Die Ergebnisse der Leserlieblinge-Wahl im BücherTreff

Beiträge von treasureofbooks

    Paige Mahoney hat es geschafft und ist der brutalen Strafkolonie Sheol I entkommen. Die Verluste auf Seiten der Flüchtlinge sind hoch und noch immer ist sie auf der Suche nach den wenigen Entkommenen. Zudem ist sie jetzt die meistgesuchte Person von ganz London und Scion versucht alles, um sie wieder zu fassen.


    Deswegen muss sie ständig in Bewegung bleiben und überlegt, ob sie zum Schutz ihres ehemaligen Denkerfürsten Jaxon Hall zurückkehren soll, dem sie dann wieder zu Diensten sein müsste. Während Scion plant, ganz neue Geschütze gegen die Seher aufzuziehen, ereignen sich furchtbare Dinge im Untergrund der Stadt. Wird Paige die Seher von London retten können und wem kann sie in diesem Pfuhl aus Macht und Gier noch vertrauen?


    Meine Meinung:


    Ich fand den ersten Band der Reihe unheimlich genial und konnte die Fortsetzung schon gar nicht mehr erwarten. Das geheimnisvolle Cover und der spannende Klappentext haben mich sehr neugierig gemacht und versprachen langanhaltende Spannung.


    Am Anfang habe ich mich ein wenig schwergetan, wieder in das Geschehen hineinzukommen, da die Lektüre des ersten Teils nun doch schon eine Weile her ist und die vielen Namen und fremdklingenden Bezeichnungen für die einzelnen magienutzenden Wesen mich verwirrt haben. Dieses Mal waren die vor dem eigentlichen Roman präsentierten Diagramme und Zeichnungen eine echte Hilfe für mich, ebenso wie das angehängte Glossar, das sehr aufschlussreich ist und, auf das ich gerne zurückgegriffen habe.


    Inzwischen hat Paige sich natürlich verändert. Die Erlebnisse in Sheol I haben einen anderen Menschen aus ihr gemacht. Die Flucht war hart und hat viele Leben gekostet. Trotz des Bandes, das sie mit dem Wächter verbindet, hat sie keine Ahnung, wo sie ihn finden kann oder, ob ihm etwas zugestoßen ist. Zudem drängt Jaxon Hall auf ihre Rückkehr an seine Seite als Ganovenbraut. Die Umstände zwingen Paige dazu, dem nachzukommen, obwohl dies gegen ihre eigentlichen Pläne ist, denn sie will die Seher Londons vor Scion und den Rephaims beschützen.


    Der zweite Band der Reihe kommt nach meinem Empfinden erst langsam in Fahrt. Erst ab der zweiten Hälfte kann ich die Spannung wieder ganz deutlich spüren. Von da an ist es mir nicht mehr möglich, das Buch an die Seite zu legen.


    Die Welt, die Samantha Shannon geschaffen hat, ist ungeheuer komplex und von Anfang bis Ende gut durchdacht. Das trifft auch auf die vielen Charaktere zu, die alle ihren bestimmten Platz in dieser Geschichte haben und dort ihren Zweck erfüllen. Sie sind sehr komplex und nicht immer gleich zu durchschauen. Umso reizvoller ist es, herauszufinden, was sich tatsächlich hinter ihrem Verhalten verbirgt.


    Dreh- und Angelpunkt dieses Romans ist immer noch der Æther und seine Geheimnisse. Wer ihn sich zunutze machen kann, hat Macht, ist aber auch gleichzeitig gefürchtet. Die normalen Menschen sind sich seiner Existenz nicht einmal bewusst, nur die seherisch Begabten sind in der Lage, mit ihm in Kontakt zu treten. Paige ist eine der wenigen, die auch mit ihm interagieren können. Doch auch die Rephaim sind hierzu in der Lage und das noch viel leichter, als es für Paige ist.


    Schade fand ich, dass die Rephaim in diesem Band erst spät auf den Plan treten. Sie sind irgendwie für mich das Salz in der Suppe dieser Geschichte und, nachdem sie im ersten Teil so präsent waren, haben ich sie hier fast ein wenig vermisst.


    Das Ende dieses zweiten Teils ist offen und der dort platzierte Cliffhanger, hat mich fast um den Verstand gebracht. Ich mag gar nicht darüber nachdenken, wie lange ich jetzt auf die Fortsetzung warten muss und befürchte, dass die Autorin mich mit dieser Taktik, bei einer auf sieben Teile ausgelegten Reihe, wahrscheinlich wirklich in den Wahnsinn treiben wird.


    Fazit:


    Auch in "The Bone Season - Die Denkerfürsten" punktet Samantha Shannon mit vielschichtigen Charakteren in einer detailliert beschriebenen, magischen Welt der Zukunft, mit der sie mich verzaubern konnte. Spannend präsentiert sich die Fortsetzung und ich bin abermals überrascht von dem Ideenreichtum der Autorin und der gekonnten Umsetzung, mit der sie mich jetzt schon unheimlich neugierig auf die Fortsetzung macht.

    "»Solche Gefühle, wie du sie kennst, gibt es für uns einfach nicht.«
    Das zumindest behauptet Christopher, auch wenn er längst begriffen hat, wie viel die attraktive Elena ihm bedeutet.
    Dabei soll er sie doch mit dem erfolgreichen Mark zusammenbringen! Was sich nur äußerst problematisch gestaltet, denn Elena ist fertig mit dieser Art von Männern: beziehungsunfähige Machos, die glauben, mit ihrem Geld alles haben zu können.
    Doch als sie die wahnsinnig männlich und zugleich gefühlvolle Stimme ihres Engels hört, und kurz darauf sogar sieht, wie attraktiv und wunderbar er ist, sind alle Vorsätze dahin.
    Und nicht nur das. Soll Christopher nun sie beschützen oder obliegt eher ihr die Aufgabe, ihn zu retten?
    Letzteres dürfte gar nicht so einfach werden, denn je mehr Christopher über ihre quälende Vergangenheit erfährt, desto klarer erinnert er sich auch an sein eigenes Leben.
    Eines, auf das er keineswegs stolz ist, denn er unterschied sich nicht im Mindesten von jenen Männern, die Elena so unglücklich gemacht haben.
    Könnte er seine Einstellung ändern, wenn er eine zweite Chance bekäme – vielleicht sogar mit Elena an seiner Seite?
    Wäre ihre Liebe stark genug, zu bestehen, auch wenn er sich an Elena und seine tiefen Gefühle für sie, überhaupt nicht erinnern kann?" (Quelle: APP Verlag)


    Meine Meinung:

    Als ich den Roman begann, freute ich mich auf eine schöne Liebesgeschichte, angereichert mit leicht fantastischen Elementen. Doch dann hat mich die Geschichte einfach so gepackt und ich war richtig hin und weg und habe neben mir nichts mehr wahrgenommen oder anderes getan als zu lesen bis ich das Ende des Buches erreicht hatte.


    Der Roman wird abwechselnd aus der Sicht von Elena und Chris erzählt und hat mich dadurch gleichermaßen für die beiden eingenommen. Elena hat eine schlimme Zeit hinter sich, die mit einem furchtbaren Ereignis endete. Sie ist nach Berlin geflüchtet und hofft, hier zu vergessen, doch dies gelingt ihr leider nicht. Tagsüber kapselt sie sich von der Umwelt ab und nachts holen sie die Ereignisse in Form von Alpträumen ein.


    Chris versucht, Elena aus ihrem selbstgewählten Gefängnis herauszuholen, denn sein Auftrag ist es, sie wieder glücklich zu machen. Der passende Mann steht in Form von Mark auch schon für sie bereit, doch es ist schwer, Elena zu bewegen, einen Schritt auf andere zuzumachen. Dumm nur, dass Chris eigentlich auch gar nicht möchte, dass Elena und Mark zusammenkommen, obwohl er als Engel solche Gefühle eigentlich nicht empfinden dürfte.

    Die Beschreibungen in dem Roman waren sehr detailliert und plastisch. Ich konnte mir die Örtlichkeiten in Berlin sehr gut vorstellen und fühlte mich der Handlung und den Charakteren auf diese Weise unheimlich nah. Dabei hat der Roman wirklich alles, was das Leserherz schneller schlagen lässt: viel Spannung, komplexe und gut dargestellte Charaktere und eine wundervolle Liebesgeschichte, die auch mit Erotik nicht geizt.

    Für mich hat hier einfach alles bis ins allerletzte Detail gepasst. Sogar die Musiktitel, die in dem Roman angesprochen worden sind, gehören zu Stücken, die ich schon seit langer Zeit liebe. Besonders bei dem Karaoke-Einsatz konnte ich mir direkt vorstellen, wie Chris mit einer Stimme, ähnlich wie der von Ville Valo, den Song interpretierte. Wer würde da nicht dahinschmelzen?

