Beiträge von gaensebluemche

    Das Buch kam mir vor wie ein Fenster in die Vergangenheit, die ich selbst nicht erlebt habe, aber als sehr spannend empfinde. Ein Autor der Weltliteratur, der seine Seele in ein Buch fließen lässt, jedoch Angst um die Wirkung des Buches haben muss, um sich und seine Lieben. Glücklicherweise geht es in diesem Buch jedoch nicht um Männer und ihre Egos, obwohl sie dennoch eine Rolle spielen. Es geht um starke Frauen auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs, die ihre eigenen Rollen zu spielen haben, um in ihrer jeweiligen Welt, die doch eigentlich eine sein sollte, zu überleben. Die Opfer, die die Protagonistinnen dabei bringen müssen, sind in jedem Fall lebensverändernd. Zwischen der Entdeckung der eigenen Weiblichkeit und der damit verbundenen Kraft und dem vorherrschenden Rollenbild der Gesellschaft zu balancieren, schafft die Autorin außerordentlich gut. Die Charaktere sind nahbar, verständlich und kraftvoll, sodass der Leser gut die Gefühle, das Glück und Leid des Lebens nachvollziehen kann.


    Fazit: Ein Roman aus dem Kalten Krieg, gut und clever erzählt, authentisch und fesselnd!


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    "Falling Skye" hat mich unglaublich begeistert. Ich musste beim Lesen mehrmals innehalten, weil das Buch so, so gut ist, dass ich gar nicht glauben kann, dass es das Debüt einer so jungen Autorin ist. Der Schreibstil ist wunderbar ausgefeilt und lebendig, es geht ein toller Sog von ihm aus. Die Handlung hat auf den 460 Seiten sehr viel Raum, um sich zu entfalten, und die Autorin nutzt ihn und lässt sich Zeit für das Erzählen. Nichts wirkt überstürzt, gleichzeitig kommen aber auch keine Längen auf. Lediglich das letzte Drittel des Buches konnte mich nicht ganz so sehr begeistern wie der Rest. Die Handlung nimmt hier deutlich an Fahrt auf und wird auch ernster. Alles steuert auf den zweiten Band zu, auf den ich mich schon sehr freue.


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    Im zweiten Teil dieser historisch fundierten Faust-Adaption erlebt der Leser die gesellschaftlichen, politischen und religiösen Wirren des ausgehenden Mittelalters. Die Hauptfigur muss dabei mit seinen Getreuen eine gefährliche Reise durch das deutsche Reich, nach Frankreich und in das damals religiöse Zentrum der Welt, nach Rom, antreten. All dies auf der Suche nach der Wahrheit, die sich in vielen Spielarten, sowohl böse als auch gut, offenbart. Dabei ist Faustus sowohl Täuscher als auch Getäuschter, in jedem Fall Spielball der Großen dieser Welt. Er begegnet historischen Personen, wobei der Autor den Leser auch in die Gefühlswelt der Beteiligten mitnimmt und daher das Lesen zum Erlebnis werden lässt. Die uralte Geschichte vom Guten und Bösen, von Gott und Teufel wird dabei ebenso erzählt wie der ewige Kreislauf von Macht und der Versuchung, sie zu missbrauchen. Faustus gelingt es, durch seine Schläue und seinen Erfindungsgeist Auswege zu finden, wo alle Hoffnung zu schwinden scheint. So ist denn auch die Legende des Faustus nie zu Ende, sondern findet seine Wiedergeburt in jedem Zeitalter, denn findige und gewitzte Menschen, die ihr Glück suchen, gab es immer und wird es immer geben. Gut so!


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    Auf "Geteilt durch zwei" hatte ich mich sehr gefreut, da der Klappentext eine spannende Familiengeschichte verspricht. Leider konnte mich das Buch aber nicht so begeistern wie erhofft. Die Grundstimmung des Romans empfand ich als sehr bedrückend und negativ. Jede Figur hat ihr Päckchen zu tragen und zeigt dies auch sehr eindrücklich. Es wird viel gestritten, viel diskutiert, Gespräche werden abrupt abgebrochen, weil die Charaktere keine Lust haben, mit der Sprache rauszurücken. Dadurch hat sich das Buch in die Länge gezogen, weil die offensichtlichen Fragen und Themen immer wieder von Neuem angesprochen werden mussten. Deshalb wirkte die Handlung zu konstruiert auf mich. Dem vielen Drama und Leid fehlt ein Gegenpol, der dafür hätte sorgen können, dass ich das Buch gerne gelesen habe. So ist mir aber hauptsächlich viel Negativität entgegengeschlagen, die das Lesevergnügen sehr gemindert hat. Erst am Ende kommt ein Hauch Optimismus auf, aber der kann das Ruder leider nicht herumreißen.


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    Was der Klappentext verschweigt: "Die Welt in allen Farben" ist so viel mehr als ein Buch über eine Blinde, die das Sehen lernt. Und gerade dieser überraschende Teil der Handlung ist es, der bei mir für Punktabzug sorgt. Zwar baut er Spannung auf, aber bringt gleichzeitig einen Erzählstrang ein, der am Ende sehr zugespitzt und zu schnell aufgelöst wird. Ich konnte nicht wirklich nachvollziehen, wofür das Buch diesen Handlungsstrang braucht. Er lenkt zu sehr vom eigentlich wichtigen Thema ab, das dieses Buch so aus der Masse hervorhebt. Denn für mich hat der Autor auf sehr authentische und faszinierende Weise beschrieben, wie es für eine Blinde sein muss, plötzlich zu sehen. Es hat auf mich so gewirkt, als hätte das Schicksal seiner Protagonistin den Autor selbst ereilt, so intensiv, nachvollziehbar und spürbar sind seine Beschreibungen. Einen weiteren Punktabzug gibt es aufgrund der teils langatmigen Darstellungen des Alltags der Protagonisten, die mich nicht begeistern und nicht an das Buch fesseln konnten.


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    Für Leser historischer Romane gibt es nichts besseres als die Wahrheit. Der Blick in die Geschichte ist so faszinierend, weil man das Leben anderer Menschen, anderer Gesellschaften und Zeiten aus deren Sicht erleben kann. Der Roman führt den Leser in das historische Berlin der Zeit zwischen den Weltkriegen. Die Zeit war hart, das Leben viel härter. Der Roman ist erschreckend aktuell, denn die Probleme der heutigen Zeit sind nicht großartig anders als damals. Der Autor zeichnet ein klares Bild davon, wie es sich anfühlte, im Berlin dieser Zeit zu leben: zwischen Armut, Kriminalität, Erfindergeist, um sich das Nötigste zu erhalten, und die nackte Angst vor dem Erfrieren. Der Leser lernt plastische Charaktere voller Träume und Vorstellungen davon kennen, wie das Leben sein könnte. Dabei ist gerade die drastische Darstellung der Lebensumstände sehr erfrischend. Genauso schnell, wie es begann, ist es dann auch schon wieder vorbei - etwas zu schnell, mag man meinen. Daher nur 4 Sterne!


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    Der Klappentext zu "Die Zeit des Lichts" hat mich direkt überzeugt, hat gleichzeitig aber auch falsche Erwartungen in mir geweckt. Ich war besonders neugierig darauf, über Lees Zeit als Kriegsreporterin zu lesen. Leider nimmt dieser Abschnitt ihres Lebens nur sehr wenig Raum und nur sehr wenige Seiten in Anspruch. Das Buch spielt hauptsächlich im Paris der frühen Dreißigerjahre, nur in kurzen Zwischenkapiteln wird Lees weiteres Leben bruchstückhaft dokumentiert. Dennoch war das Buch spannend zu lesen. Das Leben eines Teils der Pariser Gesellschaft der damaligen Zeit - der Künstler - wird intensiv und facettenreich beleuchtet und es war sehr interessant, zu verfolgen, wie Lee sich in diesen Kreis bewegt und entwickelt. Den größten Teil der Handlung nimmt ihre Beziehung zu Man Ray ein, über die sehr tiefgründig und ausführlich erzählt wird, weil sie auch sehr prägend für Lees Leben war. Ich fand den großen Rahmen, der um dieses Buch gespannt wird, sehr interessant und habe es daher sehr gern gelesen.


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    "Der Untergang der Könige" versprach ganz viel, hielt leider jedoch nur wenig. An sich war das Konzept gut: Der klassische Underdog stößt in den Wirren seiner Welt eher zufällig auf das Geheimnis seiner Identität. Die Hauptfigur des unschuldigen, aber schlauen Helden war auch genau richtig und die Atmosphäre, bestehend aus besonderer Gesellschaftshierarchie und übernatürlicher Welt, war auch nicht verkehrt, allerdings wurde dies durch die holprige Erzählstruktur und die Masse an Charakteren zunichte gemacht. Auf manchen Seiten war nicht mehr zu erkennen, wer jetzt wer war und was das bedeuten sollte. Schade. Die vielen Fußnoten, die wie Anmerkungen zum Text wirken sollten, machten es leider nicht besser.


    Für den Mix aus Magie und Action gibt's trotzdem 3 Sterne!


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    "Imperium aus Asche" ist der dritte und abschließende Teil der Geschichte um den weltumspannenden Kampf der Drachen gegen die Menschen. Wie meist bei dritten Teilen musste Anthony Ryan den Handlungsbogen spannen und dabei alle Handlungsstränge aufgreifen. Und davon gab es einige! Dabei ist für mich nicht der Fokus auf die einzigartige Welt verloren gegangen, die der Autor geschaffen hat. Das Konzept einer ausgebeuteten Rasse, die sich ultimativ zu rächen versucht, finde ich klasse. Überzeugt haben mich auch die hochwertige Erzählstruktur und die bildhaften Charaktere. Die Beschreibung der Kämpfe ist manches Mal drastisch, jedoch nicht übertrieben. Trotzdem nur 4 Sterne, weil die Geschichte auch vermeidbare Längen hat.


    Fazit: Wer Fantasy mit einem gewissen Steam-Punk-Einschlag mag, ist bei Anthony Ryan genau richtig.


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    Das Lesen von "Das Geheimnis von Shadowbrook" hat perfekt in den düsteren und trüben November gepasst, denn das Buch ist ebenso düster, schaurig und undurchsichtig. Ich fand schon den Einstieg total gelungen, als die Ich-Erzählerin dem Leser so intensiv und eindringlich erzählt, dass sie an der Glasknochenkrankheit leidet. Das hat dem Buch das gewisse Etwas gegeben und war für mich etwas Neues in der Reihe von Schauerromanen aus dem England des frühen 21. Jahrhunderts, die ich bisher kannte. Dazu kommen ein Herrenhaus, in dem nachts Unheimliches geschieht, ein Hausherr, den man kaum zu Gesicht bekommt, und eine Gespenstergeschichte, die in genau diesem Herrenhaus ihren Schauplatz hat. Die Protagonistin des Buches glaubt im Gegensatz zu den Bediensteten, die in Shadowbrook ihren Dienst verrichten, nicht an derlei Geschichten und macht sich daran, zu erforschen, was an diesen Schauermärchen dran ist. Daher dreht es sich in diesem Buch sehr um das Erkunden der Umgebung und ihrer Bewohner. Mehr noch als eine Schauergeschichte ist "Das Geheimnis von Shadowbrook" eine Charakterstudie und die Auflösung am Ende fasst alle losen Enden zusammen und ergibt ein Gesamtbild, das bodenständiger ist als sämtliche Gerüchte um das mysteriöse Herrenhaus.


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    Was mir an "Heimat ist ein Sehnsuchtsort" besonders gut gefallen hat, ist die Lebendigkeit der Charaktere. Jede Figur hat von Anfang an ihre ganz eindeutigen und individuellen Stärken und Schwächen, ihre ganz eigenen Fähigkeiten und Eigenschaften, die sie ausmachen. Dadurch baut man von der ersten Seite an eine Nähe und Verbundenheit zu ihnen auf und kann umso leichter mit ihnen mitfiebern. Dazu ist der Erzählstil von Hanni Münzer so wunderbar lebendig und stellenweise mit einem feinen Humor gespickt, dass sich die vielen hundert Seiten wie in einem Rutsch lesen lassen. Etwas Schwierigkeiten haben mir die historischen Zusammenhänge bereitet. Die fand ich stellenweise etwas schwer nachvollziehbar erzählt. Aber das Leben auf dem Hof hat mich dafür umso mehr in seinen Bann gezogen.


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    Allen Leserundlern wünsche ich ganz viel Freude beim Lesen des Buches. Ich war an der Korrektur beteiligt und obwohl ich keine große Thriller-Leserin bin, fand ich diesen unheimlich spannend und sehr gut erzählt. Die Charaktere sind großartig gezeichnet und ich glaube, ihr werdet viel Vergnügen beim Lesen haben und euch auch ein bisschen gruseln. :wink:

    Eine bestimmte Tatsache hat mich, zugegebenermaßen, im dritten Teil überrascht, auch wenn es im Nachhinein einleuchtend wirkt. Das ist wenigstens ein Punkt, wo ich mir sagen kann, „Ja, jetzt weißt du, warum du durchgehalten hast“. Aber dieser Punkt ist nicht sonderlich groß.

    Kannst du in einem Spoiler verraten, worum genau es dir dabei geht? Das würde mich sehr interessieren. :D

    Ich muss gestehen, dass ich "Drei" noch vor dem ersten Drittel des Buches abgebrochen hätte, wenn die vielen Rezensionen, die ich zu dem Buch gelesen hatte, mich nicht neugierig gemacht hätten. Ich wollte unbedingt wissen, was an dem Buch so polarisiert und für so begeisterte wie auch kritische Stimmen sorgt. Nun, nach Beenden des Buches, bin ich, was das betrifft, schlauer. Aber dennoch lässt der Autor mich ratlos zurück. Es gibt ein sehr großes Fragezeichen, das bei mir leider für massiven Sterneabzug in der Bewertung führt. Die große Frage nach dem "Warum?" steht im Raum. Mehr kann ich dazu fast nicht sagen, ohne zu spoilern, aber ich denke, alle, die das Buch gelesen haben, verstehen, was ich damit meine.


    "Drei" ist ein Buch über drei Frauen, die alle mit demselben Mann in Berührung kommen. Dementsprechend ist das Buch in drei Teile unterteilt und erzählt in jedem von ihnen aus dem Alltag einer dieser drei Frauen. Hier passiert nichts Aufregendes, nichts Spannendes. Das ändert sich aber mit dem Auftauchen von IHM. Und dabei steigert sich die Spannung innerhalb des Buches von Teil zu Teil. Packen konnte der Autor mich schließlich im letzten Teil, so ungefähr ein Drittel vor dem Ende. Ein, zwei Wendungen haben bei mir auch für große Begeisterung gesorgt. Aber das viel zu nichts sagende Ende, das mich fragen lässt, was der Autor mir mit dem Buch sagen möchte, wofür ich es gelesen habe, dämpft die Begeisterung zu sehr, als dass ich mehr als zwei Sterne geben könnte.


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    Ich habe schon viele Jugendbücher gelesen, auch solche, deren Handlungsort unter anderem ein Studentenwohnheim in den USA ist. Ich habe aber noch nie ein Jugendbuch gelesen, das fast ausschließlich in einem solchen Studentenwohnheim spielt, noch dazu im tiefsten Winter, wo sich außer der Protagonistin niemand sonst in der Unterkunft befindet. Zu wissen, dass man als Leser zusammen mit der Ich-Erzählerin völlig allein in diesem Gebäude ist, hat für eine unglaubliche Atmosphäre und Spannung gesorgt. Ich fand es so besonders, zusammen mit Marin durch die verlassenen Flure zu streunen, in den Wasch- und Aufenthaltsräumen nur zu zweit zu sein.


    An dieser besonderen Atmosphäre ändert sich etwas, als Marins Freundin Mabel zu Besuch kommt. Dennoch habe ich das Lesen weiterhin sehr genossen. Mit Mabels Auftauchen wird ein Thema eingeführt, das ich anhand des Klappentextes so nicht erwartet hätte. Und gleichzeitig wird der Leser zusammen mit Marin mit ihrer Vergangenheit konfrontiert, in der ihr Großvater eine große Rolle spielt. Ich fand es so spannend, mit jedem neuen Kapitel zwischen der Gegenwart und der näheren Vergangenheit hin und her zu wechseln und mehr über Marin als Ich-Erzählerin und ihr Leben bei ihrem Großvater zu erfahren.


    "Alles okay" ist ein bewegendes und stellenweise sehr dramatisches Buch über ein Erwachsenwerden, das herausfordernd, schmerzhaft und nicht immer einfach ist, bei dem aber stets ein Funke Hoffnung bleibt. Es hat mich sehr berührt.


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    "Poet X" hat mich sehr beeindruckt. Ich mag es total, wenn Bücher besondere Geschichten erzählen und dafür ein besonderes Format gewählt wird, um den Text bestmöglich zur Geltung zu bringen. Das ist hier mehr als gelungen. "Poet X" ist eine Sammlung von Poetry Slams zwischen zwei Buchdeckeln. Da die Texte sich nicht krampfhaft reimen, sondern erzählend geschrieben sind, lässt sich das Buch wie ein klassisches belletristisches Buch lesen. Die Slams fügen sich perfekt aneinander und erzählen von der vierzehnjährigen Xiomara, die sich in Worte und Slams flüchtet, um zu verarbeiten, was um sie herum und in ihrem Inneren geschieht. Es hat mich wirklich begeistert, wie tiefgründig die Texte stellenweise sind, was für kluge Sachen Xiomara zu sagen hat und wie mit der Sprache gespielt wird. Die Figuren fand ich ebenfalls durchweg überzeugend. Besonders berührend fand ich die Beziehung zwischen Xiomara und ihrem Zwillingsbruder. Hier waren es vor allem Kleinigkeiten - einfache Gesten oder das, was zwischen den Zeilen steht und gesagt wird -, die mich beeindruckt haben. Die Handlung selbst hatte für mich zwischendurch ein paar Längen, aber es ist wichtig, was in diesem Buch thematisiert wird, und auch, wie es angesprochen und vor allem aufgelöst wird. Das Buch kann Mut machen, junge Leser können sich erkannt und verstanden fühlen. Ich habe "Poet X" daher sehr gern gelesen.


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    "Der größte Spaß, den wir je hatten" hat mir wundervolle Lesestunden beschert und ich habe es so genossen, die Familie Sorensen kennenzulernen. Ich liebe dicke Wälzer, bei denen man die Gelegenheit hat, die Charaktere richtig intensiv kennenzulernen, sie ins Herz zu schließen und ganz viel Zeit mit ihnen zu verbringen. Und genau das hat mir dieses Buch ermöglicht. Charaktere gibt es hier genug, aber sehr schnell ist es mir gelungen, sie auseinanderzuhalten und einzuordnen. Weil jeder Charakter seine eigenen Erzählabschnitte hat und sie allesamt so lebendig und bildhaft gestaltet sind, dass man sich schnell in dieser großen Familie zurechtfindet. Die Handlung entwickelt sich teils in der Gegenwart, teils in der Vergangenheit und am Ende ergibt alles ein Gesamtbild. Geheimnisse werden gewahrt und dann doch aufgedeckt. Es wird geliebt, gelacht, aber auch geweint und gelitten. Die Geschichte ist ein Auf und Ab der Gefühle, so wie das Leben. Ich war während des Lesens nicht nur ein Beobachter, sondern habe mich fast als Mitglied dieser bewegten Familie gefühlt, habe mit ihr mitgefühlt und wurde dabei großartig unterhalten. Es hat mir ein sehr intensives Lesevergnügen bereitet, jedes einzelne Familienmitglied kennenzulernen, in ihre Gefühlswelt abzutauchen und zu beobachten, wie sie sich in das Familiengefüge einfügt. Teilweise geht es sehr dramatisch zu, dann wieder fröhlich und gefühlvoll. Und durchweg wird die Geschichte so mitreißend erzählt, dass ich das Buch kaum zur Seite legen konnte. Ich habe das Lesen sehr genossen. :love:


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    Den Einstieg in das Buch fand ich klasse. Sehr eindringlich, feinfühlig und mitreißend wird der Leser in die Lebenssituation der Protagonistin eingeführt. Ich habe mich auf begeisterte Lesestunden gefreut, aber leider konnte das Buch nicht halten, was der Anfang versprochen hat. Sehr schnell wird in eine fantastische Welt gewechselt, die mich nicht überzeugen konnte. Die Elemente, die diese Welt ausmachen, fand ich zwar anschaulich und bildhaft beschrieben, aber ich empfand sie als wenig überzeugend. Ich konnte keine Begeisterung für diese fantastische Welt aufbringen und daher konnte die Geschichte mich nicht mitreißen. Der Erzählstil der Autorin ist zwar sehr bildhaft, aber die Handlung kam für mich nicht voran. Stellenweise wird über viele Seiten beschrieben, wie die Figuren sich durch die Welt bewegen, ohne dass der Spannungsbogen aufrechterhalten wird. Die Figuren sind mir leider nicht ans Herz gewachsen, sodass ich kein Interesse an ihrem Schicksal aufbringen konnte. Band 2 werde ich daher nicht lesen.


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