Beiträge von Darcy

    Ich habe es auch vor kurzem gelesen.
    Ich fand es ganz gut, jedenfalls mal ein etwas anderer Thriller. Es geht nicht vordergründig darum, herauszufinden, wer der Täter ist. Man beobachtet keinen Polizisten, und es werden keine superschönen und klugen Anwältinnen/Ärztinnen/Psychologinnen etc. gejagd ;)
    Das ist schon mal viel wert :lol:


    Es geht ab in die menschlichen Abgründe. Wozu ist man in Extremsituationen in der Lage? Was lauert wirklich tief in einem drin?
    Davon abgesehen, das ich die Handlungen des Mörders nicht nachvollziehen kann, fand ich den Plot origniell. Das Ende fand ich etwas hollywoodlike, Totgeglaubte stehen wieder auf und das Endbild ist arg kitschig. Aber ich fand es passend zum Vorangegangenen.


    Das ganze wird, finde ich, ziemlich distanziert geschrieben, aber vielleicht ist das mit der nötigen Abgrenzung der Hauptperson vom Horror zu erklären. Dadurch hat es mich aber leider nicht wirklich gepackt.

    Ich bin leider nicht ganz so aus dem Häuschen vor Begeisterung.


    Zugegeben, das Buch ist spannend. Der Ermittler Metcalf ist mal ein richtig zerissener, leicht gestörter Hauptakteur. Die Morde sind sehr blutig und man rätselt lange mit den Polizisten um das Motiv.
    Leider sehr lange, denn das Buch beschreibt wirklich sehr (zu?) ausführlich das Stochern im Ungewissen. Die ganze kleinkrämische Polizeiarbeit wird erzählt. So ist es wohl im wirklichen Leben, aber derart ausführlich fand ich es etwas ermüdend.
    Zudem wußte ich nach der Hälfte, wer der Mörder war. Das kommt ziemlich selten bei mir vor, weil ich mir i.d.R. diese Frage beim Lesen gar nicht stelle. Aber hier drängt sich die Lösung förmlich auf. Dadurch stellt sich nur noch die Frage: wann kommen denn die Leute in dem Buch auch endlich drauf?


    Ein wenig hat mich auch die Seitenschinderei über Metcalfs Ehe oder die Spur zu dieser Sekte genervt. Wozu sollte das dienen? Gerade die Eheprobleme waren unlogisch, besonders die Auflösung der gleichen in Luft zum Schluß. Wahrscheinlich musste nur ein famliärer Hintergrund her. Da war Metcalfs Vergangenheit schon interessanter.


    Der Schluß war auch etwas merkwürdig. Das Metcalf leicht grenzwertige Anwandlungen hat, war schon klar, aber trotzdem fand ich es am Ende etwas übertrieben. Auch wenn es mal ein etwas anderes Ende für einen Kommissar war ;)
    Der Charakter Metcalf und seine Psychosen waren für mich eigentlich das Beste an dem Buch :mrgreen:


    Formal hat mich noch der etwas abgehackte Schreibstil gestört. Gerade auf den ersten Seiten dachte ich, ich müsste das Buch wieder weglegen. Die Sätze kamen im Stakkato und waren z.T. sehr kurz. Der ganze Einstieg hat mir eh nicht gefallen, man erfährt auf den ersten Seiten so gar nicht recht, wo man mit wem ist und was das soll. Ich brauchte ein paar Kapitel, bis es mich gepackt hat. Denn wie gesagt, spannend, vor allem am Anfang, ist es schon.


    Ich würde 6 von 10 Punkten geben.

    Ich bin mit wenig Erwartung an das Buch ran, wurde aber angenehm überrascht.
    Es ist ein eher ruhigerer, aber trotzdem spannender Thriller. Die angesprochene Glaubensgemeinschaft kannte ich noch garnicht und fand das ziemlich interessant.
    Zwar war ich schon ziemlich schnell auf der richtigen Fährte, was aber der Spannung keinen Abbruch tat.
    Insgesammt war ich positiv angetan. Kein schludrig heruntergerissenes Stück wie "Cupido" oder "Belladonna", sondern ein solider Thriller, mir dem man zwei-drei nette Abende auf dem Balkon verbringen kann.

    Ich hab vor einigen Jahren alles verschlungen, was ich von John Irving in die Finger bekam. "Owen Meany" hat mich am meisten berührt, ich fand es ganz wundervoll. Ich glaub, es war das erste Buch, bei dem ich am Schluß geheult hab.
    Schade, das Irving in seinen letzten Büchern nicht mehr an sein damaliges Niveau herankam :-?

    Ich hab das Buch auch vor kurzem gelesen und fand es gut. Ich bin nur irgendwie falsch an das Buch ran und es hat mich nicht wirklich gepackt, aber ich denke, das lag an mir und meiner Stimmung :rabbit:
    Es ist auf jeden Fall mal eine andere Art von Thriller, ziemlich fies, spannend, abgründig. Das Ende hat für mich gepasst.
    Leider kann man irgendwie nicht viel über das Buch sagen, ohne zuviel vorwegzunehmen, finde ich :silent:

    Ich hab "Icarus" mal bei einer Hugendubel-10€-Eimerkauf-Aktion mit eingepackt. Schön, hier eine positive Meinung dazu zu lesen. Werde es jetzt etwas hochschieben in meinem SuB :)

    Ich hab das Buch auch gerade gelesen und fand es wirklich nett und unterhaltsam :thumleft: . Genau das richtige für einen netten Leseabend (es ist ja auch nicht allzu dick).
    Lizzie Borden ist eine interessante Figur. Sie in eine fiktive Kriminalgeschichte einzubauen, fand ich eine nette Idee.

    "Der Blinde von Sevilla" hat auch ziemlich lange bei mir gesubt. Leider, wie ich sagen muss. Nach einigen enttäuschenden und unbefriedigenden Roman habe ich mit diesem Buch mal wieder etwas richtig Gutes lesen dürfen :thumleft:


    Die Geschichte ist zwar nicht nägelzerbeißend spannend, obwohl der Einstieg schon sehr interessant gemacht ist. Und ich muss sagen, das die Beschreibung von der Auffindung der ersten Leiche mir ziemlich zugesetzt hat, und ich bin wirklich nicht empfindlich. Die Spannung kommt eher langsam, je mehr man in die Geschichte eindringt.


    Mir hat vor allem gefallen, das es in diesem Thriller mal nicht so vorhersehbar zugeht. Die Geschichte um Javier Falcón entwickelt sich langsam, wir erleben, wie seine Welt nach und nach zusammenbricht und er nicht versteht, warum. Nebenbei lernen wir seinen Vater durch die Tagebucheintragungen kennen, denn in der Gegenwart ist er schon tot. Es ist eine zuerst verworren scheinende Geschichte, die sich aber nach und nach entwirrt. Ich fand es sehr fesselnd. Und auch erschreckend. Und zum Schluß ist alles anders, als man dachte, und vor allem noch viel schlimmer!
    Ein wirklich gut geschriebener, durchdachter Thriller, der mal andere Ecken der menschlichen Abgründe beleuchtet.

    So schlimm ist es tatsächlich nicht bei mir, powerdream. Wahrscheinlich klingt das für euch Kopfkinogucker schlimmer, als ich es empfinde.
    Es ist wohl so, wie wenn man z.B. einen Sinn einbüßt und dann lernt, die anderen verstärkt zu benutzen. Irgendwie entsteht die Geschichte in dem Buch ja trotzdem in meinem Kopf :D

    Hallo fân,
    visuelle Übung, das klingt schwierig für mich :shock:
    Ich kann mir schon Dinge vorstellen. Wenn ich an einen Baum denke, sehe ich auch einen Baum, z.B. Aber das klappt halt nicht als Film.


