes Angebot.

    Two glorious Mornings nimmt dich mit auf eine prickelnde Reise zwischen Richtig und Falsch.

    Zwischen Verlangen und unmoralisch.

    Zwischen Liebe und Hass.

    Sinnlich. Fesselnd. Atemberaubend.


    Buchtitel und Coverdesign

    Das Cover fand ich mit seinen dunklen Farben und den farblich dezenten Blumen in ihren unterschiedlichen Erblühungsstadien sehr verführerisch und gleichzeitig aufregend gestaltet. Es wirkt sehr geheimnisvoll und da ich generell ein großer Fan von Blumen auf Covern bin, hat es mich regelrecht magisch angezogen. „Two glorious Mornings“ spielt als Titel auf zwei beschriebene Szenen der Geschichte an, auf die ich aber an dieser Stelle noch nicht näher eingehen möchte bzw. kann, ohne zu spoilern. Auf jeden Fall finde ich aber, dass eine sehr stimmige Darstellung im Hinblick auf die Geschichte und die Farbgebung gewählt worden ist.


    Charaktere

    Helen Bradley arbeitet als CEO in einer kleinen Außenstelle einer großen Werbeagentur. Jahrelang war sie im Ausland tätig, ist aber nun wieder zurück, um weiter an ihrer hervorragenden Karriere zu arbeiten. Sie ist sehr von sich überzeugt, ehrgeizig und ein sturer Kopf. Ihre unglaubliche Intelligenz beflügelt des Öfteren ihre Streitsüchtigkeit, was in vielerlei Situationen mal ein bisschen ausartet. Sie ist seit Ewigkeiten Single, weshalb auch ihr Vibrator ihr bester Freund ist. Ihre beiden besten Freundinnen Cynthia und Scarlett sind immer für sie da und stehen ihr mit Rat und Tat zur Seite.

    John Baker ist der große Boss der Werbeagentur für die auch Helen arbeitet. Er hat eine große Familie mit zwei Schwestern, die beide schon im Begriff sind, ihre eigenen Familien zu gründen. Er selbst steht nicht so auf Beziehungen und ist somit eher der Typ für unverbindlichen Sex. Sowohl in seinem Arbeits- also auch in seinem Privatleben hält er alle Zügel fest in der Hand. Ebenso wie Helen ist er sehr stur und intelligent, aber auch mindestens genauso sehr von sich selbst überzeugt.

    Beide sind sich so ähnlich und gleichzeitig auch wieder nicht – es ist doch vorprogrammiert, dass früher oder später die Funken – oder die Fetzen – fliegen, oder?


    Schreibstil und Handlung

    Ich bin wirklich begeistert. Sowohl vom Schreibstil als auch von der Handlung – was ich vorher so nicht vermutet hatte. Der Schreibstil ist sehr locker, leicht und flüssig zu lesen und gleichermaßen aber auch richtig fetzig. An den richtigen Stellen sind sehr amüsante Schlagabtäusche eingebaut, die der ganzen Geschichte auch einige humorvolle Szenen bescheren. Generell wirkt der Schreibstil sehr unterstützend auf die Geschichte. Sinnlich und aufreizend werden die einzelnen erotischen Momente und Szenen beschrieben und wer eine gute Vorstellungskraft beherrscht, dem wird sicher auch das ein ums andre Mal ein bisschen heiß.

    Und genau so, wie ich den Schreibstil beschrieben habe, so hat es sich auch mit der Handlung verhalten. Es ist leichte Kost, mit ein paar etwas ernsteren Momenten, die sehr gute Unterhaltung bietet. Da das Buch sehr dünn ist, legt die Geschichte auch ein ziemliches Tempo vor, aber da nicht viel drum herum geschieht, als die eigentliche im Klappentext beschriebene Story, war das absolut kein Problem. Ich muss gestehen, dass ich mir auf jeden Fall noch ein paar mehr Seiten und Inhalte gewünscht hätte, denn ich habe die beiden Charaktere, so kratzbürstig sie beide manchmal auch waren, wirklich in mein Herz geschlossen.

    „Two glorious Mornings“ erzählt aber nicht nur eine Liebesgeschichte oder einige erotische Momente, sondern berichtet auch von einem sehr ernstzunehmenden Erlebnis in John Bakers Leben. Diesem Erlebnis ist auch der Titel des Buches gewidmet. Wir erfahren viel über seine Vergangenheit und sein früheres Ich und über die Dinge, die ihn zu dem Mann gemacht haben, der er jetzt ist. Das ist grundsätzlich eine gute Sache, nur leider fehlte mir dieser Aspekt bei Helen. Bei ihr ist es so gewesen, dass man ein paar erwähnte Aspekte zu ihrem Leben als Tatsachen hinnehmen musste, man aber nicht die dazugehörigen Geschichten dazu geliefert bekommen hat. An der Stelle fand ich es sehr schade, dass das leider nicht ausgeglichener gehandhabt worden ist.


    Fazit

    „Two glorious Mornings“ – fetzig, romantisch und wahnsinnig intensiv. Ich hätte mir so sehr noch ein paar mehr Seiten gewünscht! Für mich habe ich mit diesem Buch definitiv eine neue Autorin entdeckt – ich bin sehr zufrieden.


    Bewertung: 4,5 YYYY/Y von 5 Sternen

    Rezension: „Dangerous Gift“ von Sarah Saxx


    Autor/in: Sarah Saxx

    Titel: Dangerous Gift

    Genre: Romantic Thrill

    Erscheinungsdatum: Mai 2020

    ISBN: 978-3751907200

    Preis: 12,99 € als Taschenbuch


    Klappentext

    Wenn eine einzige Entscheidung dein Leben in Gefahr bringt …

    Eden ist verunsichert, als ihr ein Fremder Briefe schreibt und diese vor ihre Wohnungstür legt. Kein Absender, keine Möglichkeit, ihm zu antworten. Aber ihre Zweifel schwinden mit seinen schmeichelnden Worten und von Mal zu Mal fühlt sie sich mehr zu ihm hingezogen. Bis sie ihm völlig unerwartet gegenübersteht und er all ihre Vorstellungen noch übertrifft. Doch ist dieser attraktive Arzt nicht zu gut, um wahr zu sein?

    Als Edens beste Freundin April überfallen wird, steht plötzlich nicht nur ihr gemeinsamer Urlaub, sondern sogar beider Leben auf dem Spiel. Denn ein Unbekannter, der es aus einem ganz speziellen Grund auf die zwei Frauen abgesehen hat, lauert ihnen in der Dunkelheit auf …


    Buchtitel und Coverdesign

    Das Cover ist in schwarz und weiß gehalten und passend zum Buchinhalt mit kleinen eingepackten Geschenken gestaltet. Von der Farbgebung her passt es sehr gut zum Titel „Dangerous Gift“, denn dieses schwarz versprüht eine geheimnisvolle und gefährliche Atmosphäre. Es ist auf jeden Fall passend gestaltet, aber im Vergleich zu z.B. der „Extended“-Reihe der Autorin ist das Cover für mich leider kein Hingucker. Es wirkt mir etwas zu steril und ich bin generell einfach eher der Typ für fröhlichere und freundlichere Farben.


    Charaktere

    Die weibliche Protagonistin Eden war mir direkt von Anfang an sympathisch. Sie ist eine kleine Ordnungs- und Planungsfanatikerin und dafür habe ich sie direkt in mein Herz geschlossen. Generell hatte sie viele charakterliche Eigenschaften, die ich auch in mir selbst wiedererkannt habe, was es mir gleich noch viel einfacher machte, mich in sie hinein zu versetzen. Während Eden eher ruhig und still ist, ein gesundes Misstrauen an den Tag legt und für alles einen Plan braucht, ist hingegen ihre beste Freundin April das komplette Gegenteil – aufgedreht, immer aktiv und sich in neue Dinge hineinstürzend, ohne eventuelle Gefahren zu bedenken. Während April mit ihrem Verlobten Declan auf Wolke 7 schwebt und Hochzeitsvorbereitungen trifft, hat Eden dem Dating und den Männern abgeschworen, denn sie hatte immer nur mit Chaoten zu tun. Auch wenn sie eine so liebevolle und loyale Person ist, hat sie leider bisher zu oft Pech gehabt.

