Bücherwichteln im BücherTreff

Beiträge von Blackfairy71

    Detective Robert Hunter und sein Kollege Carlos Garcia werden zum Tatort eines Mordes gerufen, der selbst sie nicht ganz kalt lässt. Dabei sind die beiden solche Schauplätze gewohnt, denn sie arbeiten in der sogenannten Ultra-Violet-Abteilung des Los Angeles Police Departements und sind damit für besonders brutale Mordfälle zuständig. In diesem Fall wurde dem Model Linda Parker die Haut abgezogen, bis auf ein Stück am Rücken, wo der Täter eine kryptische Botschaft hinterlassen hat.
    Als Hunter und Garcia gerade dabei sind, mehr über die Hintergründe dieses Falls zu recherchieren, bekommen sie Besuch vom FBI und erfahren, dass es in anderen Bundesstaaten ähnliche Fälle gegeben hat und man vermutet, es ist derselbe Täter. Auch wenn Hunter und Garcia nicht begeistert sind, erklären sie sich mit einer Zusammenarbeit mit dem FBI einverstanden, denn oberste Priorität hat, dass weitere Morde verhindert werden.

    "Blutrausch" ist der neunte Fall für Robert Hunter und Carlos Garcia. Und wie immer hat mich das Buch von Anfang bis Ende gefesselt. Chris Carter gelingt es gleich von Beginn an, Spannung aufzubauen und hält diese dann auch bis zum Schluss. Dazu tragen auch die Cliffhanger in vielen Kapiteln bei. In erste Linie wird wie immer aus Sicht von Robert Hunter erzählt, aber zwischendurch gibt es auch Abschnitte aus der Perspektive des Täters oder der Opfer.
    Der Schreibstil ist wie immer sehr lebendig und lässt Bilder im Kopf erstehen, wie meistens bei diesem Autor hatte ich das Gefühl, einen Film zu schauen.
    Wer die Reihe bisher komplett gelesen hat, trifft auf einen alten Bekannten, nämlich den Leiter der Abteilung für Verhaltensforschung des FBI: Adrian Kennedy. Wir kennen ihn aus "Die stille Bestie" und hier war die Zusammenarbeit mit der Polizei von Los Angeles seine Idee, denn er hofft, mit Hunters Hilfe, den Täter schneller zu finden.

    Die Geschichte wird zwar zwischendurch durch Garcias Sprüche immer mal wieder ein wenig aufgelockert, trotzdem herrscht eine düstere Grundstimmung, wie man sie von Carter gewohnt ist. Und wie es bei Thrillern ja auch sein sollte. Wirklich blutrünstig ist dieser Teil aber nur zu Beginn, da war man als Leser der Reihe schon anderes gewohnt. Deswegen passt der deutsche Titel "Blutrausch" aber auch nicht so richtig zum Buch, hier wäre der Originaltitel "Galerie der Toten" passender gewesen.

    Fazit: Ein weiterer spannender Teil der Thrillerreihe, den ich kaum aus der Hand legen konnte. Der Cliffhanger am Ende ist allerdings besonders fies, weil man nun sicher wieder ein Jahr warten muss.


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    Ostpreußen, 1914. In Insterburg nahe Königsberg steht der Gutshof Lulinn, welcher seit Jahrhunderten im Besitz der Familie Degnelly ist. Hier scheint die Welt noch in Ordnung, während es im Rest Europas bereits zu brodeln beginnt.

    Im Mittelpunkt der Geschichte steht die jüngste Tochter der Familie, Felicia. Kurz vor Kriegsbeginn ist sie achtzehn Jahre alt, schaut zuversichtlich in ihre Zukunft und träumt von einem sorglosen und aufregenden Leben. Im Laufe der Jahre des ersten Weltkrieges zerplatzen die meisten dieser Träume und die ihr vertraute Weltordnung ändert sich dramatisch. Aber obwohl sie Verluste hinnehmen muss, hört sie nicht auf, das Leben zu lieben, ebenso das Risiko und nicht zuletzt zwei unterschiedliche Männer. Trotz aller Widrigkeiten steigt sie in den Wirren des Krieges zu einer erfolgreichen Geschäftsfrau auf. Sie spielt hoch und fällt tief, aber lässt sich nie entmutigen. Ihr Ziel: das Familiengut Lulinn für die späteren Generationen zu erhalten.

