Beiträge von serjena

    263. Ein Buchtitel, der nur aus dem Namen eines Staates / Bundeslandes o.ä. besteht

    (Bevor jemand den Gernot macht, in Italien werden Bundesländer - Provinzen bezeichnet:wink:)


    Teil der Inhaltsangabe

    Abruzzen hält einen Rekord: 30 Prozent seines Territoriums sind durch Umweltgesetze geschützt. Keine andere Region in Europa kann so viel bieten. Nicht umsonst heißt es "die Region der Parks", das ideale Ziel für einen Natururlaub. Es gibt drei Nationalparks, einen Regionalpark und viele Naturschutzgebiete. Dieser Führer führt Sie in die Abruzzen, beginnend mit L'Aquila, allen Badeorten und dem Nationalpark. Es umfasst die Küche der Abruzzen, mit einem Abschnitt über die gastronomische Spezialität der Abruzzen. Es umfasst einen kompletten Abschnitt über die Geschichte der Abruzzen, von der prähistorischen Vorgeschichte über die historische römische Zeit, das Mittelalter, die Renaissance und den Barock bis zur Moderne.

    Was ich von Tenenbom halten soll, weiß ich auch nicht. Mir war er von verschiedenen Artikeln in der „Zeit“ gut in Erinnerung geblieben, aber mir fällt gerade die Diskussion zu seinem Buch „Allein unter Amerikanern“ hier im BT ein.

    Es kommt mir vor, als wäre seine Ironie zu Sarkasmus zu Zynismus geworden (um letzten Endes in der Akif Pirinçci - bzw. Henryk M. Broder - Provokations - Manie/r zu landen?).

    Lies mal die Rezension zu Allein unter Juden - meiner Meinung nach ist das was er sagt und schreibt schon echt grenzwertig.

    Gut sagen wir mal so, es gibt im Leben viele Zufälle, das ist unbestreitbar. Jedoch diese Zufälligkeiten in diesem Thriller, muss man erst mal verdauen. Man wird als Leser hin und her geschubst, von einem möglichen Verdächtigen zum nächsten, von einem möglichen Mordopfer zu einem andern. Auf Seite 220 (e-book) war ich schon fast mehr der Verzweiflung nahe wie Martin Benner.

    Wie schon im ersten Beitrag erwähnt, hier häufen sich die Fehler schon sehr früh und das ist ärgerlich.

    Dazu passieren noch so lächerliche Sachen wie um ein Beispiel zu nennen das lange Telefonat in die USA, in dem lang und breit sehr ausführlich über die Geschehnisse schwadroniert wird, obwohl Benner doch befürchten muss dass das Telefon abgehört werden könnte, und obwohl er denkt dass....(aber da müsste ich einen Spoiler setzen, darum)


    Hach, das Bild muss man sich vorstellen, Martin Benner, Luxus pur, der bevorzugt Chinos trägt, absolut unauffällig. Und wenn eines davon piepst, diese aus den Hosentaschen angeln....ich zitiere

    "Eins meiner Handys piepte. Wenn das so weiterginge, würde ich mir eine Handtasche anschaffen müssen. Ich hatte mit Handys meine Hosentaschen auf eine Weise vollgestopft, die bestenfalls als unvorteilhaft bezeichnet werden konnte."


    Und dann, wie wenn die Autorin meine Gedanken erfasst hätte welche mir im Kopf herumschwirrten "Tarantino hätte sicher Freude diese irrsinnige Geschichte auf seine Art und Weise zu verfilmen" - werde ich erlöst und im nächsten Interview werden Tarantino und Woody Allan erwähnt. Seite 225 (e-book) Danke für :lol:


    Ich will mich nicht noch weiter auslassen was mir als Leser aufgetischt wurde, jedoch je weiter ich las desto öfters dachte ich "hier brichst du ab" , denn, ich zitiere die Worte der Autorin "Es gibt eine Grenze, wie viel Bullshit man auf einen Schlag ertragen kann". Seite 267 (e-Book)

    Dennoch habe ich bis zu bitteren Ende durchgehalten, denn sonst wäre ich gar nicht mehr aus diesem "Wirrwarr" raus gekommen. Aber das Schlussbouquet, - wie ein Feuerwerk dass verpufft weil es rein regnet.


    Klar war der Thriller spannend. Ich habe mich teilweise fast fieberhaft von einer Seite zur nächsten gehangelt. Jedoch schlussendlich war es einfach zu viel des Guten. Ich kann gar nicht mehr zählen wie oft ich kopfschüttelnd durchatmen musste, so unglaublich klang die Geschichte, und ich bin sicher all den Toten welche diesen Thriller bevölkern ging es genau so :)


    Ich erwarte in einem Thriller ganz sicher keine Charakterstudie, jedoch wenn die Autorin sich bemüht wie sie im ersten Band, um der Geschichte mehr Tiefe zu geben, die Entwicklung ihrer Figuren präzise aufzeichnet, darf sie doch den Leser im Folgeband nicht einfach ins Leere laufen lassen. Das jedoch passiert hier leider, was sehr schade ist.


    Fazit : Es ist mir unerklärlich dass eine Autorin welche einen solchen starken Thriller "Schwesterherz" abliefert, mich im Zweiten einfach auflaufen lässt. Bewertung? Muss diese Geschichte erst mal etwas "sacken" lassen dann...

    Ich habe bewusst einige Tage verstreichen lassen um diesen zu lesen. Habe ein anderes Buch dazwischen geschoben.

    Hätte bei diesem Thriller, der Fortsetzung von "Schwesterherz" sehr gerne geschrieben - WoW der Knaller.


    Der Auftakt des zweiten Bandes beginnt mit einem Interview, jedoch ist es Karen eine Journalistin da Frederik gestorben ist, sowie einer Zusammenfassung der vorangegangenen Geschehnissen.

    Man erfährt beim weiter lesen wie das Leben von Martin Benner weiter verläuft, und er beginnt Nachforschungen zu betreiben.

    Da es für mich wichtig war lesen zu können wie sich der Erzähler charakterlich positiv weiterentwickelt, etwas was man im ersten Band sehr gut mitverfolgen konnte, achtete ich nebst der eigentlichen Handlung sehr genau darauf. Dabei spielt seine Adoptivtochter eine wichtige Rolle.


    Schnell wird klar Martin schlittert wieder in einen Strudel von Ereignissen, welche ihn drohen zu überrollen.



    Der Satz auf Seite 43 brachte mich echt zum Lachen "Ich bin ein Mann mit schlichten Bedürfnissen" - ich werde das jetzt nicht kommentieren, jedoch jeder der den ersten Band aufmerksam gelesen hat...



    Nochmal möchte ich betonen dass mir der erste Band sehr gut gefallen hat, trotz einiger Unzulänglichkeiten, einigen Ungereimtheiten.

    Hier beginnen jedoch schon sehr früh, sich Fehler einzuschleichen, und das ist echt nervig.


    Ich bin nun in gedanklich in Texas während Martin Lucy seine Geschichte erzählt. Würde ich nicht wissen wollen wie genau die Autorin diese losen Fäden zusammen knüpfen wird, wäre dies der Moment wo ich eigentlich sagen müsste "ohne mich".

    Das dieser zweite Teil nach nur 112Seiten, (e-Book) schon so unglaubwürdig klingt überrascht mit tatsächlich sehr. Ich werde weiter berichten.

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    Seit Herbst 2015, als zahlreiche Flüchtlinge nach Deutschland kamen, hat sich das Land grundlegend verändert. Viele erleben die Migrationsbewegung als eine Zäsur, deren Folgen noch längst nicht abzusehen sind. Um zu verstehen, was da in den letzten Monaten eigentlich genau passiert ist, ist Tuvia Tenenbom einmal mehr kreuz und quer durch die Republik gereist. Er wollte wissen, was die wahren Gründe der »Willkommenskultur« waren, warum Deutschland ein großes Herz gezeigt, aber immer noch keinen Plan hat, und wie es hier eigentlich um die Meinungsfreiheit bestellt ist. Seinen Gesprächspartnern – seien es Gregor Gysi, Volker Beck oder Kardinal Reinhard Marx, seien es Frauke Petry von der AfD, Pegida-Gründer Lutz Bachmann oder der geistige Führer der neuen Rechten Götz Kubitschek, seien es Akif Pirinçci oder Jürgen Todenhöfer – hat er unbequeme Fragen gestellt. Die Erkenntnisse, die er dabei gewonnen hat, sind mindestens ebenso verstörend wie seine Besuche in den Flüchtlingslagern, wo er von beschämenden Zuständen berichtet, deren Auswirkungen nicht nur individuell verheerend sind, sondern in nicht allzu ferner Zukunft die gesamte deutsche Gesellschaft betreffen werden.


    Ich möchte voraus schicken dass ich diese Hörbuch hörte, bevor ich „ Allein unter Juden“ las. Jedoch mir war seine provokante Art seiner Aussagen somit auch dessen was und wie er schreibt bekannt.


    Das erste Kapitel trägt den Titel „Flüchtlingsnation Deutschland.

    Beginnt mit folgenden Worten „Ich befinde mich in Syriens grösstem Feindesland, Israel“ - dazu sagt er dass er manchmal durch die Strassen Israels!!! laufe und sage er wäre Syrer.

    Eigentlich eine unsinnige Aussage wenn man weiss wie Tenenbom aussieht. Aber lassen wir das so stehen.

    Da er hört dass die meisten Flüchtlinge in Deutschland sind er von einem Freund eine Einladung in welcher die Grünen zu einer „Podiumsdiskussion mit und zu queeren Flüchtlingen“ Queer veranstaltet, ist das der Weg den er einschlägt. Es kann nicht ausbleiben dass er mit reisserischen Worten äussert war er von dieser Veranstaltung erwartet.


    Er berichtet über Angela Merkel, ihre Begegnung mit einem Mädchen aus dem Libanon (Videoclip wenn das nicht mehr präsent ist) welche in der Presse heftige Reaktionen auslöste. Dass Feingefühl zu erwähnen dass auch eine Politikerin wie Angela Merkel von einer solchen Situation überrumpelt wird und somit etwas ungeschickt reagiert, hat Tenenbom natürlich nicht.


    Er spricht über die unschöne Situation des Silvesters 2015 in Köln "dass Deutschland nicht mit Feiern beschäftigt war" , sondern mit „Vergewaltigungen“ - tausende Männer arabischer Herkunft grapschten Frauen an, steckten ihre Finger in deren Vagina und drückten Brüste, schlugen Frauen zusammen und vergewaltigten diese bis sie genug hatten.


    Er beschreibt auch die deutschen Journalisten folgendermassen „dass sie ihr Instrument des Schreibens als Volkspädagogik betrachten würden, bei dem die Tatsachen viel weniger zählen würden wie das richtige denken". Natürlich schildert er wie genau es funktioniert.


    In Hamburg folgt er der Empfehlung von Deutschen und begibt sich in die schöne Gegend um Harvestehude um die dortigen Flüchtlinge zu besuchen. Es wären die „reichen“ Flüchtlinge die dort leben würden.

    Flüchtlinge in Harvestehude

    Im zweiten Kapitel erzählt er „dass seine Ambitionen wären ,deutscher Kanzler zu werden und sich eine Villa in Harvestehude zu kaufen. Sollte dies nicht gelingen er nach Syrien gehen würde und als Flüchtling in dieses Villenviertel ziehen würde.

    Seine Ironie ist echt sehr oft ziemlich ätzend und dass er die deutsche Flüchtlingspolitik des öfters ins lächerliche zieht darf nicht verwundern.


    Das vierte Kapitel trägt den Titel „Hätten sie gerne Sex in einem Flüchtlingslager“


    Wobei ich das was er die Flüchtlinge fragt einfach nur lächerlich finde, absolut unpassend. Da er sich mit zwei Flüchtlingen besonders anfreundet, damit er überhaupt in das Lager gelangen kann fragt er nach dem Grund… „ob sie nach Deutschland kamen weil dieses Land Millionen jüdischer Leben ausgelöscht hat“ - dazu kann ich einfach nichts mehr sagen.


    Im Kapitel sechs “Der Untote“ Tenenbom trifft sich mit Götz Kubitschek, den er als netten Kerl bezeichnet. Hier steht nicht mal das Gespräch im Vordergrund, sondern die so nebenbei gemachten Äusserungen des Autors sind mehr wie fragwürdig.


    Im fünfzehnten Kapitel „Wenn sie mich namentlich zitieren, verklage ich sie“ trifft er sich mit Eike - welcher ihm erklärt, hätten die Deutschen nicht alle dies Flüchtlinge aufgenommen würde man überall sagen „die Deutschen sind Nazis“ - wobei Tenenbom gerne und oft immer wieder bei Gelegenheit dieses Thema Nazi- Deutsch- Schuld an die Oberfläche zerren möchte.


    In München erzählt ihm ein junger Mann dass Flüchtlingsfrauen welche in einem Lager in der Nähe von Augsburg leben den dortigen Sicherheitsmänner Sex für 10 oder 20 Euro anbieten würden.

    Es sind solche Aussagen für die Tenenbom bereit ist "meilenweit" zu gehen.


    So reist er quer durch Deutschland besucht Flüchtlingslager, trifft Menschen um über Flüchtlinge zu sprechen und macht sich sein eigenes Bild von der Situation. Wie viel was Tenenbom schreibt und sagt der Realität entspricht kann ich nicht beurteilen, dies zu überprüfen ist Sache der entsprechend Stellen in Deutschland.


    m Klappentext kann man lesen „Seinen Gesprächspartnern – seien es Gregor Gysi, Volker Beck oder Kardinal Reinhard Marx, seien es Frauke Petry von der AfD, Pegida-Gründer Lutz Bachmann oder der geistige Führer der neuen Rechten Götz Kubitschek, seien es Akif Pirinçci oder Jürgen Todenhöfer – hat er unbequeme Fragen gestellt“


    Wo diese geblieben sind weiss ich nicht, mit Frauke sprach er über den Unterschied des Wortes Flüchtlinge und Migranten ohne jedoch das Thema weiter zu erörtern, auch die Fragen nach der deutschen Flüchtlingspolitik sind überhaupt nicht unbequem, es bleibt bei einem höflichen Gespräch über die Politik der AfD und schlussendlich sagt er „Sie ist eine deutsche Lady“.

    Wie er sich mit Akif Pirinçci trifft, "den die deutschen Journalisten am liebsten am höchsten Baum ihrer „Füttere mich Presse Konferenzen“ aufhängen würden" - fragt er was dieser genau in Dresden sagte. Die Antwort von Akif Pirinçci: "er hätte aus seinem damals noch nicht veröffentlichen Buch zitiert" - und wie ihm der Autor die entsprechende Stelle im Buch Seite 90 „Umvolkung“ zu lesen gibt - meint Tenenbom anschliessend „die Bemerkung mit dem KZ war nichts anderes als ein satirischer Hieb gegen jemanden der keine Flüchtlinge hier haben will“ und er billigt ihm das Recht zu sich kritisch gegen Muslime zu äussern. Er findet Akif lustig und verteidigt ihn vor der „bösen deutschen Lügenpresse“



    Ganz ehrlich, ich bin etwas überfordert mit dem was der Autor schreibt/sagt - er reisst zwar viele Themen an, vertieft diese jedoch nicht und somit blubbert es einfach etwas an der Oberfläche. Sein Weltbild scheint äusserst schräg zu sein, aber er hat ein unglaubliches Selbstbewusstsein, was ihm erlaubt äusserst fragwürdige Phrasen zu drehen.


    Edit: Ich muss wieder eine Moderator bitten Squirrel das Hörbuch der richtigen Sparte zuzuteilen, scheine das nicht im Griff zu haben.

    Es ist schon einige Zeit her dass ich das Buch las, jedoch für mich war/ist es eine sehr eindrücklicher Geschichte.

    Doch kommen wir nun zu dem, was mich dann doch sehr irritiert hat: In der ersten Hälfte des Buchs sind die Begegnungen der Protagonistin mit ihrem ältesten Bruder, dem 18-jährigen Vincenco im Vordergrund. Die beiden haben sich nicht als Bruder und Schwester kennengelernt, sind nicht in diesem Verhältnis aufgewachsen. Daher entsteht aus dieser Verwirrtheit eine sexuelle Aufladung, die mir dann doch etwas zu viel war.

    Schade dass sich das zu starke fokussieren auf die Szenen mit Vincenzo dazu geführt hat dieses Buch etwas abzuwerten.


    Jedoch betrachten wir in diesem Zusammenhang die ganzen familiären Verhältnisse. Für das Mädchen welches aus einem behüteten, fürsorglichen Elternhaus in eine Familie abgeschoben wird welche völlig anders als alles was sie kannte ist, ist es zuerst einmal ein grosser Schock. Klar lesen sich seine plumpen Zudringlichkeiten und die in der Schwebe hängende fast inzestuöse Beziehung im ersten Moment unangebracht. Dennoch das Gefühl geliebt zu werden, was ihr sonst nur noch von Adriana entgegen gebracht wird, ist etwas das sie in diesen Momenten sehr dringend benötigt.


    Dies ist jedoch nur ein kleiner Aspekt in diesem vielschichtigen Roman dessen Gesamtbild sich aus dem Blick in die Vergangenheit aus Erinnerungen, mit Episoden der Gegenwart und kurzen Hinweisen auf eine noch in fernen Weite liegenden Zukunft bildet. All dies macht den Roman interessant und so wahr.

    Die Handlung der Geschichte zwischen einem Schmerz des Verlustes und dem Wunsch seinen Platz in der Familie wieder zu finden ist voller Gefühle, zart und gleichzeitig mit seiner etwas rohen Sprache sehr intensiv.


    Etwas möchte ich noch anmerken. Ich habe sicher den Roman aus einem andern Blickwinkel gelesen. Denn diese Tatsache wie auch das Wissen woher Pietrantonio ist, hatte ich vor Augen.

    In vielen Gebieten von Mittel- und Süditalien war es im letzten Jahrhundert nicht unüblich war das arme Familien eines ihrer Kinder einer begüterten, reichen Familie übergaben welche es dann adoptierten. Wie viel Elend dadurch entstand kann man sich nur vorstellen.


    Auch wenn in dem Buch der Ort nicht erwähnt wird, man jedoch weiss woher die Autorin stammt, zudem weiss dass in ihren Büchern die Abruzzen eine wichtige Rolle einnehmen, liegt es auf der Hand.


    Ich kann die deutsche Übersetzung nicht beurteilen, jedoch in der italienischen Version wird vieles im Dialekt der Bergen Abruzzen wiedergeben somit spielt dies sicher auch eine Rolle beim lesen. Jedoch kann ich sagen das Wort "Arminuta" gibt es im "hoch-italienischen" gar nicht sondern es ist ein spezifisches Wort des Dialektes der Abruzzen und somit kann das Wort sowohl geschrieben wie gesprochen nur diese Form sein " L'Arminuta" ansonsten verliert es jedes Signifikant "die Zurückgekommene" und ist bedeutungslos. Schade dass die Übersetzer solche wichtigen Details nicht berücksichtigen.

    260. Ein Titel, der eine Blume enthält

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    Ein Dahliengemälde von Henri Fantin-Latour, einige Millionen wert, wurde entwendet. Die steinreiche alte Dame, der es gehörte, Dalia Gutbauer, hat ein auffallend emotionales Verhältnis zu diesem Bild. Johann Friedrich von Allmen soll es wiederbeschaffen – um jeden Preis. Fall Nummer drei führt ihn und Carlos in das Labyrinth eines heruntergekommenen Luxushotels. Und damit in die Welt der Reichen und Schönen – umschwirrt von all denen, die auch dazugehören wollen.

    Dieser Thriller lässt einem fast nicht mehr zu Atem kommen, so spannend liest er sich. Man langweilt sich keine Sekunde, ohne grosse Abschweifungen, dennoch nicht zu knapp werden die Ereignisse geschildert. Martin Benner die Hauptperson erzählt die Geschichte, unterbrochen von einem Interview in einem Hotelzimmer mit einem Journalisten. Diese kurzen Gespräche beinhalten jeweils einen kleinen Interessenten Hinweis was im weiteren auftauchen könnte.


    Einige Andeutungen lassen den Leser eigene Vermutungen anstellen, jedoch man weiss nie wird man nicht in die Irre geführt.


    Durch die Einblicke in die Vergangenheit lernt man die Protagonisten besser kennen und verstehen. Besonders die Entwicklung welche Martin Benner durchmacht gefällt. Klug gelöst oder eben nicht gelöst die Schlussfolgerungen, somit... Der zweite Band liegt bereit zum lesen.


    Allerdings gibt es schon einiges an Ungereimtheiten was Kopfschütteln verursachte, oder ich dachte "so schnell lässt sich die Polizei an der Nase herumführen". Oftmals stellt man in diesen Thrilern fest dass sich die Autoren selbst in eine Sackgasse schreiben, aus welchen sie sich danach irgendwie auch wenn nicht besonders plausibel herausmanövrieren müssen. Jedoch ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und somit :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:


    Nochmals einige Worte zum Anwalt Martin Benner. Natürlich ist er kein Sympathieträger, seine Sprache, seine Sprüche sind gewohnheitsbedürftig. Er ist einfach ein Macho, der mit seinem Porsche, seiner Uhr einer Breitling, seiner luxuriösen Wohnung angibt. Das kann man so stehen lassen, denn auch sein Freund der Polizist trägt nur Markenklamotten aus Italien.

    Ausserdem jemand muss doch diese überteuerten Luxusartikel kaufen und wenn Männer damit glücklich werden...

    In andern Krimis saufen und koksen die Ermittler, sind so abgehalftert und verkorkst dass sie besser in der Psychiatrie aufgehoben wären wie noch auf Personen losgelassen zu werden.

    Nette, höfliche „normale“ Ermittler findet man doch nur noch in den Romanen wie denen von Donna Leon mit ihrem Guido Brunetti oder auch dem Rabbiner Gabriel Klein bei Alfred Bodenheimer. (Das sind zwei Beispiele, da ich diese Krimis lese)


    Dennoch im weitern lesen lernt man Martin Brenner besser kennen. Wie er sich um Belle seine „Adoptivtochter“ !!! kümmert. Natürlich auch das mit einem gewissen Snobismus verbunden, dennoch hier zeigt er viel uneigennützige Liebe.

    Die Geschehnisse in deren Strudel er und Personen welche ihm nahe stehen, hineingezogen werden, bewirken zudem dass er eine positive charakterliche Wandlung durchmacht, seine Arroganz bröckelt. Die Sorgen welche er sich machen muss lassen ihn nicht kalt denn diese kann er nicht einfach mit seiner Kaltschnäuzigkeit wegwischen.

    259. Welches Buch hast Du in deinem letzten Urlaub gelesen?

    Mehrere, aber da ich das eine oder andere Buch hier schon genannt hatte, greife ich diesmal auf Michael Ondaatje zurück. Der Roman erscheint in diesen Tagen auch auf Deutsch. Hier geht es um die Geheimnisse, die die Mutter ihren beiden Kindern nie erzählt, und wie die beiden sehr unterschiedlich darauf reagieren.

    Das Buch wurde durchaus positiv im letzten Literarischen Quartett vorgestellt. Übrigens eine sehr interessante Sendung, welche kontrovers aufgenommen wurde.


    Nun zur der Frage des Tages

    259. Welches Buch hast Du in deinem letzten Urlaub gelesen?
    Sicher unter vielen andern dieses, wenn man denn als Pensionär von Urlaub sprechen kann:wink:

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    Ein Mann ertrinkt auf hoher See war es Unfall oder Mord? Der Verdächtige vertraut dem Richter ganz ungeschützt seine Lebensbeichte an. Ein fein ziselierter Roman über Schicksal und Moral. Martial Kermeur ist des Mordes angeklagt. An einem einzigen Tag, Auge in Auge mit dem Richter, erzählt er die Geschichte seines Lebens in einer kleinen bretonischen Stadt am Meer, von der gescheiterten Ehe mit France und von seinem Sohn Erwan, den er allein aufgezogen hat. Er ist ein einfacher und bescheidener Mann, der das alte Gutshaus verwaltet, bis es einer Großbaustelle weichen muss. Seinem Sohn will er ein Vorbild sein und ihm nicht das Gefühl vererben, auf der Seite der Verlierer zu stehen. Und doch scheitert Kermeur an den eigenen Hoffnungen. Er wird von dem Immobilienspekulanten Antoine Lazenec schmählich betrogen, dem es über Jahre hinweg gelungen ist, buchstäblich die ganze Stadt mit einer gläsernen Chimäre hinters Licht zu führen und so Gemeinde wie Kleinanleger finanziell zugrunde zu richten. Minimalistisch und elegant ist dieses neue Sprachkunstwerk, dieser Roman über einen Mann, der ehrenwert leben will und zum Mörder wird.

    258. Eine Geschichte, in der viel im Dialekt gesprochen wird

    Klappentext

    Der Roman von Pedro Lenz! In "Der Goalie bin ig" hält ein Ich-Erzähler Rückschau auf ein verlorenes Paradies. Der "Goalie", ein Süchtiger aus einem Dorf im Mittelland, erzählt in Umgangssprache von seiner Lebenswelt in den 80er-Jahren. Seine Sicht auf die Umgebung ist getrübt vom Wunsch, sein bisheriges Leben schönzureden. Nach einer Gefängnisstrafe versucht er wieder im Alltag Fuss zu fassen, findet eine Gelegenheitsarbeit, verliebt sich in eine Serviererin und reist mit der Angebeteten nach Spanien - und trotzdem holen ihn die alten Geschichten immer wieder ein. Lenz gelingt ein berührendes Porträt des "Goalies" und einer kleinen, uns wenig bekannten Welt mitten in der Schweiz.

    Zitat

    Aagfange hets eigetlech vüu früecher. Aber i chönnt jetz ou grad so guet behoupte, es heig a däm einten Oben aagfange, es paar Tag nachdäm, dasi vo Witz bi zrügg cho.

    Vilecht isches öppe zähni gsi, vilecht e haub Stung spöter. Spüut ke Roue. Uf au Fäu hets Bise gha wi d Sou. Schummertau. Novämber. Und ig es Härz so schwär, wi nen aute, nasse Bodelumpe.

    Gemma Adderley hat Angst. Sie will mit ihrer siebenjährigen Tochter vor ihrem gewalttätigen Ehemann ins Frauenhaus flüchten. Doch die beiden kommen nie dort an.

    Da Svanvithe , herzlichen Dank, wie immer Aufklärung bietet indem sie den Amazon Text einfügt sind folgende Fragen schon beantwortet.


    Warum wolle Gemma ihren Mann verlassen? Wollte sie auch ihre Tochter mitnehmen? Wohin wollte sie gehen?

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    Franz Hohler liebt es, in die Welt hinaus zu gehen. Bis an den Arabischen Golf und nach Teheran führen ihn seine Reisen. Aber manchmal genügen ihm auch kurze Wege in seine Nachbarschaft, um auf erstaunliche Geschichten zu stoßen. In diesem Band sind Franz Hohlers neueste Kurzerzählungen versammelt. Sie zeigen ihn einmal mehr als einen Autor, der leidenschaftlich gerne Geschichten erzählt.
    Mit sicherem Gefühl für Pointen, mit leiser Ironie und einem wachsenden Gefühl für das Brüchige in der Welt erzählt er seine neuesten Geschichten. Da ist die Dichterin, die Kindern eine Geschichte über ein Feuer im Garten so lebhaft erzählt, dass ein kleiner dreijähriger Junge so sehr beeindruckt ist, dass er begeistert aufspringt und losläuft und gar nicht merkt, wie er dabei die eigentliche Geschichte versäumt. Da ist der Autor, der ausgerechnet auf einer Fahrt zu einer Lesung sein Buch vergessen hat mitzunehmen. Oder da ist der Erzähler, der merkwürdig einsilbig bleibt, als ihm ein Mann in der Nachbarschaft erklärt, bald würden sie hier die Fremden sein und die Einheimischen die Fremden von heute. Franz Hohler hat sich wie das Kind in der Geschichte vom »Feuer im Garten« die Gabe zum Staunen bewahrt. Er beobachtet die Welt um sich genau, und nicht selten verwundert ihn, was er sieht. Diese Momente des Staunens und der Verwunderung halten die hier versammelten neuen Erzählungen Franz Hohlers in der ihm eigenen, scheinbar beiläufigen Weise virtuos und fesselnd fest.



    Es sind Erzählungen eines Reisenden, eines Beobachters wie Franz Hohler welcher sehr oft unterwegs ist.


    Wie er auf dem Weg zum Zug merkt dass er sein Handy vergessen hat. Feststellen darf dass nicht nur ihm das passiert, was ihn zu der Überlegung führt, dass wir zwar

    Franz Hohler schrieb:

    "Trittsicher sehen wir aus, sind ausgerüstet für die tägliche Lebensexpedition und kämpfen doch ständig gegen unsere Auflösung"


    Er besucht auf dem Friedhof Berühmtheiten wie Gottfried Keller, Walter Mehring, Hugo Loetscher, Johanna Spyrig und andere mehr. (Diese Gräber wie noch viele von andern Persönlichkeiten sind zu besichtigen in Zürich auf dem

    Friedhof Sihlfeld (Persönliche Anmerkung, einer der schönsten Friedhöfe von Zürich)

    Er beobachtet eine einsame Beerdigung und erkennt die Vergänglichkeit die damit einhergeht.


    Ein guter Beobachter ist er auf einer Fahrt im Zug, wobei er ohne zu werten die Mitreisenden beschreibt.

    Der Schlusssatz ist so typisch Franz Hohler nachdem die Passagiere ausgestiegen sind

    Franz Hohler schrieb:

    Die S-Bahn kann nicht aussteigen, sie wird in 24 Minuten wieder zurück aufs Land fahren.


    Auf dem Weg zum Optiker unterhält er sich mit einem Mann, und das ausgerechnet in einem Quartier von Zürich welches wie man so schön sagt "Multikulti" ist. Wie dieser sich nun dahin äussert, etwas was viele Schweizer wirklich oft und gerne sagen "wir sind Fremde im eigenen Land", bleiben dem Erzähler, obwohl er genau weiss was zu erwidern wäre, die Worte im Halse stecken und hilflos wendet er sich nachdem er mit einer Banalität geantwortet hat beschämt ab und geht seines Weges.


    In Minsk wo er an einer Tagung teilnimmt, macht er einen Spaziergang durch die Stadt und verliert sich in den Strassenschluchten der Stadt wobei er noch einem Platzregen ausgesetzt ist. Wie er erlösend dennoch dass Goethe Institut erreicht wird er begrüsst wie einen verlorenen Sohn.


    So begleitet der Leser den Autor auf eine Reise mit unterschiedlichen Stationen von Zürich über Bremen bis in die Sandwüsten der Vereinigten Arabischen Emiraten, und besuchen eine Internationale Buchmesse in einer Moschee in Teheran.


    In der Erzählung "Wer sind wir" schildert er was man sich doch so sehr wünscht im eigenen Land. Ruhe, Stabilität, Unabhängigkeit. Was passiert hingegen - Ruhestörung von allen Seiten - von den smarten Amerikaner - von den bilateralen Nachbarn - aber auch innerhalb der eignen Mauern brodelt es.

    Ja die Schweiz ist nun halt keine einsame Insel in einem grossen weiten Ozean.


    Beginnend mit der Erzählung "Seewen" wird es sehr persönlich. Er erzählt von seinem Geburtsort, seiner Kindheit, seiner Familie, seiner Leidenschaft dem Schreiben und seinem Hobby Briefmarken sammeln.

    Manchmal spürt man als Leser eine leise Wehmut in den Worten, jedoch das positive Vorausschauen des Autors wiegt dieses wieder auf.


    Wer hat schon ein Konzert in Badehosen besucht! Genau das macht der Erzähler in der gleichnamigen Geschichte.

    Im Hallenbad beginnt um 23 Uhr ein Konzert wobei auch der Pianist und der Sänger die Darbietungen in Badekleidern präsentieren. Wobei die Zuhörer sich im und neben dem Becken befinden.


    Nach weiteren Geschichten auch zu Festivals und Theater heisst es dann "Schalter aus"


    Franz Hohler lese ich immer wieder gerne. Bin mir klar darüber, oftmals sind seine Geschichten für Schweizer viel leichter zu verstehen wie für andere, denn sie einfach vielfach "echt schweizerisch".

    Er hat eine unnachahmlichen Art zu erzählen, ohne einen all zu hohen literarischen Anspruch an seine Leser zu stellen. Jedoch immer steckt hinter seinem Humor ein kleiner Schubs an den den Leser, nicht alles so verbissen zu betrachten, dem Alltag, den Menschen mit mehr Offenheit und vor allem Achtung zu begegnen.


    Wenn er in seiner Erzählung „Fern im Osten“ über Myanmar berichtet, ein Besuch im Rahmen einer Lesereise, wobei er mit verschiedenen Menschen Gespräche führen durfte, bleiben einem als Leser die Schlussworte „Ich weiss auch nicht auf was ich hier hoffen würde“ prägend in Erinnerung.

    Den zweiten Teil habe ich nun gelesen. Nur schon wegen dieser Geschichte "Wahnsinn", ist es das Buch wert gelesen zu werden.

    In zwei Strängen wird die Geschichte erzählt, die eine beschreibt die Absurditäten denen Amar im Londoner Flughafen ausgesetzt ist, der andere beschreibt die verschiedene Phasen seines Lebens, seiner Familie, die emotionalen Bindungen, das Leben zwischen zwei Welten.

    Wiederum wird man als Leser mit der Asymmetrie welche universell zwischen der westlichen Kultur und dem Orient aber auch innerhalb der irakischen Gesellschaft vorhanden ist, konfrontiert.

    Völlig losgelöst von der ersten Geschichte liest sich die Erzählung mit dem Titel "Wahnsinn" um Amar welcher auf dem Flughafen Heathrow festgehalten wird. Dennoch schnell wird klar aus was die Autorin hinweist. Wiederum ist es eine Art Asymmetrie -dieses Mal zwischen Ost und West.

    Denn obwohl Amar oder eben weil er durch den Umstand dass er in einem Flugzeug hoch über amerikanischen Boden auf die Welt kam, er zwei Pässe den amerikanischen und irakischen besitzt, erscheint er den Beamten suspekt zu sein.

    Noch bin ich nicht sehr weit mit lesen, jedoch im Hinterkopf schwirrt natürlich der Gedanke, „besteht nicht nur in der Andeutung der Asymmetrie eine Verbindung zur ersten Geschichte“


    Noch eine Anmerkung zum ersten Teil - zu Beginn hatte ich etwas Mühe mit der Geschichte, jedoch je länger ich las faszinierten mich die beiden unterschiedlichen Figuren - Alice und Ezra mehr und mehr. Somit darf ich sagen das Buch gefällt und ich freue mich es fertig lesen zu können.

    Das Buch von Lisa Halliday ist in drei Abschnitte geteilt, Verrücktheit, Wahnsinn und Ezra Blazer bei Desert Island Discs


    Nachdem ich nun den ersten Teil "Verrücktheit" gelesen habe kristallisiert sich immer mehr heraus was der Titel suggeriert, die Asymmetrie zwischen den Charakteren - Sex, Alter, Ruhm, Reichtum. Zugleich eine Liebesgeschichte, in welchem diese beiden Menschen versuchen ein Gleichgewicht in ihrer Beziehung zu finden, eine Symmetrie herzustellen.

    248. Ein Buch eines Autors mit einem X im Nachnamen

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    Lou fährt seinen unheilbar kranken Vater Larry zu einer Klinik in Zürich – sein Vater möchte Sterbehilfe in Anspruch nehmen, was in seiner Heimat England gesetzlich verboten ist. Als nach vielen Kilometern in ihrem 80er- Jahre-VW Lous ältere Halbbrüder nach erstem Widerstand doch noch dazustoßen, deckt die Reise immer mehr innerfamiliäre Befindlichkeiten auf. Sie kämpfen, streiten, lachen, betrinken sich, philosophieren über das Leben und sich selbst – ein Roman, in dem sich jede Leserin und jeder Leser sofort finden wird!

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