    Die beiden Freundinnen planen gemeinsam eine dreiwöchige Urlaubsreise mit dem Rucksack, aber leider kommt doch alles etwas anders als geplant …

    Zwei Männer treten in Edens Leben, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Allzu viel kann ich euch allerdings nicht über sie verraten, sonst würde ich wohl einen Großteil der Geschichte spoilern. Es handelt sich um den im Klappentext angesprochenen Arzt und einen Unbekannten. Aber wer ist der vermeintliche Retter und wer von den beiden der Gefährliche? Ist es so wie es scheint oder doch anders? Ich kann so viel verraten: Den einen der beiden habe ich nach kurzer Zeit abgöttisch als Charakter geliebt, denn er bot Sicherheit und Schutz, pflege einen sehr liebevollen Umgang und schaffte es bald auch Gefühle zuzulassen, die ihm sonst bisher immer nur in die Quere gekommen sind. Während der andere mir von Beginn an seines Auftretens absolut unsympathisch war und ich ein sehr mulmiges Gefühl hatte, dass schnell durch rücksichts- und gefühlloses Verhalten unterstrichen worden ist.


    Schreibstil und Handlung

    Die Story um das „Dangerous Gift“ ist aus der ersten Person von Eden und den zwei oben bereits angesprochenen männlichen Charakteren erzählt und konnte mich bereits ab der ersten Seite regelrecht fesseln, dass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Der Schreibstil war wie immer einfach wunderbar – locker, leicht, flüssig – und so bin ich regelrecht durch die Seiten geflogen und habe die Geschichte verschlungen. Gerade auch durch die gewählte Erzählweise konnte ich mich sehr gut in die Geschichte, die einzelnen Handlungen und die Charaktere hineinversetzen und mitfiebern was das Zeug hält. Auch Emotionen waren sehr gut dargestellt und konnten auch mich sehr gut erreichen bzw. berühren.

    Die Handlung war zwar äußerst detailliert, aber legte ein sehr flottes Tempo an den Tag, sodass es absolut nicht langweilig wurde. Es war spannend, mysteriös und sehr actionreich angehaucht – es hat mich richtig gepackt! Die Handlung um Eden, April und die zwei anonymen Männer hatte so viele Überraschungen und Wendepunkte inne, die ich so absolut nicht erwartet hatte und die mich jedes Mal aufs Neue schockierten oder auch mal erfreuten.

    Besonders gut gefallen hat mir das Ende, denn es war nicht so abgehackt, wie es teilweise bei vielen Geschichten dieses Genre der Fall ist. Als die vermeintliche Gefahr nicht mehr existent war, ist die Handlung noch richtig schön ruhig zu Ende ausgeführt worden, sodass auch wirklich jegliche Fragen beantwortet worden sind und man die Geschichte mit einem guten Gefühl hinter sich lassen konnte.

    Es gibt einen einzigen, minimalen, Kritikpunkt, den ich aber anbringen muss und dieser betrifft das gerade erwähnte Gefahrenende. Die ‚Lösung‘ war so zwar nicht zu erwarten, war für mich aber doch etwas abrupt, egal in wie weit das Ende dann noch ausgeführt worden ist. Es kam sehr schnell und überraschend im Vergleich zum restlichen Handlungsaufbau.


    Fazit

    Ein neues Buch von Sarah Saxx – für mich definitiv ein neues Highlight! In „Dangerous Gift“ war die Kombination aus Romantik, Erotik und Thrill einfach grandios umgesetzt und so hatte ich einige spannende Lesestunden! Ich hoffe sehr, dass es noch mehr Geschichten dieser Art von ihr geben wird.


    Bewertung: 5 YYYYY von 5 Sternen

    Rezension: „Cherish Love“ von Nalini Singh


    Autor/in: Nalini Singh

    Titel: Cherish Love

    Reihe/Band: Hard Play, Band 1

    Genre: Liebesroman

    Erscheinungsdatum: August 2019

    ISBN: 978-3-7363-0991-3

    Preis: 12,90 € als Paperback


    Klappentext

    Welche Chance hat eine Liebe, für die man seine Träume aufgeben muss?

    Sailor Bishop hat nur ein Ziel: ein erfolgreiches Unternehmen aufzubauen! Diesem Traum hat er sein Leben verschrieben, und er investiert seine ganze Energie und Zeit, um ihn wahr werden zu lassen. Ablenkung kann er daher absolut nicht gebrauchen – auch nicht in Form seiner neuen Auftraggeberin. Doch die schöne Ísa Rain macht Sailor unmissverständlich klar, dass sie mehr von ihm will als nur einen unvergesslichen Kuss. Viel zu lange hat sie ausschließlich das getan, was andere von ihr erwarten. Sailor muss sich entscheiden: zwischen der Frau, die sein Herz berührt wie keine andere zuvor, und seinem großen Traum!


    Buchtitel und Coverdesign

    „Cherish Love“ ist der erste Band der „Hard Play“-Reihe von Nalini Singh und reiht sich sowohl mit dem Titel als auch mit der Covergestaltung nahtlos an den Anfang einer wundervoll gestalteten Reihe ein. Das zweite Wort des Titels ist jeweils ein anderes und auch die Farbgestaltung wechselt mit jedem Band. Band 1 ist in einem hellen blau gehalten. Die Kombination aus dieser Farbe mit weiß und gold gefällt mir wieder wahnsinnig gut und somit war dieses Cover für mich ein absoluter Hingucker!


    Charaktere

    Isàlind Rain ist ganz anders, als ich sie mir nach dem Lesen von Band 2 vorgestellt hatte. Ich hatte sie als verrückter, extremer und wesentlich aufgeweckter erwartet, als sie anscheinend eigentlich ist. Sie ist Lehrerin an einer Highschool und schreibt als Hobby kleine eigene Gedichte. Sie liebt die Poesie und scheint recht zurückgezogen zu leben. Einzig mit ihrer Familie und ihrer besten Freundin Nayna, die ich ja bereits in Band 2 der Reihe kennenlernen durfte, hegt sie einen regen Kontakt. Ihre Familienbande sind etwas kompliziert, aber Fakt ist, dass sie sich sehr aufopferungsvoll um ihre ‚Geschwister‘ kümmert, wenn ihre Mutter, auch ‚liebevoll‘ der Drache genannt, mal wieder keine Zeit hat. Aus diesem Grund hat Ísa auch sehr viel Angst vor der Einsamkeit, denn ihr ging es früher nicht anders als ihren jüngeren ‚Geschwistern‘. Dahingehend denkt sie auch viel zu viel nach und lässt sich sehr leicht verunsichern.

    Sailor Bishop ist äußerst ehrgeizig und zielstrebig und außerdem liebt er mit seinem ganzen Herzen. Er hat drei Brüder und sie leben zusammen mit ihren Eltern in einer glücklichen Patchwork-Familie. Er ist ein absoluter Familienmensch, was manchmal mit seinem Beruf als Landschaftsgärtner und seinem Ziel, sich selbstständig zu machen, nicht immer einfach zu vereinbaren ist. Statt angebotene Hilfe anzunehmen ist er sehr auf seine Ehre bedacht und möchte strikt alles allein schaffen.


    Schreibstil und Handlung

    Die Geschichte von Ísa und Sailor ist in der dritten Person geschrieben. Diese Art der Erzählung mag ich generell nicht so gerne, da ich aber in letzter Zeit öfter mit zu tun hatte, viel es mir doch nicht mehr so schwer. Leider ließ sich das Buch aber nicht so flüssig lesen, wie ich mir erhofft hatte. Immer wieder wurde mitten in der Handlung die Perspektive geändert und ging es vorher noch um Ísa, so war es auf einmal, ohne Absatz, Sailor dessen Part erzählt wurde.

    Auch hatte ich das Gefühl, als würde die Story nur so vor sich hinplätschern. Einen Großteil kannte ich schon aus dem zweiten Band, was ja aber bei einem der beiden Bücher zwangsweise so gewesen wäre, egal ob ich sie in der richtigen Reihenfolge gelesen hätte oder nicht. Es wirkte auf mich sehr gedoppelt, denn viele Szenen waren bekannt und nur aus anderer Perspektive noch einmal erzählt. Mir hat es nicht gefallen, auch wenn die einzelnen Parts, da es sich um unterschiedliche Charaktere handelte, in eine andere Richtung weitererzählt worden sind. Das hätte man, meiner Meinung nach, besser handlungsmäßig komplett getrennt oder einen anderen Zeitverläuft gewählt.

    Abgesehen mal davon schien „Cherish Love“ inhaltlich keinen wirklichen Höhepunkt zu haben, auf den man wirklich hingefiebert hat und auch das Ende war eher flach und langweilig, als dass es noch irgendetwas hätte herausreißen können. Generell wurden mir auch viel zu viele Handlungsstränge begonnen, aber in keiner Richtung fertig ausgeführt oder zu Ende gebracht, was anscheinend nur dazu dienen sollte, mehr Seiten zu füllen. Wirklich sehr schade.

    Bei den Charakteren hat mich außerdem sehr gestört, dass sie viel zu sehr auf Äußerlichkeiten bedacht sind. Ständig wurden gewisse Attraktivitätspunkte am jeweils anderen angesprochen, was ich nicht sonderlich reizvoll fand. Dadurch bedingt und durch einige andere der bereits genannten Aspekte, hat die Geschichte für mich leider keine Gefühle herübergebracht.


    Fazit

    Die Reihe hat Glück, dass ich sie bisher nicht in der richtigen Reihenfolge gelesen habe, da ich mit Band 2 „Cherish Hope“ begonnen hatte. Hätte ich Band 1 zuerst gelesen, dann bin ich mir nicht sicher, ob ich je weitergelesen hätte, denn im Vergleich hat mich „Cherish Love“ wirklich etwas enttäuscht … Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich die Reihe weiterlesen werde, aber bei einem guten und einem mittelmäßigen Buch neige ich dazu, dem ganzen noch eine Chance zu geben. Trotzdem ist für mich Fakt, dass die früheren Bücher von Nalini Singh wesentlich mehr Feuer innehatten, als die aktuellen.


    Bewertung: 3 YYY von 5 Sternen

    Rezension: „American Queen“ von Sierra Simone


    Autor/in: Sierra Simone

    Titel: American Queen

    Reihe/Band: Neu Camelot, Band 1

    Genre: Erotikroman

    Erscheinungsdatum: Mai 2019

    ISBN: 9783864438455

    Preis: 12,90 € als Taschenbuch


    Klappentext

    Es begann mit einem Kuss an meinem sechzehnten Geburtstag und resultiert Jahre später in einer Hochzeit. Es begann damit, dass der Präsident seinen besten Freund geschickt hat, um mich zu ihm zu bringen, und endet damit, dass mein Herz für zwei Männer schlägt. Es begann mit fast vergessenen Geschehnissen, gefährlichen Sehnsüchten und es endet damit, dass wir alle drei in einer Liebe miteinander verbunden sind, die schärfer schneidet, als zerbrochenes Glas.

    Mein Name ist Greer Galloway und ich liebe die beiden mächtigsten Männer der Welt. Dies ist meine Geschichte. Die Geschichte einer American Queen.


    Buch-/Reihentitel und Coverdesign

    Der Titel verweist, in Kombination mit dem Klappentext, bereits auf einen Präsidentengeschichte. Ich muss zugeben, das ist die erste Geschichte dieser Art, die ich gelesen habe. Auch das Cover wurde an den Inhalt angepasst. Abgebildet sind eine Frau in einem lilafarbenen rückenfreien Kleid und ein Mann im Anzug, den man schwach im Hintergrund erkennen kann. Er hat seine Hand besitzergreifend auf ihren unteren Rücken gelegt und strahlt somit eine große Dominanz aus. Während man sein Gesicht schemenhaft erkennen kann, ist die Frau eher anonym dargestellt, dann von ihrem Gesicht ist nichts zu erkennen.


    Charaktere

    Greer Galloway ist Dozentin für arthurische Literatur, seit sie ihren Master in Cambridge abgeschlossen hat. Ihre Eltern sind früh gestorben und seitdem hat sie bei ihrem Großvater gelebt, der einmal der Vizepräsident der Vereinigten Staaten gewesen ist. Schon als Kind war sie so dazu gezwungen, sich in politischen Kreisen zu bewegen, die Ohren offen zu halten und sehr viel in dieser Richtung zu lernen.

    Maxen Ashley Colchester, mittlerweile der Präsident der Vereinigten Staaten, war früher beim Militär zusammen mit seinem besten Freund Embry Moore, der nun als Vize auch weiterhin an seiner Seite ist. Gemeinsam haben sie gekämpft und sich mehrfach gegenseitig das Leben gerettet. Sie sind immer füreinander da, bieten sich gegenseitig Unterstützung und Sicherheit und scheinen beide auf dominantere Spielchen zu stehen. Immer öfter gibt es allerdings in der letzten Zeit auch Phasen, wo die Stimmung zwischen den beiden merkwürdig erscheint … was es damit wohl auf sich hat?


    Schreibstil und Handlung

    Der Schreibstil war sehr flüssig und fesselnd gestaltet. Die Worte haben mich Stück für Stück immer intensiver in ihren Bann gezogen und so habe ich das Buch, abgesehen mal von ein paar kleinen Essenspausen, in einem Rutsch durchgelesen.

    Die Handlung ist sehr stark auf die Beziehung und Erotik zwischen den einzelnen Charakteren ausgelegt. Die erotischen Darstellungen sind auch im Bezug auf den Schreibstil sehr gut in Szene gesetzt worden. Sie waren sehr direkt, intensiv und äußerst detailliert ausgestaltet.

    Wenn ich allerdings versuche einen Bezug zur Rahmengeschichte herzustellen, muss ich sagen, dass mir diese leider ziemlich zu kurz kam. Für eine Präsidentengeschichte hatte ich, auch wenn es ein Dreiteiler ist, auch im ersten Band schon sehr viel mehr an Politik, Informationen und Hintergründen erwartet, als hier gegeben waren.

    Am Ende gibt es einen mittelgroßen Cliffhanger, der für mich aber absolut vorhersehbar gewesen ist. Ebenso wie die neu aufgetane Beziehungskonstellationen der verschiedenen Protagonisten war für mich nur minimal überraschend.


    Fazit

    Trotz ein wenig Kritik hat mir dieses Buch doch sehr gut gefallen und ich denke, dass ich die nächsten Teile in der Zukunft noch lesen werde, wenn auch nicht sofort. Gerade die erotischen Szenen haben durch den Schreibstil einen kleinen Suchtfaktor hervorgerufen und dann noch der Cliffhanger am Ende – da kann man nur weiterlesen wollen, auch wenn es nicht ganz meinen Geschmack getroffen hat.


    Bewertung: 3,5 YYY/Y von 5 Sternen

    Rezension: „Revenge is what you get“ von Siobhan Davis


    Autor/in: Siobhan Davis

    Titel: Revenge is what you get

    Reihe/Band: Rydeville High, Band 2

    Genre: Dark Romance

    Erscheinungsdatum: Mai 2020

    ISBN: 978-3-903278-30-1

    Preis: 12,99 € als Paperback


    Klappentext

    Ich werde nicht eher aufgeben, bis ich euch alle in die Knie gezwungen habe …

    Wenn mein Vater denkt, er hätte mich gebrochen und ich würde mich ihm fügen, irrt er sich. Ich gehöre niemandem, und für dieses Spiel habe ich längst eigene Regeln aufgestellt. Ich warte nur auf den richtigen Moment, um zurückzuschlagen.

    Kaiden setzt alles daran, mich zu beschützen, doch diese Entscheidung trifft er zu spät. Sein Verrat sitzt zu tief, als dass ich ihm erlauben würde, über mich zu bestimmen. Nun bin ich die Jägerin und er meine Beute. Ich genieße es, ihn hinters Licht zu führen. Ihn zu verletzen, wie er mich verletzt hat.

    Doch dann kippt das Gefüge aus Macht und Intrigen, und ich muss ein weiteres Mal über den Abgrund springen. Mit dem Unterschied, dass ich diesmal nicht nur mein eigenes Leben riskiere.


    Hintergrundinformationen

    Die Titel der „Rydeville High“-Reihe können nicht unabhängig voneinander gelesen werden! Vor „Revenge is what you get“ muss zunächst der erste Teil „Hate is all I feel“ gelesen worden sein.

    Die Grundgegebenheiten und allgemeinen Informationen, die ich in meiner ersten Rezension gegeben habe, werde ich hier eben aus dem zuvor genannten Grund nicht noch einmal erneut anführen. Jeder, der Band 1 gelesen hat, weiß worum es geht und was die Grundhandlung und -themen angeht.


    Buch-/Reihentitel und Coverdesign

    Das Cover ist wieder exakt genau so gestaltet, wie auch der erste Band der „Rydeville High“-Reihe. Es wirkt wie ein Spiegel, der nach einem Schlag in tausende Teile zersplittert und zersprungen ist. Während das Cover des ersten Teils noch in verschiedenen Lilatönen eingefärbt war, ist der zweite Band nun in verschiedenen Grüntönen gehalten. Für mich symbolisiert diese Darstellung eine ziemlich große Wut. Der Reihenname „Rydeville High“ wurde wohl aus dem Grund gewählt, da die Protagonisten alle noch auf die Schule gehen und eben diesen den Namen trägt. Ich finde es gar nicht mal verkehrt, dass nur die Farbe anders gewählt wurde, denn so wird eine Reihenzugehörigkeit deutlich. „Revenge is what you get“ wurde als Titel des zweiten Bandes gewählt, was man nur im Zusammenhang mit dem Ende des ersten Bandes verstehen kann. Auf jeden Fall passt es wie die Faust aufs Auge. Abgesehen mal davon spiegelt die die neue Titelwahl eine Entwicklung der Geschichte wider, was ich sehr gut gelungen finde.


    Charaktere

    Abigail Manning haben wir im ersten Band als starke und selbstbewusste junge Frau kennengelernt. Sie ist immer noch in ihrem Leben und den verschiedenen Strukturen der alten Elite gefangen und versucht alles, um daraus hervorzubrechen. Sie wurde von absolut jedem hintergangen, sogar von ihrem eigenen Bruder Drew, und ihr sind schlimme Dinge zugestoßen … aber trotzdem ist sie noch am Leben und nicht gebrochen. Jetzt sinnt sie auf Rache und ihr Kopf arbeitet auf Hochtouren und plant, wie sie diese am besten üben kann.

    Kaiden Anderson, alias Camden Marshall, hat endlich gelernt, seine Gefühle zu offenbaren und nicht mehr nur ein eiskalter und rücksichtsloser Kerl zu sein. Zusammen mit seinen besten Freunden Jackson und Sawyer, die einander überaus loyal zugetan sind, versucht er alles, um Abby aus ihren Qualen zu befreien und endlich den Krieg zwischen der alten und neuen Elite zu beenden.

    Zwischen der neuen und alten Elite herrscht immer noch „Krieg“ und es ist bei weitem noch viel schlimmer, als es in Band 1 der Fall war. Die Situation ist gefährlicher als zuvor und alles, was man glaubte zu wissen, hat sich unweigerlich verändert. Man dachte noch, dass die neue Elite der Feind wäre, aber jetzt sieht alles anders aus. Abigail, Drew, Kaiden und Co. stecken in einer grausamen und unerschütterlichen Welt fest, in der vor Nichts zurückgeschreckt wird.


    Schreibstil und Handlung

    Der Schreibstil war, wie auch in Band 1, so genial und gut, dass ich das Buch am liebsten in nur einer Nacht verschlungen hätte. Die Geschichte lies sich leicht und locker lesen. Es war so spannend und fesselnd, dass ich nicht anders konnte als mitzufiebern. Es wurde eine Vielzahl an Emotionen realistisch und sehr deutlich herübergebracht, sodass ich an vielen Stellen auch sehr mit den Charakteren mitgelitten habe. Ich habe die Seiten regelrecht inhaliert. Und an den Stellen, wo es mal extrem ernst gewesen ist, hat die Autorin es geschafft, mit leichtem Humor die Situationen aufzulockern und weiterzumachen, ohne dass man als Leser zwingend eine Pause brauchte.

    So komplex, wie schon der erste Band war, umso komplexer wurde es im zweiten Teil. Wenn man am Ende von Teil 1 noch dachte, dass man endlich alles verstanden hätte – vergesst es! Alles, was man dachte zu wissen wurde gefühlt komplett über den Haufen geworfen. Und es war trotzdem so gut! Wie auch zuvor war die Handlung äußerst schockierend und gleichermaßen überaus spannend, abgesehen mal davon auch sehr überraschend und gleichzeitig brutal. Es gab wieder sehr viele Irrungen und Wirrungen und viele unvorhergesehene Überraschungen und Entwicklungen – meine armen Nerven wurden wieder sehr strapaziert.

    Aber es gab auch einige Aspekte, die wesentlich anders waren, wenn man sich an Band 1 zurückerinnert. In „Revenge is what you get“ wurde es ein wenig politisch und man erfährt sehr viel über die Arbeitsweise der alten Elite. Einige Geheimnisse wurden aufgedeckt und umso besser konnte man direkt einen Teil der Grundhandlung verstehen. Es gab einige sehr interessante Aspekte. Umso deutlicher wird auch, wie sehr in Rydeville in einer frauenfeindlichen Gesellschaft gelebt wird. Abgesehen mal davon hätte ich definitiv einige erzieherische Kritikpunkte, wenn ich mir die Geschichten der einzelnen Jugendlichen so ansehe. Die Welt, in der „Revenge is what you get“ spielt, ist krank. Es dominieren Mord, Vergewaltigung, Entführung, Spionage, Bestechung und noch einiges Illegales mehr. Immer wenn man dachte, dass es nicht schlimmer kommen könnte, kam es schlimmer. Dieses Buch hat mich regelrecht sprachlos zurückgelassen, was nicht nur an dem erneuten Cliffhanger am Ende gelegen hat, sondern auch an der grandiosen Übermittlung der einzelnen Aspekte und Themenbereiche.


    Anmerkung

    Auch im zweiten Band gibt es vor dem Start der Geschichte eine Art Altersempfehlung. Da ich Band 1 ja schon kenne, halte ich sie hier absolut für angebracht. Also bitte – wenn ihr dieses Buch lesen wollt, dann seid auch wirklich bereit dafür und nehmt diese Altersangabe ernst! Denn diese Geschichte ist absolut nichts für schwache Nerven.