    „Sturmzeit“ ist der erste Teil von Charlotte Links Ostpreußen-Trilogie. Hier wird die Familiengeschichte der Degnellys in den Jahren 1914 bis 1930 erzählt. Neben Felicia lernen wir auch noch andere Familienmitglieder kennen, ihre Großmutter, ihre Mutter, ihre Tante und ihre Brüder. Vor dem Hintergrund des ersten Weltkrieges und seinen Folgen erlebt man die Schicksale vieler Personen, man hofft, leidet und liebt mit ihnen. Eingewoben in den Verlauf des Krieges und der Zusammenhänge der Ereignisse z. B. auch in Russland, lernt man zusätzlich noch etwas über diese Jahre.

    Auch wenn ich den Anfang ein wenig zäh fand, bin ich froh, dass ich dran geblieben bin, denn nach und nach entwickelt die Geschichte eine regelrechte Sogwirkung und der hervorragende Schreibstil der Autorin tut sein Übriges. Sie lässt die damalige Zeit lebendig werden. Zunächst die Euphorie zu Kriegsbeginn, dann die Ernüchterung und schließlich der Zusammenbruch und die Trauer. Auch das Grauen und die Verzweiflung auf den Schlachtfeldern und in den Schützengräben ist greifbar und man stellt sich die gleich Frage wie die Soldaten: „Warum das Ganze?“
    In erster Linie steht natürlich das Schicksal der Degnellys im Vordergrund, aber immer wieder wird Bezug genommen zu den politischen Ereignissen und wie sich diese auf Felicia und ihre Familie auswirken. Dadurch wirkt das Ganze noch authentischer.

    Mit Felicia hatte ich zwischendurch so meine Probleme und sie war mir nicht immer sympathisch, manche ihrer Entscheidungen konnte ich nicht wirklich gutheißen. Aber gerade dadurch wirkt diese Figur auch realistischer, denn wer ist schon immer perfekt?
    Gleiches gilt eigentlich auch für Maksim, obwohl ich seine Beweggründe aufgrund seiner Herkunft schon eher nachvollziehen konnte.
    Laetitia, Elsa und Johannes mochte ich dagegen gleich, ebenso Alex und Kat.
    Auf jeden Fall hat jeder Charakter seine Ecken und Kanten und es gibt nicht nur schwarz und weiß. Um in der damaligen Zeit nicht unterzugehen, musste eine Frau „ihren Mann stehen“, stark sein für die Familie, gerade weil so viele Männer nicht aus dem Krieg heimkehrten.

    Fazit: Auftakt zu einer spannenden und großartig erzählten Familiensaga über eine bedeutsame Zeit deutscher Geschichte, die nicht nur gut unterhält, sondern auch nachdenklich macht.


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    Inhalt:

    Daringham Hall ist ein altes Herrenhaus in Norfolk im malerischen East Anglia. Seit Generationen ist es im Besitz der Familie Camden. Die Tierärztin Kate ist der Familie freundschaftlich verbunden und geht seit ihrer Kindheit dort ein und aus. Bei einem Gewittersturm begegnet sie dem Amerikaner Ben vor ihrem Haus und weil sie ihn für einen Einbrecher hält, schlägt sie ihn nieder. Dadurch verliert er sein Gedächtnis und aufgrund ihres schlechten Gewissens und weil er nicht weiß, wohin, nimmt sie ihn bei sich auf. Kate verliebt sich ihn ihn, nichtsahnend, dass er der eigentliche Erbe von Daringham Hall ist und sich an der Familie Camden rächen will, weil sie seine Mutter damals so schlecht behandelt haben. Als sein Geschäftspartner auftaucht, erinnert Ben sich wieder an alles. Und die Familienverhältnisse der Camdens geraten genauso durcheinander wie Kates Gefühlswelt.

    Meine Meinung:
    "Das Erbe" ist der erste Teil der Daringham-Hall-Trilogie von Kathryn Taylor. Nachdem mir im letzten Jahr "Wildblumensommer" gut gefallen hat, dachte ich mir, ich versuche es mal hiermit. Und ich habe es nicht bereut. Alleine das Setting im schönen Südosten von England hat mich schon gereizt und bei dem alten Herrenhaus musste ich natürlich an Downton Abbey denken.

    Kathryn Taylor gelingt es auch hier, emotionale Momente zu schaffen, ohne dabei kitschig zu werden. Und auch wenn das Cover auf einen Liebesroman schließen lässt, würde ich das Ganze eher als Familiengeschichte bezeichnen, denn es geht nicht nur um Ben und Kate. Es geht auch um Traditionen, Loyalität und Familienehre.

    Die Autorin entführt den Leser in eine andere Welt und man wird gut unterhalten. Im Großen und Ganzen ist natürlich klar, wie sich alles entwickeln wird und große Überraschungen gibt es nicht. Aber das finde ich auch nicht schlimm, es ist eine schöne Geschichte zum "Weglesen".

    Jeder Charakter wird lebendig beschrieben, auch bis in die kleineren Rollen wie z. B. Butler oder Köchin.

    Am Ende sind ein paar Fragen offen, aber das ist bei einer Trilogie ja zu erwarten. Ich werde auf jeden Fall Band 2 und 3 auch noch lesen.


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    Die Prignitz in den letzten Monaten des Zweiten Weltkrieges. Nachdem ihr Mann und ihre Schwiegermutter denunziert und von den Nazis verhaftet wurden, muss Frederike das große Gut Mansfeld alleine bewirtschaften und sich um ihre drei Kinder kümmern. Schlimmer als die Arbeit ist die Ungewissheit, da sie nichts von Gebhard hört. Schließlich macht sie sich auf den Weg nach Potsdam, um ihn zu besuchen und sieht dort zum ersten Mal die Auswirkungen des Krieges völlig zerstörten Berlin. Ihr wird klar, dass sie "auf dem Land" bisher noch recht glimpflich davongekommen sind. Trotzdem ist da immer die Bedrohung durch die Russen, denn die sowjetischen Truppen stehen quasi schon vor der Tür und der Krieg ist so gut wie vorbei. Viele Gutsbesitzer sind bereits geflohen, auch Frederikes Eltern haben ihr Gut Fennhusen in Ostpreußen verlassen. Freddy will allerdings nicht ohne ihren Mann gehen. Als Gebhard schließlich nach Hause kommt, weigert er sich, das Land seiner Väter einfach im Stich zu lassen. Leider wird aber schnell klar, dass sich nach Kriegsende das Regime zwar geändert hat, die Methoden aber kaum. Die russischen Besatzer nehmen Freddys Mann unter einem fadenscheinigen Vorwand fest und wieder steht sie alleine mit allem da. Schließlich muss sie selbst mit ihren Kindern fliehen, ihre Heimat verlassen und ganz neu anfangen. Aber wie soll das gehen ohne ihren Mann? Lebt er überhaupt noch? Mit Hilfe ihrer Familie versucht sie stark zu sein, aber die Ungewissheit ist zermürbend.


    Wie auch schon in den Bänden vorher ist Frederike, Freddy, die Hauptperson. Inzwischen ist sie eine erfahrene Gutsfrau, die zwar ihre "Leute" hat, wie die Angestellten auf dem Gut genannt werden, aber sich auch nicht vor harter Arbeit scheut.
    Die letzten Monate des Krieges sind hart, aber irgendwie gelingt es Freddy immer, das Beste daraus zu machen und Lösungen zu finden. Selbst die französischen und russischen Kriegsgefangenen, die man ihnen von der Wehrmacht auf den Hof bringt, fühlen sich am Ende wohl und helfen freiwillig auf dem Gut.

