Beiträge von ClaudiasBuecherregal

    Kennt ihr schon die kleinen lustigen Gesellen, die im Wuddelwald leben? Die Wuddelbucks mit ihren rabenschwarzen Haaren und der gnubeligen Kartoffelnase? Nein? Dann wird es höchste Zeit, denn die Wuddelbuckkinder Knöpfchen und Dröselchen erleben mit Glotzi, dem Leuchtgeist, und einigen anderen Freunden viele spannende Abenteuer.


    Abends, nachdem Knöpfchen von seiner Mutter zu Bett gebracht worden war, klopfte es an der Tür. Es war die Mutter seiner besten Freundin Dröselchen, die seine eigene Mutter zu einer dringlichen Versammlung abholen wollte. Neugierig, wie Knöpfchen nun mal ist, ging er aus dem Haus, holte Dröselchen ab und gemeinsam lauschten sie heimlich der Versammlung. Etwas ganz Schlimmes war passiert: Jemand war in den Zauberwald eingedrungen und hatte alle Pinienzapfen gestohlen. Diese werden dringend benötigt, da morgen ein großes Fest geplant ist, bei dem genau diese Zapfen verbrannt werden sollten. Der dadurch entstehende Duft wird in die Welt getragen und verbreitet unter den Menschen das Weihnachtsgefühl. Ohne diese Zapfen wird es also kein Weihnachten geben. Knöpfchen will in den Zauberwald und nach ihnen suchen. Allerdings lauern dort einige unheimliche Kreaturen. Trotzdem begleiten Dröselchen und Glotzi ihn und das gefährliche Abenteuer beginnt.


    Die Geschichte ist auf einem kindlichen Niveau spannend erzählt, für Erwachsene ist sie ebenfalls ein Genuss, da die Story wirklich sehr süß ist. Kinder können sich sicherlich gut in die Wuddelbuckkinder hineinversetzen, da diese in gleicher Weise agieren: Sie sind neugierig, wollen helfen, unterschätzen Gefahren und tun für ihre Freunde alles. Natürlich geht am Ende alles gut aus, schließlich ist das Hörmal-Buch ab einem Alter von 4 Jahren empfohlen.


    Mir gefällt die kleine Welt der Wuddelbucks sehr gut. Renate Doms hat eine wunderschöne Fantasie erzeugt und die Erklärung, wie der Leuchtgeist zu seiner Leuchtkraft kommt, ist eine der süßesten Ideen, die ich in letzter Zeit gehört habe. Imme Tröger leiht den Wuddelbucks ihre Stimme. Da es sich um ein Hörbuch und nicht um ein Hörspiel handelt, spricht sie alle Charaktere und vermag es dabei so unterschiedliche Stimmen vorzutragen, dass alles zwischen dem alten, weisen Anführer und dem kleinsten Wuddelkbuckind glaubhaft erscheint. Dank des Buches weiß ich nun auch, dass ich nichts dafür kann, wenn ich im September schon das erste Mal Weihnachtsgefühle habe. Da hat dann wohl lediglich ein kleiner Wuddelbuck einen Pinienzapfen zu früh verbrannt hat.


    Es sind vier "Geschichten aus den Wuddelwald" erschienen:

    Band 1: Der Zapfendieb

    Band 2: Auf der Suche nach dem Feuerkristall

    Band 3: Krawumpel und der Zaubertrank

    Band 4: Das geheime Hexentor


    Jede Geschichte aus dem Wuddelwald ist als HörMal-Buch erschienen. Das bedeutet, dass es sich um eine Hörbuch-CD mit einem Ausmalbuch handelt, so können sich die Kinder beim Hören sogar noch zusätzlich beschäftigen. Die Illustrationen sind wunderschön und sehr passend zur Geschichte. Außerdem gibt es neben den Ausmalbildern auch noch Fragen zum Inhalt, die der aufmerksame Zuhörer beantworten kann.

    • Autorin: Renate Doms
    • Sprecherin: Imme Tröger
    • Illustration: Dörthe Saathoff
    • Laufzeit: ca. 1 Stunde

    Fazit: Der Wuddelwald ist eine tolle Fantasiewelt für Kinder und Junggebliebene. Die Illustrationen sind wunderschön und die Geschichte wird hervorragend vorgetragen. Ein wahrer Genuss für die Ohren.

    • Audio CD: 24 Seiten
    • Verlag: Knabe Verlag Weimar; Auflage: 1. (15. November 2007)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3940442100
    • ISBN-13: 978-3940442109
    • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 4 - 5 Jahre
    • :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

    Amarilla ist bisher mit ihrem Leben als Sekretärin nicht zufrieden. Sie fühlt sich eher als Paradiesvogel und wird tatsächlich in einer Karaokebar entdeckt. Franz wird hinzugeholt, um Texte für das neue Musikprojekt zu erstellen, und zusammen schaffen sie es zu beachtlichem Ruhm. Am Ende erhält man die Erkenntnis, dass man seinem Schicksal nicht entkommen kann, so sehr man es auch versucht.


    Der Schreibstil des Autors hat mir leider gar nicht gefallen. Die Sätze sind oft sehr kurz, wirken abgehackt und ermöglichen damit kein flüssiges Lesen und kein schönes Lesegefühl. Bei einer Kurzgeschichte von 93 Seiten sollte man eigentlich erwarten, dass sich der Autor auf das Wesentliche konzentriert. Stattdessen fand ich viele Informationen ziemlich belanglos und bezogen auf den eigentlichen Inhalt überflüssig. Ich hätte es bevorzugt, wenn lediglich einige Handlungsstränge behandelt worden wären, diese dafür dann aber ausführlicher. Der Roman wird aus verschiedenen Erzählperspektiven dargestellt, was ich generell ganz gut finde. Allerdings springt die Erzählweise zwischen poetischen Darbietungen, sexuellen Handlungen und Aneinanderreihungen von kleinen Informationsfetzen hin und her. Ich dachte erst, dass ich nur schwer in das Buch hineinkommen würde, aber es ist leider während des Lesens nicht besser geworden.


    Es tut mir für den Autor leid, dass ich keine andere Bewertung abgeben kann. Der Roman hat bisher recht gute Rezensionen erhalten, aber mich konnte er leider auf keinster Weise überzeugen. Daher nur 1 von 5 Sternen.

    • Taschenbuch: 98 Seiten
    • Verlag: Machtwortverlag; Auflage: 1 (7. Dezember 2010)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3867610843
    • ISBN-13: 978-3867610841

    :bewertung1von5:

    Anne und Marie sind eigentlich unzertrennliche Zwillingsschwes- tern. Mit der Pubertät tauchen dann aber ungewohnte Probleme auf und die Mädchen müssen sich damit erst neu arrangieren. Was ist zum Beispiel, wenn die eine sich in einen Jungen verknallt, die andere ihn dann aber zum Freund nimmt? Oder wenn die eine sich an Männern rächen will und damit eine potentielle Beziehung der anderen zerstört? Manchmal sieht die Welt, gerade für Jugendliche, sehr unfair und gemein aus. Da ist es leichter sich in eine virtuelle Welt zu flüchten. Marie lernt das "Second Life" kennen und muss dabei aufpassen sich nicht selbst zu verlieren. Denn die Grenzen zwischen dieser Welt und der Realität scheinen manchmal zu verschwimmen.


    Zitat

    "Na, was ist? Hast du darüber nachgedacht? Interesse an einem neuen Leben mit jeder Menge Spaß und Freunden, auf die man sich verlassen kann? Oder willst du immer alleine rumhängen?" (Seite 83)


    Mit "Second Face" schafft es Carolin Philipps ein tolles Jugendbuch zu erschaffen, dass gerade sehr aktuell ist. Es geht neben den typischen pubertären Problemen von Teenager-Mädchen auch auf die Gefahren des Internets ein. So sehr das Internet die Massen begeistert, umso wichtiger ist es gerade den Jugendlichen auch die Schattenseiten aufzuzeigen. So vermittelt das Buch die Lektion, dass man niemals sein Passwort weitergeben darf, dass alles was einmal im Netz zu finden war, nie wieder komplett verschwinden wird und dass die Nutzer durch manche Spielchen im Internet ihr wirkliches Leben vergessen und nur noch für die Cyberwelt leben. Vor allem ist dieser Übergang manchmal so schleichend, dass man es selbst gar nicht bemerkt.


    Zitat

    "Bist du hier, weil du spielen willst? Oder weil du hier findest, was du im wirklichen Leben nicht hast?" (Seite 105)


    Das Buch ist als tolle Klappenbroschur, deren Cover hervorragend zum Roman passt, erschienen. Die Schnur der Computermaus stellt den Titel dar und erzeugt auch das "Second Face", welches auf ein zweites "Ich" in der Cyberwelt hindeutet.



    Autoreninformation:

    Carolin Philipps wurde am 7. Januar 1954 in Meppen geboren und ist eine deutsche Jugendbuchautorin. Ihre Geschichten drehen sich um aktuelle politische Themen und Menschen, die anders sind. Ihre Bücher sind bereits in 20 Sprachen erschienen.


    Fazit:

    Die Thematik des Romans ist heute so aktuell wie nie zuvor, da die Gefahren des Internets immer wieder vernachlässigt bzw. gar nicht wahrgenommen werden. Es eignet sich also hervorragend für Eltern, die ihren Kindern die Augen öffnen möchten. Der Schreibstil der Autorin ist manchmal etwas abgehackt und somit nicht immer flüssig zu lesen. Inhaltlich ist es aber empfehlenswert und daher erhält das Buch 4 von 5 Sternen.

    • Broschiert: 139 Seiten
    • Verlag: Ueberreuter (Januar 2011)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3800056100
    • ISBN-13: 978-3800056101
    • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 15 Jahre
    • :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

    Man kann Schönes sehen (z.B. Spielzeug), riechen (z.B. Blumengeruch), fühlen (z.B. das Fell eines Welpen), schmecken (z.B. Vanilleeis) oder auch hören (z.B. ein Glöckchen im Wind). Aber was empfinden wir als schön? Haben wir alle die gleiche Vorstellung davon? Müssen wir die Dinge schön finden, die unsere Freunde schön finden?


    In dem Buch formuliert Etan Boritzer sehr viele direkte Fragen. Diese geben Kindern Denkanstöße und bewegen sie dazu, sich über die Themen Gedanken zu machen, sie werden also aktiv involviert. Diese Ansätze können dann von Eltern oder Erziehern für ein Gespräch genutzt werden.


    Etan Boritzer geht auch auf die Frage ein, warum wir schöne Sachen bevorzugen und weist darauf hin, dass man manchmal einfach nur etwas Geduld braucht, um die wahre Schönheit zu erkennen. Außerdem entscheidet jeder selbst, was er für schön hält, auch wenn Freunde oder Familie anderer Meinung sind.


    Ein wichtiger Punkt in diesem Buch ist die Fragestellung: Wann ist ein Mensch schön? Laut Boritzer genau dann, wenn er innere Schönheit besitzt, das bedeutet, wenn er Eigenschaften wie Toleranz, Großzügigkeit, Mut oder Freundlichkeit aufweist und immer versucht danach zu handeln.

    Kinder sollten dieses Buch unbedingt lesen. Gerade in der heutigen Zeit, in der alle nach äußerer Perfektion streben, Kinder mit Markenkleidung Freunde gewinnen wollen und dem Gruppenzwang ausgeliefert sind, ist es wichtig ihnen zu zeigen, was wahre Schönheit bedeutet.


    Autoreninformation:

    Etan Boritzer lebt in den USA und widmet sich mittlerweile ganz den Fragen der Kindern. Seine Nichte inspirierte ihn dazu Bücher zu schreiben, die Eltern und Kindern helfen sollen erste philosophische Fragen zu beantworten. Jedem, der sich beruflich mit Kindern beschäftigt oder eigene hat, ist es sicherlich schon einmal vorgekommen, dass Kinder Fragen stellen, die nicht so einfach zu beantworten sind. Diesen interessanten und teilweise schwierigen Themen widmet sich Boritzer in seiner Was ist ...? Reihe.


    Bisher sind in deutscher Sprache die Bände Was ist Liebe? Was ist Träumen? Was ist Geld? Was ist Gott? Was ist Tod? und Was ist schön? erschienen. Weitere befinden sich bereits in Planung.

    Des Weiteren sind mittlerweile alle Titel über den Abentheuer Verlag auch als Soft- und Hardcover in Amerikanischen Original-Ausgaben zu beziehen.


    Wie jedes seiner Bücher ist auch "Was ist schön?" liebevoll und kindgerecht illustriert. Nancy Forrest hat dafür 16 ganzseitige Bilder geschaffen. Die Bücher sind dabei so aufgebaut, dass auf jeder Doppelseite links ein ganzseitiges Bild zu sehen ist und auf der rechten Hälfte der Text gedruckt wurde, welcher von einem wunderschönen Rahmen umrandet wird. Das ganzseitige Bild bezieht sich dabei selbstverständlich auf den entsprechenden Text. Die Illustrationen sind farbenfroh, wirken aber nicht übertrieben, sondern der Zielgruppe entsprechend und freundlich.


    Fazit:Es handelt sich um ein wunderschön illustriertes Kinderbuch in einer tollen Ausgabe (Klappbroschur), welches es schafft, das Thema "Was ist schön" kindgerecht zu erklären. und das Augenmerk dabei auf die inneren Werte zu legen. Absolut empfehlenswert!


    • Broschiert: 40 Seiten
    • Verlag: Abentheuer Verlag; Auflage: 1., Aufl. (2008 )
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 394065003X
    • ISBN-13: 978-3940650030
    • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 6 - 11 Jahre
    • :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

    Detective Sergant Duncan McGregor, Ermittler bei Scotland Yard, wird an einem Sonntagmorgen um 4 Uhr zum Einsatz gerufen. Ein entblößter Frauenkörper wurde in einer Seitengasse entdeckt. In kurzen Abständen werden in London immer mehr Frauen ermordet aufgefunden. Sie alle haben etwas gemein, sie sind Prostituierte und der Serienkiller hat ihren Genitalbereich brutal verstümmelt. McGregor und sein Partner Peterson sollen den Fall aufklären. Als dann auch noch ein Brief des mutmaß- lichen Mörders an einen Journalisten geschickt wird, nehmen die Verbindungen zum bekannten "Jack the Ripper" aus dem 19. Jahrhundert überhand und die Situation droht zu eskalieren.


