Wahl der besten Bücher im BücherTreff

Beiträge von Amethyst

    73. Ein Buch eines Autors, den Du früher gern gelesen hast, heute aber nicht mehr


    Die Katzenkrimis von Rita Mae Brown fand ich anfangs wirklich bezaubernd und habe sie nur so verschlungen. Tiere, die sich miteinander unterhalten konnten und Verbrechen aufklärten, das hatte was. Doch irgendwann ging das, was den Charme der Bücher mal ausgemacht hatte, verloren: das Miteinander in der Kleinstadt, der Tratsch und die vielen Menschen, die man inzwischen lieb gewonnen hatte. Die die Katzen stritten sich ständig und fingen sogar an, sich regelrecht zu mobben, die Entwicklungen im Privatleben der menschlichen Hauptprotagonistin stellten mir die Nackenhaare auf, und auch die Atmosphäre aus den früheren Romanen war weg. Dazwischen hatte ich auch mal ein paar der anderen Romane von Rita Mae Brown gelesen, einige fand ich ganz passabel, andere einfach nur unerträglich (was hautpsächlich am Verhalten der Protas lag). Jetzt will ich nichts mehr von ihr lesen.

    Krimi mit übernatürlichem Anteil oder doch eher Cozy Urban Fantasy? :-k Jedenfalls machte es Spaß, das Buch zu lesen. Die Hautpfigur konzentriert sich auf die Aufklärung des Verbrechens und die Verhinderung weiterer Taten, die sich anbahnende Liebesgeschichte war eher so ein "der Verleger will eine Kussszene, na dann küssen die zwei sich halt mal kurz". Mir gefiel's.


    Liste nach Rincewind66

    70. Welches Buch hat dir im Februar am wenigsten gefallen?

    Im Februar habe ich drei Bücher abgebrochen, weil sie mir nicht gefallen haben.

    Bei "Charmed to Death" von Shirley Damsgaard fand ich die Ich-Erzählerin bereits nach 20 Seiten unerträglich, weil sie ihre unorthodoxe Großmutter behandelte wie ein Kleinkind, ständig jammerte, wie grauenhaft es doch sei, dass sie jetzt hexen kann, und Mister Kotzbrocken hinterherschmachtete. :puker:

    "Sherlock Holmes und die Katakomben von Paris" von Franziska Franke langweilte mich genauso wie die beiden Vorgänger. Der Sherlock hier hatte keinerlei Ähnlichkeit mit dem echten Holmes, der Erzähler war unterirdisch dumm, und die Geschichte kam nicht voran.


    Am schlimmsten fand ich aber "The Unusual Suspekts" von Michael Buckley. Obwohl ich den ersten Band der Reihe um die Schwestern Grimm mochte, ertrug ich den zweiten Teil nicht länger als 150 Seiten. Die Hauptfigur, eine durch den Verlust der Eltern und eine Odysee durch etliche Pflegefamilien traumatisierte und eher introvertierte Gestalt, wird zum einen in der Schule von Lehrern und Mitschülern gemobbt, und zum anderen vom "Adoptivbruder" (Puck aus dem Sommernachtstraum) auf übelste Weise gequält und gepiesakt, ohne dass die Großmutter einschreitet. Stattdessen wird das unmögliche Verhalten des Jungen als "lustig" angesehen, während man das Opfer seiner Streiche als humorlose Spaßbremse darstellt und ihre Verärgerung belächelt. :thumbdown: Unterste Schublade.

    Beendet habe ich auch ein Buch, nämlich den ersten Band (*hüstel* :pale:) einer Urban Fantasy Krimireihe, in der eine Hexe in San Francisco in übernatürliche Fälle verwickelt wird. Aufgrund der rosaroten Gestalt auf dem Cover hatte ich schon befürchtet, eine schmalzige Liebesgeschichte vorgesetzt zu bekommen, bei der der Kriminalfall nur schmückendes Beiwerk ist. Statt dessen konzentrierte sich die Handlung tatsächlich auf das Dasein der Hauptperson als Hexe sowie ihre Ermittlungen im Bereich des Übernatürlichen. Die Figuren und auch deren Lebensumstände waren sympathisch und glaubwürdig (wenngleich mir Lily Ivory viel zu langmütig mit den üblen oder nervenden Figuren ist), und obwohl ich einiges erraten habe, fand ich den Fall doch recht spannend und interessant. Und mal ehrlich: wer kann einem Goblin- (oder ist er nun doch ein Gargoyle?)-Familiar widerstehen, der sich zur Tarnung in ein Minipig verwandelt :love: Ich freue mich schon auf die nächsten Bände.

    Im Moment lese ich den zweiten Band einer wundervollen Krimi-Reihe um die Krimischriftstellerin und Bühnenautorin Josephine Tey. Es sind unaufgeregte Krimis in einer gehobenen Sprache, die das Flair der beginnenden 30er Jahre und die Beziehungen zwischen den Personen perfekt wiedergeben.

    :huhu: an die Teilnehmer der Challenge.


    Sorry, dass ich mich gerade schon so trefflich aufgeregt habe, aber da hat´s mir echt den Vogel rausgehauen.

    Eigentlich wollte ich fragen, ob ich noch quer einsteigen und ab März mitlesen darf. Ich würde Selfies von meiner Wunschliste wählen - voraussichtlich als Hörbuch.

    Mir ging das mit dem Aufregen gerade auch so. So ein hanebüchener Dreck :wuetend:


    Ja, natürlich kannst du noch einsteigen. Wir freuen uns über jeden Beitrag, denn nur so können unsere Wunschliste und unser SUB wachsen. :D Man erhält hier so viele tolle Anregungen oder merkt, dass ein Buch doch nichts für einen ist, darum ein herzliches Willkommen in unserer fröhlichen Runde.

    "Und Katzen sprechen doch" von Roman Berger lese ich nur noch quer, bis ich zu interessanten Stellen komme, denn im Grunde sagt mir der Autor nichts neues, verbreitet aber teilweise einen hanebüchenen Unsinn (Einzelhaltung, Fütterung mit eingeweichtem Brot #-o

    Das gibt´s doch nicht, spinnt der?????? Einzelhaltung und eingeweichtes Brot???? Verwechselt der Katzenhaltung mit Alcatraz? Wahrscheinlich spricht er mit den Geistern seiner toten (soll heißen: ermordeten) Katzen. :thumbdown::wuetend:

    Das wurde noch schlimmer: er riet dazu, für eine rollige Katze einen Kater zu suchen ](*,)](*,)](*,) oder sie einzusperren, bis die Rolligkeit vorüber wäre. :roll:


    Mich wundert, dass ihm seine vielen einzeln gehaltenen Kater, mit denen doch angeblich täglich lange Gespräche führte, nicht sagte, was er falsch macht. Obwohl er nicht müde wird, das mehrfach pro Seite zu betonen, konnte keine Beispiele für echte Gespräche geben. Er zitiert in einem Kapitel lediglich einen Dialog, den er in einem anderen Buch gefunden hat. Auch seine eigenen Beiträge zu Lautäußerung und Körpersprache findet man genau so in jedem guten Buch über Katzenhaltung (zu dem ich dieses hier gewiss nicht zähle). Insgesamt nichts neues, dafür jede Menge falsche Informationen, bei denen mir die Haare zu Berge stehen.

    Das Buch erschien 1998 in 9. Auflage, ich vermute also , dass es etliche Jahre früher entstanden ist, als man sich mit Katzenhaltung noch nicht so gut auskannte wie heute. Dennoch. Ich möchte nicht, dass so etwas in die Hände unerfahrener Katzenhalter gerät. Deshalb ist es ins Altpapier gewandert.

    Ich habe im Moment nichts Neues zu vermelden. Habe gestern zwei Bücher von Nina Blazon rausgekramt - Schattenauge und Die Sturmrufer - und konnte mit beiden nichts anfangen *seufz* Na, ja, schafft Platz im Regal und ich habe noch ein paar Kandidaten im Auge :wink:


    Das stimmt mich nicht gerade freudig, denn die beiden Bücher stehen bei mir auch noch ungelesen rum. :-?


    Mich kann aber gerade auch nichts so richtig begeistern. Zwei Bücher habe ich deshalb schon abgebrochen, bei den anderen kämpfe ich noch.