    Ich dachte auch immer, das wäre normal, bis ich anfing, mich mit anderen auszutauschen und ich dann hörte, wie z.B. sich jemand ganz genau Auenland im Herr der Ringe ausgemalt hat und das wohl auch so vor Augen sah. Das kann ich halt nicht.
    Ich sehe auch keinen Film vor Augen, wenn z.B. etwas in meiner Heimatstadt spielen würde, die ich gut kenne. Ich stelle mir das vor, aber es "läuft" nicht :scratch:
    Anders kann ich es nicht erklären, fürchte ich.
    Aber ich lebe schon ziemlich lange damit, und lese trotzdem sehr gerne viele Bücher :)

    Habt ihr es gut, denn mein Kopfkino funktioniert nicht sehr gut :(
    Ich habe eine sehr schlechte visuelle Vorstellungskraft. Ich versuche zwar immer, mir etwas vorzustellen, gebe den Personen Gesichter usw., aber das klappt nur beschränkt, ich sehe keinen Film ablaufen. Und wenn ich mir seltsame Gebäude, Verwinklungen oder auch Gegenstände, die ich nicht kenne, vorstellen soll, bin ich schnell aufgeschmissen. Ich kann das einfach nicht. Selbst bei Orten, die ich kenne, sehe ich es nicht wirklich vor mir. Es ist immer alles so verschwommen :-?


    Ich bin deswegen immer froh über verfilmte Bücher, die ich kenne. Ich bin einfach aus visuellen Gründen dankbar, wenn mir jemand zeigt, wie es aussehen könnte. Und ich bin deswegen auch selten wegen Umsetzungen enttäuscht, im Gegenteil, ich bin froh, die Geschichte mal zu "sehen".

    Ich hab bei diesem Buch eine Hemmschwelle, da es auf Tatsachen beruht.
    Bei anderen deftigen Thrillern kann ich immer alles auf die Phantasie des Autors schieben, hier nicht. Mir reicht, was ich über den realen Fall gelesen hab, irgendwie ist mir das dann zu viel :-?

    Mein Mai war ziemlich durchwachsen. Irgendwie waren alle Bücher, die ich zur Hand nahm, nur mau.



    Kein Sterbenswort vonHarlan Coben ***
    Canossa von Frederik Berger **
    Das Jesusfragment von Hernry Loewenbruck **
    Mission Arktis von James Rollins ***
    Die Königin von Jerusalem von Eve Rudschies *
    Der Kreuzritter von Stephen J. Rivelle ****
    Bruderherz von Blake Crouch ***
    Die dreizehnte Dame von José Carlos Somoza ***


    als nächstes nehm ich mir "Die Geduld der Spinne" von Jonathan Nasav vor, aber meine Erwartungen sind auch da nicht allzu hoch.

    Ich glaube, mit mir stimmt was nicht.


    Ich hab mir das Buch auf Grund der überschwenglichen Kritiken gekauft. Bei www.romanforum.de wurde er ja sogar als bester historischer Roman gewählt. Aber ich bin jetzt auf Seite 200 und ich kann die Begeisterung überhaupt nicht nachvollziehen.
    Ich finde es sterbenslangweilig! Melisendis ist als Kind völlig überzeichnet darstellt. Selbst für die damalige Zeit, als man viel früher "erwachsen" wurde.


    Auch am Schreibstil hab ich zu mäkeln. Ich finde ihn unterkühlt und distanziert. Die Geschichte zieht mich einfach nicht in ihren Bann. Und die Liebesszene eben hat mir fast den Rest gegeben. Selten hab etwas derartig schwülstiges gelesen.
    Es fällt mir echt schwer, mich auf die Geschichte zu konzentrieren. Ich fürchte fast, ich gebe auf :x


    Leider ist es in letzter Zeit häufiger vorgekommen, das ich mich voller Freude auf hochgelobte Bücher stürze ("Die Waldgräfin", "Canossa", um nur zwei zu nennen), nur um festzustellen, das sie mir nicht gefallen.
    Was ist bloß los mit mir? :(

    Also ich hab das Buch jetzt zur Hälfte durch, aber ich muss sagen, ich quäle mich arg.
    Es fesselt mich einfach nicht. Das Geschehen plätschert unspektakulär dahin, es gibt keine Höhen und keine Tiefen. Manchmal ist es mir auch zu pathetisch und schwülstig. Vor allem, wenn der Autor aus der jeweiligen Sicht einer Person schreibt.
    Heinrich hat mir auch zu wenig Kontur. Ebenso Mathilde, die einfach undurchsichtig bleibt.
    Schade, denn diese Zeit ist ein spannendes Kapitel in der europäischen Geschichte. Aber der Roman bringt das für mich nicht wirklich rüber.