Beiträge von serjena

    Nun habe ich bis zu einer gewissen Passage gelesen, nicht ganz so weit wie Farast und taliesin denn es war mir wichtig eine Pause machen zu können.

    Zitat

    Sono certa di essermi masturbata su una strada della Mancia, una volta, vicino a un castello che mi spuntava continuamente davanti ma cui non riuscivo mai ad avvicinarmi

    Ich bin mir sicher, dass ich einmal auf einer Straße in La Mancha in der Nähe einer Burg , die ständig vor mir erschien, aber der ich nie nahe kommen konnte, masturbierte.


    (Gut das masturbieren interessiert mich an dieser Stelle nicht)


    Ich habe anschließend eine Seiten von David Forster Wallace gelesen, denn irgendwie bekam ich das Gefühl wirklich nichts mehr zu verstehen. Dabei sind mir einige Zeilen besonders aufgefallen und ich kann damit etwas anfangen

    Zitat

    ...celebrale Roman à clef

    Schlüsselroman - in dem wirkliche Personen, Zustände und Geschehnisse verschlüsselt dargestellt werden.

    Zitat

    nel caso di romanzi come questi è difficile vedere la differenza fra un titolo e un'epigrafe ....

    Dank Google hat sich auch hier der Sinn erschlossen, somit kann ich es auf die vorliegende Lektüre übertragen.


    Dann schreibt Wallace noch dass auch Kate vieles missversteht ....dass die Worte und die Ideen des Philosophen verstreut und verzerrt sich im ganzen Buch finden werden.


    Jedoch diese Zeilen sind für mich sehr speziell

    Zitat

    ...e proprio un rappresentazione, a livello immaginario e concreto, di quel cupo mondo matematico che il rivoluzionario Tractacus di Wittgenstein ....

    ... ist eine wirklich imaginäre und konkrete Darstellung dieser düsteren mathematischen Welt, von Wittgensteins revolutionärem Tractacus ...


    (wie immer die Übersetzung ist absolut nicht perfekt, jedoch damit ihr eine Idee bekommt von was ich spreche)

    Ich würde niemals wagen diese philosophische Abhandlung komplett zu lesen, allerdings gibt es eine Seite welche man lesen kann und daran ersieht wie Wittgenstein sein Philosophie mathematisch entschlüsselt.



    Nun jedoch einige Gedanken zum gelesenen - deswegen musste ich auch an der erwähnten Stelle aufhören. Kate erzählt dass sie von einem Ort zum andern reiste, Stätte und Städte besuchte. Ihr Interesse (nebst vielen andern, welche noch zu erwähnen sind, im Verlauf des lesens) gilt den griechischen Mythen. Diese sind eigentlich immer mit einer tragischen Schuld verbunden. Ich denke mit dieser Idee nähere ich mich Kate und erkenne irgendwann ihr Trauma. Ausserdem Odysseus, genau wie dieser Held hat sie eine Irrfahrt hinter sich bis sie nun in diesem Strandhaus angelangt ist.


    Zu den Katzen welche nicht nur im Gemälde von Pinturicchio, auch während des Aufenthalt in Rom erwähnt werden, haben sicher auch eine Bewandtnis welche sich mir jetzt noch nicht erschliesst.


    Nun jedoch zu meinem ersten erwähnten Zitat. Ich weiss nicht wer schon "Das Schloss von Kafka gelesen hat .- deswegen - "Das Schloß, Kafkas letzter großer Roman, erzählt von K., der vom Grafen eines ländlich gelegenen Schlosses als Landvermesser beauftragt wird. Doch K.s Versuche, ins Schloß zu gelangen, scheitern ebenso wie sein Bemühen, im Dorf seinen Platz zu finden; und sein Kampf gegen die allgegenwärtige, anonyme und undurchdringliche Bürokratie der Schloßverwaltung endet für ihn in einem Dickicht aus Geheimnissen und Erniedrigungen."


    Hier könnte ein Schlüssel sein zu dem was Kate passiert ist, oder es ihr in ihrer Einbildung passiert ist. Das verbinde ich mit ihren Anspielungen auf Simon ihrem Mann von dem sie glaubt dass er Adam hiess und Mexico.


    Womöglich dass meine Gedanken etwas wirr und abstrus klingen, aber das lesen dieses Buches hinterlässt mich ziemlich konfus. Denn wie sie sich oft hinterfragt und das gesagte korrigiert oder relativiert, überlege ich mir hat sie es nicht schon einmal erwähnt und in welchem Zusammenhang, bin versucht wieder zurück zu blättern.


    Ein Satz ist mir noch aufgefallen

    Zitat

    Una volta sognavo la gloria

    Ich habe einmal von Ruhm geträumt

    Hat sie nur geträumt - oder war es ihr Traum berühmt zu werden.

    ich habe gestern Abend weitergelesen. Bei der deutschen Ausgabe habe ich bis Ende Seite 52 gelesen. Der letzte Satz lautet folgendermaßen:

    Wie im Fall Guy de Maupassants, der jeden Tag im Eiffelturm seinen Mittagstisch einnahm.

    Danke somit werde ich heute weiter lesen. :)


    Wo ist übrigens drawe . :-k Wäre schön wenn sie noch zu uns stößt

    Habe nachgeschaut, sie hat am Sonntag zuletzt etwas geschrieben.

    Es macht Freude eure Gedanken zu lesen. Eines möchte ich anmerken - so wie ich euch verstanden habe ist es eine philosophische Lektüre - dies ist leider überhaupt nicht mein Gebiet.8-[ Somit werde ich mich auf eure Eindrücke verlassen müssen, ohne dass ich gross dazu etwas beitragen kann.

    Wenn man Wittgensteins Theorie wortwörtlich nehmen würde, dann kann man ja tatsächlich von einem Ort zum anderen reisen. Quasi nur mit Hilfe einer herausgerissenen Seite eines Atlanten. Da wir uns ja im Kopf von Kate befinden, wäre das doch auch eine Möglichkeit.

    Wenn wir an die heutige Zeit denken, wir alle kennen diese Influencer welche von einem Ort zum andern reisen, sie sind einfach überall. Tolle Bilder ins Netz stellen. Es sich aber immer wieder herausstellt, vieles ist nur Fake. Dass es gut möglich ist mit Photoshop und ähnlichen Programmen dies zu Hause im Wohnzimmer nachzustellen. Wenn der Follower dies nicht merkt glaubt er es eigentlich ohne gross darüber nachzudenken.


    Ihr spricht von einem Trauma, hinterfragt euch deswegen. Allerdings was ich bisher gelesen habe, kann ich persönlich überhaupt nicht mit irgend welchen traumatischen Erlebnissen in Verbindung bringen. Denn ihre Erzählung klingt irgendwie "locker - flockig" man oder besser gesagt ich spüre keine Gefühlsbewegungen - auch nicht wie sie Simon oder Adam erwähnt. Ebenso wenn sie erzählt dass das erste Hause abgebrannt ist, man spürt nicht dass sie erschrocken ist darüber.


    Ich muss wirklich weiter lesen, damit Kate für mich "lebendig" wird, ich sie spüren kann.:-?


    Edit: Ich habe mir noch überlegt wie das was ich gelesen habe für mich klingt. Nun weiss ich es es klingt "statisch" - ich war dort - ich habe dies und das gemacht - ich habe dies und jenes gesehen - dies und das ist passiert - "lapidar".

    Genau deswegen kann ich eure Gedanken bezüglich einem Trauma nicht nachvollziehen.

    Sie sucht ja anfangs auch andere Lebewesen

    "Sometimes I left messages in the street" Wenn ich versuchen würde mich in ihre Situation (wie auch immer entstanden) hinein zu versetzen läuft es mir

    kalt den Rücken herunter.

    Das ist bei mir noch nicht angekommen, denn der Gedanke che e convinta di essere l'unica anima vivente al mondo - ist überzeugt, dass sie die einzige lebende Seele auf der Welt ist.

    Existiert nur in ihrer Wahrnehmung welche auch verzerrt sein kann (Sono pazza) und nicht der Realität entspricht. Sie hat sich ein Bild erschaffen und für sie ist es die Wahrheit.

    Erfahrungsgemäß kann ich aber berichten, dass man sich an Kates Gedankenwelt mit der Zeit anfreunden kann.

    (Das sie Kate heißt, erfahren wir auch erst später, aber es hilft einen Namen zu haben:wink:)

    Gut dass sie Kate heisst las ich schon auf dem Klappentext, und für mich ist es schon noch wichtig damit ich mich mit einer Person identifizieren kann, ihren Namen zu wissen. Obwohl Kate mir leider noch fremd ist. Was ich jedoch schon sagen kann, sie ist meiner Meinung nach absolut nicht angepasst und sehr unkonventionell, das gefällt mir.
    Eine Frage stellt sich mir damit: Ist es ihr egal ob ich ihr glaube, legt sie Wert darauf, oder es muss einfach für sie stimmen?. (Das erinnert mich stark an Ripley Bogle, da wusste ich auch nie genau legt er Wert darauf dass ich ihm glaube, oder ist es ihm egal.)

    Ciao a tutti


    Freut mich dass es nun losgeht. Bin wunderbar überrascht wie fliessend es sich liest. Obwohl schon auf den ersten Seiten wird klar, das was Kate erzählt ist mit Bedacht zu lesen. Man kann ihrer Erzählung nicht vertrauen.

    Es gibt natürlich auf diesen ersten Seiten noch viel mehr Ungereimtheiten und Brüche in ihrem Bewusstseinsfluss. Da muss man sich direkt

    mal fragen ob sie eine zuverlässige Erzählerin ist.

    Es ist herrscht eine gewisse „Flatterhaftigkeit“ in diesem Fluss der Erinnerungen und wie weit das erzählte von der Wahrheit entfernt ist, sollte es eine Wahrheit geben, kann ich überhaupt nicht einschätzen.



    Die Frage wo sie dies schreibt drängt sich sehr schnell auf - man weiss sie lebt am Meer - Dünen - aber wo? Damit ich mich nicht lange damit „herumschlagen“ musste habe ich mich im Netz schlau gemacht. Somit erfährt man „Ihren Bericht tippt sie in einem Strandhaus an der amerikanischen Ostküste“ -

    Das Experiment von gestern, der Horror von heute



    Die ersten Seiten habe ich somit einfach gelesen, die Sprache und das was sie erzählt auf mich wirken lassen. Hin und wieder mit Post-it etwas markiert und seitlich Notizen gemacht.

    Es sind Welten welche auf den Leser einprasseln, Orte, Stätten, Namen und Landschaften welche eine unglaubliche Fülle an Bildern entstehen lassen.


    Was mir noch nicht gelingt mich mit Kate als Person so zu befassen, sie ist mir noch zu weit entfernt.

    Immer wieder erwähnt sie dass sie eigentlich verrückt sei - oder dass sie etwas nicht gemacht hätte wäre sie nicht verrückt gewesen.




    Dazu habe ich ebenfalls etwas gelesen. Denn Turner selbst hat dazu beigetragen, und es wurde in vielen Berichten wie auch im Film übernommen. Somit wird allenfalls ein Mythos schnell zur Realität.

    Fast vergessen. Die Sache mit dem Maler William Turner, seinen Seebildern und die Geschichte mit dem Schiffsmast.

    Ich liebe Turner und kenne natürlich auch die wirklich beeindruckenden Seebilder. Die Erzählerin verwechselt hier etwas, denn

    Turner hat sich sicher nicht an einen Mast binden lassen. Ein Bewunderer hat allerdings gesagt, dass seine Seebilder so realistisch

    wirken, als hätte er sich während eines Sturms an einen Mast gebunden

    Literarisches Quartett besteht künftig aus drei Gästen

    Eine Gastgeberin, drei Gäste: So stellt sich das ZDF das neue "Literarische Quartett" vor, das ab März zu sehen sein wird. Nach dem Abschied von Volker Weidermann und Christine Westermann übernimmt Thea Dorn die Moderation.


    Nach dem Abschied von Volker Weidermann und Christine Westermann will das ZDF künftig auf mehr Abwechslung beim "Literarischen Quartett" setzen. Thea Dorn, die schon seit 2017 zum festen Stamm der Sendung gehörte, übernimmt ab dem 6. März die Moderation und begrüßt fortan sechs Mal jährlich drei wechselnde Gäste, um mit ihnen über vier Neuerscheinungen auf dem deutschsprachigen Buchmarkt zu sprechen, darunter auch neu aufgelegte Klassiker.


    Da musst ich sehr lachen,:) denn wir Schweizer benutzen diese schwache Flexion schon seit Jahren, ist viel einfacher :wink: (können mir sicher die andern Schweizer hier bestätigen)

    Wenn die Entwicklung der Verben so weitergeht, und das könnte gut sein, denn die schwache Flexion ist ja einfacher, werden wir eines Tages vielleicht sagen: "Ich backte einen Kuchen und tragte ihn zu meiner Oma. Da ich jedoch den Zucker vergessen hatte, schlagte sie ihn mir um die Ohren."

    Ich han en Chuche bache, han en zum Grossmami brocht, well i aber de Zucker vergässe ha, hät sie en mer om d'Ohre ghaue. :wink:
    Und wer es wagt liest ein Buch von Pedro Lenz.


    Zu den wunderbaren Augen wie auch immer seien sie nun herrisch oder funkelnd kann ich sagen lest Stendhal, er liebte solche Phrasen.

    Amazon

    In Franz Kafkas unvollendet gebliebenen Roman "Das Schloß" kommt der Landvermesser K. in ein Dorf, das in unmittelbarer Nähe zu einem Schloss liegt. Es gelingt K. nicht, in das Schloss zu gelangen, dessen bedrohliche Präsenz das Leben im Dorf bestimmt und die Bewohner in Angst und Anhängigkeit hält. Wer im Schloss residiert und worauf die Macht der vermeintlichen Schlossbewohner beruht, bleibt rätselhaft.
    Kafka hat seinen Roman 1922 begonnen. Nach seinem frühen Tod veröffentlichte sein Freund Max Brod das Fragment 1926.


    Nicht ganz einfach zu beschreiben was diesen Roman ausmacht. Es ist unübersichtlich, surreal, manchmal so "verschleiert", dass ich einige Male das schon gehörte mir nochmals anhören musste.

    Es ist als würde man sich in einem Strudel der Angst befinden. Wobei der Eindruck entsteht Zeuge einer Theateraufführung zu sein, in einer absurden dystopischen Welt in der nichts so ist wie es sein sollte und bar jeder Logik.

    Die skrupellose Bürokratie ist ein unerreichbarer, nicht entzifferbarer, unregierbarer Moloch, (das Schloss) welche von Sekretärinnen, Unterstaatssekretären, Adjutanten usw. bevölkert wird.


    Eine schwierige, dichte Lektüre, die Aufmerksamkeit erfordert, und wie man weiss unvollendet ist.

    Dabei kann man sich auch die Frage stellen: Ist dies gewollt von Kafka, oder warum konnte er das Werk nicht fertig stellen.?

    Es hat mir gut gefallen, und wiederum wie in all seinen Werken ist es die subtile Ironie welche fasziniert und in ihrer Absurdität einzigartig.


    Hervorragend gelesen von Christian Brückner

    Die "brigands" im gewalttätigen Sinne werden im heutigen französischen Sprachgebrauch wohl eher nicht mehr mit diesem Wort bezeichnet. Heute kenne ich es nur im Kontext, im Sprachgebrauch von "na, ihr Ganoven", wie man ab und zu einem bekannte und nahestehende Kinder anspricht! "Ah, les brigands!" So gebrauche ich es.

    Allerdings ist hier anzumerken die Handlung spielt in den Jahren 1796/ 1797 Italienfeldzug. Auch wenn im heutigen Sprachgebrauch dieses Wort nicht mehr üblich ist, sollte es nicht einfach abgeschwächt werden. Eine moderne Übersetzung bedingt meiner Meinung nach immer, sich mit der Sprache der handelten Zeit auseinander zu setzen, ansonsten kann es passieren dass die Geschichte leider ihre Bedeutung verliert.


    Denn kurioserweise (ich werde hier nun nicht das ganze Buch zitieren) - werden aus den vierundzwanzig rotröckigen Tagedieben - in der neuen Übersetzung plötzlich vierundzwanzig rotgewandete Halunken :wink:

    ( Höre hier auf, denn sonst verliere ich mich noch in Spitzfindigkeiten:wink:)


    Das Buch steht auf meiner Ewigsubliste...

    Unbedingt lesen, ich bin sehr angetan von der Geschichte. Es fehlt, neben dem ernsten Thema, man befindet sich mitten im Krieg, nicht an Humor und Fabrizzio stürmt mit einer Energie durch das Geschehen, faszinierend.

    Ich lese im Moment "Die Karthause von Parma" - wobei dieser Text "...Neuübersetzung von Elisabeth Edl jetzt endlich in seiner ganzen Modernität zu lesen ist.

    mich neugierig machte wie liest sich das moderne gegenüber dem ursprünglichen. Somit habe ich mir eine andere Ausgabe auf den Kindle geladen.


    Schon auf den ersten Seiten ist mir folgender Satz aufgefallen.


    Zitat

    Noch acht Tage vor dem eintreffen der Franzosen hatten die Mailänder in ihnen nur Räubergesindel gesehen, das gewöhnt war vor den Truppen seiner Kaiserlichen und Königlichen Majestät zu fliehen.

    Noch acht Tage vor dem Einrücken der Franzosen hatten die Mailänder in ihnen nur Brigantengesindel gesehen, das vor den Truppen Seiner Kaiserlichen und Königlichen Majestät Reissaus nahm.


    Somit frage ich mich warum wurde aus dem Wort Brigant - Räuber. Denn da die Handlung in Italien spielt passt

    Ein Brigant (von italienisch brigare „kämpfen, streiten“) ist ein Räuber, ein Gesetzloser oder eine Person, die im Zuge kriegerischer Auseinandersetzungen die Zivilbevölkerung durch Plündern, Vergewaltigen und Brandschatzen terrorisiert. Im Königreich beider Sizilien wurden in der Zeit des Risorgimento nach 1815 die neapolitanischen und nach 1861 die bourbonischen Rebellen als briganti bezeichnet.

    absolut und der Sinn warum Räuber modernen sein sollte entschliesst sich mir nicht. (Okay vielleicht bin ich etwas pingelig, aber dennoch...)


    Habe auch eine italienische Ausgabe (una banda di briganti) konsultiert, allerdings aus dem Grund weil es eine Seite gibt welche mich interessierte. STENDHAL, PARMA E LE SUE DUE CERTOSE: UN ITINERARIO ISPIRATO DALLA LETTERATURA


    Dennoch werde ich diesen schönen Roman mit Vergnügen weiter lesen.

    1. Ein bisher unbekannter oder bereits seit der Kindheit / Jugend geliebter Kinder- oder Jugendbuch-Klassiker

    Tom Sawyer und Huckleberry Finn von Mark Twain

    2. Eine antike Tragödie oder Komödie, gerne auch verbunden mit einer modernen Adaption

    Agamemnon von Aischylos

    Kassandra von Christa Wolf (moderne Adaption) Wobei ich das Hörbuch besitze gelesen von Corinna Harfouch

    3. Ein deutscher, französischer oder englischer Klassiker

    Die Kartause von Parma Stendhal

    4. Ein russischer oder polnischer Klassiker

    Die Zimtläden Bruno Schulz

    5. Ein Klassiker aus einem skandinavischen Land

    :-k

    6. Ein Klassiker aus Asien

    :-k

    7. Ein Klassiker der Kriminalliteratur

    Der Doppelmord in der Rue Morgue Edgar Allan Poe


    Agamemnon von Aischylos habe ich gelesen, vor allem vieles um des Verständnis wegen laut rezitiert; was sehr eindrücklich sich gestaltet.

    Inhalt

    Nach dem Fall Trojas kehrten die überlebenden Helden endlich heim. Menelaos und Helena segelten sicher nach Sparta zurück. Doch nicht allen war eine solche glückliche Heimkehr beschert. Odysseus konnte seine Heimat erst nach einer Irrfahrt von zehn Jahren wiedersehen. Und auf Agamemnon wartete ein schreckliches Schicksal in seinem Palast von Mykene.
    Klytemnästra, die Gemahlin Agamemnons, konnte nicht verwinden, dass ihr Ehemann die Tochter Iphigineia opfern wollte und die Göttin Artemis ihr das Kind genommen hatte. Sie zürnte deswegen Agamemnon und verbündete sich mit ihrem Vetter Aigisthos. Mit ihm zusammen regierte sie in der Abwesenheit ihres Mannes das Königreich.


    Als Agamemnon zurückkehrte, empfing sie ihn mit verstellter Freundlichkeit.

    Und du, zum heimatlichen Herd zurückgekehrt

    Verkündest Frühlingswärme mir im Winterfrost


    Agamemnon hatte Kassandra als Sklavin aus Troja mitgebracht, welche die klagenden Worte spricht.

    Unselig Weib! Das vollendest du,

    Wenn du deinen Gatten erst

    Mit lindem Bad erquickst? Ach, wie sprech'ich's aus?

    Denn bald wird's erfüllt sein, und Hand schon um Hand streckt

    Sie mordlüstern aus


    Ahnungslos betrat der König das Badegewölbe, wo ihm seine Frau ein Bad hatte richten lassen. Er legte Waffen und Kleidung ab, um in das Bad zu steigen. Da stürmten Klytemnästra und Aigisthos aus ihrem Versteck hervor, warfen dem überraschten König ein Netz über und töteten ihn.
    Die beiden Verräter scheuten sich nicht, den Leichnam des ermordeten Königs aufzubahren und zur Schau zu stellen. Sie verbreiteten Lügen, in denen sie ihn des Mordes an ihrer Tochter und des Ehebruches mit Kassandra anklagten. Auch sie wurde von den beiden getötet. Niemand wagte dagegen aufzubegehren und so konnte Klytemnästra und Aigisthos ihre Herrschaft festigen.


    Zum wiederholten Male habe ich Kassandra von Christa Wolf gehört, was ebenso eindrucksvoll ist.

    Was ich las ist die erste Tragödie der Orestie; und recht umfangreich. Deswegen ein Blick auf das You Tube Video lohnt sich.

    Michael Köhlmeier erklärt diesen grossen Helden Agamemnon in einer sehr verständlichen und interessanten Weise.


    Ebenso ist dieses Video sehr, sehr sehenswert Christa Wolf. Kassandra - Lesung und Performance



    Nun widme ich mich mit Aufgabe 3 einem , (hoffentlich) erfreulicheren Thema (Amazon)

    Der Roman über die zwei Dinge, die für Stendhal die wichtigsten seines Lebens waren: Italien und die Liebe.

    Fern seiner Wahlheimat, im Paris von 1839, schrieb er in nur 53 Tagen jenes Werk, das heute zu den größten der Weltliteratur zählt: die Geschichte des jungen Fabrizio del Dongo zwischen der herrischen Herzogin Sanseverina und der weltabgewandten Clelia Conti. Die Einzigartigkeit des leidenschaftlichen, spielerischen Stils ist immer bewundert worden - ein Stil, der mit der glanzvollen Neuübersetzung von Elisabeth Edl jetzt endlich in seiner ganzen Modernität zu lesen ist. Der reiche Anhang vermittelt dem Leser alle historischen, biographischen und literarischen Hintergründe dieses unvergleichlichen Romans.

