Beiträge von ClaudiasBuecherregal

    In den Ferien wird Charlie zu ihrer bis dahin unbekannten Tante Agathe abgeschoben. Diese besitzt einen Bonbonladen‚ aber neben zahlreichen Süßigkeiten gibt es dort auch Naschkram mit einer Prise Magie, denn schnell erkennt Charlie, dass ihre Tante für alle ein offenes Wort hat und für jede Gemütslage das passende Bonbon verabreicht. Es könnte in Glückshausen also recht friedlich ablaufen, wenn da nicht ein Gegenspieler - der Zauberer Süßholz - sein Unwesen treiben würde. Charlie und Agathe nehmen zusammen mit einer sprechenden Schildkröte den Kampf auf.


    „Meine verzauberte Freundin“ ist der Auftakt der Buchreihe „Der zuckersüßen Wunderladen“ um Charlie und ihre magische Tante. Annette Moser hat eine kindgerechte, fantasievolle Geschichte erdacht, die auch noch spannend ist und zeigt, wie wichtig es ist, dass man für andere Menschen ein offenes Ohr hat. Außerdem nimmt Freundschaft einen wichtigen Part im Buch ein. Ihre geschaffenen Figuren sind toll. Sowohl die guten, wie auch die bösen Charaktere. Im Zusammenspiel ergibt sich eine aufregende Geschichte.


    Gelesen wird das Hörbuch hauptsächlich von Uta Dänekamp, deren junge Stimme sehr gut zu Charlie passt. Des Weiteren hilft Mark Bremer an den jeweiligen Stellen mit männlichen Stimmen aus, wodurch der Eindruck eines Hörspiels entsteht. Dass die beiden gut zusammen sprechen, habe ich schon mehrfach erlebt, und auch hier passt es wieder hervorragend zusammen.


    Fazit: Ein tolles Kinderhörbuch aus dem Rubikon-Verlag, das Lust auf mehr macht, denn sowohl die Präsentation der beiden Sprecher, als auch die tolle Geschichte sorgen für gute Unterhaltung.


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    Die mittlerweile fast 20-jährige Pia fühlt sich sehr erwachsen, seit sie wegen ihrer Ausbildung nach München gezogen ist. Immerhin steht sie nun auf eigenen Beinen. Auf Drängen ihrer Familie kehrt sie jedoch für die Weihnachtstage zurück in ihr altes Zuhause, in ihr Jugendzimmer und in das altbekannte Chaos mit ihren Eltern und ihrer kleinen Schwester. Eigentlich ist sie dafür schon zu alt aber wer weiß, vielleicht wird es ja auch weihnachtlich-schön. Doch statt alter Traditionen, duftender Weihnachtskekse und einem gemütlichen Heiligabend, muss Pia plötzlich ihre Eltern ersetzen, ihre Schwester bespaßen und sich auch noch mit dem nervigen Nachbarsjungen Nic herumärgern, der über die Weihnachtstage bei ihnen untergebracht wurde. Dafür ist sie nun wirklich zu alt!


    Anfangs kam mir die Protagonistin Pia etwas anstrengend vor. Ständig wiederholt sie, dass sie für dieses und jenes viel zu alt sei. Das passt zwar zum Titel der kurzen Erzählung, aber ist irgendwann ein kleines bisschen nervig. Zum Glück entwickeln sich Pia und die Geschichte weiter. Schnell entstehen Sympathien für die junge Frau, ihre Schwester und auch für Nic. Leider ist die Geschichte wirklich sehr kurz. Von Pia und Nic hätte ich gerne noch mehr gelesen.


    Natürlich wirft Engelmann ihren Figuren wieder Steine in den Weg und so läuft nichts wie geplant. Der Hörer kann manchmal mitleiden, aber auch über manches Schmunzeln. Für eine Weihnachtsgeschichte hätte es für meinen Geschmack gerne noch etwas weihnachtlicher sein können. Zwar spürt man eine gewisse besondere Atmosphäre, aber da ist noch ein bisschen Luft nach oben. Vanessa Eckart liest die Erzählung und hat eine sehr frische, angenehme Stimme, so dass man ihr gerne zu hört.


    Fazit: Eine schöne Weihnachtserzählung, die gerne noch etwas länger und etwas weihnachtlicher hätte sein können, deren Inhalt und Figuren jedoch Spaß machen und somit ist das Hörbuch sehr für einen kuscheligen Adventstag auf der Couch oder für ähnliche Gelegenheiten geeignet.


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    Vor einem Jahr wurde der Sohn von Till Berkhoff entführt. Mittlerweile hat Till die Hoffnung, dass sein Sohn noch lebt, aufgegeben. Er benötigt jedoch Gewissheit, um endlich abschließen zu können. Diese kann ihm nur der Mörder geben, doch der Tatverdächtige sitzt wegen zwei weiterer Kindstötungen im Hochsicherheitstrakt einer Psychiatrie und schweigt zu den Vorwürfen, auch Max getötet zu haben. Till bliebt daher nur eine Möglichkeit: er muss selbst Insasse der Anstalt werden und Kontakt zum potentiellen Mörder seines Sohnes aufnehmen.


