Beiträge von Nungesser

    184. Welches Buch möchtest du als nächstes lesen?

    Das kann praktisch nur dieses hier werden. Wir sind derzeit im Urlaub, und meine beiden Bücher, bei denen ich noch am Lesen bin (Campo Santo und Der menschliche Makel) habe ich beim Last-Minute-Packen daheim liegen lassen. Dies ist also das einzige Buch, welches ich vorher schon in den Koffer gepackt hatte. Keine Ahnung, um was es geht, aber es ist ein Ramuz - für mich Empfehlung genug, und wie viele seiner Bücher nur noch antiquarisch zu bekommen.

    3. Die Alpen im Meer


    Wurde im Jahre 2001 veröffentlicht. Es geht um den ursprünglichen Riesenwald, der Korsika gänzlichst überzogen hatte, und von dem in Teilen noch etwas bis ans Ende des XIX.Jahrhunderts von damals Reisenden beschrieben wurde. Dort wuchsen zB Weißtannen bis zu 50 Metern Höhe. Eine Vorstellung der Landschaft, wie sie eben « ganz anders » war als wie wir sie heute kennen (ähnlich der dalmatischen Küste, die jedoch schon zu Roms Glanzzeiten (?) abgeholzt wurde. Geht auch hier, wie so oft, der Degradierungsprozeß vom Menschen aus… - sicherlich ein Thema, das Sebald umtrieb. Und das überaus modern ist ? Diese Beschreibung einer untergegangenen Welt sind überaus melancholisch, aber auch beeindruckend und lebendig.

    Weiterführend, damit verbunden, geht es dann noch auf mehreren Seiten über die (blutigen) Jagdrituale, den Stellenwert derselben in dieser Gesellschaft : « die Lust am Töten » ?!

    Ja, es ist schon ein unwiederbringlicher Verlust dieses Urwaldes. Denn auch die heutigen Bäume, nach einem Waldbrand von 1960 dort angepflanzt, sind schmächtiges Nadelholz, das kaum Generationen überstehen wird. Das Thema des Verfalls und Verlustes passt zum vorherigen Friedhofbesuch, und ist ja generell ein Hauptthema bei Sebald. Die blutige Tradition des Jagens angesichts der kaum mehr anzutreffenden Wildtiere ist natürlich traurig. Interessant fand ich auch seinen Eindruck von Flauberts "Legende des Sankt Julian", die recht blutig und eigenartig zu sein scheint. Von Flaubert habe ich bislang noch nichts gelesen, vielleicht wäre diese Geschichte in guter Einstieg?

    Und wie St Julian, der auf der Jagd von den Geistern der von ihm getöteten Tiere verfolgt wird, erscheint Sebald beim Blick aus dem abendlichen Fenster "das Meer in Flammen":

    Zitat von W. G. Sebald

    Die im Verlauf von Jahrmillionen von Wind, Salznebel und Regen aus dem Granit geschliffenen, dreihundert Meter aus der Tiefe emporragenden monströsen Felsformationen der Calanches leuchteten in feurigem Kupferror, als stünde das Gestein selber in Flammen und glühe aus seinem Inneren heraus. Manchmal glaubte ich in dem Geflacker die Umrisse brennender Pflanzen und Tiere zu erkennen,...

    Motive seiner vorherigen Gedanken tauchen in seinem Tagtraum wieder auf. Ein melancholisches Kapitel...

    Ja, an den Schreibstil muss man sich gewöhnen, obwohl es doch variiert. Schau mal bei Dieter Wunderlich, der zwei Leseproben zitiert. Der Mord bspw ist sehr unterhaltsam geschrieben, macht Spaß, wenn man über herausgurgelndes Blut, eine zerfetzte Luftröhre und rote Seifenblasen lesen mag.

    Aber der zweite Absatz über Licht und Zehen in der Malerei - das war nichts für mich. Ich könnte mir aber gut vorstellen, dass Du dank Studium der Kunstgeschichte und Germanistik hier viel mehr herauslesen könntest, als ich es vermag?!

    Du wärst also tatsächlich eine der wenigen User hier im BT, der ich das Buch noch empfehlen könnte - mit entsprechender Warnung :wink:

    ...nach Kuba, um 07. Land mit Risikofaktor in Angriff zu nehmen.

    Graham Greenes "Unser Mann in Havanna" ist eine sehr komische Veralberung der Geheimdienste. Handlungsort natürlich überwiegend Kuba vor der Revolution.

    Sehr empfehlenswert, auch weil die Atmosphäre und die Beschreibungen der Bars, Strassen, Leute etc so unterhaltsam sind.


    Meine Reiseroute bisher:

    Wiesbaden (Aufgabe 01) - Albanien (10) - Griechenland (05) - Italien (03) - Kuba (07)

    Wird Zeit, dass ich mal wieder meine Reise nachtrage...

    Für Aufgabe 03. Nachbarland habe ich Italien genommen - ich lebe ja in der Schweiz, da ist das möglich :-)

    Auch wenn man als Leser einen prima Eindruck von Rom im Jahr 1927 erhält - und daher prima für eine literarische Reise passt - so war die Lektüre mühsam. Zwei Sternchen wurden es. Also rasch weiter...

    Ich spaziere ja gerne über Friedhöfe, auch in fremden Städten im Urlaub. Von daher kamen mir die Gedanken und Überlegungen des Ich-Erzählers sehr vertraut oder nachvollziehbar vor. Das Kapitel hat mir daher ebenfalls sehr gut gefallen, evtl sogar besser als das vorherige. Welche Bedeutung hatten Tod und Trauer in früherer Zeit im Vergleich zu Heute. Sind es nur Platzmangel und das Verschwinden von Aberglaube, die uns heute Bestattungen "fliessbandartig" abwickeln lassen?

    Ich forsche parallel stets ein wenig im Internet, erst recht, wenn bspw Gemälde erwähnt werden wie Nicolas Poussins "Massaker der Unschuldigen".

    Auf der Suche nach einem Foto vom beschriebenen Friedhof stieß ich auf Sebalds Wegbeschreibungen "Aufzeichnungen aus Korsika" mit ausgiebigen Fotos, Karten mit eingezeichneten Routen, etc

    So auch ein Eintrag vom 07. IX 1995:

    Zitat von W.G. Sebald

    Besuch vorgestern auf dem am Ortsrand gelegenen Friedhof von Piana, auf dem die Toten, wie es scheint, nach ihrer Clanzugehörigkeit begraben werden...

    Eine gute Stunde lang gehe ich zwischen den Gräbern herum, finde hier ein Geburts oder Todesdatum, das auf meinen eigenen Lebenslauf passt...

    Ein Monat, um sich das Lesen abzugewöhnen - ich hatte kein glückliches Händchen bei meiner Auswahl:


    Conrad Ferdinand Meyer - Der Heilige :bewertung1von5::bewertungHalb: :arrow: Rezension

    Ich hatte mir diese Novelle besorgt, weil ich generell die Geschichte um Thomas Becket und König Heinrich II. spannend finde. Allerdings ist diese Novelle historisch sehr ungenau, wesentliche Passagen sind frei erfunden, der Schreibstil sehr angestaubt.


    Jack Kerouac - Traumtagebuch :bewertung1von5::bewertung1von5: :arrow: Rezension

    Eine Sammlung von Träumen, im Halbschlaf noch rasch hingekritzelt, ohne großen Bezug zueinander. Viel habe ich nicht erwartet, und viel habe ich auch nicht bekommen. Bestenfalls etwas für Fans der Beatniks.


    Carlo E. Gadda - Die gräßliche Bescherung in der Via Merulana :bewertung1von5::bewertung1von5: :arrow: Rezension

    Gedacht, es ein ein Kriminalroman, aber es war ein komplexes, sprachlich herausfordernder Roman über die Gesellschaft Romas zu Beginn der Faschistenzeit. Für mich zu verworren, ich habe mich mühsam "durchgekämpft"


    James Sallis - Dunkle Vergeltung :bewertung1von5::bewertungHalb: :arrow: Rezension

    Sprunghafter, unlogischer Roman mit dürftiger Handlung und diversen Anekdoten, die der ganzen Geschichte eine düstere, tragische Atmosphäre verleihen. Alle Menschen sind vom Schicksal gebeutelt, hadern mit sich selbst, kämpfen sich mehr schlecht als recht durchs Leben. Da muss man wohl für in Stimmung sein, diese defaitistische Larmoyanz zu ertragen. Ich war es nicht.

    Autor: Carlo Emilio Gadda
    Titel: Die gräßliche Bescherung in der Via Merulana, aus dem Italienischen von Toni Kienlechner
    Originaltitel: Quer pasticciaccio brutto de Via Merulana, erstmals veröffentlicht 1957
    Seiten: 352 Seiten, unterteilt in 10 Kapitel
    Verlag: Wagenbach
    ISBN: 9783803123299


    Der Autor: (Verlagshomepage)
    Carlo Emilio Gadda wurde 1893 in Mailand geboren. Er diente als Freiwilliger im Ersten Weltkrieg und studierte danach aus Liebe zur Mathematik Ingenieurwissenschaften. Viele Jahre arbeitete er als Ingenieur, zunächst in Italien, dann in Argentinien, Frankreich, Deutschland und Belgien. Zugleich begann seine schriftstellerische Tätigkeit. In kurzen Prosastücken, die in Zeitungen und Zeitschriften erschienen, schilderte er die Welt eins vergangenen Mailands. Er lebte in Florenz, später in Rom, immer in bescheidenen Verhältnissen und schrieb. 1973 starb »der bedeutendste italienische Prosa-Autor des 20. Jahrhunderts« (FAZ) im Alter von neunundsiebzig Jahren. Erst Jahre nach seinem Tod setzte mit der Veröffentlichung von »Die Wunder Italiens« (1984) der Erfolg Gaddas auch in Deutschland ein.


    Inhalt: (Verlagshomepage)
    Das Hauptwerk des »Vaters der modernen italienischen Literatur«; einer der mustergültigen Romane der Moderne; zugleich ein verwirrender, bis zur letzten Seite spannender Kriminalfall.

    Inspektor Ingravallo wird mit einem schrecklichen Mordfall konfrontiert: In einem Palazzo der gutbürgerlichen Via Merulana wird die von ihm bewunderte Liliana, die Frau seines Freundes Balducci, tot aufgefunden.
    Der ebenso energische wie gedankenreiche Inspektor nimmt sofort die Ermittlungen auf, die ihn aus dem biederen Bürgermilieu in die Welt der Zuhälter, Streuner und Gangster führt.
    Hinter der spießigen Moral lauert die Korruption, die »verdammte Schweinerei«, die »gräßliche Bescherung«.


    Meinung:
    Von Carlo Emilio Gadda hatte ich zuvor nichts gelesen und ich hatte einen unterhaltsamen Kriminalroman erwartet, den man zwischendurch lesen kann, in der Art Agatha Christie oder Georges Simenon. Denkbar schlechte Voraussetzung, um sich an ein solch komplexes, «sprachlich innovatives» Werk zu wagen. Okay, der Schreibstil war anspruchsvoller als erwartet, aber zeitweise meinte ich, ich sei zu blöde für den Text – was mir zuletzt bei Joyce’ Ulysses passiert ist. Der Kriminalfall bildet zwar die Rahmenhandlung, aber die Beschreibungen der römischen Gesellschaft zur Zeit von Mussolinis Faschismus stehen im Mittelpunkt. Es sind weitschweifige Überlegungen, innere Monologe, ausgiebige Beschreibungen von Strassen, der Natur, in einer ausholenden Sprache wie bspw hier über den Namen der Gräfin Menecacci:

    Zitat von Kapitel 1

    Von ihren prunkenden Lippen stieg dieser venetische Name flussauf, wandte sich gegen den Strom, das heißt gegen die Erosion, welche der Lauf der Jahre angerichtet hatte. Die Anaphonesis bohrte sich den Abfluss, wie der Aal kraftvoll sich durchzwängt, oder gewisse Fische, die kilometerweit flussauf wandern, hinauf, hinauf, hinauf, bis sie die heimatliche Lymphe wieder trinken: bis zum Quellgebirge des Yukon oder der Adda oder des Rio Negro in den Anden. Aus den letzten Transliterationen der Pfarregister fand er wieder den Anschluss an die gutturale Sanftheit der Ursprünge, von Menegaccio zu Ménego und zu Menico, zu Domenico, Dominicus, zum «Possessivum, dessen ein und alles er war».

    Ich habe mich durch einige Passagen gekämpft, andere waren überaus unterhaltsam und die Geschichte «kam voran». Allerdings verlaufen auch die Ermittlungen des Mordfalls (und genau genommen gibt es auch einen vorherigen Diebstahl, den der Klappentext vergisst zu erwähnen) ziemlich schleppend und verworren. Nein, wenn man einen Kriminalroman erwartet, dann kann man nur enttäuscht sein. Wenn man aber entsprechend vorgewarnt ist, sich auf ausschweifende Beschreibungen einlassen möchte, auf klare Handlungsstrukturen verzichten kann, und in die römische Gesellschaft zur Faschistenzeit eintauchen möchte, dann ist es sicherlich ein empfehlenswerter Roman, in dem man viel entdecken kann. Ich hingegen war überrumpelt, überfordert, bald gelangweilt und werde dem Roman sicherlich nicht gerecht. Es war für mich ein Buch zur falschen Zeit,und hatte eine völlig verkehrte Erwartungshaltung an den Roman.

    Gestern ist bei mir dieser Backstein eingezogen - 1.680 Seiten...


    John Dos Passos' "USA-Trilogie" ist in der amerikanischen Literatur einzigartig wegen ihrer epischen Gestaltung und panoramischen gesellschaftlichen Perspektive. In den Romanen, aus denen sie besteht - "Der 42. Breitengrad" (1930), "1919" (1932) und "Das große Geld" (1936) -, zeichnet Dos Passos mit sarkastischem Humor und scharfem Auge für soziale Fragen ein unvergessliches Kollektivporträt der USA. Dabei verbindet er das Leben seiner Charaktere und die Zeit, in der sie leben, auf eine raffinierte erzählerische Weise, die diese Trilogie zu einem der lesbarsten modernen Klassiker überhaupt gemacht hat. Seine Protagonisten erleben Kriege und Revolutionen, verzweifelte Liebesaffären, schwere Familienkrisen, öffentliche Triumphe und private Katastrophen vor Kulissen, die unter anderem die Schützengräben des Ersten Weltkriegs, das aufständische Mexiko, Hollywoodstudios in der Stummfilmära, Wall-Street-Büros und die von Tumulten erschütterten Straßen von Boston vor der Exekution von Sacco und Vanzetti umfassen.
    In seinem Vorwort schreibt Dos Passos: "USA, das ist ein Querschnitt durch einen Kontinent ... Vor allem aber ist es das gesprochene Wort der Menschen." Es ist die gewaltige Stimme Amerikas von der Industrialisierung bis zur Prohibition. Dirk van Gunsteren und Nikolaus Stingl verschaffen ihr mit ihrer zeitgemäßen Übersetzung neues Gehör.
    (Amazon)

    Axel Scheffler, der erfolgreiche Kinderbuchillustrator (u.a. Grüffelo), hat sehr amüsant den seinerzeit ernst gemeinten Text How to keep a pet squirrel der Children's Encyclopedia von 1910 bebildert. Umfangreich ist der Ratgeber nicht, knapp 40 Seiten, jeweils wenige Worte und darüber eine Illustration, aber unterhaltsam ist er: bitte keine Eichhörnchen in der Wildnis fangen, nur aus Zucht, alles andere wäre grausam. Wie groß muss der Käfig sein und wie eingerichtet? Wie erkennt man ein gesundes Eichhörnchen und was gibt man ihnen überhaupt zu Fressen? Dazu gibt es dann Bilder, wie sich das Eichhörnchen vor dem Einzug in den Käfig die Füsse wäscht (das Zuhause soll ja sauer bleiben!), im Laufrad trainiert oder hungrig mit Besteck am Tisch hockt.

    Nette Lektüre für Jung und Alt, natürlich besonders für Fans von Eichhörnchen.


    Ich las es zwar in der oben verlinkten deutschsprachigen Ausgabe, aber der Originaltext wäre dann hier zu finden:

    Nun starte ich diesen Ausflug nach Korsika ein paar Tage nach Dir, und ergänze gerne meine Eindrücke zu den einzelnen Kapiteln...

    Zunächst einmal erfreue ich mich am Erzählstil Sebalds, der mir bereits von drei anderen Büchern von ihm vertraut ist. Seine langen Sätze wie er bspw schon auf der ersten Seite den Spaziergang vom Hafen ins Städtchen beschreibt, durch Gassen schlendernd, die Hauseingänge betrachtend und die Namensschilder an Briefkästen lesend, träumend, wie es doch wäre hier zu leben. Alles in einem Satz, der tatsächlich dazu führt, dass man das Gefühl hat neben ihm zu laufen, den Spaziergang gemeinsam zu machen. Ausserdem lese ich bei Sebald auch immer wieder Wörter, die mir unbekannt sind. Diesmal musste ich den Begriff „ekklesiastische Karriere“ googeln. Schön, wenn ich meinen Wortschatz noch etwas ausbauen kann, auch wenn ich den Begriff vermutlich niemals selbst anwenden werde.

