Beiträge von wurm200

    Jan-Christoph Nüse

    Operation Bird Dog

    Gmeiner

    Autor: Jan-Christoph Nüse wurde 1958 in Dortmund geboren, ging in Würzburg zur Grundschule und studierte Sozialwissenschaften, Germanistik und Politikwissenschaften in Bochum und Hagen. Er arbeitet als Redakteur und Reporter beim Fernsehsender Phoenix in Bonn und Brüssel. Für seine Berichterstattung über Wirtschaft und Politik wurde er mehrfach ausgezeichnet. Er hat einen Sohn und lebt seit zehn Jahren wieder in seiner Heimatstadt Dortmund. »Operation Bird Dog« ist sein erster Kriminalroman. (Quelle: Gmeiner)

    Tenenbaum, der nach dem Examen als Wirtschaftswissenschaftler zur Army ging, kommt mit dem Flugzeug in Bremerhafen an. Dort hat er einen Auftrag zu erfüllen, der ihm zuvor per Fernschreiben erreicht hat. In Bremerhafen angekommen erwartet ihn jedoch zunächst eine Situation, die ihm nicht behagt. Ein Angriff auf die kostbare Fracht am Hafen konnte zurückgeschlagen werden. Tenenbaum unterschreibt die Papiere also und macht sich samt Fracht auf die Zugreise nach Frankfurt. Auf dem Weg dorthin wird der Zug jedoch gestoppt und angegriffen.

    Das Buch erstreckt sich insgesamt über 53 Kapitel plus einem Prolog. Die Kapitelüberschriften bestehen dabei nur aus einer Ziffer und der Angabe von Ort und Datum, zu Beginn eines jeden neuen Kapitels. Diese Angaben sind in diesem Buch aber auch wichtig, da die Zeit zwischen 1948 und 1958 wechselt.

    Zu Beginn des Buches gibt es einen Auszug der Personen, die in dem Buch eine Rolle spielen. Diesen Auszug fand ich recht hilfreich, da einem im Laufe der Geschichte recht viele Personen begegnen, die man so immer griffbereit hat. Neben den Charakteren gibt es auch einige Schauplätze, an welche das Buch spielt. Um hier den Überblick nicht zu verlieren, hilft die Angabe zu Beginn eines jeden Kapitels (siehe oben). Außerdem gibt es noch einige Wörter zu den Fakten des Buches, denn dieses Buch orientiert sich an realen Begebenheiten. Hier wäre eventuell ein Quellenverzeichnis nett gewesen, auch wenn in der Danksagung noch einige Hinweise gegeben werden (und Google selbst auch einiges ausspuckt). Leider ist der gewählte Themenbereich (Finanzen), nicht immer leicht zu verstehen, weshalb eventuell nicht alle Details dem Leser klar werden (hier wäre ein Glossar bzw. Fußnoten hilfreich). Das Buch spielt in der Nachkriegszeit und das erkennt man auch an einigen Details, wie zum Beispiel Hungersnöte. Hinter allem steht dann auch noch die Angst vor einer erneuten Zeit unter Nazis. Die gewählten Charaktere entwickeln sich dabei im Laufe des Buches nicht sonderlich weiter, jedoch bekommt der Leser immer wieder neue Informationen, um sein Bild der Charaktere Stück für Stück zu vervollständigen. Hier hält der Autor auch einige Punkte bereit, die den Leser sicherlich überraschen werden (da ich nicht spoilern möchte, gehe ich auf diese Punkte nicht genauer ein).

    Bei der allgemeinen Gestaltung des Buches überrascht der Autor positiv. Charaktere bekommen einen Akzent, Dokumente heben sich optisch vom Rest des Textes ab, und wenn es sein muss, sind sie sogar in Englisch gedruckt. Dass alles sorgt beim Lesen für eine bessere Identifikation, mit der Handlung und den Charakteren. Außerdem kann er sich so besser in die ganze Geschichte hineinfinden.

    Ausgelegt ist das Buch zwar als Kriminalroman, doch dies ist dem Autor nicht sonderlich gut gelungen. Ich würde hier viel eher Thriller als passendes Genre nennen. Zwar gibt es ein Verbrechen, dass aufgedeckt werden soll (der Selbstmord von Carls Eltern), jedoch ist beim Lesen nur recht schwer eine Straftat zu erkennen und dass bis zum Ende des Buches. Dies sorgt dann auch leider für fehlende Spannung beim Lesen. Es gibt viele Informationen, Charaktere und Gespräche, bis das Verbrechen am Ende aufgedeckt wird. Im Gesamten also ein recht ruhiges Buch, ohne nennenswerte Action. Die Ermittlungen finden dabei im Jahr 1958 statt, wobei das Verbrechen schon 1948 begangen wurde. Hier gibt es zwar Erklärungen, wieso Carl erst jetzt aktiv wird, jedoch blieb bei mir noch immer die Frage “wieso?” im Kopf. Ab ca. 3/4 des Buches treffen die Handlungsstränge dann zusammen, sodass ab diesem Zeitpunkt die Geschichte nur noch im Jahr 1958 erzählt wird. Neben dieser Hauptgeschichte gibt es noch 1-2 Nebenstränge, die einem die damalige Situation etwas näher bringen (z. B. Suche nach Rechten Überbleibseln). Lieder sorgt das alles aber auch, für eine Unübersichtlichkeit die schnell auftreten kann. Außerdem fällt auf, dass die Geschichte an manchen Punkten auch recht sprunghaft ist, was nicht immer schön ist beim Lesen.

    Cover: Das Cover ist fast ausschließlich in Schwarz und Weiß gehalten und passt daher auch sehr gut zum historischen Hintergrund des Buches. In einem weißen Kasten steht der Titel in Rot geschrieben, der sich deshalb sehr gut vom Hintergrund und Rest des Covers abhebt. Wenn man den Titel dann auch noch googelt, wird man schnell herausfinden, dass es sich hierbei um ein wahres Erlebnis aus der Vergangenheit handelt. Wir sehen im Hintergrund einige Menschen, die Geld in Ihren Händen halten (dieses Bild findet sich ebenfalls auf der Innenseite wieder). Auch hier ist der Zusammenhang zum Buch zu finden, denn in diesem geht es ebenfalls um Geld. Einige Teile des Covers heben sich zusätzlich noch dadurch ab, dass sie in Hochglanz gedruckt sind.

    Auf der Rückseite des Covers sind dann die Wörter “tödliche D-Mark” ebenfalls in Rot gedruckt, wodurch das Wort “tödlich” hervorgehoben wird, aber auch zwei wichtige Wörter des Buches.

    Insgesamt ist das Cover sehr gelungen und passt gut zur erzählten Geschichte.


    Fazit: Der Autor hat es geschafft, mit seinem Buch einen kleinen Einblick in die Nachkriegszeit zu geben. Leider verfehlt er hierbei ein wenig das Genre eines Krimis und landet eher bei einem Thriller. Viel Action und Spannung gibt es auch nicht, aber die Tatsache, dass das Buch einen realen Hintergrund hat, hat mir die Motivation zum Lesen gegeben. Nicht alles ist leicht zu verstehen, jedoch fällt das nicht sonderlich stark ins Gewicht. Am Ende hat das Buch trotz alledem einige Stunden Lesevergnügen gebracht, die nicht perfekt aber trotzdem empfehlenswert sind.

    Ich gebe dem Buch am 4/5 Sterne und empfehle ruhig einen Blick in das Buch zu riskieren.

    Klappentext: 1948. Zwischen den Mächten der Alliierten treten immer deutlicher unterschiedliche Interessen zutage. Deutschland steht vor einer Zerreißprobe. Die Sowjetunion isoliert West-Berlin. Einige Monate nach der Währungsreform wird der Bankier Dr. Victor Wrede tot aufgefunden. Neben ihm liegen seine tote Frau und der bewusstlose Sohn Carl. Jahre später sucht Carl Wrede nach den Gründen für den Tod seiner Eltern. Dabei stößt er auf einen Betrug während der Währungsreform, der bisher unentdeckt blieb. Und auch unentdeckt bleiben sollte. (Quelle: Gmeiner)

    Autor: Jan-Christoph Nüse

    Titel: Operation Bird Dog

    Verlag: Gmeiner

    Genre: Krimi

    Seiten: 420

    Preis: 15,00

    Veröffentlichung: 2018

    ISBN: 978-3-8392-2283-6

    Michelle Cordier

    Die Toten von Paris

    Bastei Lübbe

    Autor: Michelle Cordier ist das Pseudonym einer deutschen Autorin, die schon Romane in unterschiedlichen Verlagen veröffentlicht hat, unter anderem Krimis, historische Romane und Romance. Ihre Geschichten spielen bevorzugt in Frankreich, wo sich die Autorin besonders gut auskennt. Sie lebt mit ihrem Ehemann in Nordrhein-Westfalen am nördlichen Rand des Sauerlandes. (Quelle: Bastei Lübbe)


    Die Nazis sind in Frankreich und Pauline führt mit Widerwillen/Abscheu eine Beziehung mit Paul Henkmann, welcher Nazi ist. Zusammen arbeiten die beiden beim ERR. Paulines Aufgabe erfordert aber dieses große Opfer. Einige Tage später kommt Paul mit einer Nachricht zur Arbeit, die Pauline gekonnt negativ aufnimmt. Die Nazis werden aufgrund des Vormarsches der Alliierten abgezogen und somit muss auch das Dienstgebäude geräumt werden.

    Nach der Befreiung von Paris stößt Ricolet zur Mordkommission um die Kollegen zu unterstützen. Er bekommt es auch gleich mit einer Leiche zu tun, welche in einem herrenlosen Haus gefunden wird. Allem Anschein nach scheint es sich bei der stark verwesten Leiche um einen Deutschen zu handeln. Im Laufe der Ermittlungen kreuzen sich die Wege von Ricolett und Pauline, die ihm bei der Identifikation der Leiche behilflich sein soll.

    Das Buch hat insgesamt 12 Kapitel, die nur eine schlichte Überschrift tragen (Kapitel + Ziffer), welche nochmals in verschiedene Absätze gegliedert sind, die durch ein * voneinander getrennt sind.. Zu Beginn eines neuen Kapitels gibt es die eine Datumsangabe, welche bei diesem Buch hilfreich ist, da sich die Handlung von August bis November zieht (jedoch nicht Tag für Tag, sondern manchmal gibt es auch größere Sprünge in der Handlung).

    Zu Beginn weiß der Leser noch nicht so wirklich, worum es eigentlich genau geht (wird alles aber im Laufe des Buches aufgeklärt), jedoch sorgt das auch für die anfängliche Motivation weiterzulesen. Die Zeit, in der die Handlung spielt, sollte jedoch jedem Leser bekannt sein, wenn er das Datum anschaut. Dadurch kann man auch schon ein wenig selbst herauslesen, worum es gerade wohl geht. Dabei orientiert sich die Autorin recht nah an der Realität, denn der Raub von Kunstwerken (und die spätere Suche danach, Stichwort: Monuments Men), war Wirklichkeit. Auch die Atmosphäre, die damals in der Kriegszeit geherrscht haben muss, hat die Autorin gekonnt eingefangen. An jeder Ecke bekommen wir es mit Armut und Hungersnot zu tun aber auch mit dem Verhalten der Bevölkerung, besonders (möglichen) Deutschen gegenüber (und die Angst davor, zuzugeben das man Deutsch ist). Auch wenn manche dieser Handlungen auf den Leser verstörend wirken können, sorgen diese Beschreibungen für das gewisse Feeling beim Lesen (man kann sich als Leser gut in die Handlung einfinden). Dazu trägt aber auch die genaue Beschreibung von Szenen, Handlungen und Co bei, die dafür sorgt, dass man sich ein ziemlich genaues Bild von dem Erzählten machen kann. Dazu passt auch die Tatsache, dass im Laufe der gesamten Story recht wenig Action passiert und sich das Buch mehr um die Ermittlung (damit zusammenhängend auch um die Hintergründe der Charaktere) dreht. Mit Ricolet hat die Autorin da aber auch einen Polizisten geschaffen, welcher gut in das Bild hineinpasst. Leider gibt es gegen Ende einen Punkt, der nicht so recht zu Ricolet passt, denn Pauline begeht eine Lüge, die Ricolet in meinen Augen, hätte durchschauen müssen (er hat im gesamten Buch über Köpfchen bewiesen, bis auf an diesem Punkt). Außerdem möchte er für seine Liebe Pauline, einige Details des Falles gerne “vergessen”, wobei der sonst so gesetzestreue Ricolet leicht aus seinem Charakter rutscht.

    Die beiden gewählten Charaktere entwickeln sich das ganze Buch über weiter und man erfährt als Leser immer mal wieder etwas neues über eben diese Charaktere. Leider ist die Entwicklung der Beiden, welche in Liebe endet; nicht sonderlich gut herausgearbeitet. Die Tatsache, dass Pauline und Ricolet sich ineinander verliebt haben, kommt zu plötzlich, und auch ohne das man dies geahnt hätte. Dies wirkt etwas, als wolle die Autorin unbedingt eine Liebesbeziehung in Ihrem Buch erzählen.

    In der Mitte des Buches gibt es ebenfalls eine Szene, die in meinen Augen recht die etwas unglaubwürdig scheint, denn es wird ein Schraubendreher benötigt, welcher ausgerechnet von einem Polizisten mitgeführt wird (was macht ein Polizist zu dieser Zeit mit einem Schraubendreher?!).

    Zum Ende hin hält die Autorin dann noch einige Entwicklungen parat, die dem Leser mit Sicherheit überraschen werden, weil er damit nicht gerechnet hätte. Die Aufklärung des Falls wird dabei sehr schlüssig erzählt.

    Das Ende des Buches weckt dann ein wenig die Hoffnung auf eine mögliche Fortsetzung, die es meiner Meinung nach gerne geben darf.


    Cover:


    Anmerkung:

    Da ich das eBook gelesen und rezensiert habe, bezieht sich meine Meinung zum Cover, allein auf die Covervorschau.


    Der Himmel auf dem Cover ist stark verdunkelt, was auch wirklich gut zum Setting des Buches passt, denn dies spielt zu Zeiten des 2. Weltkrieges. Außerdem ist die Stimmung allgemein sehr erdrückend, was ebenfalls zum verdunkelten Himmel passt. Wir sehen bei dem Blick auf das Cover jedoch auch, dass sich helle Stellen zeigen. Dies verbildlicht etwas das nahende Ende des Krieges (alles wird besser). Dann sehen wir noch ein Gebäude auf dem Cover, über welchem der Titel des Buches geschrieben steht. Dieser hebt sich, dank der weißen Farbe, sehr gut vom dunklen Hintergrund ab. Außerdem passt der Titel in zweierlei Hinsicht zum Buch. Zum einen in Bezug auf den Toten, aus dem Fall und zum anderen wegen den vielen Toten, die im Krieg gefallen sind. Um die obere Hälfte des Covers rankt sich eine Blume, die die einzigen Farbakzente auf dem Cover bildet (eventuell ja im Hinblick auf die Farbakzente, welche die Beziehung der beiden Hauptcharaktere im Laufe des Buches setzt).

    Allgemein zeigt das Cover dem Leser recht wenig, jedoch reicht dies schon aus, damit dieses Cover gut zum Buch passt.

    Fazit: Insgesamt ist dies wohl eher ein Kandidat der ruhigeren Krimis, welcher sich viel Zeit für die Charaktere und deren Handlung nimmt, auch wenn man die Liebesgeschichte hätte besser herausarbeiten müssen. Ein besonderen Pluspunkt bekommt die Autorin jedoch in der erzählung und übermittlung der Atmosphäre, welche sehr zum Lesevergnügen beigetragen hat. Es war nicht der beste Krimi den ich gelesen habe, jedoch reiht er sich weit oben ein und bekommt von mir 4/5 Sterne.


    Klappentext: Paris 1944. Jean Ricolet — ein junger Inspektor aus dem Süden Frankreichs — wird nach der Befreiung nach Paris versetzt. Er soll der Form halber den Mord an einem Nazi untersuchen, der für die Verteilung der Raubkunst zuständig gewesen ist. Im Zuge seiner Ermittlungen sucht Ricolet die Kunststudentin Pauline Drucat auf, die für die Nazis als Expertin arbeiten musste, doch gleichzeitig eine Spionin der Résistance war. Gemeinsam beginnen sie und Ricolet der Spur des Mörders zu folgen. Und schnell erhärtet sich ihr Verdacht, dass von der Verteilung der Raubkunst nicht nur die deutschen Besatzer profitierten … (Quelle: Bastei Lübbe)


    Autor: Michelle Cordier

    Titel: Die Toten von Paris

    Verlag: Bastei Lübbe

    Genre: Krimi

    Seiten: 334

    Preis: 9,90

    ISBN: 978-3-404-17684-7

    Axel Hacke

    Der kleine Erziehungsberater

    Kunstmann


    Autor: Axel Hacke lebt als Schriftsteller und Kolumnist des Süddeutsche Zeitung Magazins in München. Er gehört zu den bekanntesten Autoren Deutschlands, seine Bücher wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt. Zuletzt erschien "Über den Anstand in schwierigen Zeiten und die Frage, wie wir miteinander umgehen" (Kunstmann 2017). Mehr unter www.axelhacke.de (Quelle: Kunstmann)


    Anmerkung: Bei diesem Buch ist keinerlei Inhaltsangabe möglich, wie man sie von mir gewöhnt ist. Dies liegt daran, dass es sich hierbei um eine “Sammlung” von kleinen Geschichten handelt. In diesem Geschichten schildert der Autor alltägliche Situationen, wie man sie als Elternteil kennt.


    Das Buch besteht in seiner Gesamtheit aus 36 Kapiteln, die alle recht kurz gehalten sind. Diese Kürze trägt dazu bei, dass dieses Buch eigentlich recht gut für zwischendurch geeignet ist. Aufgrund der recht geringen Länge von 96 Seiten ist dieses Buch jedoch schon recht schnell am Ende. Damit passt das Buch aber sehr gut zum Titel, des es heißt ja auch “kleiner Erziehungsberater”. Außerdem trägt auch der gut und flüssig zu lesende Schreibstil des Autoren bei und sein toller Umgang mit den Wörtern (seine Rhetorik im Allgemeinen), dass man das Ende des Buches recht schnell erreicht. Wer bei dem Titel jedoch an einen Erziehungsberater gedacht hat, wird schon nach einigen Seiten enttäuscht sein, denn es werden (lediglich) Situationen aus dem Leben eines Vaters geschildert. Diese Situationen werden den Eltern unter den Lesern sicherlich bekannt vorkommen, denjenigen die noch vorhaben Eltern zu werden, könnten sie allerdings nochmals zum Nachdenken anregen (auch wenn sich recht gut herauslesen lässt, dass man nicht jeder der Erzählungen 100 % ernst nehmen sollte). Die verschiedenen Kapitel hängen dabei inhaltlich nicht zusammen und lesen sich wie kleine Episoden (fast so, wie kleine Sketche, die man aus dem TV kennt). Die Situationen beschreibt der Autor dabei sehr humorvoll und auch leicht überzogen. Ergänzt werden die verschiedenen Kapitel durch sehr liebevoll gestaltete Zeichnungen, die das Erzählte verbildlichen.

    Zum Ende des Buches hin ändert das Buch die Thematik und beschäftigt sich mit Leserbriefen. Anhand dieser Leserbriefe wird das Buch nochmals kurz resümiert bzw. der Autor macht einen kurzen Rückblick auf das bisher Erzählte. Das Ende des Buches ist dann schon fast philosophisch und auch ein klein wenig traurig aber es passt zum Gesamtbild des Buches.


    Cover:

    Anmerkung: Da ich dieses Buch lange nach der Erstveröffentlichung lese und bespreche, hat dieses Buch schon ein anderes Cover im Laufe der Zeit bekommen. Ich werde hier auf das Cover meines Exemplars eingehen, aber auch kurz auf das Neue (so weit dies möglich ist).


    Alt: Die Grundfarbe des Hardcovers ist gelb. Auf der Vorderseite sehen wir einige Zeichnungen, die zum Thema Kinder passen (Teddys, Roboter, …). Außerdem sehen wir auf dem Cover 2 Kinder, einen Jungen und ein Mädchen. Hier passt das gezeigte Cover, optimal zum Inhalt des Buches. In einem lila Kasten steht der Titel des Buches geschrieben. Auf der Rückseite setzt sich das Bild fort mit dem Spielzeug und einem weiteren Kind. Damit sind insgesamt drei Kinder abgebildet, die scheinbar die Kinder aus dem Buch sind.


    Neu: Das neue Cover hat als Hintergrund eine Blümchentapete. Auf der Vorderseite sehen wir ein Bild an der Wand, welches offenbar den Vater der Familie zeigt. Dieser hält ermahnend, den Zeigefinger in die Luft. Unter diesem Bild steht ein Kind, welches die Zunge herausstreckt. Das Cover wirkt frischer als die alte Version und passt gut zum Inhalt des Buches.


    Fazit: Bei keinem Buch ist der Satz “Eltern/Vater werden ist nicht schwer, Eltern/Vater sein dagegen sehr” passender, als es das bei diesem Buch der Fall ist. Die Erlebnisse als Vater schildert der Autor dabei so humorvoll und liebevoll, dass man im Nu am Ende des kleinen Büchleins angekommen ist. Das einzig Negative, was mir zu diesem Buch einfällt, ist die Tatsache, dass es einfach viel zu kurz ist (jedoch eignet es sich so besonders gut, für diejenigen Leser, die bereits Eltern sind und sich mit eben den geschilderten Situationen beschäftigen müssen und so unter Zeitmangel leiden). Von mir gibt es 5/5 Sterne.