    Jedes neue Buch von Sebastian ist seit Jahren Pflichtprogramm für mich. Bei „der Insasse“ hatte ich Glück und habe die „Limited Edition“ erhalten, bei der sich der Einband wie die gepolsterten Wände einer Zelle in einer Psychiatrie anfühlt und der Buchschnitt rot gefärbt ist.


    Der Roman wird aus verschiedenen Perspektiven geschildert. Außerdem hält Fitzek die Kapitel kurz, so dass ein schnelles Tempo entsteht. Hinzu kommt noch die Spannung, die mich bei diesem Buch durch die Seiten getrieben hat. Immer wieder setzt der Autor noch eins oben drauf. Man denkt als Leser schon, dass es nicht schlimmer kommen könnte, aber weit gefehlt, Fitzek hat immer noch eine Überraschung in petto. Ich fand die Handlung wirklich extrem spannend. Endlich einmal wieder ein richtiger Psychothriller!


    Die Auflösung war etwas gewöhnungsbedürftig für mich. Ich bin auch noch nicht ganz sicher, ob diese Erklärung zu allem passt, was im Roman passiert ist. Aber auch wenn das Ende nicht ganz ideal für mich war, erhält der Roman eine absolute Leseempfehlung und 5 Sterne von mir.


    Fazit: In diesem Roman steckt tatsächlich Psychothriller! Fitzek hat mich über 350 Seiten extrem spannend unterhalten und daher absolut 5 Sterne für dieses Buch verdient.

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    Halloween wird seit Jahren in Deutschland immer beliebter. Dekorationen dazu bekommt man mittlerweile an jeder Ecke, aber zu einer richtigen Halloween-Party gehört dann natürlich auch entsprechendes Essen und Trinken und da kommt dieses Buch ins Spiel, welches 50 Rezepte zum Kochen und Backen bietet, die nicht nur lecker, sondern auch dekorativ sind.


    Das Buch bietet Süßes und Herzhaftes, wobei die Rezepte in folgende Kategorien aufgeteilt wurden: Fingerfood, Horrord’Oeuvre, Schlürf und Schlabber, Henkersmahlzeit, Schreilagen, Zuckerschocker, Aus dem Hexenofen und zum Abschluss gar garstig Gebräu.


    Die Seiten sind stets gleich aufgebaut. Die linke Seite besteht aus einem Farbfoto des fertigen Essens/Getränks. Die rechte Seite beinhaltet das Rezept mit einer kurzen Anmerkung dazu, gefolgt von einer Zutatenliste, einer Schritt-für-Schritt-Anleitung und den Angaben zur Menge und zur Zubereitungszeit. Bei den Getränken gibt es übrigens stets eine Variante mit und eine ohne Alkohol.


    Beim Ausprobieren war mir wichtig, dass das Ergebnis optisch ansprechend, die Anleitung brauchbar und das Gericht lecker ist. Ein paar Sachen sahen mir schon zu gruselig aus, um sie überhaupt zu testen, aber bei den anderen konnte ich mich austoben und bin belohnt worden. Die Ideen sind klasse und für die Umsetzung muss man definitiv kein Sternekoch sein. Wurstmumien, Friedhofsschmankerl, abgehackte Hexenfinger und die Brownie-Geister waren u.a. ein Knaller.


    Fazit: Wer seine Halloweenparty kulinarisch aufpeppen möchte, kommt an diesem Buch nicht vorbei! Toll Ideen, die vielfältig und gut umzusetzen sind.


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    Fredy, das Lama, und Fauli, das Faultier, sind beste Freunde. Fredy ist eindeutig der Coolere von den beiden. Er hat Erfolg mit seiner Rockband, in seinem Beruf und natürlich auch bei den Lama-Damen. Zum Glück gönnt Fauli ihm dieses von Herzen und ist überhaupt nicht eifersüchtig. Als er jedoch feststellt, dass Fredy ihn scheinbar mehrfach angelogen hat, droht die Freundschaft zu zerbrechen, denn Fauli hat das Vertrauen in Fredy verloren – auch als dieser schwört, nun die Wahrheit zu sagen. Ob die beiden sich wieder vertragen?


    Inhaltlich bietet die Geschichte eine moderne Version vom Hirtenjungen Peter, der ständig „Wolf“ schreit, obwohl keiner dort ist, bis man ihm irgendwann nicht mehr glaubt – denn, wer einmal lügt, dem glaubt man nicht mehr. Die Protagonisten sind zwei Tiere, die zurzeit sehr angesagt sind, nämlich ein Lama und ein Faultier. Die beiden sind hochmodern, so dass sie z.B. ihre Freundschaft durch zahlreiche Handyselfies festhalten. Freundschaft ist jedoch das höchste Gut und dieses droht verloren zu gehen.


    Jacqueline und Daniel Kauer, die für Text und Illustration verantwortlich sind, habe sich eine süße Geschichte ausgedacht. Die Flunkereien passen zu Fredy und auch wie Fauli ihm auf die Schliche kommt, ist plausibel. Mir gefällt lediglich die letzte Idee nicht. Die „super-krass-extrem-seltsame“ Sache, um Fauli zu zitieren, die vielleicht wahr ist, die er Fredy aber nicht mehr glauben kann. Diese wird zum einen gar nicht wirklich im Buch aufgenommen, nur kurz angerissen, aber nicht thematisiert, und zum anderen ist das nichts, was ich meinen Kindern ab einem Alter von 4 Jahren vorlesen wollen würde. Da hätte ich mir eine schönere, kindgerechtere Idee gewünscht.


