Beiträge von ClaudiasBuecherregal

    Werner G. May - So wird's im Himmel sein!

    In seinem kleinen Büchlein beschäftigt sich Werner May mit den Fragen, ob es im Himmel Meerschweinchen, Bücher oder eine Fastfoodkette namens Taco Bells gibt und was wir dort trinken werden, ob dort Deutsch oder Englisch gesprochen wird, ob wir die Einzigen im Himmel sind und ob wir dort unsere Ehepartner wieder treffen werden.

    Werner May ist einer der leitenden Psychologen an der IGNIS-Akademie für Christliche Psychologie. Er betrachtet die o.g. Fragen auf eine intellektuelle aber auch humorvolle Art und Weise und will dem Leser aufzeigen, wie es im Himmel wirklich ist. Seine Antworten versucht er dabei möglichst gut zu begründen bzw. zu beweisen.

    Mir hat der Schreibstil ganz gut gefallen, die humorvollen Kommentare des Autors haben mich des Öfteren schmunzeln lassen. Dass die Beantwortung der o.g. Fragen lediglich 40 Seiten des kleinen Büchleins umfasst und der Rest mit einem Nachtrag und dem Nachwort gefüllt wurde, finde ich schade. Des Weiteren wiederholt sich ein Argument fast bei allen Fragen, dieses wirkt irgendwann eintönig und uninteressant. Den Ansatz fand ich daher ganz in Ordnung, die Umsetzung in Teilen auch, aber wegen meiner genannten "Kritikpunkte" vergebe ich 3 von 5 Sternen.

    • Broschiert: 63 Seiten
    • Verlag: Neufeld Verlag (18. Dezember 2006)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3937896457
    • ISBN-13: 978-3937896458

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    Meine Zusammenfassung:


    Ich heiße Edward Alistair Macleod, bin 14 Jahre alt, 2 m groß, entsprechend schlaksig und ein Außenseiter. Seitdem meine Mutter vor zwei Jahren starb und meine Tante mit mir überfordert war, muss ich in einer Schule für Schüler mit Lernproblemen leben. Dabei passe ich hier gar nicht hin! Alle anderen sind stark und dumm und ich bin das genaue Gegenteil davon. Das ich gerne Kartenhäuser baue und des Öfteren stottere, hat mich auch nicht gerade in der Beliebtheitsskala nach oben gepusht. Seit kurzem habe ich nun auch noch eine juckende Stelle, hinten am Rücken, genau da, wo man nie (!) hinkommt. Wobei "juckend" ist eigentlich sehr untertrieben, sie macht mich wahnsinnig! In letzte Zeit beherrsche ich scheinbar auch noch Telekinese, denn manchmal bewegen sich Gegenstände, nur weil ich es mir in meinen Gedanken vorstelle. Was passiert bloß mit mir???


    Meine Rezension


    Das ist der Beginn einer neuen Kinderserie geschrieben von Jason Lethcoe, einem amerikanischen Schriftsteller, der bereits durch seine Reihen "Zooms Acadamy" und "Benjamin Piff" bekannt geworden ist. Auf die Idee für diese Romane ist Jason Lethcoe gekommen, als er sich die Frage stellte: "Was wäre, wenn eine Junge herausfindet, dass er der Sohn eines gefallenen Engels ist?". Dieses inspirierte ihn so sehr, dass mittlerweile drei Bände im amerikanischen Original erschienen sind und die ersten zwei in deutscher Übersetzung beim arsEdition Verlag.

    Die Geschichte um Edward geht sehr spannend weiter: Ihm wachsen Flügel, er wird aus einer sehr brenzligen Situation von einem winzigen Kauz namens Mr. Spines gerettet und dieser erzählt ihm, dass er kein Mensch sei, mit seinen Flügeln bald fliegen könne und dass es eine geheimnisvolle Welt namens Woodbine gibt, die jenseits des Todes liegt. Edward verwirren diese ganzen unbegreiflichen Informationen und er zweifelt schon an sich und seinen Verstand. Er vermutet, dass er halluziniert. Aber diese Dinge passieren wirklich in seinem Leben, welches sich nun von Grund auf ändern wird.


    Jason Lethcoe schafft es den Leser in eine neue, unbekannte magische Welt zu führen, die nicht nur Kinder sondern auch Jugendliche und Erwachsene begeistern kann. Das Buch hat leider nur knapp 200 Seiten, für 10 jährige sicherlich genug, aber ich hätte mir gerne ein längeres Buch gewünscht. Das Buch dient im Grunde lediglich als Grundstein für die eigentliche Geschichte. Zum Glück gibt es seit Januar 2011 den zweiten Teil. Der Roman "Der mysteriöse Mr. Spines. Flight" bietet weitere 240 Seiten rund um Edward und seine fantastische Welt. Eine Leseprobe dazu befindet sich bereits in diesem Buch, sowie ein Glossar mit Begriffs- und Namenserklärung.

    Der Roman ist als wunderschöne, hochwertige Hardcoverausgabe im arsEdition Verlag erschienen. Das Cover ist mit viel Liebe zum Detail entworfen worden und versprüht bereits einen magischen Charme. Der abgebildete Junge passt perfekt auf die Beschreibung Edwards, seine Flügel und seine Karten sind sehr schön illustriert. Jedes Kapitel beginnt mit dem Titel, welcher in einer verschnörkelten Schrift die Seite ziert. Es ist somit wirklich ein Schmuckstück.

    Fazit: Der Auftakt zu einer großartigen Kinderserie, die auch Jugendliche und Erwachsene begeistern wird, ist geschaffen. Ich hätte das Buch am liebsten an einem Tag komplett durchgelesen. Dieses hätte auch geklappt, falls ich nicht erst um 23.30 Uhr mit dem Lesen angefangen wäre :). Ich bin wahnsinnig auf den zweiten Teil gespannt und kann das Buch uneingeschränkt empfehlen.


    • Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
    • Verlag: arsEdition (16. Juli 2010)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 376075323X
    • ISBN-13: 978-3760753232
    • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 - 11 Jahre

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    Die Buchvorstellung aus Sicht des Grafen:

    Hallo! Mein Name ist Graf Dracula. Ich bin ein weltberühmter Vampir, untot und übermensch- lich. Ich lebe in einem großen Schloss in Trans- sylvanien, habe Zweitwohnsitze in Hollywood und London und drei unbeschreibliche Bräute. Mit meinem Tagebuch will ich endlich die Wahrheit erzählen, denn Bram Stoker und andere Schmierfinken haben meinen Ruf versaut und Mil- lionen mit ihren Lügen verdient. Seid ihr bereit für die blutige, ungeschminkte Wahrheit über mich?

    Graf Dracula

    Meine Buchvorstellung:

    So könnte die Buchvorstellung durch den Grafen selbst klingen, die angekündigte Wahrheit hingegen sieht jedoch etwas anders aus. Zunächst einmal stammen scheinbar nicht alle Geschichten über Vampire aus Gerüchten von Autoren, wie Stoker. Graf Dracula erfüllt zumindest einige der Klischees: Er liebt Blut, kann sich in eine Fledermaus verwandeln, hat einen Zähltick, liebt das Dunkle und hasst das Sonnenlicht, kann durch einen Pflock umgebracht werden und verabscheut Knoblauch. Wenn das nicht nach einem Prototyp von Vampir klingt, dann weiß ich auch nicht.

    Des Weiteren möchte sich Graf Dracula von den Sterblichen, den Menschen, abgrenzen, da er sich für etwas Besseres hält. Liest man aber sein Tagebuch, scheint er ziemlich menschlich geworden zu sein. Zumindest muss er sich mit den selben Alltagsproblemen herumschlagen, wie unsereins: Seine Frauen nerven ihn oft, seine Mutter kommandiert ihn herum, er langweilt sich, hofft erfolglos darauf etwas Tolles zu erfinden (z.B. Chill-out Särge) oder eine grandiose Geschäftsidee zu erhalten, versucht in einem 13-Schritte-Programm dem Blutdurst zu entkommen (inkl. Selbsthilfegruppe), hasst den Zahnarzt, muss Rechnungen bezahlen, usw. Ich bin daher nicht sicher, ob Graf Dracula mit seinem Tagebuch sein Ziel erreichen konnte, aber lest selbst.

    Claudia


    Das Tagebuch ist als kleines schwarzes Hardcover erschienen, mit roter Schrift, tollem Muster und rotem Lesebändchen. Optisch also sehr gelungen! Auf der Rückseite wird "ein Tagebuch, das wirklich Biss hat" angekündigt. Dieses Wortsspiel gefällt mir ebenfalls und hat mich Schmunzeln lassen. Die Einträge im Tagebuch sind in einer Schriftart, die an Handschrift angelehnt ist, gedruckt. Diese lässt sich gut lesen und verleiht einem noch eher das Gefühl, dass es sich um ein Tagebuch handelt. Des Weiteren hat Graf Dracula seine Notizen mit Fotos, Visitenkarten, Illustrationen, Listen und sonstigen Dokumenten bereichert. Unterhaltend fand ich die Rückschlüsse auf andere Vampire (z.B. van Helsing) und seinen Stammbaum, der nicht nur die Familie Cullen (Twilight) beinhaltet, sondern auch Elvis, Miss Marple und andere bekannte Persönlichkeiten.

    Fazit:
    Das Tagebuch ist gut für ein unterhaltsames, kurzweiliges Lesevergnügen. Allerdings kann ich mir bei dem Buch auch gut vorstellen, dass es vielleicht einmal jemand einfach nur "langweilig" findet. Der Leser muss Vampire mögen, am Besten auch ein kleines Wissen darüber haben, um einige Anspielungen zu verstehen, und man muss von Anfang an humorvoll an das Buch heran gehen, dann hat es wirklich witzige Momente. Der Schreibstil ist einfach gehalten und der Inhalt flüssig geschrieben, die Illustrationen und die Aufmachung sind klasse. Ich hätte dem Buch 3,5 Sterne gegeben, da ich aber nur ganze Sterne vergebe, habe ich mich nach einigem Überlegen für 3 Sterne entschieden.


    • Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
    • Verlag: Eichborn; Auflage: Vierfarbig illustriert, mit Lesebändchen (Oktober 2010)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3821866063
    • ISBN-13: 978-3821866062

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    Dieses Buch behandelt verschiedene Aspekte zum Thema "Träumen". Träume können einen verwirren oder sogar erschrecken, aber nur wenn man nicht weiß, was Träume eigentlich sind. Deshalb erklärt Etan Boritzer dem Leser, woher sie kommen bzw. warum sie entstehen, dass Träume nicht immer die Realität wiederspiegeln, dass sie manchmal Bedeutungen haben und wie man sich gegen Alpträume wehren kann. Das Buch bietet klare und unkomplizierte Er- klärungen.


    Autoreninformation:

    Etan Boritzer lebt in den USA und widmet sich mittlerweile ganz den Fragen der Kindern. Seine Nichte inspirierte ihn dazu Bücher zu schreiben, die Eltern und Kindern helfen sollen erste philosophische Fragen zu beantworten. Jedem, der sich beruflich mit Kindern beschäftigt oder eigene hat, ist es sicherlich schon einmal vorgekommen, dass Kinder Fragen stellen, die nicht so einfach zu beantworten sind. Diesen interessanten und teilweise schwierigen Themen widmet sich Herr Boritzer in seiner Was ist ...? Reihe.


    Bisher sind in deutscher Sprache die Bände Was ist Liebe? Was ist Träumen? Was ist Geld? Was ist Gott? Was ist Tod? und Was ist schön? erschienen. Weitere befinden sich bereits in Planung.

    Des Weiteren sind mittlerweile alle Titel über den Abentheuer Verlag auch als Soft- und Hardcover in Amerikanischen Original-Ausgaben zu beziehen.


    Wie jedes seiner Bücher ist auch "Was ist Träumen?" liebevoll und kindgerecht illustriert. Jeff Vernon hat dafür 16 ganzseitige Bilder geschaffen. Die Bücher sind dabei so aufgebaut, dass auf jeder Doppelseite links ein ganzseitiges Bild zu sehen ist und auf der rechten Hälfte der Text gedruckt wurde, welcher von einem wunderschönen Rahmen umrandet wird. Das ganzseitige Bild bezieht sich dabei selbstverständlich auf den entsprechenden Text. Die Illustrationen sind farbenfroh, wirken aber nicht übertrieben, sondern der Zielgruppe entsprechend und freundlich.

    Fazit:Es handelt sich um ein wunderschön illustriertes Kinderbuch in einer tollen Ausgabe (Klappbroschur), welches es schafft, das Thema "Träumen" kindgerecht zu erklären. Absolut empfehlenswert!


    • Broschiert: 40 Seiten
    • Verlag: Abentheuer Verlag (November 2009)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3940650056
    • ISBN-13: 978-3940650054
    • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 6 - 11 Jahre
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    Vorab muss ich sagen, dass ich eigentlich kein Fan von Kurzgeschichten bin. Dieses Buch wollte ich aber unbedingt lesen! Ein Blick auf die Autoren der Kurzgeschichten reicht wohl aus, um zu erklären warum.


    "Gut sei gut, böse sei böse, oben sei oben und unten sei unten." Thomas Thiemeyer


    Wir wissen alle, es ist nie so simpel - erst recht nicht, wenn es sich um den Inhalt eines Thrillers handelt!


    Heute fange ich meine Rezension ungewöhnlich an, nämlich mit der Optik. Alleine deswegen ist das Buch den Kauf schon fast wert! Das Hardcover hat einen tiefschwarzen Einband, blutrote Beschriftung und der Titel ist in kreidebleich-weiß gehalten --> die idealen Farben für einen Thriller. Des Weiteren besitzt die Anthologie in Moleskine-Ausstattung ein rotes Gummiband, mit dem man das Buch quasi "verschließen" kann. Ich finde dieses nicht nur sehr praktisch, sondern es passt herrlich in die Optik des Buches. Dazu gibt es noch abgerundete Ecken. Einfach ein Hingucker!


    Nun aber zum Inhalt, ganz vernachlässigen darf man den ja nicht!


    Diese Anthologie beinhaltet folgende Kurzgeschichten:
    Sebastian Fitzek, Nicht einschlafen
    Val McDermid, Schöne Bescherung
    Thomas Thiemeyer, Fehler im System
    Torkil Damhaug, Der fast Perfekte
    Petra Busch, Vita reducta
    Michael Connelly, Späte Abrechnung
    Markus Heitz, Ein ehrenwertes Haus
    Michael Koryta, Der Winter nimmt alles
    Steve Mosby, Wünsche für Alison
    Judith Merchant, Monopoly
    Jens Lapidus, Pulver
    Markus Stromiedel, Das Haus auf dem Hügel
    Jilliane Hoffman, Letzte Bergfahrt


    Bevor ich dieses Buch gelesen hatte, waren mir nicht alle Autoren bekannt. Das Gute an einer Anthologie ist ja aber gerade, dass der Leser auch auf neue Schriftsteller aufmerksam wird und so haben einige Autoren, die mir bis dahin unbekannt waren, mich überzeugt. Mehr dazu später.


    Sebastian Fitzek sagt selbst im Vorwort, dass Kurzgeschichten am schwierigsten zu schreiben sind, da jedes Wort stimmen muss, und damit hat er Recht. Die kleinen Geschichten haben lediglich einen Umfang von 14 - 36 Seiten, wenn ich mich nicht verzählt habe ^^. Auf so wenigen Seiten ein spannendes Gefühl zu entwickeln, die Charaktere glaubhaft darzustellen, einen Spannungsbogen aufzubauen und dann am Besten am Ende noch einen überraschenden Schluss darzubieten, ist wahrlich nicht einfach. Meiner Meinung nach ist dieses leider auch nicht allen Autoren gelungen. Trotzdem konnten mich die meisten der Kurzgeschichten überzeugen, angeführt von Judith Merchant, deren Story ich am besten fand -falls ich mich entscheiden muss-, gefolgt von den Kurzgeschichten von Sebastian Fitzek, Val McDermid, Torkil Damhaug, Michael Connelly, Markus Heitz undJilliane Hoffman. Bei einigen davon habe ich mir gewünscht, dass es sich nicht um eine Kurzgeschichte, sondern und einen ganzen Roman handeln würde. Am meisten enttäuscht hat mich die Geschichte von Jens Lapidus, bei der ich weder Spannung noch einen interessanten Ansatz gefunden habe, bzw. falls er da war, wurde er sofort im Keim erstickt.


    Ich möchte zu den einzelnen Geschichten eigentlich gar nicht viel vom Inhalt erzählen, aber es sei gesagt, dass die Storys sehr unterschiedlich sind. Manche blutig, andere lassen einen Psychothriller erkennen und einige empfand ich eher als Krimi. Als kleine Info: Wenn ihr das Buch lest, dann könnt ihr euch auf folgende Themen gefasst machen: Schizophrenie, Kontrollverlust, Selbstjustiz, Vergiftung, Rache, Verfolgungswahn, Missverständnisse, sprechende Tote, Drogen, Realitätsverlust und natürlich ANGST!


    Wie ihr seht sind die Inhalte der Geschichten sehr vielseitig. Des Weiteren sei gesagt, dass der Schreibstil aller Autoren mich überzeugt hat, einige vermochten es nur nicht mich zu "fesseln". Ich habe die Geschichten, die abwechselnd aus der Sicht des Opfers und des Täters geschrieben wurden, sehr gemocht und diejenigen, die erst harmlos anfingen und auf der letzten Seite wurde dann das Geschehen komplett umgedreht und alles erschien einem neu.


    Das Buch enthält außerdem ein interessantes Extras: Vor jeder Geschichte gibt es eine Original Handschriftenprobe des Autors und am Ende des Buches wird diese graphologisch begutachtet und verrät somit etwas über den jeweiligen Charakter. Zusätzlich wird zu jedem Schriftsteller eine kleine Biografie mitgeliefert.


    Fazit: Das Buch ist ein tolles Gesamtpaket. Ich war positiv erstaunt, dass mich so viele Kurzgeschichten begeistert haben. Ich kann euch das Buch daher wärmstens empfehlen.

    • Broschiert: 272 Seiten
    • Verlag: Droemer (4. Oktober 2010)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3426198975
    • ISBN-13: 978-3426198971
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    Der Roman handelt von einer Frau, Georgie. Sie ist verheiratet und hat einen Sohn im Teenager-Alter. Sie ist wegen Streitigkeiten von ihrem Ehemann getrennt, und ihr Sohn Ben pendelt zwischen ihr und ihrem Noch-Ehemann hin und her. Eine weitere tragende Rolle spielt Mrs. Shapiro, die zwischen 61 und 96 Jahre alt ist (dieses schafft einige Verwirrung in dem Roman).
    Georgie und Mrs. Shapio treffen sich in ihrer Nachbarschaft, freunden sich kurioserweise an und Georgie hilft ihr aus, als Mrs. Shapio ins Krankenhaus muss, sie kümmert sich also um ihr Haus und ihre zahlreichen Katzen.
    Der ganze Roman handelt hauptsächlich davon, wie die beiden Frauen sich kennen lernen und die Lebensgeschichten von einander erfahren. Dazu kommen dann noch Geschichten über Juden und Palästinenser, etliche Geschichten über Klebstoffe (Georgie schreibt in Fachzeitschriften darüber), Weltendszenarios die ihr Sohn Ben befürchtet und kurze Kapitel die Georgie schreibt, da sie selbst ein Buch veröffentlichen möchte.
    Mir hat das Buch nicht sehr gut gefallen, Für mich wurden zu viele einzelne Storys zusammengeklebt. Die Roman-Schreib-Versuche von Georgie fand ich sehr uninteressant, die ganzen Storys über Klebstoffe, Klebstoffmessen usw ebenfalls und dann kam ja auch noch die Angst von Ben hinzu, dass die Welt bald unter gehen wird und die Geschichte der Juden und Palästinenser wurde ebenfalls beleuchtet. Für mich hat Frau Lewycka damit einfach zu viele Themen angeschnitten, die nicht zwingend zusammen gehören, außerdem teilweise die Charaktere überspitzt reagieren lassen (wer rennt schon schreiend auf die Neue des Ehemanns zu und rammt ihr eine Banane in die Nase) und viele Strecken waren einfach nur langweilig und öde geschrieben.
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    "Ceremony in Death" ist das erste englische Buch, das ich dieses Jahr gelesen habe und das 5. Band der "in Death"-Serie. Für meine "auf-Deutsch-Leser": Der dt. Titel lautet: "Der Kuss des Killers".


    Eve Dallas ist der Hauptcharakter dieser Bücherreihe, von der bisher fast 40 Romane im englischen Original erschienen sind und die von Nora Roberts unter dem Pseudonym J. D. Robb geschrieben wurde. Dabei fällt die Serie unter "Spannung mit etwas Romantik", eine tolle Kombination, wie ich finde.



    In dem 5. Band muss Lieutenant Eve Dallas gegen eigene Kollegen ermitteln, sich in die unbekannte Welt der weißen und der schwarzen Magie einfinden und eine Leiche nach der nächsten taucht in New York auf.


    Es ist schon eine Weile her, dass ich die ersten vier Bände gelesen haben und irgendwie habe ich diese besser in Erinnerung. Diese mag natürlich täuschen oder es liegt einfach daran, dass ich Band 1-4 auf deutsch gelesen habe und dieses nun auf englisch. Ich musste öfter stocken, nochmal nachlesen und die Story um die schwarze Magie konnte mich nicht so begeistert. Trotzdem ist es ein ganz gutes Buch und die kleinen Liebesszenen zwischen Eve und ihrem Mann Roarke sind ebenfalls ganz "nett" ;)


    Ich hoffe, dass die folgenden Romane mich wieder mehr begeistern, denn von der Serie habe ich noch einige auf meinem SUB und ich werde mich gleich mal Band 6 schnappen, denn Bange machen gilt ja nicht ;)

    • Taschenbuch: 336 Seiten
    • Verlag: Berkley; Auflage: Berkley. (1. Mai 1997)
    • Sprache: Englisch
    • ISBN-10: 0425157628
    • :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

    Wolf, Steffi von - Ausgebucht

    Oma Fanny von Lehndorf ist verstorben. Ihr beträchtliches Erbe wird an die Familienangehörigen aufgeteilt, aber nicht ohne den einen oder anderen Hintergedanken. Sie hinterlässt ihren Enkelinnen Katinka und Dine das Hotel „Friesenzauber“ in Schleswig-Holstein, genauer gesagt an der Nordseeküste, und die Zwillinge bekommen die Aufgabe dieses Hotel wieder in Schuss zu bringen. Sie würden jeder eine Million Euro erben, falls sie es schaffen, dass das heruntergekommene Hotel innerhalb eines Jahres mindestens 3 Monate in Folge ausgebucht ist. Die 18 jährigen Mädchen machen sich also von Frankfurt auf und damit beginnt die „Abenteuerreise“ in das Land der Horizonte mit seinen besonderen Eigenarten, die für die Mädchen wahrscheinlich besser zu ertragen wären, wenn sie zusammen halten würden. Da sie sich aber nicht leiden können und ständig nur anzicken, wird das Ganze zu einer großen Herausforderung.

    Bei „Ausgebucht“ handelt es sich um eine schöne Klappbroschur, die 2011 im Rowohlt Verlag erschienen ist. Das Cover gefällt mir sehr gut, es deutet auf eine leichte, unterhaltsame Kost hin. Der Zusammenhang zwischen dem Cover und dem Romaninhalt ist meiner Meinung nach zwar nicht so eindeutig, aber optisch ist es einfach schön und strahlt Fröhlichkeit aus.

    „Ausgebucht“ ist das erste Buch, welches ich von Steffi von Wolff gelesen habe und ich war gespannt, ob sie ihrem Ruf - humorvolle Bücher zu schreiben - gerecht wird.

    Wie die Schwestern Schleswig-Holstein wahrgenommen haben, hat mir persönlich größtenteils gefallen. Da ich selbst aus diesem schönen Bundesland komme, kann ich natürlich auch beurteilen, was der Tatsache entspricht und was dann eher ein Vorurteil darstellt. So können wir mehr als nur „Mähdrescher fahren, Kühe melken und saufen“ und „Landminen“ tauchen hier auch nicht so oft auf. Die Herausarbeitung des Bendix Jansen gefällt mir sehr gut. Er ist ein echtes Nordlicht und beantwortet fast jede Frage mit einem einfachen „jo“. Dass dieses die Zwillinge in den Wahnsinn treibt, kann ich verstehen, aber für hier oben ist das ganz normal und hier schnackt man nu ma so :) . Neben diesem typischen Nordlicht taucht auch noch ein Hesse mit einem ausgeprägten Dialekt auf. Kurze Passagen mit ihm fand ich ganz witzig, ganze Monologe müsste ich dann aber nicht von ihm lesen ^^.

    Das Gezicke zwischen den Mädels ist manchmal etwas übertrieben, eigentlich immer grundlos (okay, Geschwister brauchen auch oft keinen Grund^^), aber leider manchmal auch etwas niveaulos. Als 18jährige brauche ich meine Schwester nicht mit „Du stinkst“ beleidigen. Andere Kabbeleien sind dann glaubhafter dargestellt.

    Um die Geschichte noch etwas bunter zu gestalten gibt es natürlich auch ein bisschen Liebe und ein ganz klitzekleines bisschen Spannung über Fannys Vergangenheit und geheimnisvolle Dokumente. Dass der Roman ein Happy-End hat, ist wohl nicht zuviel verraten, denn jeder Leser wird sich dessen bereits vor dem Lesen im Klaren sein. Etwas anderes erwartet man einfach nicht.

    Fazit: Bei „Ausgebucht“ handelt es sich um einen netten Roman für ein paar kurzweilige Stunden, der einen des Öfteren zum Schmunzeln bringt, aber manchmal auch etwas überspitzt erscheint.


    · Paperback: 208 Seiten

    · Verlag: rororo (3. Januar 2011)

    · Sprache: Deutsch

    · ISBN-10: 349921573X
    · ISBN-13: 978-3499215735
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    Diesen Roman habe ich in 2010 bei vorablesen gewonnen. Ich hatte mich auf das Buch "Die Woll-Lust der Maria Dolors" von Blanca Busquets sehr gefreut. Die Leseprobe versprach ein Buch über eine 85-jährige Ich-Erzählerin namens Dolors, die nach einem Schlanganfall nicht mehr sprechen kann und bei ihrer Tochter einzieht. Fast die ganze Familie hält sie für taub und denkt, dass "Oma" nichts mehr mitbekommt. Genau das Gegenteil ist natürlich der Fall. Dolors kann zwar nicht mehr reden, bekommt dafür aber umso mehr mir und deckt damit einige Geheimnisse ihrer Familie auf.


    Die Grundidee gefiel mir wirklich gut, die Umsetzung aber leider gar nicht. Das Buch hat lediglich 280 Seiten auf denen Blanca Busquets alle Themen, die es wert sind geheim gehalten zu werden, reinpresst. Ich habe wirklich das Gefühl die Autorin hat eine Liste aller Charaktere erstellt und eine mit möglichen Geheimnissen und dann einfach zusortiert. Man kommt sich bei dem Buch vor wie in der Wisteria Lane bei Desperate Housewives, nur dass eine ganze Staffel hier auf 280 komprimiert wurde. So schafft die Autorin es, in diesem kurzen Buch folgende Themen anzusprechen: Homosexualität, Magersucht, Untreue, erste Liebe, Sex, sexuelle Nötigung, Mord, Lehrer-Schüler-Verhältnis, Sex mit Minderjährigen, Genitalpiercing, Kinderpornographie im Internet usw.
    Für mich wirkt es einfach gezwungen und übertrieben, eine Aneinandereihung von aktuellen Themen.


    Ein weitere Punkt, der mir nicht gefällt ist die Art und Weise des Schreibens. Dolors ist die Ich-Erzählerin, deshalb wird natürlich aus ihrer Sicht erzählt. Allerdings springt Dolors ständig in ihren Gedanken. Ein Absatz gilt der Vergangenheit, der nächste dem Stricken, der übernächste ist wieder Vergangenheit ... Man muss bei jedem neuen Absatz immer erst mal schauen, worauf er sich bezieht. Das klappt zwar schnell, da die Autorin immer Hinweise gibt, aber alle 5 Zeilen in der Zeit und im Thema zu springen ist einfach anstrengend und liest sich meines Erachtens nicht sehr gut.


    Der Titel selbst hat mich gar nicht gereizt, aber das Cover ist ganz gut geworden, da ich die Schriftart sehr mag und der Aufdruck hervorgehoben (also fühlbar) ist. Ansonsten war das Buch für mich aber eine Enttäuschung und ich musste mich wirklich zwingen es zu Ende zu lesen.

    • Taschenbuch: 280 Seiten
    • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Januar 2011)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3423248165
    • :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

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