    Zitat

    "Es gibt zwei Arten von Frauen, solche die einem ein paar schöne Stunden bereiten können [...] und dann gibt es noch die anderen, die einen echt üble Sachen antun können, obwohl man nur einen netten Abend verbringen will [...]. Dann komme ich ins Spiel." (Seite 8)


    "Schwarz / Weiß" ist der Debütroman von Martin Semesch und Christoph Wittmann. Die Kurzbeschreibung hat mich so begeistert, dass das Buch gar nicht erst in mein Regal gewandert ist, sondern sofort gelesen werden musste. Bereits im 1. Kapitel gelingt es den beiden Autoren eine ungeheure Spannung aufzubauen. Der Roman beginnt mit einer Schilderung aus Sicht des Killers, der gerade dabei ist, sich ein neues Opfer zu suchen. Anschließend startet ein Rückblick, es geht 10 Wochen in die Vergangenheit zurück. In diesem Zeitraum erhält der Leser einen detaillierten Einblick über die grausamen Taten des Mörders, sein Motiv und die Ermittlungsarbeit des Scotland Yards. Wie es für einen grandiosen Krimi gehört, leiten die Autoren den Leser erst auf eine falsche Spur und am Ende gibt es dann eine Überraschung, mit der ich nicht gerechnet habe. Die Autoren haben den Handlungsstrang aus dem ersten Kapitel gut in das Ende des Romans einbauen können, es bleibt während der ganzen Zeit spannend und erst auf den letzten Seiten wird der wahre Mörder identifiziert.


    Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Das Buch lässt sich flüssig lesen und es ist spannend geschrieben. Des Öfteren wird allerdings eine obszöne Sprache benutzt, die evtl. Leser stören könnte. Bei mir war das nicht der Fall, da sie hervorragend in die Geschichte passt, in dem Milieu der Prostitution sehr glaubhaft erscheint und dadurch die Dialoge noch authentischer wirken. Die vorhandenen Charaktere werden ausführlich beschrieben, so dass man als Leser ein umfangreiches Bild von Ihnen erhält. Das Cover kann ebenfalls überzeugen, da es perfekt zum Roman passt. Des Weiteren gefällt es mir gut, dass die Kapitel abwechselnd aus der Sicht des Killers (Ich-Erzähler) und dann wieder aus der Sicht des allwissenden Erzählers geschrieben wurden.


    Ich habe von Martin Semesch persönlich erfahren, dass es sich leider nicht um den Beginn einer Serie über Ermittlungsarbeiten des Scotland Yards handelt. Dieses finde ich zwar sehr schade, allerdings wurde mir versprochen, dass er und sein Co-Autor Christoph Wittmann noch viel zu erzählen haben. Hoffentlich wird bald wieder ein Buch von ihnen in Druck gehen, denn das Autorenteam vermag es wahrlich die Leser an ihre Bücher zu fesseln.


    Fazit: Der Debütroman des Autorenteams konnte mich zu 100% überzeugen. Schwarz/Weiß ist ein großartiger Krimi, der es schafft den Leser spannend zu unterhalten. Für mich bisher das beste Buch, das ich in 2011 gelesen habe.

    • Broschiert: 204 Seiten
    • Verlag: Acabus; Auflage: 1 (1. Februar 2011)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3862820009
    • ISBN-13: 978-3862820009
    • :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

    Ich möchte darauf hinweisen, dass ich für diese Rezension Band 1 als bekannt voraussetze. Somit können für Leser, die "Wings" noch nicht gelesen haben, Spoiler vorhanden sein.

    Meine Zusammenfassung:
    Ich heiße Edward Alistair Macleod, bin 14 Jahre alt, 2 m groß, entsprechend schlaksig, stottere, wenn ich aufgeregt bin, und war in den letzten Jahren ein Außenseiter in meinem Internat. Meine Mutter hat mir ein Kartenspiel geschenkt, welches mir lieb und teuer ist, zum einen da meine Mutter mittlerweile verstarb und zum anderen, da mich der Bau von komplizierten Kartenhäusern beruhigt.


    In den letzten 2 Tagen hat sich mein Leben in einer Art und Weise verändert, die ich mir nie zu träumen gewagt hätte. Mir sind Flügel gewachsen und da das alleine scheinbar nicht reichte, geriet ich auch noch in eine lebensgefährliche Situation. Scruggs, den ich für einen bösartigen Lehrer hielt, wollte mir meine Flügel abschneiden. Gerade rechtzeitig wurde ich von Mr. Spines, einem kleinen Kauz, der wie ein Stachelschein aussieht, gerettet. Dieser hat mich darüber informiert, dass ich das Kind einer Sterblichen und eines Wächters sei und somit etwas Besonders. Des Weiteren sei Scruggs Befehlshaber der Armee des Schakals, der größte Feind der Wächter. Vor ihm mussten wir nach Woodbine fliehen, einem Ort im Nachleben. Hier landen Menschen, nachdem sie gestorben sind. Momentan können sie nicht in die höheren Sphären aufsteigen, da die dazu benötigten Brücken vom Schakal zerstört wurden. Des Weiteren habe ich erfahren, dass meine Mutter sich hier befinden soll, allerdings als Gefangene des Schakals. Ich muss sie retten! Ich fühle mich zwar immer noch etwas unwohl bei all denn unbekannten und teilweise fremden Wesen hier in Woodbine, aber es scheint, als würden sie mich unterstützen wollen. Das hoffe ich jedenfalls. Und ich muss dringend lernen zu fliegen!


    Zitat

    Es gibt Welten, von denen wir nicht die geringste Ahnung haben. Welten, die uns nicht einmal in unseren kühnsten Träumen einfallen würden. Und die doch mit unglaublichen Kräften unser Leben beherrschen – und unseren Tod! (Zitat des Verlags)


    Meine Rezension:

    Das ist der Beginn des zweiten Bandes der neuen Trilogie geschrieben von Jason Lethcoe, einem amerikanischen Schriftsteller, der bereits durch seine Reihen "Zooms Acadamy" und "Benjamin Piff" bekannt geworden ist. Auf die Idee für diese Trilogie ist Jason Lethcoe gekommen, als er sich die Frage stellte: "Was wäre, wenn eine Junge herausfindet, dass er der Sohn eines gefallenen Engels ist?". Dieses inspirierte ihn so sehr, dass mittlerweile alle drei Bände im amerikanischen Original erschienen sind und die ersten zwei in deutscher Übersetzung beim arsEdition Verlag.


    "Flight" geht genau dort weiter, wo "Wings" aufgehört hat. Am Anfang des Romans wiederholt Jason Lethcoe die wichtigsten Ereignisse aus dem 1. Band. Somit gibt er uns die Möglichkeit unser Wissen wieder etwas aufzufrischen, denn zwischen den Veröffentlichungen liegen immerhin sechs Monate. Geschickt nimmt er die Handlungsstränge wieder auf, bildet weitere Verknüpfungen zwischen ihnen, gibt Erklärungen und wirft neue Rätsel auf. Nachdem uns Lethoe im ersten Band in eine unbekannte magische Welt eingeführt hat, wird diese immer fantastischer. Neben Woodbine werden nun auch weitere Orte detailliert beschrieben, z.B. Spencer's Hollow, ein grauenhafter Ort in dem die Menschen landen, die im Nachleben gestorben sind. Die neue Welt gewinnt somit immer mehr an Form.


    Zitat

    In Specter's Hollow gibt es alles Fürchterliche, was du dir nur vorstellen kannst. (Seite 146)


    Der Charakter "Edward" muss in diesem Buch wachsen. Es werden viele hohe Erwartungen an ihn gestellt, er muss seine größte Angst überwinden und wird ständig mit gefallenen Wächtern konfrontiert, die dem Schakal dienen und Edward unschädlich machen wollen. Er muss lernen Menschen und Wesen zu vertrauen, die er gerade erst kennen gelernt hat, denn alleine kann er sich nicht gegen die bösen Mächte zur Wehr setzen.


    Der Schreibstil ist weiterhin auf hohem Niveau. Lethcoe vermag das Buch auf eine kindgerechte Art und Weise spannend zu schreiben und gleichzeitig ist er in der Lage Erwachsene ebenso zu fesseln. Leider ist der Roman lediglich ca. 200 Seiten lang und endet abrupt mit einem offenen Ende, einem Cliffhänger für das Finale der Trilogie. Der Schluss kommt somit wirklich sehr überraschend und natürlich unpassend, da man selbstverständlich sofort wissen will, wie es mit Edward weiter geht. Nach dem Roman gibt es einen Anhang, der darüber berichtet wie Mr. Spines zu einem Gefallenen wurde, und anschließend werden im Glossar wieder einige Personen und spezielle Begriffe des Buches erklärt.


    Die Geschichte wird getragen von der Aussage, dass Mut, Freundschaft und Selbstvertrauen ungemein wichtig sind und dass man dann vieles erreichen kann. Das ist meiner Meinung nach eine schöne Quintessenz, die der Zielgruppe (junge Leser ab 10 Jahre) automatisch vermittelt wird.


    Das Äußere des Buches ist sehr am 1. Band orientiert. So haben die Buchrücken ein identisches Design und sehen damit nebeneinander im Regal sehr hübsch aus. Der Roman ist wieder als wunderschöne, hochwertige Hardcoverausgabe im arsEdition Verlag erschienen. Das Cover ist mit viel Liebe zum Detail entworfen worden und versprüht bereits einen magischen Charme. Der abgebildete Junge passt perfekt auf die Beschreibung Edwards und zum ersten Mal sind auch weitere Figuren aus dem Roman auf dem Cover abgebildet. Jedes Kapitel beginnt mit dem Titel, welcher in einer verschnörkelten Schrift die Seite ziert. Es ist somit wirklich ein Schmuckstück.


    Fazit: Die Fortsetzung der Trilogie ist Jason Lethcoe sehr gut gelungen. Der Roman macht genau dort weiter, wo Band 1 aufgehört hat und kann alle Leser ab 10 Jahren begeistern, davon sind Erwachsene nicht ausgenommen. Der finale dritte Band soll im Frühjahr 2011 erscheinen und ich bin sehr darauf gespannt, da dann hoffentlich alle offenen Fragen geklärt werden. Ich kann das Buch uneingeschränkt empfehlen, mich hat es begeistert.


    • Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
    • Verlag: arsEdition (14. Januar 2011)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3760753248
    • ISBN-13: 978-3760753249
    • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 - 11 Jahre

    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

    Dieses Kinderbuch behandelt alle wichtigen Themen rund um das Geld. Es erklärt einfach und anschaulich die Entstehungsgeschichte des Geldes, was Geld überhaupt ist, wofür man es braucht und wie man es bekommt. Dabei bietet Etan Boritzer ebenfalls klare und unkomplizierte Erklärungen zu Themen wie Angebot & Nachfrage, Kredite und Geldspenden. Außerdem wird herausgearbeitet, dass Geld nicht glücklich macht, da es viele Dinge gibt, die man nicht kaufen kann und dass man anderen Menschen helfen kann, ohne dafür Geld auszugeben.


    Autoreninformation:

    Etan Boritzer lebt in den USA und widmet sich mittlerweile ganz den Fragen der Kindern. Seine Nichte inspirierte ihn dazu Bücher zu schreiben, die Eltern und Kindern helfen sollen erste philosophische Fragen zu beantworten. Jedem, der sich beruflich mit Kindern beschäftigt oder eigene hat, ist es sicherlich schon einmal vorgekommen, dass Kinder Fragen stellen, die nicht so einfach zu beantworten sind. Diesen interessanten und teilweise schwierigen Themen widmet sich Boritzer in seiner Was ist ...? Reihe.


    Bisher sind in deutscher Sprache die Bände Was ist Liebe? Was ist Träumen? Was ist Geld? Was ist Gott? Was ist Tod? und Was ist schön? erschienen. Weitere befinden sich bereits in Planung.

    Des Weiteren sind mittlerweile alle Titel über den Abentheuer Verlag auch als Soft- und Hardcover in Amerikanischen Original-Ausgaben zu beziehen.


    Wie jedes seiner Bücher ist auch "Was ist Geld?" liebevoll und kindgerecht illustriert. Tina Frankenstein-Börlin hat dafür 16 ganzseitige Bilder geschaffen. Die Bücher sind dabei so aufgebaut, dass auf jeder Doppelseite links ein ganzseitiges Bild zu sehen ist und auf der rechten Hälfte der Text gedruckt wurde, welcher von einem wunderschönen Rahmen umrandet wird. Das ganzseitige Bild bezieht sich dabei selbstverständlich auf den entsprechenden Text. Die Illustrationen sind farbenfroh, wirken aber nicht übertrieben, sondern der Zielgruppe entsprechend und freundlich.


    Fazit: Es handelt sich um ein wunderschön illustriertes Kinderbuch in einer tollen Ausgabe (Klappbroschur), welches es schafft, das Thema "Geld" kindgerecht zu erklären. Absolut empfehlenswert!


    • Broschiert: 40 Seiten
    • Verlag: Abentheuer Verlag (Mai 2009)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3940650048
    • ISBN-13: 978-3940650047
    • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 6 - 11 Jahre

    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

    Martin Nyggard ist der Autor des Kinderbuches "Das große Labyrinthbuch", welches von Jesús Gabán illustriert wurde. Es erscheint erst im März 2011, aber hier habt ihr bereits die Chance es kennen zu lernen.


    Die 30 seitige Hardcoverausgabe enthält die Abenteuer von Hans und Grete, die sich auf einer weltweiten Entdeckungsreise befinden. Sie müssen sich durch zwölf Labyrinthe kämpfen, die jeweils auf einer Doppelseite abgebildet sind. Um den Gefahren zu entkommen, benötigen sie die Hilfe des Lesers.