    Fazit: Fredys letzte Lüge oder Wahrheit, wer weiß das bei ihm schon so genau, gefällt mir thematisch leider gar nicht. Ansonsten ist das Kinderbuch süß illustriert und zeigt Kindern, warum man nicht flunkern darf, denn dadurch wird das Vertrauen in einer Freundschaft zerstört.


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    Kim wurde am 24. Dezember geboren, heißt mit zweitem Vornamen Stella, was Stern bedeutet, und liebt daher den Weihnachtsstern. Alles sammelt sie über ihn, Informationen und Abbildungen, bis sie eines Tages in der Vorweihnachtszeit erfährt, dass der Weihnachtsstern gar kein Stern sei, sondern nur ein Komet, also ein Klumpen aus Gas und Staub. Die kleine Kim ist entsetzt, desillusioniert und macht sie auf die Suche nach Antworten. Dabei trifft sie u.a. auf den Astrophysiker Arthur Sanftleben und den gleichaltrigen sternenkundigen Max, die jeder ihre eigenen Theorien und Ansichten zum Weihnachtsstern haben.


    Diese kleine Weihnachts- oder auch Wintergeschichte konnte mich leider nicht begeistern. Irgendwie hat sie mich nicht berührt. Ich fand sie weder atmosphärisch noch poetisch. Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, was die Autorin mir mit ihrer Geschichte sagen oder bei mir auslösen möchte. Es ist leider gar keine Verbindung zwischen dem Roman und mir entstanden. Das Buch lässt sich zwar flüssig lesen und einige Ansätze fand ich auch schön, aber es war einfach nicht meins.


    Fazit: Mir hat die Geschichte leider nicht zugesagt. Ich habe jedoch auch schon viel positives Feedback dazu gehört, daher empfehle ich Interessierten einfach einmal in diese Leseprobe auf der Verlagsseite von Droemer hineinzulesen und selbst zu entscheiden. Für mich waren es leider nur 2,5 Sterne.


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    Verkatert öffnet Sarah Christkind am Sonntagmorgen einem Mann die Haustür, der behauptet, er sei DER Weihnachtsmann und wäre bei IHR genau richtig, da er das letzte Christkind getötet hätte und nun Ersatz bräuchte. Als sie den –offenbar gestörten- Mann nicht beim sozialpsychiatrischen Dienst loswird, nimmt sie sich ihm an – immerhin ist sie Therapeutin. Dabei hat sie mit ihrem gerade ausgezogenem Mann, seiner Neuen und ihren beiden Pubertieren schon genug um die Ohren, aber dem Mann, der scheinbar weder Autos kennt noch weiß, was ein Geschirrspüler ist, und stattdessen dringend seine Rentiere sucht, muss geholfen werden. So eine turbulente Adventszeit hat Sarah jedoch noch nie erlebt.


    Sina Beerwald schreibt querbeet. Historisches, Nordseekrimis, Thriller („Hypnose“ ist u.a. sehr zu empfehlen) und als ich gelesen habe, das es von ihr nun einen humorvollen Weihnachtsroman gibt, musste ich diesen unbedingt lesen. Leider sind humorvolle Bücher oft ein Problem für mich, da ich sie nicht witzig finde, aber Beerwald hat genau mein Humorniveau getroffen. Die Ich-Erzählerin Sarah Christkind ist sympathisch, authentisch und als Leser begleitet man sie durch den Dezember. Die eigentliche Hauptfigur ist jedoch der Weihnachtsmann. Frisch vom Nordpol einflogen, kommt er so gar nicht in unserer Welt zurecht. Wortspiele versteht er nicht und mit den meisten Haushaltsgegenständen steht er auf Kriegsfuß. Kein Wunder, dass Sarah ihn entweder rund um die Uhr betreuen muss oder halt eine Katastrophe nach der nächsten erlebt.


    Mich hat das Buch auf einer langen Bahnfahrt begleitet und ich habe tatsächlich die Zeit und die Menschen um mich herum vergessen. Ich musste so oft lachen und habe es genossen, dass so alltägliche Dinge so humorvoll umgesetzt wurden und Beerwald eine Komödie geschrieben hat, die überhaupt nicht krampfhaft versucht witzig zu sein, sondern durch Situationskomik großartig unterhält. Zudem ist es natürlich auch weihnachtlich und ein bisschen magisch.


    Fazit: Ich kann dieses Buch allen empfehlen, die Lust auf einen wirklich witzigen Weihnachtsroman haben, der zwar einen Hauch Magie besitzt, aber nicht kitschig oder klischeehaft ist, sondern frisch und fröhlich über eine chaotische Adventszeit mit dem Weihnachtsmann berichtet. Definitiv eine Weihnachtsbuchempfehlung – zum Selbstlesen und auch zum Verschenken. Da kann man nur 5 Sterne für vergeben!


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    Die Multi-Millionen-Metropole Verity City ist in zwei verfeindete Lager aufgeteilt. In dieser Stadt geht es oft ums nackte Überleben. Menschen und Monster kämpfen gegeneinander, aber auch innerhalb ihrer Spezies bekämpfen sie sich. In dieser Welt treffen die Kinder der verfeindeten Herrscher aufeinander und erleben sich ganz anders, als erwartet.


    „Dieses wilde, wilde Land“ ist der Auftakt einer Urban-Fantasy-Reihe von Victoria Schwab. Leider fiel mir der Einstieg in ihr düsteres Szenario sehr schwer. Es hat fast das ganze erste Drittel gebraucht, bis ich wusste, wer wer ist, wie sich die Monster unterscheiden und ich ein ungefähres Bild über die Lebensumstände in Verity City gewonnen hatte. Dieses Problem bin ich nicht gewohnt und es hat mir etwas den Lesespaß verdorben. Der Mittelteil, der leider etwas vor sich hin plätschert, hat auch nicht geholfen. Gegen Ende des Romans zieht das Tempo etwas an, aber ich hatte wenig Antrieb das Buch zu beenden, weil es mich einfach nicht gepackt hat.


    Die beiden Protagonisten sind auch nicht meine Lieblinge geworden. August, der eigentlich ein Monster ist, war noch einigermaßen interessant und sympathisch. Kate ist eher rebellisch, hat ihren eigenen Kopf, aber ich konnte keinen Bezug zu ihr aufbauen.


    Fazit: Mir hat der Ausflug in die (Monster-) Welt von Verity City leider nicht besonders gefallen. Ich hatte wenig Eigenantrieb das Buch beenden zu wollen und werde die Fortsetzung(en) nicht lesen.



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    Von Bommel gibt es ein neues Abenteuer. Dieses Mal beschäftigt sich die kleine Hummel mit der Zeit. Warum vergeht sie nur so langsam, wenn man auf seine Oma wartet, aber ganz schnell wenn man eine Eintagsfliege ist? In verschiedenen Situationen findet Bommel einiges über die Zeit heraus und stellt fest, dass es immer darauf ankommt, wie man seine Zeit nutzt.


    Ich freue mich stets, wenn ich von einem neuen Bilderbuch über die kleine Hummel Bommel erfahre, denn bisher hat mir jedes gefallen. Am allerschönsten finde ich stets die Illustrationen von Joëlle Tourlonias. Sie bedient sich gedeckter Farben und hat einfach ein Talent wunderschöne Zeichnungen zu Papier zu bringen.


    Aber auch die Botschaft ist schön: Zeit ist jetzt. Zeit ist Leben. Unsere/Deine Zeit ist jetzt. Das sind Zeilen aus dem Lied, das Maite Kelly extra für dieses Buch geschrieben hat. Kindgerecht vermittelt die Geschichte Kindern, warum sich Zeit nicht immer gleich anfühlt.


    Fazit: Erneut ein tolles Kinderbuch, dass meine Hummel Bommel Sammlung bereichern wird. Ein Muss für Fans dieser Figur und eine gute Möglichkeit für alle andere, diese kennen und lieben zu lernen.


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    Die kleine Hummel Bommel feiert Weihnachten ist 2016 als gebundene Ausgabe erschienen. Seit September 2018 gibt es nun dazu das passende Pappbilderbuch, womit die Geschichte auch für die ganz Kleinen geeignet ist.


    Bommel wacht am 24. Dezember morgens auf und ist ganz aufgeregt schließlich ist heute der Weihnachtsabend, den sie schon sehr herbei sehnt. Damit die Zeit schneller vergeht, besucht sie ihre Freunde, doch dort läuft alles schief. So wie es aussieht wird es keinen Weihnachtsbaum, keine Geschenke, keine Lieder und keine Kekse geben. Bommel ist schon ganz traurig, erkennt aber, als abends alle zusammen sitzen, dass es nicht um das Materielle geht, sondern um eine schöne Zeit mit der Familie und Freuden – daher wurde auch dieses Weihnachtsfest wunderschön.


    Das Pappbilderbuch mit seinen runden Ecken wurde erneut von Joëlle Tourlonias illustriert. Ich liebe ihre Zeichnungen seit langem und wie sie mit dezenten Farben wunderschöne Bilder kreiert. Dieses Buch hat mich erneut verzaubert, aber Bommel mit Weihnachtsmütze und Weihnachtsschuhen ist aber auch einfach zauberhaft.


    Ich finde die Botschaft, die dieses Buch vermittelt wunderschön und kindgerecht. Allerdings glaube ich, dass es inhaltlich eher etwas für größere Kinder ist, daher wäre die gebundene Ausgabe wahrscheinlich praktischer.


    Fazit: Ich liebe dieses Weihnachtsbuch, dann inhaltlich und optisch ist es wunderschön. Daher wird es zu den anderen Bommel-Büchern ins Regal ziehen.

    Ein gutes Einkommen sichern sich Trickbetrüger seit Jahren durch den Enkeltrick. Auch in Renate Bergmanns Bekanntenkreis gab es schon Opfer, die dadurch alles Ersparte verloren haben. Renate nimmt sich jedoch vor, dass dieses nicht mit ihr passieren würde, schließlich guckt sie regelmäßig „Aktendeckel XY“ und kennt daher die betrügerischen Machenschaften. Sie erhofft quasi schon fast einen Anruf von einem „Enkel“, um den Spieß umzudrehen und den Betrüger dingfest zu machen.