    "Die Zeit der Kraniche" ist der dritte und damit auch letzte Teil der Ostpreußen-Trilogie von Ulrike Renk. Und es war für mich zugleich das emotionalste und bedrückendste Buch der Reihe. Was aber auch klar ist, denn man kann über diese dunkle Zeit in Deutschland schließlich kein fröhliches, unbeschwertes Buch schreiben. Das wäre auch nicht richtig, denn es ist wichtig, dass über diese Jahre ehrlich erzählt wird. Und ich finde, das ist der Autorin sehr gut gelungen.

    Alles ist sehr authentisch beschrieben, die ständige Angst vor den Besatzern, der Wunsch, dass die Amerikaner vor den Russen da sein mögen. Überhaupt die Hoffnung, dass dieser unsinnige Krieg bald vorbei ist. Und die Unsicherheit, wie es danach weitergehen soll. Die Nazis sind zwar nicht mehr an der Macht, aber in Ostpreußen hat sich mit den russischen Besatzern nicht wirklich viel geändert. Mit der Zeit wird klar, dass Stalin nicht besser ist als Hitler und am liebsten ganz Deutschland zur Strafe unter russische Herrschaft stellen will.

    Natürlich gibt es auch ein paar schöne Momente und wie immer fand ich die Dialoge mit den Leuten amüsant, z. B mit der Köchin Lore.

    Nachdem ich das Buch gestern beendet hatte, musste ich das Gelesene erst einmal sacken lassen, denn wie schon gesagt, ist es keine leichte Kost. Ulrike Renk betont im Nachwort zwar, dass es sich um einen Roman und damit um Fiktion handelt, aber die historischen Ereignisse sind dies leider nicht.

    Ich gebe eine absolute Leseempfehlung für diesen wunderbar geschriebenen Roman, ebenso wie für die ersten beiden Teile "Das Lied der Störche" und "Die Jahre der Schwalben".


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    Zum Inhalt:
    Bereits im letzten Band sah es so aus, als ob Meistervampir Ethan Sullivan eine Nachricht eines alten Bekannten aus seiner Vergangenheit erhalten hat. Balthazar, sein Erschaffer und jahrelanger Begleiter scheint doch nicht tot zu sein und ist jetzt auf dem Weg nach Chicago. Ethan ist überzeugt, dass er nicht nur alte Erinnerungen auffrischen will und versetzt sein Haus in Alarmbereitschaft. Es dauert auch nicht lange, bis es zum ersten Zusammenstoß kommt und besonders Merit muss erkennen, dass sie den Kräften des uralten Vampirs nicht wirklich gewachsen ist.
    Aber als Hüterin des Hauses Cadogan hat sie ihre Verpflichtungen. Als Merits Vater sie und Ethan bittet, bei einem Wohltätigkeitsball bei einem der größten Finanzmoguls Chicagos zu erscheinen, können sie dort gerade noch den Mord an einem Gast verhindern. Und wie es aussieht, ist das Haus Navarre, das älteste der drei Vampirhäuser Chicagos in die Sache verwickelt. Bei einem Gespräch mit Morgan, dem Meister des Hauses, kommt Unglaubliches ans Licht...

    Meine Meinung:
    "Höllenbisse" ist bereits der 11. Band der Urban-Fantasy-Reihe, deswegen ist es schwierig, eine Rezi zu schreiben, ohne irgendetwas über die vorangegangene Handlung zu verraten. Das als kleine Warnung vorab.
    Auch dieser Teil hat mir wieder richtig gut gefallen. Das "Wiedersehen" mit Merit, Ethan, Mallory, Catcher und allen anderen ist jedesmal fast wie ein Treffen mit alten Freunden.
    Der Schreibstil gefällt mir sehr gut, er ist lebendig und durch die Ich-Form erfährt man immer alles direkt aus Merits Sicht. Sehr oft musste ich schmunzeln beim verbalen Schlagabtausch zwischen Merit und Ethan oder auch bei Szenen mit den Mitgliedern der Wache oder Mallory und Catcher.
    Ich war von Beginn an direkt in der Geschichte und die Spannung zog sich bis zum Ende durch, es gab Überraschungen und Wendungen in der Handlung und zwischendurch sowie am Ende auch einige emotionale Momente.
    Merit ist noch mal an ihren Aufgabe als Hüterin des Hauses gewachsen und nimmt ihre Pflicht, das Haus Cadogan, ihren Meister und damit auch ihren Gefährten Ethan zu beschützen, sehr ernst. Und nach wie vor treibt sie Ethan mit ihre großen Klappe oft zur Weißglut.
    Ethan Sullivan ist ein wahrer Vampirmeister und Beschützer seines Hauses und der dort lebenden Vampire. Das wird hier wieder besonders deutlich im Vergleich zu anderen Vampirhäusern. Und auch seine Beziehung mit Merit ist ihm sehr ernst, das zeigt seine Wut und Hilflosigkeit nach Balthazars Übergriff.
    Mallory, Merits beste Freundin scheint sich auch endlich gefangen zu haben, was mich sehr freut, denn ich mochte sie von Anfang an.

    Wie es scheint, ist mit Band 13 wohl Schluss mit den "Chicagoland Vampires", was ich eigentlich schade finde. Also habe ich noch zwei Teile vor mir, auf die ich mich schon freue.

    Wer Merit & Co. nun auch kennenlernen möchte, dem empfehle ich, die Reihe chronologisch mit Band 1 zu starten, da man sonst zu viel verpasst und einem einige Dinge wohl nicht so klar sein werden. Außerdem macht es einfach Spaß, die Weiterentwicklung der Figuren mitzuerleben.


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    Kat Donovan ist Detective bei der New Yorker Polizei. Seit ihr Verlobter sie vor 18 Jahren verlassen hat, ist sie überzeugter Single und als ihre Freundin sie bei einer Online-Partnerseite anmeldet, ist sie wenig begeistert. Als sie aus Langeweile und Neugier schließlich doch auf der Seite surft, ist sie fassungslos: Eines ihr von der Seite vorgeschlagene Profil entspricht zu hundert Prozent Jeff, ihrem ehemaligen Verlobten. Während Kat noch zögert, ob sie ihn kontaktieren soll, bekommt sie einen neuen Fall auf den Tisch: der Teenager Brandon Phelps meldet seine Mutter als vermisst. Zunächst nimmt Kat seine Sorgen nicht sehr ernst, denn Dana Phelps hat anscheinend jemanden kennengelernt, mit dem sie verreist ist. Aber Brandon, dessen Vater vor drei Jahren verstorben ist, ist sicher, dass da etwas nicht stimmt und als er Kat ein Foto des Mannes zeigt, mit dem seine Mutter weggefahren ist, holt die ganze schmerzhafte Vergangenheit sie wieder ein, denn es ist ihr Ex-Verlobter Jeff. Als Kat daraufhin Nachforschungen anstellt, trifft sie auf immer mehr Ungereimtheiten im Verschwinden Dana Phelps'. Hat Jeff etwas damit zu tun?

    Gleichzeitig beschäftigt sie noch ein anderer ungeklärter Fall: der Tod ihres Vaters. Henry Donovan, der ebenfalls Polizist war, wurde vor achtzehn Jahren im Dienst erschossen. Ein Verdächtiger mit Verbindungen zur Mafia, hatte damals den Mord gestanden, aber Kat hat ihm nie wirklich geglaubt. Nun gibt es anscheinend eine neue Spur.