    • "Slayed" von Amanda Marrone - abgebrochen, weil mit das viel zu viel Teenager-Romance und Pubertät und zickige Mädchen war. Gibt's eigentlich auch noch Mädchen in Urban Fantasy Romanen, die sich normal verhalten? :roll: Die sich nicht gleich in den erstbesten Typen verlieben, der ihnen über den Weg läuft?
    • In "Schattenlichter" von Theodore Roszak führte der Autor sehr langschweifig zwei ganze Kapitel lang aus, warum er gerne Kinofilme anschaut, wie er zum Filme gucken kam, welche Filme er gesehen hat und welche Schauspielerinnen er weshalb sexy findet. Da die sexuellen Fantasien und Erlebnisse auch bei jeder (!) Stichprobe weiter hinten im Buch vorkamen, brach ich ab.
    • Bei "Unearthly History" von P.R. Mordedun) hält mich nur der zweite Handlungsstrang bei Stange, in dem in mehreren übernatürlichen Mordfällen ermittelt wird. Der erste Handlungsstrang ist dafür 08/15 Fantasy-Kost einschlließlich Gandalf/Dumbledore und Zwergen. In diesem Strang stört mich neben der langweiligen und vorhersehbaren Handlung vor allem die extreme Schwarz-Weiß-Malerei. Man kann von Geburt an entweder nur total gut oder total böse sein.
    • "Und Katzen sprechen doch" von Roman Berger lese ich nur noch quer, bis ich zu interessanten Stellen komme, denn im Grunde sagt mir der Autor nichts neues, verbreitet aber teilweise einen hanebüchenen Unsinn (Einzelhaltung, Fütterung mit eingeweichtem Brot #-o). Ansonsten erwähnt der Autor gefühlt fünf Mal pro Seite, dass es möglich ist, mit seiner Katze zu sprechen. :roll: Ein ganz heißer Kandidat für einen Abbruch.
    • "Satyrtag" von Steven Bauer. Steht seit 1995 auf dem SUB. Mir kommt der Anfang so bekannt vor, ich habe es also mal angefangen und dann nicht weitergelesen. Vermutlich, weil ich mit der physikalischen Unmöglichkeit nicht klar kam. Ein Uhu stiehlt den Mond vom Himmel und deshalb geht die Sonne nicht mehr auf. :roll:
    • Von "S. The Ship of Theseus" bin ich hingegen nach wie vor fasziniert. Es ist ein seltsames Buch, das mich auf mehreren Ebenen anspricht.

    Im Februar habe ich einige Bücher abgebrochen, weil ich merkte, dass sie mich nicht fesseln konnten. Die Begründung liefere ich mit.


    Sidney Chambers and the Perils of the Night - James Runcie :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    Der zweite Band einer Krimi-Reihe, in der ein Pfarrer ermittelt, und der sich wie schon der erste Band aus mehreren Kurzgeschichten zusammensetzt. Das Privatleben des Pfarrers bildet den roten Faden. Es geht in den Fällen nicht immer um Mord, auch Diebstahl oder Brandstiftung spielen eine Rolle, was ich sehr erfrischend fand. Dazu kommen ein Flair wie aus den alten Miss Marple Filmen und ein schöner, gehobener Schreibstil.


    Der Orkfresser - Christian von Aster :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:

    Nachdem ich auf einigen Lesungen schon mehrere Auszüge aus dem Buch gehört hatte, war ich skeptisch, ob es mir überhaupt gefallen würde. Die Themen erschienen mir zu modern und wenig fantastisch. Waren sie auch, aber ich mochte das Buch trotzdem, denn Christian gibt der Story mehrfach eine Wendung, mit der ich in keinem der Fälle gerechnet hatte. So wusste ich bis zum Schluß nicht, wohin die Reise geht, fand dafür etliche schöne Gedanken und natürlich einiges zum Schmunzeln.


    Equal Rites - Terry Pratchett :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    Ein Re-read, von dem ich mir nicht viel erwartete, denn als ich das Buch vor rund 20 Jahren zum ersten Mal las, mochte ich es nicht besonders. Beim erneuten lesen jedoch fand ich nicht nur Witz und Weisheit, sondern auch eine Handlung, die ich gerne las.


    Die dritte Stunde nach Mitternacht - Bodil Jorgensen :bewertung1von5::bewertung1von5: (abgebrochen)

    Aufgrund des Titelbildes hatte ich mit jugendlichen Protagonisten gerechnet, doch ich bekam einen Krimi für Kinder, der mich rasch langweilte, weil ich die Kinder nicht mochte.


    Mayhem at the Orient Express - Kylie Logan :thumbdown: (abgebrochen)

    Die Ich-Erzählerin und ihre beiden Nachbarinnen haben ständig Streit miteinander (wegen so weltbewegender Dinge wie einem Kater, der einer der dreien in den Garten pinkelt oder der Art der Musik, die eine der anderen hört :roll:) und werden vom Richter dazu verdonnert, einem Literaturclub beizutreten. Dann wird der Betreiber einer Fastfood-Bude ermordert, und die drei streiten sich, weil sie jetzt ihr Lieblingsessen nicht mehr bekommen. Ich hatte 58 Seiten lang das Bedürfnis, die drei Frauen zu prügeln, bis sie Vernunft annehmen, gab dann aber lieber die Lektüre auf.


    Charmed to Death - Shirley Damsgaard :thumbdown: (abgebrochen)

    Das hier brach ich bereits nach 20 Seiten ab, weil ich es nicht ertrug, dass die tumbe Ich-Erzählerin ihre lebenskluge und unangepasste Großmutter behandelte wie ein Kleinkind. Allein schon der Satz "was sollen die Leute denken" verursachte mir Würgereiz. Ich wäre stolz auf so eine Großmutter gewesen!


    Genesys - Charles Grant :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:

    Eine Gruppe Privatermittler untersucht den Tod eines Kollegen in einer unheimlichen Kleinstadt, wo seltsame Dinge vor sich gehen. Das war stellenweise so gruselig, dass ich es nur tagsüber lesen konnte. :loool: Der Autor versteht es, durch Andeutungen oder die Beschreibung der Umgebung eine unheimliche Stimmung zu schaffen, ohne auf Splattereffekte oder die detaillierte Darstellung von Blut und Gewalt zurückzugreifen.


    Der Fluch des grünen Skarabäus - Natasha Narayan :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    Für ein Jugendbuch mit historischem Hintergrund ganz in Ordnung, aber ich wurde mit den Handelnden nicht warm und fand auch die Story wenig originell.


    Sherlock Holmes und die Katakomben von Paris - Franziska Franke :bewertung1von5: :bewertung1von5: (abgebrochen)

    Warum quält man sich 200 Seiten lang durch den dritten Band einer Reihe, die einem überhaupt nicht gefällt? #-o Ich hatte gehofft, dass meine Abneigung nur darin begründet liegt, dass ich mit dem italienischen Setting der ersten beiden Bände nicht klar kam. Doch im dritten Band ging mir auf, dass es an den Protas lag. Der Holmes hier hat mit dem von Sir Arthur Conan Doyle geschaffenen Detektiv nur den Namen gemeinsam, von genialer Ermittlungsarbeit und Deduktion keine Spur. Die mangelende Intelligenz des Ich-Erzählers und sein unbeholfenes hinter Holmes Herstolpern taten ihr übriges.


    White Nights - Ann Cleeves :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:

    Die ruhige, fast schon behäbige Erzählweise passte zu der Lebensweise auf den Shetland Inseln. Die Autorin nahm sich viel Zeit, um ihre Figuren zu entwickeln und das Geflecht der Verbindungen und Beziehungen untereinander aufzuzeigen, aber auch den Kontrast zu den Menschen und dem Leben auf dem Festland.


    White Mare, Red Stallion - Diana L. Paxson :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb: (abgebrochen)

    Ein historischer Roman, der im Schottland zur Zeit der römischen Besatzung spielt. Leider ging es dabei hauptsächlich um Fortpflanzung und drohenden Krieg. Als die Protagonistin dann auch noch einen Mann nimmt, den sie bis dahin abgelehnt hatte, weil er zu einem verfeindeten Stamm gehörte, hatte ich keine Lust mehr und brach ab.


    Ottoline and the Yellow Cat / Ottoline Goes to School - Chris Riddell :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5: / :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5: :thumleft:

    Ich liebe die Zeichnungen von Chris Riddell, und hier unterstreichen sie eine bzw. zwei versponnene Geschichten um das Mädchen Ottoline und ihren Freund und Erzieher Mr. Munroe, einem norwegischen Sumpftroll. Sowohl Zeichnungen als auch die Geschichten sind mit viel Liebe ausgeführt, so dass man sich gerne einen Nachmittag lang in einem Kinderbuch verliert. :)


    Schwarze Tränen - Thomas Finn :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    Urban Fantasy aus Deutschland, in der Dr. Faust bzw. dessen Nachfahre eine Rolle spielen. Gefiel mir vor allem, weil so viele deutsche Sagen und mythologisches Hintergrundwissen darin verarbeitet wurden, aber auch die Handlung war - trotz ein paar Längen - spannend und originell.


    The Unusual Suspects - Michael Buckley :bewertung1von5::bewertung1von5: (abgebrochen)

    Band 2 der Sisters Grimm Reihe. Die Handlung blieb dieses Mal hinter den Streichen des boshaften Puck und dem quälenden Schulalltag zurück. Beides ertrug ich nicht und brach deshalb nach 150 Seiten ab.


    Rotkäppchen und der Hipster-Wolf :bewertung1von5: (abgebrochen)

    ChicLit mit Märchenfiguren. Uralte Hipster-Witze, die schon nicht lustig waren, als sie das erste Mal im Internet auftauchten. Dumme Prinzessinnen, die erst alle töten und dann befragen wollen. Einzig die bösen Hexen und Feen waren interessant, aber die konnten das Buch auch nicht mehr retten.

    60. Ein Buch, das du zur Zeit liest

    Vor kurzem begann ich den zweiten Band einer Krimi-Reihe, in der die Kriminalschriftstellerin Josephine Tey ermittelt. Der erste Band hat mir bereits sehr gefallen: sprachlich anspruchsvoll, mit gut ausgearbeiteten Figuren und einer realistischen Handlung, bei der am Schluss nicht ein Täter aus dem Hut gezaubert wurde. Der zweite Band fängt ebenfalls vielversprechend an, konfrontiert einen aber auch mit unangenehmen und schwierigen Themen (häusliche Gewalt, psychische Traumata). Sicher kein einfaches Buch, doch ich freue mich aufs Weiterlesen.

    Mein erstes Märzbuch trägt nur den Titel "S." und den Untertitel "The Ship of Theseus". Es fiel mir in die Hände, als ich für Greta, meine jüngste Katze, ein Papierbällchen aus dem Bücherregal holen musste, damit wir weiterspielen konnten. Das Buch steckt in einem Schuber, ich holte es neugierig heraus, sah einen Haufen handschriftlicher Notizen an den Seitenrändern sowie allerlei Zettel und Briefe und Karten, die zwischen den Seiten stecken, und fing an zu lesen. Nach vier Seiten war klar, dass ich jetzt nicht aufhören konnte, sondern dieses faszinierende Werk weiter studieren muss.

    Ein Buch, mit dem ich einfach nicht warm werde und das ich vermutlich abbreche, ist "Rotkäppchen und der Hipster-Wolf". Mir gefiel das Titelbild, und auch der Klappentext sprach mich an: Märchenfiguren, die mit moderner Technik umgehen und einen Kriminalfall lösen, das fand ich ganz reizvoll. Doch leider werden die Prinzessinnen als dumme Schnepfen dargestellt, bei denen sich alles nur um Beauty, Bloggen und Bilder knipsen dreht. Ihre Prinzen sind verschwunden, und sie wollen sie zurückhaben, aber nicht, weil sie die Jungs lieben (die sowieso lieber Bier saufend auf dem Sofa liegen und Computerspiele zocken), sondern weil es ihr Happy End stört. Man hätte aus dem Rahmen viel machen können, doch leider sind die Figuren nur klischeebehaftete Schablonen (lediglich die bösen Hexen und Feen haben Tiefe und Charakter), hinter denen die Handlung nicht mehr ins Gewicht fällt. Die flapsige Sprache und der erzwungene, ausgelutschte Humor (hautpsächlich Anti-Hipster-Sprüche) tun ihr übriges, um mir die Lektüre zu verleiden.

    So, noch schnell die letzten Bücher für den Monat eintragen.


    "Die weißen Schleier der Macht" von Kristine Kathryn Rusch ist ein solider Fantasy-Roman, der in einer interessanten Welt spielt. Die Handlung ist wenig originell, aber schön erzählt. Für meinen Geschmack ist der Männeranteil extrem hoch, aber es gibt ein, zwei starke Frauenfiguren und eine Gruppe / Rasse / Spezies (genaues weiß man nicht) magischer Geschöpfe, die sich um das Wohlbefinden des Landes kümmern.


    Liste nach Lavendel:

    Schade, dass ich von dieser Reihe nur zwei Bände habe. Es sind ganz bezaubernde Kinderbücher mit vielen fantastischen Illustrationen und einer witzigen Handlung. Gelesen habe ich sie eigentlich auch nur, weil ich den Platz im Regal dringend für ein anderes Buch brauchte, doch dann war ich ganz entzückt von Ottoline und Mr. Munroe.

    Wie akhet schon sagte: wir lesen jetzt Schwarze Tränen. Der Prolog war richtig spannend und auch vom Fantasy-Standpunkt aus interessant, mit dem Teil in der Gegenwart tat ich mir zu Beginn recht schwer. Das Buch entwickelt aber so langsam Potential. Mal sehen, wie es weitergeht.

    Liste nach sunny-girl

    46. Ein Kochbuch, das in deinem Haushalt recht häufig benutzt wird


    Eines meiner Lieblingskochbücher, in dem ich auch jetzt noch nach Rezepten suche, obwohl ich inzwischen vegan lebe. Aber hier sind halt auch viele liebgewonnene Gerichte drin. Die meisten Rezepte lassen sich übrigens ganz einfach veganisieren (Pflanzenmilch statt Kuhmilch, Margarine statt Butter) und auch Barbara Rütting selber gibt häufig Tipps, wie man ein Rezept variieren oder wie man es noch nutzen kann (allein eine Seite Vorschläge zum Thema Hefeteig). Zwischen den Rezepten finden sich immer wieder kleine Anekdoten aus dem Leben der Schauspielerin und Umweltaktivisitin.

    Super :mrgreen: Ich glaube ich werde "Der schwarze Dolch nehmen. Hat jetzt nicht allzu viele Seiten, sollte dann machbar sein. Zumal ich da auch Lust drauf hätte, denke ich :) Ist mir lieber als ne Schnulze :totlach: Aber mal schauen, wann ich damit anfange, erstmal werde ich jetzt den Boyle lesen.


    Wenn das Buch auf englisch "Nobody's Son" heißt, dann ist es eine gute Wahl. Mir gefiel es damals ausgesprochen gut, wie der Autor mit bekannten Elementen aus Märchen spielt, diese aber dann auf ganz eigene Weise verwendet.


    Zurück zum Thema:

    Heute kamen zwei Bücher aus der Tauschbörse an. Beim Einräumen stellte ich fest, dass ich keinen Platz mehr im Regal mit den angefangenen Serien habe. Ich hätte jetzt drei dünnere Bücher quer über alle anderen legen können, um ein dickes unterzubringen oder was lesen. Als mir endlich aufging, dass da ja ein Buch steht, das in die Challenge passt. Chris Riddell mag ich sehr, allein schon seine Zeichnungen begeistern mich ohne Ende. Deshalb jetzt ein Kinderbuch für ganz junge Leser*innen.

    Liste nach akhet:

    Die Shetland-Reihe von Ann Cleeves hingegen war erneut eine Freude. Das Erzähltempo ist zwar eher behäbig, weil sich die Autorin viel Zeit lässt, ihre Figuren auszuarbeiten und auch deren Vergangenheit zu beleuchten, aber genau das passt zum Lebensstil der Shetlander, wie der aus Inverness hinzugezogene Inspector zu seinem Leidwesen feststellen muss. Ich freue mich schon auf die nächsten Bände.

    Eine weitere Reihe, die ich nicht weiterlesen werde. Der Sidekick von Holmes ist ein verfressener, dummer Jammerlappen, dem mehr an der nächsten Mahlzeit gelegen ist als an der Aufklärung des Falls. Letzterer war auch nicht sonderlich interessant, obwohl Holmes die ganze Zeit unglaublich geheimnisvoll tat. Ich frage mich, warum ich überhaupt noch Lesezeit damit verschwendet habe, denn mir gefielen bereits die ersten beiden Bände überhaupt nicht.

    Bei den dünnen Bücher in meinem Regal handelt es sich hauptsächlich um Kinderbücher, Comics oder Bildergeschichten. Einige meiner liebsten Bücher gehören dazu, wie diese Biographie, die sich auf kindgerechte Weise mit dem Leben von Lewis Carroll bzw. Charles Lutwidge Dodgson beschäftigt. Und weil es ein schwedisches Buch ist, gehen die Autorinnen ganz unverkrampft mit Nacktheit um und sprechen auch die Gerüchte um Dogsons pädophile Neigungen an.