    Die Kurzgeschichtensammlungen von Renate Bergmann sind nicht so meins, aber auf die Romane freue ich mich stets. Geschrieben werden sie von Torsten Rohde, Jahrgang 1974, der aus Sicht einer Online-Omi schreibt und gelesen mittlerweile von Carmen-Maja Antoni. Zunächst hatte ich mit ihr nach dem Sprecherwechsel ein paar Eingewöhnungsprobleme, aber mittlerweile gehört ihre Stimme zur rüstigen Renate.


    Die Haupthandlung bezieht sich auf Enkeltrickbetrüger, wie andere Senioren darauf hereingefallen sind, wie Renate ihre Freunde animiert ihr zu helfen und wie die Truppe zu ermitteln beginnt. Da diese Part wohl nicht ganz für einen Roman gereicht hat, schweift Renate manchmal ab und erzählt dann zum Beispiel, wie sie ihrer esoterischen Tochter Fleisch im Thermomix zu einem „Gemüse“Smoothie verarbeitet. Das sind leider fast alles Geschichten, die man schon aus anderen Bergmann-Romanen kennt. Daher tragen sie nicht unbedingt zur guten Unterhaltung bei.


    Fazit: Die Enkeltrickbetrüger-Geschichte ist unterhaltsam, wenn auch vorhersehbar. Die Nebenstränge der Geschichte sind eher aufgewärmt. Insgesamt kann man das Hörbuch gut hören und daher vergebe ich 4 Sterne.


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    Neben dem Weihnachtsmann und seiner Frau Mary ist Wichtelgrund nunmehr auch das Zuhause für einen dritten Menschen geworden - nämlich für Amelia, das ehemalige Kaminkehrermädchen aus London. Ihr fällt es schwer sich in der Wichtelwelt zurechtzufinden. Die Unterrichtsfächer unterscheiden sich gravierend von denen in der Menschenwelt und immer wieder wird ihr Misstrauen entgegengebracht. Sie muss die Wichtel ein für alle Mal davon überzeugen, dass Wichtelgrund auch ihr Zuhause ist und die Gelegenheit bietet sich, als die Kaninchen, angeführt vom Osterhasen, das Weihnachtsfest zerstören wollen.


    Nach „Ein Junge namens Weihnacht“ und „Das Mädchen, das Weihnachten rettete“ ist „Ich und der Weihnachtsmann“ bereits der dritte Band dieser Reihe von Matt Haig. Dieses Mal berichtet Amelia als Ich-Erzählerin. Ich habe alle drei Romane als Hörbuch genossen. Sie werden von Rufus Beck sehr lebhaft interpretiert, was stets ein Erlebnis ist.


    Leider fehlte mir dieses Mal etwas die Weihnachtsatmosphäre. Diesbezüglich hatten die ersten beiden Romane mehr zu bieten. Der dritte Band hat sich für mich anders angefühlt. Es geht mehr um Intrigen, um fiese Machenschaften und ähnliches. Dank Beck habe ich das Hörbuch trotzdem gerne gehört aber „der Zauber von Weihnachten“ war dieses Mal nicht so prägnant.


    Fazit: Der dritte Band, der aus Sicht eines kleinen Mädchens geschildert wird, bietet weniger Weihnachtsstimmung als erwartet, sondern eher hinterhältige Aktionen, Lügen und Intrigen. Dank Rufus Beck trotzdem hörenswert, aber die ersten beiden Bände haben mir besser gefallen. 3,5-4 Sterne.


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    Dieses Buch beinhaltet die Weihnachtslieder „Leise rieselt der Schnee“, „Alle Jahre wieder“, „Morgen kommt der Weihnachtsmann“, Schneeflöckchen, Weißröckchen“ und „Morgen, Kinder wird’s was geben“. Alle fünf Lieder sind wohlbekannt und sind Lieder, denen Kinder sicherlich auch im Kindergarten oder anderswo begegnen werden.


    Jedem Lied wird in diesem dicken Pappbilderbuch eine Seite gewidmet und rechts sind die Knöpfe, um die Musik zu aktivieren.


    Was mit sehr gefällt ist die Auswahl der Lieder, die stabile Qualität des Buches und die süßen Zeichnungen, die stets perfekt zu den Liedern passen. Außerdem kann man durch einen erneuten Druck auf den jeweiligen Knopf das Lied vorzeitig beenden, was ich gut finde. Zusätzlich kann man die Batterien austauschen (3x 1,5V Knopfzellen-Batterien), so dass es keine traurigen Kinderaugen geben wird, sollten die Batterien leergespielt sein.


    Die erste Strophe wird stets mit Text und Noten angeboten. Die weiteren Strophen nur noch als Text, was aber in Ordnung ist, denn die Melodie hat man dann im Kopf/Gefühl.