    Fazit

    Wow – einfach wow. Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass Band 1 zu übertreffen ist. Aber dieses Buch, Band 2, ist einfach wieder Spannung pur! Ein ganz neues Maß an Grausamkeit wird hier aufgezeigt – es ist schockierend, aber irgendwie macht es auch süchtig. Wann kommt Teil 3? – Ich muss unbedingt wissen, wie es weitergeht! Ich kann nicht mehr aufhören, ich brauche das Ende!


    Bewertung: 5 YYYYY von 5 Sternen

    Rezension: „Sinful Princess“ von Meghan March


    Autor/in: Meghan March

    Titel: Sinful Princess

    Reihe/Band: Sinful Royalty, Band 2

    Genre: Erotikroman

    Erscheinungsdatum: September 2019

    ISBN: 978-3-7363-0998-2

    Preis: 10,00 € als Taschenbuch


    Klappentext

    Sie beugt sich nur einem Mann, der stark genug ist, um ihrer würdig zu sein.

    Temperance Ransom weiß nicht viel über den faszinierenden Mann, der sich Kane nennt und der sie Dinge fühlen und begehren lässt, die sie sich in ihren wildesten Träumen nicht ausmalen konnte. Doch das, was sie weiß, sollte eigentlich genug sein, um sich von Kane fernzuhalten: Er ist geheimnisvoll, undurchschaubar und absolut gefährlich. Für seinen Job hat er seine wahre Identität aufgegeben und führt ein Leben im Schatten. Doch trotz allem kann Temperance der Anziehung, die dieser Mann auf sie ausübt, einfach nicht widerstehen. Denn das, was sie verbindet, ist jede Gefahr wert …


    Buch-/Reihentitel und Coverdesign

    Das Cover von „Sinful Princess“ reiht sich nahtlos hinter „Sinful Prince“ und der „Sinful Empire“ Vorgängerreihe ein. Erneut ist eine Krone aus spritzenden Wassertropfen auf einer wässrigen Oberfläche abgebildet. Der einzige Unterschied im Vergleich zum ersten Band ist die Farbgebung, denn Band 2 ist deutlich heller gestaltet. Auch die Wasserkrone wirkt im Vergleich etwas größer und spritziger – als wolle man untermalen, dass Frauen eventuell impulsiver Sinn als Männer, da „Princess“ das Pendant zu „Prince“ ist.


    Charaktere

    Temperance Ransom ist eine intelligente Frau. Sie arbeitet hart in ihrem Job, gibt immer ihr Bestes und ist dabei auch noch recht zurückhaltend. Neben ihrem Job in der Seven Sinners Destillerie entwirft sie Skulpturen aus altem Schrott, aber diese auch zu verkaufen hat sehr lange Zeit und viel Zuspruch ihrer Freundinnen gebraucht. Sie versucht alles um ein anständiges und erfolgreiches Leben zu führen. Ganz im Gegensatz zu ihrem Bruder Rafe, der anscheinend immer öfter in kriminelle und gefährliche Handlungen verstrickt ist. Trotzdem liebt sie ihren Bruder über alles. Allerdings ist sie mittlerweile vom Charakter her etwas widersprüchlicher geworden. Auf der einen Seite ist sie heiß auf einen Fremden, kann für sich einstehen und sich verteidigen – und auf der anderen Seite gibt sie bei den wichtigsten Entscheidungen klein bei, ist total ängstlich und lässt sich herumschubsen.

    Endlich haben wir auch über den mysteriösen Fremden ein paar mehr Informationen – Halleluja! Kane, oder auch Saxon – wie er sich manchmal nennt, ist ein Auftragsmörder. Geheimnisvoll, skrupellos, dominant und meist ziemlich wortkarg. Aus für ihn unerklärlichen Gründen ist er von Temperance fasziniert und macht auf einmal seine Besitzansprüche für sie geltend.


    Schreibstil und Handlung

    Der Schreibstil war wieder genauso locker, leicht und flüssig, wie schon im ersten Teil. Die Kapitel sind sehr kurzgehalten, was es mir möglich machte, das Buch an einem einzigen Tag zu lesen. Das Tempo der Geschichte war dementsprechend auch sehr flott, ließ sich aber auf jeden Fall sehr angenehm lesen.

    Die Handlung vom Ende von „Sinful Prince“ ist wieder aufgegriffen worden und endlich geht es wieder. Von der Art und Weise, wie die Geschichte weitererzählt wird, was es wieder Spannung pur, letztendlich aber doch für mich auch irgendwie enttäuschend. Der komplette Handlungsaufbau was ähnlich dem ersten Band und außerdem erfährt man schon wieder lange lange Nichts und wird hungernd nach wenigstens kleinen Brotkrumen zurückgelassen.

    Auch fehlte es dem zweiten Band eindeutig an Sinnlichkeit. Im ersten gab es einige heiße erotische Szenen, aber im Vergleich kamen solche Momente hier selten vor und wenn sie vorkamen, dann nur in einer sehr abgespeckten Version.

    Abgesehen mal davon wurden einige sehr komplizierte Hintergrundinformationen geliefert, die bei weitem noch nicht so erklärt worden sind, dass man damit so wirklich etwas anfangen konnte, um die Story besser zu verstehen. Vielleicht hätte es dafür einfach ein dickeres Buch oder mehr Worte gebraucht.


    Fazit

    Nach dem überragenden ersten Band war dieser Teil für mich eine riesige Enttäuschung. Die Geschichte ging zwar weiter – unterschied sich aber von der Art und Weise nicht mal ein bisschen vom ersten Teil. Es war fast schon langweilig. Ich bin wirklich frustriert und weiß aktuell noch nicht, ob ich den Abschlussband noch lesen werde.


    Bewertung: 3 YYY von 5 Sternen

    Rezension: „Love me in the Dark“ von Mia Asher


    Autor/in: Mia Asher

    Titel: Love me in the Dark

    - Verbotene Sehnsucht

    Genre: Liebesroman

    Erscheinungsdatum: August 2019

    ISBN: 978-3-499-27472-5

    Preis: 12,99 € als Paperback


    Klappentext

    Zwei Fremde in Paris. Ein Kuss, der alles verändert …

    Paris ist Valentinas Chance auf einen Neuanfang. Doch sie hätte nie damit gerechnet, dass dieser Neuanfang in Form eines faszinierenden Fremden wie ein Sturm über sie hereinbricht. Sie begegnet ihm auf einer Vernissage, und er gibt sie kurzerhand als seine Freundin aus, damit sie nicht rausgeschmissen wird. Als er sie küsst, um die Lüge glaubwürdiger zu machen, trifft es sie wie ein Blitzschlag. Das Gefühl seiner Lippen auf ihren, der sanfte Druck, das Versprechen nach mehr. Plötzlich ist da etwas, das nicht sein dürfte. Denn Valentina gehört einem anderen Mann. Und der lässt sie nicht gehen …


    Buchtitel und Coverdesign

    Der Titel verspricht dem Leser Verführung, Liebe und heiße Szenen und ich war wirklich sehr gespannt darauf, was aus der Geschichte, im Bezug auf den Klappentext, gemacht wird. Dazu passend ist das Cover gewählt. Es zeigt einen halbnackten Mann und eine Frau, bei der es wirkt, als würde man ihr gerade das Kleid ausziehen. Leicht im Vordergrund ist noch eine Abbildung des Eifelturms abgebildet – Paris, die Stadt der Liebe.