    Jedes Labyrinth führt Hans und Grete und somit natürlich auch den Leser in eine neue Umgebung. So müssen sich die beiden gegen blutsaugende Vampire und fleichfressende Ratten in einer Höhle durchsetzen, die Löwengrube in einer Oase vermeiden und ihren Weg durch Schnee, Wald und Wasser finden, in denen ebenfalls überall gefährliche Kreaturen lauern.


    Jede Doppelseite besteht aus einem großen Labyrinth und einem Einleitungstext. Dieser vermittelt dem Leser, wo sich Hans und Grete gerade befinden, welche Gefahren sie dort erwarten und dass er, der Leser, benötigt wird, um Hans und Grete den Weg durch die jeweiligen Labyrinthe zu zeigen. Die Kinder fühlen sich dadurch aktiv angesprochen den beiden Protagonisten zu helfen.


    Weiterhin sei die Vielfalt der Labyrinthe erwähnt: Manche sind sehr verschnörkelt, andere wiederum basieren auf geraden Strukturen, es existieren verschiedene Schwierigkeitsstufen, manchmal gibt es mehr als einen Startpunkt, bei einem Labyrinth spielen Autos eine Rolle, bei dem nächsten die Eisenbahn usw. Abwechslung ist also definitiv gegeben. Des Weiteren lässt sich mit Fantasie die Aufgabe des Lesers abändern. Warum immer um die Gefahren herumlaufen? Wie wäre es damit, wenn die Kreaturen gar nicht gefährlich sind und Hans und Grete sie alle einmal besuchen möchten?


    [IMG:http://2.bp.blogspot.com/_CmFQ0qJ6_gU/TS20IO3lKNI/AAAAAAAAABc/6DpBfIESCtg/s200/Nyggard%252C+Martin+-+Das+Labyrinth-Buch2.jpg] kleiner Auszug eines Labyrinths


    Am Ende des Buchs findet der Leser die Lösungen für alle Labyrinthe. Das ist eine tolle Idee, denn falls ein Kind den Weg nicht findet und evtl. sogar die Eltern daran scheitern, muss der kleine Leser nicht traurig und enttäuscht vor dem Buch sitzen, sondern ihm wird zum Ziel geholfen. Somit ist es auch möglich das Kind erst einmal nur auf die richtige Fährte zu locken, so dass es von da aus versuchen kann den Weg alleine zu finden.


    Fazit: Die Labyrinthe sind wunderschön illustriert und sehr unterschiedlich, so kommt keine Langeweile auf. Zusätzlich sind die Texte kindgerecht ausgelegt und bieten somit eine schöne Einleitung zum jeweiligen Labyrinth. Mit diesem tollen Buch können sich Kinder stundenlang sinnvoll beschäftigen, knobeln und fördern dabei automatisch ihre Konzentration, ihr logisches Denken und ihre Feinmotorik. Somit ist das Buch absolut empfehlenswert und erhält von mir 5 von 5 Sternen.


    [list=][*]Gebundene Ausgabe[*]Verlag: Abentheuer Verlag (März 2011)[*]Sprache: Deutsch[*]ISBN-10: 3940650145[*]ISBN-13: 978-3940650146[*]Vom Hersteller empfohlenes Alter: 5 - 7 Jahre

    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

    Die Kripobeamten Franza Oberwieser und Felix Herz werden zu einem Unfallort an der A9 Richtung Berlin gerufen. Eine junge Frau wurde dort im frühen Morgengrauen von einem Auto erfasst und starb auf dem Asphalt. Franza wundert sich, warum sie die Ermittlungen aufnehmen sollen, da die ersten Indizien auf einen Selbstmord hinweisen. Aber dann wird Blut gefunden und zwar nicht in der Nähe des Opfers, sondern 100m entfernt auf einem Rastplatz. Franza und Felix nehmen sofort die Ermittlungen auf und stoßen dabei auf etliche Verwirrungen und Geschichten aus der Vergangenheit.


    Zitat

    "Dumpf war der Aufprall, doch laut genug, dass er für alle Zukunft
    in seinen Ohren nachhallen würde." (Seite 6)


    Die leitenden Ermittler der Kripo werden sehr ausführlich beschrieben, da im gesamten Buch immer wieder Einzelheiten erwähnt werden. Auch wenn beide ihren Job sehr gut machen, so sind sie doch keine Supercops, sondern jeder hat sein Päckchen zu tragen, was ihnen meiner Meinung nach Sympathie verleiht. Franza hat nach Jahren in der Kripo so langsam jeden Glauben verloren und vor jedem Toten denkt sie, dass sie einen anderen Job bräuchte. In ihrer Ehe läuft es auch nicht mehr rund, Treue und Liebe werden schon lange nicht mehr groß geschrieben, und sie hat schwer damit zu kämpfen, dass sich ihr gerade erst erwachsener Sohn ziemlich schnell abkapselt und selbständig wird. Herz hingegen hat manchmal mit seiner Familie zu kämpfen. Er vermisst das deftige Essen seiner Mutter, da seine Frau nicht kochen kann, er hat bereits drei Kinder und seine Frau entschied quasi im Alleingang, dass noch ein viertes her muss, obwohl Herz sich gerade um sein ältestes Mädchen und ihre Essprobleme sorgt. Es gefällt mir sehr, dass im Fortschreiten des Romans immer mehr über die Ermittler erzählt wird und man somit als Leser ein rundes Bild von Ihnen erhält.


    Ich bin vor ein paar Wochen durch eine Leseprobe auf dieses Buch aufmerksam geworden. Da hatte ich das Problem, dass mich der Schreibstil fasziniert hat und ich auch der Meinung war, dass er hervorragend zur Story passt, aber dass ich dadurch nicht leicht in das Buch gekommen bin. Gabi Kreslehner schreibt sehr kurze Sätze, viele Aneinanderreihungen, oft wirkt es abgehackt, so dass ich öfters ins Stocken geriet. Allerdings war ich mir da schon ziemlich sicher, dass es einfach nur daran liegt, dass ich so einen Schreibstil nicht gewöhnt war. So war es dann auch, denn als ich nun, ein paar Wochen später, den ganzen Roman gelesen habe, bin ich nicht mehr darüber gestolpert sondern habe den für mich ungewohnten Schreibstil genossen.


    Das Buch hat einen tollen Aufbau. Es ist in viele Kapitel unterteilt und jedes Mal, wenn die Geschichte aus einer anderen Erzählperspektive weitergeführt wird, wird der Text in kursiv dargestellt. Somit weiß man sofort, dass es nun nicht mehr um die Ermittlungsarbeit von Franz und Herz geht, sondern dass etwas anderes im Vordergrund steht. Was das ist, ist aber nicht immer sofort klar, denn am Anfang des Romans gibt es einige Kapitel, die man nicht zusortieren kann. Aber durch die geschickte Erzählkunst der Autorin schafft sie es nach und nach die einzelnen Handlungsstränge zu verbinden, so dass beim Leser erste Ahnungen entstehen, die sich nach einer Weile in Gewissheit umwandeln.