    Schade finde ich jedoch, dass bei zwei Liedern eine Strophe fehlt und bei einem sogar vier Strophen. Die Lieder sollten schon vollständig im Buch abgedruckt sein. Außerdem beschränken sich der Gesang und die Melodie auch nur auf die erste Strophe. Möchte man also weiter singen, muss dieses ohne Musik und ohne Unterstützung erfolgen, was mich ebenfalls stört. Ich war davon ausgegangen, dass die Lieder vollständig sind, sowohl was die Texte, als auch was die musikalische Unterstützung angeht.


    Fazit: Das Buch wird für Kinder ab 18 Monaten empfohlen, was ich für angemessen halte. Die Grundidee gefällt mir sehr, die Umsetzung bzgl. der Zeichnungen und der Lieder auch. Aber enttäuschend ist, dass es die Lieder nicht vollständig enthalten sind.


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    Elsa Myers arbeitet beim FBI und kümmert sich stets um die Fälle, bei denen Kinder oder Jugendliche verschwunden sind. In ihrem neuesten Fall geht es um Ruby, 18 Jahre, aus einem behüteten Zuhause. Myers geht zahlreichen Spuren nach und entdeckt schnell Parallelen zu weiteren, ungelösten Fällen.


    Nach dem Hören habe ich erfahren, dass Karen Ellis ein Pseudonym der Autorin Kate Pepper ist. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich das Hörbuch nicht in die Hand genommen, denn Peppers Romane klingen stets interessant, sind es für mich aber nicht. Ich kann scheinbar einfach mit der Art zu Schreiben der Autorin nicht und das war auch bei diesem Roman wieder der Fall.


    „Die im Dunkeln“ ist der Auftakt der Searchers-Reihe mit der 41 jährigen Elsa Myers als Protagonistin. Ein Großteil des Romans dreht sich um die FBI-Ermittlerin, so dass sogar zahlreiche Kapitel ihre Vergangenheit beleuchten. Leider ist es der Autorin nicht gelungen mir die Ermittlerin sympathisch zu machen. Ich habe ebenso keine Empathie zu den Opfern aufbringen können und keine Spannung verspürt. Der Roman hat mich einfach irgendwie „kalt“ gelassen. Die Geschichte ist nicht schlecht und man kann sie sich anhören, weil Vera Teltz, Schauspielerin und Synchronsprecherin, die das Hörbuch liest, eine schöne Stimmfarbe hat, aber emotional mitgerissen wurde ich nie.


    Fazit: Die Autorin baut keine Emotionen und keine Spannung auf, auch unerwartete Wendungen, Cliffhanger oder Höhepunkte irgendeiner Art fehlen komplett. Die Geschichte plätschert leider nur vor sich hin.

    Dieses Hörbuch umfasst 30 Geschichten von Cecelia Ahern zum Thema „Frauen erheben ihre Stimme“. Jedes Mal steht eine Frau im Vordergrund, die oft gar keinen Namen hat, sondern einfach irgendeine Frau darstellt.

    Von der Thematik her sind die Geschichten alle gleich. Frauen sollen selbstsicher sein und sich Männern nicht unterordnen, schließlich sind wir gleichberechtigt. Frauen sollen laut sein und sich nicht selbst klein machen.


    Das Schönste am Hörbuch waren die Kapitelüberschriften. Die Frau, die im Boden versinkt, versinkt tatsächlich im Boden und die Frau, die in die Schuhe ihres Mannes schlüpft, zieht diese tatsächlich an, etc.


    Leider haben mir die Geschichten, die von Merete Brettschneider, Anne Moll und Therea Underberg gelesen werden, nur bedingt gefallen. Humor habe ich kaum gefunden und wirklich berührt haben sie mich auch nicht. Einige sind sogar eher skurril. Der Esprit, den Ahern in ihren früheren Büchern versprüht hat, hat mir komplett gefehlt.


    Fazit: Der Ansatz war gut, die Umsetzung hat mir persönlich jedoch nicht gefallen.


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    Nach einem Motorradunfall wird der 17-jährige Timo mit schweren Verletzungen, u.a. einem Schädelhirntrauma, zur Rehabilitation in den Markwaldhof, eine spezielle Kurklinik für Patienten mit neurologischen Problemen, geschickt. Körperlich erholt er sich langsam, doch das Sprechen will absolut nicht gelingen. Außerdem stellt er fest, dass nachts merkwürdige Dinge vor sich gehen, aber was soll er tun, wenn er zwar etwas weiß, aber sich niemandem mitteilen kann?


    Ich sehne jedes Jugendbuch der österreichischen Autorin Ursula Poznanski sehnsüchtig herbei - egal welches Thema sie aufgreifen wird, ich würde das Buch lesen wollen. Der Einstieg in ihr neustes Werk lief problemlos. Ich war sofort von der Situation gefangen und bin dem Sog der Geschichte verfallen. Sehr lange hatte ich wirklich keine Ahnung, wie die Autorin die Geschehnisse erklären würde. Dieses hat mich auch durch den etwas abflauenden Mittelteil hinweg getrieben.


    Das Thema ist unglaublich interessant, auch wenn ich teilweise fand, dass nicht alles erklärt, sondern manches als gegeben präsentiert wurde. Dieses Mal stehen gar nicht die Charaktere besonders im Vordergrund, sondern eher der neurologische Aspekt, der für Jugendliche gerecht aufbereitet wurde.