    Charaktere

    Valentina ist eine Frau, die sehr stark von ihren Gefühlen geprägt ist. Sie wollte die perfekte Ehefrau sein und ließ sich des Öfteren von ihren Gefühlen leiten, wodurch sie leider nicht immer rationale Entscheidungen getroffen hat. Auch wenn sie vor ihrer Ehe arm gewesen ist, erlebt sie in dieser noch viel größere Enttäuschungen. Sie ist sehr tolerant und lässt sich viel gefallen, was auf mich irgendwie auch ziemlich hilflos wirkte. Sie geht in ihrer Hoffnung auf und neigt dazu, sich in ihren schönen Träumen vom Leben zu verlieren.

    William ist überaus reich und wollte Valentina vom ersten Augenblick an, als er sie gesehen hatte. Aber er weiß sie nicht zu schätzen und hat sich seit Beginn ihrer gemeinsamen Ehe, die von seiner Familie noch nie akzeptiert worden ist, stark verändert. Aus dem zunächst liebevoll erscheinenden Mann ist ein manipulativer Betrüger geworden, der zum Arbeitstier-Verhalten neigt. In meinen Augen ist er eindeutig vertrauensunwürdig und war mir von Anfang an nicht sympathisch.

    Sébastien ist ein wohlhabender Künstler, der immer noch seiner letzten Freundin hinterher trauert, die leider bei einem tragischen Unfall ums Leben gekommen ist. Aus reinem Selbstschutz lässt er sich auf niemanden mehr ein – bis er auf Valentina trifft und sich wie magisch von ihr angezogen fühlt. Er ist ein Kämpfer und gibt nicht auf. Mit seiner Persönlichkeit kann er einem ziemlich unter die Haut gehen – er hat sowas Intensives an sich und außerdem scheint er ziemlich romantisch zu sein.


    Schreibstil und Handlung

    „Love me in the Dark“ ist in der ersten Person aus den jeweiligen Sichten von Valentina, Sébastian und William geschrieben, sodass man sehr gute Einblicke in die Leben und Gedanken der drei bekommen kann. Der Schreibstil ist locker, leicht und flüssig, sodass man gut durch die Seiten kommt. Die Geschichte ist in zwei verschiedene Abschnitte eingeteilt – einmal der Handlungsbeginn in Paris und ein Ende, das wieder Zuhause spielt. Generell vermittelte mir die Geschichte ein sehr angenehmes und ruhiges Gefühl – das Tempo war sehr gemäßigt und entspannt.

    Durch eben angesprochenes Tempo ging auch die Handlung sehr langsam, aber stetig, voran. Im Vergleich dazu nahm das Tempo gegen Ende der Geschichte stark zu, was ein wenig unrealistisch wirkte, da einfach viel zu viel auf einmal passierte.

    Außerdem muss ich etwas an Valentinas Charakter kritisieren. Sie war mir viel zu willenlos, naiv und irgendwie auch unbelehrbar für eine intelligente erwachsene junge Frau. Der Kontrast ihrer verschiedenen Charaktereigenschaften war für mich viel zu groß, als dass man ihre Entscheidungen noch hätte nachvollziehen können. „Blind vor Liebe sein“ bekommt da nochmal eine ganz neue Bedeutung, finde ich. Auf jeden Fall hatte ich dahingehend etwas größere Probleme, mich mit ihr zu identifizieren oder mich gar in sie hinein zu versetzen.


    Fazit

    „Love me in the Dark“ ist eine romantische Geschichte, die in einem stetigen Tempo voranschreitet. Ich hatte ein paar kleinere Differenzen, aber im Großen und Ganzen war das Buch ganz okay, bzw. sogar etwas besser als das, wenn auch nicht überragend.


    Bewertung: 4 YYYY von 5 Sternen

    Rezension: „Ein fast perfekter Liebesroman“ von Lyssa Kay Adams


    Autor/in: Lyssa Kay Adams

    Titel: Ein fast perfekter Liebesroman

    Reihe/Band: The Secret Book Club, Band 1

    Genre: Liebesroman

    Erscheinungsdatum: April 2020

    ISBN: 978-3-499-00264-9

    Preis: 12,99 € als Paperback


    Klappentext

    Die erste Regel des Book Club lautet: Ihr verliert kein Wort über den Book Club!

    Die Ehe von Profisportler Gavin Scott steckt in der Krise. Genau genommen ist sie sogar vorbei, wenn es nach seiner Frau Thea geht. Und das darf nicht sein. Thea ist die Liebe seines Lebens! Und er versteht, verdammt noch mal, nicht, was überhaupt passiert ist. Eigentlich müsste SIE sich bei IHM entschuldigen! Gavin ist ratlos und verzweifelt – bis einer seiner Freunde ihn mit zu einem Treffen nimmt. Einem Treffen des Secret Book Club. Hier lesen und diskutieren Männer heimlich Liebesromane, um ihre Frauen besser zu verstehen. Gavin hält das für Schwachsinn. Wie sollen Liebesschnulzen ihm helfen, seine Ehe zu retten? Doch die Lektüre überrascht ihn. Und Thea steht eine noch viel größere Überraschung bevor!


    Buch-/Reihentitel und Coverdesign

    In verschiedenen Rosatönen der helleren und dunkleren Sorte schimmert einen das Cover vom ersten Teil der „The Secret Book Club“-Reihe förmlich an. Im Licht reflektiert das Cover in den verschiedensten Farben. Das Cover ist so gestaltet, dass das Wort „Secret“ aussieht, als wäre es auf einer altertümlichen Pergamentrolle geschrieben worden. Die Farbkomposition gefällt mir sehr gut. Das Cover wirkt edel und hochwertig auf mich und in seiner dezenten Aufmachung ist es ein absoluter Hingucker. „The Secret Book Club“ beschreibt im Groben, worum es in der dreiteiligen Reihe gehen wird (siehe Klappentext) und „Ein fast perfekter Liebesroman“ spielt schon direkt auf einige Stellen der Geschichte an – also lasst euch überraschen, denn ‚perfekt‘ gibt es eigentlich nicht. Fehler machen ist menschlich.


    Charaktere

    Thea Scott hat ihren Mann rausgeschmissen und lebt nun alleine mit ihren beiden Zwillingstöchtern in einem großen Haus. Sie ist überaus frustriert, wütend und enttäuscht und das einzig positive in ihrem Leben scheint die Unterstützung ihrer Schwester zu sein. Thea ist zusätzlich ein absoluter Sturkopf und trotzdem hat sie sich irgendwie selbst verloren. Lange hat sie nicht für sich eingestanden, aber damit ist jetzt Schluss. Für Gavin und ihre Töchter hatte sie einst alles aufgegeben, aber jetzt ist Schluss damit! Jetzt will sie wieder an der Reihe sein und ihre Träume verwirklichen.

    Gavin ist von Beruf Baseballprofi. Er liebt seine Töchter über alles, aber ansonsten steht seine Karriere über allem anderen in seinem Leben. Was seine Ehe mit Thea angeht scheint er einen absoluten Tunnelblick zu haben bzw. nicht sehr aufmerksam zu sein, was auch einen großen Teil ihrer Probleme auszumachen scheint. Er sieht alles als selbstverständlich an, bis ihn eines Tages der große Schreck erreicht … Er ist eine Kämpfernatur und wenn er sich etwas in den Kopf gesetzt hat, dann setzt er alles daran, es zu erreichen. Er ist sehr kreativ, aber bei gewissen Dingen auch ein wenig stark voreingenommen.


    Schreibstil und Handlung

    Der Schreibstil war für mich zunächst etwas gewöhnungsbedürftig, denn die Geschichte von Thea und Gavin ist in der dritten Person jeweils aus den Sichten der beiden geschrieben. Der Schreibstil in der dritten Person ist nicht ganz mein Fall, aber je länger man darin liest, umso einfach und angenehmer wurde es bei diesem Buch. Die Geschichte war locker und leicht, sehr flüssig und an viele Stellen sehr humorvoll. Besonders gut gefallen hat mir, dass der Humor stark an die verschiedenen Personen und Situationen angepasst worden ist. Abgesehen mal vom Humor sind aber auch jegliche andere Gefühle, wie z.B. Wut, Hass oder Liebe auch sehr gut herübergebracht worden.