    Klappentext: "Als ich zum ersten Mal über mich schrieb, hielt ich mich für etwas Besonderes. Ich dachte, ich hätte eine besonders chaotische Familie. Ich hielt mich für besonders unfähig, Kinder zu erziehen. Ich hatte das Gefühl, niemand leide wie ich unter diesem - wie mir schien - doch sehr ungewöhnlichen Versagen. Dann kamen Briefe: 'Bei uns zu Hause ist alles genauso wie bei Ihnen.' Oder: 'Wissen Sie, ich empfand mich ebenfalls als einsam Scheiternden unter lauter Erfolgreichen. Nun lese ich von Ihrem Untergang. Wie das tröstet!' Mehr als einer Million Erziehungsberechtigten hat "Der kleine Erziehungsberater" seit seinem Erscheinen Trost und Erleichterung gespendet. (Quelle: Kunstmann)

    Autor: Axel Hacke

    Titel: Der kleine Erziehungsberater

    Verlag: Kunstmann

    Genre: Humor

    Seiten: 96

    Preis: 12,00

    Veröffentlichung: 1992

    ISBN: 978-3-88897-448-9

    Bastian Bielendorfer

    Lehrerkind - Lebenslänglich Pausenhof

    PIPER


    Autor: Bastian Bielendorfer ist Stand-up-Comedian, Diplompsychologe und Lehrerkind. Zusammen mit seiner Frau versteckt er sich vor den guten Ratschlägen seiner Eltern in Köln. Mit seiner Solo-Bühnenshow »Das Leben ist kein Pausenhof!« ist er von Kiel bis Zürich live zu sehen, mehr unter www.bastian-bielendorfer.de (Quelle: PIPER)


    Bastian Bielendorfer kommt nach seiner mündlichen Abiturprüfung freudig nach Haus, um seinen Eltern sein Ergebnis mitzuteilen. Diese sitzen gerade am Essenstisch und löffeln Ihre Erbsensuppe. Mit geringem Interesse nehmen die beiden Eltern das Ergebnis Ihres Sohnes zur Kenntnis, der eine Eins in der Prüfung bekommen hat. Nach einigen Hin und Her ist das Gespräch beendet und der Autor nimmt uns mit auf eine Reise, quer durch sein Leben als Lehrerkind.


    Das Buch ist in 27 Kapiteln aufgeteilt, von denen manche nochmals eigene Unterkapitel haben. Die Überschriften der verschiedenen Kapitel haben einen anderen Schriftstil als der Text und wirken so, als wären Sie mit der Hand geschrieben. Die Kapitel sind dabei recht chronologisch aufgebaut, so das der Leser von der Grundschule bis zur Universität alles Mitverfolgen kann. Besonders hervorzuheben sind die Kapitel, welche einzelne Lehrergruppen beschreiben. Diese Kapitel sind auch von der Gestaltung her, völlig anders und wirken wie ein Eintrag in ein Klassenbuch (passend zum Inhalt des Buches). Zum einen sind diese Kapitel in Schreibschrift geschrieben und wirken so, als wären sie handschriftlich verfasst und zum anderen sind die Seiten mit Linien und Überschriften bedruckt (Sie heben sich optisch völlig vom Rest des Buches ab). In diesem Kapitel behandelt der Autor die verschiedenen Arten von Lehrern (Biologie, Deutsch, …) und erläutert einige Punkte an Beispielen aus seiner eigenen Schulzeit. Einige Punkte aus dem Buch, werden dem Leser aber auch aus seiner eigenen Schulzeit bekannt vorkommen und wecken Erinnerungen an die eigene Schulzeit (das hat bei mir dazu geführt, dass ich unbedingt weiterlesen wollte, um an die nächste, eventuell bekannte Stelle zu kommen. Außerdem helfen diese Erinnerungen dabei, besser ins Buch zu finden bzw. sich damit auseinanderzusetzen.) .Dabei übertreibt der Autor an manchen Stellen des Buches seine Ausführungen jedoch. Diese Übertreibungen sorgen aber für einen gewissen Grad an Humor, der sich durch das ganze Buch über zieht. Leider führen diese Momente auch dazu, dass der Leser sich fragt, ob das alles denn so stimmt?! (falls auch nur einige der sehr überzogen erzählten Stellen stimmen, kann einem der Autor schon fast leidtun). Hier hätte der Autor ein wenig mehr Aufklärung am Ende leisten können, auch wenn man in der Danksagung ein wenig herauslesen kann. Am Ende des Buches ist der Leser an dem Punkt angekommen, der vor der Entstehung des Buches spielt. Hier hat mir der Brief gut gefallen, besonders die Tatsache, dass selbst da die Eltern korrigiert haben (besonders, falls diese Stelle wirklich wahr ist, was man leider nie 100 % wissen wird als Leser).


    Cover: In der Grundfarbe ist das Cover schwarz. Auf der Vorderseite sehen wir einen jungen Mann, welcher auf einem Stuhl sitzt (gewisse Ähnlichkeit zu einem Stuhl, wie man ihn aus der Schule kennt, sind vorhanden und mit Sicherheit gewollt). Bei dem gezeigten Mann handelt es sich um den Autoren des Buches selbst. Über diesem Mann steht der Titel des Buches, welcher aussieht, als wäre er mit weißer Kreide geschrieben. Dadurch hebt sich der Titel sehr gut vom Hintergrund ab. Auf der Rückseite ist der Satz “Mein Leben unter dem Rotstift” in roter Farbe gedruckt, was dem Satz zusätzlichen Ausdruck verleiht. Das Cover ist schlicht aber doch sehr passend gestaltet.


    Fazit: Ein Buch, das den Leser auf die Reise quer durch das Leben eines Lehrerkindes mitnimmt. Dabei werden sicherlich einige Erinnerungen an die eigene Schulzeit geweckt. Hier und da hätte es dem Buch gut getan, wenn der Autor sich in seinen übertrieben erzählten Situationen zurückgehalten hätte. Der Humor ist vorhanden und zieht sich durch das gesamte Buch und sorgt immer wieder für einen kleinen Lacher. Eine kleine humorvolle Erinnerungsreise, die von mir 4/5 Sterne bekommt.

    Klappentext: Was wird aus einem Menschen, wenn Mama und Papa Lehrer an der eigenen Schule sind – und somit an jedem Tag im Jahr Elternsprechtag ist, die Mitschüler einen zum Daueropfer ernennen und es bei den Bundesjugendspielen nicht einmal für eine Teilnehmerurkunde reicht? Genau: Er wird selbst Lehrer! Mit gnadenloser Selbstironie schildert Bastian Bielendorfer, wie er der pädagogischen Sippenhaft zu entrinnen versucht, und verrät dabei, welch zarte Seele sich unter so manchem grob gehäkelten Mathelehrerpullunder verbirgt. (Quelle: PIPER)


    Autor: Bastian Bielendorfer

    Titel: Lehrerkind - Lebenslänglich Pausenhof

    Verlag: PIPER

    Genre: Sachbuch

    Seiten: 304

    Preis: 11,00

    Veröffentlichung: 2011

    ISBN: 978-3-492-27296-4

    Meredith Winter

    Höhenrauschsaison

    Sommerburg Verlag

    Autor: Wenn Meredith Winter (*1981 geb. in Lüneburg) nicht gerade Alleinunterhalter für Ihre drei Kinder spielt, schreibt sie keltische Songs, schaut nachts in die Sterne, frönt ihr Dasein als Cineast & Serienjunkie und liest selbst massenhaft Bücher. (Quelle: Amazon)


    Clementine und Ihre Schwester Eva sind beides Medizinerrinnen. Als Clementine, mal wieder, die Katze Ihrer Schwester versorgen muss, geht Clementine in die Wohnung Ihrer Schwester. Dort angekommen erwartet Sie neben der Katze Chanel jedoch noch ein grausamer Fund. Im Badezimmer liegt die Leiche einer blonden Frau. Plötzlich kommen zwei russische Männer zurück in die Wohnung, die vermeintlich die Mörder der Frau sind, worauf hin Clementine sich verstecken muss. In einem günstigen Moment ergreift Clementine jedoch die Flucht, bei der sie Ihrer Schwester in die Arme läuft. Diese möchte Clementine anfangs noch beruhigen, befiehlt Ihr dann jedoch zur Flucht.

    Das Buch besteht aus insgesamt 19 Kapiteln, in denen die Geschichte erzählt wird. Zusätzlich hat das Buch noch verschiedene Abschnitte, wobei mit jedem Abschnitt der Erzähler wechselt. Damit der Leser zu jeder Zeit weiß, aus welcher Sicht er der Geschichte gerade folgt, steht zu Beginn eines neuen Abschnitts immer der Name der Person aus dessen Sicht wir lesen. Hier kann es beim Leser im Laufe des Buches zu Verwirrungen kommen, diese wird jedoch im Laufe des Buches aufgelöst und sorgt dafür, dass man sich ein wenig in Alexejs Situation versetzen kann. Außerdem gibt es zur besseren zeitlichen Orientierung, zusätzlich noch die Angabe vom Datum, immer dann, wenn der Tag wechselt. Diese Angabe finde ich als Leser recht wichtig, da in diesem Buch manchmal mehrere Tage vergehen und man so stets den zeitlichen Ablauf verfolgen kann.

    Bevor man jedoch in die Geschichte einsteigen kann, bekommt der Leser ein kurzes Vorwort der Autorin zu lesen. Dieses Vorwort finde ich sehr gelungen und es blieb auch längere Zeit an mir “hängen”. Dies gelingt der Autorin durch die gewählten Worte, die den Leser durchaus berühren und zum Nachdenken anregen.

    Nach dem eben diesem Vorwort, geht es mit der Geschichte los und das nicht gerade zimperlich. Recht schnell schafft es die Autorin Spannung aufzubauen und somit zum Weiterlesen zu animieren. Weiterhin baut die Autorin Spannung dadurch auf, dass Sie die Kapitel an genau der richtigen Stelle enden lässt. Außerdem bekommt der Leser zu Beginn einen ersten und wichtigen Einblick in die Charaktere, die ihm den ganzen Weg über begleiten werden. Weitere Informationen/Hintergründer der Charaktere werden aber auch im Laufe des Buches noch erzählt. Dazu möchte ich schon jetzt anmerken, dass die Autorin auch hier Ihrem Stil treu bleibt. Wir haben auf der einen Seite Clementine, die Ärztin ist und Leben rettet und auf der anderen Seite Alexej, der Leben nimmt. Also Charaktere, die unterschiedlicher nicht sein können (wie man es schon von der Autorin gewohnt ist). Diese Unterschiede schafft die Autorin jedoch gekonnt gut zusammenzufügen und so entwickelt sich von Beginn an, die Beziehung beider Charaktere. Diese Entwicklung steht aber stets in dem Konflikt zwischen Liebe und Rache. Außerdem darf auch in diesem Buch, der Hauch Erotik nicht fehlen. Dieser ist auch in diesem Buch sehr gut integriert und kommt genau im richtigen Maß zum Einsatz (nicht zu viel nicht zu wenig). Diese Szenen sind sehr gut beschrieben (wie aber eigentlich das ganze Buch), was in meinen Augen besonders beim Thema Erotik auch recht wichtig ist.

