Beiträge von Jenny

    Huhu!


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    Was treibt selbst erwachsene Menschen dazu, fanatisch dem Potter-Hype zu folgen, die Buchhandlungen bei Erscheinung des neuesten Buches einzurennen ohne Rücksicht auf Verluste (Verletzungen inbegriffen ) ), als Kobold, Zauberer, oder Hexe verkleidet ins Kino zu marschieren, eigene Potter-Treffen zu machen?


    Ohne Rücksicht auf Verluste? Ganz so schlimm war es in meiner Filiale bzw. in den Filialen meiner Kollegen nicht :mrgreen:.
    Aber was die Menschen dazu treibt so fanatisch zu werden, ist, denke ich, ein ganz einfaches Abtauch-Prinzip. Es ist für viele faszinierend, mal in eine andere Welt abzutauchen und die eigene hinter sich zu lassen. Und wenn eine Schriftstellerin dies mit ihren Büchern ermöglicht, finde ich das sehr bewundernswert. Ich beneide all diejenigen darum, einfach in Potter-Geschichten versinken zu können. Leider kann ich das auch nicht :mrgreen: . Aber mir fehlt definitiv die Fantasie dafür.
    Irgendetwas müssen die Bücher letztendlich haben, da die Menschen die Potter-Bücher ja wirklich gerne lesen (ansonsten würde keiner das Geld dafür ausgeben :mrgreen: ).

    Inhalt:

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    "Ein neunjähriger Junge verliebt sich in ein kleines Mädchen und ist so besessen von seiner Liebe, dass die Eltern beider Kinder beschließen, sie streng getrennt zu halten, ehe Schlimmeres passiert. Aus Verzweiflung läuft der Junge von zu Hause weg. Doch zur Verblüffung von Kommissar Tabor Süden scheint das Verschwinden ihres Kindes die Eltern wenig zu beunruhigen..."


    Hm..., das ich für das lesen dieses Buches über drei Tage gebraucht habe, sagt eigentlich schon alles aus (bei knapp 200 Seiten :mrgreen: ). Ich habe in keiner Hinsicht verstanden auf welchen Punkt der Autor kommen wollte: warum ist der Junge nun weg gelaufen und was hat in dieser Geschichte das eine mit dem anderen zu tun :scratch: . Ich kann wirklich nicht viel über diesen Krimi schreiben, denn er hat mir nicht gefallen. Sein Schreibstil ist wenig fesselnd jedoch flüssig zu lesen, da viele kurze Sätze. Aber Spannung? Davon habe nicht wirklich etwas gespürt. Und das ich mich letztendlich fragen muss, worauf der Autor jetzt hinaus wollte, macht natürlich auch nichts besser.
    Meiner Meinung nach, kein empfehlenswerter Krimi.

    Inhalt:

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    Inspektor Michael Ochajon von der Jerusalemer Kriminalpolizei steht vor einem Mordfall, wie er ungewöhnlicher nicht sein kann. Die hochangesehene Analytikerin Eva Neidorf wird am Morgen ihres großen Vortrages tot aufgefunden. Alle Verdächtigen sind ehrenwerte Mitglieder der Jerusalemer Psychoanalytischen Gesellschaft und mit der der Toten in einem engen Netz gegenseitiger Abhängigkeiten verstrickt. Doch mit jedem Schritt in das Labyirinth dieser fremdem Welt werden für Michael Ochajon die Risse in der glatten Oberfläche immer offensichtlicher...


    Nach einem etwas zähen Einstieg konnte ich den Krimi recht flüssig durchlesen. Handlungsgrundlage ist der Mord an einer Psychoanalytikerin an ihrem Arbeitsplatz. Auch nach Beendigung des Buches habe ich den Unterschied zwischen einem "normalen" Psychologen und einem Psychoanalytiker nicht so recht verstanden, aber dies sei nur am Rande angemerkt. In diesem Roman trifft man auf viele verschiedene Persönlichkeiten, die von der Autorin alle eingehend charakterisiert werden. Vielleicht wollte sie damit den Bezug zur Psychologie herstellen oder vielleicht ist es ihre Art zu schreiben. Dennoch waren mir manche Szenen und Personen zu ausschweifend beschrieben. Ein Beispiel hierfür ist eine Freundin der Ermordeten, eine Nebenfigur in dieser Geschichte, bei der Batya Gur fast eine ganze Seite aufbringt um sie in der Erinnerung des Lesers haften zu lassen. Die Hauptfiguren jedoch werden überaus aktiv und lebendig gestaltet und den Inspektor Ochajon schließt man nach kurzem in sein Herz ( er ist ja schließlich sehr gutaussehend). Beeindrucken fand ich die Ausarbeitung des Konfliktes in diesem Krimi: die Auseinandersetzung der Menschen dieser Berufsgruppe mit ihren Normen und Wünschen, die häufig im Gegensatz zueinander stehen. Gurs Sprachstil ist flüssig, sie wechselt häufig von direkter zu indirekter Rede. Leider lässt sich der/die Täter/in relativ früh erahnen, das Motiv aber wird erst zum Schluss hin geklärt. FAZIT: Lesenswert, aber nicht durchweg spannend.

    Inhalt:

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    Erst sind es Kleinigkeiten: Konrad Lang, Mitte Sechzig, stellt aus Versehen seine Brieftasche in den Kühlschrank. Bald vergißt er den Namen der Frau, die er heiraten will. Je mehr Neugedächtnis ihm die Krankheit - Alzheimer - raubt, desto stärker kommen früheste Erinnerungen auf. Und das beunruhigt eine millionenschwere alte Dame, mit der Konrad seit seiner Kindheit auf die ungewöhnlichste Art verbunden ist.


    "Samll World" ist ein authentischer Roman über die beängstigende Alzheimer-Krankheit verknüpft mit einer, meiner Meinung nach, weniger spannenden Krimihandlung. Dies bedeutet jedoch nicht, dass es mir nicht gefallen hat. Ganz im Gegenteil ist dieser Roman eines meiner "Highlights"! Einfühlsam aber dennoch flüssig und ohne große Umschweife kommt die Handlung in Gang und bleibt bis zum Schluss lesenswert. Einmal steht der Kriminalfall im Vordergrund, einmal die Beschreibung der Krankheit und dann wieder einfach nur das "schrullige" Wesen des erkrankten Protagonisten, der auf liebevoll und humorvolle Art von Suter charakterisiert wird. Dies ermöglicht es dem Leser das Buch zu genießen und keine düstere Stimmung aufkommen zu lassen. Man sollte bei diesem Roman keinen ausgeklügelten Krimi erwarten, denn dann würde man enttäuscht. Ich persönlich habe den Krimi als Rahmenhandlung betrachtet, die zwar sehr gut in das Geschehen gepasst hat, jedoch nicht unbedingt nötig gewesen wäre.

    Diesen Klassiker habe ich, nachdem ich die ersten 100 Seiten hinter mich gebracht habe, "verschlungen" :cheers:


    Der Inhalt ist schnell wiedergegeben:

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    Thomas Manns ergreifende Familiengeschichte :mrgreen: .


    Meine Meinung:
    Nachdem ich mich durch die ersten 100 Seiten durchgekämpft hatte, konnte ich das Buch wirklich bis zum Schluß genießen. Ich hatte mir sogar vorgenommen gleich danach den Zauberberg zu lesen, was ich dennoch bis heute nicht getan habe. Es fällt mir relativ schwer zu beschreiben, warum mir dieser Roman so gut gefallen hat. Eigentlich bin ich keine Klassiker-Leserin und finde es auch nicht berauschend wenn beim Lesen eines Romans der Sprachstil den Lesefluß hemmt. Aber bei dieser Geschichte ist das eine Ausnahme. Denn gerade der Stil, den Thomas Mann hier anwendet um den Zerfall einer Familie zu beschreiben, ist wunderbar. Mit viel versteckter Ironie und einer Gabe die Dinge so zu beschreiben, dass sie dem Leser im Gedächtnis haften bleiben vermittelt Mann zum einen das Leben in Deutschland kurz vor Ausbruch des ersten Weltkrieges und zum anderen den Zerfall der Familie Buddenbrook. FAZIT: "Buddenbrooks" ist auch für alle Nicht-Klassiker-Leser, die ein wenig Geduld mitbringen, unbedingt empfehlenswert.

    Inhalt:

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    Ohne den Bagger wäre die Tote nicht gefunden worden. Ohne den Amerikaner wäre sie nicht identifiziert worden. Ohne ihr Vorleben wäre die Spur nicht entdeckt worden. Ohne den Trick wäre die Fährte schon kalt gewesen.


    Krminalkommissar Martin Beck verkörpert den klassischen Schwedenkommissar. Depressiv, eigensinnig, meiner Meinung nach aber trotzdem sympathisch. Der Krimi liest sich flüssig und lässt an Krimispannung nicht zu wünschen übrig (ich betone Krimispannung!!) Es hat Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen weil es eine bestimmte Atmospäre vermittelt, die ich nur schlecht beschreiben kann. Meinen Geschmack haben die beiden Autoren auf jeden Fall getroffen.

    Inhalt:

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    Meredith Mitchell wird in ein kleines englisches Dorf zur Hochzeit ihrer Patentochter eingeladen. Doch die Idylle dort wird jäh durch den Fund einer toten Siamkatze und der Leiche ihres Besitzers gestört. An der Seite Alan Markbys, eines Inspektors der örtlichen Polizei, macht sich Meredith auf die Suche nach dem Mörder...


