Beiträge von beedaddy

    An der Schriftwahl kann es nicht liegen, denn manchmal lesen wir die Originalschrift, manchmal nicht; eher ein Magnetproblem - aber nicht das von den Hüllen, da wir da auch unterschiedliche haben und hatten, sondern ein Magnetschliessproblem der Tolinos.

    Passiert es vielleicht (nur) bei ausgeliehenen Büchern (Onleihe)? Und vielleicht dann, wenn ihr direkt auf dem Tolino (sprich, mit dem neuen Kopierschutzverfahren) ausleiht? Dann würde nämlich eine andere Software das eBook darstellen und damit hab ich noch wenig Erfahrung...

    Leider nicht, ganz oft öffnet der Tolino an anderen Seiten

    Das ist so, das passiert mir auch ganz oft. Gerade heute wieder. Ich wollte ein Buch anfangen zu lesen, war auf der ersten Leseseite, wurde dann aber gestört und klappte deshalb den Tolino zu. Abends begann ich mit Lesen und nach 2 Seiten sah ich zufällig auf die Seitenzahl: 95. Ausnahmsweise hätte das als Anfang eines Buches auch super gepasst - aber im Normalfall springt er irgendwohin, und nur äusserst selten auf einen Kapitelbeginn.

    Wir haben zwei Tolino Vision 3 HD und den 4 HD - bei allen dasselbe Problem; ich habe es hier im Thread auch schon öfters erwähnt, dass ich u.a. deshalb kein Fan von Tolinos bin. Besonders unterwegs merke ich mir deswegen die Seitenzahl meistens auch so wie du.

    Interessant. Ich hatte schon einige Tolinos, aber das Problem ist mir gänzlich unbekannt. Mein Frau hat einen VIsion 4HD und ich einen Vision 5. Uns ist das beiden noch nie passiert. Wir können immer genau da weiterlesen wo wir aufgehört haben. Immer.

    Am ehesten würde ich an ein Problem mit der Hülle denken. Habt ihr die gleiche und welche ist das? Vielleicht kommen wir dem Problem ja auf die Spur. Und interessehalber: Welche Firmware-Version habt ihr installiert?

    Zitat von Klappentext (Quelle: Verlag)

    Stürme, Schiffbruch, Kannibalen: die abenteuerliche Geschichte eines Weltumseglers, die niemand so erzählen kann wie Raoul Schrott


    Was für ein Abenteuer! Der Hannes aus Aachen kam als erster einmal ganz um die Welt. Vor 500 Jahren brach er mit Magellans Flotte zu den Gewürzinseln auf. Und damit ins völlig Ungewisse. Meutereien. Schiffbrüche. Kämpfe, Menschenfresserei – nur um an Nelken zu kommen. Am Ende kehrte bloß ein einziges Schiff zurück. Nur 18 Seeleute überlebten, unter ihnen „Juan Aleman“. Dass er noch ein zweites und sogar drittes Mal zur Weltumsegelung aufbrach, ist alles, was man von ihm weiß. Raoul Schrott ist dieser Nebenfigur der Weltgeschichte hinterhergereist: Schwelgerisch und voll geradezu fühlbarer Details schenkt er seinem Simplicissimus auf hoher See ein ganzes Leben.


    Sprache und Erzählweise

    Das Ungewöhnliche und gleichzeitig auch Interessante an diesem Buch sind wohl die Sprache und die Erzählweise. Die Sprache ist konsequent altertümlich gehalten. Das ist zu Beginn sehr reizvoll und hilft dabei, sich in die Zeit hineinzufühlen. Leider ist diese Sprache auch sehr "verschwurbelt" und dadurch, ebenso wie durch die vielen ungeläufigen Wörter, ziemlich anstrengend zu lesen. Ein Gleichheitszeichen (=) als Bindestrich und das nicht vorhandene Scharf-S (ß) sind da noch das Wenigste. Stellenweise musste ich mich schon etwas durchkämpfen und habe für das Buch auch ziemlich lange gebraucht. Die Erzählweise ist nicht minder fordernd. Es erschließt sich nicht immer sofort, ob nun das Erzähler-Ich oder das Hannes-Ich sprechen, denn das wechselt durchaus öfter und ist doch die Sprache identisch.


    Historisches

    Auch wenn nur wenig bis fast gar nichts über diesen Hannes bekannt ist, so brachte mir das Buch jedenfalls die Zeit vor 500 Jahren doch ganz gut näher. Zwar kam mir das gesellschaftliche Leben im Allgemeinen, also die Beschreibung des "drumrum" etwas zu kurz, umso mehr wird beschrieben, wie die Besatzungen auf den Schiffen so tickten. Was Hunger und Krankheit mit ihnen machte. Auch interessant ist, mit welcher Selbstverständlichkeit sich die "Großmächte" damals die Welt aufzuteilen versuchten. Die Abenteuer des Hannes samt Sorgen und Nöte wurden jedenfalls detailliert (irgendwann gefühlt auch zu detailliert) beschrieben. Den Schluss des Buches, der auch etwas über dessen Entstehung verrät, fand ich sehr gelungen und er hat mich für die ein oder andere Länge wieder entschädigt.


    E-Book

    Erwähnenswert ist noch, dass ich das E-Book gelesen habe. Das war vermutlich nicht die beste Idee. So wurden diese besonderen Bindestriche durch die "normalen" Bindestriche beim automatischen Zeilenumbruch "ergänzt", was etwas seltsam wirkt. Das gedruckte Buch hat übrigens keine Seitenzahlen, was natürlich einen bestimmten Eindruck erwecken will. Das E-Book hat natürlich Seitenzahlen, sofern der Reader diese generiert. Insgesamt ging mir von dem Flair sicherlich einiges dadurch verloren.


    Fazit

    Auf jeden Fall hat man es hier mit einem originellen Buch zu tun. Uneingeschränkt empfehlen kann ich es aber nicht. Dafür ist es wohl doch zu sperrig. Ich merkte, dass ich das Buch durch seine Art mögen wollte, aber irgendwie war es mir stellenweise doch ... too much.

    Wie viele Seiten hat sie denn danach schon unfallfrei auf dem Reader gelesen?

    Die Seitenanzahl weiß ich nicht, aber es dürften so um die 30-45 Min. Lesezeit gewesen sein. Auf dem Vision 5 hab ich die 13.2.1 schon länger drauf und seitdem ~500 Seiten gelesen. Aus meiner Sicht kann ich für die Version grünes Licht geben. 8)

    Ich lese derzeit von Raul Schrott "Eine Geschichte des Windes oder Von dem deutschen Kanonier der erstmals die Welt umrundete und dann ein zweites und ein drittes Mal". Ein erfrischend anderes Buch mit altertümlich angehauchter Sprache. Daher liest es sich auch nicht so schnell weg, man muss vielmehr aufmerksam und konzentriert lesen.


    Klappentext:

    Stürme, Schiffbruch, Kannibalen: die abenteuerliche Geschichte eines Weltumseglers, die niemand so erzählen kann wie Raoul Schrott


    Was für ein Abenteuer! Der Hannes aus Aachen kam als erster einmal ganz um die Welt. Vor 500 Jahren brach er mit Magellans Flotte zu den Gewürzinseln auf. Und damit ins völlig Ungewisse. Meutereien. Schiffbrüche. Kämpfe, Menschenfresserei – nur um an Nelken zu kommen. Am Ende kehrte bloß ein einziges Schiff zurück. Nur 18 Seeleute überlebten, unter ihnen „Juan Aleman“. Dass er noch ein zweites und sogar drittes Mal zur Weltumsegelung aufbrach, ist alles, was man von ihm weiß. Raoul Schrott ist dieser Nebenfigur der Weltgeschichte hinterhergereist: Schwelgerisch und voll geradezu fühlbarer Details schenkt er seinem Simplicissimus auf hoher See ein ganzes Leben.

    Danke euch beiden. :friends:

    Falls es für dich in Frage kommt würde dir ich allerdings empfehlen, die Bücher in der Buchform statt als eBook zu lesen.

    Ich lese überwiegend in der Bahn, da ist mir der leichte E-Reader doch lieber. Erfahrungsgemäß geht das mit Personenregistern/Karten recht gut (Lesezeichen usw.).


    Für mich war die gesamte Geschichte aus einem Guss.

    Na das klingt doch schon mal nicht schlecht. :thumleft: