Beiträge von beedy

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    Burns lebt mit seiner schwangeren Frau und seinem vierjährigen Sohn in einer gemieteten Villa in Kapstadt. Während des Abendessens kommt es bei ihm zu einem Einbruch mit tödlichen Folgen. Burns muss die Leichen wegschaffen. In der Zwischenzeit sucht ein korrupter Polizeibeamter nach den beiden Einbrechern und landet schließlich bei Burns. Für Burns steht viel auf dem Spiel, da er in Amerika polizeilich gesucht wird. Er versucht den Polizisten zu täuschen. Doch dieser greift zu drastischen Mitteln, er entführt seinen Sohn. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, bei dem nicht nur Burns der Jäger ist.



    Meine Meinung:
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    Vom ersten Moment an war ich von dem Buch gefesselt. Es spiegelt ein hartes und ungeschöntes Leben in Afrika wieder. Kriminalität, Gewalt, Verzweiflung und Unterdrückung sind an der Tagesordnung. Die Handlungen sind von Drogen beeinflusst und immer weiter verschwindet man im Sumpf der Selbstzerstörung. Dieses harte Bild konnte der Autor gut veranschaulichen und hat dadurch eine überzeugende Stimmung kreiert.


    Leider fällt für mich die Story zum Ende hin etwas ab und meine anfängliche Euphorie ist etwas verflogen, da dann doch irgendwie kein richtiges Highlight heraus sticht oder sich eine Wendung ergibt, die mich überrascht hätte. Dennoch ist die Geschichte solide durchdacht und man hegt Sympathie und Antipathie gegenüber den Darstellern. Nur so richtig konnte mich das Buch jetzt nicht umreißen.


    Gut hingegen finde ich aber, dass der Autor es geschafft hat die verschiedenen Personen und deren Leben miteinander zu verweben. Dies finde ich gut gelungen. Er versucht auch nicht krampfhaft ein Happy End herbei zu führen, sondern lässt den Dingen seinen Lauf.


    Das Buch ist nicht schlecht, reißt mich aber jetzt nicht so ganz vom Hocker. Solide, aber ohne eine wirklich überraschende Wendung.

    Inhalt:
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    Die Rechtsmedizinerin Dr. Maria Krause folgt ihrer besten Freundin Nkem nach Odensee und nimmt dort eine Stelle an der Männer dominierenden Medizinfakulät an. Mitten in der Nacht wird sie zu einem Mordfall beordert. Es handelt sich um ein junges Mädchen, das verstümmelt wurde und seltsame rote Punkte aufweist. Maria wird an einen alten Fall erinnert und versucht auf eigene Faust zu recherchieren. Dabei hat Maria selbst mit ihren eigenen Dämonen zu kämpfen.
    Meine Meinung:
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    Ungewöhnlich. Das war mein erster Gedanke zu dem Buch. Maria ist definitiv eine interessante Romanfigur, da sie so fern ab jeglichen Klischees ist. Schlichtweg kann man einfach sagen, dass Maria einen an der Klatsche hat und wenn man glaubt, es kann nicht mehr schlimmer kommen, belehrt sie mich eines Besseren. Maria agiert unerwartet und verkörpert nicht das Bild einer perfekten Singlefrau, viel zu abgedreht sind ihre Vorlieben. Irgendwie hat es mich gefesselt, obwohl ich vehement den Kopf zu mancher Situation geschüttelt habe. Aber das macht irgendwie den Reiz aus, denn man kann Maria einfach nicht richtig einschätzen und sie überrascht ganz einfach. Es ist irgendwie wie mit einem Unfall, man will nicht hinsehen, aber man kann auch nicht wegsehen.
    Für mich ist Maria erfrischend und dabei überhaupt nicht vorhersehbar. Gut fand ich auch, dass der Mörder auch aus der Ich-Perspektive zu Wort gekommen ist und von seinem Leben erzählt hat. Die Texteinschübe in Form einer Tagebucherzählung fand ich gut und lieferten etwas Spannung.
    Ein paar Fragen, die den Fall betrafen, blieben aber leider offen und der Schluss war vielleicht einen Ticken zuviel. Sogar für die abgedrehte Maria. Alles in allem bin ich aber selbst erstaunt, dass ich mich so gut mit Maria amüsiert habe. Ich glaube ganz einfach, weil mich die Autorin so überraschen konnte, dass ich gar keine Zeit zum Nachdenken hatte, ob so jetzt alles überhaupt sein kann.
    Der Stil ist manchmal etwas derber, jedoch fügt sich dies gut in die Geschichte ein. Ich kann mir vorstellen ein weiteres Buch über Dr. Maria Krause zu lesen, da ihre Geschichte sicher noch nicht abgeschlossen ist. Mir hat es bis auf ein paar Mankos aber gut gefallen. Wie gesagt, das Buch ist halt wie ein Unfall!

    Inhalt:
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    Ein neuer Serienkiller hat es in LA auf junge Künstlerinnen abgesehen. Doch dieses Mal tötet der Killer sie nicht mehr selbst, sondern überlässt es den ahnungslosen Opfern. Robert Hunter und Carlos Garcia stehen unter Hochdruck, um den Killer zu fassen, denn immer mehr Opfer tauchen auf.
    Meine Meinung:
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    An sich hat mir das Buch gut gefallen. Man wird wieder mal vom Autor überrascht, doch irgendwie konnte es mich dieses Mal nicht so in seinen Bann ziehen. Irgendwie hätte ich mir erwartet mehr über Hunter zu erfahren. Doch in diesem Band erhält man auch wieder kaum Informationen über sein Leben. Jedenfalls nichts, dass man nicht schon kannte. Der Autor dürfte ruhig etwas Tiefe in seinen Protagonisten bringen, von daher sehe ich diese Geschichte etwas schlechter, als seine Vorgänger.
    Von der Handlung wurde ich aber nicht enttäuscht und es ging wieder brutal bei der Katz und Maus Jagd zu. Chris Carter Fans kommen wieder auf ihre Kosten, denn mit Blut wird nicht gespart.
    Das Buch ist eigentlich nicht schlecht gemacht, jedoch fehlte mir ganz einfach die Entwicklung von Hunter und Garcia. Man verfolgt beim Lesen souveräne Polizeiarbeit, bei der die Puzzleteile aneinandergefügt werden, sich Irrungen und Wendungen ergeben und das in einem guten Tempo. Nur agiert mir dies sehr nach Schema F, da ich eher das Gefühl habe die einzelnen Schritte und Aktionen werden abgearbeitet, bis man dem Mörder gegenübersteht.
    Gegenüber den Vorgängerbüchern bin ich dieses Mal nicht restlos begeistert, dennoch kommt man als Thrillerfan auf seine Kosten. Ein Nachfolgebuch werde ich gerne lesen, nur sollte man Hunter und Garcia mehr Leben einhauchen, da sonst auf Dauer diese Serie nicht funktionieren kann.
    Vom Buchtitel sollte man sich nicht täuschen lassen, denn aus mir unerfindlichen Gründen, wurde wohl mal wieder der Titel erwürfelt. „Knochen brechen“ hat nämlich in keiner Weise irgendetwas mit der Handlung zu tun. Die Opfer sterben grausam, doch ihre Knochen sind noch in Takt!
    Ein solides Buch, das in der B-Note von mir leider Abzüge bekommt. Ich bin gespannt, wie es weiter geht und ob ich der Serie noch danach treu bleibe.

    Inhalt:
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    Leia arbeitet als Maklerin in New York. Immer wieder träumt sie von einem schönen Mann mit blauen Augen. Dieser Unbekannte will ihr einfach nicht aus dem Kopf gehen und sie versucht ihn in der realen Welt zu finden. Immer intensiver werden die Träume über ihren Traummann und Leia kann nicht mehr richtig zwischen realer und fiktiver Welt entscheiden.
    Eines Tages lernt sie Yven und seine Brüder kennen und es stellt sich heraus, dass ihr Traummann dessen Bruder ist. Die drei Brüder scheint ein Geheimnis zu umgeben. Leias Träume werden immer schrecklicher und plötzlich ist sie sich bewusst, dass sie gar nicht schläft.