    "Ich vermisse dich" ist mein erstes Buch von Harlan Coben und ganz sicher nicht das letzte, das ich von ihm lesen werde. Auch wenn der Titel mehr nach einem Liebesroman klingt, ist das Buch ein fesselnd geschriebener Thriller, spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Außerdem gibt es auch witzige und emotionale Momente.
    Cobens Schreibstil hat mir gut gefallen, flüssig und lebendig erzählt er Kats Geschichte in der dritten Person, überwiegend aus ihrer Sicht, aber auch aus der des Täters und einiger Opfer. Interessant ist, dass so der Leser zunächst mehr über die Hintergründe und Motive des Täters weiß als Kat.
    Es gibt immer wieder Wendungen und Überraschungen sowie Wechsel in der Erzählperspektive am Ende eines Kapitels. Auch dadurch bleibt die Spannung erhalten und zum Schluss konnte ich das Buch kaum weg legen.

    Zu den Charakteren kann ich sagen, dass sie sehr facettenreich sind, denn auch "die Bösen" sind nicht einfach nur schwarz oder weiß. Und Kat mochte ich gleich. Sie hat schon einige Verluste erlebt in ihrem Leben, lässt sich davon aber nicht unterkriegen und ist eine Kämpferin.

    Thriller- und Krimifans kann ich "Ich vermisse dich" auf jeden Fall empfehlen. Der Titel bezieht sich übrigens auf den Song von John Waite aus den Achtziger Jahren: Missing you.

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    Ich werde mein gestern begonnenes Buch diesen Monat auch nicht mehr schaffen, deswegen hier meine Mai-Liste:


    1. Sabrina Qunaj: Das Blut der Rebellin :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    2. Cecila Laura: Schwestern für einen Sommer :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    3. Corina Bomann: Die Frauen vom Löwenhof - Agnetas Erbe :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    4. Harlan Coben: Ich vermisse dich :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    Schweden im Jahr 1913. Agneta ist Mitte Zwanzig und studiert in Stockholm an der Kunstakademie. Sie hat ihr Zuhause, das Gut Löwenhof in der Nähe von Kristianstad, vor einiger Zeit verlassen, um auf eigenen Beinen zu stehen und ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Nebenbei engagiert sie sich für die Rechte der Frauen und hat eine Beziehung mit dem angehenden Anwalt Michael.
    Dann erhält sie ein Telegramm ihrer Mutter, die sie bittet nach Hause zu kommen, da ihr Vater und ihr Bruder einen Unfall hatten. Agneta reist Hals über Kopf zum Löwenhof, wo ihre Mutter ihr einen kühlen Empfang bereitet. Das ändert sich auch nicht, als Agneta plötzlich als Erbin den Löwenhof übernehmen soll. Und sie fragt sich, ob sie wirklich bereit ist, ihr Leben in Stockholm aufzugeben. Und was ist mit ihrer Zukunft mit Michael? Wie steht er zu einem Leben als Ehemann einer Gutsbesitzerin?
    Aber der Löwenhof ist ihre Heimat und seit Generationen in ihrer Familie und schließlich kann es für Agneta nur eine Entscheidung geben. Und vielleicht ist das auch eine Chance, das Gut in eine neue Zukunft zu lenken.

    "Agnetas Erbe" ist der Auftakt zu Corina Bomanns neuer Familiensaga "Die Frauen vom Löwenhof" und ich habe das Buch über Vorablesen bekommen. Mir hat die Leseprobe schon sehr gut gefallen und nun kann ich sagen, das gesamte Buch hält, was die Probe versprochen hat. Der Schreibstil ist von Anfang an lebendig und die Autorin lässt mit Leichtigkeit Bilder vor dem geistigen Auge des Lesers entstehen: das Gutshaus, das Leben mit den Bediensteten, die Pferde auf den Weiden, Mittsommerfeste in Schweden. Ich war immer an Agnetas Seite und erlebte ihr Schicksal praktisch hautnah mit. Es geht um Traditionen, Konventionen und Verpflichtungen, aber auch um Mut, Liebe und den Kampf einer jungen Frau in einer Zeit, als Männer das Sagen hatten. Immer wieder wird klar, wie schwer es Frauen damals hatten, auch in Adelskreisen. Es gibt emotionale, aber auch witzige Momente.
    Gleichzeitig wird der geschichtliche Hintergrund der damaligen Zeit (Stichwort Erster Weltkrieg) gut in die Handlung eingebaut und dadurch wirkt das Ganze noch authentischer.

