Beiträge von Teufelsweib

    Bis Kapitel 35

    Man merkt, dass Marie erwachsen wird und sich mehr und mehr von ihrer Familie löst.

    Sie reist heimlich nach Nürnberg und lügt ihre Familie zum ersten Mal an.

    Dass sich Marie so schnell vom braven, folgsamen Töchterlein in eine reife, erwachsene Frau verwandelt, hätte ich nicht gedacht, finde ich aber toll! Obwohl man weiß, dass ihre Familie etwas verbirgt, verlangt es viel Mut ab, sich gegen sie zu stellen um selbst heimlich Nachforschungen anzustellen in dem Bewusstsein, dass sehr unbequeme Wahrheiten über ihren Vater ans Licht kommen können.


    Kapitel 30 klingt ja was Vera angeht nicht gerade beruhigend. Hüttner trifft sich mit einem Amerikaner und es wird schnell klar, dass Jonathans Tod wirklich kein Unfall war und dass die beiden, oder wer auch noch mit drinsteckt, auch nicht vor weiteren "Unfällen" zurückschrecken. Vermutlich ist Vera in großer Gefahr.

    Warum jetzt wohl auch noch ein Amerikaner mit drinsteckt???? Vermutlich wollte auch er sich an irgendetwas bereichern, dass während der NS-Zeit erbeutet wurde!?

    Die Beschreibung des Amerikaners hat mich stark an den Mann erinnert, der in Veras Wohnung eingebrochen ist und Jonathans Unterlagen gestohlen und dann wieder zurückgebracht hat. Noch kann ich mir keinen Reim darauf machen, was dieser Kerl mit Hüttner zu schaffen hat, aber aufgrund der wirklich sehr ähnlichen Beschreibung, denk ich nicht, dass es sich dabei um einen Zufall handelt...


    und sie haben einen Kontaktmann in Veras Redaktion ( der Minus-Kavalier oder sogar der Chef?).

    Dass es sich bei dem Kontaktmann um Veras Verehrer handeln könnte, finde ich fast schon zu offensichtlich. An den Chef habe ich auch schon gedacht. Er könnte ja Vera die Reise genehmigt haben um keinen Verdacht auf sich zu lenken und um die "Drecksarbeit" anderen zu überlassen. Vielleicht weiß er aber auch gar nichts von Hüttners Plänen, sondern wird von ihm erpresst. Hier kann man wirklich zahllose Spekulationen anstellen, doch in einem Punkt bin ich mir sicher: Bestimmt wird es da noch eine überraschende Wendung geben.


    Kapitel 32


    Hier ist sehr interessant zu erfahren, dass es für Nationalsozialisten und Kriegsverbrecher eine extra Preiskategorie gab, um sie über die Grenze zu bringen. Das müssen ja echt viele gewesen sein. Dieser Hüttner war sicher einer davon. Aber es wäre wohl viel zu riskant diesen Bergführer nach Namen zu fragen.

    Dieses Kapitel fand ich allgemein sehr interessant zu lesen! Besonders die Erzählung über die Familie, die selbst schon zu den Ärmsten der Armen gehörte und sich dann aber noch dem kleinen Mädchen annahm, hat mich betroffen gemacht. Gleichzeitig ist es schön zu lesen, dass es trotz dem ganzen Elend noch so viel Menschlichkeit gab.


    Erschreckend wie viel man über andere Menschen so in Erfahrung bringen kann.

    Und das schon zu damaliger Zeit ohne Internet und soziale Medien... Und heutzutage gibt es bei jedem Datenskandal den großen Aufschrei, obwohl doch jeder einzelne selbst Schuld daran ist :roll:


    Nur Veras Krankenakte ist nicht mehr da. Warum sie wohl damals im Krankenhaus war?

    Entweder wegen der erwähnten Vergewaltigung, obwohl ich mir gerade unsicher bin, ob das zeitlich nicht erst später stattfand, oder (wieder eine meiner Spekulationen) sie war schwanger und erlitt eine Fehlgeburt.


    Ja, es gab viele Geistliche und auch kirchliche Organisationen die die Flucht von NS-Tätern und Kriegsverbrechern unterstützen, ganz besonders in Südtirol/Italien. Es gab damals wirklich den gängigen Begriff der "Klostertour der Kriegsverbrecher".

    Ich will hier nicht zu viel verraten, aber ich war bei meinen Recherchen wirklich oft fassungslos, als ich mich damit beschäftigt habe.

    Wow, diese Aussage schockiert mich jetzt wirklich, vor allem dass Kriegsverbrecher in anderen Ländern eine solche Unterstützung erhielten. Südtirol war und ist ja allgemein eine Ausnahme was Wirtschaft und Politik betrifft. Dieser geschichtliche Aspekt hat mich jetzt jedenfalls sehr neugierig gemacht und werde daher mal meine Schwester, die Geschichte studiert und im letzten Jahr ein paar Monate in Südtirol gelebt hat, nach weiteren Infromationen ausquetschen.

    Bis Kapitel 26

    Endlich bin ich auch bis zum Ende des ersten Teils gekommen. Die Erzählweise mit den Zeitsprüngen ist wirklich abwechslungsreich und gefällt mir sehr. Durch Marie erhält man äußerst interessante Einblicke in die Vergangenheit, obwohl sie mit ihren Nachforschungen erst am Anfang steht und wir uns bestimmt noch auf einige überraschende Enthüllungen freuen dürfen. Vera blendet die Vergangenheit aufgrund ihrer Erlebnisse lieber aus, doch bald wird ihr nichts anderes übrig bleiben, als sich auch damit auseinander zu setzen. Ich bin jedenfalls scho sehr gespannt, wann und wie die beiden Frauen aufeinander treffen werden.


    Ich blicke noch nicht so ganz durch, was die Motivation der beiden bisher aufgetretenen Männer ( der Eindringling in die Wohnung und Leo) ist, bzw. welche Rolle sie spielen. Mir persönlich ist auch der Barkeeper Theo verdächtig, dessen Kneipe ja offensichtlich ein Umschlagplatz für Informationen ist.

    Mir geht es bislang mit den genannten Männern ebenso, man keinen wirklich einschätzen.


    Mein Großvater wusste als Polizeimajor über vieles Bescheid, sprach aber weder vor seiner Frau noch vor seinen Kindern darüber. Da es noch kein TV/ Internet gab und die Radiosender unter Kontrolle der Nazis standen, ist es gut möglich, dass die "einfache" Bevölkerung gar nicht alles mitbekommen hat, was in Deutschland ablief.

    Ich kann mir dieses Verhalten nur so erklären, dass Männer wie dein Großvater durch ihr Schweigen ganz schlicht und einfach ihre Familien schützen wollten, sodass sie später nicht wegen eventueller Mitwisserschaft auch noch bestraft werden.


    Nicht: Falls. Sie hat. Der Dienst beim BDM bestand aus drei großen Bereichen: Sportliche Ertüchtigung, sozialer Einsatz und weltanschauliche Schulung. Am Samstag Nachmittag ging es auf den Sportplatz, der Mittwoch Nachmittag war der Schulungsarbeit vorbehalten. Und da machte man keine dubiosen Andeutungen, da wurde Klartext geredet, denn das war von der Leitung so gefordert.

    Danke für diesen interessanten Einblick! Am Land waren solche Gruppen wohl eher weniger vertreten, zumindest hat davon aus meinem Verwandtenkreis nie jemand etwas erzählt, da wurde eher jede helfende Hand am Hof gebraucht um das Überleben der Familie zu sichern.


    Das wusste meine Großmutter auch, aber von den Vorgängen in den KZs wusste sie nichts - zumindest hat sie mir das so erzählt.

    Nach außen hin wurden die KZs ja als Arbeitslager suggeriert und dass die Menschen nach getaner Arbeit wieder in ihr altes Leben zurückkehren würden. Das, was tatsächlich innerhalb dieser Einrichtungen geschah, wurde eher erst zum Schluss hin oder danach bekannt. Vielleicht konnte und wollte man sich auch einfach nicht vorstellen, zu welche grauenvollen Taten Menschen an ihren eigenen Mitmenschen fähig sind.


    Ich muss sagen, dass mir Veras Kollege, der immer wieder um sie zu werben scheint, etwas suspekt vorkommt und er auch ein Informant sein könnte ...

    Der Gedanke kam mir auch schon, jedenfalls ist er ein äußerst umsympathischer Zeitgenosse...

    Mit dem Ehepaar Pistoris lernt der Leser neue Personen kennen, die recht sympathisch rüberkommen. Vera übergebt den Eheleuten Kopien von Jonathans Unterlagen zur Verwahrung. Außerdem erfährt sie dort interessantes über die Rot-Kreuz-Organisationen.

    Eine Anmerkung zu den Pistoris - ich fand diese vielen, vielen Vermissten und die verzweifelten Suche ihrer Angehörigen nach dem Krieg immer sehr berührend.

    Der Abschnitt über die Arbeit solcher Detekteien hat mich wirklich berührt. Schön, dass es Menschen wie die Pistoris gab, die das Geschäft nicht nur aus reiner Profitgier betrieben, sondern sich wirklich für die Schicksale solcher Menschen interessierten und die Familienangehörigen unterstützten.


    Marie hat sich verliebt, auf jeden Fall, ist sie sehr an Jonathan interessiert. Eine schöne Entwicklung.

    Finde ich ehrlich gesagt auch. Als sich Vera daran erinnert, dass Jonathan ihr Marie ja eigentlich einmal vorstellen wollte, meinte ich, einen kleinen Stich Eifersucht zu spüren...

    und was den Vater angeht - ich hätte ihn an Deiner Stelle nicht sterben lassen. Entschuldige, wenn ich besserwisserisch rüberkomme :ergeben: !

    Ich hätte ihn untertauchen lassen. Das wäre dramaturgisch zwar komplizierter, aber auch spannender. Und würde zum Titel "Schuld" vielleiht auch passen. Obwohl - wenn ich es bedenke - die Möglichkeit ist ja noch da...?

    Ein sehr interessanter und spannender Gedanke! :thumleft:

    Bis Kapitel 14

    Maries Geschichte ist ebenfalls sehr interessant, vor allem weil man so einiges über die Zeit und die politischen Gegebenheiten mitbekommt. Das klingt schon nach guter Recherche und hat mir gefallen. Man liest die Namen von Leuten die heutzutage eigentlich jeder kennen sollte, bekommt mit wie es damals um die Parteien bestellt war und wie sich die Regierung gebildet hat. Interessanter als trockener Geschichtsunterricht. Und auch hier kommt dann Jonathan wieder vor und wir bekommen mit was er in Köln gemacht hat.

    Dem habe ich (fast) nichts mehr hinzuzufügen. Es passierten jetzt keine übermäßig spannenden Dinge in den Kapiteln um Marie, dennoch war der Einblick in die politischen Begebenheiten sehr interessant.

    Marie, die für ihr junges Alter einen schon sehr reifen Eindruck macht, finde ich sogar noch einen Ticken sympathischer als Vera. Auch sie erlebte während des Krieges schreckliche Zeiten, als sie mit ihrer Mutter aus Berlin floh. Während der ältere Bruder aus dem Krieg zurückkehrte, fiel der Vater leider an der Front, sodass - wie damals üblich - der älteste Mann im Haus die Verantwortung übernahm. Marie passte die Bevormundung durch ihren Bruder nicht besonders, fügte sich nach den belehrenden Worten ihrer Mutter, aber in ihre Rolle als Frau. Ich denke, dass dies noch sehr interessant werden könnte und sich Marie irgendwann gegen ihren Bruder, dem ja die aktuellen politischen Vorgänge nicht so zu passen scheinen, auflehnt. Ebenfalls vorstellbar wäre, dass Marie Jonathan bei seinen Recherchen unterstützt und brisante Informationen zukommen hat lassen...

    bis einschließlich Kapitel 8


    Eigentlich müsste nämlich in Euren Büchern ein aufklappbares Personenverzeichnis enthalten sein

    Leider nein :( Habe das Buch gestern ein paar Mal von vorne bis hinten durchgeblättert und nichts dergleichen gefunden. Das Personenverzeichnis schließt sich lediglich normal abgedruckt an das Nachwort an. Das aufklappbare Lesezeichen wäre wirklich schön gewesen...


    Interessant finde ich auch die Beziehung zwischen Vera und Jonathan. Es wird zwar im Buch immer wieder betont, dass die beiden ein sehr enges, aber nur freundschaftliches Verhältnis zueinander hatten, aber ich werde trotzdem das Gefühl nicht los, dass da mehr ist. Zumal ja Jonathan bei seinem Tod noch ein Frauengesicht sieht. Vielleicht ja auch nur von seiner Seite aus.

    Das denke ich nicht, das da "mehr" zwischen den beiden gewesen sein könnte. Was sie beide gemeinsam im Krieg erlebt haben und dass Jonathan Vera aus den Fängen russischer Soldaten befreit hat, schweißt einfach zusammen, zumal beide ihre Familien komplett verloren haben und sonst niemanden mehr gehabt hätten, auf den sie sich verlassen könnten. Dass vielleicht von Jonathans Seite ein bisschen Verliebtheit im Spiel gewesen sein könnte, möchte ich nicht gänzlich ausschließen, fände ich aber sehr klischeehaft :wink:


    Und dann kommt der Mann auch noch ein zweites mal wieder, das hatte mich nun wirklich überrascht. Ist er auf ihrer Seite? Jedenfalls hat er ihr das Päckchen wiedergegeben und sie mehr oder weniger gebeten, für Jonathan weiter zu rechercherieren. Er wird sicher noch eine wichtige Rolle im weiteren Verlauf des Buches spielen denke ich.

    Das hat mich doch wirklich sehr überrascht, dass dieser Typ ein zweites Mal in Veras Wohnung auftaucht und ihr noch dazu die Unterlagen wieder übergibt. Obwohl der Kerl ja bisher nicht den besten Eindruck gemacht hat, finde ich ich ihn doch irgendwie sympathisch und ich hoffe, dass er zu den Guten gehört. Bestimmt werden wir noch mehr von ihm lesen und ich muss gestehen, dass ich ja eine Schwäche für solche "Bad Boys" habe, in denen dann doch ein guter Kern steckt (bezieht sich allerdings nur auf Bücher :lol:).


    Die Szene mit der Kripo kam mir auch recht seltsam vor. Ich habe nicht einen Moment daran geglaubt dass es wirklich die Kripo sei

    Wieder eine Überraschung, mit der ich nicht gerechnet habe! Diesen beiden ominösen Typen, die sich fälschlicherweise als Kripobeamte ausgaben, lassen auf jeden Fall nichts Gutes erahnen... Vor allem, wenn sie erst herausgefunden haben, dass Vera in Besitz von Jonathans Unterlagen ist...



    Bis jetzt bin ich sehr begeistert von dem Buch! Von den bisher aufgetretenen Figuren kann man sich wirklich ein gutes Bild machen und ich liebe den Schreibstil, der einerseits zwar einfach und leicht verständlich gehalten ist, aber trotzdem schafft es Claire Winter, in nur wenigen Sätzen viele Informationen unterzubringen, die maßgebend für die Geschichte sind oder sein werden. Auch die Umgebung und die allgemein herrschende Stimmung in der Nachkriegszeit kann man sich sehr gut vor Augen führen. Toll!

    Prolog:


    Der wirft auf jeden Fall schon mal viele Fragen auf, aber da ich noch überhaupt keinen Plan habe, wer das sein könnte und warum die da in den Bergen herumstiefeln um etwas zu vergraben, dient es erstmal nur der Spannung.

    Prolog

    Was mögen die Männer da in den Gruben versteckt haben? Schätze oder "nur" Dokumente oder......? Die Frage bleibt spannend und ich bin schon jetzt auf die Auflösung gespannt. Es wird sicherlich etwas mit Jonathans Recherche/Entdeckung zu tun haben, vermute ich mal.

    Der Prolog lässt natürlich viel Raum für Spekulationen, meiner Meinung nach handelt es sich aber bei den Männern auf jeden Fall um NS-Verbrecher, die höchstwahrscheinlich heimlich das Land verlassen um ihrer (gerechten) Strafe zu entgehen, was ja leider auch vielen gelungen ist. Bei der "Beute", die sie vergraben, könnte es sich um gestohlene Wertgegenstände handeln und/oder sogar um brisante Dokumente, in denen z. B. die schrecklichen Verbrechen sowie die Verantwortlichen festgehalten wurden.


    Ja, das stimmt, dieser Roman ist schon etwas anderes aufgebaut - gerade im Vergleich zu "Die Schwestern von Sherwood". Aber das hängt vor allem mit der Geschichte selbst zusammen, die ich in "Die geliehene Schuld" erzählen wollte ...

    Dann ist es ja vielleicht ganz gut, dass ich "Die Schwestern von Sherwood" noch (immer) nicht gelesen habe :pale:


    dass es diesmal ein Lesezeichen

    Also ein Lesezeichen habe ich noch nicht entdeckt, das hat sich bei mir wohl gut versteckt... :scratch:


    Ich lese übrigens, wenn ich einen Roman beendet und die letzte Seite geschrieben habe, auch immer noch einmal den Prolog. Er ist ja ein bisschen wie ein Schlüssel und die Klammer für die Geschichte des Buchs.

    Interessanter Tipp, den ich auf jeden Fall beherzigen werde.

    Mit "Mein böses Herz" von Wulf Dorn habe ich mein erstes Buch für die diesmonatige Challenge geschafft. Als zweites habe ich mir "Outback" von Manuela Martini noch vorgenommen, das zu schaffen sein sollte :)


    Liste nach Gonozal

    Beim zweiten Buch für die aktuelle Challenge, kann ich ebenfalls ein Fenster bieten :wink:


    Liste nach JessLittrell

    Hier mein erstes Buch für die Februar-Challenge: "Verwesung" von Simon Beckett.


    Liste nach flohmaus

    Nach "Was du mir verschweigst" von Ariella Kornmehl, welches mir so gar nicht gefallen hat, lege ein zweites Buch für die Januar-Challenge nach, nämlich "Das Haus des Daedalus" von Kai Meyer. Es ist auch unter dem Titel "Die Vatikan-Verschwörung" erschienen und ich bin froh, es endlich von meinem SuB entfernen zu können.


    Liste nach Affenkaelte