Bücherwichteln im BücherTreff

Beiträge von funny-valentine43

    Late in the winter of my seventeenth year, my mother deciced I was depressed, presumably because I rarely left the house, spent quite a lot of time in bed, read the same book over and over, ate infrequently, and devoted quite a bit of my abundant free time to thinking about death.

    Ich hole mal aus.

    Auf Isaac Bashevis Singer bin ich aufmerksam geworden, als Barbra Streisand "Yentl" filmisch umgesetzt hat. Der Film hat mir sehr gefallen, Barbra Streisand höre ich sehr gerne, was ist ein Jude? So ungefähr bin ich dazu gekommen, interesse an den Büchern von Isaac B. Singer zu entwickeln.

    Warum ich dann noch einmal fast 20 Jahre benötigt habe, ein Buch von ihm zu lesen, weiß ich nicht - ich denke, daß alles seine Zeit hat. Wahrscheinlich hätte ich diesen Roman vor 20 Jahren völlig anders wahrgenommen.

    Ich habe "Meschugge" ebenfalls auf dem SUB... Wann werde ich es aber lesen?

    Wenn ich mir etwas wünschen dürfte: bitte lese dieses Buch zeitnah und teile mir Deine Meinung mit.

    :uups:


    Und tatsächlich lese ich gerade zum ersten mal von seinem Bruder! Da muss ich dringend eine Lücke schließen!

    Vielen Dank, dass Du es erwähnt hast!

    Isaac Bashevis Singer - Meschugge

    ISBN der deutschen Ausgabe: 9783423125222

    TB, dtv, erschienen 1996

    Titel der amerikanischen Originalausgabe: Meshugah

    Translated from the Yiddish by the author and Nili Wachtel


    Über den Autoren:

    Da ich selber keine Kenntnisse zu dem Autoren habe, verlinke ich die Wikipedia-Seite

    https://de.wikipedia.org/wiki/Isaac_Bashevis_Singer



    Buchrücken:

    „Aaron, ich sitze in der Patsche wegen Miriam.“ – „Miriam? Wer ist das? Und warum sitzt Du in der Patsche?“


    „Die Meisterschaft des Erzählers Singer besteht darin, selbst in den heikelsten Augenblicken das Schreckliche mit dem Komischen konfrontieren zu können.“ Claus Ulrich Bielefeld in der Süddeutschen Zeitung


    Meine Meinung:

    Der erste Satz des Buches lautet: „Es war schon mehrmals vorgekommen, daß jemand, von dem ich geglaubt hatte, er sei in Hitlers Lagern gestorben, plötzlich lebendig und wohlbehalten auftauchte.“


    Für mich sagt dieser erste Satz alles, zumindest sehr viel über die Stimmung und die Atmosphäre dieser Geschichte aus. Protagonist ist Aaron Greidinger, Schriftsteller, der für eine New Yorker jiddische Zeitung Fortsetzungsromane schreibt und im Rahmen einer Kolumne Ratschläge zu Leserfragen erteilt. Wir schreiben das Jahr 1952. Aaron Greidinger ist ein polnischer Jude und auf der Flucht vor den Nazis in die USA gekommen, wie so viele seiner Landsleute, die überlebt haben.

    Die Geschichte beginnt mit einem Wiedersehen zwischen Aaron und Max Aberdam, einem selbsternannten Börsenmakler, den Aaron aus Warschauer Zeiten kennt. Max hat nach Aaron gesucht, ob ein anderer Grund, als der des Wiedersehens eines alten Bekannten dahinter steckt, wird nicht erwähnt. Durch Max lernt Aaron sowohl neue Menschen kennen als auch, dass er alte, totgeglaubte Bekannte wiedertrifft.

    Tatsächlich wird die Tötung der Juden in dem Verlauf der Geschichte nicht dramatisiert, sondern eher als nackte Tatsache erzählt. Aaron freut sich über jeden Totgeglaubten, den er lebend antrifft.

    Diese pragmatische Herangehensweise an eine hochbrisante Thematik verleiht dem Roman eine gewisse Leichtigkeit.

    Neben der Erzählung, wie geflüchtete Juden in New York leben, besteht dieser Roman auch aus der Beziehungsgeschichte zwischen Aaron und Miriam, die Aaron ebenfalls durch Max kennengelernt hat.

    In der Übersetzung bzw. den Übersetzungen wurde die jiddische Fachterminologie erhalten und in einem angehängten Glossar erläutert, was für mich sehr gut zum Erzählen der Geschichte passte und mir den einen oder anderen Begriff noch einmal näher erläutert hat, jedoch bin ich mir nicht sicher, immer alles richtig verstanden zu haben. Da wäre weitere Recherchearbeit meinerseits gefragt.

    Was mich ebenfalls zu der Frage bringt, ob es vielleicht eine weitere „Moral“ in dieser Geschichte als die offensichtliche gibt.

    Für einen Meinungsaustausch in diesem Forum wäre ich offen und auch dankbar!


    Meine Bewertung: :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:

    Synchronkotzen!

    :totlach::totlach::totlach:

    Mir hat sich nicht erschlossen, was an diesem Buch so besonders sein soll.

    So geht mir das bei sehr vielen Büchern hier im BücherTreff oder auch draußen in den Buchhandlungen.
    Wenn ich nur an die Biss-Reihe denke oder die Edelsteintrilogie, aber auch aus anderen Genre, bleibe ich oft unberührt, aber bei diesem hier hat es mich einfach gepackt. Ich bin gespannt.

    Mich hat der Inhalt des Buches ja auch sehr angesprochen, sonst hätte ich es auch nicht gelesen - aber ich finde es eben zu hoch gelobt, für meinen Geschmack.

    Genau, das Buch ist total an mir vorbeigegangen. Ich mag solche Bücher und in D, Ö und CH ist es ein Nr. 1 Bestseller gewesen, da hätte ich mir irgendwie hier auch mehr Resonanz erwartet, so in den verschiedenen Threads. :-k

    Ich habe den Hype um dieses Buch mitbekommen, konnte diesen aber so gar nicht nachvollziehen. Mir hat sich nicht erschlossen, was an diesem Buch so besonders sein soll. Ich habe mir sogar eine Sendung auf Arte angeschaut, welche die Begeisterung über dieses Buch zum Thema hatte und warum dieses Buch eben so toll ist....ich kann immer noch nichts damit anfangen.

    Das Dumme ist nur, dass ich nun sooo neugierig bin, ob es mich beim Lesen der Folgebände nicht vielleicht doch packt....:uups:

    Das letzte Buch welches ich abgebrochen habe nachdem ich mehrere Anläufe genommen habe war folgendes. Auch hier war der Grund, dass ich das Thema zwar gut und interessant finde, aber die Ausdrucksweise, die Erzählweise - hm, ich kann mich nicht damit anfreunden. Ich komme damit nicht zurecht komme, wirkt hölzern und langweilig auf mich.

    Ich weiß nicht mehr welches Buch es war das ich von dem Autor schon einmal abgebrochen habe, aber Eschbach scheint kein Autor für mich zu sein.

    Ich persönlich lese ihn sehr gern und "Der Todesengel" fand ich auch richtig gut :wink: Schade, dass es Dir nicht gefiel. :friends:

    Gerade wollte ich einwerfen, dass Eschbach anscheinend ein Autor ist, den Männer gerne lesen - bei meinem Ex war das der Fall, ich finde ihn auch nicht so ansprechend - und da kommst Du Jessy1963 .

    :loool::loool::friends:

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