Beiträge von Rissa

    Ich habe nicht den Page, sondern den ersten Shine. Ich kann es jetzt nicht beschreien, aber ich glaube, die sollten bis auf das Licht ziemlich identisch sein.

    Tasten habe ich noch nie vermisst, der Touchscreen funktioniert auch nach vier Jahren und zehn Monaten noch anstandslos, Pixelfehler hat mein Shine nicht, und der Akku zeigt noch keine Ermüdungserscheinungen - ein einziges Mal hatte er sich verschluckt und war nach kurzer Zeit komplett entladen, aber gleich am nächsten Tag hatte er sich wieder berappelt.


    Wenn es wirklich nur ums Ausprobieren geht, dann wären wohl 35€ für den Page nicht zu viel. Ich glaube, anders herum wäre ich auch bereit, einen ähnlichen Betrag für einen einfachen, unbeleuchteten Kindle auszugeben, um meine ganzen Gratisebooks von Amazon bequem so lesen zu können, wie ich auch Papierbücher lese.

    „Land im Sturm“ ist ein Historicher Roman von Ulf Schiewe, der 2018 bei Knaur erschienen ist.

    Das Buch ist bei Lübbe Hardcover erschienen, nicht im Knaur-Verlag, der alle bisherigen Romane des Autors herausgebracht hat.


    Ich selbst bin noch ganz am Anfang des Buches, meine Meinung folgt dann irgendwann demnächst.

    Du hast aber schon gesehen das die TB- Ausgabe erst Mitte Oktober 2018 erscheint und somit noch der HC Preis zu Grunde gelegt werden kann. Vllt wartest du bist das TB erschienen ist und schaust dann nochmal nach, ob sich eventuell der EBook- Preis geändert hat.

    Nein, das entging mir tatsächlich. Dann nehme ich mal alles wieder zurück. :pale: Vielleicht warte ich dann noch etwas und schaue dann noch einmal. Irgendwie kam mir nicht in den Sinn, dass die TB-Ausgabe erst so viel später erscheinen könnte. Aber das erklärt den E-Book Preis für mich jetzt auch^^

    Es gibt tatsächlich etliche Bücher, die erst nach eineinhalb, zwei oder sogar noch mehr Jahren als günstigere Variante wie dem Taschenbuch herausgebracht werden. Und gerade bei Jugendbüchern dauert es da schon mal länger, bei Panem beispielsweise zwei Jahre, drei Monate aufwärts, bei Tintenherz hat es von 2003 bis 2010 gedauert, wenn die Informationen bei Amazon stimmen. Und so lange wird natürlich auch das Ebook teuer verkauft.

    Ich hab mal eine Frage zu den Preisen von E-Books. Ich hab echt kein Problem ~20 Euro für ein Buch auszugeben, allerdings frage ich mich, wie es zu rechtfertigen ist, dass ein E-Book 18 Euro kostet und das zugehörige Taschenbuch einfach nur 10 Euro. Eig. müsste das E-Book doch dann wenigstens auf dem Taschenbuchpreis sein? Allein schon weil es ungedruckt ist.

    Gibt es dafür tatsächlich eine Erklärung? Ich komme mir vor, als wolle sich jemand über mich lustig machen, weil ich keinen Platz in meiner Wohnung habe :lol:

    Hast du ein Beispiel?

    Mir ist das bisher so nicht aufgefallen. In der Regel gehen die Ebook-Preise in dem Moment auf oder unter das Taschenbuch-Niveau, in dem das Taschenbuch erscheint. Manchmal kommt es vor, dass man ein Buch schon kaufen kann, obwohl es offiziell noch nicht erschienen ist, und dann sind entsprechend auch die Ebook-Preise noch nicht angepasst, weil die natürlich einem fest einprogrammierten Zeitplan folgen.

    Ich habe das Buch letztes Jahr gelesen, und mir hat es auch nicht gefallen.


    Inhalt

    Ingelheim, zu Beginn des 9. Jahrhunderts: Johanna ist die Tochter eines angelsächsischen katholischen Priesters und einer sächsischen Heidin. Schon früh wird klar, dass sie ihrem älteren Bruder Matthias in Sachen Wissbegierde und Intelligenz in nichts nachsteht, während ihr Bruder Johannes von den Unterrichtsstunden überfordert ist. Als Matthias stirbt, gibt der Vater Johanna die Schuld an seinem Tod, glaubt er doch, dass Bildung den Männern vorbehalten sei und ihre Wissbegierde den Zorn Gottes herbeigerufen hat.

    Als Johanna nach Fürsprache einer ihrer Lehrer nach Dorstadt an die Domschule eingeladen wird, versucht ihr Vater, seinen Sohn Johannes als den Eingeladenen darzustellen. Doch Johanna weiß sich zu helfen.

    In Dorstadt jedoch kommt es zu Ereignissen, die niemand vorhersehen konnte…


    Meine Meinung

    Wenn man historische Romane liest, kommt man um gewisse Verreter dieses Genres einfach nicht herum. Gemeinsam mit Ken Folletts Die Säulen der Erde und Noah Gordonds Der Medicus ist Die Päpstin von Donna Woolfolk Cross eins der großen, international erfolgreichen Werke. Ich hatte schon viel von diesem Buch gehört, nicht nur inhaltlich, sondern auch, dass die Meinungen weit auseinander gehen. Auch wenn ich versucht habe, mich unvoreingenommen auf den Roman einzulassen, war mir dies nicht recht möglich, die Kritikpunkte hatte ich dann doch stets im Hinterkopf.

    Ich glaube auch nicht daran, dass es je eine Frau auf dem Papstthron gegeben hat. Dieser Punkt jedoch hat keinen Einfluss auf meine Wertung, denn auch eine fiktive Handlung kann in einem guten Roman so dargestellt werden, dass sie glaubwürdig erscheint.

    Was jedoch recht früh auffällt und was ich wirklich nicht ignorieren kann, sind die historischen Fehler und Anachronismen. Damit meine ich nicht die Änderungen und Anpassungen, die die Autorin im Nachwort selbst erwähnt, wie ein Angriff der Wikinger oder aber ein Kriegszug nach Rom, denn solche Anpassungen stören mich nicht, solange sie zur Handlung passen. Aber beispielsweise ein Hexenprozess hat in einem Roman über diese Zeit nichts zu suchen. Vielmehr hätte der Klerus versuchen sollen, den Menschen den Hexenglauben auszutreiben.

    Mein größter Kritikpunkt betrifft aber den eigentlichen Aufhänger der Geschichte: Die gesamte Handlung – ein Mädchen will Zugang zur Bildung und verkleidet sich deshalb als Mann und wird zum Mönch – entwickelt sich aus dem Bestreben Johannas, Wissen zu erlangen, während die Männerwelt es für ungehörig hält, dass eine Frau lesen kann, und dies sogar als Verstoß gegen Gottes Willen sieht. Tatsächlich war es aber zu dieser Zeit so, dass, abgesehen vom Klerus, weit mehr Frauen als Männer lesen konnte, Lesen sogar als Frauenbeschäftigung und als unmännlich angesehen wurde. Vielleicht war es nicht unbedingt normal, dass ein Mädchen aus dem Stand der Landbevölkerung lesen konnte, die Reaktion des Vaters wäre jedoch tatsächlich völlig übertrieben gewesen. Zudem wird im Roman auch eine Adelige für ihre Fähigkeit, lesen zu können, gerügt… Dass Frauen so einen schlechten Stand hatten, wie hier beschrieben, ist einfach nicht zutreffend, das würde eher in die Frühe Neuzeit als ins Mittelalter passen. Würde man diesen Fehler jedoch aus der Geschichte entfernen, dann würde der Aufhänger fehlen, denn Johanna hätte keinen Grund mehr, sich als Mann zu verkleiden, nur um Zugang zur Bildung zu erhalten.

    Daneben gibt es noch diverse kleinere Fehler. So hat ein Mann von etwa fünfundzwanzig Jahren, dessen Frau etwa im selben Alter ist, eine Tochter, die so alt ist wie Johanna zu diesem Zeitpunkt. Der Mann hätte also mit zwölf Jahren Vater werden müssen…

    Doch neben all diesen Kritikpunkten gibt es auch einige positive Dinge zu bemerken. So ist die Geschichte an sich durchaus spannend erzählt. Johanna erlebt diverse Abenteuer und trifft auf interessante Leute, immer mal wieder läuft sie Gefahr, entdeckt zu werden. Bis hin zum Finale konnte mich der Roman durchaus unterhalten. Der Schreibstil ermöglicht es, das Buch flüssig zu lesen, das Wort „Meter“, das mir mehrmals aufgefallen ist, schiebe ich mal auf den Übersetzer und hoffe, dass es nicht im Original zu finden ist.

    Unglaubwürdig fand ich dagegen wieder, dass Johanna selbst der Kirche und dem christlichen Glauben gegenüber sehr kritisch eingestellt ist und sich dennoch für eine kirchliche Laufbahn entscheidet. So wird sie von ihrer heidnischen Mutter über sächsische Götter unterrichtet, durch einen ihrer Lehrer, der ihr die griechischen Philosophen näher bringt, lernt sie, an der Glaubwürdigkeit der Kirche zu zweifeln. Und trotzdem wird sie, wie der Titel verrät, selbst zum obersten Vertreter der Kirche! Das passt irgendwie nicht.