    Meine Meinung:
    Granger hat mit diesem Krimi einen klassischen "Englischen" vorgelegt, der jedoch, meiner Meinung nach, sich nicht mit den Krimis von Martha Grimes, P.D. James oder gar Agatha Christie vergleichen kann. Der Inspector ist ein gutaussehender Mann mittleren Alters und die Dame, die sein Herz erobern soll, eine weniger gutaussehende jedoch kluge Frau, ebenfalls mittleren Alters. Der Roman liest sich schnell ohne aber auf einen Höhepunkt zuzusteuern. Die Autorin neigt zu sehr detaillierten Landschaftsbeschreibungen, die es zwar dem Leser ermöglichen sich eine Vorstellung vom Plot zu machen, jedoch den Verlauf der Handlung etwas hemmen. Alles in allem ein angenehmer Krimi für gemütliche Leseabende oder verregnete Tage.


    Ich werde auf jeden Fall auch das zweite Buch lesen "Fuchs, du hast die Gans gestohlen", da ich gerne wissen möchte, wie es mit Mitchell und Markby weitergeht... :mrgreen:

    Nic : ich habe "Im Falle meines Todes" von ihr gelesen. Ich kann es auch nicht verleugnen, dass ich das Buch spannend fand. Eigentlich war es sogar ein richtiger Pageturner, aber wenn man an die "typisch" englischen Krimis gewöhnt ist oder, wie ich, an Fred Vargas's Krimis, kommt die Handlung nicht sehr überzeugend rüber. Ausserdem gab es wirklich ein paar unlogische Zusammenhänge und seeeeehr seltsame Zufälle... :roll:
    Ich denke mir nun, dass die Autorin wahrscheinlich die anderen Krimis so ähnlich geschrieben hat wie diesen und sich deshalb das Lesen nicht lohnt :? .
    Aber nun habt ihr mich doch neugierig gemacht :mrgreen: ! Und wenn missmarple das Buch zu einem günstigen Preis verkauft, nehme ich es ihr gerne ab :mrgreen: .

    Helga :

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    Hi Jenny, hast du schon mehrere "Süden..." gelesen, wenn ja, wie sind sie. Ich habe die ganze Serie auf meiner Liste stehen, aber noch nicht damit begonnen.


    Nein, bis jetzt habe ich noch keinen gelesen. Ich werde es aber, sobald ich "Denn am Sabbat sollst du ruhen" beendet habe, als nächstes lesen und auch von Anfang an berichten :mrgreen: (ist ja nicht so dick, wird nicht lange dauern)


    Liebe Grüße
    Jenny

    Helga : das hört sich wirklich etwas verlockender an :D . mich interessieren nämlich gerade die umstände, die so anders sind als in unserer kultur. und das kam, meiner meinung nach, nicht wirklich rüber bei der regenkönigin. war halt eine nette geschichte, aber viel neues gelernt habe ich nicht über die afrikanischen sitten :(
    ich werde auf jeden fall bei meinem nächsten büchereibesuch in "Simbayo" reinlesen.

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    Inspektor Michael Ochajon von der Jerusalemer Kriminalpolizei steht vor einem Mordfall, wie er ungewöhnlicher nicht sein kann. Die hochangesehene Analytikerin Eva Neidorf wird am Morgen ihres großen Vortrages tot aufgefunden. Alle Verdächtigen sind ehrenwerte Mitglieder der Jerusalemer Psychoanalytischen Gesellschaft und mit der Toten in einem engen Netz gegenseitiger Abhängigkeiten verstrickt. Dich mit jedem Schritt in das Labyrinth dieser fremden Welt werden für Michael Ochajon die Risse in der glatten Oberfläche offensichtlicher...


    Ich bin jetzt erst auf Seite 50 von 390 und kann noch nicht wirklich Auskunft darüber geben, ob es spannend ist oder nicht. Aber definitiv lässt sich der Krimi sehr flüssig lesen!

    Gestern habe ich das Buch fertig gelesen.


    Die eigentliche Handlung des Romans ist eine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema "Lebensqualität". Hätte ich dies im Vornherein geahnt, wäre ich wohl nie dazu gekommen dieses Buch zu lesen, denn ich hätte es mir nicht ausgesucht. Und doch hat die sprachliche Gewandtheit des Autoren und die spannende Rahmenhandlung mich fast vergessen lassen, dass sie rein philosophischer Natur ist. Nach längeren Abschnitten taucht stets der Ich-Erzähler, Brian Jessel, auf und bringt wieder ein wenig "Erfrischung" in die Handlung um den Leser bei "Laune" zu behalten.
    Sieht man von einigen verwirrenden Ausschweifungen ab, ist "Sonnenlandung" ein großartiger Roman, der einen bleibenden Eindruck hinterläßt und zudem auch noch mit ein wenig britischem Humor gespickt ist.


    Auf meiner Liste erhält "Sonnenlandung" 4 von 5 Sternen :cheers: !