Beiträge von Marie

    Declan ist in der Ex-Mann der Protagonistin.


    Hugo ist ein Soldat aus der Kolonialzeit, über den der Liebhaber der Protagonistin eine Forschungsarbeit schreibt. Obwohl er als Person nicht auftritt, spielt er eine entscheidende Rolle.



    Die Namen sind mir aufgefallen, weil sie doch nicht so häufig sind. Das eine Buch ist von einer Irin geschrieben, das andere von eine Deutschen. Allerdings hatte deren Protagonistin eine Zeitlang in Irland gelebt,

    49. Welches Cover hat dir im Januar am wenigsten gefallen?

    Zu viel aufdringliches Lila.


    Darum gehts:

    Judith Kepler ist Tatortreinigerin. Als sich ein Mann in einem großen Berliner Bankhaus in die Tiefe stürzt, wird sie gerufen. Eigentlich ein ganz normaler Job. Doch mit dem vermeintlichen Selbstmord stimmt etwas nicht. Judith informiert die Kripo und gerät dadurch ins Visier eines mysteriösen Mannes: Bastide Larcan. Er kennt Details aus Judiths Vergangenheit, die sogar ihr verborgen geblieben sind. Aber was hat er mit dem Toten zu tun? Und warum weiß er genau, wo Judiths schwache Stelle ist? Um mehr zu erfahren lässt sie sich auf einen lebensgefährlichen Handel mit ihm ein. Und weckt damit die Geister ihrer Kindheit, die nun drohen, jeden zu vernichten, der ihr Geheimnis enthüllt. - Amazon

    Klappentext:

    An ihrem zwanzigsten Geburtstag übernimmt eine junge Kellnerin von ihrem Chef, dem Geschäftsführer des Restaurants, eine wichtige Aufgabe. Sie muss pünktlich um 20 Uhr dem Inhaber des Lokals das Abendessen in dessen Suite bringen. Noch nie haben sie oder ihre Kollegen den Besitzer gesehen. Pünktlich um 20 Uhr steht sie vor der Suite. Es öffnet ihr ein zierlicher älterer Mann, der sie, anders als ihr Chef es ankündigte, in die Suite und um ihre Gesellschaft bittet. Auch ist der Herr, denn er ist eindeutig ein Herr, von ausgesuchter Höflichkeit. Die junge Frau ist verunsichert und verwundert über ihn. Trotzdem erzählt sie ihm irgendwann, dass sie Geburtstag hat, woraufhin ihr der Mann ein Geschenk machen will. Er lässt sie wissen, dass sie einen Wunsch äußern könne, sich diesen aber sehr genau überlegen solle, denn sie könne ihn, einmal ausgesprochen, nicht mehr zurücknehmen. Und er eröffnet ihr, dass er ihren Wunsch tatsächlich erfüllen könne, ganz gleich, was es sei. - Amazon


    Zum Autor:

    Haruki Murakamis Karriere begann 1974 an einem warmen Frühlingstag: Während eines Baseballspiels kam ihm die Inspiration zu seinem ersten Roman. Es war der Start einer beeindruckenden literarischen Laufbahn des 1949 in Kyoto geborenen Autors. Nach seinem Abschluss an der Waseda-Universität in Tokio betrieb er zunächst eine kleine Jazzbar. Später verbrachte er mehrere Jahre als freier Schriftsteller und Dozent in Princeton, USA. Murakamis Leidenschaft für die Literatur kennt, im wahrsten Sinne des Wortes, keine Grenzen – übersetzt er doch auch berühmte Kollegen wie John Irving ins Japanische. - Amazon


    Zur Illustratorin:

    Kat Menschik, 1968 geboren, lebt als freie Illustratorin in Berlin und im Oderbruch. Ihre Zeichnungen erscheinen regelmäßig in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Für DuMont illustrierte sie Haruki Murakamis ›Schlaf‹ (2009) sowie ›Die Bäckereiüberfälle‹ (2012) und Ernst H. Gombrichs ›Eine kurze Weltgeschichte für junge Leser‹ (2011). Der immerwährende Kalender ›Das Variable Kalendarium‹ erschien 2012. - Amazon


    Allgemeine Informationen:

    Originaltitel: バースデイ・ガール / Bāsudei-gāru

    erstmals veröffentlicht 2002 in dem Erzählband „Bāsudei-sutóriizu“ bei Chūō Kōron Shinsha, Tokio

    aus dem Japanischen übersetzt von Ursula Gräfe

    zwei Texte:

    Birthday Girl S. 9-60

    Mein Geburtstag, dein Geburtstag S. 65-75

    insgesamt 75 Seiten

    Die Erzählung wurde bereits in früheren Erzählungsbänden des Autors veröffentlicht, „Birthday Strories“ - hier fand Murakamis autobiographischer Texte bereits als Vorwort Verwendung - (2004) und „Blinde Weide, schlafende Frau“ und „Frosch rettet Tokio“ ( 2006),


    Meine Meinung:

    Die junge Frau, inzwischen Ehefrau und Mutter, erzählt einem Bekannten von dem, was ihr an ihrem 20. Geburtstag widerfuhr : Dass sie ihren Dienst als Kellnerin in einem Restaurant wegen Krankheit einer Kollegin nicht mit dieser tauschen konnte. Dass dem Geschäftsführer plötzlich schlecht wurde, so dass er nicht wie jeden Abend, dem geheimnisvollen Inhaber das Abendessen in dessen Wohnung in der oberen Etage bringen konnte, sondern sie damit beauftragte. Dass der Inhaber versprach, ihr zum Geburtstag einen Wunsch zu erfüllen, ganz gleich, welchen.


    Murakamis Erzählung spielt sich auf zwei Zeitebenen ab: Der Jetztzeit, in der die Frau ihre Geschichte vom 20. Geburtstag erzählt, und der Vergangenheit eben dieses Geburtstags. Die Handlung lebt von Geheimnis und offenen Fragen. In Andeutungen erzählt der Autor eine Geschichte, dann auch noch in der Rückschau ohne direkte Beteiligung des Lesers. Diesem bleibt seine eigene Phantasie als einziger Ort, wo er Antworten finden kann.


    „Geburtstag“ ist die einzige Verbindung zwischen der fiktiven Erzählung und den autobiographischen Anmerkungen zum Thema. Welchen Sinn die Zusammenstellung macht, muss jeder Leser für sich entscheiden.


    Was dieses Buch so besonders macht, sind die Illustrationen. Bereits zum vierten Mal liefert die Zusammenarbeit von Murakami und Menschik eine kleine bibliophile Kostbarkeit. Die allerdings nicht darüber hinwegtäuschen sollten, dass sämtliche Werke Murakamis bereits in früheren Erzählbänden erschienen sind.


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:

    Woche vom 17.2. bis 23.2.


    Zitat von Achim von Arnim

    Alles geschieht in der Welt der Poesie wegen,

    die Geschichte ist der allgemeine Ausdruck dafür,

    das Schicksal führt das große Schauspiel auf.

    Ach diese Romantiker :lol:. Ich habe sie noch nie so richtig verstanden. ?(

    Ich, Eva, bewirtschafte zusammen mit meiner Tochter einen Hof irgendwo in Norwegen. Wir sind allein auf weiter Flur, weil alle unsere Nachbarn aufgegeben haben und weggezogen sind.

    Ich, Michail Alexandrowitch, brüte über dem Jahresbericht des Zoos von St. Petersburg, der in finanzielle Schieflage geraten ist.

    Ich, Karin, sitze mit Sohn und Pferden in einer Transportmaschine.

    48. Welches Cover hat dir im Januar am besten gefallen?

    Darum gehts:

    Ein Roman über den Mut, gemeinsam aufzustehen in Zeiten von Globalisierung und Wirtschaftskrise: Der Architekt Sebastián verliert erst seine Arbeit, dann auch Ehefrau und Kinder – dennoch hilft er Sofía beim Wiederaufbau der Kinderbetreuung im Viertel. Eine Großmutter stellt schon im September den Weihnachtsbaum auf, um ihrer Familie Mut zu machen. Alt und Jung, Singles und Familien, Spanier und Einwanderer, sie alle leben hier nebeneinander im Zentrum von Madrid. Und sie alle entdecken die unerwartete Kraft der Solidarität, als die Schließung des Gesundheitszentrums droht. „Kleine Helden" ist das bunte, ergreifende Porträt ihres Viertels im heutigen Madrid. - Amazon

