Beiträge von wurm200

    Fritz Schneider

    Marock`n Roll: Sex, Drugs, Art and a Surfing Soul

    Fritz Schneider

    Autor: Am 31. Oktober erblickt Fritz Schneider im kalten St. Petersburg das Licht der Welt. Er wächst als zweites der drei Kinder von Arnold und Ursula Schneider in einer Künstler- und Akademikerfamilie auf. Arnold hat nach dem Krieg Musik und Ursula Mathematik studiert. Im Alter von 10 Jahren kommt Fritz mit seiner Familie als Russlanddeutscher Aussiedler nach Ostberlin. In den folgenden neun Jahren lebt er in verschiedenen Städten der ehemaligen DDR. Unter anderem in Leipzig und Erfurt, bevor er im Winter 71 unter abenteuerlichen Umständen aus der Arbeiter- und Bauernrepublik flüchtet. Nach kurzem Aufenthalt in Frankfurt und Köln beschließt er, die Welt zu bereisen. Er hält den Daumen raus und bricht auf, mit einem halbvollen Rucksack und einem leeren Portemonnaie. Einmal quer durch Europa, über Nordafrika in den Orient nach Afghanistan, Pakistan und Indien über Indonesien nach Australien, und dann mit dem Segelboot über den Pazifik. Während dieser Zeit hält er sich mit einfachen Jobs, als Tellerwäscher und Handwerksgehilfe, über Wasser. Am 01. Mai 1975 setzt Fritz zum ersten Mal seinen Fuß auf den amerikanischen Kontinent. Angekommen in einer Stadt, in die er sich sofort verliebt. San Francisco! Hier bleibt er ein paar Jahre, befor er sich wieder auf den Weg macht. Er setzt Segel und schippert nach Costa Rica, reist durch ganz Mittel- und Südamerika und verdient sein Geld als Straßenmusiker und Drogenkurier. Immer wieder jedoch zieht es ihn zurück zu seiner großen Liebe, und so wird seine Heimat schließlich San Francisco. In den späten Achtzigern leitet er eine der unzähligen illegalen Weedfarms im Norden Kaliforniens. Ab den Neunzigern arbeitet er als Surf-, Kletter- und Yogalehrer. Er spielt in verschiedenen Bands und versucht sich als Performance-Künstler, Maler und Bildhauer. Seit Anbruch des neuen Jahrtausends auch als Fotograf, Kameramann und Hobby-Regisseur von Kurzfilmen. In den letzten zehn Jahren hat er als Autor seine Liebe zur Poesie und seine Leidenschaft für Belletristik ausgelebt. (Quelle: Amazon)

    Hanno hat einen schweren Schicksalsschlag zu bewältigen. Sein Bruder Mark, ist beim Klettern tödlich verunglückt, wobei Hanno eher denkt, dass es sich dabei um Selbstmord handelt. Um alles zu bewältigen, macht Hanno sich, samt seiner Ausrüstung zum Surfen, auf den Weg nach Marokko.

    Seine Freundin Elli, mit der er eine offene Beziehung führt, ist währenddessen in Leipzig geblieben und geht dort Ihren Vorlieben von Sex und Partys nach.

    Hannos Ex-freundin Lena, ist auf einer Weed Farm in Nordkalifornien unterwegs, um dort zu arbeiten.

    Hannos Freund Rob klettert auf Berge und kommt bei einer Solotour ziemlich an seine Grenzen. Dabei wird Ihm schnell klar, wie schwer es eigentlich ist, seine Erfahrungen zu erweitern.

    Die Geschichte rund um die vier Protagonisten des Buches, wird in insgesamt 32 Kapitel erzählt. Was schnell auffällt, ist die Tatsache, dass die Kapitelüberschriften alle in englisch geschrieben sind und es sich dabei um Titel von Musikern handelt (die jeweiligen Künstler finden sich ebenfalls unter der Kapitelüberschrift). Hier kann der interessierte Leser, selbstständig nachschauen und reinhören.

    Neben den englischen Überschriften, gibt es im Buch selbst auch recht viel, was in englisch geschrieben ist (größtenteils die Dialoge). Dies ist auf der einen Seite authentisch, da die Charaktere im Ausland sind und sich somit wohl englisch unterhalten, auf der anderen Seite, muss der/die Leser/in beim Lesen selbst, auch einiges an englischen Wörtern kennen und verstehen. Hier wäre es eventuell besser gewesen, nur darauf hinzuweisen, dass englisch gesprochen wird und die vielen Dialoge dann selbst auf deutsch zu schreiben.

    Neben dem englisch, werden einem beim lesen ebenfalls die vielen Vokabeln auffallen, die sich rund um die Aktivitäten der Charaktere drehen. Hier wurde jedoch mitgedacht und es gibt am Ende des Buches ein Glossar, das gut gegliedert ist. So kann man zielsicher die Vokabel suchen und finden, die man nicht kennt und versteht.

    Passend zu den vier Charakteren, hat das Buch auch vier Handlungsstränge, von denen sich alle mehr oder weniger um Hannos verstorbenen Bruder Mark drehen. Dies sorgt beim Lesen dafür, dass man sich recht viele Handlungen merken muss und man es gerne mal zu Verwechslungen kommt. Anfangs scheinen die Handlungen noch recht unabhängig voneinander abzulaufen, zum Ende hin, finden aber einige der Stränge zueinander. So unterschiedlich wie die Charaktere und ihre Handlungen sind, so unterschiedlich sind auch Ihre Gefühle. Von depressiv bis glücklich, findet sich im Buch alles wieder (alles ist bunt gemischt, genau wie auf dem Cover auch). Von all den Dingen, kann der/die Leser/in auch nach Ende des Buches, etwas mitnehmen. Dazu tragen besonders, die Worte am Ende des Buches bei. Am Ende liegt hinter einem ein Buch, das gekonnt die Höhen und Tiefen des Lebens einzufangen und anhand vier verschiedener Charakteren, wiederzugeben.

    Cover: Auf den ersten Blick mag dieses Cover recht unübersichtlich wirken, jedoch hat alles, was man dort sieht, etwas mit dem Buch zu tun. Auf der Vorderseite sehen wir eine bunte Welle, auf der ein Surfer surft. Dies bildet einen der Protagonisten des Buches ab, welcher ebenfalls Surfer ist. Die Regenbogenwelle bildet den Bezug zu dem freien Leben, wo man auch gerne mal einen Joint raucht (ähnlich den “Hippies”). Im Hintergrund der Welle sehen wir einen Arm, an dessen Hand der Bilderrahmen hängt, auf dem der Titel des Buches steht. Verfolgen wir den Finger der Hand, so sehen wir, dass er in einem Joint endet. Drogen sind bei jedem der Charaktere Alltag. Der Titel des Buches passt sehr gut zum Inhalt des Buches, besonders der Untertitel. Alle vier Worte, die hier stehen, finden sich im Buch wieder und passen zu jeweils einem der vier Protagonisten des Buches.

    Die Rückseite des Covers ist ebenso verwirrend wie die Vorderseite und bildet im wesentlichen Dinge der vier Protagonisten ab. Hier finden sich jedoch Anspielungen zu den letzten zwei Protagonisten wieder (die anderen zwei finden sich auf der Vorderseite wieder). Bergsteiger und Helfer bei einer Hanf Farm.

    Insgesamt ist das Cover recht verwirrend, passt jedoch sehr gut zum Inhalt des Buches und wurde gut umgesetzt. Im Regal ist es sicherlich ein Hingucker.

    Fazit: Ein wirklich gelungenes Buch, das leider wegen der recht langen Passagen in Englisch, einiges einbüßt. Wer sich aber zutraut, auch diese Passagen zu meistern, kann diesem Buch ruhig seine Aufmerksamkeit schenken, auch wenn der Preis von 15 Euro etwas hoch scheint. Von mir gibt es 4/5 Sterne für dieses Auf und Ab der Gefühle.


    Klappentext: Hanno macht sich auf nach Marokko, um in den Wellen und Welten eines fremden Kontinents die Vergangenheit zu bewältigen, seine Ängste zu überwinden und sich als Künstler neu zu erfinden. Seine Exfreundin Lena ist zur selben Zeit in den magischen Bergen Nordkaliforniens auf einer der zahlreichen Weed-Farms, um ihre Reisekasse aufzubessern. Hannos neue Freundin Elli tanzt durch die hippste Straße des Ostens und sein Kumpel Rob ist in den vertikalen Wänden der Alpen damit beschäftigt, seinen Horizont zu erweitern. Zusammen begeben sie sich auf unterschiedliche Reisen durch den Kosmos des modernen Beziehungschaos, auf der Suche nach Geborgenheit, Freiheit, Abenteuer und Selbstentfaltung. (Quelle: Fritz Schneider)



    Autor: Fritz Schneider

    Titel: Marock`n Roll: Sex, Drugs, Art and a Surfing Soul

    Verlag: Fritz Schneider

    Genre: Roman

    Seiten: 290

    Preis: Taschenbuch:15,00 // eBook:5,99

    Erstveröffentlichung: 2018

    ISBN: 978-3982008707

    Franz Hafermeyer

    Das Extrawurscht-Manöver

    Bastei Lübbe

    Autor: Franz Hafermeyer heißt in Wirklichkeit gar nicht Franz Hafermeyer. Denn hauptberuflich jagt er selbst die bösen Jungs, und die sollen ja nicht erfahren, welche finsteren Abgründe in dem freundlichen Kommissar schlummern, der ihnen da gegenübersitzt. Absolut wahr hingegen ist, dass er mit seiner Familie im bayrischen Schwaben wohnt und Das Spätzle-Syndikat schon sein zweiter Roman ist. (Quelle: Luebbe)

    Schäfer ist Privatdetektiv und trifft sich mit seiner neuen Klientin, Rebecca Tronthoff in einem Biergarten. Frau Tronthoff sucht nach ihrer verschwundenen Assistentin Iris Gulden. Die Polizei wollte ihr in der Sache nicht helfen und auch Schäfer muss lang überlegen, bis er den Auftrag schlussendlich annimmt. Bei seiner Suche bekommt er plötzlich einen Hinweis, wo Frau Gulden zu finden sein könnte. An dem Ort angekommen hört Schäfer auch einige Geräusche, denen er folgt. Als er plötzlich vor einer Leiche steht, die sich als Iris Gulden herausstellt, wird auch noch auf ihn geschossen.

    Der Krimi “Das Extrawurscht-Manöver” wird in insgesamt 36 Kapiteln erzählt, wobei die Überschriften recht simpel ausfallen und lediglich aus der Angabe des Kapitels bestehen. Zu Beginn des Buches steht die Tatsache, dass es sich bei diesem Buch um den dritten Band der Reihe handelt, was vermuten lässt, dass Quereinsteiger nicht alle Informationen kennen und verstehen. Diese Tatsache bestätigt sich auch, was für das Verständnis einiger Details von Nachteil ist, für die grobe Handlung des Buches jedoch nicht weiter ins Gewicht fällt. Man kann dem Buch sehr gut folgen, was aber auch an dem leicht und flüssig zu lesendem Schreibstil liegt. Auch weiß der Autor die Handlung sehr detailliert zu beschreiben, was besonders bei den Mordfällen von Vorteil ist. Diese lassen sich dadurch recht gut vorstellen (Achtung! Es kann in diesen Szenen blutig werden).

    Die Charaktere des Buches sind gut gewählt und werden im Laufe des Buches mit Leben gefüllt (einige Details bleiben jedoch unbekannt, da sie wohl schon in den vorherigen Bänden besprochen wurden). Dabei begleitet der Leser zwei der Protagonisten, im Wechsel durch die Story und bekommt so immer einen neuen Blickwinkel auf die Handlung. Jeder Charakter hat dabei seine eigenen Züge und behält diese bis zum Schluss bei. Diese Züge passen sehr gut zueinander und sorgen in manchen Situationen zu den gewissen Etwas. Da es sich bei dem Buch um einen Krimi handelt, ist die Spannung ein weiterer, wichtigerer Punkt. Aufgebaut wird die Spannung durch Kapitel, die genau an der richtigen Stelle enden, wodurch der Leser zum Weiterlesen motiviert wird. Leider sind besonders gegen Ende, die Wendungen der Story etwas vorhersehbar, was den Lesespaß jedoch kaum trübt. Außerdem kommt gegen Ende nochmals etwas Action auf, dies hält sich jedoch, wie im gesamten Buch, in Grenzen.

    Nachdem die Geschichte erzählt wurde, gibt es noch ein Nachwort des Autoren, wo der Leser einige Informationen zum Buch bekommt. Solche Angaben fallen mir immer positiv ins Auge.

    Cover:

    Anmerkung:

    Da ich das eBook gelesen und rezensiert habe, bezieht sich meine Meinung zum Cover, allein auf die Covervorschau.



    Auf dem Cover des Buches sehen wir einen Mops, der auf einem Tisch sitzt. Bei dem Mops handelt es sich um den Hund, welcher auch im Buch, eine wichtige Rolle hat. Hier ist also der Bezug zum Inhalt des Buches gegeben.

    Über dem Hund steht der Titel des Buches in Rot gedruckt, wodurch er sich gut vom Hintergrund abhebt. Auch der Titel des Buches kommt häufiger im Buch vor, weshalb der Titel ebenfalls gut und passend gewählt wurde. Unter dem Hund finden wir das Genre des Buches, der auf einen Regionalkrimi hindeutet, was auch der Fall ist. Das gesamte Cover lässt auf einen humorvollen Krimi deuten, jedoch ist der Humor, glücklicherweise, wohl dosiert.

    Insgesamt also ein stimmiges und gut zum Buch passendes Cover, dass Spaß auf mehr macht.

    Fazit: Das Cover weckt beim Leser eine Erwartung, die sich glücklicherweise nicht bewahrheitet hat. Der flüssige und detailreiche Schreibstil des Autoren sorgen für ein gutes Bild der Charaktere und den Geschehnissen des Buches (hier sind besonders die Mordfälle zu nennen). Zum Ende leicht vorhersehbar, kommt jeder Krimifan trotzdem auf seine Kosten und kann ohne Probleme zum Buch greifen. Von mir gibt es 4/5 Sterne.

    Klappentext: Privatschnüffler Sven Schäfer macht sich heftige Vorwürfe, als er auf die Leiche der vermissten Iris Gulden stößt. Denn obwohl er seit Tagen nach ihr sucht, konnte er sie nicht retten. Der einzige Zeuge bessert seine Laune auch nicht gerade, es handelt sich nämlich um einen ziemlich verfressenen Mops. Doch halt – warum nicht vorgeben, es gäbe tatsächlich jemand, der den Mord beobachtet hat?

    Verständlicherweise reagiert Kommissarin Elsa Dorn ein wenig skeptisch, als Schäfer ihr seinen Plan präsentiert. Doch Schäfers Finte erweist sich als ungeahnt schlagkräftig … und bringt bald Mops, Schäfer und Elsa in Gefahr. (Quelle: Luebbe)

    Autor: Franz Hafermeyer

    Titel: Das Extrawurscht-Manöver

    Verlag: Bastei Lübbe

    Genre: Krimi

    Seiten: 365

    Preis: Taschenbuch:10,00 // eBook:3,99

    Erstveröffentlichung: 2018

    ISBN: 978-3-404-17789-9

    Jonas Winner

    Die Party - Wer Glück hat, stirbt als Erster

    Heyne Verlag

    Autor: Jonas Winner wuchs in Berlin, Rom und den USA auf, Studium in Deutschland und Frankreich. Nach seiner Promotion über Spieltheorie arbeitete er zehn Jahre lang als Fernsehjournalist, danach folgten Drehbücher fürs deutsche Fernsehen und Romane. Mit dem Self-Publishing-Erfolg »Berlin Gothic« gelang Winner der Durchbruch als Spannungsautor. (Quelle: Heyne Verlag)

    Seit der Halloweenparty 1986 haben sich die “Freunde” nicht mehr gesehen. Nun läd Brandon sie wieder zu einer Halloweenparty, in sein Anwesen ein. Schnell fällt den Zehn Freunden auf, dass alles so wie früher zu sein scheint. Bei einem geplanten Showact von Brandon passiert dann jedoch etwas, womit niemand gerechnet hat. Brandon wird unter dem Kronleuchter begraben und ist tot. Die restlichen Zehn Personen versuchen zu Telefonieren, doch finden kein funktionierendes Festnetztelefon und ihre Handys musste sie zu Beginn der Party abgeben. Auch eine Flucht mit dem Auto scheint unmöglich, da der Schlüssel der Fähre, die über den Fluss führt, nicht vorhanden ist.

    Die Geschichte des Buches “Die Party” wird in 50 Kapitel erzählt, die in zwei Teile geteilt sind. Die Überschriften bestehen dabei lediglich aus einer Ziffer.

    Teil eins des Buches, fängt recht normal an, entwickelt sich dann aber sehr rasant Richtung Horror/Action. Anfangs bekommt der Leser nur Andeutungen und weiß eigentlich nicht genau worum sich die Geschehnisse von damals drehen, dies motivierend zum weiterlesen und hält die Spannung aufrecht. In Teil Zwei schlägt der Autor dann aber einen anderen Weg ein, der nicht mehr so gut überzeugen kann. Zwar erfährt man hier sehr viel über die Charaktere und Ihre Vergangenheit, in Kapiteln die kursiv gedruckt sind und sich somit gut abheben. Der Leser weiß also zu jeder Zeit, ob die Story in der Vergangenheit oder der Gegenwart spielt. Leider wechselt in Teil zwei aber auch die Art der Handlung. Erinnerte sie anfangs noch an einen sehr bekannten Horrorfilm, in dem Menschen ebenfalls Aufgaben lösen müssen, geht es ab der Hälfte nur noch um den schwarzen Peter, den sich jeder zu schiebt und dabei in den Tod rennt.

    Die Charaktere sind sehr gut erzählt und man bekommt als Leser auch recht viele Informationen geliefert, um das Bild über die Charaktere zu vervollständigen. Leider handeln die Charaktere aber recht schnell, sehr unrealistisch (in meinen Augen). Anstatt zusammenzuhalten, fangen sie an, sich gegenseitig Angst einzujagen. Auch finde ich es mutig, in einem Horrorszenario mit Erotik zu reagieren. In einem solchen Fall würde wohl kaum einer an Sex denken. Das hat nicht sonderlich gut gepasst.

    Am Ende des Buches wird die Geschichte dann auch aufgeklärt und das klingt auch alles recht schlüssig. Leider ist auch hier das Verhalten nicht 100 % realistisch aber zumindest nachvollziehbar.

    Was mir besonders gut gefallen hat, ist die Tatsache, dass es am Ende des Buches ein Charakterverzeichnis gibt. Dies kann, besonders zu Beginn des Buches, sehr hilfreich sein, da die Charaktere doch sehr oft wechseln im Buch und man so, den Überblick behalten kann.


    Cover: Das Cover ist hauptsächlich in Schwarz gehalten. Wir erkennen auf der Vorderseite einen Briefumschlag, der ein wenig erhoben ist (man kann Ihn mit den Fingern ertasten), das gefällt mir gut, da sich der ebenfalls schwarze Umschlag so, vom Hintergrund abhebt. Aus dem Umschlag schaut ein weißer Brief hervor, auf dem in Blut, der Titel des Buches steht. Hier kann man ebenfalls erkennen, dass das Blut in Hochglanz gedruckt ist. Zusätzlich dazu ist der Brief ebenfalls mit den Fingern zu ertasten. Auf der Rückseite sehen wir den Brief nochmals komplett.

    Zusammenfassen gefällt mir das Cover gut, auch wenn es schlicht gehalten ist. Es passt gut zum Inhalt des Buches und sticht durch kleine Details heraus.

    Fazit: Das Buch fängt vielversprechend an, lässt aber leider nach der Hälfte etwas ab. Die Idee war gut und hätte einiges geboten, was leider nicht umgesetzt wurde. Trotzdem hat man am Ende einige Stunden blutige Unterhaltung gehabt. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der auf Thriller/Horror steht. Leider kann ich für das Buch am Ende aber nur 4/5 Sterne geben.

    Klappentext: Es ist der 31. Oktober – Halloween: Zehn Jugendfreunde freuen sich auf ein Wiedersehen nach vielen Jahren. Brandon, der elfte im Bund, hat sie alle in einen Glasbungalow geladen, der sich auf einem Felsplateau hoch über dunklen Wäldern erhebt. Auf dieser Party will Brandon die Zeit der achtziger Jahre aufleben lassen – was damit beginnt, dass alle ihre Handys abgeben müssen. Doch als die Freunde begrüßt werden, überschlagen sich die Ereignisse. Aus einem vermeintlichen Schockeffekt wird tödlicher Ernst: Ein Kronleuchter löst sich von der Decke und begräbt den Gastgeber unter sich. Ein tragischer Unfall. Oder? In diesem Moment wird der Gesellschaft klar: Unter ihnen ist ein Killer. Die Party beginnt … ihre letzte Party! (Quelle: Heyne Verlag)

    Autor: Jonas Winner

    Titel: Die Party - Wer Glück hat, stirbt als Erster

    Verlag: Heyne Verlag

    Genre: Thriller

    Seiten: 368

    Preis: Taschenbuch:12,99 // eBook:9,99

    Erstveröffentlichung: 2018

    ISBN: 978-3-453-43918-4

    L. H. Cosway

    Prince of Hearts - Diesmal für immer

    LYX

    Autor: L.H. Cosway lebt in Dublin und hat so gut wie jedes geisteswissenschaftliche Fach studiert, das es gibt. Die beste Inspiration zum Schreiben zieht sie aber aus Musik und den vielen verschrobenen Persönlichkeiten, die ihren Weg kreuzen – denn die erzählen einfach die besten Geschichten! (Quelle: Luebbe)

    Es ist schon einige Zeit her, dass die Beziehung zwischen Reya und Trev in die Brüche gegangen ist, als sie sich plötzlich bei einem Treffen mit Freunden wiedersehen. Nach dem Essen bringt Trev, Reya noch nach Hause und würde sie am nächsten Tag gerne wiedersehen, was Reya jedoch verneint. Als sie sich einige Tage später ein weiteres Mal treffen, ist Reya angetrunken, weshalb Trev sie nach Hause bringt. Außerdem macht er ihr ein Angebot, sie könnte als Assistentin in der TV-Show arbeiten. Eigentlich ein tolles Angebot, wäre da nicht ihre gemeinsame Vergangenheit und die Tatsache, dass sie dann eine Zeit lang zusammen unterwegs wären.

    In insgesamt 19 Kapiteln wird dem Leser die Gesichte “Prince of Hearts - Diesmal für immer” von L. H. Cosway erzählt. Die Überschriften der verschiedenen Kapitel bestehen dabei nur aus einer Ziffer.

    Gleich zu Beginn des Buches gibt es den längsten Prolog, den ich je gelesen habe. Er ist sehr detailliert und gibt viele Informationen, um den Einstieg in das Buch zu ermöglichen. Was ebenfalls zu einem möglichst genauen Bild verhilft, ist die Tatsache, dass manche der Kapitel die Vergangenheit behandeln und manche die Gegenwart (der Leser weiß zu jeder Zeit, in welcher Zeit die Story gerade spielt, da die Vergangenheit angekündigt wird). Durch die Passagen aus der Vergangenheit erfährt man weitere nützliche Informationen, um Charaktere und deren Handlung in der Gegenwart, besser verstehen zu können. Die Informationen gehen dabei deutlich über die Beziehung der Beiden hinaus. Dadurch bekommt der Leser im Laufe des Buches ein recht deutliches Bild der verschiedenen Charaktere, die ihrer Rolle, dass ganze Buch über recht treu bleiben. Hierzu zählt auch die Tatsache, dass es manchmal einige Sätze in einer anderen Sprache fallen. Dies ist nicht weiter schlimm, da sofort nach dem Satz, der Satz nochmals auf deutsch steht, was mir jedoch nicht so gefallen hat. Hier hätte der deutsche Satz gereicht.

    Leider habe ich mich beim Lesen oft dabei erwischt, dass ich das Benehmen der beiden (erwachsenen) Menschen nicht recht verstanden habe, da einfaches miteinander reden, vieles deutlich leichter gemacht hätte.

    Die Erotik darf in diesem Buch auch nicht fehlen und das tut sie auch nicht. Es gibt recht wenig Szenen in denen Erotik in vollem Umfang zu finden ist, aber das ist auch gut so, denn in dem Buch stehen deutlich die Charaktere im Vordergrund. Die Szenen die vorkommen, sind dabei sehr lustvoll und sinnlich erzählt. Außerdem sind sie, wie das ganze Buch auch, sehr detailliert beschrieben, was die Vorstellung deutlich erleichtert (und sogar anregt).

    Das Ende findet die Geschichte der zwei Liebenden in einem Happy End, das vorhersehbar ist aber durchaus zum Buch passt.

    Anmerken sollte man noch, dass auch wenn es sich bei diesem Buch um Band 6 handelt, so ist dieses Buch als eigenständiges Werk zu lesen und setzt keines der anderen Bücher voraus. Das ist besonders für jene gut, die mitten in der Reihe einsteigen (wollen).

    Cover:

    Anmerkung: Da ich das eBook gelesen und rezensiert habe, bezieht sich meine Meinung zum Cover, allein auf die Covervorschau.

    Auf dem Cover sehen wir einen Mann im Anzug, wobei man sein Gesicht nicht sieht (hier kann sich also jeder sein eigenes Bild machen). Dieser Mann trägt einen Anzug und erinnert eher an einen Bachelor als an den Protagonisten dieser Geschichte. Hier hätte man ein deutlich passenderes Bild wählen können.

    Am unteren Rand steht der Titel des Buches, welcher sich durch seine gelbe Farbe, gut vom Hintergrund abhebt. Der Untertitel passt sehr gut zum Inhalt des Buches (was aber auch das einzige ist, was zum Buch passt).

    Das Cover macht den Eindruck, als würde es sich bei dem Buch um ein “klassisches” Buch für Frauen handeln. Leider wurde dabei völlig verpasst, den Bezug zum Buch herzustellen, deshalb finde ich dieses Cover zwar gut gestaltet, jedoch völlig unpassend für das Buch gewählt.

    Fazit: Bei dem Buch mag es sich eventuell um eines für Frauen handeln, jedoch konnte das Buch mich als Mann ebenfalls recht gut unterhalten. Es ist sicherlich keine tiefgründige Story, die erzählt wird, jedoch muss das auch nicht immer sein. Der Leser folgt der Geschichte zweier Liebenden, deren Ausgang hervorsehbar ist (was aber kaum negativ ins Gewicht fällt). Gut eingesetzte Erotik lockert das ganze Buch deutlich auf. Besonders im Hinblick auf das recht unpassende Cover komme ich jedoch nur auf 4/5 Sterne.

    Klappentext: "Ich hatte nie eine andere Wahl, als dich zu lieben, oder?"

    Wer möchte schon gerne mit dem Mann, der einem das Herz gebrochen hat, auf einen dreiwöchigen Roadtrip gehen? Reya kann sich kaum etwas Schlimmeres vorstellen. Doch sosehr sie sich auch dagegen sträubt, ist diese Reise für sie die Chance zum musikalischen Durchbruch. Wenn sie endlich Erfolg haben will, kann sie das Angebot, durch Europa zu reisen und ihre Musik vor einem neuen Publikum zu spielen, einfach nicht ablehnen. Und es muss doch möglich sein, ihren Ex drei Wochen lang zu ignorieren ... Aber als Rey Trevor wiedersieht, muss sie feststellen, dass er nicht mehr der Junge von damals ist. Und als sie beginnt, ihn neu kennenzulernen, empfindet sie weitaus mehr als nur Respekt für den Mann, der er aus ihm geworden ist. (Quelle: Luebbe)

    Autor: L. H. Cosway

    Titel: Prince of Hearts - Diesmal für immer

    Verlag: LYX

    Genre: Roman

    Seiten: 486

    Preis: 6,99

    Erstveröffentlichung: 2018

    ISBN: 978-3-7363-0789-6

    Anja Wolbergs

    In Liebe, Jana

    Battenberg Gietl Verlag

    Autor: Anja Wolbergs, Jahrgang 1969, ist gebürtige Regensburgerin und in der Stadt unter anderem als Frau von Oberbürgermeister Joachim Wolbergs bekannt. An seiner Seite erlebte sie den Aufstieg und Fall eines Politikers in unvorstellbaren ­Dimensionen. Neben der öffentlichen Diskussion musste sie sich in dieser Zeit mit der Trennung von ihrem Mann, dem Schutz ihrer Kinder und ihrer eigenen Gesundheit auseinandersetzen. Diese einschneidenden Erlebnisse hat sie in ihrem Roman „In Liebe, Jana!“ verarbeitet. Sie wuchs als mittlere von drei Töchtern im Stadtnorden in der Konradsiedlung auf. Nach Abschluss der Hauptschule, hat sie sich auf dem zweiten Bildungsweg weiterentwickelt, den Realschulabschluss nachgeholt, zwei Ausbildungen absolviert, den Fachwirt für Banken und ein Abendstudium in Betriebswirtschaft angehängt und abgeschlossen. Nebenbei engagierte sie sich auch schon immer innerhalb der Stadtgesellschaft, aber nie an vorderster Front. So war sie vielfach als Betreuerin eines internationalen Kinder-Eishockeyturniers tätig, später im Elternbeirat im Kindergarten und in der Schule ihrer Kinder; außerdem als Mitglied im Personalrat ihres Arbeitgebers und darüber hinaus einfach als Mensch für andere Menschen in schwierigen Lebenssituationen. Sie war und ist ein ausgesprochener Familienmensch und ihre Haustür stand immer für andere offen. Sie treibt gerne Sport, läuft viel und geht gerne spazieren und nicht zuletzt ihre Liebe zum Lesen war vielleicht mit ausschlaggebend, auch selber einmal zur Feder zu greifen. Ihrem verstorbenen Vater verdankt sie unter anderem die Liebe zur Natur, in der sie immer wieder Kraft tankt. Sie liebt Tiere, natürlich ihre eigene Katze, aber auch Hunde, und kümmert sich, wann immer erforderlich und möglich, um verletzte Tiere. (Quelle: Battenberg Gietl Verlag)

    Jana macht, wie so häufig, bei einem Benefizlauf mit, auf dem sie ebenfalls Ihren Mann trifft, zu seiner Verwunderung. Als Sie nach dem Lauf zu Hause ist, muss Ihr Mann Jonas, der Oberbürgermeister von Regensburg ist, mit seiner Frau reden. Es teilt ihr in diesem Gespräch die Trennung mit, was Jana hart trifft. Einige Zeit nach der Trennung trifft es Jana dann ein weiteres Mal. Als Sie im Wartezimmer vom Arzt sitzt, liest Sie sich eine Zeitschrift durch, wobei sie eine Entdeckung macht, die Sie und Ihrem Mann betrifft. Sie erfährt in dieser Zeitschrift von Ermittlungen gegen Ihren Mann, wobei die Schuldige dafür, laut der Journalistin, sie selbst sein soll. Besonders schlimm wird diese Angelegenheit jedoch dann, als Ihr Mann von der Polizei festgenommen wird und ins Gefängnis nach Straubing gebracht wird.