    Meine Meinung:
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    Der Klappentext hat sich interessant angehört und ich habe mir eher eine spannende Fantasygeschichte mit einigen Schockmomenten vorgestellt. Meines Erachtens ist die Autorin aber am Thema vorbeigerutscht. Der knackige Stil machte es mir am Anfang nicht leicht in das Buch einzusteigen. Fast stakkatomäßig wurden die einzelnen Szenen abgehandelt und im nächsten Satz konnte man schon auf einem ganz anderen Schauplatz sein. Im Laufe des Buches bin ich aber immer besser damit zu recht gekommen und es wirkte dann schon etwas flüssiger auf mich.


    Das Thema über Traumdämonen klang interessant, jedoch hätte ich mir die Umsetzung anders vorgestellt. Mir bleiben einfach zu viele Fragen offen. Mir kam es so vor, als hätte ich im Buch etwas verpasst, da Leia alles einfach so hingenommen hat. Ich fühlte mich, als würde ich in der Luft hängen. Irgendwie war es einfach komisch. Leia beginnt sich in den Mann ihrer Träume zu verlieben und schmachtet dahin. Als ihre Träume dann immer gewalttätiger werden, stellt sie sich immer noch nicht die Frage nach dem Warum. Sie ist vielmehr damit beschäftigt sich das nächste amouröse Abenteuer herbei zu wünschen, als mal ernsthaft über die Situation nachzudenken. Selbst als sie ihren Traummann in Natura sieht, scheint es das Normalste auf der Welt zu sein. Und ich frage mich wieder: Habe ich den Anschluss verpasst?
    Als Leia dann endlich soweit ist und ihre vermeintlichen Träume als Realität anerkennt, wird es mir als Leser dann schon etwas zu fad. Denn sofort beginnt sie wieder mit ihrer verliebten Tour und ich frage mich ernsthaft in welchem Traum ich gefangen bin.


    Das Buch bietet zu viele Ungereimtheiten. Auch wenn es Fantasy ist, darf man als Leser doch auf ein paar Erklärungen bzw. den Aha-Effekt hoffen. Leider schafft es das Buch nicht mich zu überzeugen und ich glaube nicht, dass ich mir die Nachfolgebänder holen werde. Ganz fies finde ich außerdem, dass das Buch mit einem Prolog beginnt und auch mit einer Kurzversion dessen wieder aufhört. Zwischendrin ist man als Leser genauso schlau wie zuvor. Besser wäre es gewesen, wenn das Buch nicht auf vier Teile aufgebaut. Man hätte der Geschichte bessere Chancen zum Entfalten geben können, dem Leser hätte man mehr Antworten geliefert und 2 Bände hätten gereicht.


    Obwohl ich Fantasy gerne mag, ist diese Geschichte aber nichts für mich. Es fehlt nämlich grundlegend auch an Spannung. Die Idee hätte viel Potenzial geboten, wenn man anders daran gegangen wäre. Die Protagonistin und ihre Handlungen sind etwas flach, um Stimmung zu erzeugen. Leia verströmt eine gewisse Ja, mei. Sei`s wie`s sei – Mentalität und so liest sich dieses Buch auch. Für mich ist es leider kein gelungener Auftakt zu dieser Serie.

    Inhalt:
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    Tia ist blind und zugleich Höhlenforscherin. Gemeinsam mit ihrem Partner Leon forscht sie in den unterschiedlichsten Höhlen dieser Welt. Nach einem Vortag erhält sie einen dringlichen Anruf. Zwei Jugendliche sind in einem stillgelegten Bergwerk abgestürzt und Tia ist ganz in der Nähe, um zu helfen.
    Obwohl Tia blind ist, hat sie sich diverse Fähigkeiten erarbeitet, um gefahrlos in einer ihr unbekannten Höhle zu klettern. Die Rettungsaktion verläuft anfangs recht gut, doch dann stürzt der Schacht ein und Tia muss einen Weg aus der Höhle finden. Die Zeit drängt, denn es gilt nicht nur die anderen zu retten, sondern auch dem Geflecht zu entkommen.


    Meine Meinung:
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    Anfangs dachte ich, dass die Geschichte mit einer blinden Höhlenforscherin, die Menschenleben rettet, nicht gerade so toll sein kann. Blinde Menschen sind im Alltag zwar nicht hilflos, aber in einer Höhle rumkraxeln, bei der man nicht sieht wohin man Tritt und wo die Gefahr lauert, übersteigerte meine Vorstellungskraft. Dennoch hat sich die Neugierde bei mir gemeldet. Ich wollte ganz einfach wissen, wie der Autor diesen Umstand dargestellt hat. Und des Weiteren hatte ich mir durch das Geflecht in der Höhle erhofft, dass etwas fiktive Spannung auf mich wartet. So wie, Realität trifft auf das Unmögliche.


    Tja, das Geflecht stellte sich als Pilz heraus, der zwar Mensch anknabbert, aber das ganze wurde eher naturwissenschaftlich behandelt und hatte nichts Übernatürliches. Mir hätte es aber besser gefallen, wenn sich dadurch mehr Spannung aufgebaut hätte. Diese lässt nämlich etwas nach und hat mich nicht so richtig gepackt.


    Tia ist zwar eine bemerkenswerte junge Frau, macht aber durch ihre Verschlossenheit und Alleskönnerei manchmal etwas Unmut bei mir. Verständlicherweise ist es für einen Sehenden in der Dunkelheit sehr schwer sich zurechtzufinden, aber manche Situationen konnte ich ihr nicht so wirklich abkaufen.


    Das Buch enthält zwar alles was eine solide Story beinhalten sollte, jedoch leider keinen absoluten Spannungsmoment. Ich habe mit den Verschütteten nur am Anfang etwas mitgefiebert. Als für mich klar wurde, dass nicht mehr wirklich etwas Außergewöhnliches passieren wird, ist auch meine Begeisterung etwas in den Keller gerutscht.


    Der Autor setzt die Handlung gut um und ist sprachlich flüssig unterwegs, nur fehlt mir der Aha-Moment, da es doch schon etwas vorhersehbar war.


    Ich sehe die Geschichte im Mittelfeld. Dennoch bietet sie eine gute Unterhaltung für zwischendurch. So richtig konnte ich aber nicht mitfiebern.

    Inhalt:
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    Als Schwangere lebt man gefährlich, denn zur Zeit sorgt ein Serienkiller mit seiner brutalen Tötungsmethode für Aufsehen. Er betäubt die Frauen und schneidet ihnen das Kind aus dem Bauch. Phil von der Mordkommission versucht mit seinem Team dem Mörder so schnell wie möglich auf die Spur zu kommen. Um ein umfassendes Täterprofil zu erhalten wird die Psychologin Marina hinzugeholt. Phil und Marina hatten schon mal gemeinsam einen Fall gelöst und sich dabei in einander verliebt, doch ein traumatisches Erlebnis hat ihre Beziehung beendet.
    Das Team arbeitet unter Hochdruck und es sieht so aus, als hätten sie den Mörder gefunden. Doch Marina ist von dessen Unschuld überzeugt. Während man den Verdächtigen vernimmt geschieht ein neuer Mord.



    Meine Meinung:
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    Der Thriller präsentiert sich recht solide, nur verschwendet man zuviel Zeit mit der Ermittlung des falschen Verdächtigen. Dem Leser ist schon lange klar, dass er es nicht sein kann, doch es wird mit aller Vehemenz versucht ihn zu einem Geständnis zu zwingen. Hier hätte man getrost etwas herunterschrauben können.


    Das Buch legt brutale Morde an den Tag, die einen erschaudern lassen. Man kann sich gar nicht vorstellen, wie ein Baby aus dem Bauch geschnitten wird. Aber leider gab es dies schon oft in der Realität. Einfach gruselig! Ansonsten bleibt die Autorin mit Gewaltszenen auch nicht hinter dem Berg und sie kann damit überraschen, weil diese für die Spannung beitragen. Zum Schluss hin habe ich mitgefiebert, obwohl ich den Täter glaubte zu kennen, schafft es die Autorin mich auf die falsche Fährte zu locken und so etwas finde ich gut und entschädigt mich für das zulange Festhängen am ersten Verdächtigen. Die Autorin fügt ganz gezielt immer wieder kleine Happen ein, die ganz einfach zum Lesen anregen.


    Die Liebesgeschichte zwischen Phil und Marina ist nicht gerade einfach. Aber Marinas Beweggründe ihn beim ersten Mal zu verlassen, finde ich etwas dünn. Ansonsten ist es ganz nett, wenn sich unter diesen Gräueltaten auch ein bisschen was für das Herz versteckt.


    Das Buch kann überraschen und bietet dem Leser gute Unterhaltung, jedoch startet das Buch mit angezogener Handbremse. Ich bin gespannt, wie sich die Autorin in anderen Büchern entwickeln wird und möchte gerne wieder etwas von ihr lesen.

    Inhalt:
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    Ursel Zimmer ist die Gildevorsteherin der Hurenzunft und wird schlicht die Hurenkönigin genannt. Als eine Hure aus ihrem Freudenhaus verschwindet macht sie sich große Sorgen. Zu recht! Denn wenig später wird die verstümmelte Leiche von Rosi gefunden. Ursel ist außer sich und versucht den Mörder selbst zu finden. Aber nicht nur der Mord an Rosi sorgt bei Ursel für Kopfzerbrechen, auch der Umstand, dass die Geschlechtspest grassiert, macht ihr Leben nicht gerade leichter. Für die wöchentliche Untersuchung wird die Nonne Theodora bereitgestellt, die die Huren verabscheut und dies unmissverständlich klarmacht. Hat Theodora etwas mit dem Mord an Rosi zutun? Die Lohnsetzerin des Hurenhauses lässt sich daraufhin im Kloster nieder und versucht Theodora auszuhorchen. Währenddessen verschwindet aber noch eine Hure. Als sich Ursel wieder einigermaßen gefangen hat, macht sie sich auf nach Sachsenhausen, um den Mörder selbst zu stellen.


    Meine Meinung:
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    Das Buch spiegelt die Zeit aus dem 16. Jahrhundert gut wieder. Mein erhält gute Eindrücke, wie das Leben früher war und über manches muss man den Kopf schütteln. Nicht weil die Autorin Käse geschrieben hätte, sondern weil das Verständnis in dieser Zeit einfach von sehr wenig Freigeist zeugt. Ich bin froh nicht in so einer Zeit leben zu müssen. Die Stimmung kommt gut rüber und als Frau hatte man damals ein schweres Los.


    Die Autorin nimmt beim Schreiben kein Blatt vor den Mund und manche Szenen überraschen mit einer gewissen Brutalität und Freizügigkeit. Jedoch würde man von dem Buchtitel auch nichts anderes erwarten.


    Das Buch ist großteils aus der Sicht von Ursel Zimmer geschrieben. Nur leider werde ich mit der Ursel nicht so warm. Einerseits ist sie eine Kämpfernatur und lässt sich nichts gefallen, andererseits zerfließt sie in Selbstmitleid und steckt den Kopf in den Sand. Sobald sie Herzschmerz verspürt flüchtet sie sich in ihr Zimmer und betäubt sich mit Theriak, einem Beruhigungsmittel. Alles Kämpferische ist wie von ihr gewichen und man möchte sie am liebsten Schütteln. Die erste Flucht in den Theriak kann man ihr noch verzeihen, aber beim zweiten Mal hätte es nicht mehr sein müssen. Es ist schon recht, wenn man sieht, dass eine gestandene Frau auch Gefühle hat, doch grenzt es eben hier sehr viel an Selbstmitleid und macht keinen guten Eindruck.


    Unnötig fand ich auch, dass sich ihr Geliebter sofort von ihr abwendet. Gut, nach dem ersten Theriak-Missbrauch hat Ursel ihm das Versprechen gegeben keines mehr zu nehmen, aber nach dem Rückfall macht er mit ihr sofort Schluss. Mir fehlt hier ganz einfach etwas Tiefe und Emotionalität. War mir persönlich etwas zu schnell abgetan, für die weitere Geschichte zuträglich aber mir nicht ganz so passend. Da ja großteils von Ursel berichtet wird, bleibt für die anderen Figuren nicht soviel Platz und sie bleiben eher blass und wirken wie Randfiguren. Auch von Ursel erfährt man nicht allzu viel.


    Die Geschichte ist zwar gut erdacht, nur leider wusste ich schon früh, wer für die Morde verantwortlich ist. Das Motiv ist gut gewählt und überzeugend. So richtig Spannung wird aber nicht erzeugt.


    Insgesamt sehe ich das Buch eher durchschnittlich, da mir die Personen zu blas bleiben und weil zwar viel passiert, dies jedoch irgendwie als Lückenfüller präsentiert wird und sich in der Geschichte eigentlich verläuft. Ursel ist mir einfach etwas überzogen und ich finde keinen richtigen Zugang zu ihr. Es ist ein solides Buch, das gute Ideen hat, mir jedoch zu viel an der Oberfläche bleibt. Es ist gut zu lesen, aber das I-Tüpfelchen hat mir gefehlt.

    Inhalt:
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    Kathrin Voss geht zur Zeit durch die Hölle. In ihrer Wohnung sind die Gebrauchsgegenstände nicht mehr an ihrem Platz. Erst glaubt sie ihre vierjährige Tochter sei für das Ganze verantwortlich, doch diese erklärt ihr nichts getan zu haben. Im Kindergarten, wird die kleine Mia von einem Unbekannten im Trenchcoat angesprochen, er gibt ihr einen Ring und verschwindet. Zuhause erkennt Kathrin den Ring wieder und sie wird an den tragischen Vorfall von vor 10 Jahren erinnert. In jener Nacht haben sie und ihre WG-Mitbewohner ihren toten Freund Erik von einer Brücke gestoßen. Erik trug gerne Trenchcoats und als ein man unter ihrem Wohnungsfenster steht, glaubt sie Erik wiederzuerkennen. Plötzlich meldet sich ihr ehemaliger Freund und Mitbewohner Heinrich, der E-mails von Erik bekommt. Doch Kathrin ist sich sicher, dass Erik nicht mehr lebt. Sie hatte damals selbst den Tod festgestellt. Aber jetzt beginnt sie zu zweifeln.



    Meine Meinung:
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    Dies ist nun schon das zweite Buch von Herrn Langer, das ich gelesen habe. Wieder wurde ich sehr gut unterhalten. Beim ersten Buch habe ich noch die zu schnelle Auflösung kritisiert, doch jetzt bei Sterbenswort, kam die Auflösung genau richtig.


    Die Geschichte fesselt, da sie mit den Ängsten spielt. Angefangen damit, dass jemand in die Wohnung eindringt und Sachen verstellt. Da hat es mich gleich gegruselt! Schlimm, wenn jemand in die eigene Privatsphäre eindringt, in der man sich wohl und geborgen fühlt. Wenn ich dann abends in meinem Bett lag und dieses Buch las, dann habe ich auf jedes Geräusch geachtet und mein Herz schlug schneller, nur weil eine Katze draußen geschrien hat. Diese Beklemmung ist richtig auf mich übergesprungen! Da kann man mit der Hauptprotagonistin gleich mit paranoid werden! Es ist aber auch eine Extremsituation, die Kathrin und die anderen durchleben müssen. Ein tot Geglaubter verfolgt sie und schickt ihnen Botschaften. Fast hatten sie den Vorfall mit Erik schon vergessen, doch sein Auftauchen bringt ihr ganzes Leben ins Wanken. Und selbst die Grundfesten der rational denkenden Kathrin werden von Grund auf erschüttert.


    Als Leser wird man in den Bann gezogen und kann sich der Spannung nicht erwehren. Dazu tragen auch die Rückblicke bei, die immer wieder ein Stückchen mehr preisgeben, bis man die Wahrheit um Eriks Tod erfährt.


    Das Buch liest sich schnell weg und es spielt gekonnt mit den eigenen Ängsten. Durch kleine Lesehappen wird man zum Weiterlesen regelrecht animiert und zum Dank erhält man eine gut durchdachte Story, die Hand und Fuß hat, bei der keine Fragen offen bleiben und die ein versöhnliches Ende nimmt. Nur wie es mit Kathrin weitergeht, lässt der Autor offen. Vielleicht ein Nachfolger. Immerhin ist Kathrin Ärztin, da wird es schon noch so einigen Leichen im Keller geben! Mal sehen, ich bin aber sicher wieder mit von der Partie!