    47. Ein Buch über die indigenen Völker Amerikas

    Darum gehts:

    In alter Zeit, so erzählt es eine indianische Legende, begrub man einen Schamanen vom Stamme der Quinault bei lebendigem Leib. Um seinen bösen Geist zu bannen, wurde auf seinem Haupt eine Zeder gepflanzt. 1994: Der größte Regenwald an der Pazifikküste der USA - uraltes, geheimnisvolles Land der Quinault – soll abgeholzt werden. Eine fünfhundertjährige Zeder wird gefällt - ein heiliger Baum der Indianer. Unheil bricht los, seltsame Krankheiten breiten sich aus, Menschen verschwinden ... Nur eine Frau kann den Fluch lösen: Joan Tidewater, eine junge, moderne Indianerin, die als Polizistin in dem Reservat arbeitet, sich aber vom Glauben ihrer Vorfahren weit entfernt hat. Wird es ihr gelingen, noch mehr Unheil abzuwenden? - Klappentext


    Was klingt wie ein Krimi, ist eine Geschichte um Konflikte zwischen weißer und indianischer Kultur, zwischen Tradition und Moderne in der indianischen Gesellschaft.

    ab auf die WuLi

    wunderschön geschrieben

    Ich freue mich, dass meine Lieblingsautorin immer wieder neu von Lesern entdeckt wird. - Außer mir kenne ich noch jemanden hier, der sich freut - :winken: zu Squirrel

    Wenn ihr jetzt anfangt, ihre Bücher zu lesen, habt ihr noch wunderbare Lesestunden vor euch, denn sie hat über 20 Bücher geschrieben, die alle übersetzt wurden. Einen Überblick verschafft Wikipedia.

    Seit vielen Jahren mag ich McEwans Bücher. Sie sind thematisch aktuell, zeugen vom handwerklichen Können des Autors im Umgang mit Sprache, Aufbau und Handlungsfaden und treffen den angemessenen Ton zwischen dramatisch und ironisch.

    Wenn sich also ein Könner wie McEwan eines bekannten literarischen Stoffs annimmt und gleichzeitig der aktuellen politischen Lage in seinem Heimatland, darf ein Leser sehr gespannt sein und sich auf originelle Lesestunden freuen.


    Die Vorfreude war in diesem Fall der schönste Moment.


    Was hat McEwan hier gemacht? Es sieht so aus, als hätte er zu viel gewollt und zu wenig geplant: Zunächst war die grandiose Idee da, Kafkas Verwandlung umzudrehen. Und der Wunsch, die aktuelle politische Situation auszunutzen und sie durch den Kakao zu ziehen. Dazu stand ihm nur ein kleines Zeitfenster offen, dann hätte sich alles geändert, und McEwans schöner Romanstoff wäre nur noch Schnee von gestern, der niemanden mehr interessiert. So erfand er, um die Sache griffiger zu machen, den Reversalismus dazu. Doch der wirkt nur wie Klebstoff, der nicht hält.


    Das ganze Buch macht auf mich den Eindruck eines Mischmaschs aus Literatur-Recycling, Politsatire und Nonsens, das einzig McEwans routinierte Schreibkunst vor dem Verriss rettet.


    :bewertung1von5::bewertung1von5:

    46. Ein Buch über eine historische Persönlichkeit

    Wieder ein Tag, der mit der Qual der Wahl beginnt. :)


    Darum gehts:

    Würzburg, 1492. Feierlich werden die Skulpturen von Adam und Eva vor dem Eingang der Marienkapelle enthüllt. Doch diesmal ist der Bildschnitzer Tilman Riemenschneider zu weit gegangen: Eine Bäuerin hat ihm Modell gestanden – nackt. Ein Skandal! Die Gemüter erhitzen sich. Dabei ahnt noch niemand, welch viel gewaltigeres Beben die Stadt in den nächsten Jahren erwartet, dass Reformation und Bauernkriege die bestehende Ordnung in ihren Grundfesten erschüttern werden. Bald muss auch Meister Riemenschneider um sein Leben kämpfen. - Amazon