    Zitat

    Vorwort

    Le porte possono anche esser sbarrate, ma il porblema non si risolvera, per quanto massicci possano essere le luccheti

    Auch wenn die Türen können verriegelt werden, jedoch damit kann das Problem auch nicht gelöst werden, wie massiv die Vorhängeschlösser auch sein mögen

    Zygmut Bauman

    Schon einige Male habe ich durch dich tom leo Bücher kennen gelernt welche mir sehr gefallen haben und es wert sind viele Leser zu finden. Das ist auch bei dem vorliegen Band der Fall. Hätte nie gedacht dass ein Buch in Comic Form solch einen tiefen Eindruck hinterlassen kann.

    Nehmen wir das Wort - Salvezza - Erlösung - ein Wort, welches für viele Menschen in dieser politischen und historischen Periode wie ein Licht aus dem Elend erscheinen muss.


    Salvezza dieser wunderschöne Comic ist das Ergebnis der hervorragenden Personen - des Journalisten Marco Rizzo und Karikaturisten Lelio Bonaccorso. Zwei welche zu den wenigen gehören die wirklich über Flüchtlinge und NGO Schiffe sprechen können.

    Im November 2017 begeben sie sich auf die Aquarius um mit der Besatzung des Schiffes den Ärzten und Freiwilligen die Geschehnisse aus der Nähe zu erleben und kennenzulernen und sich somit aus der Komfort - Zone des Beobachters - etwas was wir alle, welche die Medien verfolgen, sind - zu verlassen.

    Salvazza möchte die Arbeit der von den NGOs verwalteten Schiffe klären, wie sie Funktionieren wie die Rettungsmissionen nicht so harmlos sind wie viele denken. Die Personen vorstellen, welche auf diesen Schiffen arbeiten und leben nicht nur etwas Bedeutendes, sondern dies mit ihrem ganzen Herzen tun.


    Salvezza ist aber auch viel mehr, es ist eine Dokumentation welche Geschichten des Alltags und Leben, Ängste, Hoffnungen der Flüchtlinge vereint. Mit sehr klaren, zweifarbigen Bildern kommt die Nachricht klar an.


    Es ist unmöglich, beim Lesen sich keine Gedanken zu machen wie man selber diesen Tatsachen gegenüber steht, und ich denke, das ist das Wichtigste. Denn wenn wir über Menschenleben und solche heiklen Situationen sprechen, sollten wir alle zuerst einen Schritt zurücktreten, uns informieren und erst dann, nachdem wir die Situation in jedem Teil analysiert haben, unsere Meinung sagen. Dies muss jedoch durch eine solide Grundlage gestützt werden und nicht durch Gerüchte oder, schlimmer noch, durch Vorurteile.


    Es wäre schön wenn durch Geschichten wie diese viel mehr sich klar darüber werden was immer noch mit den Millionen Menschen welche auf ein besseres Leben hoffen indem sich auf einen beschwerlichen und unsicheren Weg in ein anderes Land begeben passiert. Es ist ein Problem, welche uns alle betrifft.


    Wer italienisch kann, (aber auch nur die Bilder sind eine Sprache für sich) Repubblica Marco Rizzo und Lelio Bonaccorso erzählen ihre Reise an Bord der Aquarius - zu sehen in einer Slideshow.


    Ein Satz auf dem hintern Klappentext möchte ich hier noch anfügen.

    Zitat

    Salvezza è un'opera di graphic journalism nata sul campo. Un duro, realistico e poetico promemoria.

    Ma sopratutto, di fronte alla peggiore strage del nostro tempo, è un invito a restare umani.


    Salvezza ist eine grafische journalistische Arbeit, die an Ort und Stelle erschaffen wurde. Eine harte, realistische und poetische Erinnerung.

    Vor allem aber ist es angesichts des schlimmsten Massakers unserer Zeit eine Aufforderung, menschlich zu bleiben.

    Normalerweise rezensiere ich Brunettis Fälle nicht, da ich sie schon seit 28 Jahren lese und als ich mit meinem Blog startete, schon über 20 gelesen habe.

    Das ist jedoch meiner Meinung nach der einzige Spass wenn man diese Bücher liest, diese zu rezensieren :wink:


    Für allfällige nächste Fälle wünsche ich mir auf jeden Fall wieder mehr Spannung, mehr richtige Kriminalfälle, nicht immer diese "Gefallen für Verwandte" erledigen und dass die Questura endlich in der jetzigen Zeit ankommt.

    Das wird wohl ein frommer Wunsch bleiben, denn ich befürchte dass Donna Leon leider nicht mehr aus dem eingeschlagenen Weg abweicht. Ich weiss nicht wie es in andern Ländern ist, hier in Italien ist dieses "Gefallen für Verwandte" - Freunde - Bekannte" eine gängige Praxis und macht vor keinerBehörde und keinem Amt oder Institution halt.


    Aber du musst zugeben Guido Brunetti präsentiert sich mehr und mehr als Leser von sehr anspruchsvoller Literatur und somit feinsinnigen Gedanken:wink: Ich warte jetzt nur noch darauf dass er beginnt sich intensiv für klassische Musik und die Oper zu interessieren - eine Leidenschaft der Autorin:wink:


    talisha ich möchte sagen, wir treffen und wieder beim nächsten Band:lol:

    1. Ein bisher unbekannter oder bereits seit der Kindheit / Jugend geliebter Kinder- oder Jugendbuch-Klassiker

    Tom Sawyer und Huckleberry Finn von Mark Twain

    2. Eine antike Tragödie oder Komödie, gerne auch verbunden mit einer modernen Adaption

    Agamemnon von Aischylos

    Kassandra von Christa Wolf (moderne Adaption) Wobei ich das Hörbuch besitze gelesen von Corinna Harfouch

    3. Ein deutscher, französischer oder englischer Klassiker

    Die Kartause von Parma Stendhal

    4. Ein russischer oder polnischer Klassiker

    Die Zimtläden Bruno Schulz

    5. Ein Klassiker aus einem skandinavischen Land

    :-k

    6. Ein Klassiker aus Asien

    :-k

    7. Ein Klassiker der Kriminalliteratur

    Der Doppelmord in der Rue Morgue Edgar Allan Poe


    Nun darf ich die zweite Aufgabe als gelesen betrachten. Ein Klassiker der Kriminalliteratur mit der Geschichte von Edgar Allan Poe

    Edgar Allan Poe ein Genie welche das Genre des Krimi -Schauer - Horror - Literatur geprägt hat.

    In dieser Geschichte kann man seine ganze Virtuosität bewundern.

    Kurz zum Inhalt

    Zusammen mit einem Partner untersucht C. Auguste Dupin unerklärliche Morde an zwei Pariser Frauen. Diese wurden im vierten Stockwerk ihres ansonsten leer stehenden Hauses auf bestialische Weise ermordet. Doch der Fall ist zunächst nicht aufklärbar: Alle Türen und Fenster sind verriegelt, und daher ist es der Polizei ein Rätsel, wie der oder die Mörder vom Tatort flüchten konnten.

    Ein Klassiker „das Rätsel des geschlossenen Raumes“ mit nachfolgender unlösbarer Lösung, den man sich nicht entgehen lassen sollte



    Nun freue ich mich auf Agamemnon von Aischylos wobei man (ich) mit klagender Stimme :wink: durch die Wohnung laufen werde mit Worten wie

    O schafft Erlösung Götter, mir von diesen Müh'n


    Dann darf ich der Stimme von Corinna Harfouch lauschen welche Kassandra liest.

    Amazon.de

    Gonzalo Rodríguez de Tejeda – ursprünglich aus Spanien stammend – hat im Kunsthandel ein Vermögen gemacht. Nun verbringt er seinen Lebensabend in Venedig. Was kommt dann? Soll die rigide Familie, die mit seinem freizügigen Lebenswandel noch nie einverstanden war, seine Schätze erben? Oder wer ist der Auserwählte? Brunettis Schwiegervater fürchtet, seinem Freund Gonzalo könne Übles zustoßen. Der Commissario soll helfen – und verläuft sich beinahe in den Abgründen des menschlichen Herzens.


    Die Ausgangslage stellt sich folgendermassen dar dass der Conte (man weiss, sein Schwiegervater ) Brunetti welcher diesem in einem altehrwürdigem Sessel gegenüber sitzt schweren Herzens um einen Gefallen bitten möchte.

    Dies bedingt dass der Conte ausführlich über das Leben von Gonzalo Rodríguez de Tejeda seinem Freund, das gemeinsame kennenlernen und dessen Werdegang erzählt; um schlussendlich auf das Anliegen weswegen er Brunetti zu sich gebeten hat zu sprechen zu kommen.


    Allerdings braucht man als Leser einige Geduld bis klar ist was Sache ist. Man erfährt nicht nur einen wesentlichen Teil wie der junge Conte Gonzalo Rodríguez de Tejeda kenne lernte, Freunde wurden und sich das Leben der beiden gestaltete. Denn da schweifen die Gedanken Brunettis zugleich in die Vergangenheit, man darf lesen welcher Lektüre Brunetti sich schon in jungen Jahren gewidmet hat. (Er las den Hadrian -das nur so nebenbei) Das kennenlernen von Paola und ihrer Familie fliessen ebenso ein.

    Dazwischen lässt sich die Autorin nicht nehmen, da sich Brunetti während des Gesprächs durch eine Aussage Contes ablenken lässt, und überlegt was mit der Villa bei Vittorio Veneto geschehen soll, darauf aufmerksam zu machen dass die Familie seiner Frau aus einer noblen, reichen venezianischen Familie stammt.


    Endlich, endlich ergründet man als Leser - ach bei dieser Geschichte - (und hier erzähle ich nicht was man nicht auch in andern Rezensionen lesen kann) geht es um eine Familie welche sich moralisch entrüstet, weil Gonzalo Rodríguez de Tejeda, fünfundachtzig, schwul und sehr reich, einen jungen Mann adoptieren möchte.


    Somit möchte doch Brunetti ganz diskret Nachforschungen über diesen jungen Mann anstellen, ganz nebenbei auch Gonzalo seine Tätigkeiten, sein Vermögen, seine Familie und Angehörigen etwas unter die Lupe nehmen.

    Obwohl diese Recherchen eigentlich eine Privatangelegenheit sind wendet sich unser Commissario wie gewohnt an Elettra die ihn mit ihren Fähigkeiten am PC die gewünschten Informationen besorgen sollte. Allerdings hat er Pech denn diese begibt sich in die Ferien. Somit muss er eine andere Quelle finden welche ihn unterstützt. Diese findet er in Griffoni welche er natürlich einweihen muss. Eigentlich ist es fast klar dass somit ein Gespräch über Vorurteile und Motiv stattfindet.


    Als Leser wird man wieder mit dem Vergnügen belohnt wie die Familie Brunetti sich mit mit leckern Speisen den Tag versüsst. Man darf den durchaus philosophischen Gesprächen zwischen Bruno und Paolo lauschen und erfährt welche Interessen die beiden schon fast erwachsenen Kinder haben.


    Dazwischen wird ebenfalls auf das allgemeine Elend des Plastikmülls von welchem alle betroffen sind aufmerksam gemacht. Eines dieser Umweltthema welches Donna Leon regelmässig obwohl diese in keiner Weise mit der Geschichte zusammenhängen in ihren Romanen zum Ausdruck bringt.

    Natürlich darf Patta nicht fehlen und somit wird man als Leser mit einer etwas abstrusen Geschichte was dessen privates Leben betrifft konfrontiert.


    Bei einem exquisiten Dinner mit der noblen Gesellschaft Venedigs hat Brunetti die Gelegenheit Marchese Attilio den angehenden Adoptivsohn von Gonzalo kennen zu lernen. Wobei es bei einem kurzen gegenseitigen Betrachten bleibt.


    Über all dem was die Autorin in das Buch verpackt, vergisst man als Leser fast dass es ein Krimi ist den man liest.


    Doch, doch, man möchte wirklich fast sagen endlich, (ab Seite 120 -Ebook - mit 222 Seiten) beginnt sich etwas wie Spannung aufzubauen. Denn es gibt tatsächlich noch Tote. Allerdings mehr wie "lauwarm" kann man diese "Zuspitzung des Geschehen" nicht bezeichnen, und somit bleibt dem Leser jegliches, ansonsten in Krimis vorkommende Szenario mit aufregenden polizeilichen Ermittlungen erspart.


    Lange Zeit hatte ich Donna Leon mit ihrem Commissario begleitet, irgendwann aufgegeben - denn es wurde mir zu eintönig. Jedoch die letzten drei Bücher wieder gelesen, denn es hätte doch die Möglichkeit bestanden, dass Donna Leon aus der gepflegten Langeweile welche sich in ihren Büchern breit macht, heraus gefunden hätte und den Lesern somit das Vergnügen der ersten Krimis mit dem sympathischen Brunetti und seiner Familie zuteil würde.


    Nun dem ist nicht so und als Leser dieser Romane muss man sich bewusst sein eine Gesellschaft Studie mit all ihren Facetten welche diese ausmacht präsentiert zu bekommen.


    Wer die Filme mit dem überaus geschätzten Uwe Kockisch als Kommissar Brunetti kennt, weiss dass nach über zwanzig Jahren mit dem 26. 'Donna Leon'-Fall diese eingestellt werden.

    Zwar schade, jedoch ich glaube Uwe Kockisch wäre bei weiteren Folgen sicherlich vor Langweile in einen der unzähligen Kanäle Venedigs gefallen.


    An dieser Stelle möchte ich den zukünftigen Lesern noch empfehlen „Die Troerinnen" eine Tragödie von Euripides zu lesen. Eine Lektüre welche Brunetti in diesem Band liest; den Zusammenhang zum vorliegenden Roman der Leser selber herausfinden darf.