Die Ergebnisse der Leserlieblinge-Wahl im BücherTreff

Beiträge von Hans im Schnok

  • Island Bücher

    Meine Regale platzen und so biete ich an die 70 Bücher (Romane und Krimis) , welche in Island spielen an. Die Bücher sind meist nur 1mal gelesen und fast alle in gutem Zustand.
    Preis ist Verhandlungssache- macht ein Gebot und ich melde mich.
    Liste gibts auf Anfrage.

    Ich bin ganz stolz darauf, Ulysses von Joyce sowohl auf Englisch ( sehr hart und dauerte lange) als auch auf Deutsch beendet zu haben. Und das ohne dass ich es musste.
    Auf welche Bücher in meinen Regalen ich stolz bin, das wäre wohl einen anderen Thread wert.

    Ich habe das Buch nun auch gelesen und muss sagen, dass ich etwas unschlüssig bin.
    Auf der einen Seite ist es eine brutale Besinnung auf das Kriegsgeschehen in Serbien, dann eine Reflexion über das Leben eines Auftragskillers und letztendlich noch eine satirische Betrachtung sowohl des Lebens in Island als auch der übertriebenen Religionsausübung bei bestimmten "Kirchen".
    Der teilweise brutale Stil, auch wenn er dem Thema angepasst ist, hat mich oft abgestoßen.
    Irgendwie ist es nicht "mein Buch".
    Mehr als 3 Punkte sind nicht drin.


    Und abschließend: Wenn Toxic unter einer Brücke in Reykjavik liegt, und neben ihm ein totes Wildschwein- dann ist was falsch gelaufen. Wildschweine gibt es definitv nicht in Island !

    Das ist nun mal eben das Problem mit dem Moorcock'schen Multiversum.
    Da kann jeder überall auftauchen. Ist schon verwirrend .
    Er selbst hatte auch keine Erklärung dafür und meinte nur: Das entwickelt sich immer weiter...
    Aber ich kann dich gut verstehen.


    Aber mir gefällt am besten immer noch : INRI, oder die Reise mit der Zeitmaschnine.


    Gruß
    Hans, der sich mal den Moorcock-Stapel vornehmen wird, so er ihn wieder findet.

    Nach langem Wühlen hab ich bei mir gefunden:
    The sleeping sorceress (The vanishing Tower) Der verschhwundene Turm als Heyne TB
    und irgendwo liegen noch mehr ;)

    Da sich die Regale immer noch biegen, möchte ich auch noch los werden:
    Anne Rice: Pandora
    Laurell K. Hamilton: Bittersüße Tode
    Kathy Reichs: Totgeglaubte leben länger
    Dan Brown: Illuminati
    Dan Brown: Meteor


    Jeweils für 4 € inclusive Porto. Bei mehreren wirds Porto wohl billiger ;)

    Da meine Regale platzen, biete ich an
    Lydia Adamson:
    Eine Katze ist kein Engel+ Eine Katze sitzt im Glashaus
    Eine Katze kommt selten allein+ Eine Katze macht Theater
    Eine Katze lädt zur Weihnachtsgans+ Eine Katze auf dem Laufsteg
    Eine Katze im Wolfspelz+ Eine Katze bittet zum Tee
    als Hardcover von Bertelsmann (Da sind immer 2 Bücher in einem Band)
    sowie:
    Sharon A. Foster: Das große Lilian Jackson Braun Lexikon (Taschenbuch)
    Ich denke an so 2€ je Band plus Versandkosten.


    Einfach bei mir melden ;)

    Das genau ist der Grund, weshalb bei mir die Bücherberge immer größer statt kleiner werden.
    Wo Roth Recht hat, da hat er eben Recht ;)

    Diese Erzählung finde ich auch sehr gut geraten. Zum einen in der psychologischen Schilderung des Ebenezer Scrooge (Übrigens das Vorbild für Dagobert Duck) und zum anderen wegen der Beschreibung des Lebens im London des 19. Jahrhunderts.
    Aber mensch sollte auch die anderen Chistmas Carols (Weihnachtserzählungen) von Dickens lesen, da diese leider wegen dieser einen Geschichte zu Unrecht vernachlässigt werden.
    Und bitte fragt mich nicht nach meiner Ansicht zu den diversen filmischen Umsetzungen.

    Auch wenn das Buch "leicht" zu lesen ist, so ist es doch schwere Lektüre.
    Es ist nicht die Handlung, welche den Inhalt bestimmt, sondern die Philosphie, die hier vertreten wird.
    Ich empfehle, begleitend mal bei Sartre und anderen Existentialisten reinzulesen.
    Das Bewusstsein, in eine Welt geworfen zu sein, in der es keine Erlösung gibt, in der mensch eben nur sein Leben leben kann und sonst nichts, findet sich in vielen französischen Büchern aus dieser Zeit.
    Ich mag diese Periode und Camus.

    Für mich gehören die Nestor Burma neben den Maigretromanen zum besten in der französischen Krimiliteratur.
    Zum einen wird hier das Leben im Paris der 50er Jahre realistisch dargestellt. Zum anderen ist es eben nicht der klassische Held, sondern ein vom Leben gebeutelter Privatdetektiv, der sich eben so über Wasser halten kann.
    Die Fälle spiegeln die Situation der Zeit wieder.
    Der Stil ist Malet-typisch, realistisch, existentialistisch angehaucht.
    Wenn mensch dann noch die Rowohlt-Ausgabe mit den Nachworten und den Karten besitzt (2 wichtige Dinge, die der 2001-Ausgabe leider fehlen) und auch andere Romane von Malet kennt, kann mensch diese Geschichten auch genießen. Und vielleicht schafft mensch sich dann auch noch die Malet-Biographie an (Ebenfalls empfehlenswert).
    Und zum krönenden Abschluss sollten dann auch noch die Comic-Adaptionen von Tardi im Bücherregal daneben stehen, nachdem sie goutiert wurden.

    Da ich derzeit jede Menge Walter Scott lese (die Übersetzungen vor 1900 bevorzugt) läuft bei mir dabei Robert Burns, The comlete songs. Dazu noch eine gute Pfeife und ein alter Scotch- damit ist die Stimmung optimal. Fehlen nur noch die Torfkloben auf dem Feuer ;)

    Hier der Text bei Amazon
    *
    Kurzbeschreibung
    Ein einmaliges privates Zeugnis aus den Pariser Revolutionsjahren Es ist kaum zu begreifen, dass dieses einzigartige Dokument bislang noch nicht ins Deutsche übertragen wurde: das Revolutionstagebuch des Bürgers Célestin Guittard, der seinem Namen gern ein vornehmes "de Floreban" anhängte. Er war 66 Jahre alt, als er mit seinen Aufzeichnungen über den Alltag in jenen Jahren des Aufbruchs und des Terrors begann. Der wohlgelaunte Witwer im besten Mannesalter, mit guten Renten versehen, wusste die Gunst einer hübschen und pikanten Dame namens "Dasel", nicht halb so alt wie er, durchaus zu schätzen und versah die Tage des gemeinsamen Vergnügens stets mit einem Kreuzchen. Er beschrieb die Jakobiner-Versammlungen und den ersten öffentlichen Gottesdienst der Protestanten und vermerkte die Einführung der Brotkarten und die Ausgabe von Personalausweisen mit demselben Stoizismus wie die Erfindung der Guillotine und, dann doch etwas erschüttert, Namen und Stand der vielen Geköpften. Für die Andere Bibliothek traf Wolfgang Müller, lange Jahre Herausgeber der Rowohlt-Monographien, eine Auswahl der Texte und leitete sie ein. Claudia Preuschoft übersetzte die Tagebucheinträge. Der Historiker Volker Ullrich, Autor von glänzenden Studien zur Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, rückt in seinem Essay die Notizen des "Bürgers" aus dem täglichen Leben während der Französischen Revolution in den großen Zusammenhang und erschließt damit die historische und mentalitätsgeschichtliche Bedeutung dieser unschätzbar originellen Chronik.
    *
    Jetzt weiß ich endlich was ein "Bourgeois-Bonhomme" ist.
    Diese Tagebuchaufzeichnungen aus den Jahren des Terrors geben einen guten Einblick in die Lebensumstände des "normalen" Bürgers in dieser Zeit.
    Und im Vergleich zu heute hat sich nicht viel geändert. Die ständigen Gänge zu Behörden, weil wieder eine neue Bescheinigung gebraucht wird. Die üblichen Begründungen, wenn wieder einmal ein Dutzend oder mehr "Volksverräter" guillotiniert wird. Und die Klagen des Bürgers über die "schlimmen Zeiten".
    Irgendwie schafft es Guittard immer wieder, seinen Lebensstil zu erhalten, ganz gleich was geschieht. Seien es Feiern zu Ehren des "Höchsten Wesens" oder Massenhinrichtungen- er geht hin, guckt zu und schreibt es ins Tagebuch. Und je nachdem, wie der politische Wind weht, passen sich auch seine Ansichten an. Wenn die Helden letzten Jahres auf einmal zu Verrätern werden, dann ist das schon so richtig. Er denkt nicht weiter nach und geht zum Alltag über. Es findet sich kaum eine kritische Reflexion der Geschehnisse, was gerade passiert, ist richtig und er arrangiert sich damit.
    Erschreckend fand ich seine Fähigkeit, Terror und private Umstände nebeneinander zu stellen. Da wird in gerade mal 4 Zeilen über die Hinrichtung einiger Personen berichtet und dann folgen 15 Zeilen über seine Gesundheitsprobleme mit dem rechten dicken Zeh.
    Wer sich für diese Zeit interessiert und sie mal aus einem anderen Blickwinkel als dem der Historiker sehen möchte, dem ist dieses Buch sehr zu empfehlen. Es ist keine hohe Literatur, der Stil ist einfach und anspruchslos, trotzdem lässt es sich gut lesen. Selbst die Listen der Getöteten sind oft sehr interessant, was die Angaben über die Toten und die Umstände betrifft.
    Ich empfehle nur, vorher noch einmal kurz im Putzger oder einem anderen historischen Nachschlagewerk die wichtigsten offiziellen Daten über diese Zeit nachzulesen, damit der Überblick nicht verloren geht.