    Fazit: Die Story ist ein unblutiger Krimi, der sein Hauptaugenmerk darauf legt, verschiedene Handlungsstränge miteinander zu verbinden. Obwohl ich sonst eher die etwas blutigeren Romane lese, hat mir das Buch gut gefallen, es hätte lediglich einen kleinen Tick spannender sein können. Ich hoffe, dass Gabi Kreslehner weitere Geschichten rund um das Ermittlerduo Franz & Herz schreiben wird. Das Buch erhält von mir 4 von 5 Sternen.


    • Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
    • Verlag: Ullstein Hc (16. Dezember 2010)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3550088604
    • ISBN-13: 978-3550088605

    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

    Werner G. May - So wird's im Himmel sein!

    In seinem kleinen Büchlein beschäftigt sich Werner May mit den Fragen, ob es im Himmel Meerschweinchen, Bücher oder eine Fastfoodkette namens Taco Bells gibt und was wir dort trinken werden, ob dort Deutsch oder Englisch gesprochen wird, ob wir die Einzigen im Himmel sind und ob wir dort unsere Ehepartner wieder treffen werden.

    Werner May ist einer der leitenden Psychologen an der IGNIS-Akademie für Christliche Psychologie. Er betrachtet die o.g. Fragen auf eine intellektuelle aber auch humorvolle Art und Weise und will dem Leser aufzeigen, wie es im Himmel wirklich ist. Seine Antworten versucht er dabei möglichst gut zu begründen bzw. zu beweisen.

    Mir hat der Schreibstil ganz gut gefallen, die humorvollen Kommentare des Autors haben mich des Öfteren schmunzeln lassen. Dass die Beantwortung der o.g. Fragen lediglich 40 Seiten des kleinen Büchleins umfasst und der Rest mit einem Nachtrag und dem Nachwort gefüllt wurde, finde ich schade. Des Weiteren wiederholt sich ein Argument fast bei allen Fragen, dieses wirkt irgendwann eintönig und uninteressant. Den Ansatz fand ich daher ganz in Ordnung, die Umsetzung in Teilen auch, aber wegen meiner genannten "Kritikpunkte" vergebe ich 3 von 5 Sternen.

    • Broschiert: 63 Seiten
    • Verlag: Neufeld Verlag (18. Dezember 2006)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3937896457
    • ISBN-13: 978-3937896458

    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

    Meine Zusammenfassung:


    Ich heiße Edward Alistair Macleod, bin 14 Jahre alt, 2 m groß, entsprechend schlaksig und ein Außenseiter. Seitdem meine Mutter vor zwei Jahren starb und meine Tante mit mir überfordert war, muss ich in einer Schule für Schüler mit Lernproblemen leben. Dabei passe ich hier gar nicht hin! Alle anderen sind stark und dumm und ich bin das genaue Gegenteil davon. Das ich gerne Kartenhäuser baue und des Öfteren stottere, hat mich auch nicht gerade in der Beliebtheitsskala nach oben gepusht. Seit kurzem habe ich nun auch noch eine juckende Stelle, hinten am Rücken, genau da, wo man nie (!) hinkommt. Wobei "juckend" ist eigentlich sehr untertrieben, sie macht mich wahnsinnig! In letzte Zeit beherrsche ich scheinbar auch noch Telekinese, denn manchmal bewegen sich Gegenstände, nur weil ich es mir in meinen Gedanken vorstelle. Was passiert bloß mit mir???


    Meine Rezension


    Das ist der Beginn einer neuen Kinderserie geschrieben von Jason Lethcoe, einem amerikanischen Schriftsteller, der bereits durch seine Reihen "Zooms Acadamy" und "Benjamin Piff" bekannt geworden ist. Auf die Idee für diese Romane ist Jason Lethcoe gekommen, als er sich die Frage stellte: "Was wäre, wenn eine Junge herausfindet, dass er der Sohn eines gefallenen Engels ist?". Dieses inspirierte ihn so sehr, dass mittlerweile drei Bände im amerikanischen Original erschienen sind und die ersten zwei in deutscher Übersetzung beim arsEdition Verlag.

    Die Geschichte um Edward geht sehr spannend weiter: Ihm wachsen Flügel, er wird aus einer sehr brenzligen Situation von einem winzigen Kauz namens Mr. Spines gerettet und dieser erzählt ihm, dass er kein Mensch sei, mit seinen Flügeln bald fliegen könne und dass es eine geheimnisvolle Welt namens Woodbine gibt, die jenseits des Todes liegt. Edward verwirren diese ganzen unbegreiflichen Informationen und er zweifelt schon an sich und seinen Verstand. Er vermutet, dass er halluziniert. Aber diese Dinge passieren wirklich in seinem Leben, welches sich nun von Grund auf ändern wird.


    Jason Lethcoe schafft es den Leser in eine neue, unbekannte magische Welt zu führen, die nicht nur Kinder sondern auch Jugendliche und Erwachsene begeistern kann. Das Buch hat leider nur knapp 200 Seiten, für 10 jährige sicherlich genug, aber ich hätte mir gerne ein längeres Buch gewünscht. Das Buch dient im Grunde lediglich als Grundstein für die eigentliche Geschichte. Zum Glück gibt es seit Januar 2011 den zweiten Teil. Der Roman "Der mysteriöse Mr. Spines. Flight" bietet weitere 240 Seiten rund um Edward und seine fantastische Welt. Eine Leseprobe dazu befindet sich bereits in diesem Buch, sowie ein Glossar mit Begriffs- und Namenserklärung.

    Der Roman ist als wunderschöne, hochwertige Hardcoverausgabe im arsEdition Verlag erschienen. Das Cover ist mit viel Liebe zum Detail entworfen worden und versprüht bereits einen magischen Charme. Der abgebildete Junge passt perfekt auf die Beschreibung Edwards, seine Flügel und seine Karten sind sehr schön illustriert. Jedes Kapitel beginnt mit dem Titel, welcher in einer verschnörkelten Schrift die Seite ziert. Es ist somit wirklich ein Schmuckstück.

    Fazit: Der Auftakt zu einer großartigen Kinderserie, die auch Jugendliche und Erwachsene begeistern wird, ist geschaffen. Ich hätte das Buch am liebsten an einem Tag komplett durchgelesen. Dieses hätte auch geklappt, falls ich nicht erst um 23.30 Uhr mit dem Lesen angefangen wäre :). Ich bin wahnsinnig auf den zweiten Teil gespannt und kann das Buch uneingeschränkt empfehlen.


    • Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
    • Verlag: arsEdition (16. Juli 2010)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 376075323X
    • ISBN-13: 978-3760753232
    • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 - 11 Jahre

    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:


    Die Buchvorstellung aus Sicht des Grafen:

    Hallo! Mein Name ist Graf Dracula. Ich bin ein weltberühmter Vampir, untot und übermensch- lich. Ich lebe in einem großen Schloss in Trans- sylvanien, habe Zweitwohnsitze in Hollywood und London und drei unbeschreibliche Bräute. Mit meinem Tagebuch will ich endlich die Wahrheit erzählen, denn Bram Stoker und andere Schmierfinken haben meinen Ruf versaut und Mil- lionen mit ihren Lügen verdient. Seid ihr bereit für die blutige, ungeschminkte Wahrheit über mich?