    Als ich mir den Klappentext zu „Ein fast perfekter Liebesroman“ angesehen habe, hatte ich eigentlich vom Inhalt her eine ganz andere Geschichte erwartet. Ich hätte mir mehr Präsenz des „Secret Book Club“ gewünscht, aber auch wenn das nicht der Fall gewesen ist, hat mir die Geschichte wirklich sehr gut gefallen. Sie war lustig und irgendwo auch ziemlich innovativ. Vor allem die Frage zu behandeln, was man aus Geschichten lernen kann, empfand ich als gute Idee. Letztendlich hatte man sogesehen eine 2-in-1-Geschichte – einmal die Liebesgeschichte von Gavin und Thea und dann noch die Handlung um den „Secret Book Club“. Einfach genial.

    Das einzige, was mich an der Story etwas gestört hat, war der Charakter von Theas Schwester Liv. Eigentlich hätte sie unterstützend auf Thea einwirken sollen, letztendlich fand ich, dass sie viele Situationen einfach nur schlimmer gemacht hat. Sie hat mich ziemlich genervt und leider ist ihr Verhalten dann auch teilweise auf Thea selbst abgefärbt. Naja, es kann halt nicht alles toll sein, aber da Liv kein Hauptcharakter gewesen ist, war es noch zu ertragen.


    Fazit

    „Perfekt“ gibt es nicht, denn auch dieses Buch hatte ein paar kleine Macken, die für mich allerdings nicht sonderlich stark ins Gewicht gefallen sind. Im Großen und Ganzen habe ich es geliebt! Es war eine wundervolle romantische Geschichte mit einigen sehr süßen Momenten und ich hatte sehr viel zu lachen. Es war einfach toll!


    Bewertung: 5 YYYYY von 5 Sternen

    Rezension: „The Right Kind of Wrong“ von Jennifer Bright


    Autor/in: Jennifer Bright

    Titel: The Right Kind of Wrong

    Reihe/Band: Band 1

    Genre: New Adult

    Erscheinungsdatum: Januar 2020

    ISBN: 978-3-95818-536-4

    Preis: 15,00 € als Taschenbuch


    Klappentext

    Du bist der Funken Hoffnung in meiner Dunkelheit

    Zoe lebt mit ihrer besten Freundin Kate in einer WG in London und wünscht sich nichts mehr, als frei zu sein. Frei von den Erwartungen ihrer Eltern und frei von den Panikattacken, die sie immer wieder erschüttern. Als Kates neuer Freund Noah eine Unterkunft braucht, stimmt Zoe zu, ihn vorübergehend einziehen zu lassen. Obwohl ihr Aufeinandertreffen alles andere als reibungslos verläuft, entdeckt sie mit der Zeit immer mehr Gemeinsamkeiten und fühlt sich zu Noah hingezogen. Zoe weiß, dass ihre Gefühle falsch sind und sie die Freundschaft zu Kate kosten könnten. Doch als Zoe bemerkt, dass sie an Noahs Seite freier ist als jemals zuvor, geraten ihre guten Vorsätze ins Wanken …


    Buchtitel und Coverdesign

    „The Right Kind of Wrong“ ist ein Titel, der sehr viel Interpretationsspielraum lässt. Gibt es falsche Dinge, die richtig sein können? Gibt es ein richtiges Falsch? Oder ein falsches Richtig? Können richtig und falsch in Bezug auf dieselbe Sache überhaupt existieren? Letztendlich geht es um die eigenen Moralvorstellungen und da wird wirklich absolut jeder eine unterschiedliche Meinung haben. Das Design ist in den verschiedensten bunten Farben – blau, gelb, orange, lila, türkis – gehalten mit ein paar dezenten abstrakten Formen von verschiedenen Punkten und Linien. Die Farbkombination gefällt mir sehr gut – es strahlt einen sogar ein wenig an, habe ich so das Gefühl.


    Charaktere

    Zoe ist ein einziges wandelndes Klischee! Sie mag Bücher, bloggt und hat generell einen sehr ruhigen und unscheinbaren Charakter. Mit ihren Eltern ist sie sich nicht sehr grün, denn die wollen aus ihr einen ganz anderen Menschen machen, als sie eigentlich für sich selbst sein möchte und da sie nicht einlenkt, leisten sie ihr absolut keine Unterstützung. Sie hat nur eine einzige Freundin und mit der teilt sie sich eine WG.

    Kate ist besagte Freundin und ist eine ziemlich aufgedrehte und quirlige Person. Sie ist sehr sprunghaft und neigt dazu alles zu zergrübeln und zu hinterfragen. Wenn sie und Zoe mal unterschiedlicher Meinung sind, dann neigt sie dazu so lange auf sie einzureden, bis Zoe klein beigibt.

    Noah ist sehr still und zurückhaltend. Ich habe ihn in der Geschichte zunächst als Kate sehr in sich gekehrten Freund kennengelernt. Nach und nach kommt aber seine sympathische und lustige Seite zum Vorschein und es wird deutlich, dass er ein nahezu perfekter bester Freund sein kann. Ein wenig bleiben tut jedoch seine geheimnisvolle Seite. Es lässt sich lange nur vermuten, dass eine tragische Vergangenheit hinter ihm liegt.


    Schreibstil und Handlung

    Der Schreibstil war sehr gewöhnungsbedürftig – vor allem, da einiges noch nach alter Rechtschreibung formuliert gewesen ist und es viel zu viele Kommata gegeben hat. Immer da, wo man gedanklich vielleicht eine Pause beim Lesen oder auch beim Vorlesen gemacht hätte ist ein Komma gesetzt worden, was leider dafür sorgte, dass sich kein wirklicher Lesefluss bei mir einstellen konnte. Auch ist mir mehrfach in vereinzelten Sätzen aufgefallen, dass zwischenzeitlich Umgangssprache verwendet worden ist und einen Satz weiter wieder der normale Ausdruck genutzt wurde und das nicht mal in wörtlicher Rede, sondern in einem reinen Erzählabschnitt.

    Das einzige, was mir am Schreibstil wirklich sehr positiv aufgefallen ist, war die Übermittlung der verschiedensten Gefühle, denn das hat sehr gut funktioniert. Die Beschreibungen waren gut gewählt und haben einiges an Emotionen an mich übermitteln können.

    Was die Handlung angeht, muss ich leider sagen, dass mich die nicht so sehr gecatcht hat. Angefangen hat das schon mit den Charakteren, denn mit denen habe ich mich sehr schwer getan. Ich bin mit keinem von den dreien sonderlich gut warm geworden. Zoe war mir einfach mit zu vielen Klischees überhäuft. Klar, es gibt viele gute Klischees, aber ich finde, wenn man es übertreibt, dann ist das einfach nicht mehr angenehm. Kate ging mir mit ihrem ganzen Verhalten einfach ziemlich schnell auf die Nerven, vor allem, weil sie als realer Person wirklich sehr sehr anstrengend gewesen wäre. Und Noah – tja, es gibt niemanden der ein so perfekter Freund sein kann. Jeder hat Fehler und die paar, die bei ihm angebracht worden sind, waren in meinen Augen fast schon nicht nennenswert.

    Schade fand ich auch, dass auf Noah als einzelnen Charakter nicht mehr eingegangen ist. Ich hatte das Gefühl, dass seine Person nur leicht angeschnitten worden ist. Auch die Beziehung zu Zoes Familie hätte mehr Platz am Inhalt verdient, denn bei mir sind am Ende des Buches noch lange nicht alle Fragen geklärt.

    Auch hatte ich des Öfteren das Gefühl, dass einfach Nichts passiert. Und dann ist auf einmal ganz ganz viel passiert, dann wieder Nichts und am Ende haben sich die verschiedenen Ereignisse wieder gehäuft, sodass es auf mich sogar gehetzt wirkte.


    Fazit

    Durch den ganzen Hype, der auf Instagram umging, hatte ich sehr hohe Erwartungen an dieses Buch und seinen Inhalt. Leider wurden die meisten nicht erfüllt. Es ist eine schöne und angenehme, aber doch sehr vorhersehbare Geschichte. Mit anderen gewählten Eigenschaften der Charaktere und vielleicht auch mit ein paar mehr Informationen wäre es, meiner Meinung nach, eine bessere Geschichte geworden.


    Bewertung: 3 YYY von 5 Sternen

    Rezension: „Forever free“ von Kara Atkin


    Autor/in: Kara Atkin

    Titel: Forever free

    Reihe/Band: San Teresa University, Band 1

    Genre: New Adult

    Erscheinungsdatum: April 2020

    ISBN: 978-3-7363-1298-2

    Preis: 12,90 € als Paperback


    Klappentext

    Ihr größter Traum war es, endlich frei zu sein. Niemals hätte sie gedacht, dass sie ihr Herz dabei verlieren würde.

    Raelyn Miller kann es kaum erwarten, ihr Studium in Kalifornien zu beginnen und weit weg von zu Hause noch einmal ganz von vorn anzufangen. Doch schnell stellt sie fest, dass es gar nicht so leicht ist, auf eigenen Beinen zu stehen und dass ihr altes Leben sie stärker im Griff hat, als sie dachte. Vor allem, als sie den geheimnisvollen Hunter kennenlernt, zu dem sie sich magisch hingezogen fühlt, obwohl er doch alles verkörpert, was Raelyn endlich hinter sich lassen wollte …


    Buch-/Reihentitel und Coverdesign

    „Forever free“ bedeutet für mich, aus etwas Vorhandenem auszubrechen. Das kann etwas Größeres sein, als auch einfach nur die Strukturen des Alltags hinter sich zu lassen. Mit seinem wunderschönen blauen Cover und den rundherum auftauchenden Palmenwedeln erinnert mich das Design sehr an Strand- und Urlaubsfeeling. Ich verbinde damit Erholung und ein gewisses Maß an Freiheit. In Anbetracht des Klappentextes konnte ich mir sehr gut vorstellen, dass der Titel auf Raelyn passt.


    Charaktere

    Raelyn Miller hat ein äußeres Erscheinungsbild wie Schneewittchen und einen sehr schüchternen und zurückhaltenden Charakter. Sie braucht dringend einen Neuanfang und versucht diesen in San Teresa für zu bekommen. Weil sie so ruhig und still ist, wirkt sie auf mich ziemlich geheimnisvoll. Außerdem will sie nicht nur Freiheit, sondern auch Veränderung und gibt sich größte Mühe, auch mal aus sich herauszukommen und sich weiterzuentwickeln – für mich zeugte das von großer Stärke. Viele Freunde hatte sie zuhause leider nicht und auch das Verhältnis zu ihrer Mutter war nicht das einfachste oder beste. Viele unausgesprochene Gefühle und Konflikte scheinen in ihr zu stecken, die noch einiges an Aufarbeitung erfordern, bis sie das Leben haben kann, welches sie sich wünscht.

    Hunter Johnson studiert Musik und möchte mal ein erfolgreicher Produzent werden. Grundsätzlich wirkt er auf mich sehr umgänglich, ein wenig grüblerisch und überaus ehrgeizig. Mit seinem besten Freund Tyler lebt er in einer WG – mit seiner besten Freundin Kate wird die Gruppe fantastisch abgerundet. Die drei verstehen sich super und teilen einen ausgesprochen guten Humor. Er hat immer einen Spruch auf Lager, aber es gibt auch sehr gegenteilige Momente mit ihm. In diesen ist er wortkarg, verschlossen und lässt nichts und niemanden an sich heran. Er wirkte auf mich sehr zwiegespalten, wechselhaft und undurchsichtig. Aufgrund dessen war er mir überhaupt nicht sympathisch. Man wusste bei ihm nie, woran man eigentlich ist. Auch von der äußeren Beschreibung her hat er mich leider null angesprochen.


    Schreibstil und Handlung

    Der Schreibstil war sehr schön und auch recht angenehm. Leider habe ich an einigen Stellen immer mal etwas gestockt, konnte aber bis heute noch nicht ausmachen, woran genau das gelegen hat. Irgendetwas hat mich irritiert, auch wenn ich es nicht direkt ausmachen konnte. Ansonsten war der Schreibstil wirklich flüssig, leicht und locker und ich konnte nach einigen Startschwierigkeiten sehr gut durch die Seiten fliegen.

    Die Handlung wird in der ersten Person jeweils aus den Sichten von Raelyn und Hunter erzählt. Einerseits machte es dies möglich, dass man sich wesentlich besser in die beiden Charaktere hineinversetzen konnte, auf der anderen Seite war es aber für mich Raelyn betreffend etwas anstrengend, denn ihre ganzen Unsicherheiten regten mich mit der Zeit ziemlich auf. Sie entwickelte sich zwar, ja, aber mir kam es meist so vor, als würde sie einen Schritt nach vorne und zwei wieder zurück machen. Sehr schüchtern sein ist für mich das eine, denn das war ich früher auch und auch heute ist das noch nicht ganz aus mir raus, aber Raelyn ist einfach ein ganz anderes und vor allem eigenes Level.

    An vielen Stellen hatte ich in der Geschichte auch leider öfter mal das Gefühl, als würde gar nichts groß passieren – als würde ein Großteil der Handlung nur aus Smalltalk und leichten Andeutungen bestehen, die mich nach und nach ein wenig in den Wahnsinn getrieben haben. Wieder an anderen Stellen ist auf einmal so viel passiert, dass es fast schon irritierend war. Genau wie einige Kapitel in einer bestimmten Situation endeten und es im neuen Kapitel auf einmal ganz weit woanders weiterging.

    In der Handlung werden außerdem ein zwei sehr ernste Themenbereiche angesprochen, allerdings hat mir leider die Handhabung mit beiden nicht so gut gefallen. Das erste Thema wurde so riesig aufgebauscht, sodass ich etwas ziemlich Großes als Auflösung erwartet hatte. Letztendlich war das Ergebnis ziemlich harmlos und für mich auch ein wenig langweilig. Das zweite Thema wiederum war das komplette Gegenteil – es wurde nicht so sehr aufgebauscht, aber man merkte trotzdem über die ganze Handlung hinweg ein paar Eigenschaften, die nicht so recht zusammenpassten. Am Ende wurde diese Auflösung leider so schnell abgehandelt, dass ich es kaum wirklich aufgreifen konnte oder dem sehr viel Wert zumessen konnte. Das fand ich an beiden Stellen leider sehr schade.


    Fazit

    „Forever free“ ist der erste Teil der neu erschienen „San Teresa University“-Reihe von Kara Atkin. Im Großen und Ganzen war die Geschichte okay. Es war gemütlich und angenehm zu lesen und auch wenn ich einiges zu bemängeln hatte, werde ich der Reihe mit Band 2 auf jeden Fall nochmal eine neue Chance geben, mich zu begeistern, denn es dreht sich zum Glück um unterschiedliche Charaktere und gerade die nächsten beiden sprachen mich schon in diesem ersten Teil als Nebencharaktere sehr an. Ich freue mich mehr zu hören und hoffe, dass der nächste Band mich etwas mehr umhauen wird.



    Bewertung: 3 YYY von 5 Sternen