Wahl der besten Bücher im BücherTreff

Beiträge von Rissa

    Da stellt sich mir doch die Frage: Welche Bücher (bzw. Romane) haben denn überhaupt ein Inhaltsverzeichnis? Eigentlich die wenigsten, zumindest von denen, die ich lese. Wenn doch mal eines eins hat, bin ich immer recht verwundert. Meist kommt das vor, wenn es eher wenige Kapitel gibt und diese Kapitel auch noch Namen haben und nicht nur durchnumeriert sind. Oder es ist mehr oder weniger nur ein Hinweis darauf, dass auf den Roman etwas Zusatzmaterial folgt.


    In dem Zusammenhang fällt mir noch ein Punkt ein, den ich bei Ebooks in der Übersicht gerne nutze: da ich viele historische Romane lese und bei diesem Genre oft Jahresangaben im Kapitelnamen stehen, schaue ich dann ganz gerne mal nach, wie viel Handlungszeit jetzt eigentlich zwischen den Kapiteln liegt. Das geht bei Ebooks oft besser als beim Printbuch - sofern das eben richtig konfiguriert wurde.


    Ist im Printbuch ein Inhaltsverzeichnis vorhanden, schadet es meiner Meinung nach nicht, das ebenfalls fürs Ebook zu übernehmen, einfach der Vollständigkeit halber, damit niemand behaupten kann, dass "beim Ebook etwas fehlt". Aber wenn es um ein reines Ebook geht, ist das in meinen Augen unnötig.

    In Romanen in Printform brauche ich kein Inhaltsverzeichnis. Bei Ebooks sieht das allerdings ein wenig anders aus, denn oft genug gibt es Zusatzmaterial wie Karten, ein Glossar, Personenregister etc., das ich während des Lesens kurz konsultieren möchte. Auch nutze ich diese Funktion gerne, um zu schauen, wie viele Seiten die verschiedenen Kapitel so haben (sind es generell eher kurze oder eher lange Kapitel oder wechselt das stark?) - im Printbuch kann man schnell durchblättern, beim Reader ist das umständlicher.

    Abgesehen davon brauche ich aber weder vorne noch hinten ein weiteres schriftliches Inhaltsverzeichnis, sofern die Inhaltsverzeichnis-Funktion so funktioniert, wie sie soll.

    Ich lese zur Zeit dieses Buch, es ist der zweite Band der Kommandeur Vallon-Reihe und liest sich einfach toll. Es hat immerhin 700 Seiten (der erste Band hatte sogar über 1100 Seiten).


    Der Franke Vallon wird vom Kaiser auf eine gefährliche Expedition nach China geschickt, um dort Kontakte zu knüpfen und um die Formel für eine mächtige Waffe zu beschaffen. Der Weg dauert ein Jahr und birgt viele Gefahren und die Teilnehmer wissen nicht, ob sie je wieder nach Hause kommen werden.


    Der erste Teil war damals recht zäh, keine Ahnung, ob das an mir lag. Diesen Band finde ich wirklich super und ich habe auch nur noch ca. 200 Seiten vor mir.

    Dieser zweite Band hat mir auch recht gut gefallen - leider hat die Übersetzung im Vergleich zum ersten Band doch ein paar Schwächen (das ständige "Sir" war hier doch irgendwie unpassend, genau wie Meter und Grad (Celsius)).

    Und leider, leider ist noch kein dritter Band in Sicht, und da es keine Autorenhomepage etc. gibt, gibt es auch keinerlei Informationen darüber, ob es überhaupt einen dritten Band geben wird. Dabei ist das Ende so offen gehalten, dass es unmöglich das endgültige Ende sein kann. Nur ist der zweite Band ja schon 2014 erschienen, das ist ja schon eine ganze Weile her...

    Squirrel Es scheint so, als wäre dies eine Rezension zu Das Reich des Teufelsfürsten, nicht zu Das Ende des Teufelsfürsten, der Titel scheint zu stimmen, aber nicht das verlinkte Buch. Kannst du das bitte noch ändern?


    Lerchie Es war erst eine Trilogie geplant, dann hat die Autorin das umgeschmissen und im zweiten Band erklärt, dass sie keinen dritten Band schreiben würde - das hast du ja gelesen. Doch dann hat sie entgegen dieser Erklärungen doch noch einen dritten Band geschrieben.

