Beiträge von talisha

    Klappentext:

    In diesem Buch finden sich die wahren Geschichten von 25 Frauen, die alle auf ihre eigene Weise die Welt verändert haben - von den Trung-Schwestern, die vor 2000 Jahren in Vietnam eine Rebellion gegen China anführten, über Katharina die Große, die Kaiserin von Russland wurde, zu der großartigen Malerin Frida Kahlo, der jungen Nobelpreisträgerin Malala Yousafzai, der engagierten Schauspielerin Emma Watson und Michelle Obama, die eine große Fürsprecherin der Rechte von Frauen und Mädchen ist.

    Jede dieser Frauen ist auf ihre Weise beeindruckend, aber ob Naturwissenschaftlerin, Krankenschwester, Schriftstellerin, Rechtsanwältin, Schauspielerin, Umweltschützerin, Fußballerin oder Tierschützerin – eines haben sie alle gemeinsam: Sie waren und sind der Überzeugung, dass Männer und Frauen ebenbürtig sind, und haben sich geweigert, Männern den Lauf der Geschichte zu überlassen.

    Neben den Schilderungen der großen Leistungen und Ideen dieser Frauen geht das Buch aber auch der Frage nach, was sie sagen würden, wenn sie mit Fragen und Problemen konfrontiert wären, die Mädchen von heute tagtäglich beschäftigen. Und so findet sich nach jeder Lebensgeschichte ein Abschnitt, in dem man zum Beispiel erfährt, wie Zaha Hadid mit Gruppenzwang umgehen würde, oder was Virginia Woolf einem Mädchen raten würde, das sich als Außenseiterin fühlt ...


    Meine Meinung:

    Andreas Jäger stellt in diesem sehr schön gestalteten Buch 25 Frauen vor. Die einen sind mehr, die anderen kaum bekannt. Doch sie alle haben Grosses für die Weltgeschichte erreicht. Mich sprach an, dass jedem Porträt noch ein "Was hätte XY getan?" angehängt ist - eine Antwort auf eine aktuelle Frage, die sich Mädchen heutzutage stellen. Deshalb haben das Buch nicht nur ich, sondern auch meine 11jährige Tochter gelesen.


    Zuerst wird jeweils die betreffende Frau in ein paar wenigen Sätzen und mit einem Steckbrief kurz vorgestellt, daneben sieht man ein gezeichnetes Bild von ihr. Auf der nächsten Seite wird ihre Geschichte erzählt, an dessen Ende die zeitgemässen "WWXYD?"-Frage samt Antwort steht - mit Sicherheit ein Highlight des Buches. Einige der Frauen kannte ich nicht, Lord Byrons Tochter Ada Lovelace zum Beispiel oder die amerikanische Bürgerrechtlerin Harriet Tubman, und so war das Buch auch für mich als Erwachsene sehr interessant. Am Ende des Buches folgt ein kleiner Test, um herauszufinden, welcher von fünf der Porträtierten man ähnelt. Auf der letzten Seite ist zum besseren Überblick eine Zeitleiste mit all den vorgestellten Frauen abgebildet.


    Das Buch verbindet Geschichte mit der Gegenwart und zeigt den heutigen Mädchen, was ihre Vorgängerinnen alles erreicht haben für die Gleichstellung zwischen Frau und Mann. Es hilft ihnen Situationen besser aushalten zu können, weil die jungen Leserinnen erfahren, dass die Kindheit vieler berühmter Frauen oft auch nicht einfach war, dass die Frauen auch schon vor Jahrhunderten gleiche Probleme hatten und das Wichtigste: dass trotz vermeintlicher Schwierigkeiten dennoch etwas aus ihnen wurde. Das Buch macht Kindern und Jugendlichen Mut, den eigenen Weg weiterzugehen.