    Der Ausgang der Geschichte ist erahnbar, wie so oft in dem Genre, aber das war genau das, was ich in diesem Moment gebraucht habe und der herrliche, fesselnde Schreibstil von Alexandra Carol hat dazu geführt, dass ich das Buch auf keinen Fall mehr aus der Hand legen wollte. Es hat soviel Spaß gemacht, die gemeinsame Entwicklung von Elena und Chris zu verfolgen, dass ich mich zwischendurch dabei ertappt habe, wie ich mit einem seeligen Lächeln in meinem Lesesessel gelegen habe. Auch meine Taschentücher kamen während des Romans zum Einsatz, da mich das Schicksal der beiden Charaktere so sehr berührt hat.

    Fazit:

    "Remember me" von Alexandra Carol ist ein wundervoller Liebesroman mit fantastischen Elementen und hohem Unterhaltungswert und viel Gefühl. Die Geschichte hat mich gefesselt und berührt und dabei einen ganzen Tag aus der Realität abgezogen, so dass ich den Zeitfluss gar nicht mehr wahrgenommen habe. Dies war bestimmt nicht mein letzter Roman der Autorin und ich freue mich jetzt schon auf viele weitere Werke aus ihrer Feder.

    "Die Legende erwacht. Ribanna hat nicht nur ihre Familie verloren, auch die Hälfte ihres Königreichs gehört nun den Feinden Quells. Aber wie weit reicht die Verschwörung? Schon bald muss die junge Prinzessin feststellen, dass sie nicht nur um ihre Krone kämpfen, sondern ihr eigenes Volk befreien muss.


    Gefangen im Königreich Xinxal, jenseits der Schwimmenden Berge, muss Asha Eisschild fortan um sein Leben kämpfen. Doch der Prinz hat geschworen, einen Weg zurück zu finden - zu Ribanna. Ein Versprechen, das die Fremden bald bereuen werden. Denn der Nordmann entfesselt eine uralte Magie: die Legende von Nimmerherz." (Quelle: Erik Kellen)


    Meine Meinung:


    Der erste Band der "Nimmerherz"-Reihe konnte mich bereits begeistern und so war ich mächtig gespannt, wie die Geschichte weitergehen würde.


    Auch das Cover des zweiten Teils ist einfach traumhaft und spiegelt die wundervolle Welt wieder, die Erik Kellen geschaffen hat. Der Klappentext macht neugierig, obwohl Kenner vom ersten Band da sicher keiner Ermutigung bedürfen.


    Der Fortsetzung vorgeschaltet ist eine ausführliche Zusammenfassung des ersten Buches. Alle wichtigen Ereignisse werden noch einmal erwähnt, so dass einem gut präparierten Start in den Folgeband nichts entgegensteht. Neueinsteiger in die Geschichte sollten dennoch zuerst den ersten Teil lesen, da die Zusammenfassung, so ausführlich und informativ sie auch ist, definitiv nicht ausreichend zum kompletten Verständnis der Geschichte ist.


    Gleich spannend beginnend schafft Erik Kellens umfangreicher und anspruchsvoller Wortschatz, sowie sein fesselnder Erzählstil es unmittelbar, mich zu verzaubern. Er spielt mit der Sprache und lässt seine Leser immer wieder zwischen den Zeilen lesen. Man fühlt, wieviel Herzblut in seinen Büchern steckt, und das ist sicher auch der Grund dafür, weshalbt es ihm so gut gelingt, die beschriebenen Gefühle direkt zu seinen Lesern zu transportieren.


    Waren seine Protagonisten anfänglich noch recht gegensätzlich, so nähern sie sich charakterlich nunmehr trotz ihrer räumlichen Trennung immer weiter an. Ris behütetes und sorgloses Leben ist längst dahin; verzweifelt kämpft sie nun um ihr Überleben und das ihres Volkes. Sie scheint eine ungeahnte Stärke in sich gefunden zu haben, die sie selbst ab und an überrascht, als hätte dieser Teil von ihr von Anfang an in ihr geschlummert und nur auf seinen Einsatz gewartet.


    Währenddessen ist Ashas Leben nur noch ein einziges Fiasko. Ris Wunsch, dass seine Seele beschützt werde, führte dazu, dass Ashas Körper zwar starb, doch seine Seele nun gezwungen ist, in immer neue Körper zu wandern. Er ist nun ein Nimmerherz. Einzig der Stein, der ihn an Ri erinnert, wandert mit ihm, ebenso wie seine Magie. So manche Seelenwanderung ist sowohl auf körperlicher, als auch geographischer Ebene eine echte Herausforderung für ihn, doch sein Wunsch, zu Ri zurückzukehren, scheint ihn immer wieder zu beflügeln.


    Nachdem sie gänzlich auf sich alleingestellt ist, erweckt Ashas kleine Schwester Tahni den Eindruck, an den Geschehnissen zu zerbrechen. Doch auch sie findet zu einer Stärke, die sich bei ihr aus Zorn, Rache und Verzweiflung speist. Ich war beeindruckt, wie sie letztendlich ihre Rolle ausgefüllt hat und bin gespannt, wie sich ihr Charakter im letzten Teil noch weiterentwickeln wird.


    Fazit:


    "Nimmerherz II - Der lange Weg des Windes" ist die atemberaubende Fortsetzung einer fantastischen Reihe, mit der Erik Kellen mich wieder einmal verzaubert hat und für echte Fantasyfans ein absolutes Muss ist. Die spannende Handlung und die komplexen und detailliert gezeichneten Charaktere haben mich hineingezogen in eine Welt, die mich fasziniert hat und, die so wundervoll und ausführlich beschrieben ist, das ich mich ihr fast zugehörig gefühlt habe. Ich bin wahnsinnig gespannt, was das Schicksal noch für Asha, Ri und Tahni bereithält und lechze bereits nach der Fortsetzung.

    Ada lebt so lange sie denken kann im Dorf, denn sie gehört zu den Reinen, den auserwählten Siegelträgern. Außerhalb der Umfriedung lauert das Böse, eine allesverzehrende Krankheit, die jedes Überleben unmöglich macht. Die Bewohner dürfen das Dorf nicht verlassen; nur manchmal wird ihr Schutz durchbrochen und die fahlen Reitern machen Jagd auf sie.


    Mit Lucas Auftauchen bekommt Adas Welt Risse, denn er führt ein Bild mit sich, auf dem Adas totgeglaubter Bruder Kassian ist! Soll sie dem Jungen, der sie so mitfühlend ansieht, tatsächlich glauben, und damit alles in Frage stellen, an das sie jemals geglaubt hat? Mit einem alles verändernden Entschluss begibt sich Ada auf die Suche und bringt sich damit selbst in ungeheure Gefahr. Wird sie am Ende die Wahrheit herausfinden?


    Meine Meinung:


    Ein tolles Cover hat das Buch. Es ist finster, beeindruckend und verheißungsvoll und hat mich direkt neugierig gemacht. Ich muss gestehen, dass der Klappentext bei mir den Eindruck erweckt hat, dass es sich bei dem Buch um eine Dystopie handelt. Das lag aber ausschließlich an mir, da ich da etwas hineininterpretiert habe, wovon eigentlich gar nicht die Rede war. Und doch bin ich froh, dass es so war, denn sonst hätte ich dieses wundervolle Buch vielleicht nie in die Hand genommen.


    Angela Mohr hat ihren Roman aus drei verschiedenen Perspektiven in der Ich-Form geschrieben. Angefangen mit Liz, die im Prolog die Geschichte eröffnet und mir anfänglich dermaßen unsympathisch war, dass ich nie gedacht hätte, dass ich meine Meinung über sie revidieren könnte. Und doch habe ich es getan, weil die Autorin es einfach großartig verstanden hat, Liz' Handeln und Denken zu erklären und sie mir damit näher zu bringen.


    Der Hauptstrang beschäftigt sich jedoch mit Ada. Sie ist mutig, ehrlich, fleißig und zweifelt so oft an sich selbst, denn die Vorgaben ihres Lebens sind hart und streng. Als Luca in ihrem Dorf auftaucht, beginnt ihr Weltbild Stück für Stück zu bröckeln. Es hat mir fast das Herz zerbrochen, mitzuverfolgen, wie Ada verzweifelt versucht, ihr bisheriges Leben zusammenzuhalten, die Zweifel zu verdrängen und Fragen nicht an sich heranzulassen.


    Lucas bisheriges Leben war nicht leicht. Sein einflussreicher Vater deckelt und schlägt seine Familie und seine Mutter ist nur noch ein trauriges Abbild ihres früheren Selbst und ihrem Sohn keine Hilfe. Als mal wieder alles eskaliert, wagt Luca gemeinsam mit seiner Mutter den Ausbruch aus seinem Leben, doch schnell wird ihm klar, dass er eigentlich nirgendwohin kann. Das Dorf scheint seine einzige Rettung zu sein.


    Alle drei Charaktere sind gequälte und verletzte Seelen. Jeder reagiert auf seine ganz eigene Art auf die Dinge, die in seinem Leben passieren und wirkt dabei absolut authentisch und lebensecht und damit für mich fast lebendig. Es war ein echtes Vergnügen das Geschehen aus ihrer jeweiligen Sicht zu verfolgen.


    Zu der eigentlichen Handlung möchte ich nicht viel sagen, um niemanden den Lesespaß zu verderben. Sie spielt in der Gegenwart, in der Realität und den meisten Lesern wird wahrscheinlich schnell klar sein, in welche Richtung alles geht. Hier wird ein sehr interessantes und wichtiges Thema behandelt, wobei die Autorin es schafft, alles sehr realistisch aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Schon lange nicht mehr hat ein Buch es geschafft, mich dermaßen zu fesseln und in sein Geschehen hineinzuziehen. Ich bin wirklich begeistert.


    Fazit:


    "Ada - Im Anfang war die Finsternis" war so gar nicht, wie ich es erwartet hatte und war dabei so wahnsinnig gut. Meine anfängliche Skepsis wandelte sich schnell in Begeisterung, einhergehend mit dem Zwang, unbedingt weiterlesen zu müssen. Gerne empfehle ich den spannenden Jugendroman weiter und freue mich schon auf weitere Bücher der Autorin.

    "Lea und Gabe wären das perfekte Paar. Das erkennen alle um sie herum: der beste Freund, die Mitbewohnerin, ja sogar der Busfahrer und die Starbucks-Bedienung. Sie haben denselben College-Kurs belegt, sie bestellen das gleiche Essen, die mögen dieselben Filme. Aber obwohl die Luft zwischen ihnen knistert und alle Vorzeichen stimmen, scheinen sie den richtigen Augenblick immer zu verpassen. Werden Lea und Gabe es schaffen, trotzdem zueinanderzufinden?" (Quelle: Fischer Sauerländer Verlag)


    Meinung:


    Das Cover des Buches gefällt mir unheimlich gut. Es wirkt so leicht und verspielt. Auch das Eichhörnchen darf darauf nicht fehlen, bekommt es doch in der Handlung eine eigene Bedeutung. Der Klappentext suggeriert, wohin das Buch mich führen wird. Hier ist klar der Weg das Ziel.


    Leas und Gabes Geschichte beginnt unmittelbar vor ihrer ersten Vorlesung dieses Semesters: Sie rennen einander förmlich über den Haufen. Von da an ist es, als würde der eine den anderen magisch anziehen, denn irgendwie sind sie meist zusammen anzutreffen - aber irgendwie auch nicht.


    Also ehrlich gesagt, fand ich es anfangs ein bisschen albern, als neben den vielen anderen Nebencharakteren auch noch die Bank und das Eichhörnchen zu Wort kamen.... Doch im Laufe der Handlung gewöhnte ich mich daran und eigentlich passt es ja zu den beiden Protagonisten, denn sie sind ja auch ein kleines bisschen anders.


    Allerdings hätte es mir besser gefallen, wenn die Wechsel der Erzählperspektiven nicht so häufig gewesen wären und vielleicht die Zahl der zu Wort kommenden Charaktere etwas weniger gewesen wäre. 14 verschiedene Blickwinkel sind für mich eher zuviel des Guten.


    Ich fand es schwer bei so vielen Charakteren richtig in die Geschichte ´reinzukommen. Das und die häufigen Perspektivwechsel machten es mir nicht leicht eine Beziehung zu den Protagonisten aufzubauen. Sie kamen mir nicht richtig nahe, was ich schade finde, denn ein Liebesroman steht und fällt für mich mit den Protagonisten.


    Dabei waren die beiden eigentlich richtig süß, aber eben leider für mich etwas zu eindimensional. Am besten gefallen hat mir die Erzählperspektive der College-Professorin. Bei ihr spürte ich ihre Motivation, die sie bei ihrer Mission empfunden hat.


    Trotz allem las sich das Buch aber leicht und locker weg und es gab keine Passagen, die Langeweile aufkommen ließen.


    Fazit:


    "Klar ist es Liebe" ist ein süßer, leichter Liebesroman, der mit einer großen Anzahl von ungewöhnlichen Erzählperspektiven überrascht, die ihm das Besondere geben. Wer unterhaltsame Stunden für zwischendurch sucht, ist hier genau richtig.

    Aufgewachsen im äußersten Kreis der Stadt, dem Sumpf, wird Violet Lasting in ihrem zwölften Lebensjahr in die Verwahranstalt Southgate gebracht, wo sie zum Surrogat ausgebildet wird. Als sie alt genug ist, wird sie auf einer Auktion zusammen mit 199 anderen Mädchen versteigert.


    Da Violet eine besondere Begabung hat - sie kann mit ihrer Vorstellungskraft Dinge verändern oder wachsen lassen - zählt sie zu den begehrtesten Mädchen und wird letztendlich an die Herzogin vom See versteigert. Alles, was sie bislang kannte, muss sie nun hinter sich lassen. Die Herzogin lebt im Juwel, im innersten Kreis der Stadt und kann Violet jedweden Komfort und Luxus bieten. Doch der Preis dafür ist hoch, denn die Herzogin verlangt, dass Violet ein Kind für sie austragen soll! Ihrer Freiheit beraubt, ohne Aussicht auf Flucht und eine Zukunft, verliebt sich Violet zudem unverhofft und setzt damit nicht nur sich einer großen Gefahr aus.


    Meine Meinung:


    Was für ein wunderschönes Cover! In zarten Lilatönen gehalten, heben sich die Glitzereffekte des Kleides des dargestellten Mädchens plastisch vom restlichen Bild ab. Ein echter Hingucker und für mich als passionierte Coverkäuferin ein absolutes Must-Have. Wenn dann auch noch der Klappentext so neugierig wie hier macht, gibt es nichts mehr, das mich noch aufhalten könnte.


    Noch vor Beginn erfährt man als Leser, wie die Stadt, in der Violet lebt, aufgebaut ist. Die kleine Skizze, die dem Roman vorangestellt ist, sorgt zunächst bei mir für Verwirrung, aber bereits nach den ersten Seiten des Buches, wird mir vieles klarer und ich greife zwischendurch immer wieder gerne darauf zurück, um mir das ein oder andere zu verdeutlichen.


    Die Handlung wird aus der Sicht von Violet in der Ich-Form wiedergegeben und baut dadurch direkt eine Beziehung zu mir auf. Violet ist mir dann auch schnell sympathisch und ich bin neugierig, was die Zukunft für sie bereithalten wird. Sie ist ungeheuer stark. Schon als Kind musste sie ihre Familie verlassen und ihr Leben nach der Auktion ist trotz des Luxus um sie herum, garantiert kein Zuckerschlecken. Sie wird mit der harten Realität konfrontiert, mit Gewalt, Manipulation und Tod. Dennoch versucht sie, sich nicht unterkriegen zu lassen und richtet ihren Blick nach vorn.


    Auch die Nebencharaktere fand ich gut gelungen; gerne hätte ich noch mehr von ihnen gelesen und ich hoffe, dass ich im zweiten Band mehr über Raven, Ash und einige andere erfahren werde. Ebenso ging es mir mit dem Weltenbild, das in diesem Band nur bis zum "Tellerrand" erklärt wird. Da brauche ich definitiv noch mehr Informationen.


    Der romantische Teil des Buches setzt erst relativ spät ein und nimmt dann schnell an Fahrt auf. Hier hätte ich mir etwas mehr Intensität gewünscht, denn irgendwie sprang der Funke beim Lesen leider noch nicht auf mich über.


    Einige kleine Aspekte fand ich persönlich jetzt nicht so ganz logisch, aber das ist bei Dystopien ja oft der Fall. Meinem Lesevergnügen hat das jedoch keinerlei Abbruch getan, denn ich fand die Handlung dermaßen fesselnd, dass diese Dinge für mich einfach in den Hintergrund rückten.


    Das Ende ist offen und lässt mich ungeheuer gespannt zurück. Am liebsten hätte ich sofort weitergelesen und ich hoffe, dass der nächste Band nicht allzu lange auf sich warten lässt.


    Fazit:


    "Das Juwel - Die Gabe" ist eine interessante Dystopie, deren zugrundliegende Idee gut und ansprechbar umgesetzt ist. Die Charaktere des Romans sind gut gezeichnet; die Spannung war für mich konsequent spürbar und auch die Romantik hat hier nicht gefehlt. Ich bin schon sehr gespannt auf die Fortsetzung.

    Prinz Maxon hat seine America bekommen - und mittlerweile sind sie eine große Familie. Extra für ihre Erstgeborene wurde das Thronfolgerecht geändert und somit ist Eadlyn die Kronprinzessin von Illeá. Doch nach vielen guten Zeiten der Veränderungen unter dem Königspaar macht sich erneut Unruhe in ihrem Volk breit, die sich immer weiter ausdehnt.


    Als Ablenkungsmaßnahme bitten Maxon und America ihre Tochter Eadlyn um ein Ablenkungsmanöver: Sie soll ein Casting abhalten! Trotzdem diese dem ganzen absolute Abneigung entgegenbringt, erklärt sie sich bereit, dem Wunsch ihrer Eltern Folge zu leisten und so ziehen 35 junge Männer in den Palast, die Eadlyn schnellstmöglichst wieder loswerden will. Doch so einfach machen die Kandidaten ihr es nicht...


    Meine Meinung:


    Ich muss zugeben, dass ich zunächst skeptisch war, ob ein vierter Band der Reihe mich überzeugen könnte. Da ich zuvor aber immer begeistert war, habe ich mich darauf eingelassen und war angenehm überrascht.


    Zunächst ist das Cover genau wie bei den Vorgängerbänden wieder einmal ein echter Knaller und sieht einfach sagenhaft neben den anderen aus. Den Klappentext fand ich jetzt nicht so ausagekräftig, aber Fans der Reihe dürfte das wohl kaum abhalten können.


    Mit Eadlyn, aus deren Sicht der Roman geschrieben ist, ist es nicht so leicht wie damals bei America, um mit ihr warmzuwerden. Man merkt ihr an, zu wem sie erzogen worden ist und welche Bürde bereits jetzt auf ihr lastet. Nach außen erscheint sie oft unnahbar und manchmal gar schnippisch, doch wer sie näher kennenlernen darf, sieht auch ihre verletzliche Seite dahinter. Es mangelt ihr an der nötigen Lebenserfahrung und nur ihr Zwillingsbruder Ahren ist der einzige, dem sie ihr Herz ausschüttet.


    Maxon und America bleiben in diesem Teil der Reihe leider eher im Hintergrund, ebenso wie Eadlyns Brüder und sonstige Familie, die man jedoch schnell ins Herz schließt. Ich persönlich finde das sehr schade, denn gerade im Nebencharakteren-Bereich liegt hier meines Ermessens noch eine Menge Potential. Hauptaugenmerk liegt neben der Protagonistin auf ihren Kandidaten, die sehr unterschiedlich sind, aber mir aufgrund der Erzählperspektive bis auf wenige Ausnahmen leider nie richtig nahe kommen. Stück für Stück scheinen sie die Schale der Kronprinzessin zu knacken und es war interessant, die dadurch entstandenen, leichten Veränderungen bei Eadlyn mitzuverfolgen.


    Enttäuscht war ich ein wenig von America, deren Verhalten so gar nicht mehr an die vorherigen Bände erinnert. Sie ist leider sehr passiv und zurückhaltend. Die America, die ich kennengelernt habe, hätte ihre Tochter bestimmt anders erzogen.


    Während in den ersten drei Teilen der Ausgang der Handlung relativ offensichtlich war bzw. nur wenige Alternativen vorhanden waren, kann ich in Bezug auf Eadlyn noch nicht wirklich sagen, wo die Reise hingehen wird. Ich komme bereits auf mindestens vier Männer, die ich nicht unberücksichtigt lassen würde; ich bin gespannt, was Kiera Cass aus diesen Vorgaben machen wird, auch, wenn mein Gefühl zu einer bestimmten Person tendiert.


    Das Ende des Bandes kann man nicht anders als dramatisch beschreiben. Ich konnte einfach nicht fassen, dass Kiera Cass mich förmlich am ausgestreckten Arm verhungern lassen hat und hoffe nun sehr, dass es schnell mit der Reihe weitergehen wird.


    Fazit:


    Auch "Selection - Die Kronprinzessin" hat es wieder geschafft, mich zu verzaubern. Ich mochte es nicht mehr an die Seite legen, doch viel zu schnell war ich dann leider auch am Ende und fiebere nun dem nächsten Teil der Reihe entgegen. Ich bin sehr gespannt, für wen sich Eadlyn letztendlich entscheiden und, wo ihre Entwicklung noch hinführen wird.

    Misty ist ein Savant und hat die Gabe, immer die Wahrheit sagen zu müssen, was für sie eher wie ein Fluch wirkt. Denn oft schon ist sie deswegen in unangenehme Situationen gekommen und musste bereits mehr als einmal die Schule wechseln, weil sie gemobbt worden ist.


    Als sie den Schwager ihrer Schwester nach Südafrika begleitet, wo sich dieser auf die Suche nach seinem Seelenspiegel machen will, trifft sie auf Alex, der mehr als charmant ist und ihr Herz zum Klopfen bringt. Doch immer, wenn sie ihm zu nahe kommt, wird aus dem redegewandten und freundlichen, jungen Mann ein schlechtgelaunter Teenager. Und obendrein ist da auch noch die Bedrohung durch einen Serienmörder, der es auf junge Savants abgesehen hat und alle in Angst und Schrecken versetzt ...


    Meine Meinung:


    "Misty Falls - Die Macht der Seelen" ist der vierte Teil einer Reihe von Joss Stirling aus der Welt der Savants, der jedoch problemlos auch als Einzelband gelesen werden kann. Alle wichtigen Dinge werden dem Leser ganz nebenbei vermittelt ohne, dass man irgendwelche Informationen zu vermissen scheint. Dennoch würde ich empfehlen, der Reihe nach zu lesen, da dies das Lesevergnügen definitv erhöht.


    Das Cover ist nett anzusehen, weicht jedoch in seiner Gestaltung von denen seiner Vorgänger hinsichtlich der Farbgestaltung und auch der restlichen Aufmachung ein wenig ab und bleibt mehr am amerikanischen Original. Der Klappentext verrät nicht zuviel und macht Lust auf ein neues Abenteuer mit den Savants, die neben der Fähigkeit zur Telepathie und Telekinese jeder eine weitere, besondere Begabung haben. Diese wird durch die Fähigkeit ihres Seelenspiegels, des Savants, der für sie bestimmt zu sein scheint, in den meisten Fällen ergänzt bzw. gesteigert.


    Die Protagonistin Misty fühlt sich als schwarzes Schaf in dieser Welt. Ihre Gabe ist mehr ein Fluch als ein Geschenk. Nicht nur sie selbst ist durch sie gezwungen, die unverblümte Wahrheit zu sagen, sondern auch die Menschen um sie herum, wenn ihr die Kontrolle über ihre Fähigkeit entgleitet. So hat das Mädchen in der alltäglichen Welt sehr zu kämpfen und auch die anderen Savants ihrer Familie machen ihr immer wieder deutlich, dass sie ihre Gabe meistens als eine Belastung ansehen.


    Als sie auf Alex trifft, scheint es für Misty sogar noch schlimmer zu werden, denn wie es scheint, neutralisiert sie zu allem Überfluss auch noch seine Gabe. Klar, dass diesem das nicht gefällt. Dadurch fällt es Misty sehr schwer, ihn einzuschätzen, zumal viel mehr hinter dem jungen Savant steckt, als sie zunächst vermutet.


    Die Idee, in die Handlung einen Serienmörder zu integrieren, fand ich anfangs sehr gut, versprach dies doch jede Menge Spannung. Allerdings plätscherte dieser Teil eher so nebenher. Erst zum Ende kam die Handlung dann mehr in Fahrt, obwohl relativ schnell klar war, um wen es sich bei dem Täter handelt.


    Wie in den Bänden zuvor auch sind alle Benedict-Jungs wieder mit an Bord. Doch dieses Mal steht keiner von ihnen im Vordergrund, obwohl Uriel auf der Suche nach seinem Seelenspiegel ist. Dennoch sind sie aus den unterschiedlichsten Gründen fast alle präsent in der Handlung.


    Fazit:


    Ich kann mich dem Schreibstil von Joss Stirling einfach nicht entziehen. Mit "Misty Falls - Die Macht der Seelen" präsentiert sie ihren vierten Teil der Reihe, der mich unter anderem ins schöne Südafrika entführt. Mit den vertrauten und symathischen Charakteren dieser Serie konnte sie mich schnell wieder überzeugen und schenkt ihren Lesern mit dem vierten Band eine neue, romantisch unterhaltsame Geschichte aus der Welt der Savants, in der auch der Humor nicht zu kurz kommt.

    Charlie lebt! Und David ist nicht schuld an ihrem Tod. Doch obwohl sich jetzt eigentlich alles zum Guten wenden sollte, hat sich an Davids Verhalten nichts geändert. Noch immer wird er von seinen Dämonen gequält. Also was ist die tatsächliche Ursache?


    Hinzu kommt, dass Charlie bereits wieder ihre Krallen nach ihrem einstigen Verlobten ausstreckt. Auch die Halluzinationen lassen Juli nicht los; immer öfter erscheint ihr Madeleine. Dann trifft David plötzlich eine folgenschwere Entscheidung....


    Meine Meinung:


    Das Cover des finalen Buches der Trilogie kommt im ähnlichen Design wie seine beiden Vorgänger daher. Dieses Mal ist die Hintergrundfarbe blau, was mich besonders freut, da ich diese Farbe in all ihren Schattierungen sehr gerne mag. Der Klappentext verrät ein wenig zuviel für meinen Geschmack, kann mir aber nicht die Vorfreude auf den Roman nehmen.


    Nachdem der zweite Band mit einem wirklich bösen Cliffhanger endete, war ich begierig darauf zu erfahren, wie es weitergeht. Die Handlung setzt ohne Unterbrechung direkt beim besagten Ende ein und führt den überaus spannenden Moment fort.


    Die Geschichte wird wie gewohnt rückblickend aus der Perspektive von Juli erzählt und ermöglicht seinen Lesern so eine besondere Verbindung zu der Protagonistin, an deren Eindrücke und Gefühlswelt man auf diese Weise teilhaben kann.


    Die Situation hat sich mit Charlies Wiederauftauchen komplett geändert. Hatte Juli im letzten Teil noch Angst, dass David zuviel Anklang bei anderen Frauen findet, konzentrieren sich ihre Ängste anfänglich nun komplett auf Charlie. Was beabsichtigt das Mädchen mit ihrem bühnenreifen Auftreten und wird David ihr erneut verfallen? Juli hat mir schon sehr leidgetan, denn anscheinend enden die Herausforderungen und Prüfungen für sie nie.


    Die unheimliche Atmosphäre auf Martha's Vineyard macht es nicht besser, denn noch immer hört Juli Stimmen und hat sogar Halluzinationen. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass Juli sich dieses Mal nicht von allem und jedem herunterziehen lässt, sondern inzwischen an den Ereignissen gewachsen ist.


    Auch bei David hat sich einiges verändert, denn schnell wird klar, dass die ganze Sache um Charlie nicht ursächlich für seine Flashbacks ist. Endlich erfuhr ich das Geheimnis, das der Grund für sein Verhalten ist.


    Die fast andauernde Präsenz des Traumatologen Walt hat mir sehr gefallen. Ich finde, er hat eine richtig tolle Ausstrahlung und ist Juli und David mit seinem Wissen eine große Hilfe. Aber auch das gelungene Setting, das sich die Autorin für ihr Buch ausgesucht hat, konnte mich wieder überzeugen. Allein die isolierte Insellage und die beeindruckenden Klippen vermitteln schon eine mysteriöse Ausstrahlung. Das gruselige, alte Herrenhaus komplettiert den Eindruck.


    Kathrin Lange schafft es, dass ich mich auch im finalen Band wieder wilden Spekulationen hingebe. Mal bin ich den Antworten dicht auf der Spur und dann überrascht sie mich wieder mit einer Wendung der Geschichte, die ich nicht erwartet habe. Zwischendurch blitzte zwar bei mir immer mal wieder eine möglich Lösung auf, doch die spannende Handlung hat mich schnell wieder davon abgelenkt und gipfelte letztendlich in einem tollen Finale.


    Fazit:


    "Herz zu Asche" ist das atemberaubende Finale einer ausgesprochen spannenden Jugendbuchtrilogie im Stile eines romantischen Mysterythrillers mit toller, einnehmender Atmosphäre. Die Spannung war ununterbrochen spürbar und gipfelte dabei in einem filmreifen Ende.

    Der Klappentext des Buches hat mich auf den Roman aufmerksam gemacht und mein Interesse geweckt.


    Mit der Protagonistin Evelyn bin ich schnell warmgeworden. Nicht nur, weil sie ohne jede Familie ist, sondern auch, weil sie mir gleich sympathisch war. Ich glaube nicht, dass ich die Stärke hätte, die sie beweist, wenn ich an ihrer Stelle wäre. Der Tod ihrer letzten Bezugsperson, sprich ihrer Schwester, muss absolut furchtbar für sie gewesen sein und ich weiß nicht, wie sie es schafft, ihren Lebensweg weiterzugehen. Interessant finde ich ihre Studienwahl Psychologie, die leider nicht näher begründet wird. Sie selbst versucht die meisten Dinge aus ihrer Vergangenheit zu verdrängen..


    Erstaunt war ich über die vielfältigen Unterthemen des Studiums. Hier merkt man gleich, dass die Autorin weiß, wovon sie spricht, doch glücklicherweise werden die Details nicht zu sehr vertieft, so dass sie nicht von der eigentlichen Geschichte ablenken.


    Bei Jared hat es etwas länger gedauert bis er mich auf seiner Seite hatte. Sein anfängliches, irritierendes Verhalten Evelyn gegenüber fand ich zunächst etwas befremdlich, doch die Gründe hierfür werden schnell klar.


    Einige Ereignisse der Handlung sind zum Teil absehbar, doch der fesselnde Schreibstil der Autorin hat mich so sehr in die Geschichte hineingesogen, dass das für mich völlig unerheblich war. Die Spannung war für mich während des Lesens konstant spürbar; mit der Thematik rund um die Sage von Merin konnte die Autorin auf jeden Fall bei mir punkten.


    Das Buch endet an einer unheimlich spannenden Stelle und lässt mich ganz kribbelig zurück. Ich hoffe, dass ich nicht mehr zu lange auf die Fortsetzung warten muss, denn ich möchte unbedingt wissen, wie es weitergeht.


    Fazit:


    "Die Verborgene" ist der Auftakt einer Fantasy-Reihe von Sarah Kleck, die sich rund um die Merlin-Sage rankt. In dem spannenden Roman, der mich durchweg begeistern konnte, kommt auch die Romantik nicht zu kurz. Gespannt erwarte ich die Fortsetzung der Geschichte.

    Der Spion in den eigenen Reihen ist entlarvt, doch der Verlust, den Allie und ihre Freunden erfahren haben, ist viel zu hoch. Nicht nur, dass Allies Großmutter und Anführerin der Orion-Gruppe tot ist, auch Carter West ist nicht mehr in Cimmeria. Nathaniels Männer haben ihn entführt, als er für Allies Sicherheit gesorgt hat, und drohen nun, ihn zu töten!


    Allie ist völlig fertig, doch ihr Kampfgeist ist ungebrochen. Fieberhaft sucht sie nach Plänen, wie sie Carter zurückholen und Nathaniel für seine Taten bezahlen lassen kann. Unterstützung erhält sie von unerwarteter Seite und auch Sylvain kehrt nach Cimmeria zurück...


    Meine Meinung:


    Gewohnt spannend setzt die Handlung auch hier beim letzten Band der "Night School"-Reihe ein, den ich bereits sehnsüchtig erwartet habe. Sie knüpft direkt an das Ende des vorangegangenen Bandes an und begleitet Allie auf der Flucht vor Nathaniels Männer. Es hat mir fast das Herz zerissen, wie krank Allie vor Sorge um Carter ist. Auch der Verlust von Lucinda setzt ihr sehr zu und dann diese rasante Verfolgungsjagd!


    Allie ist in diesem Teil sehr stark geworden und ich fand es toll, dass sie sich dieses Mal von der Situation nicht unterkriegen lässt, sondern den Weg nach vorn beschreitet. Sie hat gelernt, wie sie sich innerhalb der Organisation zu verhalten hat, um das zu bekommen, was sie möchte. Dabei zeigt sie, wie klug sie ist, bewahrt sich jedoch ihren Sinn für Gerechtigkeit und Menschlichkeit.


    Auch die anderen Charaktere haben natürlich im Laufe der Serie eine Wandlung in ihrem Verhalten erfahren. Die Umstände haben sie erwachsener gemacht, doch ich finde, bei niemand anderem spürt man das so sehr wie bei Allie.


    Zu der ursprünglichen Dreiecksbeziehung zwischen Allie, Carter und Sylvain möchte ich an dieser Stelle nicht zuviel verraten. Ich fand die Lösung letztendlich sehr gut, auch wenn ich mir ein bisschen mehr Romantik gewünscht hätte. Aber die anhaltende Spannung ließ hier im Finale nicht viel Platz und das war auch in Ordnung so.


    Auch dieses Mal stößt lediglich ein neuer Charakter zu der Handlung dazu, aber auch ein alter Bekannter kehrt zurück und sorgt für Zweifel an seinem Tun. Allies Freunde verändern sich, während sie selbst ihre ganze Aufmerksamkeit auf ihr Ziel gerichtet hat.
    Schade fand ich, dass in diesem Band mein Liebling Zoe leider nicht mehr ganz so präsent war wie zuvor. Mit ihrer direkten und unverblümten Art ist sie mir im Laufe der Serie sehr ans Herz gewachsen.


    Der Schreibstil der Autorin ist ungebrochen sehr flüssig und ungeheuer fesselnd. Obwohl rückblickend eigentlich nicht allzu viel passiert ist in diesem Band, riss der Spannungsbogen während des Lesens fast nie ab und an den wenigen Stellen fesselten mich dafür die gut transportierten Emotionen der Charaktere.


    Fazit:


    "Night School 5 - Und Gewissheit wirst du haben" von C. J. Daugherty ist der atemberaubende, letzteTeil einer Reihe, die mich ununterbrochen mit Spannung, Action und Gefühl versorgt hat. Das gut gelungene Ende hat mich zufrieden, aber auch ein wenig traurig zurückgelassen, denn ich hätte gerne noch etwas mehr Zeit in Cimmeria verbracht.

    Nachdem Harriet sich fast an das Model-Leben gewöhnt hat, scheint es auch schon wieder vorbei zu sein. In der Schule läuft es gewohnt chaotisch für sie und zu Hause hat ganz klar ihre kleine Schwester Tabitha das Sagen - und das, obwohl sie noch gar nicht reden kann.


    Als ihre Eltern ihr eröffnen, dass die Familie für einige Monate nach New York ziehen wird, fühlt sich Harriet hin- und hergerissen. Dann fasst sie den Plan, in New York als Model ganz groß 'rauszukommen, doch wer Harriet kennt, weiß, dass bei ihr selten etwas nach Plan läuft.


    Meine Meinung:


    Harriet Manners geht in die dritte Runde und dieses Mal erobert sie New York!


    Ich mag die Reihe rund um die chaotische und liebenswerte Harriet und habe mich sehr über das Erscheinen eines neuen Bandes gefreut. Harriet Manners ist und bleibt ein großartiger Charakter. Sie ist klug, belesen und liebt es, anderen die Welt zu erklären. Am liebsten würde sie ihr ganzes Leben planen und macht für alles Listen.


    Schon allein wegen ihrer Intelligenz ist sie eine Außenseiterin in der Schule, dazu kommt noch ihre meist sehr schräge Art. Auch im dritten Teil kämpft sie während ihrer Schulzeit gegen die fiese Alexa, die es sich zum Auftrag gemacht zu haben scheint, Harriet zu quälen.


    Da hilft es natürlich auch nichts, dass sich die Wege von ihrer besten Freundin Nat und ihr zu trennen scheinen. Getoppt wird das alles durch Harriets Umzug nach New York, den sie sich ganz anders erträumt hat. Sie scheint dort mehr oder weniger auf sich allein gestellt zu sein und fühlt sich von ihren Freunden und ihrer Familie vernächlässigt. Die Privatlehrerin, die ihre Eltern für sie engagiert haben, gibt Harriet ausgerechnet das Gefühl, dumm zu sein und nimmt ihr somit den letzten Bereich, in dem sich das Mädchen sicher fühlt.


    Auch die Beziehung zu Nick, dem Jungen, der ihr Herz höher schlagen lässt, steht auf wackligen Füßen und so hat mein Herz mit der armen Harriet geblutet und gespannt die Ereignisse verfolgt.
    Die Charaktere dieses Buches waren wieder einmal allesamt sehr schön gezeichnet, herrlich überzogen und mit ihrer jeweiligen Persönlichkeit einfach nur einzigartig. Schade fand ich, dass durch den Wohnortwechsel ihre Freunde Nat und Toby natürlich nicht so präsent wie sonst waren.


    Das Ende war für mich etwas überraschend, aber auf jeden Fall sehr gut gelungen und authentisch.


    Fazit:


    "Harriet - versehentlich berühmt: Hotdogs und High Heels" ist eine tolle Fortsetzung der Reihe und zeigt wieder einmal, wie wichtig Ehrlickeit anderen und einem selbst gegenüber ist. Gewürzt mit enorm viel Humor durfte ich Harriet auf ihrer Reise begleiten, in der sie natürlich wie gewohnt auf jede Menge skuriller Charaktere trifft.

    Lea hat eine zwanghafte Störung; ständig muss sie alles zählen. Als sie wegen ihrer Krankheit nicht in der Lage ist, ihrem kleinen Bruder zu helfen, den sie beaufsichtigen sollte, soll sie in eine psychiatrische Klinik eingewiesen werden.


    Hier macht sie die Bekanntschaft von Jay, der aufgrund einer Straftat Sozialstunden in der Klinik verrichten muss. Als sie ihn beim Diebstahl erwischt, verspricht sie, ihn nicht zu verpfeifen, wenn er sie mit nach Hause nimmt. Notgedrungen lässt sich Jay darauf ein - fortan prallen zwei Welten aufeinander.


    Meine Meinung:


    Ich hatte schon viel über das Buch von Kira Gembri gehört und war sehr gespannt darauf, ob ich mich den zahlreichen positiven Empfehlungen anschließen könnte. Jetzt, nach Beendigung der Lektüre mit dem wundervollen Cover, kann ich nur sagen: ja, auf jeden Fall.


    Lea und Jay mochte ich sofort. Insbesondere bei Lea gefiel mir, dass sie ihren Humor nicht verloren hat. Es war leicht, mit ihr zu fühlen und ich fand es auch toll dargestellt, wie die Zwänge Leas Leben beherrschen. Beide Charaktere sind sehr authentisch dargestellt und haben jeweils keine leichte Vergangenheit. Obwohl sie unterschiedlicher nicht sein könnten, verbindet die beiden dadurch etwas.


    Die Art, wie sie miteinander umgehen und reden, war einfach unbeschreiblich. Mal habe ich dabei gelacht, mal war ich berührt. Kira Gembri schafft es einfach, Gefühle zu ihren Lesern zu transportieren.


    Der Schreibstil war sehr flüssig und ließ sich sehr angenehm lesen. Nie kam es zu irgendwelchen Längen, stets hatte ich das Gefühl, unbedingt weiterlesen zu müssen.


    Fazit:


    "Wenn du dich traust" von Kira Gembri ist ein gefühlvoller Jugendroman, der mich verzaubern konnte. Tolle Charaktere, denen es nie an Authentizität mangelte, haben mich durch eine wundervolle Geschichte geführt, die mich für sich gefangengenommen hat.

    Aufgrund einer Verletzung, die die sechzehnjährige Saha als Kind erlitten hat, darf sie nicht ins Wasser. In einer Stadt wie Seahaven, in der sich alles um das angrenzende Meer und dessen Rohstoffe dreht und, wo sich auch in der Schule kaum ein Fach ohne Meeresthematik oder -bezug findet, ist das natürlich etwas, das sie sofort zur Außenseiterin macht.


    Als sie mit einigen Schülern aneinandergerät, entdeckt sie jedoch, dass viel mehr hinter ihrer vermeintlichen Verletzung steckt, als sie dachte. Sie entwickelt ungeahnte Fähigkeiten, von denen aber niemand erfahren darf. Doch woher kommen diese? Und wer ist Saha wirklich?


    Meine Meinung:


    Wieder einmal ein tolles Cover vom Arena Verlag, das gemeinsam mit dem Klappentext meine Aufmerksamkeit erlangt hat. Zwar lässt letzterer ziemlich erahnen, wohin die Geschichte sich bewegen wird, aber dennoch erzeugt er in mir den Wunsch, alles über diesen Roman erfahren zu wollen.


    Die Geschichte spielt in der Zukunft. Die Welt hat sich verändert, vor allem im gentechnischen Sektor hat sich so einiges getan. In den meisten Teilen der Welt sind die meisten Neuerungen akzeptiert, doch in Seahaven laufen die Uhren anders. Hier verfolgt man die Prinzipien des Neotraditionalismus. Technische und gentechnische Neuerungen werden nur bis zu einem gewissen Grad akzeptiert; wer sich nicht an die Prinzipien hält, der muss Seahaven verlassen.


    Obwohl Saha und ihre Tante Mildred dort zur untersten Gesellschaftsschicht zählen, geht es den beiden in Seahaven besser als an den Orten, in denen sie zuvor gelebt haben. Besonders ihre taubstumme Tante scheint sich hier relativ wohl zu fühlen; Saha hingegen kämpft mit den Schikanen der privilegierten Kinder an ihrer Schule.


    Da ich Sahas Geschichte aus der Ich-Perspektive verfolgen durfte, fühlte ich mich ihr immer sehr verbunden und konnte an ihren Gedanken und Gefühlen teilhaben. Saha war mir schnell sympathisch und ich fand es sehr schön, ihre persönliche Entwicklung mitverfolgen zu dürfen.


    Neben den interessanten Charakteren hat mir hier besonders gefallen, dass das komplette Weltenbild, das Andreas Eschbach entworfen hat, sehr stimmig wirkt. Auch das Ende fand ich gut und sollte es zu diesem Roman eine Fortsetzung geben, dann würde ich sie gerne lesen.


    Fazit:


    "Aquamarin" von Andreas Eschbach ist ein fantastischer Jugendroman, bei dem es für mich keinerlei Längen gab. Es war mir stets ein Bedürfnis, weiterzulesen und das Schicksal von Saha zu verfolgen. Gerne würde ich noch mehr von ihr lesen.

    Es ist Testtag an der Peel Academy und alle Schüler müssen daran teilnehmen. Dabei ist die Academy keine gewöhnliche Einrichtung - ihre Absolventen landen fast ausnahmslos später als Agenten im Staatsdienst. Auch Amanda ist eine von ihnen und kämpft sich durch den anspruchsvollen, körperlichen und psychologischen Test.


    Doch obwohl es mehr als unwahrscheinlich ist, dass ein Schüler ihres Jahrgangs schon auserwählt wird, hat Amanda ein ungutes Gefühl, das dann tatsächlich bestätigt wird. Ehe sie sich versieht, wird sie jedoch gekidnappt und landet bei "Annum Guard", einer geheimen Organisation der Regierung und muss ihr altes Leben und ihren Freund Abe hinter sich lassen. Denn ab sofort soll sie durch die Zeit reisen und den Lauf der Geschichte verändern! Kann sie "Annum Guard" wirklich trauen?


    Meine Meinung:


    Beginnend mit dem Testtag wird man als Leser direkt in die Handlung geworfen. Hier lernt man Amanda kennen, die sich für die Peel Academy entschieden hat, um ihrem Zuhause mit der psychisch erkrankten Mutter zu entkommen und, um zu erfahren, wie ihr Vater tatsächlich gestorben ist.


    Amanda ist sympathisch, willensstark und definitiv nicht auf den Kopf gefallen. Manchmal mangelt es ihr an gutem Benehmen und es fällt ihr schwer, ihre Herkunft hinter sich zu lassen. Ihr Freund Abe ist der Ruhepol für sie. Sie haben sich an der Academy kennengelernt und sind schon eine ganze Weile zusammen.


    Innerhalb der Organisation ist Amanda eine Außenseiterin. Die genaueren Gründe hierfür erfährt man erst später, doch auf Amanda lastet nicht nur dadurch ein ungeheurer Druck. Denn sollte sie sich nicht als würdig erweisen, wird sie den Rest ihres Lebens in einer kleinen Zelle in Sicherungshaft verbringen.


    Auch die anderen Nebencharaktere sind interessant gestaltet, gewinnen jedoch erst im Laufe der Geschichte mehr an Bedeutung.


    Interessant fand ich unter anderem auch das Motto der "Annum Guard": Verbesserung nicht Veränderung. Genau wie Amanda fiel es mir schwer, den Unterschied zu begreifen, da eine Verbesserung ja eigentlich nur eine subjektiv bewertete Veränderung ist - oder nicht?


    Die Verwicklungen in diesem Buch fand ich sehr gut dargestellt und sie haben mich immer wieder überraschen können. Die Autorin macht es ihren Lesern nicht leicht, hinter die Fassaden ihrer Charaktere zu gucken und eigentlich ist man auch viel zu sehr mit der actionreichen Handlung beschäftigt und so hatte ich mit dem Ausgang des Romans so keinesfalls gerechnet.


    Ich habe das Lesen des Buches sehr genossen; ich konnte gar nicht aufhören damit. Die Autorin hat einen unheimlich mitreißenden Schreibstil, dem man sich einfach nicht entziehen kann.


    Fazit:


    "Die achte Wächterin - Die Zeitenspringer-Saga" von Meredith McCardle ist ein atemberaubendes Abenteuer durch die Zeit. Hier trifft man auf Korruption, Verschwörungen, Betrug und sogar Mord und begibt sich dabei auf eine extrem spannende Reise quer durch die Jahrhunderte. Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung der actionreichen Handlung, die noch in diesem Herbst erscheinen wird.

    Sarah Layken kämpft mit den typischen Problemen eines Teenagers und auch sonst scheint alles völlig normal in ihrem Leben zu sein. Und dann taucht Josh plötzlich auf und irgendetwas ist da, das sie mit ihm zu verbinden scheint.


    Doch plötzlich ist Sarahs Leben total verändert. Nichts ist mehr, wie es war. Sie wacht eines Morgens völlig allein im Haus ihrer Familie auf und muss feststellen, dass sie eines furchtbaren Verbrechens beschuldigt wird! Wie kann das sein?


    Meine Meinung:


    Der Klappentext des neuen Werkes von Rainer Wekwerth verspricht wieder jede Menge Spannung. Seit der Labyrinth-Trilogie mag ich die Bücher dieses Autors und so war ich sehr begeistert, als ich erfahren habe, dass etwas Neues von ihm herauskommt.


    Auch hier folgte ich gebannt seinem einnehmenden Erzählstil, der durch den ständigen Wechsel zwischen den Charakteren viel Lebendigkeit bekommt und mir die Protagonisten schnell nahe bringt, auch wenn ich mich gefühlsmäßig nicht hunderprozentig involviert fühlte. Hauptaugenmerk liegt in dem Roman eindeutig auf Sarah.


    Dieses Mal hat mir Rainer Wekwerth etwas mehr Zeit gegeben, in den Roman hineinzukommen. Gemessen an den Büchern davor, habe ich das Gefühl, Sarah Layken langsam kennenlernen zu dürfen. Sie ist sympathisch, hat Humor und zur Zeit schwer mit der Pubertät zu kämpfen. Sie ist derzeit etwas ziellos, hat sich von ihrem Freund getrennt und zudem an der häuslichen Situation zu knabbern, denn sie fühlt sich von ihren Eltern vernachlässigt, seitdem ihr kleiner Bruder auf der Welt ist.


    Doch lange muss man bei Rainer Wekwerth auf ein Ansteigen der Spannung nicht warten. Sarahs Fall in eine andere Realität lässt ihr Leben plötzlich wie einen Alptraum erscheinen und von da an nimmt das Tempo zu und der Spannungspegel flacht nicht mehr ab.


    Obendrein regt der Roman auch zum Nachdenken an, denn mit dem geschaffenen Szenario zeigt Rainer Wekwerth ganz deutlich, dass jede Entscheidung, die man selber trifft, Auswirkungen auf das eigene und das Leben anderer Menschen hat und, dass auch kleine Dinge große Wirkung haben können.


    Fazit:


    Der im Arena Verlag erschienene Jugendroman "Blink of Time" von Rainer Weckwerth ist einfach Spannung pur. Der packende Erzählstil des Autors, die gut beschriebenen Charaktere und die spannende Idee haben mich gnadenlos an die Seiten gefesselt und mir spannende Lesestunden beschert.

    Quin, John und Shinobu sind am Ende ihrer Ausbildung angekommen. Bald werden sie das sein, was auch ihre Vorfahren waren und was sie lange ersehnt haben: Seeker. Während John jedoch den herbeigesehnten Eid nicht ablegen darf, bereiten sich seine beiden Freunde aufgeregt darauf vor.



    Nach der Zeremonie müssen die beiden jedoch erkennen, dass sie nicht wie erwartet, für die Schwachen und Unterdrückten kämpfen dürfen - die Realität liegt weit davon entfernt und das Entsetzen darüber ist groß bei Quin und Shinobu. Als sie dann noch erfahren müssen, dass ihr Freund John jemand ganz anderes ist, als sie dachten, bricht ihre Welt vollends zusammen und sie suchen ihr Heil in der Flucht. Doch werden sie ihrer Bestimmung entkommen können?



    Meine Meinung:



    Die optische Aufmachung des Buches hat mir sehr gut gefallen. Neben einer Skyline und einer interessanten Interpretation einer Landkarte von China, dominiert hier eindeutig ein Athame, der eine besondere Bedeutung im Roman hat. Der Titel fällt dem Betrachter durch die farbliche Untermalung direkt ins Auge und erweckt den Anschein, als würde er leuchten.



    Das Buch liess sich leicht und flüssig lesen und ist aus verschiedenen Perspektiven geschrieben, was dem Leser einen tieferen Einblick ins Geschehen verschafft und die fesselnde Geschichte noch spannender macht.