    Kommen wir nun noch zu einigen Punkten, die mir nicht so gut gefallen haben bzw. an denen man etwas besser machen könnte (meiner Meinung nach). Da Clementine Ärztin ist, kommen im Laufe des Buches recht viele medizinische Vokabeln vor. Hier hätte ich mir ein Glossar gewünscht, welches diese Wörter erklärt, damit auch wirklich jeder Leser weiß, was diese Vokabeln bedeuten. Außerdem gibt es gegen Ende ein Schriftstück, welches nur auf englisch geschrieben wurde. Hier wäre eventuell eine Übersetzung toll, damit auch dies jeder verstehen kann (auch wenn es nicht sonderlich schwer zu verstehen sein dürfte). Außerdem waren in meinen Augen einige Situationen ein wenig unrealistisch. Einige Situationen konnte ich im Gespräch mit der Autorin aufklären und so muss sich am Ende jeder sein eigenes Bild machen. Allerdings möchte ich hier noch mal kurz aufs Vorwort zu sprechen kommen, denn in diesem wird auch gesagt, dass die Autorin über das Thema schreibt, weil sie es kann. Unter genau diesen Worten kann man die für mich etwas sehr glückliche Situationen packen, die Autorin kann in Ihrem Buch erzählen, was erlaubt ist.

    Cover:

    Anmerkung: Da ich das eBook gelesen und rezensiert habe, bezieht sich meine Meinung zum Cover, allein auf die Covervorschau.

    Auf dem Cover sehen wir einen Berg, der wohl der Mount Everest ist. Damit passt das Bild auch gleich perfekt zum Inhalt, denn dort geht es ebenfalls um eine Expedition auf den Mount Everest. Der obere Teil des Gipfels ist in Sonnenlicht gehüllt. Dies macht einen sehr idyllischen Eindruck (auch wenn es im Buch nicht immer ganz so idyllisch ist). Vor dem Berg sehen wir eine Person, die mit einem Rucksack bepackt vor dem Mount Everest steht.

    Über dem Berggipfel steht der Titel geschrieben, welcher in verschiedenen Farben gedruckt ist (von kalt (bläulich) zu warm (rötlich)). Wie von den Büchern der Autorin gewohnt, befindet sich auch auf diesem Cover unten und an der linken Seite eine schwarze Umrandung, die nochmals alle wichtigen Details enthält (Verlag, Titel, Autorin). Insgesamt passt das Cover gut zu den vorherigen Covern der Autorin aber was noch viel wichtiger ist, es passt auch nahezu perfekt zu dem Buch.

    Fazit: Am Ende bleibt ein Buch, das wirklich sehr toll und fesselnd geschrieben ist und außerdem dem Leser eine breite Palette an Genres serviert. Wir haben vom Thriller bis hin zu Erotik alles in diesem einen Buch vereint. Jedes Genre wird dabei auch sehr gut aufgegriffen und erzählt. Die Wahl der Charaktere trägt dabei aber auch zum Lesevergnügen bei. Leider sind einige Situationen im Buch vorhersehbar (welche genau das ist, kann ich an dieser Stelle nicht sagen, da ich dann enorm Spoilern würde) oder wirken etwas sehr glücklich aber das tut dem Lesevergnügen keinen Abbruch. Ich kann dieses Buch wirklich nur jedem empfehlen. Von mir gibt es 4/5 Sterne.

    Klappentetx: April 2012 - die Mount-Everest-Saison hat begonnen.

    Vor Ort: Ärztin Clementine, die schon auf dem Trek zum Basecamp alle Hände voll zu tun hat, sich um die Verletzten und Höhenkranken zu kümmern, welche die Region auf dem Weg zum höchsten Berg der Erde unterschätzt haben.

    Ebenfalls mit von der Partie ist der russische Auftragskiller Alexej, der sich als Bergsteiger ausgibt und bloß einen Auftrag hat: Clementine zu töten. Dumm nur, dass sie bereits tot ist. (Quelle: Amazon)

    Autor: Meredith Winter

    Titel: Höhenrauschsaison

    Verlag: Sommerburg Verlag

    Genre: Ladythriller

    Seiten: 210 (Print Ausgabe)

    Preis: 4,99 eBook / 9,99 Taschenbuch

    ISBN: 978-3981872248

    ASIN: B07C7H514D

    Titel:

    Autoren:

    Philip Le Roy
    Die goldene Pforte
    Benevento


    Autor: Philip Le Roy, geboren 1962 in Toulouse, studierte Betriebswirtschaftslehre, schlug aber bald nach dem Studium den Weg zum kreativen Schreiben ein. Erst als Werbetexter, später als Krimiautor. In seinem Heimatland wird er gefeiert, seine Bücher wurden zu Bestsellern und unter anderem mit dem Großen Preis der Kriminalliteratur ausgezeichnet. Neben dem Schreiben ist Le Roy begeisterter Filmliebhaber, Kampfkünstler und Rockmusiker. Er lebt in Vence an der Côte d‘Azur. (Quelle: Benevento)

    Simon und Markus sind nach einer Sauftour in Jerusalem sturzbetrunken. Am anderen Morgen erwacht Simon in einer Zelle, da er von der Polizei, verbotenerweise auf dem Tempelberg aufgegriffen wurde. Nach seiner Entlassung macht Simon sich direkt auf den Weg zu seinem neuen Freund Markus. An Markus Wohnung angekommen muss Simon jedoch feststellen, dass dieser wohl seine Sachen gepackt hat und im Flugzeug nach Berlin sitzt. Als dann auch noch die Polizei bei Markus Wohnung auftaucht, beginnt für Simon ein Katz und Mausspiel, bei dem es um Leben und tod geht. Außerdem sollen all die Ereignisse Simons Leben von Grund auf ändern.


    Das Buch besteht aus 97 Kapitel (plus Prolog und Epilog). Diese Kapitel sind in insgesamt 11 Bücher unterteilt (die Angabe erfolgt durch römische Ziffern), wobei jedes Buch auf einer neuen Seite beginnt. Außerdem findet sich zu Beginn eines jeden neuen Buches, einige Sätze (die scheinbar Anmerkungen vom Hauptcharakter sind), die kursiv gedruckt sind. Zu Beginn des Buches findet der Leser eine Erklärung bezüglich der goldenen Pforte. Dies gibt den Leser eine kleine Erklärung, um was es in dem Buch geht (und worauf der Titel sich bezieht), somit schafft der Autor eine kleine Grundkenntnis, die sicherlich positiv zum Verständnis des Buches beiträgt. Zusätzlich zu dieser Erklärung am Anfang, gibt es auch eine Stelle, an der es Fußnoten gibt, die dem Leser ebenfalls Erklärungen liefern. Leider aber nur an einer einzigen Stelle, hier hätte ich mir, besonders bei einer solchen Thematik, mehr solcher Fußnoten gewünscht. Neben dieser Erklärung gibt es zusätzlich noch eine Anmerkung des Autors sowie ein Vorwort. Diese beiden Texte geben dem Leser ebenfalls einen kleinen Einblick in den Hintergrund des Buches. Außerdem schafft es der Autor schon allein durch diese beiden Dinge, Spannung aufzubauen und dem Leser zum Weiterlesen zu motivieren (leider bekommt man hier keinerlei Anmerkung dazu, ob die geschilderte Handlung der Wahrheit entspricht) . Diese Spannung setzt sich am Anfang des Buches auch noch fort und wird zusätzlich durch actiongeladene Szenen erweitert, die dem Leser kaum ein Durchatmen ermöglichen. Diese Actionszenen setzen sich im ganzen Buch fort und tauchen immer mal wieder auf. Leider sind diese Szenen genau so schnell vorbei, wie sie überhaupt angefangen haben. Besonders positiv, gerade bei den eben genannten Szenen, ist die Tatsachen, dass der Autor alles sehr detailliert beschreibt, was dem Leser zu einer genaueren Vorstellung verhilft. Leider fiel mir beim Lesen jedoch auf, dass einige Szenen sehr abrupt enden bzw. manchmal sehr schnell zum Ende gebracht werden. Im gesamten Verlauf des Buches kann der Leser der Entwicklung der Hauptcharaktere gut folgen, auch wenn relativ schnell klar wird, wohin die Entwicklung führen wird. Am Ende schafft es der Autor aber auch hier noch mit einigen Überraschungen aufzutrumpfen, die der Leser so nicht erwartet hätte. Leider entwickelt sich die Story an manchen Stellen hin zu Science-Fiction, diese werden aber ebenfalls am Ende sehr gut und schlüssig aufgeklärt. Dies ist auch gut so, denn ohne die Auflösung am Ende, würden eben diese Szenen recht fehl am Platz wirken. Im Verlaufe des Buches begegnen dem Leser (sicherlich aufgrund der Thematik) viele interessante Fakten, die teilweise sogar bis zu aktuellen Geschehnissen reichen. Um ein selbstständiges Nachschlagen zu ermöglichen, findet der Leser am Ende des Buches ein recht überschaubares und gut gegliedertes Quellenverzeichnis. Das Ende des Buches liest sich so, als würde einer der Hauptcharaktere eben genau über das gelesene Buch sprechen (kurz zur Erklärung: Ein Charakter sagt am Ende, er würde das Geschehene in einem Thriller verarbeiten). So bekommt der Leser den Eindruck, dass dieses Buch von dem Hauptcharakter geschrieben wurde.


    Cover: Das Cover enthält hauptsächlich die Farbe blau (dies setzt sich auch innerhalb des Covers fort). Auf der Vorderseite schauen wir auf eine Art Fenster und sehen einen Schatten, der mit etwas Fantasie die Hilal darstellen könnte (hiermit hätte es auch einen direkten Bezug zum Inhalt des Buches, denn in diesem geht es um den Islam) . Der Titel des Buches ist in beige gedruckt und hebt sich nicht nur durch die Farbe ab, sondern auch deshalb, weil die Schrift mit den Fingern zu ertasten ist (dies ist ebenfalls bei dem Titel auf der Rückseite so) . Der Titel spiegelt dabei ein wichtiges Element wieder, um das es in dem Buch geht. Als kleine Randnotiz möchte ich anmerken, dass mir die Gestaltung des Verlagsicons sehr gefällt. Auf der Rückseite sehen wir denselben Hintergrund, wie auf der Vorderseite, nur das das Fenster diesmal auf dem Kopf steht. Ingesamt gefällt mir das Cover recht gut und passt zur Story des Buches.


    Fazit: In diesem Buch wird sicherlich ein sehr kontroverses Thema behandelt, dass bis in unsere Zeit reicht und aktuelle Geschehnisse aufgreift. Ganz im Stil von Dan Brown erzählt der Autor diese Geschichte, die sich keinesfalls hinter den Büchern Dan Browns verstecken muss. 350 Seiten voller Spannung, Action, Geschichte aber auch Liebe, erwarten dem Leser, welcher auf keinen der Seiten so wirklich enttäuscht wird. Enttäuschend ist dabei allein, wenn man das Ende des Buches erreicht hat. Kleinere Punkte sind sicherlich verbesserungswürdig, diese sind aber im Gesamtbild kaum der Rede wert. Von mir gibt es 5/5 Sterne.