    Die interessanten Porträts sind quer durch die Historie zusammengestellt. Aus allen möglichen Bereichen wurden die Frauen ausgewählt. Dies sorgt für eine tolle Vielfalt, denn für jeden ist sicherlich mindestens eine beeindruckende Vorbildfigur dabei, mit der man sich ein Stück weit identifizieren kann. Das Buch zeigt nebenbei auch, dass Geschichte nicht langweilig ist.


    Fazit:

    Dieses Buch mit den schönen Illustrationen ist eine wunderbare Geschenkidee für alle Mädchen zwischen zehn und achtzehn und ist auch für alle anderen Menschen ein aufschlussreiches Sachbuch.
    5 Punkte. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    Meine Meinung:
    In Jennifer Bohnets sommerlichem Roman dreht sich nicht alles um Rosies neues Strandcafé wie es der Klappentext verheisst. Denn es werden auch die Geschichten von zwei weiteren Frauen erzählt. GeeGee und Erica sind Freundinnen und lernen im Laufe des Romans Rosie kennen.


    Rosie eröffnet ihr Café, nebenan betreibt Sebastian ein Hotel. Zuerst ist Rosie misstrauisch, doch dann beginnt sie Seb zu vertrauen. Mit einem der Hotelgäste hat sie mehr Mühe und auch die erste Saison ist für Rosie nicht so leicht. Doch sie kann mit der Unterstützung von Tansy, James und Seb rechnen.

    GeeGee ist Maklerin und in Geldnöten. Sie muss aus ihrer Wohnung ziehen und überlegt sich, ob sie das Büro, das sie eh kaum benützt kündigen soll.

    Erica hat vor kurzem ihren Mann bei einem Unfall verloren. Nun steht sie vor der Frage, ob sie im gemeinsamen Haus wohnen bleibt oder für sich und ihre Tochter Cammie ein neues Zuhause sucht. Ihre Schwiegermutter möchte die beiden gerne in der Nähe, aber Erica hat ihr Geschäft an der Küste und möchte nicht gerne in die Berge ziehen. Andererseits gefällt es Cammie in der Nähe der Grosseltern und der Cousinen.


    Die Wege der drei Frauen treffen sich immer mal wieder, aber nicht so, dass man von drei unzertrennlichen Freundinnen reden kann. Es ist eher so, dass man drei Geschichten verfolgt, die Berührungspunkte sind eher kurz. Die längste und aufregendste Geschichte gehört klar Rosie. Für sie wird es ein Sommer, der ihr Leben von Grund auf verändern wird.


    Die Storys werden zart und feinfühlig geschildert. Doch mir schien, als ob die Autorin sehr vorsichtig sein wollte; sie hat eher weniger als mehr erzählt. Die Beziehungsgeschichten sind deshalb eher nebensächlich, die Figuren sind mehr mit dem Leben an sich als mit der Suche nach Liebe beschäftigt. Dies gefiel mir gut, auch die Job-Probleme der Frauen wurden nachvollziehbar geschildert. Aber es gab einige Situationen, die die Autorin vertiefen hätte sollen oder zumindest den Figuren bereits am Anfang einen Fusstritt zu verpassen, damit diese die Sache gleich klären (bei Rosie die Magenverstimmungs-Klage, bei GeeGee die Bürosituation) und nicht erst am Ende.


    Zu sagen, der Roman sei oberflächlich wäre zu übertrieben, aber er ist auf jeden Fall zu wenig tiefgründig. Es gibt schlicht zu wenig Verbindungspunkte. Der Plot hätte gewonnen, wenn Jennifer Bohnet den Frauen mehr Gemeinsamkeiten oder mehr Zeit zusammen (z.B. tägliches Kaffeetrinken morgens) verschrieben hätte.


    "Das Strandcafé an der Riviera" ist eine nette Lektüre, die nicht lange nachwirkt, aber dennoch schön zu lesen ist.


    Fazit:

    Ein leichter, unterhaltender Roman für den Liegestuhl.

    4 Punkte. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    Klappentext:

    Juni in der Provence: Der ehemalige Rennradprofi und Filmstar Yannis Quebec kommt zu Dreharbeiten an den Mont Ventoux. Die Bewohner des nahen Städtchens Vassols sind ganz aufgeregt ob so viel Prominenz und Glamour. Doch dann kommt Yannis' Manager Rémy Raunard bei einem Sturz mit dem Fahrrad ums Leben. Wie sich bald herausstellt, wurde sein Vorderrad manipuliert. Während sich die Hobbydetektivin Rosalie und der Apotheker Vincent Gedanken über mögliche Mordmotive machen, verbittet sich Commissaire Maurice Viale jegliche Einmischung. Viale ermittelt jedoch in die völlig falsche Richtung.


    Meine Meinung:

    In Rosalies zweitem Fall kann sie bei den Dreharbeiten zu einem Film über den Ex-Veloprofi Yannis Quebec in der Maske mitarbeiten. Kaum dort angefangen, wird dessen Manager ermordet. Rémy Raunard war unbeliebt, es gibt also viele, die einen Grund hatten, ihn aus dem Weg zu räumen. Am Set tummeln sich unter anderem Maskenbildnerin Yvette, die viele Internas an Rosalie rausgibt; der nervige Schauspieler Christian Moulin; Aufnahmeleiter Émile Grosz; Edourd Sagan, bei dem Raunard hoch verschuldet war; Maxime Guesset, der die Hauptrolle wollte; sowie Produzent Cadenet, der Guessat an Quebecs Stelle sah.


    Kommissar Maurice Viale indessen hat einen Schmugglerfall am Hals und fühlt sich durch den Mordfall am Filmset gestört. Es passt ihm natürlich auch nicht, dass Rosalie durch ihre Arbeit mitten im Geschehen ist und mehr mitbekommt als er. Deshalb will er den Fall schnell abschliessen, doch private Probleme belasten ihn und er arbeitet nur halbherzig. Aber zum Glück hat er ja eine Schwester, die besser ermittelt als er und auch in seinem Privatleben aufräumt.


    Dieser zweite Band ist erneut packend und nimmt neben der Filmset-Szene auch andere interessante Themen auf. Die Autorin macht es spannend, indem sie die Leser miträtseln lässt und erst gegen Schluss Details verrät, die immer eindeutiger auf den Täter hinweisen.


    Ich mag die drei Spürnasen aus Vassols sehr gerne, sie sind so herrlich normal. Witzig empfinde ich die Verwebung von Bruder und Schwester - er Kommissar, sie Hobbyschnüfflerin. Als Coiffeuse bekommt man viel Getratsche mit, was Rosalies Nachforschungen wesentlich erleichtert, sie hört ja nur zu. Diese berufliche Eigenart hilft ihr in "Die Farben des Südens" enorm weiter, kombinieren kann sie nämlich besser als ihr Bruder.


    Fazit:

    Der gelungene Krimi sorgt für farbige und kurzweilige Lesestunden.

    4 Punkte. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    Klappentext:

    Das Leben in dem provenzalischen Städtchen Vassols ist der temperamentvollen Friseurin Rosalie ein wenig zu beschaulich. Aber dass die Idylle durch den Mord an dem Winzer Rivas gestört wird, sorgt schon bald für mehr Unruhe als gewünscht. Zwar ist rasch ein Verdächtiger gefunden, der Algerier Bashaddi, der für Rivas gearbeitet hat, aber von ihm gefeuert wurde. Doch Rosalie ist von dessen Schuld nicht überzeugt – der Commissaire hingegen schon. Also beginnt Rosalie selbst zu ermitteln. Dabei findet sie Unterstützung durch den schüchternen Apotheker Vincent und den charmanten Gemüsehändler Rachid.


    Meine Meinung:

    Eine Coiffeuse als Hobbyermittlerin - das hatten wir noch nicht. Und erst noch in der Provence - also schnellstens lesen!