    Graf Dracula

    Meine Buchvorstellung:

    So könnte die Buchvorstellung durch den Grafen selbst klingen, die angekündigte Wahrheit hingegen sieht jedoch etwas anders aus. Zunächst einmal stammen scheinbar nicht alle Geschichten über Vampire aus Gerüchten von Autoren, wie Stoker. Graf Dracula erfüllt zumindest einige der Klischees: Er liebt Blut, kann sich in eine Fledermaus verwandeln, hat einen Zähltick, liebt das Dunkle und hasst das Sonnenlicht, kann durch einen Pflock umgebracht werden und verabscheut Knoblauch. Wenn das nicht nach einem Prototyp von Vampir klingt, dann weiß ich auch nicht.

    Des Weiteren möchte sich Graf Dracula von den Sterblichen, den Menschen, abgrenzen, da er sich für etwas Besseres hält. Liest man aber sein Tagebuch, scheint er ziemlich menschlich geworden zu sein. Zumindest muss er sich mit den selben Alltagsproblemen herumschlagen, wie unsereins: Seine Frauen nerven ihn oft, seine Mutter kommandiert ihn herum, er langweilt sich, hofft erfolglos darauf etwas Tolles zu erfinden (z.B. Chill-out Särge) oder eine grandiose Geschäftsidee zu erhalten, versucht in einem 13-Schritte-Programm dem Blutdurst zu entkommen (inkl. Selbsthilfegruppe), hasst den Zahnarzt, muss Rechnungen bezahlen, usw. Ich bin daher nicht sicher, ob Graf Dracula mit seinem Tagebuch sein Ziel erreichen konnte, aber lest selbst.

    Claudia


    Das Tagebuch ist als kleines schwarzes Hardcover erschienen, mit roter Schrift, tollem Muster und rotem Lesebändchen. Optisch also sehr gelungen! Auf der Rückseite wird "ein Tagebuch, das wirklich Biss hat" angekündigt. Dieses Wortsspiel gefällt mir ebenfalls und hat mich Schmunzeln lassen. Die Einträge im Tagebuch sind in einer Schriftart, die an Handschrift angelehnt ist, gedruckt. Diese lässt sich gut lesen und verleiht einem noch eher das Gefühl, dass es sich um ein Tagebuch handelt. Des Weiteren hat Graf Dracula seine Notizen mit Fotos, Visitenkarten, Illustrationen, Listen und sonstigen Dokumenten bereichert. Unterhaltend fand ich die Rückschlüsse auf andere Vampire (z.B. van Helsing) und seinen Stammbaum, der nicht nur die Familie Cullen (Twilight) beinhaltet, sondern auch Elvis, Miss Marple und andere bekannte Persönlichkeiten.

    Fazit:
    Das Tagebuch ist gut für ein unterhaltsames, kurzweiliges Lesevergnügen. Allerdings kann ich mir bei dem Buch auch gut vorstellen, dass es vielleicht einmal jemand einfach nur "langweilig" findet. Der Leser muss Vampire mögen, am Besten auch ein kleines Wissen darüber haben, um einige Anspielungen zu verstehen, und man muss von Anfang an humorvoll an das Buch heran gehen, dann hat es wirklich witzige Momente. Der Schreibstil ist einfach gehalten und der Inhalt flüssig geschrieben, die Illustrationen und die Aufmachung sind klasse. Ich hätte dem Buch 3,5 Sterne gegeben, da ich aber nur ganze Sterne vergebe, habe ich mich nach einigem Überlegen für 3 Sterne entschieden.


    • Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
    • Verlag: Eichborn; Auflage: Vierfarbig illustriert, mit Lesebändchen (Oktober 2010)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3821866063
    • ISBN-13: 978-3821866062

    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:


    Dieses Buch behandelt verschiedene Aspekte zum Thema "Träumen". Träume können einen verwirren oder sogar erschrecken, aber nur wenn man nicht weiß, was Träume eigentlich sind. Deshalb erklärt Etan Boritzer dem Leser, woher sie kommen bzw. warum sie entstehen, dass Träume nicht immer die Realität wiederspiegeln, dass sie manchmal Bedeutungen haben und wie man sich gegen Alpträume wehren kann. Das Buch bietet klare und unkomplizierte Er- klärungen.


    Autoreninformation:

    Etan Boritzer lebt in den USA und widmet sich mittlerweile ganz den Fragen der Kindern. Seine Nichte inspirierte ihn dazu Bücher zu schreiben, die Eltern und Kindern helfen sollen erste philosophische Fragen zu beantworten. Jedem, der sich beruflich mit Kindern beschäftigt oder eigene hat, ist es sicherlich schon einmal vorgekommen, dass Kinder Fragen stellen, die nicht so einfach zu beantworten sind. Diesen interessanten und teilweise schwierigen Themen widmet sich Herr Boritzer in seiner Was ist ...? Reihe.


    Bisher sind in deutscher Sprache die Bände Was ist Liebe? Was ist Träumen? Was ist Geld? Was ist Gott? Was ist Tod? und Was ist schön? erschienen. Weitere befinden sich bereits in Planung.

    Des Weiteren sind mittlerweile alle Titel über den Abentheuer Verlag auch als Soft- und Hardcover in Amerikanischen Original-Ausgaben zu beziehen.


    Wie jedes seiner Bücher ist auch "Was ist Träumen?" liebevoll und kindgerecht illustriert. Jeff Vernon hat dafür 16 ganzseitige Bilder geschaffen. Die Bücher sind dabei so aufgebaut, dass auf jeder Doppelseite links ein ganzseitiges Bild zu sehen ist und auf der rechten Hälfte der Text gedruckt wurde, welcher von einem wunderschönen Rahmen umrandet wird. Das ganzseitige Bild bezieht sich dabei selbstverständlich auf den entsprechenden Text. Die Illustrationen sind farbenfroh, wirken aber nicht übertrieben, sondern der Zielgruppe entsprechend und freundlich.

    Fazit:Es handelt sich um ein wunderschön illustriertes Kinderbuch in einer tollen Ausgabe (Klappbroschur), welches es schafft, das Thema "Träumen" kindgerecht zu erklären. Absolut empfehlenswert!


    • Broschiert: 40 Seiten
    • Verlag: Abentheuer Verlag (November 2009)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3940650056
    • ISBN-13: 978-3940650054
    • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 6 - 11 Jahre
    • :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

    Vorab muss ich sagen, dass ich eigentlich kein Fan von Kurzgeschichten bin. Dieses Buch wollte ich aber unbedingt lesen! Ein Blick auf die Autoren der Kurzgeschichten reicht wohl aus, um zu erklären warum.


    "Gut sei gut, böse sei böse, oben sei oben und unten sei unten." Thomas Thiemeyer


    Wir wissen alle, es ist nie so simpel - erst recht nicht, wenn es sich um den Inhalt eines Thrillers handelt!