    Interessant finde ich die Wende, die die Geschichte nach den ersten Kapiteln nimmt. Zunächst scheint alles klar und eindeutig sortiert. Quinn, Shinobu und John machen einen sympathischen, ersten Eindruck auf mich. Sie wollen nichts sehnlicher, als auch Generationen schon vor ihnen: ein Seeker zu werden und in den Dienst des Guten zu treten. Dafür haben sie all die Jahre trainiert und nun fiebern sie dem großen Ereignis, der Ableistung ihres Eids entgegen.



    Doch dann beginnt der Umschwung: John darf nicht an der Prüfung teilnehmen. Die Fassade bröckelt und zerfällt vollends nachdem Qinn und Shinobu erfahren haben, wofür sie tatsächlich trainiert haben. Sie alle tuen Dinge, die mich zutiefst erschüttern und, die ich so von ihnen nie erwartet hätte.



    Dabei fand ich die Charaktere gut beschrieben, auch wenn ich nicht alle ihrer Handlungen nachvollziehen konnte. Das machte es mir zudem nicht leicht, Quin, John und Shinobu zu mögen. Hinzu kommt, dass in diesem Roman niemand wirklich eindeutig in die Schubladen Gut und Böse passt. Sie alle befinden sich aus dem ein oder anderen Grund irgendwo in der Grauzone dazwischen.



    Der Roman enthält eine völlig eigene und neuartige Welt, die zwar viele Elemente aus unserem Hier und Jetzt enthält, gleichzeitig aber auch viele andere, fremde Elemente, die mich faszinieren konnten. Angefangen bei dem Luftschiff von Johns Großvater, über die Dreads bis hin zur Existenz des DORTs.



    Fazit:



    "Die Clans der Seeker - Die Stunde des Fuchses" ist der gelungene Auftakt einer Jugendfantasyreihe der Autorin Arwen Elys Dayton, der sich von allem, das ich bisher gelesen habe, unterscheidet. Ungewöhnliche Charaktere und eine spannende Handlung haben mich gut unterhalten und mir ein interessantes, neues Weltenbild eröffnet. Ich bin bereits jetzt sehr neugierig auf die Fortsetzung.

    Robin ist siebzehn und lebt mit ihrem Stamm der Leonen, tief im Wald unter kargen Bedingungen. Ihr Volk ist friedlich, übt nur weiße Magie aus und untersteht den grausamen und mächtigen Tauren, die die Leonen unterdrücken und auch, ohne mit der Wimper zu zucken, töten.


    Als Robin eines Tages eine Regel übertritt und dabei dem Tauren Emilian begegnet, geht sie davon aus, das sie nun sterben wird. Doch der junge Taure überrascht sie und lässt sie laufen. Verwirrt kehrt sie in ihr Dorf zurück und versucht, die Gründe dafür zu erkennen. Zudem haben sich ihr kurz vor der Begegnung Kräfte offenbart, die sie eigentlich nicht haben dürfte. Wie hängt das alles zusammen?


    Meine Meinung:


    Das Cover und der Klappentext des Buches hatten mich direkt angesprochen; es war also quasi Liebe auf den ersten Blick. Und Julie Heiland hat einfach alles gegeben, damit sich dieses Gefühl auch nicht wieder verflüchtigte.


    Ihr fesselnder Schreibstil hat mich durch die Seiten fliegen lassen. Dabei hat sie das Buch in verschiedene Erzählstränge gegliedert. Robins Geschichte wird in der Ich-Form wiedergegeben, die der anderen in der dritten Person. Für eine Fantasygeschichte fand ich das sehr ungewöhnlich; die Spannung wurde nach meinem Gefühl dadurch enorm gesteigert.


    Ich mochte Robin sofort, obwohl sie oft sehr zurückgezogen und in sich gekehrt ist. Wenn es ihr zuviel wird, dann reagiert sie mit Schroffheit und lässt niemanden mehr an sich heran. Aber sie hat auch ein großes Herz und ungeheuer viel Mut, ohne den sie so manche Situation bestimmt nicht überstanden hätte.


    Hinter Emilians Fassade zu blicken fand ich schwer. Für mich blieb er stets ein wenig undurchsichtig. Immer, wenn ich gerade dachte, dass ich ihm trauen kann, dann tat er etwas, das mich wieder an ihm zweifeln ließ.


    Das Weltenbild des Romans fand ich sehr interessant. Auf der einen Seite gibt es die unwissenden Menschen, die hier aber wohl keine Rolle spielen. Und auf der anderen Seite sind da die Sternenvölker, unterteilt in die Tierkreiszeichen. Diese Völker scheinen über die Erde verteilt und unterschiedlich begabt zu sein. Vor Ort leben die Leonen, zu denen Robin gehört, und die machtvollen Tauren wie Emilian, die die Leonen mehr oder weniger versklavt haben.


    Das einzige, das ich ein wenig schade fand, war, dass man so wenig über die Sternenvölker selbst erfährt. Wer sind sie alle, woher kommen sie und wie gestaltet sich die Magie der einzelnen. Das alles bleibt auch nach dem Ende des Buches mehr oder weniger im Dunkeln und ich hoffe sehr, mehr darüber in der Fortsetzung zu erfahren.


    Fazit:


    Julie Heilands "Bannwald" ist der Auftakt einer fantastischen Trilogie, die mir außerordentlich gut gefallen hat. Eindrucksvolle Charaktere, ein genialer Schreibstil und eine interessante Grundidee machen diesen Roman zu einem bemerkenswerten Leseerlebnis, das man keinesfalls verpassen sollte.

    Hannas Leben war bisher nicht einfach. Sie arbeitet im städischen Klinikum und ist die meiste Zeit eher für sich. Nur selten lässt sie jemanden an sich heran. Ihre einzigen Vertrauten sind ihre geliebte Oma und ihre Freundin Juls, mit der sie sich eine Wohnung teilt und, die auch als einzige etwas über ihre besondere Gabe weiß.


    Dann ereignen sich plötzlich merkwürdige und gefährliche Dinge in ihrem Umfeld und sie gelangt in den Besitz einer geheimnisvollen Chronik, durch die sie erkennt, dass sie Teil eines uralten Vermächtnisses ist und sich in großer Gefahr befindet. Wird Hanna das Unheil noch aufhalten können?


    Meine Meinung:


    Die Aufmachung des Buches finde ich sehr gelungen. Sie erinnert an die Chronik, um die es in diesem Roman geht. Auch der Stein in der Mitte des Covers ist Teil der Erzählung und hat eine ganz besondere Aufgabe.


    Die Autorin hat in diesem Roman zwei Erzählstränge verarbeitet. Einmal einen, der sich um Hanna und die aktuellen Geschehnisse dreht und einen anderen, der die Ereignisse im sechzehnten Jahrhundert rund um die kleine Joanna wiedergibt. Beide fand ich sehr spannend und authentisch beschrieben und ich habe mich bei jedem Wechsel gefreut, noch mehr vom Schicksal der jeweils anderen zu erfahren. Geschickt bringt Sandra Baumgärtner ihre Leser auf diese Weise Stück für Stück weiter und verbindet die beiden Erzählstränge letztendlich miteinander.


    Die Charaktere des Buches haben mir sehr gefallen. Klar und deutlich beschrieben, weckten sie sowohl Sympathie, als auch Argwohn in mir und handelten nach meinem Gefühl realitätsgetreu. Lediglich Hanna wirkte manchmal doch ein wenig naiv und leichtgläubig, aber vielleicht liegt das auch an meinem persönlichen Betrachtungswinkel.


    Die Ausflüge in die Vergangenheit fand ich besonders interessant. Sie waren sehr lebendig beschrieben, so dass ich schnell Bilder zur Geschichte vor Augen hatte. Auch wirkte alles sehr authentisch und gut recherchiert auf mich.


    Obwohl ich die Ereignisse relativ absehbar fand, mochte ich das Buch dennoch nie an die Seite legen. Sandra Baumgärtner hat eine ausgesprochen fesselnde Art zu Schreiben und so flogen die Seiten nur so dahin.


    Gut gefallen hat mir auch der Ausflug nach Trier. Da ich vor einigen Jahren mit meiner Familie ein paar Tage dort verbracht habe, war es sehr schön, einige der Örtlichkeiten auf diese Weise noch einmal besuchen zu dürfen.


    Fazit:


    "Chronik der Hagzissa" von Sandra Baumgärtner ist ein spannender Fantasyroman, der erfrischenderweise in einer schönen, deutschen Stadt angelegt ist. Die toll aufgebaute Geschichte konnte mich auf ganzer Linie überzeugen und an ihre Seiten fesseln. Gerne hätte ich noch mehr von den sympathischen Charakteren gelesen.