    Fazit: Poznanski schafft es eine Spannung zu erzeugen, die im Mittelteil etwas nachlässt. Die Thematik des Romans ist interessant, aktuell und fühlt sich leider schon beinahe realitätsnah an. Bis auf kleinere Kritikpunkte ein wirklich tolles, unterhaltsames Buch - nicht nur für Jugendliche!


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    Die Geliebte des Privatdetektivs Flaviére hat sich vom Kirchturm aus in den Tod gestürzt. Kurz danach trifft er jedoch auf eine Frau, die seiner Madeleine zum Verwechseln ähnlich sieht. Er ist irritiert, versucht dieser Frau näher zu kommen, sie zu überreden Madeleine zu sein und sich am besten in ihn zu verlieben. Doch Flaviére kennt nicht die ganze Geschichte, wie er bald erfahren muss.


    Die Vorlage stammt aus 1954 und wurde unter anderem durch Alfred Hitchcock verfilmt. Ich kannte bisher jedoch weder den Roman noch den Film und war neugierig, wie mir so ein Klassiker gefallen würde. Man merkt dem Hörspiel an, dass die textliche Vorlage bereits über ein halbes Jahrhundert alt ist. Die Dialoge klingen nicht zeitgemäß und wie Frauen beschrieben werden, wie sie sich Männern unterordnen, empfand ich als störend. Was hinter den zum Verwechseln ähnlichen Frauen steckt, hat mich gegen Ende tatsächlich überrascht. Dem Rest der Handlung bin ich recht gerne gefolgt, da das Hörspiel durch Geräusche und Musik gut inszeniert wurde. Aber die Story an sich

    konnte mich nicht besonders begeistern.


    Der neutrale Erzähler ist Matthias Scherwenikas. In den Hauptrollen sprechen Alexander Radszun und Patycia Ziolkowska. Beide verstehen ihr Handwerk, sorgen dafür dass Emotionen gut durch ihre Stimmen transportiert werden und tragen dazu bei, dass das Hörbuch diesen alten Flair versprüht.


    Fazit: Vielleicht bin ich einfach nicht die richtige Zielgruppe für alte Klassiker? Der erste Versuch konnte mich jedenfalls nur mittelmäßig begeistern, was zum Großteil an der Darstellung der Frauen lag. Wer die Geschichte aus der Vorlage oder der Verfilmung kennt, könnte dieses Hörspiel durchaus ansprechend finden, wobei ich nicht beurteilen kann, wie viel gekürzt oder anderweitig verändert wurde.


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    Als Lily nach Boston zieht, scheint sich ihr Leben endlich zum Guten zu wenden. Sie fasst beruflich Fuß und lernt Ryle kennen, einen attraktiven, wohlhabenden und erfolgreichen Mann. Auf den ersten Blick scheint es zwischen ihnen zwar nicht einfach zu laufen, aber große Gefühle bahnen sich an, die dafür sorgen, dass Lily ihre Kindheit und Atlas, ihre Jugendliebe, endlich vergisst. Selbst als sie Atlas überraschend in Boston über den Weg läuft, trübt es ihr Glück mit Ryle nicht, bis ihre Vergangenheit sie wieder einzuholen droht.


    Ich habe damals u.a. die Will und Layken Reihe von CoHo geliebt, aber „Nur noch ein einziges Mal“ war das erste Nicht-Jugendbuch von ihr, dass ich gelesen bzw. gehört habe. Für meinen Geschmack lief in diesem Buch nicht alles so gut zusammen, wie ich es bei anderen Romanen der Autorin erlebt habe. Die Geschichte um Lily und Atlas habe ich geliebt und auch Atlas als Charakter einfach toll gefunden. Die Beziehung um Lily und Ryle hatte auch etwas, auch wenn sie nicht diesen Charme besitzt, wie ihre Jugendliebe. Lange Zeit passten diese Lebensabschnitte jedoch nicht zusammen und wirkten separat erzählt.


    Man darf nicht den Fehler machen und einen „oh wie schönen“ Liebesroman erwarten, denn Coho thematisiert auch eine sehr ernste Angelegenheit, welche einen Großteil der Handlung dominiert. Es gibt einige Zufälle, die vielleicht etwas zu viel Zufall sind, außerdem entscheidet sich Lily teilweise sehr unlogisch und es wird viel aufs Geld geschaut, denn Ryle kann ihr Wünsche erfüllen und Atlas fühlt sich nicht gut genug für Lily, da er nichts erreicht hat.


    Ich hatte einfach Probleme mit dieser Geschichte. Elena Wilms liest sie zwar toll, wirklich sehr authentisch und emotional, aber irgendwie wurde so viel in die Handlung hineingestopft. Lily und Atlas war etwas fürs Herz, Lily und Ryle ging eher in Richtung New Adult und dann noch dieses andere Thema, das ich nicht spoilern möchte, aber das nichts mit einem Liebesroman sondern eher einem Drama zu tun hat. So richtig erreichen konnte mich der Roman dadurch irgendwie nicht.


    Fazit: Das Hörbuch mit den 2 mp3-CDs und einer Laufzeit von ca. 652 Minuten konnte mich nicht uneingeschränkt begeistern. Einige Buchabschnitte fand ich grandios, andere haben mich überrascht (mal positiv, mal negativ) und manches fand ich konstruiert. Daher vergebe ich 3,5 Sterne und werde es einfach noch einmal mit einem anderen Buch der Autorin probieren.



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    Proberty wurde von ihren Eltern in einem Buchladen zurückgelassen und lebt seitdem bei Familie Miller. Bei einer Tombola gewinnen sie den großartigen Buchladen „Montgomerys Bücherparadies“ in London. Schnell lassen sich die drei von diesem fantastischen Laden, der so viel zu entdecken hat, verzaubern, doch kaum sind sie umgezogen betritt ein gefährlich aussehender Mann ihr Geschäft und bedroht ihre Existenz. Wird Proberty am Ende noch die entscheidende Idee haben, die ihr Bücherparadies retten wird?


    Bücher, die in Buchhandlungen spielen, kann ich schwer ignorieren. So auch bei diesem Kinderbuch ab acht Jahren. Ich liebe einfach die Atmosphäre, die meistens in solchen Büchern erschaffen wird. Der kleine Buchladen der Familie Miller klang total urig und schön, aber das Bücherparadies ist geradezu fantastisch, so dass man dort selbst am liebsten sein möchte. Die Autorin Sylvia Bishop hatte dafür eine ganz tolle Idee, die die Buchhandlung einfach genial macht.


    Aber auch die Spannung kommt nicht zu kurz, denn Proberty, ihre Mutter und ihr Bruder haben es mit kriminellen Machenschaften zu tun. Aber die drei werden zusammenhalten und vielleicht geht am Ende alles gut aus. Auf jeden Fall bestreiten die Drei ein spannendes Abenteuer, was jüngere Leser sicherlich mitfiebern lassen wird.


    Fazit: Bishop ist eine tolle, phantasievolle Geschichte gelungen, in der es fast nur um Bücher geht, was sie einfach noch großartiger macht. Ein lockerer Schreibstil, interessante Charaktere und eine Mischung aus Buchnostalgie, Humor und Spannung machen dieses Buch aus. Absolut lesenswert.


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    Jedes Jahr bekommt mein Mann von mir einen selbstgebastelten Adventskalender. Da ich weiß, dass das Jahresende bei uns dieses Jahr stressig werden wird, habe ich nach einer Alternative gesucht, denn einen einfachen Schoko-Adventskalender wollte ich nicht kaufen und für einen großen, Selbstgebastelten wird die Zeit fehlen.


    Dabei bin ich auf den „Was ich an dir liebe“-Adventskalender gestoßen. Es ist ein kleines Büchlein (ca. 15,5 x 11 cm) als Hardcover mit Lesebändchen. Er beginnt mit einem Vorwort bei dem gefühlvoll aber nicht kitschig festgehalten wird, warum man diesen Kalender gewählt und ausgefüllt hat. Pro Tag gibt es je eine Vorder- und Rückseite. Die Vorderseite besteht lediglich aus den Ziffern 1-24 und kleinen Illustrationen zur Weihnachtszeit. Es gibt durchaus die Möglichkeit diese Seiten mit selbstgezeichneten Bildern zu verschönern oder mit Buntstiften etwas mehr Leben auf die Seiten zu bringen. Die Rückseite bietet dann Textvorschläge, die durch persönliche Sätze ergänzt werden sollen, z.B. „Warum du mein Weihnachten so besonders machst“ oder „Die schönste Geschichte über dich, die ich kenne, ist …“.


    Die meisten dieser Textvorschläge finde ich schön und inspirierend. Bei einigen werde ich schon noch länger überlegen müssen, was ich schreibe, aber mir wird dazu definitiv etwas einfallen. Ein paar wenige sagen mir jedoch nicht zu, wie z.B. „Ich habe dir noch nie gesagt, dass…“ (eigentlich habe ich schon alles gesagt) und „Es würde schön, wenn du es nicht von mir verlangen würdest, aber für dich würde ich sogar …“ (gar nicht erst auf dumme Gedanken bringen). Da bin ich am Überlegen, ob ich diese Seiten evtl. einfach mit einem schönen Foto überkleben werde. Das Buch endet mit fünf beinahe leeren Seiten, die für Texte, Zeichnungen oder Fotos dienen sollen. Was die dort machen ist mir nicht ganz klar, denn nach 24 Tagen ist der Kalender halt „abgearbeitet“.


    Fazit: Mir gefällt die Aufmachung des Buches, auch wenn das Innenleben recht simpel gehalten ist. Dadurch kann man selbst noch etwas kreativ werden. Das Lesebändchen ist sinnvoll, damit man nicht täglich erst durch das Buch blättern muss, um die richtige Stelle zu finden. Die meisten Textvorlagen finde ich gut, sie inspirieren zu schönen Liebesbotschaften. Bei den anderen werde ich kreativ werden und mir etwas einfallen lassen. Schön ist auf jeden Fall, dass ich das Buch schon in einer nicht stressigen Zeit vorbereiten kann und dann hoffe ich, dass mein Ehemann seine Neugier im Zaum halten kann und sich tatsächlich immer nur den jeweiligen Tag anschaut, denn theoretisch kann niemand den Beschenkten daran hindern, diesen gleich am ersten Tag komplett zu lesen.


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