    Agneta war mir von Anfang an sympathisch. Obwohl sie sich an viele Regeln und Konventionen halten muss, versucht sie immer wieder, für ihr Recht auf Selbstbestimmung zu kämpfen und auch den Löwenhof in eine neue Zukunft zu führen. Und trotz einiger Schicksalsschläge gibt sie nicht auf.
    Bei Stella war ich hin und her gerissen. Ihr Verhalten am Anfang fand ich unfassbar, aber mit der Zeit war ich sicher, dass sie ihre Tochter liebt und stolz auf sie ist.
    Bei Max war ich von Anfang an überzeugt, dass da irgendwas nicht stimmt.
    Im Gegensatz zu Lennard, der mir zwischendurch manchmal richtig leid tat.

    Alles in allem kann ich diesen ersten Teil der Trilogie um eine schwedische Adelsfamilie uneingeschränkt empfehlen.

    Ich freue mich nun auf den Teil 2 "Mathildas Geheimnis" (erscheint im September), denn nach Teil 1 weiß ich ja nun schon, wer Mathilda ist. ;-)


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    Ich habe nur zwei Bücher komplett geschafft, da ich die meiste Zeit des Monats mit dem Lesen von "Das Blut der Rebellin" verbracht habe. Das habe ich aber erst gestern beendet, zählt also nicht im April. :wink:


    Geschafft habe ich:


    "Ostseerache" von Eva Almstädt :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    "Chicagoland Vampires - Auf den letzten Biss" von Chloe Neill :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    Klappentext:
    Jeder Friedhof hat eine Geschichte, und jedes Grab birgt ein Geheimnis. Charleston, South Carolina: Für die 28-jährige Amelia Gray sind die Toten ein wichtiger Teil ihres Lebens. Die studierte Archäologin und Friedhofsrestauratorin hat eine besondere Gabe: Sie kann Geister sehen. Diese Fähigkeit führt sie zu einem abgelegenen Friedhof, auf dem vor einem halben Jahrhundert die Opfer eines Massensuizids begraben wurden. Die Gräber sind mit merkwürdigen Zeichen versehen, und die junge Frau ist die Einzige, die das Rätsel dieses unheimlichen Ortes lösen kann. Doch Amelia muss sich auch ihren eigenen Geistern stellen, und ihr Kontakt zur Zwischenwelt bringt sie und ihren Geliebten John Devlin in große Gefahr ...


    Meine Meinung:
    Fast drei Jahre musste ich auf die Fortsetzung der Graveyard-Reihe warten und ich war sehr froh, dass "Totenrache" endlich auch bei uns veröffentlicht wurde und sogar als Taschenbuch. Das Warten hat sich auf jeden Fall gelohnt, denn auch dieser vierte Teil, in der die Friedhofsrestauratorin Amelia im Mittelpunkt steht, hat mir wieder sehr gut gefallen. Amelia ist inzwischen seit einiger Zeit mit Devlin zusammen, hat aber das Gefühl, dass ihre Beziehung sich verändert hat. Genau wie sie selbst, denn ihre Gabe beschränkt sich nicht mehr allein darauf, Totengeister zu sehen. Sie hat Visionen und Vorahnungen und ihr Mentor und Freund Dr. Shaw erklärt ihr, dass sie möglicherweise eine ganz andere Aufgabe in dieser Welt hat, als bisher angenommen.


    "Nimm nichts mit. Lass nichts zurück." Das ist eine der Grundregeln auf einem Friedhof, die Amelias Vater ihr bereits früh beigebracht hat. Hat sie als Kind dagegen verstoßen und damals so bereits den Weg für sich bestimmt? Durch den Kontakt mit den Besitzern des alten Kroll-Friedhofes kommt sie auch ihrer Vergangenheit wieder ein Stück näher, was sie aber auch immer mehr in Gefahr bringt. Denn etwas ist hinter ihr her und es ist nicht nur ein Totengeist, der zurück will in die Welt der Lebenden.
    Wie schon in den anderen Büchern ist auch hier der Schreibstil der Autorin sehr bildhaft und anschaulich. Besonders die Szenen auf den Friedhöfen und Amelias Begegnungen mit den Geistern sind so lebendig geschrieben, dass man meint, man wäre dabei.
    Die ganze Geschichte ist spannend erzählt, mit unheimlichen und emotionalen Momenten. Das Ende lässt auf eine interessante Fortsetzung hoffen, denn es bleiben wieder einige Fragen offen.


    Für mich ist die Graveyard Queen Reihe eine der interessantesten Entdeckungen der letzten Jahre, da mich das Thema Friedhöfe und Geister schon immer faszinierte. Und ich hoffe, dass auch die anderen beiden Teile noch bei uns veröffentlicht werden.


    Ich würde übrigens empfehlen, vor "Totenrache" die anderen Teile zu lesen, da einem sonst ein gewisses Hintergrundwissen fehlt.


    Eine Sache hat mir allerdings das Lesevergnügen ein wenig getrübt: Es waren wirklich sehr viele Rechtschreibfehler im Taschenbuch. Ob das im E-Book auch so ist, kann ich nicht sagen.
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    Die Glaskünstlerin Caron erhält überraschend Post von einem Anwalt in Wales: Sie hat das Cottage Tregaron House auf der Halbinsel Llyn geerbt. Caron hat selbst einmal in Wales gelebt, war aber noch zu klein, um sich zu erinnern. Sie weiß nur, dass irgendetwas Schlimmes passiert sein muss, denn ihre Mutter weigert sich, über die Vergangenheit zu reden.
    Als sie in dem Haus das Gemälde einer Frau findet, die ihr zum Verwechseln ähnlich sieht, stellt sie Nachforschungen an und hofft, endlich mehr über ihre Kindheit zu erfahren. Die Spur führt zurück bis ins 19. Jahrhundert und dort scheint der Schlüssel zu ihrer eigenen Vergangenheit zu liegen.


    "Die Klippen von Tregaron" ist der fünfte Teil der Wales-Reihe von Constanze Wilken. Man kann die Bücher aber auch problemlos einzeln lesen. Hier kommen zwar auch Personen aus dem Vorgänger "Das Erbe von Carreg Cottage" vor, das hat aber keinen Einfluss auf die Handlung und man muss auch keine Vorkenntnisse haben. Ich habe das vorher auch nicht gewusst.


    Die Handlung selbst wird auf zwei Zeitebenen erzählt, zum einen in der Gegenwart aus Sicht von Caron und dann gibt es das Tagebuch des Malers Lloyd Pierce, begonnen im Jahr 1885. Nach und nach werden die einzelnen Handlungsfäden zusammengeführt und ergeben schließlich ein stimmiges Ende. So kennt man es ja auch von den Büchern der Autorin. Und wie auch sonst spürt man in den Landschaftsbeschreibungen ihre Verbundenheit zu Wales. Das Meer, die Klippen, die Farben, die ursprüngliche, wilde Natur, die typischen Häuser und die Menschen...all das wird lebendig vor den Augen des Lesers.
    Ich mochte Caron und konnte sehr gut nachvollziehen, dass sie endlich wissen möchte, was damals passiert ist.
    Auch der Maler Lloyd Pierce war mir gleich sympathisch und sein Schicksal tat mir sehr leid.


    Das Buch ist ein gelungener Mix aus Spannungsroman und Familiengeschichte mit einem fesselnden und lebendigen Erzählstil, Emotionen und auch Humor.


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