    Klappentext: in Prophet, den es niemals gab Ein Unfall? Oder doch ein Attentat? Simon Lange rettet sich mit einem spektakulären Sprung aus einem Auto. Der Auftakt einer rasanten Verfolgungsjagd, die von Paris über Berlin in den Nahen Osten führt, nach Jerusalem, Beirut und in ein kleines Dorf in Syrien. Lange ist im Besitz von Schriften, die das Weltbild aller Religionen ins Wanken bringen könnten, insbesondere das des Islam: Eine christliche Sekte soll den Koran verfasst haben, nicht der heilige Prophet. Doch Langes Nachforschungen rufen finstere Mächte auf den Plan, die alles dransetzen, damit die Wahrheit niemals ans Licht kommt. (Quelle: Benevento)


    Autor: Philip Le Roy
    Titel: Die goldene Pforte
    Verlag: Benevento
    Genre: Thriller
    Seiten: 350
    Preis: 16,00
    Veröffentlichung: 2018
    ISBN: 978-3710900341

    Titel:



    Autor:


    Irene Matt
    Nichts drin: Ein Homöopathie-Krimi
    Verlag am Eschbach


    Autor/in: Irene Matt wurde geboren 1964 in Bad Säckingen. Ihre Kindheit gverbrachte sie auf einem hotzenwälder Bauernhof. Hauptberuflich Versicherungskauffrau, ehrenamtlich als Telefon- und Krisenseelsorge und Mediatorin tätig. Sie lebt mit ihrem Mann, einem homöopatische Arzt in Wittnau. (Quelle: Irene Matt)


    Alexandra liegt nach ihrem letzten Einsatz unruhig neben ihrem Mann im Bett. Die Gedanken allein bei dem vergangenen Einsatz. Sie wurde mit ihrem Kollegen Isidor zu einem Selbstmord gerufen. Schon oft hatten der Bauer und seine Freundin sich lautstark gestritten, doch diesmal endet dieser Streit mit einer Leiche. Als es dann noch einen weiteren Selbstmord gibt, ein Bankangestellter, der aus dem Büro gesprungen ist, schleicht sich bei Alexandra schnell Skepsis bezüglich der Selbstmordtheorie ein. Als die beiden dann auch noch eine Verbindung zwischen beiden Opfern feststellen, scheint eben diese Skepsis berechtigt.


    Das Buch ist in 49 (plus Anhang) Kapitel aufgeteilt, die alle eine eigene Überschrift tragen (wobei schnell auffällt, dass sich einige Überschriften wiederholen und durch eine römische Zahl ergänzt werden). Beim Aufschlagen begegnet dem Leser direkt ein Zitat von Samuel Hahnemann, der allen bekannt sein sollte, als Begründer der Homöopathie. Dadurch passt das Zitat auch sehr gut zur Thematik des Buches. Außerdem möchte ich gleich zu Beginn anmerken, dasy dieses Buch mit großem Hintergrundwissen zum Thema Homöopathie verfasst wurde, da der Mann der Autorin ein homöopathischer Arzt ist. Diese Thematik kommt im Buch selbst aber erst ca. ab der Hälfte des Buches auf. Davor liest sich das Buch eigentlich wie ein normaler Krimi und man fragt sich als Leser, wieso gerade dieser Titel gewählt wurde. Nachdem die Homöopathie dann aber angesprochen wird, taucht sie eigentlich in jeder Situation auf. Hier gibt es dann auch einen Storystrang, bei dem ich nicht recht wusste, wieso das jetzt gerade erzählt wird. In diesem geht es um den Richter, welcher im Urlaub erkrankt und durch die Homöopathie geheilt wird. Dies hat mit der eigentlichen Story nicht viel zu tun, außer das man die mögliche Wirkung von homöopathischen Mitteln erzählt bekommt (eventuell hat diese Erkenntnis auf das Ende vom Buch, da dieser Richter auch das Urteil spricht. Leider lässt sich dies nicht herauslesen). Die erste Hälfte beschäftigt sich das Buch mit den Selbstmorden und liest sich auch wie ein Krimi. Dabei schafft es die Autorin auch sehr gut Spannung aufzubauen (größtenteils durch Kapitel, die an genau der richtigen Stelle enden und man unbedingt wissen möchte, wie es weitergeht) Die Selbstmorde werden dann jedoch recht schnell und ohne viel schnickschnack aufgelöst. Ab diesem Zeitpunkt beschäftigt sich die Story viel mit der Homöopathie und den Hintergründen der einzelnen Charaktere. Die Charaktere erzählt die Autorin dabei sehr gut. Einige der Charaktere haben sogar individuelle Charakterzüge, die immer mal wieder auftauchen (besonders bei Isidor, sind diese Züge sehr präsent). Neben den Krimi schafft es die Autorin auch, einiges an Wissen zu vermitteln. Dieses Wissen sehe ich als recht zuverlässig an, die wie oben schon genannt, der Mann homöopathischer Arzt ist. Darüber hinaus gibt es am Ende des Buches ebenfalls eine kleine Quellenangabe, sodass der Leser sich selbstständig informieren kann. Das Ende des Buches schafft es, den Leser zu überraschen und zu einer eigenen Meinung zu führen (sei es über die Homöopathie oder über das Erzählte).


    Cover: Der Schutzumschlag ist passend zum Thema/Titel des Buches gestaltet. Auf der Vorderseite sehen wir einige Fläschchen, die wohl homöopathische Medikamente enthalten. Dies passt perfekt zum Inhalt und Untertitel des Buches. Unter diesem Fläschchen steht der Titel des Buches in Weiß. Dieser hebt sich recht gut vom Hintergrund ab. Die Weiße Farbe wird ebenfalls aufgegriffen, in der Umrandung des Buches. Auf der Rückseite sind unten einige weiße Kugeln abgebildet, die wohl Globuli darstellen sollen?! Hier hätte ich mir, wie auf der Vorderseite, eventuell ein richtiges Abbild gewünscht. Unter der Schutzumschlag befindet sich ein Hardcover, welches nicht besonders gestaltet ist. Hier möchte ich jedoch den Titel auf dem Buchrücken anmerken, denn dieser ist der Farbe Silber gedruckt und glänzt toll. Insgesamt ist das Cover also wirklich toll und passend gestaltet.


    Fazit: Ein Buch, das auf den ersten Blick ein Krimi zu sein scheint, bei dem es aber um weitaus mehr geht. Ich war wirklich überrascht von dem Verlauf der Story und der Umsetzung der Thematik, in Form eines Krimis. Am Ende hat das Buch nicht nur Unterhalten, sondern auch ein wenig Wissen transportiert und zum Nachdenken angeregt. Die Autorin hat in diesem Buch alles richtig gemacht und ich kann jedem nur empfehlen, sich dieses Buch durchzulesen. Von mir gibt es klare 5/5 Sterne.


    Klappentext: Nichts drin? Für die Komissarin Alexandra Rau ist es eine Frage auf Leben und Tod. Zusammen mit ihrem kauzigen Kollegen, Isidor Rogg, ermittelt sie im Hotzenwald. Zwei ungewöhnliche Todesfälle beanspruchen ihre ganze Energie. Etwas stimmt nicht, das spürt die Kommissarin ganz genau, aber sie muss sich zunächst den Umständen beugen. Die Geschichte, die sich ihr offenbart, ist atemberaubend und beschäftigt nicht nur die Kripo und die Justiz, sondern auch mehrere medizinische Gutachter. Sollten homöopatische Globuli eine Rolle spielen? (Quelle: Amazon)


    Autor: Irene Matt
    Titel: Nichts drin: Ein Homöopathie-Krimi
    Verlag: Verlag am Eschbach
    Genre: Krimi
    Seiten: 361
    Preis: 20,00
    Veröffentlichung: 2017
    ISBN: 978-3869175539

    Titel:

    Autoren:


    Martin Nusch
    Papa, wann sind wir endlich da?
    Fischer


    Autor: Martin Nusch, freier Autor, wurde 1968 geboren. 1999 wurde er für die Hörfunkreihe »Die Kanzler-WG« mit dem Axel-Springer-Preis für junge Journalisten ausgezeichnet. (Quelle: Fischer)


    Anmerkung: Dieses Buch folgt keiner bestimmten Handlung, weshalb ich an dieser Stelle keine übliche Inhaltsangabe machen kann.


    Das Buch hat insgesamt 4 Kapitel, die alle nochmals in Unterkapitel aufgeteilt sind. Die Überschriften der Kapitel ergeben dabei den Titel des Buches (dies hat der Autor wirklich gut gestaltet) und behandeln chronologisch die Themen, von der Planung des Urlaubs, bis hin zur Rückfahrt. Die Unterkapitel haben auch schön gestaltete Überschriften, die zu Beginn ein Schlagwort haben, unter dem in Schreibschrift ein weiterer Satz geschrieben steht. Die Themen der Unterkapitel passen dabei immer thematisch zum eigentlichen Kapitel. Am Ende eines jeden Unterkapitels gibt es für den Leser noch eine Checkbox, die einige der wichtigen Punkte nochmals kurz zusammenfasst. Diese Checkboxen eignen sich, meiner Meinung nach, recht gut, falls der Leser wirklich in den Urlaub fahren möchte (hier zeigt sich dann die tolle Verknüpfung zwischen Humor und Ratgeber). Außerdem finden sich in den Checkboxen Querverweise, zu anderen Themen im Buch (dies ermöglicht dem Leser das schnelle finden zusammenhängender Themen). Die in den Kapitel behandelten Themen, werden meistens alle nochmals an einem konkreten Fall erläutert, wobei diese Geschichten sich teilweise recht unglaubwürdig (aber recht lustig) präsentieren. Am Ende des Buches schreibt der Autor auch noch einige Wörter darüber, wie diese Geschichten entstanden sind. Beim Lesen werden schnell einige Zeichnungen auffallen, die den Inhalt wiedergeben. Diese Zeichnungen sind wirklich toll gemacht, kommen für meinen Geschmack aber etwas selten im Buch vor. Ich habe dieses Buch einige Zeit nach Veröffentlichung gelesen und trotzdem war es noch recht aktuell. Allerdings gibt der Autor selbst auch schon Hinweise darauf, dass einige Informationen eventuell nicht mehr ganz so aktuell sein könnten, wie sie es zum Zeitpunkt der Veröffentlichung waren. Auch wenn dies jedem Leser klar sein sollte, finde ich es sehr aufmerksam vom Autoren darauf hinzuweisen. Aufgrund der Tatsache, dass dieses Buch sehr gut und flüssig zu lesen ist, außerdem durch seine humorvolle Art zu unterhalten weiß, ist das Ende des Buches leider viel zu schnell erreicht. An eben diesem Ende, gibt es noch einige Worte des Autors, die die Entstehung einiger Punkte betrifft (außerdem wird auch hier auf die typische Checkbox nicht verzichtet, den Inhalt solltet Ihr dann aber selbst lesen).


    Cover:

    Anmerkung: Da ich dieses Buch lang nach der Veröffentlichung lese und bespreche, hat dieses Buch schon ein anderes Cover im Laufe der Zeit bekommen. Ich werde hier auf das Cover meines Exemplars eingehen, aber auch kurz auf das Neue (so weit dies möglich ist).


    Alt: Der Hintergrund des Covers ist weiß. Auf der Vorderseite sehen wir am unteren Rand eine Autokolonne, wobei eines der Fahrzeuge durch seine blaue Farbe heraussticht. Von diesem Autor geht eine rote Sprechblase aus, die sich auf dem Cover ausbreitet. Diese hebt sich dank der Farbe, sehr gut vom Hintergrund ab. In dieser Sprechblase befindet sich der Satz “Papa, wann sind wir endlich da?”, welcher den Titel des Buches bildet. Dieser Titel taucht auch wortwörtlich so, im Buch selbst auf (als Kapitel). Auf der Rückseite taucht die Autokolonne ebenfalls auf, nur das sie diesmal am oberen Rand zu finden ist. Insgesamt finden sich einige Dinge des Covers, auch im Buch selbst wieder, wodurch ich dieses Cover sehr gelungen finde.