    Ich selbst kenne die ersten beiden Bücher, den dritten Band aber noch nicht, da kann ich dir auch nicht sagen, ob sich der lohnt.

    solche Methoden waren früher übliche Schwangerschaftstests :mrgreen: Ich glaube, bei uns nahm man Kaninchen dafür. Und diese engen Halsbänder, die zu manchen Trachten gehören (so Samtbänder, die oft mit einem Schmuckstück eng am Hals anlagen) hatten denselben Grund: bei einer Schwangerschaft verdickt sich die Schilddrüse und so merkten die Frauen, was Sache war :wink:

    ?( Aber die Schilddrüse sitzt doch nicht im Hals.?(

    Doch, unterhalb des Kehlkopfes. Wenn man eine Schilddrüsenfehlfunktion hat, kann sich deshalb dort ein Kropf bilden, der bei Nichtbehandlung auch richtig groß werden kann. Der Kropf kann aber auch nach innen wachsen, oder es bilden sich kleine Knötchen - alles Anzeichen auf Probleme mit der Schilddrüse.
    In meiner Fälle gibt es mehrere Personen mit Schilddrüsenproblemen, auch meine wurde schon sonographisch untersucht.

    Für mich sieht es ebenfalls so aus, als würden sich die Zeilen überlappen, als wären diese Bücher falsch konfiguriert. Probier doch mal aus, was passiert, wenn du die Schriftart, die Schriftgröße und den Zeilenabstand veränderst, ob das irgend eine Besserung bringt.

    Ja, kann man. Zumindest ging das früher mal. Dazu habe ich iTunes benutzt. Aber wie Hiyanha schon sagte ging das nur mit normalen Audio-CDs, wollte man mp3-Dateien haben, war das mit etlichem Aufwand verbunden.
    Ich habe das damals nur mit einigen Hörbüchern ausprobiert, die Audible gelegentlich verschenkt hat. Damals gab es noch kaum Smartphones, und die wenigsten mp3-Player waren Audible-tauglich, weshalb dies für mich schon wichtig war, um die Hörbücher überhaupt genießen zu können - wer hört schon gerne ausschließlich am PC?

    Heutzutage hat sich das ja ein wenig geändert, da kann ich mir wirklich gut vorstellen, nun doch mal ein solches Abo anzuschließen. Insbesondere, da es ja auch monatlich kündbar ist und man somit nicht af lange Zeit gebunden ist.

    Ich bin ständig am Überlegen, ob ich mir ein Audible-Abo holen soll. Man kauft jeden Monat ein Hörbuch, kann es also immer wieder hören, auf CD brennen, wenn man mag. Und es gibt jede Menge exklusive Hörbücher, die dann im Gegensatz zur "normalen" Edition ungekürzt sind.

    Da sind knapp 10€ in meinen Augen ein guter Preis, da viele Hörbücher ohne das Abo gleich mal 20, 30€ oder mehr kosten.

    Wer nur gelegentlich mal ein Hörbuch hört ist da ganz gut mit bedient.


    Was bisher für mich noch dagegen spricht ist, dass ich mit vielen deutschen Sprechern so meine Probleme habe, die Auswahl an englischen Hörbüchern bei deutschen Audible aber stark eingeschränkt ist. Und ich habe bisher nicht herausgefunden, ob man das englische Audible aus Deutschland problemlos nutzen kann...

    Hm, also laut diesem Artikel ist die Onleihe eine zentrale Plattform:

    https://netzpolitik.org/2018/d…nicht-im-netz-angekommen/

    Ja und nein. Verschiedene Bibliotheken schließen sich zu einer Onleihe zusammen und verwalten ihre Lizenzen gemeinsam, den Zugang erhält man über die Bibliothek, über die man sich angemeldet hat (meist verbunden mit der Ausleihmöglichkeit von Papierbüchern vorort).

    Das hier ist die ThueBiBNet: https://www4.onleihe.de/thuebi…-0-100-0-0-1-0-0-0-0.html

    Und das hier die Hessen-Onleihe: https://hessen.onleihe.de/verb…-0-100-0-0-1-0-0-0-0.html

    Nur um mal zwei zu zeigen.

    Die beiden nutzen das diviBib-System: http://www.onleihe.net/

    Onleihen, die zur divibib gehören, nutzen alle dieselbe Technik, dieselbe App, die Webseiten sehen sehr ähnlich aus, und es gibt ein gemeisames Forum.


    Von der Auswahl der Medien unterscheiden sich die Onleihen jedoch stark. Manche Medien gibt es in der einen, aber nicht in der anderen, oder die Anzahl der Lizenzen ist unterschiedlich, und manche Onleihen sind generell besser ausgestattet als andere, weshalb ein Vergleich sich lohnen kann.


    Wenn es Fehler gibt, kann es sein, dass sämtliche Onleihen betroffen sind, es kann aber genauso gut sein, dass es nur einen Verbund betrifft.

    In den Leseproben (Amazon Blick ins Buch) steht drin, dass die Reihe von Ralph Sander übersetzt wurde (aus dem Englischen von...).

    Ralph Sander ist nicht nur Übersetzer, z.B. von Lynsay Sandy, sondern auch selbst Autor von den Kater Brown-Romanen.

    Vielleicht ist diese neue Reihe ja auch von ihm unter Pseudonym? Vom Genre her könnte es aber auch passen...

    Diese Tippfehler habe ich auch gar nicht gesehen, einfach drüberweg gelesen, und das, obwohl ich ebenfalls alle genannten Sätze mehrmals gelesen habe.


    Aber so geht es mir in Büchern auch. Tippfehler dieser Art, zusätzliche Buchstaben, die dann ein neues Wort ergeben, fallen mir in den seltensten Fällen auf (und ich baue selbst auch gerne solche Fehler ein, wenn ich tippe). Solche Fehler nerven, wenn man recht genau liest. Entweder hat der Lektor oder Korrektor nicht gut gearbeitet oder im Text waren vorher so viele Fehler drin, dass dies einfach die verbleibenden paar Prozent sind, die einfach immer bestehen bleiben - bei vielen ursprünglichen Fehlern eben mehr, bei wenigen eben weniger.


    Mich selbst stören sie aber eben deshalb nicht, weil ich wohl recht oberflächlich lese, mehr den Inhalt als die einzelnen Worte oder Buchstaben aufnehme. Deshalb nehme ich auch manche Stilblüte oder stilistische Schwächen einfach nicht wahr.


    Tempusfehler, fehlende Kommata oder auch sonstige merkwürdige Satzkonstruktionen (wie ständig vorkommende Partizipien) finde ich dagegen störend, weil sie das Aufnehmen der Bedeutung erschweren, insbesondere dann, wenn sie gehäuft vorkommen.

    Ja, das klingt etwas merkwürdig, ich hätte da wohl so etwas wie "Videos von sich im Alter von zwei Jahren" oder "Videos von sich, als sie ungefähr zwei Jahre alt gewesen ist" oder so ähnlich geschrieben, wobei das erste steifer, aber eleganter wäre.


    Aber zeitliche Genauigkeit ist heutzutage scheinbar nicht mehr relevant. So habe ich kürzlich in ein Ebook aus einem Kleinverlag reingelesen, zu dem das Taschenbuch schon 2015 erschienen war. Das Ebook soll schon überarbeitet gewesen sein. Von allen Seiten wurde mir das Buch empfohlen, es hat auch bei Amazon fast nur positive Bewertungen.

    Nun bin ich niemand, der regelmäßig an der Arbeit von Autoren herummosert, und Kleinigkeiten überlese ich schon mal, aber hier gibt es so viele Tempusfehler, die bei einem lektorierten Verlagsbuch einfach nicht hätten sein müssen, dass es mir dann doch aufgefallen ist. Denn bei Ereignissen, die vor der beschriebenen Handlung passiert sind (z.B. Rückblicke auf die Kindheit der Protagonisten) wird weiterhin der gleiche Tempus verwendet wie im normalen Erzähltext. Dabei gibt es doch für solche Fälle den Plusquamperfekt...


    Ein Beispiel vom Anfang des Buches, den man bei Amazons Blick ins Buch lesen kann. Ein junger Mann denkt an seine Schwertleite zurück:

    Zitat

    Denn die Zeremonie war nicht so verlaufen wie gewünscht: Am Abend zuvor hatte Wolfram, anstatt sich mit Gebeten auf die Weihe vorzubereiten, ausgiebig mit Freunden gefeiert und getrunken. So fiel er gleich zu Beginn der Festlichkeiten durch überlautes Schnarchen auf, was den Bischof wie auch seinen grimmig dreinblickenden Vater, Bernhard von Arsberg, launig stimmte.


    Kempf, Cornelia. Der Löwe des Kaisers: Der Aufstieg (German Edition) (Kindle-Positionen170-172). KaMeRu Verlag. Kindle-Version.

    Besser/korrekt wäre gewesen: So war er gleich [...] aufgefallen, was [...] launig gestimmt hatte.


    Weit bin ich noch nicht gekommen, etwa bis 10%, aber bis dahin kommt dies immer wieder vor.

    Vor sich hin schwären finde ich jetzt nicht allzu ungewöhnlich oder sogar falsch. Eine schwärende Wunde ist eine eiternde, entzündete.

    Aber man kann auch Probleme im übertragenen Sinne "schwären lassen", also sich nicht drum kümmert, so dass sie schlimmer werden.

    Ich bin mit dem Stil in "Sei geweiht der Hölle" von Alys Clare überhaupt nicht klar gekommen. Klang mir insgesamt zu modern für einen Krimi aus dem späten zwölften Jahrhundert, ohne dass ich es an konkreten Wörtern festmachen könnte. Und wenn ich mich auf den ersten gut 20 Seiten schon vom Stil genervt fühlte, kann ich mit meiner Lesezeit besseres anfangen.

    Das Buch habe ich letztes Jahr gelesen. So wirklich toll fand ich es auch nicht, aber da es so dünn war, habe ich es dann doch durchgelesen. Ja, die "Ermittlungsmethoden" waren mir auch zu modern, und die Hintergrundhandlung dient wohl nur zur Einordnung in eine Zeit, sonst hätte der Roman auch zu fast jeder anderen Zeit spielen können. Am Stil hatte ich jetzt nichts auszusetzen, aber in der Hinsicht bin ich auch nicht sehr aufmerksam bzw. sehr genügsam.

    Weiterverfolgen werde ich die Reihe wohl nicht, dazu hat mich das Buch zu wenig fesseln können.

    Ich bin bei der Onleihe Hessen. In Marburg zahlt man, falls das noch aktuell ist, nur einmalig eine kleine Anmeldegebühr, einen Jahresbeitrag gibt es nicht. Man muss seinen Wohnsitz aber in Hessen haben (früher: Im Landkreis Marburg-Biedenkopf, das wurde jetzt vor ein paar Jahren aber erweitert).

    Mit diesen beiden Büchern bin ich erstmal eine Weile beschäftigt. :wink:

    Ach, Das zweite Königreich kann man eigentlich ganz schnell lesen - zumindest brauche ich für die Gablé-Wälzer immer weniger Zeit als für halb so dicke anderer Autoren. Und dieses ist auch noch mein Lieblingsbuch von ihr.
    Die Herren der grünen Insel ziehen sich dagegen schon ein wenig, da sitze ich gerade am zweiten Band und komme nicht so recht vorwärts, auch ein Wälzer, wenn auch mit 768 Seiten rund 200 Seiten dünner als der erste.

    Es gibt verschiedene Onleiheverbünde, Thüringen hat z.B. die ThueBIBnet. Teilnehmer findest du hier:

    https://cms.onleihe.de/opencms…ehmerliste_2018-08-08.pdf

    Vielleicht ist da ja eine Bücherei aus deiner Nähe angeschlossen. (Zella-Mehlis ist übrigens der Geheimtipp, weil man sich dort auch anmelden kann, ohne in der Nähe zu wohnen).


    Wie viel es kostet schwankt stark, auch innerhalb eines Verbundes. Ich habe in Marburg (Onleihe Hessen) nur eine einmalige Anmeldegebühr zahlen müssen, andernorts zahlt man schon mal 10€ aufwärts.


    Ich finde schon, dass es sich lohnt. Man muss eben schauen, welche Bücher man gerne ausleihen würde, und das funktioniert wie bei Papierexemplaren: Leiht jemand ein Buch aus, kann jemand anders es nicht gleichzeitig haben. Aber dann muss man eben Vormerker setzen.


    Du kannst das auch mit dem Smartphone oder Tablet nutzen, ein Reader ist nicht zwingend notwendig, aber wesentlich angenehmer, wenn man längere Zeit lesen möchte.