    Gemälde interessieren mich auch immer wieder, diesmal betrachte ich mit dem Ich-Erzähler das „Porträt der Frau mit einem kleinen Mädchen“ von Pietro Paolini.

    Korsika wäre sicherlich auch mal eine Reise wert...

    168. Ein Arzt-/Medizinroman

    Céline habe ich schon länger nicht mehr genannt, glaube ich. Allerdings nicht gerade das, was ich einen typischen Arztroman nennen würde...

    Erzählt wird die Lebensreise des Ferdinand Bardamu. Der Medizinstudent meldet sich zur Mobilmachung 1914 als Freiwilliger, doch schnell lernt er den Krieg als einen apokalyptischen Kreuzzug zur Vernichtung der 'lästigen Armen' kennen. Nach dem Krieg verschlägt es Bardamu nach Afrika; er erlebt Lüge und Elend des Kolonialismus und wird schließlich todkrank von Eingeborenen auf eine Galeere Richtung Amerika verschachert. Schließlich kehrt er nach Frankreich zurück und wird Armenarzt. (Klappentext)

    164. Ein Roman, der das Lebensgefühl von heute widerspiegelt

    Nicht Pandemie, und nicht Social-Media; ich wähle ein Buch, in dem es um Zivilcourage und Verantwortungsbewusstsein geht.

    Ich habe den erfreulichen Eindruck, dass viele junge Menschen heute einen Sinn in ihrem Beruf sehen wollen, sich engagieren, sich informieren, beeinflussen und Verantwortung übernehmen wollen, nicht mehr den "Broterwerb" fürs Überleben benötigen, sondern einen Job machen wollen, der zu ihnen und ihren Werten im Leben passt.

    Und darum geht es in diesem Romanfragment und den Essays: Es ist ein lesenswerter Appell, eine Ermutigung an Menschen, die trotz Gefahr vor Verfolgung und Morddrohungen sich engagieren, um gegen Armut, Unterdrückung und Kriminalität zu kämpfen.

    Vielen Dank für Deine ausführlichen Kommentare tom leo ! Ich habe mir das Buch zwischenzeitlich bestellt und es sollte morgen oder übermorgen eintreffen. Dann schaue ich mal, inwiefern ich auf die einzelnen Essays weiter eingehen bzw ergänzen kann. Lesen werde ich es jedenfalls zeitnah.

    Was für eine gelungene Veralberung der Geheimdienste! Eine sehr amüsante Erzählung, mit liebenswerten Figuren und klasse Atmosphäre des vorrevolutionären Kubas. Wenn ich lediglich bedauern kann, dass das Buch so kurz ist, ist nahezu alles gesagt. Daher schubse ich den Thread nach vielen Jahren mal wieder an, denn das ist ein Klassiker, den man auch heute noch mit viel Genuss lesen kann.


    Hier noch der Link zu einer Ausgabe im englischen Original

    161. Welches Buch hat dir im Mai am besten gefallen?

    Im Mai hatte ich wirklich kein glückliches Händchen. Mit :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5: war es noch dieses hier. Mit dem Schreibstil und den Formulierungen hatte ich grosse Mühe, und spannend war der Kriminalfall schon mal gar nicht. Gepunktet hat der Roman mit den Beschreibungen der römischen Gesellschaft. Mal schauen, ob ich in den nächsten Tagen noch eine Rezi dazu schreiben kann.


    Das Hauptwerk des »Vaters der modernen italienischen Literatur«; einer der mustergültigen Romane der Moderne; zugleich ein verwirrender, bis zur letzten Seite spannender Kriminalfall.

    Inspektor Ingravallo wird mit einem schrecklichen Mordfall konfrontiert: In einem Palazzo der gutbürgerlichen Via Merulana wird die von ihm bewunderte Liliana, die Frau seines Freundes Balducci, tot aufgefunden.
    Der ebenso energische wie gedankenreiche Inspektor nimmt sofort die Ermittlungen auf, die ihn aus dem biederen Bürgermilieu in die Welt der Zuhälter, Streuner und Gangster führt.
    Hinter der spießigen Moral lauert die Korruption, die »verdammte Schweinerei«, die »gräßliche Bescherung«.