Die Ergebnisse der Leserlieblinge-Wahl im BücherTreff

Beiträge von Amethyst

    Begeistert bin ich hingegen von diesem Buch, Eingebettet in einen kniffligen Mordfall und umgeben von einem ausgefallenen Magie-System wird hier unserer Gesellschaft durch vertauschte Geschlechterrollen und -klischees der Spiegel vorgehalten. Lediglich das Lektorat (von einem Mann, natürlich) hätte sorgfältiger sein können.

    Ich bin ja ein ganz großer Fan von Tanya Huff, aber mit diesem Buch werde ich nicht so recht warm. Auf den ersten ca. 70 Seiten geht es um eine Großfamilie, die ihren Mitgliedern kaum Bewegungsfreiheit gibt, sich in alles einmischt und in der Heiraten und Promiskuität unter nahen Verwandten normal sind. Man wird mitten in das Geschehen (ein Familienfest) hineingeworfen und kann zusehen, wie man sich das alles selber zusammenreimt. Auch wirkt die Erzählweise arg zusammenhangslos (Beispiel: die Prota liegt im Bett und philosophiert über die Personen, mit denen sie darin geschlafen hat und im nächsten Satz sieht sie von der Dusche aus zu, wie ein Hund aus der Kloschüssel trinkt). Erst als die Prota ihre Familie widerwillig verlässt, um sich um eine Angelegenheit in einer Großstadt zu kümmern, blitzt in manchen Szenen der für Huff so typische Humor auf. Dennoch habe ich bislang das Gefühl, bis zum Bauchnabel in zähflüssigem Schlamm zu stecken und nicht voranzukommen. Ein paar Seiten gebe ich ihm noch.

    Muss auch noch ein paar Bücher nachtragen, die ich alle angefangen, aber noch nicht beendet habe.


    "Das Hotel zum Schwarzen Prinzen" wollte ich schon im Februar lesen, bin aber nicht über die ersten beiden Kurzgeschichten hinausgekommen. Diesen Monat habe ich immerhin vier weitere geschafft.


    Liste nach liesma:

    Bin zwar noch nicht ganz durch, weil die Geschichte ein wenig gruselig ist, aber ich trage es schon mal ein. Mein Titelbild ist anders als das angezeigte, aber auch da ist eine Tür drauf zu sehen.


    Liste nach Gaymax

    Vorne auf den Century-Büchern ist etwas zu sehen, was ich zuerst für eine Tür hielt. Es handelt sich dabei jedoch um den Verschluss einer Holzkarte, die man aufklappen kann. Auch eine Art Eingang oder Zugang.

    Die Geschichte fand ich auch spannend: vier Jugendliche, die alle etwas gemeinsam haben, müssen bei einer Art Schnitzeljagd durch halb Rom Hinweise finden und ein Rätsel lösen. Sie scheinen alle besondere Fähigkeiten zu haben, die wohl nach und nach in den Folgebänden enthüllt werden. (Eine hat sich hier schon gezeigt)


    Liste nach ManuH

    Ich kann zwei weitere Bücher eintragen.


    "The Anybodies" von N. E. Bode (8)) ist ein unterhaltsames Kinderbuch, in dem nichts schlimmes passiert, obwohl es einen "Bösewicht" gibt. Am Schluss sind alle fast wieder gut Freund, doch ich nehme an, die endgültige Aussöhnung folgt im nächsten Band. Hier jedenfalls werden massenweise andere tolle Kinderbücher erwähnt, (Peter Hase, Alice im Wunderland, James und der Riesenpfirsich, usw.) und einige der Figuren darin haben sogar einen Auftritt, denn Fern, die Hauptperson von "The Anybodies", kann Dinge aus Büchern schütteln oder aus Gemälden herausholen.

    "Das dunkle Spiel" ist der dritte Band einer Reihe um den Nervenarzt Dr. Heydinger, der in Wien zum Fin de Siècle spielt. Man kann ihn jedoch auch ohne Vorkenntnisse lesen, die Zusammenhänge erschließen sich aus dem Geschehen. Das Buch ist akribisch recherchiert und genauso akribisch folgt es dem Lebenslauf von Gustav Mahler, der in die antisemitischen Intrigen eines fiktiven Geheimsbundes verwickelt wird. Mich interessierten aber weder die musikalischen noch die politischen Ereignisse und so langweilte ich mich rasch. So sehr, dass ich die letzten 10 Seiten über zwei Wochen verteilt gelesen habe und nur mit Widerwillen an das Buch heranging. Nach 200 Seiten kapierte ich es endlich und brach ab.


    Inhalt:

    Die düsteren Intrigen der Geheimloge "Die schwarze Hand" schildert C. C. Mahrendorff im Gewand eines breit angelegten, psychologisch raffiniert verdichteten Kriminalromans. Der antisemitischen Verschwörung ist Gustav Mahler, der Direktor der Wiener Hofoper, ein besonderer Dorn im Auge. Es gelingt ihr, den ebenso gefeierten wie umstrittenen Komponisten ins amerikanische Exil zu vertreiben. Doch die mysteriöse Organisation verfolgt noch ein ganz anderes Ziel, wie der Wiener Nervenarzt Dr. Leonhard Heydinger, der Mahlers Aufstieg und Fall aus nächster Nähe miterlebt, herausfindet: Sie will nicht nur jeglichen jüdischen Einfluss auf das kulturelle Leben in Wien ausmerzen - sie scheint die Politik des Hauses Habsburg im Visier zu haben. In der aufgeheizten Atmosphäre politischer und musikalischer Leidenschaften erlebt Heydinger eine bittersüße Liebesgeschichte mit der schönen Lena von Rother. Die Sopranistin ist Mahler nach New York vorausgefahren - so dass auch der Arzt sich auf den Weg über den großen Teil macht. Doch die Ereignisse in Wien ziehen schließlich nicht nur Gustav Mahler in einen zuletzt tödlichen Strudel - sie wirken wie ein Fanal des Untergangs ...

    Hier sind zwar gleich drei oder vier Eingänge (zu Opernlogen) zu sehen, doch die politischen Intrigen und das akribisch nachgezeichnete Leben Gustav Mahlers langweilten mich so sehr, dass ich nach 200 Seiten das Handtuch warf.

    Liste nach LaRelieuse


    Den dritten und letzten Band der Reihe um den Nervenarzt Dr. Heydinger habe ich nach 200 Seiten abgebrochen, weil ich mich weder für die Musik noch für den Lebenslauf Gustav Mahlers interessierte und die darin hinein gesponnenen politischen Intrigen und Verschwörungen langweilten mich. Doch - Hurra! - damit ist die Reihe vom SUB.

    Es ist nicht so, dass ich diesen Monat keine Auswahl hätte, aber ich fange die Bücher alle nur an und langweile mich dann, so dass ich sie nicht fertig lese. Dieses hier habe jetzt endlich beendet. Für ein Jugendbuch fand ich es reichlich brutal (da werden Menschen buchstäblich zerrissen, Blut und Gedärm spritzt), auch dauerte es mir zu lange, bis die Protas endlich zum Endkampf antraten. Zuvor hatten sie mehrere Anläufe genommen, die alle scheiterten. Für sowas reicht meine Geduld gerade nicht. Ansonsten hatte die Geschichte einige frische Elemente und auch die Protas an sich fand ich authentisch und gut ausgearbeitet.


    Liste nach Gonozal

    So, die nächste Reihe, ein Krimiserie, die im viktorianischen England spielt, habe ich mit dem dritten Band abgebrochen, weil sie mir zu oberflächlich war und der Kriminalfall inmitten all der Liebesklüngel ins Hintertreffen geriet. Auch störte mich, dass die aus den USA stammende Prota als den viktorianischen Engländer*innen als in jeder Hinsicht überlegen dargestellt wurde, und das, obwohl sie eher naiv rüber kam.

    So, hier nun das richtige Cover. Auch hier ist eine Tür oder ein Durchgang zu sehen.

    Liste nach Affenkaelte

    Gestern ein Sherlock Holmes Pastiche beendet. Den Titel fand ich ziemlich reißerisch, aber inhaltlich konnte es mich überzeugen. Die Auflösung war tatsächlich überraschend. Zwar hatte ich mir ein paar Dinge zusammengereimt (hauptsächlich bezüglich der Ereignisse im Starnberger See), aber anderes erstaunte mich dann doch. Nur die Sache mit der verrückten Frau störte mich immens. Das war in meinen Augen ein billiger Kniff. Ansonsten gute Unterhaltung.


    Liste nach deBookWurm:

    Das hier hingegen werde ich zu Ende lesen. Eine junge Lehrerin, die während des Zweiten Weltkriegs an einer Dorfschule in Ostpreußen lehrt, schreibt Briefe an ihre Familie in Köln. Vom Krieg direkt unberührt, verlebt sie ruhige Tage, schließt Freundschaften und genießt die Natur. Aus ihren Kommentaren zum politischen Geschehen, aus ihren Begegnungen mit Soldaten und den daheimgebliebenen Frauen und Kinder, bekommt man mit, dass Krieg ist, und natürlich weiß man als Leserin, dass der für Ostpreußen nicht gut ausgehen wird.

    Auch diese Buch erfüllt mich immer mehr mit Widerwillen. Anfangs fand ich es ganz interessant, auch der Schreibstil war ansprechend, aber der misantrophische, missgelaunte und an den Rollstuhl gefesselte Gutsherr, der nicht einmal in der Retrospektive merkt, was für ein schlechter Mensch er ist, macht es mir nicht leicht. Es spricht ja eigentlich für das Können des Autors, so eine Figur zu erschaffen, dennoch macht mir die Lektüre keine Freude. Und wenn dann gar noch auf dem Klappentext steht, es handle sich teils um eine "Sozialkomödie" ... :roll: Nicht mein Humor.

    Vier weitere lese ich noch, bei zweien oder dreien bin ich fast schon geneigt, sie abzubrechen.


    "Babettes Fest" von Tania Blixen hat mir ungemein gut gefallen, aber in "Die unsterbliche Geschichte" erzählt sie so umständlich und dröge, dass ich mittendrin steckengeblieben bin. Ich unternehme noch einen Versuch, wenn es dann nichts ist, breche ich ab.

    Das hier ist eines meiner Highlights, das beste Buch im Februar. Eine ungewöhnliche Fantasy-Geschichte über ein Waisenmädchen, das als Junge verkleidet das Andervolk in Schach hält und von einem sterbenden Gutsherren angestellt wird. Auf dem Gut kommt sie hinter allerlei Geheimnisse. Das ganze ist zwar in einer nüchternen Sprache geschrieben, denn das Mädchen bemüht sich, alles möglichst neutral niederzuschreiben, übt aber gerade deshalb einen besonderen Zauber aus.

    Ich weiß, ich bin spät dran, aber ich habe noch ein paar Februar-Bücher nachzutragen.


    Zum Beispiel dieses hier. Das habe ich abgebrochen, weil mich der olle Goethe und sein dämliches Getue genervt hat. "Hach, ich finde diese Frau so bezaubernd, dass ich sie umwerbe und umschmeichle und ihr ein Ginkgo-Blatt schenke und ihre Gedichte als meine ausgebe, aber jetzt, da sie sich in mich verliebt hat, da will ich sie nicht mehr." :roll:


    Febraur-Liste nach sunny-girl