    Ich kann das Buch empfehlen, da es unter die Haut geht und man einen gelungenen Pageturner nicht von der Bettkante stoßen sollte!

    Inhalt:
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    Rose lebt mit ihrer kleinen Familie in einem Cottage in England. Das Leben ist ruhig und soweit harmonisch. Doch der Familienfrieden wird jäh gestört, als sich Polly aus Griechenland meldet und ihr von dem Tod ihres Mannes erzählt. Da Rose und Polly Freundinnen seit ihren Kindertagen sind, lädt sie Polly und ihre kleinen Söhne ein, zu ihr zu ziehen, solange bis sie wieder auf die Beine kommt.
    Gareth ist zunächst von der Idee nicht angetan, da er Polly, eine ehemalige berühmte Sängerin, nicht ausstehen kann. Rose kann ihn aber überzeugen, doch seit Polly eingezogen ist, wird das Leben für Rose immer schwieriger und ihr Leben gerät aus den Fugen, zumal es auch ein Geheimnis zu schützen gilt, dass Rose seit langem mit sich herumträgt.


    Meine Meinung:
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    Der Klappentext hat mich sehr interessiert und ich habe mich auf eine Geschichte gefreut, bei der man so richtig mitleiden kann. Gelitten habe ich dann, aber nicht mit den Buchfiguren!


    Als erstes kam ich mit dem Stil nicht zurecht. Frau Crouch hat bekanntlich ja einige Jahre als Bühnenschriftstellerin gearbeitet und diesen Stil merkt man. Es ist kein schöner Lesefluss und alles wirkt etwas abgehakt. Sowie, als würde man eben Bühnenanweisungen lesen. Es wirkte einfach nicht rund auf mich und es holpert dahin.
    Manche Beschreibungen sind sehr unglücklich gewählt und ich habe mir des Öfteren auf den Kopf fassen müssen. Zum Beispiel dreht sich Rose auf dem Bett liegend zur Seite um ihre Tochter zu stillen und der Vorgang wird von der Autorin mit dem Säugen eines Ferkels verglichen. Manchmal wusste ich echt nicht, ob ich lachen oder weinen soll! Es holpert für meinen Geschmack einfach zu viel und ich kann mich daher nicht richtig fallen lassen.


    Einen Bezug konnte ich schon gar nicht herstellen. Rose geht einen mit der Zeit fürchterlich auf die Nerven mit ihrer ganzen Naivität. Ihr Geheimnis wird schnell mal auf den letzten Seiten ausgeplappert und hat weder für Spannung noch für Interesse gesorgt. Noch hätte man als Leser die Hintergründe erfahren wollen. Es war mir einfach egal. Vieles wurde einfach nur angerissen und bis zum Schluss erhielt man keine wirklichen Antworten.


    Das Ende war überzogen und konnte nur einen kurzen Moment Spannung erzeugen, der aber sofort wieder verpufft ist. Die Autorin hätte hier Wendungen einbauen können um den Leser doch noch zu überraschen. Gut, ich war zwar überrascht, dass Rose selbst in dieser Situation noch immer dumm, naiv und weltfremd agiert, war aber eben ein Zustand, der für mich als Leser nicht neu war.


    Die Geschichte wird einfach immer abstruser und man stellt sich die Frage, was soll das? Ein jeder kippt sich ständig Unmengen von Alkohol in sich rein und geht fremd. Selbst die noch stillende Rose ist von Wein, Drogen, etc. nicht abgeneigt. Also bitte! Nicht mal vor dem Krankenbett macht die Autorin halt und so lässt sie Rose im Krankenhaus einen Zwitschern, während sie um ihr todkrankes Baby bangt. Was zuviel ist, ist einfach zuviel und mich beschleicht der Gedanke, dass die Autorin selbst während dem Schreiben etwas zu tief in das Glas geschaut hat.


    Anders kann ich mir das Ganze nicht erklären. Das ganze Buch verläuft unspektakulär und wird mit irrsinnigen Handlungen aufgepeppt, die Fragen aufwerfen und leider keine Antworten parat halten. Da das Buch die Sicht von Rose wiedergibt, bekommt man natürlich die ganze geballte Ladung Dümmlichkeit ab und so bleiben auch die restlichen Protagonisten blass oder sie beginnen einen auf die Nerven zu gehen.


    Aus dem Buch hätte man soviel mehr machen können und was ist es geworden? Nichts, denn die Geschichte verflüchtigt sich schon wieder aus meinem Kopf. Nur das Wissen, dass ich die Autorin in Zukunft meiden möchte. Gute Psychothriller sehen anders aus!

    Inhalt:
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    Die blinde Physiotherapeutin Alina wird von der Polizei gebeten den Gefangenen Dr. Suker zu behandeln, der seinen Opfern die Augenlider entfernt und sie anschließend vergewaltigt. Da Alina über die Fähigkeit verfügt, bei Berührung von Personen in die Zukunft zu blicken, verspricht sich die Polizei Hinweise auf Dr. Sukers nächstes Opfer. Dies ist deshalb so wichtig, da der Arzt bald aufgrund mangelnder Beweise aus der Haft entlassen werden muss. Bei der Behandlung bietet Dr. Suker Alina an ihre Augen zu operieren und ihr somit wieder das Augenlicht zu schenken. Alina lehnt entrüstet ab, doch noch ahnt sie nicht wie nahe sie dem Angebot von Dr. Suker kommen wird.
    Währenddessen muss Alexander Zorbach einen Kampf der ganz anderen Art ausstehen, denn der Augensammler hat noch immer sein Kind.



    Meine Meinung:
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    Die Inhaltsangabe ist bewusst etwas kurz gehalten, da ich ansonsten die ganzen Aha-Effekte zerstören würde und eine ungetrübte Lesefreude ist ja bekanntlich die Beste. Eines kann ich aber auf jeden Fall versprechen, dass Buch wird überraschen. Mit geschickten Wendungen wird man wieder auf neue Wege gelockt, die spannend sind und einfach zum Weiterlesen anregen. Für mich ist das Buch ein klarer Pageturner und ich habe es verschlungen.


    Ich denke mir aber, dass man den ersten Teil kennen sollte. Die Zusammenhänge erschließen sich einfach besser und man würde sich viel von der gut konstruierten Geschichte nehmen. Man ist sicherlich sehr gut bedient, wenn man den Augensammler zuerst liest, da das Finale vom Augensammler im zweiten Band stattfindet. Zwar kann man den Augenjäger auch eigenständig lesen, da sich zusätzlich eine neue Geschichte entwickelt, aber es würden sich viele Fragen auftun, auf die man schon ausführliche Antworten im ersten Teil erhalten hat.


    Die Spannung wird in dem Buch recht hochgehalten und man fiebert richtig mit. Schonungslos wird man von einer Szene zur anderen katapultiert und durch den flüssigen Schreibstil rutscht man mit den Augen fast über die Seiten.


    Die Charaktere sind interessant, da sie nicht nach Schema F agieren. Keine sexy Superheldinnen mit grünen Augen und Stupsnäschen und auch keine testosterongeschwängerten Typen. Einfach ganz normale Menschen, die an Grenzsituationen gehen müssen. Sicher birgt der hellseherische Aspekt nicht gerade Realitätsnähe, jedoch macht dieser Umstand das Buch sehr spannend. Und he, es ist eine Geschichte, will man pure Realität, dann besser Fernseher einschalten!


    Der Schreibstil kredenzt eine schöne Stimmung in der man die Gefühle der Figuren nachvollziehen kann und keine Figur bleibt blass.


    Mit hat das Buch echt gut gefallen und kann es nur jedem empfehlen, der auf Spannung steht. Das Buch kann mit seinen Wendungen überraschen und schafft es, den Leser immer wieder ins Staunen zu bringen.