    Heute fange ich meine Rezension ungewöhnlich an, nämlich mit der Optik. Alleine deswegen ist das Buch den Kauf schon fast wert! Das Hardcover hat einen tiefschwarzen Einband, blutrote Beschriftung und der Titel ist in kreidebleich-weiß gehalten --> die idealen Farben für einen Thriller. Des Weiteren besitzt die Anthologie in Moleskine-Ausstattung ein rotes Gummiband, mit dem man das Buch quasi "verschließen" kann. Ich finde dieses nicht nur sehr praktisch, sondern es passt herrlich in die Optik des Buches. Dazu gibt es noch abgerundete Ecken. Einfach ein Hingucker!


    Nun aber zum Inhalt, ganz vernachlässigen darf man den ja nicht!


    Diese Anthologie beinhaltet folgende Kurzgeschichten:
    Sebastian Fitzek, Nicht einschlafen
    Val McDermid, Schöne Bescherung
    Thomas Thiemeyer, Fehler im System
    Torkil Damhaug, Der fast Perfekte
    Petra Busch, Vita reducta
    Michael Connelly, Späte Abrechnung
    Markus Heitz, Ein ehrenwertes Haus
    Michael Koryta, Der Winter nimmt alles
    Steve Mosby, Wünsche für Alison
    Judith Merchant, Monopoly
    Jens Lapidus, Pulver
    Markus Stromiedel, Das Haus auf dem Hügel
    Jilliane Hoffman, Letzte Bergfahrt


    Bevor ich dieses Buch gelesen hatte, waren mir nicht alle Autoren bekannt. Das Gute an einer Anthologie ist ja aber gerade, dass der Leser auch auf neue Schriftsteller aufmerksam wird und so haben einige Autoren, die mir bis dahin unbekannt waren, mich überzeugt. Mehr dazu später.


    Sebastian Fitzek sagt selbst im Vorwort, dass Kurzgeschichten am schwierigsten zu schreiben sind, da jedes Wort stimmen muss, und damit hat er Recht. Die kleinen Geschichten haben lediglich einen Umfang von 14 - 36 Seiten, wenn ich mich nicht verzählt habe ^^. Auf so wenigen Seiten ein spannendes Gefühl zu entwickeln, die Charaktere glaubhaft darzustellen, einen Spannungsbogen aufzubauen und dann am Besten am Ende noch einen überraschenden Schluss darzubieten, ist wahrlich nicht einfach. Meiner Meinung nach ist dieses leider auch nicht allen Autoren gelungen. Trotzdem konnten mich die meisten der Kurzgeschichten überzeugen, angeführt von Judith Merchant, deren Story ich am besten fand -falls ich mich entscheiden muss-, gefolgt von den Kurzgeschichten von Sebastian Fitzek, Val McDermid, Torkil Damhaug, Michael Connelly, Markus Heitz undJilliane Hoffman. Bei einigen davon habe ich mir gewünscht, dass es sich nicht um eine Kurzgeschichte, sondern und einen ganzen Roman handeln würde. Am meisten enttäuscht hat mich die Geschichte von Jens Lapidus, bei der ich weder Spannung noch einen interessanten Ansatz gefunden habe, bzw. falls er da war, wurde er sofort im Keim erstickt.


    Ich möchte zu den einzelnen Geschichten eigentlich gar nicht viel vom Inhalt erzählen, aber es sei gesagt, dass die Storys sehr unterschiedlich sind. Manche blutig, andere lassen einen Psychothriller erkennen und einige empfand ich eher als Krimi. Als kleine Info: Wenn ihr das Buch lest, dann könnt ihr euch auf folgende Themen gefasst machen: Schizophrenie, Kontrollverlust, Selbstjustiz, Vergiftung, Rache, Verfolgungswahn, Missverständnisse, sprechende Tote, Drogen, Realitätsverlust und natürlich ANGST!


    Wie ihr seht sind die Inhalte der Geschichten sehr vielseitig. Des Weiteren sei gesagt, dass der Schreibstil aller Autoren mich überzeugt hat, einige vermochten es nur nicht mich zu "fesseln". Ich habe die Geschichten, die abwechselnd aus der Sicht des Opfers und des Täters geschrieben wurden, sehr gemocht und diejenigen, die erst harmlos anfingen und auf der letzten Seite wurde dann das Geschehen komplett umgedreht und alles erschien einem neu.


    Das Buch enthält außerdem ein interessantes Extras: Vor jeder Geschichte gibt es eine Original Handschriftenprobe des Autors und am Ende des Buches wird diese graphologisch begutachtet und verrät somit etwas über den jeweiligen Charakter. Zusätzlich wird zu jedem Schriftsteller eine kleine Biografie mitgeliefert.


    Fazit: Das Buch ist ein tolles Gesamtpaket. Ich war positiv erstaunt, dass mich so viele Kurzgeschichten begeistert haben. Ich kann euch das Buch daher wärmstens empfehlen.

    • Broschiert: 272 Seiten
    • Verlag: Droemer (4. Oktober 2010)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3426198975
    • ISBN-13: 978-3426198971
    • :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

    Der Roman handelt von einer Frau, Georgie. Sie ist verheiratet und hat einen Sohn im Teenager-Alter. Sie ist wegen Streitigkeiten von ihrem Ehemann getrennt, und ihr Sohn Ben pendelt zwischen ihr und ihrem Noch-Ehemann hin und her. Eine weitere tragende Rolle spielt Mrs. Shapiro, die zwischen 61 und 96 Jahre alt ist (dieses schafft einige Verwirrung in dem Roman).
    Georgie und Mrs. Shapio treffen sich in ihrer Nachbarschaft, freunden sich kurioserweise an und Georgie hilft ihr aus, als Mrs. Shapio ins Krankenhaus muss, sie kümmert sich also um ihr Haus und ihre zahlreichen Katzen.
    Der ganze Roman handelt hauptsächlich davon, wie die beiden Frauen sich kennen lernen und die Lebensgeschichten von einander erfahren. Dazu kommen dann noch Geschichten über Juden und Palästinenser, etliche Geschichten über Klebstoffe (Georgie schreibt in Fachzeitschriften darüber), Weltendszenarios die ihr Sohn Ben befürchtet und kurze Kapitel die Georgie schreibt, da sie selbst ein Buch veröffentlichen möchte.
    Mir hat das Buch nicht sehr gut gefallen, Für mich wurden zu viele einzelne Storys zusammengeklebt. Die Roman-Schreib-Versuche von Georgie fand ich sehr uninteressant, die ganzen Storys über Klebstoffe, Klebstoffmessen usw ebenfalls und dann kam ja auch noch die Angst von Ben hinzu, dass die Welt bald unter gehen wird und die Geschichte der Juden und Palästinenser wurde ebenfalls beleuchtet. Für mich hat Frau Lewycka damit einfach zu viele Themen angeschnitten, die nicht zwingend zusammen gehören, außerdem teilweise die Charaktere überspitzt reagieren lassen (wer rennt schon schreiend auf die Neue des Ehemanns zu und rammt ihr eine Banane in die Nase) und viele Strecken waren einfach nur langweilig und öde geschrieben.
    :bewertung1von5: :bewertung1von5: