Wahl der besten Bücher im BücherTreff

Beiträge von €nigma

    80. Ein Buch, bei dem Cover und Inhalt gar nicht zusammenpassen


    Das ist kein süßlicher Liebesroman, sondern ein spannender Jugendthriller. Er bietet auch Erwachsenen fesselnde Unterhaltung und ist eins der wenigen Blümchencover in meinem Regal.:wink:


    Ich lese nicht jedes Buch zu Ende, allerdings kommt es dank guter "Vorbereitung" (Informationen im Internet sammeln, Leseproben einsehen) nur noch selten vor, dass ich ein Buch abbreche.

    Bücher, bei denen ich meine Zweifel hinsichtlich des Gefallens habe, entleihe ich aus der Bibliothek oder Onleihe, dann muss ich mich nicht über unnötige Ausgaben ärgern, wenn sich eins als Flop erweist.

    Ich habe auch zusätzlich mit nordischen Namen und Bezeichnungen immer ein Problem

    Damit habe ich zwar kein Problem und ich war auch schon in Stockholm, aber den Sprachstil fand ich eben auch nicht so prickelnd. Ich habe nicht weit genug gelesen, um die Verworrenheit der Handlung zu beurteilen.

    Ich wurde durch das außerordentlich geniale Cover auf dieses Buch aufmerksam und habe überlegt, es bei NetGalley anzufragen. Beim Sichten der Leseprobe fand ich dann allerdings den Sprachstil holperig und habe deshalb davon Abstand genommen, weil ich keine Rezensionsverpflichtung eingehen wollte. Die guten Bewertungen hier geben mir nun zu denken. Leider hat unsere Onleihe "1793" (noch?) nicht.


    Jessy1963 Ich sehe, dass Du das Buch abgebrochen hast. Was hat Dir missfallen?

    79. Welches Cover hat dir im Februar am wenigsten gefallen?

    Das Buch hat mir gefallen, das Cover weniger. Ich mag keine Cover, die eine Frau penetrant in den Mittelpunkt stellen und wenn dann noch Blümchen als Umrahmung dazukommen (hier glücklicherweise nicht!), ist es ganz aus.[-(

    Ich habe bei Wikipedia gesehen, dass die letzten (beiden?) Werke nur mit dem deutschen Titel aufgelistet sind, auf den Seiten des Verlags habe ich keinen Hinweis auf einen italienischen Titel gefunden, auf der Histo Couch gibt es ebenfalls keine Info und eine Homepage scheint der Herr auch nicht zu haben. Wahrlich eine harte Nuss!:shock:

    Haha, ja genau, jetzt hast du alles durch, was ich auch schon probiert habe, die Histo-Couch und Wikipedia waren meine letzte Station, aber hat nix genutzt ^^

    Dann würde ich tatsächlich mal den Verlag anmailen. Meiner Meinung nach gehört der Originaltitel bei Büchern fremdsprachiger Autoren immer mit in die Info.

    das hier ist das eine Buch; das Bild des Autoren zeigt, dass es sich um den gleichen Menschen handelt.

    :idea:Das ist ja interessant. Dieses Buch kommt dann mal auf meinen Merkzettel, da mir der Schreibstil des Autors zugesagt hat. Ich frage mich allerdings, was der Sinn dieser Pseudonyme ist, solange es sich um Bücher desselben Genres handelt.

    Ich kann irgendwo einen anderen Roman als den hier vorgestellten finden. Wie sind die anderen zwei Titel.

    Ich konnte auch nichts finden und habe die Info von der Verlagsseite kopiert. Der Verlag sollte eigentlich wissen, ob und wie viele Romane der Autor schon geschrieben hat.

    Kurzbeschreibung (Quelle: Verlagsseite)
    Ein vermisstes Mädchen. Ein Dorf mit einem dunklen Geheimnis. Und ein nie aufgeklärtes, schreckliches Verbrechen.
    Mitten im Winter verschwindet in dem norddeutschen Dorf Greiderheide ein junges Mädchen spurlos in den Wäldern. Die junge Kommissarin Anika Bartelsen übernimmt den Fall. Kurz darauf taucht auch noch Kommissar Gustaf Ohlsen aus Berlin in dem Dorf auf. Er sucht nach seiner Tochter, einer Journalistin, die ebenfalls vermisst wird und hier zuletzt für eine Story recherchiert hat – Zufall? Nach anfänglichem Widerstand bezieht Anika Bartelsen Ohlsen in ihre Ermittlungen ein. Gemeinsam stoßen sie schließlich auf ein schreckliches, nie aufgeklärtes Verbrechen. Hat der alte Fall etwas mit dem aktuellen zu tun? Immer mehr verfangen sich die Kommissare in einem Netz aus Schein, Lügen und Aberglauben, bis sie selbst in großer Gefahr schweben ...


    Autor (Quelle: Verlagsseite)
    Arne Petersen, geboren 1970, ist Autor, Drehbuchschreiber und freier TV-Redakteur. Er studierte Kommunikationswissenschaften an der LMU in München und lebt in Berlin. „Blutritual” ist sein dritter Spannungsroman.


    Allgemeines
    Erschienen als E-Book am 1. März 2019 bei beTHRILLED, Umfang entsprechend 241 Seiten
    Gliederung: Prolog – 44 Kapitel
    Erzählung in der dritten Person aus der Perspektive von Gustav Ohlsen
    Handlungsort und -zeit: Greiderheide in Norddeutschland, ein Winter in der Gegenwart


    Inhalt
    In den Wäldern um das norddeutsche Dorf Greiderheide ist ein junges Mädchen namens Merle spurlos verschwunden. Die alten Leute im Dorf erinnert dieser Vermisstenfall an das Verschwinden von zwei anderen Mädchen kurz vor dem Beginn des Zweiten Weltkriegs. Damals hieß es, ein riesiger Wolf gehe in den Wäldern um und auch in der Nacht von Merles Verschwinden will eine alte Frau schemenhaft ein großes Tier gesehen und Wolfsgeheul gehört haben. Anika Bartelsen, die mit dem Fall betraut ist, bekommt „inoffiziell“ Verstärkung von Gustav Ohlsen, einem Berliner Kommissar, dessen Tochter Sofia als Journalistin in Greiderheide einer spektakulären Story auf der Spur war. Sofia ist von ihrer Reise nach Greiderheide nicht heimgekehrt. Ohlsen ermittelt auf eigene Faust und macht sich dabei unbeliebt: Sein Hund wird getötet, auf ihn selbst werden Anschläge verübt und schließlich werden auch alte Dorfbewohner, die Auskunft zur Geschichte des Dorfes geben könnten, ermordet…


    Beurteilung
    Gustav Ohlsen sieht sich bei der Suche nach seiner Tochter Sofia großen Problemen gegenüber. Insgesamt sind über einen Zeitraum von 80 Jahren vier junge Mädchen verschwunden. Da nicht derselbe Täter für alle Fälle infrage kommen kann, erklären sich manche Dorfbewohner die Vermisstenfälle mit der Legende von einem riesigen Wolf, der seit langer Zeit in den Wäldern um Greiderheide umgehen soll. Ohlsen ist ein rationaler Mensch, der nichts vom Aberglauben hält, deshalb geht er bei der Befragung der Dorfbewohner nüchtern und systematisch vor. Diese Ermittlungen werden glaubwürdig geschildert; Ohlsen ist zwar sehr engagiert, aber kein „Super-Cop“, wie man sie aus anderen Krimis kennt. Seine Charakterisierung ist ausgefeilt und nicht idealisiert, so wird auch sein schlechtes Gewissen wegen des eher oberflächlichen Verhältnisses zu seiner Tochter nach der Scheidung von deren Mutter thematisiert.
    Durch die Zusammenarbeit mit Anika Bartelsen zeichnen sich neue Erkenntnisse ab, die darauf schließen lassen, dass die aktuellen Vermisstenfälle in einem unseligen Bezug zur Geschichte des Dorfes stehen – in Greiderheide spielten sich zur Zeit des Zweiten Weltkriegs ungeheuerliche Dinge ab, die offenbar von einigen Menschen wiederbelebt werden sollen.
    Der Erzählstil ist flüssig, anschaulich und auch von Spannung geprägt, die Spannung wird zunächst durch das Element des Unheimlichen genährt, um dann durch fast noch erschreckendere aktuelle Bezüge aufrecht erhalten zu werden.
    Die Schilderung einiger Straftaten wirkt ein wenig übertrieben, zumindest möchte man hoffen, dass nicht alles Geschilderte realitätsnah ist…


    Fazit
    Spannende Krimi-Unterhaltung mit aktuellen Bezügen – lesenswert!

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