    Inhalt:
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    Die Bergsteiger Luca und Bill befinden sich auf einer Bergtour im Himalayagebiet. Dort entdeckt Luca einen Berg, der wie eine Pyramide hochragt. Von der Neugier getrieben, versucht er zuhause Informationen einzuholen. Der Gedanke an den Pyramidenberg lässt ihn nicht mehr los und mit etwas Überredungskunst kann er Bill überzeugen an der Tour teilzunehmen. Währendessen wird in Tibet mit aller Macht versucht die Reinkarnation des Panchen Lama zu schützen. Das chinesische Militär will den Tod des Jungen und schreckt vor nichts zurück. Als Luca und Bill in das Land einreisen, gibt es Probleme und eigentlich dürften sie sich nur an bestimmte Routen halten. Dazu kommt noch, dass sie sich als Touristen jeden Abend bei einer Polizeistation melden müssen. Mit Hilfe eines Bekannten umgehen sie aber diese Auflagen und prompt interessiert sich General Zhu für die beiden. Er glaubt, sie helfen den Panchen Lama aus dem Land zu bringen und so nimmt Zhu die Verfolgung der beiden auf.



    Meine Meinung:
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    Der Klappentext hat sich schon mal gut angehört und da ich gerne mal zu einem Abenteurer beim Lesen werde, konnte ich nicht nein sagen. Vorgestellt hatte ich mir einen Abenteuerroman à la Indianer Jones bei dem Kultur, Mysteriöses, Action und Spannung vereint sind. Bekommen habe ich aber leider nicht ganz, was ich mir erwartet habe. Nicht falsch verstehen, das Buch hat genug Action und Spannung in sich, aber irgendwie hat mir dennoch etwas gefehlt. Manche Begebenheiten gingen mir einfach zu schnell und manches habe ich einfach hinterfragt. Zum Beispiel warum General Zhu so schnell auf die beiden eingeschossen war. Hier hat mir etwas Vorlauf gefehlt. Das Buch war gut verständlich geschrieben und auch nachvollziehbar, aber es fehlte mir am gewissen Salz in der Suppe.


    Dennoch wurde ich gut unterhalten und bin nahezu auf meine Kosten gekommen. Für den besonderen Lesekick hat mir aber etwas gefehlt und so sehe ich das Buch nur als durchschnittlich an. Manchmal kam mir der Hauptprotagonist auch nicht gerade sympathisch rüber und ich hatte nicht so einen Zugang zu ihm. Irgendwie hätte es noch mehr mysteriöser sein dürfen. Besonders das Kloster in den Bergen hätte sich hier für etwas Größeres angeboten. Dennoch lässt sich Der Wolkentempel gut lesen und ist kurzweilig, ist aber jetzt auch kein Buch, das mich so dermaßen vom Hocker gerissen hat und mir nur phasenweise ein Wow entlocken konnte.

    Inhalt:
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    Daniel und Max sind eineiige Zwillinge und Scheidungskinder. Sie trafen nur immer an ihrem Geburtstag zusammen. So ist man nur oberflächlich mit dem Leben des anderen vertraut. Als Daniel eine Einladung von Max in die Schweiz bekommt, macht er sich auf den Weg in die private Luxusklinik in Himmelstal. Die malerische Landschaft und das kleine Dörfchen nahe der Klinik, machen auf Daniel einen guten Eindruck. Selbst sein Bruder wirkt entspannt. Doch eine Sorge nagt an Max, er kann den Klinikaufenthalt nicht mehr bezahlen und muss deshalb nach Hause um Geld zu besorgen. Er überredet Daniel seine Stelle einzunehmen und so verschwindet Max, verkleidet als Daniel, die Klinik. Für ein paar Tage soll Daniel so tun, als wäre er Max. Die Tage vergehen und von Max gibt es keine Spur. Als Daniel die Wahrheit um Max Verschwinden der Klinikleitung mitteilt, will ihm niemand glauben. Umso mehr Zeit Daniel in Himmelstal verbringt, desto mehr fällt ihm auf, dass es sich dieser malerische Ort immer mehr zu einem Hexenkessel verwandelt. Und für Daniel gibt es kein Entrinnen.



    Meine Meinung:
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    Mit großen Erwartungen bin ich an das Buch heran gegangen und habe den langsamen Aufbau verfolgt. Aber selbst nach dem Aufbau blieb die Spannung auf der Strecke und die Geschichte plätschert vor sich hin. Es ist mir einfach zu ruhig und die Geschichte hätte bei weitem mehr Spannung vertragen. Die Grundidee zu dem Buch ist nämlich sehr gut und ich habe so etwas noch in keiner Form gelesen, jedoch hätte man weit mehr daraus machen können. Die Autorin schafft es einfach nicht, dass sich das Buch zu einem Page-Turner entwickelt. Es hätte soviel Potenzial darin gesteckt und leider wurde nichts davon genutzt. Ich konnte den Horror einfach nicht hautnah miterleben, dem sich Daniel ausgesetzt sieht. Von der Außenwelt abgeschieden und keine nur erdenkliche Möglichkeit auf Flucht. Man hat immer das Gefühl, jetzt wird etwas passieren und dann kommt doch wieder nichts. Dies ist daher auch die einzige Motivation, die einen zum Lesen antreibt. Mir blieb es aber einfach zu Platt.


    Ich finde deshalb hätte die Geschichte auch um einiges gekürzt werden können. Manche Handlungen sind überflüssig, weil sie eben nicht die gewünschte Stimmung präsentieren können und im Grunde auch nicht wirklich für den Werdegang von Daniel maßgeblich tragend sind.


    Das Buch liest und vergisst man wieder, obwohl es soviel mehr hätte werden können. Die Spannung wurde im Keim erstickt und es eignet sich daher als Sommerlektüre, sofern man keine großen Ansprüche hegt. Vom Stil her ist das Buch nicht schlecht geschrieben, aber was nützt mir das als Leser, wenn man auch nicht wirklich etwas damit anfangen kann. Das Buch Himmelstal ist für mich daher etwas unter Durchschnitt geblieben. Schade, denn aus der Idee hätte soviel mehr werden können.

    Inhalt:


    In Finkenwerda ist nichts los. Ein Kaff erster Güte und Lisa langweilt sich zu Tode. Da kommt ihr der Wochenendtrip in das nahegelegene
    Berlin mehr als nur zu Gute. Mama weiß natürlich nichts davon und ihren Bruder kann sie zum Schweigen verdonnern. Immerhin hat sie ihm mit der alten, gruseligen Kirchberger, die Nachts um die Häuser streift, gedroht, sollte er ein Wort sagen. Schnell kann ihr Sam noch das Versprechen, dass sie wieder zurückkommt, abringen und weg ist Lisa.


    Doch Lisa kommt nicht wieder und eine Suchaktion beginnt, bei der jeder mit seinen eigenen Ängsten zu kämpfen hat.



    Meine Meinung:


    Was für mich das Buch sehr reizvoll macht, sind die kurzen Abschnitte, die immer mit einem Spannungsmoment aufhören. Unterteilt ist das
    Buch in verschiedene Abschnitte und zeigen die Handlungen der einzelnen Personen. Zum einen liest man über das Leben der alten Kirchberger, über den Dorfwirt, der ein Ex-Polizist ist, über Sam, der verzweifelt seine Schwester sucht, über die Mutter, die sich vor Sorge um den Verstand bringt und natürlich über Lisa. Ich konnte das Buch kaum aus den Händen legen, da ich immer wieder auf eine Frage gestoßen bin, die ich einfach durch das Weiterlesen ergründen wollte. Für mich ist das Buch dadurch zu einem klaren Page-Turner geworden. Die Spannung baut sich auf und man wird von der Geschichte gefesselt.


    Es ist auch sehr interessant mal die Seite der Mutter zu sehen, wie sie sich Sorgen macht. Erst nach einiger Zeit steigt man in die
    Geschehnisse rund um Lisa ein und es wurde somit von einer anderen Seite präsentiert. Ansonsten bekommt man nur die Polizeiarbeit rund um die Suche eines verschwundenen Mädchens und wie es ihr ergeht mit. Ich fand es deshalb erfrischend, dass man eben auch mal über die Menschen die jemand vermissen lesen durfte. Mir hat diese Art die Geschichte zu erzählen gut gefallen.


    Insgesamt bin ich mit dem Buch mehr als zufrieden und ich kann mir vorstellen wieder eines von dem Autor zu lesen. Er schafft es ganz
    einfach mich bei der Stange zu halten und die Geschichte interessant zu gestalten. Besonders ergreifend war die Lebensgeschichte von Frau Kirchberger, bei der man in ein Gefühlschaos geriet.


    Das Buch ist eine sehr runde Sache und sollte gelesen werden, da man hier nichts falsch manchen kann und weil sie nicht nach Schema F
    agiert. Für mich hat sich die Reise nach Finkenwerda gelohnt!


    Inhalt:


    Gerade sonnt sich der Polizist Franz Eberhofer noch in seinem Ruhm als Überführer eines Vierfachmörders und schon wittert er den nächsten Mord. Dabei fängt alles nur harmlos mit einer Schmiererei auf einer Hauswand an. Doch ein Toppolizist wie der Eberhofer ermittelt halt auch da wo es nicht sein soll und schwupps erhält er doch noch ein Todesopfer in dem beschaulichen Niederkaltenkirchen. Den richtigen Riecher muss man halt haben. Leider lässt der Riecher in seinem Privatleben aber etwas nach und so macht sich sein Gspusi die Susi bald vom Acker. Als hätte er nicht schon genug Probleme, muss er sich auch noch um das Baby von seinem Bruder kümmern. An allen Ecken und Enden herrscht Gefahr in Verzug, doch mit ein paar Dampfnudeln von der Oma, lässt sich alles leichter ertragen.


    Meine Meinung:


    Auch im zweiten Teil kann mich der Humor und die Leichtigkeit, mit der die Geschichte erzählt wird, überzeugen. Man rutscht von einer Situationskomik in die nächste und der eine oder andere Lacher ist garantiert. Ich habe mich einfach herrlich amüsiert und mit Freude die Entwicklung von Franz gelesen. Der Humor wird auch nicht mit dem Holzhammer präsentiert, sondern fügt sich nahtlos in die Handlung ein. Es wirkt einfach leicht und locker und so gar nicht gewollt witzig.


    Das Buch ist einfach kurzweilig und lässt sich schnell lesen. Man hat Teil an dem Leben von Franz und die Morde sind irgendwie Nebensache,
    fügen sich aber gut in die Geschichte rund um ihn ein. Mir gefällt es einfach, dass man nicht nur über knallharte Ermittlungstechniken liest, sondern einfach mit Humor unterhalten wird. Der Mord hat diesmal einen traurigen Hintergrund, den man aber gar nicht so wirklich wahr nimmt. Dafür gibt es Bücher, die sich mehr mit Moral, Gefühlen, Mitleid, etc bei einem Mord und dessen Motiv beschäftigen. Bei dieser Krimireihe, würde es aber nicht passen und es ist schon richtig, dass der Humor im Vordergrund steht. Der Mensch braucht auch mal etwas zu lachen, bei all dem Weltschmerz wird man ja sonst depressiv. Dem Buch verleiht der Humor eine Leichtigkeit und besonders der bayrische Dialekt, der ab und zu aufflammt macht das Buch einfach sympathisch.


    Ich kann das Buch einfach nur weiterempfehlen. Und weil der Franz so gerne isst, bekommt man am Ende des Buches noch ein paar Rezepte zum Nachkochen. Eine gelungene Geschichte rund um einen sympathischen Polizisten.

    Inhalt:


    Vier Frauen hat Monk umgebracht und sie im Moor verschart, nur durch gute Polizeiarbeit konnte er gefunden werden. Die Leichen hatte man
    nicht entdeckt und nur durch einen Zufall konnte ein Grab gefunden werden. David Hunter wird zu dem Fall hinzugezogen. Terry, ein Bekannter und Leiter der Ermittlungen, hat David empfohlen. Bei den Ermittlungen lernt er die junge Psychologin Sophie Keller kennen, die versuchen will, Gräber ausfindig zu machen.


    Als Monk mit dem Fund der ersten Leiche konfrontiert wird, will er sich plötzlich kooperativ zeigen und bietet der Polizei an, sie zu den Gräbern zu führen.


    Wahllos streifen sie durch das Moor ohne einen entscheidenden Hinweis von Monk. Nachdem Monk einen Fluchtversuch unternimmt, wird die Suche abgeblasen.


    Acht Jahre später bricht Monk aus dem Gefängnis aus. Terry informiert Hunter darüber und plötzlich meldet sich auch Sophie wieder, die ihn um Hilfe bittet.


    Als Hunter bei Sophie ankommt, wurde bei ihr eingebrochen und er findet sie verletzt am Boden. Hunter will erst wieder abreisen, wenn er
    Sophie gut versorgt weiß. Ein Mitarbeiter der damaligen Ermittlung wird in seinem Haus tot aufgefunden und jeder glaubt, dass es Monk war. Mitten in der Nacht bekommt Sophie einen Anruf. Es ist Monk und er weiß, wo sie wohnt.


    Meine Meinung:


    In diesem Buch geht es mehr um die Geschichte, als um die forensische Tätigkeit von David Hunter. Man erfährt, über den Tod seiner Familie und wie es genau geschehen ist. Damit ist für mich alles gesagt und muss in den nachfolgenden Büchern nicht mehr ausführlich thematisiert werden. Was mir ebenso aufgefallen ist, dass sich Hunter ständig an etwas erinnert fühlt, es aber nicht beschreiben kann und er auf ein Gefühl verweist, als würde es ihm bekannt vorkommen, er es aber nicht einordnen kann.


    Dieses Gefühl habe ich jetzt schon in den drei Büchern zuvor gelesen und langsam wirkt diese Beschreibung auf mich langweilig und der Versuch spannend zu wirken schlägt bei mir also fehl.


    Weitere zwei Punkte die einen Abzug in der B-Note bedeuten ist die störrische und mir unsympathische Sophie und, dass ich nicht so wirklich etwas mit der Geschichte anfangen konnte. Sie hat mich jetzt nicht so mitgerissen und Spannung ist auch nur bedingt aufgekommen. Dazu hat das Ende auf mich an den Haaren herbeigezogen gewirkt.


    Dennoch war das Buch recht flüssig zu lesen und durch verschiedene Wendungen, hat man auch gerne weiter gelesen. Es sind halt die
    Kleinigkeiten, warum ich das Buch im Nachhinein als eher mittelmäßig betrachte.


    So ganz ist der Funke nicht übergesprungen und ich betrachte das Buch als leichte Sommerlektüre ohne dauerhaft im Kopf verankert zu bleiben.
    Irgendwie hat mir die Spannung gefehlt und auch die paar Momente die actionreich waren, konnten mich ebenfalls nicht so richtig mitreißen. Einzig und allein etwas Mitgefühl hat sich zum Ende hin entwickelt. Mit wem ich es hatte, sag ich aber nicht!


    Da ich aber neugierig bin, wie sich die Geschichte um Hunter entwickelt, werde ich dem nachfolgenden Band nochmals eine Chance geben, denn schreiben kann er ja gut der Autor, nur bei diesem Teil hat er mich nicht so in den Bann gezogen. Wir werden sehen!

    Inhalt:
    Sybillle erwacht in einem Krankenzimmer und kann sich nicht erinnern, was mit ihr geschehen ist. Ein Arzt erklärt ihr, dass sie seit zwei Monaten im Koma gelegen hat. Als sie nach ihrem Mann und ihrem Kind fragt, reagiert der Arzt komisch und meint sie wäre noch nicht ganz Genesen, da sie sich einbildet, sie hätte ein Kind.


    Doch Sybille weiß ganz genau, dass sie einen Sohn namens Lukas hat. Ihr gelingt die Flucht aus dem Krankenzimmer. Auf der Straße eilt
    ihr eine ältere Frau, Rosie, zur Hilfe und bringt sie nach Hause. Als ihr Mann die Tür öffnet, ist er überrascht, denn Sybille weiß zwar alles, ist aber nicht seine Frau, die seit Monaten spurlos verschwunden ist.


    Sofort schaltet er die Polizei ein und lässt die vermeintliche Sybille verhaften. Jedoch kann sie der Polizei entkommen und flüchtet sich zu
    Rosie. Diese will ihr helfen, ihr Kind zu finden. Während Sybille ihrem Leben hinterher jagt, lernt sie Christian kennen, der ihr genauso helfen will. Nur weiß er mit Sicherheit, dass Sybille kein Kind hat. Für Sybille beginnt ein Martyrium, da sie nicht mehr weiß wer Freund oder Feind ist.


    Meine Meinung:


    Von Beginn an, fiebert man mit Sybille mit. Der Autor schafft es einen so in den Bann zu ziehen, dass man gar nicht mehr zu lesen aufhören möchte. Es ergeben sich in der Geschichte immer wieder mal Wendungen, die dazu beitragen, dass das Buch noch spannender wird. Man weiß zwar, dass mit Sybille etwas geschehen ist, aber man tappt im Dunkeln. Ich habe versucht, mir vorzustellen, was ihr passiert sein könnte und warum man sie verleugnet. Als ich mir dann eine mögliche Lösung zurecht gelegt hatte, passierte wieder etwas was meine Theorie über den Haufen geworfen hat.


    Es wurde einfach nicht langweilig und die Auflösung wurde auch nicht zu früh ans Licht gezerrt.


    Bei den Personen die um Sybille herumwuselten, wusste man nicht mehr wer Freund und wer Feind ist. Es ist eine Kunst den Leser so im Dunkeln zu lassen und Arno Strobel beherrscht diese Kunst wirklich gut. Ein echt gutes Verwirrspiel, das zum Weiterlesen anregt und man verschlingt die Seiten. Unbedingt muss man wissen, was mit Sybille geschehen ist. Am Schluss wird man mit einer schlüssigen Antwort zufriedengestellt und ich hab mit einem guten Lesegefühl, das Buch zu Seite gelegt.


    Man kann sich in die Geschichte auch gut hinein versetzen, und es muss schrecklich sein, wenn niemand dir glaubt und wenn man nicht weiß, welche Erinnerungen stimmen. Dieses Gefühl der Hilflosigkeit hat der Autor gut verarbeitet.


    Ich habe das Buch einfach spannend gefunden und durch die überraschenden Wendungen, wusste man echt nicht mehr wer Freund oder Feind ist. Einfach spannend und gut geschrieben, da es von der ersten Seite fesselt und keine Längen aufweist.


    Wer einen guten Thriller lesen möchte, der ist sicherlich mit dem Buch gut bedient!

    Inhalt:


    Emma ist Biochemikerin und sucht in Mexiko nach neuen Pflanzen. Nebenbei soll sie aber auch noch Schmuggler auskundschaften, die Drogen nach Amerika bringen. Emma gerät dabei in die Fänge eines Drogenkartells. Auf dem Anwesen trifft sie auf Oz, der Drogen schmuggeln soll. Jedoch gibt es ein Problem. Die Pflanzen und die Arbeiter auf der Plantage sind mit einer unbekannten Krankheit infiziert, die Geschwüre auf der Haut verursacht. Einmal angesteckt, stirbt man innerhalb von wenigen Tagen. Da trifft es sich also gut, dass Emma Chemikerin ist, sie soll die Krankheit heilen und Oz soll das infizierte Marihuana nach Amerika bringen.


    Ein Militärangriff auf das Anwesen zwingt die Mitglieder des Kartells zu verschwinden. Emma und Oz werden kurzerhand mitgenommen und man
    bringt Emma zu einem Labor, um ein Gegenmittel für die Krankheit zu finden.


    Auf der Reise geht aber einiges schief und Emma muss sich zu kriminellen Handlungen hinreißen lassen, um ihr Leben zu schützen, vor allem aber auch, da Oz nun auch an der Krankheit leidet. Die Zeit drängt!


    Meine Meinung:


    Obwohl es sich um das dritte Buch einer Reihe handelt, kann man es als eigenständiges Buch lesen. Es ist nicht zwingend notwendig, die
    anderen zu kennen und bezüglich den Personen hat es bei mir keine Fragen aufgeworfen. Die Personen sind durch die Bank sehr blass und ihre Charaktere wirken auf mich uninteressant. Ob dies daran liegt, dass sich die Autorin mit dem Charakteraufbau schon ausführlicher in den Vorgängerbänden beschäftigt hat, kann ich nicht sagen, bin aber nicht so der Meinung, dass sie dies getan hätte. Es bleiben nämlich die Personen, die neu im dritten Band dazukommen, sehr blass und wirken sehr monoton.


    Blasse Charaktere verleiten auch nicht gerade dazu, ein Buch interessanter zu machen, kann aber durch die Handlung wieder wettgemacht werden. Doch leider ist die Handlung für mich auch Käse.


    Die Autorin setzt auf zuviel Effekthascherei und baut eine actionreiche Szene nach der anderen ein. Damit bringt sie mich fast zur
    Verzweiflung. Ich kauf ihr die einzelnen Handlungen nämlich nicht ab. Die Autorin schafft es für mich nicht eine Spannung aufzubauen und manches ist mir zu sehr an den Haaren herbeigezogen. Für mich wurstelt sich Emma von einer stumpfsinnigen Situation in die nächste. Mir ist es eher so vorgekommen, als wäre der Autorin immer nur stückweise etwas eingefallen und hat dies dann aneinandergereiht. Für mich wirkte das Buch auch künstlich in die Länge gezogen. Hätte es wenigstens etwas Spannung gehabt, so hätte man über so manchen Einfall hinwegsehen können, aber es blieb für mich einfach nur platt und unausgereift und dies leider schon von Beginn an. Anfangs hatte man noch den Wunsch sich einzulassen und hat sich auf die Geschichte gefreut, aber zu schnell wurde klar, dass die Autorin an ihrer eigenen Geschichte scheitern wird.


    Für mich wird es keine weitere Begegnung mit Emma geben, dafür habe ich schon viel bessere actionreiche Thriller gelesen. Bei denen stimmen die Handlung, die Spannung und die Charaktere. Bei Emmas Angst gibt es von allem nur ein bisschen. Ein Buch, dass man schon nach einem Tag wieder vergisst!

    Inhalt:


    Der Amerikaner und ehemalige Profiboxer Kelly Courter verbringt sein Leben in der mexikanisch-amerikanischen Grenzstadt Ciudad Juárez mehr schlecht als recht. Mit Esteban, dem Bruder seiner Freundin Paloma, vertickt er Drogen an amerikanische Touristen. Seine Zeit vertreibt er sich mit blutigen Boxkämpfen und dem einen oder andern Joint. Doch plötzlich flammt seine Liebe zum professionellen Boxkampf wieder auf und er beginnt hart zu trainieren, um es wieder in die Liga zu schaffen. Leider wird Kelly abgewiesen und er greift aus Frust zu härteren Drogen. Als er wieder clean ist, wird er mit Palomas grausamen Tod konfrontiert und die mexikanische Polizei hält ihn für den Täter.



    Meine Meinung:


    Schonungs- und erbarmungslos sind zwei Wörter, die dieses Buch am besten beschreiben. Mitten im mexikanischen Drogensumpf zählt ein Leben
    wenig und diese Geschichte veranschaulicht das harte, trostlose Leben dort ungemein anschaulich. Es zieht einen während dem Lesen eine Gänsehaut auf und es spielt mit den Gefühlen des Lesers.


    Von der Armut, Hoffnungslosigkeit und Gewalt ist man wie überrollt und man kann fast nicht mehr die Augen von dem Buch lassen. Die Sprache und der Stil spiegeln den abgrundtiefen Sumpf wieder, es wird nichts beschönigt. Wer sich von einer knallharten Sprache und abstoßenden Handlungen nicht verschrecken lässt, erhält einen tiefen Einblick in die menschliche Seele, die man im Grunde nicht mehr als menschlich bezeichnen kann und dennoch erleben viele Menschen ebendies.


    Die Geschichte baut nämlich auf einer wahren Begebenheit auf und zwar auf das Verschwinden von zig Frauen in Juárez. Die Dunkelziffer liegt bei 5000 verschwunden Frauen. 400 davon konnte man nur tot finden. Der Autor schafft es eine plausible Erklärung zu finden und dem Buch ein würdiges Ende zu bereiten.


    Das Buch lässt sicherlich keinen kalt und regt während und nach dem Lesen zum Nachdenken an. Mich hat es einfach gefesselt und die Charaktere sind nicht nur gut oder nur böse. Es gibt auch nicht den ultimativen Alleskönner, dessen Intelligenz bis zum Himmel reicht und dessen Schönheit unbeschreiblich ist. Solche Buchcharaktere sind mir meistens ein Dorn im Auge. Doch bei Sam Hawken, dürfen sie mit allen Stärken und Schwächen lebendig sein. Ich hoffe, dass man Herrn Hawken die Gelegenheit gibt, weitere Bücher auf den Markt zu bringen. Schonungs- und erbarmungslos zieht er den Leser in eine Welt, die einen nicht mehr so schnell los lässt.


    Das Buch baut sich langsam auf und gibt den Protagonisten den Freiraum, den sie benötigen, um authentisch zu wirken. Mit Spannung liest
    man sich von Kapitel zu Kapitel und man fühlt sich, als wäre man ein Teil der Geschichte. Ich kann das Buch empfehlen, da es nicht die heile Welt widerspiegelt und weil es unter die Haut geht. Dieses Buch lässt keinen kalt!

    Inhalt:


    Michael und Julian wachsen in einem Waisenhaus auf. Beide werden von älteren Kindern drangsaliert, nur Michael kann sich besser durchsetzen als Julian. Als Julian wieder einmal gedemütigt und geschlagen wird, tickt er aus und ersticht einen Jungen. Michael nimmt die Schuld auf sich und verschwindet aus dem Waisenhaus nach New York, wo er sein Leben auf der Straße fristet, bis er auf Otto trifft, der ihm lernt wie man Gewalt einsetzt um zu überleben und ganz nach oben zu kommen. Er behandelt ihn wie einen eigenen Sohn. Julian hingegen wird von einer reichen Senatorsgattin Abigail Vane adoptiert und kann sein Leben in Luxus verbringen. Doch die Geschehnisse von früher plagen ihn.


    Als sich Michael verliebt und mit seiner Freundin ein Baby erwartet, steigt er aus dem „Geschäft“ aus und will seine Vergangenheit hinter sich lassen. Otto ist zu dem Zeitpunkt schwer krank und sein letzter Wille ist es zu sterben. Sein leiblicher Sohn erhält ihm aber am Leben und so erfüllt Michael auf Ottos Verlangen seinen Wunsch. Dies zieht aber den Zorn der Organisation auf ihn und er verschwindet mit seiner Freundin aus der Stadt.


    Doch seine Verfolger drohen damit seinem Bruder etwas anzutun. So sucht Michael Julian auf dem Anwesen des Senators auf und findet ihn vollkommen verstört vor. Und plötzlich wird eine Leiche entdeckt. Was hat Julian damit zu tun? Michael versucht alles um der Wahrheit auf die Spur zu kommen.


    Meine Meinung:


    Action pur, kann ich da nur sagen. Das Buch ist wie ein spannender Kinofilm und weiß schon von Anfang an zu überzeugen. Das Kopfkino schaltet sich schon von der ersten Sekunde an und man kommt schwer los. Es hat mich einfach gefesselt. Es liegt an dem Erzählstil der flüssig und packend ist sowie an der unbeschönigten Sprache, die das Buch lebendig macht. Die Story ist schlüssig erzählt und kann immer wieder mit einer neuen Wendung aufwarten. Besonders zum Schluss wird man nochmals überrascht. Die Lösung habe ich mir eigentlich anders vorgestellt und hab sie auch in dieser Form noch nicht gelesen oder im Film gesehen. Der Autor schafft es einfach, dass man immer noch eine Seite mehr lesen möchte, als geplant war. Man möchte einfach diesen Sumpf aus Lügen und hinterhältigen Machenschaften durchschauen. Wie hängt das einen mit dem anderen zusammen? Was verbirgt sich dahinter? Lauter Fragen sind mir durch den Kopf gegeistert sind und zum Schluss habe ich auf alle Fragen auch meine Antworten erhalten und nichts blieb im Dunkeln zurück.


    Wer Action und einen rasanten Plot mag, der wird mit dem Buch sicherlich seine Freude haben. Ich hatte sie auf jeden Fall!


    Trotz der ganzen Action wird die Geschichte nicht platt dargestellt und die Figuren dürfen auch ihren Charakter präsentieren. Keiner ist nur gut oder nur böse und das braucht ein Buch auch um Bestehen zu können. Auch wenn viel Gewalt in dem Buch vorkommt, so werden auf Gefühle nicht verzichtet.


    Man ist von dem Buch überrascht, mitgerissen und gut unterhalten. Für mich fühlt es sich so an, als hätte ich einen Actionfilm gesehen.

    Inhalt:


    Judith ist Mitte Dreißig, Single und besitzt ihr eigenes Lampengeschäft. In einem Supermarkt tritt ihr im Gedränge ein gutaussehender Mann auf den Fuß. Wenig später trifft sie wieder auf ihn, er macht ihr Komplimente und lädt sie zu einem Kaffee ein. Erst ist sich Judith nicht so sicher, was sie von ihm halten soll, doch die Aufmerksamkeit tut ihr gut und so lässt sie sich auf eine Beziehung mit ihm ein. Ihre Freunde und Familie sind hellauf begeistert von Hannes und seiner zuvorkommenden, aufmerksamen Art. Nur Judith fühlt sich von ihm eingeengt und kann mit seinen ständigen Liebesbekundungen nichts mehr anfangen. Hannes erdrückt sie emotional und Judith zieht einen Schlussstrich. Doch Hannes will sie nicht kampflos aufgeben, immerhin ist sie ja die Liebe seines Lebens.


    Ihre Familie und auch ihre Freunde können nicht verstehen, wie sie so einen tollen Mann in den Wind schießen kann. Doch Judith merkt schnell, dass er nicht so toll ist, wie er vorgibt und sie fühlt sich von ihm verfolgt. Ständig muss sie an ihn denken, obwohl sie das Ganze nicht will. Selbst in ihren Träumen verfolgt er sie. Es macht Judith im wahrsten Sinne des Wortes krank und nur Hannes kann helfen.



    Meine Meinung:


    Ich fand das Buch echt gut. Der unterschwellige Humor hat mich ab und zu zum Schmunzeln gebracht und hat der Geschichte eine gewisse Auflockerung verschafft. Der Autor schafft es die Stimmung gut rüber zu bringen und ich habe mit Judith echt mitgelitten. Man kann sich gut in sie einfühlen und ich finde es mehr als verständlich, wie sie sich von Hannes erdrückt gefühlt hat.


    Schematisch schleimt sich Hannes bei jedem ein und ich hätte schreien mögen, weil die anderen so verblendet waren. Als es zur Trennung
    kommt, versuchen sie Judith zu überreden es sich doch noch anders zu überlegen. Sie kreiden es ihr an, dass sie sich von so einem tollen Mann getrennt hat. Gerade Familie oder Freunde sollten zu der betreffenden Person halten. Schließlich ist es ja ihr Leben und wenn sie nicht mehr will, dann will sie nicht mehr. Die Versuche Judith zu bekehren sind mir sauer aufgestoßen und ich konnte mit Judith echt mitfühlen und gleichzeitig habe ich eine Abneigung gegen Hannes entwickelt. Das Buch hat mich emotional mitgerissen und so soll es beim Lesen auch sein.


    Der Abschnitt in dem Judith krank wird, hätte eventuell ein bisschen kürzer sein dürfen, war aber wieder mit Humor gespickt und wirkte daher nicht langweilig.


    Besonders der Schluss war gut eingefädelt und hat dem Buch einen krönenden Abschluss beschert.


    Ich glaube fast jede Frau musste schon mal einem unliebsamen Bewerber eine Abfuhr erteilen und man kann sehr schön aus dieser Geschichte
    sehen, wo es hinführen kann, wenn es einer nicht kapiert. Deshalb wird man von der Geschichte sofort angesprochen und man ist mittendrin, statt nur dabei. Von mir bekommt das Buch jedenfalls eine Empfehlung!