    Die Handlung des Buches “In Liebe, Jana”, wird dem Leser in insgesamt 17 Kapitel erzählt. Die Kapitelüberschriften bestehen dabei aus Zitaten, mehr oder weniger bekannten Persönlichkeiten. Jedes der Zitate passt dabei zum Inhalt des Kapitels und kann als Message für den Leser verstanden werden.

    Dem ein oder anderen Leser könnte schon beim Namen der Autorin aufgefallen sein, dass in dem Buch reale Ereignisse thematisiert werden. Die Autorin äußert sich hierzu am Anfang des Buches in einigen Sätzen. Mir als Leser war jedoch nicht klar, wo hier die Wahrheit endet und die Fiktion beginnt.

    Beim Lesen wird sehr schnell auffallen, dass sehr viel Kritik geäußert wird und das, obwohl die Autorin hierzu sagt, dass dieses Buch keinerlei Urteil darstellen soll.

    Neben all der Kritik gibt es aber auch eine menschliche Ebene und diese macht das Buch zu einem, dass man lesen sollte. Die Story ist mit Sicherheit nicht für jeden ansprechend und auch sprachlich ist dieses Buch kein Meisterwerk aber das was dieses Buch vermittelt, ist für jeden von belangen. Leider erstreckt sich vieles dieser tollen Dinge, auf das letzte Kapitel des Buches.

    Die Autorin versucht zwar die Story emotional zu erzählen, was Ihr in manchen Momenten auch fast gelingt, jedoch bleibt dies die meiste Zeit ein Versuch. Dazu trägt aber auch die Tatsache bei, dass sich das Buch nicht wirklich flüssig lesen lässt (eventuell ist dies der Tatsache geschuldet, dass es viele, kurze Sätze gibt und das Buch auch sprachlich, kein Meisterwerk ist). Was allerdings auf jeder Seite zu finden ist, ist die Authentizität, die ein solcher Roman benötigt. Und hier kann die Autorin auch deutlich punkten und überzeugen.

    Cover: Auf der Vorderseite des Covers, sehen wir einen Teil einer Frau, die von Weitem auf den Regensburger Dom schaut (eventuell ja auch auf das, was in der Stadt passiert. Gerade im Hinblick auf die Handlung des Buches). Damit finden sich in der Abbildung schon die Protagonistin und der Handlungsort des Buches. Das ganze Foto macht durch die Tageszeit (vermutlich Sonnenuntergang), einen recht schönen und romantischen Eindruck, welcher im Buch jedoch kürzer kommt (dort überwiegt Trauer).

    Über dem Dom befindet sich der Titel des Buches, welcher ebenfalls die Protagonistin betitelt. Der Untertitel des Buches greift den Handlungsort auf und einige Gefühle, die dem Leser im Laufe des Buches mit Sicherheit begegnen werden. Der Titel klingt wie die Abschlussworte eines Briefes und hier verrate ich nicht zu viel, wenn ich sage, dass es diesen Satz auch so im Buch zu finden gibt. Bei dem Blick auf die Autorin, sollte dem ein oder anderen der Name bekannt vorkommen und man kann sich schon denken, was für ein Thema das Buch behandelt (auch ohne einen Blick ins Buch geworfen zu haben).

    Im Großen und Ganzen macht das Cover einen sehr guten Eindruck und ist auch recht stimmig gehalten.

    Fazit:
    Bei diesem Buch bin ich, ehrlich gesagt sehr unschlüssig über die Bewertung. Es hat seine Momente, auch wenn diese nicht 100%ig genutzt wurden. Leider hat es aber auch, nicht so gute Momente, sodass das Buch die ganze Zeit über, nur recht Standard ist. Die fehlende sprachliche Fähigkeite sowie die Tatsache, dass man nicht wirklich flüssig durchs Buch findet, wertet dieses Buch deutlich ab. Es ist ein Buch, das man lesen kann, aber eben nicht muss. Es sticht durch kaum etwas heraus, außer der Authentizität. Schaut man sich dann den Preis von 16,90€ an, komme ich leider nur auf 3/5 Sterne.

    Klappentext: Was passiert, wenn innerhalb weniger Minuten ein ganzer Lebensplan zusammenbricht? Jana erlebt diesen Albtraum an der Seite ihres Mannes, der zu jener Zeit Bürgermeister in Regensburg ist: Er verlässt sie wegen einer anderen Frau, wird als Politiker in einem Strudel juristischer Ermittlungen demontiert und steht am Ende vor den Scherben seiner Karriere. Jana versucht unterdessen, ihre gemeinsamen Kinder zu schützen und ihren persönlichen Kummer zu bewältigen. Gleichzeitig kommt sie mit einem alten Bekannten ins Gespräch, der als Journalist in der Angelegenheit recherchiert. Im Wechsel der Erzählperspektiven entsteht ein facettenreiches Bild einer politischen Affäre und Janas ganz persönlicher Sicht auf Werte wie Freundschaft, Liebe und Wahrheit. (Quelle: Battenberg Gietl Verlag)

    Autor: Anja Wolbergs

    Titel: In Liebe, Jana

    Verlag: Battenberg Gietl Verlag

    Genre: Roman

    Seiten: 192

    Preis: 16,90

    Erstveröffentlichung: 2018

    ISBN: 978-3-86646-373-8

    Ali Benjamin

    Die Wahrheit über Dinge, die einfach passieren

    Hanser

    Autor: Ali Benjamin schrieb als erfolgreiche Co-Autorin für Kollegen, außerdem als Redakteurin für Zeitschriften, Zeitungen und Online-Medien – bis ihr Debüt Die Wahrheit über Dinge, die einfach passieren 2015 ein weltweiter Bestseller wurde. Der Jugendroman wurde für den National Book Award nominiert und wird aktuell von Reese Witherspoons Produktionsfirma verfilmt. Die deutsche Ausgabe erschien 2018 bei Hanser. Benjamin lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Massachusetts. (Quelle: Hanser)

    Suzy ist ein junges Mädchen und geht in die 7. Klasse. Sie hat vor einiger Zeit mit dem Sprechen aufgehört. Nach dem Sommer erfuhr Sie von Ihrer Mutter eine verhängnisvolle Nachricht, die Ihr ganzes Leben verändern sollte. Ihre Mutter erzählte Ihr, das ihre beste Freundin ertrunken sei.

    Bei einem Schulausflug mit Ihrer Klasse ins Aquarium trennt sich Suzy kurz von Ihrer Klasse und gelangt so zu den Quallen, die sofort Ihr Interesse wecken. In Ruhe liest Sie die Informationen am Becken, bevor Sie zu Ihrer Klasse zurückkehrt. Die Quallen lassen Ihr jedoch keine Ruhe und schnell fängt Suzy an zu glauben, den wahren Grund für den Tod ihrer besten Freundin gefunden zu haben.

    Das Buch “Die Wahrheit über Dinge, die einfach passieren” ist in insgesamt sieben Teile und 63 Kapitel unterteilt, was für ein solch schmales Buch recht viel zu sein scheint. Die Kapitelüberschriften sind dabei passend gewählt und geben den Inhalt in einem Wort wieder. Außerdem begegnet dem Leser an jeder Überschrift eine Zeichnung einer Qualle, womit ein wichtiger Teil der Story (und das Coverbild selbst), mit jedem Kapitel aufgegriffen wird. Jedes Kapitel beginnt anfangs mit einigen dickgedurckten Wörtern, wodurch ein neues Kapitel ebenfalls erkennbar ist.

    Jeder der sieben Teile beginnt mit einer dickgedruckten Vokabel, die erklärt wird. Dabei wird dem Leser recht schnell deutlich, dass diese Wörter perfekt zu Suzys Handlungen passt.

    Die Story rund um Suzy wird vom Autor sehr stimmig erzählt und auch die Stimmung beim Lesen, ist schnell im melancholischen angekommen. Damit bildet die Stimmung den direkten Gegensatz zu dem, wie ein Kind in Suzys Alter eigentlich sein sollte, nämlich fröhlich. Die gewählte Protagonistin ist aber in vielen Punkten nicht typisch Kind. So wird schnell klar, dass in Suzys Leben alles einen Grund haben muss. Außerdem benimmt Suzy sich oftmals, wie eine erwachsene Frau. Schnell kommt man beim Lesen an dem Punkt, an dem man sogar Mitleid für Suzy empfindet. Dies ist jedoch nicht 100 % gelungen, da Suzy an manchen Situationen eine Teilschuld trägt (Und das, obwohl Sie für Ihr Alter erwachsen zu sein scheint).

    Am Ende des Buches angekommen, wurde man durch eine wirklich tolle Geschichte geführt, die einen wirklich bewegt.

    Cover: Das Hardcover ist in verschiedenen Blautönen gehalten. Wir sehen einen Hügel, auf dem eine Person steht, bei der es sich wahrscheinlich um die Protagonistin des Buches handelt. Diese hält eine Qualle in Ihren Händen, so das es aussieht, als würde Sie einen Drachen steigen lassen. Es könnte aber auch so verstanden werden, dass es nicht der Himmel ist, sondern das ganze unter Wasser spielt. Die Quallen bilden einen Hauptbestandteil der Story, weshalb diese Abbildung einen guten Bezug zum Inhalt herstellt.

    In der Mitte des Buches steht der Titel des Buches, welcher sich durch die gelbe Farbe perfekt vom Hintergrund des Buches abhebt. Dieses Gelb kommt auch im Schutzumschlag zum Einsatz und bildet einen tollen Kontrast zum Blau.

    Insgesamt finde ich dieses Cover wirklich schön und passend zum Buch gestaltet. Allein das Cover hat es geschafft, mich in eine Art Bann zu ziehen, gerade durch den gewählten Titel des Buches.

    Fazit: Ali Benjamin erzählt eine Geschichte, um ein kleines, unschuldiges Kind, dessen Leben sich von heute auf morgen ändert. Um eine Erklärung für die Tragödie zu bekommen, nimmt die Protagonistin einiges in Kauf, was am Ende allerdings auch belohnt wird.

    Ich kann das Buch nur jedem empfehlen und vergeben daher 5/5 Sterne.

    Klappentext: Dieses preisgekrönte Debüt erforscht, was es heißt, am Leben zu sein. Dass Dinge einfach passieren, kann Suzy nicht akzeptieren. Sie macht sich über vieles Gedanken: den Schlafrhythmus von Schnecken, die jährliche Zahl der Quallenstiche oder wie alt man ist, wenn das Herz 412 Millionen Mal geschlagen hat - gerade mal 12 Jahre. In dem Alter ist Suzys Freundin Franny im Sommer ertrunken, obwohl sie eine gute Schwimmerin war. Suzy muss herausfinden, wie das geschehen konnte. Es ist ein weiter, erkenntnisreicher Weg in einer Welt voller Wunder, bis sie begreift, dass der einzige Trost manchmal ist, Dinge anzunehmen, die man nicht ändern kann. Eine ergreifende Geschichte der Selbstfindung und ein großer Blick auf unsere Existenz.

    Autor: Ali Benjamin

    Titel: Die Wahrheit über Dinge, die einfach passieren

    Verlag: Hanser

    Genre: Roman

    Seiten: 240

    Preis: 17,00

    Veröffentlichung: 2018

    ISBN: 978-3-446-26049-8

    Matthias Boll

    Das Koeberg Projekt: Ein Kriminalroman aus Südafrika

    Books on Demand

    Autor: Matthias Boll (geb. 1971) ist promovierter Naturwissenschaftler mit einem großen Interesse an guten und logischen Krimis. Nach einem mehrjährigen beruflichen Aufenthalt in Südafrika hat er begonnen, selber Krimis zu schreiben, die - natürlich - in Südafrika spielen. Einem Land voller Widersprüche und Extreme, das damit eine ideale Kulisse für Verbrechen aller Art darstellt. Dabei lässt er die eigenen Erfahrungen geschickt in die erzählten Geschichten einfließen. (Quelle: Books on Demand)


    Abraham ist obdachlos und wohnt in Südafrika auf einer Mülldeponie, wo er mit anderen Menschen in der gleichen Lage, den Moll nach brauchbaren Gegenständen durchsucht. Eines Tages beginnt Abraham in einem Abschnitt der Deponie zu suchen, wo sonst niemand sucht und das aus guten Grund. Abraham erhofft sich dort aber viele gute Gegenstände und wird auch schnell fündig. Er findet neben einer Dose mit ungewöhnlichem Inhalt, auch noch eine Leiche, die wohl schon länger unter all dem Müll zu liegen scheint. Von dieser Beobachtung erzählt Abraham jedoch niemanden. Einige Tage später beschäftigt Abraham sein Fund noch immer und er beschließt, ein weiteres Mal an die Stelle zu gehen, um auszuschließen, dass er alles nur geträumt hatte. Bei seinem zweiten Besuch muss er dann feststellen, dass weder der Behälter noch die Leiche zu finden sind.

    Das Buch wird in 24 Kapiteln erzählt, wobei jede Kapitelüberschrift recht schlicht gehalten wurde. Allein die Angabe des Kapitels, verrät den Beginn eines neuen Kapitels. Der erste Buchstabe ist darüber hinaus, jeweils größer, als die folgenden, wodurch der Beginn des Kapitels nochmals hervorgehoben wird. Was beim Lesen sofort auffällt, ist die recht kleine Schrift, dies erfordert ein wenig mehr Konzentration beim Lesen und könnte bei dem ein oder anderen dafür sorgen, dass er das Buch langsamer als gewohnt liest.

    Zu Beginn des Buches wird der Leser in die Charaktere eingeführt und bekommt, dank des detaillierten Schreibstils auch ein gutes Bild von eben diesen. Hier schafft es der Autor, den Leser zu erreichen, durch seine detaillierte Beschreibung der Umstände, in denen die Charaktere leben. Leider dauert es dann bis zum Ende, bis man einigermaßen die Erklärung für das bekommt, was der Leser zu Beginn gelesen hat. Hier hätte man entweder das Buch etwas kürzen sollen, oder aber die Geschehnisse besser ineinander verweben können. So verhält es sich auch in einigen Situationen, die dem Leser eventuell etwas fragwürdig vorkommen, da hilft nur weiterlesen, denn früher oder später versucht der Autor, all diese zu erklären. So kann die ein oder andere Situation dann auch noch für Überraschungen sorgen, auch wenn bei Weitem nicht alle dieser Überraschungen gelingen, da einige durchschaubar sind. Am Ende des Buches könnte sich dann auch noch ein Lächeln auf den Lippen zeigen (bei mir war es zumindest so), da es da um die Geschichte geht, die der Leser gerade in Händen hält (hier möchte ich nicht Spoilern, weshalb ich nicht genauer ins Detail gehe).

    Cover: Das Cover ist von der Farbgestaltung eher dunkel und düster gehalten, wodurch es gut zum Inhalt des Buches passt, der auch eher dunkle Machenschaften behandelt.

    Auf der Vorderseite sehen wir ein Gebäude, auf dessen Tür wir “Block B” lesen können. Außerdem sehen wir einen Blutfleck auf dem Boden. Mittig über das Cover zieht sich der recht große Titel des Buches, welcher sich durch die gewählte Farbe perfekt vom Hintergrund abhebt. Auch gibt der Titel einen Teil des Inhaltes wieder, da es dort um den Ort Koeberg geht. Ebenfalls kommt der Titel des Buches, 1:1 so im Buch vor. Der Titel hätte für meinen Geschmack, von der Gestaltung her, ruhig etwas kleiner gewählt werden können.

    Die Rückseite des Covers wirkt dann schon einiges heller und zeigt einen Sonnenuntergang. Im Hintergrund lassen sich dabei noch einige Häuser erahnen.

    Insgesamt ist das Cover keine große Überraschung und sticht in seiner Gestaltung nicht sonderlich heraus (es wirkt trostlos). Man kann mit viel Fantasie Dinge aus dem Buch darin erkennen, jedoch passt es nicht 100% zum Buch selbst. Hier könnte nochmals Hand angelegt werden.

    Fazit: Ein Kriminalroman der sehr detailreich geschrieben ist und etwas Konzentration von Nöten ist. Leider gibt es wenig innovatives beim Lesen und der Autor bedient das typische Klischee vom Kampf der bösen Terroristen gegen die guten Agenten. Es gibt zwar einige Lichtblicke im Buch, leider halten diese sich in Grenzen. Wer jedoch Krimis oder Thriller mag und nicht auf der Suche nach etwas völlig Neuem ist, kann bei dem Buch ruhig zugreifen. Von mir gibt es solide 3/5 Sterne.

    Klappentext: Auf einer Mülldeponie im südafrikanischen Bloemfontein wird die halb verweste Leiche eines Mannes entdeckt. Neben ihr liegt eine Metalldose mit mysteriösem Inhalt.

    Zeitgleich lernt Wissenschaftler Frank Sattler im eintausend Kilometer entfernten Koeberg eine faszinierende Frau kennen. Bald muss er feststellen, dass sie eine erfindungsreiche Lügnerin ist. Der Direktor des örtlichen Kernkraftwerks, zu dem Sattler in geschäftlichem Kontakt steht, verhält sich feindselig und aggressiv. Warum? Sattler durchschaut erst spät die Zusammenhänge. Es geht in Wahrheit nicht um Lügen oder persönliche Anfeindungen, sondern darum, ein Inferno zu verhindern . . . (Quelle: Books on Demand)

    Autor: Matthias Boll

    Titel: Das Koeberg Projekt: Ein Kriminalroman aus Südafrika

    Verlag: Books on Demand

    Genre: Krimi

    Seiten: 272

    Preis: 9,99

    Veröffentlichung: 2018

    ISBN: 9783746067308

    Ralph Llewellyn

    Die Politik und ihr Wahnsinn: Der Reichstag

    Engelsdorfer Verlag


    Autor: Geboren in den USA, wuchs Ralph Llewellyn in Deutschland auf und lebt heute bei Heidelberg. Nach dem Besuch der Grundschule in Eppelheim und des Carl-Theodor-Gymnasiums in Schwetzingen studierte er an der Universität Karlsruhe.

    1986 war er Mitbegründer der Firma Mythras und entwickelte Multimediatools. Ab 1989 war Ralph Llewellyn als Dipl. Informatiker und von 1994 bis 2006 als Geschäftsführer bei einem mittelständischen Unternehmen angestellt. Seit 2006 ist er Inhaber der TSL-Immobilien (TSL-Immobilien). Nach der Veröffentlichung von diversen Sachbüchern wandte er sich ab 2005 dem Schreiben von Fantasy-Romanen und mystischen Thrillern zu. Zu seinen Werken zählen die Synthia – Bücher (Fantasy), die Alex Baxtor – Reihe (Mystik-Thriller) und Bestimmung (Mystik-Thriller). In seinem Werk 7 Tage mit Gott setzte er sich mit bissigem Humor mit der heutigen Zeit und den Irrungen auseinander. (Quelle: Ralph Llewellyn)

    Auf einem Symposium treffen sich Frank, Hans, Susanne und Ronaldo an der Bar und werden spontan zu Freunden. Jeder der vier ist Makler und hat seine eigene Geschichte zu erzählen. Was sie alle jedoch verbindet, ist der Gedanke, als Makler nicht den besten Ruf zu genießen, was laut deren Meinung an der Politik liegt. Am nächsten Morgen werden alle nach einer langen Nacht wach und können sich nur schwer an das erinnern, was sie letzte Nacht getrieben haben. Schnell wird dann aber klar, Ihre Aktion der letzten Nacht hat große Folgen und das nicht nur für die Vier, sondern für die ganze Republik Deutschlands.

    Das Buch wird in insgesamt 7 Kapiteln erzählt, die alle nochmals in Unterkapitel gegliedert sind. Die Kapitel tragen immer eine neue Kapitelübershrift und beginnen mit einem Zitat. Bei dem Zitat hätte ich mir jedoch gewünscht, dass man den Urheber (falls bekannt) auch noch mit angibt. Die Unterkapitel werden in römischen Ziffern angegeben und beginnen bei jedem neuen Kapitel mit 1. Dies sorgt für eine gute Übersicht beim Lesen. Dadurch das die Unterkapitel auch nicht recht lang sind, lässt sich das Buch gut zwischendurch lesen, ohne das der Leser den Anschluss verliert. Leider können die vielen Unterbrechungen aber auch dafür sorgen, dass man, besonders als recht schneller Leser, beim Lesen etwas aus dem Fluss geraten kann.

    Zu Beginn des Buches wird dem Leser recht schnell klar, worum es in diesem Buch geht. Dabei trifft er auch auf Charaktere, die Ihm aus dem realen Leben bekannt vorkommen. Dabei achtet der Autor das ganze Buch über darauf, dass kaum Namen genannt werden. Trotzdem weiß der Leser zu jedem Zeitpunkt, welche Person des realen Lebens gerade beschrieben wird und das nur wegen deren Handlungen und Beschreibungen. Dies hat der Autor gut gelöst und spricht für einen guten Schreibstil. Damit hat das Buch auch immer eine gewisse Aktualität, da man immer die jeweils aktuellen Politiker in der Story einfügen kann. Neben den realen Personen gibt es aber auch teilweise noch reale Handlungen (zumindest zum Zeitpunkt der Veröffentlichung).

    Die Vier Hauptcharaktere haben alle Ihre unterschiedlichen Charakterzüge, die das ganze Buch über auch strikt durchgehalten werden. Auch erfährt der Leser bis zum Schluss immer wieder neue Details über die jeweiligen Charaktere, und trotzdem möchte bis zum Ende keine große Bindung zu den Vieren aufkommen.

    Der Epilog hebt sich dann vom restlichen Buch durch seine Erzählart ab, denn dieser liest sich wie eine heroische Ansprache an den Leser.

    Cover: Das Cover des Buches ist vollständig in der Farbe Weiß gehalten. Mittig auf der Vorderseite ist der Umriss des Zeichens einer Kreuzkarte abgebildet, in dessen Mitte einige Bilder zusehen sind, die mit dem Inhalt des Buches zusammenhängen. Das Cover wirkt so ein wenig wie eine Karte, hier hätte ich mir jedoch gewünscht, dass man das Cover genau wie eine Karte gestaltet hätte. Die Karten Optik passt dabei gut zum Inhalt, da die Charaktere mit Ihrem Plan auch zu Pokern beginnen (Pokern gegen die Zeit und Ihre Gegner).

    Unter diesem Bild ist der Titel des Buches, welcher in den Farben lila und schwarz gedruckt ist. Das Lila finden wir dann ebenfalls auf dem Buchrücken sowie der Rückseite, als breiten Streifen am oberen Ende..

    Das Cover ist insgesamt recht schlicht gehalten und macht optisch nicht besonders viel her, passt aber zum Inhalt recht gut.

    Fazit: Der Titel lässt anfangs anderes erwarten als ein recht gelungenen Politthriller. Es gibt einige Punkte, die man (in meinen Augen) verbessern könnte, jedoch sorgt dies für keinen Abbruch beim Lesespaß. Wer gerne mal wissen möchte, was der Bundesrepublik passieren könnte (zumindest in der Fiction) und dabei noch einige Stunden unterhalten werden möchte, kann gerne zu diesem Buch greifen. Es ist nicht sonderlich anspruchsvoll und lässt sich recht leicht lesen, wieso man schnell die letzte Seite erreicht haben sollte.

    Von mir gibt es 4/5 Sterne für das Buch.

    Klappentext: Irgendwo in Deutschland, im Januar 2017. Vier Immobilienmakler, die unterschiedlicher kaum sein könnten, kommen auf einem Symposium ins Gespräch. Schnell stellen sie fest, dass zumindest eines sie vereint: die Frustration über ihre Arbeit und die wenige Anerkennung, die sie dabei erfahren. Als Hauptverantwortliche ihrer Misere und ihres schlechten Rufs machen sie die Politiker aus, die ihnen mit einer maklerunfreundlichen Gesetzgebung zusätzlich das Leben schwer machen. Dieser Roman handelt nicht nur von der kleinen Welt der Makler, es geht um viel mehr. Es geht um Menschen, die sich Gedanken machen um die Gesellschaft und die genug haben von der desillusionierenden Politik der Mächtigen, von der Scheinheiligkeit und Doppelzüngigkeit unserer Gesellschaft, von der täglichen Konfrontation mit Ignoranz und Dummheit. Dieses Lebens überdrüssig beschließen die vier Protagonisten, sich zu rächen. Mit bissigem Humor wird der Leser durch die heutige (Un-)Kultur der Beliebigkeit geführt. Ein Roman, der den Finger in eine alte historische Wunde legt, die Gesellschaft und ihre mediale Welt betrachtet und die Politik als das offenlegt, was sie oftmals ist: käuflich und von reichlich Egoismus durchtrieben. (Quelle: Engelsdorfer Verlag)

    Autor: Ralph Llewellyn

    Titel: Die Politik und ihr Wahnsinn: Der Reichstag

    Verlag: Engelsdorfer Verlag

    Genre: Roman

    Seiten: 211

    Preis: 12,90

    Veröffentlichung: 2018

    ISBN: 978-3961452460

    Tibor Rode

    Das Morpheus-Gen - Wenn du schläfst, bist du tot

    Bastei Lübbe


    Autor: Tibor Rode, 1974 in Hamburg geboren, studierte Rechtswissenschaften und arbeitete als Journalist. Heute ist er als Anwalt für Wirtschafts- und IT-Recht tätig und Lehrbeauftragter an der Universität Hamburg. Tibor Rode lebt mit Familie und Hund in Schleswig-Holstein. Das Mona-Lisa-Virus ist sein dritter Roman. (Quelle: Bastei Lübbe)


    David kommt nach einem langen Arbeitstag, den er mit einer Runde im Fitnessstudio beendet hat, nach Hause. Voller Hoffnung auf seine Freundin, findet er in der Wohnung nur einen Brief, in dem seine Freundin Sarah die Beziehung zu Ihm beendet. Als David am nächsten Tag mit Sarah über die Trennung reden möchte, muss er feststellen, dass ein Ihm unbekannter Mann damit beschäftigt ist, Sarahs Dinge aus der Wohnung zu räumen. Für David steht fest, dabei muss es sich um den neuen Freund von Sarah handelt. Über diese Begegnung spricht David mit seinem Freund, bei ein paar Bieren, bevor er am Abend wegen eines Großauftrags nochmals in die Kanzlei muss. Bei dem Durcharbeiten der Akten, macht David eine Entdeckung, die in Ihm das Interesse weckt. Der Name seines verstorbenen Vaters taucht in den Unterlagen der Firma auf.


    Das Buch hat insgesamt 107 Kapitel. Die Überschriften der Kapitel bestehen nur aus dem Nötigsten, der Angabe des Kapitels. Darunter findet sich zu Beginn immer die Angabe des Handlungsortes. Hier hätte ich mir auch die Angabe der Zeit gewünscht, um die Story besser folgen zu können. Man der Story aber auch so recht gut folgen, da man immer mal wieder Informationen aufschnappt, die einen den zeitlichen Rahmen der Handlung verrät, weshalb die fehlende Zeitangabe kaum ins Gewicht fällt (es wäre quasi Bonus gewesen). Außerdem fällt recht schnell auf, dass es zwei Arten von Kapitel gibt, die sich auch durch Ihre Schrift voneinander unterscheiden. Dies fällt mir besonders Positiv auf, da man als Leser so direkt weiß, worum es gerade geht. Die kursiven Kapitel beschreiben dabei die Handlung, die weit in der Zukunft liegt. So erhält der Leser, nach und nach wichtige Informationen, für die Handlung in der Gegenwart. Im Laufe des Buches kommt man an den Punkt, wo beide Stränge sich treffen, ab da gibt es keine kursiven Kapitel mehr.

    Zu Beginn des Buches stößt der Leser auf ein Zitat, welches die Handlung des Buches zusammenfasst und einige der Handlungen verdeutlicht (hier gehe ich nicht genauer drauf ein, da es zu Spoilern führen würde). Danach steigt der Leser direkt in die Handlung ein, auch wenn er diese anfangs nicht so recht einordnen kann. Dies sorgt aber für die nötige Spannung, um weiterzulesen. Allgemein sorgt der Autor das ganze Buch über für viele Situationen, die den Leser dazu motivieren, das Buch bis zum Schluss zu lesen. Ich nehme gleich vorweg, dass auch alle diese Situationen am Ende sehr gut und vor allem schlüssig aufgelöst werden. Anfangs könnte der Leser noch glauben, es handelt sich bei dem Buch um einen reinen Krimi, dies ändert sich jedoch recht schnell und die Handlung wird viel verwobener. Wer bei diesem Buch jedoch Action erwartet, wird enttäuscht werden, da es kaum Actionszenen gibt, die erzählt werden.

    Die Charaktere sind wirklich toll gewählt, leider werden sie aber zu oberflächlich behandelt. Dies ist im Allgemeinen zwar nicht so positiv, fällt aber bei einem Thriller kaum ins Gewicht, da dort die Story (und Ihre Schlüssigkeit) eine recht große Rolle spielt. Auch fällt auf, dass einige Ihrer Handlungen etwas unrealistisch bzw. fragbar erscheinen (z. B. eine Ausreise trotz laufender Fahndung). Bis zum Ende hielt sich bei mir die Hoffnung, dass die Story hoffentlich gut und schlüssig aufgelöst wird, besonders da sich im Laufe der Geschichte recht viele Ansätze angehäuft hatten. Diese Hoffnung wurde am Ende dann auch positiv belohnt und das Buch kommt zu einem schlüssigen Ende, dass eventuell ja sogar nach einer Fortsetzung schreit?!


    Cover:

    Anmerkung: Da ich das eBook gelesen und rezensiert habe, bezieht sich meine Meinung zum Cover, allein auf die Covervorschau.


    Das Cover ist relativ dunkel gehalten und passt damit auch gut zu diesem mystischen Thriller, in dem die Nächte eine zentrale Rolle spielen. Auf dem Cover ist das Gesicht einer Eule zu erkennen, womit auch dies gut zum Inhalt des Buches passt. Die Eule als Sinnbild für Nachtaktivität passt gut zu den Eigenschaften der Personen im Buch. Schaut man sich die rot leuchtenden Augen der Eule genauer an, so sieht man, dass sich darin eine Person spiegelt, welche aber nicht zu erkennen ist. Dies passt ebenfalls zum Buch, da dort einiges erst im Laufe des Buches klar wird und bis dahin auch im dunkeln bleibt. Der Titel des Buches steht mittig auf dem Cover, wobei das Wort “Morpheus” direkt ins Auge springt, da dies recht groß und in roter Farbe geschrieben steht. Wobei es sich bei dem Wort handelt, ist anfangs jedoch nicht zu erkennen, wird aber im Laufe des Buches klar.

    Das gesamte Cover passt in seiner Gestaltung gut zum Inhalt des Buches und ist sicherlich auch ein kleiner Hingucker in jedem Regal.


    Fazit: Ein wirklich gelungener Thriller, der viel Spannung verspricht. Die Charaktere sind zwar etwas dünn und oberflächlich gehalten, was jedoch dem Lesespaß keinen Abbruch tut. Das Buch ist dabei wirklich gut und flüssig zu lesen, weshalb man schnell durchs Buch finden wird. Wer auf Thriller (besonders wenn er mystisch angehaucht ist) steht, wird bei diesem Buch voll auf seine Kosten kommen. Am Ende gibt es von mir 4/5 Sterne.


    Klappentext: Für den New Yorker Anwalt David Berger gerät die Welt aus den Fugen: Seit Nächten kann er nicht schlafen, sondern bleibt rund um die Uhr wach. Kurz darauf werden seine Freundin und sein bester Freund ermordet, und für die Polizei steht fest, dass er der Täter ist. Unterstützung auf der Flucht erhält David von der Archäologin Nina, die aus unbekannten Gründen seine Nähe sucht. David wird bald klar: Das, was ihm bislang den Schlaf geraubt hat, kann ihn das Leben kosten. Er ahnt nicht, dass sich hinter seiner plötzlichen Schlaflosigkeit eines der am besten gehüteten Geheimnisse der Menschheit verbirgt … (Quelle: Bastei Lübbe)


    Autor: Tibor Rode

    Titel: Das Morpheus-Gen - Wenn du schläfst, bist du tot

    Verlag: Bastei Lübbe

    Genre: Thriller

    Seiten: 430

    Preis: 15,00

    Veröffentlichung: 2018

    ISBN: 978-3-431-04086-9

    Barbara Zoschke

    Wovon man alles nicht stirbt

    Coppenrath


    Autor: Barbara Zoschke wurde 1964 in Leverkusen geboren. Nach dem Studium in Köln, Siena und Clermont-Ferrand arbeitete sie mehrere Jahre als Journalistin und Redakteurin. Anfang 1994 machte sie sich zusammen mit anderen Journalistinnen selbstständig und gründete das Redaktionsbüro coba press. Parallel dazu begann sie, Kinderbücher zu schreiben. Seit 1998 ist sie freiberufliche Kinder- und Jugendbuchautorin und unterrichtet außerdem Kreatives Schreiben. Mit ihren beliebten Lesungen und Schreibwerkstätten engagiert sie sich aktiv für die Lese- und Schreibförderung. Barbara Zoschke lebt mit ihrer Familie in Köln. (Quelle: Arena)


    Lesya ist die neue Freundin von Kim und wohnt bei Ihrer Tante in der Türnicher, da Ihre Eltern in der Ukraine im Gefängnis sitzen. Ihre Tante Saskia ist jedoch kaum zu Hause, da sie mit Ihrer Arbeit viel um die Ohren hat. Dann gibt es da noch Herrn Klose, auch Fahrrad-Klose genannt. Herr Klose ist der selbst ernannte Hausmeister in der Türnicher. Anfangs ist Herr Klose noch recht nett zu Lesya und erlaubt Ihr sogar, seine Garrage zu bemalen, dies ändert sich dann aber plötzlich. Als Herr Klose dann auch noch von Lesyas Situation erfährt, schaltet er die Hausverwaltung ein, die auch prompt reagiert. Dies finden Kim und Lesya nicht toll, weshalb Sie Herrn Klose den Tod wünschen. Eines Morgens soll Ihr Wunsch dann auch Früchte tragen und Herr Klose wird tot in seiner Garrage aufgefunden.


    Das Buch hat insgesamt 10 Kapitel. Jedes der Kapitel hat eine eigene Überschrift, die aussieht als sei Sie mit einer Art Pinsel oder dickerem Füller geschrieben worden. Der erste Satz eines jeden Kapitels ist ebenfalls anders gedruckt, als der Rest des Buches und sieht aus als Sei dieser per Hand geschrieben (in Schreibschrift). Dadurch wirkt das gesamte Buch so, als würde man das Tagebuch der Hauptperson lesen. Dieser Eindruck wird außerdem durch die Ich-Form verstärkt, in der das Buch geschrieben ist. Was erst bei genauerem Hinschauen auffällt, ist, dass das Buch in zwei verschiedenen Schwarztönen gedruckt wurde.Die etwas helleren Abschnitte beschreiben dabei die aktuelle Handlung, während die dunkel gedruckten Abschnitte, Erzählungen aus der Vergangenheit sind. Hier hätte ich mir gewünscht, dass die Autorin die Trennung klarer gestaltet, als nur durch Unterschiede in den Grautönen der Schrift (auch wenn man vor jedem Wechsel ebenfalls ein Zeichen sieht, welches an einen Strudel erinnert). In jedem Kapitel begegnen dem Leser ebenfalls Textabschnitte, die aussehen als seien Sie auf liniertes Papier geschrieben und aus einem Buch herausgerissen worden. Dies sind Listen der Hauptperson, die sie in vielen Situationen angelegt hat. Die Idee finde ich sehr gut und die Dinge auf den kleinen Schnipsel lesen sich tatsächlich sehr kindlich aber leider unterbrechen sie auch etwas den Lesefluss, da Sie immer da auftauchen, wo sie beschrieben werden. Allgemein liest sich das gesamte Buch sehr kindlich, was aber gut passt, da wir aus der Sicht eines kleinen Mädchens lesen.

    Neben all diesen Dingen, hat es die Autorin auch geschafft, ein sehr aktuelles Thema in das Buch einzubauen. So ist Lesya ebenfalls so etwas wie ein Flüchtling, der in Deutschland Hilfe sucht (und auch findet). Aber auch die Thematik rund um Lesyas Eltern, von der man immer mal wieder ein wenig zu lesen bekommt.

    Gegen Ende des Buches kommt es dann auch noch zu einer wirklich großen Wendung in der Geschichte aber auch in der Stimmung. Wo am Anfang noch Glück, Spaß und Freundschaft zu lesen waren, kommt am Ende auch etwas Trauer auf.

    Man sollte das Buch unbedingt bis zum Ende lesen und damit meine ich ebenfalls das Nachwort, denn dort erläutert die Autorin einige Dinge zur Entstehung des Buches.


    Cover: Das Cover des Buches ist sehr farbenfroh, was aber auch zum Inhalt des Buches passt, denn es geht darin auch um Bilder. Der Hintergrund sieht wie eine Steinmauer aus, vor der ein Mädchen mit dem Fahrrad fährt. In den langen blonden Haaren des Mädchens befinden sich einige Blumen. Diese Blumen lassen sich ebenfalls mit dem Finger ertasten, da sie leicht hervorstehen. Auf dem Gepäckträger steht ein Fahrradkorb, in dem einige Farbdosen stehen. Hier hat man also ebenfalls den Bezug zum Inhalt. Allgemein könnte man das gesamte Cover auch als Bild erkennen, welches auf die Wand gemalt wurde, was dann wiederum perfekt zum Inhalt passen würde.

    Über dem Mädchen steht der Titel des Buches geschrieben, wobei das Wörtchen “NICHT” in Weiß gedruckt ist, während der Rest in Blau gehalten ist. Außerdem hebt sich das Wort dadurch ab, dass es vollständig in großen Buchstaben geschrieben ist. Der Titel lässt sich so auf zwei Wege lesen: “Wovon man alles stirbt” oder aber “Wovon man alles nicht stirbt”. Der Titel des Buches kommt in genau der Form auch im Buch vor und hat deshalb einen direkten Bezug zum Inhalt.

    Auf der Rückseite des Buches befinden sich einige Dinge, die man alle auch im Buch wiederfinden kann.

    Was mir besonders gefallen hat, ist die Tatsache, dass man das hintere Cover so klappen kann, dass die Seiten verschwinden und es so aussieht, als hätte das Buch zwei Buchrücken.

    Insgesamt ist dieses Cover wirklich sehr gut gelungen und ist ein absoluter Hingucker und das auch im Bücherregal. Ein kleiner Nachteil fiel mir dann aber noch auf, denn auf meinem Buch war ein Aufkleber auf dem stand “Mädchen Liebling”. Dies könnte die männlichen Leser eventuell abschrecken, weshalb ich sagen möchte, auch Männer kommen bei diesem Buch auf Ihre Kosten.


    Fazit: Die Autorin hat mit diesem Buch etwas geschaffen, was wirklich alles enthält. Vom Humor und Fröhlichkeit bis hin zur Trauer. Außerdem wird ein wichtiger Punkt aufgegriffen und das ist die Freundschaft und den Hochs und Tiefs, die es gilt zu überwinden. Von der ersten bis zur letzten Seite ein absolutes Lesevergnügen, dass leider viel zu schnell zum Ende kommt.

    Von mir gibt es 5/5 Sterne.


    Klappentext: Kim ist überglücklich, als Lesya in ihre Klasse kommt. Endlich ist da jemand, der wie sie nirgendwo zu passen scheint – wie zwei Puzzlestücke, die im falschen Karton gelandet sind. Lesya malt riesige Wandgemälde und ahnt immer, wie Kim sich fühlt. Niemand darf also erfahren, dass Lesyas Tante kaum zu Hause ist und ihre Eltern in der Ukraine im Gefängnis sitzen – vor allem nicht der alte Herr Klose, der Lesya bei den Behörden verpfeifen will. Mit einer Beschwörungsformel wünschen die Mädchen ihrem Nachbarn den Tod an den Hals. Doch dann stirbt der alte Mann tatsächlich und Kim wird es immer mulmiger: Warum benimmt Lesya sich so seltsam? Und wie viele Geheimnisse kann selbst die beste Freundschaft der Welt aushalten? (Quelle: Coppenrath)


    Autor: Barbara Zoschke

    Titel: Wovon man alles nicht stirbt

    Verlag: Coppenrath

    Genre: Jugendbuch

    Seiten: 224

    Preis: 12,99

    Veröffentlichung: 2018

    ISBN: 978-3649627081

    Jan-Christoph Nüse

    Operation Bird Dog

    Gmeiner

    Autor: Jan-Christoph Nüse wurde 1958 in Dortmund geboren, ging in Würzburg zur Grundschule und studierte Sozialwissenschaften, Germanistik und Politikwissenschaften in Bochum und Hagen. Er arbeitet als Redakteur und Reporter beim Fernsehsender Phoenix in Bonn und Brüssel. Für seine Berichterstattung über Wirtschaft und Politik wurde er mehrfach ausgezeichnet. Er hat einen Sohn und lebt seit zehn Jahren wieder in seiner Heimatstadt Dortmund. »Operation Bird Dog« ist sein erster Kriminalroman. (Quelle: Gmeiner)

    Tenenbaum, der nach dem Examen als Wirtschaftswissenschaftler zur Army ging, kommt mit dem Flugzeug in Bremerhafen an. Dort hat er einen Auftrag zu erfüllen, der ihm zuvor per Fernschreiben erreicht hat. In Bremerhafen angekommen erwartet ihn jedoch zunächst eine Situation, die ihm nicht behagt. Ein Angriff auf die kostbare Fracht am Hafen konnte zurückgeschlagen werden. Tenenbaum unterschreibt die Papiere also und macht sich samt Fracht auf die Zugreise nach Frankfurt. Auf dem Weg dorthin wird der Zug jedoch gestoppt und angegriffen.

    Das Buch erstreckt sich insgesamt über 53 Kapitel plus einem Prolog. Die Kapitelüberschriften bestehen dabei nur aus einer Ziffer und der Angabe von Ort und Datum, zu Beginn eines jeden neuen Kapitels. Diese Angaben sind in diesem Buch aber auch wichtig, da die Zeit zwischen 1948 und 1958 wechselt.

    Zu Beginn des Buches gibt es einen Auszug der Personen, die in dem Buch eine Rolle spielen. Diesen Auszug fand ich recht hilfreich, da einem im Laufe der Geschichte recht viele Personen begegnen, die man so immer griffbereit hat. Neben den Charakteren gibt es auch einige Schauplätze, an welche das Buch spielt. Um hier den Überblick nicht zu verlieren, hilft die Angabe zu Beginn eines jeden Kapitels (siehe oben). Außerdem gibt es noch einige Wörter zu den Fakten des Buches, denn dieses Buch orientiert sich an realen Begebenheiten. Hier wäre eventuell ein Quellenverzeichnis nett gewesen, auch wenn in der Danksagung noch einige Hinweise gegeben werden (und Google selbst auch einiges ausspuckt). Leider ist der gewählte Themenbereich (Finanzen), nicht immer leicht zu verstehen, weshalb eventuell nicht alle Details dem Leser klar werden (hier wäre ein Glossar bzw. Fußnoten hilfreich). Das Buch spielt in der Nachkriegszeit und das erkennt man auch an einigen Details, wie zum Beispiel Hungersnöte. Hinter allem steht dann auch noch die Angst vor einer erneuten Zeit unter Nazis. Die gewählten Charaktere entwickeln sich dabei im Laufe des Buches nicht sonderlich weiter, jedoch bekommt der Leser immer wieder neue Informationen, um sein Bild der Charaktere Stück für Stück zu vervollständigen. Hier hält der Autor auch einige Punkte bereit, die den Leser sicherlich überraschen werden (da ich nicht spoilern möchte, gehe ich auf diese Punkte nicht genauer ein).

    Bei der allgemeinen Gestaltung des Buches überrascht der Autor positiv. Charaktere bekommen einen Akzent, Dokumente heben sich optisch vom Rest des Textes ab, und wenn es sein muss, sind sie sogar in Englisch gedruckt. Dass alles sorgt beim Lesen für eine bessere Identifikation, mit der Handlung und den Charakteren. Außerdem kann er sich so besser in die ganze Geschichte hineinfinden.

    Ausgelegt ist das Buch zwar als Kriminalroman, doch dies ist dem Autor nicht sonderlich gut gelungen. Ich würde hier viel eher Thriller als passendes Genre nennen. Zwar gibt es ein Verbrechen, dass aufgedeckt werden soll (der Selbstmord von Carls Eltern), jedoch ist beim Lesen nur recht schwer eine Straftat zu erkennen und dass bis zum Ende des Buches. Dies sorgt dann auch leider für fehlende Spannung beim Lesen. Es gibt viele Informationen, Charaktere und Gespräche, bis das Verbrechen am Ende aufgedeckt wird. Im Gesamten also ein recht ruhiges Buch, ohne nennenswerte Action. Die Ermittlungen finden dabei im Jahr 1958 statt, wobei das Verbrechen schon 1948 begangen wurde. Hier gibt es zwar Erklärungen, wieso Carl erst jetzt aktiv wird, jedoch blieb bei mir noch immer die Frage “wieso?” im Kopf. Ab ca. 3/4 des Buches treffen die Handlungsstränge dann zusammen, sodass ab diesem Zeitpunkt die Geschichte nur noch im Jahr 1958 erzählt wird. Neben dieser Hauptgeschichte gibt es noch 1-2 Nebenstränge, die einem die damalige Situation etwas näher bringen (z. B. Suche nach Rechten Überbleibseln). Lieder sorgt das alles aber auch, für eine Unübersichtlichkeit die schnell auftreten kann. Außerdem fällt auf, dass die Geschichte an manchen Punkten auch recht sprunghaft ist, was nicht immer schön ist beim Lesen.

    Cover: Das Cover ist fast ausschließlich in Schwarz und Weiß gehalten und passt daher auch sehr gut zum historischen Hintergrund des Buches. In einem weißen Kasten steht der Titel in Rot geschrieben, der sich deshalb sehr gut vom Hintergrund und Rest des Covers abhebt. Wenn man den Titel dann auch noch googelt, wird man schnell herausfinden, dass es sich hierbei um ein wahres Erlebnis aus der Vergangenheit handelt. Wir sehen im Hintergrund einige Menschen, die Geld in Ihren Händen halten (dieses Bild findet sich ebenfalls auf der Innenseite wieder). Auch hier ist der Zusammenhang zum Buch zu finden, denn in diesem geht es ebenfalls um Geld. Einige Teile des Covers heben sich zusätzlich noch dadurch ab, dass sie in Hochglanz gedruckt sind.

    Auf der Rückseite des Covers sind dann die Wörter “tödliche D-Mark” ebenfalls in Rot gedruckt, wodurch das Wort “tödlich” hervorgehoben wird, aber auch zwei wichtige Wörter des Buches.

    Insgesamt ist das Cover sehr gelungen und passt gut zur erzählten Geschichte.


    Fazit: Der Autor hat es geschafft, mit seinem Buch einen kleinen Einblick in die Nachkriegszeit zu geben. Leider verfehlt er hierbei ein wenig das Genre eines Krimis und landet eher bei einem Thriller. Viel Action und Spannung gibt es auch nicht, aber die Tatsache, dass das Buch einen realen Hintergrund hat, hat mir die Motivation zum Lesen gegeben. Nicht alles ist leicht zu verstehen, jedoch fällt das nicht sonderlich stark ins Gewicht. Am Ende hat das Buch trotz alledem einige Stunden Lesevergnügen gebracht, die nicht perfekt aber trotzdem empfehlenswert sind.

    Ich gebe dem Buch am 4/5 Sterne und empfehle ruhig einen Blick in das Buch zu riskieren.

    Klappentext: 1948. Zwischen den Mächten der Alliierten treten immer deutlicher unterschiedliche Interessen zutage. Deutschland steht vor einer Zerreißprobe. Die Sowjetunion isoliert West-Berlin. Einige Monate nach der Währungsreform wird der Bankier Dr. Victor Wrede tot aufgefunden. Neben ihm liegen seine tote Frau und der bewusstlose Sohn Carl. Jahre später sucht Carl Wrede nach den Gründen für den Tod seiner Eltern. Dabei stößt er auf einen Betrug während der Währungsreform, der bisher unentdeckt blieb. Und auch unentdeckt bleiben sollte. (Quelle: Gmeiner)

    Autor: Jan-Christoph Nüse

    Titel: Operation Bird Dog

    Verlag: Gmeiner

    Genre: Krimi

    Seiten: 420

    Preis: 15,00

    Veröffentlichung: 2018

    ISBN: 978-3-8392-2283-6

    Michelle Cordier

    Die Toten von Paris

    Bastei Lübbe

    Autor: Michelle Cordier ist das Pseudonym einer deutschen Autorin, die schon Romane in unterschiedlichen Verlagen veröffentlicht hat, unter anderem Krimis, historische Romane und Romance. Ihre Geschichten spielen bevorzugt in Frankreich, wo sich die Autorin besonders gut auskennt. Sie lebt mit ihrem Ehemann in Nordrhein-Westfalen am nördlichen Rand des Sauerlandes. (Quelle: Bastei Lübbe)


    Die Nazis sind in Frankreich und Pauline führt mit Widerwillen/Abscheu eine Beziehung mit Paul Henkmann, welcher Nazi ist. Zusammen arbeiten die beiden beim ERR. Paulines Aufgabe erfordert aber dieses große Opfer. Einige Tage später kommt Paul mit einer Nachricht zur Arbeit, die Pauline gekonnt negativ aufnimmt. Die Nazis werden aufgrund des Vormarsches der Alliierten abgezogen und somit muss auch das Dienstgebäude geräumt werden.

    Nach der Befreiung von Paris stößt Ricolet zur Mordkommission um die Kollegen zu unterstützen. Er bekommt es auch gleich mit einer Leiche zu tun, welche in einem herrenlosen Haus gefunden wird. Allem Anschein nach scheint es sich bei der stark verwesten Leiche um einen Deutschen zu handeln. Im Laufe der Ermittlungen kreuzen sich die Wege von Ricolett und Pauline, die ihm bei der Identifikation der Leiche behilflich sein soll.

    Das Buch hat insgesamt 12 Kapitel, die nur eine schlichte Überschrift tragen (Kapitel + Ziffer), welche nochmals in verschiedene Absätze gegliedert sind, die durch ein * voneinander getrennt sind.. Zu Beginn eines neuen Kapitels gibt es die eine Datumsangabe, welche bei diesem Buch hilfreich ist, da sich die Handlung von August bis November zieht (jedoch nicht Tag für Tag, sondern manchmal gibt es auch größere Sprünge in der Handlung).

    Zu Beginn weiß der Leser noch nicht so wirklich, worum es eigentlich genau geht (wird alles aber im Laufe des Buches aufgeklärt), jedoch sorgt das auch für die anfängliche Motivation weiterzulesen. Die Zeit, in der die Handlung spielt, sollte jedoch jedem Leser bekannt sein, wenn er das Datum anschaut. Dadurch kann man auch schon ein wenig selbst herauslesen, worum es gerade wohl geht. Dabei orientiert sich die Autorin recht nah an der Realität, denn der Raub von Kunstwerken (und die spätere Suche danach, Stichwort: Monuments Men), war Wirklichkeit. Auch die Atmosphäre, die damals in der Kriegszeit geherrscht haben muss, hat die Autorin gekonnt eingefangen. An jeder Ecke bekommen wir es mit Armut und Hungersnot zu tun aber auch mit dem Verhalten der Bevölkerung, besonders (möglichen) Deutschen gegenüber (und die Angst davor, zuzugeben das man Deutsch ist). Auch wenn manche dieser Handlungen auf den Leser verstörend wirken können, sorgen diese Beschreibungen für das gewisse Feeling beim Lesen (man kann sich als Leser gut in die Handlung einfinden). Dazu trägt aber auch die genaue Beschreibung von Szenen, Handlungen und Co bei, die dafür sorgt, dass man sich ein ziemlich genaues Bild von dem Erzählten machen kann. Dazu passt auch die Tatsache, dass im Laufe der gesamten Story recht wenig Action passiert und sich das Buch mehr um die Ermittlung (damit zusammenhängend auch um die Hintergründe der Charaktere) dreht. Mit Ricolet hat die Autorin da aber auch einen Polizisten geschaffen, welcher gut in das Bild hineinpasst. Leider gibt es gegen Ende einen Punkt, der nicht so recht zu Ricolet passt, denn Pauline begeht eine Lüge, die Ricolet in meinen Augen, hätte durchschauen müssen (er hat im gesamten Buch über Köpfchen bewiesen, bis auf an diesem Punkt). Außerdem möchte er für seine Liebe Pauline, einige Details des Falles gerne “vergessen”, wobei der sonst so gesetzestreue Ricolet leicht aus seinem Charakter rutscht.

    Die beiden gewählten Charaktere entwickeln sich das ganze Buch über weiter und man erfährt als Leser immer mal wieder etwas neues über eben diese Charaktere. Leider ist die Entwicklung der Beiden, welche in Liebe endet; nicht sonderlich gut herausgearbeitet. Die Tatsache, dass Pauline und Ricolet sich ineinander verliebt haben, kommt zu plötzlich, und auch ohne das man dies geahnt hätte. Dies wirkt etwas, als wolle die Autorin unbedingt eine Liebesbeziehung in Ihrem Buch erzählen.

    In der Mitte des Buches gibt es ebenfalls eine Szene, die in meinen Augen recht die etwas unglaubwürdig scheint, denn es wird ein Schraubendreher benötigt, welcher ausgerechnet von einem Polizisten mitgeführt wird (was macht ein Polizist zu dieser Zeit mit einem Schraubendreher?!).

    Zum Ende hin hält die Autorin dann noch einige Entwicklungen parat, die dem Leser mit Sicherheit überraschen werden, weil er damit nicht gerechnet hätte. Die Aufklärung des Falls wird dabei sehr schlüssig erzählt.

    Das Ende des Buches weckt dann ein wenig die Hoffnung auf eine mögliche Fortsetzung, die es meiner Meinung nach gerne geben darf.


    Cover:


    Anmerkung:

    Da ich das eBook gelesen und rezensiert habe, bezieht sich meine Meinung zum Cover, allein auf die Covervorschau.


    Der Himmel auf dem Cover ist stark verdunkelt, was auch wirklich gut zum Setting des Buches passt, denn dies spielt zu Zeiten des 2. Weltkrieges. Außerdem ist die Stimmung allgemein sehr erdrückend, was ebenfalls zum verdunkelten Himmel passt. Wir sehen bei dem Blick auf das Cover jedoch auch, dass sich helle Stellen zeigen. Dies verbildlicht etwas das nahende Ende des Krieges (alles wird besser). Dann sehen wir noch ein Gebäude auf dem Cover, über welchem der Titel des Buches geschrieben steht. Dieser hebt sich, dank der weißen Farbe, sehr gut vom dunklen Hintergrund ab. Außerdem passt der Titel in zweierlei Hinsicht zum Buch. Zum einen in Bezug auf den Toten, aus dem Fall und zum anderen wegen den vielen Toten, die im Krieg gefallen sind. Um die obere Hälfte des Covers rankt sich eine Blume, die die einzigen Farbakzente auf dem Cover bildet (eventuell ja im Hinblick auf die Farbakzente, welche die Beziehung der beiden Hauptcharaktere im Laufe des Buches setzt).

    Allgemein zeigt das Cover dem Leser recht wenig, jedoch reicht dies schon aus, damit dieses Cover gut zum Buch passt.

    Fazit: Insgesamt ist dies wohl eher ein Kandidat der ruhigeren Krimis, welcher sich viel Zeit für die Charaktere und deren Handlung nimmt, auch wenn man die Liebesgeschichte hätte besser herausarbeiten müssen. Ein besonderen Pluspunkt bekommt die Autorin jedoch in der erzählung und übermittlung der Atmosphäre, welche sehr zum Lesevergnügen beigetragen hat. Es war nicht der beste Krimi den ich gelesen habe, jedoch reiht er sich weit oben ein und bekommt von mir 4/5 Sterne.


    Klappentext: Paris 1944. Jean Ricolet — ein junger Inspektor aus dem Süden Frankreichs — wird nach der Befreiung nach Paris versetzt. Er soll der Form halber den Mord an einem Nazi untersuchen, der für die Verteilung der Raubkunst zuständig gewesen ist. Im Zuge seiner Ermittlungen sucht Ricolet die Kunststudentin Pauline Drucat auf, die für die Nazis als Expertin arbeiten musste, doch gleichzeitig eine Spionin der Résistance war. Gemeinsam beginnen sie und Ricolet der Spur des Mörders zu folgen. Und schnell erhärtet sich ihr Verdacht, dass von der Verteilung der Raubkunst nicht nur die deutschen Besatzer profitierten … (Quelle: Bastei Lübbe)


    Autor: Michelle Cordier

    Titel: Die Toten von Paris

    Verlag: Bastei Lübbe

    Genre: Krimi

    Seiten: 334

    Preis: 9,90

    ISBN: 978-3-404-17684-7

    Axel Hacke

    Der kleine Erziehungsberater

    Kunstmann


    Autor: Axel Hacke lebt als Schriftsteller und Kolumnist des Süddeutsche Zeitung Magazins in München. Er gehört zu den bekanntesten Autoren Deutschlands, seine Bücher wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt. Zuletzt erschien "Über den Anstand in schwierigen Zeiten und die Frage, wie wir miteinander umgehen" (Kunstmann 2017). Mehr unter www.axelhacke.de (Quelle: Kunstmann)


    Anmerkung: Bei diesem Buch ist keinerlei Inhaltsangabe möglich, wie man sie von mir gewöhnt ist. Dies liegt daran, dass es sich hierbei um eine “Sammlung” von kleinen Geschichten handelt. In diesem Geschichten schildert der Autor alltägliche Situationen, wie man sie als Elternteil kennt.


    Das Buch besteht in seiner Gesamtheit aus 36 Kapiteln, die alle recht kurz gehalten sind. Diese Kürze trägt dazu bei, dass dieses Buch eigentlich recht gut für zwischendurch geeignet ist. Aufgrund der recht geringen Länge von 96 Seiten ist dieses Buch jedoch schon recht schnell am Ende. Damit passt das Buch aber sehr gut zum Titel, des es heißt ja auch “kleiner Erziehungsberater”. Außerdem trägt auch der gut und flüssig zu lesende Schreibstil des Autoren bei und sein toller Umgang mit den Wörtern (seine Rhetorik im Allgemeinen), dass man das Ende des Buches recht schnell erreicht. Wer bei dem Titel jedoch an einen Erziehungsberater gedacht hat, wird schon nach einigen Seiten enttäuscht sein, denn es werden (lediglich) Situationen aus dem Leben eines Vaters geschildert. Diese Situationen werden den Eltern unter den Lesern sicherlich bekannt vorkommen, denjenigen die noch vorhaben Eltern zu werden, könnten sie allerdings nochmals zum Nachdenken anregen (auch wenn sich recht gut herauslesen lässt, dass man nicht jeder der Erzählungen 100 % ernst nehmen sollte). Die verschiedenen Kapitel hängen dabei inhaltlich nicht zusammen und lesen sich wie kleine Episoden (fast so, wie kleine Sketche, die man aus dem TV kennt). Die Situationen beschreibt der Autor dabei sehr humorvoll und auch leicht überzogen. Ergänzt werden die verschiedenen Kapitel durch sehr liebevoll gestaltete Zeichnungen, die das Erzählte verbildlichen.

    Zum Ende des Buches hin ändert das Buch die Thematik und beschäftigt sich mit Leserbriefen. Anhand dieser Leserbriefe wird das Buch nochmals kurz resümiert bzw. der Autor macht einen kurzen Rückblick auf das bisher Erzählte. Das Ende des Buches ist dann schon fast philosophisch und auch ein klein wenig traurig aber es passt zum Gesamtbild des Buches.


    Cover:

    Anmerkung: Da ich dieses Buch lange nach der Erstveröffentlichung lese und bespreche, hat dieses Buch schon ein anderes Cover im Laufe der Zeit bekommen. Ich werde hier auf das Cover meines Exemplars eingehen, aber auch kurz auf das Neue (so weit dies möglich ist).


    Alt: Die Grundfarbe des Hardcovers ist gelb. Auf der Vorderseite sehen wir einige Zeichnungen, die zum Thema Kinder passen (Teddys, Roboter, …). Außerdem sehen wir auf dem Cover 2 Kinder, einen Jungen und ein Mädchen. Hier passt das gezeigte Cover, optimal zum Inhalt des Buches. In einem lila Kasten steht der Titel des Buches geschrieben. Auf der Rückseite setzt sich das Bild fort mit dem Spielzeug und einem weiteren Kind. Damit sind insgesamt drei Kinder abgebildet, die scheinbar die Kinder aus dem Buch sind.


    Neu: Das neue Cover hat als Hintergrund eine Blümchentapete. Auf der Vorderseite sehen wir ein Bild an der Wand, welches offenbar den Vater der Familie zeigt. Dieser hält ermahnend, den Zeigefinger in die Luft. Unter diesem Bild steht ein Kind, welches die Zunge herausstreckt. Das Cover wirkt frischer als die alte Version und passt gut zum Inhalt des Buches.


    Fazit: Bei keinem Buch ist der Satz “Eltern/Vater werden ist nicht schwer, Eltern/Vater sein dagegen sehr” passender, als es das bei diesem Buch der Fall ist. Die Erlebnisse als Vater schildert der Autor dabei so humorvoll und liebevoll, dass man im Nu am Ende des kleinen Büchleins angekommen ist. Das einzig Negative, was mir zu diesem Buch einfällt, ist die Tatsache, dass es einfach viel zu kurz ist (jedoch eignet es sich so besonders gut, für diejenigen Leser, die bereits Eltern sind und sich mit eben den geschilderten Situationen beschäftigen müssen und so unter Zeitmangel leiden). Von mir gibt es 5/5 Sterne.


    Klappentext: "Als ich zum ersten Mal über mich schrieb, hielt ich mich für etwas Besonderes. Ich dachte, ich hätte eine besonders chaotische Familie. Ich hielt mich für besonders unfähig, Kinder zu erziehen. Ich hatte das Gefühl, niemand leide wie ich unter diesem - wie mir schien - doch sehr ungewöhnlichen Versagen. Dann kamen Briefe: 'Bei uns zu Hause ist alles genauso wie bei Ihnen.' Oder: 'Wissen Sie, ich empfand mich ebenfalls als einsam Scheiternden unter lauter Erfolgreichen. Nun lese ich von Ihrem Untergang. Wie das tröstet!' Mehr als einer Million Erziehungsberechtigten hat "Der kleine Erziehungsberater" seit seinem Erscheinen Trost und Erleichterung gespendet. (Quelle: Kunstmann)

    Autor: Axel Hacke

    Titel: Der kleine Erziehungsberater

    Verlag: Kunstmann

    Genre: Humor

    Seiten: 96

    Preis: 12,00

    Veröffentlichung: 1992

    ISBN: 978-3-88897-448-9

    Bastian Bielendorfer

    Lehrerkind - Lebenslänglich Pausenhof

    PIPER


    Autor: Bastian Bielendorfer ist Stand-up-Comedian, Diplompsychologe und Lehrerkind. Zusammen mit seiner Frau versteckt er sich vor den guten Ratschlägen seiner Eltern in Köln. Mit seiner Solo-Bühnenshow »Das Leben ist kein Pausenhof!« ist er von Kiel bis Zürich live zu sehen, mehr unter www.bastian-bielendorfer.de (Quelle: PIPER)


    Bastian Bielendorfer kommt nach seiner mündlichen Abiturprüfung freudig nach Haus, um seinen Eltern sein Ergebnis mitzuteilen. Diese sitzen gerade am Essenstisch und löffeln Ihre Erbsensuppe. Mit geringem Interesse nehmen die beiden Eltern das Ergebnis Ihres Sohnes zur Kenntnis, der eine Eins in der Prüfung bekommen hat. Nach einigen Hin und Her ist das Gespräch beendet und der Autor nimmt uns mit auf eine Reise, quer durch sein Leben als Lehrerkind.


    Das Buch ist in 27 Kapiteln aufgeteilt, von denen manche nochmals eigene Unterkapitel haben. Die Überschriften der verschiedenen Kapitel haben einen anderen Schriftstil als der Text und wirken so, als wären Sie mit der Hand geschrieben. Die Kapitel sind dabei recht chronologisch aufgebaut, so das der Leser von der Grundschule bis zur Universität alles Mitverfolgen kann. Besonders hervorzuheben sind die Kapitel, welche einzelne Lehrergruppen beschreiben. Diese Kapitel sind auch von der Gestaltung her, völlig anders und wirken wie ein Eintrag in ein Klassenbuch (passend zum Inhalt des Buches). Zum einen sind diese Kapitel in Schreibschrift geschrieben und wirken so, als wären sie handschriftlich verfasst und zum anderen sind die Seiten mit Linien und Überschriften bedruckt (Sie heben sich optisch völlig vom Rest des Buches ab). In diesem Kapitel behandelt der Autor die verschiedenen Arten von Lehrern (Biologie, Deutsch, …) und erläutert einige Punkte an Beispielen aus seiner eigenen Schulzeit. Einige Punkte aus dem Buch, werden dem Leser aber auch aus seiner eigenen Schulzeit bekannt vorkommen und wecken Erinnerungen an die eigene Schulzeit (das hat bei mir dazu geführt, dass ich unbedingt weiterlesen wollte, um an die nächste, eventuell bekannte Stelle zu kommen. Außerdem helfen diese Erinnerungen dabei, besser ins Buch zu finden bzw. sich damit auseinanderzusetzen.) .Dabei übertreibt der Autor an manchen Stellen des Buches seine Ausführungen jedoch. Diese Übertreibungen sorgen aber für einen gewissen Grad an Humor, der sich durch das ganze Buch über zieht. Leider führen diese Momente auch dazu, dass der Leser sich fragt, ob das alles denn so stimmt?! (falls auch nur einige der sehr überzogen erzählten Stellen stimmen, kann einem der Autor schon fast leidtun). Hier hätte der Autor ein wenig mehr Aufklärung am Ende leisten können, auch wenn man in der Danksagung ein wenig herauslesen kann. Am Ende des Buches ist der Leser an dem Punkt angekommen, der vor der Entstehung des Buches spielt. Hier hat mir der Brief gut gefallen, besonders die Tatsache, dass selbst da die Eltern korrigiert haben (besonders, falls diese Stelle wirklich wahr ist, was man leider nie 100 % wissen wird als Leser).


    Cover: In der Grundfarbe ist das Cover schwarz. Auf der Vorderseite sehen wir einen jungen Mann, welcher auf einem Stuhl sitzt (gewisse Ähnlichkeit zu einem Stuhl, wie man ihn aus der Schule kennt, sind vorhanden und mit Sicherheit gewollt). Bei dem gezeigten Mann handelt es sich um den Autoren des Buches selbst. Über diesem Mann steht der Titel des Buches, welcher aussieht, als wäre er mit weißer Kreide geschrieben. Dadurch hebt sich der Titel sehr gut vom Hintergrund ab. Auf der Rückseite ist der Satz “Mein Leben unter dem Rotstift” in roter Farbe gedruckt, was dem Satz zusätzlichen Ausdruck verleiht. Das Cover ist schlicht aber doch sehr passend gestaltet.


    Fazit: Ein Buch, das den Leser auf die Reise quer durch das Leben eines Lehrerkindes mitnimmt. Dabei werden sicherlich einige Erinnerungen an die eigene Schulzeit geweckt. Hier und da hätte es dem Buch gut getan, wenn der Autor sich in seinen übertrieben erzählten Situationen zurückgehalten hätte. Der Humor ist vorhanden und zieht sich durch das gesamte Buch und sorgt immer wieder für einen kleinen Lacher. Eine kleine humorvolle Erinnerungsreise, die von mir 4/5 Sterne bekommt.

    Klappentext: Was wird aus einem Menschen, wenn Mama und Papa Lehrer an der eigenen Schule sind – und somit an jedem Tag im Jahr Elternsprechtag ist, die Mitschüler einen zum Daueropfer ernennen und es bei den Bundesjugendspielen nicht einmal für eine Teilnehmerurkunde reicht? Genau: Er wird selbst Lehrer! Mit gnadenloser Selbstironie schildert Bastian Bielendorfer, wie er der pädagogischen Sippenhaft zu entrinnen versucht, und verrät dabei, welch zarte Seele sich unter so manchem grob gehäkelten Mathelehrerpullunder verbirgt. (Quelle: PIPER)


    Autor: Bastian Bielendorfer

    Titel: Lehrerkind - Lebenslänglich Pausenhof

    Verlag: PIPER

    Genre: Sachbuch

    Seiten: 304

    Preis: 11,00

    Veröffentlichung: 2011

    ISBN: 978-3-492-27296-4

    Meredith Winter

    Höhenrauschsaison

    Sommerburg Verlag

    Autor: Wenn Meredith Winter (*1981 geb. in Lüneburg) nicht gerade Alleinunterhalter für Ihre drei Kinder spielt, schreibt sie keltische Songs, schaut nachts in die Sterne, frönt ihr Dasein als Cineast & Serienjunkie und liest selbst massenhaft Bücher. (Quelle: Amazon)


    Clementine und Ihre Schwester Eva sind beides Medizinerrinnen. Als Clementine, mal wieder, die Katze Ihrer Schwester versorgen muss, geht Clementine in die Wohnung Ihrer Schwester. Dort angekommen erwartet Sie neben der Katze Chanel jedoch noch ein grausamer Fund. Im Badezimmer liegt die Leiche einer blonden Frau. Plötzlich kommen zwei russische Männer zurück in die Wohnung, die vermeintlich die Mörder der Frau sind, worauf hin Clementine sich verstecken muss. In einem günstigen Moment ergreift Clementine jedoch die Flucht, bei der sie Ihrer Schwester in die Arme läuft. Diese möchte Clementine anfangs noch beruhigen, befiehlt Ihr dann jedoch zur Flucht.

    Das Buch besteht aus insgesamt 19 Kapiteln, in denen die Geschichte erzählt wird. Zusätzlich hat das Buch noch verschiedene Abschnitte, wobei mit jedem Abschnitt der Erzähler wechselt. Damit der Leser zu jeder Zeit weiß, aus welcher Sicht er der Geschichte gerade folgt, steht zu Beginn eines neuen Abschnitts immer der Name der Person aus dessen Sicht wir lesen. Hier kann es beim Leser im Laufe des Buches zu Verwirrungen kommen, diese wird jedoch im Laufe des Buches aufgelöst und sorgt dafür, dass man sich ein wenig in Alexejs Situation versetzen kann. Außerdem gibt es zur besseren zeitlichen Orientierung, zusätzlich noch die Angabe vom Datum, immer dann, wenn der Tag wechselt. Diese Angabe finde ich als Leser recht wichtig, da in diesem Buch manchmal mehrere Tage vergehen und man so stets den zeitlichen Ablauf verfolgen kann.

    Bevor man jedoch in die Geschichte einsteigen kann, bekommt der Leser ein kurzes Vorwort der Autorin zu lesen. Dieses Vorwort finde ich sehr gelungen und es blieb auch längere Zeit an mir “hängen”. Dies gelingt der Autorin durch die gewählten Worte, die den Leser durchaus berühren und zum Nachdenken anregen.

    Nach dem eben diesem Vorwort, geht es mit der Geschichte los und das nicht gerade zimperlich. Recht schnell schafft es die Autorin Spannung aufzubauen und somit zum Weiterlesen zu animieren. Weiterhin baut die Autorin Spannung dadurch auf, dass Sie die Kapitel an genau der richtigen Stelle enden lässt. Außerdem bekommt der Leser zu Beginn einen ersten und wichtigen Einblick in die Charaktere, die ihm den ganzen Weg über begleiten werden. Weitere Informationen/Hintergründer der Charaktere werden aber auch im Laufe des Buches noch erzählt. Dazu möchte ich schon jetzt anmerken, dass die Autorin auch hier Ihrem Stil treu bleibt. Wir haben auf der einen Seite Clementine, die Ärztin ist und Leben rettet und auf der anderen Seite Alexej, der Leben nimmt. Also Charaktere, die unterschiedlicher nicht sein können (wie man es schon von der Autorin gewohnt ist). Diese Unterschiede schafft die Autorin jedoch gekonnt gut zusammenzufügen und so entwickelt sich von Beginn an, die Beziehung beider Charaktere. Diese Entwicklung steht aber stets in dem Konflikt zwischen Liebe und Rache. Außerdem darf auch in diesem Buch, der Hauch Erotik nicht fehlen. Dieser ist auch in diesem Buch sehr gut integriert und kommt genau im richtigen Maß zum Einsatz (nicht zu viel nicht zu wenig). Diese Szenen sind sehr gut beschrieben (wie aber eigentlich das ganze Buch), was in meinen Augen besonders beim Thema Erotik auch recht wichtig ist.

    Kommen wir nun noch zu einigen Punkten, die mir nicht so gut gefallen haben bzw. an denen man etwas besser machen könnte (meiner Meinung nach). Da Clementine Ärztin ist, kommen im Laufe des Buches recht viele medizinische Vokabeln vor. Hier hätte ich mir ein Glossar gewünscht, welches diese Wörter erklärt, damit auch wirklich jeder Leser weiß, was diese Vokabeln bedeuten. Außerdem gibt es gegen Ende ein Schriftstück, welches nur auf englisch geschrieben wurde. Hier wäre eventuell eine Übersetzung toll, damit auch dies jeder verstehen kann (auch wenn es nicht sonderlich schwer zu verstehen sein dürfte). Außerdem waren in meinen Augen einige Situationen ein wenig unrealistisch. Einige Situationen konnte ich im Gespräch mit der Autorin aufklären und so muss sich am Ende jeder sein eigenes Bild machen. Allerdings möchte ich hier noch mal kurz aufs Vorwort zu sprechen kommen, denn in diesem wird auch gesagt, dass die Autorin über das Thema schreibt, weil sie es kann. Unter genau diesen Worten kann man die für mich etwas sehr glückliche Situationen packen, die Autorin kann in Ihrem Buch erzählen, was erlaubt ist.

    Cover:

    Anmerkung: Da ich das eBook gelesen und rezensiert habe, bezieht sich meine Meinung zum Cover, allein auf die Covervorschau.

    Auf dem Cover sehen wir einen Berg, der wohl der Mount Everest ist. Damit passt das Bild auch gleich perfekt zum Inhalt, denn dort geht es ebenfalls um eine Expedition auf den Mount Everest. Der obere Teil des Gipfels ist in Sonnenlicht gehüllt. Dies macht einen sehr idyllischen Eindruck (auch wenn es im Buch nicht immer ganz so idyllisch ist). Vor dem Berg sehen wir eine Person, die mit einem Rucksack bepackt vor dem Mount Everest steht.

    Über dem Berggipfel steht der Titel geschrieben, welcher in verschiedenen Farben gedruckt ist (von kalt (bläulich) zu warm (rötlich)). Wie von den Büchern der Autorin gewohnt, befindet sich auch auf diesem Cover unten und an der linken Seite eine schwarze Umrandung, die nochmals alle wichtigen Details enthält (Verlag, Titel, Autorin). Insgesamt passt das Cover gut zu den vorherigen Covern der Autorin aber was noch viel wichtiger ist, es passt auch nahezu perfekt zu dem Buch.

    Fazit: Am Ende bleibt ein Buch, das wirklich sehr toll und fesselnd geschrieben ist und außerdem dem Leser eine breite Palette an Genres serviert. Wir haben vom Thriller bis hin zu Erotik alles in diesem einen Buch vereint. Jedes Genre wird dabei auch sehr gut aufgegriffen und erzählt. Die Wahl der Charaktere trägt dabei aber auch zum Lesevergnügen bei. Leider sind einige Situationen im Buch vorhersehbar (welche genau das ist, kann ich an dieser Stelle nicht sagen, da ich dann enorm Spoilern würde) oder wirken etwas sehr glücklich aber das tut dem Lesevergnügen keinen Abbruch. Ich kann dieses Buch wirklich nur jedem empfehlen. Von mir gibt es 4/5 Sterne.

    Klappentetx: April 2012 - die Mount-Everest-Saison hat begonnen.

    Vor Ort: Ärztin Clementine, die schon auf dem Trek zum Basecamp alle Hände voll zu tun hat, sich um die Verletzten und Höhenkranken zu kümmern, welche die Region auf dem Weg zum höchsten Berg der Erde unterschätzt haben.

    Ebenfalls mit von der Partie ist der russische Auftragskiller Alexej, der sich als Bergsteiger ausgibt und bloß einen Auftrag hat: Clementine zu töten. Dumm nur, dass sie bereits tot ist. (Quelle: Amazon)

    Autor: Meredith Winter

    Titel: Höhenrauschsaison

    Verlag: Sommerburg Verlag

    Genre: Ladythriller

    Seiten: 210 (Print Ausgabe)

    Preis: 4,99 eBook / 9,99 Taschenbuch

    ISBN: 978-3981872248

    ASIN: B07C7H514D

    Titel:

    Autoren:

    Philip Le Roy
    Die goldene Pforte
    Benevento


    Autor: Philip Le Roy, geboren 1962 in Toulouse, studierte Betriebswirtschaftslehre, schlug aber bald nach dem Studium den Weg zum kreativen Schreiben ein. Erst als Werbetexter, später als Krimiautor. In seinem Heimatland wird er gefeiert, seine Bücher wurden zu Bestsellern und unter anderem mit dem Großen Preis der Kriminalliteratur ausgezeichnet. Neben dem Schreiben ist Le Roy begeisterter Filmliebhaber, Kampfkünstler und Rockmusiker. Er lebt in Vence an der Côte d‘Azur. (Quelle: Benevento)

    Simon und Markus sind nach einer Sauftour in Jerusalem sturzbetrunken. Am anderen Morgen erwacht Simon in einer Zelle, da er von der Polizei, verbotenerweise auf dem Tempelberg aufgegriffen wurde. Nach seiner Entlassung macht Simon sich direkt auf den Weg zu seinem neuen Freund Markus. An Markus Wohnung angekommen muss Simon jedoch feststellen, dass dieser wohl seine Sachen gepackt hat und im Flugzeug nach Berlin sitzt. Als dann auch noch die Polizei bei Markus Wohnung auftaucht, beginnt für Simon ein Katz und Mausspiel, bei dem es um Leben und tod geht. Außerdem sollen all die Ereignisse Simons Leben von Grund auf ändern.


    Das Buch besteht aus 97 Kapitel (plus Prolog und Epilog). Diese Kapitel sind in insgesamt 11 Bücher unterteilt (die Angabe erfolgt durch römische Ziffern), wobei jedes Buch auf einer neuen Seite beginnt. Außerdem findet sich zu Beginn eines jeden neuen Buches, einige Sätze (die scheinbar Anmerkungen vom Hauptcharakter sind), die kursiv gedruckt sind. Zu Beginn des Buches findet der Leser eine Erklärung bezüglich der goldenen Pforte. Dies gibt den Leser eine kleine Erklärung, um was es in dem Buch geht (und worauf der Titel sich bezieht), somit schafft der Autor eine kleine Grundkenntnis, die sicherlich positiv zum Verständnis des Buches beiträgt. Zusätzlich zu dieser Erklärung am Anfang, gibt es auch eine Stelle, an der es Fußnoten gibt, die dem Leser ebenfalls Erklärungen liefern. Leider aber nur an einer einzigen Stelle, hier hätte ich mir, besonders bei einer solchen Thematik, mehr solcher Fußnoten gewünscht. Neben dieser Erklärung gibt es zusätzlich noch eine Anmerkung des Autors sowie ein Vorwort. Diese beiden Texte geben dem Leser ebenfalls einen kleinen Einblick in den Hintergrund des Buches. Außerdem schafft es der Autor schon allein durch diese beiden Dinge, Spannung aufzubauen und dem Leser zum Weiterlesen zu motivieren (leider bekommt man hier keinerlei Anmerkung dazu, ob die geschilderte Handlung der Wahrheit entspricht) . Diese Spannung setzt sich am Anfang des Buches auch noch fort und wird zusätzlich durch actiongeladene Szenen erweitert, die dem Leser kaum ein Durchatmen ermöglichen. Diese Actionszenen setzen sich im ganzen Buch fort und tauchen immer mal wieder auf. Leider sind diese Szenen genau so schnell vorbei, wie sie überhaupt angefangen haben. Besonders positiv, gerade bei den eben genannten Szenen, ist die Tatsachen, dass der Autor alles sehr detailliert beschreibt, was dem Leser zu einer genaueren Vorstellung verhilft. Leider fiel mir beim Lesen jedoch auf, dass einige Szenen sehr abrupt enden bzw. manchmal sehr schnell zum Ende gebracht werden. Im gesamten Verlauf des Buches kann der Leser der Entwicklung der Hauptcharaktere gut folgen, auch wenn relativ schnell klar wird, wohin die Entwicklung führen wird. Am Ende schafft es der Autor aber auch hier noch mit einigen Überraschungen aufzutrumpfen, die der Leser so nicht erwartet hätte. Leider entwickelt sich die Story an manchen Stellen hin zu Science-Fiction, diese werden aber ebenfalls am Ende sehr gut und schlüssig aufgeklärt. Dies ist auch gut so, denn ohne die Auflösung am Ende, würden eben diese Szenen recht fehl am Platz wirken. Im Verlaufe des Buches begegnen dem Leser (sicherlich aufgrund der Thematik) viele interessante Fakten, die teilweise sogar bis zu aktuellen Geschehnissen reichen. Um ein selbstständiges Nachschlagen zu ermöglichen, findet der Leser am Ende des Buches ein recht überschaubares und gut gegliedertes Quellenverzeichnis. Das Ende des Buches liest sich so, als würde einer der Hauptcharaktere eben genau über das gelesene Buch sprechen (kurz zur Erklärung: Ein Charakter sagt am Ende, er würde das Geschehene in einem Thriller verarbeiten). So bekommt der Leser den Eindruck, dass dieses Buch von dem Hauptcharakter geschrieben wurde.


    Cover: Das Cover enthält hauptsächlich die Farbe blau (dies setzt sich auch innerhalb des Covers fort). Auf der Vorderseite schauen wir auf eine Art Fenster und sehen einen Schatten, der mit etwas Fantasie die Hilal darstellen könnte (hiermit hätte es auch einen direkten Bezug zum Inhalt des Buches, denn in diesem geht es um den Islam) . Der Titel des Buches ist in beige gedruckt und hebt sich nicht nur durch die Farbe ab, sondern auch deshalb, weil die Schrift mit den Fingern zu ertasten ist (dies ist ebenfalls bei dem Titel auf der Rückseite so) . Der Titel spiegelt dabei ein wichtiges Element wieder, um das es in dem Buch geht. Als kleine Randnotiz möchte ich anmerken, dass mir die Gestaltung des Verlagsicons sehr gefällt. Auf der Rückseite sehen wir denselben Hintergrund, wie auf der Vorderseite, nur das das Fenster diesmal auf dem Kopf steht. Ingesamt gefällt mir das Cover recht gut und passt zur Story des Buches.


    Fazit: In diesem Buch wird sicherlich ein sehr kontroverses Thema behandelt, dass bis in unsere Zeit reicht und aktuelle Geschehnisse aufgreift. Ganz im Stil von Dan Brown erzählt der Autor diese Geschichte, die sich keinesfalls hinter den Büchern Dan Browns verstecken muss. 350 Seiten voller Spannung, Action, Geschichte aber auch Liebe, erwarten dem Leser, welcher auf keinen der Seiten so wirklich enttäuscht wird. Enttäuschend ist dabei allein, wenn man das Ende des Buches erreicht hat. Kleinere Punkte sind sicherlich verbesserungswürdig, diese sind aber im Gesamtbild kaum der Rede wert. Von mir gibt es 5/5 Sterne.


    Klappentext: in Prophet, den es niemals gab Ein Unfall? Oder doch ein Attentat? Simon Lange rettet sich mit einem spektakulären Sprung aus einem Auto. Der Auftakt einer rasanten Verfolgungsjagd, die von Paris über Berlin in den Nahen Osten führt, nach Jerusalem, Beirut und in ein kleines Dorf in Syrien. Lange ist im Besitz von Schriften, die das Weltbild aller Religionen ins Wanken bringen könnten, insbesondere das des Islam: Eine christliche Sekte soll den Koran verfasst haben, nicht der heilige Prophet. Doch Langes Nachforschungen rufen finstere Mächte auf den Plan, die alles dransetzen, damit die Wahrheit niemals ans Licht kommt. (Quelle: Benevento)


    Autor: Philip Le Roy
    Titel: Die goldene Pforte
    Verlag: Benevento
    Genre: Thriller
    Seiten: 350
    Preis: 16,00
    Veröffentlichung: 2018
    ISBN: 978-3710900341

    Titel:



    Autor:


    Irene Matt
    Nichts drin: Ein Homöopathie-Krimi
    Verlag am Eschbach


    Autor/in: Irene Matt wurde geboren 1964 in Bad Säckingen. Ihre Kindheit gverbrachte sie auf einem hotzenwälder Bauernhof. Hauptberuflich Versicherungskauffrau, ehrenamtlich als Telefon- und Krisenseelsorge und Mediatorin tätig. Sie lebt mit ihrem Mann, einem homöopatische Arzt in Wittnau. (Quelle: Irene Matt)


    Alexandra liegt nach ihrem letzten Einsatz unruhig neben ihrem Mann im Bett. Die Gedanken allein bei dem vergangenen Einsatz. Sie wurde mit ihrem Kollegen Isidor zu einem Selbstmord gerufen. Schon oft hatten der Bauer und seine Freundin sich lautstark gestritten, doch diesmal endet dieser Streit mit einer Leiche. Als es dann noch einen weiteren Selbstmord gibt, ein Bankangestellter, der aus dem Büro gesprungen ist, schleicht sich bei Alexandra schnell Skepsis bezüglich der Selbstmordtheorie ein. Als die beiden dann auch noch eine Verbindung zwischen beiden Opfern feststellen, scheint eben diese Skepsis berechtigt.


    Das Buch ist in 49 (plus Anhang) Kapitel aufgeteilt, die alle eine eigene Überschrift tragen (wobei schnell auffällt, dass sich einige Überschriften wiederholen und durch eine römische Zahl ergänzt werden). Beim Aufschlagen begegnet dem Leser direkt ein Zitat von Samuel Hahnemann, der allen bekannt sein sollte, als Begründer der Homöopathie. Dadurch passt das Zitat auch sehr gut zur Thematik des Buches. Außerdem möchte ich gleich zu Beginn anmerken, dasy dieses Buch mit großem Hintergrundwissen zum Thema Homöopathie verfasst wurde, da der Mann der Autorin ein homöopathischer Arzt ist. Diese Thematik kommt im Buch selbst aber erst ca. ab der Hälfte des Buches auf. Davor liest sich das Buch eigentlich wie ein normaler Krimi und man fragt sich als Leser, wieso gerade dieser Titel gewählt wurde. Nachdem die Homöopathie dann aber angesprochen wird, taucht sie eigentlich in jeder Situation auf. Hier gibt es dann auch einen Storystrang, bei dem ich nicht recht wusste, wieso das jetzt gerade erzählt wird. In diesem geht es um den Richter, welcher im Urlaub erkrankt und durch die Homöopathie geheilt wird. Dies hat mit der eigentlichen Story nicht viel zu tun, außer das man die mögliche Wirkung von homöopathischen Mitteln erzählt bekommt (eventuell hat diese Erkenntnis auf das Ende vom Buch, da dieser Richter auch das Urteil spricht. Leider lässt sich dies nicht herauslesen). Die erste Hälfte beschäftigt sich das Buch mit den Selbstmorden und liest sich auch wie ein Krimi. Dabei schafft es die Autorin auch sehr gut Spannung aufzubauen (größtenteils durch Kapitel, die an genau der richtigen Stelle enden und man unbedingt wissen möchte, wie es weitergeht) Die Selbstmorde werden dann jedoch recht schnell und ohne viel schnickschnack aufgelöst. Ab diesem Zeitpunkt beschäftigt sich die Story viel mit der Homöopathie und den Hintergründen der einzelnen Charaktere. Die Charaktere erzählt die Autorin dabei sehr gut. Einige der Charaktere haben sogar individuelle Charakterzüge, die immer mal wieder auftauchen (besonders bei Isidor, sind diese Züge sehr präsent). Neben den Krimi schafft es die Autorin auch, einiges an Wissen zu vermitteln. Dieses Wissen sehe ich als recht zuverlässig an, die wie oben schon genannt, der Mann homöopathischer Arzt ist. Darüber hinaus gibt es am Ende des Buches ebenfalls eine kleine Quellenangabe, sodass der Leser sich selbstständig informieren kann. Das Ende des Buches schafft es, den Leser zu überraschen und zu einer eigenen Meinung zu führen (sei es über die Homöopathie oder über das Erzählte).


    Cover: Der Schutzumschlag ist passend zum Thema/Titel des Buches gestaltet. Auf der Vorderseite sehen wir einige Fläschchen, die wohl homöopathische Medikamente enthalten. Dies passt perfekt zum Inhalt und Untertitel des Buches. Unter diesem Fläschchen steht der Titel des Buches in Weiß. Dieser hebt sich recht gut vom Hintergrund ab. Die Weiße Farbe wird ebenfalls aufgegriffen, in der Umrandung des Buches. Auf der Rückseite sind unten einige weiße Kugeln abgebildet, die wohl Globuli darstellen sollen?! Hier hätte ich mir, wie auf der Vorderseite, eventuell ein richtiges Abbild gewünscht. Unter der Schutzumschlag befindet sich ein Hardcover, welches nicht besonders gestaltet ist. Hier möchte ich jedoch den Titel auf dem Buchrücken anmerken, denn dieser ist der Farbe Silber gedruckt und glänzt toll. Insgesamt ist das Cover also wirklich toll und passend gestaltet.


    Fazit: Ein Buch, das auf den ersten Blick ein Krimi zu sein scheint, bei dem es aber um weitaus mehr geht. Ich war wirklich überrascht von dem Verlauf der Story und der Umsetzung der Thematik, in Form eines Krimis. Am Ende hat das Buch nicht nur Unterhalten, sondern auch ein wenig Wissen transportiert und zum Nachdenken angeregt. Die Autorin hat in diesem Buch alles richtig gemacht und ich kann jedem nur empfehlen, sich dieses Buch durchzulesen. Von mir gibt es klare 5/5 Sterne.


    Klappentext: Nichts drin? Für die Komissarin Alexandra Rau ist es eine Frage auf Leben und Tod. Zusammen mit ihrem kauzigen Kollegen, Isidor Rogg, ermittelt sie im Hotzenwald. Zwei ungewöhnliche Todesfälle beanspruchen ihre ganze Energie. Etwas stimmt nicht, das spürt die Kommissarin ganz genau, aber sie muss sich zunächst den Umständen beugen. Die Geschichte, die sich ihr offenbart, ist atemberaubend und beschäftigt nicht nur die Kripo und die Justiz, sondern auch mehrere medizinische Gutachter. Sollten homöopatische Globuli eine Rolle spielen? (Quelle: Amazon)


    Autor: Irene Matt
    Titel: Nichts drin: Ein Homöopathie-Krimi
    Verlag: Verlag am Eschbach
    Genre: Krimi
    Seiten: 361
    Preis: 20,00
    Veröffentlichung: 2017
    ISBN: 978-3869175539