    Neu: Der Hintergrund des neuen Covers ist in verschiedenen Blautönen gehalten. Auf der Vorderseite befindet sich ein roter Kreis, in dem diesmal jedoch der Autor steht (nicht wie beim alten Cover der Titel). Im Hintergrund des Covers sehen wir die Abbildung eines Fisches, welcher aus dem Logo vom Fischer Verlag bekannt ist. Hier findet man also nicht wie beim alten Cover den Inhalt des Buches wieder, sondern den Verlag. Allein vom Aussehen spricht mich das neue Cover weniger an, als es das Alte tat.


    Fazit: Auch wenn ich selbst nicht der große Urlauber bin, so hat mich dieses Buch trotzdem unterhalten können. Ein wirklich gut durchstrukturierter und toll gestalteter Ratgeber, der den schmalen Grad zwischen Humor und Ernsthaftigkeit sehr gut gemeistert bekommt. Dadurch ist dieses Buch für Urlauber aber auch nicht Urlauber gleichermaßen gut geeignet. Der Autor entführt den Leser auf eine Reise, bei der man kaum bemerkt wie schnell man ans Ende kommt. Von mir gibt es 5/5 Sterne.


    Klappentext: Ferien sind Abenteuer für Kinder. Ferien mit Kindern sind Abenteuer für Eltern. In diesem Survival-Guide für den Familienurlaub finden sich neben amüsanten Anekdoten viele praktische Tipps und nützliche Hinweise, um sich gut auf das vorzubereiten, was da kommt: das Abenteuer Familienurlaub. (Quelle: Fischer)


    Autor: Martin Nusch
    Titel: Papa, wann sind wir endlich da?
    Verlag: Fischer
    Genre: Sachbuch
    Seiten: 237
    Preis: 11,99
    ISBN: 978-3-596-30141-6

    Sascha Berst-Frediani
    Reue
    Gmeiner


    Autor: Sascha Berst-Frediani genoss seine Schulbildung in Deutschland sowie Italien. In Freiburg und Paris studierte er Germanistik und Rechtswissenschaften. Inzwischen ist der promovierte Jurist in Freiburg als Rechtsanwalt niedergelassen. Im Jahr 2013 gewann der Autor den Freiburger Krimipreis und im Mai 2015 die »Herzogenrather Handschelle«, den Krimipreis der Stadt Herzogenrath. »Reue« ist nach »Fehlurteil« sein zweiter Krimi im Gmeiner-Verlag. (Quelle: Gmeiner)


    Sabine ist jung und recht erfolgreich in Ihrem Job bei der Bank. Ihre Schönheit setzt die junge Frau auch recht gut und häufig für Ihre Vorteile ein. Verheiratet ist Sabine mit Ihrem Mann Holzer, welcher bei der Bundeswehr arbeitet und nur am Wochenende nach Hause kommt. Neben Ihrer Ehe führt Sabine jedoch auch eine Affäre mit Thomas, welcher Mieter in Ihrem Haus ist. Als die beiden vorhaben die Affäre ernst anzugehen, scheint Thomas kalte Füße zu bekommen und verschwindet von heute auf morgen. Das Verschwinden von Thomas bleibt jedoch nicht unbemerkt und ruft sogar die Polizei auf den Plan.


    Das Buch hat insgesamt 74 Kapitel, welche immer mit einer römischen Zahl beginnen. Dies scheinen recht viele Kapitel für ein recht kurzes Buch zu sein, jedoch lässt es sich dadurch auch gut zwischendurch (z. B. in der Bahn) lesen, ohne mitten im Kapitel aufzuhören. Außerdem tragen diese kurzen Kapitel, zu einem recht schnellen Lesetempo bei. Mit jedem neuen Kapitel wird die Geschichte dabei aus der Perspektive einer anderen Person erzählt, wodurch der Leser sich grad zu Anfang, recht viele Storys merken muss. Dabei versteht der Autor sein Handwerk, denn er hört mit einem Kapitel stets da auf, wo die Spannung weiterzulesen am größten ist. Die Grundspannung baut der Autor dabei mit seinem ersten Kapitel auf, welches direkt in der Handlung anfängt (die Festnahme einer bis dato unbekannten Person) ohne das der Leser überhaupt weiß, wieso das beschriebene gerade überhaupt passiert. Dieses, wieso wird, dem Leser dann im Laufe der gesamten Story erzählt, bis sich die Handlungsstränge kurz vor Ende des Buches treffen. Damit der Leser immer wieder weiß, in welcher Handlungszeit er sich gerade befindet, sind die Kapitel, welche die Vergangenheit erzählen normal gedruckt und jene, die die Gegenwart erzählen kursiv gedruckt. Einen kleinen negativen Punkt gibt es hier jedoch und das ist der Punkt, wo beide Stränge aufeinandertreffen. Der Leser bekommt nicht sofort mit, dass er gerade an dem Punkt angekommen ist, wo die Szene vom ersten Kapitel weitererzählt wird. Dies fällt nur durch die Schrift auf, welche eigentlich kursiv sein sollte. Das Ende des Buches überrascht den Leser dann vollkommen. Leider wirkt das Ende auch recht an der Realität vorbei, denn ich könnte mir vorstellen, dass dies eigentlich anders ausgehen würde. Neben der eigentlichen Story, gibt es in dem Buch noch kleine Nebenstorys, welche sich um die Auftauchenden Nebencharaktere ( Sabines Arbeitskollegin, der Bauer) dreht. Diese tragen dazu bei, dass man die Handlungen der jeweiligen Personen besser verstehen kann.


    Cover: Die Hauptfarbe des Hardcovers ist weiß (weiß als reine Farbe, bietet hier einen großen Gegensatz, zu den Handlungen der Charaktere, welche keinesfalls rein und unbefleckt sind) und wirkt auf den ersten Blick recht schlicht. Auf diesem weißen Hintergrund heben sich die Dinge wie Titel und Autor (beides in Schwarz) sehr gut ab. Der Titel passt dabei perfekt zu den Charakteren, die in diesem Buch vorkommen (zumindest zu einigen). Leider fehlt auf dem Buchcovér der Untertitel (welchen man im Internet findet), denn dieser beschreibt den Inhalt noch viel zutreffender. Hinter dem Titel sehen wir einen Baseballschläger liegen, welcher in dem Buch ebenfalls auftauchen wird. Auf der Rückseite finden wir dann einige Wörter, welche grün gedruckt sind. Dieses Grün finden wir dann ebenfalls in den Innenseiten des Buches. Diese bilden damit einen recht großen Kontrast zu dem weißen Cover. Leider ist das Cover bei genauerer Betrachtung nicht sonderlich gut verarbeitet, denn man sieht an den Außenkanten die graue Pappe. Dies fällt zwar kaum auf, jedoch hätte ich mir hier gewünscht, dass dies ebenfalls noch in der weißen Farbe gewesen wäre.


    Fazit: Ein Krimi, welcher das gesamte Repertoire der Gefühle (Liebe, Hass, Neid, Trauer, …) umfasst und zeigen kann, wie weit Liebe gehen kann (wenn man im Buch überhaupt von einer solchen reden kann). Der Autor schafft es die Spannung bis zum Ende hin aufrechtzuerhalten, wenn auch eben dieses Ende nicht 100% überzeugen konnte. Einen negativen Beigeschmack bekommt das Buch bei dem Blick auf den Preis, denn dieser ist für ein recht kurzes Buch, schon recht hoch angesetzt. Ich kann jedoch sagen, dass dieses Buch sein Geld wert ist. Von mir bekommt es 5/5 Sterne.


    Klappentext: Ein Dorf in Deutschland. Sie – jung, hübsch und beruflich erfolgreich, ihr Ehemann – derb und eher schlicht. Dass er nur am Wochenende zu Hause ist, stört sie nicht. Eigentlich wäre alles perfekt, wenn dieser Untermieter nicht wäre. Am Anfang spielt sie nur mit ihm. Aber die Versuchung ist zu groß. Und plötzlich ist es ernst. Doch als sie beschließt, die Karten auf den Tisch zu legen, ist einer tot und für die Wahrheit ist es zu spät. Ein eindringlicher Roman, aus unterschiedlichen Perspektiven anhand von Rückblenden erzählt. Hart, präzise und mit der nüchternen Sprache eines Tarantino! (Quelle: Gmeiner)


    Autor: Sascha Berst-Frediani
    Titel: Reue
    Verlag: Gmeiner
    Genre: Roman
    Seiten: 247
    Preis: 18,00
    ISBN: 978-3-8392-2249

    Titel:

    Autoren:

    Adrian Franke
    American Football – Alles, was man wissen muss
    Meyer & Meyer


    Autor: Adrian Franke ist Redakteur bei dem europaweit bekannten Online-Portal SPOX.com. Sein Kernressort ist die NFL; in den letzten drei Jahren hat er dort erfolgreich eine der größten deutschsprachigen NFL-Seiten mit einer sehr aktiven Community aufgebaut. Aktiv ist er außerdem in mehreren deutschen NFL-Podcasts und auf Twitter. (Quelle: BdB)


    Anmerkung: Aufgrund der Tatsache, dass es sich bei dem Buch um eines aus dem Bereich “Fachbuch” handelt, gibt es an dieser Stelle nicht wie üblich, eine Inhaltsangabe. Das Buch folgt keiner Story, welche zusammengefasst werden könnte.


    Das Buch ist in 9 Kapitel aufgeteilt, die alle jeweils noch mal aus mehreren Unterkapiteln bestehen (alle diese Kapitel/Unterkapitel lassen sich im Inhaltsverzeichnis nachlesen und sind somit auch schnell zu finden, falls man das Buch nicht von vorne bis hinten durchlesen möchte). Die Kapitelüberschriften für jedes Kapitel sind schön gestaltet (ein Banner in dem die Kapitelziffer und das Thema geschrieben steht) und sieht ein wenig aus, wie die Rückseite eines Trikots. Leider sind diese Überschriften in Schwarz weiß gehalten, hier wäre etwas Farbe schön gewesen. Die Unterkapitel hingegen haben keinerlei große Gestaltung erhalten. Die Abfolge der Kapitel ist, wie das ganze Buch eigentlich, strukturiert und gut verständlich aufgebaut, was besonders für Neulinge eine Erleichterung sein sollte. Schauen wir dann mal in die Kapitel rein, so fallen uns sofort recht viele Bilder auf, die den Text veranschaulichen. Leider sind auch diese Bilder in Schwarz weiß gehalten, was aber nicht weiter schlimm ist. Der Inhalt der Kapitel erstreckt sich dabei von allgemeinen Themen (Geschichte, Team, …), bis hin zu recht präzisen (Taktiken, …). Dabei kann es besonders für Neulinge vorkommen, dass man einige der Kapitel mehrmals lesen muss, damit man diese verstanden und verinnerlicht hat. Leider fällt hier beim Lesen etwas auf, denn bei einigen Erklärungen (siehe Positionen), werden einige der Positionen dick gedruckt, leider aber nicht alle. Der Anhang des Buches ist sehr ausführlich, hier finden sich zum einen, ein Wortverzeichnis (in alphabetischer Reihenfolge) um einige Begriffe des Footballs schnell nachschlagen zu können, zum anderen noch ein Quellenverzeichnis, falls man sich als Leser über dieses Buch hinaus informieren möchte. Die Informationen im Buch selbst, stammen von einem Kundigen Autoren, denn dieser arbeitet als Redaktuer bei SPOX und betreut dort eine NFL-Seite.


    Cover: Auf dem Hochglanzcover des Buches sehen wir auf der Vorderseite einen der berühmtesten Football - Spieler, Tom Brady (meiner Meinung nach ein sehr passendes Foto für ein solches Buch). Auf der unteren Hälfte des Covers steht der Titel des Buches auf einem roten Rechteck gedruckt und hebt sich somit auch perfekt ab. Auf der Rückseite ist das Cover blau und wir sehen ein Autorenfoto.


    Fazit: Ein wirklich gelungener Ratgeber, für alle Football - Fans, oder jene, die es noch werden wollen. Das Buch bringt alles mit, was man für einen Einstieg in diesen Sport benötigt und das auch noch in einer recht kompakten Form, die es ermöglicht, auch bei einer Übertragung schnell mal aufgeschlagen zu werden. Von mir gibt es 5/5 Sterne.


    Klappentext: Pünktlich zum Super Bowl erscheint im Meyer & Meyer Verlag ein Buch, das die Regeln, Taktiken und Hintergründe von „American Football“ für alle NFL-Fans gut verständlich erklärt. Jedes Jahr verfolgen mehr und mehr Zuschauer auch in Europa die Spiele der NLF, insbesondere den Super Bowl, im Fernsehen. Aber seien wir mal ehrlich, ein Footballspiel zu verstehen, ist nicht so einfach! Oder wissen Sie, was eine „Shotgun“ oder die „Pistol“ mit Football zu tun haben? Ziel des Buches ist es, diese und viele weitere Fragen zu beantworten und die Spielregeln zu begreifen. Denn Football ist ein komplexer, vielschichtiger Sport. Auch wenn man durch die Emotionen rund um die Spiele, die große Show und die physisch beeindruckenden Athleten schnell in den Bann dieses Sports gezogen wird, so liegt die wahre Schönheit in der Taktik: Welcher Coach hat sich welche Tricks ausgedacht und was hat der Gegner als Antwort parat? Manchmal entscheiden Nuancen über Sieg oder Niederlage. Deshalb ist es nicht unbegründet, wenn man Football auch als „Rasenschach“ bezeichnet. Die Erzählungen und Geschichten von Spielern ermöglichen Football-Neulingen oder generell Interessierten zudem einen Blick hinter die Kulissen und rund um den beliebten Sport. Sind einzelne Begriffe auch für erfahrenere Fans noch unklar, so schafft das 30 Seiten starke American-Football-Wörterbuch eine sehr gute Abhilfe. (Quelle: BdB)


    Autor: Adrian Franke
    Titel: American Football – Alles, was man wissen muss
    Verlag: Meyer & Meyer
    Genre: Fachbuch
    Seiten: 200
    Preis: 14,95
    ISBN: 978-3-8403-7576-7

    Astrid Rußmann
    Neues aus Klios Archiven - Historische Kurzgeschichten
    Qindie


    Autor: Astrid Rußmann, Jahrgang 1963, stammt aus Kiel. Im „richtigen“ Leben übt sie zwar einen soliden, seriösen Beruf aus, wann immer sie Zeit hat, verwandelt sie sich allerdings in Klio, die Muse der Geschichte: Dann reist sie literarisch durch Zeit und Raum, schaut bei den Großen und Kleinen der Weltgeschichte vorbei und blickt ihnen dabei in kurzen, aber bedeutenden Momenten ihres Lebens über die Schulter. Auf diese Weise hat sie sich ihr ganz eigenes Genre erschlossen: die Short Fiction History. Im Jahr 2016 ist eine Sammlung von 14 Historischen Kurzgeschichten mit dem Titel „Klios Archive“ als E-Buch und Taschenbuch erschienen und hat sogar das Qindie-Siegel für Qualität bei Indie-Publikationen verliehen bekommen. Mit dem zweiten Teil „Neues aus Klios Archiven“ hat Astrid Rußmann die Sammlung, aus der mal eine ganze Reihe mit geschichtlicher Kurzprosa werden soll, im Juni 2017 fortgesetzt. (Quelle: BdB)


    Anmerkung: Da in diesem Buch 13 verschiedene Kurzgeschichten erzählt werden, werde ich an dieser Stelle nicht wie üblich eine kleine Inhaltsangabe schreiben.


    Das Buch besteht aus 13 Kurzgeschichten, die alle in einer anderen Epoche spielen (von 1310 v. Chr. bis 1918). Jede der Geschichten hat eine eigene Überschrift, unter der bei einigen noch ein Zitat geschrieben steht (leider ist dies nicht bei jeder Kurzgeschichte zu finden). Die Geschichten selbst beginnen immer mit einem Buchstaben, welcher über mehrere Zeilen gedruckt ist.
    Dadurch, dass jede Geschichte in einer anderen Epoche und einem anderen Land spielt, bekommt der Leser einen guten Einblick in die Weltgeschichte. Außerdem sind die Charaktere in jeder Geschichte ebenfalls unterschiedlich, wodurch der Leser aus verschiedenen Blickwinkeln auf die Geschichte blicken kann. Einige der Charaktere sollten dem Leser sogar bekannt vorkommen, andere sind gänzlich unbekannt (zumindest für mich). Dadurch das die Geschichten inhaltlich nicht zusammenhängen, muss dieses Buch auch nicht von vorne nach hinten gelesen werden, sondern man kann sich die Geschichte suchen, die man lesen möchte. Leider hat die Tatsache der vielen unterschiedlichen Kurzgeschichten auch kleine Negativpunkte, denn man muss sich in jede Geschichte neu einfinden. Dies fällt im Großen und Ganzen jedoch nicht sonderlich schwer, was an dem recht guten Schreibstil liegt, durch den man schnell und flüssig durchs Buch findet. Für das bessere Verständnis wurde sogar an Fußnoten nicht gespart, welche einige unbekannte Wörter am Seitenende kurz erklärt. Die Geschichten selbst wirken alle wie ein Ausschnitt aus einem großen ganzen, wobei man sich bei einigen Kurzgeschichten wünscht, noch viel mehr zu erfahren. Hier wäre eine Quellenangabe (falls möglich) nicht schlecht, damit der Leser eigenständig suchen und weiterlesen kann. Allgemein habe ich mir beim Lesen hin und wieder eine Quellenangabe gewünscht, um die Glaubhaftigkeit der einzelnen Geschichten zu überprüfen (sind sie ausgedacht oder wurden sie so geschichtlichen Texten entnommen). Zwar gibt es einen Link zum “Katalog der Deutschen Nationalbibliothek” leider wird man hier aber auch nicht fündig.


    Cover: Auf dem Cover des Buches sind auf der Vorderseite 2 Personen und ein Hund zu sehen, welche über eine Bergkante zu schauen sein. Durch das historische Erscheinungsbild passt dieses Coverbild auch gut zum Inhalt des Buches. Am unteren Ende des Covers finden wir den Titel des Buches, welcher sich dank des hellen Hintergrundes gut abhebt. Leider fällt dann bei genauerer Betrachtung auf, dass die Schrift eine leichte Unschärfe aufweist (welche jedoch wirklich kaum auffällt). Auf der Rückseite gibt es dann den Klappentext, welcher ebenfalls leicht eine leichte Unschärfe zu haben scheint. Was das Lesen des Klappentextes (für mich) ebenfalls etwas erschwert hat, ist die Wahl der Hintergrund- und Schriftfarbe.


    Fazit: Ein Buch, das dem Leser durch die Epochen der Welt führt und mit jeder neuen Kurzgeschichte, einen Einblick in die jeweilige Epoche gibt. Der Schreibstil ist so, dass dieses Buch nicht nur Geschichtsbegeisterte anspricht, sondern auch all die anderen Leser. Mit einem Preis von ca. 9 Euro zählt dieses Buch auch nicht zu den teuren und ist sicherlich einen Blick wert. Von mir gibt es 4/5 Sterne.


    Klappentext: Die Reise durch die Zeit geht weiter. KLIO, die Muse der Geschichte, gewährt uns von neuem Einblicke in ihre Archive. Diesmal begleiten wir einen Grabräuber aus dem altägyptischen Theben auf einem seiner gefährlichen Raubzüge. Außerdem erfahren wir, wie problematisch es sein kann, wenn man einen Messias in der Familie hat, und warum der Clan Campbell in manchen Gegenden Schottlands so unbeliebt ist. NEUES AUS KLIOS ARCHIVEN – das sind weitere historische Miniaturen für alle Freunde hautnah erlebter Geschichte und für die, die es noch werden wollen … (Quelle: BdB)


    Autor: Astrid Rußmann
    Titel: Neues aus Klios Archiven - Historische Kurzgeschichten
    Verlag: Qindie
    Genre: Erzählungen
    Seiten: 288
    Preis: 8,99
    ISBN: 978-3744837750

    Titel:


    Autoren:


    Johannes Wiedlich
    CHAINS Lass [nicht] los!
    Thekla Verlag


    Autor: Johannes Wiedlich wurde Anfang der 80er Jahre in der Nähe von Darmstadt geboren und wuchs im Odenwald auf. Bereits als Jugendlicher war er ein Querdenker und benutzte Text und Musik, um seine Meinung zu äußern, Fragen aufzuwerfen oder Reaktionen zu provozieren. Nach Abschluss eines geisteswissenschaftlichen Studiums lebt und arbeitet der Autor nun in Südhessen. (Quelle: Thekla Verlag)


    Matthew ist für im Semester im Ausland und wohnt dort mit anderen Personen und einer Katze in einer WG. Seine Mitbewohner sind alle recht unterschiedliche Charaktere, wie Matthew schnell feststellt. Diese machen das Zusammenleben zu einer Herausforderung, allen voran sein Mitbewohner Luka, der ihm gehörig auf die Probe stellt.


    Das Buch besteht aus 5 Kapiteln, wobei jedes Kapitel nochmals in einige Abschnitte unterteilt ist. Zu Beginn eines neuen Kapitels steht immer die Kapitelziffer, welche aussehen, als wären sie mit einem Pinsel geschrieben. Ein neuer Abschnitt beginnt immer mit 3 Kreisen (eventuell auch Sterne?!), welche vom Stil her den Kapitelziffern ähneln.
    Der Schreibstil des Autors ist sehr detailliert und flüssig zu lesen, so bekommt der Leser ein recht genaues Bild von den auftretenden Charakteren. Stets wird so viel über die Charaktere verraten, dass man noch motiviert ist, weiterzulesen, um alles über die jeweiligen Personen und ihre Entwicklung im Laufe des Buches zu erfahren. Leider hätte hier der Autor etwas genauer und tiefgründiger werden können, besonders im Hinblick auf die beiden Hauptcharaktere und Ihre Hintergründe.
    Manchmal wird im Buch Englisch gesprochen, was besonders zum Handlungsort der Geschichte passt. Jedoch könnten hier Leser ohne Englischkenntnisse leicht Probleme bekommen, auch wenn man sich die Bedeutung recht gut aus dem Kontext erklären kann. Neben den Dialogen, welche die Charaktere von Person zu Person führen, gibt es auch noch Konversationen am Handy (per WahatsApp zum Beispiel). Diese Passagen lassen sich recht gut erkennen, denn dort steht der Dialog jeweils in kleinen Kästchen. Dies gefällt mir sehr gut und sorgt ebenfalls für das richtige Gefühl beim Lesen (das man gerade am Handy liest und eben nicht einen gesprochenen Dialog). Zum Ende hin wird das Buch dann recht emotional und viele Hintergründe der Charaktere werden aufgelöst (wie oben geschrieben hätte es hier jedoch deutlich mehr Details geben können) und man wünscht sich, das Buch wäre länger (ich hatte zumindest das Gefühl, hier hätte noch deutlich etwas mehr geschrieben werden können).


    Cover: Grundsätzlich ist das Cover des Buches in Schwarz und Weiß gehalten. Einige Merkmale sind jedoch in Farbe (Rot) gedruckt und stechen deshalb vom Cover ab. Wir sehen auf der Vorderseite den Teil einer Person, welcher in seiner Hand einen angebissenen Apfel hält. Dieser Apfel ist in Rot und Hochglanz gedruckt und hebt sich deshalb vom Hintergrund ab. Dieser angebissene Apfel nimmt Bezug zum Inhalt, direkter gesagt sogar zum Spitznamen des Hauptcharakters, welcher “Schneewittchen” genant wird. Ebenfalls sehen wir in der Farbe Rot und auch in hochglanz gedruckt den Titel des Buches, welcher wohl passender kaum sein könnte. Chains steht für Ketten und diese kommen im Buch sehr oft vor (auf dem Coverbild sind Ketten ja ebenfalls zu sehen). Dabei geht es jedoch nicht allein um die physischen Ketten. Der Untertitel ist dann jedoch in Weiß gedruckt, wobei das Wort “nicht” in eckigen Klammern steht. Auch hier finden wir beide Versionen des Untertitels im Buch wieder, denn das (nicht) loslassen ist in diesem Buch allgegenwärtig. Beim lesen des Buches wird auch schnell deutlich, welche(n) der Charaktere auf dem Cover abgebildet ist/sind.
    Auf der Rückseite des Covers sehen wir den roten Apfel (unangebissen), welcher auf einem Haufen Ketten liegt.


    Fazit: Ein Buch das sich anfangs, wie ein relativ normales Buch über Teenager liest, entwickelt sich im Laufe des Buches zu einem recht tiefgründigen Roman. Die Entwicklung der Charaktere lässt sich gut verfolgen und man erfährt stets genug, um der Handlung zu folgen. Leider bleibt am Ende jedoch das Gefühl, es hätte ruhig etwas mehr sein können. Von mir gibt es 4/5 Sterne.


    Klappentext: Schneewittchen? Was? Du kannst mich mal! Ich hatte mit Idioten gerechnet, nicht mit der blauhaarigen Pestilenz. Ich hatte mit Konflikten gerechnet, nicht mit dem Kampf um meinen Verstand. Was hat mich meine Vergangenheit also gelehrt? [nichts!]
    Matthew zieht für ein Austauschsemester in eine Wohngemeinschaft, die kaum nerviger sein könnte. Seine Mitbewohnerin Sirin entpuppt sich bereits innerhalb der ersten Woche als zwangsneurotischer Hausdrache. Mit Robert kann man zwar ganz gut klarkommen, aber Rückendeckung darf man von ihm nicht erwarten, und Karla glänzt hauptsächlich durch Abwesenheit. Doch am schlimmsten scheint Luka. Der Typ, der keinen Mustern folgt, nach keinen Regeln spielt und offenbar Spaß daran hat, Matthew immer wieder an seine Grenzen zu treiben. Ein Jugendroman über Freundschaft und Feindschaft, und wie nah beides beieinander liegen kann. (Quelle: Thekla Verlag)


    Autor: Johannes Wiedlich
    Titel: CHAINS Lass [nicht] los!
    Verlag: Thekla Verlag
    Genre: Roman
    Seiten: 240
    Preis: 11,98
    ISBN: 9783945711149

    David Constantine
    Wie es ist und war
    Kunstmann


    Autor: David Constantine, geb. 1944, ist britischer Autor, Dichter und Übersetzer. Er hat dreißig Jahre lang deutsche Sprache und Literatur in Durham und Oxford gelehrt, und von 2003 bis 2012 mit seiner Frau die Literaturzeitschrift Modern Poetry in Translation herausgegeben. Neben preisgekrönten Lyrik- und Short Story-Bänden und zwei Romanen hat Constantine Übersetzungen aus dem Deutschen veröffentlicht, u. a. von Goethe, Hölderlin, Kleist und Brecht. Constantine lebt in Oxford und Scilly. (Quelle:Kunstmann)


    Anmerkung: Da in diesem Buch 17 verschiedene Geschichten erzählt werden, werde ich an dieser Stelle nicht wie üblich eine kleine Inhaltsangabe schreiben.


    Das Buch besteht aus insgesamt 17 mehr oder weniger lange Erzählungen, die keine Kapitel, jedoch aber Absätze besitzen (einzige Ausnahme ist hier eine Erzählung kurz vor dem Ende, diese hat zwei Kapitel). Die Absätze sind stets mit einem “~” voneinander getrennt. Die Titel der Erzählungen sind immer sehr gut gewählt, sodass der Leser diesen in jeder der Erzählungen wiederfindet. Der Titel einer jeder Erzählung steht nicht nur zu Beginn einer neuen Erzählung, sondern zusätzlich auch noch auf der unteren linken Seite, der rechten Buchseite. So weiß man als Leser stets, wo man sich gerade im Buch befindet. Neben diesem Titel befinden sich auch die Seitenzahlen und das nicht wie üblich auf jeder Seite einzeln angegeben, sondern beide Seitenzahlen stehen nebeneinander mit einem “/” voneinander getrennt. Auch wenn die stetige Angabe des Titels die Möglichkeit schafft, auch nach längeren Pausen wieder ins Buch zu finden, so sollten große Pausen nach Möglichkeit ausgelassen werden. Die Geschichten sind nämlich nicht immer sofort zu verstehen und erfordern teilweise ein konzentriertes Lesen. Die Länge der einzelnen Erzählungen ist aber recht gut gewählt, sodass man schnell zum Ende einer Erzählung kommen kann. Dabei sollte man jedoch nicht einfach so durchs Buch hasten, sondern jede der Erzählungen auch auf sich wirken lassen. Die Erzählungen selbst beinhalten dabei oftmals etwas Trauriges, aber gleichzeitig auch etwas Schönes. Haben dazu oftmals noch die Ferne/Abgeschiedenheit aber auch Schönheit als Thema. Was beim Lesen eventuell zu Verwirrungen führen kann, ist die Tatsache das die Dialoge in dem Buch nicht durch “” gekennzeichnet sind. So muss man immer recht gut aufpassen, wer, was und wann gerade sagt (besonders beim direkten “Schlagabtausch” der Charaktere). Das Buch erfordert es nicht, von vorne bis hinten gelesen zu werden (auch wenn ich es nur empfehlen kann), sondern man kann sich seine gewünschte Erzählung heraussuchen (dank Inhaltsverzeichnis auch sehr leicht zu bewerkstelligen) und allein diese lesen.


    Cover: Das Hardcover des Buches ist mit Stoff überzogen und fühlt sich recht gut in den Händen an. Die Farben bestehen allein aus Blau und weiß. Auf der Vorderseite sehen wir einen weißen Bereich mit blauen Linien, der aussieht wie ein Fingerabdruck. Der Rest des Covers ist Blau mit horizontalen weißen Linien. In der Mitte befindet sich ein weiß umrandetes Rechteck, das mit blau gefüllt ist, indem sich der Titel des Buches befindet (die Umrandung lässt sich auch leicht mit den Fingern ertasten). Dieser Titel hebt sich durch seine weiße Farbe sehr gut ab. Die Innenseite des Covers ist ebenfalls blau und besitzen weiße Punkte, wodurch leicht der Eindruck eines mit Sternen behangener Himmel entsteht (dies würde auch recht gut zu den Erzählungen im Buch passen, die oftmals an schönen Orten in der Ferne/Einsamkeit spielen).


    Fazit: Ein Buch, in dem sich beim Lesen alles wieder findet, Ferne, Nähe, Trauer, Kummer, Sorge und mehr. Jeder der Erzählungen ist dabei in sich geschlossen und regt beim Leser selbst, zum Nachdenken an. Jede der 17 Erzählungen ist es dabei wert gelesen zu werden und wird dem Leser sicherlich in den Bann ziehen können. Von mir gibt es 5/5 Sterne.


    Klappentext: David Constantines Erzählungen sind einmalig: Zutiefst poetische, mal zarte, mal aufwühlende Bilder und eine klare, scharfe Beobachtung der archaischen Kräfte, die im Menschen und in der Natur wirken, zeugen von seinem untrüglichen Gespür für die Schönheit und Sonderbarkeit der Welt. Der Körper einer Frau, seit Jahrzehnten im Eis konserviert, bricht aus der Vergangenheit in die schon fünfzig Jahre währende Ehe der Mercers ein und bringt sie ins Wanken. Dem erfolgreichen Investmentberater Mr Silverman kommt seine Seele abhanden, aber niemand stört sich daran. Lou findet bei Owen Zugang zu der verblüffenden Schönheit der Natur, jenseits der ausgetretenen Pfade einer gewöhnlichen Liebesbeziehung. Die Atmosphäre dieser Erzählungen nimmt sofort von uns Besitz. Der Alltag ist den Menschen bedrohlich geworden, sie sind isoliert, belastet von unausgeprochenen Bürden, und suchen Halt im Ungewissen. Was genau es ist, dem sie um jeden Preis ausweichen oder nachjagen wollen, bleibt meist ungesehen, in weiter Ferne – wie der konservierte Körper der Frau aus »In einem anderen Land«, der im schmelzenden Eis eines Schweizer Gletschers darauf wartet, entdeckt zu werden. Die Landschaft und die Natur aber bergen Möglichkeiten der Erlösung, Orte der Zuflucht und kleine Schätze, die Trost spenden können – wie das Stück Treibholz, das ein Strandgutsammler auswählt, um daraus seine Idee von Perfektion zu schnitzen. Diese siebzehn ausgewählten Short Stories aus mehr als zwei Jahrzehnten zeigen, warum David Constantine als »vielleicht bester zeitgenössischer Autor dieses Genres« (The Reader) gesehen wird. Ihre verzaubernde, eindringliche Sprache ist zugleich aufrüttelnd und »stark genug, um zu helfen« (Giorgos Seferis). (Quelle: Kunstmann)


    Autor: David Constantine
    Titel: Wie es ist und war
    Verlag: Kunstmann
    Genre: Erzählungen
    Seiten: 320
    Preis: 24,00
    ISBN: 978-3-95614-198-0

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