    Mit der Charakterdarstellung hatte ich ebenfalls so meine Probleme, denn eine so extreme Einteilung in Gut und Böse habe ich bisher in kaum einem anderen Roman abseits des Romance-Genres vorgefunden.

    In ihrem Nachwort geht Donna W. Cross auf einige Dinge ein, die die Historie betreffen, insbesondere der Frage, ob es eine Päpstin gegeben haben könnte. Sie kommt zu dem Schluss, dass es so gewesen sein muss, dass die Faktenlage keine andere Deutung zulässt. Dies halte ich jedoch für problematisch, denn viele der genannten „Fakten“ sind schlichtweg falsch oder lassen zumindest auch andere Deutungen zu. Als Autor kann man zu seinen Vorstellungen stehen, sollte jedoch auch andere Möglichkeiten zulassen und die Leser nicht davon überzeugen wollen, dass seine Darstellung die einzig richtige ist.


    Fazit

    Ignoriert man die Tatsache, dass der Aufhänger der Geschichte aus der Luft gegriffen ist, und hat man kein Problem mit einer extrem einseitigen Charakterdarstellung, dann erwartet einen hier eine durchaus spannende Geschichte. Wer allerdings eine durchweg glaubwürdige Handlung und ein Mindestmaß an historischer Genauigkeit erwartet, wird wahrscheinlich enttäuscht werden.


    :bewertung1von5::bewertungHalb:



    Ergänzend dazu möchte ich noch die Lektüre dieser Internetseite empfehlen:

    http://www.pardoes.info/roanddarroll/PopeJoanHome.html

    Dabei handelt es sich um eine bereits 1988 als Hardcover veröffentlichte Dokumentation über die Untersuchung der Legende. Darin werden Quellen untersucht, die scheinbar belegen, dass es eine Päpstin gegeben hat, tatsächlich aber oft "ergänzte" Abschriften älterer Texte aus späterer Zeit sind, auch andere Belege werden analysiert und mit der politischen Situation der jeweiligen Zeit in Kontext gesetzt, mögliche Gründe für die Erfindung einer Päpstin genannt etc. Wer des Englischen mächtig ist und sich für das Thema interessiert sollte einen Blick darauf werfen, ich fand den Text großartig geschrieben, und er hat mich in dem Glauben bestätigt, dass es zumindest im Handlungszeitraum des Romans keine Päpstin Johanna gegeben haben kann.

    Die gute Frau kann nicht mehr feststellen, dass die Marmelade süß und sauer ist. Aber ein fruchtiger Geschmack wird durch die olfaktorische Sinneszellen wahrgenommen, und die sitzen in der Nase, nicht auf der Zunge.

    Welche Onleihe war nochmal zu empfehlen und warum gerade diese?


    Sandra

    Bridgeelke hat hier ihre Vergleichsliste gepostet, also welche Onleihe wie viele Belletristiktitel in welchem Jahr im Programm hatte. Da kann man ganz gut erkennen, welche eben gut aufgestellt sind und welche weniger Leistung bringen. So kann man schon mal eine Vorauswahl treffen, welche Onleiheverbünde denn interessant wären.

    Einem solchen Verbund gehören in der Regel immer mehrere Büchereien an, die Gebühren regelt jede Bücherei für sich, denn die gelten für den allgemeinen Ausweis zur Direktausleihe - die Onleihe ist eigentlich nur ein Bonus obendrauf.

    Aber nicht jede Bücherei bietet Personen, die außerhalb des Einzugsgebietes wohnen, auch die Möglichkeit, sich bei ihnen anzumelden.


    Zieht man all dies in Betracht - großes Angebot an Belletristikartikeln, die Höhe der Gebühren sowie die Möglichkeit, sich aus der Ferne anzumelden und die Gebühr zu überweisen - ist die Thuebibnet zu empfehlen, Anmeldeort Zella-Mehlis.


    Ich selbst wohne nahe Marburg, und so habe ich über die Stadtbibliothek meinen Zugang zur Hessenonleihe bekommen. Hier sind die Gebühren unschlagbar, einmalig 5€ für die Anmeldung, danach keine Jahresgebühr mehr, man muss aber in Hessen wohnen.

    Sehe ich das richtig, dass du in Rheinland-Pfalz wohnst? Die Onleihe ist nach Bridgeelkes Liste auch sehr gut bestückt und steht 2017 auf dem dritten Platz. Vielleicht kannst du da mal schauen, welche Büchereien in deiner Gegend dem Verbund angeschlossen sind?

    http://www.onleihe-rlp.de/rlp/…-0-100-0-0-0-0-0-0-0.html

    In einem anderen Forum hat jemand beschrieben, dass "ihr" Bücherschrank immer mal wieder angeblich von jemandem Besuch bekommt, der die Bücher, auch neue, unbeschädigte, zum Recyclinghof bringt, um für das Altpapier Geld zu bekommen. Das finde ich schon krass. Für die alten Schinken, die eh keiner mehr haben will und die man entsprechend auch nicht los wird, fände ich das ok, z.B. für die Reader's Digest, die irgendwie jeden Bücherschrank zumüllen. Aber für aktuellere Bücher geht das gar nicht.

    Ich könnte mir aber vorstellen, dass das vielleicht hier auch der Fall sein könnte, wenn wirklich nahezu alle Bücher rausgenommen werden, nicht nur aktuelle bzw. solche in gutem Zustand.

    Ich sehe gerade, dass beide Newsseiten, die ich verlinkt habe, ein Update gepostet haben. Angeblich habe es gar kein weiteres Update nach v11.2 gegeben. Dieses Newsupdate gab es aber erst heute.
    Aber wenn sowohl lesen.net als auch heise.de eine Warnung aussprechen, dann gebe ich das lieber weiter - lieber einmal zu viel warnen als dass dann jemand meint, er hätte nichts darüber gelesen.

    Der Unterschied ist analog zu Musik: Es ist kein Problem, eine CD zu verleihen oder zu verschenken. Illegal wird es, wenn man die Musik von der CD auf den PC kopiert und sie dann, z.B. in Form von MP3-Dateien, weitergibt und den Original-Datenträger behält. Man verschenkt somit nicht das Original, sondern eine Kopie.
    Man kann problemlos den Gegenstand Buch verschenken - genau ein Mal. Will man das Buch ein zweites Mal verschenken, muss man es erst ein zweites Mal kaufen.
    Eine Datei dagegen kann man, sofern sie keinen Kopierschutz hat, vervielfältigen, aus einer Datei werden zwei, die Person gibt sie an fünf Freunde weiter, die wieder an jeweils fünf, und plötzlich wurde aus einer Datei hundert, und der Autor wurde nur ein einziges Mal bezahlt. Verschenkt man das "Ebook" also, ohne es bei sich selbst zu löschen, ist das nicht legal. Weil das aber nicht kontrollierbar ist, ist die Weitergabe von Ebooks generell nicht erlaubt (Ausnahme: Family-Sharing oder ähnliche Systeme, bei denen die Lizenz einen gewissen Spielraum bietet und die Technik dies unterstützt). Man "kauft" auch kein Ebook, sondern erwirbt lediglich eine Leselizenz. Entsprechend kann man ein "Ebook" selbst auch nicht verleihen, weiterverkaufen oder verschenken, weil man es nicht besitzt und außer dem Recht, es zu lesen, keine weiteren Rechte hat.

    Es tut mir wirklich leid und ist mir auch peinlich. Aber ich habe in die Suchzeile Autor und Titel eingegeben und das Häkchen bei "nur im Betreff suchen" gesetzt. Es gab keine Nennung. Ich weiß nicht, was ich da falsch mache, denn das ist mir ja schon mehrmals passiert.

    Hast du die Forensuche oben rechts oder die Suche unter Rezensionen genutzt? Die Forensuche ist dafür wenig geeignet, die Suche unter Rezensionen spuckt dagegen meist direkt das Gesuchte aus.

    Wie ist denn der Schriftsatz?
    Aktuelle Bücher haben heute oft eine größere Schrift sowie einen größeren Zeilenabstand als noch vor 15 Jahren, so dass im Endeffekt weniger Text pro Seite vorhanden ist. Schon alleine dadurch kann locker ein Drittel dazu gewonnen werden. Mein liebstes Beispiel hier ist Der Medicus, in alter Übersetzung im Knaur-Verlag sind das nur ca. 650 Seiten, die neue Übersetzung in aktuellster Ausgabe bei Heyne hat mal eben über 860 Seiten. Meine Ausgabe aus dem Goldmann-Verlag hat nur knapp 700 Seiten bei neuer Übersetzung. Eine größere Schrift kann also einen deutlichen Unterschied ausmachen.

    Bei diesem Roman habe ich beim ersten Lesen gedacht, dass er aus lauter einzelnen Szenen besteht und es quasi keinen übergeordneten Handlungsbogen gibt. Erst ganz zum Schluss hat sich für mich der Kreis geschlossen.
    Ich finde es großartig, wie die Autorin es schafft, die Handlung über so viele Seiten im Blick zu behalten und diese ganzen einzelnen Episödchen am Ende zu einem stimmigen Ganzen zu winden.


    Aber leider ist der Roman stellenweise doch sehr langatmig, insbesondere der Anfang mit dem Fest. Das zieht sich ewig, und nach 200 Seiten sind immer noch nur ein paar Stunden vorbei.
    Eine richtige Rezension mit Sternchen gibt es von mir, wenn ich das Buch das nächste Mal gelesen habe, womit ich in frühestens zwei Jahren rechne...

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