Wahl der besten Bücher im BücherTreff

Beiträge von KlasskFrank56

    Darum ging es mir eigentlich garnicht, da ich keine Voruteile gegenüber dem Vatikan habe. Sonst hätte ich das Buch nicht gelesen. Sicher gibt es einige Unwissende, die mit ihrer Subjektivität bestimmte Fakten erfinden oder verdrehen, doch störe ich mich nicht so sehr daran, da ich so etwas nicht sehr ernst nehme bzw. mit gewisser Neutralität betrachte.
    Es ist nunmal ein Buch, dass aus den eigenen Reihen stammt und so gut wie keine Kritik äußert. Obwohl alles sauber recherchiert wurde, wurde hier nunmal alles, aber auch wirklich alles schön geredet. Das war an vielen Stellen etwas unpassend, insbesondere im Bezug auf den zweiten Weltkrieg.

    Klappentext:


    1870 ereignete sich in Rom ein politisches Erdbeben: Der seit dem 8. Jahrhundert bestehende Kirchenstaat existierte nicht mehr und italienische Soldaten trieben dem Vatikan mit Gewalt die letzten politischen Ambitionen aus. Der Papst hat keine Truppen mehr und keinerlei politische Machtmittel. Und doch verzeichnet das 20. Jahrhundert den beispiellosen Aufstieg des Papsttums. Ludwig Ring-Eifel zeichnet die atemberaubende Geschichte dieses Aufstiegs auf. Er verschweigt die Affären und Abgründe päpstlicher Politik und Geheimdiplomatie nicht, aber er enthüllt auch kenntnisreich den singulären politischen Beitrag der Päpste: Johannes XXIII., der tausenden von Juden das Leben rettete und entscheidend bei der Lösung der Kubakrise half; Johannes Paul II., der die Weichen zum Fall des Eisernen Vorhangs stellte und zur internationalen Galionsfigur des Widerstandes gegen Bushs Irakkrieg wurde ...


    Zum Autor:


    Es gibt leider nicht viele Informationen zu dem Autor, dafür aber sehr hilfreiche. Ludwig Ring-Eifel studierte Philosophie, Theologie,
    Religionswissenschaft und Altphilologie. 1987 begann er als Nachrichtenredakteur bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Seit dem Jahre 1990 berichtete er für kirchliche Medien und seit 1996 für die Katholische Nachrichten-Agentur aus dem Vatikan. Seit 2005 ist er Chefredakteur der KNA.


    Inhalt und Bewertung:


    Passend zum neuen Pabst, wollte ich mehr über die Institution Kirche erfahren. Dieses Buch klärt sehr viele Fragen, die man sich schon immer zum Thema Kirche und Vatikan gestellt hat. Leider gleicht dies eher einem wissenschaftlichen Aufsatz, was durch die zahlreicn Fundstellen im hinteren Teil des Buchs untermauert wird. Oft hatte ich das Gefühl, dass dieses Buch auch etwas subjektiv gestaltet wurde und viele schreckliche Erreignisse, die durch die Kirche vollzogen wurden, relativiert oder garnicht mehr erwähnt wurden. Wer Hexenverbrennungen oder ähnliches sucht, der wird in diesem Buch nichts dazu finden. Trotzdem muss ich sagen, dass viele Dinge der Neuzeit wirklich gut erklärt werden und ein ganz anderes Licht auf diese jahrtausende alte Institution werfen. Leider jedoch sehr subjektiv, was dann doch irgendwo stört. Insgesamt kann ich dafür dann nicht mehr als :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertungHalb: vergeben.

    Nachdem ich versucht habe mich in diesen Tread einzulesen, habe ich zum Glück feststellen müssen, dass es hier im Schwerpunkt nicht um Rechtsschreibfehler, sondern eher um Logikfehler geht. Es ist schon ärgerlich, wenn bei einem guten Buch, wie z.B. Follet, irgend etwas komisch erscheint, weil z.B. jemand Bonanza geschaut hat, als es diese Serie noch nicht gab oder ähnliches. Rechtsschreib- und Grammatikfehler findet man häufiger, was ich aber auch nicht so schlimm finde, aber auch nur wenn es nicht zu viele sind. Mir kommt es immer auf den Inhalt an, weshalb ich Rechtschreib- und Grammatikfehler gerne übersehe, wenn ich gut unterhalten werde.
    Mir ist aufgefallen, das es von Verlag zu Verlag anders ist, weshalb solche Fehler manchmal garnicht auf den Autor zurückzuführen sind, glaube ich zumindest. Wortverdreher sind dann wohl eher auf die Lektoren zurückzuführen, die dann nicht mehr nach Inhalt gehen.

    @ Emili:
    Eigentlich hast du Recht, da ich immer davon ausging, dass das "Bedanken" etwas leichtfertig geklickt wird. Aber elf ist schon nicht wenig, daher sehe ich mittlerweile auch gutes Feedback darin. An die PMs habe ich nur gedacht, falls die Diskussion etwas lebhafter werden würde, damit wir niemanden die gute Geschichte vorweg nehmen. Insbesondere dann, wenn die Spoilerfunktion nicht zu 100 % beherrscht wird :wink:


    @ Frauke:
    Weisst du vielleicht irgend etwas über den Autor und seiner Intention? Ich finde das ganze nämlich schon wirklich ungewöhnlich.