    Man könnte meinen, in Brillon-de-Vassols sei alles auf Postkartenidylle getrimmt. Aber dem ist nicht so. Nicht nur, dass die Politiker Krawall im sonst friedlichen Dorf zulassen, man ist auch misstrauisch Fremden gegenüber. Rosalie LaRoux hatte ein schweres Los. Als uneheliches Kind liess ihre Mutter sie zurück beim Vater, später verstarb die Stiefmutter. Mit ihrem Vater Betrand und ihren beiden Halbbrüdern Maurice und Louis, alles ziemliche Dickköpfe, hatte sie immer Krach, deshalb kümmerte sich Grosstante Babette um Rosalie. Bis Rosalie genug hatte vom engen Dorfleben und wegzog.


    Nur wegen der Testamenteröffnung der mittlerweile verstorbenen Babette kommt die unkomplizierte Rosalie zurück nach Vassols. Als der Vater ihr das Erbe streitig machen will, bleibt sie spontan. Sehr zur Freude von ihrem Freund aus Kindertagen, Vincent, der jetzt die Apotheke betreibt. Aber auch Rachid ist ganz angetan von Rosalie. Beide Männer würden gerne eine Beziehung mit ihr eingehen, da kommt Eifersucht schon mal auf. Doch Rosalie merkt zuerst mal gar nichts und interessiert sich mehr für die Hintergründe von Bauer Rivas Tod, der die Gemeinde erschüttert. An die zu einfache Lösung ihres Halbbruders Maurice glaubt sie nämlich nicht so recht.

    Bruder Maurice Viale ist Kommissar, arbeitet in Avignon und teilt sich für den Rivas-Fall mit seinem ehemaligen Vorgesetzten ein Büro in Carpentras. Maurice ist zu stolz um auf die Tipps von Ex-Chef Duval zu hören, und auf Rosalie hört er schon gar nicht, weder privat noch beruflich. Man ahnt es: dies führt zu zweigleisigem Ermitteln, einerseits die Polizei, sprich Viale, anderseits die drei Spürnasen aus Vassols.


    Das macht den Fall unterhaltsam. Auch die Kombination der drei inoffiziellen Hobbydetektive finde ich interessant. Zusammen ergänzen sie sich gut: Rosalie ist eine neugierige Frau, die sich nicht scheut den Mund aufzumachen, wenn etwas ungerecht erscheint; Algerier Rachid mit seinem Familiensinn und einer Portion Lässigkeit; Apotheker Vincent bringt die nötige Laborfähigkeiten mit und kennt viele Menschen in der Gegend.


    Die Autorin kannte ich bisher nicht. Ihr Erzählstil gefällt mir sehr gut. Dass nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen war, sondern auch viele gesellschaftliche Themen aufgegriffen wurden in Rosalies erstem Fall, macht den Krimi realistisch und glaubhaft. Auch Spannung ist enthalten, sogar mehr als ich zuerst dachte. Ebenso finden Land und Leute ihren Platz darin.


    Nur über den Titel sollte sich der Verlag nochmals Gedanken machen. Wenn ich das Cover anschaue und dabei den Titel lese, erwarte ich keinen Krimi, sondern einen fröhlichen Roman über die Provence. Ich kann mir vorstellen, dass deswegen Krimileser den Band in der Buchhandlung liegen lassen, weil sie dahinter was anderes vermuten.


    Fazit:

    Sympathische Hobbyermittler und ein ereignisreicher Fall machen diesen Erstlingskrimi lesenswert.

    4 Punkte. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    163. Ein limitiertes Buch


    Adieu Freunde - eine Zirkusgeschichte

    Die Autorin hat als junge Lehrerin eine gutbezahlte Stelle aufgegeben, um während einer Saison im Circus Monti zu arbeiten. Ihre Erlebnisse hat sie in diesem Buch festgehalten. Aus jeder ihrer Zeilen und aus den künstlerischen Zeichnungen ihrer Freundin Franziska Dürr atmet die heile Welt des Zirkus.


    Ich kenne die Illustratorin, die stammt aus meinem Buch, deshalb gab es das Buch damals auch bei uns in der Buchhandlung zu kaufen.

    Hier das Cover

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