Beiträge von Sophie.A

    Benny Griessel und sein Partner Cupido von der Eliteeinheit für Gewaltverbrechen werden mit einem schwierigen Fall betraut. Nicht nur, dass die Spur fast kalt geworden ist, auch die Fallakte enthält nur wenige Details und keinen einzigen wirklich hilfreichen Hinweis. Langsam wird deutlich, dass die örtliche Polizei Fehler gemacht hat. Als Benny und Cupido die Ermittlungen aufnehmen und Hinweise auf Mord und eine Beteiligung der geheimen Sicherheitsbehörden finden, werden sie dazu „aufgefordert“ den Fall als Selbstmord zu den Akten zu legen. Aber die beiden Ermittler geben nicht so leicht auf.

    Während dieser erste Erzählstrang in Kapstadt spielt, nimmt uns Meyer im zweiten nach Bordeaux mit. Dort lebt Daniel Durret, ein ehemaliger Kämpfer des ANC, der eigentlich nur noch ein ruhiges, einfaches Leben führen möchte. Aber der Besuch eines alten Freundes bringt Chaos in sein friedliches Leben und Daniel merkt, dass es gar nicht so einfach ist sich von alten Loyalitäten zu lösen.


    Ich kann nicht sagen, welcher Erzählstrang mir besser gefiel, aber ich kann sagen, dass beide unglaublich spannend und fesselnd waren und die Seiten nur so dahin geflogen sind. Auch wenn es zunächst nicht ganz klar ist, wie diese beiden Geschichten zusammen hängen, schafft es Meyer sie zusammenzuführen und in einem größeren Zusammenhang einzubetten.


    Die Charaktere, die ich schon mittlerweile seid 6 Bänden kenne, sind vielschichtig und sehr menschlich. Etwas, was nicht allen Autoren gut gelingt, ist ein gutes Gleichgewicht zwischen dem Privatleben der Ermittler und der jeweiligen polizeilichen Arbeit. Meyer findet genau das richtige Maß.

    Deon Meyers Bücher der Benny-Griessel-Reihe sind immer ein Tick mehr als „nur“ Thriller. Sie sind intensiv, vielschichtig und detailliert und bleiben nicht bei der durchschnittlichen Polizeiarbeit stehen, sondern gehen immer einen Schritt weiter. Der Autor gibt nämlich, auf eine unaufdringliche Weise, einen Einblick in die gesellschaftliche, soziale und politische Probleme der Post-Ära der Apartheid. In „Beute“ geht er vor allem auf die politische Situation Südafrikas ein, wo Korruption, Kleptokratie und Gier nicht nur in den höchsten politischen Kreisen an der Tagesordnung sind. Wer sich ein wenig mit der tatsächlichen Situation in Südafrika auskennt, weiß auf welche Personen Meyer da genau anspielt.

    Meyer liefert in „Beute“ wieder einen packenden, spannenden, intelligent aufgebauten Thriller!
    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:

    Auch meine Karte aus Leipzig ist angekommen! Vielen Dank für die schöne Überraschung! Ich habe mich sehr darüber gefreut :love:


    Ich wünsche euch allen, dass ihr und eure Familien gesund bleibt und auch ansonsten diese Ausnahmesituation gut übersteht. Und so oft wie möglich mit einem Buch in der Hand wäre natürlich am besten. :lol:

    80. Eine Geschichte, die sich anders entwickelt hat als erwartet (bitte Informationen in Spoiler setzen)

    Bei dieser Frage ist mir direkt "Herr aller Dinge" eingefallen, da die Geschichte irgendwann in eine Richtung geht, die mich sehr überrascht hat. Es hat mir aber gut gefallen, obwohl ich so "etwas" wirklich nicht erwartet hatte.

    76. Ein Titel, der nur aus zwei Wörtern besteht, wobei kein Artikel enthalten sein darf

    Ich lese gerade den fünften Band der Grace-Malley-Krimireihe und der Titel besteht aus zwei Wörtern. Ich mag die Reihe ganz gern, da sie sehr atmosphärisch ist und einen die irische Lebensweise usw. näher bringt. Die Kriminalfälle, die Kommissarin lösen muss, sind spannend und teilweise auch originell. Aber leider sind die Dialoge immer noch, auch nach fünf Bänden, nicht wirklich gelungen. Sie wirken so unecht und gezwungen.

    74. Gibt es einen Autor (m/w), dessen Bücher Dir mal gefallen und dann wieder nicht?

    Bei mir ist es ganz eindeutig Margaret Atwood. Meine bisherige Lesegeschichte mit ihren Büchern ist ein einziges Auf und Ab. „Der Report der Magd:thumleft: war das erste Buch, das ich von ihr gelesen habe und ich habe es geliebt. Das zweite Buch war „Oryx and Crake:| und gefiel mir insgesamt nur mittelmäßig. Die Geschichte bietet einige interessante Denkansätze, aber an vielen Stellen ist sie einfach zu absurd und die Charaktere nicht ausgereift genug. Insbesondere das erste Drittel des Buch fand ich sehr unangenehm zu lesen. Nicht allein wegen des schrecklichen Themas, sondern die Art und Weise wie es präsentiert wurde. Das dritte Buch, „Hexensaat:thumleft: gefiel mir wiederum sehr gut.

    Das Herz kommt zuletzt:thumbdown: war das vierte Atwood-Buch, das ich aber nach 150 Seiten abgebrochen habe. Das Ganze war mir zu grotesk und irgendwann hatte ich das Gefühl, dass sie unbedingt originell sein will und deshalb packt sie noch etwas Absurderes, ohne Sinn, drauf. Es mag natürlich auch sein, dass ich einfach den Sinn dahinter nicht verstanden habe.:lol:

    "Alias Grace" liegt noch auf dem SUB und ich hoffe, dass es wieder eine gute Atwood-Geschichte für mich wird.

    Kapitel 5-10

    Die Verliebtheit hat Konsequenzen für Barbarotti: er überlegt den Wohnort zu wechseln, den Beruf zu wechseln - ob da nicht auch ein allgemeiner Frust dahintersteckt?

    Es ist vielleicht eine Mischung aus beiden. Er scheint mir auch sehr frustriert mit seinem Beruf zu sein. An einer Stelle sagt er, dass nach 8 arbeitsintensiven Tagen, nicht nur von ihm sondern auch vom ganzen Team, nichts herausgekommen ist. Dann ist auch seine Frustration auch verständlich.

    Nach wie vor gefällt mir Nessers Art, Personen zu beschreiben und zu analysieren. So kommt mir zum Beispiel das Mädchen am Strand richtig gut getroffen vor - irgendwo zwischen Kind und junger Frau, ein bißchen rotzig, ein bißchen durchtrieben und nicht ganz durchschaubar. Ich bin mir fast sicher, dass sie weitere Auftritte haben wird und bin gespannt, welche Rolle sie noch spielen wird.

    Das gefällt mir auch wirklich gut. Insbesondere die "Aufzeichnungen aus Mousterlin" sind sehr gelungen. Nicht nur in der Beschreibung und Analyse der Personen, auch die Vermittlung der Stimmung.

    Das Mädchen ist echt sonderbar. Aber noch sonderbarer finde ich es den Umgang der Erwachsenen mit einem fremden Kind.


    Ich finde, so wie ihr, dass das Buch bisher sehr spannend ist. So spannend, dass es mir schwer fällt nicht weiter zu lesen.

    Kapitel 11-13

    Nachdem sie das zweite Opfer, Anna, gefunden haben, fährt Barbarotti zu Annas Mutter. Die Gedanken, die er sich auf der Fahrt dahin über das Elternsein und Kinder macht, fand ich interessant. Allgemein, finde ich, dass Nesser oft wirklich interessante Gedankengänge zu Papier bringt.


    Annas Mutter ist eine schreckliche Person. Zum einen scheint sie nicht wirklich um ihre Tochter zu trauern. Sie hatte ja nicht mal Zeit die Leiche ihrer Tochter zu identifizieren. Zum anderen ist sie eine Rassistin. ](*,)


    Im Kapitel 11 musste ich an einer Stelle sogar lachen...als Eva Backman sagt, dass der Chef so aussieht wie ein "Biber mit Darmkrämpfen". :lol: Ich mag Eva Backman. Sie ist klug und sympathisch und eine gute Polizistin. Und sie ärgert Barbarotti auf eine liebevolle Art.


    Die "Aufzeichungen aus Mousterlin" gefielen mir wieder richtig gut. Und wieder verstörend fand ich den Umgang der Erwachsenen mit diesem eigenartigem Kind. Im Grunde haben sie ein Kind entführt. Es spielt keine Rolle, ob es mitkommen wollte oder nicht. Aber das ist wahrscheinlich das kleinste Problem in dieser ganzen Sache. Erik geht mit dem Mädchen allein spazieren. Danach scheint sie wie ausgewechselt. Hoffentlich ist es nicht das, was angedeutet wird. :-?


    Der Mörder schreibt einen dritten Brief und nennt das nächste Opfer. Hans Andersson. Ich frage mich, wer das wohl sein soll. Die anderen zwei Männer aus der Aufzeichnungen hießen Henrik und Gunnar. Hat vielleicht einer von ihnen nach dem Tod des Mädchens seinen Namen geändert? Oder hat dieser Hans auch irgendetwas mit dieser Sache zu tun, obwohl er noch nicht in den Aufzeichnungen vorgekommen ist?


    Die Frage, warum sich der Mörder ausgerechnet an Barbarotti wendet, stand von Anfang an im Raum. Und im Kapitel 13 soll Barbarotti dieser Frage endlich Zeit widmen, in dem er alle Person aus seiner Vergangenheit, die auch nur ansatzweise in Frage kommen, aufschreibt. Während er wandert und über diese Personen nachdenkt, kommt ihm eine entscheidende Erkenntnis: Es muss eine Verbindung zwischen den Opfern geben, auch wenn sie keine Hinweise bisher gefunden haben, dass das so sein könnte. Ich bin jetzt sehr gespannt, wie sie die Verbindung herstellen werden. :lechz:

    Februar: Bookie - Bücher (alte, wie neue, Gewinner, Nominierte, Vorschläge für den kommenden Bookie)


    Ich habe zwei Bücher beendet für die Februaraufgabe beendet.

    "Totenfang" von Simon Beckett (Bookie 2016, Platz 3 Krimi/Thriller): Es ist so lange her, dass ich die vorherigen Hunter-Bücher gelesen habe, dass ich gar nicht so Recht sagen kann, ob mir diese besser gefallen haben. Aber ich kann sagen, dass mich dieser 5 Band gut unterhalten hat. Etwas, was Beckett gut kann, ist Atmosphäre schaffen. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:


    "Underground Railroad" von Colson Whitehead( Bookie 2017, Platz 4 Erzählungen): Die Handlung in diesem Buch ist manchmal schwer zu ertragen. Schnörkellos, nüchtern, fast sachlich erzählt der Autor diese schreckliche Geschichte, die leider nicht nur einfach eine Geschichte ist. Ein Buch, das mich noch ein eine Zeit beschäftigen wird. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb: